Umweltausschuss

Wo es in Buchloe summt und brummt

Blühflächen

Was blüht denn da? Die Pflanzenvielfalt am Kreisverkehr an der Eschenlohstraße begutachteten (von links) Stadtgärtner Thomas Einsle, Stadtbaumeister Stephan Müßig und Bauhof-Leiter Ernst Zips.

Bild: Karin Hehl

Was blüht denn da? Die Pflanzenvielfalt am Kreisverkehr an der Eschenlohstraße begutachteten (von links) Stadtgärtner Thomas Einsle, Stadtbaumeister Stephan Müßig und Bauhof-Leiter Ernst Zips.

Bild: Karin Hehl

Buchloer Bauhof geht bei der Gestaltung von städtischen Grünflächen neue Wege. Inzwischen sind die Ergebnisse allenthalben sichtbar
12.07.2021 | Stand: 05:30 Uhr

Am Kreisverkehr an der Eschenlohstraße summt und brummt es. Bienen und Wespen, langbeinige Schneider, Käfer und Bremsen schwirren von Blüte zu Blüte. Manche Blumen sind schon verblüht, andere gehen erst auf. Das scheinbar wilde Durcheinander hat Konzept: Der Kreisverkehr ist eine der vielen städtischen Grünflächen, die in den vergangenen Jahren neu gestaltet wurden. Stadtbaumeister Stephan Müßig stellte im Umweltausschuss vor, was dahinter steckt.

Insgesamt wurden seit 2018 etwa 28 000 Quadratmeter städtische Grünflächen auf bunte, mehrjährige Blühflächen umgestellt, sagte Müßig. Größte Fläche sei mit 6500 Quadratmetern der Schlittenberg am Wasserturm, die kleinste mit knapp 15 Quadratmetern ist ein Streifen vor dem Bahnhof. Dazu gehören aber auch die Kreisverkehre und begleitendes Straßengrün. All diese Flächen waren früher mit Rasen versehen, der alle sechs Wochen gemäht wurde.

Naturnahes Grünkonzept

Heute blühen dort üppige Blumen und Sträucher. „Naturnahes Grünkonzept“, nannte der Stadtbaumeister das Projekt, das Planerin Ingrid Völker vom Leaderprojekt „Wiese x 16“ vor drei Jahren unterstützt hatte. „Es war und ist unser Ziel, dem Verlust der Artenvielfalt entgegenzuwirken“, betonte Müßig. „Wir haben damit schon begonnen, bevor es hieß: Rettet die Bienen“, erzählte Bauamtsleiter Ernst Zips beim Fototermin am bunten Kreisverkehr an der Eschenlohstraße.

Laut Müßig sei durch die neue Freiflächengestaltung die ökologische Wertigkeit erhöht und die Gestaltung optisch ansprechend geworden. Gerne nehme der Bauhof weitere Flächen auf, angedacht sei etwa der Platz am Kriegerdenkmal bei Honsolgen. Neu ist auch, dass die Pflanzen, die nur noch ein- bis zweimal pro Jahr gemäht werden, zunächst liegen bleiben. Dadurch können sie sich aussamen und weiter vermehren.

Beratung vom Landkreis

In engem Kontakt steht das Bauamt laut Müßig bei diesem Projekt mit dem Kreisfachberater am Landratsamt Ostallgäu, David Nißle. „Stadt und Bauhof sind hier bereits seit Längerem sehr aktiv und die treibende Kraft“, berichtet Nißle. Auch in Zukunft stehe er bereit, um gemeinsam zu überlegen, wie die Flächen weiter entwickelt werden können. „Wir werden das Projekt weiter verfolgen und die Mitarbeiter beraten, schulen und begleiten“, sagt Nißle.