Corona-Krise

Corona-Regeln missachtet: Polizei stoppt "Bärbele"-Treffen in Fischen - 21-Jähriger rastet aus

In Fischen beendete die Polizei ein "Bärbele"-Treffen, die es normalerweise jedes Jahr im Allgäu gibt. Wegen der Corona-Krise sind die Veranstaltungen jedoch allesamt abgesagt. Dennoch trafen sich 15 Bärbele in Fischen.

In Fischen beendete die Polizei ein "Bärbele"-Treffen, die es normalerweise jedes Jahr im Allgäu gibt. Wegen der Corona-Krise sind die Veranstaltungen jedoch allesamt abgesagt. Dennoch trafen sich 15 Bärbele in Fischen.

Bild: picture alliance/dpa | Karl-Josef Hildenbrand (Symbolfoto)

In Fischen beendete die Polizei ein "Bärbele"-Treffen, die es normalerweise jedes Jahr im Allgäu gibt. Wegen der Corona-Krise sind die Veranstaltungen jedoch allesamt abgesagt. Dennoch trafen sich 15 Bärbele in Fischen.

Bild: picture alliance/dpa | Karl-Josef Hildenbrand (Symbolfoto)

Die Polizei hat in der Nacht zum Samstag ein Treffen von etwa 15 Bärbele in Fischen aufgelöst. Ein 21-Jähriger sorgte für einen Eklat.
In Fischen beendete die Polizei ein "Bärbele"-Treffen, die es normalerweise jedes Jahr im Allgäu gibt. Wegen der Corona-Krise sind die Veranstaltungen jedoch allesamt abgesagt. Dennoch trafen sich 15 Bärbele in Fischen.
Von Redaktion Allgäuer Zeitung
05.12.2020 | Stand: 13:37 Uhr

Die traditionellen Klausen- und Bärbeletreiben sind während der Corona-Krise im Oberallgäu zwar allesamt abgesagt. Doch das hinderte in Fischen (Oberallgäu) etwa 15 „Bärbele“ nicht daran, sich "zusammen auf der Straße stehend" zu treffen, wie die Polizei mitteilt. Wegen der Kontaktbeschränkungen wurde die Gruppe einer Personenkontrolle unterzogen. Die Beteiligten erwarten nun Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz.

Doch damit nicht genug - die Lage eskalierte.

Im Rahmen der Personalienfeststellung verweigerte ein 35-jähriger Oberallgäuer zunächst die Angabe zu seiner Person - und versuchte zu flüchten. Ein Polizist holte ihn ein und brachte ihn zu Boden.

Währenddessen rastete ein 21-Jähriger aus: Er schlug einem weiteren Polizisten ins Gesicht und attackierte ihn weiter körperlich. Die Polizei verteidigte sich mit Pfefferspray. Der 21-Jährige flüchtete zunächst, konnte kurze Zeit später aber in unmittelbarer Nähe angetroffen werden.

Sowohl den 35-Jährigen als auch den 21-Jährigen erwarten nun Anzeigen, unter anderem wegen tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung. Die beiden Polizeibeamten wurden durch den Angriff leicht verletzt. Die Aggressoren wurden ebenfalls leicht verletzt.

Zu Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz kam es auch in Memmingen und im Ostallgäu:

  • Memmingen: In der Nacht zum Samstag wurde der Polizei eine Ruhestörung in einer Parkanlage im Memminger Westen gemeldet. Beim Eintreffen mehrerer Streifen flüchteten alle Personen. Sechs konnten jedoch eingeholt und zur Identitätsfeststellung festgehalten werden. Es handelte sich um junge Männer im Alter von 17 – 21 Jahren, die gemeinsam eine Party im Freien feierten, obwohl sie aus unterschiedlichen Hausständen stammten. Bei einem Beteiligten konnte zudem noch eine kleine Menge Marihuana aufgefunden werden. Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz werden gegen alle sechs Männer erstellt, teilt die Polizei mit. (Lesen Sie auch: Sportheim abgebrannt: Polizei äußert konkreten Verdacht, wer die Täter sein könnten)

  • Schwangau Am Freitagabend trafen sich etwa 20 Jugendliche und Heranwachsende am Kiosk des Schwansee, um eine Party zu feiern. Es wurden laut Polizei keinerlei Hygienevorschriften, wie Abstandsregeln oder das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, eingehalten. Sieben der Teilnehmer konnten ermittelt werden. Gegen diese wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Infektionsschutzgesetz eingeleitet. Zudem wird gegen drei der Teilnehmer wegen falscher Namensangabe ermittelt, was ebenfalls ein Bußgeld zu Folge haben wird.