Polizei findet Drogen in Hosentasche am Alatsee

Crystal Meth in Klamotten am Alatsee-Ufer gefunden - Besitzer soll sich melden

Am Ufer des Alatsee bei Füssen machte die Polizei eine ungewöhnliche Entdeckung.

Am Ufer des Alatsee bei Füssen machte die Polizei eine ungewöhnliche Entdeckung.

Bild: Ralf Lienert (Symbolfoto)

Am Ufer des Alatsee bei Füssen machte die Polizei eine ungewöhnliche Entdeckung.

Bild: Ralf Lienert (Symbolfoto)

Erst wurde eine Bade-Unfall befürchtet. Doch dann staunte die Polizei nicht schlecht, was sie in den Taschen einer Hose am Alatsee-Ufer entdeckte.
23.08.2020 | Stand: 15:22 Uhr

Liegengebliebene Herrenkleidung und einen Schlüsselbund fanden aufmerksame Beobachter am Samstagnachmittag am Ufer des Alatsees. Nachdem sie die Polizei verständigt hatten, fuhr eine Streife aus Füssen zum See. Zunächst stand im Raum, dass der Besitzer der Sachen einen Badeunfall hatte und Hilfe benötigt.

Zunächst vermutete die Polizei, dass jemand beim Schwimmen im Alatsee in Not geriet

Als sie die Klamotten näher begutachteten, staunten die Beamten nicht schlecht, als sie in einer Hosentasche ein Tütchen mit der synthetischen Droge Crystal Meth fanden.

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Kräfte der Polizeiinspektion Füssen und der Bereitschaftspolize suchten nun den kompletten Bereich um den Alatsee ab. Laut Mitteilung fanden sie jedoch keine weiteren Auffälligkeiten - geschweige denn den Besitzer der Klamotten. Die aufgefundenen Gegenstände nahmen die Polizisten schließlich mit auf die Wache.

Die Beamten abschließend: "Der Schlüsselbund sowie die Klamotten können jederzeit bei der Polizeiinspektion Füssen durch den Besitzer abgeholt werden."

Der Alatsee im Allgäu bei Füssen kommt immer wieder in die Schlagzeilen

Der kleine Alatsee im Allgäu gerät immer wieder in die Schlagzeilen - nicht nur, weil er ein beliebtes Ausflugsziel für Urlauber und Einheimische ist. Um das Gewässer ranken sich zahlreiche Erzählungen und Sagen.

Durch einen Fluch soll der See beispielsweise unergründlich tief sein. So tief, dass man sich erzählt, während des Zweiten Weltkriegs hätten Nationalsozialisten einen Milliardenschatz in ihm versenkt.

Kein Wunder also, dass auch die Allgäuer Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr einen ihrer Kluftinger-Krimis dort spielen lassen.

Drogen-Tote und -Delikte im Allgäu: Traurige Bilanz 2019

Im Bezug auf Drogen im Allgäu hatte die Polizei zuletzt einen traurigen Rekord vermeldet. 2019 gab es in Schwaben Süd/West einen Rekord an Drogentoten. 21 Männer und zwei Frauen starben vergangenes Jahr nach dem Konsum von Rauschgift. Das ist die höchste Todesrate seit zehn Jahren.

Neben Heroin greifen die Konsumenten auch immer öfter zu Mischungen. Die Menschen, die infolge des Drogenkonsums starben, hatten meist zusätzlich noch weitere Betäubungsmittel oder Arzneien eingenommen. Im Gebiet des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West gab es 2019 insgesamt 3.576 Drogendelikte.