In eigener Sache

Der Lotse im Mediendschungel: Projekt Zeitung in der Schule (ZiSCH) startet wieder

Das Projekt ZiSCH – Zeitung in der Schule – startet wieder. Schüler von Grund- und weiterführenden Schulen sollen dabei den richtigen Umgang mit Medien und Informationen lernen.

Das Projekt ZiSCH – Zeitung in der Schule – startet wieder. Schüler von Grund- und weiterführenden Schulen sollen dabei den richtigen Umgang mit Medien und Informationen lernen.

Bild: Matthias Becker

Das Projekt ZiSCH – Zeitung in der Schule – startet wieder. Schüler von Grund- und weiterführenden Schulen sollen dabei den richtigen Umgang mit Medien und Informationen lernen.

Bild: Matthias Becker

Das Projekt Zeitung in der Schule geht unter besonderen Vorzeichen in eine neue Runde. Ein Ziel lautet: Fake-News entgegentreten.
13.11.2020 | Stand: 06:30 Uhr

Glaubwürdige Nachrichten von Fake-News unterscheiden: Besonders für junge Menschen ist das nicht einfach. In Zeiten von Corona sind die sozialen Netzwerke überflutet von falschen Aussagen und meinungsmachenden Beiträgen. Da setzt das Projekt ZiSCH – Zeitung in der Schule – in diesem Jahr an. Gemeinsam mit dem Allgäuer Überlandwerk (AÜW), dem Modehaus Reischmann und dem medienpädagogischen Institut Promedia Maassen aus Aachen will die Allgäuer Zeitung Schülern die Möglichkeit bieten, ein seriöses Medium, wie eine Tageszeitung, kennenzulernen.

Das Projekt ZiSCH soll die Lese- und vor allem die Medienkompetenz der Schüler fördern. Dafür erhalten die zweiten bis vierten Klassen zwei Wochen, die siebten bis zehnten Klassen vier Wochen lang die Print-Ausgabe unserer Zeitung. Alternativ kann auch das E-Paper genutzt werden.

25 Lehrer bei Videoschalte zum Projektauftakt dabei

Im vergangenen Jahr nahmen mehr als 9.000 Schüler an dem Projekt teil. Jetzt fand die Auftaktveranstaltung für die neue ZiSCH-Runde statt. Allerdings nicht, wie in den letzten Jahren üblich, am Hauptsitz des AÜW, sondern aufgrund von Corona virtuell über eine Online-Plattform. Etwa 25 Lehrerinnen und Lehrer waren bei der Videoschalte dabei.

AÜW-Geschäftsführer Michael Lucke kündigte an, den Klimaschutz, der in letzter Zeit wegen anderer Themen „manchmal aus dem Gedächtnis gestoßen wurde“, wieder aufzufrischen. „Wir haben die Chance, gestärkt aus dieser besonderen Situation hervorzugehen“, sagte Lucke. „Kinder informieren sich heutzutage hauptsächlich im Internet“, sagte Saskia Karbach von Promedia Maassen. Vor allem die Videoplattform Youtube sei äußerst beliebt. Das Problem sei, dass dort jeder Videos veröffentlichen könne. So müsse der Nutzer selbst bewerten, ob es sich um eine seriöse Quelle oder um Fake-News handelt. „Der Tageszeitung hingegen kann ich vertrauen“, sagte Karbach. Sie sei „Lotse im Mediendschungel“.

Energie- und Umweltwettbewerb auch 2020

Wie schon im vergangen Jahr gibt es wieder den Energie- und Umweltwettbewerb des AÜW und der AZ. Dabei können die Schüler kreative Beiträge rund um das Thema Energie fotografisch, schriftlich oder in Form von Videos einreichen. „Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt“, sagte Karin Siegel, Energieberaterin des AÜW. Der Gewinner erhält 500 Euro.

Das Allgäuer Medienzentrum können die Schüler in diesem Jahr aufgrund von Corona nicht besichtigen. Jedoch statten Redakteure unserer Zeitung den Schulen sehr gerne Besuche ab und diskutieren dort über die Zeitung oder über Themen, die die Schüler beschäftigen.

(Lesen Sie auch zum Thema Medien: Oberallgäuer Expertin rät: Eltern sollen Games mitspielen.)