Kinderbetreuung

Wiedergeltingen will Weichen für Ganztagsbetreuung stellen

Der Bereich rund um Grundschule und Mehrzweckhalle wäre nach Ansicht von Bürgermeister Norbert Führer am besten geeignet, um Räume für die Ganztagsbetreuung in Wiedergeltingen zu bauen – und eventuell auch ein Dorfgemeinschaftshaus.

Der Bereich rund um Grundschule und Mehrzweckhalle wäre nach Ansicht von Bürgermeister Norbert Führer am besten geeignet, um Räume für die Ganztagsbetreuung in Wiedergeltingen zu bauen – und eventuell auch ein Dorfgemeinschaftshaus.

Bild: Wilhelm Unfried

Der Bereich rund um Grundschule und Mehrzweckhalle wäre nach Ansicht von Bürgermeister Norbert Führer am besten geeignet, um Räume für die Ganztagsbetreuung in Wiedergeltingen zu bauen – und eventuell auch ein Dorfgemeinschaftshaus.

Bild: Wilhelm Unfried

Der Wiedergeltinger Gemeinderat beschäftigt sich intensiv mit dem Rechtsanspruch ab 2026. Bei den Überlegungen kommt auch das Dorfgemeinschaftshaus ins Spiel.
29.09.2022 | Stand: 17:49 Uhr

Was die Eile? Das werden sich einige Wiedergeltinger Gemeinderatsmitglieder gedacht haben, als Bürgermeister Norbert Führer bei der jüngsten Sitzung den gesetzlichen Anspruch auf Ganztagsbetreuung in den Schulen ab 2026 angesprochen hat. Das scheint zwar noch in weiter Ferne, aber wenn die Gemeinde von Anfang an dabei sein will, dann müssten die Weichen schon bald gestellt werden, sagte Führer.

Milliardenschweres Förderprogamm des Bundes nutzen

Er könne sich eine entsprechende Einrichtung für die Gemeinde Wiedergeltingen im Bereich der Grundschule und der Mehrzweckhalle vorstellen. Man könne sich aber auch Gedanken machen, die neue Einrichtung mit einem künftigen Dorfgemeinschaftshaus zu verbinden. Mit der Ganztagsbetreuung soll eine Betreuungslücke geschlossen werden, die sich nach der Kitazeit auftut. Ab 2026 sollen alle Kinder der ersten Jahrgangsstufe einen Anspruch darauf haben, ganztägig betreut und gefördert zu werden. In den Folgejahren wird der Anspruch um je eine Jahrgangsstufe erweitert, sodass ab 2029 alle Grundschulkinder berechtigt sind. Der Anspruch soll ganzjährig gelten, bis auf vier Wochen in den Ferien. Die Betreuung muss dann an fünf Tagen in der Woche bis zu acht Stunden täglich gewährleistet sein. Es gibt ein Förderprogramm des Bundes mit einem Budget von bis zu 3,5 Milliarden Euro, um Investitionen für diesen Zweck zu bezuschussen.

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Bürgermeister Norbert Führer hat Grundstück neben dem Schulgelände im Blick

„Der Gemeinderat muss frühzeitig die Weichen stellen, damit wir dem Gesetz ab 2026 Genüge tun“, sagte Führer. Der Rat müsse sich Gedanken machen, welche Infrastrukturmaßnahmen notwendig sein werden. Der Bürgermeister brachte die Überlegung ins Spiel, die Projekte Ganztagesbetreuung und Dorfgemeinschaftshaus miteinander zu verknüpfen. In seinen Augen geeignet wäre das Grundstück des Auerbachhauses unmittelbar neben dem Schulgelände. In den nächsten Wochen gelte es zu klären, ob Gemeinschaftshaus und Schule zusammen gefördert werden könnten. Führer berichtete von ersten Gesprächen mit der Regierung von Schwaben und dem Amt für ländliche Entwicklung. Der Bürgermeister brachte weiter einen Architektenwettbewerb ins Spiel. Amberg werde die Ganztagesbetreuung selbst vor Ort regeln.

Bedarfsprognose geht von 60 Schülern aus, die Ganztagsbetreuung nutzen

Eine erste Bedarfsprognose gehe von rund 60 Schülern aus, die betreut werden müssen. Bernd Stapfner pflichtete dem Rathauschef bei: „Wir müssen uns einig werden, was wir haben wollen.“ Er erinnerte daran, dass es zum Thema Dorfgemeinschaftshaus jede Menge Vorschläge gebe, die von einem Café bis zu einem Dorfladen reichten. Der Rat solle sich umschauen, wie andere Gemeinden dieses Problem gelöst haben. Der Bürgermeister und die meisten Räte sahen dies auch so. So werde man Kontakt mit anderen Kommunen aufnehmen. Auch eine Klausurtagung zu dem Thema ist geplant.