Lamerdingen

Wird die Straße von Großkitzighofen nach Holzhausen ausgebaut?

Das Dorfhaus in Lamerdingen 
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Seit zehn Jahren finden die Lamerdinger Gemeinderatssitzungen im Dorfhaus statt.

Bild: Alexandra Hartmann

Seit zehn Jahren finden die Lamerdinger Gemeinderatssitzungen im Dorfhaus statt.

Bild: Alexandra Hartmann

Im Lamerdinger Gemeinderat wird ein kleines Jubiläum gefeiert. Außerdem geht es um den Bahnverkehr, Straßenbau und besseres Handynetz.

Von Tobias Klöck
30.07.2020 | Stand: 18:50 Uhr

Zur letzten Sitzung vor der Sommerpause mit einem kleinen Jubiläum hat Bürgermeister Manuel Fischer ins Lamerdinger Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Denn vor fast genau zehn Jahren – Anfang August 2010 – tagte der Rat zum ersten Mal in den damals neu errichteten Räumen.

Zu Beginn informierte Frank-Peter Käßler, Kommunalbeauftragter Mobilfunk von der Deutschen Telekom, über die Errichtung einer Mobilfunkanlage auf gemeindlichem Grund nahe der Bahnlinie nordwestlich von Dillishausen. Mit diesem Bau könnte vor allem ein derzeit noch bestehendes Funkloch entlang der Bahntrasse geschlossen werden.

Mehr Zeit in Anspruch nahm der anschließende Tagesordnungspunkt zur „Herstellungsfiktion von Altanlagen“. Marie Lerchner von der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Buchloe erläuterte den Räten detailliert die Auswirkung der derzeit rechtlich gültigen Verjährungsfrist für die Erhebung von Erschließungsbeiträgen im Rahmen von dementsprechenden Straßenbaumaßnahmen in der Gemeinde. So habe man in aufwendiger Recherche 31 Straßen im Gemeindegebiet ermittelt, die tatsächlich noch nicht endgültig fertiggestellt und abgerechnet wurden.

Diskussion um drei Straßen

Laut Lerchner können ab 1. April 2021 die Kosten von technisch begonnenen, aber noch nicht erstmalig endgültig hergestellten Erschließungsanlagen (beispielsweise Straßen) nicht mehr mit Erschließungsbeiträgen refinanziert werden, wenn deren Beginn der Herstellung mindestens 25 Jahre zurückliegt. Bei den meisten Straßen besteht kein akuter Handlungsbedarf. Speziell beim Salachweg in Dillishausen, bei einem noch nicht asphaltierten Teilstück der Gartenstraße in Lamerdingen sowie dem Breitenweg in Großkitzighofen entwickelte sich unter den Räten eine Diskussion. Den genauen Sachverhalt und eine weitere mögliche Vorgehensweise erläuterte Lerchner.

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Ebenfalls ohne Gegenstimme gab das Gremium im Anschluss grünes Licht für den Bau eines Einfamilienhauses im Kapellenweg in Lamerdingen und die Änderung des Bebauungsplanes „Kleinkitzighofen Ost“. Letztere war notwendig geworden, da ein Grundstückseigentümer dort die Errichtung sowohl eines Einfamilienhauses als auch eines Doppelhauses plant. Der aktuell gültige Bebauungsplan hätte dies jedoch nicht erlaubt.

Zum geplanten Gewerbegebiet „Dillishausen Nord“ stellte Bauamtsleiter Manfred Pistel dem Gremium die eingegangenen Stellungnahmen aus der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung vor. Nachdem die ergangenen Einwände eingearbeitet worden sind, werden die Pläne erneut zur öffentlichen Auslegung vorbereitet und eine Behördenbeteiligung durchgeführt.

Vermutlich gibt es keine staatliche Förderung für Straßensanierung

Leider keine positiven Nachrichten eröffnete der Rathauschef den Gemeinderäten zum Thema möglicher staatlicher Förderung für den Ausbau eines Teilstückes der Ortsverbindungsstraße Großkitzighofen nach Holzhausen. „Eine Förderung sei nur möglich, wenn die Straße auf voller Länge inklusive des Stücks auf Iglinger Flur, ausgebaut wird“, sagte Fischer. Seitens der Gemeinde Igling ist derzeit kein derartiger Ausbau geplant. Deswegen sei die Ertüchtigung des Teilstücks aber nicht vom Tisch, erklärte Fischer weiter. Man werde sich mit dem Tiefbauamt der VG in Verbindung setzen, Kostenschätzungen einholen und dann erneut im Rat entscheiden.

Am Ende der Sitzung verabschiedete sich die Gemeinde Lamerdingen in eine verdiente Sommerpause. „Von 3. August bis einschließlich 21. August bleibt die Gemeindekanzlei geschlossen“, informierte Fischer abschließend.