Wohnraum in Buchloe

Geplantes Wohnhaus in Buchloe: „Richtiges Haus an der falschen Stelle“

Neubau Suppbrunnenweg

Am Suppbrunnenweg 4 möchte ein Bauwerber anstelle dieses Gebäudes ein Mehrfamilien-Wohnhaus errichten. Die notwendige Änderung des Bebauungsplans für dieses Mischgebiet lehnte der Bauausschuss aber ab.

Bild: Alexandra Hartmann

Am Suppbrunnenweg 4 möchte ein Bauwerber anstelle dieses Gebäudes ein Mehrfamilien-Wohnhaus errichten. Die notwendige Änderung des Bebauungsplans für dieses Mischgebiet lehnte der Bauausschuss aber ab.

Bild: Alexandra Hartmann

Stadträte lehnen eine Änderung des Bebauungsplans im Nordwesten Buchloes ab - und sprechen sich damit gegen den Bau eines Mehrfamilienhauses aus.
19.06.2021 | Stand: 12:17 Uhr

„Es ist das richtige Haus, aber eben an der falschen Stelle.“ Mit diesen Worten fasste Martina Schwendner (parteilos) ihre Sicht der Dinge zusammen. Zuvor drehte sich die Debatte im Buchloer Bauausschuss lange um eine Änderung des Bebauungsplans „Buchloe Nordwest I“. Die lehnte der Bauausschuss letztlich mit knapper Mehrheit (6:5) – als Empfehlungsbeschluss für den Stadtrat – ab.

Wie die Leiterin des Bauamts, Barbara Tugemann, erklärte, möchte ein Bauwerber am Suppbrunnenweg 4 ein Mehrfamilienhaus mit „Referenzwohnungen in Holzbauweise“ errichten. Größe: 32 auf 13 Meter.

Räte sehen Probleme bei geplantem Wohnhaus in Buchloe

Probleme: Das Haus soll nur Wohnungen beherbergen, es läge aber in einem Mischgebiet, wo auch Gewerbe zugelassen ist. Es würde zudem dreigeschossig, bislang sind dort nur zweigeschossige Häuser mit Satteldach zulässig. Weiteres Problem: Die Abstandsflächen zu den Nachbarn können nicht eingehalten werden, weil das Grundstück sehr schmal ist.

Als „kniffliges, aber innovatives Projekt“ bezeichnete Herbert Wintersohl (UBI) das Vorhaben. Helmut Weiß (CSU) würde an der Stelle lieber Kleingewerbe ansiedeln. „Wir bekommen sonst Probleme mit der angrenzenden Industrie“, sagte er. „Zu eng“ (Bernhard Seitz, FW) und „übertrieben“ (Josef Schmalholz, CSU) sahen das Vorhaben weitere Räte. Manfred Beck (SPD) bereitete es „Bauchschmerzen“. Schließlich stimmte die Mehrheit dagegen. Endgültig entscheidet der Stadtrat am 29. Juni.

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