Feuerwehr im Einsatz

Zwei drohende Waldbrände im Allgäu, weil Reisig verbrannt wurde - Über 100 Feuerwehr-Leute verhindern Schlimmeres

Feuerwehr-Leute im Allgäu verhinderten bei Bränden in Bad Wörishofen und bei Memmingen, dass größere Waldstücke Feuer fingen.

Feuerwehr-Leute im Allgäu verhinderten bei Bränden in Bad Wörishofen und bei Memmingen, dass größere Waldstücke Feuer fingen.

Bild: Julian Stratenschulte, dpa (Symbolbild)

Feuerwehr-Leute im Allgäu verhinderten bei Bränden in Bad Wörishofen und bei Memmingen, dass größere Waldstücke Feuer fingen.

Bild: Julian Stratenschulte, dpa (Symbolbild)

Flächenbrand in Bad Wörishofen und bei Woringen bei Memmingen: Weil Reisig verbrannt wurde, kam es zweimal zu einem gefährlichen Feuer im Allgäu.
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Von Allgäuer Zeitung
09.04.2021 | Stand: 21:43 Uhr

Die beiden Vorfälle sorgten dafür, dass mehrere Feuerwehren im Ostallgäu und im Unterallgäu im Einsatz waren. Die Retter rückten in großer Zahl aus und konnten einen Waldbrand in beiden Fällen noch verhindern - jetzt ermittelt allerdings die Polizei.

Zu den gefährlichen Bränden kam es unabhängig voneinander. Was dabei konkret vorgefallen ist.

Bad Wörishofen: Flächenbrand auf 3.000 Quadratmetern

  • Südlich von Bad Wörishofen hatte ein Landwirt am frühen Nachmittag ein Forstfeuer entzündet. Während er Nadelbaumzweige auf einer kleinen Lichtung verbrannte, frischte jedoch der Wind auf. Funken sprangen laut Polizei auf trockenes Gras und einige Jungbäume über. Die Folge: Die Lichtung brannte auf einer Fläche von rund 3.000 Quadratmetern.

    Der Landwirt (55) selbst versuchte den Brand einzudämmen. Weil er den Flammen nicht mehr Herr wurde, bat er einen Passanten, mit dem Handy die Feuerwehr zu verständigen. Die Feuerwehr Bad Wörishofen und die Feuerwehr Schlingen verhinderten durch ihr schnelles Eingreifen, dass sich das Feuer auf andere Waldstücke ausbreitete. Sie löschten den Brand. Verletzt wurde niemand, der Schaden hält sich im dreistelligen Bereich in Grenzen. Den Landwirt erwartet laut Polizei nun aber eine Ordnungswidrigkeitenanzeige nach der Brandverhütungsverordnung (Lesen Sie auch: Nach Großbrand in Kaufbeuren: "Wichtig ist, dass niemand zu Schaden kam").

Woringen: Rund 10.000 Euro Schaden nach Feuer in frisch aufgeforsteten Waldstück

  • Im Unterallgäu musste die Feuerwehren am Freitagmittag gegen 13.15 Uhr zu einem Brand nordwestlich von Woringen bei Memmingen ausrücken. Grund laut Polizei: das "fahrlässige" Verbrennen von Reisig an einem frisch aufgeforsteten Waldstück am Hang. Das Feuer breitete sich auf einer Fläche von 50 auf 50 Metern aus. Die Feuerwehren Woringen, Lachen, Wolfertschwenden und die Einsatzleitung Memmingen bekamen den Brand glücklicherweise schnell unter Kontrolle. Auch hier verhinderten sie, dass die Flammen auf das umliegende Waldstück übergriffen.

    Laut Mitteilung entstand ein Flurschaden in Höhe von etwa 10.000 Euro. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand. Die Ermittlungen hat die Polizei Memmingen übernommen. Im Einsatz waren hier neben vier Streifen der Polizei Memmingen knapp 90 Mann der oben genannten Feuerwehren.