Buchloe/München

Wie Wände, Matten und Balken die Buchloer vor Bahnlärm schützen

Nur noch an wenigen Stellen in Buchloe kann man sehen, welche Züge den Verkehrslärm verursachen.

Nur noch an wenigen Stellen in Buchloe kann man sehen, welche Züge den Verkehrslärm verursachen.

Bild: Patrick Fischer

Nur noch an wenigen Stellen in Buchloe kann man sehen, welche Züge den Verkehrslärm verursachen.

Bild: Patrick Fischer

Die Bahn hat das letzte Teilstück der neuen Lärmschutzwand in Buchloe vollendet. Es entstanden aber auch andere Bauwerke, die die Anwohner schützen sollen.
12.08.2020 | Stand: 16:49 Uhr

Anfang Juli vollendete die Deutsche Bahn das letzte fehlende Teilstück der neuen Lärmschutzwand in Buchloe. Dabei entstanden im Stadtgebiet Buchloe aber nicht nur auf 1579 Metern neue Schallschutzwände, sondern auch weitere Neubauten sowie Anlagenerweiterungen und -ergänzungen. Das letzte fehlende Stück der Wand wurde in der Augsburger Straße eingebaut. Die Arbeiten begannen im Zuge der Elektrifizierung zwischen München und Lindau im November 2018. Zu den knapp 1600 Metern zwischen zwei bis vier Metern hohen Wänden entlang der beiden Streckengleisen aus Richtung München kommt noch eine sechs Meter hohe und 200 Meter lange Wand im Bereich der Abstellanlage am Bahnhof.

Obendrein wurden in der Alexander-Moksel-Straße auch Unterschottermatten auf der Eisenbahnbrücke eingebaut – sie sollen zusätzlich den Lärm an dem Bauwerk vermindern. Auf der Brücke wiederum wurden sogenannte Torsionsbalken eingebaut, um die Schallschutzwände aufzunehmen. Insgesamt seien hochabsorbierende Wände verwendet worden, um die Anwohner dahinter vor den Geräuschen der vorbeifahrenden Züge zu schützen.

Die Elektrifizierung ist im Baufinale

Daneben wurde auch das eigentliche Ziel verfolgt: „Die Elektrifizierung der Gleise 1 bis 7 und der Abstellanlage mit vier Gleisen – in der Summe neun Kilometer Fahrdrahtlänge“, teilt ein Bahnsprecher mit. Insgesamt sei die Elektrifizierung heuer im „Baufinale“.

Obendrein gab es zum Teil schon zurückliegende Arbeiten, die mit den jetzigen zusammenhängen, berichtet der Bahnsprecher: Bereits 2015 wurde die Eisenbahnbrücke über die Staatsstraße 2035 erneuert, und zwei Jahre später der sogenannte Ablaufberg zurückgebaut sowie zwei Gleise reaktiviert und fünf Weichen erneuert. 2018 wurde die Stellwerksanlage Buchloe für die Inbetriebnahme des Gleiswechselbetriebs Kaufering - Buchloe gleichsam signaltechnisch erweitert und drei Signale neu gebaut.

Parallel zu den Lärmschutzwänden wurde auch noch eine Autotransformatorenanlage – dezentrale Versorgung mit Bahnstrom – an der Löwengrube mit Schallschutzwand errichtet und eine weitere Anpassung der Leit- und Sicherungstechnik mit dem Neubau von vier Signalen vorgenommen.

Die Restarbeiten der ganzen Maßnahmen sollen in diesem Herbst abgeschlossen werden.