Gemeinderat Fuchstal

Wohin mit dem Mobilfunkmasten in Fuchstal?

Als möglichen Standort für die Aufstellung eines Mobilfunkmastes wird von den Gemeinderäten das Gelände des geplanten Wärmetopfes angesehen.

Als möglichen Standort für die Aufstellung eines Mobilfunkmastes wird von den Gemeinderäten das Gelände des geplanten Wärmetopfes angesehen.

Bild: Andreas Hoehne

Als möglichen Standort für die Aufstellung eines Mobilfunkmastes wird von den Gemeinderäten das Gelände des geplanten Wärmetopfes angesehen.

Bild: Andreas Hoehne

Der Fuchstaler Gemeinderat hat seine Meinung in Sachen Mobilfunk geändert. Aus der Bevölkerung gibt es Widerstand.
Als möglichen Standort für die Aufstellung eines Mobilfunkmastes wird von den Gemeinderäten das Gelände des geplanten Wärmetopfes angesehen.
Von Andreas Hoehne
10.09.2020 | Stand: 08:01 Uhr

Seit dem Jahr 2005 befasst sich der Fuchstaler Gemeinderat mit den Plänen von Telekommunikationsunternehmen, in Asch oder Leeder Mobilfunkmasten zu errichten. Das Aufstellen auf gemeindlichen Flächen wurde dabei stets abgelehnt wie etwa im Juni 2018 mit acht zu sieben Stimmen, als die Telekom den Antrag gestellt hatte, eine Anlage auf dem Dach des ehemaligen Schlichtherle-Anwesens zu installieren, das sich im Gemeindebesitz befindet. Nun sprach sich eine deutliche Mehrheit des Gremiums dafür aus, prinzipiell auch gemeindliche Flächen für Masten zur Verfügung zu stellen.

Lediglich Josef Weber stimmte dagegen, da man in dem Beschluss nicht ausdrücklich ausgeschlossen hatte, dass auch innerörtliche Flächen genutzt werden können. Zur Begründung nannten die Befürworter, dass man dann die Möglichkeit habe, zu steuern wo die Masten hinkommen. Im Auge hat die Gemeinde nun das Gelände des 16 Meter hohen Wärmetopfes, hieß es weiter. Dieses ist über 300 Meter von jeder Bebauung entfernt. Eindeutig für Funkmasten sprach sich Anton Weinholzner aus, der meinte, man müsse mit der Zeit gehen und dürfe nicht so „hinterwädlerisch“ sein.

(Wie die Gemeinde Fuchstal drei Millionen Euro für eine "Riesenbatterie" ausgab, lesen Sie hier.)

Almhütte scheidet als Standort für Mobilfunkmasten aus

Vorausgegangen war der Diskussion im Gemeinderat eine Ortseinsicht von Gemeinderat Christoph Kneißl mit einem Telekommitarbeiter an der Almhütte. Der Experte schloss das Gelände des Maibaumvereins als möglichen Standort aus, sowohl was den Hang als auch das Dach des Almstadels betrifft. Bereits 2018 hatte ein Mitarbeiter im Gemeinderat angeführt, dass man dort einen 40 Meter hohen Mast aufstellen müsste, um eine Versorgung des Ortes zu gewährleisten.

(Wie Vodafon bei Grünenbach einen Standort für einen neuen Sendemasten sucht, lesen Sie hier.)

Widerstand in der Fuchstaler Bevölkerung gegen Mobilfunkmasten

Gegen Mobilfunkmasten hatte es in der Vergangenheit Widerstand aus der Bevölkerung gegeben. 2006 gründete sich eine Initiative „Fuchstaler Bürger gegen Mobilfunk“. Bislang gibt es weder in Asch noch Leeder Sendeanlagen. Die Versorgung der Orte erfolgt über einen Masten, der auf dem Gelände des Denklinger Unternehmens Hirschvogel steht. Dieser könnte jedoch, so der Telekombeauftragte 2018 im Gemeinderat, bald überlastet sein. Anfang Juni dieses Jahres hatte die Telekom auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigt, dass eine Privatperson ihr Gebäude in der Ascher Bahnhofstraße für die Errichtung eines Sendemastes bereitgestellt hat.

(Warum ein Funkmast in Kleinkitzighofen für Unruhe sorgte, lesen Sie hier.)