Weltgebetstag Buchloe

Weltgebetstag: Erschütternde Berichte

Weltgebetstag

Annette Elsner, Beate Vogler und Monika Miederer (von links) gehörten zum ökumenischen Vorbereitungsteam des Gottesdienstes zum Weltgebetstag. Unser Foto entstand in der Hoffnungskirche.

Bild: Uta Mantwill

Annette Elsner, Beate Vogler und Monika Miederer (von links) gehörten zum ökumenischen Vorbereitungsteam des Gottesdienstes zum Weltgebetstag. Unser Foto entstand in der Hoffnungskirche.

Bild: Uta Mantwill

Der ökumenische Gottesdienst in der Buchloer Hoffnungskirche beschäftigt sich mit dem Inselstaat Vanuatu
08.03.2021 | Stand: 17:30 Uhr

Die Hoffnungskirche in Buchloe konnte gar nicht alle Anmeldewilligen für den ökumenischen Weltgebetstag (WGT)-Gottesdienst aufnehmen. Das Vorbereitungsteam um Annette Elsner, Ulrike Wappler, Monika Miederer, Christiane Mayer, Beate Vogler und Eva-Maria Iblher war nach eigenen Angaben überwältigt von dem großen Interesse am diesjährigen WGT-Thema Vanuatu (wir berichteten).

Der kleine dörflich geprägte Inselstaat im Südpazifik hat inzwischen als Haupteinnahmequelle den Tourismus erschlossen – davon profitieren allerdings überwiegend ausländische Unternehmen. Die Ni-Vanuatu – so nennen sich die 290 000 Einwohner – haben zwei tragende Säulen, auf denen ihr Leben beruht: den christlichen Glauben – für 85 Prozent der Bevölkerung – und den „Kastom“, ein tradiertes Wertesystem. Aber sie haben auch ein massives Problem: „Vanuatu gilt weltweit als das Land, das am meisten vom Klimawandel bedroht ist“, hörten die Gottesdienstbesucher: 2015 und 2020 wurden von Zyklonen viele Häuser und Hütten zerstört.

Ausgeprägte Gewalt

Der Schwerpunkt der Betrachtung des WGT liegt jedes Jahr auf dem Leben der Frauen im Themenland. Das sei in Vanuatu „sehr schwer“, denn zwei Drittel von ihnen haben aufgrund der patriarchalischen Strukturen schon Gewalterfahrungen in Partnerschaften gemacht. Mehrere Mitwirkende des Teams erzählten die Lebensgeschichte von drei Ni-Vanuatu-Frauen.

Hilfreich sei angesichts dieser erschütternden Berichte das Fundament des christlichen Glaubens, versicherten die WGT-Frauen: zuhören, aufeinander zugehen, zupacken und Vertrauen bilden oder haben in Gott als helfende Kraft. Diese Hoffnung war dieses Mal aufgrund der Beschränkungen verbalisiert in melodischen und stärkenden Liedern vom Band und kam bei den Besucherinnen sehr gut an.