Corona-Pandemie

Corona-Neustart: In diese Allgäuer Ausstellungsräume kommt neues Leben

Isergebirgsmuseum Fassade wird illuminiert

Seit November ist das Isergebirgs-Museum in Kaufbeuren-Neugablonz endgültig fertiggestellt. Ab kommender Woche kann man nun auch „reikuckn“. Das Museum öffnet wieder - wie viele andere auch.

Bild: Mathias Wild

Seit November ist das Isergebirgs-Museum in Kaufbeuren-Neugablonz endgültig fertiggestellt. Ab kommender Woche kann man nun auch „reikuckn“. Das Museum öffnet wieder - wie viele andere auch.

Bild: Mathias Wild

Museen und Kunsthäuser im Allgäu sperren nach dem Corona-Lockdown ihre Türen für Besucher auf. Aber nicht alle können sofort starten. Warum nur?
07.03.2021 | Stand: 06:30 Uhr

„Wir freuen uns, dass es wieder losgeht.“ Dieser Satz der Kemptener Museumsleiterin Christine Müller Horn steht stellvertretend für die Reaktion all jener, die in unserer Region ein Kunsthaus oder ein Museum verantworten. Nächste Woche dürfen sie wieder ihre Ausstellungsräume aufsperren. Sofern die Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 liegt, müssen die aktuellen Hygieneregeln beachtet werden – das war am gestrigen Freitag in den kreisfreien Städten Kempten und Kaufbeuren der Fall sowie in den Landkreisen Oberallgäu und Ostallgäu. In Memmingen sowie in den Landkreisen Lindau und Unterallgäu liegt der Wert zwischen 50 und 100, deshalb müssen sich Besucher vorher anmelden.

Aber: Nicht jedes Haus startet gleich in der nächsten Woche. Manche Einrichtung braucht noch ein paar Tage, um sich vorzubereiten. Hier eine Übersicht, wie es in den Museen und Kunsthäusern aussieht.

  • Kunerth-Museum Ottobeuren Bereits am kommenden Dienstag öffnet das „Museum für zeitgenössische Kunst – Diether Kunerth“ in Ottobeuren (Unterallgäu). „In den ersten drei Tagen übernehmen wir von der Verwaltung den Kassendienst“, sagt Museumsleiter Markus Albrecht zur kurzfristigen Organisation. Ab dem Wochenende sind dann die ehrenamtlichen Mitarbeiter wieder im Einsatz. Zu sehen gibt es in Ottobeuren zwei neue Ausstellungen, deren Eröffnungen im Dezember kurzfristig dem Lockdown zum Opfer fielen: „Zeichnungen“ von Diether Kunerth und „Thitz“ (Tütenkunst). Damit möglichst viele Besucher kommen können, gelten in Ottobeuren bereits ab nächster Woche die längeren Sommeröffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 11 bis 16 Uhr, Samstag und Sonntag von 12 bis 17 Uhr.

  • Mewo-Kunsthalle Memmingen „Wir planen derzeit, unsere Häuser am Dienstag, 16. März, zu öffnen“, kündigt Axel Lapp, Leiter der Mewo-Kunsthalle und der Museen im Antonierhaus an. Weil die Inzidenzwerte relativ schnell zwischen unter und über 50 schwanken können, überlegt er, fürs erste generell eine telefonische Anmeldung einzuführen. Zudem wird er wohl eine recht geringe Besucherzahl festlegen, damit sie nicht immer wieder aufs Neue angepasst werden muss. Zu sehen sind in der Kunsthalle die wegen des Lockdowns bis Ende Mai verlängerte Ausstellung „Heimspiel – Cornelia Renz“ sowie die neue Schau „Timur Lukas & Laurentius Sauer – Due Two Fries“ (geöffnet Dienstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr).

  • Künstlerhaus Marktoberdorf Sobald die Öffnungsbedingungen feststehen und die Aufsichten organisiert sind, kann das Künstlerhaus wieder an den Start gehen, sagt Leiterin Maya Heckelmann. Bis 11. April läuft noch die Ostallgäuer Kunstausstellung, die coronabedingt während des Lockdowns verlängert wurde. Der Katalog dazu ist online einsehbar. Parallel laufen bereits die Vorbereitungen zur Ausstellung „Abgefahren – das Auto in der Kunst“ (ab 7. Mai).

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Ausstellung

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  • Kemptener Museen Es dauert noch zwei Wochen, bis die drei Ausstellungshäuser (Kempten-Museum, Alpin-Museum, Erasmuskapelle) und der Archäologische Park Cambodunum ihre Türen aufsperren. Erstmals sind sie am Dienstag, 23. März zugänglich. Museumleiterin Christine Müller Horn muss vorher ihr Service-Personal wieder zusammentrommeln und die Museen „fit machen für die Besucher“.
  • Schwäbisches Bauernhofmuseum Das Freiluftmuseum in Illerbeuren (Unterallgäu) hat seinen Saisonstart bereits vorsorglich auf den 30. März verschoben. Dabei soll es nach derzeitiger Planung bleiben.

  • Museum der Stadt Füssen Die Arbeiten von Gerhard und Franz Gingele in der aktuellen Sonderausstellung des Museums sollen bald wieder zu sehen sein. Wie Museumsleiter Dr. Anton Englert erklärt, wird sein Haus öffnen, sobald das möglich ist, voraussichtlich am Freitag, 12. März. Allerdings müsse man erst noch die offiziellen Regelungen des Freistaats Bayern abwarten. Fest steht nur, dass die durch den Lockdown unterbrochene Ausstellung der Gingeles aus Füssen aus dem 20. Jahrhundert verlängert wird.

  • Deutsches Hutmuseum Das Haus in Lindenberg (Westallgäu) hat ab nächster Woche wieder geöffnet. Besucher können sich telefonisch (08381/92 843-10) oder per E-Mail (hutmuseum@lindenberg.de) für eineinhalbstündige Zeitfenster anmelden. Das weitläufige Museum in einer ehemaligen Hutfabrik bietet viel Platz, sodass 34 Gäste gleichzeitig die Ausstellung besuchen können. Auch der Museumsshop ist wieder zugänglich. Ab Dienstag, 16. März, präsentiert das Museum eine neue Sonderschau: Bis in den Sommer hinein zeigt der Maler Werner Specht einen Querschnitt seines Schaffens. Während das Hutmuseum in der kommenden Woche von Montag bis Freitag geöffnet ist, gelten ab der Folgewoche die üblichen Öffnungstage Dienstag bis Sonntag.

  • Kaufbeurer Museen Das Stadtmuseum Kaufbeuren öffnet bereits am Dienstag, 9. März, das seit November fertig ausgebaute Isergebirgs-Museum in Neugablonz am Mittwoch, 10. März. Im Kunsthaus Kaufbeuren beginnt die nächste Ausstellung am Samstag, 27. März.

  • Kunsthaus Bregenz Weiterhin unerreichbar bleibt das Kunsthaus in der Vorarlberger Landeshauptstadt – weil man nach der Wiedereinreise in die Quarantäne müsste.

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