Volleyball in Buchloe

Schwierige erste Saison für die Lechrain Volleys

VfL Buchloe Volleyballteams

Neue Perspektive: Die Volleyball-Mannschaft des VfL Buchloe von 2019 ging voriges Jahr in der Spielgemeinschaft der Lechrain Volleys auf. Doch die Pandemie hat die Kooperation bislang sehr eingeschränkt.

Bild: VfL Buchloe

Neue Perspektive: Die Volleyball-Mannschaft des VfL Buchloe von 2019 ging voriges Jahr in der Spielgemeinschaft der Lechrain Volleys auf. Doch die Pandemie hat die Kooperation bislang sehr eingeschränkt.

Bild: VfL Buchloe

Der Zusammenschluss mit den Lechrain Volleys sollte eine neue Chance für den VfL Buchloe sein. Doch die Pandemie erschwerte die Startphase. Dennoch herrscht Zuversicht
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Von Leonie Stoll
23.05.2021 | Stand: 17:30 Uhr

Wie der Name schon anklingen lässt, handelt es sich bei den Lechrain Volleys um eine Spielgemeinschaft mehrerer Volleyballteams, heimisch in Standorten rund um den namensgebenden Fluss. In Kaufering, Landsberg, Hurlach, Penzing, Weil und seit Frühjahr des vergangenen Jahres auch in Buchloe trainieren fünf Damen- sowie zwei Herrenmannschaften und ein breiter Jugendstab mit Spielmöglichkeiten für die Altersgruppen U12 bis U18. Im Tunierbetrieb sind die Teams bis zur Landesliga vertreten.

VfL Buchloe war einziger eigenständiger Verein in der Region

Warum der Anschluss der Buchloer stattgefunden hat, erklärt Stefanie Schoppel, Leiterin der Abteilung Volleyball VfL Buchloe. Zunächst gab es einen ersten Kontakt durch den Wechsel eines Buchloer Trainers nach Penzing, anschließend Gespräche mit dem Vorstand der Lechrain Volleys. Schließlich war Buchloe der einzige noch eigenständige Verein im Einzugsgebiet der SG. Aufgrund der steigenden Anzahl von Spielern durch den Zusammenschluss erhofften sich Schoppel und der VfL die Chance, externe Trainer anzuziehen und eine Jugendmannschaft mit mehr Spielstärke zur Förderung von Talenten auf die Beine zu stellen. Teams mit Spielermangel sollen durch die Lechrain Volleys aufgefüllt werden. Schon nach dem ersten Infoabend im März 2020, wurde das weitere Vorgehen jedoch durch die Pandemie erschwert – bereits der angesetzte Kennenlern-Tag fiel aus. Dennoch gab es eine Zusammenarbeit, berichten die Buchloerinnen Caja Karpf (14) und Celina Kühnel (15). Beide sind sowohl im Jugend- als auch im Erwachsenenbereich der Lechrain Volleys aktiv.

Trainer waren erfinderisch in ungewöhnlichen Zeiten

Nach den ersten wenigen gemeinsamen Trainingseinheiten konnten die Spieler bis in der Sommer 2020 hinein wie auch aktuell ihren Sport nicht vor Ort ausüben. Die beiden Buchloerinnen betonen, wie in diesen ungewöhnlichen Zeiten „der gesamte Trainerstab der Lechrain-Volleys für uns immer wieder neue Möglichkeiten erfunden hat, uns mit Spaß fit zu halten“. Zum Beispiel die digital abgehaltene „Lechrain-Power-Challenge“, das Event „Schlag den Trainer“ und das Projekt „Joggen statt Training“ – bei dem für jede zurückgelegte Strecke Punkte für ein Team gesammelt wurde. Die Trainer boten im Wechsel über die App Zoom einstündige Workouts an, auch wenn sich den Umständen entsprechend eher auf Krafttraining als auf Arbeit mit dem Ball fokussiert wird, sei „die Bewegung für alle nötig“, erzählen Karpf und Kühnel.

Stefanie Schoppel, Leiterin der Abteilung Volleyball VfL Buchloe.
Stefanie Schoppel, Leiterin der Abteilung Volleyball VfL Buchloe.
Bild: Thorsten Jordan

Der Sommer 2020 sollte dann mit sinkenden Inzidenz-Werten und Lockerungen einige Ereignisse bereithalten. Karpf blickt auf Aktionen wie „eine Busfahrt nach Stuttgart zum Erstligisten Allianz MTV Stuttgart, das Trainingslager in Inzell und Grillabende“ zurück. Kühnel erzählt von vielen zusätzlichen Beachvolleyball-Einheiten und einem Freundschaftsspiel gegen den TSV Mauerstetten. Deshalb beschreiben beide das neue Umfeld als positiv und gewinnbringend. Von den neuen Trainern und Spielern mit „den verschiedensten Spielweisen“ wurde viel gelernt – vor allem im Hinblick auf „unser großes Ziel, die bayrische Meisterschaft“. Aber ab dem Winter 2020 gab es wieder Einschränkungen. „Kein Training, keine Turniere, keine Spieltage“, berichtet Karpf. Auch in der Halle war kein Spielbetrieb möglich, das trübte die anfängliche Motivation.

Volleyballerinnen voller Tatendrang

Doch jetzt sind die Lechrain Volleys voller Tatendrang und Optimismus. „Die Hoffnung, dass wir bald wieder angreifen dürfen“, prägt die Grundstimmung im Verein“, erzählt Kühnel. Die Freude auf das Wiedersehen sei in jedem Online-Treffen spürbar, denn „jeder will einfach nur spielen“. In den Hallen soll, sobald es wieder geht, auf das im Herbst verwendete Hygiene-Konzept gesetzt werden. Der Zeitraum bis zum Saisonbeginn in rund vier Monaten wird von allen Beteiligten als genügend für eine ausreichende Vorbereitung wahrgenommen, denn die Erfahrungen des vorigen Jahres zeigen, dass ein „Schnell-wieder-Reinkommen“ nach einem Lockdown möglich ist.

Lechrain Volleys suchen Sponsoren

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Auch Schoppel plant für die kommende Zeit trotz der Ungewissheit und der Frage, wie viele Spielerinnen nach der Ruhephase wieder einsteigen, voraus. Konkret steht am 17. Juni der Sportsday in Landsberg an, dort soll kräftig die Werbetrommel gerührt werden, denn die Lechrain-Volleys sind auf Sponsorensuche. Voriges Jahr gab es eine Trikot-Spende, nun werden Finanzspritzen für Bälle und eine ausreichende Entschädigung der freiwilligen Übungsleiter benötigt. Im Gegenzug sollen die Unterstützer an Spieltagen beworben werden.

Ein Ende der Zusammenarbeit zwischen dem VfL und den Lechrainvolleys ist nicht in Sicht. Schoppel berichtet vielmehr von regem Kontakt und schließt mit dem Fazit: Auch wenn aktuell nicht viel vorangehe, „wird nichts abgeblasen, das Konzept der Spielgemeinschaft ändert sich nicht“.