Ergebnislose Tarifverhandlungen

„Schluss mit Billiglöhnen und Ausbeutung!“ - Gewerkschaft ruft zum Streik bei Vion Beef in Buchloe auf

A. Moksel GmbH

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ruft die Beschäftigten der Zerlegung und der Schlachtung am Schlachthof der Vion in Buchloe ab Mittwochmorgen 4 Uhr zum Warnstreik auf.

Bild: A. Moksel GmbH

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ruft die Beschäftigten der Zerlegung und der Schlachtung am Schlachthof der Vion in Buchloe ab Mittwochmorgen 4 Uhr zum Warnstreik auf.

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Nach drei ergebnislosen Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern der Fleischwirtschaft ruft die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten zum Warnstreik auf.
20.04.2021 | Stand: 20:00 Uhr

Nach drei ergebnislosen Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern der Fleischwirtschaft ruft die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Mittwochmorgen ab 4 Uhr die Beschäftigten der Zerlegung und der Schlachtung am Schlachthof der Vion in Buchloe zum Warnstreik auf. Die NGG fordert mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen für die 160.000 Beschäftigten in deutschen Schlachthöfen und Wurstfabriken.

Dazu erklärt Tim Lubecki von der Gewerkschaft NGG Region Schwaben in einer Pressemeldung: „Das bisherige Angebot der Arbeitgeberseite über einen branchenweiten Mindestlohn von 10,50 Euro offenbart, dass die Fleischkonzerne mit Billiglöhnen und Ausbeutung weiter machen wollen wie bisher.“

Gewerkschaft ruft zum Streik bei Vion Beef in Buchloe auf

Die Gewerkschaft NGG ist mit folgenden Forderungen in die Verhandlungen gegangen:

  • Mindestlohn von 12,50 Euro pro Stunde für alle Beschäftigten in der Schlachtung und Verarbeitung, einschließlich Geflügel,
  • Erhöhung des Mindestlohns auf 14 Euro pro Stunde nach einer kurzen Einarbeitungszeit,
  • Mindestlohn von 17 Euro pro Stunde für Facharbeiter.

Warnstreik bei Vion Beef ab Mittwochmorgen

In einem weiteren Tarifvertrag sollen die Mindestarbeitsbedingungen wie Arbeitszeit, Arbeitszeitkonten, Zuschläge und Urlaub für die rund 160.000 Beschäftigten in der Fleischbranche geregelt werden. Diese Tarifverträge sollen vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales für allgemeinverbindlich erklärt werden. Das heißt, sie gelten dann für alle Beschäftigten in der Fleischwirtschaft unmittelbar und zwingend, unabhängig davon, ob ein Arbeitgeber tarifgebunden ist. (Lesen Sie auch: Testen, testen, testen: Diese Möglichkeiten gibt es in Buchloe)

Parallel dazu laufen auch Tarifverhandlungen für die Beschäftigten am Vion-Standort in Buchloe. Hier fordert die Gewerkschaft NGG eine Tariferhöhung von 200 Euro im Monat für alle Beschäftigten. Bei den kürzlich stattgefundenen Verhandlungen hat die Arbeitgeberseite dazu kein Angebot unterbreitet. „Vion hat trotz Corona-Krise im vergangenen Geschäftsjahr den Gewinn steigern können und kann sich daher auch eine Lohnerhöhung für die Beschäftigten leisten“, so Lubecki.

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