Badewetter in Buchloe

Sommer, Ferien, Badewetter

Im Buchloer Freibad sind bis zu 1000 Besucher erlaubt. In der ersten Ferienwoche war gut was los.

Im Buchloer Freibad sind bis zu 1000 Besucher erlaubt. In der ersten Ferienwoche war gut was los.

Bild: Alexandra Hartmann

Im Buchloer Freibad sind bis zu 1000 Besucher erlaubt. In der ersten Ferienwoche war gut was los.

Bild: Alexandra Hartmann

Die Ferienzeit startet mit heißen Temperaturen. Trotz Corona ist das Buchloer Freibad mit bis zu 1000 erlaubten Badegästen nahezu ausgelastet. Ruhiger geht es an den Badeweihern in der Umgebung zu.

01.08.2020 | Stand: 06:48 Uhr

Pünktlich zur ersten Ferienwoche zeigt sich der Sommer von seiner besten Seite: blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und heiße Temperaturen – so lässt sich der Urlaub dahoim aushalten. Wegen der Corona-Pandemie sind die Abkühlungsmöglichkeiten allerdings weiterhin etwas eingeschränkt. Doch Kinder und Eltern finden in Buchloe und Umgebung verschiedene Optionen für die heiß ersehnte Erfrischung – und zum Schwimmen, Baden, Sonnen und Planschen.

Erste Anlaufstelle wäre in normalen Jahren sicher das Buchloer Freibad. Und auch in diesem ungewöhnlichen Sommer steht einem Freibadbesuch nicht viel im Wege. Das zeigen in der sommerlichen ersten Ferienwoche die zahlreichen Fahrräder in den Ständern vor dem Eingang und der steigende Geräuschpegel, je näher man der Einrichtung kommt.

Volle Fahrradständer am Buchloer Freibad.
Volle Fahrradständer am Buchloer Freibad.
Bild: Alexandra Hartmann

Nachdem bei der Öffnung am 8. Juni zunächst nur 650 Badegäste erlaubt waren, dürfen inzwischen bis zu 1000 Personen rein. „Die Grenze wurde zum 24. Juni angepasst“, teilt Markus Salger, Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft, mit. In der aktuellen Bayerischen Infektionsschutzverordnung sei pro Person eine Fläche von zehn Quadratmeter vorgeschrieben – im Buchloer Freibad seien demnach 1000 Besucher zulässig. „Weitere Lockerungen gibt es nicht“, sagt Salger.

Gästezahlen online

Auf der Homepage des Freibads können sich Besucher, bevor sie zum Bad fahren, über die aktuelle Auslastung und die Wassertemperatur informieren. „Die jüngere Generation schaut vorher im Internet nach“, erklärt Thomas Forster, Leiter des Freibads. Ab 1000 Besucher mache das Drehkreuz zu. Die Zahlen online zu veröffentlichen, sei ein zusätzlicher Service, damit keiner draußen warten müsse. Und in der ersten Ferienwoche haben die Besucherzahlen öfter an der Grenze gekratzt. „Jetzt, da das Wetter so gut ist, haben sich viele Leute noch eine Zehner-Karte besorgt“, sagt Forster. Besitzer von Zehner- und Saison-Karten müssen das nötige Kontaktformular nicht bei jedem Besuch ausfüllen, einmal genüge. Im Bad gebe es keine festen Zeitfenster, an die sich Gäste halten müssen, wie es in anderen Badeeinrichtungen der Fall sei. „Bei uns muss niemand das Bad verlassen“, sagt Forster. Zusätzliche Reinigungskräfte sorgen dafür, dass Kontaktflächen regelmäßig desinfiziert werden.

Bei Engstellen wie dem Eingangsbereich und den Toiletten, wo der Mindestabstand nicht gewahrt werden kann, gilt Maskenpflicht. Das Schwimmerbecken ist weiterhin Einbahnstraße. „Auch die Rutsche ist mit Abstandsregeln in Betrieb“, berichtet Forster. Das Personal kontrolliere, dass das erarbeitete Hygienekonzept eingehalten wird: „Es gibt immer Rowdys, die sich nicht an die Regeln halten oder Leute, die die Maßnahmen nicht verstehen. Dann schreiten wir ein. Aber es gibt keine größeren Probleme.“ 

Badegäste sind froh

Für den – im Vergleich zu umliegenden Bädern – relativ normalen Betrieb, sind Freibad-Gänger dankbar. „Ich bin total froh, dass das Freibad offen hat. Die Stadt stellt uns einen öffentlichen Raum zur Verfügung, in dem Kinder und Erwachsene den Sommer genießen können“, sagt Martina Winkler-Stoll. Da sie in der Nähe wohnt, sei sie oft auch nur für eine Stunde dort. Die 45-Jährige habe gemerkt, dass seit Beginn der Ferien mehr los ist: „Montag war der erste Tag, an dem es merkbar voller war.“ Das habe sich auch schon draußen am Parkplatz und an den Fahrradständern gezeigt. Beim Baden am See schätze sie natürlich das Ambiente. Jedoch sei das Freibad einfacher erreichbar. Außerdem treffen die Kinder im Freibad häufig auf Freunde und Schulkameraden und haben so gleich jemanden zum Spielen. Den Service, die Zahlen im Internet zu veröffentlichen, findet Winkler-Stoll gut: „Das zeigt das Bemühen der Verantwortlichen.“

Weniger Trubel am Weiher

Wem der Trubel im Freibad zu viel ist, kann auf das kühle Nass in der Natur zurückgreifen: Etwa auf den Dießner Weiher in Waal, der auch unter dem Namen Sägeweiher bekannt ist. Dort lagen am heißen Donnerstagnachmittag vereinzelt Personen auf der Liegewiese, ein paar Kinder sprangen vom Steg ins Wasser oder schipperten mit dem Schlauchboot über den Weiher.

Keine vollen Fahrradständer, keine Parkplatzsuche. Über Maskenpflicht, Besucherzahlen und Kontaktformulare müssen sich die Ausflügler keine Gedanken machen. Dafür ist die Anreise unter Umständen etwas weiter – und es gibt kein Eis am Stiel oder Pommes rot-weiß als Stärkung.

Beide Badeoptionen – Freibad oder See – haben also ihre Vor- und Nachteile. Bei 30 Grad zur Ferienzeit geht es den meisten, die den Urlaub heuer dahoim verbringen, vermutlich nur um eins: Schnell ins kalte Wasser springen.