Corona-News im Allgäu

Corona-Newsblog, Teil 38 - Die Corona-Entwicklung im Allgäu vom 1. bis 12. Januar 2021 im Rückblick

Apothekerin Nadine Sallach hält zur Illustration eine Mund- und Nasenschutzmaske in den Händen. Ab dem 15. Dezember sollen Apotheken pro Person drei Schutzmasken gratis aushändigen. Das Angebot gilt für über 60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen.

Apothekerin Nadine Sallach hält zur Illustration eine Mund- und Nasenschutzmaske in den Händen. Ab dem 15. Dezember sollen Apotheken pro Person drei Schutzmasken gratis aushändigen. Das Angebot gilt für über 60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen.

Bild: Friso Gentsch, dpa

Apothekerin Nadine Sallach hält zur Illustration eine Mund- und Nasenschutzmaske in den Händen. Ab dem 15. Dezember sollen Apotheken pro Person drei Schutzmasken gratis aushändigen. Das Angebot gilt für über 60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen.

Bild: Friso Gentsch, dpa

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog, Teil 38, vom 1. bis 12. Januar 2021.
13.01.2021 | Stand: 16:06 Uhr

Dies ist ein Archiv-Artikel. Hier geht es zum aktuellen Corona-Newsblog der Allgäuer Zeitung.

Dienstag, 12. Januar, 21.15 Uhr: Bei Memmingen: Mann sperrt eigenmächtig Wanderparkplatz

Wegen Amtsanmaßung muss sich ein 62-Jähriger verantworten, der eigenmächtig einen Wanderparkplatz im Eisburger Wald bei Memmingen gesperrt hat. Ein Autofahrer hatte sein Fahrzeug dort abgestellt. Als er von seinem Spaziergang zurückkam, war der Parkplatz mit einem Absperrband versehen. Verantwortlich dafür war laut Polizei der 62-Jährige, auf dessen Pkw sich zudem ein Blaulicht befand. Er monierte, dass zu viele Menschen gegen die Ausgangsbeschränkungen verstoßen und hat deshalb die Initiative ergriffen.

Dienstag, 12. Januar, 20.45 Uhr: Corona: Ab Freitag Registrierungspflicht bei Einreise nach Österreich

In Österreich gilt aufgrund der Corona-Pandemie ab Freitag eine digitale Registrierungspflicht. Das Gesundheitsministerium veröffentliche Dienstagabend eine entsprechende Verordnung. Ab Freitag müssen sich Reisende elektronisch registrieren, sobald sie nach Österreich reisen. Ob Pendler und Durchreisende davon ausgenommen sind, erfahren Sie hier.

Dienstag, 12. Januar, 19.30 Uhr: Intensivbetten in einigen Allgäuer Kliniken werden knapp

Die Situation auf den Intensivstationen spitzt sich auch im Allgäu weiter zu. In einigen Krankenhäusern in der Region werden die Intensivbetten knapp, mancherorts sind sie bereits bis zur Grenze ausgelastet. So meldet etwa das Klinikum Kempten, dass alle 26 Intensivbetten belegt seien (Stand: 12. Januar). Auch in Kaufbeuren und Memmingen ist man an der oberen Grenze angelangt. Einen genauen Überblick über die Intensivbetten in den Allgäuer Krankenhäusern bekommen Sie aktuell hier bei uns.

Dienstag, 12. Januar, 19.05 Uhr: Merkel-Kritik an Umsetzung des Corona-Schutzes in Altenheimen

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Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt im Überblick vom 10. bis 16. September 2021

Kanzlerin Angela Merkel hat die Umsetzung der Pläne zum Schutz der Menschen in Alten- und Pflegeheimen durch die Länder kritisiert. Vieles sei nicht so ideal gelaufen, wie sie sich das gewünscht hätte, sagte Merkel am Dienstag nach Angaben von Teilnehmern in einer Online-Sitzung der Unionsfraktion. Wenn man sich eines Tages darüber unterhalte, was man aus der Situation gelernt habe, müsse man sich schon fragen, wie es mit dem föderalen Aufbau in Deutschland sei, wurde Merkel zitiert.

Sie betrübe die Lage in den Alten- und Pflegeheimen, sagte die Kanzlerin. So seien die rechtlichen Voraussetzungen für den Schutz der Menschen dort seit Monaten gegeben. Die Krankenkassen würden die Kosten für Tests der Bewohner und die Personalkosten übernehmen. Dies sei von der Bundesebene theoretisch vorbereitet worden. Die praktische Umsetzung sei aber sehr lückenhaft, kritisierte Merkel. Deshalb gebe es "diese beklemmende Situation in vielen Altenheimen".

Dienstag, 12. Januar, 18.40 Uhr: Söder verteidigt Vorstoß für mögliche Impfpflicht für Pflegekräfte

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat seinen Vorstoß für eine möglich Impfpflicht für Pflegekräfte verteidigt. "Ich werbe da für eine konsequente und offene Diskussion", sagte Söder am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. "Es ist wie immer in solchen Dingen, es wird zunächst mal gesagt: Nein, geht gar nicht. Also entweder wollen wir jetzt Corona besiegen oder wir wollen es nicht besiegen." Deshalb müsse zumindest die Debatte sein. "Ob es dann kommt, muss der Bund entscheiden." Eine allgemeine Corona-Impfpflicht lehnte Söder erneut ausdrücklich ab.

Wieso und von wem er für seinen Vorschlag bereits heftigen Gegenwind bekommt, erfahren Sie hier.

Dienstag, 12. Januar, 18.25 Uhr: Auszahlung von November-Coronahilfen kann starten

Nach Verzögerungen kann die Auszahlung der regulären Novemberhilfen für Firmen in der Corona-Krise nun starten. Die technischen Voraussetzungen dafür stehen, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Dienstag mitteilte. Damit könnten die Auszahlungen der Novemberhilfe durch die Länder ab sofort starten und umgesetzt werden.

Zuvor hatte es Verzögerungen gegeben, Grund war die Software für die Antragsseite. Seit Ende November fließen bereits Abschlagszahlungen, das ist ein Vorschuss auf spätere Zahlungen. Bislang wurden laut Ministerium mehr als 1,3 Milliarden Euro an Abschlagszahlungen geleistet.

Dienstag, 12. Januar, 18.15 Uhr: Erstmals Südafrika-Variante des Coronavirus in Deutschland entdeckt

Erstmals ist die Südafrika-Variante B.1.351 (auch: 501Y.V2) des Coronavirus in Deutschland nachgewiesen worden. Das Sozialministerium Baden-Württemberg teilte am Dienstag in Stuttgart mit, betroffen sei eine erkrankte Person aus dem Zollernalbkreis. Sie sei mit ihrer Familie von einem längeren Aufenthalt in Südafrika zurückgekehrt, alle hätten sich fünf Tage später testen lassen. "Diese Tests fielen negativ aus", hieß es. Eine Woche später hätten erste Familienmitglieder milde Krankheitssymptome entwickelt.

Mittlerweile seien Corona-Infektionen bei sechs Personen aus drei Haushalten nachgewiesen worden. Das Nationale Konsiliarlabor für Coronaviren, die Charité Berlin, habe die Abstrichprobe der zuerst erkrankten Person genauer untersucht und am Montag die Virusvariante B.1.351 - auch als 501Y.V2 bekannt - bestätigt. Nun würden auch die Abstriche der Kontaktpersonen untersucht, erklärte das Sozialministerium weiter.

Die südafrikanische Regierung hatte den Angaben nach Mitte Dezember über die rasche Zunahme der Infektionen mit der Variante berichtet. Diese sei erstmals im August am Ostkap in Südafrika nachgewiesen worden.

Dienstag, 12. Januar, 17.50 Uhr: Merkel fürchtet weitere acht bis zehn Wochen harten Lockdown

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat eindringlich dazu aufgerufen, alles zur Eindämmung der in Großbritannien aufgetauchten veränderten Variante des Coronavirus zu tun. Das Virus könne in sehr kurzer Zeit "die Führerschaft gegenüber dem alten Virus" übernehmen, sagte Merkel nach Angaben mehrerer Sitzungsteilnehmer in einer Online-Sitzung der Unionsfraktion. Das Auftreten der Mutation sei sehr beunruhigend.

Die gute Nachricht sei zwar, dass die Corona-Impfung dennoch wirksam bleibe, aber die Ausbreitungsgeschwindigkeit sei sehr viel stärker, warnte Merkel. Würde diese Virusvariante in Deutschland die Oberhand bekommen, wäre man wieder mitten im exponentiellen Wachstum der Infektionszahlen.

Zur Eindämmung sei notwendig, dass die Fallzahlen sänken und so Kontaktnachverfolgung möglich werde. Laut einem Bericht der "Bild" sagte Merkel, dass wohl weitere acht bis zehn Wochen "harte Maßnahmen" in Deutschland nötig seien. Damit wäre ein Ende des Lockdowns erst kurz vor Ostern in Sicht.

Deutschland müsse unter eine Inzidenz von 50 - also 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche - kommen, um die Verbreitung des mutierten Virus nachweisen zu können, sagte Merkel. Gegenwärtig sei man immer noch bei einer Inzidenz von 130 bis 140. "Das kann uns überhaupt nicht zufriedenstellen", wurde die Kanzlerin zitiert. Die zusätzlichen Kontaktbeschränkungen und deren Fortführung seien leider notwendig.

Dienstag, 12. Januar, 17.40 Uhr: Verkehrsbetriebe: Maskenkontrolle bleibt staatliche Aufgabe

Die Verkehrsunternehmen in Deutschland haben zurückhaltend auf die angekündigte FFP2-Maskenpflicht im bayerischen Nahverkehr reagiert. Es sei abzuwarten, wie die Verordnung umgesetzt werden solle, teilte Ingo Wortmann, der Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen, mit. "Wir sind dazu mit den zuständigen Behörden im Austausch und werden dabei auch nochmal auf die möglichen Probleme der Kontrollierbarkeit solcher Maßnahmen hinweisen." Die Durchsetzung der Maskenpflicht sei letztlich weiterhin eine staatliche Aufgabe.

Das bayerische Kabinett hatte am Dienstag beschlossen, dass in dem Bundesland vom kommenden Montag an eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel gilt.

Die Deutsche Bahn teilte mit: "Zur genauen Umsetzung der geplanten neuen Verordnung gehen wir auf die zuständigen Stellen zu." Auch die Bahn verwies darauf, dass das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen schon heute Pflicht sei. "Durch die Kontaktbeschränkungen während der Corona-Pandemie ist das Reiseaufkommen seit Ende letzten Jahres auf ein niedriges Niveau zurückgegangen", hieß es zur Auslastung. Der Trend setze sich fort und falle je nach regionaler Situation sehr unterschiedlich aus.

Die im Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen organisierten privaten Betriebe forderten angesichts des bayerischen Beschlusses: "Dem Fahrpersonal dürfen keine Kontroll- oder Prüfpflichten und auch keine Haftung für Verstöße auferlegt werden."

Dienstag, 12. Januar, 16.10 Uhr: Offenbar britische Corona-Mutation in Tirol entdeckt

In Jochberg in Tirol besteht bei 17 positiven Fällen der konkrete Verdacht auf die britsche Mutation des Coronavirus. Nun ist die gesamte Bevölkerung aufgerufen, sich testen zu lassen. Alle Hintergründe dazu hier.

Dienstag, 12. Januar, 15.55 Uhr: Landrat Alex Eder will Unterallgäuer Grundschulen öffnen lassen

Der Unterallgäuer Landrat Alex Eder hat bei der Regierung von Schwaben einen Antrag zur Öffnung der Grundschulen ab 18. Januar eingereicht. Die Erfahrung im Landkreis habe gezeigt, dass unter den aktuellen Hygienevorgaben keine Infektionsketten an Schulen festgestellt werden konnten. Was Eder konkret fordert, erfahren Sie hier.

Dienstag, 12. Januar, 14.30 Uhr: SPD lehnt Impfpflicht für Pflegekräfte ab

Die SPD im Bundestag hat einen Vorstoß von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zu einer Corona-Impfpflicht für Pflegepersonal zurückgewiesen. "Unser Ziel ist es, Menschen zu überzeugen. Eine Impfpflicht lehnen wir ab", sagte SPD-Fraktionsvize Bärbel Bas am Dienstag. Viele Pflegekräfte seien sich ihrer Verantwortung durchaus bewusst und ließen sich selbstverständlich impfen. Die Bereitschaft dazu steige. Jene, die noch skeptisch seien, gelte es zu überzeugen - mit einem funktionierenden Impfmanagement, transparenter Begleitforschung, einer innovativen öffentlichen Kampagne oder ganz praktisch durch den Arbeitgeber.

Söder hat eine Debatte über eine Impfpflicht in der Pflege gefordert. Wenn man höre und lese, dass sich wenige Pflegekräfte impfen lassen wollten, müsse man darüber diskutieren.

Dienstag, 12. Januar, 14.15 Uhr: Ferienhausverband: Ostersaison noch nicht abschreiben

Der Deutsche Ferienhausverband hat Äußerungen des Tourismusbeauftragten der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), zu Urlaubsreisen an Ostern scharf kritisiert. Der Verband sprach am Dienstag von einem "verheerenden Signal". Bareiß hält Urlaubsreisen in den Osterferien wegen Corona nur sehr eingeschränkt für möglich. "Ich glaube, dass Reisen etwas ist, dass die nächsten zwei, drei Monate noch sehr schwer vorstellbar ist", hatte er am Montag in der Sendung "Frühstart" von RTL und ntv gesagt.

"Wir teilen die Auffassung von Herrn Bareiß, dass derzeit alles daran gesetzt werden muss, die steigenden Infektionszahlen zu bremsen und die Pandemie in den Griff zu bekommen", sagte Michelle Schwefel, Verbands-Geschäftsstellenleiterin. "Jetzt aber, Mitte Januar, bereits die Ostersaison abzuschreiben, ist das falsche Signal", sagte Schwefel. "Anstatt Vermieter und Urlauber mit pauschalen Aussagen weiter zu verunsichern, wünschen wir uns eine engere Zusammenarbeit mit der Politik."

Zugleich kritisierte Schwefel, Corona-Hilfen erreichten die Branche nicht oder verspätet. Eigentümer von Ferienimmobilien, die privat oder im Nebenerwerb vermieteten, bekämen ohnehin keine staatlichen Hilfen. "Diese können sich ein Beherbergungsverbot bis Pfingsten nicht leisten, sagte Schwefel." Der Anteil privater Vermieter liegt den Angaben zufolge bei 70 Prozent.

Dienstag, 12. Januar, 12.30 Uhr: Epidemiologin: Homeoffice ist "essenziell" bei Kontaktreduzierung

Die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie, Eva Grill, dringt auf ein rasches Eindämmen der Corona-Pandemie. "Im Moment kann die Aussage nur sein, dass die Infektionszahlen so schnell wie möglich gesenkt werden müssen, und das gelingt nur im Zusammenspiel von allen verfügbaren Maßnahmen", teilte sie der Deutschen Presse-Agentur mit. Dazu zähle Homeoffice als "essenzieller Bestandteil der kontaktvermindernden Maßnahmen". "Das ist wirklich wichtig, dass Kontakte auf allen Ebenen vermieden werden, und auch Arbeitgeber sollten das aktiv fördern, dass Menschen nicht an die Arbeitsstelle pendeln müssen", so Grill am Dienstag.

Wie das aktuelle Infektionsgeschehen ist, lasse sich wegen weniger Tests und einiger geschlossener Labore üb

Dienstag, 12. Januar, 11.30 Uhr: Online-Registrierung fürs Impfzentrum Unterallgäu-Memmingen möglich

Wer sich gegen Covid-19 impfen lassen will, kann sich ab sofort im Internet dafür registrieren. Dazu besteht seit dieser Woche unter „impfzentren.bayern“ Gelegenheit - auch fürs Impfzentrum Unterallgäu-Memmingen. Wenn eine Online-Anmeldung nicht möglich ist, kann man sich in den kommenden Tagen auch telefonisch für eine Impfung in den Impfzentren in Bad Wörishofen oder Memmingen vormerken lassen. Das teilt das Landratsamt Unterallgäu mit.

Dienstag, 12. Januar, 11.30 Uhr: Auf Mallorca sollen Fahrgäste in Bussen und Bahnen den Mund halten

Zur Eindämmung von Corona-Infektionen sollen Fahrgäste in Bussen und Bahnen auf Mallorca und den anderen beliebten Ferieninseln der Balearen möglichst den Mund halten. Das sei eine der Maßnahmen, an die sich die Menschen nach dem Willen der Regionalregierung ab Mittwoch halten sollten, schrieb die deutschsprachige "Mallorca-Zeitung". Neben der schon lange geltenden Maskenpflicht könne dies das Risiko einer Ansteckung vermindern.

Angesichts schnell steigender Infektionszahlen hatten die Behörden ab Mittwoch auch Treffen im privaten Kreis mit Personen, die nicht im eigenen Haushalt leben, weitgehend verboten. Außerdem ordneten sie die Schließung aller Restaurants, Bars, Einkaufszentren und Fitnessstudios an.

Dienstag, 12. Januar, 10.45 Uhr: Arbeitsminister Heil: Keine Impfpflicht für Pflegekräfte

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) lehnt eine Impfpflicht für Pflegekräfte in Alten- und Pflegeheimen ab. "Im Moment über eine Impfpflicht zu spekulieren, verbietet sich", sagte Heil am Dienstagmorgen in der Sendung "Frühstart" von RTL und ntv. Die bisherige Entscheidung gegen eine Impfpflicht halte er für richtig. "Ich will vor allem Impfakzeptanz. Jetzt geht es darum, aufzuklären, dass Impfen wichtig ist", sagte Heil. Man müsse bei Pflegekräften und Medizinern dafür werben.

Zuvor hatte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine Debatte über eine Impfpflicht für Pflegekräfte gefordert.

Dienstag, 12. Januar, 10.30 Uhr: Astrazeneca beantragt Zulassung von Corona-Impfstoff in der EU

Der schwedisch-britische Pharmakonzern Astrazeneca hat die Zulassung seines Corona-Impfstoffes bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA beantragt. Die Bewertung des Vakzins werde "in einem beschleunigten Zeitrahmen" erfolgen, teilte die EMA am Dienstag in Amsterdam mit. Der Impfstoff könnte nach Einschätzung der EU-Kommission Ende Januar zugelassen werden. Die Kommission hat bis zu 400 Millionen Dosen des Mittels für die 27 EU-Staaten bestellt.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßte die Ankündigung als gute Nachricht. Die EMA werde die Sicherheit und Wirksamkeit beurteilen. "Sobald der Impfstoff eine positive wissenschaftliche Beurteilung erhält, werden wir mit vollem Tempo daran arbeiten, die Nutzung in Europa zuzulassen", schrieb von der Leyen auf Twitter.

Dienstag, 12. Januar, 10 Uhr: Städtetag: Debatte über Impfpflicht kommt zu früh

Die vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) angestoßene Debatte über eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen kommt aus Sicht des Deutschen Städtetags zu früh. Er verstehe zwar, dass man auf die Idee komme, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, Helmut

Dedy, im SWR2-"Tagesgespräch". Gerade in den Pflegeheimen habe man eine ausgeprägte Impfzurückhaltung, teilweise seien dort nur 30 Prozent der Beschäftigten bereit, sich impfen zu lassen. "Ich

glaube trotzdem, dass der Gedanke zur falschen Zeit kommt", sagte er.

Dienstag, 12. Januar, 9.30 Uhr: Formel 1 startet nicht in Melbourne: Auftakt Ende März in Bahrain

Die Formel 1 startet erst Ende März in Bahrain in die neue Saison. Wegen der Corona-Pandemie musste die Motorsport-Serie den geplanten Auftakt im australischen Melbourne absagen und das Rennen auf November verschieben. Zudem wurde der Grand Prix in China vorerst abgesagt, wie die Formel 1 am Dienstag mitteilte.

Dienstag, 12. Januar, 9 Uhr: Söder fordert Debatte über Impfpflicht für Pflegekräfte

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat erneut eine Debatte über eine Impfpflicht für Pflegekräfte in Alten- und Pflegeheimen gefordert. "Wir müssen uns überlegen, ob wir für die besonders hochsensiblen Bereiche, das sind die Alten- und Pflegeheime, den Schutz besonders erhöhen", sagte Söder am Dienstagmorgen im ZDF-"Morgenmagazin". Wenn man höre und lese, dass sich dort wenige Pflegekräfte impfen lassen wollten, müsse man darüber diskutieren. "Der deutsche Ethikrat sollte sich damit beschäftigen", sagte Söder. Zuvor hatte sich der CSU-Chef bereits in der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstag) entsprechend geäußert.

Dienstag, 12. Januar, 8.15 Uhr: Gemeindebund verteidigt Gesundheitsämter wegen schleppender Meldungen

Der Städte- und Gemeindebund hat die Gesundheitsämter gegen Kritik wegen der teils schleppenden Meldung von Infektionszahlen verteidigt. "Die Gesundheitsämter arbeiten seit März an ihrer Leistungsgrenze, die müssen auch mal frei machen", sagte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Deshalb würden einige Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut am Wochenende keine Infektionszahlen melden. Dass die Zahlen montags niedriger seien, liege aber auch daran, dass weniger getestet werde.

Bei der Digitalisierung der Gesundheitsämter gebe es noch Aufholbedarf, räumte Landsberg ein. Der Aufholprozess laufe seit Monaten, brauche aber seine Zeit. "Man muss überlegen, die Gesundheitsämter waren vor der Pandemie nicht im Zentrum der Politik."

Dienstag, 12. Januar, 7.45 Uhr: Corona-Effekt: Stärkstes Wachstum im PC-Markt seit zehn Jahren

Das Arbeiten und Lernen zuhause in der Corona-Pandemie hat dem PC-Markt im vergangenen Jahr zum stärksten Wachstum seit 2010 verholfen. Computer seien wieder zu einem unentbehrlichen Gerät geworden, sagte Analystin Mikako Kitagawa von der Marktforschungsfirma Gartner zur Vorlage aktueller Absatzzahlen am Montag. Allerdings habe es auch einen Verkaufsrekord bei Gaming-PCs gegeben, betonte ihr Kollege Ryan Reith von der Analysefirma IDC.

Die beiden großen IT-Marktforscher definieren die Produktkategorie der Personal Computer etwas unterschiedlich und kamen daher auf unterschiedliche Zahlen. IDC errechnete für 2020 ein Absatzplus von gut 13 Prozent auf 302,6 Millionen Geräte. Gartner, das zum Beispiel die Chromebooks mit Google-Software nicht mitberechnet, kam auf ein Plus von 4,8 Prozent bei gut 275 Millionen verkauften Notebooks und Desktop-Rechnern.

Dienstag, 12. Januar, 7.15 Uhr: Coronavirus bei Gorillas im Zoo von San Diego festgestellt

Im Zoo von San Diego (US-Staat Kalifornien) sind Gorillas positiv auf Coronavirus getestet worden. Mittels Stuhlprobentests sei die Infektion bei zwei Tieren, die gehustet hätten, festgestellt worden, teilte der Zoo am Montag mit. Es sei nicht auszuschließen, dass weitere Tiere in der Gruppe infiziert seien, hieß es.

Die Gorillas befinden sich gemeinsam in Quarantäne. Sie würden essen und trinken und es gehe ihnen abgesehen von Husten und leichten Beschwerden gut, sagte Zoo-Leiterin Lisa Peterson in einer Mitteilung. "Wir hoffen auf eine vollständige Genesung".

Es wird vermutet, dass sich die Tiere trotz Sicherheitsvorkehrungen des Zoos bei einem asymptomatischen Mitarbeiter angesteckt haben.

Dienstag, 12. Januar, 7 Uhr: IG BAU warnt vor Corona-Fallen Transporter und Container

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt hat vor zunehmender Corona-Infektionsgefahr am Bau gewarnt. Der Infektionsschutz müsse in den kommenden Wochen noch einmal verbessert werden, wenn immer mehr Arbeiten in den Innenausbau verlegt würden, erklärte Gewerkschaftschef Robert Feiger am Dienstag in Frankfurt. Er forderte mehr FFP2-Masken und Testmöglichkeiten für die Arbeiter. Angesichts steigender Fallzahlen und einer drohenden Ausbreitung neuer Virus-Mutationen gebe es eine "neue Dimension bei der Infektionsgefahr im Job".

Dienstag, 12. Janaur, 6.45 Uhr: Größter Corona-Ausbruch seit Monaten: China weitet Lockdown aus

Nach dem größten Ausbruch des Coronavirus in China seit Monaten haben die Behörden die Ausgangssperren für Millionen von Menschen vor den Toren Pekings ausgeweitet. Nach den 18 Millionen Einwohnern der Metropolen Shijiazhuang und Xingtai sollen auch die fünf Millionen Bewohner des Verwaltungsbezirks von Langfang südlich der chinesischen Hauptstadt für sieben Tage nicht vor die Tür, wie die Stadtregierung am Montag verkündete.

Nachdem China das Virus seit dem Sommer nach offiziellen Angaben weitgehend im Griff und das Leben sich längst normalisiert hatte, sind die Behörden höchst alarmiert. Bisher wurden rund 500 Infektionen in der Provinz Hebei nachgewiesen, die Peking umschließt.

Dienstag, 12. Januar, 6.30 Uhr: Kaufbeuren nur noch knapp unter 200er-Inzidenzwert

Die Stadt Kaufbeuren hat aktuell den höchsten Inzidenzwert im Allgäu. Das RKI gab ihn am Dienstagmorgen mit 198,2 an. Damit liegt Kaufbeuren nur noch knapp unter der 200er Marke, die mit deutlichen Einschränkungen einhergeht. Die aktuellen Inzidenzwerte der Landkreise und kreisfreien Städte im Allgäu lesen Sie hier.

Dienstag, 12. Januar, 6.15 Uhr: Biontech bietet seinen Beschäftigten freiwillige Impfung an

Der Impfmittel-Hersteller Biontech bietet seinen Beschäftigten im Kampf gegen Corona nach einem Zeitungsbericht eine freiwillige Impfung an. Der Impfstoff solle auch Lieferanten und Vertriebspartnern in Deutschland und Österreich zur Verfügung gestellt werden, "die aktiv und direkt am Produktions- und Vertriebsprozess beteiligt sind", teilte das Unternehmen am Montag der Zeitungsgruppe VRM mit. Alle damit verbundenen Kosten würden von Biontech übernommen.

Das Unternehmen aus Mainz vertreibt den Impfstoff zusammen mit dem US-Pharmakonzern Pfizer. Wegen der großen Nachfrage solle die Produktion von 1,3 auf zwei Milliarden Impfstoffdosen erhöht werden, hieß es. Um das gewährleisten zu können, brauche es nach Ansicht von Biontech jede Frau und jeden Mann im Unternehmen, so die Zeitungen ("Allgemeine Zeitung Mainz", "Darmstädter Echo", "Wiesbadener Kurier").

Dienstag, 12. Januar, 6 Uhr: WHO: Expertenteam beginnt Suche nach Ursprung des Virus in Wuhan

Das internationale Expertenteam zur Untersuchung des Ursprungs des Coronavirus wird seine Arbeit nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Wuhan beginnen. China hatte für die Anreise der Experten nach langen Verzögerung am Montag grünes Licht gegeben. Sie sollen am Donnerstag eintreffen. In Wuhan wurden die ersten Fälle von Infektionen mit dem damals neuen Virus vor gut einem Jahr bekannt. Bislang war unklar, wie frei sich die internationalen Experten bewegen können und wann eine Reise nach Wuhan stattfinden würde. Zunächst müssen die Einreisenden allerdings in China eine zweiwöchige Quarantäne absolvieren.

"Die Studien beginnen in Wuhan, China, um die mögliche Infektionsquelle bei den frühen Fällen zu identifizieren", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Dienstag, 12. Januar, 5.45 Uhr: 12.802 Corona-Neuinfektionen und 891 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 12 802 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 891 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Dienstagmorgen bekanntgab. Der Höchststand von 1188 neuen Todesfällen war am Freitag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten.

Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel herum Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. "In den letzten Tagen sind die Fallzahlen wieder angestiegen. Ob sich dieser Trend, über die erwarteten Nachtestungen und Nachmeldungen hinaus, weiter fortsetzt, wird sich erst im Laufe der nächsten Tage zeigen", hatte das RKI am Wochenende mitgeteilt.

Dienstag, 12. Januar, 5.30 Uhr: Forscher: Brauchen bessere Datengrundlage für Corona-Entscheidungen

Um die Entwicklung der Corona-Pandemie wirklich beurteilen und Rückschlüsse für Gegenmaßnahmen ziehen zu können, muss die Datenbasis aus Sicht der Wissenschaft verbessert werden. "Wir können unsere Entscheidungen noch nicht gut begründen, auf Grundlage von Daten", sagte Hajo Zeeb vom Bremer Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie der Deutschen Presse-Agentur. "Wir wissen nicht mal hinterher, was ausschlaggebend gewesen ist."

Unter anderem verwies er darauf, dass um die Feiertage weniger getestet wurde. So sei schwer einzuschätzen, wie sich die Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen über Weihnachten ausgewirkt hätten. Auch fehlten aussagekräftige Angaben zur Ausbreitung des mutierten Coronavirus vom Typ B.1.1.7 in Deutschland, weil der Anteil der daraufhin untersuchten Proben hierzulande viel zu gering sei.

Montag, 11. Januar, 20.20: Künftiger US-Präsident Biden bekommt zweite Dosis der Corona-Impfung

Der künftige US-Präsident Joe Biden hat die zweite Dosis seiner Impfung gegen das Coronavirus bekommen. Biden ließ sich das Präparat am Montag in Newark in seinem Heimat-Bundesstaat Delaware vor laufenden Kameras verabreichen. Der Demokrat hatte sich bereits die erste Dosis der Impfung Ende Dezember öffentlich geben lassen, um für Vertrauen in die Impfstoffe zu werben. Seine oberste Priorität im neuen Amt werde sein, die Impfungen im Land voranzutreiben, sagte Biden am Montag. Am 20. Januar wird der Demokrat als neuer US-Präsident vereidigt werden.

Montag, 11. Januar, 19 Uhr: 15-Kilometer-Regelung - das muss man beachten

Alle Fragen und Antworten rund um die 15-Kilometer-Regel finden Sie hier.

Montag, 11. Januar, 18.18 Uhr: Zahl der Corona-Fälle im Türkheimer Seniorenzentrum steigt

In Türkheim (Unterallgäu) gibt es immer mehr Fälle in einem Seniorenheim. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 11. Januar, 17.45 Uhr: 84-jährige Eheleute wollen Sofort-Impfung - Gericht lehnt Antrag ab

84-jährige Eheleute aus Essen sind vor Gericht mit ihrem Eilantrag gescheitert, unverzüglich eine Corona-Impfung zu bekommen. Wie das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen am Montag mitteilte, hatte das Ehepaar argumentiert, dass Über-80-Jährige dem höchsten Risiko ausgesetzt seien. Es sei aus daher rechtswidrig, dass in Essen - wie in ganz NRW - zunächst alle Bewohnerinnen und Bewohner der Pflegeheime geimpft würden; inklusive derjenigen, die noch nicht 80 sind.

Das Verwaltungsgericht entschied, dass die Antragsteller auf die Öffnung des Impfzentrums und die Freischaltung der Telefonnummer für die Terminvergabe warten müssen (Az. 20 L 1812/20). Es sei keine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung, dass die Pflegeheime als erste dran sind. Das Schutzbedürfnis sei dort ungleich höher. Dies entspreche den Erkenntnissen und Empfehlungen der Ständigen Impfkommission. Die Über-80-jährigen, die noch in häuslicher Umgebung wohnten, seien deutlich weniger Kontakten ausgesetzt als Heimbewohner.

Montag, 11. Januar, 16.20 Uhr: Wegen rasant steigender Corona-Zahlen: Ski-Klassiker in Wengen abgesagt

Das Rennen in Wengen gilt als eines der Highlights in der Ski-Saison - nun wurde es wegen steigender Corona-Zahlen abgesagt. Was das mit der Virus-Mutation zu tun haben könnte, erfahren Sie hier.

Montag, 11. Januar, 16.10 Uhr: Plasmaspenden für Covid-Patienten - Förderung von der EU

Um Covid-19-Patienten zu helfen, fördert die EU-Kommission die Sammlung von Blutplasma bereits immuner Menschen. "Wir tun alles, um den Bürgern sichere und wirksame Therapeutika gegen Covid-19 zur Verfügung zu stellen", erklärte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Montag.

Insgesamt unterstützt die EU-Kommission 24 Projekte unter anderem in Deutschland, Spanien und Großbritannien. Diese wiederum verteilen die Hilfen an insgesamt rund 150 lokale Blut- und Plasmasammelzentren. Die Blutspendedienste können die Zuschüsse im Wert von insgesamt 36 Millionen Euro unter anderem dafür nutzen, Geräte für die Plasmasammlung oder Labortests zu kaufen.

Das Blutplasma bereits genesener Covid-19-Patienten enthält Antikörper. Es wird Infizierten verabreicht, um deren Abwehr gegen das Virus zu stärken. Ob diese passive Immunisierung tatsächlich wirksam ist, müssen klinische Studien erst noch gesichert nachweisen. Vorläufige Ergebnisse sind der EU-Kommission zufolge vielversprechend.

Montag, 11. Januar, 16.05 Uhr: Biontech peilt Produktion von zwei Milliarden Impfdosen an

Biontech und Pfizer wollen nun mehr Impfdosen produzieren als bisher geplant. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 11. Januar, 15.10: Corona-Fälle bei Aston Villa bringen den Premier-League-Spielplan durcheinander

In der englischen Premier League ist die für Mittwoch geplante Partie zwischen Aston Villa und Tottenham Hotspur auf Wunsch der Gastgeber abgesagt worden. Grund dafür ist die hohe Zahl von Villa-Spielern und -Mitarbeitern, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden oder wegen Kontakts mit Betroffenen in Isolation gehen mussten.

Wie sich dadurch der Spielplan der Premier League ändert, erfahren Sie hier.

Montag, 11. Januar, 15 Uhr: Ein neuer Todesfall im Allgäu

Im Ostallgäu ist erneut eine Person an oder mit Covid-19 gestorben. Die Zahl der Corona-Toten im Allgäu steigt somit auf 304.


Montag, 11. Januar, 14.20 Uhr: Zahlreihe bayerische Gebiete sollen für Ausflügler gesperrt werden

Gebiete wie der Landkreis Regen sind von der 15-Kilometer-Regel betroffen und wollen daher keine Ausflügler mehr hereinlassen. Genaueres dazu lesen Sie hier.

Montag, 11. Januar, 12.25 Uhr: Virologin: Vorteil durch 15-Kilometer-Regel infektiologisch fraglich

Virologen sehen die seit heute geltende 15-Kilometer-Regel in Corona-Hotspots in Bayern zurückhaltend. "Eine 15-Kilometer-Grenze bringt infektiologisch gesehen zunächst keinen Vorteil", sagt Ulrike Protzer, Direktorin des Instituts für Virologie am Helmholtz Zentrum München und Leiterin des Instituts für Virologie der Technischen Universität München.

"Natürlich erschrecken einen die Bilder von überfüllten Ausflugszielen zunächst", sagt Protzer. "Aber wenn man die Ansammlung von Menschen vermeiden will, ist es vielleicht doch effizienter, für einzelne Orte gezielt Zugangsbeschränkungen einzuführen, zum Beispiel wenn die Parkplätze sich füllen die Zugangsstraßen zu sperren, als generell den Bewegungsradius einzuschränken." Denn dies berge die Gefahr, dass sich in den Ballungsräumen noch mehr Menschen auf engem Raum bewegen müssten, und die innerstädtischen Parks und Grünflächen dann erst recht überfüllt seien. "Und da trifft man dann auch schnell einmal Menschen, die man kennt, und vergisst dabei vielleicht die notwendigen Abstandsregeln."

Seit Montag dürfen Bewohner von Landkreise und kreisfreien Städte, in denen es mehr als 200 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gibt, Ausflüge nur noch in einem Radius von 15 Kilometern um den Wohnort machen.

Montag, 11. Januar, 10.50 Uhr: Microsoft Teams statt Mebis? - So packen Allgäuer Schulen den Distanz-Unterricht an

Auch in Buchloe im Ostallgäu kämpften Schüler und Lehrer vor den Weihnachtsferien mit den Schwächen der Online-Lernplattform Mebis. Deshalb wird dort nun ein weiteres Tool eingesetzt, das die digitale Kommunikation erleichtern soll. Wie der Distanz-Unterricht dort funktioniert, erfahren Sie hier.

Montag, 11. Januar, 10.30 Uhr: Bayerisches Kultusministerium: Lernplattform Mebis funktioniert derzeit

Bayerns vielgescholtene Lernplattform Mebis hat nach Angaben des Kultusministeriums am Montag mit Beginn des Distanzunterrichts funktioniert. Minister Michael Piazolo (Freie Wähler) war vor den Weihnachtsferien wegen wiederholt aufgetretener Probleme bei Mebis massiv in die Kritik geraten. Nicht nur die Opposition forderte daraufhin seinen Rücktritt, auch aus den Reihen der CSU kam direkte Kritik.

Seit Montag müssen Bayerns Schüler von zu Hause aus lernen, weil wegen des coronabedingten Lockdowns auch die Schulen geschlossen sind - nur eine Notbetreuung findet statt. Piazolo appellierte am Montagmorgen im Bayerischen Rundfunk an die Lehrer, auch im Distanzunterricht den Kontakt zu den Schülern zu halten, notfalls telefonisch.

Zuvor hatte er wiederholt erklärt, es müsse im Distanzunterricht ein großer Fundus an Lerninstrumenten genutzt werden, vom Schulbuch, über das Telefon bis zu Messengerdiensten und Videoangeboten wie Microsoft Teams. Viele Schulen und Kommunen hätten auch bereits eigene Möglichkeiten und Konzepte geschaffen, bis hin zu Cloud-Lösungen. Bayerns Schulen bleiben mindestens bis Ende Januar geschlossen.

Montag, 11. Januar, 10.15 Uhr: Moderna-Impfstoff wird heute nach Deutschland geliefert

Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna soll nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn noch an diesem Montag an einen zentralen Punkt in Deutschland geliefert werden und am Dienstag an die Bundesländer gehen. Dann könnten die Impfzentren beginnen, auch dieses Präparat zu impfen, sagte Spahn. Alles zum aktuellen Stand der Corona-Impfungen in Deutschland erfahren Sie hier.

Montag, 11. Januar, 9.30 Uhr: Tübinger OB Palmer will Ende des Lockdowns Anfang Februar

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) fordert ein Ende der strikten Corona-Maßnahmen. "Es reicht jetzt", sagte er am Sonntagabend in der "Bild"-Sendung "Die richtigen Fragen". Anfang Februar müsse kontrolliert wieder geöffnet werden. Nach den Worten Palmers steigen die Schäden an der Wirtschaft und Gesellschaft expotenziell.

"Der Innenstadthandel ist schon auf der Intensivstation, der fällt bald ins Koma. Die Insolvenzen werden anrollen. Ich meine, wir halten das nicht durch", so der Grünen-Politiker. Es sei der falsche Weg, die Zahl der Neuinfektionen zuerst auf unter 50 pro 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen zu drücken. Unter diesen Umständen werde der Lockdown noch mehrere Monate dauern.

Tübingen hatte mit seiner Anti-Corona-Strategie, dem sogenannten Tübinger Weg, bundesweit viel Lob erhalten. Schon Anfang September waren etwa regelmäßige Corona-Tests für das Personal in Alten- und Pflegeheimen eingeführt worden. Damit sollte das Eindringen des Virus in die Einrichtungen verhindert werden. Zuletzt gab es aber auch Rückschläge - so wurden Mitte Dezember Infektionen in drei Pflegeheimen registriert.

Montag, 11. Januar, 7.50 Uhr: WHO-Team sucht in China nach Ursprung von Sars-CoV2

Ein Team von internationalen Gesundheits-Experten startet in China eine Suche nach dem Ursprung des Corona-Virus. Die Mission ist heikel, weil die Chinesen fürchten, als Hauptschuldiger der Pandemie dargestellt zu werden. Warum die Suche deshalb schwierig werden dürfte, erfahren Sie hier.

Montag, 11. Januar, 6.45 Uhr: Die aktuellen Inzidenzwerte fürs Allgäu

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt laut RKI im Allgäu weiter. Das Unterallgäu schrammt am Montag haarscharf an der Inzidenz von 200 vorbei. Ab diesem Wert würde gemäß den seit heute geltenden Vorschriften die 15-Kilometer-Regelung in Kraft treten - ab einer Inzidenz von mehr als 200 dürfen sich die Menschen dann nur noch in einem Radius von 15 Kilometern um den eigenen Wohnort bewegen (ab Ortsgrenze). Auch in Kaufbeuren ist der Inzidenzwert wieder deutlich gestiegen.

Der Überblick zu allen Landkreisen und kreisfreien Städten in der Region hier.

Montag, 11. Januar, 6.15 Uhr: RKI: Nach erstem Lockdown weniger Fälle anderer Krankheiten gemeldet

Nach dem ersten Lockdown in der Corona-Pandemie 2020 haben die gemeldeten Fallzahlen vieler anderer Infektionskrankheiten laut einer Analyse des Robert Koch-Instituts (RKI) um gut ein Drittel abgenommen. Zwischen März und Anfang August 2020 seien rund 140.000 Fälle gemeldet worden - 35 Prozent weniger als aufgrund der Daten von Januar 2016 bis Februar 2020 zu erwarten gewesen wären, teilte Sonia Boender vom RKI-Fachgebiet Surveillance auf Anfrage mit. Saisonale Effekte und Trends seien berücksichtigt worden.

Für die Analyse wurden Zahlen von meldepflichtigen Krankheiten und Erregern wie beispielsweise Grippe, Tuberkulose, Windpocken, Syphilis und Noroviren berücksichtigt. Die Gründe für den Rückgang beschreibt das RKI als vielschichtig und erregerspezifisch.

Sicherlich hätten auch die Corona-Maßnahmen einen Einfluss auf die Übertragung von anderen Krankheiten gehabt, erläuterte Boender. Auch die aktuelle Grippe-Saison 2020/21 hat nach bisherigen Meldedaten sehr verhalten begonnen. Erfasst sind 266 im Labor bestätigte Fälle seit Anfang Oktober, wie aus dem Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza hervorgeht. Im Vorjahr seien um diese Zeit wesentlich mehr solcher Infektionen übermittelt worden, hieß es. Bereits im Frühjahr 2020 hatte die Grippesaison ein verfrühtes Ende gefunden. Das wurde auch auf die Corona-Maßnahmen zurückgeführt.

Montag, 11. Januar, 6 Uhr: 12.497 Corona-Neuinfektionen und 343 neue Todesfälle gemeldet

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 12.497 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 343 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Der Höchststand von 1.188 neuen Todesfällen war am Freitag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten.

An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel herum Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Montagmorgen bei 166,6. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten Sachsen mit 359,8 und Thüringen mit 316,2. Den niedrigsten Wert hatte Bremen mit 90,9. Wegen der Feiertage um den Jahreswechsel sind die Wochenwerte aber ebenfalls mit Vorsicht zu bewerten.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.921.024 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 11.01., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 40.686. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.545.500 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Sonntag bei 1,18 (Vortag: 1,17). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 118 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Das RKI betont in seinem Bericht aber, "dass der R-Wert gegebenenfalls unterschätzt wird", da um den Jahreswechsel Corona-Fälle nur verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt werden.

Sonntag, 10. Januar, 20.10 Uhr: Scholz: Impfstoff ist der einzige Weg aus der Krise

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat deutlich gemacht, dass aus seiner Sicht Impfen der einzige Weg aus der Corona-Pandemie ist. "Es gibt den Impfstoff als den Ausweg aus der Krise. Und ansonsten gibt es keine Möglichkeit sicherzustellen, dass wir das Infektionsgeschehen in den Griff bekommen. Was wir jetzt machen können, ist dafür zu sorgen, dass sich das Virus nicht zu schnell verbreitet", sagte der SPD-Politiker am Sonntagabend in der ZDF-Sendung "Berlin direkt".

Sonntag, 10. Januar, 19.35 Uhr: England setzt auf massenhaft Corona-Schnelltests

In England sollen schon bald flächendeckend Menschen ohne Symptome im Schnellverfahren auf das Coronavirus getestet werden. Zwei Millionen Antigen-Tests seien dafür bei einem britischen Hersteller bestellt worden, teilte Gesundheitsminister Matt Hancock am Sonntag mit. Millionen weitere Tests könnten in den kommenden Monaten hinzukommen. Anfangs hatte die Regierung das Projekt als "Operation Moonshot" (Mondflug) bezeichnet.

Die Tests seien ab kommenden Freitag verfügbar, hieß es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums. Innerhalb von 30 Minuten zeigen sie ein Ergebnis an. Damit will die Regierung asymptomatische Fälle aufspüren und so Übertragungsketten durchbrechen. Getestet werden sollen zunächst vor allem Menschen, die nicht von zuhause aus arbeiten können.

Sonntag, 10. Januar, 18.20 Uhr: Auch anderorts strömen die Ausflügler in die Wintersportgebiete

Bilderstrecke

Fichtelgebirge, Schwarzwald, Harz: Besucher stürmen Wintersportgebiete

Sonntag, 10. Januar, 17.30 Uhr: Landkreis Regen schließt Touristen wegen hoher Coronazahlen aus

Tagesausflügler dürfen ab Montag nicht mehr in den Landkreis Regen kommen. Den Grund dafür erfahren Sie hier. Eine ähnliche Forderung gab es auch schon für Oberstaufen.

Sonntag, 10. Januar, 17.05 Uhr: Strenge Kontrollen zum Ferienende

Die Polizei hat am Wochenende in Bayern streng kontrolliert - vor allem die Reiserückkehrer. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 10. Januar, 16.55 Uhr: So erleben Menschen aus der Region in Medizinberufen die Pandemie

Sieben Menschen aus der Region, die in medizinischen Berufen arbeiten, erzählen von ihren Sorgen und Erlebnissen während der Corona-Pandemie. Die ganze Geschichte finden Sie hier.

Sonntag, 10.Januar, 15.50 Uhr: Deutlich weniger Asylanträge im Corona-Jahr 2020

Die Zahl der Asylanträge in Deutschland ist 2020 gesunken. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 10. Januar, 15.20 Uhr: Ein neuer Todesfall im Allgäu

Im Allgäu ist erneut eine Person an oder mit Covid-19 gestorben, dieses Mal in Kaufbeuren. Das meldet das LGL.

Sonntag, 10. Januar, 15 Uhr: 7-Tage-Inzidenz im Unterallgäu weiter über 200

Das Unterallgäu liegt derzeit als einziger Allgäuer Landkreis über dem Inzidenzwert 200. Laut dem LGL hat sich der Wert vor allem in Kaufbeuren (184,69) erhöht. Kempten hat noch immer die niedrigste 7-Tage-Inzidenz im Allgäuer Vergleich. Die aktuellen Corona-Fallzahlen für das Allgäu finden Sie hier.

Sonntag, 10. Januar, 12.10 Uhr: Polizei löst drei Corona-Partys im Allgäu auf

Die Polizei im Allgäu hat in der Nacht von Samstag auf Sonntag gleich drei Corona-Partys auflösen und diverse Verstöße gegen die geltenden Corona-Regeln geahndet. Vor allem feiernde Personen erwarten nun Anzeigen oder ein Bußgeld. Die Polizei-Bilanz der vergangenen Nacht.

Sonntag, 10. Januar, 10.30 Uhr: Zoos verlieren Millionen durch Corona - Verband ruft nach Hilfe

Der bundesweite Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) drängt angesichts der kritischen Situation in Corona-Zeiten auf staatliche Hilfe. "Wenn unsere Zoos jetzt unverschuldet in finanzielle Engpässe geraten, würden wir es natürlich begrüßen, wenn der Staat Verantwortung übernehmen und passende Hilfsprogramme auflegen würde", sagte VdZ-Geschäftsführer Volker Homes der dpa. "Schließlich können wir unsere Tiere kaum in Kurzarbeit schicken. Diese Hilfe wäre gelebter Tierschutz", sagte Homes.

Allein in Nordrhein-Westfalen, wo es nach Angaben der Initiative NRW Partner Zoo die höchste Zoo-Dichte weltweit gibt, haben die Tierparks durch die coronabedingten Schließungen und Besucherbegrenzungen im vergangenen Jahr Millionen an Einnahmen eingebüßt. Sie leben derzeit von ihren Rücklagen.

Sonntag, 10. Januar, 9.10 Uhr: Allgäuer Polizei erwartet weiteren Besucher-Ansturm am Sonntag

Trotz Corona-Pandemie und Appellen, zu Hause zu bleiben, strömten die Ausflügler am Samstag ins Allgäu. Parkplätze waren teilweise schon morgens überfüllt. Die Polizei erwartet heute sogar noch mehr Andrang an beliebten Allgäuer Ausflugszielen. Am Schwansee wird deshalb am Sonntag auch wieder die "Schlittschuhstreife" eingesetzt. Polizisten mit Schlittschuhen sollen auf dem Eis an die geltenden Anti-Corona-Maßnahmen erinnern und Verstöße ahnden. In den vergangenen Tagen waren bis zu 600 Personen auf dem zugefrorenen See.

Auch in Baad im Kleinwalstertal waren die Parkplätze bereits am Samstagvormittag voll belegt.
Auch in Baad im Kleinwalstertal waren die Parkplätze bereits am Samstagvormittag voll belegt.
Bild: Benedikt Siegert

Sonntag, 10. Januar, 8.30 Uhr: Allgäuer Zahlen steigen, Unterallgäu droht 15-Kilometer-Regelung

Der Trend von Samstag setzt sich auch am Sonntag fort: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt laut RKI im Allgäu weiter. Die 7-Tage-Inzidenzwerte im Unterallgäu, im Ostallgäu sowie in Kaufbeuren schnellen nach oben. Von Samstag auf Sonntag stiegen die Fälle in den letzten sieben Tagen - hochgerechnet auf 100.000 Einwohner - um teilweise fast 50 an. Hier finden Sie alle Allgäuer Inzidenz-Werte im Detail.

Das Unterallgäu liegt als einziger Kreis in der Region wieder über der Inzidenz von 200 - zum ersten Mal seit Heiligabend. Ab morgen gelten in Bayern strengere Corona-Regeln und somit würde dann im Unterallgäu die 15-Kilometer-Regelung in Kraft treten - ab einer Inzidenz von mehr als 200 dürfen sich die Menschen dann nur noch in einem Radius von 15 Kilometern um den eigenen Wohnort bewegen (ab Ortsgrenze).

Im gesamten Allgäu gab es in den vergangenen sieben Tagen insgesamt 850 Neu-Infektionen mit dem Coronavirus. Das sind fast 300 mehr als noch am Freitag gemeldet wurden (560 Fälle).

Sonntag, 10. Januar, 7.40 Uhr: Wegen Corona: Bundesbürger telefonieren länger als zuvor

Die Corona-Krise hat dazu geführt, dass die Menschen deutlich länger telefoniert haben als zuvor. Im vergangenen Jahr dauerte eine Mobilfunkverbindung im Schnitt drei Minuten und 20 Sekunden und damit 35 Sekunden länger als 2019, wie Vodafone auf Anfrage mitteilte. In den Jahren davor war die Dauer der durchschnittlichen Handyanrufe hingegen in etwa konstant geblieben.

Beim Wettbewerber Telefónica (O2) gab es eine ähnliche Entwicklung, hier dauerte das durchschnittliche Mobilfunktelefonat im ersten Corona-Jahr drei Minuten und damit eine halbe Minute länger als 2019. Während der Corona-Lockdowns im Frühjahr und im Dezember vermeldete Telefónica sogar eine Gesprächsdauer von vier Minuten. Der dritte Mobilfunk-Netzbetreiber, die Deutsche Telekom, machte keine Angaben.

Die Pandemiezeit wirkte sich auch auf die Festnetznutzung aus, Anrufe über diese Anschlüsse dauerten bei Vodafone im Jahr 2020 viereinhalb Minuten und damit 30 Sekunden länger als zuvor.

Sonntag, 10. Januar, 7 Uhr: RKI meldet 16.946 neue Corona-Neuinfektionen und mehr als 40.000 Tote seit Pandemie-Beginn

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung und einen schönen Sonntag. Wir blicken wie jeden Tag zuerst auf die aktuellen Corona-Zahlen: Die deutschen Gesundheitsämter haben am Sonntag 16.946 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 465 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Morgen bekanntgab. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.908.527 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 10.01., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 40.343.

Samstag, 9. Januar, 20.20 Uhr: Mehr als eine halbe Million Covid-19-Impfungen in Deutschland

Seit dem Beginn der Impfkampagne Ende Dezember sind in Deutschland mehr als eine halbe Million Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Bis Samstagvormittag wurden 532 878 Impfungen am Robert Koch-Institut erfasst, wie aus einer RKI-Statistik vom Samstag hervorgeht. Im Vergleich zum Vortag ist die Zahl der gemeldeten Impfungen demnach um mehr als 50 000 gestiegen.

Die meisten Impfungen pro 1000 Einwohner wurden laut der Statistik bisher für Mecklenburg-Vorpommern erfasst (15,6), die wenigsten für Sachsen (4,4).

Samstag, 9. Januar, 17.55 Uhr: Deutsche werden sich Corona-Impfstoff nicht aussuchen können

Wer vom Staat eine Impfung gegen Covid-19 angeboten bekommt, wird sich den verabreichten Impfstoff vorerst nicht aussuchen können. Eine solche Auswahl zu treffen, sei aufgrund der derzeit noch herrschenden Knappheit "im Moment und auch absehbar" nicht möglich, betonte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Samstag in einer Online-Diskussionsrunde.

Zu Berichten über überschüssigen, bereits aus der Kühlung genommenen Impfstoff an einzelnen Standorten sagte der Minister, an der festgelegten Priorisierung bestimmter Gruppen müsse unbedingt festgehalten werden. Dennoch müsse im konkreten Fall auch pragmatisch entschieden werden - beispielsweise könnten dann Mitglieder des Impfteams das Vakzin erhalten. "Im Zweifel ist alles besser als etwas wegwerfen", sagte Spahn.

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, sagte, die beiden bislang in Europa zugelassenen Impfstoffe der Firmen Biontech und Moderna seien "äquivalent in Wirksamkeit und Sicherheit". Es sei jetzt noch zu früh, um entsprechende Aussagen für weitere Impfstoffe zu treffen, bei denen das Zulassungsverfahren noch nicht abgeschlossen sei.

Samstag, 9. Januar, 16.32 Uhr: Queen Elizabeth II. und Prinz Philip erhalten Corona-Impfung

Die britische Königin Elizabeth II. (94) und ihr Mann Prinz Philip (99) haben am Samstag eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das teilte der Buckingham-Palast mit. Die beiden gelten wegen ihres hohen Alters als besonders gefährdet durch die Lungenkrankheit Covid-19. Großbritannien hatte bereits vor einem Monat seine Impfkampagne gestartet. Etwa 1,5 Millionen Menschen erhielten inzwischen eine erste Dosis.

Eigentlich sind Informationen zur Gesundheit der Royals strikte Privatsache. Aus Palastkreisen hieß es aber, die Queen habe Spekulationen und Falschinformationen einen Riegel vorschieben wollen. Daher habe sie sich bewusst dazu entschieden, mit der Tradition zu brechen.

Samstag, 9. Januar, 12.50 Uhr: Söder hält längeren und vertieften Lockdown für nötig

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich für einen längeren Lockdown ausgesprochen. „Wir müssen den Lockdown, den wir jetzt haben, verlängern, an einigen Stellen auch noch vertiefen“, sagt er auf dem Neujahrsempfang der CDU Nordrhein-Westfalens, bei dem er als Gastredner digital zugeschaltet wurde. Corona krieche in jede Ritze, betreffe jeden Bereich. Es sei nicht seriös, jetzt zu sagen, im Februar sei alles vorbei. Die Pandemie werde das Land „noch Monate beschäftigen“.

Söder warnt außerdem vor der Gefahr, dass sich Virus-Mutationen ausbreiten. "Das macht mir echte Sorgen." Man sei klug beraten, Maßnahmen jetzt nicht vorzeitig abzubrechen. Die aktuellen Infektions- und Todeszahlen seien erschütternd. "Wir kämpfen um jedes Leben", betonte er.

Der bundesweite Lockdown wurde bis Ende Januar verlängert, in Bayern wird er ab Montag sogar noch teilweise verschärft. Hier finden Sie alle Maßnahmen im Überblick.

Digitaler Neujahrsempfang: Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Landesvorsitzender der CDU in Nordrhein-Westfalen, steht in einem Studio in Köln, während CSU-Chef Markus Söder zugeschaltet ist.
Digitaler Neujahrsempfang: Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Landesvorsitzender der CDU in Nordrhein-Westfalen, steht in einem Studio in Köln, während CSU-Chef Markus Söder zugeschaltet ist.
Bild: Federico Gambarini, dpa

Samstag, 9. Januar, 12.05 Uhr: Mehr als 283.000 Neuinfektionen in den USA - über 3500 Tote

In den USA sind 283.204 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet worden, der zweithöchste Wert seit Beginn der Pandemie. Nach Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore von Samstagmorgen (MEZ) belief sich die Zahl der täglichen Corona-Todesfälle auf 3534 Menschen.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 21,87 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 368.900 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Samstag, 9. Januar, 10.50 Uhr: Merkel: Tempo beim Impfen wird zunehmen

Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnet fest mit einem höheren Tempo beim Impfen gegen das Coronavirus. "Es ist ein langsamer Start. Ein paar Hunderttausend sind geimpft, und jeden Tag werden es mehr. Das Tempo wird zunehmen", sagte die CDU-Politikerin in ihrem am Samstag veröffentlichten Podcast. "Wir werden in Deutschland genügend Impfstoff für alle verfügbar haben. Wir werden Monat für Monat mehr Menschen und schließlich jedem, der es möchte, ein Impfangebot machen können."

Gleichzeitig verteidigte Merkel die gemeinsame europäische Beschaffung des Impfstoffs. "Ich bin fest überzeugt, dass es gut war, auf den europäischen Weg zu setzen. Ein Virus, das uns alle trifft, lässt sich von keinem Land allein besiegen. Kein Land, auch Deutschland nicht, wäre sicher vor dem Virus, wenn seine Freunde und Nachbarn es nicht wären."

Die kommenden Wochen seien die wohl schwersten der Pandemie, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).
Die kommenden Wochen seien die wohl schwersten der Pandemie, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).
Bild: Michael Kappeler/dpa

Samstag, 9. Januar, 10 Uhr: Covid-19: Nachschub beim Impfstoff bereitet im Ostallgäu Probleme

Ungeduldig hoffen auch viele Menschen im Ostallgäu darauf, endlich eine Covid-Impfung zu erhalten und damit vor einer Corona-Erkrankung geschützt zu sein. 1813 Personen in Kaufbeuren und im Ostallgäu erhielten seit dem Impfstart nach Weihnachten bereits die Spritze, also fast ein Prozent der Bevölkerung. Doch aktuell stockt der Nachschub: Im Landkreis wurde am Freitag eine neue Lieferung erwartet, für Kaufbeuren erwartet Oberbürgermeister Stefan Bosse erst am 19. Januar weiteres Vakzin. Alle Hintergründe lesen Sie exklusiv hier mit AZPlus.

Samstag, 9. Januar, 8.20 Uhr: Inzidenz-Werte im Allgäu steigen deutlich

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen und somit auch die 7-Tage-Inzidenz-Werte steigen im Allgäu weiter. Das zeigen die aktuellen RKI-Zahlen am Samstagmorgen. Alle Allgäuer Städte und Kreise liegen wieder über der Inzidenz 50, vier von sieben über 100 (hier alle detaillierten Zahlen im Überblick). Den höchsten Anstieg hat der Kreis Lindau: Dort stieg die Inzidenz von Freitag auf Samstag von 80,5 auf 122,0. Stark angestiegen ist der Inzidenz-Wert auch in Kempten und Kaufbeuren - von 55,0 auf 92,6 beziehungsweise von 47,3 auf 81,1. Die niedrigste Inzidenz in der Region hat aktuell das Ostallgäu mit 51,7.

Im gesamten Allgäu gab es in den vergangenen sieben Tagen insgesamt 708 Neu-Infektionen mit dem Coronavirus, am Vortag lag die Zahl bei 560.

Eine Interpretation der Daten bleibt schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Samstag, 9. Januar, 7.50 Uhr: Scholz mahnt in Corona-Krise Transparenz gegenüber Bürgern an

Vizekanzler Olaf Scholz hat angesichts der Corona-Krise Transparenz gegenüber den Bürgern angemahnt. "In Zeiten von großer Unsicherheit ist Vertrauen eine ganz zentrale Kategorie des Regierens", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb müsse der Grundsatz gelten: "Wenn sich Fragen aufdrängen, werden sie gestellt". "Sonst entsteht leicht Misstrauen", mahnte Scholz.

Die SPD-geführten Bundesländer hatten in der vergangenen Woche einen Fragenkatalog zu den Problemen bei der Impfung an Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geschickt. Scholz verteidigte dieses Vorgehen. Die gute Arbeit der schwarz-roten Regierung in der Krise enthebe nicht von der Pflicht, wenn nötig auch unbequeme Fragen zu stellen.

Samstag, 9. Januar, 7 Uhr: 24.694 Corona-Neuinfektionen und 1.083 neue Todesfälle gemeldet

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung und einen schönen Start ins Wochenende. Wir starten mit dem Blick auf die aktuellen Corona-Zahlen. Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 24.694 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1.083 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Samstagmorgen bekanntgab. Der Höchststand von 1.188 neuen Todesfällen war am Freitag erreicht worden.

Eine Interpretation der Daten bleibt schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Samstagmorgen bei 153,9. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten Sachsen mit 269,8 und Thüringen mit 232,4. Den niedrigsten Wert hatte Bremen mit 74,0.

Freitag, 8. Januar, 21.20 Uhr: Wie viele Proben müssen Schüler jetzt noch schreiben?

Der Unterricht an den bayerischen Schulen findet mindestens bis Ende Januar online statt. Es könnte sein, dass deshalb weniger Schulaufgaben geschrieben werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 8. Januar, 21 Uhr: Sachsen verlängert Lockdown noch weiter

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie setzt Sachsen auf einen Lockdown bis zum 7. Februar und geht damit über die Festlegungen der Bund-Länder-Schalte hinaus. Dort war von einer Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar die Rede. Demnach bleiben Kitas und Schulen im Freistaat bis zum 7. Februar weitgehend geschlossen. Kontakte werden eingeschränkt, allerdings will Sachsen Ausnahmen für die Kinderbetreuung ermöglichen. Das beschloss das Kabinett am Freitag in Dresden. Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) sprach von weiterhin "besorgniserregenden Zahlen" im Freistaat. Die neue Verordnung gilt ab dem 11. Januar.

Freitag, 8. Januar, 19.15 Uhr: Wegen Lockdown-Ansturm: Oberstaufener Tourismuschefin fordert Betretungsverbot für Tagesausflügler

Weil so viele Menschen nach Oberstaufen kommen, fordert die Tourismuschefin nun ein Betretungsverbot für Tagesausflügler. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 8. Januar, 18.30 Uhr: Erstmals neue Corona-Variante in Berlin nachgewiesen

Die neue aus Großbritannien bekannte Coronavirus-Variante ist zum ersten Mal auch in Berlin nachgewiesen worden. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Freitag mit. Der betroffene Mensch und weitere erkrankte Kontaktpersonen seien inzwischen wieder genesen. Der Patient soll laut Senat zuvor in Großbritannien gewesen sein.

Freitag, 8. Januar, 17.45 Uhr: Moderna-Impfstoff wird ab Dienstag auch nach Bayern geliefert

Bayern soll bis Ende Februar knapp 167.000 Impfdosen des zweiten in der EU zugelassenen Corona-Impfstoffs erhalten. Dies geht aus einer Aufstellung hervor, die die Verteilung des Impfstoffs des US-Herstellers Moderna in Deutschland auflistet. Diese Tabelle liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Freitag, 8. Januar, 16.50 Uhr: Falsche Polizisten: Abzocke mit 15-Kilometer-Regel

Zwei falsche Polizisten sollen nahe der Landesgrenze von Hessen zu Thüringen eine Abzocke mithilfe der coronabedingten 15-Kilometer-Regel versucht haben. Sie hielten in Sontra im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis ein Auto aus dem thüringischen Eisenach an und verlangten Geld vom Fahrer, wie die Polizei in Eschwege am Freitag mitteilte. Wegen des ortsfremden Kennzeichens des Autos forderten sie 150 Euro. Hintergrund der Masche war demnach die pandemiebedingte Regelung, wonach sich Bewohner von Corona-Hotspots ohne triftigen Grund nicht mehr als 15 Kilometer vom Wohnort entfernen sollen.

Da der 45-jährige Fahrer aus Eisenach angegeben habe, nicht so viel Bargeld dabei zu haben, hätten die Betrüger es bei einer "mündlichen Verwarnung" belassen. Der Vorfall ereignete sich bereits am Dienstagabend. Die Polizei ermittelt nun wegen versuchten Betrugs und Amtsmissbrauchs.

Freitag, 8. Januar, 16.40 Uhr: Internet-Registrierungsportal steht für Impfwillige ab Montag bereit

Unter dem neuen Registrierungsportal www.impfzentren.bayern können sich Interessierte ab Montag (11. Januar) für eine Corona-Impfung anmelden. Die Bürger mit Wohnsitz im Freistaat könnten über das Portal dann auch schon wichtige Informationen bereitstellen, die für eine Impfung relevant seien, sagte Bayerns neuer Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag in München. Mehr Informationen gibt es hier.

Freitag, 8. Januar, 16.15 Uhr: Tegernseer Gastronom will trotz Lockdown öffnen

DIe Gastronomie ist während des Lockdowns geschlossen. Ein Betreiber protestiert nun dagegen.

Freitag, 8. Januar, 15.30 Uhr: Vergleichsweise hoher Anstieg der Todeszahlen im Allgäu

Im Allgäu ist die Zahl der Corona-Todesfälle von Donnerstag auf Freitag rapide angestiegen: Insgesamt starben 24 Personen an oder mit Covid-19. Dabei fallen vor allem Kempten mit acht Todesfällen und der Landkreis Oberallgäu mit 13 Fällen auf. Jeweils eine Person ist im Ostallgäu, dem Unterallgäu und der Stadt Kaufbeuren gestorben. Wir halten Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden.

Freitag, 8. Januar, 15.05 Uhr: Bei der Dokumentation der Corona-Impfungen in Bayern gibt es Probleme

Bei der Dokumentation der Impfungen gegen das Coronavirus gibt es in Bayern Schwierigkeiten. Für mindestens 1.000 verabreichte Impfdosen gab es in der speziell für die Pandemie entwickelten Software zuletzt keinen Nachweis.

Dies geht aus einer internen Behörden-E-Mail hervor. Vom Gesundheitsministerium in München waren am Freitag zunächst keine Informationen zu dem Problem zu erhalten. Das Ministerium hatte allerdings eine spätere Stellungnahme angekündigt.

Wie es in der E-Mail der Regierung von Unterfranken heißt, hat das Ministerium am Donnerstag die Regierungspräsidenten auf die mangelhafte Dokumentation hingewiesen. "So sei für eine bayernweit vierstellige Zahl von zugewiesenen Impfdosen die Verimpfung bislang nicht nachgewiesen", heißt es in der Mail. Die Kommunen wurden darauf hingewiesen, dass für die vorgeschriebene Dokumentation auf jeden Fall die Software "BayIMCO" verwendet werden müsse.

Freitag, 8. Januar, 14.55 Uhr: Corona-Impfstoff aus Bayern? Holetschek kann sich das gut vorstellen

Bayerns neuer Gesundheitsminister Klaus Holetschek kann sich auch gut neue Produktionsstätten für den Corona-Impfstoff in Bayern vorstellen. "Wenn Biontech definiert, welche Anforderungen sie an solche Standorte haben, stehen wir sofort zur Verfügung und sind auch bereit mitzuhelfen", sagte der CSU-Politiker, der seit diesem Freitag als Minister an vorderster Front im Kampf gegen die Corona-Pandemie in der Verantwortung steht.

Holetschek betonte, dass er schon lange davon überzeugt sei, dass die Pharmabranche zu den wichtigsten Leit-Wirtschaftszweigen gehöre und mehr Produktion auch aus medizinischen Gründen für Deutschland gut sei. Es gebe bereits einige Pharma-Cluster im Freistaat, daher könne er sich gut vorstellen, dass Bayern auch für Kapazitätserweiterungen bei der Corona-Impfstoffproduktion ein guter Standort sei.

Freitag, 8. Januar, 14.50 Uhr: Mehrere Bewohner und Personal in Türkheimer Seniorenheim infiziert

Im Kreis-Seniorenwohnheim St. Martin in Türkheim (Unterallgäu) sind neun Bewohner und fünf Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bislang verlaufe die Krankheit bei den betroffenen Bewohnern mild, teilt die Heimleitung mit. Zwar ist nur ein Wohnbereich der Einrichtung betroffen, sicherheitshalber gilt jedoch für das gesamte Haus derzeit ein Besuchsverbot. Bewohner und Mitarbeiter der betroffenen Wohneinheit werden nun engmaschig getestet.

Freitag, 8. Januar, 14.20 Uhr: Der Moderna-Impfstoff soll am Dienstag ausgeliefert worden

Die Corona-Impfungen mit dem zweiten in Europa zugelassenen Impfstoff, dem des US-Herstellers Moderna, können in der kommenden Woche in Deutschland beginnen. Die Länder sollten die erste Lieferung des Präparats am Dienstag erhalten, teilte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Berlin mit.

Die EU-Kommission hatte den Moderna-Impfstoff am Mittwoch auf Empfehlung der Arzneimittelbehörde EMA zugelassen. An diesem Freitag wurden laut dem Sprecher wie geplant weitere rund 668.000 Dosen des Mittels der deutschen Firma Biontech und deren US-Partners Pfizer ausgeliefert.

Freitag, 8. Januar, 13.40 Uhr: EMA: Zulassung von Covid-Impfstoff von Astrazeneca noch im Januar

Die Europäische Arzneimittel-Behörde EMA ist zuversichtlich, dass bereits Ende Januar ein dritter Impfstoff gegen Covid-19 in der EU zugelassen wird. Nächste Woche werde der Antrag der Hersteller Astrazeneca auf eine bedingte Marktzulassung in der EU erwartet, teilte EMA-Chefin Emer Cooke am Freitag in Amsterdam mit. Ende Januar könnte dann eine positive Empfehlung der EMA erfolgen. Anschließend muss die EU-Kommission noch zustimmen, das gilt als Formsache.

Bisher sind zwei Impfstoffe in der EU zugelassen: das Präparat der Unternehmen Pfizer und Biontech sowie seit dieser Woche das Mittel des US-Unternehmens Moderna. Der Impfstoff von Astrazeneca ist bereits in Großbritannien zugelassen.

Der dritte Impfstoff könnte das Problem der Impfstoff-Knappheit in der EU erleichtern. Die EU hat von dem Präparat bereits 400 Millionen Dosen bestellt. Der im Vergleich preiswertere Impfstoff kann im Gegensatz zu dem von Biontech/Pfizer und Moderna bei normaler Kühlschranktemperatur für sechs Monate gelagert werden.

Freitag, 8. Januar, 12.50 Uhr: Europäische Arzneimittelbehörde erlaubt Entnahme von sechs Dosen Pfizer-Impfstoff

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat der Entnahme von sechs Impfdosen pro Ampulle des Impfstoffes der Hersteller Pfizer und Biontech in der EU zugestimmt. Bisher waren nur fünf Dosen pro Ampulle erlaubt. Das teilte die EMA am Freitag in Amsterdam mit. Damit könnten kurzfristig etwa 20 Prozent mehr Menschen geimpft werden.

Freitag, 8. Januar, 12.10 Uhr: Corona-Reisewarnung für portugiesische Urlaubsinsel Madeira

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung nun auch die portugiesische Urlaubsinsel Madeira ab Samstag als Risikogebiet eingestuft und eine Reisewarnung ausgesprochen. Auf der Risikoliste des Robert Koch-Instituts (RKI) stehen dann auch wieder die französische Insel Korsika und die nordfranzösische Region Bretagne. Damit gilt wieder für den gesamten europäischen Teil Frankreichs eine Reisewarnung, nur einige Überseegebiete sind noch davon ausgenommen, wie das RKI auf seiner Internetseite mitteilte.

Freitag, 8. Januar, 11.45 Uhr: Schärfere Corona-Regeln: Ausflugsregionen bereiten sich auf Besucherandrang vor

Beliebte Ausflugsorte bereiten sich erneut auf großen Andrang am Wochenende vor. Die von Montag an geltende Beschränkung des Bewegungsradius für Bewohner von Corona-Hotspots könnte den Ansturm noch verstärken. Vor allem für Sonntag sagen die Meteorologen strahlenden Sonnenschein voraus.

"Das ist durchaus zu befürchten", sagte Blaichachs Bürgermeister Christof Endreß, dem die Einschränkungen nicht weit genug gehen. "Das werden die Leute wohl noch ausnutzen wollen", vermutet auch eine Sprecherin des Tourismusamtes im niederbayerischen Grafenau. Sowohl Bergwacht als auch Polizei im Allgäu blicken derweil entspannt auf das Wochenende.

Mehr dazu erfahren Sie hier.

Freitag, 8. Januar, 10.35 Uhr: Biontech-Impfstoff wirkt wohl gegen neue Corona-Varianten

Der Impfstoff von Biontech/Pfizer wirkt laut einer ersten Analyse auch gegen zwei neue Varianten des Coronavirus, die zuerst in Großbritannien und Südafrika nachgewiesen wurden. Dies geht aus einer Studie von Wissenschaftlern der Universität Texas und dem US-Pharmaunternehmen Pfizer hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Untersucht wurden die Antikörper im Blut von 20 geimpften Menschen. Demnach erreicht der Impfstoff im Einsatz gegen die neuen Varianten wahrscheinlich ebenfalls eine Wirksamkeit von 95 Prozent. Die Studie wurde vorab veröffentlicht, sie wurde noch nicht in einem Fachjournal veröffentlicht und von unabhängigen Experten geprüft.

Freitag, 8. Janaur, 10.15 Uhr: Von der Leyen: Vertrag über mehr Biontech/Pfizer-Impfstoff steht

Die EU-Kommission hat einen Vertrag über weitere bis zu 300 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer abgeschlossen. 75 Millionen Dosen davon sollten bereits im zweiten Quartal 2021 zur Verfügung stehen, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Freitag in Brüssel.

Freitag, 8. Januar, 9.30 Uhr: Erstmals Corona-Mutation in Australien nachgewiesen - Folge: Brisbane geht in einen dreitägigen Lockdown

In Australien ist erstmals die Corona-Mutation aus England nachgewiesen worden. Als Sofortreaktion geht die Millionenstadt Brisbane im Bundesstaat Queensland in einen dreitägigen Lockdown. Von Freitagabend bis Montagabend dürfen die Einwohner nur noch in Ausnahmefällen ihre Häuser verlassen, etwa zum Einkaufen oder für die Fahrt zur Arbeit. "Betrachten Sie es als ein langes Wochenende zu Hause mit ihren Familien oder Freunden", sagte die Regierungschefin von Queensland, Annastacia Palaszczuk.

Bis zum 15. Februar sollen auf Anordnung der Regierung in Canberra zudem viele internationale Flugverbindungen um 50 Prozent eingeschränkt werden. Zudem werden für Rückkehrer nach Australien striktere Maßnahmen eingeführt, darunter die Vorlage eines negativen Corona-Tests vor der Abreise.

Freitag, 8. Januar, 8.10 Uhr: 17 Landkreise in Bayern über Sieben-Tagen-Inzidenz von 200

17 der 96 Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern wären nach den Zahlen des Robert Koch-Institutes vom Freitag von der neu beschlossenen und ab Montag geltenden Beschränkung der Bewegungsfreiheit betroffen. Nach der Neuregelung dürfen Menschen sich nur noch 15 Kilometer weit von ihrem Wohnort wegbewegen, wenn die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen mehr als 200 beträgt.

Den höchsten Wert in Bayern verzeichnete am Freitag der Landkreis Wunsiedel in Oberfranken mit 341,3, gefolgt von den Landkreisen Berchtesgadener Land (325,7) und Passau (275,1). Die oberfränkischen Kreise Kronach (200,8) und Bayreuth liegen gerade noch über der 200er-Grenze, die Landkreise Hof und Tirschenreuth knapp darunter. Die Werte können sich bis Montag aber ändern.

Hier halten wir sie über die Sieben-Tage-Inzidenz-Werte im Allgäu auf dem Laufenden.

Freitag, 8. Januar, 7.55 Uhr: Bayerischer Landtag berät in Sondersitzung über Verschärfung der Corona-Maßnahmen

Der bayerische Landtag kommt am Freitag in einer Sondersitzung zusammen, um über die angekündigte Verschärfung der Maßnahmen gegen das Coronavirus abzustimmen.

Gleich zu Beginn der Sitzung (13 Uhr) will Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in einer Regierungserklärung die am Mittwoch im Kabinett beschlossenen Regelungen begründen, die teils drastische Konsequenzen für die Menschen im Freistaat haben werden. Aus der Opposition war teils massive Kritik an den Verschärfungen laut geworden. Wir berichten hier aktuell über die Sondersitzung und die Beschlüsse.

Freitag, 8. Januar, 7.15 Uhr: RKI: Zahl der Neuinfektionen steigt auch im Allgäu

Im Vergleich zum Vortag steigen fast überall im Allgäu wieder die Zahlen der Corona-Neuinfektionen. Das zeigen die aktuellen Zahlen des RKI am Freitagmorgen. Nur in Kaufbeuren und im Ostallgäu sinkt die 7-Tage-Inzidenz und liegt sogar unter 50. Das Oberallgäu liegt im Vergleich zum Vortag mit einer Inzidenz von 68,9 wieder über 50. Die höchste Inzidenz in der Region hat das Unterallgäu mit 145,9. Alle Allgäuer Werte finden Sie hier im Überblick.

Im gesamten Allgäu gab es in den vergangenen sieben Tagen insgesamt 560 Neu-Infektionen mit dem Coronavirus, am Vortag lag die Zahl bei 498.

Freitag, 8. Januar, 6.45 Uhr: Erstmals über 4.000 Corona-Tote an einem Tag in den USA gemeldet

In den USA ist die Zahl der täglichen Corona-Todesfälle erstmals über die Marke von 4.000 gestiegen. Dies geht aus Daten des Covid Tracking Projects hervor. Demnach starben am Donnerstag 4.033 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Zudem wurden 266.197 Neuinfektionen verzeichnet. Das Covid Tracking Project wurde im vergangenen Frühjahr beim Magazin "The Atlantic" begonnen und sammelt Daten zur Corona-Pandemie in den USA.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 21,5 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 365.000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Freitag, 8. Januar, 6.20 Uhr: Länder sollen neue Impfdosen erhalten

Die Bundesländer sollen an diesem Freitag eine neue Lieferung des Corona-Impfstoffs von Biontech erhalten. Sie sollen insgesamt knapp 668.000 Impfdosen bekommen. Die Lieferung soll direkt vom Hersteller Biontech an die 27 Anlieferzentren der Länder gehen. Den größten Anteil erhält das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 141.375 Dosen. Den kleinsten Anteil bekommt Bremen mit 4.875 Dosen. In dieser Größenordnung war die Lieferung auch angekündigt worden.

Knapp 668.000 Impfdosen sollen am Freitag an die Bundesländer ausgeliefert werden. Unser Foto zeigt das Impfzentrum in Immenstadt.
Knapp 668.000 Impfdosen sollen am Freitag an die Bundesländer ausgeliefert werden. Unser Foto zeigt das Impfzentrum in Immenstadt.
Bild: Ralf Lienert (Symbolbild)

Freitag, 8. Januar, 6 Uhr: Höchstwert: 31.849 Neuinfektionen und 1188 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden

Die Zahl der gemeldeten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus hat einen neuen Höchstwert erreicht. Innerhalb eines Tages übermittelten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 1.188 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen vom Freitagmorgen hervorgeht. Außerdem wurden 31.849 Neuinfektionen gemeldet. Der bisherige Höchststand von 1.129 neuen Todesfällen war am 30. Dezember erreicht worden.

Bei der Interpretation der Fallzahlen sei weiter zu beachten, dass in den Wochen um Weihnachten und den Jahreswechsel vermutlich weniger Menschen einen Arzt aufsuchten, weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt wurden, hieß es vom RKI. "Dies kann dazu geführt haben, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet wurden."

Auch die Angaben für die 7-Tage-Inzidenz sind mit Vorsicht zu bewerten - so lange, bis belastbare Zahlen sieben einzelner Tage vorliegen. Das RKI geht davon aus, dass die Meldedaten zum Infektionsgeschehen frühestens Ende nächster Woche/Anfang übernächster Woche wieder belastbar sind, wie es auf Anfrage hieß. Klarheit über das Infektionsgeschehen nach den Feiertagen ist nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am 17. Januar zu gewinnen.

Donnerstag, 7. Januar, 19.30 Uhr: Großbritannien will neue Medikamente gegen Covid-19 einsetzen

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will Großbritannien bei schwer an Covid-19 erkrankten Patienten neue Medikamente einsetzen. Man werde ab sofort die "lebensrettenden" Medikamente Tocilizumab and Sarilumab einsetzen, kündigte der britische Premier Boris Johnson am Donnerstag an. Dies könne die Todesrate von Covid-19-Patienten signifikant senken sowie ihre Aufenthaltsdauer im Krankenhaus verkürzen. Üblicherweise werden die Medikamente der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge bei rheumatischer Arthritis eingesetzt.

Donnerstag, 7. Januar. 19.15 Uhr: Dunkle Zeiten für Betreiber der Allgäuer Fitnessstudios

Auch die Betreiber der Fitnessstudios leiden unter der Krise. Mehr dazu erfahren SIe hier.

Donnerstag, 7. Januar, 18.55 Uhr: Allgäuer Kinobetreiber leiden unter der Corona-Pandemie

Die Allgäuer Kinobetreiber leiden unter der Pandemie- doch das ist nicht das einzige Problem.

Donnerstag, 7. Januar, 17.30 Uhr: Bayern soll am Freitag 107.250 Impfdosen bekommen

Bayern soll am Freitag mehr als 100.000 weitere Impfdosen des Corona-Impfstoffs des Herstellers Biontech erhalten. Wie das Bundesgesundheitsministerium am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, soll Biontech am Freitag 107.250 Impfdosen direkt an den Freistaat liefern. Demnach bleibt die Menge bei der von der Staatsregierung am Mittwoch angekündigten Zahl.

Donnerstag, 7. Januar, 16.40 Uhr: Zwei Fälle der Corona-Mutation in Bayern nachgewiesen

In Bayern sind mittlerweile zwei Fälle der zuerst in Großbritannien nachgewiesenen Corona-Variante entdeckt worden. Die Mutation sei erneut bei einem Reiserückkehrer von der britischen Insel nachgewiesen worden, teilte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Donnerstag in Erlangen mit.

"Der betroffene Passagier wurde direkt nach der Einreise am Flughafen München positiv auf Sars-CoV-2 getestet", berichtete die Behörde. Im Konsiliarlabor für Coronaviren an der Charité in Berlin sei dann die neue Variante nachgewiesen worden.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte am Mittwoch über den ersten im Freistaat belegten Fall informiert.

Donnerstag, 7. Januar, 15.20 Uhr: Drei neue Todesfälle im Allgäu

Im Allgäu sind erneut drei Personen an oder mit Covid-19 gestorben. Eine starb im Landkreis Lindau, zwei im Unterallgäu. Das berichtet das LGL.

Donnerstag, 7. Januar, 14.45 Uhr: Vier positive Corona-Tests vor Start des Oberhofer Biathlon-Weltcups

Bei den ersten Corona-Tests vor dem Start des ersten Biathlon-Weltcups in Oberhof gab es bisher vier positive Fälle. Das teilte IBU-Sportdirektor Felix Bitterling am Donnerstag mit. "Wir rechnen damit, dass der eine oder andere Fall auftreten wird nach der Weihnachtspause", sagte der Berchtesgadener. "Aber wir können mit unserem System frühzeitig reagieren." Derzeit laufe gerade die Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt, das dann auch die jeweils fälligen Restriktionen wie Quarantäne ausspricht.

Bisher hatte es seit dem Saisonstart Ende November im finnischen Kontiolahti 18 positive Tests gegeben.

Donnerstag, 7. Januar, 13.15 Uhr: Trautners Appell: Notbetreuung nur im Notfall beanspruchen

Bayerns Familienministerin Carolina Trautner (CSU) hat an die Eltern im Freistaat appelliert, Notbetreuungsangebote in Kindertagesstätten auch wirklich nur im Notfall in Anspruch zu nehmen. "Gehen Sie bitte mit dieser Möglichkeit verantwortungsvoll um", mahnte sie am Donnerstag in München. "Denn damit schützen Sie sich selbst, Ihre Kinder und vor allem auch unsere Beschäftigten in den Kitas."

Auch in Bayern wird der harte Lockdown mit geschlossenen Schulen und Kitas und noch härten Kontaktbeschränkungen über den 10. Januar hinaus bis zunächst zum 31. Januar fortgesetzt. Für Eltern, die gar keine andere Möglichkeit haben, ihre Kinder zu betreuen, bleibt - wie schon vor den Weihnachtsferien im Dezember - eine Notbetreuung eingerichtet. "Wenn wir wieder regulär öffnen können, stehen die Kindertageseinrichtungen an erster Stelle", versprach Trautner.

Donnerstag, 7. Januar, 12.55 Uhr: Teure Zigaretten: Mann verstößt gegen Ausgangssperre

In Kleinkitzighofen (Ostallgäu) ist ein 23-Jähriger nach 21 Uhr draußen unterwegs gewesen, ohne einen triftigen Grund dafür zu haben. Nach Polizeiangaben wurde er am Dienstagabend von Beamten kontrolliert. Dabei gab er an, dass er Zigaretten kaufen wollte. Da er laut Polizei dadurch gegen die nächtliche Ausgangssperre verstieß, bekam der 23-jährige Mann eine Anzeige und muss mit einem Bußgeld in Höhe von 500 Euro rechnen. Wie die Polizei berichtet, hätte er mit diesem Geld umgerechnet etwa 70 Schachteln Zigaretten kaufen können.

Donnerstag, 7. Januar, 12 Uhr: Gemeinsames Impfzentrum der Stadt Memmingen und des Landkreises Unterallgäu soll am 20. Januar eröffnen

Das gemeinsame Impfzentrum der Stadt Memmingen und des Landkreises Unterallgäu mit Standorten in Memmingen und Bad Wörishofen soll einer Mitteilung des Landratsamts Unterallgäu am 20. Januar in Betrieb gehen. Derzeit bereiten Stadt und Landkreis Schreiben für alle Bürger ab einem Alter von 80 Jahren vor, um sie über die Möglichkeit, sich impfen zu lassen, aufzuklären. In diesem Schreiben wird genau erklärt, wie man einen Termin vereinbaren kann und was man zum Impftermin mitbringen muss. Geimpft werden zuerst die nach Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) zu priorisierenden Personengruppen.

Donnerstag, 7. Januar, 11:40 Uhr: Merkel: Haben schwerste Monate der Pandemie noch vor uns

Bei der Corona-Pandemie in Deutschland ist aus Sicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) noch keine Entwarnung möglich. "Natürlich haben wir die schwersten Monate - das kann man glaube ich erahnen - der Pandemie noch vor uns", sagte Merkel am Donnerstag in Berlin bei der Klausurtagung der CSU-Abgeordneten im Bundestag. Dies sei jedoch "gepaart mit einem Stück Hoffnung" durch die inzwischen zur Verfügung stehenden Impfstoffe.

Merkel sagte, gleichwertige Lebensbedingungen in ganz Deutschland würden nach der Corona-Pandemie "eine noch größere Herausforderung" werden. "Es ist für mich auch die Voraussetzung dafür, dass die Fliehkräfte in unserem Lande nicht immer größer werden", betonte die Bundeskanzlerin.

Donnerstag, 7. Januar, 11:20 Uhr: WHO Europa sieht Wendepunkt im Verlauf der Pandemie

Das Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation in Europa sieht den Kontinent zum Start ins neue Jahr an einem wichtigen Punkt im Kampf gegen das Coronavirus. "Dieser Moment stellt einen Wendepunkt im Verlauf der Pandemie dar", sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge am Donnerstag bei einer Online-Pressekonferenz in Kopenhagen. Man habe mittlerweile deutlich mehr Erkenntnisse und neue Werkzeuge wie Impfstoffe zur Verfügung. Gleichzeitig gebe es aber neue Herausforderungen wie ansteckendere Varianten des Virus. Wissenschaft, Politik und andere müssten eine Allianz bilden, um Corona zurückzudrängen.

"Wir sind auf einen herausfordernden Start 2021 vorbereitet gewesen und genau das ist es auch gewesen", sagte Kluge. Zu den Herausforderungen zählte er vor allem eine Variante des Coronavirus, die Ende 2020 zunächst in England nachgewiesen wurde. Er verstehe die Bedenken wegen der Variante, die mittlerweile in 22 Ländern in der europäischen Region nachgewiesen worden sei, sagte Kluge.

Donnerstag, 7. Jaunuar, 9:35 Uhr: Curevac und Bayer schließen Kooperationsvertrag für Corona-Impfstoff

Der Pharmakonzern Bayer und das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac ziehen bei einem Corona-Impfstoff an einem Strang. Die beiden Unternehmen schlossen einen Kooperations- und Servicevertrag, wie sie am Donnerstag mitteilten. Curevac sitzt schon seit längerem an der Entwicklung des Impfstoffes, dessen Marktzulassung aber noch nicht absehbar ist. Bayer soll nun bei aufwendigen Arbeiten für die Zulassung und für die dafür nötige Studie mitmachen und zudem die Lieferketten im Blick haben. Dass Bayer auch die Produktion übernimmt, ist im Vertrag nicht enthalten.

Für den Corona-Impfstoff "CVnCoV" von Curevac begann Mitte Dezember die zulassungsrelevante klinische Phase-III-Studie. Mit ersten Ergebnissen rechnet Curevac Ende des ersten Quartals 2021. Für den Fall einer Zulassung hat sich die EU-Kommission für die EU-Staaten 405 Millionen Dosen gesichert. Curevac-Chef Franz-Werner Haas zeigte sich erfreut über "einen weiteren starken Partner an unserer Seite". Sein Unternehmen bliebe den Angaben zufolge Inhaber der Marktzulassung. Bayer hätte aber die Option, Inhaber der Zulassung in bestimmten Märkten außerhalb Europas zu werden.

Donnerstag, 7. Jaunuar, 8.50 Uhr: 15 Städte und Landkreise in Bayern bei Inzidenz über 200

In Bayern haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) am Donnerstag 15 Städte und Landkreise über der kritischen Marke von 200 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in 7 Tagen gelegen. Ab dieser Grenze soll die Regel gelten, die den Aktionsradius von Menschen in Corona-Hotspots auf 15 Kilometer um den Wohnort herum begrenzen soll.

Die bayerische Staatsregierung hatte diesen Vorschlag der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch übernommen. Menschen aus Landkreisen oder kreisfreien Städten mit einer Inzidenz von mehr als 200 dürfen sich künftig zunächst bis Ende Januar nicht weiter als 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen. Dies gelte nicht, wenn ein triftiger Grund vorliege, stellte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) klar. Ein solcher sei etwa eine Fahrt zum Einkaufen, nicht aber ein touristischer Tagesausflug.

Hier halten wir Sie über die aktuellen 7-Tage-Inzidenz-Werte für die Städte und Landkreise im Allgäu auf dem Laufenden.

Donnerstag, 7. Januar, 7.40 Uhr: Zwei Allgäuer Kreise unter Inzidenz von 50

Ein weiterer Allgäuer Kreis unterschreitet die 50er-Marke bei der 7-Tage-Inzidenz: Nach dem Oberallgäu liegt am Donnerstag auch das Ostallgäu knapp unter 50. Das geht aus den aktuellen RKI-Zahlen hervor. Um die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den Griff zu bekommen, ist es das definierte Ziel der Regierung, die Inzidenz von maximal 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner zu unterschreiten.

An den aktuellen Corona-Regeln ändert sich im Ober- und Ostallgäu aber nichts.

Wochenlang lagen alle Allgäuer Kreise und Städte über der Inzidenz von 50 bzw. 100 oder gar 200. Die höchste Inzidenz in der Region hat aktuell der Landkreis Unterallgäu mit 130. Alle Werte hier im Überblick.

Im gesamten Allgäu gab es in den vergangenen sieben Tagen insgesamt 498 (Vortag: 583) Neu-Infektionen mit dem Coronavirus.

Donnerstag, 7. Januar, 7.10 Uhr: Piazolo informiert über Schulstart nach den Weihnachtsferien

Nach der Sondersitzung des bayerischen Kabinetts informiert Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Donnerstag (13 Uhr) über die Regelungen zum Schulstart. Trotz des Endes der Weihnachtsferien am kommenden Montag sollen Schulen und Kindergärten vorerst geschlossen bleiben. In allen Jahrgangsstufen soll es stattdessen Angebote für Distanzunterricht geben.

Piazolo muss sich seit einigen Wochen mit Rücktrittsforderungen und auch Kritik aus der Regierung auseinandersetzen. Grund ist die instabile Online-Lernplattform Mebis, die vor den Weihnachtsferien wie schon im Frühjahr dem Ansturm von Schülern im Distanzunterricht nicht gewachsen war. Söder hatte ihm im Dezember indirekt eine Frist gesetzt, dass das System nach den Weihnachtsferien einwandfrei laufen müsse.

Donnerstag, 7. Januar, 6.47 Uhr: Größter Ausbruch des Coronavirus in China seit Monaten

China erlebt den größten Ausbruch des Coronavirus seit Monaten. Nachdem das bevölkerungsreichste Land das Virus seit dem Sommer weitestgehend im Griff hatte und nur noch ganz vereinzelt Infektionen zählte, sind die Zahlen in der Provinz Hebei direkt vor den Toren Pekings in wenigen Tagen auf insgesamt mehr als 200 gestiegen. Bis Donnerstag meldete die Gesundheitskommission in der Provinz um die Hauptstadt 90 Erkrankungen und 144 asymptomatische Infektionen. Es wurde mit einem weiteren Anstieg gerechnet.

Die Behörden sind alarmiert und riefen "den Kriegszustand" im Kampf gegen das Virus aus. Vor allem die 300 Kilometer nordöstlich gelegene Provinzhauptstadt Shijiazhuang ist betroffen. Transportverbindungen mit Bussen, Zügen und Flugzeugen in die Metropole wurden weitgehend unterbrochen. Die elf Millionen Einwohner werden getestet. Einige Wohngebiete wurden abgeriegelt. Der Unterricht in Kindergärten, Grund- und Mittelschulen wurde ausgesetzt. Zusätzliches medizinisches Personal wurde mobilisiert und in die Provinz entsandt.

Betroffen sind außer Shijiazhuang auch die Städte Xingtai und Nangong, wo 500.000 Menschen getestet werden.

Donnerstag, 7. Januar, 6.36 Uhr: Covid-19-Impfung: Informationslücken bei Pflegekräften

Ausgerechnet von den Pflegekräften wollen sich offenbar weniger impfen lassen als erwartet. Aus Sicht des Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, liegt das vor allem an fehlenden Informationen und Falschinformationen. "Sie dürfen nicht davon ausgehen, dass die Vorkenntnisse hinsichtlich eines mRNA-Impfstoffes beim medizinischen Personal im Durchschnitt so sehr viel besser sind als in der übrigen Bevölkerung", sagte Mertens der Deutschen Presse-Agentur.

Ein weiterer Grund für die zurückhaltende Impfbereitschaft könnte sein, dass sich Pflegekräfte umfassend informieren wollten, sagte Bernd Meurer, der Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste (bpa). "Wir und die Einrichtungsleitungen erläutern immer wieder aufs Neue, dass jeder geimpfte Mitarbeiter das Risiko in den Einrichtungen senkt und Leben schützt."

Skepsis herrscht auch wegen möglicher Nebenwirkungen oder Langzeitfolgen. Dabei sind die Impfstoffe sehr sicher. Pfizer/Biontech und auch Moderna geben für ihre zugelassenen Impfstoffe eine Wirksamkeit von um die 94 Prozent an. Bei den Testreihen hatten sich nur wenige Nebenwirkungen gezeigt.

Donnerstag, 7. Januar, 6 Uhr: 26.391 Corona-Neuinfektionen und 1070 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 26.391 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1070 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Donnerstagmorgen bekanntgab. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am 30. Dezember erreicht worden.

Eine Interpretation der Daten bleibt schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. "Wir erwarten, dass zum Jahresanfang mit der Öffnung von Arztpraxen und Teststellen wieder mehr Personen getestet werden", hatte der erste Vorsitzende des Verbands, Michael Müller, am Dienstag erklärt. Das RKI geht davon aus, dass die Meldedaten zum Infektionsgeschehen frühestens Ende nächster Woche/Anfang übernächster Woche wieder belastbar sind. Klarheit über das Infektionsgeschehen nach den Feiertagen ist nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am 17. Januar zu gewinnen.

MIttwoch, 6. Januar, 22.25 Uhr: Curevac und Bayer wollen Impfstoff-Allianz gründen

Das Tübinger Unternehmen Curevac und der Chemiekonzern Bayer wollen laut einem Medienbericht bei Weiterentwicklung, Produktion und Vertrieb eines Corona-Impfstoffes zusammenarbeiten. Ziel sei es, den Impfstoff nach einer Zulassung möglichst schnell und breit auf den Markt geben zu können, berichtete das Nachrichtenportal "ThePioneer" . Der Bericht wurde der Deutschen Presse-Agentur in Regierungskreisen bestätigt. Eine solche "nationale Impfallianz" könne die Impfsituation in Deutschland beschleunigen und helfen, dass bis zum Sommer alle geimpft würden, die es wollten, hieß es.

Mittwoch, 6. Januar, 18 Uhr: Zweiter Corona-Impfstoff in der EU zugelassen

Als zweiter Corona-Impfstoff ist ab sofort das Mittel des US-Herstellers Moderna in der Europäischen Union zugelassen. Dies entschied die EU-Kommission am Mittwoch auf Empfehlung der Arzneimittelbehörde EMA, wie Kommissionschefin Ursula von der Leyen mitteilte. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kündigte in Berlin an: "Wir gehen von einem Start der Lieferung von ersten Dosen in der nächsten Woche aus."

Die EMA hatte zuvor in Amsterdam die bedingte Zulassung empfohlen. Spahn sagte, von den mehr als 160 Millionen EU-weit bestellten Moderna-Dosen werde Deutschland über 50 Millionen erhalten. Im ersten Quartal kämen aber wegen der zunächst begrenzten Produktionskapazitäten nur knapp zwei Millionen Moderna-Dosen nach Deutschland. Die gesamten 160 Millionen Moderna-Dosen sollen nach Angaben der EU-Kommission bis September geliefert werden.

Wir wirkt der Moderna-Impfstoff gegen Corona? Welche Nebenwirkungen sind zu erwarten? Kann jetzt mehr geimpft werden? Hier die Fragen und Antworten.

Mittwoch, 6. Januar, 16.05 Uhr: Holetschek will Impfungen beschleunigen

Der designierte bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek ( CSU, Memmingen) will erreichen, "dass möglichst viele Menschen in möglichst kurzer Zeit eine Impfung bekommen". Es dürfe nicht sein, dass die Corona-Impfzentren Termine vereinbaren, dann aber kein Impfstoff verfügbar ist, sagte Holetschek gegenüber unserer Redaktion. Seine Berufung zum Gesundheitsminister bezeichnet der Memminger Abgeordnete als "Anerkennung für meine Arbeit in den vergangenen Monaten".

Mittwoch, 6. Januar, 13.45 Uhr: Jetzt auch Corona-Impfstoff von Moderna vor der Zulassung

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die bedingte Marktzulasssung des Corona-Impfstoffs von Moderna empfohlen. Das teilte die EMA heute mit. Die endgültige Entscheidung muss jetzt die EU-Kommission treffen, das gilt aber als Formsache.

Mittwoch, 6. Januar, 12.25 Uhr: Huml geht - Allgäuer Holetschek wird neuer Gesundheitsminister

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat einen wichtigen Personalwechsel verkündet: Gesundheitsministerin Melanie Huml wechselt in die Staatskanzlei. Als Minister rückt ihr bisheriger Staatssekretär nach - der Allgäuer Klaus Holetschek. "Ich glaube, dass die Aufstellung so besser ist", sagte Söder.

Holetschek war erst im August vom Bau- ins Gesundheitsministerium gewechselt, um Huml zu unterstützen - damals eine Reaktion Söders auf die Impfpannen in Bayern. Nun löst er Huml ganz ab.

Holetschek steht jetzt vor der größten Herausforderung seiner Karriere, kommentiert der Leiter unserer Allgäu-Rundschau, Helmut Kustermann.

Gleichzeitig verkündete Söder neue Corona-Regeln für Bayern: Die Faschingsferien werden abgesagt, Kontakte weiter eingeschränkt. Mehr zu den neuen Corona-Regeln hier.

Markus Söder (CSU), Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, hat neue Corona-Regeln verkündet - und einen neuen Gesundheitsminister.
Markus Söder (CSU), Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, hat neue Corona-Regeln verkündet - und einen neuen Gesundheitsminister.
Bild: Matthias Balk, dpa

Mittwoch, 6. Januar, 11 Uhr: Sondersitzung des bayerischen Landtags zu Lockdown-Verschärfung

Nach der Konferenz von Bund und Ländern zur Verlängerung und Verschärfung des Lockdowns bis Ende Januar kommt am Freitag der bayerische Landtag zu einer Sondersitzung zusammen. Zu Beginn der Sitzung wird Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zunächst eine Regierungserklärung zur Corona-Lage abgeben und dabei auch die getroffenen Beschlüsse mit ihren teils drastischen Konsequenzen für die Menschen im Freistaat begründen.

Im Anschluss steht dann eine Aussprache der Fraktionen sowie eine Abstimmung an. Dabei können die Fraktionen auch noch eigene Anträge einbringen. "Damit berät das Parlament nicht nur, sondern entscheidet über den Corona-Kurs in Bayern mit", sagte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) in München. Bereits am Mittwoch findet eine Sondersitzung des Kabinetts statt.

▶ LIVE nach der Kabinettssitzung: Um 12 Uhr informieren Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Wirtschaftsminister Hubert...

Gepostet von Bayern.de am Mittwoch, 6. Januar 2021

Mittwoch, 6. Januar, 10.50 Uhr: FDP-Generalsekretär kritisiert Einschränkung des Bewegungsradius

FDP-Generalsekretär Volker Wissing hat erhebliche Zweifel, ob im Kampf gegen das Coronavirus die Einschränkung der Bewegungsfreiheit auf einen Radius von 15 Kilometern juristisch zulässig ist. "Die Bewegungsfreiheit ist ein hohes Gut und wir haben hier keine gesetzliche Grundlage. Inwieweit das verfassungskonform ist, muss man prüfen", sagte Wissig am Mittwoch im RBB-Inforadio.

Er halte die Einschränkung der Bewegungsfreiheit für eine sehr schwierige Maßnahme, zumal sich das sehr unterschiedlich auf die Menschen auswirke. "Wenn Sie in Berlin leben, haben Sie praktisch keine Einschränkungen. Wenn Sie auf dem Land, in der Fläche leben, und das nächste Dorf 15 Kilometer entfernt ist, dann sind Sie quasi aufs Dorfleben reduziert", sagte Wissing. "Das ist eine massive Freiheitsbeschränkung, und ob das verfassungskonform ist, da habe ich erhebliche Zweifel."

Mittwoch, 6. Januar, 10.15 Uhr: Städtetag hält verlängerten Lockdown für richtig

Der Deutsche Städtetag begrüßt die Verlängerung des Corona-Lockdowns. "So hart die Maßnahmen auch sind: Die Städte halten es für richtig, den Lockdown fortzusetzen, damit die Zahl der Neuinfektionen nachhaltig sinkt", sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung (SPD) der "Rheinischen Post". "Bei den Kontaktbeschränkungen darf es keine Tabus geben." Die Kontakte sollten so gering wie möglich gehalten werden - auch an Schulen und Kitas.

Sobald es das Infektionsgeschehen aber wieder zulasse, sollten diese wieder geöffnet werden, so Jung. "Denn Schule und Kita sind nicht nur Orte des Lernens und der Betreuung, sondern auch Orte des sozialen Miteinanders." Für die Zwischenzeit forderte er die Länder auf, "verbindliche Regelungen für die Notbetreuung zu erlassen".

Mittwoch, 6. Januar, 9.30 Uhr: Berlins Bürgermeister Müller: "Wir sind jetzt auf der Zielgeraden"

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller sieht Deutschland im Kampf gegen die Corona-Pandemie auf dem richtigen Kurs. "Wir sind jetzt auf der Zielgeraden, um unsere Ziele auch wirklich zu erreichen, in Kombination mit der Impfstrategie", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin", nachdem Bund und Länder am Vorabend eine Verlängerung und Verschärfung der Maßnahmen beschlossen hatten. Es sei "sehr deutlich", dass die Infektionszahlen nach unten gingen, es gebe aber noch nicht genug Entlastung in den Krankenhäusern. "Und das ist ein ganz entscheidender Punkt", sagte er, dafür müsse mehr passieren. Müller ist derzeit auch Chef der Ministerpräsidentenkonferenz.

Mittwoch, 6. Januar, 9 Uhr: Rekordzahl von Corona-Toten in den USA

Die USA haben einen neuen Höchstwert bei Corona-Todesfällen an einem Tag erreicht. Nach Zahlen der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore wurden am Dienstag 3775 Tote registriert. Der bisherige Rekordwert war am Mittwoch vergangener Woche mit 3744 Verstorbenen verzeichnet worden.

Die Zahl der Neuinfektionen stieg den Daten zufolge wieder auf gut 229 000 an, wie aus Zahlen der Universität am Mittwoch hervorging. Der bislang höchste Wert war am Samstag mit 297 491 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet worden.

Mittwoch, 6. Januar, 8.45 Uhr: Scholz zur Corona-Kosten: "Wir können das lange durchhalten"

Deutschland kann sich aus Sicht von Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz die Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie finanziell leisten. "Wir können das lange durchhalten, wir haben Vorsorge getroffen", sagte der SPD-Kanzlerkandidat am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin", nachdem Bund und Länder am Vorabend eine Verlängerung und Verschärfung des Lockdowns beschlossen hatten. Es gebe "keinen ganz kompletten Stillstand", in Fabriken und vielen Büros werde gearbeitet, sagte Scholz. Deutschland habe gut gewirtschaftet.

Mit Blick auf das für diesen Mittwoch geplante Treffen eines neuen Kabinettsausschusses zum Impfen sagte Scholz, am wichtigsten sei nun, sicherzustellen, dass in Deutschland und Europa genügend Impfstoff produziert werde und zur Verfügung stehe.

Mittwoch, 6. Januar, 8.30 Uhr: Giffey: "Homeoffice und Homeschooling geht nicht zusammen"

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) will eine möglichst schnelle Rückkehr zum Schul- und Kitabetrieb, um die Familien nicht zu lange zu belasten. "Homeoffice und Homeschooling geht nicht zusammen", sagte sie am Mittwoch im Deutschlandfunk. Deshalb sei nun eine klare Beschränkung auf den Januar beschlossen worden. "Und ich finde, dabei muss es auch bleiben." Bei solchen Belastungen für Kinder und Familien dürfen nicht über einen längeren Zeitraum gemacht werden.

Wie es im Februar weitergehe, liege neben der Infektionslage auch an den einzelnen Bundesländern. Es gebe schon jetzt ein unterschiedliches Vorgehen in den Ländern. Wenn es dann zu Lockerungen komme, müssten die sich zuallererst auf die Kinder in den Kitas und in den Schulen beziehen, so Giffey.

Mittwoch, 6. Januar, 8 Uhr: Tokio mit Rekord an Corona-Neuinfektionen - Ausnahmezustand erwartet

In Japans Hauptstadt Tokio ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen erstmals über die Marke von 1500 Fällen gestiegen. Binnen eines Tages wurden 1591 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet, wie die Stadtverwaltung am Mittwoch bekanntgab. Am Donnerstag wollte Japans Regierungschef Yoshihide Suga über die erneute Ausrufung des Ausnahmezustands für den Großraum Tokio entscheiden. Es wird erwartet, dass er voraussichtlich einen Monat dauern wird - die Vorbereitung für die Olympischen Spiele im Sommer sollen aber fortgesetzt werden, hatte Suga zu Wochenbeginn erklärt.

Mittwoch, 6. Januar, 6.45 Uhr: Indizenzwerte im Allgäu überwiegend rückläufig

Die Inzidenzwerte in den Allgäuer Landkreisen und kreisfreien Städten sind überwiegend rückläufig. Lediglich im Unterallgäu und im Landkreis Lindau erhöhte sich die Infektionskennziffer in den vergangenen 24 Stunden, wie das RKI mitteilt. Mehr über die aktuelle Lage im Allgäu lesen Sie hier.

Mittwoch, 6. Januar, 6.30 Uhr: Gemeindebund: Eingeschränkter Bewegungsradius nicht kontrollierbar

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund zweifelt an der Umsetzbarkeit des eingeschränkten Bewegungsradius für Menschen aus Corona-Hotspots. "Klar ist, dass in Gebieten mit sehr hohen Inzidenzen zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden müssen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Rheinischen Post" (Mittwoch). Ein solch eingeschränkter Bewegungsradius sei allerdings kaum kontrollierbar und es sei fraglich, ob er letztlich durch die vielen Ausnahmen Wirkung entfalten werde, sagte Landsberg.

Mittwoch, 6. Januar, 6.15 Uhr: Kein Bundesliga-Vorpreschen beim Impfen - "artig hinten anstellen"

Die Fußball-Bundesliga will bei den Impfungen gegen das Coronavirus keine Sonderrolle und nicht vorpreschen. "Wir werden uns artig hinten anstellen", sagte Manager Horst Heldt vom 1. FC Köln. "Erst kommen ältere Menschen und Menschen in den Pflegeheimen und Krankenhäusern. Wir Fußballer kommen irgendwann im Juni oder Juli. Bei dem Punkt sollten wir uns nicht vordrängeln", betonte Trainer Marco Rose von Borussia Mönchengladbach.

Während in Deutschland der schleppende Start der Impfungen gegen das Coronavirus heiß diskutiert wird, wollen die Verantwortlichen der Bundesliga keine Sonderrolle für sich reklamieren. Die Deutsche Fußball Liga äußerte sich auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht eingehend.

Mittwoch, 6. Januar, 6 Uhr: 21.237 Corona-Neuinfektionen und 1019 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 21.237 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1019 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Mittwochmorgen bekanntgab. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am 30. Dezember erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Eine Interpretation der Daten bleibt schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Dem Verband Akkreditierter Labore in der Medizin (ALM) zufolge war die Zahl der Labortests über den Jahreswechsel im Vergleich zur Weihnachtswoche noch einmal weiter gesunken. Verglichen mit der Woche vor Weihnachten hat sich die Zahl in der vergangenen Woche ungefähr halbiert.

Mittwoch, 6. Januar, 5.45 Uhr: Ärztegewerkschaft Marburger Bund: "Richtig, Bremse weiter anzuziehen"

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat die verschärften Corona-Beschlüsse von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder begrüßt. "Es ist richtig, die Bremse weiter anzuziehen. Der Bund-Länder-Beschluss ist deshalb nur konsequent", sagte die Vorsitzende, Susanne Johna, der "Rheinischen Post" (Mittwoch). Wo immer möglich, sollten Menschen Kontakte vermeiden. "Mit der Verfügung von Maßnahmen allein ist es aber nicht getan - sie müssen auch durchgesetzt werden", sagte Johna.

Bund und Länder hatten am Dienstag unter anderem eine Verlängerung der ursprünglich bis zum 10. Januar vereinbarten Lockdown-Regeln bis zum Monatsende sowie noch strengere Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich vereinbart.

Mittwoch, 6. Januar, 5.30 Uhr: US-Regierung: Mehr als 19 Millionen Impfdosen ausgeliefert

Dreieinhalb Wochen nach der ersten Zulassung eines Impfstoffs gegen Covid-19 sind in den USA nach Regierungsangaben mehr als 19 Millionen Dosen an die Bundesstaaten ausgeliefert worden. Alleine am Dienstag seien mehr als 3 Millionen Dosen verteilt worden, hieß es in einer Mitteilung des amtierenden US-Verteidigungsministers Christopher Miller. Zur Zahl der unter den rund 330 Millionen Amerikanern verabreichten Impfungen wurden keine Angaben gemacht. In Deutschland mit seinen rund 83 Millionen Einwohnern sind bislang etwa 1,3 Millionen Impfdosen an die Bundesländer gegangen. In den USA wurde der erste Impfstoff zehn Tage früher als in der EU zugelassen.

Dienstag, 5. Januar, 21.45 Uhr: "Unumgänglich" - Reaktionen auf Lockdownverlängerung an Schulen

Berlin (dpa) - Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat um Verständnis für die Verlängerung des Corona-Lockdowns auch an Kitas und Schulen geworben. "Die Lage ist sehr ernst. Daran gibt es nichts zu deuteln", sagte die SPD-Politikerin nach den Beratungen von Bund und Ländern am Dienstag zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie. Es müsse überall deutlichere Kontaktreduzierungen geben. "Deshalb ist es unumgänglich, dass die bisher ergriffenen Maßnahmen – auch die für Kitas und Schulen – bis Ende Januar verlängert werden."

Giffey wies zugleich darauf hin, dass mit der Verdoppelung der Zahl der Kinderkrankentage für Eltern der Belastung für Familien auch eine "deutliche Entlastung" entgegengesetzt werde. Dies nehme Eltern finanzielle Sorgen und lindere Probleme mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Dienstag, 5. Januar, 21 Uhr: Hoffnung auf deutlich mehr Impfstoff im Februar

Bei der Bereitstellung des knappen Corona-Impfstoffs zeichnen sich deutliche Fortschritte ab. Es gebe die berechtigte Hoffnung, dass der Hersteller Biontech in seiner geplanten Produktionsstätte in Marburg Ende Februar oder im März starten könne, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag nach neuen Bund-Länder-Beratungen in Berlin. Dies würde für Biontech und seinen Partner Pfizer die Möglichkeiten "sehr stark" erhöhen.

Dienstag, 5. Januar, 20.15 Uhr: Merkel: Corona-Mutation bringt "neue und besondere Lage"

Deutschland steht wegen neuer Varianten des Coronavirus nach Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor einer "neuen und besonderen Lage". Auch die Ministerpräsidenten zeigten sich nach neuerlichen Beratungen von Bund und Ländern am Dienstag in Berlin besorgt. Für Europa ist derzeit vor allem die zuerst in Großbritannien entdeckte Mutation B.1.1.7 relevant. Sie droht die Pandemie nach Expertenansicht zu verschärfen, weil sie sich wohl noch leichter von Mensch zu Mensch überträgt und somit schneller ausbreitet. In Deutschland wurde die Mutation bisher zwar nur vereinzelt nachgewiesen. Die Dunkelziffer ist nach Expertenansicht aber wahrscheinlich hoch.

Bund und Länder beschlossen, den Eintrag solcher Mutationen aus dem Ausland möglichst stark einzudämmen. In Deutschland sollten sie durch verstärkte Sequenzierung entdeckt werden; dabei wird nach Gensequenzen gesucht. Das Bundesgesundheitsministerium werde dafür eine Verordnung erlassen. Die Ausbreitung soll durch priorisierte Nachverfolgung und Quarantäne möglichst stark begrenzt werden.

Die Gefahren und Unsicherheiten durch die Mutationen sind laut Merkel als Grund dazugekommen, den Winterlockdown nun zu verschärfen. Daneben gelte es, dass Fallzahlen nach wie vor zu hoch seien und Klarheit über das Infektionsgeschehen nach den Feiertagen erst am 17. Januar zu gewinnen sei.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte, es müsse "alles" getan werden, um eine Ausbreitung der Mutation zu vermeiden. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte, es sei "Vorsicht" geboten. Es könne sein, dass sich mutierte Viren durchsetzten. "Es kommt eben noch eine neue Sorge dazu."

Dienstag, 5. Januar, 19.15 Uhr: Schärfere Kontaktbeschränkungen, verlängerter Lockdown: Das gilt jetzt

Geschäfte sollen länger geschlossen bleiben, private Treffen noch mehr eingeschränkt werden. Auch der Bewegungsradius von Bürgern wird eingeschränkt. Diese Regeln gelten jetzt.

Dienstag, 5. Januar, 19.05 Uhr: Bewegungsfreiheit in Corona-Hotspots wird eingeschränkt

Auf Menschen in Landkreisen mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen kommt eine drastische Beschränkung ihrer Bewegungsfreiheit zu. Ab einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern sollen die Länder lokale Maßnahmen ergreifen, um den Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort zu begrenzen, sofern kein triftiger Grund vorliegt. Darauf haben sich Bund und Länder bei ihren Beratungen am Dienstag in Berlin verständigt, wie aus ihrem Beschlusspapier hervorgeht.

Dienstag, 5. Januar, 18.55 Uhr: Kitas und Schulen bleiben geschlossen

Wegen weiter hoher Corona-Infektionszahlen wird der Lockdown an Schulen und Kitas bis Ende Januar verlängert. Darauf haben sich Bund und Länder bei ihren Beratungen am Dienstag in Berlin verständigt, wie aus ihrem Beschlusspapier hervorgeht. Das bestätigte Kanzlerin Angela Merkel in ihrer Pressekonferenz.

Bund-Länder-Beschluss: Doppelte Anzahl Kinderkrankentage

Eltern sollen sich in diesem Jahr doppelt so lange für Kinder krankschreiben lassen dürfen wie üblich. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder haben sich am Dienstag bei ihrer Videoschalte darauf verständigt, das sogenannte Kinderkrankengeld pro Elternteil wegen der Corona-Pandemie von 10 auf 20 Tage zu erhöhen. Alleinerziehende können es demnach für 40 statt 20 Tage erhalten.

Hintergrund sind die Betreuungsprobleme, die viele Eltern auch in diesem Jahr wieder bekommen, weil Schulen und Kitas schließen oder nur in eingeschränktem Betrieb sind. Die Krankentage-Regelung ist deshalb ausdrücklich nicht nur für den Fall einer Erkrankung der Kinder gedacht, sondern auch für den Fall, dass sie wegen Corona-Einschränkungen an Schule und Kita zu Hause betreut werden müssen.

Schon im vergangenen Jahr war die Zahl der Kinderkrankentage erhöht worden. Kinderkrankengeld zahlt die gesetzliche Krankenkasse normalerweise, wenn Eltern wegen der Pflege eines kranken Kindes nicht arbeiten gehen können. Es beträgt 90 Prozent des Nettoverdienstes.

Dienstag, 5. Januar, 18.45 Uhr: Heute entscheiden Bund und Länder, wie die Corona-Pandemie weiter eingedämmt werden soll

Dienstag, 5. Januar, 18.40 Uhr: Lockdown wird verlängert

Der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wird wegen weiter hoher Infektionszahlen bis zum 31. Januar verlängert. Darauf haben sich Bund und Länder bei ihren Beratungen am Dienstag in Berlin verständigt, wie aus ihrem Beschlusspapier hervorgeht.

Dienstag, 5. Januar, 17.30 Uhr: Oberallgäuer Mediziner: Warum sich viele Pflegekräfte nicht gegen Corona impfen lassen möchten

Der Arzt Boris Ott aus Burgberg ist in Altenheimen zum Impfen unterwegs. Er spricht darüber, warum sich nur die Hälfte der Pflegekräfte impfen lassen möchte.

Dienstag, 5. Januar, 16.30 Uhr: Allgäuer Intensivstationen sind immer mehr ausgelastet

Die Zahl der Intensivpatienten im Allgäu steigt - vor allem derer, die mit Covid-19 infiziert sind. Detaillierte Zahlen finden Sie hier.

Dienstag, 5. Januar, 15.30 Uhr: Kreise: In Corona-Hotspots soll Bewegungsradius eingeschränkt werden

Bund und Länder haben sich darauf verständigt, dass in Landkreisen mit hohen Corona-Infektionszahlen weitere Maßnahmen zur Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort ergriffen werden sollen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Teilnehmerkreisen von Seiten des Bundes sowie der Länder bei den Beratungen. Eine Einigung auf ein Beschlusspapier gab es aber noch nicht.

Gelten soll dies für Landkreise mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern - sofern kein triftiger Grund vorliegt. Tagestouristische Ausflüge sollen demnach keinen triftigen Grund darstellen, wie es in den Teilnehmerkreisen hieß. Laut des Entwurfs für ein Beschlusspapier weisen über 70 Landkreise eine Inzidenz von über 200 auf.

Dienstag, 5. Januar, 15.25 Uhr: Rund 82.000 Menschen in Bayern gegen Corona geimpft

In Bayern sind nach Angaben von Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) bis Dienstag rund 82.000 Menschen mit einer ersten Dosis gegen das Coronavirus geimpft worden. Das RKI hatte zuvor von mehr als 77.000 gegen Corona geimpften Menschen gesprochen. Die Hälfte der knapp 210.000 gelieferten Impfdosen für Bayern werde für die erforderliche zweite Impfung bereitgehalten.

"Nun ist es wichtig, dass wir regelmäßig neuen Impfstoff geliefert bekommen, damit wir möglichst viele Menschen schützen und Termine vergeben können", betonte Huml. Am kommenden Freitag sollen laut Ministerium weitere 107.000 Impfdosen im Freistaat eintreffen.

Dienstag, 5. Januar, 15 Uhr: Bund und Länder einigen sich wohl auf Verlängerung des Lockdowns

Bund und Länder haben sich angesichts der weiter hohen Coronazahlen auf eine Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar verständigt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Teilnehmerkreisen von Seiten des Bundes sowie der Länder bei den Beratungen. Eine Einigung auf ein Beschlusspapier gab es aber noch nicht. Die Maßnahmen waren bisher bis zum 10. Januar befristet. Seit dem 16. Dezember gilt eine Schließung von weiten Teilen des Handels und der Gastronomie.

Dienstag, 5. Januar, 14.50 Uhr: Inzidenzzahlen im Oberallgäu entwickeln sich positiv

Während die Inzidenzzahlen in Memmingen, Lindau und dem Unterallgäu konstant über 100 liegen, zeichnet sich im Oberallgäu ein positiver Trend ab. Die ausführlichen Zahlen finden Sie hier.

Dienstag, 5. Januar, 14.45 Uhr: Leichte Lockerung: Baden-Württemberg erlaubt Abholangebote im Handel

Die Landesregierung in Baden-Württemberg will den Corona-Lockdown zwar verlängern, erlaubt aber vom kommenden Montag an wieder Abholangebote im Handel. Die Corona-Verordnung werde so geändert, dass der sogenannte Click&Collect-Service wieder möglich werde, sagte Regierungssprecher Rudi Hoogvliet am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Kunden könnten so im Internet oder per Telefon eine Ware bestellen, einen Abholtermin vereinbaren und die Ware selbst abholen. Der Handelsverband, der das wochenlang gefordert hatte, zeigte sich erfreut - auch wenn die Händler die Möglichkeit eigentlich dringend zu Weihnachten gebraucht hätten, wie Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann sagte.

Dienstag, 5. Januar, 14.45 Uhr: Acht neue Todesfälle im Allgäu

Im Allgäu sind erneut acht Personen an oder mit Covid-19 gestorben. Das berichtet das LGL. Zwei Personen starben im Unterallgäu, sechs Personen im Ostallgäu.

Dienstag, 5. Januar, 14.15 Uhr: RKI: Mehr als 316.000 Impfungen gegen Covid-19 gemeldet

Die Zahl der Impfungen gegen Covid-19 in Deutschland ist weiter gestiegen. Bislang wurden insgesamt 316.962 solcher Impfungen gemeldet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstag in Berlin bekanntgab (Stand 12 Uhr). Im Vergleich zum Vortag sind das 44.563 mehr. Diese Zahl könne allerdings auch Nachmeldungen enthalten, betont das RKI.

Die meisten Impfungen pro 1.000 Einwohner wurden vom RKI bisher für Mecklenburg-Vorpommern erfasst (8,6), gefolgt von Sachsen-Anhalt (7,1) und Hessen (6,0). Die wenigsten Impfungen im Verhältnis zur Einwohnerzahl wurden bisher für Niedersachsen (1,1), Thüringen (1,3) und Brandenburg (1,3) gemeldet. Der Bundesschnitt liegt nun bei 3,8 Impfungen pro 1.000 Einwohner. In absoluten Zahlen kommt Bayern auf die meisten Impfungen, mit mehr als 77.000 laut RKI.

Dienstag, 5. Januar, 12.50 Uhr: Bundesregierung kommt bei Corona-Hilfen einen Schritt voran

Deutschland im Lockdown: Die Regierung hat Firmen eine großzügige Unterstützung versprochen. Nach Verzögerungen sollen erste Gelder der Dezemberhilfen nun ankommen. Wie aber geht es weiter?

Dienstag, 5. Januar, 12.20 Uhr: Russland und Deutschland sprechen über gemeinsamen Corona-Impfstoff

Trotz politisch angespannter Lage sprechen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Russlands Präsident Wladimir Putin über einen gemeinsamen Corona-Impfstoff. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 5. Januar, 12 Uhr: Behörden bereiten sich auf weiteren Andrang im Schwarzwald vor

Angesichts des andauernden Ansturms von Ausflüglern auf den verschneiten Schwarzwald wollen die örtlichen Behörden und die Polizei gemeinsame Maßnahmen gegen Gedränge und Verkehrschaos ergreifen. Dazu sollte es am Dienstagnachmittag ein Treffen geben, wie ein Sprecher des Ortenaukreises sagte. Im Gespräch seien etwa Straßensperrungen. An dem Treffen sollten demnach Vertreter der Straßenverkehrsbehörden des Ortenaukreises, des Landkreises Rastatt und der Städte Baden-Baden und Bühl sowie die Polizei Offenburg teilnehmen.

Der Sprecher sagte, die Zustände vor allem auf der B500 seien zuletzt "extrem" gewesen. Seine Behörde appelliere an die Bürger, sich an die Regeln zu halten, nicht nur an die Corona-Regeln, sondern auch an die des Straßenverkehrs. Wenn die Parkplätze voll seien, müssten die Menschen umdrehen. Am Straßenrand zu parken sei verboten.

Dienstag, 5. Januar, 11.15 Uhr: Kontroverse Gespräche vor Corona-Bund-Länder-Runde am Nachmittag

Vor den Beratungen zur Verlängerung des Corona-Lockdowns haben Bund und Länder teilweise kontrovers über noch offene Fragen diskutiert. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen wurde am Dienstagvormittag unter anderem diskutiert, ob es in Kreisen mit einer hohen Neuansteckungsrate Einschränkungen des erlaubten Bewegungsradius um den Wohnort geben soll. Es war aber noch offen, ob der Punkt wirklich in das Beschlusspapier aufgenommen wird. Eine Entscheidung sollte es erst in der Runde der Regierungschefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Nachmittag geben. Der ursprünglich für 11.00 Uhr geplante Auftakt wurde um zwei Stunden nach hinten geschoben.

Dienstag, 5. Januar, 10.45 Uhr: Bundesregierung will Produktion von Corona-Impfstoff beschleunigen

Die Corona-Impfungen machen Hoffnung auf ein Entspannung der Pandemielage im Sommer - sorgen aber auch für Streit und Skepsis. Die Regierung versucht, möglichst schneller mehr Menschen mit den schützenden Präparaten versorgen zu können. Wie das gelingen soll, lesen Sie hier.

Dienstag, 5. Januar, 10 Uhr: Betriebe beantragen im Dezember Kurzarbeit für 660 000 Menschen

Die Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie treiben die Kurzarbeit in Deutschland wieder in die Höhe. Vom 1. bis 28. Dezember 2020 erreichten die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg Anzeigen zur Kurzarbeit für 666 000 Personen, teilte die Bundesagentur am Dienstag in Nürnberg mit. Im November waren es 627 600 Anzeigen.

Im März auf dem Höhepunkt des ersten Corona-Shutdowns waren es noch über zehn Millionen.

Dienstag, 5. Januar, 9.30 Uhr: Pandemie auf Mallorca "außer Kontrolle" - Keine Lockerungen in Sicht

Die Bewohner der Balearen mit der bei den Deutschen sehr beliebten Urlaubsinsel Mallorca werden wegen anhaltend hoher Corona-Zahlen auch in den nächsten Wochen strikte Einschränkungen ertragen müssen. Eine nennenswerte Lockerung der Auflagen sei bis Februar nicht zu erwarten, erklärte die Sprecherin der Regierung der spanischen Region, Pilar Costa, am Montag vor Journalisten in Palma. "Vor allem auf Mallorca ist die Lage sehr negativ", betonte sie. Auf der Hauptinsel sei die Pandemie "außer Kontrolle", titelte die Zeitung "Diario de Mallorca" am Dienstag in der Online-Ausgabe.

Die Balearen hatten seit Dezember die höchsten Corona-Zahlen in ganz Spanien. Mit zuletzt knapp 530 Ansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen zwei Wochen wurde die Region nun aber von Extremadura (ca. 604) überholt, wie das spanische Gesundheitsministerium am Montagabend mitteilte.

Dienstag, 5. Januar, 9.30 Uhr: Spahn ermahnt SPD zu geschlossenem Agieren in der Pandemie

Angesichts der Kritik der SPD an seiner Impfstrategie hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vom Koalitionspartner gemeinsames Agieren in der Corona-Krise eingefordert. "In dieser echt schweren Phase der Pandemie, denke ich, erwarten die Bürgerinnen und Bürger zu Recht Geschlossenheit und Entschlossenheit ihrer Regierung", sagte er am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin". "Das funktioniert in so einer Phase nicht gut: gleichzeitig Regierung und Opposition sein zu wollen. Irgendwie hat es auch seit 20 Jahren für die SPD nicht gut funktioniert." Und mit einem Zusatz warf Spahn der SPD indirekt vor, bereits wahltaktisch zu agieren: "Ich glaube nicht, dass das jetzt im Wahljahr besser läuft."

Mehrere SPD-Politiker, zuletzt am Montag Generalsekretär Lars Klingbeil, hatten Spahn dafür verantwortlich gemacht, dass einige andere Länder beim Impfen weiter sind als Deutschland.

Dienstag, 5. Januar, 9.15 Uhr: Internet und Möbel: Einzelhandel wächst im November

Der deutsche Einzelhandel hat im November trotz Corona-Einschränkungen glänzende Geschäfte gemacht. Der durchschnittliche Umsatz wuchs bereinigt um Preiseffekte um 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag berichtete. Einschließlich der Preiserhöhungen hatten die Händler sogar 6,5 Prozent mehr Geld in ihren Kassen.

Allerdings profitierten nicht alle Händler gleichermaßen. Während die Umsätze der Versand- und Internethändler in der Jahresfrist real um 31,8 Prozent zulegten, mussten die Textilanbieter mit einem Minderumsatz von 20 Prozent zurechtkommen. Von den im November noch erlaubten Geschäftsöffnungen profitierten sie offensichtlich weniger als erhofft.

Dienstag, 5. Januar, 9 Uhr: Ramelow für schärferen Lockdown - Auch Schwesig gegebenenfalls offen

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat sich vor dem Treffen der Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht nur für verlängerte, sondern auch schärfere Corona-Beschränkungen ausgesprochen. "Ich werde heute in der Ministerpräsidentenkonferenz auf der Seite derjenigen argumentieren, die sagen: Wir werden es noch viel schärfer und viel härter angehen müssen", sagte Ramelow am Dienstag im Deutschlandfunk. "Ich habe lange gedacht, dass wir besser durch die Krise kommen." Aber da habe man sich getäuscht, sagte Ramelow, der im Sommer Verfechter eines Lockerungskurses war.

Er sprach sich außerdem gegen eine Öffnung der Schulen und der Kindergärten aus. Statt über Öffnungen zu debattieren, müssten sich alle besser zurückziehen. So hätte man eine Chance, das Gesundheitswesen zu schützen, sagte der Ministerpräsident.

Dienstag, 5. Januar, 8.30 Uhr: Wie bekommt man einen Termin zur Corona-Impfung? Alle Antworten in eigenem Beitrag

Täglich werden in ganz Deutschland Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Doch wie kommt man an einen Impftermin? Fragen und Antworten zur Corona-Impfung im Allgäu lesen Sie in einem gesonderten Beitrag unserer Redaktion.

Dienstag, 5. Januar, 8 Uhr: Bayerns FDP-Chef fordert Ende verschärfter Ausgangsbeschränkungen

Der bayerische FDP-Vorsitzende Daniel Föst hält die strengen Ausgangsbeschränkungen im Freistaat für unverhältnismäßig und wenig wirksam. "Bayerns Sieben-Tage-Inzidenz ist schlechter als in vielen anderen Bundesländern, wo die Maßnahmen weniger streng sind", sagte Föst der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstag).

"Wenn man Weihnachten mit den Schwiegereltern feiert, ist es dem Virus egal, ob man um 21.00 Uhr mit dem Auto nach Hause fährt oder um 23.00 Uhr." Die Staatsregierung versage in zentralen Bereichen der Corona-Bekämpfung, beim Schutz "der Bewohner in Pflege- und Seniorenheimen, ebenso wie beim Schulunterricht und der Kinderbetreuung", sagte Föst. "Auch der Impfstart war eine Katastrophe." Die Schließung der Gastronomie habe nichts gebracht. "Wir können nicht immer die gesamte Gesellschaft lahmlegen. Wir müssen gezielt die Infektionsquellen ausschalten", forderte er.

Dienstag, 5. Januar, 7 Uhr: Mit Corona-Infektion auf der Intensivstation: Kaufbeurer (37) berichtet von Erkrankung

Alexander Uhrle (37) aus Kaufbeuren verbrachte nach einer Covid-19-Infektion die Tage vor Weihnachten auf der Intensivstation. Der Respekt vor dem Pflegepersonal ist nun noch größer. Mehr über sein Schicksal lesen Sie hier.

Dienstag, 5. Januar, 6.30 Uhr: Umfrage: Große Mehrheit für Verlängerung des Corona-Lockdowns

Eine große Mehrheit der Deutschen ist für eine Verlängerung des Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich fast zwei Drittel der Befragten dafür aus, die Einschränkungen mindestens in der bisherigen Härte über den 10. Januar hinaus fortzuführen. 41 Prozent sind für eine unveränderte Beibehaltung, weitere 24 Prozent sogar für eine Verschärfung. Dagegen befürworten nur 17 Prozent eine Lockerung des Lockdowns und nur jeder Zehnte (11 Prozent) ist für eine komplette Aufhebung aller Einschränkungen.

Dienstag, 5. Januar, 6 Uhr: 11.897 Corona-Neuinfektionen und 944 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 11 897 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 944 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Dienstagmorgen bekanntgab. Eine Interpretation der Daten bleibt weiter schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am Mittwoch (30. Dezember) erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Dienstagmorgen bei 134,7. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Dienstag Sachsen mit 298,7 und Thüringen mit 241,8. Den niedrigsten Wert hatte Schleswig-Holstein mit 77,1.

Dienstag, 5. Januar, 5.45 Uhr: Kramp-Karrenbauer: Präsenzunterricht so weit wie möglich vermeiden

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich vor der Videokonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder zur Corona-Krise für einen vorsichtigen Kurs in Schulen und Kitas ausgesprochen. "Ich wünsche mir, dass wir in den Schulen und in den Kitas keine oder so wenig Präsenz wie möglich haben", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Im Zusammenhang mit Fragen und Ängsten in der Bevölkerung bei der Impfstrategie sprach sich Kramp-Karrenbauer für eine offene Debatte und Aufklärung aus.

Dienstag, 5. Januar, 5.30 Uhr: Bund und Länder beraten über Verlängerung des Lockdowns

Bei ihrer ersten Schaltkonferenz des neuen Jahres beraten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Bundesländer am Dienstag (13.00 Uhr) über eine Verlängerung des Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie. In den vergangenen Tagen deutete sich bereits an, dass das öffentliche Leben wegen hoher Infektionszahlen vorerst noch nicht wieder hochgefahren wird.

Montag, 4. Januar, 21.20 Uhr: Johnson verkündet neuen nationalen Lockdown für England

Wegen der deutlich steigenden Zahl an Corona-Infektionen hat die britische Regierung die Maßnahmen erneut stark verschärft. "Wir müssen in England einen Lockdown verhängen, um die neue Corona-Variante in den Griff zu bekommen", sagte Premierminister Boris Johnson am Montagabend in einer Fernsehansprache. "Das bedeutet, dass Sie zu Hause bleiben müssen." Das Haus dürfe nur noch für notwendige Aktivitäten wie Arztbesuche oder die Arbeit verlassen werden. Schulen müssen schließen. Johnson sagte, die Maßnahmen würden vermutlich bis Mitte Februar in Kraft bleiben.

Montag, 4. Januar, 19.55 Uhr: So hat ein Kaufbeurer seine Corona-Infektion erlebt

Alexander Uhrle ist 37 Jahre alt, hat keine Vorerkrankungen - und lag wegen seiner Corona-Infektion im Krankenhaus. Welche Botschaft der Kaufbeurer an seine Mitmenschen hat, lesen Sie hier.

Montag, 4. Januar, 19.30 Uhr: EU Kommission genehmigt Milliarden-Staatshilfe für Tui

Die EU-Wettbewerbshüter haben deutsche Staatshilfen bis zu 1,25 Milliarden Euro für den schwer von der Corona-Krise getroffenen Reisekonzern Tui genehmigt. Das teilte die EU-Kommission am Montag in Brüssel mit.

Montag, 4. Januar, 18.20 Uhr: Kritik nach Corona-Demo in Nürnberg - Polizei verteidigt Einsatz

Corona-Gegner dicht gedrängt auf einer Demo. Diese Bilder aus Nürnberg schlagen in den sozialen Netzen Wellen. Die Polizei rechtfertigt ihr Vorgehen.

Montag, 4. Januar, 16.40 Uhr: Arzneimittelbhörde steht kurz vor Entscheidung zu Corona-Impfstoff von Moderna

Zunächst war eine Entscheidung der EMA zum Corona-Impstoff für Mittwoch angekündigt worden. Nun kam der Expertenausschuss bereits am Montag zusammen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 4. Januar, 16.20 Uhr: Nach viel Kritik: Niederlande impfen bereits ab Mittwoch

Nach einer Welle von Kritik der Öffentlichkeit und Opposition werden die Niederlande den Impfstart auf Mittwoch vorziehen. Zwei Tage eher als geplant sollen zunächst Pfleger und Ärzte von Corona-Patienten geimpft werden, teilte Gesundheitsminister Hugo de Jonge am Montag in Den Haag mit.

Die Niederlande sind das letzte Land der EU, das mit dem Impfen beginnt. Der Gesundheitsminister war wegen des späten Starts und der unklaren Impfstrategie in den vergangenen Tagen heftig unter Beschuss geraten. Er muss sich am Dienstag im Parlament verantworten. (Hintergründe zu diesem Thema erfahren Sie hier.)

Montag, 4. Januar, 16 Uhr: Corona-Mutation ist nun auch in Österreich aufgetaucht

Auch in Österreich gibt es nun Menschen, die mit der neuen Corona-Mutation infiziert sind - darunter ein zwölfjähriges Mädchen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 4. Januar, 15.25 Uhr: Gerd Müller: Facebook, Google und Co. sollen für Corona Impfstoff spenden

Entwicklungsminister Gerd Müller appelliert in der Corona-Krise an die reichen Ländern, die armen bei der Verteilung des Impfstoffs nicht zu vergessen. US-Firmen sollen dafür zahlen. Den ganzen Artikel finden Sie hier.

Montag, 4. Januar, 15 Uhr: Österreich verlängert den Lockdown

Österreich hat den Lockdown bis 24. Januar verlängert. Auch das geplante Freitesten soll nicht stattfinden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 4. Januar, 13.40 Uhr: Neuer Todesfall im Landkreis Lindau

Im Landkreis Lindau ist erneut eine Person an oder mit Covid-19 gestorben. Das berichtet das LGL.

Montag, 4. Januar, 13.40 Uhr: Betretungsverbot für Pisten in Willingen in Hessen geplant

Nach dem großen Andrang von Ausflüglern am Wochenende wird ein Betretungsverbot für Skipisten und Rodelhänge im nordhessischen Wintersportort Willingen vorbereitet. "Wir sehen aufgrund der Erfahrungen keine andere Lösung", sagte Bürgermeister Thomas Trachte (parteilos) am Montag. Der Landkreis arbeite an einer Verfügung auf Grundlage des Infektionsschutzrechts wegen der Corona-Pandemie. Ordnungsamt und Polizei würden das Verbot dann durchsetzen.

Montag, 4. Januar, 13.25 Uhr: Wintersportort Oberhof soll abgeriegelt werden

Auch in Thüringen bereitet der riesige Ansturm von Ausflüglern Probleme: Oberhofs Bürgermeister Thomas Schulz will die für Wintersport bekannte Stadt weitgehend abriegeln. "Es sollen nur noch Leute Zugang haben, die hier wohnen oder arbeiten oder ein berechtigtes Interesse daran hat, hierher zu kommen", sagte Schulz am Montag auf Anfrage. Er habe dies dem Thüringer Innenminister Georg Meier (SPD) bereits unterbreitet. Am Wochenende waren in Oberhof Straßen zugeparkt, Feuerwehrzufahrten versperrt und Rettungswege blockiert. Oberhof bereitet sich zudem gerade auf zwei Biathlonweltcups vor, von denen der erste Ende der Woche beginnt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 4. Januar, 10.05 Uhr: Mobile Wertstoffsammlung in Füssen fällt aus

Die mobile Wertstoffsammlung, die normalerweise am zweiten Freitagnachmittag eines Monats stattfindet, entfällt am Freitag, 8. Januar, aufgrund der Coronasituation. Das gibt die Stadtverwaltung bekannt.

Montag, 4. Januar, 10 Uhr: Erster Brite mit heimischem Astrazeneca-Vakzin gegen Corona geimpft

In England ist der erste Brite mit dem heimischem Impfstoff der Uni Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca geimpft worden. Der 82 Jahre alte Dialyse-Patient Brian Pinker aus Oxford habe am Montagmorgen den schützenden ersten Piks in der dortigen Uniklinik erhalten, teilte der britische Gesundheitsdienst NHS mit.

"Ich freue mich so, heute die Covid-19-Impfung zu bekommen und ich bin wirklich stolz, dass sie in Oxford erfunden wurde", sagte Pinker der Mitteilung zufolge. Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock bezeichnete den Impfstart mit dem Mittel als "unverzichtbaren Schritt" im Kampf gegen die Pandemie.

Großbritannien hatte dem Präparat in der vergangenen Woche eine Notfallzulassung ertei

Montag, 4. Januar, 9.30 Uhr: Corona-Krise lässt Zahl der Erwerbstätigen sinken

Nach 14 Jahren Wachstum ist im Corona-Jahr 2020 die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland erstmals wieder zurückgegangen. 44,8 Millionen Menschen hatten im Jahresschnitt im Inland einen Arbeitsplatz oder waren selbstständig, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Das waren 1,1 Prozent weniger als 2019 und auch 0,2 Prozent weniger als 2018. Die Zahl der Erwerbslosen kletterte deutlich um 34,5 Prozent auf 1,85 Millionen.

Der Statistik zufolge gingen insbesondere schlecht gesicherte Jobs verloren, während die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten häufig in Kurzarbeit geschickt wurden. Noch deutlicher als in den Vorjahren ging die Zahl der Selbstständigen und ihrer mithelfenden Angehörigen auf nun noch 4,0 Millionen zurück.

Montag, 4. Januar, 9 Uhr: Schülervertreter fordern Schule im Wechselmodell

Die Bundesschülerkonferenz fordert einen Start der Schulen nach dem 10. Januar im Wechselmodell. "Wir müssen die Schulen jetzt auf Wechselmodelle vorbereiten und jüngere Schülerinnen und Schüler sowie Abschlussklassen hierbei bevorzugen", sagte der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, Dario Schramm, am Montag anlässlich der Beratungen der Kultusminister zur Corona-Lage. Außerdem forderte er einen Nachteilsausgleich für die anstehenden Abschlussprüfungen.

Schramm verlangte "klare Ansagen von Seiten der Kultusministerkonferenz" und kritisierte, dass die Schülerinnen und Schüler die gesamten Ferien im Ungewissen verbracht hätten: "Die Kultusministerkonferenz tagt 17 Tage nach Ferienbeginn, ich hätte erwartet, dass sie die Ferien von Beginn an zum Ausarbeiten von Konzepten und Gesprächen mit Verbänden genutzt hätten."

Montag, 4. Januar, 8.45 Uhr: SPD-Generalsekretär beklagt Impf-Chaos - Merkel soll übernehmen

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat die aktuelle Corona-Impfstrategie der Bundesregierung kritisiert und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, sich einzuschalten. Deutschland stehe im Vergleich mit anderen Ländern schlechter da, sagte er im ARD-"Morgenmagazin". Die Schuld hierfür gibt Klingbeil Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Länder außerhalb der EU wie die USA und Großbritannien hatten Impfstoffe nach weniger umfangreichen Prüfungen Notfallzulassungen erteilt und begannen früher mit dem Impfen. Die Umsetzung läuft in Deutschland über die Länder, die jeweils eigene Regelungen haben. "Wir sehen in diesen Tagen, dass es chaotische Zustände gibt", sagte Klingbeil.

Montag, 4. Januar, 6.30 Uhr: Japan erwägt neuen Ausnahmezustand für Tokio - Olympia weiter geplant

Angesichts gestiegener Corona-Infektionszahlen erwägt Japan erneut die Ausrufung des Ausnahmezustands für den Großraum Tokio - die Vorbereitung für die Olympischen Spiele im Sommer soll aber fortgesetzt werden. Das erklärte der japanische Ministerpräsident Yoshihide Suga am Montag. Die Gouverneure von Tokio und umliegenden Präfekturen hatten seine Regierung zuvor aufgefordert, erneut den Ausnahmezustand für den Großraum Tokio auszurufen, nachdem die Hauptstadt des Landes zu Neujahr einen neuen Rekord von 1337 Neuinfektionen vermeldet hatte.

Montag, 4. Januar, 6 Uhr: RKI: 9847 Corona-Neuinfektionen und 302 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 9847 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 302 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Eine Interpretation der Daten bleibt weiter schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am Mittwoch (30.Dezember) erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1 775 513 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 04.01., 0 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 34 574. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1 401 200 an.

Montag, 4. Januar, 5.00 Uhr: Spahn ruft Mitarbeiter im Gesundheitswesen zur Corona-Impfung auf

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Mediziner und Pflegekräfte im Gesundheitswesen dazu aufgerufen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. "Es ist ein Gebot der Vernunft und der

Solidarität, dass diejenigen, die im Gesundheitswesen arbeiten, sich ebenfalls impfen lassen, zu ihrem eigenen Schutz und dem Schutz der ihnen anvertrauten Patienten", sagte Spahn der "Rheinischen Post" (Montag). Er selbst werde sich sofort impfen lassen, wenn er an der Reihe sei. "Und ich möchte auch mit meiner Impfung davon überzeugen, dass es ein sicherer Impfstoff ist."

Zahlreiche Mitarbeiter im Gesundheitswesen hatten erklärt, sich nicht impfen lassen zu wollen.

Sonntag, 3. Januar, 19.50 Uhr: Neue Corona-Variante erreicht Griechenland und Zypern

Die in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Variante ist auch in Griechenland und auf Zypern nachgewiesen worden. Sie sei in Griechenland bisher in vier Fällen entdeckt worden, berichtete der griechische Fernsehsender Antenna am Sonntagabend unter Berufung auf Athener Virologen. Zypern meldete am Sonntag, dass die Variante in bisher zwölf Fällen nachgewiesen worden sei. Gezielt geprüft worden seien die positiven Testergebnisse von Menschen, die vor Weihnachten von Großbritannien nach Zypern gereist waren, berichtete die Zeitung "Cyprus Times".

Griechenland und Zypern befinden sich im Lockdown, der nach leichten Lockerungen über die Feiertage wieder verschärft wurde. Zypern meldete am Samstag mehr als 600 neue Infektionen binnen 24 Stunden. Im weniger stark betroffenen Griechenland lag die Zahl am Sonntag bei 390 Neuinfektionen.

Sonntag, 3. Januar, 16.45 Uhr: Kabarettist Wolfgang Krebs froh über staatliche Corona-Künstlerhilfe

Augsburg (dpa/lby) - Der Kabarettist Wolfgang Krebs (54) ist froh über die bayerischen Künstlerhilfen in der Corona-Krise. Die maximal 1080 Euro pro Monat seien zwar für den einen viel und für den anderen wenig, sagte Krebs unseren Kollegen der "Augsburger Allgemeinen". "Demjenigen aber, der gerade im Wohnwagen lebt, wird es helfen, über die Runden zu kommen."

Zudem seien die Hilfen eine Anerkennung für die Kulturschaffenden. "Und was besonders schön ist: Es betrifft nicht nur die Künstler, sondern auch Veranstaltungstechniker und praktisch alle anderen, die direkt von der Kultur leben", sagte Krebs.

Er selbst habe es noch ganz gut, weil er regelmäßig für das Bayerische Fernsehen und im Radio auftrete. Ohne Live-Auftritte käme aber auch er nicht über die Runden. "Unseren Umsatz machen wir auf Bühnen", sagte der Politiker-Imitator. "Wenn ich nur Radio und Fernsehen hätte, könnte ich davon nicht leben."

Für die Allgäuer Zeitung hat der Kabarettist eine exklusive Neujahrsansprache gehalten

Sonntag, 3. Januar, 15 Uhr: Wann dürfen Schüler wieder in die Schule? Bayerischer Sonderweg für Piazolo denkbar

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hat sich gegen eine Öffnung von Bayerns Schulen nach Ferienende am 10. Januar ausgesprochen. "Wenn ich mir die aktuellen Infektionszahlen ansehe, gehe ich nicht von einem allgemeinen Präsenzunterricht für alle aus", sagte Piazolo unseren Kollegen der "Augsburger Allgemeinen" (Montag). Auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte zuvor in der "Bild am Sonntag" zur Zurückhaltung bei der Schulöffnung gemahnt.

Sonntag, 3. Januar, 14.45 Uhr: Impfzentrum Kempten in Zwangspause, weil der Impfstoff fehlt

Das Impfzentrum in Kempten macht in Kürze eine kleine Zwangspause. Man erhalte erst Ende der Woche oder am Wochenende wieder Impfstoff, sagte Christian Nagel, Einsatzleiter im Impfzentrum in der Ari-Kaserne, unserer Redaktion. Die letzten Vorräte werden demnach am Montag gespritzt. Auch am Klinikum in Kempten dürften damit wohl am Montag die vorerst letzten Impfungen von Mitarbeitern erfolgen.

Insgesamt hat das Impfzentrum Kempten bisher in drei Lieferungen 840 Impfdosen erhalten. Davon wurden laut Nagel 510 an Bewohner von Alten- und Pflegeheimen verabreicht und 190 im Impfzentrum (vor allem ans Personal der Heime). 140 Dosen wurden dem Klinikum Kempten zugewiesen.

Sonntag, 3. Januar, 13.45 Uhr: Ostallgäu: Polizei geht gegen Wildcamper, Auto-Übernachter und Gartenlauben-Gäste vor

Die Polizei im Ostallgäu hatte alle Hände voll zu tun, damit die Corona-Regeln eingehalten werden. Gegen wen die Polizisten in Marktoberdorf, Füssen, Lechbruck, Roßhaupten und Schwangau alles vorgingen lesen Sie hier.

Sonntag, 3. Januar, 12.45 Uhr: Erneuter Ansturm im Harz - Volle Parkplätze und Staus

Erneut haben sich entgegen allen Mahnungen am Sonntag viele Ausflügler auf den Weg in den Harz gemacht. Schon am Morgen waren die Parkplätze voll, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Die Bundesstraße 4 musste zudem kurzzeitig am Ortsausgang Bad Harzburg in Richtung Torfhaus einseitig gesperrt werden, da es zu Staus kam und einige Autos bereits liegengeblieben waren.

Bereits in den vergangenen Tagen hatte es trotz der Corona-Pandemie einen Ansturm auf die Ausflugsziele im Harz mit stundenlangen Staus auf der B4 gegeben. Die Polizei äußerte die Hoffnung, dass die Lage im Laufe des Sonntags nicht wieder ausartet: "Momentan ist ein starker Schneefall, vielleicht hält das den einen oder anderen Besucher ab", sagte der Sprecher am Sonntagvormittag.

Sonntag, 3. Januar, 12.30 Uhr: Mehr als 61.000 Menschen in Bayern erhielten erste Impfdosis

In Bayern waren am Sonntagmorgen mehr als 61.000 Menschen mit der ersten Impfdosis gegen das Coronavirus versorgt. Das sagte der Staatssekretär und Leiter der Corona-Taskforce im bayerischen Gesundheitsministerium, Klaus Holetschek (CSU), am Sonntag der Deutschen Presse Agentur.

In Bayern wird wie in ganz Deutschland seit dem 27. Dezember gegen das Virus geimpft. Zunächst sind derzeit Bewohner von Altenheimen und Bedienstete aus dem Gesundheits- und Pflegebereich an der Reihe. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hatte noch am Samstag von mehr als 43 000 Geimpften in Bayern gesprochen.

Sonntag, 3. Januar, 12 Uhr: Bayerns Kultusminister Piazolo gegen schnelle Schulöffnung

Eine Rückkehr der bayerischen Schüler in die Schulen nach den Weihnachtsferien wird immer unwahrscheinlicher. Am Montag treffen sich die Kultusminister aller Länder, um eine Entscheidung zu treffen. Bayerns Kultusminister Michael Piazolo ( Freie Wähler) stellt sich klar gegen eine rasche Schulöffnung – und damit gegen seine Amtskollegin aus Baden-Württemberg. „Wenn ich mit die aktuellen Infektionszahlen ansehe, gehe ich nicht von einem allgemeinem Präsenzunterricht für alle aus“, sagte Piazolo der Zeitung Augsburger Allgemeine. Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann von der CDU, hatte gefordert, zumindest Grundschulen auf jeden Fall schon ab dem 11. Januar wieder zu öffnen.

Sonntag, 3. Januar, 11.15 Uhr: Startprobleme bei Impf-Hotline

Die auch als Corona-Impf-Hotline genutzte Nummer 116 117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes ist teilweise schwer erreichbar. Den "sehr ernstzunehmenden Hinweisen auf eine Überlastung der Hotline gehen wir derzeit intensiv nach", sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums der "Welt am Sonntag". Erste Erkenntnisse würden auf technische Gründe als Ursache hindeuten.

Seit dem 21. Dezember sind dem Bericht zufolge Callcenter mit rund 1100 Beschäftigten in Betrieb, die wöchentlich bis zu 200 000 Anfragen bearbeiten könnten. Ab 8. Januar soll die Maximalkapazität schrittweise auf wöchentlich 500 000 Anrufe hochgefahren werden, hieß es unter Berufung auf das Ministerium.

Sonntag, 3. Januar, 11 Uhr: Spanische Regionen verschärfen auch wegen Rave-Party Corona-Maßnahmen

Mehrere spanische Regionen haben unter dem Eindruck einer illegalen Massenparty bei Barcelona die Verschärfung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus angekündigt. "Zunehmende Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Gesundheitsempfehlungen lässt eine Verschlechterung der Lage befürchten. Ein Beispiel dafür ist der illegale Rave", berichtete der staatliche Fernsehsender RTVE am Sonntag.

Kritik gab es auch am späten Eingreifen der Polizei, die die Massenparty in einem Industriegebiet der Kleinstadt Llinars del Vallès bei Barcelona am Samstag erst nach knapp 40 Stunden beendet hatte. Die Betreiber von Diskotheken, die seit Monaten geschlossen sind, rauften sich vor Verzweiflung die Haare, schrieb die Zeitung "La Vanguardia".

Sonntag, 3. Januar, 10.15 Uhr: Verstoß gegen Corona-Verordnung ins Internet gestreamt

Ein Stream mit Folgen: In Niedersachsen haben zwei Frauen und zwei Männer ihr gemeinsames Treffen ins Internet gestreamt und damit die Polizei auf sich aufmerksam gemacht. Weil die vier jungen Menschen aus vier verschiedenen Haushalten stammten, war das Zusammentreffen am Samstagabend durch die Corona-Verordnungen untersagt, wie ein Sprecher der Polizei am Sonntag mitteilte. Das Treffen in einer Jugendeinrichtung in Moringen wurde durch die Polizei beendet und gegen die vier Teilnehmer wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Sonntag, 3. Januar, 10 Uhr: Corona-Rekord in den USA: Fast 300 000 neue Fälle an einem Tag

In den USA hat die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Fälle einen neuen Höchststand erreicht. Am Samstag meldeten die Behörden 299 087, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Sonntagmorgen (MEZ) hervorging. Der bisherige Rekord war am 18. Dezember mit 249 664 Neuinfektionen registriert worden. Zugleich wurden am Samstag 2398 Tote mit einer bestätigten Corona-Infektion verzeichnet. Der bisherige Höchststand war am 30. Dezember mit 3750 erreicht worden.

Aufgrund von Reisen und Familientreffen nach Thanksgiving Ende November und über Weihnachten hatten Gesundheitsexperten vor einem deutlichen Anstieg der Infektionszahlen gewarnt.

Sonntag, 3. Januar, 8.30 Uhr: Söder für Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert eine Verlängerung der bis 10. Januar befristeten Corona-Beschränkungen um weitere drei Wochen. "Der Lockdown muss bis Ende Januar verlängert werden. Vorschnelle Lockerungen würden uns wieder weit zurückwerfen", sagte er der "Bild am Sonntag" vor der für Dienstag geplanten Ministerpräsidenten-Konferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). "Die Zahlen sind einfach noch viel zu hoch. Dabei sind die Auswirkungen von Weihnachten und Silvester noch gar nicht absehbar." Dies könne man erst Mitte Januar genau beurteilen, sagte Söder. "Wir müssen konsequent bleiben und dürfen nicht wieder zu früh aufgeben. Das war die Schwäche der Corona-Politik in Deutschland: zu spät begonnen und zu früh aufgehört."

Söder sprach sich auch für eine längere Schließung von Kitas und Schulen aus - und für eine angepasste Ferienplanung: "Es darf keine überstürzte Öffnung von Schulen und Kitas geben. Es wäre angesichts der hohen Infektionszahlen verantwortungslos, Lehrer und Schüler einfach wieder komplett in die Schulen zu schicken. Es hat sich gezeigt, dass auch in der Schule Ansteckung und Verbreitung stattfinden. Gerade nach den Ferien ist die Gefahr am höchsten."

Sonntag, 3. Januar, 7.45 Uhr: CNN-Bericht: Talkmaster Larry King mit Covid-19 in Klinik

Der legendäre amerikanische Talkshow-Moderator Larry King ist einem Medienbericht zufolge an Covid-19 erkrankt und muss stationär im Krankenhaus behandelt werden. Der 87-jährige TV-Star sei schon vor gut einer Woche in die Klinik in Los Angeles gebracht worden, berichtete sein langjähriger Arbeitgeber CNN am Samstag unter Berufung auf das Umfeld der Familie. Seine drei Söhne könnten King wegen der Infektionsschutzregeln derzeit nicht besuchen. Über die Schwere seiner Erkrankung war zunächst nichts bekannt.

Sonntag, 3. Januar, 6.45 Uhr: 10.315 Corona-Neuinfektionen und 312 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben am Sonntag 10.315 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 312 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Morgen bekanntgab. Eine Interpretation der Daten ist jedoch momentan schwierig, weil während der Weihnachtsfeiertage und um den Jahreswechsel herum wahrscheinlich weniger Menschen getestet werden und möglicherweise nicht alle Ämter ihre Daten übermitteln. Dadurch kann es laut RKI noch zu Nachmeldungen kommen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Sonntagmorgen bei 139,6. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Samstag Sachsen mit 329,7 und Thüringen mit 248,9. Den niedrigsten Wert hatte Schleswig-Holstein mit 77,4.

Sonntag, 3. Januar, 5.30 Uhr: Länder peilen Verlängerung des Lockdowns an - Dissens bei Schulen

Eine Verlängerung der Corona-Beschränkungen über den 10. Januar hinaus scheint sicher zu sein - offen ist indes die Dauer und vor allem die Frage, was mit Kitas und Schulen passiert. Dieser Stand zeichnete sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei einer Schaltkonferenz der Staatskanzlei-Chefs am Samstagnachmittag ab. Mehr darüber lesen Sie hier.

Samstag, 2. Januar, 22 Uhr: Spahn: Alle Pflegeheim-Bewohner können im Januar geimpft werden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat zugesagt, dass im Laufe des Januars alle Pflegeheim-Bewohner geimpft werden können. "Dieses Ziel können wir im Januar erreichen. Und das wollen und werden wir auch mit den Ländern erreichen", sagte er am Samstag in der Sendung "RTL Aktuell".

Kritik an der Impfstrategie der Regierung wies er erneut zurück. "Es läuft genauso, wie es geplant war", sagte er. 1,3 Millionen Dosen Impfstoff seien bis Jahresende an die Bundesländer ausgeliefert worden. Es würden genau die Mengen geliefert, die er seit Wochen angekündigt habe "mit dem Hinweis, dass es am Anfang knapp sein würde und wir deshalb priorisieren müssen". Die Bundesregierung spreche mit dem Hersteller Biontech und dem Land Hessen darüber, wie man schon im Februar in Marburg eine zusätzliche Produktionsstätte schaffen könne, sagte er.

Abermals plädierte der CDU-Politiker für eine Verlängerung des Lockdowns über den 10. Januar hinaus. Auch die Schulen und Kitas sollten weiter geschlossen bleiben. Das sei für Schüler und Eltern zwar schwierig. "Aber auch da gilt: Es ist für alle leichter, jetzt eine Woche länger die Schulen zuzuhaben, als sie aufzumachen und dann irgendwann in einigen Wochen wieder vor Debatten zu stehen", erklärte Spahn.

Samstag, 2. Januar, 20.40 Uhr: Großbritannien verzeichnet erneut Rekordwert an Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Großbritannien hat am Samstag erneut einen Rekordwert erreicht. Mehr als 57 700 Fälle wurden innerhalb eines 24-Stunden-Zeitraums in dem Land gemeldet, so viele wie noch nie zuvor. Gleichzeitig wurden 445 neue Todesfälle registriert. Die Zahl der Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen liegt landesweit inzwischen bei knapp 400. Der Wert stammt vom 28. Dezember.

Viele der Neuinfektionen werden auf eine neue, womöglich noch ansteckendere Virusvariante zurückgeführt, die besonders in London, sowie dem Südosten und Osten Englands grassiert.

Krankenhäuser in London kommen Berichten zufolge an ihre Kapazitätsgrenzen. Patienten werden demnach auf Fluren untergebracht oder müssen stundenlang in Krankenwagen warten, bis ein Bett frei wird. Der Präsident des britischen Ärzteverbands "Royal College of Physicians", Andrew Goddard, riet Kliniken landesweit, sich auf ähnliche Verhältnisse vorzubereiten. "Diese neue Variante ist definitiv ansteckender und breitet sich im ganzen Land aus", sagte er der BBC.

Samstag, 2. Januar, 19 Uhr: "Chaos hoch drei" - Weiter Ansturm auf verschneite Bergregionen auch im Allgäu

Alle Bitten um Verzicht nützten wenig: Im Harz und anderen verschneiten Berggebieten waren die Parkplätze am Samstag vielerorts schon am Morgen voll. "Wir haben hier Chaos hoch drei, es bricht alles zusammen", sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Goslar am Mittag. "Es geht so gut wie gar nichts mehr, einige Autos sind auch liegengeblieben. Es ist zu viel los." Auf Rodelbergen wie der Hexenritt-Abfahrt am Wurmberg tummelten sich die Massen, auch auf Wanderwegen liefen Ausflügler dicht an dicht. Auch im Allgäu waren viele Menschen in den Bergen unterwegs.

Samstag, 2. Januar, 17.30 Uhr: Huml: 43.000 Menschen in Bayern haben erste Impfdosis erhalten

In Bayern waren am Samstag nach Angaben von Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) rund 43.000 Menschen mit einer ersten Dosis gegen das Coronavirus geimpft.

Die meisten der Geimpften kamen in den ersten Tagen nach dem Impfstart am 27. Dezember aus der Gruppe der Bediensteten im Gesundheits- und Pflegewesen. Die zweite große Gruppe stellten Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Senioren im Alter von über 80 Jahren.

Samstag, 2. Januar, 16.15 Uhr: Park-Chaos und Corona-Verstöße im Oberallgäu

Neues Jahr, alte Probleme: Nahe Oberstdorf parkten Menschen in Landschafts- und Naturschutzgebieten - auch Corona-Regeln wurden nicht überall eingehalten.

Samstag, 2. Januar, 15.15 Uhr: Illegale Massenparty in Frankreich: Tausende feiern trotz Corona-Regeln

Eine riesige Party mit Tausenden Gästen, wenig Abstand und kaum Masken: Trotz der Corona-Pandemie haben in Frankreichs Nordwesten etwa 2.500 Menschen illegal Silvester gefeiert und die Ordnungskräfte gut anderthalb Tage in Atem gehalten. Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin schrieb am Samstag auf Twitter von harten Sanktionen, die der Rave nach sich ziehen soll.

Samstag, 2. Januar, 14 Uhr: Skifahrer können Lifte in Baden-Württemberg stundenweise buchen

Skifahren trotz Corona-Krise: Lifte im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb können stundenweise gebucht werden. Eine Stunde am Schlossberglift in Oberkirnach (St. Georgen) kostet beispielsweise 130 Euro. Fahren dürfen maximal zwei Personen oder die Mitglieder eines Haushaltes. Ginge dieses Modell auch im Allgäu? Mehr darüber lesen Sie hier.

Samstag, 2. Januar, 13 Uhr: Leopoldina-Mitglied kritisiert Bund wegen Impfstoffbeschaffung

Die Neurologin Frauke Zipp, Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, hat der Bundesregierung schwere Versäumnisse bei der Beschaffung von Impfstoffen in der Corona-Pandemie vorgeworfen. "Ich halte die derzeitige Situation für grobes Versagen der Verantwortlichen", sagte sie der "Welt" (Samstag). "Warum hat man im Sommer nicht viel mehr Impfstoff auf Risiko bestellt?" Es habe diese Angebote gegeben, "wir hätten sie jetzt zur Verfügung". Nach ihrem Kenntnisstand habe das Unternehmen Biontech im Spätsommer wesentlich mehr Impfdosen angeboten.

Die Leopoldina gehört zu den wichtigsten Beratern der Regierung in der Pandemie. Leopoldina-Mitglied Zipp ist Direktorin der Klinik für Neurologie an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Sie erforscht entzündliche neurologische Erkrankungen.

Samstag, 2. Januar: 11.45 Uhr: Mehr als 1000 Verwarnungen nach illegaler Massenparty in Frankreich

Nach einer anderthalb Tage langen illegalen Silvesterparty in Frankreich mit Tausenden Partygästen hat die Gendarmerie massenweise Verwarnungen ausgesprochen. Wie Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin am Samstag auf Twitter schrieb, wurden mehr als 1200 der gebührenpflichtigen Verwarnungen erteilt. Der Präfektur Ille-et-Vilaine zufolge wurden sie etwa für Verstöße gegen die Maskenpflicht und die nächtliche Ausgangssperre erteilt. Im Fall der Raveparty laufen dem Innenminister zufolge Untersuchungen.

Am Silvesterabend hatten sich südlich der bretonischen Stadt Rennes laut der Präfektur etwa 2500 Menschen getroffen. Sie seien auch aus anderen französischen Départements und teils sogar aus dem Ausland angereist.

Samstag, 2. Januar, 11 Uhr: Sachsen bleibt Bundesland mit höchster Inzidenz - fast 900 im Vogtland

Sachsen hat in der Corona-Pandemie weiterhin die höchste Sieben-Tage-Inzidenz aller Bundesländer - mit deutlichem Abstand. Die Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag wies für den Freistaat 341,2 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche aus - 6,7 mehr als am Vortag. Im Vogtlandkreis erhöhte sich der Wert um 66,8 auf 885,4, damit ist die Region weiterhin Negativ-Spitzenreiter in Deutschland. Im Landkreis Meißen auf dem zweiten Rang ging er um knapp 20 auf 594,1 zurück.

Der bundesweite Durchschnittswert liegt laut RKI bei 141,2, die geringste Inzidenz hat mit 30,1 der Landkreis Nordfriesland. Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, das Saarland und Schleswig-Holstein haben indes einen Wert von unter 100.

Samstag, 2. Januar, 10.30 Uhr: Neue Virus-Variante: Schulen in London bleiben vorerst geschlossen

Schulen in London bleiben auch nach dem Ende der Weihnachtsferien vorerst flächendeckend geschlossen. Zu dieser Entscheidung sah sich die britische Regierung aufgrund hoher Infektionszahlen gezwungen. Es sei die Ultima Ratio, teilte Bildungsminister Gavin Williamson am Freitagabend mit. Die Lehrergewerkschaft National Education Unit forderte eine landesweite Verlängerung der Weihnachtsferien.

Großbritannien verzeichnete am Neujahrstag zum vierten Mal in Folge mehr als 50 000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Vor allem in London und dem Süden und Osten Englands ist das Niveau der Infektionen hoch. Größtenteils wird dies auf die Ausbreitung einer neuen und möglicherweise ansteckenderen Virus-Variante zurückgeführt. "Die Mehrheit der Fälle, die in London, dem Südosten und dem Osten Englands festgestellt werden, sind von der neuen Variante", hieß es in einer Mitteilung der Regierung. Härtere Maßnahmen seien erforderlich, um das Virus unter Kontrolle zu bringen.

Samstag, 2. Januar, 10 Uhr: Ökonomen: Immobilienpreise steigen weiter, aber langsamer

Nach einem ungebrochenen Immobilienboom auch in der Corona-Krise rechnen Ökonomen mit etwas weniger Preisdruck im neuen Jahr. "Die Wohnungsmärkte in Deutschland sind überraschend robust", sagte Stefan Mitropoulos, Volkswirt und Immobilien-Experte bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). "Es ist kein Einbruch zu erwarten, eher eine Verschnaufpause."

Die Pandemie werde wohl den Preisanstieg dämpfen. Statt Steigerungsraten von fünf bis sechs Prozent pro Jahr könnten sich Wohnungen und Häuser 2021 um vier Prozent verteuern.

Viele Experten hatten mit der Corona-Krise ein Ende des jahrelangen Immobilienbooms erwartet. Doch die Preise für Wohnungen und Häuser stiegen weiter - trotz des Einbruchs der deutschen Wirtschaft mit Millionen Kurzarbeitern und wachsender Arbeitslosigkeit.

Samstag, 2. Januar, 9 Uhr: Pianist Alfred Brendel sorgt sich wegen Corona um das Konzertleben

Der österreichische Pianist Alfred Brendel sorgt sich angesichts der Coronavirus-Pandemie um die Musikbranche. "Die Auswirkungen des Virus auf das Konzertleben, die Opernhäuser, die Orchester, Chöre und Kammermusikvereinigungen und die einzelnen Musiker sind erschreckend", sagte er vor seinem 90. Geburtstag (5.1.) der Deutschen Presse-Agentur. "Wenn ich in Konzerte gegangen bin, so mit Vorliebe um neue Musik zu hören", erzählte Brendel, der als einer der bedeutendsten Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts gilt.

Samstag, 2. Januar, 6.15 Uhr: Handel erwartet kein schnelles Ende der Ladenschließungen

Der Handel rechnet nicht mit einem raschen Ende der coronabedingten Ladenschließungen in Deutschland. "Ich fürchte, dass die Läden am 10. Januar noch nicht wieder öffnen dürfen. Denn das Ziel, die 7-Tage-Inzidenz bundesweit auf unter 50 zu senken, wird bis dahin wohl nicht zu erreichen sein", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth, der Deutschen Presse-Agentur.

Der Handel fühlt sich in der Krise alleingelassen. "Die Lage ist wirklich sehr ernst", erklärte Genth. "Bundesfinanzminister Olaf Scholz kündigt zwar immer Milliardenhilfen an, tatsächlich kommen die Hilfen aber nicht zur Auszahlung, weil die Zugangshürden viel zu hoch sind." Dadurch habe der Einzelhandel keinen ausreichenden Zugang zu Staatshilfen.

Samstag, 2. Januar, 5.30 Uhr: 12.690 Corona-Neuinfektionen und 336 neue Todesfälle gemeldet

Am ersten Tag des neuen Jahres haben die deutschen Gesundheitsämter 12.690 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden 336 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen bekanntgab. Eine Interpretation der Daten ist jedoch momentan schwierig, weil während der Weihnachtsfeiertage und um den Jahreswechsel herum wahrscheinlich weniger Menschen getestet werden und möglicherweise nicht alle Ämter ihre Daten übermitteln. Dadurch kann es laut RKI noch zu Nachmeldungen kommen. Vor einer Woche, also am ersten Weihnachtsfeiertag, waren 14 455 Corona-Neuinfektionen und 240 Todesfälle registriert worden. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am Mittwoch (30.12.) erreicht worden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Samstagmorgen bei 141,2. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Freitag, dem Neujahrstag, Sachsen mit 341,2 und Thüringen mit 244,7. Den niedrigsten Wert hatte Schleswig-Holstein mit 74,2.

Freitag, 1. Januar, 19.58 Uhr: Mehr als 20 Millionen Corona-Infektionen in den USA

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in den USA mehr als 20 Millionen Infektionen mit dem Virus nachgewiesen worden. Das entspricht rund einem Viertel aller weltweit verzeichneten Ansteckungen mit dem Erreger Sars-CoV-2, wie am Freitag aus Daten der Universität Johns Hopkins in der US-Stadt Baltimore hervorging. In keinem anderen Land der Welt gibt es in absoluten Zahlen so viele bestätigte Infektionen wie in den USA. In Indien liegt die Zahl demnach bei 10,3 Millionen, in Brasilien bei 7,7 Millionen. Experten gehen in den meisten Ländern von einer hohen Dunkelziffer aus. In den USA leben rund 330 Millionen Menschen. Mehr als 346 000 Todesfälle in Verbindung mit der Erkrankung Covid-19 sind dort bekannt.

Freitag, 1. Januar, 18 Uhr: Ministerium erwartet bis Anfang Februar noch 2,68 Millionen Impfdosen

Die Bundesregierung erwartet bis Anfang Februar noch 2,68 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Biontech. Die nächste Lieferung an die Länder sei weiterhin für den 8. Januar geplant, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag auf Twitter mit. Insgesamt sind bis einschließlich 1. Februar vier Liefertermine vorgesehen. Das entspricht den bereits bekannten Plänen, nach denen zunächst rund 670.000 Impfdosen pro Woche geliefert werden sollen. Inklusive der Lieferungen aus dem alten Jahr wären es dann insgesamt 3,98 Millionen Dosen.

Im Verlauf des Monats könnte allerdings weiterer Impfstoff vom Hersteller Moderna dazukommen. Das Ministeriums rechnet damit, dass dieser am 6. Januar zugelassen wird. "Die genauen Lieferpläne für diesen Impfstoff werden wir dann zügig mit der EU und dem Unternehmen abstimmen", hieß es am Freitag. Im Laufe des ersten Quartals seien außerdem weitere Zulassungen wahrscheinlich.

Freitag, 1. Januar. 14.20 Uhr: Zwei neue Todesfälle im Allgäu

Im Allgäu sind an Silvester zwei weitere Personen an oder mit Covid-19 gestorben, jeweils eine im Landkreis Lindau und im Unterallgäu.

Freitag, 1. Januar, 12.45 Uhr: Polizei hält "Urlauber" in Mindelheim an

Die Polizei hat am Neujahrsmorgen gegen 1 Uhr zwei Personen in Mindelheim angehalten, die trotz Ausgangssperre mit dem Auto unterwegs waren. Als triftigen Grund gegen die vorliegende Ausgangsperre gaben die beiden Personen an, dass sie in den Urlaub in den Kosovo fahren wollen. Aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens würde sich dafür einen Nachtfahrt anbieten. Die beiden Personen werden im Sinne des Infektionsschutzgesetztes angezeigt. Sie müssen aufgrund des Aufenthaltes außerhalb einer privaten Wohnung in der Zeit zwischen 21 Uhr und 5 Uhr, ohne das ein Ausnahmegrund vorliegt, mit einer Strafe von je 500 Euro rechnen. Welche Bilanz die Polizei für das ganze Allgäu zieht, erfahren Sie hier.

Freitag, 1. Januar, 12.20 Uhr: Oberstaufener Tourismuschefin: "Kommen Sie nicht nach Oberstaufen!"

So etwas gibt es wohl auch nur in Zeiten der Pandemie: Eine Tourismuschefin, die darum bittet, dass man nicht in ihren Ort kommt. Genau das ist in Oberstaufen geschehen - das ganze Video und wie das Internet darauf reagiert, finden Sie hier.

Freitag, 1. Januar, 11.30 Uhr: Sachsen ist weiterhin deutschlandweiter Hotspot

Sachsen ist auch Anfang 2021 Negativ-Spitzenreiter in der Corona-Pandemie. Nach einer Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag gab es dort 334,5 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Der Vogtlandkreis und der Landkreis Meißen führen mit Sieben-Tage-Inzidenzen von 818,6 beziehungsweise 613,9 die Liste der Landkreise in Deutschland an. Der Durchschnittswert aller Bundesländer lag bei 141,9, die geringste Inzidenz hatte mit 26,3 die Stadt Rostock (Mecklenburg-Vorpommern).

Für den Freistaat Sachsen insgesamt wies das RKI-Dashboard (Stand: 1. Januar 2021 0.00 Uhr) 135 397 Corona-Infektionen seit Pandemie-Beginn im März 2020 aus. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag bei 3266. Nur noch Thüringen ist auf der RKI-Karte dunkelrot gefärbt, mit einer ausgewiesenen Inzidenz von 256,3. Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein haben indes einen Wert von unter 100. Die aktuellen Inzidenzwerte für das Allgäu finden Sie hier.

Freitag, 1. Januar, 11.20 Uhr: Wegen Corona-Fall: Basketball-Bundesligaspiel fällt aus

Auch das für diesen Sonntag angesetzte Spiel des Bundesligisten Basketball Löwen Braunschweig bei den Niners Chemnitz fällt nach Angaben der Sachsen aus. Bei den Niedersachsen war ein Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das zuständige Gesundheitsamt ordnete Quarantäne für das gesamte Braunschweiger Team an. Die Partie gegen Braunschweig werde nicht wie geplant stattfinden, teilten die Niners am Freitag mit. Eine Bestätigung der Liga stand zunächst noch aus.

Zuvor war bereits am Donnerstag die Pokalpartie der Braunschweiger bei Alba Berlin abgesagt worden. Die Braunschweiger hatten kurz vor dem geplanten Spielbeginn die Quarantäneanordnung des Gesundheitsamtes erhalten.

Freitag, 1. Januar, 10.20 Uhr: Erster und zweiter Lockdown - was von der Hoffnung bleibt

Im ersten Lockdown war der Zusammenhalt groß - und jetzt? Wir haben mit Allgäuerinnen und Allgäuern im ersten Lockdown gesprochen und auch jetzt wieder. Die ganze Geschichte finden Sie hier.

Freitag, 1. Januar, 9.15 Uhr: Trump verlängert coronabedingten Einwanderungsstopp

Der amtierende US-Präsident Donald Trump hat mit Verweis auf die andauernde Corona-Pandemie die Aussetzung der Vergabe bestimmter Arbeitsvisa und Green Cards bis Ende März verlängert. Die Auswirkungen der Pandemie auf den US-Arbeitsmarkt und auf die Gesundheit der amerikanischen Bevölkerung gäben weiterhin Anlass zur Sorge, hieß es in einer am Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichten Proklamation des Präsidenten. Deshalb sollten die im April und Juni verhängten Maßnahmen, die die legale Einwanderung in die USA deutlich einschränken, vorerst weiter bestehen bleiben. Das Arbeits-, Heimatschutz- und Außenministerium sollen regelmäßig überprüfen, ob Änderungen der Maßnahmen notwendig sind.

Die Verfügungen gelten nur für Ausländer, die sich aktuell außerhalb der Vereinigten Staaten befinden und noch keine Einreiseerlaubnis haben. Wer bereits über eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis verfügt ist nicht betroffen, zudem gibt es Ausnahmen unter anderen für Ehepartner und Kinder von US-Bürgern.

Freitag, 1. Januar, 8.30 Uhr: So feiert die Welt Silvester im Corona-Jahr 2020

Das neue Jahr hat begonnen - und weltweit wurde gefeiert. Wie das aussah, erfahren Sie hier.

Freitag, 1. Januar, 6.20 Uhr: Um Corona-Verordnung zu umgehen: Mehrere Menschen zelten im Wald

Sie hatten trotz Corona-Beschränkungen auf ein gemeinsames Silvester gehofft - am Ende wurde das nächtliche Treffen mehrerer Menschen in einem Wald bei Hagen (NRW) von der Polizei beendet. "Uns wurde am Abend eine größere Gruppe von Personen in einem Wald gemeldet", sagte eine Polizeisprecherin in der Nacht auf Freitag. In einem Zelt sahen die Beamten dann zwei Menschen - zwei weitere seien in den Wald geflüchtet. Im öffentlichen Raum dürfen sich in Nordrhein-Westfalen nur fünf Personen aus höchstens zwei Haushalten gemeinsam aufhalten. "Das war in diesem Fall wohl nicht der Fall", hieß es.

Freitag, 1. Januar, 6.05 Uhr: 553 neue Todesfälle an Silvester

Guten Morgen und ein gutes neues Jahr wünscht das Digitalteam der Allgäuer Zeitung! Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.924 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Außerdem wurden 553 neue Todesfälle verzeichnet, wie das RKI am Freitagmorgen bekanntgab. Eine Interpretation der Daten ist momentan schwierig, weil während der Feiertage und um den Jahreswechsel herum wahrscheinlich weniger Menschen getestet werden und möglicherweise nicht alle Ämter ihre Daten übermitteln. Dadurch kann es laut RKI nachfolgend zu Nachmeldungen kommen. Vor einer Woche waren 25.533 Corona-Neuinfektionen und 412 Todesfälle binnen 24 Stunden registriert worden. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am Mittwoch (30.12.) erreicht worden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Freitagmorgen bei 141,9. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Donnerstag Sachsen mit 334,5 und Thüringen mit 256,3. Den niedrigsten Wert hatte Schleswig-Holstein mit 76,4.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.742.661 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 01.01., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 33.624. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1 350 800 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Donnerstag bei 0,80 (Dienstag: 0,68). Dieser R-Wert bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 80 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Das RKI betont in seinem Bericht aber, dass zum Jahreswechsel hin Corona-Fälle nur verzögert angezeigt, erfasst und übermittelt werden, "so dass der R-Wert zudem gegebenenfalls unterschätzt wird".

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<< Alle Entwicklungen vom 7. bis 17. Dezember lesen Sie in Teil 35 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

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<< Alle Entwicklungen vom 10. November bis 17. November lesen Sie in Teil 32 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

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