Corona-Newsblog, Teil 39

Die Corona-Entwicklung im Allgäu vom 13. bis 17. Januar 2021 im Rückblick

Ein Frau mit FFP2-Maske wartet in einer U-Bahnstation auf die Bahn. In Bayern gilt ab dem 18. Januar an eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel.

Ein Frau mit FFP2-Maske wartet in einer U-Bahnstation auf die Bahn. In Bayern gilt ab dem 18. Januar an eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel.

Bild: Sven Hoppe, dpa

Ein Frau mit FFP2-Maske wartet in einer U-Bahnstation auf die Bahn. In Bayern gilt ab dem 18. Januar an eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel.

Bild: Sven Hoppe, dpa

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog vom 13. bis 17. Januar
18.01.2021 | Stand: 19:22 Uhr

Dies ist ein Archivartikel. Wir berichten in unserem aktuellen Newsblog laufend über die aktuelle Corona-Entwicklung in der Region Allgäu und in der Welt.

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Unter den Teilnehmern befanden sich auch der zurückgetretene Ex-Vizekanzler und frühere FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache und bekannte Personen aus der Neonazi-Szene.

Samstag, 16. Januar, 21.45 Uhr: Piksen in der Kirche - Englische Kathedralen werden zu Impfzentren

In England sind die ersten Menschen in Kirchen gegen das Coronavirus geimpft worden. In der Kathedrale im nordenglischen Lichfield haben die Impfungen in der ungewöhnlichen Kulisse bereits am Freitag begonnen, in der berühmten Kathedrale in Salisbury in Südengland wurde ab Samstag zu den Klängen der Orgel gepikst. In den meisten Regionen finden Gottesdienste derzeit nur online statt, so dass die Gotteshäuser, die teilweise viel Platz bieten, leer stehen.

Der Abgeordnete von Lichfield, Michael Fabricant, bezeichnete die Kirche seiner Stadt, vor der am Freitag bereits viele Senioren Schlange standen, auf Twitter als "glamourösestes Impfzentrum Großbritanniens". Der Dekan der Kirche, Adrian Dorber, sagte der Nachrichtenagentur PA: "Ich hoffe, es ist ein Symbol dafür, wie Gemeinden gemeinsam helfen können, diesen großartigen Impfstoff zu verteilen."

Samstag, 16. Januar, 21 Uhr: DFB-Arzt Meyer: Gesunde Fußballer in letzter Impfgruppe

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Corona-Blog, Teil 76

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt im Überblick vom 10. bis 16. September 2021

Nationalmannschafts-Arzt Tim Meyer sieht Impfungen von Bundesligaprofis gegen das Coronavirus derzeit nicht als dringlich an. In einem Interview des Deutschlandfunks sagte der Mediziner, die bestehenden Hygienekonzepte reichten aus, um vernünftig Fußball zu spielen. Die Impfstrategie sei klar geregelt, es gebe priorisierte Gruppen. "Da sind gesunde junge Fußballspieler in der allerletzten Gruppe", sagte Meyer. Der 53-Jährige hatte im vorigen Frühjahr mit der Entwicklung eines Hygienekonzeptes für die Deutsche Fußball Liga maßgeblichen Anteil daran, dass die Saison in der Bundesliga und 2. Liga nach einer coronabedingten Pause noch beendet werden konnte.

Samstag, 16. Januar: 19.50 Uhr: Polizei-Einsätze bei Beerdigung, Geburtstagen und im Flugzeug: Diese Corona-Verstöße sorgten für Wirbel

Immer wieder werden Corona-Regeln missachtet. In dieser Woche sorgten etliche Corona-Verstöße bundesweit für Schlagzeilen. Unsere Dokumentation dazu lesen Sie hier.

Samstag, 16. Januar, 19 Uhr: Südafrikanische Corona-Variante erstmals in Dänemark nachgewiesen

Die zuerst in Südafrika aufgetretene Variante des Coronavirus ist zum ersten Mal in Dänemark nachgewiesen worden. Der Fund der Variante B.1.351/501Y hänge mit einer Reise nach Dubai zusammen, teilte das dänische Gesundheitsinstitut SSI am Samstagabend mit. Die aus England stammende Corona-Mutante ist bereits vor Wochen im nördlichsten deutschen Nachbarland eingetroffen: Sie wurde bisher 256 Mal im Land nachgewiesen.

Samstag, 16. Januar, 18.15 Uhr: Anti-Corona-Kampf in Italien: Drei Rote Zonen und Teil-Lockdown

Im Kampf gegen den Wiederanstieg der Corona-Zahlen gibt es in Italien ab Sonntag drei Rote Zonen mit strengen Ausgangsverboten, darunter die wirtschaftsstarke Lombardei. In vielen anderen Teilen des Mittelmeerlandes gilt zudem ein etwas weniger scharfer Teil-Lockdown. Das geht aus einer Anordnung des Gesundheitsministers Roberto Speranza vom Samstag hervor. Ein Großteil Italiens wird als Orange Zone eingestuft, dazu gehört auch die Region Latium mit der Hauptstadt Rom. Dort sollen die Menschen in der Regel ihre Orte nicht verlassen. Restaurants und und Bars dürfen Gäste nicht mehr am Tisch bedienen, erlaubt ist nur noch zeitweiser Außer-Haus-Verkauf.

Samstag, 16. Januar, 18 Uhr: Zwei Corona-Fälle am Humboldt-Institut in Lindenberg

Eine Schülerin bringt das Virus aus den Weihnachtsferien mit. Auch eine Mitarbeiterin ist positiv getestet worden. Wie ein Schüler die Situation erlebt, lesen Sie hier.

Samstag, 16. Januar, 17 Uhr: Mehr als eine Million Menschen in Deutschland gegen Corona geimpft

Knapp drei Wochen nach dem Impfstart haben in Deutschland mehr als eine Million Menschen die erste Dosis erhalten. Das geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag hervor. Demnach wurden ihm bis einschließlich Freitag 1 048 160 Impfungen übermittelt - das entspricht 1,26 Prozent der Einwohner. Im Laufe des Freitags wurden mindestens 79 759 Menschen geimpft, von denen das RKI bereits unterrichtet wurde. Nachmeldungen sind jedoch wahrscheinlich. Für einen vollen Impfschutz ist eine zweite Dosis nach etwa drei Wochen nötig.

Samstag, 16. Januar, 16.15 Uhr: Fünf weitere Corona-Todesfälle im Allgäu

Im Allgäu sind fünf Menschen in den vergangenen 24 Stunden in Zusammengang mit einer nachgewiesenen Corona-Infektion gestorben. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit. Drei Personen starben demnach in dem vom Coronavirus derzeit stark betroffenen Landkreis Unterallgäu (Inzidenzwert über 200), zwei weitere im Ostallgäu.

Samstag, 16. Januar, 16 Uhr: Geplante Demo gegen Corona-Beschränkungen bleibt vorerst verboten

Das Verwaltungsgericht Ansbach hat einen Eilantrag zu einer am Sonntag in Stein (Landkreis Fürth) geplanten Versammlung gegen die Corona-Beschränkungen abgelehnt. Der Veranstalter legte daraufhin am Samstag Beschwerde gegen die Entscheidung beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof ein, wie ein Sprecher bestätigte.

Samstag, 16. Januar, 15.45 Uhr: Corona-Ausbruch in Seniorenheim im Landkreis Rottal-Inn

In einem Seniorenheim im Landkreis Rottal-Inn ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. 28 der 39 Heimbewohner und 19 der 37 Beschäftigten seien positiv auf Sars-Cov-2 getestet worden, berichtet die "Passauer Neue Presse" (PNP) am Samstag. Am Mittwoch hatte es einen Reihentest gegeben, nachdem Schnelltests bei einigen Mitarbeitern positiv angeschlagen hatten.

In dem Heim St. Josef in Kirchdorf am Inn waren einige Tage zuvor - am Samstag - 48 Menschen geimpft worden. Das Landratsamt Rottal-Inn erklärte laut PNP: "Aufgrund des Zeitraums zwischen der Erstimpfung - und es war ja bislang nur die Erstimpfung - und dem Ausbruch des Infektionsgeschehens ist mit größter Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass für die Betroffenen noch kein umfangreicher Impfschutz bestand, was auch so nicht zu erwarteten war."

Samstag, 16. Januar, 14.45 Uhr: Schottland macht Arbeit im Homeoffice - wo möglich - verpflichtend

In Schottland ist das Arbeiten im Homeoffice - soweit die Tätigkeit es zulässt - seit Samstag verpflichtend. "Unter den aktuellen Regeln brauchen Sie eine ernsthafte Entschuldigung, Ihr Zuhause zu verlassen. Arbeit zählt nur dazu, wenn sie nicht von zuhause aus erledigt werden kann", heißt es in einer Verschärfung der Corona-Maßnahmen der schottischen Regierung, die am Samstag in Kraft getreten ist. Schottische Arbeitgeber sind demnach gesetzlich dazu verpflichtet, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die Ausbreitung des Coronavirus zu minimieren. Dazu gehöre es, Beschäftigte ins Homeoffice zu schicken, wenn ihre Tätigkeiten dies zuließen. Von zuhause aus zu arbeiten, müsse der Standard sein.

Samstag, 16. Januar, 14.30 Uhr: Experten plädieren für Verlängerung des Lockdowns in Österreich

Die Hinweise auf eine Verlängerung und Verschärfung des derzeit geltenden Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Österreich verdichten sich. Führende Experten warnten am Samstag im Bundeskanzleramt in Wien vor zu frühen Öffnungsschritten in der Corona-Krise. "Die Neuinfektionen gehen nicht mehr stark genug zurück", sagte der Vizerektor für Klinische Angelegenheiten der Medizinischen Universität Wien, Oswald Wagner. Mehr dazu lesen Sie hier.

Samstag, 16. Januar, 13.25 Uhr: Feiernde Jugendliche - Wieder Verstöße gegen Corona-Regeln im Allgäu

Erneut ist es zu Beginn des Wochenendes im Allgäu zu einigen Verstößen gegen die geltenden Corona-Regeln gekommen. Unter anderem in Oberstdorf erwischte die Polizei unabhängig voneinander meherere Menschen, die gegen die Ausgangssperre verstießen. Und im Unterallgäu feierten Jugendliche entgegen der Kontaktbeschränkungen in einer Gartenhütte - bis die Polizei kam. Mehr dazu hier.

Samstag, 16. Januar, 13.10 Uhr: Noch 22 Landkreise und Städte in Bayern über Inzidenzwert von 200

Die Corona-Lage in Bayern hat sich mit Blick auf die Infektionszahlen ein wenig entspannt. Am Samstag lagen noch 22 Landkreise und kreisfreie Städte im Freistaat über dem Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ein Rückgang im Vergleich zu den Vortagen. Das geht aus der täglichen Aktualisierung der Daten des Robert Koch-Instituts hervor. Bayerischer Spitzenreiter ist demnach nunmehr die Stadt Bayreuth mit einer Inzidenz von 315,6. Am Freitag hatten es noch 25 Kreise und Städte die 200er-Marke überschritten.

Allerdings gibt es deutschlandweit Rückmeldungen und Klagen aus Kommunen, dass die Datenübermittlung über das neue elektronische Meldesystem Demis nicht ordnungsgemäß funktioniert und die Daten deshalb nicht zuverlässig seien. In Bayern zählten dazu in den vergangenen Tagen unter anderem die Stadt Nürnberg und der Landkreis München.

Samstag, 16. Januar, 11.10 Uhr: Biontech-Impfstoff künftig einfacher einsetzbar

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland kann das Präparat der Hersteller Biontech und Pfizer künftig einfacher eingesetzt werden. Wie aus aktualisierten Handlungsempfehlungen von Biontech hervorgeht, kann der Impfstoff auch schon als fertige Dosis in der Spritze bis zu sechs Stunden bei 2 bis 8 Grad transportiert werden. Das hätten neue Daten zur Stabilität des Impfstoffes ergeben.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Samstag der Deutschen Presse-Agentur, dies sei eine gute Nachricht besonders für Pflegebedürftige, die zu Hause auf eine Impfung warten. Die Länder könnten die Impfkampagne nun flexibler organisieren. "Dass fertige Impfdosen in Spritzen künftig bereits in den Impfzentren für den Transport vorbereitet werden können, hilft ganz praktisch beim Kampf gegen die Pandemie."

Bisher wurde empfohlen, bereits verdünnten Impfstoff nicht zwischen Einrichtungen zu transportieren - also zwischen den Impfzentren der Länder, wo das Präparat bei minus 70 Grad lagert, und Impf-Einsätzen in Pflegeheimen oder Einrichtungen des betreuten Wohnens. Nach Angaben von Biontech ist verdünnter Impfstoff maximal sechs Stunden bei 2 bis 30 Grad haltbar. Er könne also bei Bedarf schon im Impfzentrum verdünnt und dann als vorbereitete Dosis in der Spritze vorsichtig transportiert werden. Dafür sollten spezielle Kühlboxen verwendet werden. Spritzen oder Fläschchen sollten sicher verpackt sein, damit sie aufrecht stehen und nicht lose sind oder rollen.

Aus einer Ampulle können nun auch sechs statt fünf Impfdosen gezogen werden. Der Impfstoff von Biontech/Pfizer wurde Ende 2020 als erster in der EU zugelassen, inzwischen wird auch das Präparat des US-Herstellers Moderna in Deutschland eingesetzt.

Samstag, 16. Januar, 9.45 Uhr: Brinkhaus: Lieber einmal richtigen Lockdown als bis zum Sommer

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus plädiert für eine umfassende Ausweitung der Corona-Beschränkungen. "Jetzt lieber einmal richtig - anstatt eine Endlosschleife bis in den Sommer hinein", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Insbesondere die hohe Ansteckungsrate der neuen Mutation beunruhigt uns sehr. Wir müssen versuchen, diese neuen Virus-Varianten durch konsequente Maßnahmen rechtzeitig einzudämmen."

In der WDR-Sendung "Aktuelle Stunde" antwortete er am Freitagabend auf die Frage, ob bei der Beratung von Kanzlerin Angela Merkel mit den Landesregierungschefs am Dienstag nächtliche Ausgangsbeschränkungen zu erörtern seien: "Ja, es muss alles auf den Tisch gelegt werden." Die Infektionszahlen seien weiter zu hoch. Bei RTL/ntv sagte er zudem: "Wir müssen nochmal mit der Industrie und der Wirtschaft reden, ob da wirklich alle Kapazitäten für mobiles Arbeiten im Homeoffice ausgenutzt werden. Wir werden auch nochmal schauen müssen, ob man den Nahverkehr nicht abschaltet oder zumindest so organisiert, dass dort nicht mehr so viele Menschen in einem Bus oder in einem Waggon sind."

Samstag, 16. Januar, 8.35 Uhr: Allgäu rechnet am Wochenende mit erhöhtem Andrang von Tagestouristen

Angesichts des "Einreiseverbots" für Ausflügler in beliebten Tourismusregionen rechnet das Allgäu am Wochenende mit umso mehr Tagestouristen. "Ich denke schon, dass gerade diejenigen Orte, die relativ nah an München gelegen sind, einen größeren Ansturm verzeichnen", sagte Simone Zehnpfennig von der Allgäu GmbH. Aber: "Man muss ja nicht immer Richtung Schloss Neuschwanstein, Oberstdorf oder Oberstaufen fahren. Das Allgäu hat ja noch viel mehr zu bieten."

Ihr Tipp: "Vielleicht kann man einfach die Karte nehmen und gucken, und dann in Regionen fahren, die man sonst nicht so auf dem Schirm hat. Wandern und durch den Schnee stapfen kann man überall." So finde man beispielsweise etwas nördlich der beliebten Ziele schöne Landschaften, in denen man ungestört spazieren gehen oder rodeln könne.

Im Unterschied zu den Ausflugsregionen im Bayerischen Wald oder auch im südlich von München gelegenen Landkreis Miesbach hat im Allgäu kein einziger Landkreis touristische Tagesreisen untersagt. Im Landkreis Unterallgäu dürfen sich die Einheimischen aufgrund der hohen Inzidenzwerte jedoch nur in einem Radius von 15 Kilometern um ihren Wohnort bewegen.

Samstag, 16. Januar, 7.50 Uhr: Unterallgäu erneut über 200er-Inzidenz

Das Unterallgäu liegt am Samstag nach den neuesten Zahlen des RKI erneut über der Sieben-Tage-Inzidenz von 200. Drei Allgäuer Landkreise und kreisfreie Städte sind unter die 100er-Marke gesunken. Die aktuellen Werte am Samstag bekommen Sie hier.

Samstag, 16. Januar, 7.35 Uhr: Wirtschaftsweisen-Chef warnt Regierung vor zu viel Aktionismus

Der Chef der sogenannten Wirtschaftsweisen, Lars Feld, hat Bund und Länder mit Blick auf ihre Beratungen am Dienstag vor einer Überreaktion bei den Corona-Auflagen gewarnt. "Eine Verlängerung des aktuellen Lockdowns ist wohl unvermeidlich. Aber die Politik muss aufpassen, dass sie nicht in Aktivismus abdriftet", sagte der Vorsitzende des Rats der Wirtschaftssachverständigen der Düsseldorfer "Rheinischen Post". "Eine Verschärfung des Lockdowns über seine Verlängerung hinaus darf nicht zu einem Problem für die Versorgungslage der Bevölkerung werden. Dies muss vor dem Hintergrund stark ausdifferenzierter Lieferketten gesehen werden." Feld ist auch Mitglied der Corona-Expertengruppe der Akademie Leopoldina, die das Kanzleramt berät.

Bereits an diesem Dienstag statt erst am 25. Januar sind die nächsten Corona-Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder geplant. Hintergrund ist eine Diskussion über mögliche weitere Verschärfungen von Corona-Beschränkungen. Der bisherige Lockdown ist vorerst bis zum 31. Januar vorgesehen.

Samstag, 16. Januar, 7 Uhr: Über 18.000 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. In Deutschland haben sich innerhalb von 24 Stunden über 18.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 18.678 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden, wie das RKI am Samstagmorgen bekanntgab. Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie bekanntgewordenen Fälle auf 2.019.636 (Stand: 16.01., 00.00 Uhr). Noch am Vortag waren 22.368 Neuinfektionen gemeldet worden. Dabei ist zu beachten, dass die tatsächliche Gesamtzahl noch deutlich höher liegen dürfte, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Außerdem wurden 980 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Der bisherige Höchststand von 1.244 neuen Todesfällen war am Donnerstag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Samstagmorgen bei 139,2. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch aktuell enorm: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 268,3 und Sachsen mit 255,8. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 80,0. Bundesweit ist die 7-Tage-Inzidenz in den vergangenen Tagen nach RKI-Daten vom Freitag leicht gesunken.

Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 45.974. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.657.900 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Freitag bei 0,99 (Vortag: 1,02). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 99 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Freitag, 15. Januar, 19.20 Uhr: Wann kommt wieviel Corona-Impfstoff von Pfizer?

Das Bundesgesundheitsministerium in Berlin geht davon aus, dass Pfizer die in den kommenden drei bis vier Wochen bereits zugesagte Menge an Corona-Impfstoff nicht liefern kann. Zunächst war unklar, wie viele Impfdosen nun vorerst nicht zur Verfügung stehen. In der EU löst die Mitteilung Besorgnis aus.

Freitag, 15. Januar, 18.40 Uhr: Auch die Marktoberdorfer Senioren warten auf ihre Corona-Impfung

Kannst Du mir mal helfen?“, fragen ausnahmsweise die Eltern oft ihre Kinder, wenn es um die Online-Registrierung am Computer für die Corona-Schutzimpfung geht. Denn zur ersten Kategorie, die geimpft wird, gehört eine Generation, die nicht mit dieser Technik aufgewachsen ist: die über 80-Jährigen. Gut 9400 Ostallgäuer haben in diesen Tagen Post vom Landratsamt erhalten mit dem Hinweis, wie sie sich registrieren lassen können.

Das mit einem Termin ist allerdings so eine Sache. Das Landratsamt hat für die Registrierung eine Empfehlung.

Freitag, 15. Januar, 17.30 Uhr: Pfizer: Auswirkungen auf Lieferungen von Ende Januar bis Februar

Der Pharmakonzern Pfizer rechnet mit einer Einschränkung der Corona-Impfstoff-Lieferungen in Europa in den kommenden Wochen. Maßnahmen zur Erhöhung der Produktion im Werk in Puurs in Belgien würden sich "vorübergehend auf die Lieferungen von Ende Januar bis Anfang Februar auswirken", teilte Pfizer am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit. Es könne "in naher Zukunft zu Schwankungen bei Bestellungen und Versandplänen" kommen.

Der Konzern betonte jedoch, dass die Änderungen in der Fabrik zu einer signifikant höheren Anzahl an Impfdosen Ende Februar und im März führen würden. "Unsere Pläne sehen eine gerechte Verteilung im Rahmen der Vereinbarungen mit den Regierungen vor und dass jedes Land seine zugewiesenen Dosen über die Laufzeit des Vertrags erhält, obwohl die geschätzten Mengen in einem bestimmten Quartal möglicherweise angepasst werden müssen."

In Bayern bekommen dennoch alle Menschen ihre Zweitimpfung, teilt das Gesundheitsministerium mit. Unklar ist allerdings, wie es mit den Erstimpfungen weitergeht.

Freitag, 15. Januar, 17.05 Uhr: Welche Corona-Verschärfungen könnten jetzt noch kommen?

Bislang ist es mit dem Lockdown in Deutschland nicht gelungen, die Neuansteckungen mit dem Coronavirus auf die angestrebten unter 50 Fälle pro 100 000 Einwohner und Woche (7-Tage-Inzidenz) zu drücken. Zwar ist der Wert auf 146 gesunken, von knapp 200 in der Vorweihnachtszeit. Das Robert Koch-Institut weist aber darauf hin, dass die Daten wegen des Jahreswechsels erst in einigen Tagen wieder belastbar sind. Gleichzeitig gibt es Sorgen vor ansteckenderen Virus-Mutationen, die die Zahlen wieder in die Höhe treiben könnten.Vor diesem Hintergrund ziehen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder ihre eigentlich erst für den 25. Januar geplanten nächsten Beratungen auf kommenden Dienstag vor. Es ist die mittlerweile 16. Corona-Krisenrunde dieser Art. Kommt nun der "Mega-Lockdown"? An welchen Stellschrauben die die Politik theoretisch noch drehen könnte.

Freitag, 15. Januar, 16.40 Uhr: Sachsen will Einrichtung für Quarantäne-Verweigerer in Betrieb nehmen

Sachsen will in der kommenden Woche eine Einrichtung für Quarantäne-Verweigerer in Betrieb nehmen. Das teilte das Innenministerium am Freitag mit. Bislang seien allerdings noch keine Verweigerer bekannt, die per Gerichtsbeschluss abgesondert werden sollten, hieß es weiter. Von einer Unterbringung Betroffener in einem Krankenhaus hatte der Freistaat Abstand genommen, weil alle Kapazitäten dort in der Corona-Pandemie dringend gebraucht würden.

Freitag, 15. Januar, 15.50 Uhr: München kritisiert ausbleibende Impfstofflieferung

Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat "chaotische Zustände" bei der Impfstofflieferung kritisiert. Entgegen der Ankündigung des Freistaats, die lokalen Impfzentren regelmäßig jeden Dienstag und Freitag mit Corona-Impfstoff zu beliefern, habe die Stadt die für Freitag zugesagten 3500 Impfdosen nicht erhalten, teilte das Rathaus mit.

Mit dem noch vorhandenen Impfstoff könne gerade so sichergestellt werden, dass übers Wochenende die notwendige Zweitimpfung der ersten geimpften Einwohner erfolgen könne. "Wir können nur verimpfen, was uns an Impfstoff zur Verfügung gestellt wird", erläuterte Reiter. "Diese chaotischen Zustände, dass Impfdosen angekündigt, dann aber nicht geliefert werden, müssen unverzüglich beendet werden."

Freitag, 15. Januar, 13.25 Uhr: Sterbefälle in Deutschland ein Viertel über Durchschnitt - Verdoppelung in Sachsen

Ende des vergangenen Jahres sind in Deutschland deutlich mehr Menschen gestorben als im Durchschnitt der Vorjahre. Laut Statistischem Bundesamt lagen die Sterbefallzahlen in der Woche vor Weihnachten um 24 Prozent über dem Mittel. In Sachsen haben sich die Zahlen sogar verdoppelt. Die vorläufigen Zahlen der Sonderauswertung lagen am Freitag bis zur 51. Kalenderwoche vor, das war vom 14. bis 20. Dezember 2020. In dieser Woche starben mindestens 23.550 Menschen - 4.568 mehr als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Bereits in der Woche davor hatten die Sterbefallzahlen 25 Prozent über dem Schnitt gelegen.

Freitag, 15. Januar, 13.15 Uhr: Corona-Fälle bei Handball-WM: Weltverband erhöht Test-Rhythmus

Der Handball-Weltverband IHF reagiert mit einer erhöhten Testfrequenz auf die ersten Corona-Fälle bei der WM in Ägypten. Von diesem Samstag an sollen alle Nationalteams, Schiedsrichter sowie Turnier-Offizielle täglich auf Covid-19 getestet werden, wie die IHF am Freitag mitteilte. Bislang hatten sich viele an der Weltmeisterschaft beteiligte Personen mindestens alle 72 Stunden einem Corona-Test unterziehen müssen.

Freitag, 15. Januar, 12.50 Uhr: Sachsens Ministerpräsident Kretschmer für harte Kontaktreduzierungen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat sich wegen der weiterhin viel zu hohen Corona-Infektionszahlen dafür ausgesprochen, die Kontaktbeschränkungen bundesweit für zwei bis drei Wochen drastisch zu verschärfen. Man habe die Erfahrung machen müssen: "Reduzierung von Inzidenz geht nur mit ganz hartem Lockdown", sagte Kretschmer am Freitag in einer Online-Pressekonferenz vor dem CDU-Parteitag. "Dieser softe Lockdown mit offenen Schulen, Kindergärten, mit offenen Einkaufsmöglichkeiten bringt nichts. Deswegen: Hart und konsequent."

Freitag, 15. Januar, 12.40 Uhr: Bundesregierung plant keine Pflicht zum Homeoffice

Trotz der anhaltend hohen Zahl von Corona-Infektionen plant die Bundesregierung weiterhin keine Homeoffice-Pflicht. Derzeit stehe "keine zwingende Regelung auf der Tagesordnung", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Er schloss sich zwar dem Appell von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Ausweitung der Heimarbeit an, betonte aber auch: "Homeoffice ist nicht für jeden Beruf, für jede Tätigkeit geeignet."

Freitag, 15. Januar, 12.30 Uhr: SPD-Landtagsabgeordnete klagen gegen 15-Kilometer-Regel in Bayern

Auch drei SPD-Landtagsabgeordnete, darunter der Fraktionsvorsitzende Horst Arnold, klagen nun gegen die 15-Kilometer-Regel in Bayern. Man wolle die Regelung mit einem sogenannten Normenkontrollantrag beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof überprüfen lassen, teilten Arnold sowie die beiden Abgeordneten Inge Aures und Christian Flisek am Freitag in München mit.

Die Landtags-SPD insgesamt meldete "massive rechtsstaatliche Bedenken" an. "Das Leben und die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger sind vom Staat zu schützen. Gleichzeitig muss sich jede Maßnahme an den Regeln des Rechtsstaats messen lassen, vor allem, wenn sie einen erheblichen Grundrechtseingriff wie den der Freizügigkeitsbeschränkung darstellt", erklärte Arnold. Keine Anti-Corona-Maßnahme sei reiner Selbstzweck.

Freitag, 15. Januar, 12.25 Uhr: Flughafen München: Pilot bricht Startvorgang ab, weil Fluggast Maske verweigert

Weil sich ein Mann weigerte, an Bord eines Flugzeugs eine Maske zu tragen, hat der Pilot den Startvorgang abgebrochen. Für den Niederländer, der am Donnerstag von München nach Südafrika reisen wollte, endete damit die Reise früher als geplant.

Der Mann saß nach Angaben der Polizei bereits auf seinem Platz, die Türen waren geschlossen und das Flugzeug rollte Richtung Startposition. Doch weil auch die Kabinencrew den Mann nicht überzeugen konnte, einen Mund-Nasen-Schutz aufzuziehen, habe der Pilot kurzerhand kehrt gemacht und die Polizei verständigt, teilte ein Sprecher der Flughafeninspektion am Freitag mit.

Freitag, 15. Januar, 12 Uhr: Bund-Länder-Beratungen zu Corona-Krise schon am Dienstag

Bund und Länder ziehen angesichts der Corona-Krise Beratungen über das weitere Vorgehen in die kommende Woche vor. An diesem Dienstag um 14.00 Uhr sind Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder geplant, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin sagte. Ursprünglich war die nächste Bund-Länder-Schalte für den 25. Januar angesetzt. Hintergrund ist eine Diskussion über mögliche weitere Verschärfungen von Corona-Beschränkungen. Ein bereits verschärfter Lockdown ist vorerst bis zum 31. Januar vorgesehen.

Seibert sagte, die Zahl der Neuinfektionen sei weiterhin viel zu hoch. Dazu komme das neue Risiko einer Virus-Mutation, die in Irland und Großbritannien zu einem extremem Anstieg der Fälle geführt habe. Nötig sei, noch mehr zu tun, um Kontakte zu reduzieren. Dazu gehöre unter anderem eine stärkere Nutzung von Homeoffice.

Freitag, 15. Januar, 11.40 Uhr: Absage für Landrat Alex Eder: Grundschulen im Unterallgäu bleiben zu

Schwabens Regierungspräsident Erwin Lohner hat den Antrag von Landrat Alex Eder, die Grundschulen im Unterallgäu ab kommender Woche für den Präsenz-Unterricht zu öffnen, abgelehnt.

Freitag, 15. Januar, 11.35 Uhr: Umfrage: Mehrheit findet Corona-Maßnahmen richtig

Die Verschärfung der Corona-Maßnahmen seit Anfang Dezember stößt in der Bevölkerung offensichtlich auf Zustimmung. Laut am Freitag veröffentlichtem ZDF-"Politbarometer" sind 51 Prozent der Befragten der Meinung, dass die aktuell geltenden Maßnahmen so gerade richtig sind, ein Plus von 16 Prozentpunkten im Vergleich zu Anfang Dezember. Nur noch 28 Prozent (minus 21) plädieren demnach für eine Verschärfung. Mehr Menschen halten die Maßnahmen inzwischen aber auch für übertrieben: 18 Prozent (Dezember: 13 Prozent).

Die Impfbereitschaft ist der Umfrage zufolge deutlich gewachsen. 67 Prozent gaben an, dass sie sich gegen Corona impfen lassen wollen. Ende November waren es den Angaben zufolge noch 51 Prozent. Zehn Prozent lehnen eine Impfung ab (November: 20 Prozent) und 22 Prozent sind sich noch nicht sicher.

Freitag, 15. Januar, 11.35 Uhr: Polizei löst illegale Hochzeitsfeier auf

Die Polizei in Mönchengladbach hat eine illegale Hochzeitsfeier mit rund 30 Gästen aufgelöst. Die Beamten waren am Donnerstagabend wegen Ruhestörung alarmiert worden, weil aus einer Wohnung Partylärm zu hören war. Als die Polizisten eintrafen, versuchten mehrere Personen, sie am Betreten des Hauses zu hindern. In einer Wohnung im zweiten Stock trafen die Beamten nach Angaben vom Freitag dann auf die Gesellschaft. Der 21-jährige Mieter habe angegeben, dass er mit Verwandten und Bekannten seine Hochzeit feiere. Die Teilnehmer erhielten nun Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung. Gegen zwei Männer werde zudem wegen Beleidigung und Widerstands gegen Polizeibeamte ermittelt.

Freitag, 15. Januar, 11.30 Uhr: Bundespräsident Steinmeier ruft zu mehr Homeoffice auf

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat angesichts der Corona-Bedrohung zu mehr Arbeiten im Homeoffice aufgerufen. "Ermöglichen Sie das Arbeiten von zuhause aus", appellierte er am Freitag in Berlin an die Arbeitgeber. Auch am Arbeitsplatz müssten die Kontakte reduziert werden. "Weniger ist mehr, gerade in diesen Tagen."

Freitag, 15. Januar, 11.20 Uhr: Laut neuen Studien könnte Schutz nach Corona-Infektion monatelang halten

Eine Corona-Infektion könnte neuen Studien zufolge monatelang vor einer Neuansteckung mit dem Virus schützen. Forscher aus den USA etwa konnten auch mehr als ein halbes Jahr nach einer Infektion Antikörper gegen einen wichtigen Virus-Baustein - das sogenannte Spike-Protein - im Blut nachweisen, wie sie im Fachblatt Science schreiben. Eine Studie aus England kommt zu dem Schluss, dass eine Covid-Erkrankung mindestens fünf Monate lang einen gewissen Schutz bietet. Allerdings weisen die Forscher darauf hin, dass auch immune Menschen das Virus übertragen könnten.

Auch das Robert Koch-Institut verweist darauf, dass es zu vielen Fragen noch keine endgültigen Antworten gebe. Bisher vorliegende Studien lieferten eher Hinweise, dass beispielsweise Reinfektionen möglich seien.

Freitag, 15. Januar, 11.15 Uhr: Verstoß gegen Corona-Regeln: 150 Menschen bei Beerdigung in Bremen

Viel zu viele Trauergäste bei einer Beerdigung: Bei der Trauerfeier in Bremen hat die Polizei eine Reihe von Verstößen gegen die Corona-Regeln festgestellt. In der Spitze seien etwa 150 Trauergäste auf dem Friedhof gewesen, teilte die Polizei am Freitag mit. Erlaubt seien im Freien 100 Menschen, sofern die Abstands- und Hygieneregeln befolgt werden. Das war nach Polizeiangaben bei der Beerdigung am Donnerstag aber nicht immer der Fall: Es gab Verstöße gegen die Maskenpflicht, der Mindestabstand von 1,50 Metern wurde teils nicht eingehalten. Die Beamten dokumentierten die Verstöße und fertigten Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz.

Freitag, 15. Januar, 11.10 Uhr: FFP2-Masken-Pflicht für Krankenhaus-Besucher ab 20. Januar im Klinikverbund Allgäu

In den Kliniken des Klinikverbunds Allgäu gilt ab 20. Januar 2021 eine FFP2-Masken-Pflicht für alle Besucher, Begleitpersonen und ambulante Patienten der Kliniken. Kinder bis einschließlich 14 Jahre sind von der FFP2-Maskenpflicht ausgenommen. Hier reicht ein üblicher Mund-Nasen-Schutz.

Damit folgen die Kliniken den Vorgaben der Politik, die ab dem 18.01.2021 eine FFP2-Masken-Pflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr verhängt hat. Auch in Alten- und Pflegeheimen gilt bereits eine FFP2-Maskenpflicht für Besucher.

„Das Tragen einer FFP2-Maske erhöht die Sicherheit nochmals, da die Übertragung durch Aerosole wirksam verhindert wird – und zwar für den Maskenträger wie für sein Gegenüber“, sagt Dr. Peter Keith, Krankenhaushygieniker im Klinikverbund Allgäu.

Freitag, 15. Januar, 10.55 Uhr: Studie: Hunderttausende verlassen Großbritannien wegen Corona

Wegen wirtschaftlicher Probleme in der Corona-Krise haben einer Studie zufolge Hunderttausende Menschen Großbritannien den Rücken gekehrt. Es handele sich um einen "beispiellosen Exodus" im Ausland geborener Arbeitskräfte, folgern die Wissenschaftler des Economic Statistics Centre of Excellence in London. "Ein Großteil der Arbeitsplatzverluste während der Pandemie betrifft nicht-britische Arbeitnehmer und drückt sich eher in Rückwanderung als in Arbeitslosigkeit aus." Dabei stützen sich die Autoren der Studie auf Arbeitsmarktdaten.

Besonders London, wo jeder fünfte Einwohner Ausländer ist, sei betroffen - die Bevölkerung der Hauptstadt ist der Studie zufolge um 700.000 Menschen gesunken, landesweit könnten es mehr als 1,3 Millionen sein. "Wenn dies annähernd genau ist, handelt es sich um den größten Rückgang der britischen Einwohnerzahl seit dem Zweiten Weltkrieg", schrieben die Forscher.

Freitag, 15. Januar, 10.30 Uhr: 500 Millionen Euro für Lehrerlaptops bisher ungenutzt

Von dem 500 Millionen Euro schweren Bundesprogramm zur Finanzierung von Dienstlaptops für Lehrer ist noch kein Geld abgerufen worden. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Antwort des Bundesbildungsministeriums stammt vom 13. Januar. Darin heißt es, es konnten noch keine Mittel ausgezahlt werden, weil die entsprechende Vereinbarung zwischen Bund und Ländern über das 500-Millionen-Paket noch nicht von allen Bundesländern unterzeichnet worden und damit noch nicht in Kraft sei. Aus welchen Ländern die Unterschriften noch fehlen, wird nicht genannt.

Freitag, 15. Januar, 10 Uhr: Italien verschuldet sich wegen Corona-Hilfen

Italien will mit weiteren Milliarden den von der Corona-Pandemie gebeutelten Menschen und Unternehmen unter die Arme greifen. Das beschloss der Ministerrat in der Nacht zu Freitag, wie die Regierung mitteilte. Der Rat stimmte dem Vorschlag von rund 32 Milliarden Euro zu. Mit den Geldern will die Regierung unter anderem Arbeitnehmer, Unternehmen und den Gesundheitssektor unterstützen, aber auch Familien, die besonders von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen sind.

Die Regierung weicht damit von ihrem Haushaltsplan ab und verschuldet sich. Ende des vergangenen Jahres hatten die beiden Parlamentskammern in Italien den Haushalt für 2021 verabschiedet, in dem bereits Corona-Hilfen in Milliardenhöhe vorgesehen waren.

Freitag, 15. Januar, 9.30 Uhr: Corona belastet Börse

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Freitag zurückgehalten. Auch die Aussicht auf ein weiteres, billionenschweres Konjunkturpaket in den USA scheint die Investoren nicht mehr zu Aktienkäufen zu bewegen, denn es war bereits erwartet worden. Der Leitindex Dax gab in den ersten Handelsminuten um 0,54 Prozent auf 13.913 Punkte nach. Auf Wochensicht steht somit ein Minus von rund einem Prozent zu Buche. Am Freitag vor einer Woche war der Dax auf ein Rekordhoch deutlich über 14.000 Zähler gestiegen.

Für Zurückhaltung an den Börsen dürften auch die nach wie vor hohen Corona-Infektionszahlen und -Todesfälle sorgen. Die politische Diskussion in Deutschland über eine zeitnahe Verschärfung von Restriktionen nimmt Fahrt auf, inklusive der Forderung nach einem kompletten Lockdown.

Freitag, 15. Januar, 9.15 Uhr: Lehrerverbands-Präsident: Keine Not-Abschlüsse wegen Corona-Krise

Der Präsident des Lehrerverbands will in der Corona-Krise an den Abschlussprüfungen festhalten. "Wir sollten alles tun, um den Schülerinnen und Schülern den Makel eines Not-Abiturs oder eines Not-Realschulabschlusses zu ersparen", sagte Heinz-Peter Meidinger der Passauer Neuen Presse. Sollten die Abschlussprüfungen ausfallen, seien die Zeugnisse der Absolventen nicht vergleichbar und weniger wert. "Da droht dann der unsichtbare, aber verhängnisvolle Corona-Stempel auf den Abschlusszertifikaten", warnte Meidinger. Im Zweifel sollten die Prüfungen lieber noch einmal verschoben werden.

Freitag, 15. Januar, 8.50 Uhr: Polizeieinsatz: "Querdenker" verstoßen in Berlin gegen Corona-Regeln

Wegen des Verstoßes gegen Corona-Regeln war die Berliner Polizei am Donnerstagabend in einem Lokal im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg im Einsatz. Etwa 20 Personen verhielten sich dort nicht coronakonform, sagte ein Sprecher des Lagezentrums. Nach einem Bericht des Tagesspiegel handelte sich um ein Treffen von "Querdenkern" in einer Bar. Es sei geplant gewesen, eine Partei zu gründen. Das Treffen sei per Livestream bei Youtube übertragen worden - auch dann noch, als die Polizei anrückte.

Die Teilnehmenden hätten größtenteils keine Masken getragen und die Abstandsregeln nicht eingehalten, heißt es in dem Bericht. Es sei zu Diskussionen mit den Polizeibeamten gekommen. Aus dem Lagezentrum hieß es, die Personalien der Personen seien festgestellt worden. Wegen des Corona-Lockdowns dürfen derzeit Bars nicht öffnen.

Freitag, 15. Januar, 8.30 Uhr: Infektiologe fordert Öffnung der Grundschulen

Ein Kinderinfektiologe hält die Öffnung von Grundschulen für unbedenklich. "Aus meiner Sicht glaube ich, dass man die Grundschulen im Moment sicher aufmachen könnte", sagte Johannes Hübner vom Haunerschen Kinderspital am Klinikum der Universität München dem Bayerischen Rundfunk. "Je kleiner die Kinder sind, desto geringer das Risiko, dass sie das Virus übertragen."

Die Kinder leiden unter dem Unterrichtsausfall und weisen Defizite auf, wie Hübner betonte. Deshalb "sollte man so bald wie möglich die Grundschulen wieder aufmachen und dann auch sobald wie möglich die weiterführenden Schulen." Der Koordinator der Studie Covid-Kids-Bavaria untersucht über mehrere Monate das Infektionsgeschehen an bayerischen Grundschulen.

Freitag, 15. Januar, 8.15 Uhr: Wird der Lockdown verlängert? Merkel will sich nächste Woche mit Ministerpräsidenten beraten

Angesichts weiterhin hoher Infektionszahlen und großer Sorge um die aufgetauchten Coronavirus-Mutationen hat die Diskussion über zeitnahe Verschärfungen des Lockdowns gewaltig an Fahrt aufgenommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will schon kommende Woche und nicht erst wie geplant am 25. Januar mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer rechnet mit Beratungen in der kommenden Woche. "Kindergärten komplett runterfahren, Schulen abschließen, wirklich Betretungsverbote in den Pflegeheimen, wenn kein negativer Schnelltest vorliegt - solche Dinge müssen wir besprechen", sagte der CDU-Politiker am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "maybrit illner".

Freitag, 15. Januar, 7.45 Uhr: Corona-Inzidenz in 25 Landkreisen und Städten in Bayern über 200

In 25 bayerischen Landkreisen und Städten liegen die Corona-Infektionszahlen laut Robert Koch-Institut (RKI) über der wichtigen Grenze von 200 pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche. Den höchsten Wert im Freistaat erreichte am Freitag demnach die Stadt Bayreuth mit 323,6. Dahinter folgten die Landkreise Rottal-Inn (310,3), Kulmbach (286,4) und Regen (270,0).

Freitag, 15. Januar, 7.40 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Weil (SPD) will nicht über Lockdown bis Ostern reden

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat davon abgeraten, schon jetzt über einen Corona-Lockdown bis Ostern zu reden. "So weit möchte ich nicht gehen. Gelingt es uns, schnell und nachhaltig unter den Inzidenzwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner und Woche zu kommen, müssen wir nicht den Frühlingsanfang abwarten, um darüber zu reden, wie wir wieder mehr Normalität schaffen", sagte der SPD-Politiker der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. "Aber jetzt schon zu sagen, wir sehen uns Ostern wieder, das hielte ich für übertrieben." Er wolle nicht "der Resignation zu viel Raum geben".

Freitag, 15. Januar, 7.25 Uhr: Wehrbeauftragte Högl (SPD) hält Prüfung von Corona-Impfpflicht für Soldaten richtig

Die Wehrbeauftragte Eva Högl hält die Prüfung einer Corona-Impfpflicht für Soldaten für richtig. "Hier muss allerdings sensibel vorgegangen werden: Schließlich ist noch gar nicht klar, ob die Impfung davor schützt, das Virus weiterzugeben", sagte die SPD-Politikerin am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. "Deshalb setze ich vor allem auf das Verantwortungsbewusstsein der einzelnen Soldatinnen und Soldaten: Je mehr sich freiwillig impfen lassen desto besser."

Högl erinnerte daran, dass Soldaten die Pflicht zur Erhaltung ihrer Gesundheit haben. "Nach dem Soldatengesetz können sie bisher schon zu Impfungen verpflichtet werden, beispielsweise bei Auslandseinsätzen. Insofern ist ihr Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit eingeschränkt", sagte sie. "Daher ist es richtig, eine Impfpflicht bei den neuen Impfstoffen gegen Corona konkret zu prüfen."

Freitag, 5. Januar, 7 Uhr: Halle: Mann fährt ohne Mundschutz Straßenbahn und schlägt Polizist

Ein 48-Jähriger hat sich in Halle geweigert einen Mundschutz in der Straßenbahn zu tragen und einen Polizisten geschlagen. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, war der Mann ohne Mundschutz und Fahrkarte in der Straßenbahn in Halle unterwegs. Als ihn andere Fahrgäste am Donnerstagabend auf den fehlenden Mundschutz hinwiesen, stieg er aus. An der Haltestelle traf er dann auf Kontrolleure und wurde aggressiv, so dass die Polizei hinzugerufen wurde. Nachdem er einen der Polizeibeamten schlug, wurde er vorläufig festgenommen. Die Polizei hat nun Ermittlungen wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte aufgenommen.

Freitag, 15. Januar, 6.30 Uhr: Sieben-Tages-Inzidenzwert im Unterallgäu steigt weiter

Das Unterallgäu ist vom Coronavirus derzeit im Allgäu am stärksten betroffen. Der Sieben-Tages-Inzidenzwert lag am Freitagmorgen mit 222,9 nach Angaben des Robert-Koch-Institutes erneut bei über 200. Dagegen sank der Wert in Kaufbeuren unter die 200er-Marke, die bekanntlich mit weiteren Einschränkungen verbunden ist. Die 15-Kilometer-Regel gilt indes vorerst weiterhin in Kaufbeuren. Alle aktuellen Inzidenzwerte im Allgäu lesen Sie hier.

Freitag, 15. Januar, 6.15 Uhr: Mehr Traueranzeigen in Zeitungen zu Corona-Zeiten

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie veröffentlichen deutsche Zeitungen zeitweise mehr Traueranzeigen als gewöhnlich. Der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) hat seine Anzeigenumfang-Statistiken bis einschließlich Oktober 2020 eingesehen und teilte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur das Ergebnis mit: "Danach gibt es in den "Corona-Monaten" April, Mai, September und Oktober tatsächlich einen signifikanten Anstieg bei den Familienanzeigen gegenüber dem Vorjahr. Das ist ungewöhnlich und beruht vermutlich in der Tat auf einer gestiegenen Anzahl von Todesanzeigen."

Freitag, 15. Januar, 6 Uhr: Schülerkonferenz warnt vor Desaster bei Fernunterricht

Die Bundesschülerkonferenz warnt vor gravierenden Folgen bei Problemen mit dem Fernunterricht. "Bund und Länder müssen jetzt Geld in die Hand nehmen und Serverkapazitäten massiv ausbauen. Sonst enden diese Wochen in einem Desaster", sagte Generalsekretär Dario Schramm der Deutschen Presse-Agentur.

Die Art und Weise, wie der Unterricht momentan gestaltet werde, hänge sehr stark vom Lehrer ab, sagte Schram zur Frage, inwieweit zum Beispiel Videokonferenzen stattfinden und was Aufgabenumfang und Unterstützungsangebote betrifft. Lehrkräfte gäben in einer überwältigenden Mehrheit aber ihr Bestes. "Wie sollen sie auch den "perfekten" digitalen Unterricht auf die Beine stellen, so ganz ohne vernünftige Fortbildungen und eine funktionierende Technik?"

Freitag, 15. Januar, 5.45 Uhr: Steinmeier will gemeinsamen Appell zu mehr Homeoffice vorstellen

Angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen will Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zusammen mit Arbeitgebern und Gewerkschaften zum häufigeren Arbeiten von zu Hause aus aufrufen. Einen gemeinsamen Appell zur stärkeren Nutzung des Homeoffices in Zeiten der Pandemie will das Staatsoberhaupt mit DGB-Chef Reiner Hoffmann und Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger an diesem Freitag vorstellen.

Freitag, 15. Januar, 5.30 Uhr: Bundeswehr prüft "Duldungspflicht" für Corona-Impfung

Die Bundeswehr prüft eine Ausweitung der für Soldaten geltenden Impfpflicht auf den Schutz gegen das Coronavirus. Eine Entscheidung dazu werde vorbereitet, bestätigte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Der "Spiegel" hatte bereits im Dezember berichtet, dass der Generalarzt der Bundeswehr empfohlen habe, die Impfung gegen das Virus in den sogenannten Basisimpfschutz für alle Soldaten aufzunehmen.

Der Impfschutz hat sich aus Sicht des Militärs insbesondere bei den Immunisierungen der Kontingente für die Auslandseinsätze bewährt.

Freitag, 15. Januar, 5.15 Uhr: Mehr als zwei Millionen Corona-Infektionen in Deutschland

In Deutschland haben sich seit Ausbruch der Corona-Pandemie bereits über zwei Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.368 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden, wie das RKI am Freitagmorgen bekanntgab. Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie bekanntgewordenen Fälle auf 2.000 958 (Stand: 15.01., 00.00 Uhr). Dabei ist zu beachten, dass die tatsächliche Gesamtzahl noch deutlich höher liegen dürfte, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Außerdem wurden 1.113 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Der bisherige Höchststand von 1.244 neuen Todesfällen war am Donnerstag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten. Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan noch etwas schwierig, weil um den Jahreswechsel herum Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.641 200 an.

Freitag, 15. Januar, 5 Uhr: Illegaler Betrieb in Shisha-Bar: 18 Personen feiern im Keller

Eine Shisha-Bar in Hamburg-Wandsbek hatte trotz der geltenden Corona-Auflagen am Donnerstagabend geöffnet. Beim Eintreffen der Polizei befanden sich neben dem Betreiber der Bar und seinen zwei Söhnen noch 15 weitere Gäste illegalerweise im Keller des Gebäudes, wie eine Polizeisprecherin mitteilte.

Da der Keller nicht über entsprechende Lüftungsanlagen verfügte, stellte die Feuerwehr aufgrund der Wasserpfeifen zudem einen erhöhten Kohlenmonoxid-Wert fest. "Der Wert war knapp an der Grenze zur Gesundheitsgefährdung", so die Sprecherin. Der Betrieb wurde geschlossen und es wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die 18 Anwesenden eingeleitet. Zur Eindämmung des Coronavirus müssen in Hamburg - wie auch im Rest des Landes - Restaurants, Bars und Kneipen aktuell geschlossen sein.

Donnerstag, 14. Januar, 22 Uhr: Coronafälle bei Patienten und Mitarbeitern im Bezirksklinikum Ansbach

Im Bezirksklinikum Ansbach haben sich 33 Patienten und 29 Mitarbeiter nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte das Klinikum mit. Um das Ausbruchsgeschehen einzudämmen, werde derzeit gemeinsam mit dem Gesundheitsamt eine Reihentestung der Mitarbeiter und der Patienten der Psychiatrischen Klinik und der geriatrischen Rehabilitation organisiert.

Bei den etwa 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter handle es sich um Pflegekräfte, Ärzte, Therapeuten, aber auch beispielsweise Handwerker und Kräfte des Hauswirtschaftlichen Dienstes. "Hinzu kommen rund 400 Patientinnen und Patienten", hieß es weiter.

Auf welchem Weg das Virus den Weg in die Klinik gefunden habe, sei nicht nachvollziehbar, teilte das Klinikum weiter mit. Alle im Krankenhaus gebotenen Hygienemaßnahmen seien eingehalten und alle in der Pandemie notwendigen Regelungen seien umgesetzt worden. Alle Patienten würden bei der Aufnahme befragt, untersucht, isoliert und getestet; Maskentragen sei im Krankenhaus seit vielen Monaten Pflicht.

Donnerstag, 14. Januar, 21.30 Uhr: 101-jährige Überlebende der Spanischen Grippe erhält Corona-Impfung

Als Baby wurde sie an der Seite ihrer schwer an der Spanischen Grippe erkrankten Mutter gefunden, die sich nicht mehr um sie kümmern konnte. Nun hat eine 101-Jährige aus Schottland eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten, wie der Gesundheitsdienst NHS Greater Glasgow and Clyde am Donnerstag mitteilte. Für sie sei es "nur eine weitere Impfung", sagte Emily Lawson aus Kirkintilloch, die 1919 geboren wurde, als die letzte große Pandemie grassierte. Der Spanischen Grippe fielen weltweit schätzungsweise 50 Millionen Menschen zum Opfer.

Die britische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis Mitte Februar die 15 Millionen Angehörigen der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen im Land gegen das Coronavirus zu impfen. Bislang haben mehr als 3,2 Millionen Menschen eine erste Dosis erhalten.

Donnerstag, 14. Januar, 21 Uhr: Wie radikal ist die Corona-Leugner-Szene?

Sie drohen Politikern und Wissenschaftlern mit dem Tod und rufen zu Gewalt auf - Corona-Leugner äußern sich immer schärfer. Wie viel Sprengkraft steckt in der Szene?

Donnerstag, 14. Januar, 20.40 Uhr: Merkel: Corona-Lage kommende Woche mit Ministerpräsidenten erörtern

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will schon kommende Woche und nicht erst wie geplant am 25. Januar mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Das machte Merkel am Donnerstagabend deutlich. Es gebe derzeit keinen Spielraum für Öffnungen. Warum Wissenschaftler in Sorge sind, lesen Sie hier.

Donnerstag, 14. Januar, 20 Uhr: Corona trotz Impfung: Acht Bewohner und fünf Mitarbeiter von Seniorenheim in Betzigau positiv getestet

Einen Corona-Ausbruch gibt es im Allgäu-Stift Seniorenzentrum Betzigau. Acht Bewohner und fünf Mitarbeiter sind mit Covid 19 infiziert. Aktuell zeigen zwei Bewohner mit Vorerkrankungen starke Symptome – einer davon liegt im Krankenhaus. Das Pikante an dem aktuellen Geschehen: In dem Heim gab es am 31. Dezember den ersten Corona-Impftermin. Was das Landratsamt dazu sagt, lesen Sie hier.

Donnerstag, 14. Januar, 19.45 Uhr: Staatstheater-Lockdown vorzeitig bis Ende Februar verlängert

Bayerns Staatstheater in München, Nürnberg und Augsburg werden mindestens bis Ende Februar geschlossen bleiben. Schon vor der Entscheidung über eine Verlängerung des derzeitigen allgemeinen Lockdowns in Handel, Gastronomie, Kultur und Sport haben die Intendanten in einem Gespräch mit Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) einer verlängerten Schließung ihrer Häuser bis 28. Februar zugestimmt. Sibler nannte das am Donnerstagabend eine "richtige, wenn auch schmerzliche Entscheidung".

Mitte Februar will das Ministerium mit den Theatern beraten, wie es ab dem 1. März weitergeht. Der Beschluss betrifft in München Staatsoper, Staatsschauspiel und Gärtnerplatztheater sowie in Nürnberg und Augsburg die Staatstheater – dort "vorbehaltlich der Zustimmung der Stiftungsgremien", wie es in der Meldung hieß. Deren Veto ist nicht zu erwarten.

Donnerstag, 14. Januar, 19 Uhr: Landtagswahl in Thüringen wegen Corona-Pandemie verschoben

Angesichts hoher Corona-Infektionszahlen haben sich Linke, SPD, Grüne und die CDU auf eine Verschiebung der ursprünglich für den 25. April geplanten Neuwahl des Thüringer Landtages verständigt. Sie soll jetzt zusammen mit der Bundestagswahl am 26. September organisiert werden.

Donnerstag, 14. Januar, 18.52 Uhr: Polizei suspendiert Kripo-Beamten nach Rede bei Corona-Gegnern

Das Augsburger Polizeipräsidium hat einen Kripobeamten nach mehreren Reden auf Demonstrationen von Gegnern der Corona-Maßnahmen suspendiert. Das Präsidium hatte bereits seit August ein Disziplinarverfahren gegen den Kriminalhauptkommissar geführt. Am Donnerstag sei dem Polizisten dann das weitere Führen seiner Dienstgeschäfte verboten worden, berichtete die Polizeibehörde.

Aktueller Anlass war ein weiterer Auftritt des Mannes bei einer Versammlung am 3. Januar in Nürnberg. Dort habe der Beamte behauptet, dass die Polizei seit Beginn der Pandemie "zigtausende von rechtswidrigen Maßnahmen treffen" würde. Der Polizist habe ferner einen Vergleich zur Volkspolizei im Zusammenhang mit dem Geschehen in der DDR im Jahr 1989 gezogen.

Mit den Aussagen in Nürnberg habe der Beamte seine beamtenrechtliche Neutralitätspflicht verletzt und dem Ansehen der bayerischen Polizei geschadet, erklärte das Präsidium. Der Mann hatte ursprünglich bei der Kripo in Augsburg gearbeitet und war dann nach Dillingen versetzt worden. Seit dem vergangenen Jahr ermitteln auch andere bayerische Polizeipräsidien wegen ähnlicher Fälle gegen Beamte disziplinarrechtlich. Das Polizeipräsidiums Mittelfranken hatte einen Beamten suspendiert, der bei einer Corona-Demo in Augsburg aufgetreten war.

Donnerstag, 14. Januar, 18.05 Uhr: Längere Antragsfristen für Corona-Hilfen des Bundes

Unternehmen können Anträge auf Corona-Hilfszahlungen des Bundes nun länger stellen als bislang geplant. Wie das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag mitteilte, wurde die Antragsfrist für die November- und die Dezemberhilfe bis 30. April verlängert. Bislang galt der 31. Januar für die Novemberhilfe als Enddatum, für die Dezemberhilfe war es der 31. März. Die Überbrückungshilfe II für den Zeitraum September bis Dezember 2020 kann nun bis 31. März beantragt werden - bisher lief die Antragsfrist bis 31. Januar.

Mit der November- und Dezemberhilfe sollen Firmen, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen entschädigt werden, die von Schließungen betroffen sind. Der Zuschuss beträgt 75 Prozent des jeweiligen durchschnittlichen Umsatzes im November beziehungsweise Dezember 2019 - anteilig für die jeweilige Dauer der Schließungen. Mit den Überbrückungshilfen werden betriebliche Fixkosten wie Mieten und Pachten erstattet.

Donnerstag, 14. Januar, 17.30 Uhr: Gericht: Kündigung nach Diebstahl von Desinfektionsmittel rechtens

Einem Angestellten, der zu Beginn der Corona-Pandemie in seiner Firma eine Liter-Flasche Desinfektionsmittel gestohlen haben soll, wurde aus Sicht des Landesarbeitsgerichts in Düsseldorf zu Recht fristlos gekündigt. Der Mann habe in einer Zeit, als Desinfektionsmittel Mangelware war, "eine nicht geringe Menge" davon entwendet und zugleich in Kauf genommen, dass seine Kollegen leer ausgingen, teilte das Gericht am Donnerstag mit (Az.: 5 Sa 483/20).

Der Mann hatte laut Gericht seit 2004 bei einem Paketzustellunternehmen als Be- und Entlader sowie Wäscher für die Fahrzeuge gearbeitet. Bei einer stichprobenartigen Ausfahrtkontrolle fand der Werkschutz in seinem Kofferraum die Flasche für 40 Euro. Damals verschwanden laut Urteil immer wieder Desinfektionsmittel aus den Waschräumen. Der Beschuldigte wehrte sich gegen seine Kündigung und behauptete, er habe sich während der Arbeit jede Stunde zu seinem Auto begeben, um die Hände zu desinfizieren. Er habe das Mittel für sich und eventuell seine Kollegen verwenden wollen. Er müsse kein Desinfektionsmittel stehlen, weil seine Frau in der Pflege arbeite und die Familie über sie ausreichend versorgt sei. Das glaubte das Gericht nicht. Es bestätigte die Kündigung in zweiter und letzter Instanz.

Donnerstag, 14. Januar, 16.55 Uhr: Robert-Koch-Institut fordert härteren Lockdown

Es reicht einfach nicht. Das Verhalten der Bundesbürger im zweiten Corona-Lockdown ist nach einer Analyse des Robert Koch-Instituts weiterhin zu inkonsequent, um die Pandemie zeitnah in den Griff zu bekommen. Auch die bisherigen Pandemie-Regeln gehen dem Bundesinstitut nicht weit genug. Es ruft die Menschen zu mehr Disziplin auf und warnt vor neuen Virus-Varianten und Nachlässigkeit - hier geht es zum Überblick.

Donnerstag, 14. Januar, 16.22 Uhr: Betrüger geben sich als Impfteam aus

Kriminelle nutzen die derzeitige Corona-Impfkampagne aus, um Senioren um ihre Ersparnisse zu betrügen. Darauf haben am Donnerstag die Stadt Augsburg und das niederbayerische Polizeipräsidium hingewiesen. Professionell organisierte Betrüger versuchten derzeit wegen angeblicher Impftermine Zugang zu Wohnungen von Rentnern zu erhalten, warnte die Augsburger Stadtverwaltung. Dabei fänden derzeit überhaupt keine Impfungen in Privathäusern statt. Die Impfteams seien nur in Pflegeheimen unterwegs. Darüber hinaus müssten die Bürger zum Impfzentrum kommen. Wer wegen vermeintlicher Impftermine zu Hause kontaktiert werde, solle die Polizei rufen.

Das Straubinger Polizeipräsidium berichtete, dass die Betrüger älteren Menschen im Zusammenhang mit der Pandemie mit verschiedenen Tricks Geld abnehmen wollen. Dazu gehöre, dass für Impfungen eine Vorab-Gebühr zu zahlen sei. In anderen Fällen wird behauptet, Geld müsse wegen der Corona-Krise abgehoben und anderweitig verwahrt werden. Oder falsche Polizisten behaupten, eine drohende Anzeige wegen der Corona-Bestimmungen könne nur durch die Zahlung einer größeren Summe abgewendet werden. Das Polizeipräsidium empfiehlt, bei verdächtigen Anrufen aufzulegen.

Donnerstag, 14. Januar, 16.10 Uhr: RKI will niedrigere Fallzahlen - auch wegen neuen Corona-Varianten

Trotz des bundesweiten Lockdowns sind die Corona-Fallzahlen in Deutschland weiter hoch. Zum ersten Mal im neuen Jahr hat sich das Robert Koch-Institut nun wieder mit Einschätzungen zu Wort gemeldet.

Donnerstag, 14. Januar, 15.48 Uhr: Sieben-Tage-Inzizenz: Kaufbeuren und Unterallgäu weiter über 200

Auch die aktuelle Zahlen des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bestätigen: Kaufbeuren und das Unterallgäu bleiben jeweils über einem Sieben-Tage-Inzidenz-Wert von über 200. Auch in den anderen Allgäuer Kreisen und Städten sind die Werte etwas gestiegen - ausgenommen im Landkreis Lindau: Hier finden Sie die aktuellen Zahlen.

Donnerstag, 14. Januar, 15.30 Uhr: Zankapfel Tagesausflug: Runder Tisch soll Lösungen bringen

Nach den Debatten um Ausflugsverbote und das Verhalten der Besucher wollen Bürgermeister aus dem Oberland und aus München einen Runden Tisch Tagestourismus ins Leben rufen. Daran sollten Vertreter aus München, aus betroffenen Regionen sowie Tourismusverbände teilnehmen, hieß es nach einer Videokonferenz. Das Gespräch sei geprägt gewesen vom Willen, die Herausforderungen über die Corona-Situation hinaus gemeinsam anzugehen, teilten die Teilnehmer am Donnerstag mit. Das Treffen war auf Initiative der Tegernseer Tal Tourismus-Gesellschaft zustande gekommen.

Die Stimmung hatte sich zuletzt zugespitzt. Münchner klagten, sie seien nicht mehr willkommen, wenn sie kein Geld da lassen könnten. Einheimische beschwerten sich über achtlos hinterlassenen Müll.

Donnerstag, 14. Januar, 15 Uhr: Mehr als ein Prozent der Menschen in Deutschland geimpft

Rund zweieinhalb Wochen nach dem Start der Corona-Impfkampagne haben mehr als ein Prozent der Einwohner in Deutschland die erste Dosis erhalten. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts von Donnerstag hervor. Demnach wurden rund 842.000 Menschen geimpft, das sind 10,1 Impfungen pro 1000 Einwohner. Im Laufe des Mittwoch wurden mindestens 78.000 Menschen geimpft, von denen das RKI bereits unterrichtet wurde. Das ist der höchste Tageswert seit Beginn der Kampagne. Für einen vollen Impfschutz ist eine zweite Dosis nach etwa drei Wochen nötig.

Die Impfhäufigkeit variiert von Bundesland zu Bundesland. Die meisten Impfungen pro 1000 Einwohner wurden laut der Statistik bisher für Mecklenburg-Vorpommern erfasst (20,5), die wenigsten für Thüringen (6,6). Die Werte, die den Behörden der einzelnen Bundesländer vorliegen, können deutlich höher liegen als die vom RKI gemeldeten, da die Meldungen teilweise mit einigem Verzug an das Institut übermittelt werden.

Die meisten Menschen - mehr als 400.000 - wurden laut RKI-Daten aus beruflichen Gründen geimpft. Es kann sich dabei zum Beispiel um Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte mit sehr hohem Ansteckungsrisiko und um Personal in der Altenpflege handeln. Zudem wurde das Präparat inzwischen mehr als 300.000 Bewohnern von Pflegeheimen verabreicht. Die Impfungen können derzeit auch wegen hohes Alters und/oder aus medizinischem Anlass geboten sein.

Donnerstag, 14. Januar, 14.45 Uhr: Corona: Bayern setzt nicht alle Kräfte zur Kontakt-Nachverfolgung ein

Trotz der seit Monaten extremen Arbeitsbelastung an den Gesundheitsämtern setzt Bayern noch nicht alle verfügbaren Zusatzkräfte zur Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten ein. Diese Kritik dazu gibt es von den Grünen.

Donnerstag, 14. Januar, 14.30 Uhr: Klagen gegen 15-Kilometer-Regel in Bayern: Erste Entscheidung nächste Woche

Die 15-Kilometer-Regel beschäftigt nun auch die Justiz in Bayern. Mindestens vier Anträge gegen die Maßnahme sind beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof anhängig, wie Sprecher Jörg Singer am Donnerstag mitteilte. Eine erste Entscheidung werde in der kommenden Woche erwartet - ein Überblick.

Donnerstag, 14. Januar, 14 Uhr: Institut prüft 10 Todesfälle nach Corona-Impfung: Eher kein Zusammenhang

Das Paul-Ehrlich-Institut prüft bislang zehn Todesfälle kurz nach einer Corona-Impfung - ein Zusammenhang gilt den Experten zufolge aber als eher unwahrscheinlich. In diesen Fällen waren schwer kranke Menschen innerhalb von vier Tagen nach der Immunisierung gestorben, berichtete das für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel zuständige Bundesinstitut im hessischen Langen am Donnerstag. "Aufgrund der Daten, die wir haben, gehen wir davon aus, dass die Patienten an ihrer Grunderkrankung gestorben sind - in zeitlich zufälligem Zusammenhang mit der Impfung", sagte Brigitte Keller-Stanislawski, die zuständige Abteilungsleiterin für die Sicherheit von Arzneimitteln und Medizinprodukten.

Über Einzelfälle könne sie aus Gründen des Personenschutzes nichts sagen, "aber es handelt sich um sehr schwer kranke Patienten mit vielen Grunderkrankungen". Manche seien palliativ behandelt worden. Bislang haben in Deutschland mehr als 800 000 Menschen eine erste Impfdosis erhalten. Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, hatte schon vor der EU-Zulassung des Biontech-Präparats darauf hingewiesen, dass aufgrund der statistischen Wahrscheinlichkeit "Menschen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung versterben werden" - etwa weil zuerst "die alten und hochaltrigen Menschen" geimpft werden, die aufgrund ihres Alters allgemein ein höheres Risiko haben zu sterben.

Das PEI will künftig wöchentlich über die gemeldeten Nebenwirkungen nach einer Corona-Impfung informieren. Bis zum Sonntag waren beim PEI 325 Verdachtsfälle mit 913 Nebenwirkungen eingegangen, darunter 51 Verdachtsfälle mit schwerwiegende Nebenwirkungen. Das entspricht 0,53 Verdachtsfällen pro 1000 Impfdosen beziehungsweise 0,08 Verdachtsfälle für schwerwiegende Nebenwirkungen pro 1000 Impfdosen.

Die bei weitem häufigsten Nebenwirkungen, über die berichtet wurde, waren Kopfschmerzen, Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit und Gliederschmerzen.

Donnerstag, 14. Januar, 13.35 Uhr: Bayern setzt nicht alle Einsatzkräfte zur Corona-Nachverfolgung ein

Trotz der seit Monaten extremen Arbeitsbelastung an den Gesundheitsämtern setzt Bayern noch nicht alle verfügbaren Zusatzkräfte zur Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten ein. Dies geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Grünen im Landtag hervor. Demnach wurde das Hilfskräfte-Potenzial bislang noch nicht ausgeschöpft, weshalb es auch keine Notwendigkeit gebe, auf die Unterstützung weiterer externer Dienstleister zurückzugreifen.

Donnerstag, 14. Januar, 13.30 Uhr: Impfstoffentwickler sorgen für Finanzierungsrekord in der Branche

Noch nie zuvor ist so viel Geld in die deutsche Biotechnologie-Branche geflossen wie im vergangenen Jahr - vor allem wegen der beiden Impfstoffentwickler Biontech und Curevac. Mehr als drei Milliarden Euro sammelte die Biotech-Industrie über Kapitalerhöhungen, die Börse oder Finanzinvestoren im ersten Jahr der Corona-Krise ein, wie der Branchenverband, die Biotechnologie-Industrie-Organisation (Bio Deutschland), am Donnerstag mitteilte. Das war demnach mehr als drei Mal so viel Geld wie 2019 und mehr als doppelt so viel wie 2018. Allerdings gingen rund die Hälfte dieser Finanzmittel im vergangenen Jahr ausschließlich an Biontech und Curevac, die rund 1,5 Milliarden Euro einsammelten.

Donnerstag, 14. Januar, 13.15 Uhr: Altmaier rechnet trotz Lockdowns mit spürbarem Konjunkturaufschwung

Die Bundesregierung rechnet nach dem Konjunkturabsturz in der Coronakrise im laufenden Jahr trotz des aktuellen Lockdowns weiterhin mit einem Wirtschaftsaufschwung. Er sei insgesamt überzeugt, dass das "Wachstum deutlich und spürbar sein wird", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Donnerstag in Berlin. Eine genaue Prognose gab er nicht ab. Im Herbst hatte Altmaier für 2021 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland von 4,4 Prozent gerechnet.

Donnerstag, 14. Januar, 13 Uhr: 30 Party-Gäste trotz Corona-Krise: Diskussion um Kindergeburtstag, der mit Polizeiiensatz endete

Über diesen Fall wird bundesweit diskutiert: In Hameln (Niedersachsen) hat die Polizei einen Kindergeburtstag mit 30 Personen aufgelöst. Die Gäste versteckten sich teils in Schränken und im Bad vor der Polizei. Mindestabstand oder Masken? Bei dieser Party Fehlanzeige. Was Nutzer im Netz dazu sagen und wie sich die Familie rechtfertigt, lesen Sie hier.

Donnerstag, 14. Januar, 12.50 Uhr: Niedersachsen startet zweite Briefkampagne zum Impfstart

Nach Kritik an einer Briefkampagne des niedersächsischen Sozialministeriums für über 80-Jährige zum Impfstart wird es eine zweite Informationskampagne über die Kommunen geben. Diese sollen die alten Menschen über die ihnen zur Verfügung stehenden Meldedaten anschreiben, teilte das Ministerium am Donnerstag in Hannover mit. Die Kampagne des Ministeriums war in die Kritik geraten, weil der Postdienstleister DHL beauftragt wurde, unter Nutzung unvollständiger Adresslisten der Deutsche Post Direkt GmbH entsprechende Haushalte anzuschreiben. Nicht alle Menschen über 80 Jahren würden somit erreicht, wurde bemängelt. Dies soll nun mit den Schreiben der Kommunen gewährleistet werden.

Donnerstag, 14. Januar, 12.30 Uhr: Mehr als 75.000 unterzeichnen Petitionen gegen Ferienstreichung in Bayern

Mehrere Online-Petitionen gegen die Streichung der Faschingsferien in Bayern sind bis Donnerstag insgesamt weit mehr als 75.000 Mal unterzeichnet worden. Mit den Abstimmungen im Internet verlangen Schüler und Lehrer, dass die Streichung der Ferienwoche rückgängig gemacht werden soll.

Donnerstag, 14. Januar, 12.25 Uhr: Deutlich mehr Todesfälle im Corona-Jahr in Österreich

In Österreich sind im Corona-Jahr 2020 deutlich mehr Menschen gestorben als in den Vorjahren. Nach vorläufigen Berechnungen der Statistikbehörde Statistik Austria vom Donnerstag gab es rund 90.000 Todesfälle - ein Anstieg von knapp elf Prozent im Vergleich zu den Durchschnittwerten der vorigen fünf Jahre. Die sogenannte Übersterblichkeit sei deutlich ausgeprägter als in Jahren mit starken Grippewellen. Ein besonders starkes Plus - aufgrund einer Grippewelle im Winter und zugleich eines heißen Sommers - sei 2015 mit 6,3 Prozent verzeichnet worden.

Donnerstag, 14. Januar 12 Uhr: Klinikum Kaufbeuren: Vier Corona-Patienten auf Intensivstation

Im Klinikum Kaufbeuren liegen aktuell vie Menschen mit Corona auf Intensivstation, alle vier werden beatmet. 27 sind auf Isolierstation, von den insgesamt 31 Patienten sind nur 17 aus Kaufbeuren.

Donnerstag, 14. Januar, 11.30 Uhr: Höhepunkt auf Intensivstationen laut Ärzten vielleicht überschritten

Die deutschen Intensiv- und Notfallmediziner blicken mit vorsichtigem Optimismus auf die Entwicklung der Corona-Patientenzahlen auf den Intensivstationen. "Es sieht also so aus, als hätten wir den Höhepunkt bei den intensivpflichtigen Patienten überschritten", sagte Gernot Marx, neuer Präsident der "Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin" (Divi), am Donnerstag der Rheinischen Post (Online). Momentan sehe es so aus, als ob der befürchtete "Zusatz-Peak" durch die Feiertage ausbleibe, sagte Marx. "Meine Hoffnung ist, dass wir den tatsächlich nicht mehr sehen - es sei denn, die neue Mutation des Virus macht uns einen Strich durch die Rechnung."

Donnerstag, 14. Januar, 11.25 Uhr: 55 Mitarbeiter eines Fleischbetriebs in Nordrhein-Westfalen mit Corona infiziert

In einem fleischverarbeitenden Betrieb in Frechen bei Köln haben sich 55 Beschäftigte mit Corona infiziert. Am 28. Dezember sei bei einer der Mitarbeiterinnen eine Covid-19-Erkrankung nachgewiesen worden, teilte der Rhein-Erft-Kreis am Donnerstag mit. Daraufhin seien die Mitbewohner in einer Gemeinschaftsunterkunft ebenfalls getestet worden. Bisher sei bei 55 Beschäftigten eine Infizierung mit dem Coronavirus nachgewiesen worden, sagte eine Sprecherin.

Donnerstag, 14. Januar, 11.10 Uhr: Ministerpräsident von Baden-Württemberg Kretschmann (Grüne): Corona-Lockdown muss voraussichtlich verlängert werden

Der Corona-Lockdown muss nach den Worten von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann voraussichtlich über Januar hinaus verlängert werden. "Wir müssen davon ausgehen, dass wir den Lockdown verlängern müssen", sagte der Grünen-Politiker am Donnerstag in Stuttgart. Er werde sich für "weitere und schärfere Maßnahmen" einsetzen.

Donnerstag, 10.50 Uhr: RKI-Chef Wieler: Wegen Mutationen möglichst nicht verreisen

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) hat die Menschen in Deutschland auch wegen neuer Coronavirus-Varianten zum Verzicht auf nicht notwendige Reisen aufgerufen. "Wer nicht unbedingt muss, sollte im Moment nicht verreisen", sagte Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. Mit Stand Mittwoch seien alle aktuell bekannten Fälle, in denen die neuen Varianten nachgewiesen wurden, von Reisenden nach Deutschland gebracht worden. Bisher könne man noch nicht abschätzen, wie sich die Varianten auf die Situation in Deutschland auswirkten, sagte Wieler. "Sie könnten sich aber auch hier durchsetzen und zu noch mehr Fällen in kürzerer Zeit führen."

Donnerstag, 14. Januar, 10.45 Uhr: Gesundheitsminister Holetschek (CSU): Öffnung der Geschäfte im Februar "unwahrscheinlich"

Der neue bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hält eine Öffnung der Geschäfte im Februar für "unwahrscheinlich". "Ich verstehe den Wunsch der Menschen nach Normalität. Aber angesichts des mutierten Virus in Großbritannien und Irland müssen wir vorsichtig sein", sagte er den Nürnberger Nachrichten mit Blick auf das Coronavirus.

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hatte am Mittwoch angesichts der FFP2-Maskenpflicht noch gesagt, dass man damit ab Februar vielleicht Dinge öffnen könne, bei denen man dies ohne die Masken nicht guten Gewissens tun könnte. Holetschek betonte dagegen: "Wir sind mitten im Winter und sollten keine falschen Hoffnungen wecken, sondern zusammenhalten."

Donnerstag, 14. Januar, 10.20 Uhr: Lothar Wieler (RKI): Brauchen mehr verantwortungsvolle Arbeitgeber

Angesichts weiterhin hoher Corona-Zahlen hat das Robert Koch-Institut (RKI) an Arbeitgeber appelliert, Beschäftigten mehr Homeoffice zu ermöglichen. "Jetzt schützt die Heimarbeit die Gesundheit von uns allen - dazu brauchen wir noch mehr verantwortungsvolle Arbeitgeber", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. Heimarbeit brauche Digitalisierung und Vertrauen - beides bleibe auch nach der Pandemie zentral. Neben vorbildlichen Arbeitgebern, die Homeoffice ermöglicht hätten, gebe es Betriebe, deren Mitarbeiter noch ins Büro fahren oder in denen sogar persönliche Treffen mit mehreren Teilnehmern abgehalten werden, obwohl Arbeit von Zuhause dort grundsätzlich möglich wäre.

Donnerstag, 14. Januar, 10.05 Uhr: Deutsche Wirtschaft bricht um fünf Prozent ein

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist im Corona-Krisenjahr 2020 massiv eingebrochen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte gegenüber dem Vorjahr um 5,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in einer ersten Schätzung mitteilte. In der weltweiten Finanz-und Wirtschaftskrise 2009 war das BIP um 5,7 Prozent zurückgegangen.

Donnerstag, 14. Januar, 9.25 Uhr: Testpflicht bei Einreise nach England um drei Tage aufgeschoben

Die Einführung einer Corona-Testpflicht für Reisen nach England ist um drei Tage aufgeschoben worden. Sie soll nun erst vom kommenden Montag an gelten. Der britische Verkehrsminister Grant Shapps begründete dies am Donnerstag auf Twitter, man wolle "internationalen Einreisenden Zeit geben, sich vorzubereiten". Künftig ist die Einreise in England dann nur noch mit einem negativen Corona-Test möglich. Die Regel soll am Montag um 5 Uhr in Kraft treten. Sie gilt auch für Briten. Bei Verstößen werden mindestens 550 Euro Geldstrafe fällig.

Donnerstag, 14. Januar, 9.10 Uhr: Curevac-Mitgründer spricht sich gegen Impfpflicht aus

In der Debatte über eine Impfpflicht für medizinisches Personal und Pflegekräfte in Deutschland spricht sich der Mitgründer des Impfstoffherstellers Curevac gegen einen Impfzwang aus. Es befremde ihn zwar, dass sich gerade manche Menschen aus dem medizinischen Bereich dagegen wehren. "Also Menschen, die das von ihrem Hintergrund her besser wissen müssten", sagte Ingmar Hoerr im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Statt einer Impfpflicht solle man aber Menschen vielmehr vom Nutzen überzeugen, meinte er. Eine gewisse Zurückhaltung und Anlaufschwierigkeiten seien jedoch ganz normal. Er plädierte für prominente Vorbilder, die medienwirksam während und nach der Impfung begleitet werden.

Donnerstag, 14. Januar, 8.40 Uhr: Google behebt Störung der Schnittstelle für Corona-Warn-App

Google hat den Fehler an der technischen Schnittstelle der Corona-Warn-App für Android-Smartphones beseitigt. Das teilte der Internet-Konzern am Donnerstag mit. Das Fehler hatte dazu geführt, dass seit Dienstagabend etliche Nutzer der Corona-Warn-App kein aktuelles Ergebnis bei der Risiko-Ermittlung erhalten hatten. Auf Twitter und der Entwicklerplattform Github berichteten mehrere Anwender, dass die App nicht den Risiko-Status aktualisiere. Auf dem iPhone von Apple tauchte der Fehler hingegen nicht auf.

Die Corona-Warn-App verzeichnet bislang nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums über 25 Millionen Downloads und wird nach Schätzungen von Experten von rund 23 Millionen Menschen aktiv eingesetzt.

Donnerstag, 14. Januar, 8.35 Uhr: Manuela Schwesig (SPD) kritisiert Bundesregierung: Brauchen jetzt Impfstoff

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat von der Bundesregierung eine zügigere Impfstoffbeschaffung gefordert. "Es reicht nicht, erst in ein paar Monaten unzählige Impfdosen vor die Tür zu stellen", sagte Schwesig am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". Die Bundesländer brauchten jetzt mehr Impfstoff. Das Versprechen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), dass man voraussichtlich bis Sommer allen Bürgern ein Impf-Angebot machen könne, sehe sie vor diesem Hintergrund kritisch. "Wir haben bislang keine verlässlichen Informationen, ob genug Impfstoff da ist, um das zu schaffen", sagte Schwesig.

Donnerstag, 14. Januar, 8.30 Uhr: Epidemiologe fordert weitere Einschränkungen der Kontakte

Der Epidemiologe Dirk Brockmann vom Robert Koch-Institut (RKI) hat eine weitere Kontaktreduzierung im Kampf gegen die Corona-Pandemie angemahnt. "An allen Stellschrauben, die Kontakte reduzieren, müssen wir noch stärker drehen", sagte Brockmann am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". Die aktuellen Kontaktbeschränkungen wirkten nicht so gut wie der Lockdown im vergangenen Frühjahr, das sehe man auch an den Mobilitätsdaten.

Damals sei die Mobilität innerhalb einer Woche um 40 Prozent zurückgegangen. Auch seit Dezember seien weniger Menschen unterwegs, allerdings seien die Zahlen langsamer gesunken. "Das hängt auch viel mit Pandemiemüdigkeit zusammen", sagte Brockmann. Es sei wichtig, die weiterhin hohen Corona-Zahlen zu senken. "Eines ist klar, das Impfen hilft uns nicht, auf diesem Niveau rauskommen, wo jeden Tag mindestens 1.000 Menschen sterben", sagte er. Impfen sei eine wichtige Komponente gegen die Pandemie, helfe aber erst mittelfristig, wenn viele Menschen den Schutz erhalten hätten.

Donnerstag, 14. Januar, 8.20 Uhr: Höchswert: RKI meldet 1.244 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden

Die Zahl der ans Robert Koch-Institut gemeldeten Corona-Todesfälle hat einen Höchststand erreicht. Innerhalb eines Tages übermittelten die deutschen Gesundheitsämter 1.244 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen von Donnerstagmorgen hervorgeht. Zudem wurden 25.164 Neuinfektionen gemeldet. Der bisherige Höchststand bei den Toten von 1.188 war am 8. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten. Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan noch etwas schwierig, weil um den Jahreswechsel herum Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

In den vergangenen Tagen sei die Zahl der registrierten Neuinfektionen wieder angestiegen, hieß es im RKI-Lagebericht vom Mittwochabend. Ob sich dieser Trend, über die erwarteten Nachtestungen und Nachmeldungen hinaus, weiter fortsetze, werde sich erst im Laufe der nächsten Tage zeigen.

Donnerstag, 14. Januar, 7.25 Uhr: DFL mahnt Vereine zur Einhaltung des Corona-Hygienekonzepts

Die Deutsche Fußball Liga hat nach "Kicker"-Informationen die 36 Vereine der ersten und zweiten Liga zur Einhaltung des seit Ausbruch der Corona-Pandemie gültigen Hygienekonzepts erinnert. Demnach hätten DFL-Geschäftsführer Christian Seifert und DFL-Direktor Ansgar Schwenken ein Schreiben an die Proficlubs verschickt und zu erhöhter Aufmerksamkeit ermahnt.

"Die aus der COVID-19-Pandemie resultierenden Rahmenbedingungen zur Durchführung des Spielbetriebs erfordern weiterhin höchste Aufmerksamkeit und Disziplin. Über die im Konzept festgehaltenen Vorgaben hinaus wissen Sie um die hohe öffentliche Aufmerksamkeit für den Fußball und damit speziell auch für das Verhalten der Spieler auf sowie abseits des Rasens und erst recht in diesen Zeiten eines ausgewiesenen Lockdowns", hieß es in dem Schreiben, das dem "Kicker" nach eigenen Angaben vorliegt und aus dem dieser zitierte.

Donnerstag, 14. Januar, 7 Uhr: Verwirrung um aktuelle Zahlen des RKI

Bei den täglich gemeldeten Corona-Zahlen des Robert Koch-Instituts gab es am Donnerstagmorgen zunächst Unklarheiten. So wurde im sogenannten RKI-Dashboard - einer Online-Übersichtsseite zu verschiedenen Zahlen des Infektionsgeschehens - 1244 Todesfälle angezeigt, die binnen 24 Stunden ans RKI gemeldet wurden. Das wäre ein Höchstwert seit Beginn der Pandemie. Zwischenzeitlich zeigte die Internetseite dann einige Werte - darunter die Todesfälle - nicht mehr an. Das RKI war dazu am Donnerstagmorgen zunächst nicht zu erreichen.

Donnerstag, 14. Januar, 6.50 Uhr: Kaufbeuren und Unterallgäu mit Inzidenzwert über 200

Die Stadt Kaufbeuren sowie der Landkreis Unterallgäu haben den kritischen 7-Tage-Inzidenzwert von 200 überschritten. Dies geht aus aktuellen Zahlen hervor, die das RKI veröffentlichte. Somit gilt sowohl in Kaufbeuren als auch im Unterallgäu die 15-Kilometer-Regel. Alle aktuellen Inzidenzwerte im Allgäu lesen Sie hier.

Donnerstag, 14. Januar, 6.45 Uhr: Deutsche Tourismuswirtschaft lehnt Bevorzugung von Corona-Geimpften ab

Die deutsche Tourismuswirtschaft lehnt Reiseprivilegien für gegen das Coronavirus geimpfte Menschen derzeit ab. Das Reisen generell zu einem Privileg für Geimpfte zu machen, sei der „falsche politische Weg - insbesondere solange Impfungen nicht für alle verfügbar sind“, sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW), Michael Frenzel, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagsausgaben).

Donnerstag, 14. Januar, 6.30 Uhr: Laschet schließt längeren Lockdown nicht aus

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) stimmt die Bevölkerung auf einen längeren Corona-Lockdown ein. "Völlig klar: Die Lage ist sehr ernst. Es wäre falsch, jetzt etwas auszuschließen", sagte der Bewerber für den CDU-Bundesvorsitz dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Donnerstag) auf die Frage, ob die Einschränkungen schlimmstenfalls bis Ostern gelten. Frühestens ab Sonntag (17. Januar) werde es ein "realistisches Bild" von den Corona-Infektionszahlen geben, womit auch das Geschehen der Feiertage abgebildet werde. Derzeit sei auch noch nicht bekannt, wie sich das mutierte Virus aus Großbritannien auf die Infektionslage auswirke.

Donnerstag, 14. Januar, 6.15 Uhr: Suche nach Virus-Ursprung: Team von WHO-Experten trifft in China ein

Ein Team von Experten, die im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach den Ursprüngen des Coronavirus forschen sollen, ist am Donnerstag in der zentralchinesischen Stadt Wuhan eingetroffen. Nach der Ankunft wurden die Forscher auf das Coronavirus getestet und müssen sich zunächst zwei Wochen in Quarantäne begeben. Um die Reise hatte es ein langes Tauziehen gegeben, so dass sich die Ankunft hinausgezögert hatte.

Gemeinsam mit chinesischen Wissenschaftlern wollen die Experten erkunden, ob das Virus zu seiner Quelle zurückverfolgt werden kann. In der Metropole Wuhan waren vor mehr als einem Jahr die ersten Infektionen mit dem neuen Sars-CoV-2-Virus entdeckt worden, der weltweit Dutzende Millionen Menschen infiziert hat. Mehr als 1,9 Millionen Menschen sind nach offiziellen Statistiken schon gestorben.

Donnerstag, 14. Januar, 5.45 Uhr: Corona-Sorgenkind Irland: "Die Regierung ist eingeknickt"

Das bisherige Vorzeigeland Irland hat sich innerhalb weniger Wochen zum Corona-Sorgenkind entwickelt. Der EU-Staat meldet umgerechnet auf die Bevölkerung derzeit hohe Infektionszahlen. Experten machen die Regierung verantwortlich. Der zweite Lockdown sei zu früh beendet worden, außerdem habe es über die Weihnachtsfeiertage zu viele Kontakte gegeben, sagte Tomás Ryan vom Trinity College Dublin der Deutschen Presse-Agentur. "Die Regierung ist vor kurzfristigen Interessen von Unternehmen eingeknickt."

Irland hatte noch Anfang Dezember EU-weit die niedrigste Infektionsrate, kürzlich aber weltweit mit die höchste.

Donnerstag, 14. Januar, 5.30 Uhr: Epidemiologe: Schulschließung bei hohen Infektionszahlen sinnvoll

Der Epidemiologe Timo Ulrichs sieht das Schließen von Schulen derzeit als geboten und verhältnismäßig an. "Sie sind zwar keine Treiber der Pandemie, aber sie können sehr stark betroffen sein und dazu beitragen, dass sich das Virus noch weiter ausbreitet", so Ulrichs, der Professor für internationale Not- und Katastrophenhilfe an der Akkon Hochschule in Berlin ist. Momentan sei der Infektionsdruck von außen zu groß. Seiner Ansicht nach sollten die Schulen mindestens den ganzen Januar geschlossen bleiben.

Auch die Leiterin der Abteilung für Pädiatrische Pneumologie der Uni-Kinderklinik Bochum, Folke Brinkmann, hält die momentanen Schulschließungen für sinnvoll. Ab einer bestimmten Anzahl von Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner solle man "alles versuchen".

Donnerstag, 14. Januar, 5.05 Uhr: Grundschulen und Kitas öffnen? Baden-Württemberg berät Sonderweg

Das Land Baden-Württemberg will am Donnerstag über die Wiedereröffnung von Grundschulen und Kitas von kommender Woche an entscheiden. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) wollen am Vormittag (10.45 Uhr) verkünden, ob es zu der Lockerung des Corona-Lockdowns kommt.

Donnerstag, 14. Januar, 5 Uhr: Bundesamt bilanziert Corona-Krisenjahr für deutsche Wirtschaft

Wie schnell erholt sich die deutsche Wirtschaft vom Corona-Tief? Viele Volkswirte trauen Europas größter Volkswirtschaft 2021 ein starkes Comeback mit gut vier Prozent Wachstum zu - trotz des zunächst bis Ende Januar verlängerten Lockdowns. Zahlen für das Gesamtjahr 2020 legt das Statistische Bundesamt an diesem Donnerstag (10.00 Uhr) vor.

Mittwoch, 13. Januar, 22 Uhr: Portugal kehrt wegen hoher Corona-Zahlen zu hartem Lockdown zurück

Portugals Regierung hat wegen stark steigender Corona-Zahlen einen landesweiten harten Lockdown wie im vergangenen Frühjahr angeordnet. Die Menschen dürfen damit ab Freitag das Haus nur noch aus dringendem Anlass wie etwa zum Einkaufen, zur Arbeit oder für Arztbesuche verlassen. Die Maßnahmen gelten zunächst für einen Monat, sollen jedoch nach 15 Tagen überprüft werden, kündigte Regierungschef António Costa am Mittwochabend an.

Die Schulen sollten anders als beim Lockdown während der ersten Corona-Welle geöffnet bleiben. Die Arbeit im Home Office soll, wo immer sie möglich ist, obligatorisch sein, ohne dass es dafür einer Vereinbarung von Arbeitnehmer und Arbeitgeber bedürfe, betonte Costa. Der Profi-Fußball werde nicht untersagt, jedoch weiterhin ohne Publikum stattfinden. Gaststätten und Geschäfte außer für Lebensmittel und den täglichen Grundbedarf müssten schließen.

Die Zahl der Corona-Infektionen in Portugal stieg zuletzt dramatisch schnell. Binnen 24 Stunden wurden bis Mittwoch 10.566 neue Corona-Infektionen und 156 Tote mit Covid-19 in dem Land mit 10,3 Millionen Einwohnern registriert. Das waren die höchsten Tageszahlen überhaupt seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Menschen, die sich insgesamt während der Pandemie mit dem Virus Sars-CoV-2 ansteckten, überstieg damit die Marke von 500.000.

Mittwoch, 13. Januar, 21.30 Uhr: Drastische Corona-Maßnahmen trotz Proteste auf Mallorca

Mallorca und Ibiza trifft die Pandemie in Spanien besonders hart. Die Regionalregierung zieht mit einer drastischen Verschärfung der Einschränkungen die Notbremse. Und löst damit großen Unmut aus.

Mittwoch, 13. Januar, 20.10 Uhr: D10 statt G7? Johnson will internationales Vorgehen gegen Corona

Der britische Premierminister Boris Johnson will die G7-Präsidentschaft seines Landes für einen internationalen Ansatz gegen das Coronavirus nutzen. "Die Pandemie hat das internationale System in vielerlei Hinsicht völlig unvorbereitet getroffen, und wir müssen zusammenarbeiten, um uns auf künftige Pandemien vorzubereiten", sagte Johnson einem Parlamentsausschuss am Mittwoch in London. So habe es keine weltweite Einigkeit bei Grenzschließungen und Quarantänemaßnahmen gegeben. Auch bei Fragen nach Impfstoffen, Ausgangsbeschränkungen und dem Einsatz von Schutzkleidung seien die Reaktionen sehr unterschiedlich ausgefallen.

"Das globale System hat grundsätzlich bei aktuellen Anforderungen versagt", sagte Johnson. Er wolle etwa die Möglichkeit eines internationalen Vertrags über Pandemie prüfen. Dazu wolle er die G7, die Gruppe aus sieben führenden Wirtschaftsmächten, zu einer "D10" der zehn größten Demokratien ausbauen. Neben den G7-Mitgliedern Großbritannien, Deutschland, USA, Frankreich, Japan, Italien und Kanada seien das Indien, Australien und Südkorea.

Mittwoch, 13. Januar, 19.34 Uhr: Corona-Lockdown in Dänemark wird bis 7. Februar verlängert

Die im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie geltenden Beschränkungen des öffentlichen Lebens in Dänemark werden um drei Wochen verlängert. Das gab Gesundheitsminister Magnus Heunicke am Mittwochabend auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen bekannt. Bei der Verlängerung der Maßnahmen bis zum 7. Februar gehe es vor allem darum, eine zunächst in England aufgetretene und sich auch in Dänemark verbreitende Mutation des Coronavirus an der weiteren Ausbreitung zu hindern, sagte er. Es sei ein Wettlauf mit der Zeit.

gen - sie ist mittlerweile bei 208 Menschen im Land nachgewiesen worden, wie Heunicke sagte. Die Variante sei nicht gefährlicher, jedoch ansteckender.

Mittwoch, 13. Januar, 19 Uhr: Drei Viertel aller Bayern wollen sich wahrscheinlich impfen lassen

Mehr als drei Viertel der Menschen in Bayern wollen sich wahrscheinlich oder sicher gegen das Coronavirus impfen lassen. Das geht aus einer Umfrage des Instituts infratest dimap für den BayernTrend des Politikmagazins "Kontrovers" des Bayerischen Rundfunks hervor. Dagegen wollen sich zehn Prozent wahrscheinlich nicht impfen lassen, elf Prozent auf keinen Fall. Den Menschen im Freistaat geht es beim Impfen insgesamt zu langsam. Mit 40 Prozent halten weniger als die Hälfte das Impftempo für angemessen. 51 Prozent finden, es gehe zu langsam voran.

Mittwoch, 13. Januar, 18.10 Uhr: Corona-Strategie: Opposition kritisiert Bundesregierung scharf

Von der Einigkeit der ersten Wochen war bei der Debatte am Mittwoch im Bundestag nichts mehr zu spüren. Für ihre Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie musste die Bundesregierung viel Kritik einstecken. Und das hat mehrere Gründe.

Mittwoch, 13. Januar, 17.54 Uhr: Bayern will mit Steuer-Anreizen für mehr Homeoffice in Unternehmen sorgen

Schulen und Kitas geschlossen, viele Geschäfte dicht - und was ist mit Unternehmen? Ministerpräsident Söder beklagt zu wenig Homeoffice-Möglichkeiten für Arbeitnehmer. Helfen sollen nun steuerliche Vorteile für Arbeitgeber.

Mittwoch, 13. Januar, 17.40 Uhr: Pfizer und Moderna erwarten Impfschutz auch gegen Virus-Varianten

Die Pharmafirmen Pfizer und Moderna zeigen sich zuversichtlich, dass ihre Impfstoffe auch gegen die neuen britischen und südafrikanischen Varianten des Coronavirus wirken. "Wir gehen davon aus, dass wir geschützt sind", sagte Moderna-Manager Tal Zaks am Mittwoch bei einer EU-Gesundheitskonferenz. Sollte es nötig werden, könnte aber auch "binnen Wochen" eine neue Variante des Impfstoffs entwickelt werden.

Pfizer-Chef Albert Bourla sagte, man warte auf weitere Untersuchungsergebnisse zur Wirksamkeit des gemeinsam mit Biontech entwickelten Impfstoffs gegen die Virusvarianten aus Großbritannien und Südafrika. "Wenn Sie nach meiner Meinung fragen: Ich denke, dass die Ergebnisse positiv sein werden", sagte Bourla in derselben Veranstaltung der Europäischen Volkspartei. Die beiden Varianten des neuartigen Coronavirus sind nach ersten Erkenntnissen ansteckender als die ursprüngliche. In Großbritannien hat dies zu einer neuen Pandemiewelle beigetragen. Die Bundesregierung ist sehr besorgt und versucht, die Verbreitung der Mutationen einzudämmen.

Die beiden Pharmamanager versprachen auch weitere Details zu ihren Impfstoffen. So sagte Bourla, im Februar könnten Daten zu der Frage vorliegen, ob der Biontech/Pfizer-Impfstoff neben der Erkrankung Covid-19 auch die Übertragung des Virus verhindere. Zaks sagte, es werde genau beobachtet, wie lang der Impfschutz anhält. "Es sollte mindestens ein Jahr sein, vielleicht länger", sagte er. Die beiden Firmen sind die ersten, die für ihre Corona-Impfstoffe eine europäische Zulassung erhalten haben. Die Mittel werden inzwischen in der EU gespritzt, auch in Deutschland.

Mittwoch, 13. Januar, 17.33 Uhr: BayernTrend: CSU gewinnt an Zustimmung - trotz sinkenden Zuspruchs bei Corona-Krisenmanagement

Ungeachtet eines sinkenden Zuspruchs für ihr Corona-Krisenmanagement legt die CSU in Bayern in der Wählergunst weiter zu. Wenn in Bayern am kommenden Sonntag Landtagswahl wäre, käme die CSU unter Führung von Ministerpräsident und Parteichef Markus Söder auf 48 Prozent der Stimmen und hätte gute Chancen auf die absolute Mehrheit der Sitze im Landtag. Das ermittelte das Institut infratest dimap im Auftrag des BR-Politikmagazins "Kontrovers" für dessen BayernTrend. Beim zurückliegenden BayernTrend im Oktober hatte die CSU noch bei 45 Prozent gelegen. Die Grünen würden der Umfrage zufolge 19 Prozent (-2) erreichen. Die Freien Wähler als derzeit kleinerer Koalitionspartner kämen auf acht Prozent und legen ebenfalls zu (+1). SPD und AfD liegen im BR-BayernTrend bei sieben Prozent (jeweils -1). Die FDP wäre genauso wie die Linke mit drei Prozent nicht im Landtag vertreten. Den aktuellen BayernTrend finden Sie hier.

Mittwoch, 13. Januar, 17.15 Uhr: Italien will Corona-Notstand verlängern - bis Ende April

Italiens Regierung will den Corona-Notstand bis zum 30. April verlängern. Das kündigte Gesundheitsminister Roberto Speranza am Mittwoch vor dem Parlament in Rom an. "Die Epidemie ist erneut in einer expansiven Phase", sagte er. Bislang war der Ausnahmezustand bis Ende Januar befristet. Rom hatte den Corona-Notstand erstmals Ende Januar 2020 ausgerufen. Seither wurde er mehrmals verlängert. Die Maßnahme gibt der Regierung besondere Rechte. Der Staat kann Einsatzkräfte besser koordinieren und bürokratische Hürden vermeiden. Die rechte Opposition kritisiert das Vorgehen seit langem. Aus ihrer Sicht wird durch die Machtfülle der Regierung das Parlament geschwächt.

Mittwoch, 13. Januar, 17 Uhr: Weitere Corona-Fälle in Unterallgäuer Seniorenwohnheim

Die Zahl der positiv auf Corona getesteten Bewohner im Kreis-Seniorenwohnheim St. Martin in Türkheim (Landkreis Unterallgäu) steigt auf 48. Das ergab eine Reihentestung Anfang der Woche. Zudem sind inzwischen 18 Mitarbeiter betroffen. Im Kreis-Seniorenwohnheim St. Martin leben 124 Menschen. Die Einrichtung beschäftigt 130 Mitarbeiter. Zwei der betroffenen Bewohner werden auf Normalstation im Krankenhaus behandelt, der Großteil hat laut Heimleitung aber derzeit keine bis milde Symptome. In der Einrichtung besteht weiterhin Besuchsverbot. Positiv getestete Senioren werden in ihren Zimmern isoliert. Zudem sollen alle Bewohner Kontakte untereinander meiden. Essen wird derzeit in den Zimmern serviert.

Mittwoch, 13. Januar, 16.25 Uhr: LGL: Inzidenz-Werte im Allgäu sinken - außer im Unterallgäu

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat am Nachmittag die neuen Corona-Zahlen veröffentlicht. Demnach sind in fast allen Allgäuer Landkreisen und Städten die Werte für die 7-Tage-Inzidenz gefallen - bis auf den Landkreis Unterallgäu: Dort kletterte der Wert wieder über die kritische 200er-Marke. Was das bedeutet lesen Sie hier. Die Werte der Städte Kempten (96,89) sowie Kaufbeuren (99,77) dagegen sind unter die 100er-Marke gefallen. Einen Überblick über die aktuellen Zahlen finden Sie hier.

Mittwoch, 13. Januar, 15.42 Uhr: Söder: Bayern gibt 2,5 Millionen FFP2-Masken an Bedürftige aus

Bayern stellt 2,5 Millionen FFP2-Schutzmasken für Bedürftige kostenlos zur Verfügung. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch in München an. Damit will die Staatsregierung Härten abfedern, wenn vom kommenden Montag (18. Januar) an eine FFP2-Maskenpflicht im gesamten öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen gilt. Außerdem gab Söder bekannt, ab welchem Alter die Menschen in Bayern eine FFP2-Maske tragen müssen.

Mittwoch, 13. Januar, 15.30 Uhr: Spahn: Einschränkungen im Kampf gegen Pandemie weiter nötig

Gesundheitsminister Jens Spahn hat die Bevölkerung auf weitere Wochen mit Beschränkungen des öffentlichen Lebens eingestellt. Das sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in einer Regierungserklärung im Bundestag.

Mittwoch, 13. Januar, 15.20 Uhr: Hohe Nachfrage nach FFP2-Masken in Bayern

Nach der Bekanntgabe der FFP2-Maskenpflicht ist die Nachfrage in Bayern gestiegen. In manchen Geschäften waren die Masken am Mittwoch ausverkauft, ein grundsätzlicher Engpass zeichnete sich aber nicht ab. "Die Lagerbestände an FFP2-Masken sind gut", sagte ein Sprecher des Bayerischen Apothekerverbands. "Großhandlungen und Zulieferer haben den Apotheken bestätigt, dass Nachbestellungen in allen Größenordnungen zügig getätigt werden können."

Auch der Handelsverband Bayern berichtete am Mittwoch zwar von einer gestiegenen Nachfrage. Einen Ansturm gebe es aber nicht, sagte Geschäftsführer Bernd Ohlmann. "Von Hamsterkäufen oder dem Kampf um die letzte FFP2-Maske kann keine Rede sein."

Mittwoch, 13. Januar, 15.20 Uhr: Lehrer bemängeln erhebliche Wissenslücken bei Kindern

Die Corona-Pandemie hat aus Sicht der Lehrer im Land bereits jetzt zu erheblichen Lernrückständen bei vielen Schülern geführt. Das ergab eine repräsentative "Forsa"-Umfrage im Auftrag der "Robert Bosch Stiftung" aus Stuttgart, über die die Wochenzeitung Die Zeit berichtet. Demnach bemängelt fast jeder dritte Lehrer (27 Prozent) bei mehr als der Hälfte der Schüler messbare Defizite. 11 Prozent gaben an, dass die Pandemie zu Lernrückständen bei fast allen Schülern geführt habe. 29 Prozent gehen davon aus, dass weniger als die Hälfte der Schüler Lernrückstände aufweisen. Besonders Förderschüler leiden der Umfrage zufolge unter den Corona-Bedingungen. Hier bestätigt jede zweite Lehrkraft (54 Prozent) bei mehr als der Hälfte der Schülerschaft messbare Defizite.

Mittwoch, 13. Januar, 15.05 Uhr: RKI hat bislang mehr als 758.000 Covid-19-Impfungen erfasst

Rund zweieinhalb Wochen nach dem Start der Covid-19-Impfkampagne in Deutschland ist die Zahl der ans Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Impfungen auf 758.093 gestiegen. Diese Zahl ergibt sich aus bisherigen Meldungen der Bundesländer, wie aus einer RKI-Statistik vom Mittwoch (Stand: 11 Uhr) hervorgeht. Der Zuwachs im Vergleich zum Vortag beträgt mehr als 70.000.

Die meisten Impfungen pro 1.000 Einwohner wurden laut der Statistik bisher für Mecklenburg-Vorpommern erfasst (18,1), die wenigsten für Thüringen (6,1). Der Bundesschnitt liegt bei 9,1. Die Werte, die den Behörden der einzelnen Bundesländer vorliegen, können deutlich höher liegen als die vom RKI gemeldeten, da die Meldungen teilweise mit Verzug an das Institut übermittelt werden.

Mittwoch, 13. Januar, 14.50 Uhr: Deutsche Sportvereine verzeichnen Mitgliederrückgänge

Der zweite Lockdown mit der erneuten Schließung der Sportanlagen macht den Vereinen in Deutschland weitaus mehr zu schaffen als der erste im Frühjahr. Sorge bereitet, dass inzwischen 44 Prozent der Sportvereine Mitgliederrückgänge als Folge der Corona-Pandemie gemeldet haben, wie die Deutsche Sporthochschule in Köln am Mittwoch mitteilte. Nur 29 Prozent hatten Zuwächse. Bis zum erneuten Lockdown von November 2020 an sei der Anteil an Vereinen, die Mitgliedschaftsrückgänge oder -zuwächse zu verzeichnen hatten, mit 36,6 gegenüber 35 Prozent fast ausgeglichen gewesen.

Mittwoch, 13. Januar, 14.35 Uhr: Höhere Sterblichkeit in Schweden im Jahr 2020

In Schweden sind im Corona-Jahr 2020 Tausende Menschen mehr gestorben als im Durchschnitt der Vorjahre. Wie aus vorläufigen Zahlen der schwedischen Statistikbehörde "SCB" hervorgeht, gab es im abgelaufenen Jahr in dem skandinavischen EU-Land mit seinem vielbeachteten Corona-Sonderweg insgesamt 97.164 Sterbefälle - das waren 6.202 mehr als durchschnittlich in den Jahren 2015 bis 2019. Insgesamt sind in Schweden 2020 rund 9.300 Menschen in Verbindung mit einer Corona-Infektion gestorben.

Mittwoch, 13. Januar, 14.10 Uhr: Bundesgesundheitsminister Spahn hält Einschränkungen im Kampf gegen Pandemie weiter für nötig

Gesundheitsminister Jens Spahn hat die Bevölkerung auf weitere Wochen mit Beschränkungen des öffentlichen Lebens eingestellt. "Wir werden auf unserem Weg raus aus der Pandemie noch einige Zeit aufeinander Acht geben müssen. Abstand, Hygiene, Alltagsmasken, FFP2-Masken, reduzierte Kontakte bleiben eine Notwendigkeit", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in einer Regierungserklärung im Bundestag.

Mittwoch, 13. Januar, 13.45 Uhr: Corona-Sorgen: Von Wengen nach Kitzbühel verlegte Skirennen abgesagt

Die alpinen Ski-Weltcup-Rennen der Herren in Kitzbühel am kommenden Wochenende sind wegen der möglichen 17 Fälle der britischen Coronavirus-Mutation im nahen Jochberg abgesagt worden. Dies teilte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) am Mittwoch mit. Die Entscheidung sei unter anderem in Abstimmung mit Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) erfolgt. Nach der Absage der Lauberhorn-Rennen im schweizerischen Wengen war Kitzbühel eingesprungen. Am Samstag und Sonntag sollten dort zwei Slalomläufe stattfinden.

Mittwoch, 13. Januar, 13.30 Uhr: Rio lässt trotz Corona-Anstieg wieder Zuschauer ins Stadion

Nach rund zehn Monaten Corona-Pause dürfen in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro wieder Zuschauer mit Einschränkungen ins Fußballstadion. Dies berichtete das Nachrichtenportal "G1" unter Berufung auf einen gemeinsamen Beschluss der Stadtverwaltung und der Regierung des Bundesstaates Rio de Janeiro am Mittwoch. Die Zuschauerzahl hängt demnach von der Risikostufe für Covid-19 der jeweiligen Gegend ab, die jeden Freitag veröffentlicht wird. Bei einem mäßigen Risiko sind 20 Prozent, bei hohem Risiko 10 Prozent der jeweiligen Stadion-Kapazität erlaubt. Alkoholkonsum am Platz ist zugelassen.

Mittwoch, 13. Januar, 13.15 Uhr: Familienvater will Polizei keinen "triftigen Grund" bei Kontrolle nennen - so sind die Regeln

In Bayern gilt tagsüber eine Ausgangsbeschränkung. Wer kontrolliert wird, sollte einen "triftigen Grund" nennen, weshalb er unterwegs ist. Was ist das? Mehr darüber lesen Sie hier.

Mittwoch, 13. Januar, 12.45 Uhr: 15-Kilometer-Regel in Bayern: Derzeit gilt sie in 31 Städten und Landkreisen

In 31 Landkreisen und kreisfreien Städten in Bayern sind die Menschen wegen hoher Infektionszahlen nun in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Hier lesen Sie, um welche Gebiete es sich handelt.

Mittwoch 13. Januar, 12.30 Uhr: Dänisches Parlament schränkt wegen Corona vorübergehend Arbeit ein

Das dänische Parlament schränkt wegen der Corona-Lage seine Arbeit ein. Das Folketinget in Kopenhagen habe beschlossen, eine Reihe von Gesetzesvorschlägen vorerst nicht zu behandeln, teilte der Parlamentsvorsitzende Henrik Dam Kristensen nach Angaben der Nachrichtenagentur Ritzau am Mittwoch mit. Ursprünglich sollten im Januar und Februar 28 bereits eingebrachte Gesetzesentwürfe besprochen werden. Zwölf davon werden nun aufgeschoben.

Mittwoch, 13. Januar, 12.10 Uhr: Landkreis Miesbach verbietet Ausflüge - Spitzinggebiet dicht

Nach anderen Gebieten verbietet auch der Landkreis Miebsach touristische Ausflüge in die Region. Die Regelung solle am Donnerstag in Kraft treten und zunächst bis zum 31. Januar gelten, teilte das Landratsamt Miesbach am Mittwoch mit. Welche Ausflugsziele betroffen sind, erfahren Sie hier.

Die Behörde verwies auf die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) lag der Wert am Mittwoch bei 217,0 - etwas niedriger als am Montag mit 221,0.

Mittwoch, 13. Januar, 12 Uhr: EU-Gesundheitskommissarin kritisiert Impfstoffkauf wie in Deutschland

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides hat die Beschaffung der Corona-Impfstoffe durch die Europäische Union verteidigt und zusätzliche nationale Lieferabsprachen mit Herstellern kritisiert. Diese untergrüben den europäischen Ansatz, erklärte Kyriakides am Mittwoch. Der Vorwurf trifft Deutschland und dessen Zusatzabsprachen mit dem Impfstoffhersteller Biontech.

Kyriakides nannte Deutschland in ihren Äußerungen zu einer Videokonferenz der EU-Gesundheitsminister nicht ausdrücklich. Sie erinnerte aber daran, dass alle EU-Staaten die Teilnahme an der gemeinsamen Beschaffung bestätigt hätten. Somit hätten sie zugestimmt, "keine eigenen Verfahren zum Kauf dieses Impfstoffs mit demselben Hersteller einzuleiten".

Mittwoch, 13. Januar, 11.50 Uhr: Mann in Kaufbeuren wegen verfälschtem Masken-Attest zu Geldstrafe verurteilt

Am Dienstagnachmittag hat ein Prozess vor dem Amtsgericht Kaufbeuren für Aufregung gesorgt: Angeklagt war ein 54-Jähriger wegen Hausfriedensbruches und Fälschung eines Gesundheitszeugnisses. Der Mann besitzt ein Attest, das ihn vom Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes befreit. Der ausstellende Arzt legte ihm nahe, stattdessen ein Plastikvisier zu tragen und vermerkte dies auf dem Attest. Diesen Passus habe der Angeklagte wohl eigenmächtig geschwärzt, wie die Polizei feststellte. Außerdem wurde ihm in einem Einkaufszentrum Hausverbot erteilt, weil er keinen Mund-Nasen-Schutz trug - das hielt ihn jedoch nicht von weiteren Besuchen ab.

Der Mann wurde nun zu einer Geldstrafe von 2.250 Euro verurteilt. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig.

Mittwoch, 13. Januar, 11.35 Uhr: Illegaler Kindergeburtstag in Hameln - Gäste verstecken sich vor Polizei

Die Polizei in Hameln hat einen Kindergeburtstag mit 30 Gästen aufgelöst. Um von den Beamten nicht entdeckt zu werden, schloss sich eine Frau mit fünf Kindern in der Toilette ein, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch sagte. "Die anderen haben sich in Schränken versteckt." Nachbarn hatten sich am Dienstag bei der Polizei über den Kindergeburtstag beschwert. Entgegen der Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie trafen sich die 30 Teilnehmer in der Wohnung. Gegen die 15 anwesenden Erwachsenen wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Mittwoch, 13. Januar, 11.05 Uhr: Strengere Test-Pflichten bei Einreisen aus Corona-Risikogebieten

Ein neuer Verordnungsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums, der am Mittwoch beschlossen wurde, sieht strengere Test-Pflichten für Einreisen aus Risikogebieten vor. Zukünftig soll jeder, der in den letzten zehn Tagen in einem Risikogebiet war, spätestens 48 Stunden nach Einreise einen negativen Test vorweisen müssen. Die Verordnung soll am Donnerstag in Kraft treten.

Mittwoch, 13. Januar, 10.30 Uhr: Thüringen nun Bundesland mit höchstem Corona-Sieben-Tage-Wert

Thüringen hat Sachsen als Bundesland mit den meisten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche abgelöst. Das Berliner Robert Koch-Institut meldete am Mittwoch (Stand 00.00 Uhr) einen Sieben-Tage-Wert von 324,2 neuen Fällen bezogen auf diese Einwohnerzahl. In Sachsen, das wochenlang vor Thüringen rangierte, lag dieser Wert am Mittwoch bei rund 304,4 Infektionen. Thüringen hat rund 2,1 Millionen Einwohner.

Bundesweit größter Corona-Hotspot ist der thüringische Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Laut RKI gab es dort in den vergangenen sieben Tagen rund 600 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Der Kreis hat 103.000 Einwohner.

Mittwoch, 13. Januar, 9.55 Uhr: Infektiologe sieht "kaum zusätzlichen Schutz" durch FFP2-Masken

Der Pandemiebeauftragte des Klinikums rechts der Isar in München hält die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske für problematisch. "Die Nutzung von FFP2-Masken in der Öffentlichkeit sehe ich sehr kritisch, insbesondere weil sie einen erheblich erhöhten Atemwiderstand mit sich bringen und das Tragen ein entsprechendes Training erfordert", erklärte Christoph Spinner.

Ab kommenden Montag ist das Tragen einer FFP2-Maske im Einzelhandel und öffentlichen Nahverkehr in Bayern verpflichtend. Einen entsprechenden Beschluss hatte das Kabinett am Dienstag gefasst. Mit FFP2-Masken soll das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus gesenkt werden. "Damit sie zusätzlichen Schutz bieten, müssen sie dicht sitzend getragen werden, was die Mehrheit der Nutzer schon mit den normalen Masken kaum schafft", gab der Oberarzt für Infektiologie zu Bedenken. "Daher verspreche ich mir kaum zusätzlichen Schutz."

Mittwoch, 13. Januar, 8.50 Uhr: Oppositionspolitiker fordern klare Perspektive von Regierung

Linke und FDP haben von der Bundesregierung eine klare Perspektive bei den Corona-Regeln gefordert. "Wir erwarten einen Stufenplan: Wie kommen wir raus aus dieser Situation", sagte FDP-Chef Christian Lindner am Mittwochmorgen im Doppelinterview mit Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch bei RTL und ntv. Bartsch sagte, insbesondere für Eltern, die aktuell doppelt belastet seien, müsse es eine Perspektive geben.

Auch zur Impfstoffbeschaffung müsse die Regierung Stellung nehmen. "Offensichtlich sind die Bestellungen, und ich bin sehr für eine europäische Beschaffung, nicht so gemacht worden, wie es möglich gewesen wäre. Das muss aufgeklärt werden", sagte Bartsch. Er erwarte, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei seiner für Mittwochmittag geplanten Regierungserklärung dazu Stellung beziehe. "Und vor allem erwarte ich von der Kanzlerin, dass sie das Thema zur Chefsache macht", sagte Bartsch. Die FDP hatte zuvor bereits einen Untersuchungsausschuss zur Impfstoffbeschaffung ins Spiel gebracht.

Mittwoch, 13. Januar, 8.30 Uhr: Zahl der Corona-Hotspots in Bayern sinkt leicht

Die Zahl der Corona-Hotspots in Bayern ist leicht gesunken. Am Mittwoch (Stand: 13. Januar, 00.00 Uhr) lagen nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 24 Landkreise und kreisfreie Städte über dem kritischen Wert von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Am höchsten war der Wert im Landkreis Wunsiedel mit 298,7, gefolgt von der Stadt Coburg (289,7) und dem Landkreis Passau (281,8). Am Vortag lagen noch 26 Landkreise und Städte über der Schwelle.

Mittwoch, 13. Januar, 8 Uhr: Spahn: Aufklärung statt Impfpflicht für Pflegekräfte

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat einer Impfpflicht im Kampf gegen die Corona-Pandemie erneut eine Absage erteilt. "Ich habe im Bundestag mein Wort gegeben: In dieser Pandemie wird es keine Impfpflicht geben. Und das gilt", sagte Spahn am Mittwochmorgen im Deutschlandfunk. Die Bundesregierung setze auf Argumente, Informationen und Vertrauen in den Impfstoff.

Auch das Pflegepersonal in Deutschland wolle er mit Argumenten überzeugen. "Das ist übrigens auch die Wertschätzung, die Pflegekräfte in dieser Pandemie erwarten", sagte Spahn.

Mittwoch, 13. Januar, 7.15 Uhr: Junge Menschen zuerst: Indonesien startet Massenimpfungen

Der weltgrößte Inselstaat Indonesien hat am Mittwoch mit Massenimpfungen gegen das Coronavirus begonnen. Präsident Joko Widodo ließ sich im Präsidentenpalast als erster mit dem Mittel CoronaVac des chinesischen Pharmakonzerns Sinovac Biotech impfen. Damit wollte er der Bevölkerung zeigen, dass das Vakzin sicher ist.

Anders als andere Länder will Indonesien nach den Mitarbeitern des Gesundheitswesens und des öffentlichen Dienstes zunächst jüngeren Menschen zwischen 18 und 59 Jahren den Vorrang geben. Ziel ist es, schnell eine Herdenimmunität zu erreichen.

Das viertbevölkerungsreichste Land der Erde mit seinen fast 270 Millionen Einwohnern ist der am schlimmsten von der Pandemie betroffene Staat in Südostasien.

Mittwoch, 13. Januar, 6.30 Uhr: 19 600 Corona-Neuinfektionen und 1060 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 19.600 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1060 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Mittwochmorgen bekanntgab. Der Höchststand von 1.188 neuen Todesfällen war am Freitag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten. Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan noch etwas schwierig, weil um den Jahreswechsel herum Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Mittwoch, 13. Januar, 6.15 Uhr: Experten diskutieren FFP2-Pflicht

Die Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und Einzelhandel wird die Infektionslage in Bayern nach Einschätzung eines Hygieneexperten nicht merklich verbessern. "Ich glaube nicht, dass das einen großen Unterschied macht", sagte Johannes Knobloch, Leiter des Bereichs Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, der Deutschen Presse-Agentur. "Im schlimmsten Fall kann sich die Lage sogar verschlechtern, weil sich die Leute geschützter fühlen und weniger vorsichtig sind.

Demgegenüber hält der Virologe Alexander Kekulé die Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und Einzelhandel grundsätzlich für sinnvoll. "Natürlich ist eine FFP2-Maske deutlich sicherer als ein Mund-Nasen-Schutz, der oft auch nur sehr locker getragen wird", sagte der Professor der Universität Halle-Wittenberg der Deutschen Presse-Agentur. In Bayern sind solche Masken von Montag an in allen Geschäften sowie Bussen, U- und S-Bahnen Pflicht. Andere Bundesländer überlegen, ob sie nachziehen.

Mittwoch, 13. Januar, 6 Uhr: Allgäuer Landkreise und kreisfreien Städte unter 200er Inzidenzwert

Die Allgäuer Landkreise Oberallgäu, Ostallgäu, Unterallgäu und Lindau sowie die kreisfreien Städte Kempten, Kaufbeuren und Memmingen bleiben allesamt unter dem Inzidenzwert von 200, der bekanntlich mit weiteren Einschränkungen verbunden wäre. Laut jüngster Zahlen des RKI ist der Inzidenzwert im Unterallgäu (189,2) am höchsten. In Kaufbeuren sank er nach einem starken Anstieg am Dienstag auf aktuell 168,9. Alle Werte lesen Sie hier.

Mittwoch, 13. Januar, 5.45 Uhr: Lauterbach gegen Corona-Impfpflicht für Pflegekräfte

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich deutlich gegen eine Corona-Impflicht für Pflegekräfte ausgesprochen. Die Zahlen zur Impfbereitschaft der Pflegekräfte seien nicht repräsentativ, "vor Ort" bekomme man mit, "dass die Impfbereitschaft da ist", sagte Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Man müsse vorsichtig sein, an dieser Stelle nicht ein Problem herbeizurufen, das es noch nicht gibt. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte zuvor eine Debatte darüber ausgelöst. Er ging dabei von einer eher niedrigen Impfbereitschaft unter Pflegekräften aus.

Mittwoch, 13. Januar, 5.30 Uhr Spahn informiert im Bundestag über Corona-Impfungen

Gut zwei Wochen nach Beginn der Corona-Impfungen in Deutschland gibt Gesundheitsminister Jens Spahn heute eine Regierungserklärung im Bundestag ab. Zuletzt war auch vom Koalitionspartner SPD Kritik an zu geringen Impfstoff-Bestellungen laut geworden. Vor Ort gibt es teils Ärger wegen der Organisation von Impfterminen. Spahn hat das Vorgehen mit einer gemeinsamen Bestellung und einer regulären Zulassung der Impfstoffe in der EU verteidigt. Der Start der Impfkampagne sei trotz aller berechtigten Hinweise zu besseren Abläufen ein Erfolg, sagt Spahn.