Von Ausgangssperre bis Terminshopping

Wo darf ich was? Diese Regeln gelten aktuell im Allgäu

Wo kann ich noch shoppen gehen, wo gilt die Ausgangssperre? In den Allgäuer Städten und Kreisen gelten diese Woche verschiedene Corona-Regeln.

Wo kann ich noch shoppen gehen, wo gilt die Ausgangssperre? In den Allgäuer Städten und Kreisen gelten diese Woche verschiedene Corona-Regeln.

Bild: Sebastian Gollnow, dpa (Symbolbild)

Wo kann ich noch shoppen gehen, wo gilt die Ausgangssperre? In den Allgäuer Städten und Kreisen gelten diese Woche verschiedene Corona-Regeln.

Bild: Sebastian Gollnow, dpa (Symbolbild)

Shoppen mit oder ohne Termin, Ausgangssperre oder nicht: Es ist schwer, bei all den Corona-Regeln den Durchblick zu behalten. Die Übersicht fürs Allgäu.
24.03.2021 | Stand: 15:20 Uhr

Aktualisiert am Dienstag, 13 Uhr - Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt im Allgäu - somit steigen auch die 7-Tage-Inzidenzwerte der einzelnen Städte und Kreise. Und das bedeutet wiederum, dass - je nach Höhe der Inzidenz - andere Corona-Regeln gelten.

In Memmingen und Kempten beispielsweise kann ich noch shoppen gehen, in Füssen ist der Einzelhandel geschlossen. In Immenstadt sind Schulen und Kitas geschlossen, im Kreis Lindau und Kaufbeuren dürfen Kinder noch in die Schule und den Kindergarten gehen. Friseure und Baumärkte hingegen sind überall geöffnet. Wo gilt also gerade was im Allgäu? Wir haben die Übersicht:

Über 100: Notbremse und strenge Regeln im Ostallgäu, Unterallgäu und Oberallgäu - Kaufbeuren und Lindau folgen

Schon seit vergangenem Mittwoch gilt im Unterallgäu und im Ostallgäu die "Notbremse". Die Kreise hatten jeweils drei Tage am Stück die 7-Tage-Inzidenz von 100 überschritten. Das bedeutet:

  • Bei der "Notbremse" gehen die Kreise zurück in den Lockdown, der Einzelhandel schließt und darf nur noch "Click and Collect" anbieten. Es gibt eine Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr und strengere Kontaktbeschränkungen - man darf sich mit nur noch einer weiteren haushaltsfremden Person treffen.
  • Sport ist nur noch kontaktfrei und mit einer weiteren haushaltsfremden Person unter Einhaltung der Hygiene-Regeln erlaubt, Mannschaftssport ist verboten. Museen und Kulturstätten haben wieder geschlossen.
  • Seit 22. März sind auch die Schulen und Kitas im Ostallgäu und im Unterallgäu geschlossen - mit Ausnahme für Abschlussklassen. In den Kitas gibt es eine Notbetreuung.
  • Geöffnet bleiben aber beispielsweise Friseure, Gartenmärkte, Blumenläden, Buchhandlungen und Kosmetikstudios.

Diese Regeln sind auch seit Dienstag, 23. März, im Oberallgäu in Kraft (hier alle Maßnahmen im Überblick). In dem Landkreis sind Schulen und Kitas bereits seit Montag, 22. März geschlossen.

Auch Kaufbeuren muss ab Mittwoch, 24. März, zurück in den Lockdown (bis einschließlich Dienstag gilt dort noch die Regelung wie für Kempten, siehe unten). Im Landkreis Lindau greift ab Donnerstag, 25. März, die "Notbremse".

Zwischen 50 und 100: "Click and Meet": Terminshopping in Kempten und im Kreis Lindau

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Der Inzidenzwert in Kempten ist in den vergangenen Tagen auch gestiegen, allerdings nicht mehrmals hintereinander über 100: Deshalb gelten dort seit Montag, 22. März, die Corona-Regeln der Inzidenzstufe 50 bis 100.

Die wichtigste Veränderung: Shoppen geht nur noch mit vorheriger Terminvereinbarung ("Click and Meet"). Auch beim Besuch von Museen muss man vorab einen Termin buchen. Die Terminvereinbarung gilt aber nicht für Lebensmittelläden und andere Geschäfte, die Waren für den täglichen Bedarf anbieten und auch während des Lockdowns geöffnet haben durften. Auch Schulen und Kitas in Kempten sind in dieser Woche geöffnet.

Private Treffen sind in Kempten mit bis zu zwei Haushalten erlaubt (maximal fünf Personen, Kinder bis 14 Jahre nicht mitgezählt).

Gleiches gilt im Landkreis Lindau: Dort dürfen Kinder diese Woche in die Schule und in den Kindergarten gehen. Die Corona-Regeln gelten noch bis einschließlich Mittwoch wie in Kempten. Ab Donnerstag muss der Kreis - wie Oberallgäu und Kaufbeuren - zurück in den Lockdown.

Unter 50: Memmingen hat ab Mittwoch die meisten Lockerungen

Die niedrigste Inzidenz im Allgäu und somit die lockersten Regeln hat Memmingen: Ab Mittwoch, 24. März gibt es dort sogar nochmal weitere Lockerungen, weil die Stadt drei Tage in Folge (Samstag, Sonntag, Montag) die Inzidenz von 50 unterschritten hat. Das gab die Stadtverwaltung am Montagmittag bekannt. Das würde ab Mittwoch bedeuten (falls der Bund-Länder-Gipfel am Montagnachmittag nichts anderes beschließt):

  • der Einzelhandel darf mit Personenbeschränkung öffnen, ohne vorherige Terminbuchung (ein Kunde je 10 Quadratmeter bei ersten 800 Quadratmetern, darüber hinaus ein Kunde je 20 Quadratmeter)
  • Öffnung von Museen, Galerien, Zoos, Botanischen Gärten und Gedenkstätten - ohne vorherige Terminbuchung
  • kontaktfreier Individualsport im Außenbereich (maximal zehn Personen) sowie Sport in Gruppen von bis zu 20 Kindern unter 14 Jahren im Außenbereich wird erlaubt - beides auch auf Außensportanlagen
  • Treffen von bis zu zwei Haushalten sind weiter erlaubt (maximal fünf Personen, Kinder bis 14 Jahre nicht mitgezählt)

Bis einschließlich Dienstag gelten in Memmingen noch die Regeln der Stufe 50 bis 100 - also wie in Kempten.