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CSU-Kandidat im Ostallgäu: Stephan Stracke will investieren

Bundestag

Stephan Stracke bei einer Rede im Deutschen Bundestag.

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Stephan Stracke bei einer Rede im Deutschen Bundestag.

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Mehrere Politiker aus dem Allgäu wollen wieder in den Bundestag einziehen, darunter auch CSU-Politiker Stracke. Er will Medizin und Pflege besser vernetzen.
20.09.2021 | Stand: 19:29 Uhr

Wer schafft es aus dem Allgäu in den Bundestag? Vor der Wahl am 26. September informiert die AZ in einer kurzen Reihe über Wahlbewerber aus der Region, die gute Chancen haben, (wieder) ins Parlament einzuziehen. Heute geht es um Stephan Stracke. Der CSU-Politiker ist Direktkandidat im Ost- und Unterallgäuer Wahlkreis. Dem Bundestag gehört Stracke seit dem Jahr 2009 an.

Unaufgeregt, aber zielstrebig arbeitete sich der Kaufbeurer Stephan Stracke in den vergangenen zwölf Jahren als Bundestagsabgeordneter bis an die Fraktionsspitze von CDU/CSU mit ihren derzeit 245 Mitgliedern. Seit April ist der 47-Jährige stellvertretender Vorsitzender für die Bereiche Gesundheit, Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Er verhandelt in Berlin dadurch etwa die Infektionsschutzgesetze und das Klimaschutzgesetz mit und hat auch für die Region Einiges erreicht. Das möchte er in den nächsten vier Jahren fortsetzen und tritt deshalb erneut als Direktkandidat für die CSU im Wahlkreis 257 Ostallgäu an.

Als Erfolge in seiner bisherigen Amtszeit verbucht Stracke die Elektrifizierung der Bahnlinie München-Memmingen, die Verbesserungen für Lärmschutz und Verkehrsqualität rund ums Autobahnkreuz Memmingen, den Bau der Ortsumfahrung Marktoberdorf, den geplanten vierspurigen Ausbau der B12, die dauerhafte Sicherung des Bundeswehrstandorts in Kaufbeuren sowie Investitionen für eine Sport- und Kletterhalle in der Allgäu Kaserne in Füssen.

Stracke will "Absprung vom Diesel schaffen"

Dranbleiben will Stracke am Ausbau der Infrastruktur. „Wir wollen im Allgäu klimaneutral werden“, sagt er. Deutlich im Fokus steht deshalb für ihn die Elektrifizierung der Bahnstrecken im Allgäu und der Abschnitt Augsburg-Buchloe. „Wir müssen den Absprung vom Diesel schaffen und das Allgäu elektrifizieren“, sagt er. Der Bund bezuschusse diese Landesvorhaben mit bis zu 90 Prozent.

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Weiter voran bringen möchte Stracke auch die Wasserstoff-Technologie im Allgäu. Diese sollte unter anderem im ÖPNV eingesetzt werden. Vor allem im ländlichen Bereich sieht er bei der Mobilität kein entweder öffentlich oder individuell, sondern klar ein „sowohl als auch“. Deshalb tritt er auch für den Beibehalt der Pendlerpauschale ein.

Arbeitsbedingungen in der Pflege müssen besser werden

Behördenangelegenheiten sollen die Bürgerinnen und Bürger Strackes Ansinnen nach bald mit Hilfe der Digitalisierung „einfacher, schneller und unkomplizierter“ erledigen können. „Kräftig investieren“ möchte der Allgäuer in die Bildung, und zwar bei Kitas und Schulen. Und schließlich will der Jurist sicherstellen, dass „unsere bäuerlichen Familienbetriebe im Allgäu eine gute Zukunft haben“.

Um den Klimawandel zu bewältigen, hält der Vizechef der CSU-Landesgruppe „kraftvolle Schritte“ für nötig. Deshalb sei es wünschenswert, wenn nach der Wahl ein Zweier-Bündnis für die Regierungsbildung ausreiche. Stracke engagiert sich auch nach zwölf Jahren noch „leidenschaftlich“ für die Politik und seine Fachgebiete Umwelt und Gesundheit. Er weiß allerdings auch, dass die Arbeitsbedingungen in der Pflege „viel besser werden müssen“, um die Attraktivität des Berufs zu steigern. Dabei gehe es weiter um die Bezahlung, aber auch darum, verlässlich frei zu haben. „Wir brauchen mehr pflegende Hände.“

Besser vernetzen möchte Stracke die medizinische und pflegerische Versorgung in der Region, um etwa Doppeluntersuchungen zu vermeiden. Dabei sei es nicht zwingend nötig, weitere Verbünde bei den Kliniken zu schaffen, sondern sich an den Bedürfnissen der Patienten zu orientieren. Dazu müsse bereits bei der Planung die ambulante und stationäre Versorgung zusammengeführt werden.

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