Eishockey WM

So blickt der ESV Buchloe auf die Eishockey Weltmeisterschaft

Eishockey-WM: USA - Deutschland

Zusammenhalt: Ob gemeinsamer Jubel bei Siegen oder Trost bei Niederlagen wie auf dem Bild im Spiel um Platz drei gegen die USA – die Deutschen präsentierten sich mit Herz und Wille, loben die Verantwortlichen vom ESV Buchloe.

Bild: Roman Koksarov, dpa

Zusammenhalt: Ob gemeinsamer Jubel bei Siegen oder Trost bei Niederlagen wie auf dem Bild im Spiel um Platz drei gegen die USA – die Deutschen präsentierten sich mit Herz und Wille, loben die Verantwortlichen vom ESV Buchloe.

Bild: Roman Koksarov, dpa

Verantwortliche des ESV Buchloe blicken auf eine begeisternde Eishockey WM zurück. Vom deutschen Team können die Buchloer Piraten etwas Wichtiges lernen.
10.06.2021 | Stand: 17:17 Uhr

Spannend und aus deutscher Sicht auch durchaus erfolgreiche war die Eishockey-WM in Riga. Zu einer Medaille hat es für das DEB-Team am Ende zwar knapp nicht gereicht, aber dennoch können die Mannen von Trainer Toni Söderholm nach leidenschaftlichen Auftritten stolz auf Platz vier sein.

Auch bei den Eishockey-Fans in Deutschland und in Buchloe hat das Team für viel Freude gesorgt, weshalb das Fazit der ESV-Verantwortlichen positiv ausfällt. „Man hat gesehen, dass die deutsche Mannschaft mit der Weltspitze bei diesem Turnier absolut auf Augenhöhe war und die Spiele eine tolle Werbung für das deutsche Eishockey waren“, meint Piraten-Coach Christopher Lerchner.

Beim DEB sei gute Arbeit geleistet worden

Ähnlich beurteilt dies auch Zweiter Vorsitzender Florian Warkus: „Die WM hat gezeigt, dass beim DEB und auch den Vereinen die letzten Jahre eine Menge gute Arbeit geleistet wurde und man nun bereits davon profitieren kann.“ Vor allem die Strategie der vergangenen Jahre begeistert Warkus: „Der eingeschlagene Weg, konsequent auf junge, motivierte Spieler zu setzen – ergänzt um Routiniers – sollte konsequent fortgesetzt werden.“ Das ist übrigens auch der Buchloer Weg. Besonders beeindruckt und begeistert hat dabei vor allem die Art und Weise der Deutschen, die sich als verschworene Einheit präsentiert haben.

Geschlossen, um jeden Zentimeter Eis ackernd und mit viel Herzblut – schlichtweg immer alles geben für das Team. So lässt sich das kompakte Auftreten der schwarz-rot-goldenen Jungs zusammenfassen, was auch die Zuschauer und Fans honorierten. „Die Spiele der deutschen Mannschaft und vor allem die Spielweise haben für eine Menge Begeisterung gesorgt“, bilanziert Warkus und fügt an, dass durch das daraus resultierende Medieninteresse auf allen Kanälen auch eine gewisse Begeisterung im Land ausgelöst wurde. Mit dafür verantwortlich war auch der Buchloer Kommentator Basti Schwele, der zusammen mit Ex-Profi Rick Goldmann dazu beigetragen hat, dass die Übertragungen im TV echte Highlights waren.

Das waren die Höhepunkte der Eishockey WM

Neben Siegen in der Vorrunde – auch über Kanada, das Mutterland des Eishockeys – war sicherlich der nervenaufreibende Viertelfinal-Penaltysieg über den Nachbarn und Rivalen Schweiz einer der Höhepunkte der WM. Dass es danach im Halbfinale denkbar knapp nicht für den Finaleinzug gereicht hat, als das DEB-Team 1:2 gegen den letztjährigen Weltmeister Finnland unterlag, war zwar bitter, aber trotzdem überzeugten die Deutschen mit ihrer unermüdlichen und aufopferungsvollen Spielweise. „Diese Niederlage war leider mehr als unglücklich“, blickt Lerchner zurück.

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Piraten setzen weiterhin auf Trainer-Duo

Auch im anschließenden Spiel um Platz 3 gegen die USA reichte es nicht zu einem Sieg und somit nicht zu einer Medaille, was ein verdienter Lohn für ein starkes Turnier gewesen wäre. „Hier waren die Akkus leider leer, aber der vierte Platz ist dennoch ein toller Erfolg“, lobt Warkus. Zumindest in der Weltrangliste schlug sich das gute Abschneiden der DEB-Auswahl auch sichtbar nieder. Gleich um zwei Plätze kletterte sie auf Platz fünf und steht somit jetzt vor so renommierten Eishockey-Nationen wie Tschechien oder Schweden.

Das nehmen die Buchloer für die Bayernligasaison mit

Auch die Verantwortlichen der Buchloer können für die kommende Bayernligasaison der Pirates so einiges für den Trainings- und Spielbetrieb mitnehmen: „Vor allem was man als geschlossene Mannschaft mit taktischer Disziplin, mit Team- und Kampfgeist erreichen kann“, sagt ESV-Trainer Lerchner. Genauso sieht es Warkus: „Die WM unserer Mannschaft hat gezeigt, was man mit großem Herz und Willen erreichen kann.“ Sinnbildlich hierfür ist laut Warkus auch der Kommentar von DEB-Kapitän Moritz Müller, der das deutsche Team als ein Vorbild vor allem für den Nachwuchs sieht, der aufgrund der Pandemie zuletzt kaum trainieren konnte.

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