Corona-Newsblog, Teil 32

Die Corona-Entwicklung im Allgäu vom 10. November bis 17. November 2020 im Rückblick

60 Bewohner eines Seniorenheims in Kaufbeuren sind am Coronavirus erkrankt. Ein Mensch starb.

60 Bewohner eines Seniorenheims in Kaufbeuren sind am Coronavirus erkrankt. Ein Mensch starb.

Bild: Sven Hoppe, dpa (Symbolbild)

60 Bewohner eines Seniorenheims in Kaufbeuren sind am Coronavirus erkrankt. Ein Mensch starb.

Bild: Sven Hoppe, dpa (Symbolbild)

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog, Teil 32, vom 10. November bis 17. November 2020.
18.11.2020 | Stand: 10:14 Uhr

Dies ist ein Archivartikel. Wir berichten in unserem aktuellen Newsblog laufend über die aktuelle Corona-Entwicklung in der Region Allgäu und in der Welt.

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Montag, 16. November, 21.55 Uhr: 800 Zuhörer bei Corona-Skeptiker Bodo Schiffmann in Kempten

Der umstrittene Arzt und Corona-Skeptiker Bodo Schiffmann hat am Montagabend einen Stopp in Kempten eingelegt. Wie die Polizei die Veranstaltung auf dem Hildegardplatz bewertet hier.

Montag, 16. November, 21.19 Uhr: Länder wollen Bund im Kampf gegen Corona nicht das Feld überlassen

Die Länder wollen sich bei der Vorbereitung neuer Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie künftig stärker einbringen und nicht Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) allein das Feld überlassen. Das kündigte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK), Berlins Regierungschef Michael Müller (SPD), am Montag nach einer Videokonferenz von Bund und Ländern an (Einen Überblick, was beim Corona-Gipfel beschlossen wurde hier).

"Wir hatten ja in der Vergangenheit sehr gut funktionierende und geübte Verfahren, dass für gemeinsame Sitzungen gemeinsame Papiere auch gemeinsam erarbeitet werden", sagte Müller. "Und wir haben uns heute verständigt, dass wir da auch wieder hin wollen, dass wir zu diesen Verfahren zurückkehren."

Zuletzt habe das Kanzleramt mitunter "doch sehr kurzfristig" Papiere erarbeitet, und dafür könne es objektive Gründe geben. "Aber wir müssen das zwischen 16 Ländern auch noch beraten können. Und das dann am Sonntagabend um 23.00 Uhr machen zu müssen, und Montag früh geht es gleich weiter, dient oft auch der Sache nicht", so Müller. Nötig sei ein Verfahren, "mit dem man sich intensiver und besser mit den Fragen auseinandersetzen kann, als es in den letzten zwei, drei Sitzungen der Fall war."

Für die Konferenz am Montag zur Halbzeit des vierwöchigen Teil-Lockdowns im Kampf gegen die Corona-Pandemie hatte das Kanzleramt einen Beschlussentwurf erarbeitet, der weitergehende Kontaktbeschränkungen für die Bürger vorsah. Aus den Ländern gab es dem Vernehmen nach deutliche Kritik an diesem Vorgehen. Am 25. November wollen Bund und Länder erneut über das weitere Vorgehen beraten.

Montag, 16. November, 20.10 Uhr: Söder stellt längere und schärfere Anti-Corona-Maßnahmen in Aussicht

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Menschen in Deutschland auf eine Verlängerung und weitere Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen über das Monatsende hinaus eingestimmt. "Ich habe wenig Hoffnung, dass Ende November alles wieder gut ist", sagte Söder am Montagabend in Berlin nach Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel und den anderen Ministerpräsidenten der Länder. Man müsse die Maßnahmen deshalb "lieber verlängern statt vorzeitig abzubrechen". "Im Zweifel müssen wir auf Sicherheit setzen."

Die Neuinfektions-Zahlen begännen zu stagnieren, sagte Söder, betonte aber: "Es reicht noch nicht." Ziel müsse sein, die Zahl Richtung 50 zu senken, um Infektionsketten nachverfolgen und ein diffuses Geschehen verhindern zu können. Söder kündigte konkrete Beschlüsse für kommende Woche an.

Söder fügte hinzu, um das Weihnachtfest mache er sich fast weniger Sorgen als um Silvester. Er fügte hinzu: "So richtig vorstellen mag ich mir nicht, dass wirklich große Skiferien wieder stattfinden."

Montag, 16. November, 20 Uhr: Merkel kündigt längerfristiges Corona-Konzept für 25. November an

Bund und Länder wollen demnächst einen Ausblick auf das weitere Vorgehen beim Corona-Krisenmanagement bis Anfang des neuen Jahres geben. Dies werde bei einer Konferenz am 25. November angestrebt, sagte Kanzlerin Angela Merkel am Montagabend in Berlin nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder. Zu 100 Prozent lasse sich die Entwicklung nicht voraussagen. Angestrebt werde aber Berechenbarkeit und Planbarkeit über Weihnachten und den Jahreswechsel hinaus. Der beschlossene Teil-Lockdown mit Schließungen zahlreicher Einrichtungen läuft vorerst bis Ende November.

Merkel betonte, Kontaktbeschränkungen seien "das Erfolgsrezept", um die Virus-Ausbreitung zu bremsen: "Jeder Kontakt, der nicht stattfindet, ist gut für die Bekämpfung der Pandemie." Wichtig sei zudem, in Regionen mit hohen Fallzahlen stärker gegenzusteuern.

Montag, 16. November, 19.50 Uhr: Corona-Beratungen: Bund und Länder vertagen Entscheidung über Schulen

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder haben eine Entscheidung über das weitere Vorgehen an den Schulen in der Corona-Pandemie vertagt. "Bund und Länder werden auf der nächsten Konferenz darüber beraten, wie Ansteckungsrisiken im Schulbereich in Hotspots reduziert werden können", beschlossen Merkel und die Länderchefs am Montag nach mehrstündigen Beratungen. Das nächste Gespräch ist nach Angaben der Bundeskanzlerin für den 25. November geplant.

Der Bund hatte zuvor verschärfte Maßnahmen an Schulen vorgeschlagen, wie eine Maskenpflicht für alle Schüler und Lehrer auch im Unterricht und eine Halbierung der Klassen. Damit konnte er sich zunächst aber nicht durchsetzen. In dem Beschluss von Bund und Ländern heißt es nun, verlässliche Betreuung diene der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Bildung sei essenziell für die Zukunftschancen der jungen Generation. "Deshalb genießt die Offenhaltung von Einrichtungen im Präsenzunterricht in diesem Bereich mit hohem Infektionsschutzniveau eine wichtige politische Priorität."

Montag, 16. November, 19.45 Uhr: Merkel: Länder wollten mehrheitlich keine Corona-Rechtsänderungen

Die Ministerpräsidenten der Bundesländer haben nach Darstellung von Kanzlerin Angela Merkel neue verpflichtende Beschränkungen wegen der Corona-Krise verhindert. Die Länder seien mehrheitlich der Meinung gewesen, vor Ablauf der derzeitigen Vorschriften Ende November keine "Zwischen-Rechtsänderungen" vorzunehmen, sagte Merkel nach den Beratungen am Montagabend in Berlin. Bei diesem Thema sei sie durchaus etwas anderer Meinung gewesen.

Merkel betonte, seit den im Oktober getroffenen Beschlüssen habe sich die Infektionslage zwar verbessert, aber eine Trendumkehr sei nicht erreicht worden. Von einem Wert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohnern in einer Woche sei man noch weit entfernt. Deshalb müssten sich die Menschen weiter einschränken und Kontakte so weit wie möglich vermeiden. Mitte der kommenden Woche wollen Merkel und die Ministerpräsidenten die Lage erneut bewerten und dann gegebenenfalls auch Vorschriften verschärfen.

Montag, 16. November, 19.40 Uhr: Corona-Todesfall im Kaufbeurer Seniorenzentrum

Im Kaufbeurer Seniorenheim Espachstift mit fast 60 Corona-Infizierten gibt nun es einen Todesfall. Kuratoriumsvorsitzender Ernst Schönhaar berichtete am Montagabend, dass eine betagte Bewohnerin mit Covid-19 verstorben sei.

Montag, 16. November, 19.23 Uhr: Bund und Länder appellieren: Keine privaten Feiern mehr

Zum Eindämmen der Corona-Pandemie rufen Bund und Länder die Bürger auf, ihre privaten Kontakte noch einmal deutlich zu reduzieren. Sie sollten gänzlich auf private Feiern verzichten, private Zusammenkünfte mit Freunden und Bekannten sollten auf einen festen weiteren Hausstand beschränkt werden. Das schließe auch Kinder und Jugendliche in den Familien mit ein. Auf diesen Appell verständigten sich nach dpa-Informationen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder am Montag in ihrer Videokonferenz.

Montag, 16. November, 18.10 Uhr: Uneinigkeit um neue Corona-Regeln bei Bund-Länder-Beratungen

Bund und Länder sind sich beim weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie uneins. Bei der Videokonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel haben die Ministerpräsidenten am Montag zum Teil versucht, die vom Bund vorgeschlagenen neuen Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung des Corona-Virus zu entschärfen. In einer Beschlussvorlage, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, sind wesentliche Vorschläge des Bundes nicht mehr enthalten oder nur noch als Appell und nicht mehr verpflichtend formuliert.

So fehlt zum Beispiel, dass sich Kinder und Jugendliche nur noch mit einem festen Freund oder einer festen Freundin in der Freizeit treffen sollen. Auch wird nur noch an die Bürger "appelliert", auf private Feiern gänzlich zu verzichten. Und während der Bund ursprünglich den Aufenthalt in der Öffentlichkeit nur noch mit den Angehörigen des eigenen und maximal zwei Personen eines weiteren Hausstandes gestatten wollte, wird im Länder-Papier ebenfalls nur noch an die Bürger appelliert, sich so zu verhalten.

Seit dem Nachmittag beraten Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten in einer Videoschalte über das weitere Vorgehen in der Pandemie im November.

Montag, 16. November, 18 Uhr: Lockdown in Österreich beginnt - Fast alle Läden zu

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wird in Österreich das öffentliche Leben wieder auf Minimalbetrieb heruntergefahren. Von Dienstag bis zum 6. Dezember kommt es zum Lockdown. So gelten ab Mitternacht erneut Ausgangsbeschränkungen für die knapp neun Millionen Bürger. Wie bereits zu Beginn der Pandemie im Frühjahr ist das Verlassen von Haus und Wohnung nur aus bestimmten Gründen erlaubt - wie zum Beispiel zum Einkaufen, für unbedingt nötige Fahrten zur Arbeit, für Arztbesuche oder auch zum Spaziergehen und Joggen.

Fast alle Geschäfte sind zu. Nur die Läden für den täglichen Bedarf wie etwa Supermärkte, Drogerien, Apotheken und Banken sind geöffnet. Die Schulen stellen auf Fernunterricht um.

In Österreich lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen mit zuletzt rund 550 um ein Mehrfaches über dem deutschen Wert. Allerdings wurden zum Wochenstart binnen eines Tages nur noch 4657 Neuinfizierte gezählt. Etwa halb so viele wie am vergangenen Freitag. Rund um das Wochenende sind die Zahlen allerdings weniger aussagekräftig, da eine Reihe von Fällen erst später gemeldet wird.

Montag, 16. November, 17.40 Uhr: Corona-Ausbruch mit fast 60 Infizierten in Kaufbeurer Altenheim: Fragen und Antworten

Im betroffenen Kaufbeurer Seniorenheim sind nach derzeitigem Stand 35 Bewohner und 24 Mitarbeiter infiziert. Die Tests sind allerdings noch nicht abgeschlossen. Unsere Redaktion in Kaufbeuren hat am Nachmittag mit der Heimleitung gesprochen und beantwortet die wichtigsten Fragen: Wie geht es nun für Betroffene und Angehörige weiter und drohen Kaufbeuren nach dem Massenausbruch noch schärfere Corona-Regeln?

Montag, 16. November, 16 Uhr: Ungarn und Polen blockieren Beschluss für EU-Corona-Hilfen

Der notwendige Beschluss für die milliardenschweren Corona-Hilfen der EU ist blockiert. Ungarn und Polen verhinderten am Montag aus Protest gegen ein neues Verfahren zur Ahndung von Verstößen gegen die Rechtsstaatlichkeit, dass der politische Entscheidungsprozess wie geplant fortgesetzt werden kann, wie die Deutsche Presse-Agentur von Diplomaten erfuhr.

Montag, 16. November, 15.12 Uhr: Hotel- und Gaststättenverband droht mit Klage vor Verfassungsgericht

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga hat wegen der geplanten Änderungen des Infektionsschutzgesetzes mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gedroht. Mit den Änderungen werde eine neue Rechtsgrundlage für umfangreiche Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie geschaffen. Diese bedeutet nach Auffassung des Verbands einen erheblichen Eingriff in die Grundrechte der betroffenen Gastwirte und Hoteliers. "Es ist jedoch inkonsequent und unseres Erachtens verfassungswidrig, dass keine Entschädigung für diesen Fall für unsere Betriebe vorgesehen ist", sagte Dehoga-Präsident Guido Zöllick am Montag in Berlin. Sollte es keine entsprechenden Korrekturen geben, "werden wir für die Branche Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe einlegen".

Bundestag und Bundesrat wollen am Mittwoch Änderungen am Infektionsschutzgesetz beschließen. Dabei geht es vor allem um die gesetzliche Grundlage für weitreichende Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie. Union und SPD wollen bisherige allgemeine Formulierungen in dem Gesetz präzisieren und genauer vorgeben, welche Beschränkungen möglich sind, etwa Abstandsgebote, Kontaktbeschränkungen oder die Maskenpflicht im öffentlichen Raum. Genannt werden auch die Schließung von Geschäften und Verbote für Veranstaltungen.

Montag, 16. November, 14.45 Uhr: Fauci zu Corona-Impfstoff: "Besser wird es nicht"

Der renommierte US-Immunologe und Corona-Experte Anthony Fauci hat begeistert auf Daten des US-Pharmaunternehmens Moderna für dessen Corona-Impfstoff reagiert. "Das sind offensichtlich sehr aufregende Ergebnisse", sagte Fauci nach Angaben des TV-Senders CNN. Moderna hatte am Montag mitgeteilt, dass Zwischenergebnisse eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent zeigten. "Besser wird es nicht - 94,5 Prozent sind wirklich hervorragend", so Fauci.

Seiner Einschätzung zufolge könnten die ersten Impfungen in den USA im Dezember bei Hochrisikogruppen beginnen, der breite Rest der Bevölkerung könnte eher ab Ende April dran sein. "Und das wird in den Mai, Juni und Juli hineingehen. Das wird ein paar Monate dauern."

Montag, 16. November, 13.58 Uhr: 60 neue Corona-Infektionen in Seniorenheim in Kaufbeuren

In einem Seniorenheim in Kaufbeuren haben sich 60 Bewohner und Pflegekräfte mit dem Corona-Virus infiziert. Das berichtete Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse am Montagmittag auf seiner Facebookseite. Dieser neue Hotspot bedeute, "dass wir in den nächsten Tagen einen bundesweiten Spitzenwert bei der 7-Tages-Inzidenz erreichen werden", so Bosse. Wie es den Infizierten geht, ist derzeit nicht bekannt.

Montag, 16. November, 13.38 Uhr: Arbeitgeberchef: Corona-Vorschlag des Bundes legt Betriebe lahm

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hat den Vorschlag des Bundes zur drastischen Verschärfung der Corona-Kontaktbeschränkungen als unverhältnismäßig kritisiert. Arbeitgeber müssten demnach auf jeden Beschäftigten verzichten, der sich mit einem Schnupfen melde, schrieb Kramer am Montag an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder. "Damit legen sie faktisch in kürzester Zeit sämtliche Betriebe lahm", kritisierte er in dem Brief.

Jeder habe in dieser Jahreszeit mal einen Schnupfen, schrieb Kramer. Auch an den Schulen und Betreuungseinrichtungen werde daher Personal fehlen - mit der Konsequenz, dass auch gesunde Mitarbeiter in den Unternehmen nicht zur Arbeit kommen könnten, weil sie ihre Kinder zu Hause betreuen müssten. "Ich empfehle dringend, dass Sie von diesem Punkt Abstand nehmen oder ihn zumindest auf klare, eindeutige Corona-Symptome reduzieren", so Kramer.

Außerdem müsse der Zusammenhalt in Familien gestärkt werden. "Der Kontakt in direkter Linie von Großeltern bis Enkeln und zwischen Geschwistern, die bereits einen eigenen Hausstand haben, muss gerade in schwierigeren Zeiten aufrecht erhalten werden", betonte er. Innerfamiliäre Beschränkungen könnten auch zivilen Ungehorsam zur Folge haben. So sieht der Entwurf einer Beschlussvorlage des Bundes für die Video-Konferenz an diesem Montag aus.

Montag, 16. November, 13.02 Uhr: Auch US-Konzern Moderna legt positive Daten zu Corona-Impfstoff vor

Mit dem US-Pharmakonzern Moderna hat ein weiterer für Europa relevanter Hersteller maßgebliche Daten für seinen Corona-Impfstoff vorgelegt. Der RNA-Impfstoff habe eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent, hieß es in einer Mitteilung von Moderna am Montag. Die EU-Kommission verhandelt mit dem US-Konzern über die Lieferung von bis zu 160 Millionen Impfdosen. Am vergangenen Montag hatten das Mainzer Unternehmen Biontech und der Pharmakonzern Pfizer solche Zwischenergebnisse aus der entscheidenden Studienphase für ihren Impfstoff-Kandidaten vorgelegt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 16. November, 12.50 Uhr: Neue Corona-Verordnung im Saarland - Tattoo-Studios dürfen öffnen

Im Saarland ist seit Montag eine neue Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie mit angepassten Regeln in Kraft. Demnach ist der Betrieb von Tattoo- und Piercing-Studios unter Einhaltung entsprechender Hygienekonzepte wieder zulässig. Betreiber von Tattoo- und Piercing-Studios hatten sich in der vergangenen Woche vor dem Oberverwaltungsgericht des Saarlandes erfolgreich gegen die Schließung ihrer Betriebe während des Teil-Lockdowns gewehrt.

Vom Betriebsverbot in der Gastronomie ausgenommen sind nun auch Rastanlagen an Bundesautobahnen und gastronomische Betriebe an Autohöfen. Die neue Verordnung im Saarland gilt bis einschließlich 29. November.

Seit zwei Wochen gelten wegen steigender Corona-Infektionszahlen Kontaktbeschränkungen. Zudem sind die Gastronomie sowie Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen vorübergehend geschlossen. An diesem Montag beraten die Regierungschefs der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Ergebnisse der bisherigen Maßnahmen und mögliche weitere Schritte.

Montag, 16. November, 12.30 Uhr: Bundesbank: Zweite Corona-Welle stoppt Konjunkturerholung

Die aktuellen Beschränkungen des öffentlichen Lebens im Kampf gegen die Corona-Pandemie werden die Konjunkturerholung in Deutschland nach Einschätzung der Bundesbank vorerst beenden. Das sehr kräftige Wirtschaftswachstum in den Sommermonaten nach dem Corona-Einbruch im Frühjahr dürfte ausgebremst werden, hieß es im Monatsbericht der Bundesbank, der am Montag veröffentlicht wurde. Demnach könnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Schlussquartal 2020 "stagnieren oder sogar zurückgehen".

Trotz der aktuell hohen Zahl von Neuinfektionen erwartet die Bundesbank aber keinen starken Einbruch der Konjunktur. "Insgesamt ist aus heutiger Perspektive ein Einbruch der Wirtschaftsleistung auf ein ähnlich stark gedrücktes Niveau wie im Frühjahr nicht sehr wahrscheinlich", schreiben die Experten der Notenbank.

Als Ursache für die neuerliche Konjunkturschwäche gilt das jüngste Wiederaufflammen der Pandemie in Deutschland und den europäischen Nachbarländern. Seit Oktober hat sich eine zweite Welle von Neuinfektionen aufgebaut, die mit Hilfe neuer Beschränkungen des öffentlichen Lebens bekämpft wird. Die aktuellen Beschränkungen seien aber "bei Weitem nicht so umfassend wie im März oder April", hieß es im Monatsbericht.

Auch in der stark auf den Export ausgerichteten Industrie werde die Erholung durch die neue Pandemie-Welle in Europa belastet. Daher geht die Bundesbank davon aus, dass die Kurzarbeit, die in den Monaten September und Oktober spürbar gesunken sei, wieder zulegen dürfte. Demnach könnte die Kurzarbeit "kurzfristig wieder über das im August erreichte Niveau hinaus steigen".

Wegen der staatlichen Hilfsmaßnahmen in der Corona-Krise sei im laufenden Jahr mit einem hohen Defizit in den öffentlichen Haushalten und einem starken Anwachsen der Staatsverschuldung zu rechnen. Nach Einschätzung der Bundesbank wird sich die Lage der Staatsfinanzen aber wieder verbessern, wenn die Krise abklingt. "Aus derzeitiger Sicht wird das Defizit dadurch im Verlauf des nächsten Jahres wieder ein Stück sinken und 2022 deutlicher zurückgehen", heißt es im Monatsbericht.

Montag, 16. November, 12.20 Uhr: Schwesig: Teil-Lockdown zeigt in Mecklenburg-Vorpommern Wirkung

Der Teil-Lockdown zur Eindämmung der Corona-Krise zeigt nach Worten von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) in dem Bundesland Wirkung. "Die Infektionszahlen sind rückläufig", twitterte Schwesig am Montag. "Gut, dass wir frühzeitig reagiert haben." Mit Blick auf die Schalte der Länder-Regierungschefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Nachmittag betonte sie: "Für unser Land hat Priorität, Kita & Schule offen zu halten."

Am Wochenende hatte das Landesamt für Gesundheit und Soziales 146 neue Corona-Infektionen für MV gemeldet. Am Wochenende davor waren es 163 gewesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die Anfang vergangener Woche in MV die Marke von 50 knapp überschritten hatte, lag am Sonntag bei 41,9.

Montag, 16. November, 12.15 Uhr: Söder: Corona-Verschärfungen für Wirtschaft wären zu früh

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich gegen neue Einschränkungen für die Wirtschaft wegen der anhaltenden Corona-Pandemie ausgesprochen. Vor den Bund-Länder-Beratungen am Montag sagte er auf einer Konferenz des CDU-Wirtschaftsrats: "Eine weitere Verschärfung für die Wirtschaft - ich glaube, das wäre jetzt an der Stelle zu früh und auch falsch, ein solches Signal zu senden." Zugleich plädierte der CSU-Chef dafür, Schulen weiterhin so lange wie möglich offen zu lassen - aber eine deutschlandweit einheitliche Maskenpflicht einzuführen.

Am Nachmittag will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten weitere Schritte im Kampf gegen die Pandemie besprechen. Der Bund will unter anderem die Kontaktbeschränkungen nochmals drastisch verschärfen - das ist zudem geplant.

Söder sprach sich auch für eine Corona-Steuerreform aus: Unternehmenssteuern und Energiesteuern müssten gesenkt werden, um Deutschland wettbewerbsfähig zu machen. Dadurch seien dann auch weniger Unternehmen auf staatliche Hilfe angewiesen. Die Mehrwertsteuersenkung über den Jahreswechsel hinaus zu verlängern dagegen sei nicht nötig, da ja ab Januar der Solidaritätszuschlag für die meisten Bürger wegfalle.

Montag, 16. November, 11.50 Uhr: Vorerst kein Beschluss zu schärferen Corona-Auflagen für Schulen

Bund und Länder werden bei ihrer Videokonferenz zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie an diesem Montag voraussichtlich keine schärferen Schritte für die Schulen beschließen. Nach einer geänderten Vorlage des Bundes sollen die Länder bis zur kommenden Woche einen Vorschlag vorlegen, wie Ansteckungsrisiken im Schulbereich weiter reduziert werden können. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 16. November, 11.45 Uhr: Klinikverbund Allgäu: Zehn Corona-Patienten liegen auf der Intensivstation

45 Corona-Patienten werden derzeit in den Häusern des Klinikverbunds Allgäu in Kempten (20 Patienten), Immenstadt (17) und Mindelheim (8) behandelt. Zehn von ihnen liegen nach Angaben des Verbunds derzeit auf den Intensivstationen in Kempten (2), Immenstadt (5) und Mindelheim (3). Bislang ist ein Patient in den sechs Kliniken an oder mit dem Coronavirus gestorben.

Montag, 16. November, 11.30 Uhr: Corona-Testzentrum im Unterallgäu: Neue Software zur Anmeldung

Wer sich ab sofort zum Corona-Test im Testzentrum des Landkreises Unterallgäu anmelden will, tut dies über eine neue Software. Diese soll in erster Linie positive Ergebnisse schneller an das Gesundheitsamt übermitteln. Laut Eugen Lehner, Leiter des EDV-Bereichs am Landratsamt, ist die Software direkt mit der Behörde verzahnt. Alle Daten werden digital übermittelt. Ein weiterer Vorteil: Auch andere Landkreise nutzen diese Software. So kann der Nutzer bei der Auswahl der Teststätte zwischen verschiedenen Orten wählen. Nach der Anmeldung bekommt er eine E-Mail mit der Terminbestätigung und mit einem Begleitschreiben. Wichtig: Das PDF-Dokument mit der Terminbestätigung enthält einen QR-Code, der am Testzentrum gescannt wird. Der Code muss also ausgedruckt oder auf dem Handy vorgelegt werden. Zusätzlich muss die Person ihren Ausweis vorzeigen. Zur Online-Terminreservierung kommt man über die Homepage des Landkreises www.unterallgaeu.de/corona.

Notwendig für die Online-Terminreservierung sind eine E-Mail-Adresse und eine Handynummer. Wer dies nicht hat, kann weiterhin telefonisch einen Termin reservieren unter 08261/995-406. Die Nummer ist von Montag bis Freitag zwischen 8 und 12 Uhr und zudem von Montag bis Donnerstag von 14 bis 16 Uhr besetzt.

Montag, 16. November, 11.20 Uhr: Vorberatungen der Ministerpräsidenten zur Corona-Runde mit Merkel

Die Ministerpräsidenten der Länder haben am Montagvormittag gemeinsam über die am Nachmittag geplanten Verhandlungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beraten. Die Runde der Regierungschefs kam nach Informationen aus Teilnehmerkreisen wie geplant um 11.00 Uhr zu einer virtuellen Schalte zusammen. Die Gespräche mit der Kanzlerin sollten um 14 Uhr starten - es wurde von längeren Verhandlungen ausgegangen. Hauptstreitpunkt dürften die Pläne Merkels für eine Verschärfung der Regeln an den Schulen sein.

Wegen des Widerstands mehrerer Bundesländer deutete sich eine Verschiebung der Entscheidung über neue Regeln an den Schulen auf die kommende Woche an. Widerstand komme sowohl von SPD-regierten Ländern als auch von Seiten einiger CDU- Ministerpräsidenten, hieß es aus anderen Teilnehmerkreisen. Das Thema sei sehr sensibel. Bei neuen Verhandlungen Merkels mit den Ministerpräsidenten wohl am 23. November soll auch entschieden werden, wie mit den bis Ende des Monats befristeten geltenden Kontaktbeschränkungen umgegangen wird.

Montag, 16. November, 11.11 Uhr: Halbierung der Schulklassen? NRW-Minister Stamp ist dagegen

Die Vorschläge des Bundes zur Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen an Schulen stoßen bei Nordrhein-Westfalens Familienminister Joachim Stamp (FDP) auf Ablehnung. Nach einer Beschlussvorlage der Bundesregierung für die Bund-Länder-Runde am Montagnachmittag sollen die Schulen zwar offengehalten werden, die Klassen sollen aber in große Räume verlegt oder halbiert werden, um das Infektionsrisiko zu reduzieren. Stamp hält solche Vorgaben für nicht umsetzbar, weil der Personalbedarf dadurch steigen würde. Im übrigen seien die Länder zuständig. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Ministerpräsidenten etwas beschließen, was nur umsetzbar wäre, wenn wir etwa die Hälfte des Unterrichts canceln." Das Bundeskanzleramt sei nicht Koalitionspartner der Landes-FDP. "Dieser Passus kann nicht beschlossen werden."

Nach Darstellung von Stamp fehlt das Personal, um die Klassen zu halbieren und im Wechsel in den Schulen zu unterrichten und daheim lernen zu lassen. "Wo kommen die doppelten Lehrerinnen und Lehrer für diesen Vorschlag her?", fragte er am Montagmorgen auf Twitter. "Wie weit weg ist das Bundeskanzleramt von unseren Kindern und Familien?" Stamp betonte, dass man Lehrkräfte bräuchte für digitalen Unterricht. Man könnte den Schülern zwar Hausaufgaben mitgeben für eine Woche daheim. "Ohne Betreuung werden aber die Kinder den Anschluss verpassen, deren Eltern das nicht leisten können oder berufstätig sind", so der FDP-Politiker.

Montag, 16. November, 11 Uhr: Kreise: Beschluss zu neuen Schulregeln womöglich erst kommende Woche

Wegen des Widerstands mehrerer Bundesländer deutet sich vor der Bund-Länder-Runde mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) eine Verschiebung der Entscheidung über neue Regeln an den Schulen auf die kommende Woche an. Das Thema sei sehr sensibel, hieß es nach weiteren Vorbesprechungen am Montag aus Teilnehmerkreisen. Widerstand komme sowohl von SPD-regierten Ländern als auch von Seiten einiger CDU- Ministerpräsidenten.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurde an einer geänderten Beschlussvorlage des Bundes gearbeitet. Eine Entscheidung könne dann möglicherweise bei den vom Kanzleramt für nächsten Montag vorgeschlagenen neuen Beratungen getroffen werden. Bei dieser Sitzung - wohl am 23. November - soll dann auch entschieden werden, wie mit den geltenden Kontaktbeschränkungen umgegangen wird, die bisher bis Ende des Monats befristet sind. Bis dahin könne auch die weitere Entwicklung bei den Corona-Infektionszahlen in die Überlegungen einbezogen werden, hieß es weiter.

Wie im Teil-Lockdown sollen die Schulen auch nach den am Sonntagabend den Teilnehmern der Beratung übermittelten neuen Vorschlägen des Bundes grundsätzlich weiterhin offen gehalten werden. Zum Schutz vor Ansteckungen sollen aber auch hier die Maßnahmen verschärft werden, ein besonderer Fokus liegt dabei auf Jugendlichen, die älter als zwölf Jahre sind. Bei ihnen sei das Infektions- und Übertragungsrisiko vergleichbar mit dem von Erwachsenen. Daher soll nach dem Willen des Bundes das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Schüler aller Jahrgänge und für Lehrer auf dem Schulgelände und während des Unterrichts vorgeschrieben werden. Dies ist bisher nicht in allen Bundesländern vorgeschrieben.

Zudem sollten nach diesen Vorschlägen die Klassen - sofern keine größeren Räume zur Verfügung stehen - halbiert und in festen Gruppen eingeteilt unterrichtet werden. Auch in Schulbussen sei der Mindestabstand von 1,5 Metern sicherzustellen. Im Falle von Quarantänemaßnahmen solle für alle betroffenen Schüler Distanzunterricht angeboten werden.

Montag, 16. November, 10.40 Uhr: Söder plädiert für alternative Unterrichtsformen

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) plädiert dafür, über alternative Unterrichtsformen nachzudenken, um Schulen und Kitas in der Corona-Krise so lange wie möglich geöffnet halten zu können. Dazu gehöre etwa auch die Möglichkeit eines Wechselunterrichts, sagte Söder am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". "Der eine Teil wird via Internet zu Hause beschult, der andere in der Schule."

Auch die Leistungsanforderungen müssten anders formuliert werden. Es könne nicht sein, dass den Schülern genau dieselben Schulaufgaben und Klausuren gestellt würden wie in anderen Zeiten, mit einem durch die Pandemie erhöhten Notendruck. "Es wird kein normales Schuljahr werden, aber es soll ein faires Schuljahr werden", sagte Söder.

Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder schalten sich am Montagnachmittag über Video zusammen, um über das weitere Vorgehen in der Krise zu beraten.

Montag, 16. November, 9.55 Uhr: Bund will Anti-Corona-Maßnahmen weiter verschärfen

Die anhaltend hohen Infektionszahlen lassen aus Sicht der Bundeskanzlerin nach zwei Wochen Teil-Lockdown keine Lockerungen zu. Im Gegenteil - Merkel will mit den Ministerpräsidenten über noch drastischere Vorgaben reden. Ob die das mitmachen? Für die Video-Konferenz gibt es bereits einen Entwurf der Beschlussvorlage des Bundes. Was in dem Papier steht, lesen Sie in diesem Überblick.

Montag, 16. November, 9.18 Uhr: Klinikum Memmingen: Corona-Patient kann Intensivstation verlassen

Gute Nachricht vom Memminger Klinikum: Ein Corona-Patient konnte am Wochenende die Intensivstation verlassen. Dort werden allerdings noch zwei andere Patienten behandelt. Insgesamt sind derzeit 30 Corona-Patienten im Klinikum in Behandlung. Gestorben ist dort bislang niemand an Covid-19.

Montag, 16. November, 9 Uhr: Biontech-Chef erwartet Rückkehr zur Normalität Ende nächsten Jahres

Biontech-Vorstandschef und Mitgründer Ugur Sahin rechnet in der Corona-Krise erst im Winter 2021 mit einer Rückkehr zum normalen Leben. "Absolut essenziell", um dieses Ziel zu erreichen, sei eine hohe Impfquote gegen das Coronavirus bis zum Herbst, sagte Sahin am Sonntag in einem BBC-Interview. "Ich bin zuversichtlich, dass dies geschehen wird." Mit Blick auf die jetzige kalte Jahreszeit fügte er hinzu: "Dieser Winter wird hart."

Vorerst werde der Impfstoff noch keinen großen Einfluss auf die Infektionszahlen haben. Wenn alles weiterhin gut laufe, werde der Impfstoff ab "Ende dieses Jahres, Anfang nächsten Jahres" ausgeliefert. Ein mittelfristiges Ziel sei, bis April mehr als 300 Million Dosen weltweit zur Verfügung zu stellen. Dies könnte einen ersten Effekt auf Infektionszahlen haben.

Montag, 16. November, 8.55 Uhr: So kommt der Inzidenzwert zustande

Im Kampf gegen Corona spielen die Infektionszahlen für Entscheidungen über nötige Maßnahmen eine große Rolle. Eine Größe ist die sogenannte Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen umgerechnet auf 100.000 Einwohner. Das macht die Zahlen zwischen Kempten (rund 71.000 Einwohner) und dem mehr als doppelt so stark bevölkerten Landkreis Oberallgäu vergleichbar. Die konkrete Berechnung wirft allerdings bei unseren Lesern immer wieder Fragen auf - die Antwort dazu erfahren Sie hier.

Montag, 16. November, 8.37 Uhr: Linke fordert: Mehr Transparenz und stärkere Beteiligung der Parlamente

Die Linke fordert mehr Transparenz und eine stärkere Beteiligung von Bundestag und Landesparlamenten bei der Diskussion um die Corona-Maßnahmen. Es gehe nicht, dass "von oben regiert wird und dass die Runde der Ministerpräsidenten jetzt auch zu einer Abnickrunde wird", sagte Bundestagsfraktionschef Dietmar Bartsch am Montag im Deutschlandfunk.

"Ich möchte, dass ich auch nachvollziehen kann, was Virologen, Soziologen, Wirtschaftsfachleute beraten", sagte Bartsch. Ob die Maßnahmen, die beschlossen werden sollen, sinnvoll seien, könne er selbst nicht beurteilen. Er werde als Politiker aber vorbildlich sein und sich an die Maßnahmen halten. Am Montagnachmittag schalten sich Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder über Video zusammen, um über das weitere Vorgehen in der Krise zu beraten.

Montag, 16. November, 8 Uhr: Erstmals seit Monaten neue Corona-Fälle in South Australia

Im australischen Bundesstaat South Australia sind erstmals seit Monaten wieder lokal übertragene Corona-Infektionen registriert worden. In der Region mit ihren 1,7 Millionen Einwohnern seien am Montag 17 neue Fälle bestätigt worden, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Wahrscheinlich sei das Virus von einem Beschäftigten einer Quarantäne-Einrichtung in der Hauptstadt Adelaide an Familienmitglieder übertragen worden.

"Dies ist eine sehr gefährliche Situation, in der wir uns gerade befinden, und es muss wirklich jeder Bürger daran mitarbeiten, dass wir das in den Griff bekommen", sagte Regional-Premierminister Steven Marshall dem lokalen Radiosender 5AA. Als Reaktion haben fast alle anderen Bundesstaaten und Territorien des Landes South Australia zum Corona-Hotspot erklärt und Reisebeschränkungen eingeführt. So gilt jetzt eine 14-tägige Quarantäne-Pflicht für Reisende, die aus der Region kommen.

Auch kündigte Marshall an, dass Fitnessstudios und andere Freizeiteinrichtungen für mindestens zwei Wochen geschlossen werden und die Menschen möglichst im Home Office arbeiten sollen. "Wir müssen hart und früh vorgehen, um dies so schnell wie möglich unter Kontrolle zu bringen", sagte er.

Australien mit seinen 25 Millionen Einwohnern ist bislang vergleichsweise glimpflich durch die Krise gekommen. Insgesamt wurden rund 27.700 Fälle verzeichnet, etwa 900 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Im Bundesstaat Victoria mit der Großstadt Melbourne war erst Ende Oktober nach einer zweiten Welle ein monatelanger harten Lockdown beendet worden. Dort wurden seit 17 Tagen keine neue Fälle mehr bestätigt.

Montag, 16. November, 7.07 Uhr: Unterrichtsfreier Buß- und Bettag stößt Eltern sauer auf

Ein in vielerlei Hinsicht außergewöhnliches Jahr geht zu Ende. Am Buß- und Bettag sollen die Menschen innehalten, über das eigene Leben nachdenken. Auch wenn der Tag kein gesetzlicher Feiertag mehr ist, dürfen Bayerns Schüler im Bett bleiben. Nicht zu jedermanns Freude - ein Überblick.

Montag, 16. November, 6.40 Uhr: Studie: Gut die Hälfte der Covid-19-Erkrankten ist wochenlang müde

Anhaltende Müdigkeit ist für viele Menschen nach überstandener Covid-19-Erkrankung ein Problem. In einer Studie mit knapp 130 Teilnehmern klagte mehr als die Hälfte der ehemaligen Patienten noch Wochen später über Müdigkeitssymptome. Das berichten irische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Plos One". Ob jemand schwer erkrankt mit Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden musste oder nicht, spielt den Forschern zufolge keine wesentliche Rolle für die nachfolgende Müdigkeit. Knapp 56 Prozent der Studienteilnehmer waren mit Covid-19 stationär behandelt worden.

Gut 52 Prozent der 128 Teilnehmer, die zum Zeitpunkt der Untersuchung alle die akute Krankheitsphase überstanden hatten, zeigte mindestens sechs Wochen nach der Infektion noch Müdigkeitssymptome, bei vielen war dies sogar noch nach zehn Wochen oder mehr der Fall. Gut 42 Prozent gaben nach dieser Zeit an, sich wieder vollständig gesund zu fühlen.

"Die Studie betont die Belastungen durch Post-Covid-Müdigkeit. Sie zeigt auch, dass Post-Covid-Müdigkeit nicht in Verbindung zur Schwere der Erkrankung steht", sagte Liam Townsend vom Trinity College Dublin, der die Untersuchung mit mehreren Kollegen durchgeführt hat. "Daher ist es nicht leicht, Verläufe vorherzusagen.

Montag, 16. November, 6 Uhr: 10.824 neue Corona-Infektionen in Deutschland gemeldet

Einen guten Morgen und tollen Start in die Woche wünscht das Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Wir beginnen mit den aktuellen Zahlen: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 10 824 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind rund 6100 Fälle weniger als am Sonntag, wie aus Angaben des RKI vom Montagmorgen hervorgeht. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Montag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 13.363 gelegen. Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23.542 gemeldeten Fällen erreicht worden.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 801.327 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 16. 11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 62 auf insgesamt 12.547. Das RKI schätzt, dass rund 515.200 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,03 (Vortag: 1,05). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch gut 100 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen.

Sonntag, 15. November, 21.20 Uhr: Dreyer und Hans sehen bei schärferen Kontaktbeschränkungen Potenzial

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans hat sich vor den Bund-Länder-Beratungen über den Kampf gegen die Corona-Krise am Montag für eine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen ausgesprochen. "Zehn Personen sind schon relativ viel, die da zusammen kommen können derzeit nach den Maßnahmen - darüber müssen wir uns unterhalten", sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend in der ZDF-Sendung "Berlin direkt". Und auf direkte Nachfrage: "Ich bin für weniger."

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer sieht ebenfalls bei weiteren Kontaktbeschränkungen Potenzial. "Sollten wir zu dem Ergebnis kommen, dass wir weitere Maßnahmen ergreifen, egal ob jetzt oder nächste Woche, dann finde ich das Thema Kontaktbeschränkungen eines der nahe liegendsten, weil es geht darum, dass wir Kontakte weiter reduzieren, und nicht unnötig die Infrastruktur noch mal belasten", sagte die SPD-Politikerin im ARD-"Bericht aus Berlin".

Zwei Wochen nach Beginn des Teil-Lockdowns beraten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs am Montag erneut über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Neben einer Verschärfung der Kontaktbeschränkungen waren eine Art "Knigge" mit Verhaltenshinweisen sowie weitere Schritte zum Schutz von Risikogruppen im Gespräch. Mit Lockerungen können die Menschen in Deutschland angesichts der weiter hohen Infektionszahlen wohl vorerst nicht rechnen - darauf wies auch Hans im ZDF-Interview hin.

Sonntag, 15. November, 20 Uhr: Trotz Corona: 50 Personen feiern an Münchner "Hotspot"

Am Wedekindplatz in München haben etwa 50 Menschen trotz der Anti-Corona-Regeln ohne Mindestabstände und Masken gefeiert. Auch Alkohol wurde getrunken. Anwohner informierten die Polizei, die die Ansammlung in der Nacht auf Samstag auflöste. Der Wedekindplatz wurde neben anderen beliebten Münchner Partyorten im September von der Stadt als "Hotspot" definiert. Seitdem gilt dort ein nächtliches Alkoholverbot.

Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, waren bei einer ersten Überprüfung der Lage keinerlei Verstöße gegen die Corona-Richtlinien festgestellt worden. Eine Streife habe aber wenige Stunden später festgestellt, dass die Gruppe auf circa 50 Personen angewachsen sei und Infektionsschutzregeln nicht mehr befolgt würden. Um einen weiteren Zuwachs zur feiernden Gruppe zu verhindern, wurden nach Angaben der Polizei weitere Streifen hinzugezogen, die die anwesenden Personen kontrollierten. Es seien Platzverweise gegen noch anwesende 35 Personen ausgesprochen worden. Zudem seien elf Verstöße gegen die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung angezeigt worden.

Sonntag, 15. November, 19.05 Uhr: IOC-Chef Bach vor Tokio-Besuch: Olympia-Absage kein Thema

Mit einem Besuch in der Gastgeber-Stadt Tokio will IOC-Präsident Thomas Bach die Organisatoren der auf 2021 verlegten Olympischen Spiele unterstützen. Der Chef des Internationalen Olympischen Komitees trifft am Montag zunächst den neuen japanischen Ministerpräsidenten Yoshihide Suga. Danach sind Gespräche mit Tokios Gouverneurin Yuriko Koike und dem japanischen Organisationskomitee geplant. Zudem beginnen die Ausrichter eine dreitägige Prüfung der aktuellen Pläne für die Sommerspiele und die Paralympics in Tokio.

"Die Botschaft, die ich nach Tokio und Japan mitbringen will, ist, dass wir mit aller Kraft eine sichere Austragung der Spiele anstreben", sagte Bach vor seiner Abreise. Der 66-Jährige ist zum ersten Mal seit der Entscheidung für eine Olympia-Verschiebung im März wieder in Tokio zu Gast.

Bach trat den viertägigen Trip mit einer kleinen Delegation in einem Privatflugzeug an. Alle Mitreisenden haben sich nach IOC-Angaben vor der Abreise isoliert und zusätzlichen Corona-Tests unterzogen. Für Dienstag sind Besuche im olympischen Dorf und im Olympiastadion sowie Gespräche mit Athleten geplant. Eine endgültige Olympia-Absage hat Bach ausgeschlossen.

Sonntag, 15. November, 18.45 Uhr: Pfefferspray und Verletzte: Auflösung von Party in Park eskaliert

Die Auflösung einer Party in einem Berliner Park durch die Polizei ist eskaliert. Den Angaben zufolge hatten 25 Menschen gefeiert, ohne den Mindestabstand wegen Corona einzuhalten oder Mund-Nase-Bedeckungen zu tragen. Polizisten setzten in der Nacht zum Sonntag Pfefferspray ein und forderten Verstärkung an, um die Lage zu beruhigen, wie die Polizei mitteilte. Drei Beamte wurden demnach leicht am Schienbein sowie jeweils an einem Knie verletzt, setzten ihren Dienst aber fort.

Während die Polizei die Ansammlung beendete, habe eine 27-Jährige einem Polizisten gegen den Oberkörper geschlagen. Bei ihrer Festnahme habe sie randaliert und Beamte beleidigt. In der Folge hätten zwei 28-Jährige und eine 30-Jährige versucht, die Festgenommene zu befreien. Daraufhin sei es zum Einsatz des Pfeffersprays gekommen.

Sonntag, 15. November, 17.10 Uhr: Bund und Länder wollen am 23. November Corona-Fahrplan entscheiden

Bund und Länder wollen bei Beratungen am 23. November entscheiden, ob der auf November befristete Teil-Lockdown in der Corona-Pandemie vor Weihnachten verschärft werden muss oder teils gelockert werden kann. Mehrere Länder plädierten nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei einer Vorbesprechung mit dem Kanzleramt am Sonntag dafür, vor weitreichenden Entscheidungen eine weitere Woche die Entwicklung bei den zuletzt auf hohem Niveau stagnierenden Corona-Infektionszahlen abzuwarten. Zuerst hatte der "Spiegel" über das Datum berichtet.

Sonntag, 15. November, 16.47 Uhr: Söder: Ziel ist "einigermaßen normales Weihnachtsfest"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat beim digitalen Bezirksparteitag der CSU Niederbayern die Corona-Einschränkungen verteidigt und zugleich Hoffungen für Weihnachten gemacht. "Unser Ziel muss sein, ein einigermaßen normales Weihnachtsfest zu feiern", sagte Söder, der am Samstag auch an einer Internet-Landesversammlung der bayerischen Jungen Union teilnahm.

"Wir müssen die Kontakte jedes Einzelnen um ein Dreiviertel senken", mahnte Söder vor rund 400 zugeschalteten Delegierten und Gästen der Niderbayern-CSU. Die Inzidenzzahl müsse unter 50 sinken. Söder stimmte die Delegierten auch auf eine mögliche Verlängerung der Einschränkungen ein. Wirtschaftshilfen, insbesondere für die Gastronomie und den Kulturbereich, werde es ausreichend geben. Es bleibe auch bei dem Ziel, Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen offen zu halten – mit Maskenpflicht auch in den unteren Jahrgangsstufen und einheitlichen Regelungen. "Die Kinder sind beim Thema Maske viel gelassener als manche Eltern."

Sonntag, 15. November, 15.50 Uhr: Zehntes Corona-Todesopfer im Landkreis Lindau

Die Corona-Pandemie hat im Landkreis Lindau ein weiteres Todesopfer gefordert. Am Samstag vermeldete das Landesamt für Gesundheit den zehnten Toten seit Beginn der Pandemie, es ist der zweite während der zweiten Pandemiewelle. Erst Anfang der Woche war ein Mensch im Landkreis an den Folgen einer Covid-19-Infektion gestorben. Eine Überblick über die aktuellen Corona-Werte im Landkreis Lindau gibt's auch hier.

Sonntag, 15. November, 15.15 Uhr: Österreichs Kanzler: Wollen Massentests ähnlich wie in der Slowakei

Österreichs Regierung will Corona-Massentests zumindest bei Teilen der Bevölkerung durchführen. Das kündigte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Sonntag in einem Interview des Senders ORF an. Vorbild sei die Slowakei, die an zwei Wochenenden einen Großteil ihrer 5,5 Millionen Einwohnern getestet und Zehntausende Corona-Infizierte in Quarantäne geschickt hatte. "Das ist ein absolutes Erfolgsbeispiel und wir haben uns entschieden, hier in Österreich einen ähnlichen Schritt zu machen", sagte Kurz. Über die genauen Pläne wolle die Regierung im Lauf der Woche informieren.

"Wir werden einerseits diese Massentests in gewissen Gruppen, zum Beispiel bei Lehrerinnen und Lehrern, aber auch bei anderen Gruppen nutzen, um mit dem 7. (Dezember) möglichst sicher wieder aufsperren zu können", sagte Kurz. Am 6. Dezember endet nach jetziger Planung der rund dreiwöchige Lockdown mit Ausgangsregeln sowie Schließung von Handel und Schulen, den die Regierung am Samstag verkündet hatte. "Zum zweiten sind wir in Vorbereitung, dieses Instrument auch vor Weihnachten nochmal zu nutzen", sagte Kurz. Schnelltests seien mittlerweile in millionenfacher Stückzahl am Markt verfügbar.

Sonntag, 15. November, 15 Uhr: Kultusminister: Knapp zwei Prozent der Schüler in Quarantäne

Knapp 200.000 Schülerinnen und Schüler befinden sich derzeit in Quarantäne. Diese Zahlen nannte ein Sprecher der Kultusministerkonferenz am Sonntag im Vorfeld der Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer. Zuerst hatte "Zeit online" darüber berichtet. Das entspricht rund 1,8 Prozent aller Schüler. Mit dem Coronavirus infiziert haben sich bislang demnach 18.298 (0,17 Prozent). Von den Lehrkräften haben sich 3.798 infiziert (0,42 Prozent), von Quarantäne-Maßnahmen sind aktuell 13.101 (1,46 Prozent) betroffen.

106 Schulen (0,37 Prozent) in Deutschland sind derzeit komplett, 4.074 teilweise (14 Prozent) geschlossen.

Schulen sind im derzeitigen Teil-Lockdown bislang grundsätzlich geöffnet. Das Thema dürfte auch am Montag bei den Bund-Länder-Beratungen eine Rolle spielen. Zuletzt gab es Stimmen, die vor allem bei älteren Schülern eine Mischung aus Präsenz- und Distanzunterricht gefordert hatten.

Sonntag, 15. November, 14 Uhr: Demos gegen Corona-Maßnahmen - Verstöße gegen Maskenpflicht

Bei Demonstrationen der "Querdenken"-Bewegung sind am Wochenende in Bayern erneut Kritiker der staatlichen Corona-Maßnahmen auf die Straße gegangen. In Aichach und in Regensburg demonstrierten am Samstag jeweils rund 1.000 Menschen unter anderem gegen Maskenpflicht und andere Regeln, wie die Polizei mitteilte. "Nein! zum 2. Lockdown", hieß es etwa auf Transparenten in Regensburg.

Die Veranstalter hatten in beiden Fällen 2.000 Teilnehmer angemeldet, die Behörden beschränkten die Zahl aber auf die Hälfte. Zudem mussten die Teilnehmer einen Mindestabstand von eineinhalb Metern einhalten und einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Mehrfach registrierte die Polizei Verstöße gegen die Maskenpflicht - auch bei einer Demo von 40 Menschen in Bayreuth gab es drei dieser Fälle. Weitere Demos waren am Sonntag in Erlangen und Lindau geplant.

Sonntag, 15. November, 13.40 Uhr: Datenschützer: Corona-App nicht auf Kosten des Datenschutzes ändern

Der Landesbeauftragte für Datenschutz, Stefan Brink, hält nichts von der Bekämpfung der Corona-Pandemie auf Kosten des Datenschutzes. "Alles, was nach Einschränkung der Freiwilligkeit aussieht, und alles, was den Datenschutz einschränkt, ist kontraproduktiv", sagte er am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf Diskussionen rund um die Corona-Warn-App.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte in der Augsburger Allgemeinen zuvor eine grundlegende Überarbeitung der App gefordert. Sie müsse um zahlreiche Funktionen erweitert und vor allem bei der Kontaktnachverfolgung verbessert werden, sagte er der Zeitung vor den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten am Montag. Dafür müsse der Datenschutz gelockert werden.

Die absolute Stärke der App sei ihre Sicherheit in Bezug auf den Datenschutz, sagte dazu Brink. Eine Aufweichung werde dazu führen, dass weniger Menschen sie nutzten als bisher. Änderungen an der App seien allerdings durchaus nötig. So befürworte er, ebenso wie Kretschmann, eine Check-in-Funktion für Gastronomie und Veranstaltungen und auch eine Erhöhung der Weiterleitungsquote bei positiven Tests. Auch müssten sämtliche Labore an die App angeschlossen werden. Das dies bisher nicht der Fall sei, sei ein schweres Versäumnis.

Sonntag, 15. November, 13.05 Uhr: Expertin: Viele Corona-Tode in Großbritannien auch wegen Übergewicht

Die hohe Corona-Todesrate in Großbritannien führt die frühere medizinische Regierungsberaterin Sally Davies auch auf das Problem des Landes mit Übergewicht zurück. "Es gibt eine direkte Korrelation zwischen starkem Übergewicht und hoher Covid-Sterblichkeit", sagte Davies, die bis zum vergangenen Jahr die Regierung in medizinischen Fragen beriet, am Sonntag dem Times Radio. Fettleibigkeit - definiert als Body-Mass-Index (BMI) über 30 - erhöhe das Risiko, an Covid-19 zu sterben, um fast 50 Prozent.

Sonntag, 15. November, 12.40 Uhr: Corona-Pandemie: Mehr als jeder fünfte Bundespolizist in Quarantäne

Mehr als jeder fünfte Bundespolizist war oder ist wegen der Corona-Pandemie laut einem Medienbericht in Quarantäne. 11.890 der insgesamt rund 51.000 Mitarbeiter seien betroffen, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag) unter Hinweis auf die Behörde mit Sitz in Potsdam. Seit Beginn der Pandemie im März erkrankten demnach 594 Bundespolizisten an Covid-19. Knapp 1.900 Mitarbeiter seien derzeit in Quarantäne. Bei 261 Beamten waren nach den Angaben die Tests positiv. 54 Prozent der Fälle hätten einen privaten Bezug, beim Rest gebe es einen dienstlichen.

Sonntag, 15. November, 10 Uhr: Corona: Athen verbietet Demos zum Andenken an Studentenaufstand

Aus Angst vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus hat die Regierung in Athen alle Versammlungen und Demonstrationen zum 47. Jahrestag des Studentenaufstandes gegen die damalige griechische Militärdiktatur verboten. Wie der Staatsrundfunk (ERT) am Sonntag berichtete, sind Versammlungen von mehr als vier Menschen von Sonntag an und bis zum 18. November verboten. Wer sich nicht daran hält, muss mit Geldstrafen zwischen 300 Euro und 5000 Euro rechnen.

Autonome und Anarchisten sowie Parteien der außerparlamentarischen Linken haben trotz des Verbotes zur Teilnahme an den traditionellen dreitägigen Feierlichkeiten im und um das Polytechnikum von Athen und an der zentralen Demonstration am 17. November aufgerufen.

Sonntag, 15. November, 9.30 Uhr: Flüchtlingsrat kritisiert mangelnde Corona-Maßnahmen in Ankerzentren

Die Vorwürfe des Bayerischen Flüchtlingsrats wiegen schwer: Trotz der Corona-Krise würden Bewohner der Ankerzentren auf engsten Raum untergebracht und so ihre Gesundheit aufs Spiel gesetzt. "Statt endlich verantwortungsbewusst zu handeln und die Lager zu entzerren, hält Bayern starr an dieser Unterbringungsform fest", erklärte Johanna Böhm vom Bayerischen Flüchtlingsrat. "Die bayerische Staatsregierung nimmt Ketteninfektionen von Geflüchteten weiterhin billigend in Kauf."

In Traunstein, Deggendorf, Nürnberg oder Mering bei Augsburg - immer wieder stünden Unterkünfte komplett unter Quarantäne, kritisiert der Flüchtlingsrat. Die Bewohner würden mit ihren Sorgen allein gelassen und kaum informiert. Die zuständigen Bezirksregierungen wiesen die Vorwürfe auf Anfrage zurück.

Sonntag, 15. November, 9 Uhr: Elon Musk: Ich habe wahrscheinlich Covid-19

Tesla-Chef Elon Musk vermutet, dass er an Covid-19 erkrankt ist - ist sich aber nach widersprüchlichen Testergebnissen unsicher. Er habe "Symptome einer geringfügigen Erkältung", schrieb Musk bei Twitter am Samstagnachmittag (Ortszeit). "Ich bekomme sehr unterschiedliche Ergebnisse von verschiedenen Laboren, aber höchstwahrscheinlich habe ich einen moderaten Covid-Fall." Schon am Freitag hatte er geschrieben, dass zwei Schnelltests positiv und zwei negativ ausgefallen seien.

Musk hatte die Gefahr durch das Coronavirus häufig heruntergespielt und Maßnahmen wie die Schließung von Geschäften und Industrie in Kalifornien kritisiert. Im April beschimpfte er sie sogar als "faschistisch" und wetterte, die Menschen würden "in ihren Häusern eingesperrt und ihre Rechte nach der Verfassung verletzt".

Sonntag, 15. November, 8.45 Uhr: Bundesregierung ehrt "Corona-Helden"

Ein Informationsvideo der Bundesregierung sorgt in den sozialen Medien für Aufsehen, indem es Nichtstuer auf der Couch zu Corona-Helden kürt. Regierungssprecher Steffen Seibert teilte das Video am Samstag mit dem Hashtag "#besonderehelden" auf Twitter. Darin berichtet der fiktive ältere Mann Anton Lehmann aus der Zukunft, wie er die zweite Welle "damals im Corona-Winter 2020" erlebt hat.

"Eine unsichtbare Gefahr bedrohte alles an was wir glaubten", beschreibt Lehmann die Corona-Situation in Deutschland rückblickend. Das Schicksal habe plötzlich in ihren Händen gelegen. Also taten sie, was von ihnen erwartet worden sei. "Nämlich nichts. Absolut gar nichts", so Lehmann. "Tage und Nächte blieben wir auf unserem Arsch zu Hause und kämpften gegen die Ausbreitung des Corona-Virus". Die Couch sei zur Front geworden, die Geduld zur Waffe.

Sonntag, 15. November, 8 Uhr: Corona-Einschränkungen für Menschen mit Behinderung besonders hart

Die Corona-Einschränkungen treffen Menschen mit Behinderung oft besonders hat. "Ein Beispiel sind die Anwendungen für Video-Konferenzen, die für Menschen mit Seh- und Hörbehinderungen eine große Herausforderung sind", sagte der Bundesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, der Deutschen Presse-Agentur. An diesem Dienstag findet eine von Dusel initiierte große EU-Veranstaltung zur Lage der Menschen mit Behinderung statt. Ein zentrales Thema: Gewalt gegen Frauen und Kinder.

Sonntag, 15. November, 7 Uhr: Behörden: Bisher nur 16 Grippefälle in Bayern registriert

Von einer Grippe-Welle ist Bayern bislang weit entfernt. Seit Anfang Oktober registrierte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) 16 Influenza-Fälle, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Im Vorjahr waren es im selben Zeitraum 186 Fälle. Allerdings erreichen die Infektionszahlen stets erst im Februar oder März ihre Spitze. Seit dem Jahreswechsel 2018/2019 werden auch Patienten mitgezählt, die kein eindeutiges Krankheitsbild haben, wenn bei ihnen die Influenza im Labor nachgewiesen wurde. Zu den Gründen für die sehr niedrigen Fallzahlen äußerte sich das LGL nicht.

Sonntag, 15. November, 6.30 Uhr: Bildungsforscher: Ältere Schüler sollten bis März von zu Hause lernen

In der Debatte um Schulschließungen aufgrund der Corona-Infektionslage hat der Kieler Bildungsforscher und Psychologe Olaf Köller dafür geworben, zumindest ältere Schüler digital von zu Hause zu unterrichten. Programme für den Distanzunterricht sollten dabei langfristig bis Ende März angelegt werden und nicht nur bis Weihnachten, sagte Köller, der an mehreren Stellungnahmen der Nationalen Akademie der Wissenschaften, Leopoldina, zur Corona-Pandemie mitgeschrieben hat.

Angesichts der aktuellen Lage müssten die jüngeren Klassen zudem wieder verkleinert und Abstände untereinander vergrößert werden. "So lange wir keine Massenimpfungen haben und es kalt und winterlich ist, wird das Infektionsgeschehen problematisch bleiben", so Köller.

Sonntag, 15. November, 6 Uhr: Corona-Risikogruppen sollen Schutzmasken kostenlos bekommen

Im Kampf gegen das Coronavirus sollen Risikogruppen wie Ältere und Pflegeheimbewohner nach Plänen der großen Koalition kostenlos Schutzmasken erhalten können. Vorgesehen ist ein Anspruch für Versicherte, wenn sie zu einer Gruppe "mit einem signifikant erhöhten Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion" gehören. Das sieht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine geplante Ergänzung eines Gesetzes zu weiteren Corona-Krisenmaßnahmen vor. Es soll an diesem Mittwoch von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden.

Sonntag, 15. November, 5.45 Uhr: 16.947 neue Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag in Deutschland

16 947 neue Corona-Infektionen gemeldet. Das sind 5 514 Fälle weniger als noch am Tag zuvor mit 22 461 neu gemeldeten Fällen innerhalb von 24 Stunden. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Sonntag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 16 017 gelegen. Seit Beginn der Pandemie hat das RKI insgesamt 790 503 Infektionen erfasst. (Stand: 15.11., 00.00 Uhr)

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus stieg um 107 auf insgesamt 12 485. Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Samstagabend bei 1,05 (Vortag: 0,99). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch gut 100 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Samstag, 14. November, 21.45 Uhr: Brand auf Intensivstation: Zehn Covid-19-Patienten in Rumänien sterben in Flammen

Zehn schwerkranke Covid-19-Patienten sind am Samstagabend in einem Krankenhaus der nordostrumänischen Stadt Piatra Neamt an schweren Verbrennungen gestorben. Das Feuer war in der Intensivstation ausgebrochen, wo insgesamt 16 Patienten künstlich beatmet wurden. Sieben weitere Menschen erlitten schwere Verbrennungen, darunter auch der für die Intensivstation verantwortliche Arzt. Nach Angaben der Behörden dürfte ein Kurzschluss den Brand ausgelöst haben. Medien kommentierten, dass der Sauerstoff in den Beatmungsvorrichtungen das Feuer wohl noch verstärkt habe. Gesundheitsminister Nelu Tataru reiste umgehend zum Unglücksort. Es wurde erwartet, dass die Staatsanwaltschaft zu den Ursachen ermitteln werde.

Samstag, 14. November, 20.00 Uhr: Immobilien im Allgäu: Wie die Corona-Krise den Markt beeinflusst

Die Corona-Krise wirkt sich auch auf den Immobilienmarkt im Allgäu aus. Experte Prof. Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstitut, erklärt, welche Veränderungen er erwartet: Wo die Preise im Allgäu anziehen und in welchem Segment sie "eher etwas niedriger werden".

Samstag, 14. November, 19.30 Uhr: Kommentar zu "Klardenken" in Lindenberg: Das hat mit klarem Denken nichts zu tun

"Klardenken" lautete das Motto einer Kundgebung in Lindenberg. Doch vieles war von klarem Denken und sachlicher Auseinandersetzung mit Corona weit entfernt, schreibt unsere Autorin Ingrid Grohe in ihrem Kommentar.

Samstag, 14. November, 19.15 Uhr: Demos gegen Corona-Maßnahmen in Regensburg und Aichach

In Bayern demonstrierten am Samstag in Regensburg und Aichach jeweils rund 1000 Menschen gegen diverse Corona-Maßnahmen, wie die Polizei mitteilt. In Regensburg musste die Polizei mehrere Menschen abweisen, da die von den Behörden festgelegte Obergrenze an Teilnehmern erreicht war. Es habe mehrere Anzeigen gegeben, unter anderem wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht und wegen des Verdachts falscher Atteste, sagte ein Sprecher. Zudem werde in einem Fall wegen eines Angriffs auf einen Polizeibeamten sowie in einem anderen Fall wegen Beleidigung ermittelt. Bei der Demonstration in Aichach wurde der frühere Aichacher Gesundheitsamtsleiter Friedrich Pürner als Held gefeiert.

Samstag, 14. November, 18 Uhr: Wasserwerfer gegen Querdenker und Gegendemonstranten

Bei einer "Querdenken"-Demo in Frankfurt am Main setzte die Polizei Wasserwerfer gegen Gegendemonstranten ein, die sich dem Protestmarsch entgegenstellten. Die Abschlusskundgebung der "Querdenker" in der Frankfurter Stadtmitte lösten die Beamten dann nach kurzer Zeit wegen Verstößen gegen die Hygieneauflagen auf. Dabei kam ebenfalls ein Wasserwerfer zum Einsatz. Teilnehmer hätten die vorgeschriebenen Abstände zueinander und die Maskenpflicht trotz Aufforderung nicht eingehalten, sagte ein Polizeisprecher.

Samstag, 14. November, 17.45 Uhr: Söder: Geplante Künstler-Hilfen "eindeutig zu wenig"

CSU-Chef Markus Söder fordert vom Bund eine merkliche Aufstockung der geplanten Corona-Hilfen für Künstler. Die aktuell vorgeschlagenen 5000 Euro seien "eindeutig zu wenig, das entspricht auch nicht der Realität", sagte der bayerische Ministerpräsident am Samstag in einer Rede bei einer Internet-Landesversammlung der bayerischen Jungen Union. Wenn der Bund seine Verantwortung ernst nehmen wolle, dann müsse er an der Stelle "noch einmal deutlich nachlegen". Auch insgesamt sagte Söder über geplante Corona-Hilfen: "Da muss auch noch mal drübergeschaut und nachgearbeitet werden."

Samstag, 14. November, 16.15 Uhr: Österreich ab Dienstag für drei Wochen im Corona-Lockdown

Österreich geht am Dienstag zum zweiten Mal in der Corona-Krise für drei Wochen in den sogenannten Lockdown. Die Regierung um Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) verkündete die Maßnahmen am Samstag bei einer Pressekonferenz in Wien. "Meine eindringliche Bitte für die nächsten Wochen ist: Treffen Sie niemanden! Jeder soziale Kontakt ist einer zu viel", appellierte Kurz. Lesen Sie dazu: Alles über den Lockdown in Österreich.

Samstag, 14. November, 15.15 Uhr: Zwölf Tote nach Corona-Ausbruch in Altenheim in Berlin

In einem Alten- und Pflegeheim in Berlin-Lichtenberg sind nach einem Corona-Ausbruch innerhalb von fünf Wochen zwölf infizierte Menschen gestorben. Elf davon seien im Krankenhaus gestorben, wohin sie mit Symptomen überwiesen worden seien, teilte eine Sprecherin der Betreiberfirma Kursana am Samstag der Deutschen Presse-Agentur mit. "Nach unserer Kenntnis hatten alle schwerwiegende Vorerkrankungen oder befanden sich in der Palliativphase." Der "Tagesspiegel" hatte zuvor darüber berichtet.

Am 8. Oktober sei ein erster Bewohner bei einem Krankenhausaufenthalt positiv getestet worden, sagte die Sprecherin. "Danach erfolgten Teil-Testreihen in einzelnen Wohnbereichen. Zum 3. November lagen erstmals Testergebnisse für das gesamte Haus vor. Aktuell sind 27 Bewohner und 17 Mitarbeiter Corona-positiv."

Samstag, 14. November, 15.30 Uhr: Polizei geht mit Wasserwerfern gegen Gegendemonstranten vor

Mit Wasserwerfern ist die Polizei bei der "Querdenker"-Demo am Samstagnachmittag in Frankfurt gegen linke Gegendemonstranten vorgegangen. Zudem setzten Polizisten vereinzelt Schlagstöcke ein. Nach Angaben der Polizei wurden Beamte angegriffen.

Die Gegendemonstranten blockieren mehrfach die Strecke in der Innenstadt. Sie stellten sich auf mehrere Straßen, dabei zeigten sie etwa ein Banner mit der Aufschrift "Die Rechten zu Boden" sowie den Symbolen der Antifa. Polizisten sperrten Straßen ab, um die Demonstrationsgruppen voneinander fernzuhalten.

Der Beginn der "Querdenker"-Demonstration verzögerte sich auch, weil mehrere Teilnehmer die Hygieneregeln nicht befolgt hatten. Während der Demonstration wurde vielerorts ebenfalls der Mindestabstand nicht eingehalten, viele Teilnehmer trugen keinen Mund-Nasen-Schutz.

Samstag, 14. November, 14.10 Uhr: Immenstadt: Polizei wird zu illegaler Corona-Party gerufen - doch die Situation ist anders

In Immenstadt teilte ein anonymer Anrufer der Polizei am Freitagabend eine illegale Corona-Party mit. Er habe mehrere Leute in der Buchwaldstraße im Ortsteil Rauhenzell gesehen. Eine Streife machte sich auf den Weg - fand bei der Kontrolle aber etwas ganz anderes vor.

Samstag, 14. November, 13.25 Uhr: Kommt der Total-Lockdown in Österreich?

Die Corona-Regeln in Österreich werden weiter verschärft. Die Regierung plant, den seit fast zwei Wochen geltenden Teil-Lockdown in der Corona-Krise auszuweiten. Ob es sich dabei um Schließungen des Handels und der Schulen handelt, wie Medien spekulierten, ist noch unklar. Auch weitere Ausgangsbeschränkungen ähnlich der strengen Maßnahmen im Corona-Lockdown im Frühjahr gelten als möglich.

Samstag, 14. November, 11.55 Uhr: Vorsitzender der Innenministerkonferenz: Teile von "Querdenken" wollen anderen Staat

In der Protestbewegung "Querdenken" sammeln sich nach Einschätzung des Vorsitzenden der Innenministerkonferenz (IMK), Georg Maier (SPD), auch Strömungen, die einen anderen deutschen Staat wollen. Zwar verfolgten nicht alle Anhänger oder Sympathisanten der Bewegung dieses Ziel, sagte Maier der Deutschen Presse-Agentur. "Es sind aber große Teile dabei, die genau das wollen: die freiheitlich-demokratische Grundordnung abschaffen." Es sei kein Zufall, dass es Rechtsextremisten, Reichsbürger und Verschwörungstheoretiker in den Reihen von "Querdenken" gebe und verwies auf die Demonstration in Leipzig.

"Sich zum Beispiel verbal vom Rechtsextremismus zu distanzieren, reicht eben nicht", sagte Maier, der Innenminister in Thüringen ist und in diesem Jahr den Vorsitz der Innenministerkonferenz inne hat. Auch im Internet lasse "Querdenken" teilweise radikale Äußerungen zu.

Am vergangenen Samstag war in Leipzig eine "Querdenken"-Kundgebung von mehr als 20.000 Gegnern der Corona-Maßnahmen aus dem Ruder gelaufen. Die meisten Teilnehmer trugen keine Schutzmaske und hielten sich auch nicht an die Abstandsregeln. Es kam zudem zu Gewalt unter anderem gegen Polizisten und Journalisten.

Samstag, 14. November, 11.26 Uhr: Angela Merkel: Winter wird uns alles abverlangen

Kanzlerin Angela Merkel hat vor der am Montag geplanten Zwischenbilanz des Teil-Lockdowns erneut auf schwierige Monate wegen der Corona-Krise eingestimmt. Der Winter werde harte - "das Virus wird noch eine ganze Weile unser Leben bestimmen", sagte Merkel. Was die Kanzlerin zu dem Impfstoff-Fahrplan sagte, erfahren Sie hier.

Samstag, 14. November, 10.50 Uhr: Verfassungsschutz: Radikalisierung bei Gegnern der Corona-Politik

Niedersachsens Verfassungsschutzpräsident Bernhard Witthaut warnt vor einer fortschreitenden Radikalisierung von Gegnern der Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus. "Der Ton in den Reden hat sich verschärft, und es werden offen Umsturzfantasien gegen die deutsche Regierung propagiert", sagte Witthaut der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Bei den Demonstrationen gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hätten sich entsprechende Veränderungen feststellen lassen. Dies gebe es nicht nur im Internet, sondern auch auf der Straße. "Ich beobachte eine fortschreitende interne Radikalisierung der Bewegung", sagte Witthaut dem Blatt.

Einzelne Personen schreckten schon jetzt nicht mehr vor Anschlägen zurück, wie ein Brandanschlag auf das Robert-Koch-Institut und eine Sprengstoffexplosion in Berlin-Mitte samt entsprechendem Bekennerschreiben gezeigt hätten. "Ich will nicht ausschließen, dass es weitere Anschläge gibt, was ich allerdings nicht hoffe." Für einen Anti-Corona-Terror sehe er bislang noch keine Anhaltspunkte, aber es gebe in der Bewegung ein entsprechendes Radikalisierungspotenzial. "Diese Entwicklung müssen wir genau im Blick behalten, bevor Schlimmeres passiert", forderte der Verfassungsschutzpräsident.

Samstag, 14. November, 8 Uhr: Rotes Kreuz: Krankenwagen in Bayern werden knapp

In der Corona-Krise werden die Krankentransportwagen des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) knapp. Das liege zum einen daran, dass mehr Patienten transportiert werden müssten, sagte ein Sprecher des BRK in München. Zum anderen würden Corona-Einsätze länger dauern. So müssten Sanitäter mehr Zeit einplanen, um etwa ihre Schutzbekleidung zu wechseln und die Wagen zu desinfizieren. Patienten, die keine Notfälle seien, müssten womöglich mit etwas mehr Wartezeit rechnen. Wegen der vielen stark ausgelasteten Krankenhäuser müssten zudem häufig weiter entfernte Kliniken mit freien Betten angefahren werden. Unversorgt bleibt laut dem Sprecher deswegen aber niemand.

Wenn es Engpässe gibt, springen wie schon vor Corona Ehrenamtliche ein - zum Beispiel von der Wasser- oder Bergwacht. "Es geht nicht darum, dass jemand mit beispielsweise einem Herzinfarkt Angst haben muss, dass kein Rettungsdienst kommt", sagte der Sprecher. In diesen Fällen kämen Rettungswagen zum Einsatz.

Samstag, 14. November, 7.05 Uhr: 22.461 neue Corona-Infektionen in Deutschland

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.461 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 1.081 Fälle weniger als am Freitag, wie aus den Angaben des RKI vom Samstagmorgen hervorgeht. Auch im Vergleich zum Samstag vergangener Woche ist der Wert etwas niedriger. Zu dem Zeitpunkt hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 23.399 gelegen.

Am Freitag war mit 23.542 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden. Im Vergleich zum Donnerstag stieg die Zahl der neu gemeldeten Fälle am Freitag um knapp 1.700.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 773.556 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 14.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Samstag um 178 auf insgesamt 12.378. Am Freitag betrug diese Steigerung 218 Fälle. Das RKI schätzt, dass rund 493.200 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 0,99 (Vortag: 0,93). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch etwa 99 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Freitag, 13. November, 22 Uhr: Gericht lehnt Eilantrag gegen Auflagen für Maskengegner-Demo ab

Das Verwaltungsgericht Regensburg hat einen Eilantrag gegen die Auflagen für eine geplante Demonstration von Corona-Maskengegnern abgelehnt. Der Antrag sei unzulässig, teilte das Gericht am Freitagabend mit. Die für Samstag auf dem Dultplatz in Regensburg geplante Demo der Initiative "Querdenken" soll unter dem Motto "Demonstration für Selbstbestimmung und Maskenbefreiung" stehen. Die Antragsteller hätten es versäumt, zuerst eine Klage einzureichen, ohne die ein Eilantrag nicht zulässig sei, so die Begründung für die Entscheidung.

Freitag, 13. November, 21.45 Uhr: Steigende Corona-Zahlen: Sechs US-Gouverneure planen Notfall-Gipfel

Angesichts steigender Corona-Zahlen wollen die Gouverneure der nordöstlichen US-Bundesstaaten New York, New Jersey, Connecticut, Pennsylvania, Massachusetts, Rhode Island und Delaware am Wochenende bei einem "Notfall-Gipfel" über neue Maßnahmen beratschlagen. "Wir wollen sicherstellen, dass unsere Maßnahmen auf gleicher Linie sind, oder wir zumindest wissen, was die anderen Staaten für Maßnahmen haben", sagte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo am Freitag US-Medienberichten zufolge. "Wir glauben, dass wir zusätzliche Schritte gehen müssen."

Erst am Mittwoch hatte Cuomo für seinen Bundesstaat neue Maßnahmen angekündigt. Restaurants, Bars und Fitnessstudios müssen demnach seit Freitag um 22 Uhr schließen. Treffen in Privathäusern sind auf maximal zehn Personen beschränkt. Eine baldige Schließung der Schulen sowie der Innenräume von Bars, Restaurants und Cafés sei nicht ausgeschlossen.

Freitag, 13. November 20.30 Uhr: Österreichs Regierung äußert sich am Samstag zu neuen Corona-Maßnahmen

Österreichs Regierung erwägt eine Verschärfung des seit fast zwei Wochen geltenden Teil-Lockdowns in der Corona-Krise. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) sowie die Minister für Gesundheit und Inneres wollen sich nach Angaben des Kanzleramts am Samstag (16.30 Uhr) äußern. Ob es sich bei den Maßnahmen um Schließungen bei Teilen des Handels oder Schulen handelt, war zunächst noch offen. Auch weitere Ausgangsbeschränkungen ähnlich der strengen Maßnahmen im Frühjahr gelten als möglich.

Seit dem 3. November gilt in Österreich ein sogenannter Teil-Lockdown. Gastronomie, Tourismus, Kulturbetrieb und Freizeiteinrichtungen sind zum allergrößten Teil geschlossen, der Handel, Dienstleister und Schulen bis zur Mittelstufe blieben geöffnet. Zudem gelten Ausgangsbeschränkungen von 20 bis 6 Uhr.

Freitag, 13. November, 20 Uhr: Vor Deutschland-Spiel: Positive Corona-Tests bei Gegner Ukraine

Vier Spieler und der Manager der ukrainischen Fußball-Nationalmannschaft sind am Vortag des Länderspiels gegen Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der ukrainische Fußball-Verband am Freitag mit. Ob die Partie am Samstag (20.45 Uhr/ZDF) wie geplant stattfinden kann, war vorerst unklar. Die DFB-Elf wird nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ihre Vorbereitungen wie geplant fortsetzen.

"Wir sind heute zum Training angekommen. Diese vier Spieler blieben im Hotel, sie sind isoliert. Morgen wartet ein weiterer Test auf uns. Bisher warten wir auf Informationen über das Spiel, insbesondere von der UEFA", wurde der Trainer der Ukraine, Andrej Schewtschenko, auf der Verbandsseite zitiert. Bei den Spielern handelt es sich demnach um Andrej Jarmolenko, Viktor Tsigankow, Viktor Kowalenko und Sergej Sidortschuk.

Freitag, 13. November, 19.45 Uhr: Medien: Dutzende Secret-Service-Mitarbeiter von Corona betroffen

Nach den Wahlkampfreisen von Präsident Donald Trump sind laut US-Medien Dutzende Secret-Service-Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert oder in Quarantäne. Die Ausbreitung werde zumindest teilweise auf die Serie von Auftritten zurückgeführt, für die Trump vor der Präsidentenwahl quer durchs Land reiste, berichtete die "Washington Post" am Freitag unter Berufung auf informierte Personen. Nach Angaben der Zeitung sind 130 Mitarbeiter betroffen - rund zehn Prozent des Kern-Sicherheitsteams.

Nach Darstellung des Senders CNN geht es um "mehrere Dutzend" Mitarbeiter. Der Secret Service ist unter anderem dafür zuständig, wichtige Amtsträger wie den Präsidenten zu schützen. Bei Trumps Dutzenden Wahlkampfauftritten - er machte zum Teil mehrere pro Tag - mussten Sicherheitsleute mitreisen und wurden auch rund ums Podium positioniert. Von den anwesenden Trump-Anhängern trugen viele keine Masken und hielten auch keinen Abstand.

Freitag, 13. November, 19.10 Uhr: Frankreich will wegen Corona-Krise Regionalwahlen verschieben

Frankreichs Regierung will wegen der Corona-Krise die bisher für März 2021 geplanten Regionalwahlen um drei Monate auf Ende Juni 2021 verschieben. Dem Parlament solle in den kommenden Wochen ein entsprechender Gesetzesvorschlag unterbreitet werden, kündigte Regierungschef Jean Castex am Freitag in Paris an.

Zuvor hatte der frühere Präsident des Verfassungsrats Jean-Louis Debré einen entsprechenden Vorschlag gemacht. Wahlen werden in Frankreich nur äußerst selten verschoben. Wegen der Corona-Krise war jedoch bereits im Frühjahr die zweite Runde der Kommunalwahlen auf Juni verschoben worden. Bei den Regionalwahlen werden unter anderem die Regionalräte neu besetzt.

Freitag, 13. November, 19.05 Uhr: Dänische Regierung lockert mehrere Corona-Maßnahmen für Nerzregion

Die Corona-Maßnahmen in der dänischen Nerzregion Nordjütland werden teils wieder gelockert. Ab Montag dürfen die rund 280.000 Einwohner der sieben betroffenen Kommunen wieder über die kommunalen Grenzen fahren, nicht aber in andere Landesteile reisen. Fünft- bis Achtklässler, die in den vergangenen Tagen aus der Ferne unterrichtet wurden, dürfen zum Start der neuen Woche zurück in die Schule. Auch der öffentliche Nahverkehr zwischen den Kommunen wird wiederaufgenommen, wie Gesundheitsminister Magnus Heunicke am Freitagabend auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen bekanntgab.

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in den sieben Kommunen sei ebenso gefallen wie diejenige der von Nerzen stammenden Infektionen in der Region, sagte Heunicke. Von der als besorgniserregend eingestuften Cluster-5-Variante sei in den letzten beiden Wochen des Oktobers kein neuer Fall gefunden worden. Darüber hinaus werde damit gerechnet, dass der letzte Nerz in den Kommunen bereits an diesem Montag gekeult werde.

Freitag, 13. November, 17.45 Uhr: Neue Regel für erkältete Schüler - Maskenpausen in Schulen möglich

Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse dürfen bei einer leichten Erkältung künftig ohne Gang zum Arzt in den Unterricht zurückkehren. Demnach dürfen Betroffene mit leichten Erkältungssymptomen auch weiterführende Schulen wieder besuchen, wenn sie innerhalb von 48 Stunden kein Fieber bekommen haben. Ein ärztliches Attest oder ein negativer Corona-Test sind auch bei höheren Fallzahlen in der jeweiligen Region nicht mehr erforderlich, wie das Kultusministerium am Freitag mitteilte.

Die Regelung gelte auch für Lehrkräfte. Grundschulkinder durften in der Regel analog zu Krippen- und Kitakindern auch bislang schon mit leichtem Schnupfen und gelegentlichem Husten den Unterricht besuchen.

Das Ministerium wies zudem auf erlaubte Maskenpausen für die Schüler hin. Unter Einhalten des Mindestabstandes dürfe der Mund-Nasen-Schutz auf den Pausenflächen abgesetzt werden, stellte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) klar. Dies gelte sowohl auf dem Pausenhof als auch innerhalb des Schulgebäudes - letzteres unter der Prämisse, dass der Raum dabei zugleich intensiv gelüftet werde.

Freitag, 13. November, 17.40 Uhr: Lehrerverbände kritisieren "Offenhalten der Schulen um jeden Preis"

Die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände fordert eine Abkehr von der Strategie, Schulen trotz der Pandemie "um jeden Preis" offen halten zu wollen. "Der derzeitig durchgeführte Vollunterricht auf "Biegen und Brechen" unter den bestehenden Bedingungen und ständig steigenden Infektionszahlen ist nicht die richtige Lösung!", kritisierten der Philologenverband, der Realschullehrerverband, der Verband der Lehrer an beruflichen Schulen sowie die Katholische Erziehergemeinschaft am Freitag gemeinsam mit den entsprechenden Elternverbänden.

In einem Positionspapier forderten sie an erster Stelle "Klarheit und einheitliche Vorgehensweisen" für Schulen, Lehrer und Eltern, die sich in der Pandemie in vergleichbaren Situationen befinden. Gleiches gelte für die Lagen, in denen Infektionsgrenzwerte überschritten würden. Zudem könne Präsenzunterricht nur mit maximalem Gesundheitsschutz für alle Beteiligten einhergehen. Darüber hinaus dürften den Jugendlichen durch die Pandemie keine Nachteile entstehen: "Unterrichtsinhalte, Anzahl der Leistungsnachweise und Inhalte der jeweiligen Abschlussprüfungen müssen im Sinne einer Schwerpunktsetzung der Situation angepasst werden."

Freitag, 13. November, 17.15 Uhr: Regierung plant weitere Corona-Hilfen für Solo-Selbstständige

Die Bundesregierung plant weitere Hilfen für Solo-Selbstständige in der Corona-Krise. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist unter anderem eine einmalige Betriebskostenpauschale von bis zu 5.000 Euro geplant. Dazu soll es eine Vereinbarung zwischen dem Bundeswirtschafts- und dem Bundesfinanzministerium geben, wie die dpa am Freitag erfuhr. Zuerst hatte das ARD Hauptstadtstudio über das Vorhaben berichtet.

Freitag, 13. November, 16.55 Uhr: Rückschlag für den Sport: „Falsches Signal in schwieriger Zeit“

Bereits ab Freitag müssen nahezu alle Indoor-Sportstätten wieder schließen - nur der Profi- und Schulsport bleibt laut einer Pressemitteilung des Bayerischen Landes-Sportverbandes (BLSV) in Innenräumen erlaubt. Laut BLSV ist das "ein großer Rückschlag für den Sport". Die Entscheidung habe den Bayerischen Landes-Sportverband überraschend und ohne Vorbereitung getroffen.

BLSV-Präsident Jörg Ammon bedauert diesen Schritt: „Diese Entscheidung ist aus unserer Sicht eine kurzfristige Maßnahme ohne Ziel und ein falsches Signal in dieser schwierigen Zeit. Wir haben für diese überhastete Maßnahme kein Verständnis – die Volksseele unserer Sportlerinnen und Sportler, Sportvereine und Sportfachverbände brodelt. Die Gesundheit unserer Sportlerinnen und Sportler hat für uns nach wie vor oberste Priorität. Dennoch sollte die Bayerische Staatsregierung diese Entscheidung dringend überdenken“.

Freitag, 13. November, 16.40 Uhr: Testzentrum des Landkreises Unterallgäu: Terminreservierung mit neuer Software

Wer sich ab sofort zum Corona-Test im Testzentrum des Landkreises Unterallgäu anmelden möchte, muss dies laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes über eine neue Software tun. Diese soll in erster Linie positive Ergebnisse schneller an das Gesundheitsamt übermitteln. Laut Eugen Lehner, Leiter des EDV-Bereichs am Landratsamt, ist die Software direkt mit dem Unterallgäuer Gesundheitsamt verbunden. Alle Daten werden nach Angaben des Landratsamtes digital übermittelt. Angeblich nutzen auch andere Landkreise diese Software. Dementsprechend könnten Nutzer bei der Auswahl der Teststätte zwischen verschiedenen Orten wählen.

Nach der Anmeldung werde eine Terminbestätigung mit einem Begleitschreiben per E-Mail verschickt. Das PDF-Dokument mit der Terminbestätigung enthalte einen QR-Code, der am Testzentrum gescannt wird. Der Code muss nach Angaben des Landratsamtes Unterallgäu daher ausgedruckt oder auf dem Handy vorgelegt werden. Ohne Code könne kein Test erfolgen. Zusätzlich müsse der Personalausweis vorgelegt werden.

Freitag, 13. November, 16 Uhr: Österreich plant Verschärfung des Teil-Lockdowns

Wegen steigender Corona-Zahlen nach anderthalb Wochen Teil-Lockdown plant Österreich eine Verschärfung der Maßnahmen. Details will die Regierung an diesem Samstag verkünden, wie das Bundeskanzleramt am Freitag der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Laut Medienberichten ist eine Pressekonferenz am Nachmittag geplant.

Die Zahl der gemeldeten Ansteckungen erreichte am Freitag einen Höchstwert von 9.586 binnen 24 Stunden, darunter aber auch Nachmeldungen aufgrund technischer Probleme. Der Schnitt in den vergangenen sieben Tagen liegt österreichweit bei 554,2 Fällen pro 100.000 Einwohner, regional aber bei bis zu 850. Seit Donnerstag wurden 53 neue Todesfälle gezählt. 3.922 Covid-19-Erkrankte lagen im Krankenhaus, 567 von ihnen auf Intensivstationen - ein zunehmend kritischer Wert für das österreichische Gesundheitssystem.

Freitag, 13. November, 13.40 Uhr: Handwerk bemängelt "November-Hilfen"

Der Bayerische Handwerkstag fordert, die von der Bundesregierung versprochenen "November-Hilfen" rasch auszuzahlen und den Kreis der Berechtigten zu erweitern. Wegen des Teil-Lockdowns stehe in Teilen des Handwerks die Konjunkturerholung der letzten Monate schon wieder auf dem Spiel. Auch mittelbar betroffene Betriebe müssten unterstützt werden, zum Beispiel für Hotels tätige Wäschereien, forderte Handwerkspräsident Franz Xaver Peteranderl am Freitag in München. Die meisten Bäcker, Metzger und Konditoren betrieben auch einen Café- oder Imbissbereich, der geschlossen bleiben müsse. Weil der Thekenverkauf weitergehe, gälten sie aber als "Mischbetriebe" und bekämen keine November-Hilfen. "Das ist ein unhaltbarer Zustand", kritisierte Peteranderl.

Freitag, 13. November, 13.25 Uhr: Bundesregierung will Einschränkungen wegen Corona nicht lockern

Nach der Halbzeit des Teil-Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland will die Bundesregierung an den Einschränkungen absehbar festhalten. "Für die Bundesregierung kann ich sagen, dass bei diesem Stand der Dinge für Montag jedenfalls keine Lockerungen von Einschränkungen zu erwarten sind", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. "Die kann es noch nicht geben." An diesem Montag beraten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten über die seit Anfang vergangener Woche geltenden Einschränkungen. Bereits bislang war geplant, dass diese den ganzen November über aufrecht erhalten bleiben. Mit den Worten Seiberts bleibt nun zunächst weiter unklar, ob weitere Maßnahmen für nötig gehalten werden und wie es danach weitergeht.

Seibert wies darauf hin, dass sich weiter immer mehr Menschen mit dem Virus anstecken. "Der Anstieg der Zahlen hat sich abgeflacht, aber sie steigen eben immer noch an." Er sagte, es müsse abgewartet werden, wie die Maßnahmen wirken. "Jeder Tag zählt." Es sei zu früh für ein abschließendes Urteil. Mit Lockerungen würde das Land steigende Infektionszahlen riskieren, sagte Seibert.

Das Ziel sei die Annäherung an eine Sieben-Tage-Inzidenz von 50. Diese Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche liegt seit Tagen deutlich über 130. Erst bei der Größenordnung um die 50 sei es aber wieder möglich, dass die Gesundheitsämter einzelne Kontakte von Infizierten nachvollziehen könnten, sagte Seibert. Er rief einen Satz von Merkel in Erinnerung: "Es soll kein Weihnachten in Einsamkeit werden." Um das zu erreichen, komme es aber auf die Verantwortung jedes Einzelnen an.

Offen ist es nach seinen Worten, ob die Lage an den Schulen bei den Beratungen am Montag eine Rolle spielen werden. "Für die Bundesregierung war immer klar, wir wollen, so gut es möglich ist, die Schulen offen halten." Die Politik habe ein großes Interesse, dass die Kinder weiter in die Schulen gehen könnten. Digitales Homeschooling könne nicht alles ersetzen. Fragen etwa zur Maskenpflicht im Unterricht seien Ländersache.

Wirtschaftshilfe soll es unterdessen auch weit nach November geben, wie eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums bekräftigte. So komme eine Überbrückungshilfe 3, die es über den Dezember hinaus gebe. "Es gibt ein reichhaltiges Portfolio an Hilfen."

Freitag, 13. November, 13.20 Uhr: Polizeikontrolle: Sieben Menschen ohne Masken am Bahnhof in Kaufbeuren

Die Polizei hat bei einer Kontrolle am Donnerstagnachmittag am Bahnhof in Kaufbeuren sieben Menschen erwischt, die keinen Mund-Nasen-Schutz getragen haben. Und das, obwohl dies an Haltestellen des Öffentlichen Personennahverkehrs vorgeschrieben ist. Alle sieben wurde angezeigt wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Freitag, 13. November, 12.45 Uhr: Innenministerium: Verfassungsschützer haben "Querdenker" im Blick

Die Verfassungsschutzbehörden von Bund und Ländern haben die "Querdenken"-Bewegung nach Bekunden des Bundesinnenministeriums im Blick. "Wir wissen, dass in der so genannten Querdenker-Bewegung oder zumindest in den Veranstaltungen, die von dort organisiert werden, auch Extremisten, Reichsbürger und Ähnliches in Erscheinung treten", sagte ein Sprecher des Ministeriums am Freitag in Berlin. Die Verfassungsschutzbehörden beobachteten verfassungsfeindliche Tendenzen im Rahmen ihrer Aufgaben. "Insofern ist eine Beobachtung auch dieser Bewegung naheliegend und sie findet auch statt." Zu Details wollte er sich nicht äußern.

Die Bewegung, die die Corona-Maßnahmen kritisiert und dagegen auf die Straße geht, sei jedoch sehr vielfältig, sagte der Sprecher. "Man muss das differenziert betrachten."

Zuvor hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im einem Interview erklärt, die Entwicklung mache ihm "große Sorgen". Er sagte auch: "Es entwickelt sich ein wachsendes Konglomerat von Rechtsextremen, Reichsbürgern, Antisemiten und absurden Verschwörungstheoretikern, die der Politik sogar Satanismus vorwerfen. Auch der Verfassungsschutz muss genau unter die Lupe nehmen, was sich da entwickelt. Denn viele dieser Gruppen wollen einen anderen Staat."

Freitag, 13. November, 12.10 Uhr: Umfrage: Fast die Hälfte zweifelt an Wirksamkeit des Teil-Lockdowns

Nur eine knappe Mehrheit der Deutschen geht laut einer Umfrage davon aus, dass der Teil-Lockdown im November den Anstieg der Corona-Infektionszahlen wirksam begrenzt. 55 Prozent der Befragten glauben daran, 43 Prozent nicht, wie aus dem am Freitag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" hervorgeht. Die derzeit geltenden Einschränkungen finden 58 Prozent der Befragten gerade richtig, 26 Prozent sind für noch weitergehende Maßnahmen, 14 Prozent halten sie für übertrieben.

Nur zehn Prozent der 1347 Befragten gaben an, von der Corona-Krise persönlich überhaupt nicht belastet zu sein. Der Rest gab an, "nicht so stark" (43 Prozent), "stark" (35 Prozent) oder "sehr stark" (12 Prozent) belastet zu sein. Finanzielle Sorgen spielen dabei offenbar nicht die Hauptrolle: Lediglich bei 8 Prozent hat sich die wirtschaftliche Situation "sehr stark" oder "stark" verschlechtert, bei 19 Prozent "nicht so stark", 72 Prozent beklagen überhaupt keine finanziellen Beeinträchtigungen.

Die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen fanden 86 Prozent der Befragten nicht gut, 12 Prozent befürworten sie. Am geringsten war die Unterstützung bei Anhängern von CDU/CSU (5 Prozent), SPD (7) und Grünen (3) - gut fanden die Proteste 15 Prozent der Linke-Anhänger, 18 Prozent der FDP-Anhänger sowie 54 Prozent der AfD-Anhänger.

Freitag, 13. November, 12 Uhr: Was passiert am Montag, wenn sich das Corona-Virus weiter so stark ausbreitet?

Was passiert, wenn die Einschränkungen des öffentlichen Lebens nicht den erhofften Effekt auf die Ausbreitung des Coronavirus haben? Am Montag ziehen Merkel und die Ministerpräsidenten eine Zwischenbilanz. An ungemütlichen Szenarien herrscht kein Mangel - ein Überblick.

Freitag, 13. November, 11.49 Uhr: Klinikum Memmingen: Drei Corona-Patienten liegen auf Intensiv-Station

Insgesamt 26 Corona-Patienten werden derzeit im Memminger Klinikum behandelt. Drei von ihnen liegen nach Angaben der Verwaltung auf der Intensiv-Station. An Corona gestoirben ist im Klinikum bislang noch niemand.

Freitag, 13. November, 11.30 Uhr: Grüne im Landtag: Generelle Debatte über Freizeitsport zu Corona-Zeiten nötig

Nach dem über Nacht verhängten generellen Verbot von Freizeitsport in der Halle in Bayern hat die Grünen-Fraktion im Landtag eine generelle Debatte über Freizeitsport zu Corona-Zeiten angemahnt. "Ich persönlich glaube, wir müssen uns schon noch mal darüber unterhalten, wie können wir denn aus gesundheitlichen Gesichtspunkten Bürgerinnen und Bürgern trotzdem ermöglichen, ihren Sport zu treiben", sagte Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Grünen, im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2).

Die Staatsregierung hatte am späten Donnerstagabend ein Verbot für alle Hallen-Sportarten erlassen, die bisher noch erlaubt waren. Darunter fallen etwa Tennis und Badminton. Hintergrund ist eine Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes, der der Klage eines Fitnessstudio-Betreibers stattgegeben hatte. Der Betreiber hatte auf Gleichbehandlung gepocht. Im November sei jeder dazu aufgerufen, Corona-Infektionen zu vermeiden. "Daran müssen wir alle gemeinsam arbeiten." Aber danach müsse man darüber nachdenken, wie Sport wieder möglich sein könne. Da bin ich auf die weitere Debatte im Bayerischen Landtag gespannt", sagte Schulze.

Freitag, 13. November, 11.15 Uhr: Colosseum-Center scheitert mit Corona-Klage vor Bundesverfassungsgericht

Die Familie Dietel-Sing, Betreiber des Colosseum-Centers und des Restaurants Starlet in Kempten, ist mit ihrer Popularklage vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert. Das Kino hatte wie berichtet Ende Oktober einen Eilantrag gegen die Schließung mehrerer Kultur- und Freizeitbetriebe im Rahmen des Teil-Lockdowns gestellt. Den Antrag lehnte das Gericht nun ab.

„Natürlich sind wir enttäuscht“, sagt Andrea Dietel-Sing, Geschäftsführerin der Filmtheaterbetriebe. Die Maßnahmen der Regierung richteten sich an die falschen. Es gebe keinen Hinweis darauf, dass die Hygienekonzepte in Kinos nicht gewirkt hätten. "Wir hatten gehofft, dass das Bundesverfassungsgericht diesem Irrsinn ein Ende setzt." Jetzt müsse man wohl auf die Hauptsachentscheidung hoffen.

+++ Update Popularklage: Eilantrag vor BVerfG gescheitert +++ Wie viele von euch der Presse entnehmen konnten, sind wir...

Gepostet von Colosseum Center - Kino Kempten am Donnerstag, 12. November 2020

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Freitag, 13. November, 10.30 Uhr: Eishockey-Obeliga: ECDC Memmingen sagt Spiel gegen Passau wegen Corona-Verdacht ab

Das Spiel in der Eishockey-Oberliga zwischen den Memminger Indians und den Passau Black Hawks am Freitagabend ist soeben abgesagt worden. Die Niederbayern können die Reise nach Memmingen nicht antreten: Das Team muss erst mal auf Corona getestet werden. Der Grund: Bei den Starbulls Rosenheim, einem der Gegner der vergangenen Spiele, wurde mindestens ein positiv getesteter Spieler festgestellt. Ein kurzfristiger Ersatz durch eine Verschiebung im Spielplan wurde gesucht, konnte aber nicht realisiert werden, berichtet ECDC-Pressesprecher Michael Franz. In der Oberliga sind von insgesamt sechs Spielen, die am Freitag hätten stattfinden sollen, bereits vier abgesagt.

Freitag, 13. November, 10.10 Uhr: Corona-Rekord in den USA: Über 150.000 Neuinfektionen an einem Tag

Die USA haben einen weiteren Höchststand an Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Am Donnerstag wurden 153.496 Fälle registriert, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) vom Freitag hervorgeht. Das sind rund 10.000 mehr als noch am Vortag. Damit verzeichneten die USA die höchste Fallzahl für Ansteckungen mit dem Virus binnen 24 Stunden seit Beginn der Pandemie.

Insgesamt wurden nach JHU-Angaben in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie rund 10,5 Millionen Coronavirus-Infektionen bestätigt. Etwa 242.400 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus - mehr als in jedem anderen Land der Welt. Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden Zahlen - auch die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden - zuletzt auch nachträglich korrigiert.

Freitag, 13. November, 9.37 Uhr: Zwei Corona-Fälle in Memminger Kinderkrippe

Die beiden Krippengruppen der Kindertagesstätte Im Mitteresch in Memmingen sind bis Dienstag, 24. November, geschlossen. In der Einrichtung gibt es laut Mitteilung der Stadtverwaltung zwei bestätigte Corona-Fälle. Das Gesundheitsamt ordnete eine Quarantäne für Mitarbeiter und Kinder an. Die Behörde kontaktiert die betroffenen Familien und informiert über die Quarantäneanordnung. Die Kindergartenkinder sind von der vorläufigen Schließung nicht betroffen: Die Gruppen sind von der Krippe räumlich und personell getrennt.

Freitag, 13. November, 8.12 Uhr: Indoor-Sport wird in Bayern wegen Corona-Krise ab Freitag verboten

Die Freude eines bayerischen Fitnessstudios über seine erfolgreiche Klage gegen die Infektionsschutzordnung findet ein jähes Ende. Kurz nach der Gerichtsentscheidung zieht die Regierung ihre Konsequenzen. Ab diesem Freitag müssen wegen der Corona-Krise so gut wie alle Indoor-Sportstätten in Bayern geschlossen bleiben - einzig Schul- und Profisport bleiben im November in Innenräumen erlaubt. "Die Staatsregierung zieht damit eine Entscheidung vor, die Bayern bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am kommenden Montag ohnehin vorgeschlagen hätte", sagte der Allgäuer Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (CSU). Hintergründe zum Thema lesen Sie hier.

Freitag, 13. November, 8 Uhr: Umfrage: Kurzarbeit gefährdet Strukturwandel in Unternehmen

Kurzarbeit als Folge der Corona-Krise behindert nach einer Umfrage schon jetzt die Erneuerung in deutschen Großunternehmen. Etwa die Hälfte der befragten Firmen mit Kurzarbeit habe Innovationsprojekte gestoppt oder deutlich verlangsamt, berichtete die Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) in Düsseldorf. Zugleich hätten vier von zehn Unternehmen angegeben, sie hätten ohne Kurzarbeit Arbeitsplätze abbauen müssen.

Boston Consulting hatte Entscheidungsträger von 70 deutschen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von jeweils mehr als einer Milliarde Euro und insgesamt gut 1,4 Millionen Mitarbeitern befragt. 55 Prozent gaben demzufolge an, ihre Produktivität habe unter den Bedingungen der Kurzarbeit abgenommen.

Nach Schätzung von Boston Consulting wurden durch Kurzarbeit seit dem ersten Shutdown im Frühjahr etwa 2,4 Millionen Arbeitsplätze erhalten. "Kurzarbeit hilft, die akute Krise zu meistern", sagte Boston-Consulting-Manager Reinhard Messenböck. "Zu lange eingesetzt, kann sie jedoch überholte Strukturen festigen und so die Zukunftsfähigkeit deutscher Unternehmen gefährden." Und: "Es besteht die Gefahr, dass Deutschland im internationalen Vergleich weiter zurückfällt, wenn sich Transformationsprojekte weiter verzögern und notwendige Personalanpassungen ausbleiben."

Freitag, 13. November, 7.24 Uhr: Experten: Diabetiker nicht zwangsläufig Corona-Risikopatienten

Diabetiker sind nicht zwangsläufig Corona-Risikopatienten. Darauf hat die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) kurz vor dem Weltdiabetestag am 14. November hingewiesen. "Man kann nicht alle Diabetes-Patienten über einen Kamm scheren. Vor allem bei jungen Menschen mit Typ-1-Diabetes, die mit ihrer Insulintherapie eine normnahe Einstellung erreichen und die noch keine Folgeerkrankungen haben, ist kein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Corona-Infektion gegeben", sagte Sprecher Baptist Gallwitz der Deutschen Presse-Agentur.

Ältere Patienten mit Diabetes Typ 2 und anderen gesundheitlichen Einschränkungen wie Herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen, Bluthochdruck oder auch starkem Übergewicht seien deutlich mehr gefährdet. "Bei einer Covid-Infektion kommt es zu einer Entzündungsreaktion im ganzen Körper. Dadurch können noch zusätzliche Gefäßschäden entstehen. Auch das Risiko für Gefäßverschlüsse und Gerinnselbildung wird erhöht", sagte Gallwitz, der als stellvertretender Ärztlicher Direktor am Uniklinikum Tübingen arbeitet.

Freitag, 13. November, 6.48 Uhr: Neuer Höchststand: 23.542 Corona-Fälle binnen 24 Stunden gemeldet

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 23 542 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit ist am Freitag ein neuer Höchststand erreicht worden, wie aus den Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Am vergangenen Samstag war mit 23.399 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden. Im Vergleich zum Donnerstag stieg die Zahl der gemeldeten Fälle am Freitag um knapp 1700.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 751.095 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 13.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Freitag um 218 auf insgesamt 12.200. Am Donnerstag hatte diese Steigerung 215 Fälle betragen. Das RKI schätzt, dass rund 481.700 der registrierten Infizierten inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,93 (Vortag: 0,89). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch etwa 93 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Freitag, 13. November, 6.30 Uhr: Teil-Lockdown noch mit wenig Wirkung: Keine Lockerungen zu erwarten

Mehrere Ministerpräsidenten haben Erwartungen an neue Beschlüsse bei den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Pandemie am kommenden Montag gedämpft. Die Runde der Regierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte den seit dem 2. November geltenden Teil-Lockdown beschlossen, der am Montag zwei Wochen anhält und zunächst bis Ende November in Kraft bleiben soll. Lokale und andere Freizeiteinrichtungen sind derzeit geschlossen, Hotels dürfen keine Touristen beherbergen. Und die Corona-Lage bleibt ernst - für Hoffnungen auf Lockerungen scheint es derzeit keinen Anlass zu geben. Die Zusammenfassung der Lage lesen Sie hier.

Freitag, 13. November, 6 Uhr: Jeder dritte Deutsche hat Angst vor Corona

Unmittelbar vor Beginn des aktuellen Teil-Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat sich mehr als jeder dritte Bundesbürger vor einer Ansteckung mit dem Virus gefürchtet. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Forsa-Instituts, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Das Forsa-Institut hatte die Umfrage am 29. und 30. Oktober im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit durchgeführt. 92 Prozent der Bürger ab 14 Jahre halten demnach laut eigenem Bekunden die Corona-Schutzregeln ein.

Wegen der Ausbreitung der Pandemie in Deutschland sind seit knapp zwei Wochen unter anderem Restaurantbesuche und touristische Hotelaufenthalte verboten. An diesem Montag wollen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten erneut über die Maßnahmen beraten.

Besonders ältere Menschen sorgen sich laut der Umfrage wegen des Erregers und der von ihm ausgelösten Krankheit: Fast jeder Zweite ab 60 Jahren hat Angst vor Covid-19. Quer durch alle Altersgruppen sind es 37 Prozent.

Donnerstag, 12. November, 22.30 Uhr: Nach Urteil: Bayern verbietet wegen Corona-Krise Indoor-Sport

Wegen der Corona-Krise müssen ab Freitag so gut wie alle Indoor-Sportstätten in Bayern geschlossen bleiben - einzig Schul- und Profisport bleiben im November in Innenräumen erlaubt. "Die Staatsregierung zieht damit eine Entscheidung vor, die Bayern bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am kommenden Montag ohnehin vorgeschlagen hätte", sagte Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (CSU).

Hintergrund für die Neuregelung ist eine Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (BayVGH). Dieser hatte unter Verweis auf das Gleichheitsprinzip am Donnerstag die bisherige Schließung von Fitnessstudios aufgehoben, weil auf der anderen Seite sonstige Sportstätten für Individualsport geöffnet seien. Das Gericht gab damit dem Eilantrag eines Fitnessstudio-Inhabers zum Teil statt.

"Die Staatsregierung respektiert selbstverständlich den Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs und seine Begründung", sagte Holetschek. Deshalb werde sie durch eine sofortige Verordnungsänderung die vom BayVGH geforderte Gleichbehandlung von Fitnessstudios und sonstigen Sportstätten durch Schließung sämtlicher Indoor-Sportstätten in Bayern mit Wirkung zum Freitag, 13. November, herstellen.

Die steigende Infektionslage in Bayern zwinge zu weiteren Maßnahmen, um das Geschehen in den Griff zu bekommen. "Der Infektionsschutz und die Gesundheit unserer Bürger haben absoluten Vorrang."

Donnerstag, 12. November, 19.32 Uhr: Söder: Lockerung der Corona-Maßnahmen erst ab Sieben-Tage-Wert von 50

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will die Corona-Maßnahmen erst lockern, wenn die Zahl der Infektionen deutlich zurückgegangen ist. "Unser Ziel muss sein, unter die Sieben-Tage-Inzidenz von 50 zu kommen", sagte der CSU-Politiker dem "Münchner Merkur" (Freitag). Laut dem Robert Koch-Institut liegt der Wert für Bayern bei 178,9, bundesweit bei 138,9 (Stand: Donnerstag, 00.00 Uhr). Er gibt an, wie viele Neuinfektionen es binnen der vergangenen sieben Tage auf 100 000 Menschen gab.

"Wenn wir jetzt nur ein bisschen die Zahlen senken und zu früh abbrechen, verfallen wir vielleicht in einen ständigen Wechsel von Lockdown und Öffnung", warnte Söder. "Das wäre für die Menschen kaum nachvollziehbar." Ob der für November geltende Teil-Lockdown im Dezember verlängert werden muss, ließ er offen. "Wir müssen es jetzt konsequent durchziehen. Dann werden wir sehen, ob vier Wochen ausreichen."

Donnerstag, 12. November, 18.45 Uhr: Streit um längere Weihnachtsferien zum Corona-Schutz

Längere Weihnachtsferien zum Schutz vor Corona wie in Nordrhein-Westfalen soll es in mehreren anderen Bundesländern nicht geben. NRW will damit Familien besser vor einer Corona-Infektion rund um Weihnachten schützen. Andere Länder halten wenig von der Idee. Es geht darum, ob der letzte Schultag Freitag, 18. Dezember, oder Dienstag, 22. Dezember, ist. In neun Ländern fangen die Ferien ohnehin bereits am 21. Dezember an.

Die Landesvorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW, Maike Finnern, sagte am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur: "Aus Sicht der Familien kann die Maßnahme nur dann sinnvoll sein, wenn die Betreuung der Kinder gesichert ist und wenn sie wirklich die Zeit als vorgezogene Quarantäne nutzen, um zum Weihnachtsfest möglichst infektionsfrei zu sein." Nicola Stroop, Vorstand des Verbands alleinerziehender Mütter und Väter in NRW, nannte den Schritt "für Alleinerziehende eine Hiobsbotschaft".

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hingegen sprach im RBB-Inforadio von "einem pragmatischen Ansatz, den man diskutieren, den man machen kann". Planbarkeit für Eltern, Kinder, Lehrer und Erzieher sei wichtig.

In Bayern sind 24 der knapp 6.200 Schulen wegen Corona-Infektionen geschlossen. Rund 34.500 Schülerinnen und Schüler sowie 2100 Lehrkräfte sind in Corona-Quarantäne. 2.800 Kinder und Jugendliche sowie rund 400 Lehrer hatten am Donnerstag einen positiven Covid-19-Test, wie aus Daten des Kultusministeriums in München hervorgeht. Der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU) sagte am Mittwochabend im ZDF-"heute journal", in seinem Bundesland gingen 95 Prozent der Schüler weiter regulär zur Schule.

Donnerstag, 12. November, 18.35 Uhr: Spahn: Notfalls müssen Corona-Infizierte in Klinik weitermachen

In der grassierenden Corona-Pandemie müssen laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) notfalls auch positiv auf das Virus getestete Mitarbeiter von Kliniken oder Pflegeheimen arbeiten. Der beste Weg sei, dass ein Infizierter und die Menschen, die mit ihm in Kontakt standen, in Quarantäne bleiben, sagte Spahn am Donnerstag auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin. "Wenn (...) wegen Isolation und Quarantänemaßnahmen so viele dann gar nicht mehr da sind, im Krankenhaus, in der Arztpraxis, in der Pflegeeinrichtung, dass die Versorgung zusammenbricht, muss man schauen, was ist neben der bestmöglichen Lösung die zweitbeste", sagte Spahn. Dann könne es nötig sein, dass die Kontaktpersonen mit täglichen Tests und FFP2-Masken weiter arbeiten. Die "Rückfallrückfallposition" sei aber, "die positiv Getesteten mit ganz besonderen Schutzvorkehrungen auch arbeiten zu lassen".

Donnerstag, 12. November, 18.30 Uhr: EU-Abgeordnete fordern Einblick in Verträge mit Impfstoffherstellern

Das Europaparlament hat die Offenlegung der Verträge der EU-Kommission mit Corona-Impfstoffherstellern bis Ende Dezember gefordert. Im Rahmen der Haushaltsdebatte in Brüssel für das kommende Jahr stimmten die Abgeordneten am Donnerstag einem entsprechenden Änderungsantrag zu. Die Haushaltsbehörde solle demnach Einsicht in die Verträge bekommen. "Um eine möglichst breite Akzeptanz für den Impfstoff zu erzielen und öffentlichen Zugang für alle zum Impfstoff zu gewährleisten, ist volle Vertragstransparenz unerlässlich", sagte der Grünen-Abgeordnete und Antragsteller Rasmus Andresen.

In der Plenumsdebatte hatten Parlamentarier unter anderem Informationen zur Haftung, zum Preis, zu Produktionsstätten und zum Zugang zu Impfstoffen gefordert.

Donnerstag, 12. November, 17.50 Uhr: GroKo will private Versicherungen an Corona-Impfkosten beteiligen

Die große Koalition will gesetzlich festschreiben, dass sich auch die privaten Krankenversicherungen an bestimmten Kosten zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beteiligen müssen. Konkret geht es um die anteilige Übernahme von Kosten für Impfungen in den geplanten Impfzentren. Das geht aus einem Antrag von Union und SPD für den Bundestag hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland darüber berichtet.

Die Höhe der Beteiligung soll sich am Anteil der Privatversicherten an der Gesamtbevölkerung bemessen. Die Regelung soll die Impfung weniger bürokratisch und damit effizienter und schneller machen. So könnten die Patienten unabhängig von ihrer Versicherung behandelt werden, ohne Abrechnung von Einzelfällen.

SPD-Fraktionsvize Bärbel Bas betonte, alle, die sich impfen lassen wollten, sollten einen Anspruch darauf haben. "Und natürlich muss die private Krankenversicherung die Kosten für ihre Versicherten übernehmen", sagte sie der dpa. Bisher seien die privaten Versicherungen bei den Pandemiekosten im Wesentlichen außen vor geblieben. So werden etwa die Tests aus den Reserven der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt. Eine Beteiligung der Privaten sei überfällig, betonte Bas.

Donnerstag, 12. November, 17.30 Uhr: Keine bundesweite Tennis-Erlaubnis - Verband wendet sich an Politik

Mit einem Schreiben an zuständige Minister und Senatoren hat der Deutsche Tennis Bund (DTB) seine Forderung einer bundesweiten Erlaubnis für den Tennissport in Corona-Zeiten unterstrichen. "Es ist nicht nachvollziehbar, warum es in Bezug auf den Tennissport keine Regelungen gibt, die für ganz Deutschland gelten", sagte DTB-Präsident Ulrich Klaus in einer Verbandsmitteilung vom Donnerstag. "Die Beschlussvorlage der Bundesregierung lässt ausdrücklich Individualsport - zu dem Tennis zweifelsohne gehört - in der Halle zu. Vielmehr bietet sich das Spiel durch den großen Abstand zwischen den Akteuren in diesen Zeiten als sichere Sportart an."

Seit dem Teil-Lockdown sei in 12 Bundesländern Tennis in der Halle unter bestimmten Bedingungen erlaubt, in Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz in der Halle aber verboten. In Baden-Württemberg düfen häufig nur noch zwei Leute in der Halle spielen, auch wenn es mehrere Plätze gibt.

Donnerstag, 12. November, 17.25 Uhr: Corona-Lage bleibt ernst - Kein schnelles Ende der Einschränkungen

Vor dem Corona-Gipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den 16 Ministerpräsidenten zeichnet sich weiterhin keine Entspannung der Lage ab. Das Infektionsgeschehen nehme immer noch in ganz Deutschland zu, Kliniken meldeten zunehmend Engpässe, hieß es am Donnerstag beim Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin. "Wir müssen noch ein paar Monate die Pobacken zusammenkneifen", kündigte RKI-Chef Lothar Wieler an.

Auch die Spitzen der Bundesregierung machten wenig Hoffnung, dass es nach dem November-Lockdown bald wieder größere, gesellige Runden geben könnte. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte im rbb-Inforadio, Veranstaltungen mit mehr als 10 bis 15 Personen wie etwa Weihnachtsfeiern sehe er "in diesem Winter nicht mehr". Merkel stimmte die Bevölkerung ebenfalls auf "schwere Wintermonate" ein. In einem virtuellen Gespräch mit Auszubildenden verbreitete sie allenfalls vorsichtigen Optimismus: "Wir hoffen ja, dass wir dann, wenn wir durch den November sind, auch wieder Licht am Ende des Tunnels sehen."

Donnerstag, 12. November, 17.20 Uhr: Corona-Alarm in Süditalien: Schock-Video aus Krankenhaus in Neapel

Ein Schock-Video aus einem Krankenhaus in Neapel und der Sprung über die Marke von einer Million Corona-Fällen sorgen in Italien für neue Alarmrufe. In der süditalienischen Hafenstadt Neapel war ein Patient tot im Bad gefunden worden. Ein Videofilm, der nach Medienberichten den Vorfall in der Notaufnahme zeigt, sorgte am Donnerstag landesweit für heftige Reaktionen. Außerdem war darin ein mit Krankenbetten überfüllter Flur zu sehen.

"Die Bilder des Patienten, der im Cardarelli-Krankenhaus in Neapel tot gefunden wurde, sind schockierend", schrieb Außenminister Luigi Di Maio am Mittwochabend auf Facebook. "In Neapel und in vielen Teilen Kampaniens ist die Situation außer Kontrolle." Es gebe Berichte über Menschen in der Region am Golf von Neapel, die im Auto auf Parkplätzen behandelt würden. Andere müssten viel zu lange auf ihren Transport ins Hospital warten, schrieb er.

Donnerstag, 12. November, 17.15 Uhr: Neuer Höchstwert: Mehr als 143.000 Corona-Neuinfektionen in den USA

Die USA haben den zweiten Tag in Folge einen Höchststand an täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Für Mittwoch wurden 143.231 Fälle verzeichnet, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität vom Donnerstag hervorgeht. Das ist der höchste Wert für Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 binnen 24 Stunden seit Beginn der Pandemie. Zugleich korrigierte die Universität die Zahl vom Dienstag - der bis dahin höchste Tageswert - von 136.325 auf 140.290 nach oben.

In den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern haben sich seit Beginn der Pandemie mehr als 10,4 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, wie die Universität am Donnerstag auf ihrer Homepage weiter mitteilte. Demnach starben dort bisher rund 241.800 Menschen in Verbindung mit einer Corona-Infektion. Seit einer Woche liegt die Zahl der täglichen Neuinfektionen nach der Statistik der Johns-Hopkins-Universität bei mehr als 100.000.

Donnerstag, 12. November, 17 Uhr: Elternverbände schreiben Brandbrief an Söder

Mehrere bayerische Elternverbände haben in einem Brandbrief an Ministerpräsident Markus Söder (CSU) klare Regeln für den Schulbetrieb während der andauernden Corona-Pandemie gefordert. Trotz des bayerischen Schulgipfels Anfang November würden Eltern und Schüler weiterhin sich selbst überlassen, heißt es in dem am Donnerstag verschickten offenen Brief. "Deshalb wenden wir uns heute hilfesuchend an Sie. Bitte nehmen Sie die Sorgen der Eltern ernst und beenden Sie durch eindeutige Anweisungen sofort und unmissverständlich sämtliche Unsicherheiten", steht in dem von sieben Verbänden unterzeichneten Schreiben an Söder.

Der Unterricht müsse verbindlich auf den Kern des Lehrplans reduziert werden. Grundkompetenzen und unverzichtbare Basisinhalte sollten dabei priorisiert werden. Auch einzelne Schüler, die sich in Quarantäne befinden, müssten den ihnen zustehenden Distanzunterricht erhalten. Ebenso müsse ein freiwilliger Distanzunterricht möglich sein. Dies würde vielen Eltern die Sorgen vor Ansteckungen nehmen, heißt es in dem Brief. Die neuen Regeln müssten den Eltern zudem "unverzüglich, direkt und in einfacher und konkreter Sprache mitgeteilt" werden.

Donnerstag, 12. November, 16.55 Uhr: Lehrer und Erzieher haben kein erhöhtes Corona-Risiko

Lehrer und Erzieher haben nach Angaben des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums kein erhöhtes Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Eine Auswertung des Landesgesundheitsamtes habe ergeben, dass ihr Risiko dem der vergleichbaren Altersgruppe in der Gesamtbevölkerung entspreche, bestätigte ein Sprecher einen Bericht der Stuttgarter Nachrichten (Freitag). Dort liege die Anzahl der neu auftretenden Erkrankungen bei den 20- bis 65-Jährigen seit Öffnung der Schulen und Kitas bei etwa 400 Fällen pro 100.000 Einwohner.

"Gleichwohl hat Minister Manfred Lucha der Kultusministerin angeboten, regelmäßig FFP2-Masken aus dem Lagerbestand des Landes auf Wunsch für Lehrerinnen und Lehrer im Unterricht zur Verfügung zu stellen", zitierte das Blatt einen Sprecher des Ministeriums. Außerdem sei der Anteil der Kinder und Jugendlichen unter 19 Jahren an allen gemeldeten Corona-Infektionen in den vergangenen vier Wochen von 16 auf 13 Prozent gesunken. Zu den rund 4.500 Schulen in Baden-Württemberg liegen den Behörden ebenfalls Zahlen vor.

Donnerstag, 12. November, 16.40 Uhr: Bundesverfassungsgericht weist ersten Eilantrag zum Teil-Lockdown ab

In einem ersten Eilverfahren zum Teil-Lockdown im November hat das Bundesverfassungsgericht den Eilantrag eines bayerischen Filmtheaters mit Restaurant zurückgewiesen. Die nur hinsichtlich des Gastronomiebetriebs zulässige Verfassungsbeschwerde sei nicht offensichtlich unbegründet und bedürfe eingehender Prüfung, heißt es in dem Beschluss von Mittwoch, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Eine vorläufige Außerkraftsetzung der Vorschriften lehnten die Karlsruher Richter aber unter Verweis auf die schwerwiegenden Folgen ab. (Az. 1 BvR 2530/20)

Die Gefahren der Corona-Pandemie seien "weiterhin sehr ernst zu nehmen". Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass auch Gastronomiebetriebe zum Infektionsgeschehen beitrügen. Die Richter verweisen außerdem darauf, dass die Schließungen Teil eines größeren Gesamtkonzepts seien und der Staat zum Gesundheits- und Lebensschutz grundgesetzlich verpflichtet sei. Diese Beurteilung dürfte auch für weitere Eilentscheidungen zum Teil-Lockdown maßgeblich sein.

Donnerstag, 12. November, 16.30 Uhr: Corona und die Gastronomie: Drei Brüder eröffnen vor einem Jahr ein Restaurant - Wie es ihnen heute geht

Freude, Optimismus, volles Lokal: Vor genau einem Jahr eröffneten drei Brüder aus Kempten ihr erstes Restaurant. Ein langgehegter Traum ging in Erüllung. Dass ein winziges Virus schon bald alles durcheinander wirbeln würde und sie ausgerechnet im ersten Geschäftsjahr wegen der Corona-Krise gleich zwei Lockdowns erleben würden, konnte beim besten Willen niemand voraussehen. Wie es den "The Local"-Betreibern Tino, Giuseppe und Simone Petralia heute geht und was sie aktuell planen.

Donnerstag, 12. November, 16 Uhr: Gericht kippt Schließung von Fitnessstudios in Bayern

Fitnessstudios in Bayern dürfen trotz der Corona-Pandemie wieder öffnen. Nach einer Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) verstößt die komplette Schließung gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz. Das Gericht gab am Donnerstag einem Eilantrag des Inhabers eines Fitnessstudios zum Teil statt und setzte die Regelung in der aktuellen Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung außer Vollzug. Der Betrieb von Fitnessstudios ist darin vollständig untersagt.

Der Senat ging in seiner Entscheidung davon aus, dass Inhaber von Fitnessstudios durch diese Regelung benachteiligt würden, ohne dass dies sachlich gerechtfertigt sei, teilte ein Justizsprecher mit. Die vollständige Schließung von Fitnessstudios wertete das Gericht demnach als nicht verhältnismäßig.

Donnerstag, 12. November, 15.35 Uhr: Schätzer: Steuereinnahmen 2021 minimal höher als gedacht

Trotz der anhaltenden Corona-Krise und immer wieder drohender Einschränkungen können Bund, Länder und Kommunen im nächsten Jahr mit etwas höheren Steuereinnahmen kalkulieren als zuletzt gedacht. Die Steuerschätzer rechnen damit, dass 2021 rund 3,4 Milliarden Euro mehr in die Kassen kommen, als noch im September erwartet. Das gab das Finanzministerium am Donnerstag in Berlin bekannt. Auch 2022 könnte besser laufen, als bisher vorhergesagt.

Es bleibt allerdings dabei, dass die Corona-Krise mit den milliardenschweren Hilfspaketen riesige Löcher in die Staatskassen reißt. Erstmals seit der Finanzkrise 2009 sind die Steuereinnahmen in diesem Jahr im Sinkflug. Die Schätzer gehen davon aus, dass 2020 rund 71 Milliarden Euro weniger reinkommen als im vergangenen Jahr - ein Minus von 8,9 Prozent. Dabei sind die Experten aber nicht mehr ganz so pessimistisch wie im Spätsommer - damals hatten sie noch zehn Milliarden Euro weniger einkalkuliert.

Für das laufende Jahr hat der Bundestag bereits neue Kredite von fast 218 Milliarden Euro genehmigt - vor allem zur Finanzierung der Hilfspakete mit Mehrwertsteuersenkung, Familienbonus und Unterstützung für stark getroffene Unternehmen. Das sind fast fünfmal so hohe Schulden wie im bisherigen Rekordschuldenjahr 2010 in der Finanzkrise. Der Großteil der Kredite muss innerhalb von 20 Jahren ab 2023 wieder getilgt werden.

Donnerstag, 12. November, 14.30 Uhr: Hütten im Corona-Jahr: Schwierige Saison endet, Winteröffnung unklar

Die Sommersaison war wegen der Corona-Pandemie für viele Hüttenbetreiber eine große Herausforderung. Hinter der Wintersaison stehen noch viele Fragezeichen. Sehr viele Buchungen wurden storniert - ein Überblick.

Donnerstag, 12. November, 14 Uhr: Mehr Corona-Patienten auf der Intensivstation

Die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Corona-Fälle in Deutschland steigt weiter an. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin meldete am Donnerstag, dass 3186 Covid-Patienten auf Intensivstation liegen (Stand 12.11., 12.15 Uhr). Das ist ein Höchststand seit Beginn der Pandemie. Am Vortag waren es noch 59 weniger. Etwas mehr als die Hälfte der Intensiv-Patienten muss demnach invasiv beatmet werden, rund 6600 Betten sind frei.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) melden derzeit immer mehr Kliniken Engpässe. Häufigster Grund sei das Personal, sagte RKI-Chef Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. Durch die hohen Corona-Fallzahlen im Land gebe es auch mehr Ansteckungen und Fälle von Quarantäne bei Klinikbeschäftigten. Es gelte zu verhindern, dass sich die Situation weiter zuspitze, sagte Wieler.

Donnerstag, 12. November, 13.45 Uhr: Wegen Corona keine öffentliche Weihnachtspostfiliale in Himmelpfort

Der Weihnachtsmann wird in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie im Stillen und ohne Publikum in Himmelpfort (Oberhavel) Weihnachtspost beantworten. Am Donnerstag reiste er an und wurde von Kindern mit Abstand begrüßt. Bis Heiligabend wird er jedoch nicht wie in den vergangenen Jahren öffentlich in der Weihnachtspostfiliale bei seiner Arbeit zu beobachten sein. Die ersten Briefe las er kurz nach seiner Anreise: den weitesten Weg hatte das Schreiben eines Kindes aus Australien hinter sich.

Bisher sind bereits rund 8.000 Wunschzettel aus Deutschland und dem Ausland in Himmelpfort angekommen. Die Deutsche Post hat für die Beantwortung 20 Helfer engagiert. Wunschzettel sollen nach Angaben der Post bis spätestens zum dritten Advent in Himmelpfort eintreffen, dann kann noch rechtzeitig zum Fest eine Antwort abgesandt werden.

Die jüngeren Kinder wünschen sich oft Gesellschaftsspiele, Bücher, Bausteine, Puppen, Fahrräder, Lastwagen, Geländeautos und Raumschiffe. Etwas Ältere hoffen auf Spielkonsolen, Laptops, Smartphones oder Tablet-Computer. Nach der Anzahl der Briefe ist die Weihnachtspostfiliale in Himmelpfort die größte in Deutschland: 2019 trafen bis Heiligabend rund 294 000 Wunschzettel aus 65 Ländern ein.

Donnerstag, 12. November, 13.30 Uhr: Wieder Demos zu Corona-Regeln in Memmingen

Wieder gibt es in Memmingen Corona-Demos: "Querdenken" plant am Freitag eine Aktion vor der Stadionhalle, die Linke am Westertorplatz - ein Überblick über die Aktionen.

Donnerstag, 12. November, 13.10 Uhr: 150 Eltern und Kinder ziehen mit Laternen durch Kaufbeuren

„Lichterumzug für die Wahrung unserer Tradition“: Unter dem Motto zogen am Mittwochabend etwa 150 Menschen, darunter knapp 70 Kinder, durch die Kaufbeurer Innenstadt. Die Teilnehmer versammelten sich an der Kaiser-Max-Straße und zogen im Anschluss mit Laternen los. Nach Polizeiangaben verlief der Martinsumzug störungsfrei. Die Teilnehmer hielten sich an die Auflagen inklusive Mindestabstand.

Donnerstag, 12. November, 12.50 Uhr: RKI: Maßnahmen noch Monate nötig

Die Corona-Fallzahlen in Deutschland sind momentan nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) immer noch sehr hoch. Zwar habe die Geschwindigkeit des Anstiegs nachgelassen - aber ist das schon Grund zur Entwarnung? So ist die aktuelle Lage.

Donnerstag, 12. November, 12.20 Uhr: Soziales Netz fordert in Corona-Krise mehr soziale Gerechtigkeit

Ein breites Bündnis aus sozialen, kirchlichen und gewerkschaftlichen Organisationen hat eindringlich vor sozialen Verwerfungen im Zuge der Corona-Pandemie gewarnt und mehr soziale Gerechtigkeit in Bayern gefordert. "Wirtschaftlich besonders starke Unternehmen oder sehr vermögende Personen müssen in einem solidarischen System stärker an den Kosten des Sozialsystems beteiligt werden, damit die Folgen der Corona-Krise nicht bei den Ärmsten der Gesellschaft abgeladen werden", teilte das Soziale Netz Bayern am Donnerstag in München mit.

Viele seit Jahren schwelende Verwerfungen und Versäumnisse seien in der Krise noch offensichtlicher geworden, etwa im Gesundheitssystem und der Bildung, bei den Niedriglöhnen oder den Folgen der globalisierten Wirtschaft. "Der Markt hat nicht für derartige Krisen vorgesorgt. Starke sozialstaatliche Antworten sind gefordert", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung des Sozialen Netzes, dem unter anderem die großen bayerischen Hilfsorganisationen, der Deutsche Gewerkschaftsbund Bayern und der Sozialverband VdK Bayern angehören.

Donnerstag, 12. November, 11.45 Uhr: 34.500 Schüler und 2100 Lehrer in Bayern in Corona-Quarantäne

In Bayern sind derzeit rund 34.500 Schülerinnen und Schüler sowie 2100 Lehrkräfte in Corona-Quarantäne. Mit Stand Donnerstag hatten zudem 2800 Kinder und Jugendliche sowie rund 400 Lehrer einen positiven Covid-19 Test, wie aus Daten des Kultusministeriums in München hervorgeht. Wegen Corona-Infektionen geschlossen sind 24 der knapp 6200 Schulen im Freistaat. Zusätzlich werden 940 weitere Klassen vorübergehend per Distanzunterricht beschult.

Die Zahlen sind allerdings gerundete Daten, da nicht-staatliche Schulen ihre Angaben nicht melden müssen. Durch die freiwillige Basis ist die Übersicht daher nicht zwingend vollständig.

Donnerstag, 12. November, 11 Uhr: Über 3000 Schulen in Deutschland ohne Regelbetrieb: Rufe nach mehr Schutz

Deutschland ist im Teil-Lockdown, aber die Schulen sollen offen bleiben. Ein Teil kann aber wegen Corona gar nicht mehr vollständig Präsenzunterricht anbieten. Verbände sorgen sich in der Pandemie um die Gesundheit von Lehrern und Schülern - ein Überblick.

Donnerstag, 12. November, 10.42 Uhr: RKI: Mehr Kliniken melden Engpässe - Ausfälle beim Personal

Immer mehr Kliniken in Deutschland melden laut Robert Koch-Institut (RKI) Engpässe. Häufigster Grund sei das Personal, sagte RKI-Chef Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin und bezog sich auf Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin. Es komme zunehmend zu akuten Einschränkungen des Betriebs aufgrund von Personalmangel. Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in den Krankenhäusern war zuletzt deutlich gestiegen. Wieler führte aus, durch die hohen Corona-Fallzahlen im Land gebe es auch mehr Ansteckungen und Fälle von Quarantäne bei Klinikbeschäftigten. Es gelte zu verhindern, dass sich die Situation weiter zuspitze. Ziel sei nach wie vor, die Zahl der Neuinfektionen wieder auf ein Level zu bringen, mit dem auch die Krankenhäuser umgehen können. Es gelte, so wenige Infektionen wie möglich zulassen.

Donnerstag, 12. November, 10.30 Uhr: RKI: Corona-Lage weiter sehr ernst - aber vorsichtiger Optimismus

Die Corona-Lage in Deutschland ist nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) weiter sehr ernst. Das Infektionsgeschehen nehme immer noch praktisch in ganz Deutschland zu, sagte RKI-Chef Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. Die rund 22.000 Infizierten, die zuletzt innerhalb von 24 Stunden bundesweit gemeldet wurden, könnten weitere Menschen anstecken. Auch die Zahl der schweren Krankheitsverläufe und der Todesfälle werde mit zeitlichem Verzug weiter steigen. Wieler mahnte, man müsse damit rechnen, dass Kliniken an Kapazitätsgrenzen stoßen. Vorsichtig optimistisch stimme ihn aber, dass die Kurve der Neuinfektionen zuletzt weniger steil gestiegen sei. Noch wisse man aber nicht, ob es sich dabei um eine stabile Entwicklung handelt. Es sei abzuwarten, ob sich dies fortsetzt.

Donnerstag, 12. November, 10 Uhr: BayernLB erhöht Risikovorsorge stark

Die BayernLB muss wegen der Corona-Pandemie ihre Risikovorsorge drastisch erhöhen: In den ersten neun Monaten hat die Landesbank 175 Millionen Euro zurückgelegt, um auf eventuelle Kreditausfälle vorbereitet zu sein. Aktuell gibt es jedoch keine nennenswerten Ausfälle, wie Vorstandschef Stephan Winkelmeier und seine Kollegen am Donnerstag mitteilten. Im Vergleich ist das eine Erhöhung um mehr als das Zwanzigfache: 2019 hatte die Bank nach den ersten drei Quartalen 8 Millionen Euro für die Risikovorsorge beiseite gelegt.

Der Vorsteuergewinn brach in den ersten drei Quartalen um mehr als ein Drittel auf 276 Millionen Euro ein, der Nettogewinn sank sogar um mehr als die Hälfte. Der Vorstand gab erstmals eine Prognose für dieses Jahr ab: Demnach rechnet Winkelmeier mit einem positiven Vorsteuerergebnis. Die Bankspitze stellte das wegen der Unwägbarkeiten der Pandemie allerdings unter Vorbehalt.

Donnerstag, 12. November, 9.30 Uhr: Am Waldsee bei Lindenberg gilt keine Maskenpflicht mehr

Das Landratsamt Lindau hat die Liste von stark frequentierten öffentlichen Plätzen überarbeitet. Ein Bereich ist rausgefallen, aber ein neuer dazugekommen. Wo künftig die Maskenpflicht gilt - und wo nicht.

Donnerstag, 12. November, 8.50 Uhr: Spahn: Keine Feiern mehr in diesem Winter - erstes Bundesland zieht Weihnachtsferien vor

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht auch über die aktuellen Maßnahmen im November hinaus von coronabedingt harten Einschränkungen aus. "Wir müssen es miteinander schaffen, durch diesen Winter insgesamt zu kommen mit niedrigeren Zahlen auf einem niedrigeren Niveau", sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im RBB-Inforadio mit Blick auf die Infektionszahlen.

Veranstaltungen mit mehr als 10 bis 15 Personen wie Weihnachtsfeiern oder andere Geselligkeiten sehe er "in diesem Winter nicht mehr". Wenn die Infektionszahlen zurückgehen sollten, "heißt das nicht, ab Dezember oder Januar kann es wieder richtig überall losgehen mit Hochzeitsfeiern oder Weihnachtsfeiern als wäre nichts gewesen". Die Lage verlange Geduld: "Dieses Virus hat sehr lange Bremsspuren."

Pläne zu vorgezogenen Weihnachtsferien wie in Nordrhein-Westfalen nannte Spahn "einen pragmatischer Ansatz, den man diskutieren, den man machen kann". Spahn wollte dazu keine Empfehlung abgeben, das sei Ländersache auch mit Blick auf die jeweilige Infektionslage. "Was mir sehr wichtig ist, dass es Planbarkeit gibt für Eltern, Kinder, Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher". Das Frühjahr mit über Monate geschlossenen Einrichtungen, als niemand genau gewusst habe, wann wieder geöffnet werde, sei "eine echte, harte Belastung für alle" gewesen.

Donnerstag, 12. November, 8 Uhr: Corona: Mission Massenimpfung - wann kommt die schützende Spritze?

Es hört sich erfolgversprechend an, was aus den Forschungslaboren der Mainzer Firma Biontech dringt. Gelingt es, in den nächsten Monaten einen lebensrettenden Impfstoff gegen Corona zu den Menschen zu bringen? Die Anforderungen an das Serum sind riesig - und es braucht eine enorme Organisation für die geplante Massenimpfung.

Donnerstag, 12. November, 7.15 Uhr: 7-Tage-Inzidenzwerte: Sprunghafter Anstieg im Oberallgäu

Mit einem besonders starken Anstieg der Corona-Fälle hat der Landkreis Oberallgäu zu kämpfen. Lag die 7-Tages-Inzidenz gestern laut RKI noch bei 107,7, liegt sie am heutigen Donnerstag bei 183,3. Auch in Kempten steigt der Wert (Corona-Fälle hochgerechnet auf 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen) von 130,1 auf 208,2 stark an. Die 7-Tages-Inzidenzwerte im Überblick.

Donnerstag, 12. November, 6.10 Uhr 21.866 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Berlin (dpa) - In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 21 866 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 3.400 Fälle mehr als am Mittwoch, wie aus den Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Im Vergleich zum Donnerstag vergangener Woche ist der Wert etwas höher. Zu dem Zeitpunkt hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 19.990 gelegen. Ein Höchststand war am Samstag mit 23.399 verzeichneten Fällen erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 727.553 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 215 auf insgesamt 11.982. Am Mittwoch hatte diese Steigerung 261 Fälle betragen. Das RKI schätzt, dass rund 467.800 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,89 (Vortag: 0,92). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch etwa 89 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Donnerstag, 12. November, 5. 50 Uhr: Rund 3.000 Schulen wegen Corona nicht mehr im Regelbetrieb

Rund 3000 Schulen in Deutschland unterrichten nach Medienberichten wegen Corona nicht mehr im Regelbetrieb. Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag) unter Berufung auf Zahlen aus 14 Bundesländern. Es geht um Schulen, die nicht mehr vollständig Präsenzunterricht anbieten. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es rund 40 000 Schulen mit insgesamt 11 Millionen Schülern und rund 800 000 Lehrern.

Allein in Nordrhein-Westfalen befänden sich nach Angaben des dortigen Kultusministeriums Schülerinnen und Schüler an 552 Schulen auf Anordnung der Gesundheitsbehörden in Quarantäne und würden digital unterrichtet. In Bayern gebe es an 255 Schulen keinen regulären Präsenzunterricht mehr, in Baden-Württemberg an 273 Schulen.

In Niedersachsen seien an 347 Schulen einzelne Klassen oderJahrgänge vorübergehend aus dem Präsenzunterricht genommen und ins Homeschooling geschickt worden. 221 Schulen in dem Bundesland unterrichten laut Funke im sogenannten Wechselmodell mit geteilten Klassen, bei dem ein Teil der Schüler zum Unterricht in die Schule kommt und ein Teil zu Hause lernt. In Hamburg seien 213 Schulen nicht mehr im vollständigen Regelbetrieb. In Thüringen seien 109 Schulen von Quarantäne-Maßnahmen betroffen, in Rheinland-Pfalz 216, in Brandenburg 170 und in Sachsen-Anhalt 120.

In Mecklenburg-Vorpommern findet laut Funke an 30 Einrichtungen der Schulbetrieb nur noch eingeschränkt in Präsenz statt, in Schleswig-Holstein sind 71, im Saarland 128 und in Sachsen 170 Schulen betroffen. In Berlin seien 365 Lerngruppen geschlossen worden. Hessen und Bremen machten laut Funke keine Angabe, wie viele Schulen teilweise oder vollständig per Distanzunterricht lehren.

Mittwoch, 11. November, 22 Uhr: Steigende Corona-Zahlen: New York verschärft Maßnahmen

Angesichts steigender Corona-Zahlen will der US-Staat New York mit neuen Einschränkungen gegen einen drohenden Rückfall in die Pandemie vorgehen. Gouverneur Andrew Cuomo kündigte am Mittwoch (Ortszeit) an, dass Restaurants, Bars und Fitnessstudios um 22 Uhr schließen müssen. Zudem werden Treffen in Privathäusern auf maximal zehn Personen beschränkt. Die neuen Vorschriften sollen am Freitag in Kraft treten, teilte Cuomo mit.

"Es wird jeden Tag wirklich schlimmer", sagte der Gouverneur mit Verweis auf neue Corona-Höchststände in den USA. Falls die neuen Maßnahmen nicht ausreichen und die Zahlen "verrückt" ansteigen, dann könnte es auch zu einer kompletten Schließung von Innenräumen kommen, stellte Cuomo in Aussicht. Auch New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio sprach am Mittwoch von der "letzten Chance", eine zweite Corona-Welle zu verhindern.

Der Bundesstaat New York und die darin gelegene gleichnamige Metropole an der US-Ostküste waren im Frühjahr zum Epizentrum der Pandemie in den USA geworden. Über den Sommer hatte sich das Infektionsgeschehen dort stabilisiert, zuletzt hatte sich die Lage aber wieder angespannt.

Mittwoch, 11. November, 21.50 Uhr: Zahl der gemeldeten Infektionen steigt langsamer - Was heißt das?

Deutschland wartet gespannt auf die Trendumkehr: Wann bessert sich die Corona-Lage? Trotz positiver Zeichen ist die Situation weiterhin noch nicht ganz klar. Hier der aktuelle Lagebericht des Robert-Koch-Instituts.

Mittwoch, 11. November, 20.15 Uhr: 55 Coronafälle in zwei Seniorenheimen im Unterallgäu

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt im Landkreis Unterallgäu sprunghaft an. Das Landratsamt meldete gestern 89 neue Fälle im Vergleich zum Vortag – ein Rekordwert seit Beginn der Pandemie. Besonders betroffen sind derzeit zwei Senioreneinrichtungen in Ottobeuren. Dort haben sich insgesamt 55 Bewohner und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Zudem meldet das Unterallgäuer Landratsamt vier weitere Todesfälle. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 11. November, 19.40 Uhr: Corona-Impfzentren sollen mehrere tausend Menschen täglich versorgen

In den geplanten Corona-Impfzentren in Deutschland sollen voraussichtlich jeweils mehrere tausend Menschen pro Tag geimpft werden können. Je nach Größe könnten dies bis zu 4000 Menschen täglich sein, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Kreisen der Kassenärztlichen Vereinigungen. Das Wirtschaftsmagazins "Business Insider" berichtete zuerst darüber. Eine erste Anlaufstelle für Menschen, die geimpft werden wollen, könnte der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116117 sein.

Folgender Ablauf ist nach diesen Informationen aus der Ärzteschaft geplant: Die Impfwilligen müssten am Telefon zunächst einige Fragen beantworten. Dann wird ihnen ein Termin genannt, falls sie zu den zuerst vorgesehenen Gruppen zählen. Denn Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen, Ältere sowie Beschäftigte in zentralen Bereichen sollen zuerst mit dem anfangs wohl knappen Impfstoff geschützt werden. Für die Impfzentren ist diesen Plänen zufolge eine große Zahl an Ärzten nötig. Noch ist allerdings kein Impfstoff zugelassen. Experten rechnen mit der Zulassung um die Jahreswende.

Mittwoch, 11. November, 19.20 Uhr: Fast 600 neue Corona-Todesfälle in Großbritannien

In Großbritannien sind innerhalb eines Tages knapp 600 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Insgesamt überstieg die Zahl der Infektionen am Mittwoch die Schwelle von 1,25 Millionen seit Beginn der Pandemie, wie aus den aktuellsten Angaben der Regierung hervorgeht. Diese zählen seit Mittwoch auch mehr als 50.000 Todesfälle.

Aufgrund unterschiedlicher Zählweisen kommt das nationale Statistikamt jedoch bereits auf mehr als 65.000 Corona-Tote. Das Amt zählt die Fälle, bei denen Covid-19 auf dem Totenschein vermerkt ist - die andere Zahl bezieht sich auf zuvor positiv auf SarS-Cov2 getestete Fälle. Fakt ist jedoch bei beiden Zählweisen: Großbritannien bleibt in Bezug auf die absolute Zahl der Todesfälle das am schwersten von der Corona-Pandemie getroffene Land in Europa.

Mittwoch, 11. November, 18.45 Uhr: NRW: Zwei Tage früher Weihnachtsferien für Schüler wegen Corona

In Nordrhein-Westfalen können die Schüler wegen der Corona-Pandemie früher in die Weihnachtsferien starten als geplant. Um den Familien ein möglichst unbeschwertes Weihnachtsfest zu ermöglichen, habe man sich dazu entschieden, den 21. und 22. Dezember freizugeben, sagte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch dem WDR. Damit wird Freitag, der 18. Dezember, in NRW der letzte Schultag in diesem Jahr. Sie wolle in den kommenden Tagen mit Lehrer-, Eltern- und Schülerverbänden klären, wie der Ausfall im laufenden Schuljahr kompensiert werden könne und wie eine Notbetreuung am 21. und 22. Dezember sichergestellt werden könne. Eigentlich hätten die Winterferien am 23. Dezember begonnen.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte am Dienstag einen früheren Beginn der Winterschulferien in NRW um zwei Tage ins Spiel gebracht. Die Landesregierung werde das mit Verbänden erörtern, hatte Laschet gesagt. Hintergrund der Überlegungen ist, dass die Menschen einige Tage vor Weihnachten die Kontakte möglichst beschränken sollten, damit es bei den Familienfeiern nicht zu Ansteckungen kommt. Die Ministerin sprach bei dieser Idee von einer "Vorquarantäne", die sie umsetzen wolle.

Mittwoch, 11. November, 18.30 Uhr: IOC-Chef Bach vor Tokio-Besuch: Olympia-Absage kein Thema

Kurz vor einem Besuch in Japan hat IOC-Präsident Thomas Bach Spekulationen um eine Absage der auf 2021 verlegten Olympischen Spiele zurückgewiesen. "Die Antwort ist nein", sagte der Chef des Internationalen Olympischen Komitees am Mittwoch auf die Frage, ob bei seiner Visite in Japan eine Absage diskutiert werde. Bach wird von Sonntag an erstmals seit der Olympia-Verschiebung wieder die Gastgeber-Stadt besuchen. Die Reise nach Japan sei bis zum kommenden Mittwoch geplant, teilte das IOC mit. "Dieser Besuch kommt zu einer wichtigen Zeit", sagte Bach.

Die für Sommer 2020 geplanten Tokio-Spiele waren im März wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verlegt worden. Derzeit arbeitet eine Taskforce der Organisatoren an einem Maßnahmenpaket für Sommerspiele unter Corona-Bedingungen. "Wir bekennen uns uneingeschränkt zu einer sicheren Organisation dieser Spiele", sagte Bach. Nach dem Besuch werde man "Athleten und Teilnehmern der Spiele noch mehr Zuversicht über das sichere Umfeld für die Spiele in neun Monaten geben können", versicherte der 66-Jährige.

Der IOC-Chef wird mit einer kleinen Delegation nach Tokio reisen. Die Mitglieder der Reisegruppe seien bereits seit einer Woche in Quarantäne und hätten sich weiterer Corona-Tests unterzogen, sagte Bach. "Es ist ein seltsames Gefühl", sagte er zu den Umständen der Reise.

Das Besuchsprogramm sei noch in Arbeit. Bach wollte nicht bestätigen, ob ein Treffen mit dem neuen Ministerpräsidenten Yoshihide Suga auf der Agenda steht, wie allgemein erwartet wird. Er sprach lediglich davon, das olympische Dorf und das Olympiastadion in Augenschein nehmen und Gespräche mit Athleten führen zu wollen.

Mittwoch, 11. November, 18 Uhr: Corona: Zwei Krippengruppen in Memmingen geschlossen

Die beiden Krippengruppen der Memminger Kindertagesstätte Im Mitteresch sind vorläufig bis Freitag, 13. November, geschlossen. Laut Stadtverwaltung liegt ein bestätigter Corona-Fall in der Einrichtung vor. Das Gesundheitsamt prüft derzeit, ob eine Quarantäne für alle angeordnet werden muss. Sobald die Überprüfung abgeschlossen ist, erhalten die Familien von dort genauere Informationen. Unabhängig davon kann bis zur Abklärung einer möglichen Infektion des Personals kein Krippenbetrieb in der Einrichtung aufrechterhalten werden. Die Kindergartenkinder sind von der vorläufigen Schließung nicht betroffen, da die Gruppen generell von der Krippe räumlich und personell getrennt sind.

Mittwoch, 11. November, 17.55 Uhr: Das harte Corona-Jahr ist bald vorbei: Wann kommt der Aufschwung?

Die "Wirtschaftsweisen" haben eigentlich eine gute Nachricht: Die Konjunktur in Deutschland stürzt 2020 nicht so schlimm ab wie befürchtet. Wichtiger ist indes die Frage, wie es weitergeht. Die Antwort darauf hängt vor allem von einer Frage ab - ein Überblick..

Mittwoch, 11. November, 17.45 Uhr: Studie: Zahlreiche Gehälter im Frauenfußball wegen Corona reduziert

Im internationalen Frauenfußball sind einer Studie der Spielervereinigung Fifpro zufolge etliche Gehälter infolge der Corona-Pandemie gekürzt oder gestrichen worden. In rund der Hälfte der 62 untersuchten Länder mussten Fußballerinnen finanzielle Einbußen hinnehmen, wie es in der am Mittwoch veröffentlichten Studie hieß. Rund ein Viertel meldeten beendete oder geänderte Verträge.

Die jüngsten "Fortschritte bei der Geschlechtergleichstellung" könnten durch diese Entwicklungen "um Jahre zurückgeworfen werden", befürchtet die Gewerkschaft. Deutschland befand sich nicht unter den betrachteten Ländern.

Der Studie zufolge konnten Fußballerinnen in der Krise auch nur auf wenig Unterstützung durch ihre Vereine hoffen: In 40 Prozent der untersuchten Länder hätten die Spielerinnen keinerlei gesundheitliche Unterstützung bekommen, hieß es. Mentale Unterstützung habe es nur in 16 Prozent der Fälle gegeben. Auch die Kommunikation zwischen nationalen Verbänden und Nationalspielerinnen war laut Fifpro eher ernüchternd: Nur rund die Hälfte der Verbände habe mit ihren Nationalspielerinnen die Folgen der Pandemie erörtert.

Mittwoch, 11. November, 17.30 Uhr: Urteil des Thüringer Verfassungsgerichts zu Corona erst im Februar

Thüringens Verfassungsrichter entscheiden im Februar, ob ein Großteil der Thüringer Corona-Verordnungen von Frühjahr und Sommer rechtens ist. Ein Urteil zu einer Klage der AfD-Landtagsfraktion, die viele Einschränkungen in den vergangenen Monaten für unverhältnismäßig hält, soll am 10. Februar fallen. Das kündigte der Präsident des Thüringer Verfassungsgerichts, Stefan Kaufmann, am Mittwoch in Weimar nach mehr als sechsstündiger Verhandlung an.

Die AfD-Fraktion hat mit ihrer Klage mehrere Thüringer Corona-Verordnungen von Mai bis Juli angegriffen. Ihre verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die Sonderverordnung zu einem Teil-Lockdown im November will das Verfassungsgericht in einem gesonderten Verfahren behandeln, sagte Kaufmann.

Mittwoch, 11. November, 17 Uhr: Corona-Zweifler demonstrieren in Hamburg - Viele Regelverstöße

Etwa 650 Corona-Zweifler haben am Mittwoch auf dem Hamburger Jungfernstieg demonstriert und dabei gegen Abstands- und Masken-Regeln verstoßen. Es sei immer wieder zu Verstößen gegen die Eindämmungsverordnung gekommen, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Mehrmals hätten die Beamten die Teilnehmer der Veranstaltung über den Lautsprecher eines Wasserwerfers auf die Einhaltung von Mindestabständen und das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung hingewiesen. Dies habe jedoch zunächst kaum Wirkung gezeigt.

Angemeldet hatten die Kundgebung unter dem Titel "Aufklärung zum Thema Corona-Fakten!" die Veranstalter der "Coronainfo Tour", die bundesweit Proteste gegen die Corona-Maßnahmen organisiert.

Mittwoch, 11. November, 16.35 Uhr: Intensivbetten und Corona-Patienten: So ist die Lage im Allgäu aktuell

Wie viele Intensivbetten gibt es im Allgäu - und wie viele Corona-Patienten liegen dort? Wir geben einen aktuellen Überblick hier.

Mittwoch, 11. November, 16.20 Uhr: Landkreis Traunstein neuer Corona-Hotspot: Inzidenz über 400

Der Landkreis Traunstein ist mit einem Rekordwert von Sars-CoV-2-Infektionen weiter Corona-Hotspot. Am Mittwoch meldete das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) eine Sieben-Tage-Inzidenz von 416,20 - der höchste bisher aus Bayern bekannt gewordene Wert. Das Landratsamt Traunstein nannte das Infektionsgeschehen "dynamisch, diffus und flächendeckend".

Landrat Siegfried Walch (CSU) sprach in einem Videospot von einer "galoppierenden Aufwärtsbewegung". Bereits am Vortag hatte die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche bei 377,9 gelegen. Walch sagte, das sei der "absolute Höchststand, den der Landkreis jemals zu verzeichnen hatte". Als Gründe für die hohen Zahlen führte Walch unter anderem die geografische Lage an. Der Landkreis Traunstein sei von Hotspot-Gebieten umgeben gewesen oder noch umgeben, darunter das Berchtesgadener Land, Rosenheim und Salzburg. "Es war völlig klar, dass das auch zu uns rüberschwappt." Walch mahnte die Menschen, sich an die geltenden Corona-Einschränkungen zu halten. "Die Sache müssen wir ernst nehmen", sagte er auch mit Blick auf die Lage in den Kliniken, wo die Zahlen der Covid-19-Patienten zeitverzögert stiegen.

Mittwoch, 11. November, 15.55 Uhr: Noch keine Trendwende bei Corona - Verlängerung der Schulferien?

Hat Deutschland die zweite Corona-Welle im Griff, oder sind weitere Einschränkungen notwendig? Darüber wollen Bund und Länder am Montag beraten. Doch schon jetzt werden erste Vorschläge laut - ein Überblick.

Mittwoch, 11. November, 15 Uhr: Wichtige Corona-Kennzahl gesunken: Bedeutung allerdings unklar

Erstmals seit sechs Wochen ist eine wichtige Kennzahl zum Corona-Infektionsgeschehen in Deutschland gesunken - wenn auch nur leicht. Es geht um die Zahl der innerhalb von sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen. Berücksichtigt waren dabei nur Fälle, von denen das Robert Koch-Institut (RKI) bereits Kenntnis hatte. Wie aus RKI-Angaben vom Mittwochmorgen hervorgeht, gab es zuletzt binnen einer Woche 114.881 solcher Nachweise. Der Wert sank demnach im Vergleich zum Vortag um 787.

Ob dieser leichte Rückgang auf eine Trendwende bei der Corona-Lage hindeutet, ist unklar. Bei dem Wert könnte es sich auch um einen Ausreißer handeln. Eine RKI-Sprecherin wollte den Rückgang nicht kommentieren und verwies auf den Lagebericht, der am Mittwochabend erscheinen sollte. Zuletzt war die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen Ende September gesunken. Seitdem war der Wert rasant gestiegen und hatte sich innerhalb von sechs Wochen fast verzehnfacht. In einem direkten rechnerischen Zusammenhang mit der Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen steht die sogenannte 7-Tage-Inzidenz für Deutschland, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche. Dieser Wert sank entsprechend innerhalb eines Tages von 139,1 auf 138,1.

Zuletzt hatten die Gesundheitsämter dem RKI 18 487 neue Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet, wie es am frühen Mittwochmorgen hieß. Das sind rund 1300 Fälle mehr als eine Woche zuvor. Der Wert Neuinfektionen/Tag kann auch Fälle enthalten, die schon einige Tage früher an die Gesundheitsämter gemeldet, aber verzögert ans RKI übermittelt wurden.

Mittwoch, 11. November, 14.10 Uhr: Piazolo über Notendruck wegen Corona: Nehmen alle Sorgen ernst

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hat Verständnis für alle Schüler in Bayern gezeigt, die in der Corona-Pandemie unter Benotungsdruck leiden. "Es ist ein sehr unterschiedliches Bild. Es gibt viele Schulen, wo gesagt wird, das ist im Bereich des Normalen. Es gibt aber mit Sicherheit auch andere Schulen", sagte der Minister am Mittwoch beim Besuch eines Gymnasiums in München. Jede Sorge, ob von Schülern, Eltern oder Lehrern, müsse ernstgenommen werden. "Wir sind in einem Jahr mit großen Herausforderungen wo wir immer nachprüfen müssen, können wir die gleichen Leistungen im gleichen Abstand von den Schülerinnen und Schülern verlangen?"

Elternverbände hatten zuletzt beklagt, dass viele Schulen wegen der Gefahr, wieder auf Distanzunterricht umstellen zu müssen, auf schnelle Notengebung bedacht seien und so Schüler und Eltern massiv unter Druck gerieten. Die Kritik hatte Piazolo zurückgewiesen und sich seinerseits gegen unverhältnismäßig viele Leistungserhebungen ausgesprochen.

Gespräche an Schulen zeigten immer wieder, dass der "Austausch zwischen Schulleitung, den Lehrkräften, den Eltern und den Schülern in dieser schwierigen Phase das Erfolgsrezept" sei, betonte Piazolo. Obwohl Schule unter Corona-Bedingungen vielerorts gut laufe, gebe es natürlich auch Nachbesserungsbedarf. "Unsere Schullandschaft ist reichhaltig." Er selbst sei aber immer wieder "beeindruckt über die Disziplin der Schülerinnen und Schüler", die die Corona-Maßnahmen "nicht nur mitmachen, sondern mittragen".

Mittwoch, 11. November, 12.50 Uhr: Kemptener Wochenmarkt zieht unter Corona-Bedingungen in Markthalle - und davor

Ab kommenden Mittwoch, 18. November, wird der Wochenmarkt Kempten auf „Winterbetrieb“ umgestellt. Zum Gesundheitsschutz der Besucher und der Händler wurden die Stände großzügig auf die Markthalle, die Straße „Am Königsplatz“ sowie den Stadtpark verteilt. In der Markthalle sind einige Obst-, Gemüse-, Pflanzen- und Eierhändler untergebracht. Aufgrund der geltenden Verordnungen ist die Personenanzahl in der Markthalle begrenzt, teilt die Kempten Messe- und Veranstaltungsbetrieb mit.

Der Wochenmarkt ist jeweils mittwochs und samstags von 7 bis 13.30 Uhr geöffnet. In der Halle sowie im gesamten Außenbereich des Wochenmarktes gilt Maskenpflicht sowie Hundeverbot.

Mittwoch, 11. November, 12.30 Uhr: 50 Jugendliche feiern trotz Corona auf Spielplatz in Bayern

Etwa 50 Jugendliche haben in der Corona-Pandemie eine Party auf einem Spielplatz in der Oberpfalz gefeiert. Beim Eintreffen der Streifen seien sie sofort in alle Richtungen geflüchtet, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Obwohl es erst etwa halb vier am Dienstagnachmittag war, ließen die Feiernden bei ihrem jähen Aufbruch hochprozentigen Alkohol auf dem Spielplatz in Lappersdorf zurück. "Wodka, Jägermeister - solche Sachen", sagte eine Sprecherin der Polizei.

Von einigen der Jugendlichen notierten sich die Polizisten die Personalien. Sie könnte nun ein Bußgeld erwarten. Derzeit dürfen in Bayern höchstens zehn Menschen zusammenkommen - in privaten wie in öffentlichen Räumen.

Mittwoch, 11. November, 11.35 Uhr: Corona-Todesfall am Klinikum Memmingen

Am Klinikum Memmingen ist eine Intensivpatientin mit einer nachgewiesenen Corona-Infektion gestorben. Die Frau war 99 Jahre alt, erfuhr unsere Redaktion in Memmingen auf Nachfrage. Über mögliche Vorerkrankungen wurde nichts bekannt.

Derzeit werden am Memminger Klinikum 21 Corona-Patienten behandelt, 19 davon auf einer normalen Station, zwei auf der Intensivstation (Stand Mittwoch).

Mittwoch, 11. November, 11 Uhr: Gastgewerbe: Ein Drittel weniger Umsatz - jeder siebte Job weg

Corona hat tiefe Spuren beim bayerischen Gastgewerbe hinterlassen. In den ersten neun Monaten 2020 lag der Umsatz um rund ein Drittel unter dem Vorjahreswert, wie das Landesamt für Statistik am Mittwoch mitteilte. Das führte auch bei der Beschäftigung zu einem Einbruch: Im Durchschnitt der ersten neun Monate lag sie um 14,7 Prozent unter dem Vergleichswert aus 2019. Insbesondere Teilzeitstellen waren betroffen. Wie unterschiedlich Hotels, Kneipen und Restaurants in Bayern betroffen sind, lesen Sie hier.

Mittwoch, 11. November, 10.55 Uhr: Kretschmer: Corona-Zahlen reichen noch nicht für Lockerung

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sieht angesichts der gegenwärtigen Corona-Infektionszahlen noch keine Möglichkeit für eine Lockerung der Beschränkungen. "Die Zahlen, die wir jetzt haben, reichen bei weitem nicht aus. Wir haben maximal eine leichte Seitwärtsbewegung erreicht", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". "Wir werden sehen, zu welchen Entscheidungen wir am kommenden Montag kommen müssen." An diesem Tag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Länder ein Zwischenfazit des Teil-Lockdowns ziehen.

"Wenn es uns nicht gelingt, tatsächlich wieder substanziell nach unten zu kommen - das heißt: 50 Infizierte je 100.000 Einwohner über sieben Tage - dann werden das schwierige Monate, die vor uns liegen", so Kretschmer. Man sei erst eine Woche im Teil-Lockdown, es könne sich also noch einiges verändern. Dann diskutiere man anders. "Aber die Erwartung war ja, dass die Zahlen so nach unten gehen können, dass man tatsächlich wieder Gastronomie öffnen kann, dass wir Weihnachtsmärkte vielleicht in einer anderen Form haben, dass wir Gottesdienste haben können. Das kann man anhand der jetzt vorliegenden Zahlen noch nicht sehen."

Mittwoch, 11. November, 9.35 Uhr: Spahn sieht bei Corona-Zahlen "Anzeichen für Veränderung"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht Anzeichen für eine positive Veränderung der Corona-Infektionslage in Deutschland. Die Dynamik des Infektionsgeschehens habe sich in den vergangenen Tagen "deutlich reduziert", sagte Spahn am Mittwoch in der Sendung "Frühstart" der Fernsehsender RTL und ntv. "Es steigt noch, aber es steigt weniger stark. Das ist erstmal ermutigend, aber es reicht noch nicht." Noch sei es zu früh, von einer "Trendwende" zu sprechen.

Nach jüngsten Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch wurden innerhalb von 24 Stunden bundesweit 18.487 neue Corona-Infektionen gemeldet. Das sind 3.155 Fälle mehr als am Dienstag. Im Vergleich zum Mittwoch vergangener Woche (17.214) ist der Wert etwas höher.

Positiv äußerte sich Spahn zu einem Vorschlag von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), die Weihnachtsferien wegen der Corona-Pandemie früher zu starten. "Das ist sicherlich ein Teil der Debatte", sagte der Minister. Für Eltern, Kinder und Lehrer sei Planbarkeit wichtig. "Das wäre mit so einer Maßnahme gegeben." Für größere Weihnachtsfeiern sieht Spahn hingegen keinen Spielraum.

Mittwoch, 11. November, 9.25 Uhr: Müller zu Corona: Impfungen in Berlin zuerst für Risikogruppen

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat angekündigt, dass es bei der Vergabe eines Corona-Impfstoffes in der Hauptstadt eine Prioritätenliste geben wird. Weil der Impfstoff erst nach und nach zur Verfügung stehen werde, würden zunächst besonders gefährdete Menschen versorgt sowie spezielle Berufsgruppen wie Ärzte, Polizisten und Feuerwehrleute, sagte der SPD-Politiker am Dienstagabend in der ZDF-Talkshow "Markus Lanz". "Da wird es eine Prioritätenliste geben."

Bereits im Dezember werde es in Berlin eine entsprechende Infrastruktur geben, so dass pro Tag 20.000 Menschen geimpft werden können, erklärte Müller. Dazu seien unter anderem mehrere dezentrale Impfzentren geplant. Gesundheitsstaatssekretär Martin Matz (SPD) hatte am Dienstag angekündigt, dass es zu Beginn des kommenden Jahres sechs Impfzentren geben werde. Die Standorte stünden bislang noch nicht fest. Müller sagte, durch eine Impfung könne wieder Sicherheit und mehr Normalität im Alltag zurückgewonnen werden.

Die neuen Corona-Maßnahmen im November verteidigte Müller. Er verwies darauf, dass Politikerinnen und Politiker aus der Erfahrung lernten und ein "ständiges Herantasten an den richtigen Umgang" mit dem Virus notwendig sei. Natürlich seien in der Vergangenheit auch Fehler gemacht worden, so Müller.

Mittwoch, 11. November, 8.10 Uhr: US-Medien: Rekord bei Zahl der Covid-19-Patienten in US-Kliniken

In den USA hat die Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern nach Medienberichten mit mehr als 60.000 einen Höchststand erreicht. Insgesamt wurden am Dienstag (Ortszeit) landesweit 61.964 Menschen mit dem Virus in Kliniken behandelt, meldeten mehrere US-Medien unter Berufung auf Daten des Covid Tracking Project. Damit habe sich dieser Wert seit September etwa verdoppelt und übertreffe nun auch den zu Beginn der Pandemie erreichten Höchststand von Mitte April (59.940). Ein zweiter Höhepunkt im Sommer hatte diesen Rekord demnach nur knapp verfehlt.

Während die Zahl der Patienten weiter steige, fehle es an medizinischem Personal, um mehr Krankenhausbetten bereitstellen zu können, schrieb die "New York Times". Auf Intensivstationen werden dem Covid Tracking Project zufolge derzeit knapp 12.000 Menschen behandelt. Diese Wert war im April mit rund 15.000 höher.

In den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern hatte die Zahl der Coronavirus-Infektionen seit Beginn der Pandemie am Montag die Marke von zehn Millionen überstiegen. Nach der Statistik der Johns-Hopkins-Universität liegt die Zahl der täglichen Neuinfektionen seit einer Woche bei mehr als 100.000. Mehr als 239.000 Menschen in den Vereinigen Staaten starben nach einer Infektion.

Mittwoch, 11. November, 7.25 Uhr: Polizeigewerkschaft: Gewaltrisiko steigt mit Dauer des Teil-Lockdowns

Bei einer Verlängerung des Teil-Lockdowns über den laufenden Monat hinaus befürchtet die Gewerkschaft der Polizei (GdP) zunehmenden Frust und damit auch mehr Gewaltbereitschaft bei manchen Menschen. "Wenn die Maßnahmen über den November hinausgehen sollten, werden wir wohl keine friedlichen Weihnachten erleben", sagte der NRW-Vorsitzende der Gewerkschaft, Michael Mertens, der "Rheinischen Post". Er befürchte, dass dann bei vielen Menschen der Geduldsfaden reißen könnte. "Das wird sich nicht nur auf der Straße zeigen, sondern auch bei der häuslichen Gewalt. Damit muss man leider rechnen, weil sich viele Menschen eingesperrt und beengt fühlen. Bei dem einen oder anderen mündet das dann in aggressives Verhalten."

Polizisten würden schon jetzt eine zunehmende Aggressivität während ihrer Einsätze feststellen, sagte Mertens. "Immer häufiger werden meine Kollegen bei Einsätzen angespuckt. In Corona-Zeiten kommt das Anhusten dazu. Das Anhusten ist das neue Spucken. Von den Polizisten wird das als extrem bedrohlich empfunden."

Mittwoch, 11. November, 6.55 Uhr: 18.487 neue Corona-Infektionen in Deutschland

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 18.487 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 3.155 Fälle mehr als am Dienstag, wie aus den Angaben des RKI vom Mittwochmorgen hervorgeht. Im Vergleich zum Mittwoch vergangener Woche ist der Wert etwas höher. Zu dem Zeitpunkt hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 17.214 gelegen. Der Höchststand war am Samstag mit 23.399 verzeichneten Fällen erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 705.687 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 11.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Mittwoch um 261 auf insgesamt 11.767. Am Dienstag betrug diese Steigerung 154 Fälle. Das RKI schätzt, dass rund 454.800 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,92 (Vortag: 0,98). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch etwa 92 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Mittwoch, 11. November, 6.05 Uhr: Wahlleiter rechnet mit mehr Briefwählern bei Bundestagswahl

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Bundeswahlleiter Georg Thiel rechnet wegen der Corona-Pandemie mit einem steigenden Anteil von Briefwählern bei der Bundestagswahl. "Darauf bereiten wir und das Bundesinnenministerium uns jetzt schon intensiv vor", sagte Thiel dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Mittwoch). "Acht bis neun Wochen vor der Wahl fahren wir unsere IT-Systeme hoch und testen die am Ende täglich, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten." Er sei zuversichtlich, dass man selbst bei einer deutlichen Steigerung der Briefwahlstimmen in der Wahlnacht oder spätestens am nächsten Morgen ein vorläufiges amtliches Endergebnis verkünden könne, sagte Thiel. Die Bundestagswahl ist im Herbst 2021.

Dienstag, 10. November, 20.19 Uhr: Italien zählt fast 600 Corona-Tote an einem Tag

In Italien ist die Zahl der Corona-Toten innerhalb eines Tages mit fast 600 auf den höchsten Wert seit über einem halben Jahr gestiegen. Binnen 24 Stunden registrierten die Gesundheitsbehörden nach Angaben vom Dienstag 580 Covid-19-Opfer. Damit starben in dem Land mit rund seinen 60 Millionen Einwohnern seit Februar insgesamt 42 330 Menschen im Zusammenhang mit der Viruskrankheit. Die Zahl der Neuinfektionen lag am Dienstag bei knapp 35 100 Fällen in 24 Stunden. Bei der Gesamtzahl der Ansteckungsfälle wird somit die Marke von einer Million in Kürze erreicht werden.

Dienstag, 10. November, 17.50 Uhr: Steinmeier trifft Covid-19-Genesene - "Mich hat Corona mit nichts verschont"

Der Bundespräsident trifft Menschen, die eine Covid-19-Erkrankung hinter sich haben. Ihre Schilderungen sollen vor der kalten Jahreszeit wachrütteln. Die Geschichten von Nadja Alzner und Joachim Huber, die beide mit dem Coronavirus infiziert waren, lesen Sie hier.

Dienstag, 10. November, 17.10 Uhr: Lockdown im Berchtesgadener Land wirkt offenbar - Zahlen halbiert

Der bundesweit erste Teil-Lockdown dieses Herbstes im Berchtesgadener Land zeigt nach drei Wochen offenbar Wirkung. Die Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche - sank laut Landratsamt auf 157,65 - die Hälfte des Höchstwertes von 324 Ende Oktober.

Das Landratsamt hatte am Dienstag vor drei Wochen nach einem sprunghaften Anstieg der Infektionen auf den damals deutschlandweit höchsten Stand strenge Beschränkungen angeordnet. Etwa war das Verlassen der eigenen Wohnung bis 2. November nur mit triftigem Grund erlaubt; Hotels und Gaststätten blieben geschlossen. Dagegen gab es mehrere Klagen, unter anderem von Hoteliers und Gastronomen sowie von Schülern, die ihre Schule außerhalb des Landkreises beuchen wollten. Entsprechende Eilanträge scheiterten aber vor dem Verwaltungsgericht München. Inzwischen herrschen auch im Berchtesgadener Land die Regelungen des allgemeinen Teil-Lockdowns.

Dienstag, 10. November, 16.45 Uhr: Studie zu Corona-Antikörpern in Berlin-Mitte vor dem Start

2.000 Menschen aus dem Berliner Bezirk Mitte sollen für eine Studie auf Coronavirus-Antikörper untersucht werden. Das Robert Koch-Institut (RKI) wolle damit ab 17. November etwa herausfinden, wie viele Menschen ohne Symptome infiziert waren, kündigte der Bezirk am Dienstag an. Bei den Studienteilnehmern handle es sich um vorab zufällig ausgewählte Menschen. Über Details wollen Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) und RKI-Experten am kommenden Montag informieren. Mitte ist seit Beginn der Pandemie der Bezirk mit den zweitmeisten erfassten Fällen (5.861) in Berlin. Nur Neukölln kommt auf einen höheren Wert in Relation zur Einwohnerzahl.

In der RKI-Studie "Corona-Monitoring lokal" werden vier besonders betroffene Regionen betrachtet und dort je 2.000 Menschen untersucht. Neben Mitte sind dies Kupferzell (Baden-Württemberg), Bad Feilnbach und Straubing (beide Bayern). Aus zwei Orten sind nach Datenerhebung im Sommer bereits Ergebnisse auf der RKI-Webseite veröffentlicht: In Bad Feilnbach wurden demnach 2,6-mal mehr Infektionen nachgewiesen als zuvor dort bekannt, in Kupferzell 3,9 mal mehr. Weil bei nachweislich mit Corona infizierten Menschen allerdings häufig keine Antikörper nachweisbar sind, liegt der tatsächliche Anteil der Menschen, die bereits mit Sars-CoV-2 infiziert waren, allerdings merklich höher.

Dienstag, 10. November, 16.05 Uhr: Rund 47 000 Corona-Tests pro Tag - Bayerns Labore noch nicht am Limit

Im Gegensatz zu anderen Bundesländern gibt es in Bayern derzeit mit einer Auslastung von rund 60 Prozent noch keine Kapazitätsprobleme in den Corona-Testlaboren. Derzeit würden im Schnitt rund 47.000 Tests täglich durchgeführt, die Gesamtkapazität im Land betrage etwa 78.000 Tests, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Der Freistaat setze daher weiter auf die bewährte, gut funktionierende und von der Bevölkerung akzeptierte Strategie mit kostenlosen Tests auch für Menschen ohne Symptome.

Rund 40.000 Tests davon könnten in privaten Laboren, 38.000 Tests in kommunalen Testzentren erfolgen, sagte Herrmann. Da die Zahl der Infektionen derzeit stark steige, steige in der Folge durch viele Nachverfolgungen der Kontaktpersonen auch die Zahl der Tests.

"Wir haben damit rechnerisch noch Kapazität nach oben", sagte Herrmann. Gleichwohl sei das Gesundheitsministerium nun beauftragt worden, landesweit zu evaluieren, wo dennoch einzelne Labore überlastet seien. "Wir nehmen die Laborsorgen sehr ernst, wir wollen auch keine Überforderung der Labors haben."

Dienstag, 10. November, 15.50 Uhr: Piazolo: Zusätzlich 20 Millionen für Aushilfspersonal an Schulen

Der Freistaat stellt im laufenden Schuljahr unter Corona-Bedingungen zusätzlich 20 Millionen Euro für Aushilfspersonal an den Schulen zur Verfügung. "Corona macht ja nicht vor den Schulen Halt und bedeutet einen sehr personalintensiven Betrieb", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Um nach Möglichkeit den Präsenzunterricht sicherzustellen, solle die Zahl der bislang 800 zur Verstärkung eingesetzten Teamlehrkräfte nochmals aufgestockt werden. Pandemiebedingt arbeitet ein Teil der Lehrkräfte derzeit ausschließlich von zu Hause aus.

Zusätzlich sollen demnach 400 sogenannte Schulassistenten für Aufgaben außerhalb des Unterrichts eingesetzt werden. Sie sollen vor allem das Personal an Grund-, Mittel- und Förderschulen unterstützen und verschiedene Tätigkeiten wie Notbetreuung, Aufsichten oder Verwaltungsaufgaben übernehmen, sagte Piazolo.

Darüber hinaus stünden künftig zunächst 37 Millionen Euro für zusätzliche Lüftungsmaßnahmen in Schulen zur Verfügung. "Wir wollen jedes Klassenzimmer mit CO2-Ampeln ausstatten", sagte der Minister. Das Lüften im Klassenzimmer hat in Füssen bereits für Diskussionen gesorgt.

Dienstag, 10. November, 15 Uhr: Biontech hat Corona-Impfstoff entwickelt - wer hinter dem Unternehmen steckt

Eigentlich will das Mainzer Pharmaunternehmen den Kampf gegen den Krebs revolutionieren. Doch dann kommt die Corona-Krise - und alles ändert sich. Was das Unternehmen Biontech, das einen Corona-Impfstoff entwickelt hat, ausmacht, erfahren Sie hier.

Dienstag, 10. November, 14.50 Uhr: Bayern stockt Corona-Hilfen in vier Corona-Hotspots auf

In vier speziellen Corona-Hotspots stockt Bayern die Finanzhilfen des Bundes für vom Teil-Lockdown betroffene Unternehmen auf. Dafür werden bis zu 50 Millionen Euro bereitgestellt. Das hat das Kabinett am Dienstag beschlossen.

Das Geld soll an Firmen und Selbstständige fließen, die schon vor dem bundesweiten Teil-Lockdown von regionalen Ausgangsbeschränkungen und ähnlichen Maßnahmen betroffen waren. Konkret geht es um die Landkreise Berchtesgadener Land und Rottal-Inn sowie um die Städte Augsburg und Rosenheim. Dies sei ein wichtiges Zeichen, dass man die Regionen nicht mit ihren Problemen alleine lasse, sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) nach der Kabinettssitzung in München.

Der Bund hat für den befristeten Teil-Lockdown im November Finanzhilfen von zehn Milliarden Euro für betroffene Unternehmen in ganz Deutschland angekündigt. Bayern stockt diese nun auf: im Berchtesgadener Land um knapp 39 Prozent, im Kreis Rottal-Inn um 16 Prozent und in Augsburg und Rosenheim jeweils um gut 3,5 Prozent. Voraussetzung ist, dass die Firmen schon erfolgreich November-Hilfen des Bundes beantragt haben.

Dienstag, 10. November, 13.44 Uhr: Rund 47.000 Tests pro Tag - Bayerns Corona-Labore noch nicht am Limit

Die Corona-Testlabore in Bayern sind nach Angaben der Staatsregierung derzeit noch lange nicht am Kapazitätslimit. Im Mittel der vergangenen sieben Tagen seien 47.000 Tests täglich durchgeführt worden, die Gesamtkapazität im Land betrage 78.000 Tests, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Rund 40.000 Tests davon könnten in privaten Laboren, 38.000 Tests in kommunalen Testzentren erfolgen. Da die Zahl der Infektionen derzeit stark steige, steige in der Folge durch viele Nachverfolgungen der Kontaktpersonen auch die Zahl der Tests.

"Wir haben damit rechnerisch noch Kapazität nach oben", sagte Herrmann. Gleichwohl sei das Gesundheitsministerium nun beauftragt worden, landesweit zu evaluieren, wo einzelne Labore überlastet seien. "Wir nehmen die Laborsorgen sehr ernst, wir wollen auch keine Überforderung der Labors haben." Herrmann betonte, dass Bayern anders als jüngst vom Robert Koch-Institut (RKI) empfohlen, seine Teststrategie nicht grundlegend verändern werde. Es werde aber geprüft, wo etwa die neuen Schnelltests künftig eingesetzt werden könnten und in welchen Regionen die Testzentren zusätzliche Unterstützung brauchen.

Das RKI hatte wegen der vielerorts in Deutschland bestehenden Überlastung von Testlaboren eine deutliche Einschränkung von Corona-Tests empfohlen. Auch Personen mit Krankheitssymptomen sollen demnach erst getestet werden, wenn sich der Zustand auch nach einer mehrtägigen Selbstisolation nicht verbessert hat.

Dienstag, 10. November, 13.42 Uhr: Bayern lehnt Teststrategie des Robert-Koch-Instituts ab

Staatskanzlei-Chef Florian Herrmann gab nach der Sitzung des bayerischen Kabinetts bekannt, dass Bayern seiner Corona-Teststrategie treu bleibe. Damit lehnt Bayern gleichzeitig eine Empfehlung des Robert-Koch-Instituts (RKI) ab, Corona-Tests wegen vielerorts überlasteter Labore einzuschränken. Das RKI hatte empfohlen, Menschen mit Krankheitssymptomen erst zu testen, wenn sich der Zustand auch nach einer mehrtägigen Selbstisolation nicht verbessert hat.

Markus Söder lehnt das ab, wie er bereits am Montag erklärte. Einerseits werde dadurch die Wirtschaft gelähmt, weil Mitarbeiter ausfielen. Andererseits gefährde diese Strategie die Sicherheit der Menschen, sagte der Ministerpräsident. "Wir werden in Bayern auf jeden Fall die kostenlosen Tests fortsetzen."

Dienstag, 10. November, 13.39 Uhr: Freistaat will Augsburg wegen frühem Lockdown finanziell helfen

Der Freistaat Bayern will die Stadt Augsburg in der Corona-Krise unterstützen. Grund dafür sei der lokale "Lockdown", der Augsburg bereits wenige Tage vor dem bundesweiten "Lockdown" getroffen hatte. Das hat der Leiter der Staatskanzlei, Florian Herrmann, bei einer Pressekonferenz am Dienstagmittag in München bekanntgegeben. Das Hilfsprogramm für lokale Unternehmen und Selbstständige betreffe demnach neben Augsburg auch die Landkreise Berchtesgadener Land, Rottal-Inn und Rosenheim.

Insgesamt sollen in die genannten Regionen 50 Millionen Euro fließen – zusätzlich zur außerordentlichen Wirtschaftshilfe des Bundes. In Augsburg werde diese konkret um 3,63 Prozent erhöht. Ein konkreter Betrag wurde nicht genannt. Auch der Zeitpunkt, ab wann Anträge gestellt und Hilfen ausbezahlt werden können, stehe noch nicht fest.

Dienstag, 10. November, 13.32 Uhr: Corona-Ausbrüche in drei Nürnberger Pflegeheimen

In drei Nürnberger Pflegeheimen haben sich mehrere Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Ein Bewohner einer Einrichtung sei gestorben, teilte die Stadt Nürnberg am Dienstag mit. Vier Erkrankte seien im Krankenhaus, einer davon auf der Intensivstation. In einem Altenheim im Stadtteil Langwasser sind demnach 27 der 144 Bewohnerinnen und Bewohner infiziert. In der Altstadt sind es 15 der 136 und im Stadtteil Gostenhof elf der 139 älteren Menschen. In allen drei Einrichtungen wurden jeweils neun Pflegekräfte positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet.

Dienstag, 10. November, 13 Uhr: Die Ergebnisse der Kabinetts-Sitzung

Staatskanzleichef Dr. Florian Herrmann, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, Gesundheitsministerin Melanie Huml und Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo informieren bei einer Pressekonferenz über die Ergebnisse der Sitzung des bayerischen Kabinetts.

Dienstag, 10. November, 12.55 Uhr: EU sichert sich Biontech-Impfstoff - Spahn zuversichtlich

Europa hat beim Ringen um den ersehnten ersten Corona-Impfstoff eine entscheidende Hürde genommen. Der Vertrag mit den Herstellern ist perfekt. Doch ein Ende der Pandemie ist nicht schnell in Sicht - ein Überblick.

Dienstag, 10. November, 12.35 Uhr: Allgäuer Kliniken im Fokus: Während die eine wieder öffnet, kämpft eine andere ums Überleben

Vor zehn Tagen musste die Reha-Klinik Paracelsus in Scheidegg (Westallgäu) wegen acht Corona-Fällen schließen. Nachdem nun das gesamte Personal getestet worden ist, öffnet die Einrichtung wieder. Währenddessen kämpft die Johannesbad Reha-Klinik in Lechbruck ums Überleben: Die Belegschaft will auf die schwierige Situation für Familien in der derzeitigen Lockdown-Phase aufmerksam machen.

Dienstag, 10. November, 12.13 Uhr: EU-Kommission: Vertrag über Biontech-Impfstoff fertig

Die EU-Kommission hat einen Vertrag zur Lieferung des vielversprechenden Impfstoffs der Pharmafirmen Biontech und Pfizer fertig ausgehandelt. "Die Verhandlungen mit der Pharmaindustrie sind abgeschlossen", bestätigten Kommissionskreise am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. "Der Vertrag ist in trockenen Tüchern."

Dienstag, 10. November, 11.40 Uhr: Schülerin scheitert mit Eilantrag gegen Maskenpflicht an Schulen

Eine Brandenburger Schülerin ist vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg mit dem Versuch gescheitert, gegen die Maskenpflicht an Schulen vorzugehen. Die Richter wiesen einen Eilantrag ab, die nach der Corona-Eindämmungsverordnung für Schüler der gymnasialen Oberstufe geltende Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung innerhalb der Schulgebäude vorläufig außer Vollzug zu setzen (OVG 11 S 114/20).

Der 11. Senat argumentierte am Montagabend, dass bei ungehindertem Fortgang des Infektionsgeschehens das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit einer Vielzahl von Menschen in massiver Weise gefährdet sei. Die angegriffene Vorschrift sei voraussichtlich rechtmäßig, insbesondere verhältnismäßig. Die Schülerin, die vor am Dienstag abgehaltenen Abiturprüfungen stand, hatte argumentiert, dass sie während der Prüfzeit mit Maske keine Möglichkeit habe, etwas zu essen und zu trinken. Das Tragen einer Maske während der gesamten Klausurbearbeitung, die bis zu 270 Minuten betragen könne, sei arbeitsschutzrechtlich unzulässig. Dem war der Senat nicht gefolgt.

Dienstag, 10. November, 11.38 Uhr: Corona sorgt für konfessionsgemischten Religionsunterricht in Schulen

Um die Vermischung von Klassen in der Corona-Pandemie zu verhindern, wird an den bayerischen Schulen ein konfessionell gemischter Religionsunterricht ermöglicht. Das Kultusministerium sieht - je nach Gegebenheiten vor Ort - vier verschiedene Modelle vor. Im weitreichendsten werden Schülerinnen und Schüler, die sonst in den evangelischen oder katholischen Religionsunterricht gehen, gemeinsam mit Ethik-Schülern unterrichtet. Die jeweiligen Lehrer sollen dabei "weltanschaulich sensibel" unterrichten und sich etwa alle sechs Wochen abwechseln, wie aus dem Schreiben des Kultusministeriums an die Schulen hervorgeht.

Dienstag, 10. November, 11.30 Uhr: Spahn erwartet 100 Millionen Biontech-Impfdosen für Deutschland

Für Deutschland sollen nach einer Zulassung des Corona-Impfstoffs des Mainzer Unternehmens Biontech bis zu 100 Millionen Dosen des Serums zur Verfügung stehen. Damit sei die Bundesregierung in den Gesprächen in der EU angetreten, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag in Berlin mit. Er erwarte einen schnellen Vertragsabschluss der EU-Kommission mit Biontech und seinem Partner Pfizer, sagte Spahn. "Seien Sie versichert, wir werden das jetzt zügig zu einem Abschluss bringen."

Dienstag, 10. November, 11.23 Uhr: Weber: EU-Vertrag über Biontech-Impfstoff "in nächsten Stunden"

Der vielversprechende Impfstoff der Pharmafirmen Biontech und Pfizer soll rasch auch in der Europäischen Union zur Verfügung stehen. Die EU-Kommission stehe kurz vor dem Abschluss eines Liefervertrags, sagte der CSU-Europapolitiker Manfred Weber am Dienstag im Fernsehsender Phoenix. "Ich kann Entwarnung geben: Die Verträge werden in den nächsten Stunden unterschrieben und dann auch durch die Kommissionsbeschlüsse morgen rechtlich verankert werden", sagte der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei.

Die EU-Staaten hatten sich geeinigt, dass die EU-Kommission in ihrem Namen die Verhandlungen über den Bezug von Impfstoffen führt. Nach Vertragsabschluss haben alle 27 Länder gleichzeitig Zugriff auf erste Lieferungen. Sie werden nach Bevölkerungsstärke verteilt. Deutschland hat einen Anteil von rund 19 Prozent.

Dienstag, 10. November, 11.10 Uhr: Zahl überschuldeter Verbraucher sinkt trotz Corona weiter

Die Zahl überschuldeter Menschen ist in Deutschland 2020 trotz der Corona-Krise noch einmal zurückgegangen. Doch rechnet die Wirtschaftsauskunftei Creditreform wegen der Pandemie für die nächsten Jahren mit einer deutlichen Verschlechterung der Situation.

Dienstag, 10. November, 10.52 Uhr: Mehr Corona-Patienten im Klinikum Memmingen

19 Corona-Patienten werden derzeit am Klinikum Memmingen behandelt, zwei mehr als am Montag. Einer von ihnen liegt nach Angaben des Klinikums weiter auf der Intensivstation. Dort ist bislang noch niemand an den Folgen von Civid-19 gestorben.

Dienstag, 10. November, 10.45 Uhr: Niedersachsens Innenminister warnt vor Radikalisierung von Corona-Leugnern

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat vor einer Radikalisierung von Corona-Leugnern gewarnt. "Der Einfluss von Rechtsextremisten auf die Szene und die Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen kann nicht wegdiskutiert werden und er darf nicht unterschätzt werden", sagte Pistorius am Dienstag im Landtag in Hannover. Zwar seien nicht alle, die gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße gingen, Neonazis und Rechtsextremisten. Aber sie machten sich immer wieder, ob sie es wollten oder nicht, mit Rechtsextremisten gemein, die mit ihnen Seite an Seite demonstrierten.

Gleichzeitig zeige sich, dass sich die Bewegung der Corona-Leugner von innen heraus radikalisiere, auch ohne Einfluss von rechts, sagte Pistorius. Alle Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie würden als diktatorisch bezeichnet, und zwar aus zahlreichen unterschiedlichen politischen und ideologischen Richtungen der Bewegung. "Wir sehen uns sehr genau an, wer zum Umfeld dieser Gruppierungen gehört und wir beobachten weiter sehr genau, wie dynamisch sich Radikalisierungen innerhalb dieser Szene vollziehen", sagte der Minister. "Wir werden weiterhin mit dem notwendigen Augenmaß aber auch mit der entsprechenden Entschlossenheit vorgehen."

Dienstag, 10. November, 9.50 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz: Weiter hohe Werte in umliegenden Landkreisen

Vor allem für Pendler sind die Corona-Zahlen außerhalb des Allgäus entscheidend. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist auch in den umliegenden Landkreisen überwiegend gestiegen. In der Stadt Augsburg liegt der Wert inzwischen bei 318,3, im Landkreis Ravensburg dagegen bei 65,5. Überdurchschnittlich hoch liegen die Werte vor allem in Vorarlberg und in Tirol - ein Überblick.

Dienstag, 10. November, 9.30 Uhr: Bundesforschungsministerin setzt auf Impfstoffproduktion in großem Stil

Darauf wartet die ganze Welt: Ein Corona-Impfstoff könnte kurz vor der Zulassung stehen. Doch Experten dämpfen die Hoffnungen. Eine schnelle Rückkehr ins alte Leben wird es wohl nicht geben.

Dienstag, 10. November, 8.15 Uhr: Corona-Zahlen im Allgäu sinken wieder leicht

Etwas verspätet hat das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstag seine aktuellen Zahlen bekanntgegeben. Demnach ist die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen im Allgäu leicht gesunken - von 1089 (Montag) auf 1018. Auch im Landkreis Oberallgäu hat sich die Lage wieder etwas entspannt, nachdem am Montag die Zahl von 152 auf 240 hochgeschossen war. Am Dienstag meldete das RKI 201 Neuinfektionen für das Oberallgäu. Bis auf das Unterallgäu (plus eine Neuinfektion) ist die Zahl in allen Allgäuer Städten und Landkreisen wieder gesunken. Das spiegelt sich auch beim Sieben-Tage-Inzidenz-Wert wieder: Spitzenreiter bleibt der Landkreis Lindau mit einem Wert von über 200 - die aktuellen Daten finden Sie hier.

Dienstag, 10. November, 7.25 Uhr: Corona-Neuinfektionen in Deutschland auf Vorwochenstand

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 15.332 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 2.000 Fälle mehr als am Montag, wie aus Angaben des RKI vom Dienstagmorgen hervorgeht. Im Vergleich zum Dienstag vergangener Woche ist der Wert nahezu identisch. Damals wurden 15.352 Neuinfektionen gemeldet. Der Höchststand war am Samstag mit 23.399 verzeichneten Fällen erreicht worden. Sonntags und montags sind die täglich vermeldeten Fallzahlen in der Regel niedriger als an anderen Wochentagen.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 687.200 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 10. 11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Dienstag um 154 auf insgesamt 11.506. Am Montag betrug diese Steigerung 63 Fälle. Das RKI schätzt, dass rund 441.200 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 0,98 (Vortag: 1,01). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch etwa 98 weitere Menschen ansteckten. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter eins, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Dienstag, 10. November, 6.42 Uhr: Umfrage: Große Mehrheit zweifelt an Corona-Strategie

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in Deutschland zweifelt laut einer neuen Umfrage die große Mehrheit der bayerischen Bürger an der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen. Drei Viertel halten die bisherigen Maßnahmen für wenig oder gar nicht wirksam, wie das Umfrageinstitut GMS im Auftrag von Sat.1 Bayern ermittelt hat. Zudem glaubt fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) nicht, dass der bis Ende November angeordnete Teil-Lockdown reicht, um die Lage wieder in den Griff zu bekommen.

Drei Viertel der befragten 1000 bayerischen Bürger befürwortete zudem schärfere Kontrollen. Das beinhaltet sogar eine Mehrheit von 54 Prozent der AfD-Anhänger - obwohl gleichzeitig knapp zwei Drittel (63 Prozent) der AfD-Anhänger die Schutzmaßnahmen für übertrieben erklärten.

Die Umfrage förderte auch in anderer Hinsicht zutage, wie gespalten die Stimmung in der Bevölkerung in Hinblick auf die Epidemie ist. Einerseits zweifelt eine große Mehrheit an der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen, nahezu ebenso hoch ist jedoch die Zustimmung zur Linie der Staatsregierung: 72 Prozent sind mit deren Krisenmanagement und Maßnahmen grundsätzlich einverstanden.

Auffällig: Die größte Zustimmung findet der Kurs von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und der CSU/Freie Wähler-Koalition bei den Anhängern der Freien Wähler mit 80 Prozent, gefolgt von Grünen-Wählern mit 77 Prozent. Die CSU-Wählerschaft dagegen ist mit 72 Prozent Zustimmung etwas zurückhaltender.

Der 17:30 Sat.1 Bayern Wählercheck soll am Dienstagabend gesendet werden. GMS befragte vom 4. bis 9. November 1004 Bürger per Telefon.

Dienstag, 10. November, 6.25 Uhr: Biontech-Impfstoff: Erfreuliche Ergebnisse - mit offenen Fragen

So groß die Freude über die beeindruckenden Zwischenergebnisse bei der Erprobung des Corona-Impfstoffs des Mainzer Unternehmens Biontech und des US-Pharmakonzerns Pfizer auch ist: Zu den Informationen, die bislang nur aus einer kurzen Mitteilung der Hersteller stammen, sind noch eine ganze Reihe wichtiger Fragen offen - ein Überblick.

Dienstag, 10. November, 6 Uhr: Umfrage: Corona-Maßnahmen belasten Depressive stärker

In Deutschland sind Menschen mit Depressionen nach einer neuen Studie stärker von den Folgen der Corona-Maßnahmen betroffen als die Allgemeinbevölkerung. So haben sie zum Beispiel den Lockdown im Frühjahr als deutlich belastender erlebt, heißt es im neuen "Deutschland-Barometer Depression", das am Dienstagvormittag vorgestellt werden soll. Für diese Untersuchung lässt die Stiftung Deutsche Depressionshilfe jährlich rund 5000 Menschen zwischen 18 und 69 Jahren mit unterschiedlichen Schwerpunkten repräsentativ online befragen, zuletzt im Juni und Juli.

Danach empfanden rund drei Viertel der Menschen mit Depressionen (74 Prozent) den Lockdown im Frühjahr als bedrückend. In der Allgemeinbevölkerung seien es 59 Prozent gewesen, heißt es in der Analyse. Menschen mit Depressionen hätten zum Beispiel fast doppelt so häufig unter einer fehlenden Tagesstruktur und Grübelei gelitten. Im Vergleich zur Bevölkerung insgesamt vermissten sie auch noch häufiger den Kontakt zu anderen.

Nach Angaben der Stiftung sind in Deutschland rund fünf Millionen Menschen depressiv erkrankt.

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