Bildung

Zwei tragende Säulen verlassen die Fuchstaler Mittelschule

Menschen Verabschiedungen vomn Lehren an der Mittelschule Fuchstal

Eva-Maria Klein, Rektorin der Johann-Baptist-Baader-Mittelschule Fuchstal (Mitte), verabschiedete die beiden Lehrer Karl-Heinz Kohler und Ursula Hoehne.

Bild: Andreas Hoehne

Eva-Maria Klein, Rektorin der Johann-Baptist-Baader-Mittelschule Fuchstal (Mitte), verabschiedete die beiden Lehrer Karl-Heinz Kohler und Ursula Hoehne.

Bild: Andreas Hoehne

Die beiden engagierten Lehrer Ursula Hoehne und Karl-Heinz Kohler werden verabschiedet. Sie haben auf unterschiedlichen Wegen starke Akzente gesetzt.

03.08.2020 | Stand: 11:27 Uhr

Mit einer kleinen Feier wurden an der Johann-Baptist-Baader-Mittelschule Fuchstal mit Ursula Hoehne und Karl-Heinz Kohler zwei Kollegen verabschiedet, die in besonderer Weise die Schule auch nach außen vertreten hatten. Rektorin Eva-Maria Klein sprach deshalb bei beiden auch von tragenden Säulen, die zusammen 60 Jahre sehr erfolgreich an der Schule gewirkt hätten.

Die Fachoberlehrerin für Kunst, Sport und Technik Ursula Hoehne war insgesamt 42 Jahre im Schuldienst, davon 34 Jahre in Fuchstal. Dabei engagierte sie sie sich außerhalb des Unterrichts für die jahreszeitlich passende Schulhausdekoration und bepflanzte das Außengelände. Fast 20 Jahre lang brachte sie mit Kolleginnen zum Ende des Schuljahres ein großes Theaterstück zur Aufführung, in das sie viel Freizeit für den Bau der Kulissen und das Nähen der Kostüme gesteckt habe, berichtete die Rektorin. Sie gestaltete die Bücherei „zu einer Oase für die Kinder“ und wirkte beim Bau des Backhauses mit. Zuletzt initiierte sie die Einrichtung des Schulackers, den sie auch betreute. Sie sei damit ein ganz großes Aushängeschild der Schule gewesen, betonte Eva-Maria Klein.

Ursula Hoehne hat viel aus den Kindern herausgeholt

Als Lehrerin sei sie außerdem absolut zuverlässig und stets offen für Neues gewesen. Mit ihrer starken Lehrerpersönlichkeit habe sie viel aus den Kindern herausgeholt. Klein erwähnte auch das außerschulische Engagement von Ursula Hoehne in der Jugendarbeit, beim Kinderkino, Spielmobil und in der Kindergruppe des Ascher Gartenbauvereins.

Die Rektorin und Karl-Heinz Kohler waren nicht immer einer Meinung

Karl-Heinz Kohler, der im Jahr 1995 zum Studienrat an Mittelschulen ernannt worden war, verbrachte 26 Jahre seiner 36-jährigen Dienstzeit in Fuchstal. Neben seiner erfolgreichen Tätigkeit zuletzt als Klassleiter in der Oberstufe des M-Zugs engagierte er sich vor allem für den Bereich Technik. So gründete er eine Schülerfirma, die Montessori-Material herstellte und vertrieb. Er hielt Kontakt zu großen Industriebetrieben und entwickelte zusammen mit den Ausbildungsabteilungen Projekte für die Schüler wie etwa den Bau eines Tischlüfters in Gestalt eines Windrades. Den Werkraum stattete er mit zwei CNC-Fräsmaschinen aus und baute mit den Schülern 3D-Drucker zusammen. Bei den Theaterstücken übernahm er die Licht- und Tontechnik. Er habe ein hohes Verantwortungsbewusstsein, wies Klein hin, man sei allerdings nicht immer der gleichen Meinung gewesen.

Um nicht noch länger an der Schule bleiben zu müssen, hatten die beiden dann noch 360 Punkte in einem Quiz zu erzielen, das Konrektor Markus Arnold mit der mobilen interaktiven Tafel präsentierte und in dem Barbara Mayer und Sonja Schnieringer pantomimisch bei den Antworten halfen. „Kurz wie eine Liebeserklärung“ war die gemeinsame Rede der Verabschiedeten. Sie meinten: „Schön war’s, schön wird’s“.