Bregenzer Festspiele

Bühnenbild der Bregenzer Seeoper mit internationalem Preis ausgezeichnet

Preisgekrönt: das Bühnenbild von "Madame Butterfly" auf der Bregenzer Seebühne.

Preisgekrönt: das Bühnenbild von "Madame Butterfly" auf der Bregenzer Seebühne.

Bild: Anja Köhler/BF

Preisgekrönt: das Bühnenbild von "Madame Butterfly" auf der Bregenzer Seebühne.

Bild: Anja Köhler/BF

Großer Erfolg für Bregenzer Festspiele: Eine internationale Jury zeichnet das Bühnenbild der Seeoper "Madame Butterfly" mit dem renommierten Opera-Award aus.
29.11.2022 | Stand: 18:01 Uhr

Großer Erfolg für die Bregenzer Festspiele: Bei der Preisverleihung der International Opera Awards in Madrid wurde Michael Levine für sein Bühnenbild des Spiels auf dem See in den Jahren 2022 und 2023 ausgezeichnet. Für „Madame Butterfly“ schuf der gebürtige Kanadier, der seit fast vierzig Jahren international für Schauspiele, Oper und Filme arbeitet, ein poetisch anmutendes Bühnenbild mit stimmungsvollen Licht- und Videoprojektionen. 165.000 Zuschauerinnen und Zuschauer sahen dies im vergangenen Sommer auf der Bregenzer Seebühne. Andreas Homoki hatte die Seeoper inszeniert und dabei – gemeinsam mit Bühnenbilder Levine – mehr auf Poesie denn auf Spektakel gesetzt.

Michael Levines Bühne für „Madame Butterfly“ dominiert ein riesiges Stück Papier, das achtlos weggeworfen erscheint. Auf ihm ist eine Zeichnung zu erkennen – eine Entsprechung zu Cio-Cio-San („Madame Butterfly“), deren hingebungsvolle Liebe zu einem Amerikaner benutzt und anschließend abserviert wird. Nach Einschätzung von Regisseur Andreas Homoki trägt die Lichttechnik wesentlich zur Tiefenwirkung und Lebendigkeit der des Bühnenbilds bei. Projektionen verwandeln die feingezeichnete Landschaft unter anderem zu einem bewegten, riesenhaften Antlitz eines Ahnen der Titelheldin. Außerdem schälen Projektionen mittels raffinierter Farbwirkungen Räume aus der Bühnenlandschaft. Intendantin Elisabeth Sobotka spricht vom „Zauber des Lichts“. Es sei richtig gewesen, Geld in die neuesten Beamer zu investieren.

Auch Gesichter projizieren die Bregenzer bei "Madame Butterfly" auf die Seebühne.

Auch Gesichter projizieren die Bregenzer bei "Madame Butterfly" auf die Seebühne.

Bild: Matthias Becker

„Madame Butterfly“ war bei den Opera-Awards zudem als beste Neuproduktion nominiert. Dieser Preis ging jedoch an das Glyndebourne Festival in Großbritannien.

Die Bregenzer Festspiele können dennoch einen weiteren Erfolg bei der Opera-Preisverleihung feiern. In der Kategorie „Digital Opera“ wurde die Film-Oper „Upload“ von Michel van der Aa von der Niederländischen Nationaloper ausgezeichnet, die mit den Bregenzer Festspielen koproduziert und 2021 auf der Werkstattbühne uraufgeführt wurde. „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnungen“, sagt Festspiel-Intendantin Elisabeth Sobotka. „Die beiden Produktionen zeugen von der enormen künstlerischen Bandbreite dieses einzigartigen Festivals.“

Szene aus der Inszenierung von "Madame Butterfly" auf der Bregenzer Seebühne.

Szene aus der Inszenierung von "Madame Butterfly" auf der Bregenzer Seebühne.

Bild: Matthias Becker

Die Nominierten für die International Opera Awards 2022 kamen aus mehr als 30 Ländern. Über die Preisvergabe in insgesamt 16 Kategorien entschieden renommierte Opernkritikerinnen, Kulturmanager sowie Künstlerinnen und Künstler aus 20 Ländern. Mit den Auszeichnungen möchte das Londoner Musikmagazin „Opera“ herausragende Leistungen im Bereich der Oper würdigen.

Wer das Bühnenbild live anschauen möchte: „Madame Butterfly“ ist auch im nächsten Sommer auf der Seebühne zu sehen. Die Bregenzer Festspiele 2023 finden von 19. Juli bis 20. August statt.