Corona-Pandemie

Corona-Newsblog Teil 15: Alle Entwicklungen im Allgäu vom 08. Juni bis 18. Juni

Die Corona-Warn-App wurde inzwischen fast auf 10 Millionen Smartphones installiert.

Die Corona-Warn-App wurde inzwischen fast auf 10 Millionen Smartphones installiert.

Bild: Kay Nietfeld/dpa (Symbolfoto)

Die Corona-Warn-App wurde inzwischen fast auf 10 Millionen Smartphones installiert.

Bild: Kay Nietfeld/dpa (Symbolfoto)

In diesem Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung aktuell über die Auswirkungen des Coronavirus im Allgäu. Lesen Sie hier im Rückblick die Entwicklungen in der Zeit vom vom 08. Juni bis 18. Juni 2020.
22.09.2020 | Stand: 10:42 Uhr

<< Hier geht es zum aktuellen Newsblog der Allgäuer Zeitung zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie im Allgäu. >>

Mittwoch, 17. Juni, 22.00 Uhr: Das Wichtigste des Tages:

  • Bund und Länder haben neue Corona-Beschränkungen beschlossen: Großveranstaltungen sind bis Ende Oktober verboten. Schulen sollen nach den Sommerferien wieder in den Regelbetrieb starten.
  • Zittern um Allgäuer Viehscheide: Fallen die Feste 2020 aus?
  • Die Corona-Warn-App stößt in Deutschland auf eine große Resonanz. Über 7 Millionen Mal wurde sie bereits gedownloadet.
  • Dem Tierpark Hellbrunn droht wegen Corona die Insolvenz.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend und eine gute Nacht. Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung ist auch am Donnerstag wieder für Sie da.

 

Mittwoch, 17. Juni, 21.28 Uhr: R-Wert in Berlin springt auf Rot - fast 7500 Corona-Fälle

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Berlin ist um 73 auf 7474 gestiegen. Zugleich ist einer von drei Indikatoren der Berliner Corona-Ampel von Gelb auf Rot gesprungen, wie die Senatsgesundheitsverwaltung am Mittwoch mitteilte. Der R-Wert, der die Dynamik des Infektionsgeschehens beschreibt, lag demnach bei 1,23. Das war zwar niedriger als der Wert 1,49 am Dienstag - die Ampel wechselt aber auf Rot, wenn die Reproduktionszahl das dritte Mal in Folge bei 1,2 oder höher liegt. Der 7-Tages-R-Wert liegt den Angaben zufolge bei 1,06, am Vortag war es noch 1,24.

Die Zahl der Neuinfektionen pro Woche lag dagegen mit unverändert 8,78 weiter im grünen Bereich, ebenso der Anteil der Plätze, die auf Intensivstationen für Covid-19-Patienten benötigt werden (3,6 Prozent). Nach der dreiteiligen Berliner Corona-Ampel müssen erst Maßnahmen erörtert und vorbereitet werden, wenn zwei der drei Indikatoren gelb sind. Stehen zwei von drei Indikatoren auf Rot, sollen Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen umgesetzt werden.

6778 Menschen in Berlin gelten bereits als von Covid-19 genesen. Im Vergleich zum Vortag ist ein neuer Todesfall im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus verzeichnet worden, 210 Erkrankte sind demnach gestorben. 151 Infizierte werden in Berlin im Krankenhaus behandelt, zehn mehr als am Vortag. 46 davon werden intensivmedizinisch betreut.

 

Mittwoch, 17. Juni, 19.40 Uhr: Schulen öffnen nach Ferien - Großveranstaltung mit Auflagen möglich

Bund und Länder haben sich am Mittwoch auf weitere Regeln zum Umgang mit der Corona-Pandemie verständigt. Hier die wesentlichen Beschlüsse in Kurzform:

  • Bund und Länder halten an den bisherigen Regeln zu Mindestabstand und Hygienemaßnahmen vorerst fest: 1,5 Meter Abstand, verstärkte Hygiene, Masken in bestimmten öffentlichen Bereichen, Kontaktbeschränkungen.
  • Bürgerinnen und Bürger sind angehalten, ihre Kontakte zu anderen Personen möglichst gering zu halten.
  • Bei höherem Infektionsgeschehen können weitergehende Kontaktbeschränkungen erlassen werden, bei niedrigerem Infektionsgeschehen kann das Abstandsgebot bei Zusammenkünften sicher bekannter Personen auch unterschritten werden.
  • Die Länder streben an, spätestens nach den Sommerferien in den schulischen Regelbetrieb zurückzukehren und zeitnah auch zu einem möglichst vollständigen Regelbetrieb der Kinderbetreuungsangebote.
  • Die Kapazitäten für gezielte Testungen vor allem in Einrichtungen mit besonders anfälligen Personengruppen sollen ausgebaut werden.
  • Großveranstaltungen wie Volks- und Straßenfeste oder Kirmesveranstaltungen bleiben wegen der Corona-Pandemie noch bis mindestens Ende Oktober verboten - mit Ausnahmen. Bisher galt als zeitliche Grenze der 31. August.
  • Inzwischen ist unter anderem der touristische Reisebusverkehr in den meisten Ländern wieder erlaubt. Die Länder gewährleisten geeignete Standards für einen optimalen Gesundheitsschutz der Reisenden und des Personals.

 

Mittwoch, 17. Juni, 17.48 Uhr: Inzwischen über 5000 Menschen mit Coronavirus in Schweden gestorben

In Schweden sind mittlerweile mehr als 5000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Die Zahl der von der staatlichen Gesundheitsbehörde verzeichneten Todesfälle stieg am Mittwoch auf 5041, was einer Zunahme um 102 im Vergleich zum Vortag entsprach. Mehr als 54 500 Corona-Infektionen wurden in dem skandinavischen EU-Land bislang nachgewiesen. Zum Vergleich: Im benachbarten Dänemark, wo etwa halb so viele Menschen wie in Schweden wohnen und bislang knapp 13.000 Infektionen bestätigt sowie 598 Tote verzeichnet wurden, kam am Mittwoch kein neuer Todesfall hinzu.

Schweden hatte in der Corona-Krise weniger strenge Maßnahmen verfügt als alle anderen europäischen Länder. Auch hier gelten für die Bürger aber bestimmte Corona-Beschränkungen wie ein Besuchsverbot in Altersheimen oder eine maximale Teilnehmergrenze von 50 Personen für öffentliche Versammlungen. Restaurants, Kneipen und Cafés blieben aber ebenso durchgehend geöffnet wie Schulen und Kindergärten.

Verglichen mit Deutschland hat Schweden mit seinen 10,3 Millionen Einwohnern auf die Bevölkerungszahl gerechnet fünfmal so viele Todesfälle. In Großbritannien, Spanien, Italien und Belgien liegt dieser Wert jedoch noch höher, wie aus Zahlen des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hervorgeht.

 

Mittwoch, 17. Juni, 17.15 Uhr: Über 7 Millionen Downloads der Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App des Bundes stößt bei den Menschen in Deutschland auf eine überraschend hohe Resonanz. Seit ihrem Start am Dienstagmorgen wurde sie über sieben Millionen Mal heruntergeladen und installiert, teilte Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (CSU) am Mittwochnachmittag auf Twitter mit. In den ersten 24 Stunden hatten nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums über 6,4 Millionen Nutzerinnen und Nutzer die App in Betrieb genommen.

 

Mittwoch, 17. Juni, 16.35 Uhr: Kabinett verlängert vereinfachten Zugang zu Hartz IV

Der Zugang zu Hartz-IV-Leistungen soll wegen der Corona-Krise auch weiterhin leichter möglich sein. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch entsprechende Fristen verlängert. Wegen der Krise war die Vermögensprüfung bei Anträgen auf Hartz IV und die Prüfung der Höhe der Wohnungsmiete für die Zeit bis Ende Juni ausgesetzt worden. Die Regelung wird nun bis Ende September verlängert.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie seien weiterhin erheblich, begründete das Bundessozialministerium den Schritt. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sagte: "Nach wie vor sind viele Menschen durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht. Der Sozialstaat ist an der Seite der Menschen, wenn sie ihn brauchen."

 

Mittwoch, 17. Juni, 13.30 Uhr: Hoffnung für das Viehscheid-Fest in Gunzesried?

„Die Hoffnung, das Viehscheid-Fest in Gunzesried doch noch feiern zu können, ist da. Aber sie ist nicht groß.“ Christof Endreß will kämpfen um den Gunzesrieder Viehscheid – er sei unheimlich wichtig für die Gemeinde, sagt der Blaichacher Bürgermeister. Offiziell absagen möchte er das Fest noch nicht – nächste Woche sei noch ein Termin beim Landratsamt geplant. Wie eine Feier in Corona-Zeiten aussehen könnte? Sicher ist: „Wenn ich bei jedem Besucher die Kontaktdaten notieren soll und jeder einen Mundschutz tragen muss, werden wir das Fest am Ende doch absagen“, meint Endreß.

Dass Großveranstaltungen sogar bis Ende Oktober verboten werden könnten (siehe Meldung um 11 Uhr am 17. Juni), davon ist dem Blaichacher Bürgermeister bislang nichts bekannt.

 

Mittwoch, 17. Juni, 11.50 Uhr: Zulassung für zweite Corona-Impfstoffstudie in Deutschland erteilt

Das Tübinger Unternehmen CureVac darf mit der klinischen Prüfung seines Impfstoffkandidaten gegen Corona beginnen. Das zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Langen erteilte dem Unternehmen die Zulassung, den Wirkstoff an gesunden Freiwilligen zu testen, wie das Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel am Mittwoch mitteilte. Ende April hatte bereits das Mainzer Unternehmen Biontech die Genehmigung erhalten, seinen Wirkstoff an gesunden Freiwilligen zu testen.

CureVac arbeitet an sogenannten mRNA-Impfstoffen. mRNA ist eine Art Botenmolekül, in dem die Bauanleitung zur Herstellung von Proteinen steckt. Für ihren Impfstoff haben die CureVac-Forscher mRNA mit der Bauanleitung für ein Protein des Coronavirus Sars-CoV-2 versehen. Die menschlichen Zellen bilden nach der Impfung dieses Protein, was der Körper als fremd erkennt. Er bildet Antikörper und andere Abwehrzellen dagegen. Die vor einer klinischen Studie nötigen Voruntersuchungen seien erfolgreich verlaufen, teilte das Unternehmen auf seiner Webseite mit.

Am Montag hatte das Wirtschaftsministerium bekanntgegeben, sich mit 300 Millionen Euro an dem Unternehmen zu beteiligen und rund 23 Prozent der Anteile zu übernehmen. Man wolle es so auch gegen eine mögliche Übernahme aus dem Ausland absichern. Auf Geschäftsentscheidungen wolle der Staat keinen Einfluss nehmen.

 

Mittwoch, 17. Juni, 11 Uhr: Großveranstaltungen bleiben möglicherweise bis Ende Oktober verboten

Großveranstaltungen wie Volks- und Straßenfeste oder Kirmesveranstaltungen bleiben wegen der Corona-Pandemie möglicherweise bis mindestens Ende Oktober verboten. Das geht aus einer mit anderen Ländern abgestimmten Beschlussvorlage Bayerns für die Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Mittwoch hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Das würde für die Viehscheid-Feste im Allgäu bedeuten, dass diese 2020 ausfallen müssen. Einige Orte haben ihre Viehscheidfeste bereits abgesagt.

Wie schön der Viehscheid 2019 im Allgäu war, sehen Sie in unserer Bildergalerie:

Bilderstrecke

Wegen Corona: Auf diese Großveranstaltungen im Allgäu müssen wir 2020 verzichten

 

Mittwoch, 17. Juni, 10.35 Uhr: Über 6,4 Millionen Downloads der Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App des Bundes stößt bei den Menschen in Deutschland auf eine überraschend hohe Resonanz. Seit ihrem Start am Dienstagmorgen haben nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums über 6,4 Millionen Nutzerinnen und Nutzer die App heruntergeladen. "Das sind weit über sechs Millionen Gründe, warum das Coronavirus künftig weniger Chancen hat", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Jeder einzelne, der die App nutze, mache einen Unterschied. "Dieser starke Start sollte noch mehr Bürger motivieren, mitzumachen. Denn Corona eindämmen, das ist ein Teamspiel."

Die Anwendung soll das Nachverfolgen von Corona-Infektionen leichter und schneller machen. Dafür misst sie, ob sich Handynutzer über eine längere Zeit näher als etwa zwei Meter gekommen sind. Ist ein Nutzer positiv getestet worden und hat dies in der App geteilt, meldet sie nachträglich anderen Anwendern, dass sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Dann kann man sich freiwillig - auch ohne Symptome - auf Kassenkosten testen lassen. Kontaktdaten werden nicht zentral gespeichert, sondern nur jeweils auf den Smartphones.

Mittwoch, 17. Juni, 9.30 Uhr: Tierpark Hellabrunn droht Insolvenz

Dem Münchner Tierpark Hellabrunn droht nach Angaben des Chefs Rasem Baban wegen der Corona-Krise die Pleite. "Wenn wir jetzt nicht mehr Besucher reinlassen dürfen, muss ich Ende September Insolvenz anmelden", sagte er der "Bild"-Zeitung. Mit den neuen Auflagen dürfe er täglich nur 4400 Besucher auf das Gelände lassen. "Das bleibt ein schleichender Tod und sehr enttäuschend", sagte Baban.

Es würden auch die Besucher gezählt, die keinen Eintritt bezahlen wie kleine Kinder oder Jahreskartenbesitzer. "Ohne Hilfe müssen wir im September als Erstes unsere Löwen abgeben. Ausgerechnet das Wappentier des Freistaates. Das kann doch nicht wahr sein!" Der Tierpark habe tägliche Kosten in Höhe von 50.000 Euro, sagte der Leiter. Um zu überleben, brauche der Tierpark 8600 Besucher täglich

 

Mittwoch, 17. Juni, 9.10 Uhr: Ausbruch im Kreis Leer: Patient stirbt nach Restaurantbesuch

Im Zuge des Corona-Ausbruchs nach einer Feier in einem Restaurant im Landkreis Leer ist einer der Erkrankten gestorben. Es handele sich um einen 73-Jährigen aus dem Landkreis, er sei an den Folgen von Covid-19 gestorben, teilte eine Sprecherin des Landkreises am Mittwoch mit. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet. Mehrere Dutzend Menschen hatten sich im Zusammenhang mit der Veranstaltung in der Gaststätte in Moormerland mit dem Coronavirus infiziert. Der Betreiber betonte stets, es seien alle Schutzmaßnahmen eingehalten worden.

 

Mittwoch, 17. Juni, 8 Uhr: Bundesregierung stuft Türkei als Corona-Risikogebiet ein

Die Bundesregierung hat die Türkei zusammen mit 130 weiteren Ländern als Corona-Risikogebiet eingestuft. Auf der Liste, die bereits am Montag zum ersten Mal vom Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht wurde und nun regelmäßig aktualisiert wird, stehen auch andere beliebte Urlaubsländer der Deutschen wie Ägypten, Thailand und Marokko.

Einreisende aus einem Risikogebiet müssen damit rechnen, dass sie 14 Tage in Quarantäne müssen. Für diese Länder ist unter anderem deswegen eine Aufhebung der immer noch für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union geltende Reisewarnung nach jetzigem Stand kaum möglich.

Vor allem die Türkei, das drittbeliebteste Urlaubsland der Deutschen nach Spanien und Italien, dringt auf eine Aufhebung dieser Reisewarnung und wirbt um deutsche Touristen. Der türkische Außenminister Mevlüt Çavusoglu hatte sich vor wenigen Tagen enttäuscht über die Beibehaltung der Reisewarnung gezeigt. "Die wissenschaftlichen Gründe hinter der Entscheidung sind für uns nur schwer zu verstehen", sagte er dem "Spiegel". Alles sei vorbereitet für eine sichere Reise in die Türkei.

 

Mittwoch, 17. Juni, 6.50 Uhr: Erste Ergebnisse: Dieses Medikament hilft bei schwerem Covid-19

Der Entzündungshemmer Dexamethason könnte die Sterberate bei schweren Covid-19-Verläufen senken. Darauf weisen vorläufige Ergebnisse einer klinischen Studie hin. Allerdings sind diese noch nicht veröffentlicht und wurden bisher nicht von anderen Experten begutachtet. Einige Mediziner sprechen von einem "Durchbruch" bei der Behandlung von Covid-19, andere warnen vor einer vorschnellen Euphorie. Mehr dazu lesen Sie hier.

 

Mittwoch, 17. Juni, 6 Uhr: Das bringt der Tag

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Ab heute dürfen sich in Bayern wieder bis zu 10 Personen treffen - nicht wie bisher nur zwei Haushalte.

Was ist sonst heute wichtig? Nach drei Monaten mit Video- und Telefonkonferenzen treffen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Bundesländer an diesem Mittwoch zum ersten Mal wieder im großen Kreis zu persönlichen Beratungen. Bei der Gesprächsrunde am Nachmittag im Kanzleramt soll es um das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie gehen, daneben aber auch um zahlreiche andere Themen.

 

Dienstag, 16. Juni, 22.00 Uhr: Das Wichtigste des Tages

  • Bayern hat die Corona-Beschränkungen für Handel und Veranstaltungen gelockert. Unter anderem dürfen Hotels ihre Wellness-Bereiche wieder öffnen
  • Die Bundesregierung setzt bei der Corona-Warn-App auf eine breite Nutzung
  • Weltweit gibt es mehr als 8 Millionen bestätigte Corona-Fälle

Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend und eine gute Nacht. Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung ist auch am Mittwoch wieder für Sie da.

 

Dienstag, 16. Juni, 20.05 Uhr: Virologe Drosten setzt Hoffnungen in neue Corona-App

Der Virologe Christian Drosten verspricht sich von der neuen staatlichen Corona-Warn-App einen "guten Effekt" auch im Fall von relativ niedrigen Nutzerzahlen. Selbst dann könne "an vielen Stellen ein entscheidender Unterschied" erzielt werden, sagte der Wissenschaftler von der Charité in Berlin am Dienstag im NDR-Podcast. Die App sei ein "entscheidend wichtiges Werkzeug", um die Zahlen niedrig zu halten. Bei der Suche nach Kontakten eines Infizierten komme es schließlich vor allem auf Geschwindigkeit an: Müssten da erst Telefonketten losgehen, gehe wichtige Zeit verloren, sagte er.

Zum Zeitpunkt des Gesprächs mit dem NDR hatte Drosten die App auf seinem Handy wegen eines leeren Akkus noch nicht installiert, wie er sagte. Er wolle sie aber herunterladen. Die Warn-App startete in der Nacht zum Dienstag. Bürger können sie freiwillig verwenden. Die App soll das Nachverfolgen von Kontakten von Infizierten erleichtern.

Über die Menschenansammlungen bei Demos in den vergangenen Wochen sagte Drosten, dies stelle zwar grundsätzlich eine Gefahr dar - auch wenn man sich im Freien weniger infiziere als in Räumen. Momentan sei die Anzahl der Fälle im Verhältnis zur Einwohnerzahl in Deutschland aber sehr niedrig. Es sei daher durchaus vorstellbar, dass keine Infizierten in den Menschenansammlungen gewesen seien. Diese Hoffnung dürfe man nicht vergessen.

 

Dienstag, 16. Juni, 19.12 Uhr: 771 Ermittlungsverfahren wegen Corona-Betrugs in Bayern

Das Geschäft mit der Corona-Angst boomt: Die bayerischen Staatsanwaltschaften haben schon mindestens 771 Ermittlungsverfahren wegen Corona-Betrugs eingeleitet. Das teilte das Justizministerium mit. Justizminister Georg Eisenreich (CSU) will am Mittwoch (11 Uhr) zusammen mit der Staatsanwaltschaft München I über die kriminellen Maschen informieren. Schon Mitte Mai hatte das Ministerium mitgeteilt, dass bayerische Behörden in mehreren Dutzend Fällen gegen Corona-Betrüger ermitteln.

 

Dienstag, 16. Juni, 16.25 Uhr: Viele Bundesländer wollen keinen Corona-Flickenteppich

In der Corona-Bekämpfung hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder erneut vor einem Flickenteppich der Regelungen in Deutschland gewarnt. Bei der Konferenz der Ministerpräsidenten am Mittwoch in Berlin gebe es daher "das Bestreben vieler Länder, da noch auf eine gewisse Verbindlichkeit zu setzen, die für alle gelten und mit der wir uns auch noch gut weiter bewegen können", sagte der CSU-Chef am Dienstag in München. Bei allen unterschiedlichen Akzenten im Umgang mit der Pandemie dürfe nicht ein "extremer Flickenteppich" entstehen.

Auch der jüngste Vorstoß von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) und Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) zur Ganztagsbetreuung an Grundschulen werde beim Treffen der Regierungschefs der Länder mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Sprache kommen. "An sich finden wir die Idee von Ganztagsbetreuung hervorragend, aber der Betrag, den der Bund bislang zur Verfügung gestellt hat, ist nicht annähernd in der Lage, diese Herausforderung zu schultern", sagte Söder.

Die beiden Ministerinnen hatten zuvor gefordert, dass am Mittwoch die Rahmenbedingungen für den Ausbau, die Finanzierung und den geplanten Rechtsanspruch auf Ganztag vereinbart werden, um die entsprechende Gesetzgebung mit mehr Tempo voranzubringen. Ab 2025 sollen nach dem Willen von Union und SPD alle Kinder in Deutschland von der ersten bis zur vierten Klasse einen Anspruch auf Ganztagsbetreuung haben. Das hatten sie im Koalitionsvertrag vereinbart. Der Ausbau an den rund 15.000 Grundschulen wird Schätzungen zufolge fünf bis sieben Milliarden Euro kosten. Bisher war geplant, dass der Bund den Ländern dafür zwei Milliarden Euro zur Verfügung stellt. Die Mittel sollen nun aufgestockt werden.

 

Dienstag, 16. Juni, 13.45 Uhr: Überblick: Die wichtigsten Aussagen der Pressekonferenz

  • Der Katastrophenfall in Bayern wird laut Ministerpräsident Markus Söder am Mittwoch aufgehoben.
  • Die allgemeinen Kontaktbeschränkungen bleiben bestehen, wie Abstand halten, Maskenpflicht und Hygieneverordnung.
  • Im öffentlichen Raum dürfen sich ab Mittwoch wieder Gruppen von bis zu zehn Menschen treffen. In privaten Räumen und Gärten gibt es dann gar keine zahlenmäßige Beschränkung mehr.
  • Die Staatsregierung will ab nächsten Montag kleinere Veranstaltungen für Familien, Vereine und Betriebe erlauben - heißt: bis zu 50 Personen im Inneren und bis zu 100 im Freien. Größere Veranstaltungen wie Starkbierfeste hingegen bleiben vorerst verboten.
  • Ab 1. Juli dürfen alle Kinder im Freistaat wieder in den Kitas, ab September soll der Regelbetrieb in den Schulen wieder stattfinden.
  • In Alten- und Pflegeheime dürfen mehr Angehörige ihre Verwandten besuchen, das wird allerdings "individuell geregelt".
  • Kulturveranstaltungen ab Montag mit mehr Zuschauern möglich: Veranstaltungen in Innenräumen dürfen dann mit bis zu 100 Gästen mit zugewiesenen Sitzplätzen, in Außenbereichen mit bis zu 200 Zuschauern stattfinden. Die Maskenpflicht gilt aber unverändert.
  • Lockerung der Maskenpflicht im Handel und etwa an der Hotel-Rezeption: Ab Montag können in Läden rund doppelt so viele Menschen einkaufen wie bisher. Die Zahl der in einem Geschäft erlaubten Personen wird von einer pro 20 Quadratmetern auf eine pro 10 Quadratmetern erhöht. Dies soll auch für Freizeiteinrichtungen und Kultureinrichtungen wie Museen und Zoologische Gärten gelten. Zudem muss laut Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger das Personal in Theken- oder Kassenbereichen keinen Mundschutz mehr tragen, wenn es durch Abschirmungen - beispielsweise aus Plexiglas - geschützt ist.
  • Auf Campingplätzen dürfen Sanitäre Anlagen wieder gemeinsam genutzt werden.
  • Gruppenreisen werden wieder erlaubt. In Reisebussen darf wieder jeder Platz besetzt werden, allerdings nur mit Maske.
  • Hallenbäder sollen Aiwanger zufolge auch bald wieder öffnen dürfen.
  • Bayern wird heuer keine weiteren Corona-Schulden aufnehmen. Sollten die bisherigen Mittel aus den ersten beiden Nachtragshaushalten nicht komplett genutzt werden, könne in diesem Jahr sogar noch etwas zurückgezahlt werden.
  • Die Abstandspflicht bei Gottesdiensten in Kirchen verringert sich von zwei auf 1,5 Meter.
  • Gastronomische Betriebe dürfen ab Montag bis 23 Uhr statt wie bisher bis 22 Uhr öffnen.
  • In den nächsten zwei Wochen will die Staatsregierung klären, wann Bars und Kneipen (reine Schankwirtschaften) wieder öffnen dürfen.
  • Die Öffnung von Diskotheken sieht Ministerpräsident Söder noch als problematisch, da unter anderem die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können.
  • Hotels dürfen laut Aiwanger ihre Wellness-Bereiche inklusive Saunas öffnen.

 

Lockerung der Corona-Kontaktbeschränkung in Bayern: Die Pressekonferenz im Live-Stream

Wir übertragen die Pressekonferenz von Ministerpräsident Markus Söder, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Staatskanzleichef Florian Herrmann im Live-Stream. Die Konferenz ist für 13 Uhr angekündigt.

 

Dienstag, 16. Juni, 12.55 Uhr: Europäische Corona-Apps sollen Daten untereinander austauschen können

Die verschiedenen Corona-Apps der EU-Staaten sollen künftig Informationen untereinander austauschen können und so die Kontaktverfolgung von Infizierten über Ländergrenzen hinweg möglich machen. Darauf einigten sich Deutschland und mehrere andere Länder, wie die EU-Kommission am Dienstag mitteilte. Dabei sind alle Länder, deren Apps auf eine dezentrale Speicherung der Daten setzen. Neben Deutschland, das seine Corona-Warn-App am Dienstag startete, sind das rund 15 andere EU-Länder, sowie Liechtenstein und Norwegen. Davon hat bislang allerdings nur ein kleiner Anteil seine Apps gestartet. Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes wurde am Dienstag zum Download bereitgestellt. Sie soll die Kontaktverfolgung von Infizierten ermöglichen und dadurch die Infektionsketten verkürzen. Künftig soll sie auch nahtlos mit den anderen Apps zusammenarbeiten können. EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton betonte: "Nun, da wir uns der Reisesaison nähern, ist es wichtig, sicherzustellen, dass Europäer die App ihres eigenen Landes benutzen können, wohin auch immer sie in der EU reisen." Kontaktverfolgungs-Apps könnten hilfreich sein, die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Stella Kyriakides rief die EU-Bürger dazu auf, diese Apps zu nutzen. Nach Angaben der EU-Kommission haben sich die teilnehmenden Länder auf eine Reihe technischer Details geeinigt. Die französische und die ungarische App sind nicht dabei, weil sie die gesammelten Daten zentral auf einem Server speichern und nicht dezentral auf den Handys. Andere Länder haben sich dagegen entschieden, eine App zur Kontaktverfolgung einzusetzen, oder haben diese Entscheidung noch nicht getroffen.

 

Dienstag, 16. Juni, 12.28 Uhr: Corona bremst die Mieten in Bayern nicht

Die Coronakrise hat den Anstieg der Mieten in Bayern nicht gestoppt. Wie der Immobilienverband Süd (IVD) am Dienstag berichtete, ist das Wohnen im Frühjahr bayernweit erneut teurer geworden. Einzige Ausnahme ist das von Auto- und Coronakrise zugleich getroffene Ingolstadt. "Wer dachte, dass wir coronabedingt die große Entlastung bekommen, der liegt falsch", sagte IVD-Experte Stephan Kippes. Der Anstieg hat sich zwar etwas verlangsamt, aber in München steuern Neubauwohnungen mittlerweile auf Quadratmetermieten von 20 Euro zu. Die bayerische Durchschnittsmiete für eine Bestandswohnung belief sich nach den Daten des Immobilienverbands im Frühjahr auf 11 Euro pro Quadratmeter, 20 Cent mehr als 2019. Haupttreiber des Anstiegs ist demnach die Kostenexplosion bei Baugrundstücken: Seit der Jahrtausendwende sind die Durchschnittspreise für Baugrund nach IVD-Berechnung um über das Zweieinhalbfache gestiegen. Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen haben sich gut verdoppelt. Die Mieten sind nicht ganz doppelt so hoch wie vor zwanzig Jahren und damit sogar etwas weniger kräftig gestiegen. Im vom Wohnungsmangel besonders betroffenen München ist diese Entwicklung noch viel extremer ausgeprägt: Die Baugrundpreise haben sich vervierfacht.

In München verlangen Vermieter demnach inzwischen bei über vier Fünftel aller angebotenen Wohnungen 15 Euro und mehr pro Quadratmeter. Neubauwohnungen sind noch teurer. "Da rückt allmählich die 20-Euro-Marke ins Blickfeld", sagte Kippes. Im Raum Nürnberg/Fürth dagegen sind 15 Euro pro Quadratmeter noch die Ausnahme, in beiden Städten werden deutlich weniger als zehn Prozent der Wohnungen so teuer vermietet. An diesem Samstag plant ein bundesweites "Aktionsbündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn" politisch eher links stehender Initiativen in einer ganzen Reihe von Städten Kundgebungen gegen die hohen Mieten. Zu den Forderungen zählt unter anderem die Verstaatlichung großer privater Unternehmen wie Vonovia oder Deutsche Wohnen.

 

Dienstag, 16. Juni, 12.22 Uhr: IWH-Prognose: Deutsche Corona-Rezession im 2. Quartal am Tiefpunkt

Die deutsche Wirtschaft kommt nach Einschätzung des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) relativ glimpflich durch die schwere Corona-Rezession. "Die deutsche Wirtschaft wurde von der Pandemie schwer getroffen. Allerdings ist der Einbruch nicht so tief wie in den großen Nachbarländern im Euroraum, wo die Zahl der Erkrankungen und Sterbefälle relativ zur Bevölkerung höher liegt", schreiben die Wirtschaftsforscher in einem am Dienstag veröffentlichten Konjunkturbericht. "Die Rezession dürfte im zweiten Quartal an ihrem Tiefpunkt sein, denn die Epidemie ist im Mai und Juni zurückgegangen, und die Restriktionen wurden gelockert."

Für das laufende Jahr geben sich die IWH-Ökonomen daher relativ optimistisch, indem sie unter dem Strich mit einen Rückgang des deutschen Bruttoinlandsproduktes von 5,1 Prozent rechnen, gefolgt von einem Aufschwung in der Größenordnung von 3,2 Prozent 2021. "In Ostdeutschland dürfte der Einbruch der Wirtschaft infolge der Corona-Pandemie mit 3,2 Prozent im Jahr 2020 schwächer ausfallen als in Gesamtdeutschland." Allerdings steht die Prognose unter dem Vorbehalt, dass es keinen starken Wiederanstieg der Corona-Erkrankungen in der nördlichen Hemisphäre im Herbst gibt. Die Volkswirte der Deutschen Bundesbank gehen von einem deutlich heftigeren Einbruch aus. Sie halten in ihrer aktuellen Prognose einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 7,1 Prozent im Jahr 2020 für wahrscheinlich, andere Prognosen sind noch düsterer. Zum Vergleich: 2009 war die größte europäische Volkswirtschaft infolge der globalen Finanzkrise um 5,7 Prozent eingebrochen. 2010 und 2011 konnte das BIP dann aber wieder um 4,2 und 3,9 Prozent zulegen.

 

Dienstag, 16. Juni, 12.20 Uhr: Die Zusammenfassung: Bundesregierung setzt bei Corona-Warn-App auf breite Verwendung

Künftig sollen die Bundesbürger auch ihr Handy einsetzen können, um die Corona-Epidemie einzudämmen. Die Regierung baut darauf, dass viele mitmachen - auch wenn die Infektionszahlen gerade niedrig sind. Während in Deutschland die neue Corona-Warn-App an den Start gegangen ist, liegt ihr vor Monaten eingeführtes Pendant in Norwegen aus Datenschutzgründen vorerst auf Eis. Der Überblick.

 

Dienstag, 16. Juni, 11.46 Uhr: Mobilfunk-Provider berechnen keinen Traffic für Corona-Warn-App

Die Mobilfunk-Betreiber in Deutschland werden ihren Kunden keinen Datenverkehr berechnen, der durch die neue Corona-Warn-App entsteht. Das kündigte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom AG, Timotheus Höttges, am Dienstag bei der Vorstellung der Tracing-App in Berlin an. Dieses "Zero Rating" werde nicht nur von der Telekom, sondern von allen Providern praktiziert. Die App laufe "auf den gängigsten Modellen, die wir im Markt haben." In Deutschland seien rund 50 Millionen Smartphones aktiv. "Es kommt aber nicht auf die Gesamtzahl an, weil jeder einzelne Fall zählt." Die Android-Version lag schon nach wenigen Stunden im Bereich zwischen 100 000 und 500 000 Nutzern. Für iOS lägen die Zahlen noch nicht vor.

Höttges betonte, die App sei ein Beweis der Leistungskraft Deutschlands. "Alles ist "Made in Germany". Die Server liegen in Deutschland." Von der Entwicklungsarbeit in Deutschland werde auch die Bluetooth-Technik weitweit verbessert. "Wir haben mit konkreten Messergebnissen bei den Bluetooth-Signalen zur Verbesserung der Programmschnittstellen bei Apple und Google beigetragen." Höttges verwies darauf, die Digitalisierung betreffe nicht nur die Nachverfolgung von Infektionsketten, sondern auch der Testzentren und Labore. "Dadurch wird die gesamte Kommunikation signifikant beschleunigt. Wir gehen davon aus, dass gegenüber dem analogen Prozess bis zu vier Tage gewonnen werden können." Bis zu 20 Prozent der großen Testkapazitäten seien bereits digitalisiert, der Anteil soll schnell wachsen. Der Technikchef der SAP, Jürgen Müller, verwies auf die starke Beteiligung der Community, weil man einen transparenten Weg verfolgt habe, die App als Open Source zu entwickeln. Die Zusammenarbeit mit Apple und Google sei "auf Augenhöhe" verlaufen.

 

Dienstag, 16. Juni, 11.29 Uhr: Seehofer: Hoher Datenschutz bei neuer Corona-Warn-App

Die neue Corona-Warn-App wahrt nach Angaben von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ein hohes Datenschutz-Niveau. "Die Qualität der App ist auf einem sehr hohen Niveau, und damit erfüllt die App auch höchste Ansprüche, was den Datenschutz angeht", sagte Seehofer bei der Vorstellung der App am Dienstag in Berlin. Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) betonte, es gelte das Prinzip der "doppelten Freiwilligkeit". Die Menschen entschieden selbst, ob sie die Anwendung auf ihrem Smartphone installierten und dann, im Fall eines positiven Tests auf das Coronavirus, darüber, ob sie dies der App mitteilen. "Die Freiwilligkeit ist eine der wesentlichen Voraussetzungen dafür, dass diese App angenommen wird", sagte Lambrecht. Eine gesetzliche Regelung brauche es nicht. Lambrecht warb für die App: "Sie schützt Sie und sie schützt andere."

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, erklärte, die App solle eine Ergänzung sein für die Arbeit der Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Infektionsketten. So könnten zusätzliche "Risikobegegnungen" identifiziert werden. In die Risikobewertung flössen unter anderem Dauer und Nähe der Begegnung ein. Zur Verbreitung des Coronavirus in Deutschland sagte Wieler, es seien am Dienstag 378 neue Fälle gemeldet worden. Er empfahl, sich nun mit der App vertraut zu machen, um sie auch bei steigenden Fallzahlen gut nutzen zu können. Mit der App will die Bundesregierung die Infektionsketten des Coronavirus besser erkennen und dafür sorgen, dass bei einer Lockerung für das öffentliche Leben die Ausbreitung des Coronavirus nicht wieder stark ansteigt. Die App, die von der Telekom und SAP entwickelt wurde, war am Dienstagmorgen veröffentlicht worden.

 

Dienstag, 16. Juni, 11.22 Uhr: Private Feiern, Treffen mit zehn Personen: Diese Corona-Lockerungen sollen in Bayern kommen

Die Staatsregierung plant weitere Corona-Lockerungen für Bayern. Ministerpräsident Söder will sich am Dienstag dazu äußern. Welche Beschränkungen gelockert werden sollen, erfahren Sie in unserem Überblick.

 

Dienstag, 16. Juni, 11.04 Uhr: Spahn: Corona-App "kein Freifahrtschein" in der Pandemie

Die neue offizielle Corona-Warn-App kommt nach Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn passend zur Phase weiterer Corona-Lockerungen. Sie sei "kein Freifahrtschein, aber ein wichtiges weiteres Werkzeug in der Pandemie", sagte der CDU-Politiker zum Start der Anwendung am Dienstag in Berlin. Etwa auf Demonstrationen, in Bussen und Bahnen gebe es nun zunehmend "anonyme Nähe" zu anderen Menschen. Die App ermögliche dann Meldungen an Personen, die darüber sonst nie hätten informiert werden können. Spahn verwies auch auf die kommende Urlaubszeit, wenn sich deutsche Touristen im Ausland und bei Ferien im Inland träfen oder von Reisen zurückkehrten. Der Minister betonte, die App ersetze nicht vernünftiges Verhalten und gegenseitige Rücksichtnahme. Es bleibe weiterhin wichtig, Abstand zu halten und in bestimmten Situationen Alltagsmasken zu tragen. Die neue Anwendung könne helfen, Kontaktpersonen schneller zu warnen - dabei sei jede Stunde ein Gewinn. Dies sei nun auch wichtig, um die momentan günstige Entwicklung der Infektionszahlen zu erhalten.

 

Dienstag, 16. Juni, 11.03 Uhr: Grüne beharren auf Gesetz für Corona-Warn-App

Auch nach dem Start der Corona-Warn-App des Bundes bestehen die Grünen darauf, den Einsatz der App per Gesetz zu regeln. "Wir hoffen, dass Millionen von Menschen die App jetzt runterladen", sagte Fraktionsvize Konstantin von Notz. "Aber wir glauben, wenn man ein so relevantes Ding ausrollt, dass man dann die rechtlichen Fragen in einem Gesetz geklärt haben muss." Die Fraktion der Grünen will am Dienstagnachmittag einen entsprechenden Gesetzentwurf beschließen. Mit der App will die Bundesregierung die Infektionsketten des Coronavirus besser erkennen und dafür sorgen, dass bei einer Lockerung für das öffentliche Leben die Ausbreitung des Coronavirus nicht wieder stark ansteigt. Die App, die von der Telekom und SAP entwickelt wurde, war am Dienstagmorgen veröffentlicht worden.

In dem Gesetzesentwurf der Grünen wird die App als "ein sinnvoller Baustein zur Eindämmung und Bekämpfung der Covid-19-Pandemie" bezeichnet. Freiwilligkeit verlange nicht nur Freiheit von staatlichem Zwang, sondern auch Freiheit von faktischem Zwang zur Nutzung und Offenbarung von Daten aus der App-Nutzung. "Die Freiwilligkeit würde unterlaufen, wenn etwa sozialer oder wirtschaftlicher Druck, aber auch Arbeitgeber eine Nutzung erzwingen könnten. Deshalb sollte die Freiwilligkeit der Nutzung und Offenbarung von Daten aus der Nutzung der App bestmöglich abgesichert werden." Die Bundesregierung hatte selbst mehrfach betont, die Verwendung der App müsse absolut freiwillig sein. Sie sprach sich auch gegen Anreize aus, die App zu installieren oder zu verwenden. "Wenn der Bürger den Eindruck hat, da wird mit einem Speck gewedelt, dann werden nicht ausreichend viele mitmachen", sagte Innenminister Horst Seehofer (CSU). Ein spezielles Gesetz hält die Bundesregierung nicht für notwendig, da es mit der Datenschutzgrundverordnung und anderen Verbraucherschutzgesetzen schon eine ausreichende Grundlage gebe.

 

Dienstag, 16. Juni, 10.50 Uhr: Bundesregierung setzt auf breite Nutzung der Corona-Warn-App

Die Bundesregierung setzt auf eine breite freiwillige Nutzung der neuen Warn-App gegen das Coronavirus. "Sie herunterzuladen und zu nutzen ist ein kleiner Schritt für jeden von uns, aber ein großer Schritt für die Pandemiebekämpfung", sagte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) zum Start der neuen Anwendung am Dienstag in Berlin. Sie sei nach den Vorbereitungen nicht die erste Corona-App weltweit, sie sei aber die beste. Die Bürger könnten sich auf hohe Standards bei Datenschutz und Datensicherheit verlassen. Die Corona-App steht nach wochenlangen Vorbereitungen jetzt zum Herunterladen auf Smartphones bereit. Sie soll das Nachverfolgen von Infektionen erleichtern. Dafür kann sie messen, ob sich Handynutzer über eine längere Zeit näher als etwa zwei Meter gekommen sind. Ist ein Nutzer positiv getestet worden und hat dies in der App geteilt, meldet sie anderen Anwendern, dass sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Dann kann man sich testen lassen.

 

Ende des Live-Streams: Bundesregierung stellt Corona-Warn-App vor

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU), Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), Verbraucherschutzministerin Christine Lambrecht (SPD) und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) stellten die neue Corona-Warn-App bei einer Pressekonferenz vor.

Lesen Sie dazu: Neue Corona-Warn-App zum Herunterladen: Das müssen Sie jetzt wissen

 

Dienstag, 16. Juni, 10.18 Uhr: Landratsamt Oberallgäu öffnet wieder normal

Das Landratsamt Oberallgäu führt für seinen Bürgerservice Zulassung Sonthofen die ursprünglichen weiten Öffnungszeiten wieder ein: Montags von 7.30 bis 17 Uhr, dienstags von 7.30 bis 13 Uhr, mittwochs und donnerstags von 7.30 bis 16 Uhr sowie freitags von 7.30 bis 12.30 Uhr. Die Behörde bittet alle Oberallgäuer Bürger, zu prüfen, ob ein Besuch unbedingt notwendig ist oder das Anliegen auch per Telefon, per E-Mail oder über das Bürgerservice-Portal erledigt werden kann.Wer einen Termin im Vorfeld vereinbart, stelle sicher, dass der Ansprechpartner auch im Hause ist. Darüber hinaus besteht im Landratsamt Maskenpflicht, die Abstandsregelung von mindestens 1,5 Metern ist einzuhalten. Menschen, die an Corona erkrankt sind oder entsprechende Anzeichen zeigen, dürfen das Landratsamt nicht betreten. Weitere Informationen auf der Internetseite des Landratsamts.

 

Dienstag, 16. Juni, 10.03 Uhr: Mehr Corona-Neuinfektionen in der Türkei - Maskenpflicht ausgeweitet

Rund zwei Wochen nach Lockerung der Corona-Restriktionen in der Türkei ist die Zahl täglich erfasster Neuinfektionen wieder angestiegen. In insgesamt 42 Provinzen habe man deswegen eine generelle Maskenpflicht eingeführt, schrieb Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Dienstagmorgen auf Twitter. Die Millionenmetropolen Istanbul, Ankara und Izmir sind nicht darunter. Allerdings gilt schon seit April landesweit eine Maskenpflicht an belebten Orten wie Supermärkten. Am Montagabend hatte Koca auf Twitter geschrieben, in 24 Stunden seien 1592 neue Coronavirus-Infektionen und 18 Todesfälle gemeldet worden. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen hatte am 1. und 2. Juni noch bei rund 800 gelegen. Im April lag die Rate zwischenzeitlich bei mehr als 5000 Neuinfektionen täglich. Es gebe einen Anstieg in einigen Regionen, schrieb Koca. Die Türkei gibt allerdings keine regionale Aufschlüsselung der Corona-Fälle bekannt. Laut Medienberichten nahmen die Fallzahlen zuletzt im südosttürkischen Diyarbakir und in Van stark zu.

Am 1. Juni hatte die Türkei zahlreiche Corona-Restriktionen gelockert. Cafés, Restaurants und Sportanlagen sind unter Auflagen wieder geöffnet. Vergangene Woche hatte die halbstaatliche Fluggesellschaft Turkish Airlines ihren internationalen Flugverkehr auch nach Deutschland wieder aufgenommen. Zudem fielen Ein- und Ausreisebeschränkungen für andere Länder mit Ausnahme des Irans weg. Für die Türkei gilt zunächst bis Ende August noch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts. Ankara erwartet, dass diese aufgehoben wird. Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige der Türkei.

 

Dienstag, 16. Juni, 9.45 Uhr: Nicht mehr coronafrei: Zwei neue Fälle in Neuseeland

Erstmals seit mehr als drei Wochen ohne aktive Corona-Fälle gibt es in Neuseeland nun wieder zwei Infizierte. Bei den beiden positiv auf das Virus Sars-CoV-2 Getesteten handele es sich um miteinander verwandte Frauen, die Anfang Juni aus Großbritannien eingereist seien, sagte Gesundheits-Generaldirektor Ashley Bloomfield am Dienstag. Unklar war zunächst, ob die Frauen Britinnen oder neuseeländische Staatsbürgerinnen sind.

Sie seien nach der Einreise zunächst in die obligatorische zweiwöchige Quarantäne geschickt worden, hätten aber nach sechs Tagen wegen eines Todesfalles in der Familie per Auto von Auckland in das mehr als 600 Kilometer weit entfernte Wellington reisen dürfen. Dort seien sie mit nur einem weiteren Familienmitglied in Kontakt gewesen. Neuseelands Regierung hatte am 8. Juni nach der Genesung des letzten Covid-19-Patienten die erste Welle der Corona-Pandemie für überwunden und das Land für coronafrei erklärt. Die strikten Grenzkontrollen blieben bestehen, alle anderen Einschränkungen und Regeln wurden indes aufgehoben. Abstandsgebote und zahlenmäßige Begrenzungen bei Versammlungen entfielen. In dem knapp fünf Millionen Einwohner zählenden Inselstaat gab es bisher 1506 bestätigte und mögliche Infektionsfälle. 22 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus, das die Krankheit Covid-19 auslösen kann. Die neuen Fälle unterstrichen, wie wichtig strikte Grenzkontrollen seien, sagte Bloomfield nun. "Wir sollten nicht selbstzufrieden werden, wir müssen wachsam bleiben." In Großbritannien, wo die beiden Frauen sich aufgehalten hatten, gibt es nach Zahlen der Johns-Hopkins-Universität vom Dienstag inzwischen mehr als 298.000 bestätigte Fälle sowie rund 42.000 Tote.

 

Dienstag, 16. Juni, 9.42 Uhr: Verkehrsunternehmen in Bayern fehlt eine Milliarde - Hilferuf an Finanzminister

Die öffentlichen Verkehrsunternehmen in Bayern rufen wegen coronabedingter Einnahmeverluste von bis zu 1,1 Milliarden Euro nach Hilfe der Staatsregierung. Seit Mitte März 2020 verzeichneten die bayerischen Verkehrsunternehmen Fahrgastrückgänge von bis zu neunzig Prozent, schreibt die bayerische Landesgruppe des Verbands deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) in einem Brandbrief an Finanzminister Albert Füracker (CSU). Ohne staatliche Hilfe könnte das Finanzloch wegen einer befürchteten Pleitewelle in der Branche dazu führen, dass das öffentliche Verkehrsangebot in Bayern sich verschlechtert, warnen die Unternehmen in ihrem Schreiben. "Bereits auf mittlere Sicht ist die Situation existenzbedrohend", heißt es in dem Schreiben, das auch an die Landtagsfraktionen ging. SPD-Umweltexperte Florian von Brunn forderte die Staatsregierung zum Handeln auf: "Jetzt muss auch die Staatsregierung handeln und dem öffentlichen Verkehr in Bayern finanziell kräftig unter die Arme greifen." Dazu gebe es aus sozialen und Klimaschutzgründen keine Alternative.

 

Dienstag, 16. Juni, 9.25 Uhr: Oberallgäuer Landrätin fordert: Saunen in Hotels sollen wiederöffnen dürfen

Die Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller (FW) will, dass Wellnessbereiche in Hotels unter bestimmten Bedingungen vorzeitig öffnen dürfen. Anlass ist eine einstweilige Anordnung des Verwaltungsgerichts Regensburg.

 

Dienstag, 16. Juni, 8.59 Uhr: Corona-Krise trifft Großbritanniens Arbeitsmarkt stärker als gedacht

Die Corona-Krise hat stärker auf den britischen Arbeitsmarkt durchgeschlagen als bislang bekannt. Wie das Statistikamt ONS am Dienstag in London mitteilte, ist im April die Zahl der Menschen mit Anspruch auf Arbeitslosenhilfe ("Claimant Count") um revidiert 1.032.700 gestiegen. In einer ersten Einschätzung hatte das Amt noch einen Wert von 856.500 ermittelt. Damit wurde im April der höchste jemals gemessene Anstieg verzeichnet. Im Mai stieg die Zahl der Menschen mit Anspruch auf Arbeitslosenhilfe den Angaben zufolge um 528.900. Damit machten sich die Lockdown-Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus weiterhin negativ bemerkbar. Gleichzeitig wurden die Daten zur Arbeitslosenquote veröffentlicht, die nach den Methoden der Internationalen Arbeitsagentur (ILO) erhoben werden. Die Zahlen beziehen sich aber noch auf den April. Die Arbeitslosenquote verharrte in den drei Monaten bis April bei 3,9 Prozent.

 

Dienstag, 16. Juni, 7.56 Uhr: Ministerin Huml erwartet positiven Effekt durch Corona-Warn-App

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) erwartet von der Corona-Warn-App des Bundes einen positiven Effekt im Kampf gegen das Virus. "Die App ist ein neuer wichtiger Baustein, um die Corona-Pandemie unter Kontrolle zu halten", sagte Huml am Dienstag in München. Die App helfe, Infektionsketten zu durchbrechen. Sobald sich ein Nutzer als infiziert melde, schlage die App Alarm und benachrichtige alle seine aufgezeichneten Kontakte, erläuterte die Ministerin. "Ich hoffe, dass möglichst viele Menschen in Bayern die App herunterladen werden. Die Nutzung ist freiwillig, und je mehr dabei mitmachen, desto effektiver wird sie uns alle schützen."

Die App funktioniere ohne Anmeldung und lasse keine Rückschlüsse auf die Nutzer zu, sie speichere zudem weder Namen noch Telefonnummern oder Standorte. "Niemand muss sich Sorgen um seine Privatsphäre machen, aber alle profitieren vom zusätzlichen Schutz, der mit jedem Nutzer stärker wird", sagte Huml mit Blick auf die Datenschutzdebatte, die die Entwicklung der App begleitet hatte. Die anonymisierten Daten würden lediglich dezentral auf dem eigenen Smartphone gespeichert und nach zwei Wochen gelöscht. Behörden und Betreiber der App hätten keinen Zugriff auf die Nutzerdaten. Die lange geplante staatliche Warn-App wird am Dienstag in Berlin vorgestellt. Die App kann messen, ob sich Handynutzer über eine längere Zeit näher als etwa zwei Meter gekommen sind. Ist ein Nutzer positiv getestet worden und hat dies in der App geteilt, meldet sie anderen Anwendern, dass sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Heute startet die Corona-Warn-App zum freiwilligen Herunterladen.

 

Dienstag, 16. Juni, 7.25 Uhr: Mittlerweile mehr als 8 Millionen bestätigte Corona-Fälle weltweit

Mehr als acht Millionen Menschen haben sich nach jüngsten Zahlen der Johns Hopkins Universität mittlerweile weltweit mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 angesteckt. Mehr als 436.400 Menschen starben bisher im Zusammenhang mit dem Erreger, wie aus der Webseite des US-Instituts am Dienstagmorgen hervorging. Die meisten Infizierten gab es demnach in den USA mit 2,1 Millionen bestätigten Fällen und auch die meisten Toten - mehr als 116.000 Menschen starben dort bisher. Brasilien folgt mit mehr als 888.270 Infizierten, auf Platz drei liegt Russland mit mehr als 536.480 bestätigten Fällen.

Die Zahlen der US-Universität können allerdings variieren, da neue Fälle zum Teil zeitverzögert gemeldet werden. Die USA müssen sich nach Einschätzung von Wissenschaftlern bis zum Herbst auf Zehntausende weitere Tote einstellen. Die Forscher des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle gehen in ihrer Projektion inzwischen davon aus, dass bis zum 1. Oktober die Zahl von 200.000 Toten überschritten werden könnte.

 

Dienstag, 16. Juni, 7.12 Uhr: Neue Corona-Warn-App startet zum freiwilligen Herunterladen

Künftig sollen die Bundesbürger auch ihr Handy verwenden können, um die Corona-Epidemie einzudämmen. Die Regierung baut darauf, dass viele mitmachen - alles soll aber ausdrücklich freiwillig sein.

 

Dienstag, 16. Juni, 6.44 Uhr: Kabinett entscheidet heute über Lockerung der Kontaktbeschränkungen

Wann dürfen sich wieder mehr als zwei Haushalte treffen? Wann werden wieder etwas größere Familienfeiern erlaubt? Die Menschen in Bayern warten auf weitere Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen. Wie entscheidet das Kabinett? Nach einer kurzen Pfingstferienpause berät das Kabinett am Dienstag (10.00 Uhr) über weitere Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen in Bayern.

An der Maskenpflicht dürfte dabei nicht gerüttelt werden. Wohl aber gilt als denkbar, dass die Kontaktbeschränkungen, die zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen worden waren, weiter gelockert werden. Grundsätzlich dürfte Bayern aber weiterhin stärker bremsen als andere Bundesländer. Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) und Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) wollen nach der Sitzung über die konkreten Schritte informieren.

 

Dienstag, 16. Juni, 6 Uhr: Kreise: Koalition in Bayern will Anti-Corona-Kontaktbeschränkungen lockern

Einen wunderschönen guten Morgen wünscht das Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Der Weg in den Corona-Stillstand ging schnell, der Weg heraus ist länger und komplizierter. Nun haben sich CSU und Freie Wähler auf weitere Lockerungen verständigt. Doch es knirscht in der Koalition.

 

Montag, 15. Juni, 22.00 Uhr: Das Wichtigste des Tages

  • Die Bundesregierung hat für 27 Länder die Reisewarnung aufgehoben
  • Der BUnd will wegen Corona 218,5 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen
  • Tunesien erklärt Corona-Virus für besiegt
  • Reiseverkehr am Allgäu-Airport weit von Normalität entfernt

 

Montag, 15. Juni, 21.28 Uhr: Wegen Corona-Krise: Oscar-Gala auf Ende April 2021 verschoben

Wegen der Coronavirus-Pandemie wird die Oscar-Gala im kommenden Jahr verschoben. Dies gab die Film-Akademie am Montag in Beverly Hills bekannt. Statt wie geplant am 28. Februar wird die Trophäen-Show erst am 25. April stattfinden. Die Nominierungen für Hollywoods wichtigsten Filmpreis sollen am 15. März verkündet werden.

Wegen des Coronavirus sind seit März die meisten Filmproduktionen gestoppt worden, weltweit machten Kinos zu. Erst kürzlich hatte die Oscar-Akademie mitgeteilt, dass bei der kommenden Oscar-Verleihung auch Filme in die Auswahl kommen, die nie im Kino waren, sondern ausschließlich bei Streaming-Diensten zu sehen sind. Normalerweise muss ein Film an mindestens sieben aufeinanderfolgenden Tagen in einem Kino in Los Angeles zu sehen sein, um für eine Nominierung für die Filmpreise infrage zu kommen.

 

Montag, 15. Juni, 16.15 Uhr: Bund will in diesem Jahr 218,5 Milliarden neue Schulden aufnehmen

Wegen der Corona-Krise will der Bund in diesem Jahr Rekordschulden von rund 218,5 Milliarden Euro aufnehmen. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) plant mit einem zweiten Nachtragshaushalt in Höhe von 62,5 Milliarden Euro, wie am Montag aus dem Finanzministerium verlautete.

 

Montag, 15. Juni, 15.44 Uhr: Polizei zieht Bilanz zu den Allgäuer Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen und Rassismus

Kempten, Mindelheim, Buchloe, Memmingen, Lindenberg und Füssen sind die Orte im Allgäu, an denen am Wochenende wieder einige Menschen demonstriert haben. Zu verschiedenen Mottos versammelten sich mal mehr und mal weniger Teilnehmer - in Kempten beispielsweise erschienen am Freitag deutlich mehr Demonstranten als erwartet. Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West zog nun Bilanz vom Wochenende: Wie die Demonstrationen im Allgäu abliefen, lesen Sie hier.

 

Montag, 15. Juni, 15.25 Uhr: Bundesregierung hebt Reisewarnung für 27 Länder auf

Nach drei Monaten hat die Bundesregierung die weltweite Reisewarnung für Touristen teilweise aufgehoben und damit das Startsignal für den Sommerurlaub von der Adria bis zur Algarve gegeben. Seit Montag um Mitternacht warnt das Auswärtige Amt auf seiner Internetseite nicht mehr vor Reisen in 27 europäische Länder. Dazu zählen Haupturlaubsländer der Deutschen wie Italien, Österreich, Griechenland, Frankreich und Kroatien. Vor welchen Reisezielen das Auswärtige Amt warnt, erfahren Sie hier.

 

Montag, 15. Juni, 13.44 Uhr: Studie: Corona-Pandemie beschleunigt Impf- und Wirkstoffforschung

Auf der Suche nach einem Impfstoff oder einer wirksamen Therapie gegen die neuartige Lungenkrankheit Covid-19 liefern sich Pharmaunternehmen weltweit einen Wettlauf. Laut einer Untersuchung der Beratungsgesellschaft EY hat die Branche innerhalb kürzester Zeit bis Anfang Juni 161 Impfstoff-Kandidaten sowie 242 therapeutische Test-Wirkstoffe hervorgebracht. Darüber hinaus wurden weltweit mehr als 700 Corona-Tests entwickelt oder bereits auf den Markt gebracht, wie EY am Montag in Stuttgart mitteilte. Diese Zahlen änderten sich fast täglich. Nach Einschätzung der Studienautoren hat aber nur ein Bruchteil der Produktkandidaten tatsächlich eine Chance, auf den Markt zu kommen. 97 Prozent der derzeit erprobten Impfstoffe dürften nicht das Licht der Welt erblicken, sagte Biotech- und Transaktionsexperte Alexander Nuyken von EY. "Unter den Therapeutika bleiben am Ende drei bis vier Präparate übrig, die angewendet werden." Bei der Suche werde deshalb viel Geld vergeblich investiert, denn es gebe "keine Garantie für einen sicheren und wirksamen Impf- beziehungsweise Wirkstoff".

Dem Sieger in diesem Wettrennen winken nach Einschätzung vieler Branchenkenner indes Milliardengewinne. Dies sieht auch Biotech- und Transaktionsexperte Nuyken ähnlich: Für ein Unternehmen, das am Ende einen Impfstoff habe, würde dies zum "Gamechanger", also zur bahnbrechenden Änderung der Spielregeln, betonte er. An den langfristigen Forschungsplänen der großen Konzerne abseits von Corona dürfte sich laut dem EY-Experten Siegfried Bialojan nichts ändern, wenngleich derzeit die Themen Infektionen und Antibiotika-Resistenzen stärker in den Fokus rückten. Allerdings wirke sich die Pandemie auf das Übernahme- und Fusionsgeschehen in der Branche aus, sagte Nuyken. Viele Deals würden ausgesetzt, denn im Moment herrsche unter Käufern und Verkäufern zu viel Unsicherheit und dadurch auch Uneinigkeit über den Preis.

 

Montag, 15. Juni, 13.33 Uhr: Europa öffnet sich: Webseite gibt Überblick über Regeln in EU-Staaten

Darf ich derzeit nach Italien einreisen? Sind die Restaurants in Frankreich geöffnet? Und welche Corona-Empfehlungen gelten eigentlich in Tschechien? Diese und viele weitere Fragen werden ab sofort auf der Webseite "Re-open EU" der EU-Kommission für jedes der 27 EU-Länder beantwortet. Nach den in der Corona-Krise eingeführten Grenzkontrollen und Einreisebeschränkungen solle sie "eine sichere Wiederaufnahme des Reiseverkehrs und des Tourismus in ganz Europa unterstützen", teilte die Brüsseler Behörde am Montag mit.

Dazu stellt "Re-open EU" Informationen über Grenzverfahren, Verkehrsmittel und den Tourismusbereich in den Staaten bereit. Zudem gibt es Hinweise über Gesundheitsmaßnahmen wie Quarantänepflichten, Abstandsregeln und das Tragen von Gesichtsmasken. Dies soll beim Planen des Urlaubs eine "verantwortungsbewusste und fundierte Entscheidung" ermöglichen. Norwegen, Island, Liechtenstein und die Schweiz, die zwar Mitglied im grenzkontrollfreien Schengenraum, aber nicht in der EU sind, werden auf der Seite nicht geführt. "Re-open EU" beruht auf Informationen der jeweiligen Länder und wird regelmäßig aktualisiert. Nach monatelangen Einschränkungen sind am Montag in vielen EU- und Schengenstaaten die Grenzkontrollen weggefallen. Zugleich hob das Auswärtige Amt die Reisewarnung für 27 europäische Länder auf.

 

Montag, 15. Juni, 13.15 Uhr: Reiseverkehr immer noch weit von der Normalität entfernt - auch am Allgäu Airport

Die Aufhebung der Reisewarnungen des Auswärtigen Amts für 27 europäische Länder hat keinen sofortigen Urlaubsboom zur Folge. Am Münchner Flughafen starten und landen ab dieser Woche zwar mittlerweile täglich wieder etwa 200 Maschinen, darunter 150 Passagierflüge, wie ein Sprecher am Montag sagte. Angeflogen werden auch schon wieder einige Urlaubsziele wie Thessaloniki, Antalya und Lissabon. Doch von der Normalität vor Corona ist der Flugverkehr nach wie vor weit entfernt: Üblich in den Sommermonaten waren am Münchner Flughafen ehedem 1100 bis 1200 Flüge am Tag. Nach wie vor gar nicht angeflogen wird derzeit Ostasien. Der erste Flug in Richtung Fernen Osten ist für den 22. Juni in die südkoreanische Hauptstadt Seoul vorgesehen. Zum 1. Juli wollen viele Fluggesellschaften ihr Angebot aber wieder ausweiten, wie der Sprecher sagte. Dann werden von München aus etwa wieder 90 Flugziele erreichbar sein, zwei Drittel des Vorkrisenangebots.

An den beiden kleineren Flughäfen in Memmingen und Nürnberg sieht es ähnlich aus. In Memmingen startet und landet derzeit nur eine einzige Fluggesellschaft, die ungarische Wizz Air. Die britische Ryan Air will ihren Flugbetrieb in Memmingen zum 1. Juli wieder aufnehmen, wie eine Sprecherin des Allgäuer Flughafens sagte. Auch in Nürnberg läuft der Flugbetrieb zwar wieder, aber nach wie vor stark eingeschränkt. Auch auf den Autobahnen war am Montag von einer schlagartigen Zunahme des Verkehrs nichts zu spüren. Das Verkehrsaufkommen hat aber im Laufe der vergangenen Wochen schon wieder zugenommen, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd sagte. Staus könnte es nach Einschätzung der Polizei möglicherweise ab Mitte bis Ende nächster Woche wieder geben. Denn am 25. Juni beginnen in mehreren anderen Bundesländern die Sommerferien.

 

Montag, 15. Juni, 12.52 Uhr: Bundesregierung beteiligt sich an Impfstoffhersteller Curevac

Die Bundesregierung beteiligt sich mit 300 Millionen Euro an der Firma CureVac, die einen Impfstoff gegen das Coronavirus sucht. Das teilte das Wirtschaftsministerium am Montag mit.

 

Montag, 15. Juni, 12.26 Uhr: Rechteproblem: ARD zeigt in Kritik geratene Wuhan-Doku doch nicht

Eine in die Kritik geratene Dokumentation über die Corona-Pandemie in der chinesischen Stadt Wuhan strahlt die ARD nun doch nicht aus. Der zuständige Südwestrundfunk (SWR) teilte am Montag mit, dass die Doku kurzfristig aus dem Programm des Ersten genommen werde. Eigentlich sollte sie am späten Montagabend ausgestrahlt werden. Der SWR begründete den Schritt mit einem Rechteproblem. In der Mitteilung hieß es: "Wie der SWR erst am gestrigen Sonntag erfahren hat, kann die beauftragte Produktionsfirma dem SWR nicht die erforderlichen Rechte am verwendeten Filmmaterial des China Intercontinental Communication Center (CICC) einräumen. Damit fehlt eine Grundvoraussetzung für die beim SWR gültigen journalistischen Standards für das Verwenden von fremdem Rohmaterial." Weil eine einvernehmliche und für den Sender akzeptable Rechteklärung nicht erreichbar erscheint, "plant der SWR derzeit keine Ausstrahlung". Im Vorfeld hatte es Kritik an der Dokumentation "Wuhan - Chronik eines Ausbruchs" gegeben. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete darüber. Kern der Kritik: Für die Doku wurde Filmmaterial der staatlichen Stelle CICC und somit kein unabhängiges Filmmaterial verwendet. Der SWR verteidigte hingegen das Projekt.

 

Montag, 15. Juni, 12.14 Uhr: Europäischer Außenhandel bricht in Corona-Krise stark ein

Der europäische Außenhandel ist in der Corona-Krise eingebrochen. Im Euroraum sackte der saisonbereinigte Handelsüberschuss mit dem Rest der Welt im April von 25,5 Milliarden Euro im Vormonat auf nur noch 1,2 Milliarden Euro, wie das Statistikamt Eurostat am Montag in Luxemburg mitteilte. Das ist der niedrigste Stand seit Oktober 2011. Die Ausfuhren brachen um 24,5 Prozent ein, die Einfuhren verringerten sich ebenfalls stark um 13,0 Prozent. In der Europäischen Union (EU) fiel die Entwicklung ähnlich aus. Dort ergab sich unter dem Strich sogar ein Defizit im Außenhandel von 1,3 Milliarden Euro. Die Exporte sanken um 23,1 Prozent, die Importe gingen um 9,9 Prozent zurück. Es mussten fast alle Staaten teils drastische Einbrüche auf der Ausfuhrseite und bei den Einfuhren hinnehmen. In Deutschland gingen die Ausfuhren von März auf April um knapp ein Viertel zurück, während die Einfuhren um knapp fünf Prozent sanken.

 

Montag, 15. Juni, 12.00 Uhr: Tunesien erklärt Coronavirus für besiegt

Rund drei Monate nach Ausbruch des Coronavirus hat Tunesien die Pandemie nach eigener Aussage besiegt. "Die Regierung hat einen Sieg gegen die Ausbreitung des Coronavirus eingefahren", sagte Ministerpräsident Elyes Fakhfakh in einer Fernsehansprache am späten Sonntagabend. "Das tunesische Volk sollte stolz sein auf seine Errungenschaften und seinen Beitrag zu diesem Erfolg." In dem nordafrikanischen Land, das auch bei Urlaubern aus Europa beliebt ist, wurden zuletzt kaum neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Pandemie haben sich dort knapp 1100 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert, 49 Menschen starben. Am Montag wurde eine seit März geltende landesweite Ausgangssperre aufgehoben. Sämtliche Grenzen sollen wie geplant ab 27. Juni wieder öffnen. Seit 4. Juni sind auch Reisen zwischen tunesischen Städten wieder erlaubt.

 

Montag, 15. Juni, 11.58 Uhr: Schriftliche Abi-Prüfungen für 28.500 Schüler an Bayerns Oberschulen

Für rund 28 500 Abiturienten an Bayerns Beruflichen Oberschulen wird es ernst: Von Donnerstag an müssen sie ihre schriftlichen Abiturprüfungen ablegen. Die Prüfungswoche beginnt mit dem Fach Deutsch, gefolgt von Englisch (Freitag) und Mathematik (22. Juni) sowie dem sogenannten Profilfach (23. Juni), wie das Kultusministerium am Montag in München mitteilte. Der ursprüngliche Termin Ende Mai war aufgrund der durch die Corona-Pandemie notwendig gewordenen Schulschließungen um rund einen Monat nach hinten verlegt worden. Die Prüflinge hätten sich aber nach ihrer Rückkehr in den Unterricht ab dem 27. April gemeinsam mit ihren Lehrern gezielt auf die Prüfungen vorbereiten können. Wegen des Infektionsschutzes besuchten die Schüler seither ausschließlich die Kurse in ihren Fachabitur- und Abiturfächern - in der Regel in geteilten Gruppen. Rund 22.500 junge Menschen in Bayern streben in diesem Jahr die Fachhochschulreife an, die fachgebundene oder allgemeine Hochschulreife rund 6000. Im Erfolgsfall erhalten die Absolventen dann am 29. Juli ihre Zeugnisse. Die Beruflichen Oberschulen in Bayern, die die Fach- (FOS) und Berufsoberschulen (BOS) umfassen, ermöglichen neben den Gymnasien einen Weg zum Hochschulstudium. Die Fachoberschule baut auf einem mittleren Schulabschluss auf, die Berufliche Oberschule zusätzlich auf einer Berufsausbildung oder mehrjährigen Berufserfahrung.

 

Montag, 15. Juni, 11.31 Uhr: Erste "Test-Urlauber" aus Deutschland in Mallorca gelandet

Nach wochenlanger Corona-Pause ist am Montagvormittag erstmals wieder eine Maschine mit Urlaubern aus Deutschland in Mallorca gelandet. Der mit 189 Passagieren voll besetzte Tui-Flug X3 2312 war am Morgen in Düsseldorf gestartet. Seit Montag dürfen zunächst nur Urlauber aus Deutschland wieder auf die Balearen-Inseln Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera reisen. In einem ersten Kontingent sind insgesamt bis zu 10 900 Reisende erlaubt. Deutschland wurde nach Angaben der Regionalregierung ausgewählt, weil von dort die meisten Urlauber nach Spanien kommen und die Pandemie in Deutschland ähnlich gut unter Kontrolle ist wie auf den Balearen. Am Nachmittag sollte ein zweiter Ferienflieger aus Frankfurt ankommen.

Mit dem Pilotprojekt sollen Sicherheitsmaßnahmen gegen Covid-19 getestet werden, die landesweit zum Einsatz kommen, wenn sich ganz Spanien vom 21. Juni an wieder für den Massentourismus aus den Ländern des Schengenraumes öffnet. Wegen sinkender Corona-Zahlen hatte die Regierung die ursprünglich erst für den 1. Juli geplante Grenzöffnung am Vortag um neun Tage vorgezogen.

 

Montag, 15. Juni, 11.29 Uhr: Creditreform befürchtet Insolvenzwelle im 2. Halbjahr

Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform befürchtet wegen des von der Corona-Krise ausgelösten massiven Konjunktureinbruchs eine Insolvenzwelle in der zweiten Jahreshälfte. Mit dem Auslaufen der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht Ende September werde sich die Zahl der Insolvenzanträge deutscher Unternehmen "erheblich erhöhen", prognostizierten die Experten am Montag in Düsseldorf. Im ersten Halbjahr verringerte sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in der Bundesrepublik allerdings im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch einmal um 8,2 Prozent auf 8900 Fälle. Das Insolvenzgeschehen habe sich damit von der tatsächlichen Situation abgekoppelt, betonten die Creditreform-Experten. Hier machten sich vor allem die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen und die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bemerkbar.

Die Insolvenzwelle sei damit aber nur vertagt worden, urteilten die Fachleute. Das Risiko einer deutlichen Verschärfung des Insolvenzgeschehens in der zweiten Jahreshälfte und im kommenden Jahr steige. Kaum einen Effekt der Corona-Krise sieht Creditreform bislang bei den Verbraucherinsolvenzen. Die Zahl der Privatpleiten verringerte sich in den ersten sechs Monaten weiter um 6,4 Prozent auf 30.800. Die schwieriger werdende Situation auf dem Arbeitsmarkt werde sich aber mit Verzögerung auch bei den Verbraucherinsolvenzen bemerkbar machen, prognostizierten die Experten.

 

Montag, 15. Juni, 11.14 Uhr: Reiseverband: 20 Milliarden Euro Umsatzeinbußen bis Ende August

Die Tourismusbranche hat eine schnelle Aufhebung der Reisewarnungen für Nicht-EU-Länder gefordert. Die Öffnung für Reisen innerhalb Europas sei ein erster Schritt. "Jetzt müssen zeitnah weitere Länder außerhalb Europas folgen", sagte Norbert Fiebig, Präsident des Reiseverbandes DRV. Nach Berechnungen des Verbandes führen die Beschränkungen infolge der Corona-Pandemie zu Umsatzeinbußen für Reisebüros und Veranstalter von insgesamt fast 20 Milliarden Euro von Mitte März bis Ende August. Allein die Verlängerung der Reisewarnung für außereuropäische Länder, zu denen beliebte Sommerziele wie die Türkei, aber auch Tunesien und Ägypten gehören, bedeute für Juli und August neun Milliarden Euro Umsatzeinbuße, betonte Fiebig. "Nicht zu vergessen die Rückabwicklungen von weiteren bereits gebuchten Reisen, die jetzt durch die Verlängerung der Reisewarnung für insgesamt 160 Länder notwendig werden." Seit Montag um Mitternacht warnt das Auswärtige Amt auf seiner Internetseite nicht mehr vor Reisen in 27 europäische Länder. Dazu zählen Haupturlaubsländer der Deutschen wie Italien, Österreich, Griechenland, Frankreich und Kroatien. Gleichzeitig fielen die letzten Kontrollen an den deutschen Grenzen zu den Nachbarländern.

 

Montag, 15. Juni, 11.03 Uhr: Gesundheitsamt-Chef Zapf: Sind bei Corona noch nicht über den Berg

Trotz Lockerungen bei den Anti-Corona-Maßnahmen gibt der Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) keine Entwarnung. "Die Pandemie ist noch nicht vorbei", sagte Andreas Zapf in einem Interview, das mehrere Medien am Montag veröffentlichten. "Daher ist es wichtig, dass jeder auch weiterhin die Abstandsregeln, die Maskenpflicht und die Husten- und Niesetikette einhält." Auch bei Erkältungssymptomen wie Husten solle man weiter zu Hause bleiben und den Hausarzt anrufen. "Aus epidemiologischer Sicht sind die Lockerungen natürlich mit etwas Bauchschmerzen verbunden, aber der Lockdown hat ja auch weitreichende wirtschaftliche, gesellschaftliche und soziale Folgen", argumentierte Zapf. Das müsse immer in der Gesamtheit betrachtet werden.

Zur Frage, ob es eine zweite Infektionswelle geben wird, konnte der LGL-Chef keine Prognose geben. "Aber klar ist, dass wir, und damit meine ich jeden einzelnen von uns, alles versuchen müssen, damit es dazu nicht kommt", antwortete er. Denn noch gebe es keinen Impfstoff und kein wirksames Medikament. "Wir sind noch nicht über den Berg." Er glaube auch nicht an einen Impfstoff noch in diesem Jahr, "obwohl viele Einrichtungen weltweit gerade auf Hochtouren forschen und hier viel Geld investiert wird", sagte Zapf weiter.

 

Montag, 15. Juni, 10.59 Uhr: ZEW: Jeder dritte Kurzarbeiter hat Angst um seinen Job

Die Beschäftigten in Deutschland halten ihre Arbeitsplätze trotz der Corona-Krise nach Angaben der Ökonomen des Mannheimer ZEW großteils für sicher. Unter Kurzarbeitern wächst allerdings die Angst vor dem Jobverlust, wie aus einer am Montag veröffentlichten Untersuchung des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hervorgeht. Das ZEW befragt wöchentlich rund 3600 Menschen nach ihrem Leben in Zeiten von Corona. In der Gruppe von Beschäftigten in Kurzarbeit hält etwa ein Drittel der Befragten den eigenen Arbeitsplatz für "akut gefährdet". "Das Instrument der Kurzarbeit wird von den Betroffenen längst nicht mehr als zuverlässiger Schutz gegen Arbeitslosigkeit betrachtet", sagte Friedrich Heinemann, Co-Autor der Studie. Noch Pessimistischer sind laut ZEW diejenigen, die bereits ohne Lohn freigestellt wurden. Von ihnen glaube mit 26,9 Prozent nur noch gut jeder Vierte, dass der Arbeitsplatz die Krise überleben werde. Die große Mehrheit der Arbeitnehmer hält den eigenen Arbeitsplatz den Angaben zufolge jedoch für vergleichsweise sicher: Gaben im Januar noch 92,5 Prozent der Befragten an, ihr Job sei sicher, sind dies jetzt trotz der Schwere der Corona-Krise immer noch 85,1 Prozent. "Insgesamt deuten die trotz massivem Produktionseinbruch im März/April nur mäßig angestiegenen Sorgen um einen Job-Verlust darauf hin, dass die umfassenden Maßnahmen der Politik zur Bekämpfung der ökonomischen Corona-Folgen Vertrauen genießen", heißt es. Die weitaus meisten Menschen rechneten letztlich nur mit vorübergehenden Problemen für ihr Unternehmen und gingen daher von einem Erhalt des eigenen Arbeitsplatzes aus. "Das wachsende subjektive Arbeitslosigkeits-Risiko bei Kurzarbeit signalisiert jedoch, dass dieses in der 2009-er Krise so erfolgreiche Instrument dieses Mal nicht als Allheilmittel betrachtet wird", schreiben die ZEW-Experten.

 

Montag, 15. Juni, 9.54 Uhr: Griechenland öffnet seine Flughäfen - Keine Quarantäne für Deutsche

Griechenland hat am Montag seine zwei wichtigsten Flughäfen für Touristen aus zahlreichen Ländern, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz, geöffnet. Der erste Flug kam in Athen aus dem zyprischen Larnaka an. Am Nachmittag waren Flüge aus Düsseldorf, Frankfurt, München und Zürich geplant, wie der Flughafen Athen mitteilte. Auch der Flughafen von Thessaloniki ist geöffnet worden. Vom 1. Juli an sind auch Flüge aus dem Ausland für alle Regionalflughäfen wieder erlaubt, wie die Regierung mitteilte. Hoteliers in Griechenland setzten sich selbst ein Maximalziel für diese Saison in Zeiten der Corona-Pandemie: "Wir wären zufrieden, wenn wir bis Ende des Jahres 25 Prozent des Einkommens vom Vorjahr erreichen könnten", sagte Christos Pilatakis, ein Hoteldirektor von der Insel Rhodos, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Die Buchungen für die nächsten Monate lagen nach Angaben des Hotelverbandes der Insel Santorin bislang bei 20 bis 25 Prozent der Kapazität der Hotels dieses beliebten Urlaubsziels. Griechenland hat verglichen mit anderen Staaten Europas eine sehr niedrige Infektionsrate. Zahlreiche Einwohner der Inseln, auf denen es kaum Coronavirus-Infektionen gab, stehen vor einem Dilemma. "Einerseits können wir ohne Tourismus nicht überleben, andererseits fürchten wir, dass die Touristen uns das Unheil ins Haus bringen", sagte eine Kellnerin aus Santorin der dpa. Griechenlands Regierung hat angesichts des Neustarts alle Inseln in der Ägäis und im Ionischen Meer mit zusätzlichem medizinischem Personal verstärkt.

 

Montag, 15. Juni, 9.40 Uhr: Erster Ferienflieger von Düsseldorf Richtung Mallorca gestartet

Nach wochenlanger Corona-Pause ist am Montagmorgen vom Düsseldorfer Flughafen erstmals wieder eine Maschine mit Urlaubern gestartet. Tui-Flug X3 2312 zur Mittelmeerinsel Mallorca startete laut Angaben eines Flughafen-Sprechers um 8.55 Uhr - mit 45 Minuten Verspätung. Es habe Verzögerungen beim Catering gegeben. Laut Tui-Angaben war der Flug mit 189 Passagieren voll besetzt. Deutsche Urlauber dürfen seit Montag wieder auf die Balearen-Inseln Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera reisen. In einem ersten Kontingent sind insgesamt bis zu 10 900 Reisende erlaubt. Am Nachmittag sollte ein zweiter Ferienflieger von Frankfurt aus starten. In den vergangenen Wochen hatten die Flughäfen in Deutschland ihren Betrieb nahezu auf null heruntergefahren. Es gab kaum noch Starts und Landungen. Für den Neustart haben die Airports umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen vorbereitet, damit die Passagiere im Vorfeld des Fluges möglichst viel Distanz voneinander halten können.

 

Montag, 15. Juni, 9.33 Uhr: Modekette Hennes & Mauritz brechen wegen Corona die Umsätze weg

Der schwedischen Modekette Hennes & Mauritz (H&M) sind wegen der Corona-Krise im zweiten Geschäftsquartal die Umsätze weggebrochen. Die Erlöse sanken zwischen März und Mai im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um die Hälfte auf 28,66 Milliarden schwedische Kronen (2,7 Milliarden Euro), wie der Konzern am Montag in Stockholm mitteilte. Im Zuge der Pandemie musste der Modekonzern weltweit Filialen schließen. Mitte April waren davon rund 80 Prozent der Läden betroffen. Mittlerweile seien es nur noch 18 Prozent, hieß es. Bereits Anfang April hatte der Konzern angekündigt, dass er für das zweite Quartal einen Verlust erwartet. Den vollständigen Halbjahresbericht veröffentlicht das Unternehmen Ende Juni.

 

Montag, 15. Juni, 8.40 Uhr: Ein Lexikon zur Corona-Krise

Neue Begriffe wie "Covidioten", "Öffnungsdiskussionsorgien" und "Superspreader" sind in den letzten 100 Tagen aufgetaucht. Zeit für ein zusammenfassendes ABC nach drei Monaten Corona-Krise - von Autokino bis Zoom.

Montag, 15. Juni, 8.29 Uhr: Nach Ausbruch in Peking: China meldet 49 neue Corona-Fälle

In Folge des Coronavirus-Ausbruchs auf einem Großmarkt in Peking ist die Zahl der Covid-19-Fälle in China weiter gestiegen.

 

Montag, 15. Juni, 8.07 Uhr: Reisen in Europa in Corona-Zeiten ab Montag möglich

Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für 29 europäische Länder aufgehoben. Darunter sind 25 Partnerländer Deutschlands in der Europäischen Union sowie Großbritannien, Island, die Schweiz und Liechtenstein. Für Spanien und Norwegen werden die Warnungen erst später aufgehoben, weil dort noch Einreisesperren gelten.

 

Montag, 15. Juni, 7.53 Uhr: Corona-Lockerungen in Bayern für Kulturfans und Kinder

In Bayern gelten ab Montag eine Reihe weiterer Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen. Theaterbetriebe, Kinos und Konzertsäle dürfen wieder öffnen - unter Abstands- und Hygieneauflagen. So dürfen sich in geschlossenen Räumen nur bis zu 50 Zuschauer aufhalten, bei Freilichtbühnen sind bis zu 100 Zuschauer erlaubt. Ehepaare oder Familien dürfen zusammensitzen. Nach den Pfingstferien sollen wieder alle Schüler wochenweise in die Schule gehen können. Von Montag an sollen auch die Kinder zurück in die Kindergärten dürfen, die im Schuljahr 2021/22 schulpflichtig werden. Gleiches gilt für Kinder, die vor dem Übergang in den Kindergarten stehen - sie dürfen dann wieder in die Krippe gehen. Damit könnten rund 80 Prozent der Kinder wieder ihre Einrichtungen besuchen. Zum 1. Juli soll das allen möglich sein.

 

Montag, 15. Juni, 7.11 Uhr: Allgäuer Abgeordneter fordert Söder auf, Hotelbereiche weiter zu öffnen

Der Allgäuer Bundestagsabgeordnete Stephan Thomae (FDP) fordert Markus Söder in einem Schreiben auf, den Hotelbetrieben die Möglichkeit einzuräumen, ihre Pool-, Sauna- und Wellnessbereiche wieder für Hotelgäste zur Verfügung zu stellen, wenn hinreichende Infektionsschutzmaßnahmen garantiert werden. Am Verwaltungsgericht Regensburg habe es einen entsprechenden Eilbeschluss gegeben. Was in Regensburg geht, könne „anderen Hotelbetrieben in Bayern nicht gut verwehrt werden“. Hotelbetriebe der gehobenen Kategorie, insbesondere an der Grenze zu Österreich, erlitten derzeit Wettbewerbsnachteile.

 

Montag, 15. Juni, 6.39 Uhr: Die aktuellen Corona-Zahlen im Allgäu

Im Allgäu sind in den vergangenen Wochen 1463 Menschen positiv auf COVID 19 getestet worden: Im Oberallgäu sind es 184 Infektionsfälle, in Kempten 102. Im Ostallgäu gibt es 503 Fälle, in der Stadt Kaufbeuren 111. Im Unterallgäu sind 271 Fälle registriert, in Memmingen 51 sowie im Landkreis Lindau 241. (Quelle: LGL). Die allermeisten Betroffenen sind wieder genesen. 82 Menschen im Allgäu starben im Zusammenhang mit einer nachgewiesenen Corona-Infektion. Wichtig ist der Anteil der Neuinfektionen an der Bevölkerung eines Landkreises. Bayern hat dafür den „Frühwarnwert“ von 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen festgelegt. Dieser liegt im Oberallgäu bei 0,64, in den übrigen Landkreisen und Städten bei 0.

 

Montag, 15. Juni, 6.00 Uhr: EU sichert sich Impfstoff

Guten Morgen! Einen schönen Start in die Woche wünscht das Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande haben einen ersten Vertrag über mindestens 300 Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus geschlossen. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium mit. Die Entwicklung eines Impfstoffs könnte im günstigen Fall schon Ende des Jahres abgeschlossen sein, hieß es aus dem Ministerium. Vertragspartner ist das Pharmaunternehmen AstraZeneca. Dieses nannte eine Größenordnung von „bis zu 400 Millionen Dosen“. Profitieren sollen alle EU-Staaten, die dabei sein wollen. Die Impfdosen würden relativ zur Bevölkerungsgröße aufgeteilt. Weltweit gibt es mehr als 120 Impfstoffprojekte. Möglicherweise könnten viele Anbieter kurz aufeinander Impfstoffe auf den Markt bringen.

 

Sonntag, 14. Juni 20.21 Uhr: Reisewarnung wird für den größten Teil Europas aufgehoben

Nach drei Monaten wird die weltweite Reisewarnung für Touristen am Montag für den größten Teil Europas aufgehoben. Ab Mitternacht wird das Auswärtige Amt auf seiner Internetseite nicht mehr vor Reisen in voraussichtlich 27 Länder warnen. Dazu zählen Haupturlaubsländer der Deutschen wie Italien, Österreich, Griechenland, Frankreich und Kroatien. Gleichzeitig fallen am Montag die letzten noch verbliebenen Kontrollen wegen der Corona-Pandemie an den deutschen Grenzen weg.

Der Reiseverkehr innerhalb Europas normalisiert sich damit weiter, aber auch noch nicht so ganz. So müssen vier Länder der Europäischen Union und des grenzkontrollfreien Schengen-Raums auf die Aufhebung der am 17. März verhängten Reisewarnung noch warten. Darunter ist das beliebteste Ferienziel der Deutschen: Spanien. Dort besteht genauso wie in Finnland und Norwegen noch eine Einreisesperre für Deutsche. Für ein EU-Land soll die Reisewarnung wegen einer noch zu großen Zahl von Neuinfektionen aufrecht erhalten werden: Schweden, wo es deutlich weniger Einschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie gab als in den anderen EU-Ländern.

 

Sonntag, 14. Juni, 16.19 Uhr: Alle wichtigen Infos zum Start der Corona-App

Die Smartphone-App, die Nutzer nach einem Kontakt mit einem Corona-Infizierten vor einer möglichen Ansteckung warnen soll, hat eine ganze Weile auf sich warten lassen. Nun steht der Start am Dienstag unmittelbar bevor. Wir haben die Antworten auf alle wichtigen Fragen zusammengestellt.

Sonntag, 14. Juni, 11.50 Uhr: Offizielle Corona-Warn-App startet am Dienstag

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes wird am Dienstag vorgestellt und freigeschaltet. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag in Berlin. Letzte Tests seien gut verlaufen, hieß es.

Mit der App sollen die Corona-Infektionsketten besser erkannt werden. Sie soll dafür sorgen, dass bei einer Lockerung für das öffentliche Leben die Ausbreitung des Coronavirus nicht wieder stark zunimmt.

Bei der App wurde ein mehrstufiges Datenschutzkonzept umgesetzt. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber lobte es als "datenschutzfreundliche Lösung". Grüne und Linke hatte darüber hinaus eine eigene gesetzliche Grundlage für die App gefordert, um Diskriminierungen bei Alltagsgeschäften für Menschen zu verhindern, die die App nicht einsetzen wollen.

 

Sonntag, 14. Juni, 11.40 Uhr: Bieten zugelassene Lebendimpfstoffe Kreuzschutz vor Covid-19?

Weltweit wird intensiv nach einem Impfstoff geforscht, der gezielt vor dem Coronavirus Sars-CoV-2 schützen soll. Bis es den gibt, könnten möglicherweise bereits existierende Lebendimpfstoffe einen gewissen Schutz gegen eine Infektion bieten, glauben Forscher. Denn gerade Lebendimpfstoffe, die funktionsfähige, aber abgeschwächte Erreger enthalten, lösen eine besonders robuste Antwort des Immunsystems aus.

"Bisherige Studien konnten Hinweise erbringen, dass diese Impfstoffe einen Effekt über ihre erregerspezifische Wirkung hinaus haben und den Schutz vor anderen Krankheiten erhöhen können", schreiben die Experten Melanie Brinkmann aus Braunschweig, Eva Kaufmann aus Montreal und Thomas Mertens aus Ulm in einer gemeinsamen Antwort auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Eine solche Stimulierung bewirke langanhaltende Veränderungen in Immunzellen oder deren Vorläuferzellen, die zu einer erhöhten Funktionsbereitschaft der Körperabwehr führten, betont die Immunologin Eva Kaufmann von der McGill University in Montreal.

Ob dies auch einen gewissen Schutz vor dem Coronavirus biete, müssten nun Studien prüfen, betonen die drei Forscher.

 

Sonntag,14. Juni, 09.45 Uhr: Lehrerverband: Lehrer einmal pro Woche auf Coronavirus testen

Wenn die Schulen nach den Sommerferien wie geplant wieder komplett öffnen, sollten Lehrer nach Ansicht des Deutschen Lehrerverbandes einmal pro Woche auf das Coronavirus getestet werden. "Wir setzen auf regelmäßige wöchentliche Tests von Lehrkräften, auch wenn keine Krankheitssymptome vorliegen", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der Deutschen Presse-Agentur.

Forderungen nach Tests für Lehrer und auch Schüler hatten verschiedene Verbandsvertreter aus dem Bildungsbereich bereits gestellt. In den Bundesländern gibt es unterschiedliche Pläne. So will beispielsweise Brandenburg Lehrkräften und Kitapersonal anbieten, sich für zunächst drei Monate alle zwei Wochen testen zu lassen. Andere Länder planen stichprobenartige Tests.

Ob Stichproben genügten, hänge vom Infektionsgeschehen im jeweiligen Bundesland ab, sagte Meidinger. Als "absolut wichtig und sinnvoll" bezeichnete er Pläne Schleswig-Holsteins, spezielle Einsatzteams bereitzustellen, die im Falle von Coronainfektionen an Schulen "ganz schnell alle Kontaktpersonen testen". "Ziel sollte das frühzeitige Erkennen von Superspreading-Ereignissen sein", wie es das bereits an Schulen in Frankreich oder Israel gegeben habe.

 

Sonntag, 14. Juni, 09 Uhr: Trendforscher sieht bleibende Verhaltensänderungen durch Corona

Die Corona-Pandemie hat neue Verhaltensweisen hervorgebracht, die nach Experteneinschätzung vielfach von Dauer sein werden. "Diese Krise ist ja nicht nur ein kurzer Einbruch", sagte Trendforscher Matthias Horx der Deutschen Presse-Agentur. Sie habe uns im Alltagsleben zu anderen Dingen gezwungen, "die wir dann aber vielleicht sogar ganz interessant fanden". Bei einem Teil der Menschen erwartete Horx bleibende Veränderungen in ihrem Verhalten. "Wir haben ja auch geübt: Wir haben zum Beispiel mehrere Monate lang anders kommuniziert. Wenn man Dinge übt, dann behält man sie auch bei."

Die Krise mit ihren Ein- und Beschränkungen habe viele Menschen auf sich selbst zurückgeworfen und eine "Erfahrung der Selbstbegegnung" ausgelöst, sagte Horx weiter. Dazu gehöre auch, über eigene Werte nachzudenken: "Was ist wichtig für mich im Leben? Auf was möchte ich in Zukunft weiter verzichten?"

Viele Menschen merkten, dass sie ihr Konsum- und Kommunikationsverhalten gerne verändern möchten. "Nicht alle werden das schaffen, aber ein Teil eben doch." Horx ist der Gründer des "Zukunftsinstituts" mit Standorten in Frankfurt am Main und in Wien.

 

Sonntag, 14. Juni, 08.20 Uhr: 247 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 247 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 186.269 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Sonntagmorgen meldete (Datenstand 14.6. 0 Uhr).

8.787 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 6 im Vergleich zum Vortag. Etwa 172.200 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 300 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag knapp über der kritischen Marke von 1,0 bei 1,02 (Datenstand 13.6. 0 Uhr). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Am Vortag hatte er bei 0,87 gelegen.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert (Datenstand 13.6. 0 Uhr) zuletzt bei 1,09 (Vortag: 1,04). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

 

Samstag, 13. Juni, 17.14 Uhr: Erst knapp jede dritte Schutzmaske in Deutschland eingetroffen

Von den gut zwei Milliarden von der Bundesregierung gekauften Schutzmasken sind erst rund 600 Millionen in Deutschland eingetroffen. Das habe das Gesundheitsministerium auf Anfrage mitgeteilt, berichtet die "Welt". Auch von diesen 600 Millionen Masken sei ein Teil noch nicht an die Empfänger - die Bundesländer sowie Kassenärztliche und Kassenzahnärztliche Vereinigungen - ausgeliefert worden. "Ein größerer Teil" befinde sich noch in der Qualitätsprüfung in Depots des Bundes. Rund 1,5 Milliarden Masken müssten bis zum Herbst noch, überwiegend aus China, angeliefert werden. Das Bundesgesundheitsministerium betonte, dass es aktuell keine Engpässe gebe. "Es gibt momentan genug Masken", sagte ein Sprecher.

 

Samstag, 13. Juni, 12.17 Uhr: Arbeitsminister erwartet im Jahresschnitt zwei Millionen Kurzarbeiter

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) rechnet im Jahresverlauf mit einem deutlichen Rückgang der Kurzarbeit. Mit den Lockerungen der Corona-Beschränkungen "kehren Menschen auch zurück, mit den wirtschaftsfördernden, ankurbelnden Maßnahmen geht es auch wieder los, so dass wir im Jahresschnitt nicht bei sieben Millionen sein werden", sagte Heil im Deutschlandfunk. "Wahrscheinlich bei zwei, zweieinhalb Millionen, das ist immer noch eine atemberaubende Zahl. In der Finanzkrise 2008/2009 waren es ja ungefähr 1,3 Millionen" Beschäftigte in Kurzarbeit, fügte er hinzu. Die Ausgaben für die Kurzarbeit in der Corona-Krise seien gut angelegtes Geld, um das Land aus der schwierigen Situation zu führen.

Samstag, 13. Juni, 11.15 Uhr: Prüffirma TÜV-IT: Corona-Warn-App ist stabil und sicher

Die für kommende Woche erwartete Corona-Warn-App des Bundes wird nach Einschätzung des IT-Dienstleisters TÜV Informationstechnik stabil und sicher laufen, ohne die Anwender auszuspionieren. Das habe eine Prüfung der App ergeben, die man im Auftrag des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unternommen habe, sagte TÜV-IT-Chef Dirk Kretzschmar am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

Bei der Überprüfung der App habe man auch kontrolliert, ob Unbefugte Daten abgreifen könnten. "Das ist nicht der Fall. Die Anwender müssen keine Angst vor Überwachung haben." Die Entwickler von SAP und T-Systems hätten auch sichergestellt, dass niemand über die App Zugriff auf andere Daten bekomme.

Frühe Versionen der App seien noch instabil gewesen, sagte Kretzschmar. "Die Tester hatten zum Schluss aber ein sehr positives Bild, weil inzwischen alles sehr stabil läuft. Sie waren auch ziemlich begeistert davon, wie schnell und in welcher Qualität die Entwickler auf noch entdeckte Schwachstellen reagiert haben."

Bei dem Prüfprozess habe man sich auch intensiv mit der Frage beschäftigt, wie in der App die Eingabe einer Infektion abgesichert werden solle. Diese erfolgt über einen QR-Code aus dem Testlabor oder mit Hilfe einer TAN, die der Betroffene von einer Telefon-Hotline erhält. Hier sei es zum Beispiel darum gegangen, ein sicheres Verfahren anzuwenden, bei dem die TAN nicht leicht erraten oder die Status-Eingabe durch einen "Brute-Force-Anfgriff" durch massenhafte Eingaben erzwungen werden kann.

Die offizielle deutsche App setzt auf den Smartphone-Schnittstellen von Apple und Google auf und wurde von SAP und der Deutschen Telekom entwickelt. Die App soll helfen, Ansteckungen nachzuverfolgen und Infektionsketten frühzeitig zu unterbrachen. Die App erfasst, welche Smartphones einander nahegekommen sind - und warnt dann Nutzer, wenn sich herausstellt, dass sie sich neben infizierten Personen aufgehalten haben.

 

Samstag, 13. Juni, 10.45 Uhr: Luftverkehr kommt nur langsam wieder in Gang

Trotz wegfallender Reisewarnungen ist am Himmel über Deutschland noch wenig los. Verglichen mit dem Juni 2019 bieten die Fluggesellschaften nach Branchenangaben im Laufe dieses Monats 14 bis 15 Prozent der üblichen Sitzplatzkapazität an. "Das ist ein mutiges Angebot der Unternehmen und wir hoffen, dass die Buchungen entsprechend ansteigen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, Matthias von Randow, der Deutschen Presse-Agentur. Die Nachfrage werde nur schrittweise wieder zunehmen. Deshalb müsse auch die pauschale Reisewarnung für Nicht-EU-Staaten aufgehoben werden.

Wie der Allgäu Airport in Memmingen nach der langen Corona-Pause im Sommer 2020 wieder durchstarten will, lesen Sie hier exklusiv mit AZ Plus.

 

Samstag, 13. Juni, 10.18 Uhr: 348 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 348 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 186.022 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Samstagmorgen meldete (Datenstand 13.6. 0 Uhr).

8.781 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 18 im Vergleich zum Vortag. Etwa 171.900 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 300 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, liegt weiter unter der kritischen Marke von 1,0 bei nun 0,87 (Datenstand 12.6. 0 Uhr). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Am Vortag hatte er bei 0,88 gelegen.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert (Datenstand 12.6. 0 Uhr) zuletzt bei 1,04 (Vortag: 0,99). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

 

Samstag, 13. Juni, 9 Uhr: Corona-Koller: Nächster Ausflüger-Ansturm im Allgäu erwartet

„Die Flut hat eingesetzt“: So beschrieb Polizeipräsidiums-Sprecher Dominic Geißler am Freitag die Lage an einigen touristischen Hotspots in der Region. Weil wegen der Corona-Pandemie derzeit kaum einer Urlaub im Ausland macht, sind die schönen Plätze, Seen und Berge im Allgäu ein noch attraktiveres Ziel für Urlauber und Tagesausflügler als ohnehin schon. Auch am heutigen Samstag wird wegen des (noch) guten Wetters wieder mit einem regelrechten Ansturm gerechnet.

Es kann zu Warteschlangen, Staus und überfüllten Parkplätzen kommen. Wo die Lage am Freitag besonders brisant war und worauf sich Polizei und Touristiker im Allgäu einstellen, lesen Sie hier.

 

Samstag, 13. Juni, 07.50 Uhr: Umsatz-Boom bei Schutzmasken - Große Nachfrage treibt Preise

Das Geschäft mit Schutzmasken in der Corona-Kise boomt. Von Januar bis Ende Mai sind Umsätze und Preise von Atem- und Mundschutz rasant gestiegen, wie aus Daten des Marktforschungsunternehmens Nielsen hervorgeht. Den stärksten Umsatzzuwachs mit nahezu 14.200 Prozent gab es demnach beim Verkauf im Großhandel. Der Preis pro Schutzmaske erhöhte sich dort im Schnitt um rund 509 Prozent. Auch die Lebensmittel- und Drogeriemärkte verzeichneten mit knapp 8.000 Prozent ein starkes Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei Preiserhöhungen um etwa 254 Prozent.

"Schutzmasken sind in Windeseile aus der Nische für spezielle Anwendungsfälle zum neuen Alltagsprodukt geworden", sagte Bettina Arleth, Handels-Expertin bei Nielsen, der Deutschen Presse-Agentur. Grund für das enorme Plus sei die Verfügbarkeit im April, aber auch der Preisanstieg durch die hohe Nachfrage. Der Mundschutz sei bis zur Corona-Pandemie vor allem von staubgeplagten Handwerkern oder im medizinischen Bereich genutzt worden - heute sehe die Welt ganz anders aus, sagte Arleth.

Die geringste Umsatzsteigerung gab es bei Baumärkten (plus 99,3 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank hier der Durchschnittspreis sogar (minus 46,4 Prozent). Das hat laut Nielsen vor allem mit der Erweiterung des Sortiments um einfachere und damit günstigere Schutzmasken zu tun. Dadurch verringerte sich der durchschnittliche Einzelpreis.

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Viehscheid 2019: Die schönsten Fotos aus dem Allgäu

Samstag, 13. Juni, 07.15 Uhr: Bundesliga-Ersatzspieler, vierter Offizieller: Ohne Mundschutz am Spielfeldrand

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Wir starten in ein Wochenende, in dem zumindest am Samstag wieder reger Ausflugsverkehr im Allgäu zu erwarten ist. Für Fußballfans steht am Samstag die Frage im Vordergrund, ob der FC Bayern München schon heute zum achten Mal in Folge Deutscher Meister wird. Passend dazu: Erstmals in der Corona-Krise haben am Freitagabend in der Fußball-Bundesliga die Ersatzspieler, Assistenztrainer und der vierte Offizielle am Spielfeldrand ohne Mundschutz ihren Platz eingenommen. Dies entspricht dem diese Woche angepassten Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL), was von den Beteiligten der Partie TSG 1899 Hoffenheim gegen RB Leipzig (0:2) in Sinsheim prompt umgesetzt wurde.

Die Vorgabe gilt, "sobald sie ihren Sitzplatz im Abstand von mindestens 1,5 Metern zur nächsten Person eingenommen haben" und sie genauso wie Spieler, Trainer und Betreuerstab regelmäßig auf Covid-19 getestet werden. Die Befreiung von der Maskenpflicht gilt für Club-Personal in der technischen Zone und den vierten Offiziellen.

Wir informieren Sie an dieser Stelle auch heute über die Corona-Lage im Allgäu, Deutschland und der Welt.

 

Freitag, 12. Juni, 22.10 Uhr: Das Wichtigste des Tages

  • Das Bundeskabinett hat am Freitag die Senkung der Mehrwertsteuer und eine Bonuszahlung für jedes Kind in der Corona-Krise beschlossen.
  • Die FDP fordert Aufhebung der epidemischen Lage in Deutschland.
  • Der Frühwarnwert für Corona-Neuinfektionen liegt im Oberallgäu derzeit bei 1,29, in allen den anderen Allgäuer Landkreisen und Städten bei 0.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend und eine gute Nacht. Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung ist auch am Samstag wieder für Sie da.

 

Freitag, 12. Juni, 21.30 Uhr: Ab Dienstag keine Kontrollen mehr an Grenze zu Frankreich

Die Zeit der Grenzkontrollen bei der Einreise aus Frankreich ist am Dienstag vorbei: "Mit Ablauf des Montags enden die Kontrollen", sagte der Sprecher der Bundespolizei am Freitag im saarländischen Bexbach. Die Präsidenten der Bundespolizeidirektionen hätten sich am Freitag in einer Telefonkonferenz darüber abgestimmt. Bundesinnenminister Horst Seehofer hatte zuvor das Ende der Grenzkontrollen an den deutschen Landesgrenzen angekündigt.

"Wir sind sehr erleichtert, dass die Kontrollen zu Ende gehen", sagte der Bundespolizei-Sprecher. "Das bedeutet wieder ein Stück mehr Normalität." Über das Wochenende sollten die Kontrollen, die seit rund einem Monat nur noch stichprobenartig stattfinden, auslaufen. In den beiden Monaten davor - also vom 16. März bis zum 16. Mai - hatte es dagegen systematische Kontrollen an der Grenze zu Frankreich, und auch zu Luxemburg, an überwachten Übergängen gegeben.

Etliche, vor allem kleine Übergänge waren in dieser Zeit gesperrt gewesen. Mit den Grenzkontrollen sollte die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden. Einreisen durfte nur, wer einen triftigen Grund nachweisen konnte. Die Kontrollen bei der Einreise aus Luxemburg waren bereits am 16. Mai komplett weggefallen.

 

Freitag, 12. Juni, 20 Uhr: FDP fordert Aufhebung der epidemischen Lage in Deutschland

Die FDP-Bundestagsfraktion fordert angesichts gesunkener Infektionszahlen die Aufhebung der epidemischen Lage in Deutschland. "Wenn in sieben Bundesländern nur noch eine zweistellige Anzahl aktiver Corona-Fälle existiert, kann man eine bundesweite Notlage schwer begründen, mit der die Parlamentsrechte eingeschränkt werden", sagte der FDP-Innenpolitiker Konstantin Kuhle dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". Der Bundestag sollte schnellstmöglich darüber entscheiden, forderte er.

"Eine Überlastung des Gesundheitssystems liegt nicht mehr vor", argumentierte FDP-Gesundheitspolitikerin Christine Aschenberg-Dugnus. Verschobene Operationen, nicht wahrgenommene Vorsorgeuntersuchungen und Jobängste führten zu Erkrankungen jenseits von Corona. Daher schade "die Aufrechterhaltung der epidemischen Lage mehr als sie nutzt", sagte sie.

Bereits Ende Mai hatte die FDP-Fraktion eine Überprüfung der "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" gefordert. Diese hatte der Bundestag Ende März festgestellt. Das daraufhin beschlossene Gesetz gibt dem Bund für höchstens ein Jahr zusätzliche Kompetenzen, um im Krisenmanagement schneller reagieren zu können.

Zu diesen Kompetenzen zählt, dass das Gesundheitsministerium Vorkehrungen direkt verordnen kann - etwa Meldepflichten für Fahrgäste im grenzüberschreitenden Bahn- und Busverkehr oder Maßnahmen zum Beschaffen von Arzneimitteln und Schutzausrüstung. Der Bundestag kann die "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" auch vor Ende März 2021 wieder aufheben.

 

Freitag, 12. Juni, 17.20 Uhr: Die aktuellen Corona-Kennziffern für die Region

Im Allgäu sind in den vergangenen Wochen 1.463 Menschen positiv auf COVID 19 getestet worden: Im Oberallgäu sind es 184 Infektionsfälle, in Kempten 102. Im Ostallgäu gibt es 503 Fälle, in der Stadt Kaufbeuren 111. Im Unterallgäu sind 271 Fälle registriert, in Memmingen 51 sowie im Landkreis Lindau 241. (Quelle: LGL, Stand Freitagvormittag)

Die allermeisten Betroffenen sind wieder genesen. 82 Menschen im Allgäu starben im Zusammenhang mit einer nachgewiesenen Corona-Infektion.

Wichtig ist der Anteil der Neuinfektionen an der Bevölkerung eines Landkreises. Bayern hat dafür den „Frühwarnwert“ von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den zurückliegenden sieben Tagen festgelegt. Laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit liegt der Wert im Oberallgäu derzeit bei 1,29, in allen den anderen Allgäuer Landkreisen und Städten bei 0.

 

Freitag, 12. Juni, 11.10 Uhr: Kinderbonus wird im September und Oktober ausgezahlt

Der geplante Kinderbonus von 300 Euro soll in zwei Raten zu je 150 Euro im September und Oktober gemeinsam mit dem Kindergeld überwiesen werden. Das sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) am Freitag nach einer außerplanmäßigen Sitzung des Bundeskabinetts in Berlin, bei der wichtige Teile des Konjunkturprogramms auf den Weg gebracht wurden. Das 130-Milliarden-Euro schwere Programm soll die Wirtschaft angesichts der Corona-Krise beleben und den Konsum der Verbraucher ankurbeln. Darunter ist der Kinderbonus und auch die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer. Giffey sprach von einem "guten Tag für Familien". Auch Familien, deren Kinder noch nicht geboren sind, aber noch in diesem Jahr zur Welt kommen, sollen profitieren. Der Kinderbonus werde für alle Kinder gewährt, die 2020 kindergeldberechtigt seien, sagte sie.

Die Kabinettssondersitzung wurde nötig, weil die Mehrwertsteuer bereits am Juli sinken soll und dafür noch die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat nötig ist. Sie legen dafür am 29. Juni ebenfalls Sondersitzungen ein. Vom Kinderbonus profitieren besonders Familien mit geringen Einkommen, weil der Bonus mit dem steuerlichen Kinderfreibetrag verrechnet, nicht aber auf die Grundsicherung angerechnet wird.

 

Freitag, 12. Juni, 8.02 Uhr: Corona-Pause: RKI warnt vor Legionellen-Risiko in Wasseranlagen

Das Robert Koch-Institut (RKI) warnt nach der wochenlangen Schließung von Hotels, Sportanlagen und Schwimmbädern vor einem möglichen Legionellen-Risiko. Bei unsachgemäßer oder fehlender Wartung könne es nach der Corona-Pause zu einem erhöhten Wachstum dieser Bakterien in Trinkwasseranlagen gekommen sein, schreibt das RKI im "Epidemiologischen Bulletin".

Legionellen können bei Menschen Krankheiten auslösen - von grippeartigen Beschwerden bis hin zu schweren Lungenentzündungen. Die Erreger werden häufig durch zerstäubtes Wasser übertragen, etwa in Duschen, Whirlpools, durch Luftbefeuchter oder über Wasserhähne. Betreiber sollten vor einer Wiedereröffnung ihrer Trinkwasseranlagen deshalb einen einwandfreien Betrieb sicherstellen, rät das RKI.

 

Freitag, 12. Juni, 6.00 Uhr: Kabinett will Kinderbonus und Mehrwertsteuer-Senkung beschließen

Einen guten Morgen wünscht das Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Auch heute informieren wir Sie hier über die neueste Entwicklung in Sachen Corona. Die Bundesregierung will heute neue Entlastungen wegen der Corona-Pandemie auf den Weg bringen. Sie betreffen jeden Bundesbürger und sollen den Konsum kräftig ankurbeln. Besonders profitieren Familien mit wenig Geld, die in der Regel einen hohen Anteil ihres Einkommens für den Lebensunterhalt direkt wieder ausgeben müssen. Allerdings gibt es auch Zweifel, ob die Hilfen wirklich wirken, wie sie sollen. Weil einige Maßnahmen schon zum 1. Juli wirken sollen, muss es schnell gehen: Nach der Kabinettsentscheidung sind Sondersitzungen von Bundestag und Bundesrat geplant. Wer wie viel Geld vom Staat bekommen soll, lesen Sie hier.

 

Donnerstag, 11. Juni, 22.10 Uhr: Das Wichtigste des Tages

  • Die EU-Kommision empfiehlt: Alle Grenzkontrollen in der EU sollten bis Montag fallen.
  • Für Schweden bleibt die Reisewarnung aber womöglich bestehen. Das Land verzeichnet mit seinem Corona-Sonderweg weiter viele Neuinfektionen.
  • Wegen der Corona-Krise gibt es in Europa einen starken Rückgang bei Asylanträgen.
  • Schulen, Kitas, Kinos und Konzerte: Ab Montag kommen neue Corona-Lockerungen.
  • Ein Allgäuer Arzt übt heftige Kritik an Corona-Demonstranten: "Die haben den Knall nicht gehört".

Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend und eine gute Nacht. Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung ist auch am Freitag wieder für Sie da.

 

Donnerstag, 11. Juni, 21.10 Uhr: Corona-Impfstoff: EU will sich Zugriff mit Vorverträgen sichern

Erst mit einem Impfstoff gegen das Coronavirus wird das Leben wieder normal, glauben viele Experten. Aber wer kriegt die Mittel, wenn sie zur Verfügung stehen? die EU-Kommission durch Vorverträge raschen Zugriff auf ausreichende Mengen für die EU-Bürger sichern. Das ist Kern einer Impfstoff-Strategie, die EU-Beamte am Donnerstag in Brüssel skizzierten.

Zugleich gab die Kommission bekannt, dass die deutsche Firma Biontech für die Impfstoff-Entwicklung bis zu 100 Millionen Euro als Kredit von der Europäische Investitionsbank bekommen soll.

 

Donnerstag, 11. Juni, 19.40 Uhr Juni: Bergmessen finden unter Auflagen statt

Auch heuer finden im Bistum Augsburg wieder zahlreiche Bergmessen und spirituelle Angebote im Freien statt. Die Außenstelle des Bischöflichen Seelsorgeamtes hat dazu ein Programm zusammengestellt. Die Angebote in den Monaten Juni bis Oktober finden aufgrund der Corona-Krise unter den Regelungen statt, die für Gottesdienste und spirituelle Veranstaltungen im Freien gelten.

Weitere Informationen sind in Kempten unter 0831/6972833-10 oder im Internet unter www.bistum-augsburg.de/bergmessen erhältlich.

 

Donnerstag, 11. Juni, 19.20 Uhr: Starker Rückgang bei Asylanträgen wegen Corona-Krise

Die Corona-Krise hat die Zahl der Asylanträge in Europa auf einen Tiefstand fallen lassen. Wie die EU-Asylagentur Easo am Donnerstag in Valletta, der Hauptstadt Maltas, berichtete, wurden im April nur 8.730 Anträge auf Asyl in der Europäischen Union sowie in Norwegen, Island, Liechtenstein und in der Schweiz registriert. Das sei seit mindestens 2008 der niedrigste Wert. Schon für März hatte die Agentur einen starken Rückgang vermeldet, doch da stellten immer noch rund 35.000 Menschen einen Antrag.

Im Jahr 2019 lag die Zahl der Menschen, die in Europa Schutz beantragten, insgesamt bei etwa 714.000. Als Hintergrund des Rückgangs gelten Einreiseverbote und die verschärften Grenzkontrollen wegen des Coronavirus. Besonders stark gingen die Zahlen im Laufe des Frühjahrs 2020 für die Länder Venezuela und Kolumbien zurück.

 

Donnerstag, 11. Juni, 18.50 Uhr: Die aktuellen Corona-Kennziffern für die Region

Im Allgäu sind in den vergangenen Wochen 1.462 Menschen positiv auf COVID 19 getestet worden: Im Oberallgäu sind es 183 Infektionsfälle, in Kempten 102. Im Ostallgäu gibt es 503 Fälle, in der Stadt Kaufbeuren 111. Im Unterallgäu sind 271 Fälle registriert, in Memmingen 51 sowie im Landkreis Lindau 241. (Quelle: LGL) Die allermeisten Betroffenen sind wieder genesen. 82 Menschen im Allgäu starben im Zusammenhang mit einer nachgewiesenen Corona-Infektion.

 

Donnerstag, 11. Juni, 18.35 Uhr: Reisewarnung für Schweden bleibt möglicherweise bestehen

Die Reisewarnung für Touristen bleibt möglicherweise auch für Schweden über den 15. Juni hinaus bestehen. Das Auswärtige Amt weist auf seiner Internetseite darauf hin, dass das EU-Land derzeit die "Pandemiekriterien" für eine Aufhebung der Warnung nicht erfülle. "Überschreitet ein Land die Neuinfiziertenzahl im Verhältnis zur Bevölkerung von weniger als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner kumulativ in den letzten 7 Tagen, bleibt die Reisewarnung bestehen oder wird wieder ausgesprochen. Dies gilt aktuell für Schweden", heißt es dort.

Bleibt das so, wird die Reisewarnung an diesem Montag nur für 24 der 26 EU-Partnerländer Deutschlands aufgehoben. Spanien - das beliebteste Urlaubsland der Deutschen - wird auch noch nicht dabei sein, weil dort noch eine Einreisesperre für Ausländer bis zum 1. Juli gilt. Außerdem soll die Reisewarnung am Montag für das gerade aus der EU ausgetretene Großbritannien und drei Nicht-EU-Staaten des grenzkontrollfreien Schengenraums aufgehoben werden: Island, Schweiz und Liechtenstein. Für den Schengen-Staat Norwegen wird die Reisewarnung ebenfalls wegen einer Einreisesperre erst später aufgehoben.

Schweden hatte deutlich freizügigere Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie ergriffen als der Rest Europas. Schulen, Restaurants oder Geschäfte wurden beispielsweise nicht geschlossen, das Versammlungsverbot liegt bei maximal 50 Teilnehmern, ein Einreiseverbot gilt lediglich für Menschen außerhalb der EU und der Europäischen Freihandelszone.

Viele im Land hießen den eingeschlagenen Weg zunächst gut, nach und nach mehrte sich jedoch auch die Kritik - vor allem, weil die Infektions- und Todeszahlen pro Einwohner in Schweden im Vergleich zum restlichen Skandinavien und auch zu Deutschland weiter hoch sind.

 

Donnerstag, 11. Juni, 16.55 Uhr: NRW lockert weiter: Größere Feiern erlaubt, Bars öffnen

Nordrhein-Westfalen lockert ab Montag weitere Corona-Beschränkungen. Seit den ersten Lockerungen am 20. April sei die Zahl der Neuinfektionen um mehr als 75 Prozent zurückgegangen, teilte die Düsseldorfer Staatskanzlei am Donnerstag mit. Das erlaube weitere Schritte "in eine verantwortungsvolle Normalität zu gehen".

Private Feste wie Hochzeiten, Taufen oder Geburtstage sind nun mit bis zu 50 Teilnehmern wieder erlaubt. Hygieneregeln und eine Datenerfassung der Gäste bleiben aber Pflicht. Öffentliche Veranstaltungen und Versammlungen sind mit bis zu 100 Personen erlaubt - aber mit 1,5 Metern Mindestabstand und der Rückverfolgbarkeit der Zuschauer und Teilnehmer.

Außerdem können Bars nach den für die übrige Gastronomie geltenden Hygiene- und Infektionsschutzregeln wieder öffnen. Diskotheken und Bordelle bleiben geschlossen. In Theatern, Konzertsälen und anderen Veranstaltungsorten mit festen Sitzplätzen entfällt die Abstandsregel.

Die Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum und die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in bestimmten Bereichen mit Publikums- und Kundenverkehr bleiben aber weiter bestehen.

 

Donnerstag, 11. Juni, 16.07 Uhr: Airbnb fokussiert sich vorerst auf Reisen auf kurze Entfernungen

Der Apartment-Vermittler Airbnb stellt sich darauf ein, dass die Menschen wegen der Corona-Krise noch einige Zeit bevorzugt auf kurze Entfernung verreisen werden. "In den kommenden paar Jahren wird das Reisen anders sein", sagte Mitgründer Nathan Blecharczyk der Deutschen Presse-Agentur. Mit geschlossenen Grenzen und Corona-Vorsichtsmaßnahmen sei derzeit der klare Trend, im eigenen Land und mit dem Auto zu verreisen.

Zugleich komme das Geschäft nach dem Einbruch zu Beginn der Krise wieder kräftig in Gang, betonte Blecharczyk. "Die Erholung war stärker als wir erwartet haben." Die Menschen hätten ein großes Bedürfnis, wieder rauszukommen - "und wir spüren das". So seien in Deutschland in der vergangenen Woche 60 Prozent mehr Unterkünfte im Inland gebucht worden als ein Jahr zuvor. Der Großteil der jüngsten Airbnb-Buchungen sei 80 bis 320 Kilometer vom Wohnort der Nutzer entfernt gewesen. Insgesamt sei es aber noch ein weiter Weg zur Normalität: "Der internationale Reiseverkehr wird noch lange Zeit gehemmt bleiben." Auch bei Geschäftsreisen werde eine Erholung noch auf sich warten lassen.

Airbnb wird deswegen in seiner App Reisen in der näheren Umgebung stärker in den Vordergrund rücken, wie das Unternehmen aus San Francisco am Donnerstag ankündigte. Dazu gehören auch Last-Minute-Deals und Freizeit-Angebote. Für Vermieter wurden mit Experten ausführliche Reinigungs-Empfehlungen ausgearbeitet, um die Sicherheit in der Corona-Zeit zu gewährleisten.

 

Donnerstag, 11. Juni, 15.20 Uhr: Weshalb im Memminger Freibad jetzt im Kreis geschwommen wird

Vor einem halben Jahr hätte das einem noch keiner geglaubt: Im Schwimmerbecken des Freibades in Memmingen muss nun nach speziellen Regeln geschwommen werden: mit mindestens 1,5 Meter Sicherheitsabstand und nur im Kreis. Schilder weisen die Badegäste anschaulich darauf hin.

Bilderstrecke

Corona im Allgäu: Eine Chronologie der Krise in Bildern

Seit dem heutigen Donnerstag hat die Memminger Badeanstalt wieder geöffnet - trotz des durchwachsenen Wetters kamen schon erste Gäste. Ihre Eintrittskarte müssen sie jetzt im Vorfeld online lösen. Wie der Auftakt im Memminger Freibad lief, lesen Sie hier mit AZ Plus.

 

Donnerstag, 11. Juni, 13.30 Uhr: EU-Kommision empfiehlt: Alle Grenzkontrollen in der EU sollten bis Montag fallen

Die in der Corona-Krise eingeführten Grenzkontrollen innerhalb der EU sollten nach Ansicht der EU-Kommission schon bis kommenden Montag aufgehoben werden. Dazu rief EU-Innenkommissarin Ylva Johansson die EU- und Schengenstaaten am Donnerstag in Brüssel auf. Man sei in der guten Situation, dass die pandemische Situation sich in allen Staaten stark verbessert habe, sagte die Schwedin.

 

Donnerstag, 11. Juni, 11.50 Uhr: Polizei löst Party in Kempten auf

Am späten Mittwochabend löste die Kemptener Polizei eine Party in Sankt Mang auf. Mehrere Jugendliche und junge Erwachsene hätten dort, so Polizei, gemeinsam gefeiert und getrunken - mit mehr als zwei Hausständen. Nachdem die Kontaktbeschränkungen noch immer gelten, löste die Polizei die Feier auf und räumte den Platz. Die Party-Teilnehmer bekommen eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz

 

Donnerstag, 11. Juni. 11.30 Uhr: Kind mit Corona infiziert, Kita muss schließen: Wer wird wann getestet?

Nach einem Corona-Fall schließt am Montag eine Kita im Oberallgäu, mehrere Kinder und Erzieherinnen müssen in Quarantäne. Eine wichtige Frage bleibt offen.

 

Donnerstag, 11. Juni, 9.30 Uhr: Schulen, Kitas, Kinos und Konzerte: Neue Corona-Lockerungen ab Montag

Auch für Kulturschaffende ist nun ein Funke Licht am Ende des Corona-Tunnels: Vom 15. Juni an dürfen Theaterbetriebe, Kinos und Konzertsäle wieder öffnen. Dabei müssen sie - wie auch Gastronomie, Hotels, Freibäder und Sportstudios - die inzwischen üblichen Sicherheitsvorkehrungen beachten. Auch bei Kitas und Schulen ändert sich etwas. Alles wichtigen Regeln in unserer Übersicht.

 

Donnerstag, 11. Juni, 8 Uhr: Allgäuer Arzt über Corona-Demos: "Die haben den Knall nicht gehört"

Der Landkreis Lindau vermeldet seit Anfang Mai konstant gute Corona-Zahlen und kaum noch Neuinfektionen. Zuletzt sogar gar keine mehr. Und auch das Gesundheitsnetz Westallgäu fährt die Fieber- und Erkältungssprechstunde langsam zurück, die die Ärzte zusammen mit der Rotkreuzklinik am Krankenhaus Lindenberg eingerichtet haben. Und doch warnt der Allgäuer Mediziner Dr. Franz-Joseph Sauer: "Wir haben die Sache noch nicht überstanden." Was er von der Maskenpflicht und Corona-Demos hält.

 

Donnerstag, 11. Juni, 7 Uhr: 555 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 555 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 185.416 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Donnerstagmorgen meldete (Datenstand 11.6. 0 Uhr).

8755 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 26 im Vergleich zum Vortag. Etwa 171.200 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 400 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, ist wieder unter die kritische Marke von 1,0 gesunken und liegt nun bei 0,86 (Datenstand 10.6. 0 Uhr). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Am Vortag hatte er bei 1,11 gelegen.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert (Datenstand 10.6. 0 Uhr) zuletzt ebenfalls bei 0,86 (Vortag: 0,9). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

 

Mittwoch, 10. Juni, 22.01 Uhr: Das Wichtigste des Tages

  • Der Virologe Hendrik Streeck hat den Lockdown mit seinen gravierenden Folgen kritisiert. Auch die Maskenpflicht hält er kaum für sinnvoll.
  • Im Ostallgäu sind nun freiwillige Corona-Tests möglich - allerdings nur gegen Bezahlung.
  • Die Türkei oder Ägypten bleiben für Pauschalurlauber vorerst weiterhin unerreichbar.
  • In der Reisebranche sorgt die Verlängerung der Reisewarnung für Länder außerhalb der EU für Kritik. Den Schutz von Urlaubern bei Pleiten von Reiseveranstaltern will Berlin verbessern.
  • Ab kommenden Dienstag können EU-Bürger wieder ungehindert nach Deutschland einreisen.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend und eine gute Nacht. Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung ist auch an Fronleichnam wieder für Sie da.

 

Mittwoch, 10. Juni, 21.44 Uhr: Allgäu Airport: Neuer Sommer-Flugplan 2020 - so geht es am Flughafen Memmingen weiter

Flüge ab Memmingen? Gibt's wieder! Nach langer Corona-Pause geht's am Allgäu Airport in Memmingerberg wieder los. Die Ziele am Flughafen Memmingen ab Sommer.

 

Mittwoch, 10. Juni, 21.20 Uhr: Lufthansa: Tausende Stellen stehen auf der Kippe

Bei der Lufthansa stehen Tausende Stellen auf der Kippe. Die Lufthansa bezifferte den rechnerischen Überhang auf 22 000 Vollzeitstellen, wie eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch nach einem Tarifgipfel der Lufthansa mit den Gewerkschaften Vereinigung Cockpit, Ufo und Verdi auf Anfrage sagte. Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo betonte, sie sei bereit, bis zur außerordentlichen Hauptversammlung Ende Juni eine Lösung zu erreichen. Zugleich forderte sie: "Die Mitarbeiter aller Airlines des Konzerns müssen einen Kündigungsschutz bekommen und daran glauben, dass das Management endlich einen gemeinsamen Kurs geht." Ufo zufolge entspricht der rechnerische Überhang 26 000 Arbeitsplätzen.

Die Corona-Pandemie mit den Reisebeschränkungen hatte die Geschäfte der Lufthansa mit Ausnahme der Fracht nahezu zum Erliegen gebracht. Der Konzern benötigt daher staatliche Hilfe. Im Gegenzug für ein neun Milliarden schweres Rettungspaket einschließlich Beteiligung des Bundes an dem Unternehmen muss die Lufthansa 24 Start- und Landerechte an ihren wichtigen Flughäfen in Frankfurt und München an die Konkurrenz abgeben. Die Aktionäre müssen auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 25. Juni noch grünes Licht für Paket geben. Lufthansa-Chef Carsten Spohr will der Hauptversammlung ein Sparkonzept präsentieren. Der Konzern, der im ersten Quartal einen Milliardenverlust eingeflogen hatte, beschäftigt rund 138 000 Mitarbeiter.

 

Mittwoch, 10. Juni, 20.27 Uhr: Saarland beschließt weitere Lockerungen in Corona-Pandemie

Die saarländische Landesregierung hat weitere Beschränkungen im Kampf gegen das Corona-Virus gelockert. Am kommenden Montag, 15. Juni, dürften bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen wieder 50 Personen und unter freiem Himmel bis zu 100 Personen zusammenkommen, wie die Regierung am Mittwochabend in Saarbrücken mitteilte. Voraussetzung sei unter anderem, dass die Adresse notiert und der Mindestabstand von eineinhalb Metern eingehalten werden. Die neue Verordnung gilt bis zum 28. Juni 2020. Gaststätten dürfen demnach wieder rund um die Uhr geöffnet sein. Für den Kurs-, Trainings-, Sport- und Tanzschulbetrieb wurde die Gruppengröße von 10 auf maximal 20 Personen erhöht. Auch Zuschauer seien unter Auflagen wieder zugelassen. Bis zu zehn Chor-Mitglieder dürfen zusammen drinnen proben, wenn sie sich unter anderem an das Abstandsgebot halten. Unter dieser und weiteren Voraussetzungen dürfen auch Saunaanlagen wieder öffnen. Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen im Saarland hatte sich nach Angaben des Gesundheitsministerium am Mittwoch um zwei auf 2748 erhöht. Die Zahl der Todesfälle stieg demnach um einen auf 170 (Stand: 18.00 Uhr).

 

Mittwoch, 10. Juni, 20.00 Uhr: Dänemark öffnet Grenzen für Einwohner Schleswig-Holsteins

Dänemark öffnet seine im Zuge der Corona-Krise geschlossenen Grenzen bald wieder für Einwohner Schleswig-Holsteins. Menschen aus Deutschlands nördlichstem Bundesland könnten ab dem kommenden Montag auch ohne triftigen Grund wieder nach Dänemark einreisen, teilte das dänische Justizministerium am Mittwochabend mit. Man müsse dafür lediglich dokumentieren können, dass man in Schleswig-Holstein wohne. Für Deutsche und Dänen in der Grenzregion sei es ohnehin üblich, sich im Alltag ungehindert über die Grenze bewegen zu dürfen, erklärte Justizminister Nick Hækkerup. Gleichzeitig öffnen sich die Dänen auch stärker für Besuch aus anderen Teilen Europas: Menschen aus anderen EU- und Schengenländern einschließlich Großbritannien können ebenfalls ab dem 15. Juni nach Dänemark einreisen, wenn sie ihren Freund, ihre Freundin sowie Verlobte, Großeltern oder Enkel besuchen wollen. Gleiches gilt für Personen mit Wohnsitz in der EU und in Großbritannien, die ein Ferienhaus in Dänemark besitzen oder nachweisen können, dass sie nur auf der Durchreise zu einem Urlaub in einem anderen Land sind. Diese Regelungen galten bislang nur für Deutsche und Skandinavier.

 

Mittwoch, 10. Juni, 19.40 Uhr: Hintergrund: Wenn sich das Coronavirus in Gemeinschaften einschleicht

Die gute Nachricht - trotz Göttingen, trotz Bremerhaven: Corona-Fälle in einzelnen sozialen Gruppen werden laut Experten wohl nicht zu einer zweiten Welle führen. Die weniger gute: Die Abwehr erfordert trotzdem viel Einsatz, neue Konzepte sind nötig.

 

Mittwoch, 10. Juni, 19.17 Uhr: London lockert Kontaktbeschränkungen weiter

London hebt weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie auf. Zoos, Safari-Parks und Läden in England dürfen von kommendem Montag an wieder öffnen, sagte der britische Premierminister Boris Johnson am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in London. Gotteshäuser können ihre Türen für individuelle Gebete von Gläubigen bereits am Wochenende wieder aufmachen. Abstandsregeln müssten aber weiter eingehalten werden. Zudem können sich künftig auch bestimmte Haushalte zusammenschließen. Großbritannien ist mit mehr als 41.000 Todesfällen bei Menschen, die zuvor positiv auf das Coronavirus getestet wurden, das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land Europas. Die Zahl der Sterbefälle, bei denen die Lungenerkrankung Covid-19 letztlich als Ursache festgestellt wurde, liegt sogar bei mehr als 50.000.

Die Regierung in London steht wegen ihres Umgangs mit der Coronavirus-Pandemie seit Monaten stark in der Kritik. Ihr wird vorgeworfen, zu spät und falsch auf die Pandemie reagiert zu haben. Der Wissenschaftler Neil Ferguson vom Imperial College sagte am Mittwoch in einem Parlamentsausschuss, dass die Hälfte der Todesfälle vermeidbar gewesen wäre, hätte die Regierung die Maßnahmen eine Woche früher verhängt. Für viel Kritik sorgte zuletzt auch die Entscheidung der Regierung, eine 14-tägige Quarantänepflicht für Einreisende zu einzuführen. Damit soll eine zweite Infektionswelle verhindert werden. Doch der Nutzen der Maßnahme wird bezweifelt, da die meisten europäischen Länder weniger Infektionen haben als Großbritannien. Das Auswärtige Amt wird wohl auch weiterhin von Reisen ins Vereinigte Königreich abraten, sagte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch.

 

Mittwoch, 10. Juni, 19.03 Uhr: Bundesverfassungsgericht lehnt Eilantrag gegen Schul- und Kita-Schließungen ab

Das Bundesverfassungsgericht hat einen Eilantrag einer Familie aus Bayern gegen die Schul- und Kita-Schließungen in der Corona-Krise abgewiesen. Die Kläger wiesen zwar nachvollziehbar auf die erheblichen Belastungen ihres Familien- und Berufslebens hin, heißt es in der am Mittwoch veröffentlichen Entscheidung. Angesichts der Gefahren für Leib und Leben müssten die Interessen der betroffenen Eltern und Kinder aber zurücktreten. (Az. 1 BvR 1230/20)

Geklagt hatten die Eltern mit ihren vier Töchtern, von denen drei zur Schule gehen und die jüngste noch in die Kita. Die Eltern arbeiten beide in Vollzeit und teilen sich den Haushalt und die Kinderbetreuung. Sie hatten geltend gemacht, dass sie die Beschränkungen inzwischen für nicht mehr verhältnismäßig halten. Die Mädchen würden dadurch in ihrem grundgesetzlich geschützten Recht auf Bildung und persönliche Entwicklung verletzt. Dabei stehe nicht gesichert fest, ob ein regulärer Schul- und Kita-Betrieb die Infiziertenzahlen tatsächlich wieder steigen lassen würde. Im Eilverfahren wogen die Verfassungsrichter nur die drohenden Nachteile gegeneinander ab. Dabei kommen sie zu dem Ergebnis, dass der sofortige Wegfall sämtlicher Beschränkungen die größeren Risiken berge. Eine Rolle spielte auch, dass der Präsenzunterricht inzwischen stufenweise wiederaufgenommen wird und es Notbetreuungsangebote gibt. Die Familie hatte auch Verfassungsbeschwerde eingelegt. Diese nahmen die Richter nicht an und verwiesen die Kläger an die bayerischen Verwaltungsgerichte. Sie müssten erst den Rechtsweg erschöpfen. Das sei vor allem bei den Schul- und Kita-Schließungen wichtig, weil hier die Bewertungen und Risikoeinschätzungen von Experten von großer Bedeutung für die verfassungsrechtliche Beurteilung seien.

 

Mittwoch, 10. Juni, 18.05 Uhr: 5,8 Millionen Euro Corona-Hilfe für Bayerns Jugendherbergen

Die um ihr Überleben kämpfenden bayerischen Jugendherbergen bekommen etwa 5,8 Millionen Euro Corona-Unterstützung von der Staatsregierung. "Die Jugendherbergen bieten jungen Menschen wertvolle Begegnungsmöglichkeiten und verrichten wichtige Bildungsarbeit", sagte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) am Mittwoch. Durch die Hilfszahlungen aus dem Corona-Programm Soziales der Staatsregierung solle nun die Existenz des Landesverbandes des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) gesichert werden. Die Jugendherbergen dürften Bayern durch die Corona-Pandemie nicht verloren gehen, betonte Trautner. Das Programm sieht außerdem eine Entschädigung in Höhe von bis zu 60 Prozent der entfallenden Einnahmen bis Ende Juli 2020 und weitere Hilfsmaßnahmen vor. Die ersten Jugendherbergen in Bayern haben bereits seit dem Pfingstwochenende ihre Türen wieder geöffnet, bis Ende August sollen alle Jugendherbergen im Freistaat folgen. Wie alle Übernachtungsbetriebe in Bayern waren die Häuser wegen der Corona-Krise gut zehn Wochen geschlossen. Für die Wiedereröffnungen gelten nun umfassende Sicherheits- und Hygienemaßgaben. Mehrbettzimmer werden nur im Rahmen der aktuellen Kontaktbeschränkungen belegt.

 

Mittwoch, 10. Juni, 16.18 Uhr: Vorerst kein Urlaub außerhalb der EU - mehr Schutz bei Pauschalreisen

Kein Sommerurlaub in Antalya oder Hurghada bis Ende August - jedenfalls vorerst: Die Verlängerung der Reisewarnung für Länder außerhalb der Europäischen Union trifft nicht nur Urlauber, sondern auch die in Bedrängnis geratene Tourismuswirtschaft. Der Reiseverband DRV, der eine Pleitewelle befürchtet, kritisierte die Entscheidung der Bundesregierung. Verbraucher sollen nach den Plänen des Kabinetts künftig besser gegen Insolvenzen von Reiseveranstalter abgesichert werden.

Mittwoch, 10. Juni, 14.32 Uhr: "Rock im Park" auch 2021 mit Green Day, Volbeat und System Of A Down

Die in der Corona-Krise abgesagten Zwillingsfestivals "Rock am Ring" und "Rock im Park" wollen ihren Fans 2021 mit denselben Headlinern wie ursprünglich 2020 einheizen. System Of A Down, Green Day und Volbeat würden nun bei der Neuauflage vom 11. bis 13. Juni 2021 am Nürburgring in der Eifel und in Nürnberg erwartet, teilte die Agentur Live Nation am Mittwoch mit. Fans mit Tickets für die abgesagten Zwillingsfestivals könnten diese im Internet auf 2021 übertragen lassen. Die Frist dafür werde wegen "hoher Nachfrage" bis zum 30. Juni verlängert. Fans mit Tagestickets für "Rock im Park" könnten diese von diesem Freitag (12. Juni) an auf 2021 übertragen. Für diese Schritte gebe es ein "Treuepaket". Wer lieber sein Geld zurückhaben wolle, bekomme dafür "Mitte Juni" noch neue Informationen. Live Nation hatte im April die diesjährigen Musikspektakel angesichts des Verbots von Großveranstaltungen wegen des Coronavirus abgesagt: "Für die Veranstalter und ihre Teams, die Künstler und 175 000 Fans, die am ersten Juni-Wochenende 35 Jahre "Rock am Ring" und 25 Jahre "Rock im Park" feiern wollten, ist diese alternativlose Entscheidung natürlich enttäuschend", erklärte das Unternehmen.

 

Mittwoch, 10. Juni, 14.25 Uhr: Karlsruhe verweist Corona-Kläger an die Verwaltungsgerichte

Für die nachträgliche Prüfung der vielen Corona-Verbote sind in erster Linie die Verwaltungsgerichte zuständig. Das stellt das Bundesverfassungsgericht in einem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss klar. Dass die meisten Verbote inzwischen nicht mehr gelten, stehe dem nicht entgegen, teilte das Gericht in Karlsruhe mit. Ein Normenkontrollantrag beim zuständigen Verwaltungsgericht sei dennoch zulässig. (Az. 1 BvR 990/20)

Im konkreten Fall ging es um eine Verfassungsbeschwerde gegen das inzwischen durch Kontaktbeschränkungen abgelöste Ausgangsverbot in Bayern. Bis 5. Mai war dort das Verlassen der eigenen Wohnung ohne triftigen Grund verboten. Die Kläger sahen sich dadurch in ihren Grundrechten auf Handlungs- und Bewegungsfreiheit verletzt. Sie hatten sich direkt an das Bundesverfassungsgericht gewandt. Damit hätten sie nicht den Rechtsweg ausgeschöpft, entschieden die Richter. Weil sich die Kläger gegen Normen einer bayerischen Rechtsverordnung wehrten, hätten sie erst vor den Verwaltungsgerichten klagen müssen. Dass der Bayerische Verwaltungsgerichtshof einen Eilantrag anderer Kläger gegen das Ausgangsverbot abgewiesen habe, mache das nicht entbehrlich, heißt es in dem Beschluss. Zur Rechtmäßigkeit der Corona-Verbote gebe es noch keine gefestigte ober- und höchstgerichtliche Rechtsprechung. Es sei deshalb nicht gesagt, dass man auch im Hauptsacheverfahren keine Aussicht auf Erfolg habe.

 

Mittwoch, 10. Juni, 13 Uhr: Wegen Corona: So viel Bußgeld hat der Landkreis Lindau schon eingenommen

Das Landratsamt in Lindau hat knapp 550 Corona-Anzeigen bearbeitet. Die Behörde hat knapp 250 rechtskräftige Bescheide erlassen. Besonders im Eistobel wurde wurde der Mindestabstand nicht eingehalten. Welche Verstöße besonders häufig sind und wie die Polizei im Westallgäu kontrolliert. (AZ Plus)

 

Mittwoch, 10. Juni, 10.50 Uhr: Grenzkontrollen werden beendet - EU-Bürger dürfen wieder einreisen

Vom kommenden Dienstag an soll an den deutschen Landesgrenzen wieder weitgehend Normalbetrieb herrschen. EU-Bürger können dann wieder ungehindert, ohne Kontrollen und ohne Quarantäne-Vorschriften einreisen - von wenigen Ausnahmen abgesehen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) unterrichtete am Mittwoch das Bundeskabinett über die geplanten Änderungen.

In fast allen Bundesländern besteht allerdings aufgrund einer Landesverordnung eine Verpflichtung zur Quarantäne bei Einreisen aus EU-Staaten, die eine Zahl von Neu-Infizierten von mehr als 50 Fällen pro 100 000 Einwohner aufweisen - kumulativ in den letzten sieben Tagen. Dies ist seit der vergangenen Woche in Schweden der Fall. Eine Ausnahme bilden dabei nur Brandenburg und Nordrhein-Westfalen.

Seehofer hatte Mitte März zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland strenge Einreisebeschränkungen verhängt und Grenzkontrollen angeordnet. Auch EU-Ausländer durften seither einreisen, wenn sie in Deutschland arbeiten oder einen anderen triftigen Grund vorweisen konnten.

Schilder weisen die Badegäste an, wie sie im Schwimmerbecken im Freibad
Schilder weisen die Badegäste an, wie sie im Schwimmerbecken im Freibad "richtig" schwimmen.
Bild: Manuela Frieß/Pressestelle Stadt Memmingen

 

Mittwoch, 10. Juni, 8.30 Uhr: Freiwillige Corona-Tests im Ostallgäu möglich - gegen Bezahlung

Wer sich freiwillig einem Corona-Test unterziehen will, muss zur Teststation nach Kaufbeuren fahren. Dann kann sich jeder testen lassen - aber das kostet. „Die Anmeldung erfolgt über den Hausarzt. Bei symptomatischen Patienten ist der Test eine Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung. Bei asymptomatischen Patienten – zum Beispiel für eine Auslandsreise – ist es eine Selbstzahlerleistung“, erläutert Versorgungsarzt Dr. Gregor Blumtritt.

 

Mittwoch, 10. Juni, 7.10 Uhr: Top-Virologe: Deutscher Corona-Lockdown war womöglich nicht nötig

Der Forscher Hendrik Streeck hat den Lockdown mit seinen gravierenden Folgen kritisiert. Auch die Maskenpflicht hält er kaum für sinnvoll. Nach dem Verbot von Großveranstaltungen seien die Infektionszahlen bereits gesunken. "Die weiteren Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen hätte ich dann vom tatsächlichen Verlauf abhängig gemacht, auch um zu sehen, wie die einzelnen Beschränkungen wirken und ob zusätzliche Schritte wirklich nötig sind", sagte der Direktor des Instituts für Virologie der Universitätsklinik Bonn im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

Stattdessen sei Deutschland "zu schnell in den Lockdown gegangen", weil neben der Sorge um die Kapazität der Krankenhäuser "ein gewisser Druck in der Öffentlichkeit" bestand. Die Hintergründe.

 

Mittwoch, 10. Juni, 6.40 Uhr: Corona-Tests auch ohne akute Symptome möglich

Im Kampf gegen das Coronavirus sind jetzt auch Tests ohne akute Krankheitsanzeichen auf breiter Front möglich – besonders in sensiblen Bereichen wie Kliniken, Pflegeheimen, Schulen und Kitas. Eine Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn legt dafür eine Reihe zusätzlicher Testmöglichkeiten auf Kassenkosten fest.

Dies zielt auch auf die freiwillige Corona-Warn-App für Smartphones ab, die Nutzer über enge Kontakte zu Infizierten informiert. Weitere Laborkapazitäten für eine deutliche Ausweitung der Tests sind vorhanden. Auch am Geld solle es nicht scheitern, sagte Spahn. „Es ist viel teurer, zu wenig zu testen als zu viel zu testen.“

 

Mittwoch, 10. Juni, 6.15 Uhr: Brasilien veröffentlicht wieder alle Corona-Zahlen

Einer Entscheidung des Obersten Gerichts folgend, gibt Brasiliens Regierung wieder die Zahlen der Corona-Fälle komplett und online preis. Auf der Website des Gesundheitsministeriums für Corona-Statistiken wurden am Dienstagabend (Ortszeit) sowohl die in den vorherigen 24 Stunden neu registrierten Zahlen von Infizierten und Todesopfern als auch die jeweiligen Gesamtzahlen bekanntgegeben, wie dies ein Richter am Montag verfügt hatte.

Seit dem Wochenende waren täglich nur noch die in den vorherigen 24 Stunden neu registrierten Zahlen veröffentlicht worden. Nachdem an mehreren Tagen hintereinander Negativ-Rekorde bei der Zahl der Corona-Toten registriert worden waren, hatte die Regierung schon in der vergangenen Woche begonnen, die Corona-Zahlen statt um 19 Uhr um 22 Uhr zu veröffentlichen. Damit kamen sie erst nach Ende der am meisten geschauten Nachrichtensendung des Landes. Gesundheitsexperten, Parlamentarier und Juristen kritisierten die Änderungen scharf.

 

Dienstag, 9. Juni, 21.55 Uhr: Das Wichtigste des Tages

  • Corona trifft die Wirtschaft: Deutschlands Exporte brechen um über 30 Prozent ein.
  • Im Allgäu sind derzeit 16 Personen akut mit dem Coronavirus infiziert.
  • Im südlichen Oberallgäu wurde ein Kita-Kind positiv auf das Coronavirus getestet. Die Einrichtung wurde vorerst geschlossen.
  • Thüringen hebt am 13. Juni die Kontaktbeschränkungen auf - es gelten dann Empfehlungen
  • Vorerst soll es in Bayern keine weiteren Lockerungen für Tourismus und Handel geben.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend und eine gute Nacht. Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung ist auch am Mittwoch wieder für Sie da.

 

Dienstag, 9. Juni, 20.10 Uhr: Reisewarnung für mehr als 160 Länder außerhalb der EU bis Ende August

Die Bundesregierung will die Reisewarnung für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union bis zum 31. August verlängern. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen aber Ausnahmen für einzelne Länder gemacht werden können, die bestimmte Kriterien erfüllen. Zuvor hatte der "Spiegel" darüber berichtet. Mehr dazu lesen Sie bei uns hier.

Für 29 europäische Länder hatte die Regierung die Aufhebung der Reisewarnung ab dem 15. Juni wie berichtet beschlossen.

 

Dienstag, 9. Juni, 19.40 Uhr: Die aktuellen Corona-Kennziffern für die Region

Im Allgäu sind derzeit 16 Personen akut mit dem Coronavirus infiziert (ausgenommen Kreis Lindau). Das geht aus den Zahlen der Behörden hervor. Wichtig ist der Anteil der Neuinfektionen an der Bevölkerung eines Landkreises. Bayern hat dafür den „Frühwarnwert“ von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den zurückliegenden sieben Tagen festgelegt. Wird diese Marke erreicht, müssen die Kreise das Gesundheitsministerium über Beschränkungen informieren.

Laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Stand Dienstag) liegt der Wert im Oberallgäu bei 0,64. Alle anderen Kreise und Städte: 0.

 

Dienstag, 9. Juni, 17.50 Uhr: Südtirol lockert weiter Anti-Corona-Maßnahmen

Südtirol lockert weiter die Maßnahmen gegen das Coronavirus. Mund-Nasenschutz muss man in der italienischen Urlaubsregion nun nur noch tragen, wenn man keinen Ein-Meter-Abstand halten kann, wie die Landesverwaltung der Autonomen Provinz Bozen am Dienstag mitteilte. Die Abstandsregel von einem Meter gilt im Freien und in geschlossenen Räumen.

Nun können auch Naturbadeteiche, Thermalbäder, Kinderbecken und Hallenbäder wieder öffnen. Saunen und Dampfbäder dürfen wieder besucht werden, allerdings nur von Menschen aus dem gleichen Haushalt oder des selben Hotelzimmers.

In Hotels soll es sogenannte Covid-Protected-Areas geben. In diese dürfen nur Besucher, die vorher negativ auf das Virus getestet worden seien. Die Provinz bietet dazu Tests an. In diesen Schutzzonen dürfen sich die Menschen dann zum Beispiel auch wieder an Buffets bedienen.

Südtirol ist ein beliebtes Urlaubsziel auch für viele Deutsche. Die Zahl der Infektionen ist seit langem rückläufig, insgesamt waren es bisher etwa 2.600 gemeldete Fälle.

 

Dienstag, 9. Juni, 16.30 Uhr: Kartellamt erlaubt Autobranche gemeinsame Anti-Corona-Maßnahmen

Das Bundeskartellamt hat der Automobilbranche firmenübergreifende Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise erlaubt. Eigentümer, Mitarbeiter, Kunden, Kreditgeber und staatliche Organe dürfen sich über die Liquidität, Kredite, Hilfsmaßnahmen oder auch operative Probleme eines Unternehmens austauschen und gemeinsam den Wiederaufbau von Lieferketten koordinieren. Ein vom Verband der Automobilindustrie (VDA) angekündigter Leitfaden dürfe aber keine unternehmensspezifischen Informationen etwa über Warenumfänge oder Verträge einzelner Unternehmen enthalten, teilte das Bundeskartellamt am Dienstag mit.

Der Ausfall einzelner Lieferanten könne das Wiederanlaufen der Produktion bei vielen Zulieferer und Herstellern erheblich verzögern und so den wirtschaftlichen Schaden weiter erhöhen, begründete Kartellamtspräsident Andreas Mundt die Entscheidung. Zur Lösung solcher Probleme "kann koordiniertes Vorgehen in einer Branche gerechtfertigt sein". Die Maßnahmen müssten sich aber an kartellrechtliche Vorgaben halten und zeitlich klar begrenzt sein. Das Kartellamt erwartet, dass die firmenübergreifenden Gespräche nicht länger als bis Ende 2021 andauern.

 

Dienstag, 9. Juni, 15.50 Uhr: Kindergartenkind im südlichen Oberallgäu positiv getestet - Kita geschlossen

Ein Fall einer Covid-19-Infektion ist jetzt in einem Kindergarten im südlichen Landkreis Oberallgäu aufgetreten. Ein Kind, das die Einrichtung besucht, hatte sich an seiner Mutter angesteckt. Beide wohnen laut Mitteilung des Landratsamts in einer Flüchtlingsunterkunft. Der Kindergarten wurde vorübergehend geschlossen, die betroffene Familie wurde isoliert.

Die Betreuerinnen der Kita und Kinder, die mit der kleinen Patientin in Kontakt gekommen waren, sind häuslich isoliert und werden am Mittwoch getestet. Der Fall steht wohl in Zusammenhang mit der Geflüchtetenunterkunft, in der vor kurzem acht Fälle aufgetreten waren.

 

Dienstag, 9. Juni, 15.22 Uhr: Dachverband rechnet mit Rekordverlust in der Luftfahrtbranche

Der Dachverband der Fluggesellschaften (IATA) rechnet wegen des Corona-Einbruchs in diesem Jahr mit dem schlimmsten finanziellen Einbruch in der Luftfahrtgeschichte. Die Airlines dürften zusammen 84 Milliarden Dollar (74,3 Mrd Euro) Nettoverlust machen, teilte der Verband am Dienstag in Genf mit. Im kommenden Jahr sei mit weiteren 15 Milliarden Dollar Nettoverlust zu rechnen.

Passagiere würden nach dem Corona-Schock auch 2021 noch nicht zu alten Fluggewohnheiten zurückkehren. Die Personenkilometer bleiben nach den IATA-Analysen auch im kommenden Jahr noch 29 Prozent unter dem Niveau von 2019, wie Chefökonom Brian Pearce erläuterte. Die Berechnungen beruhten auf der Annahme, dass keine große zweite Welle von Corona-Infektionen mit neuen Reiserestriktionen auf die Welt zukomme. Seit dem Tiefpunkt im April ziehen die Passagierzahlen nach den IATA-Analysen wieder an.

Die Fluggesellschaften dürften Ende des Jahres Schulden in Höhe von 550 Milliarden Dollar haben, nach 430 Milliarden Dollar Anfang 2020. Weil viele Fluggesellschaften die Nachfrage zunächst durch günstige Tickets stimulieren müssten, sei es schwierig für sie, wieder in die Gewinnzone zurückzukommen. Das sei frühestens 2022 zu erwarten.

 

Dienstag, 9. Juni, 14.35 Uhr: Transporter mit 400.000 Gesichtsmasken in Baden-Württemberg gestohlen

Einen mit 400.000 Gesichtsmasken beladenen Transporter haben Unbekannte bei Wertheim (Baden-Württemberg) gestohlen. Das Fahrzeug tauchte kurz darauf wieder auf - jedoch ohne die vielen Masken, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

Der 34-jährige Fahrer hatte den Transporter auf dem Parkplatz eines Autohofes abgestellt, um ein Schnellrestaurant zu besuchen. Als er nach nur etwa zehn Minuten das Restaurant am Montagmittag wieder verließ, war sein Fahrzeug verschwunden.

 

Dienstag, 9. Juni, 13.44 Uhr: Keine Kontaktbeschränkungen mehr in Thüringen - dafür Empfehlungen

In Thüringen werden die wegen der Corona-Pandemie erlassenen Kontaktbeschränkungen am 13. Juni aufgehoben. In einer neuen Grundverordnung wird lediglich empfohlen, sich nur mit einem weiteren Haushalt oder mit maximal zehn Menschen zu treffen. Diese neue Regelung hat das Kabinett am Dienstag beschlossen. Bund und Länder hatten ursprünglich miteinander vereinbart, die Kontaktbeschränkungen in einer abgemilderten Form noch bis zum 29. Juni zu verlängern. Etliche Bundesländer haben die Regeln bereits gelockert. Eine Maskenpflicht bleibt in Thüringer Geschäften und im Öffentlichen Personennahverkehr bestehen. Mit der neuen Verordnung dürfen aber noch mehr Einrichtungen wieder öffnen - zum Beispiel Schwimm- und Freizeitbäder in geschlossenen Räumen sowie Thermen, Saunen und Kinos. Allerdings müssen dafür zunächst Infektionsschutzkonzepte genehmigt werden.

Dorf- und Volksfeste sowie Festivals sollen in Einzelfällen wieder erlaubt werden können. Die Genehmigung sei aber zu versagen, wenn die Veranstaltung mit ihren Charakteristika "in besonderem Maße geeignet ist, die Ausbreitung der Pandemie zu fördern", heißt es in der neuen Grundverordnung. Bordelle, Diskotheken und Swingerclubs bleiben weiterhin geschlossen. Institutionell geförderte Theater und Orchester sollen ihren Spielbetrieb erst nach dem 31. August wieder aufnehmen. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte sich bereits Ende Mai für eine neue Strategie ausgesprochen, wonach es keine vom Land zentral verordneten Corona-Beschränkungen mehr geben sollte, sondern nur lokale Regeln. Dieses Vorpreschen war bundesweit auf viel Kritik, aber auch auf Zustimmung gestoßen.

 

Dienstag, 9. Juni, 13.26 Uhr: Vorerst keine weiteren Lockerungen für Tourismus und Handel

Trotz verschiedener Forderungen der Freien Wähler sollen in Bayern in dieser Woche die Corona-Auflagen für Tourismus und Handel nicht weiter gelockert werden. "Es ist schade, dass es keine weiteren Lockerungen gibt", sagte Fraktionschef Florian Streibl am Dienstag. Im gemeinsamen Corona-Krisenmanagement mit dem Koalitionspartner CSU hatte Streibl am Wochenende eine Abschwächung der derzeit geltenden Reisebeschränkungen und Regelungen zum Infektionsschutz noch vor Fronleichnam (11. Juni) gefordert. Ohne entsprechende weitere Lockerungen seien gerade in den Grenzregionen Wettbewerbsverzerrungen zum Nachteil der bayerischen Wirtschaft zu befürchten. Die Zahl der Hotel-Übernachtungen in Bayern brach im April komplett ein.

 

Dienstag, 9. Juni, 11.28 Uhr: Wirtschaft in der Eurozone bricht etwas weniger ein als gedacht

Die Wirtschaft der Eurozone ist im ersten Quartal wegen der Corona-Krise eingebrochen, allerdings etwas weniger als bisher bekannt. Nach Angaben des Statistkamts Eurostat vom Dienstag schrumpfte die Wirtschaftsleistung (BIP) in den 19 Euroländern von Januar bis einschließlich März um 3,6 Prozent. Das ist etwas weniger als der bisher genannte Rückgang von 3,8 Prozent. Allerdings bleibt es dabei, dass der Einbruch der stärkste ist seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1995. In den 27 EU-Staaten lag der Rückgang bei 3,2 Prozent. Auch dort war zunächst ein etwas stärkerer Einbruch um 3,3 Prozent ermittelt worden. Gegenüber dem Vorjahresquartal schrumpfte die Eurozone um 3,1 Prozent, die EU um 2,6 Prozent. In der gesamten EU wuchsen im ersten Quartal lediglich vier Länder, nämlich Irland, Rumänien, Bulgarien und Schweden. Dagegen brach die Wirtschaft am stärksten in Frankreich, Italien und Spanien ein. Diese Länder wurden durch die Corona-Pandemie mit am stärksten getroffen. Der Einbruch trat sowohl im Euroraum als auch der EU auf breiter Front auf. Es schrumpften sowohl die Konsumausgaben der privaten Haushalte als auch die Investitionen der Unternehmen und der Außenhandel. Etwas unterstützend wirkte lediglich die Produktion der Unternehmen auf Halde. Dieser Lageraufbau dürfte in erster Linie Resultat einer fehlenden Nachfrage sein.

 

Dienstag, 9. Juni, 11.26 Uhr: Corona-Krise bremst deutsche Elektroindustrie

Die Corona-Krise hat deutliche Spuren bei den Geschäften der deutschen Elektroindustrie hinterlassen. Im April gingen die Bestellungen und die Umsätze gemessen am Vorjahresmonat deutlich zurück, wie der Branchenverband ZVEI am Dienstag mitteilte. Die Auftragseingänge verringerten sich um 20,8 Prozent. Vor allem betroffen waren die Bestellungen aus der Eurozone (minus 31,1 Prozent). ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann sprach von einem insgesamt heftigen Rückgang, der aber nicht überraschend sei. "Schließlich war der April nicht nur in Deutschland und Europa der Lockdown-Monat schlechthin." Der Umsatz verringerte sich dem Verband zufolge im April um 17,5 Prozent auf 12,5 Milliarden Euro. Den stärksten Rückgang gab es im Geschäft mit Kunden im Euroraum (minus 23,7 Prozent). In den ersten vier Monaten verbuchte die Branche insgesamt ein Umsatzminus von 6,3 Prozent auf 58,2 Milliarden Euro. Nach ersten Lockerungen der coronabedingten Einschränkungen im Mai hat sich die Stimmung der Unternehmen etwas erholt. So schätzten die Firmen die Geschäftserwartung besser ein als noch im April. Die Beurteilung der aktuellen Lage habe sich allerdings nochmals verschlechtert, teilte der Branchenverband mit.

 

Dienstag, 9. Juni, 11.22 Uhr: Weniger Arbeitsstunden wegen Corona schon im ersten Quartal

Die Beschäftigten in Deutschland haben im ersten Quartal 2020 - und damit schon vor dem eigentlichen Beginn der Corona-Krise - deutlich weniger gearbeitet als im Vorjahreszeitraum. Die durchschnittliche Zahl der Arbeitsstunden pro Erwerbstätigen haben in den ersten drei Monaten 2020 bei 349,8 gelegen, ermittelte das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer am Dienstag bekanntgewordenen Studie. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das ein Minus von 1,7 Prozent. "Im ersten Quartal 2020 wurde pro Erwerbstätigen so wenig gearbeitet wie noch nie in einem ersten Quartal seit der Wiedervereinigung", sagte IAB-Experte Enzo Weber. Die Zahl der Erwerbstätigen sei zwischen Januar und Ende März 2020 gegenüber dem Vorjahresquartal mit 0,3 Prozent nur noch wenig gestiegen und habe bei rund 45 Millionen Personen gelegen. Das sei der niedrigste Zuwachs gegenüber dem Vorjahr seit zehn Jahren gewesen.

Insgesamt arbeiteten die Erwerbstätigen in Deutschland im ersten Quartal 2020 dem IAB zufolge 15,76 Milliarden Stunden. Das bedeutet ein Minus von 1,3 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. "Weniger Überstunden, Abbau der Guthaben auf den Arbeitszeitkonten, Freistellungen, vorgezogene Urlaubstage und Kurzarbeit - die Covid-19-Pandemie wirkte sich bereits im ersten Quartal massiv auf das Arbeitsvolumen in Deutschland aus", sagte Weber. Die eigentlichen Auswirkungen stehen aber noch bevor. "Da der wirtschaftliche Shutdown erst in den letzten zwei März-Wochen begann und sich Erwerbstätigkeit wie Arbeitsvolumen in Deutschland vor dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie auf einem Rekordhoch befanden, wird sich die volle Wucht der wirtschaftlichen Einschränkungen erst in den Zahlen für das zweite Quartal zeigen", sagte Weber.

 

Dienstag, 9. Juni, 11.09 Uhr: Quarantänepflicht für Schweden-Rückkehrer auch in Bayern

Bayern schickt Schweden-Rückkehrer zwei Wochen in Quarantäne. "Solange Schweden diesen Inzidenzwert überschreitet, gilt auch für den Freistaat Bayern bei der Ein- oder Rückreise aus Schweden die Quarantänepflicht", teilte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums am Dienstag mit. Denn dann greife die entsprechende Regelung der Einreise-Quarantäneverordnung (EQV), in der die kritische Marke mit einer "Neuinfiziertenzahl im Verhältnis zur Bevölkerung von mehr als 50 Fällen pro 100 000 Einwohner kumulativ in den letzten sieben Tagen" angegeben ist. Mehrere Bundesländer haben bereits eine Quarantäne-Pflicht für Menschen, die aus Schweden einreisen, formuliert. Grund ist die Corona-Entwicklung dort. Das niedersächsische Gesundheitsministerium hatte dies am Sonntag mitgeteilt, in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein folgten die Ministerien am Montag. Hintergrund sei auch hier, dass es in Schweden in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Infizierte pro 100 000 Einwohner gegeben habe. Die Rückkehrer müssen unverzüglich in die eigene Wohnung oder an ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort und dort 14 Tage bleiben. Außerdem muss das Gesundheitsamt informiert werden.

 

Dienstag, 9. Juni, 9.45 Uhr: Mallorca will erste deutsche Urlauber schon ab Montag empfangen

Die Corona-Krise hat Spaniens Tourismusbranche ausgebremst. Jetzt will Europas wichtigstes Urlaubsland die Öffnung wagen. Bei einem Pilotprojekt soll das geübt werden - zunächst nur mit Deutschen. Wie das Pilotprojekt ablaufen soll, erfahren sie hier.

 

Dienstag, 9. Juni, 8.58 Uhr: Innenminister Fehlendes Abstandhalten bei Demos kann zur Auflösung führen

Nach den großen Anti-Rassismus-Demonstrationen von Wochenende hat Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) auch die Auflösung von Versammlungen nicht ausgeschlossen, falls die Corona-Auflagen nicht eingehalten werden. Die unsichtbare Gefahr der Ansteckung mit einer tödlichen Krankheit sei auf diesen Veranstaltungen gegenwärtig, sagte Strobl am Dienstag im Deutschlandfunk. "Deswegen brauchen wir entsprechende Abstandregelungen. Wir brauchen auch eine Einschränkung des Demonstrationsgrundrechts, das eben Veranstaltungen nur bis zu einer bestimmten Größe überhaupt zulässig sind, das Abstand einzuhalten ist." Die Polizei überprüfe die Einhaltung der Regeln nach dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz. "Das kann auch einmal bedeuten, dass eine Versammlung selbstverständlich aufgelöst wird", sagte er. Die Demonstranten, die nicht auf Abstands- und Hygieneregeln achteten, gefährdeten andere Menschen. Vielerorts waren bei den bundesweiten Demonstrationen gegen Rassismus die in der Corona-Krise geltenden Abstandsregeln nicht eingehalten worden.

 

Dienstag, 9. Juni, 8.22 Uhr: Eilmeldung: Deutschlands Exporte brechen um über 30 Prozent ein

Der deutsche Export ist im April in Folge der Corona-Krise dramatisch eingebrochen. Es geht um viele Milliarden Euro.

Dienstag, 9. Juni, 8.14 Uhr: Angehörige von Corona-Toten in Italien fordern Gerechtigkeit

Die Angehörigen von zahlreichen Toten durch das Coronavirus in Italien erheben schwere Vorwürfe gegen die Behörden. Zu viele Menschen seien in der Corona-Krise wegen Fahrlässigkeit und Inkompetenz gestorben, berichtete die Gruppe Noi Denunceremo (Wir prangern an) vor Auslandsjournalisten in Rom. Sie setzt sich aus Familienmitgliedern von Menschen zusammen, die an der Lungenkrankheit gestorben sind. Diesen Mittwoch wollen sie in der norditalienischen Stadt Bergamo symbolisch rund 50 Strafanzeigen gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft einreichen. "Wir wollen, dass jemand zurücktritt, dass sich jemand entschuldigt. Wir erwarten, dass jemand Verantwortung übernimmt, etwas, was bisher noch niemand getan hat", sagte Cristina Longhini. Sie verlor in Bergamo ihren 65 Jahre alten Vater. Er sei Anfang März krank geworden, aber der Hausarzt habe einen Besuch abgelehnt und eine Ambulanz sei tagelang nicht gekommen, um ihn ins Krankenhaus zu bringen. "Zu viele Patienten sind zu spät in Krankenhäuser gekommen, und das hat zu zu vielen Toten geführt."

Die Provinz Bergamo war das Epizentrum der Corona-Krise in Italien. Weil die Krematorien nicht mehr alle Leichen verbrennen konnten, mussten die Särge mit Militärwagen abtransportiert werden. Vor allem an der Regionalregierung der Lombardei wurde Kritik laut, dass sie die Hotspots nicht früher abgeriegelt habe. Die Region weist die Vorwürfe zurück und verweist auf die Regierung in Rom, die eine solche Entscheidung treffen hätte müssen. Staatsanwaltschaften in der Lombardei ermitteln bereits in mehreren Fällen wegen Missmanagements zum Beispiel in Altersheimen, wo es besonders viele Opfer gab. Stefano Fusco, dessen 85 Jahre alter Großvater am Virus starb, erklärte, dass die Behörden "oberflächlich und amateurhaft" gehandelt hätten. Die Gruppe wolle keine finanzielle Entschädigung, "auch weil alles Gold der Welt uns nicht zurückgeben kann, was wir verloren haben". "Es geht nicht um Rache, es geht um Gerechtigkeit." Die Vorwürfe der Gruppenmitglieder richten sich nicht konkret gegen einzelne Personen oder Ärzte, sondern gegen die Handhabung der Krise im Allgemeinen.

 

Dienstag, 9. Juni, 7.45 Uhr: Das passiert jetzt mit Corona-Hilfskrankenhäusern in Bayern

Die Sorgen zu Beginn der Corona-Pandemie waren groß: Können alle Patienten versorgt werden? Gibt es genug (Intensiv-)Betten? Genug Beatmungsplätze? Weil die Corona-Pandemie deutlich glimpflicher verlief, als befürchtet, hat sich sich die Situation geändert. Was jetzt passieren soll.

 

Dienstag, 9. Juni, 7.19 Uhr: Katholiken feiern Fronleichnam auch in Corona-Zeiten

In bunter Pracht feiern die Katholiken in Bayern alljährlich Fronleichnam - normalerweise. Im Corona-Jahr fallen die festlichen Prozessionen an diesem Donnerstag (11. Juni) fast alle aus, in den Bistümern werden keine Heiligenfiguren durch die Straßen getragen. Ganz verzichten müssen die Gläubigen jedoch nicht, Gottesdienste finden statt.

 

Dienstag, 9. Juni, 6.45 Uhr: Neue Umfrage: CSU fast an der absoluten Mehrheit

Die CSU könnte laut einer weiteren Studie die absolute Mehrheit in Bayern zurückerobern. Fast jeder zweite Wähler in Bayern würde sein Kreuz aktuell bei der Partei von Ministerpräsident Markus Söder machen, wie aus einer repräsentativen Umfrage hervorgeht.

 

Dienstag, 9. Juni, 6.17 Uhr: Präsident der Bayerischen Wirtschaft: Corona-Folgen bei Jobs auch noch 2021

Der Arbeitsmarkt wird durch die Corona-Krise nach Ansicht des Präsidenten der Bayerischen Wirtschaft, Wolfram Hatz, auch im nächsten Jahr noch deutlich unter Druck stehen. "Die negativen Folgen für den Arbeitsmarkt werden zwangsläufig bis weit in das Jahr 2021 hinein spürbar bleiben", sagte Hatz in einem Interview im "vbw Unternehmermagazin" (neue Ausgabe) am Dienstag. Die Krise habe aber gezeigt, dass Politik und Unternehmen flexibel, unbürokratisch und schnell Lösungen für akute Probleme finden und umsetzen könnten. "So müssen wir weitermachen", sagte der Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw). Wichtig sei nun, "vom Durchhalten zum Durchstarten" zu kommen. "Ich bin sicher, dass wir auch diese Krise überwinden werden."

 

Dienstag, 9. Juni, 6.00 Uhr: Steuernachzahlung durch Kurzarbeit

Einen guten Morgen wünscht das Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Auch heute informieren wir Sie hier über die neueste Entwicklung in Sachen Corona. Auf viele Arbeitnehmer, die wegen der Corona-Pandemie in Kurzarbeit sind, könnte 2021 eine Steuernachzahlung zukommen. Das Kurzarbeitergeld ist zwar zunächst steuerfrei, doch im Nachhinein addiert das Finanzamt diese Summe auf das verdiente, zu versteuernde Einkommen. So kann es sein, dass sich bei der Steuererklärung für 2020 eine Nachzahlung ergibt. Je weniger Werbungskosten eine Person im Normalfall geltend machen kann, desto höher sei die Wahrscheinlichkeit, dass sie für 2020 Steuern nachzahlen muss, schätzt der Steuerberater Tobias Geraurer von der Lohnsteuerhilfe Bayern.

 

Montag, 8. Juni, 22.20 Uhr: Das Wichtigste des Tages

  • Seit heute sind einige Allgäuer Freibäder wieder geöffnet. Doch manche Bäder können die Corona-Auflagen nicht stemmen und bleiben geschlossen.
  • Im Allgäu sind derzeit 18 Personen akut mit dem Coronavirus infiziert.
  • Bahn: Fahrpreise im Fernverkehr sinken am 1. Juli um 1,9 Prozent.
  • Die Corona-Warn-App in Deutschland wird nächste Woche vorgestellt
  • Umfrage ergibt: Zwei Drittel der Deutschen sind für eine Corona-Impfung

Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend und eine gute Nacht. Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung ist auch am Dienstag wieder für Sie da.

 

Montag, 8. Juni, 21.20 Uhr: EU-Kommission fordert Berichte von sozialen Netzwerken zu Covid-19

Online-Plattformen wie Facebook und Twitter sollen ihren Kampf gegen Desinformationen in der Corona-Krise nach Ansicht der EU-Kommission transparenter machen. Die Brüsseler Behörde dringt in Leitlinien darauf, dass die Netzwerke künftig monatlich über ihre Bemühungen berichten. Das Papier, über das auch das "Handelsblatt" berichtet, liegt der Deutschen Presse-Agentur im Entwurf vor.

Die EU-Kommission fordert die Netzwerke auch dazu auf, Faktencheckern und Wissenschaftlern deutlich mehr Zugang zu gewähren. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell und die Vize-Kommissionschefin Vera Jourova wollen das Papier am Mittwoch vorstellen.

Seit Beginn der Corona-Krise hat die EU-Kommission regelmäßig Unmengen von Fake News beklagt. In den Leitlinien ist von einer Flut an Informationen die Rede, die falsch oder ungenau seien, und sich schnell verbreiteten. Dies könne schwere gesundheitliche Folgen haben, aber auch die demokratischen Institutionen schädigen. Der Bericht nennt auch "ausländische Akteure" - namentlich China und Russland -, die sich gezielt an Kampagnen beteiligten, um die demokratische Debatte in der EU zu unterlaufen, verstärkt zu polarisieren und das eigene Bild aufzupolieren.

In ihren monatlichen Berichten sollten die Plattformen nun unter anderem darlegen, was sie tun, um zuverlässige Inhalte etwa von Behörden oder Medien zu fördern. Zudem sollen sie Daten vorlegen, auf welche Weise sie das Bewusstsein ihrer Nutzer stärken. Auch sollten Fälle von Manipulation sowie bösartig beeinflussendes Verhalten gemeldet werden.

 

Montag, 8. Juni, 20.25 Uhr: Zulassung von Remdesivir als Mittel gegen Covid-19 in EU beantragt

Das US-Pharmaunternehmen Gilead hat offiziell die begrenzte Zulassung von Remdesivir als Mittel gegen Covid-19 auf dem europäischen Markt beantragt. Das teilte die Europäische Arzneimittelbehörde EMA am Montag in Amsterdam mit. Die Prüfung der vorgelegten Daten und die Abwägung von Wirkung und Risiken soll nach einem verkürzten Verfahren erfolgen. Mit einer Entscheidung werde "in einigen Wochen" gerechnet. Es wäre die erste Zulassung eines Medikaments gegen Covid-19 in Europa.

Die Behörde hatte bereits am 30. April ein beschleunigtes Zulassungsverfahren für Remdesivir gestartet und Daten aus Studien ausgewertet. Davon war der erste Zyklus am 15. Mai beendet worden. Ende Mai hatte die EMA angekündigt, dass sich eine Entscheidung über die Zulassung verzögerte. Zuerst musste der Hersteller offiziell den Antrag stellen.

Die USA hatten bereits Anfang Mai eine Ausnahmegenehmigung für den begrenzten Einsatz des ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelten Wirkstoffes in Krankenhäusern erteilt. In Deutschland ist das Mittel innerhalb eines Arzneimittel-Härtefallprogrammes zugänglich und wird in klinischen Studien getestet.

Eine internationale Studie mit über 1000 Teilnehmern hatte gezeigt, dass Remdesivir bei Covid-19-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung im Schnitt um vier Tage verkürzen kann. Die Sterblichkeit ging in der Untersuchung geringfügig zurück, was statistisch jedoch nicht signifikant war.

Remdesivir ist bislang in keinem Land der Welt uneingeschränkt als Medikament zugelassen. Bislang gibt es keine Impfung gegen das Coronavirus und auch keine zuverlässige zugelassene medikamentöse Therapie.

 

Montag, 8. Juni, 19 Uhr: Wie ein Allgäuer als Chefkoch auf einem Kreuzfahrtschiff Corona erlebte

Der Allgäuer Christian Armster ist eigentlich ein abenteuerlustiger Mann. Jahrelang fuhr er als Koch auf Kreuzfahrtschiffen über die Weltmeere, bevor er in Obergünzburg den Gasthof Zum Lamm übernahm. Dann packte ihn wieder das Fernweh und er heuerte erneut auf einem Schiff an. Die letzte Fahrt hatte er sich allerdings ganz anders vorgestellt. Denn die Corona-Pandemie zwang ihn, 77 lange Tage nur mit der Crew an Bord eines Kreuzfahrtdampfers zu bleiben.

Was er dabei erlebte, wie sich die Crew die Zeit vertreib und weshalb Christian derzeit nicht mal mehr zum Rudern auf den Forggensee möchte, lesen Sie hier exklusiv mit AZ Plus.

 

Montag, 8. Juni, 17.20 Uhr: Die aktuellen Corona-Kennziffern für die Region

Im Allgäu sind derzeit 18 Personen akut mit dem Coronavirus infiziert (ausgenommen Kreis Lindau). Das geht aus den Zahlen der Behörden hervor. Wichtig ist der Anteil der Neuinfektionen an der Bevölkerung eines Landkreises. Bayern hat dafür den „Frühwarnwert“ von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den zurückliegenden sieben Tagen festgelegt. Wird diese Marke erreicht, müssen die Kreise das Gesundheitsministerium über Beschränkungen informieren. Die Zahlen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Stand Montag): Für die Region liegt der Wert bei 0.

 

Montag, 8. Juni, 17.05 Uhr: Memminger Kaminwerk erstellt mit Bands und Musiker/-innen Corona-Videos

Das Memminger Kulturzentrum Kaminwerk hat in der Corona-Zwangspause mit Bands und Musiker/-innen aus der Region zwei Musikvideos erstellt. Dabei handelt es sich um neue Versionen des John Lennon Klassikers „Give Peace a Chance“. „Wir haben diesem Klassiker einen neuen Text verpasst, der in die aktuelle Corona-Krise passt“, teilen die Kaminwerk-Betreiber mit.

Auf ihren Aufruf meldeten sich unter anderem Bands wie Bowmen, Mad Solution, Sub-Zero, Blech Bloass und Monkey Beach oder Solokünstler/-innen wie Yasi Hofer oder Uncle Heat. Alle Beteiligten erhielten vom Kaminwerk eine Drumspur und den Auftrag, daraus Songs und Videos zu erstellen. Über 20 Beiträge kamen so zustande - sie umfassten von Folk bis Rock, von Brasssound bis Heavy Metal das komplette Musikspektrum.

Das Kaminwerks-Team entschied sich, gleich zwei Videos zu erstellen - eine Soft- und eine Hard-Edition. Die beiden Videos werden nun im Lauf der Woche veröffentlicht. Am Freitag, 12. Juni, um 20.15 Uhr geht die Hard-Edition und am Samstag, 13. Juni, um 20.15 Uhr die Soft-Edition online. Die Videos können unter anderem über die Social-Media-Kanäle des Kaminwerks angeschaut werden.

 

Montag, 8. Juni, 16.31 Uhr: Das Naturbad Haldenwang öffnet an Fronleichnam: Gäste müssen einige Hygienevorschriften beachten

Das Naturbad Haldenwang öffnet an Fronleichnam wieder die Becken für Badegäste. Doch wegen der Corona-Pandemie müssen die Betreiber einige Auflagen erfüllen. Deshalb hat die Gemeinde Haldenwang Hygienevorschriften für den Badebetrieb herausgegeben. Hier lesen Sie, was Badegäste im Naturbad Haldenwang beachten müssen und welche weiteren Oberallgäuer Freibäder demnächst öffnen. (AZ Plus)

 

Montag, 8. Juni, 15.45 Uhr: Bahn: Fahrpreise im Fernverkehr sinken am 1. Juli um 1,9 Prozent

Gute Nachrichten für Bahnreisende: Die Deutsche Bahn senkt ihre Fahrpreise im Fernverkehr am 1. Juli um 1,9 Prozent. Damit werde die Mehrwertsteuersenkung aus dem Corona-Konjunkturpaket an die Kunden weitergegeben, teilt die Deutsche Bahn am Montag mit. Welche Ticktets nun günstiger werden, lesen Sie hier.

 

Montag, 8. Juni, 13.28 Uhr: Freie Wähler fordern in Krisenzeiten mehr Befugnisse für den Landtag

Nach den Erfahrungen in der Corona-Krise wollen die mit der CSU regierenden Freien Wähler dem Landtag die Befugnisse für Krisen-Maßnahmen übertragen, die die Grundrechte einschränken. Als demokratisch legitimiertes Gesetzgebungsorgan müsse das Parlament bei den Entscheidungen beteiligt werden, heißt es im 67-seitigen Positionspapier der FW-Landtagsfraktion, welches der Deutschen Presse-Agentur in München vorliegt. Damit weichen die Freien Wähler deutlich von der bisherigen Praxis in Bayern ab. In der Corona-Krise waren alle wichtigen Entscheidungen vom Kabinett entschieden worden, einzig bei finanziellen Fragen zu Kreditermächtigungen brauchte die Regierung die Zustimmung des Landtags.

Die Punkte in dem Papier mit dem Titel "Lessons learned – Lehren aus Corona" seien nicht als Kritik an der CSU als Koalitionspartner in der schwarz-orangen Staatsregierung zu verstehen, sagte Fraktionschef Florian Streibl. Vielmehr gehe es um "ein Anstoßen einer gemeinsamen Diskussion, dass sich der Blick da auf die Zukunft richtet, was sich da verbessern kann und verbessern muss." Ihre Forderungen, über die auch die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, will die Fraktion am Dienstag auch im Landtag vorstellen.

Montag, 8. Juni, 13.15 Uhr: Tui will Geld für abgesagte Reisen nun schnell erstatten

Nach Kritik von Kunden wegen ausbleibender Antworten auf Stornierungswünsche hat Tui Deutschland eine rasche Bearbeitung und baldige Erstattung versprochen. Man habe von Einzelüberweisungen zunächst auf ein automatisches System umstellen müssen, erklärte das Unternehmen am Montag. Nun seien "die Prozesse so weit aufgesetzt". Geschäftsführer Marek Andryszak sagte der "Bild"-Zeitung: "Das hat nicht sofort geklappt. Dafür möchte ich mich entschuldigen. Ich weiß aber auch, dass die Kunden bis Mitte/Ende kommender Woche das Geld für alle Reisen, die bis zum 15. Mai abgesagt wurden und bei denen eine Erstattung gewünscht ist, auf ihren Konten haben werden." Tui Deutschland hatte Urlaubern in der Corona-Krise Rückzahlungen angeboten. Mitte Mai ergänzte das Unternehmen dann mit Blick auf die verspätet gestartete Sommersaison: Wer bis Ende Juni neu buche, könne bei Bedarf bis 14 Tage vor Abreise kostenlos stornieren - Anzahlungen gebe es zurück. Eine gebührenfreie Umbuchung bis zwei Wochen vor Abreise ist ebenfalls möglich, es gibt zudem "Treueboni". Bis Ende Juli sind Buchungsänderungen im Sonderflugplan möglich.

Es gab jedoch auch Beschwerden wegen verzögerter Reaktionen. "Da haben die allermeisten Kunden Recht, dass wir nicht fristgerecht geantwortet haben", so Andryszak. Die Rückholung von Urlaubern aus dem Ausland habe in den ersten Krisenwochen viel Arbeit gebunden. Außerdem war erst unklar, ob ein verpflichtendes Gutscheinsystem für ausgefallene Reisen kommen würde - dies lehnte die EU-Kommission ab. "In den Wochen danach haben wir uns darauf gestürzt, die Zahlungen zurückzuüberweisen", sagte der Tui-Deutschland-Chef. Nach Angaben des Unternehmens nimmt rund die Hälfte derjenigen Kunden, die ihre Pläne ändern wollen, allerdings ein "Reiseguthaben" in Anspruch.

Auch bei DER Touristik (Dertour, ITS, Jahn Reisen, Meiers Weltreisen, ADAC Reisen) oder FTI gibt es Storno-, Umbuchungs- oder Gutschriftenangebote. Üblicherweise müssen Urlauber hohe Stornokosten zahlen, wenn sie einen Pauschalurlaub kurzfristig absagen wollen. Die Bundesregierung hatte kürzlich beschlossen, ihre weltweite Pandemie-Reisewarnung für zunächst 29 europäische Länder zum 15. Juni aufzuheben. Ab dem 17. Juni sollen Tuifly-Maschinen wieder Richtung Portugal starten, spätestens ab Juli sollen Spanien, Griechenland und Zypern regelmäßig angeflogen werden. "Ich gehe nicht davon aus, dass der Mallorca-Urlaub abgehakt ist", sagte Andryszak jüngst. Wegen des Spardrucks in der Viruskrise muss Tui zahlreiche Stellen streichen. Auch die Konzern-Airline Tuifly dürfte betroffen sein - Gewerkschafter kritisieren den Abbau bei einem parallelen staatlichen Kredit über 1,8 Milliarden Euro heftig. Dem Vernehmen nach sollen die Kürzungen aber keine Auswirkungen auf den Flugplan im Sommer haben.

 

Montag, 8. Juni, 12.42 Uhr: Trotz Corona: Bund Deutscher Karneval will im November wieder feiern

Der Bund Deutscher Karneval (BDK) will trotz Corona auch im kommenden Winter feiern. Die sogenannte närrische Session 2020/21, die am 11. November beginnt, werde nicht abgesagt. Die Entwicklung der Corona-Pandemie sei regional so unterschiedlich, dass jeder Karnevalsverein selbst entscheiden müsse, wie er auf die Lage reagiere, sagte BDK-Präsident Klaus-Ludwig Fess am Montag im saarländischen Bexbach. Das habe der BDK bei einer virtuellen Sitzung mit seinen angeschlossenen Landes- und Regionalverbänden entschieden. Es gebe bereits einige Vereine, die ihre Veranstaltungen abgesagt hätten - wie beispielsweise in Ludwigshafen oder in Euskirchen. Das sei zu akzeptieren. Man könne aber statt einer Komplett-Absage auch nach neuen Modellen und alternativen Formen suchen, sagte Fess. "Ich appelliere an die Vereine, nicht gleich den Kopf in den Sand zu stecken." Ideenreichtum und Flexibilität seien jetzt gefragt.

"Man kann überlegen, ob man Dinge in abgespeckter Form macht", sagte der BDK-Präsident; und ob man dabei möglicherweise wieder mehr zu regionalen Ursprüngen zurückkomme. Der BDK habe dazu eine Orientierungshilfe als eine "Art Kompass" herausgegeben. Noch sei die Entwicklung in der Pandemie unvorhersehbar. Das Festkomitee Kölner Karneval hatte Mitte Mai bereits mitgeteilt, 2021 feiern zu wollen. Zugleich sei die Planung sehr kompliziert, weil unklar sei, welche Einschränkungen gelten werden, hieß es. Das Festkomitee bereite daher zwei möglich Varianten vor - eine für den besten, einen für den schlechtesten Corona-Fall. Für Fess ist klar, dass die Session am 11.11. beginnt: "Aber wie, das wird spannend werden." Bislang habe der BDK einmal eine Session abgesagt: 1991 beim Golfkrieg, sagte Fess. Der BDK zählt rund 2,6 Millionen Mitglieder in mehr als 5.300 Vereinen und Zünften.

>> Lesen Sie dazu aus der Region: Erste Absagen: Findet der Fasching im Allgäu 2020 und 2021 statt? <<

 

Montag, 8. Juni, 12.21 Uhr: Gericht hebt Zutrittsbegrenzung für baden-württembergische Läden auf

Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg hat die coronabedingte Zutrittsbegrenzung im Einzelhandel des Bundeslandes für unwirksam erklärt. Die Richtgröße von 20 Quadratmetern Verkaufsfläche je Person im Laden ist damit vorläufig außer Vollzug gesetzt. Dies teilte der VGH am Montag in Mannheim mit. Er gab einem Eilantrag der Tchibo GmbH gegen die entsprechende Bestimmung in der Corona-Verordnung statt. Die Landesregierung hatte argumentiert, dass die Richtgröße keine fest verbindliche Vorgabe zur Beschränkung der Kundenzahl sei, sondern lediglich ein Orientierungswert. Die Richter sahen darin einen Verstoß gegen das Gebot der Bestimmtheit von Normen: Rechtsvorschriften müssten so gefasst sein, dass die Betroffenen die Rechtslage konkret erkennen und ihr Verhalten danach ausrichten können. Der Kaffeeröster Tchibo hatte geltend gemacht, die Einhaltung der Richtgröße führe zu erheblichen Umsatzeinbußen. Auch CDU und FDP im Landtag, das Wirtschaftsministerium und der Handelsverband hatten sich vergangene Woche dafür stark gemacht, die Einschränkungen im Einzelhandel zu lockern.

 

Montag, 8. Juni, 11.30 Uhr: Online-Kurs des Landratsamts Unterallgäu: Lecker essen trotz Mehrfachbelastung

Mit der Corona-Krise ist der ursprüngliche Tagesablauf in vielen Familien auf den Kopf gestellt worden. Wie kann es gelingen, trotzdem gut gelaunt zu bleiben und regelmäßig etwas Leckeres auf den Tisch zu bringen, ohne dass dies in zusätzlichen Stress ausartet? Um dieses Thema geht es im kostenlosen Online-Kurs „Lecker essen trotz Mehrfachbelastung“ am Donnerstag, 25. Juni, von 19 bis 20.30 Uhr. Ernährungswissenschaftlerin Sonja Eichin gibt Tipps, wie man den Alltag entspannter gestalten kann. Die Teilnehmer erhalten schnell umsetzbare Rezepte, die auch noch gesund sind. Organisiert wird das Angebot vom Gesundheitsamt am Unterallgäuer Landratsamt. Anmelden kann man sich bis Montag, 22. Juni, unter Telefon (08261) 995-0 oder per E-Mail an empfang@lra.unterallgaeu.de. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Bei großem Interesse wird die Veranstaltung wiederholt. Die Teilnehmer erhalten nach der Anmeldung eine Anleitung, wie sie online auf den Workshop zugreifen können.

 

Montag, 8. Juni, 11.18 Uhr: Göttingen drohen nach Corona-Ausbruch weitere Einschränkungen

Nach dem Corona-Ausbruch in Göttingen muss sich die Bevölkerung möglicherweise auf zusätzliche einschränkende Maßnahmen einstellen. Die Stadt warte noch auf Ergebnisse des Massentests unter den Bewohnern eines Hochhauskomplexes, sagte ein Sprecher am Montag. Das Resultat werde im Laufe des Tages erwartet. Danach werde entschieden, ob es weitere Einschränkungen geben werde, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Der Gebäudekomplex am Rand der Göttinger Innenstadt gilt als Schwerpunkt des Corona-Ausbruchs. Nach Darstellung der Stadt hatten dort private Feiern aus Anlass des muslimischen Zuckerfestes vor gut zwei Wochen stattgefunden. Dabei habe es Verstöße gegen die Corona-Hygiene- und Abstandsregeln gegeben. In deren Folge haben sich weit mehr als 100 Menschen, darunter auch Dutzende Kinder mit dem Virus infiziert. Insgesamt gab es am Sonntag in Göttingen insgesamt 146 Menschen, die aktuell mit dem Virus angesteckt sind. Vor dem jüngsten Ausbruch hatte es in Göttingen nahezu keine Neu-Infektionen gegeben.

Am Sonntag lag die Quote der Neu-Infizierten innerhalb von sieben Tagen bei 43 je 100.000 Einwohner. Ab 50 droht ein sogenannter Lockdown mit weiteren einschränkenden Maßnahmen. Für deren Anordnung wäre nach Angaben von Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) die Stadt zuständig. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Verwaltung die vollständige Schließung aller Schulen verfügt und den Göttinger Sportvereinen den Trainings- und Wettkampfbetrieb in allen Mannschafts- und Kontaktsportarten untersagt. Von Freitag bis Sonntag sollten die bisher nicht untersuchten der Bewohner des Hochhaus-Komplexes getestet werden. Trotz der behördlichen Anordnung sind rund 80 der dort gemeldeten 600 Menschen nicht zum Test erscheinen. Die Behörden gehen davon aus, dass es zudem eine größere Anzahl nicht gemeldeter Bewohner gibt.

 

Montag, 8. Juni, 11.04 Uhr: Italien startet Corona-Warn-App in vier Regionen

Italien setzt im Kampf gegen die Corona-Pandemie jetzt in vier Regionen seine angekündigte Warn-App ein. Den Start in den Pilot-Gebieten bestätigte die für Innovation zuständige Ministerin Paola Pisano am Montag. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa haben bisher rund zwei Millionen Menschen die Anwendung auf ihre Smartphones heruntergeladen. Der Zugriff auf die App ist nach Behördenangaben in allen 20 Regionen schon möglich. Testgebiete für die Warnmeldungen sind aktuell die Abruzzen, Ligurien, die Marken und Apulien. Die Anwendung soll Bürgern einen Hinweis senden, wenn sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Die kostenlose App mit dem Namen "Immuni" wurde von einem Mailänder Unternehmen entwickelt. Sie funktioniert auf Basis der Bluetooth-Technik für eine Datenübertragung zwischen Geräten. Ihre Nutzung soll in Kürze national ausgeweitet werden. Italien wurde von der Lungenkrankheit besonders hart getroffen. Seit Februar zählte der Zivilschutz bisher fast 34.000 Corona-Tote. Die Gesamtzahl der registrierten Infektionsfälle wird mit fast 235.000 angegeben. Der Schwerpunkt des Ausbruchs liegt seit Beginn in der Lombardei.

 

Montag, 8. Juni, 10.40 Uhr: Corona-Warn-App in Deutschland wird nächste Woche vorgestellt

Gesundheitsminister Jens Spahn hat angekündigt, dass die Corona-Warn-App in der kommenden Woche vorgestellt werden soll. "Wir werden die App im Laufe der nächsten Woche vorstellen. Diese Zeit brauchten wir für die Entwicklung, weil wir hohe Anforderungen stellen: Die App muss auf allen Endgeräten genutzt werden können und soll beispielsweise auch dann messen, wenn man mit dem Handy Musik hört", sagte der CDU-Politiker. Aber kann die Bundesregierung die Bürger von der App überzeugen?

 

Montag, 8. Juni, 10.19 Uhr: Kevin Kühnert verteidigt Demos trotz Missachtung von Abstandsregeln

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Kevin Kühnert hat die bundesweiten Demonstrationen gegen Rassismus vom Wochenende verteidigt, obwohl dort vielerorts die in der Corona-Krise geltenden Abstandsregeln nicht eingehalten wurden. "Ich finde es unangemessen, das Demonstrationsrecht einzuschränken. Das kann nicht die Antwort auf eine Pandemie sein", sagte Kühnert. Großdemos wie am Wochenende seien im Moment "sicherlich nicht ohne", Menschen müssten aber ihre Meinung sagen können. Kühnert mahnte aber auch, sich an die Regeln zu halten. Sonst bekämen jene Aufwind, denen Demonstrationen, insbesondere gegen Rassismus, ohnehin ein Dorn im Auge seien.

Bundesweit hatten sich im Wochenende in vielen deutschen Städten Zehntausende an Kundgebungen gegen Rassismus beteiligt. Auslöser war der Tod des Schwarzen George Floyd in den USA bei einem brutalen Polizeieinsatz Ende Mai. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte Verständnis für die Proteste gezeigt, sich aber besorgt über die dichten Menschenmengen geäußert. Kühnert wies zugleich Forderungen zurück, man müsse auch wieder Konzerte erlauben, wenn Demonstrationen mit Zehntausenden Teilnehmern möglich seien. Das Demonstrationsrecht sei ein Grundrecht. "Konzerte sind mir persönlich auch wichtig, aber wir werden wahrscheinlich schnell einig sein in unserer Gesellschaft, dass die nicht ganz so integral zum öffentlichen Leben dazugehören und dass man darüber in der Regel auch nicht so sehr seine Meinung ausdrückt", sagte der Juso-Vorsitzende.

 

Montag, 8. Juni, 10.10 Uhr: Ryanair-Chef O'Leary kritisiert Quarantänepflicht für Großbritannien

Der Chef der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair, Michael O'Leary, hat scharfe Kritik an der am Montag in Kraft getretenen Quarantänepflicht für Einreisende nach Großbritannien geübt. In einem Interview im BBC-Radio bezeichnete er die Regelung als "irrational, ineffektiv und komplett undurchführbar". Er warnte vor einem "unermesslichen Schaden" für die Luftfahrtbranche und die britische Tourismusindustrie. Ryanair will im Juli wieder rund 40 Prozent des Flugbetriebs aufnehmen.

Einreisende nach Großbritannien müssen seit dieser Woche an der Grenze ihre Adress- und Kontaktdaten hinterlassen und zwei Wochen lang in Quarantäne gehen. Wer sich nicht an die 14-tägige Pflicht zur Selbstisolation hält, muss mit einem hohen Bußgeld rechnen. Die Quarantänepflicht gilt für alle Einreisenden, ungeachtet ihrer Staatsbürgerschaft. Ausgenommen sind nur wenige Berufsgruppen wie Lastwagenfahrer, medizinisches Personal und Erntehelfer sowie Reisende aus Irland, der Isle of Man und von den Kanalinseln. Die Maßnahme treffe vor allem Menschen aus Ländern, die weitaus niedrigere Infektionsraten als Großbritannien hätten, sagte O'Leary. Zudem sei es unmöglich zu überwachen, ob sich die Menschen an die Regelung hielten. Die britische Fluggesellschaft British Airways bereitet Medienberichten zufolge deswegen bereits eine Klage gegen die Regierung in London vor. In keinem anderen Land in Europa wurden bisher so viele Todesfälle verzeichnet wie im Vereinigten Königreich. Dort starben bisher mehr als 40 000 Menschen, nachdem sie positiv auf das neue Coronavirus getestet wurden. Die Zahl der Sterbefälle, bei denen Covid-19 als Ursache festgestellt wurde, liegt bei mehr als 48 000.

 

Montag, 8. Juni, 9.55 Uhr: Weniger Firmenpleiten im ersten Quartal

In den ersten drei Monaten 2020 sind trotz erster Auswirkungen der Corona-Krise weniger Firmen in Deutschland in die Pleite gerutscht als ein Jahr zuvor. 4683 Fälle meldeten die Amtsgerichte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes. Das waren 3,7 Prozent weniger als im ersten Quartal 2019, wie die Wiesbadener Behörde am Montag mitteilte. Die meisten Firmenpleiten gab es dabei im Handel einschließlich Kfz-Gewerbe mit 788 Fällen. Unternehmen des Baugewerbes stellten 761 Insolvenzanträge, im Gastgewerbe waren es 514 Fälle. Weil wesentlich mehr größere Unternehmen in die Pleite rutschten, lagen die Forderungen der Gläubiger mit rund 7,3 Milliarden Euro deutlich über der Summe des Vorjahreszeitraums (4,7 Mrd Euro).

Bislang habe die Corona-Pandemie "noch nicht dazu geführt, dass mehr Insolvenzverfahren eröffnet wurden", führten die Statistiker aus. Die Zahl der eröffneten Regelinsolvenzverfahren in Deutschland nahm im Mai wie schon im April ab. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Zahl im Mai um 14,9 Prozent. Allerdings hat der Gesetzgeber Unternehmen, die wegen der Corona-Krise zahlungsunfähig werden, vorübergehend von der Pflicht zum Insolvenzantrag befreit. Zudem kann die Bearbeitung von Anträgen in manchen Gerichten derzeit länger dauern, weil auch dort der Betrieb teils nur eingeschränkt läuft. Etliche Ökonomen rechnen für das Gesamtjahr mit einem spürbaren Anstieg der Firmenpleiten. Im ersten Quartal meldeten zusätzlich zu den Unternehmensinsolvenzen 20.672 sonstige Schuldner Insolvenz an und damit 6,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Darunter waren 15.095 Anträge von Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie 4659 Insolvenzanträge von ehemals Selbstständigen.

 

Montag, 8. Juni, 8.21 Uhr: Wie hoch ist die Corona-Gefahr beim Zahnarzt?

Schon vor Corona galten in Zahnarztpraxen strenge Vorschriften. Und doch arbeiten die Ärzte dicht am Gesicht der Patienten. Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr?

 

Montag, 8. Juni, 8.15 Uhr: Wie Servicekräfte mit der Maskenpflicht umgehen

Linke Hosentasche, rechte Jackentasche oder doch im Brillenetui? Während manche Kunden vor jedem Laden erneut nach dem unliebsamen Accessoire wühlen, haben die Mitarbeiter auf der anderen Seite der Schaufenster nicht den Luxus, den Mund-Nasen-Schutz immer wieder abnehmen zu können. Verkäufer müssen generell Mundschutz tragen, und auch für Personal im Servicebereich gilt die Maskenpflicht, sofern sie den Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einhalten können. Wie sich das gesundheitlich auf sie auswirkt und welche Vorgänge mit Maske besonders unpraktisch sind, erzählen drei Kaufbeurerinnen.

 

Montag, 8. Juni, 8.00 Uhr: Neuseeland erklärt Coronavirus für überwunden

Neuseeland hat das Coronavirus nach eigenen Angaben besiegt. Wie das Gesundheitsministerium am Montag bekanntgab, hat der letzte Patient im Land, eine Frau aus Auckland, seit 48 Stunden keinerlei Symptome mehr und gilt als genesen. Sie dürfe nun aus der Isolation entlassen werden. Da es damit keinen einzigen aktiven Infektionsfall mehr in Neuseeland gibt, werde man die Corona-Einschränkungen aufheben, kündigte die Regierung an. Dass Neuseeland erstmals seit Februar keinen aktiven Fall habe, sei ein "bedeutendes Zeichen auf unserer Reise", sagte Gesundheits-Generaldirektor Ashley Bloomfield. Das letzte Mal, dass in Neuseeland eine Neuinfektion gemeldet wurde, ist 17 Tage her. Regierungschefin Jacinda Ardern erklärte, dass zwar die strikten Grenzkontrollen beibehalten würden. Alle anderen Einschränkungen und Regeln würden aber in der Nacht zu Dienstag (Ortszeit) aufgehoben. Ziel sei gewesen, aus der Krise so schnell und sicher wie möglich herauszukommen, so dass die Landesgrenzen die vorderste Verteidigungslinie gegen das Virus bleiben und alle anderen Einschränkungen für die Wirtschaft beendet werden könnten, sagte sie. "Heute, 75 Tage später, sind wir bereit", so die Regierungschefin. Ihr Land hatte insgesamt 1504 bestätigte und mögliche Infektionsfälle gemeldet. 22 Menschen erlagen in Neuseeland der Lungenkrankheit.

 

Montag, 8. Juni, 7.50 Uhr: Kaum Abstand: Spahn nach Black-Lives-Matter-Demos besorgt

Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich nach den jüngsten Demonstrationen gegen Rassismus besorgt gezeigt über dichte Menschenmengen während der Corona-Pandemie. "Der Kampf gegen Rassismus braucht unser gemeinsames Engagement. Jeden Tag", erklärte Spahn auf Twitter. "Doch dicht gedrängte Menschenmengen mitten in der Pandemie besorgen mich." Mehr Infos.

 

Montag, 8. Juni, 7.12 Uhr: Übersicht: Fitnessstudios und Tanzschulen öffnen wieder

Pünktlich zum Start der Pfingstferien ging es mit dem Tourismus in Bayern wieder los. Nun stehen Lockerungen für Fitnessstudios und Tanzschulen an. Was Besucher dort nun beachten müssen, erfahren Sie hier.

 

Montag, 8. Juni, 6.43 Uhr: Der Grüne Punkt: Mehr Plastik-Müll in der Corona-Krise weggeworfen

Ob in Gesichtsmasken, Einmalhandschuhen oder als Verpackung für Essen to go - in der Corona-Krise scheint der Kunststoff ein Comeback zu haben. In der gelben Tonne von Privathaushalten landen seit März etwa zehn Prozent mehr Verpackungsabfälle, wie das in Köln sitzende Recyclingunternehmen Der Grüne Punkt mitteilt. Auch wenn im Gewerbebereich weniger Müll angefallen sei, habe der Kunststoffmüll damit insgesamt zugenommen. Für Frankfurt etwa verzeichnete die städtische Müllentsorgung FES in den Monaten März und April insgesamt 2608 Tonnen Verpackungsabfall - etwa elf Prozent mehr als in den Vorjahresmonaten. In den vergangenen Jahren gab es dagegen beim Verpackungsmüll von Privathaushalten in Deutschland zuletzt einen Abwärtstrend.

 

Montag, 8. Juni, 6.24 Uhr: Fitnessstudios und Freibäder dürfen wieder öffnen

Im Freistaat wird ab heute weiter gelockert: Kontaktfreie Indoor-Sportarten, etwa in Fitnessstudios, sind wieder möglich. Wie auch der Besuch von Freibädern - doch nicht alle haben geöffnet. Die schönsten Bäder im Allgäu hat unsere Redaktion in einer Bildergalerie zusammengefasst. Warum sich heute auch Hobby-Musiker freuen dürfen lesen Sie hier.

Bilderstrecke

Das sind die schönsten Freibäder im Allgäu

 

Montag, 8. Juni, 6.00 Uhr: Umfrage: Zwei Drittel der Deutschen sind für eine Corona-Impfung

Guten Morgen! Einen schönen Wochenstart wünscht Ihnen das Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Wir beginnen heute mit einem Umfrage-Ergebnis: Zwei von drei Menschen in Deutschland würden sich einer Umfrage zufolge gegen das Coronavirus impfen lassen. 67 Prozent seien „sicher“ oder „wahrscheinlich“ bereit, die Impfung durchzuführen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar. Im Vergleich mit den anderen G7-Ländern, also den großen westlichen Industrienationen, ist das der zweitniedrigste Wert. Nur Frankreich liege mit 58 Prozent darunter. Die größte Impfbereitschaft herrsche demnach bei den Briten (78 Prozent) vor den Italienern (74 Prozent).

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<< Alle Entwicklungen vom 01. Juni bis 07. Juni lesen Sie hier, in Teil 14 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

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<< Alle Entwicklungen vom 11. bis 17. Mai lesen Sie hier in Teil 11 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

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<< Alle Entwicklungen vom 20. bis 26. April lesen Sie hier in Teil 8 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

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