Handel

Seestaller können zum Einkaufen wieder im Ort bleiben

Viktoria Luks und Pascal Prestel sind die neuen Betreiber des Dorfladens im Fuchstaler Ortsteil Seestall.

Viktoria Luks und Pascal Prestel sind die neuen Betreiber des Dorfladens im Fuchstaler Ortsteil Seestall.

Bild: Christian Rudnik

Viktoria Luks und Pascal Prestel sind die neuen Betreiber des Dorfladens im Fuchstaler Ortsteil Seestall.

Bild: Christian Rudnik

Der neue Dorfladen in Seestall öffnet nach gut einem Jahr Leerstand wieder. Warum sich ein junges Paar aus Dornstetten entschlossen hat, das Geschäft zu führen.
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Von chmü
15.11.2021 | Stand: 04:30 Uhr

Seit September vergangenen Jahres hatten die Seestaller keine Möglichkeit mehr, vor Ort einzukaufen. Damit ist es nun vorbei. Ein junges Paar aus Dornstetten betreibt den Dorfladen wieder. Was sie zu dieser Entscheidung bewogen hat und mit welchem Konzept sie starten, erklären die beiden im Gespräch unserer Zeitung.

Viktoria Luks und Pascal Prestel hatten eigentlich ein gut laufendes Café in Sonthofen. „Es lag ideal in der Fußgängerzone und es war immer was los“, sagt er. Sie hatten 15 Angestellte und zwei Lehrlinge. Doch dann kam Corona und es gab Probleme mit dem Vermieter. Deswegen zogen sie einen Schlussstrich. „Wir haben überlegt, eine Eisdiele aufzumachen oder ein kleineres Café an anderer Stelle. Uns wurden auch Jobs in anderen Konditoreien angeboten“, sagt Prestel. Beide haben eine Konditorenausbildung, er auch den Meister. Das Paar hat sich auch in der Arbeit kennengelernt.

Flexibel bei Öffnungszeiten

Dass es letztlich der Dorfladen in Seestall wurde, hat damit zu tun, dass sie aus der Region stammt. „Ich bin Denklingerin und meine beste Freundin lebt in Seestall.“ Im Gemeindeblatt las sie von der Pächtersuche und meldete sich. Nach den arbeitsintensiven Jahren in ihrem Café hätten sie auch nach einer Option gesucht, Beruf und Privatleben besser in Einklang zu bringen, ergänzt er. Den Dorfladen öffnen sie montags bis freitags ab 6.45 Uhr und schließen um 18.30 Uhr. Zwischen 11 und 15 Uhr ist der Laden geschlossen. Samstags ist von 7 bis 11 Uhr offen. „Wenn wir merken, dass die Bedürfnisse der Kunden andere sind, passen wir es an“, sagen sie.

Produkte: Bio und Regional

Beim Angebot haben sich die 25-Jährige und der 31-Jährige auch auf Tipps von Bekannten mit Erfahrung im Einzelhandel verlassen. „Wichtig war uns, dass es regionale und Bioprodukte sind. Die Backwaren bekommen wir aus Unterdießen und den Käse aus Kinsau.“ Auf eine Wursttheke verzichten sie aus Platzgründen, es gibt aber abgepackte Fleischwaren. Bei etwa 60 Quadratmeter Ladengröße gelte es, gut abzuwägen beim Sortiment, sagt Prestel. Von Hygiene- und Kosmetikartikeln über Lebensmittel, Getränke bis hin zu Nüssen und Süßigkeiten reicht die Palette. „Unsere Kunden können gerne Wünsche äußern, welche Produkte sie gerne hätten, und wir schauen dann, ob es von der Menge machbar und wirtschaftlich ist“, sagt sie.

Kuchen - auch für Ausflügler

Natürlich wollen die beiden auch Kuchen anbieten. „Es sind dann halt keine 30 am Tag mehr wie früher, sondern vier.“ Dabei denkt Prestel auch an die wärmere Jahreszeit lohnt, wenn viele Radler und Motorradfahrer vorbeikommen. Dann soll es auch Sitzgelegenheiten geben: „Wir wollen, dass der Laden ein Treffpunkt im Ort ist.“

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