Wann können Gechäfte öffnen?

Warum es in Kempten und im Ostallgäu vorerst keine Lockerungen gibt

Kempten im Shutdown: Kaum Geschäfte haben in der Fußgängerzone geöffnet. Wann könnte es Lockerungen geben?

Kempten im Shutdown: Kaum Geschäfte haben in der Fußgängerzone geöffnet. Wann könnte es Lockerungen geben?

Bild: Ralf Lienert

Kempten im Shutdown: Kaum Geschäfte haben in der Fußgängerzone geöffnet. Wann könnte es Lockerungen geben?

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In Kempten und im Ostallgäu lagen die Inzidenzwerte tagelang unter 35. Warum OB und Landrätin Lockerungen vorerst ablehnen und ein Füssener Brandbriefe schickt.
13.02.2021 | Stand: 09:44 Uhr

Bund und und Länder haben jüngst in Aussicht gestellt, dass unter anderem Geschäfte bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 wieder öffnen dürfen. Könnte das im Allgäu bald der Fall sein?

In Kempten lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag bei 28,9, im Ostallgäu bei 33,3 (Stand Freitag, 8 Uhr - die aktuellen Inzidenzwerte immer hier). Dennoch sagt der Kemptener Oberbürgermeister Thomas Kiechle: „Im Moment sind keine Lockerungen vertretbar.“ Dazu brauche es niedrige Zahlen über einen längeren Zeitraum.

Oberbürgermeister Kiechle zu Corona-Lockerungen: „Wir werden keinen Schnellschuss machen.“

Und das nicht nur in Kempten, sondern unter anderem auch im Oberallgäu. Dort lag der Wert am Freitag bei 51,3. Kiechle: „Wir werden keinen Schnellschuss machen.“ Auch die Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker behält die Entwicklungen in den benachbarten Regionen im Blick.

„Nur wenn auch dort sinkende Zahlen vorliegen, kann über Lockerungen nachgedacht werden.“ Kiechle erwartet am Montag Informationen aus dem Gesundheitsministerium dazu, welche Lockerungen denkbar wären. Wenn die Zahlen es zuließen, könne man etwa über Details der Maskenpflicht diskutieren. Dadurch werde auch deutlich, dass sich „diszipliniertes Verhalten lohnt“.

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Füssener erwartet "kreative Lösungen" und schreibt an Ministerpräsident Söder

Klare Signale an die Bürger erwartet Eckhard Wälzholz aus Füssen – und dies zügig. In Schreiben an Ministerpräsident Markus Söder, Landtagsabgeordnete, Bezirksregierung und den Landkreis verweist der Notar darauf, dass Städte und Kreise nach bisherigem Stand bei Inzidenzwerten von unter 50 und einer sinkenden Tendenz erleichternde Abweichungen von den Schutzmaßnahmen zulassen dürften.

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Dies sei nicht geschehen – Geschäfte, Schulen oder Restaurants seien weitgehend geschlossen. „Die Politik muss den Bürger mitnehmen, muss Anreize setzen, statt nur mit Sanktionen und Verboten zu arbeiten“, betont Wälzholz, der sich als „politisch denkender und engagierter Bürger“ zu Wort melde. Er erwartet statt des „unverhältnismäßig strengen Kurses“ kreative Lösungen, um wirtschaftliche Schäden und gravierende Folgen für die Menschen abzumildern.

Tagelang lag das Ostallgäu unter dem Inzidenzwert von 35 - Warnstufe "Grün." Trotzdem müsse man mit Lockerungen sehr vorsichtig sein, sagt Landrätin Zinnecker.
Tagelang lag das Ostallgäu unter dem Inzidenzwert von 35 - Warnstufe "Grün." Trotzdem müsse man mit Lockerungen sehr vorsichtig sein, sagt Landrätin Zinnecker.
Bild: Ralf Lienert (Archiv)

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