Corona-News aktuell im Allgäu

Die Corona-Entwicklung im Allgäu vom 17. Februar bis 24. Februar 2021 im Rückblick

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog 17. Februar bis 24. Februar 2021.

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog 17. Februar bis 24. Februar 2021.

Bild: Klinikverbund Allgäu

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Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog 17. Februar bis 24. Februar 2021.
26.02.2021 | Stand: 13:43 Uhr

Dies ist ein Archivartikel. Wir berichten in unserem aktuellen Newsblog laufend über die aktuelle Corona-Entwicklung in der Region Allgäu und in der Welt.

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Mittwoch, 24. Februar, 22 Uhr: Österreichs Kanzler Kurz: "Wir arbeiten an europäischem Impfpass"

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) fordert einen europäischen Impfpass: "Wir werden morgen beim Europäischen Rat einen entsprechenden Vorschlag machen", sagte Kurz in der ARD-Talksendung "maischberger. die woche". "Wir arbeiten gerade mit den Griechen und vielen anderen europäischen Kollegen daran, dass es zeitnah eine digitale Lösung für einen grünen Impfpass ähnlich dem in Israel gibt."

Der Impfpass solle als App auf dem Mobiltelefon installiert werden. "Die App zeigt dann an, dass man entweder geimpft, genesen oder getestet ist", erklärte Kurz. Die Impfung sei das Wesentliche. "Aber für alle, die gerade Corona hatten und dadurch immun sind, soll es genau dieselben Freiheiten geben. Und wer noch keinen Zugang zu einer Impfung hatte, der soll die Möglichkeit haben, einen Test zu machen und sich frei zu bewegen", sagte der österreichische Bundeskanzler bei "maischberger. die woche".

Der digitale Impfpass sei ein gutes europäisches Modell, damit die Menschen sich in Europa frei bewegen können. "Damit wir auch spätestens im Sommer die Möglichkeit haben, überall wieder an Kulturveranstaltungen, Sportevents, der Gastronomie und anderswo teilzunehmen. Das ist unser erklärtes Ziel."

Kurz zeigte sich zuversichtlich, dass ein solcher Impfpass auf europäischer Ebene Zustimmung finden wird. "Und wenn es nicht auf europäischer Ebene gelingt, dann werden wir es auf jeden Fall national umsetzen", sagte Kurz in der ARD. Österreich sei dazu bereits mit Griechenland, Israel und anderen Ländern in Kontakt, um gegebenenfalls bilaterale Abkommen abzuschließen.

Mittwoch, 24. Februar, 20 Uhr: Aiwanger: Handel soll auch bei höheren Corona-Zahlen öffnen dürfen

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat Öffnungen im Handel auch in Regionen mit höheren Corona-Zahlen gefordert. Insbesondere die Grenz-Landkreise seien besonderen Belastungen ausgesetzt, sagte Aiwanger am Mittwoch in einer Regierungs-Fragestunde im Landtag in München. Wenn man sich hoffentlich in den nächsten Wochen in Berlin und dann auch in Bayern zu einer Öffnung des Handels durchringe, müsse man auch in Gebieten mit höheren Inzidenzen Möglichkeiten eröffnen - und wenn es am Ende über Schnelltests gehe, wenn auch nicht für jeden Kunden. Aiwanger forderte: «Wir brauchen auch für diese Regionen Perspektive.»

Aiwanger setzt sich damit erneut in einem Punkt von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ab. Dieser hatte zuletzt regionale Öffnungen unter anderem im Handel lediglich für Regionen mit stabil niedrigen Corona-Zahlen in Aussicht gestellt. In Gebieten mit höheren Zahlen seien allenfalls «Click and Meet»-Angebote möglich, also mit vorab vereinbarten Terminen. Über den weiteren Anti-Corona-Kurs wird kommende Woche zunächst die Ministerpräsidentenkonferenz beraten.

Mittwoch, 24. Februar, 19.40 Uhr: Start von "Grünem Pass": Israel impft sich an die Normalität heran

In Israel wird sogar in Möbelmärkten geimpft. Das Land will die Corona-Krise schnell hinter sich lassen und setzt dabei auch auf den «Grünen Pass». Hunderttausende haben sich das Dokument bereits beschafft - und dürfen jetzt wieder ins Theater oder Fitnessstudio. Wie das in Israel funktioniert, lesen Sie hier.

Mittwoch, 24. Februar, 19 Uhr: Scholz: Keine Steuererleichterung für Friseur-Dienstleistungen

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) will den Mehrwertsteuersatz für Friseur-Dienstleistungen nicht auf sieben Prozent senken. Einer entsprechenden Forderung vieler Friseure erteilte Scholz am Mittwochabend in einer Video-Diskussionsrunde mit Friseur- und Kosmetikbetrieben eine Absage.

«Wir sind schon einen sehr weitreichenden, sehr teuren Schritt gegangen, was die Frage Gastronomie und Hotellerie betrifft, wo wir das gemacht haben», sagte Scholz. Eine entsprechende Steuererleichterung auch für Friseurbetriebe wäre eine «dauerhafte Komplikation für die Staatsfinanzierung, die wir nicht gut hinbekommen können», so Scholz weiter. Anfang Februar hatten sich die Koalitionsspitzen geeinigt, dass für Speisen in Restaurants und Cafés bis Ende 2022 ein verringerter Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent gelte. Zuvor war die Ausnahmeregelung zunächst bis zum 30. Juni 2021 befristet gewesen.

Olaf Scholz ist Kanzlerkandidat der SPD für die Bundestagswahl. Er tritt als Direktkandidat im Wahlkreis Potsdam an - dort bewirbt sich auch Grünen-Chefin Annalena Baerbock um ein Mandat. Am Mittwoch war auch Start der digitalen Zukunftsgespräche, in denen Scholz mit Bürgern aus ganz Deutschland sprechen will - zum Beispiel über Corona-Hilfen, Bildung und Klimaschutz. Den Anfang machte er via Internet in Potsdam.

Mittwoch, 24. Februar, 18.45 Uhr: Merkel pocht für Öffnungsstrategie auf umfassende Schnelltests

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) pocht für mögliche Lockerungen von Corona-Beschränkungen auf deutlich mehr Tests: «Eine intelligente Öffnungsstrategie ist mit umfassenden Schnelltests, gleichsam als Freitesten, untrennbar verbunden.» Dafür müssten noch offene Fragen geklärt und das ganze Vorgehen am 3. März mit den Regierungschefs der Bundesländer beraten werden. «Wie lange es dann dauert, bis ein solches System installiert ist, kann ich auf den Tag genau noch nicht sagen. Es wird aber im März sein.»

Merkel betonte, grundsätzlich könne ein Schnelltest zeigen, «dass jemand an genau dem Tag nicht infiziert ist, oder umgekehrt, dass jemand, obwohl noch symptomlos, bereits infiziert und auch ansteckend ist.» Alle Menschen mit Symptomen sollten ohnehin PCR-Tests machen. Die Kanzlerin versprach zudem, die Corona-Impfungen würden sich jetzt immer weiter beschleunigen. «Wir sprechen im Augenblick darüber, wie es logistisch gelingt, in einer Woche 7,5 bis 9,5 Millionen Dosen zu verimpfen.» Die Impfzentren schafften das nicht allein. Dazu würden noch niedergelassene Ärzte gebraucht. Mit Blick auf Zweifel am Mittel von Astrazeneca sagte Merkel, dies sei «ein zuverlässiger Impfstoff, wirkungsvoll und sicher». Er sei durch die Europäische Medizinagentur zugelassen und in Deutschland für Menschen unter 65 Jahren empfohlen.

Mittwoch, 24. Februar, 18.30 Uhr: Koalition plant bis zu 25.000 Euro Strafe für Impfvordrängler

Wer sich beim Impfen gegen das Corona-Virus vordrängelt, soll nach dem Willen von Union und SPD künftig bis zu 25.000 Euro Strafe zahlen. Das sieht ein Änderungsantrag der Koalition für das Gesetz zur Fortgeltung der Regelungen über die epidemische Lage von nationaler Tragweite vor, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Mittwoch berichtete. Die Angaben wurden der Deutschen Presse-Agentur am Abend aus Fraktionskreisen bestätigt. Demnach war es die SPD, die auf eine solche Regelung drängte.

In den vergangenen Wochen waren mehrfach Fälle von Mandatsträgern und anderen bekannt geworden, die sich impfen ließen, obwohl sie noch gar nicht an der Reihe waren. Darunter waren Bürgermeister, Landräte, Geistliche, Feuerwehrleute und Polizisten. Solche Verstöße gegen die Impfverordnung sollen dem Bericht zufolge künftig als Ordnungswidrigkeit eingestuft und entsprechend geahndet werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte Mitte Februar angekündigt, Sanktionen gegen Vordrängler zu prüfen. Er wies damals darauf hin, dass das Infektionsschutzgesetz bereits Sanktionen wie etwa Bußgelder kenne.

Mittwoch, 24. Februar, 18.20 Uhr: Erste Corona-Selbsttests soll es bald im Handel und in Apotheken geben

Die ersten drei Selbsttests wurden jetzt zugelassen und sollen bald in Apotheken und im Handel zu kaufen sein. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 24. Februar, 18.10 Uhr: Bayern gründet eigene Impfkommission

Der Freistaat Bayern gründet im Kampf gegen die Corona-Pandemie eine eigene Impfkommission. Warum sie am Donnerstag ins Leben gerufen wird, lesen Sie hier.

Mittwoch, 24. Februar, 18 Uhr: BR berichtet über Todesfälle nach Hygienemängeln in Krankenhaus

In einem schwäbischen Krankenhaus ist es nach Angaben des Bayerischen Rundfunks zu schwerwiegenden Versäumnissen in Zusammenhang mit einem Corona-Ausbruch gekommen. Wie der Sender am Mittwoch berichtete, hat das bayerische Gesundheits-Landesamt die Mängel in einem Zwischenbericht aufgelistet. Laut BR sind sieben Menschen gestorben, nachdem sie sich wohl in dem Krankenhaus selbst mit dem Coronavirus angesteckt haben. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 24. Februar, 17.50 Uhr: Schweiz: Keine Quarantäne mehr für Reisende aus deutschen Ländern

Aus den Bundesländern Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen können Reisende ab Donnerstag wieder ohne Einschränkungen in die Schweiz reisen. Die Anordnung zu einer Quarantänepflicht für Menschen, die sich dort in den vorangegangenen zehn Tagen aufgehalten hatten, lief am Mittwoch aus. Damit gibt es vorerst keinerlei Einreiseauflagen mehr für Reisende aus Deutschland. Sie müssen sich aber elektronisch registrieren. Wer mit dem Flugzeug anreist, muss zudem einen negativen PCR-Test vorzeigen.

Ausschlaggebend für die Schweizer Risikoliste ist die 14-Tages-Inzidenz. Wenn die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einem Gebiet um 60 höher liegt als in der Schweiz, kommt das Land oder die Region auf die Liste.

Mittwoch, 24. Februar, 17.35 Uhr: RKI-Papier entwirft Szenarien für Lockerungen oder Verschärfungen

Das Robert Koch-Institut hat ein eigenes Strategiepapier mit Stufen für verschiedene Maßnahmen in der Corona-Pandemie vorgelegt: Es unterbreitet Vorschläge für Szenarien zu vorsichtigen Lockerungen oder auch Verschärfungen. Sprecher der Bundesregierung bezeichneten es am Mittwoch als wichtigen Hinweis.

Das Papier mit dem Titel «ControlCovid» (Covid kontrollieren) wurde bereits vergangene Woche auf der Webseite veröffentlicht, war aber zunächst von der Öffentlichkeit unbemerkt geblieben. Zuletzt berichteten mehrere Medien darüber. In dem Papier ist unter anderem die Rede von der «Notwendigkeit einer klaren Zielstellung und transparenten Perspektive für die nächsten Monate». Das RKI schreibt, das Papier solle als «Hilfestellung» verstanden werden.

Als Ziel führen die Autoren an, die Zahl schwerer Erkrankungen, Langzeitfolgen und Todesfälle zu minimieren und eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden. Empfohlen wird, verschiedene Kennzahlen wie die Sieben-Tage-Inzidenz (Fallzahlen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche) auf Landkreis-Ebene zu betrachten und Lockerungen erst zu beschließen, «wenn ein überwiegender Anteil der Landkreise Indikatoren mit Werten aufweist, die dies erlauben». Lockerungen sollen demnach vorsichtig und langsam vorgenommen werden.

Mittwoch, 24. Februar, 17.20 Uhr: US-Behörde stellt Impfstoff von Johnson & Johnson gutes Zeugnis aus

Wenige Tage vor der erwarteten Entscheidung über eine Notfallzulassung in den USA hat die US-Arzneimittelbehörde FDA dem Corona-Impfstoff des US-Konzerns Johnson & Johnson ein erstes gutes Zeugnis ausgestellt. Der Impfstoff erfülle die Kriterien für eine Notfallzulassung, hieß es in einem am Mittwoch von der FDA veröffentlichten Dokument. Rund vier Wochen nach Verabreichung biete der Impfstoff einen rund 66-prozentigen Schutz vor mittleren oder schweren Covid-19-Krankheitsverläufen. Größere Sicherheitsbedenken gebe es keine.

Am Freitag will sich ein Berater-Komitee der FDA mit dem Anfang Februar eingereichten Antrag auf Notfallzulassung befassen, eine Entscheidung wird kurz danach erwartet. Es wäre - nach den Impfstoffen vom Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer und vom US-Pharma-Unternehmen Moderna - der dritte in den USA bedingt zugelassene Corona-Impfstoff - und der erste, der nur einmal gespritzt werden muss.

Mitte Februar hatte Johnson & Johnson auch einen Antrag auf Notfallzulassung bei der EU-Arzneimittelbehörde EMA gestellt. Die EMA erklärte, man werde das Vakzin der Johnson & Johnson-Tochter Janssen-Cilag International N.V. in einem beschleunigten Verfahren prüfen. Der zuständige Ausschuss könnte seine Bewertung Mitte März abgeben.

Mittwoch, 24. Februar, 17 Uhr: Polizei warnt vor Betrug bei Portalen für Einreise-Anmeldung

Nach Hinweisen auf gebührenpflichtige Portale für die Anmeldung von Einreisen nach Deutschland warnt die Polizei vor möglichem Betrug. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, hatte ein Fluggast vor seiner Ankunft am Flughafen Memmingen bei einem Internetportal 29 Euro für die Anmeldung seiner Einreise gezahlt. Bei den deutschen Behörden lag diese aber nicht vor.

Auch bei anderen Dienststellen im Grenzgebiet seien vermehrt Hinweise auf solche Internetportale eingegangen, teilte das Polizeipräsidium Kempten mit. Ob die Anmeldedaten dann an deutsche Behörden weitergegeben werden, sei unklar. Geschehe dies nicht, könne es sich um eine Betrugsmasche handeln.

Wer aus Corona-Risikogebieten nach Deutschland reist, muss seine Einreise aus Infektionsschutzgründen derzeit digital anmelden. Über das Internetportal des Robert Koch-Instituts ist die Anmeldung einer Einreise aber immer kostenlos.

Mittwoch, 24. Februar, 16.45 Uhr: US-Wissenschaftler besorgt über Corona-Variante in Kalifornien

US-Wissenschaftler haben sich besorgt über eine Coronavirus-Variante in Kalifornien gezeigt. Die im Dezember erstmals entdeckte Variante, die Forscher «B.1.427/B.1.429» genannt haben, sei ersten Erkenntnissen zufolge wahrscheinlich ansteckender als das Ausgangsvirus, berichteten mehrere US-Medien am Mittwoch unter Berufung auf Wissenschaftler. Die Variante sei auch schon in anderen US-Bundesstaaten und Ländern weltweit entdeckt worden, habe sich aber nach bisherigen Erkenntnissen bislang vor allem in Kalifornien ausgebreitet.

«Ich wünschte, ich hätte bessere Nachrichten - dass diese Variante komplett unbedeutend ist», zitierte die «New York Times» den Virologen Charles Chiu von der University of California in San Francisco. «Aber leider müssen wir einfach den Ergebnissen der Wissenschaft folgen.» Mindestens zwei wissenschaftliche Studien zur kalifornischen Variante sind bereits abgeschlossen und sollen demnächst veröffentlicht werden.

Mittwoch, 24. Februar, 16.35 Uhr: Inzidenzwerte im Allgäu steigen leicht

Außer in Kaufbeuren und in Memmingen sind die Sieben-Tages-Inzidenz-Werte in den Allgäuer Landkreisen und Städten wieder leicht gestießen. Die aktuellen Zahlen des Bayerische Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LG) finden Sie hier.

Mittwoch, 24. Februar, 16.25 Uhr: Umfrage: 450 Millionen Euro Schaden für Vereine und Verbände

Der Bayerische Landes-Sportverband (BLSV) befürchtet für das Jahr 2021 einen Schaden von rund 450 Millionen Euro durch die Corona-Pandemie. Welche Gefahren der Verband noch sieht, lesen Sie hier.

Mittwoch, 24. Februar, 16.10 Uhr: Ärzte beklagen "Impfstau" in den Ländern - Streit über Impfvorrang

Wochenlang war das Hauptproblem der mangelnde Impfstoff - jetzt liegen Impfdosen in großen Menge auf Halde. Nun stellt sich die ethisch heikle Frage: Wer soll als nächstes geimpft werden? Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 24. Februar, 16 Uhr: Merkel gegen Vorzüge für Geimpfte - Spahn plant digitalen Impfpass

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist gegen ein generelles Senken der Corona-Beschränkungen für geimpfte Personen. «Solange die Zahl der Geimpften noch so viel kleiner ist als die derjenigen, die auf die Impfung warten, sollte der Staat beide Gruppen nicht unterschiedlich behandeln», sagte Merkel. Wo es aber um private Vertragsverhältnisse gehe, «können wir uns von staatlicher Seite wenig einmischen». Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 24. Februar, 15.30 Uhr: RKI: Über die Hälfte der Bevölkerung mit erhöhtem Risiko bei Covid-19

Vor allem wegen Alter und Vorerkrankungen ist laut einer Studie mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland über 15 Jahre der Risikogruppe für schwere Covid-19-Verläufe zuzurechnen. Wissenschaftler des Robert Koch-Instituts (RKI) gehen in dieser Bevölkerungsgruppe von 36,5 Millionen Menschen mit erhöhtem Risiko aus, davon sehen sie 21,6 Millionen Menschen als Hochrisikogruppe. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten RKI-Studie hervor.

Als stark erhöht werten die Autoren das Corona-Risiko bei Menschen, die über 65 Jahre alt sind oder bestimmte Vorerkrankungen aufweisen (Diabetes mellitus, chronische Nierenbeschwerden, schwerste Form von Adipositas). Erhöhtes Risiko wird in der Studie bei Betroffenen mit einer Reihe weiterer Vorerkrankungen gesehen (darunter Bluthochdruck, Asthma sowie Herzinfarkt und Schlaganfall oder chronischen Folgebeschwerden). Zudem war der Hilfebedarf im Alltag ein Kriterium. Als Hauptrisikofaktor gelte mittlerweile ein höheres Lebensalter, schreiben die Autoren.

Die Risiken sind der Studie zufolge ungleich verteilt. «Im Saarland und in den ostdeutschen Bundesländern leben anteilig die meisten Menschen mit einem erhöhten Risiko», hieß es. Auch sind laut der Studie unter Menschen mit geringer Bildung größere Anteile der Risiko- und Hochrisikogruppe zuzurechnen als bei mittel und höher Gebildeten. Die Auswertung beruht auf einer Studie, für die rund 23.000 deutschsprachige Menschen ab 15 zwischen April 2019 und Oktober 2020 telefonisch befragt wurden.

Mittwoch, 24. Februar, 15.15 Uhr: Schweiz lockert Anti-Corona-Maßnahmen ab 1. März

In der Schweiz machen nach dem Rückgang der Corona-Infektionszahlen nächste Woche die Geschäfte wieder auf. Auch Museen und Lesesäle von Bibliotheken dürfen öffnen, ebenso Zoos, Tennis- und Fußballplätze und Erlebnisparks. Das kündigte die Regierung am Mittwoch an. Restaurants bleiben aber vorerst geschlossen, auch solche mit Terrassen oder Außenbereichen. Überall gilt Maskenpflicht, Besucher müssen Abstand halten und Geschäfte dürfen nur eine bestimmte Anzahl Besucher reinlassen. Bislang waren nur einige Geschäfte auf, etwa Lebensmittelläden, Reparaturshops und Friseure.

Über die Skigebiete entscheiden weiter die Kantone. Sie sind fast überall geöffnet. Im Freien dürfen künftig wieder bis zu 15 Personen zusammenkommen. Privatveranstaltungen in Räumen bleiben auf fünf Personen beschränkt. Weiter gilt auch die Pflicht zur Arbeit von zu Hause aus, wenn irgendmöglich. Arbeitnehmer bekommen dafür keine Entschädigung etwa für Strom- oder Mietkosten.

Mitte März will die Regierung prüfen, ob ab 22. März weitere Öffnungsschritte erfolgen können. Das richtet sich nach dem Infektionsgeschehen. «Wir müssen schauen, was wir uns an Öffnungen erlauben können, ohne ein zu großes Risiko einzugehen, dass wir die Kontrolle über die Situation verlieren», sagte Gesundheitsminister Alain Berset. Am Mittwoch wurden bei 8,6 Millionen Einwohnern 1343 Neuinfektionen gemeldet. Über einen Zeitraum von 14 Tagen lag die Inzidenz bei 162,1. Weitere Öffnungen seien nur möglich, wenn die Inzidenz nicht steige und die durchschnittliche Reproduktionszahl über die letzten sieben Tage unter 1 liege.

Mittwoch, 24. Februar, 15 Uhr: Impf-Vordrängler - Arbeiterwohlfahrt kündigt Konsequenzen an

Nachdem in zwei Augsburger Pflegeheimen die Lebenspartner der Heimleiter unzulässigerweise Corona-Impfungen erhalten haben, geht die Arbeiterwohlfahrt (Awo) gegen eigene Mitarbeiter vor. Gegen die Verantwortlichen seien arbeitsrechtliche Schritte eingeleitet worden, teilte der Awo-Bezirksverband Schwaben am Mittwoch mit. Weitergehende Details zu den Maßnahmen wurden allerdings nicht genannt. Seit Wochen werden bundesweit immer wieder Fälle von Impf-Vordränglern bekannt. Mehrere Kommunalpolitiker haben sich bereits impfen lassen, obwohl sie noch nicht an der Reihe waren. In Pflegeheimen wurden Mitarbeiterlisten manipuliert, damit Angehörige von Beschäftigten auch eine Spritze erhielten. Der Augsburger Bischof Bertram Meier hat sich mittlerweile dafür entschuldigt, dass auch er sich eine Impfung gesichert hat.

Am Mittwoch gab es weitere Berichte über entsprechende Vorfälle. So haben sich nach Angaben der Zeitung «Der Neue Tag» in der nördlichen Oberpfalz etwa 20 Menschen in einem Pflegeheim eine Impfung erschlichen. Ein ähnlicher Fall war bereits in einem Schwandorfer Heim bekannt geworden. Zudem wurden laut «Straubinger Tagblatt» 69 Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt Landshut geimpft, obwohl Justizmitarbeiter eigentlich nicht in die Gruppe der höchsten Impfpriorität zählten. In den anderen niederbayerischen Haftanstalten habe es solch eine Impfung von Bediensteten nicht gegeben.

Mittwoch, 24. Februar, 14.50 Uhr: Holetschek: Selbsttests für Schulen und Kitas wohl nächste Woche

Bayerns Gesundheitsminister will Corona-Selbsttests kommende Woche an bayerische Schulen und Kitas ausliefern lassen. Details im Überblick.

Mittwoch, 24. Februar, 14.30 Uhr: Corona-Hilfen: 4,2 Milliarden Euro an bayerische Unternehmen gezahlt

Bayerische Unternehmen haben seit Beginn der Corona-Krise 4,2 Milliarden Euro an staatlichen Hilfen bekommen. Alleine seit Juli seien gut 2 Milliarden geflossen, sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Mittwoch. «Jeder Euro davon ist gut investiert.» Weitere 2,2 Milliarden waren von März bis Mai als Soforthilfen geflossen.

Die größten Posten der letzten Monate sind die November- und Dezemberhilfe. Für sie gingen jeweils mehr als 50.000 Anträge ein. Bei der Novemberhilfe wurden laut Wirtschaftsministerium bisher 955 Millionen Euro beantragt und 789 Millionen Euro ausgezahlt. Bei der Dezemberhilfe gibt es Anträge über 908 Millionen Euro, und 519 Millionen wurden bisher ausgezahlt. Zuletzt hatte es aus der Wirtschaft immer wieder Kritik gegeben, dass die Hilfen nicht schnell genug flössen.

Aiwanger beklagte zudem, dass gewisse Betriebe bei den Hilfen durch das Raster fielen. «Mischbetriebe, Brauereigaststätten und im letzten Jahr neu gegründete Betriebe beispielsweise erhalten keine oder zu wenig finanzielle Unterstützung», sagte er. «Hier muss nachgebessert werden - ob mit einem Härtefallfonds oder durch eine Anpassung der laufenden Programme.»

Mittwoch, 24. Februar, 14 Uhr: Spahn will kostenlose Selbsttests von Marktpreisen abhängig machen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Verfügbarkeit von kostenlosen Corona-Selbsttests für die breite Bevölkerung auch von den Marktpreisen abhängig machen. «Die Frage der Bezuschussung des Erwerbs hängt sehr von den Preisen ab», sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im Bundestag. Noch wisse man nicht, wie teuer die bereits zugelassenen Tests im Einzelhandel seien. «Für mich macht es einen Unterschied, ob ein Test zwei Euro oder zehn Euro kostet.» Entsprechend müsse man auch die Frage nach der Bezuschussung besprechen, und ob die Tests auch für jedermann kostenfrei sein sollten. «Kostenlos ist nichts - einer zahlt immer», sagte Spahn.

Mit Blick auf die Situation in Österreich, wo ab 1. März Corona-Selbsttest für zu Hause in Apotheken angeboten werden, sagte Spahn, dass die Zulassungsvoraussetzungen für Selbsttests in Deutschland höher seien. «Mir reicht es nicht, wenn der Hersteller einen Zettel unterschreibt und sagt: Die Tests sind gut.» Hierzulande seien Studien über die Qualität der Tests einzureichen. Wenn man Tests zu einem Instrument der Pandemie machen wolle, müssten sie auch hinreichend gute Ergebnisse liefern. Am Mittwoch wurden die ersten drei Corona-Selbsttests für Laien in Deutschland zugelassen.

Mittwoch, 24. Februar, 13.40 Uhr: Spanien kündigt wegen Corona neues Milliarden-Hilfspaket an

Die spanische Regierung hat ein neues Corona-Hilfspaket im Umfang von elf Milliarden Euro angekündigt. Das Geld werde in erster Linie den Selbstständigen und den kleineren und mittleren Unternehmen der Bereiche Tourismus, Gastronomie, Freizeitwirtschaft und Einzelhandel zugute kommen, erklärte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Mittwoch im Parlament in Madrid.

Es handele sich um Branchen, die vor der Pandemie wettbewerbsfähig und im Wachstum begriffen gewesen seien und nun «in einer extrem schwierigen Lage sind», so Sánchez. Der sozialistische Politiker sagte zunächst nicht, ob es sich um direkte Zuschüsse oder Steuererleichterungen handeln werde. Oppositionsführer Pablo Casado von der konservativen Volkspartei PP kritisierte den Umfang der angekündigten Hilfe. Nötig seien «mindestens weitere 50 Milliarden».

Mittwoch, 24. Februar, 12.05 Uhr: Corona-Lockdown in Dänemark wird zum 1. März teils gelockert

Bei gesunkenen Infektionszahlen und gleichzeitiger Sorge vor der britischen Virus-Variante lockert Dänemark zum 1. März vorsichtig einige seiner Corona-Beschränkungen. Wichtigste Änderung: Die seit Ende 2020 geschlossenen Geschäfte dürfen am Montag wieder öffnen, sofern ihre Ladenfläche kleiner als 5000 Quadratmeter ist und sie sich nicht in Einkaufszentren befinden. Das gab Justizminister Nick Hækkerup am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen bekannt. Größere Geschäfte können ebenfalls mit stark begrenzter Kundenanzahl wieder öffnen.

Auch Kultureinrichtungen unter freiem Himmel dürfen zum Monatswechsel wieder Besucher empfangen, wenn diese Gäste einen maximal 72 Stunden alten Corona-Test vorweisen können. Die Versammlungsbeschränkung wird für draußen stattfindende und organisierte Sport- und Vereinsaktivitäten von 5 auf maximal 25 Teilnehmer angehoben.

Mittwoch, 24. Februar, 10.50 Uhr: Spahn schlägt Kombination von Schnell- und Selbsttests vor

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat mit Blick auf das weitere Vorgehen in der Corona-Krise eine Kombination aus mehr Schnelltests sowie Selbsttests für jedermann vorgeschlagen. "Es stehen mittlerweile deutlich mehr Schnelltests und nun zusätzlich auch Selbsttests zur Verfügung", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Darin liege in dieser Phase der Pandemie eine Chance - auch mit ansteckenderen Virusmutationen. "Mit mehr Testen finden wir bisher unentdeckte Infektionen."

Mittwoch, 24. Februar, 10.40 Uhr: Fahrt zum Impfzentrum: Krankenkassen übernehmen unter Umständen die Kosten

Vor allem Senioren und Menschen mit Behinderung bereitet die Anfahrt zum Impfzentrum mitunter Schwierigkeiten. Das Landratsamt Unterallgäu weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass bei eingeschränkter Mobilität unter Umständen die Krankenkasse die Kosten für die Taxi-Fahrt übernimmt. Die Krankenkassen handhaben das laut Landratsamt jedoch unterschiedlich. Ausschlaggebend sei zum Beispiel der Pflegegrad beziehungsweise der Eintrag im Schwerbehindertenausweis. Das Landratsamt rät daher, sich vorab mit der Krankenkasse in Verbindung zu setzen und nachzufragen.

Mittwoch, 24. Februar, 8.45 Uhr: Deutsche Wirtschaft wächst trotz zweiten Lockdowns Ende 2020 leicht

Deutschland ist etwas besser durch das Corona-Krisenjahr 2020 gekommen, als zunächst angenommen. Trotz des zweiten Lockdowns stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Zunächst hatten die Statistiker ein Plus von nur 0,1 Prozent errechnet. Im Gesamtjahr schrumpfte die deutsche Wirtschaft um 4,9 Prozent, statt wie bisher angenommen um 5,0 Prozent. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 24. Feburar, 8.35 Uhr: Tirol treffen die verschärften Einreise-Bestimmungen hart

„Die Stimmung bei den Betrieben ist bescheiden“, klagt Wolfgang Winkler, Bezirksstellenleiter der Wirtschaftskammer im Tiroler Reutte. Seit Mitte Februar gibt es verschärfte Regeln für Menschen, die zwischen Deutschland und Österreich unterwegs sind. Und das soll sich laut deutscher Bundesregierung zumindest bis 3. März nicht ändern. Denn Tirol ist „Virusvariantengebiet“. Von Österreich nach Deutschland darf nur noch, wer entweder einen systemrelevanten Beruf ausübt oder Deutscher ist, im Nachbarland einen Wohnsitz hat oder Waren transportiert. Das ärgert die Tiroler.

Der Streit über die Grenzschließungen wird auch Thema beim EU-Gipfel am Donnerstag.

Mittwoch, 24. Februar, 7.45 Uhr: Von der Leyen mahnt Berlin zu Verhältnismäßigkeit bei Grenzkontrollen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat die Bundesregierung zu Verhältnismäßigkeit bei den verschärften Corona-Grenzkontrollen ermahnt. "Pauschale Grenzschließungen sind problematisch", sagte die CDU-Politikerin der "Augsburger Allgemeinen" (Mittwoch). Im schlimmsten Fall werde dadurch die soziale Infrastruktur eines Nachbarlandes stillgelegt. Deshalb sei es gut, dass Deutschland Ausnahmen eingeführt habe. Der innereuropäische Streit über Grenzschließungen zur Eindämmung der Pandemie ist an diesem Donnerstag auch Thema eines Online-Gipfels der EU.

Hintergrund sind verschärfte Einreiseregeln, auch von Deutschland. Die Bundesrepublik hat Tschechien, die Slowakei und weite Teile Tirols zu sogenannten Virusvariantengebieten erklärt. Von dort dürfen nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gibt es für Lkw-Fahrer und Pendler.

Mittwoch, 24. Februar, 7.30 Uhr: Corona-Schnelltests: Spahn soll Auskunft im Bundestag geben

Angesichts von anhaltend hohen Infektionszahlen werden die Forderungen nach baldigen kostenlosen Corona-Schnelltests für alle immer lauter. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kritisierte bei einer Online-Veranstaltung der "Bild"-Zeitung, in Deutschland dauerten Zulassungen "immer so endlos lange". Er hoffe, dass es nach dem verschobenen Start zur Abgabe von Schnelltests nun kommende Woche eine Lösung gebe. Die FDP forderte, sich dabei Österreich als Vorbild zu nehmen. Damit sollen auch Lockerungen der Corona-Regeln schneller möglich werden. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will an diesem Mittwoch im Bundestag Auskunft geben.

Spahn hatte ursprünglich angekündigt, dass ab 1. März ein Angebot für alle Bürger kommen solle, sich kostenlos von geschultem Personal mit Antigen-Schnelltests testen zu lassen - etwa in Testzentren, Praxen oder Apotheken. Darüber soll nun aber erst bei den Bund-Länder-Beratungen am 3. März gesprochen werden. Söder sagte, mit vielen Schnelltests könne man viel machen. "Wenn wir pro Monat 300 Millionen für Deutschland hätten, dann könnten wir in vielen Bereichen viel mehr Freiheiten ermöglichen."

Mittwoch, 24. Februar, 7 Uhr: Berechnung: Wie stark verändert Corona-Typ B.1.1.7 das Sterberisiko?

Eine Corona-Infektion geht für jeden Menschen mit einem gewissen Sterberisiko einher. Für die zunächst in Großbritannien nachgewiesene Variante B.1.1.7 hat der Stuttgarter Mathematiker Christian Hesse dies nun aufzuschlüsseln versucht. "Das nach Infektion mit der britischen Mutante bestehende Sterberisiko ist für 80-Jährige mehr als 1.000 Mal so hoch wie für 20-Jährige", erklärte er der Deutschen Presse-Agentur zu seiner Rechnung.

Ohne Corona liege dieser Faktor bei Männern bei rund 130, bei Frauen bei 200 - bei einem Senior ist der Tod immer wahrscheinlicher als bei einem jungen Menschen.

Der Wissenschaftler der Stuttgarter Universität bezieht sich bei den Daten auf die sogenannte Infektionssterblichkeit. Das ist der Anteil der Corona-Toten unter allen Infizierten, ob getestet oder nicht. Für eine repräsentative Stichprobe der Bevölkerung muss dafür unter anderem mittels Blutproben der Immunstatus ermittelt werden, um auch frühere, unentdeckt gebliebene Corona-Infektionen festzustellen.

Mittwoch, 24. Februar, 6.30 Uhr: Ansturm auf Friseure: längere Öffnungszeiten, keine Preissteigerungen

Die Friseure in Deutschland bereiten sich nach mehrmonatiger Schließung auf einen Kunden-Ansturm vor. Der Andrang sei vielleicht noch größer als nach dem ersten Lockdown, viele Salons seien bis Ende März ausgebucht, sagte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, Jörg Müller, vor der Öffnung am kommenden Montag. Um der großen Nachfrage gerecht zu werden, verlängerten viele Betriebe ihre Öffnungszeiten. Mit einer Preissteigerung wie nach dem ersten Lockdown im vergangenen Jahr rechnet der Verband diesmal nicht.

Möglich ist die Öffnung auch dieses Mal nur unter Einhaltung eines strengen Hygienekonzepts. "Wir halten einen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern ein und tragen eine medizinische Maske. Umhänge werden nach jedem Kunden gewechselt und der Arbeitsplatz desinfiziert", sagte Müller. Zudem arbeiteten Friseure ausschließlich nach vorheriger Terminvergabe.

Mittwoch, 24. Februar, 5.55 Uhr: 8.007 Corona-Neuinfektionen und 422 neue Todesfälle registriert

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 8007 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 422 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Mittwoch hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 7556 Neuinfektionen und 560 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 03.10 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 59,3 - und damit niedriger als am Vortag (60,5). Vor vier Wochen, am 27. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 101,0 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden - er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Mittwoch, 24. Februar, 5.45 Uhr: FDP fordert Schnelltest-Regelung nach dem Vorbild Österreichs

Mit einer Regelung für Schnelltest nach dem Vorbild Österreichs will die FDP den Weg für stufenweise Lockerungen in der Corona-Pandemie freimachen. Ein entsprechender Antrag soll noch diese Woche in den Bundestag eingebracht werden. Ziel sei, dass Hersteller über eine "einfache und unbürokratische Selbstverpflichtung bestätigen, dass bei Eigenanwendung ein entsprechendes Sicherheits- und Leistungsniveau erreicht wird und dass die Funktionstauglichkeit und die Einsatztauglichkeit für den geplanten Zweck gewährleistet ist". Anschließend soll aber ein Zulassungsverfahren durchlaufen werden.

Mittwoch, 24. Februar, 5.30 Uhr: Discjockey-Präsident warnt vor Sterben der Branche

Der Präsident des Berufsverbands Discjockey, Dirk Wöhler, warnt vor einem Sterben der Veranstaltungsbranche, sollte nicht schnell ein Öffnungs-Szenario mit Antigentests realisiert werden. Die Branche sei tot, wenn gewartet werde, bis alle geimpft seien, betonte der 51-Jährige. Er war Anmelder von sechs Demonstrationen unter dem Motto #AlarmstufeRot, bei denen in Berlin Tausende Künstler und Veranstalter auf ihre prekäre Lage aufmerksam gemacht haben. "Du musst den Menschen Alternativen geben, sonst entstehen diese schwarzen Partys", betonte Wöhler, der seit seiner Jugend als DJ Musik auflegt. Künstler seien die Seele der Republik. "Wir vermissen das Weggehen und sehnen uns nach Berührung."

Mittwoch, 24. Februar, 5 Uhr: Spahn stellt sich Befragung im Bundestag

Inmitten der Debatte über mögliche weitere Lockerungen von Corona-Beschränkungen stellt sich Gesundheitsminister Jens Spahn am Mittwoch (13.00) im Bundestag den Fragen von Abgeordneten. Der CDU-Politiker steht aktuell wegen des schleppenden Starts der Corona-Impfungen und Verzögerungen bei Schnelltests als Angebot für alle Bürger in der Kritik. Weitere Themen im Parlament sind unter anderem eine Debatte zur Afrika-Politik sowie eine Aktuelle Stunde auf Antrag der FDP zur Lage auf dem Wohnungsmarkt.

Dienstag, 23. Februar, 21 Uhr: EU-Kreise: Womöglich weitere Lieferengpässe bei Astrazeneca

Beim Corona-Impfstoffhersteller Astrazeneca drohen weitere Lieferengpässe. Unternehmensvertreter hätten der Europäischen Union auch für das zweite Quartal mögliche Produktionsausfälle in Europa angezeigt, sagte ein EU-Vertreter am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. Doch könnten diese Mengen theoretisch aus anderen Impfstofffabriken des Herstellers wettgemacht werden. Es gebe noch keinen akzeptierten Lieferplan für das Quartal.

Der EU-Vertreter reagierte damit auf Medienberichte, wonach Astrazeneca die Lieferung im zweiten Quartal von 180 auf 90 Millionen Dosen halbieren wolle. Dies sei so nicht zu bestätigen, hieß es. Offiziell teilte die Kommission mit, die Verhandlungen mit Astrazeneca über den Lieferplan liefen noch. Das Unternehmen sei dabei, den Plan "zu verfeinern und zu konsolidieren, auf Grundlage aller verfügbaren Produktionsstätten in Europa und außerhalb". Die Kommission erwarte "einen verbesserten Vorschlag für einen Lieferplan".

Dienstag, 23. Februar, 20.30 Uhr: Herzogin Camilla lobt britisches Impfprogramm: "Kein Land macht es besser"

Die Ehefrau des britischen Thronfolgers Prinz Charles, Herzogin Camilla (73), hat sich anerkennend über das Impfprogramm ihres Staates geäußert. "Kein Land macht es besser", sagte die Herzogin von Cornwall beim Besuch eines Impfzentrums in London am Dienstag. Die Impfung zu erhalten, fühle sich an wie "der erste Schritt zur Freiheit", so Camilla, die Schirmherrin der Freiwilligenorganisation Royal Voluntary Service ist. In Großbritannien wurden bereits knapp 18 Millionen Menschen mit einer ersten Dosis gegen das Coronavirus geimpft.

Dienstag, 23. Februar, 19.45 Uhr: Söder will Reihenfolge von Impfungen überdenken

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) plädiert für eine Änderung der Impfreihenfolge gegen das Corona-Virus. "Wir müssen diese Impfpriorität nochmal echt klug wägen. Ehrlich gesagt, schon in den nächsten Wochen, wenn man sieht, wie viel bleibt da übrig von Astrazeneca", sagte Söder am Dienstagabend in einem Online-Gespräch der "Bild"-Zeitung mit Kindern. "Es ist ja echt absurd, dass wir Impfstoff haben, den keiner will."

Söder fand deutliche Worte: "Das ist ziemlich ätzend, diese Geschichte mit Astrazeneca. Dieser Eindruck, dass der nicht wirksam sei, und dann liegt er rum." Wegen der Altersbeschränkung werde der Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns inzwischen auch an Lehrkräfte und Erzieherinnen vergeben. "Aber das wird wahrscheinlich nicht reichen."

"Mein größter Wunsch wäre ein zusätzlicher Impfstoff für Kinder und Jugendliche", sagte Söder in der Fragerunde. "Dann könnten wir in der Schule alle durchimpfen, und dann hätten wir nach wenigen Wochen wieder absolute Freiheit."

Dienstag, 23. Februar, 19.40 Uhr: Spahn: Lehrer und Kita-Beschäftigte ab Mittwoch impfen

Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher an Kitas sollen von Mittwoch an gegen Corona geimpft werden können. "Beschäftigte in Kitas, in der Kindertagespflege, in Grund- & Förderschulen können ab morgen von den Ländern geimpft werden", teilte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag im Kurznachrichtendienst Twitter mit. "Unsere entsprechende Verordnung tritt dann in Kraft."

Nach Angaben aus seinem Ministerium soll die Verordnung am Mittwoch im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. Spahn erwartet so "zusätzliche Sicherheit" in einem Umfeld, in dem Abstand und Maske nicht immer möglich seien. Seit Montag sind Grundschulen und Kitas in zehn Bundesländern teilweise wieder geöffnet.

Für diese Impfungen infrage kommen dann voraussichtlich zunächst hunderttausende Impfdosen des Herstellers Astrazeneca, die bisher ungenutzt Ländern lagern. Dem Gesundheitsministerium zufolge sind mehr als 1,4 Millionen Dosen an die Länder geliefert. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurden davon aber nur 212 000 Dosen gespritzt.

Dienstag, 23. Februar, 18.50 Uhr: Corona-Impfung - über 3500 Menschen in der Warteschleife

Die Impfzentren in Kempten und Sonthofen warten auf auffällig viele Rückmeldungen. Eine Erinnerung lässt das bayernweite Computerprogramm derzeit nicht zu. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 23. Februar, 17.30 Uhr: Bayern öffnet Baumärkte - Kritik aus Baden-Württemberg

Ungeachtet einer Seitwärtsbewegung bei den Corona-Infektionen lockert Bayern die Schutzmaßnahmen. Vom kommenden Montag an können Kunden ganz regulär wieder in Baumärkten und Gartencentern einkaufen, sich beim Friseur die Haare und im Nagelstudio die Fingernägel schneiden lassen können, beschloss das Kabinett bei seiner Sitzung am Dienstag. Von den Nachbarn aus Baden-Württemberg kam umgehend Kritik.

Man sei irritiert angesichts der Kehrtwende des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), sagte Regierungssprecher Rudi Hoogvliet der dpa in Stuttgart. "Bisher war er immer der harte Hund, jetzt fängt er an, eine Sache nach der anderen Sache zu öffnen", sagte Hoogvliet. "Ich weiß nicht, was das soll." Die Baumärkte waren wie die Geschäfte vieler anderer Branchen im Lockdown geschlossen worden.

Dienstag, 23. Februar, 16.45 Uhr: Zwei neue Todesfälle im Allgäu

Im Allgäu sind erneut zwei Personen an oder mit Covid-19 gestorben. Das berichtet das LGL. Eine Person starb im Landkreis Lindau, die andere im Unterallgäu.

Dienstag, 23. Februar, 15 Uhr: Corona-Lockerungen auf Island - Bis zu 200 Zuschauer beim Fußball

Die stark gesunkenen Neuinfektionszahlen auf Island haben für die Menschen auf der Nordatlantik-Insel weitere Lockerungen der geltenden Corona-Maßnahmen zur Folge. Ab Mittwoch dürfen sich wieder maximal 50 statt wie bisher 20 Personen versammeln, wie Gesundheitsministerin Svandís Svavarsdóttir am Dienstag ankündigte. Bis zu 200 Zuschauer dürfen bei sportlichen Wettkämpfen sowie im Theater oder Kino dabei sein, sofern sie sitzen und mindestens einen Meter Abstand zueinander halten können.

Schwimmbäder und Fitnessstudios dürfen ab Mittwoch bis zu 75 Prozent ihrer maximalen Auslastung erreichen, Restaurants und Kneipen am Abend bis 23.00 Uhr und damit eine Stunde länger als bislang öffnen. Im Supermarkt und anderen Geschäften müssen die Isländer aber weiter einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wie Svavarsdóttir klarmachte.

Dienstag, 23. Februar, 13.40 Uhr: Laschet: Auch Zahnärzte sollten impfen

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, auch Zahnärzte zu Corona-Schutzimpfungen der Bürger heranzuziehen. "Das wird noch kritisch betrachtet", sagte er am Dienstag in Düsseldorf. Wenn irgendwann viel Impfstoff da sei, werde aber die gesamte Breite des ärztlichen Sachverstands im Land gebraucht, unterstrich Laschet. Wegen der begrenzten Verfügbarkeit der Vakzine sei es derzeit allerdings noch nötig, bei den Impfzentren zu bleiben.

Dienstag, 23. Februar, 13.30 Uhr: Hamburg verschärft Maskenpflicht - Inzidenz steigt

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen und dem vermehrten Auftreten von Virus-Mutanten wird Hamburg die Maskenpflicht weiter verschärfen. Generell müsse davon ausgegangen werden, dass ab dem Wochenende an allen Orten der Stadt Masken getragen werden müssen, an denen Abstände nicht eingehalten werden können, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag nach einem entsprechenden Senatsbeschluss. Dies gelte insbesondere für stark besuchte Orte wie Stadtpark, Jungfernstieg oder Landungsbrücken. Lockerungen - wie eine vielfach geforderte vorzeitige Öffnung der Blumenläden und Gartencenter - habe der rot-grüne Senat nicht beschlossen. "Das können wir nicht verantworten", sagte er.

Die Verschärfung der Maskenpflicht sei auch eine Folge des vergangenen Wochenendes, an dem sich bei gutem Wetter vielerorts in Hamburg Menschen ohne Masken und den nötigen Abstand eingefunden hätten. Eine entsprechende Anpassung der Corona-Verordnung werde zeitnah vorgenommnen, so dass die Maskenpflicht allerspätestens am kommenden Wochenende greife. Schweitzer kündigte auch Schwerpunktkontrollen der Polizei an.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen stieg in Hamburg am Dienstag um 161. Das sind zwar 58 weniger als am Montag, aber 10 mehr als am Dienstag vor einer Woche, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche - stieg von 70,9 auf 71,4. Am Dienstag vor einer Woche hatte dieser Wert noch bei 67,1 gelegen.

Dienstag, 23. Februar, 13.15 Uhr: Weitere Lockerungen in Bayern - Baumärkte öffnen

Es gibt weitere Corona-Lockerungen für Bayern: Nicht nur Gartenmärkte und Blumenläden dürfen ab kommenden Montag in Bayern wieder öffnen (wie Söder am Montag bekannt gab), sondern auch Baumärkte dürfen ab nächster Woche wieder ihre Waren verkaufen. Das wurde nach der Kabinettssitzung in der Pressekonferenz bekannt gegeben.

Neben Friseuren dürfen ab 1. März zudem Fußpflege-, Maniküre- und Gesichtspflegestudios öffnen. Außerdem dürfen Musikschulen wieder Einzelunterricht anbieten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 23. Februar, 13 Uhr: Die Ergebnisse der Kabinettssitzung im Live-Stream

Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung: Staatskanzleiminister Dr. Florian Herrmann, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo informieren über die wesentlichen Ergebnisse der Beratungen.

Dienstag, 23. Februar, 12.45 Uhr: Staatsanwaltschaft überprüft mehr als 1000 Äußerungen von Attila Hildmann

Im Berliner Ermittlungsverfahren gegen den Verschwörungserzähler Attila Hildmann werden mehr als 1000 Äußerungen einzeln überprüft. Es geht dabei um Verdacht auf Volksverhetzung, Beleidigung und Bedrohung. "Das sind intensive, umfangreiche und zeitaufwendige Ermittlungen", sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Dienstag. "Die Auswertung der Beweismittel dauert an."

Die "Süddeutsche Zeitung" hatte zuvor berichtet, dass die Beweiserhebung nur schleppend vorankäme. Eine der Festplatten soll demnach so stark beschädigt sein, dass die Daten nicht ausgelesen werden könnten, eine weitere sei offenbar durch ein Passwort so geschützt, dass Ermittler sie nicht öffnen könnten. Hildmann, der früher als veganer Kochbuchautor bekannt war, nennt sich selbst "ultrarechts" und einen Verschwörungsprediger.

Die brandenburgische Polizei hatte bei einer Durchsuchung der Wohnung Hildmanns Beweismittel zunächst präventiv sichergestellt. Im Dezember war dann per richterlichem Beschluss in Berlin erwirkt worden, dass die Staatsanwaltschaft mehrere Laptops, Handys, Speicherkarten und USB-Sticks auswerten kann. "Seit Ende Dezember wird ausgewertet", so der Sprecherin.

Die Ermittlungen wurden in Berlin gebündelt. Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) hatte dies mit einer effektiven Strafverfolgung begründet. Mehrere Ermittlungsverfahren aus Brandenburg waren demnach an die Behörde in der Hauptstadt übergeben worden. Hildmann war wiederholt bei Protesten gegen die Corona-Schutzmaßnahmen aufgetreten. Nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft soll aufgeklärt werden, ob und in welchem Umfang der 39-Jährige durch seine Äußerungen die Grenzen der Meinungsfreiheit überschritten und sich strafbar gemacht haben könnte.

Dienstag, 23. Februar, 12.40 Uhr: Polizei erwischt in Kempten drei junge Männer im Auto ohne Mund-Nasen-Schutz

Ohne Mund-Nasen-Schutz waren am späten Montagabend drei jeweils 19 Jahre alte Männer in einem Auto unterwegs. Die Polizei hielt den Wagen in der Kemptener Stadtmitte an. Das Trio wurde angezeigt.

Dienstag, 23. Februar, 12.30 Uhr: Holzplatte mit Beleidigungen an Stadel im Achtal angebracht

Unbekannte haben an einem Stadel im Achtal in der Nähe des Grenzübergangs bei Pfronten (Ostallgäu) eine Holzplatte mit einer beleidigenden Aufschrift angebracht. Die Aktion hängt laut Polizei vermutlich mit den verstärkten Grenzkontrollen zu Tirol zusammen. Polizisten stellten die Holzplatte sicher. Zeugenhinweise an die Beamten unter Telefon 0ß8363/9000.

Dienstag, 23. Februar, 12.20 Uhr: Ifo-Chef beklagt Mangel an Corona-Tests

Ifo-Präsident Clemens Fuest hat der Politik schwere Fehler bei der Ausweitung von Corona-Tests vorgeworfen. Es sei ein "gewaltiges Versäumnis" der Politik, dass man noch immer keine Teststrategie auf die Reihe gebracht habe, sagte Fuest am Dienstag bei einer virtuellen Veranstaltung der Stiftung Familienunternehmen. Der Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts bezeichnete es als fundamentalen Fehler, dass in Deutschland das Testen vernachlässigt werde. Notwendig sei eine grundlegend veränderte Strategie des Testens, Nachverfolgens und Isolierens statt "simpler Stufenpläne". Dann könne auch mehr geöffnet werden, neben Schulen etwa auch Einkaufszentren.

Der Präsident des Instituts für Weltwirtschaft Kiel, Gabriel Felbermayr, sagte, es sei "erschreckend", wie wenig in Deutschland getestet werde. Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, kritisierte, Bund und Länder hätten es ein Jahr nach Beginn der Pandemie immer noch nicht geschafft, eine vernünftige, logisch nachvollziehbare Öffnungsstrategie zu entwickeln. Die Unternehmen bräuchten nun Planbarkeit.

Dienstag, 23. Februar, 12.10 Uhr: Deutschland verlängert Grenzkontrollen nach Tirol um acht Tage

Die Grenzkontrollen an den Übergängen zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol werden bis zum 3. März verlängert. Welche Kritik es von der EU zu den Vorgaben hagelt, lesen Sie hier.

Dienstag, 23. Februar, 12 Uhr: Digitalverband Bitkom kritisiert Chaos bei Impftermin-Vergabe

Der Digitalverband Bitkom hat eine deutliche Verbesserung des Corona-Impfmanagements in Deutschland gefordert. Warum der Weg zu einem Impf-Termin hierzulande viel zu holprig sei, erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg hier.

Dienstag, 23. Februar, 11.50 Uhr: Infektionsforscher: Corona-Inzidenz "kein stabiler Indikator"

Für den Epidemiologen Gérard Krause ist der Sieben-Tage-Wert bei den Corona-Infektionen allein eine unzureichende Grundlage für einen Stufenplan. Er halte die Konzentration auf die Inzidenz für problematisch, da sie "kein stabiler Indikator" sei, der die Schwere der Pandemie abbildet, sagte der Forscher des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung am Dienstag in einer Anhörung der niedersächsischen Landtagsfraktionen von Grünen und FDP. So sei der Sieben-Tage-Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner abhängig von der Zahl der durchgeführten Tests. Außerdem fehlten Daten über die Ausbreitung des Virus in bestimmten Alters- oder Berufsgruppen, etwa bei den Lehrern. Darüber hinaus müssten die Krankheitslast, etwa schwere Verläufe, und die Eindämmbarkeit, etwa die Länge von Infektionsketten, stärker berücksichtigt werden.

Die Physikerin Viola Priesemann, die in Göttingen eine Max-Planck-Forschungsgruppe leitet, warnte in der Anhörung, eine voreilige Lockerung des Lockdowns könne zu anhaltend hohen Fallzahlen und damit zu andauernden Einschränkungen führen. Viele Lockerungen auf einen Schlag erschwerten es zudem nachzuvollziehen, welche Maßnahme welchen Effekt hat. Priesemann warb daher für ein Plädoyer der Politik für niedrige Fallzahlen. "Einen "Lockdown light forever" hatten wir in den letzten Monaten schon zur Genüge", sagte sie.

Dienstag, 23. Februar, 11.25 Uhr: Inflation in der Eurozone legt deutlich zu

In der Eurozone hat sich die Inflation zu Beginn des Jahres deutlich verstärkt. Die Jahresinflationsrate stieg im Januar auf 0,9 Prozent. Mehr über die Entwicklung lesen Sie hier.

Dienstag, 23. Februar, 11 Uhr: Berliner Senat berät über Lockerungsplan

Nach gut zwei Monaten Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie liegt dem Berliner Senat ein umfassender Plan für schrittweise Lockerungen etwa in Handel, Gastronomie oder Kultur vor. Die Vorlage für die Senatssitzung am (heutigen) Dienstag trägt das Datum 21. Februar, sie liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Das Dokument umfasst sechs Stufen für mögliche Lockerungsschritte, die sich über mehrere Wochen erstrecken. Grundlage sind Kriterien wie der Inzidenzwert, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Hinzu kommen die Reproduktionszahl (R-Wert), die angibt, wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt, die Kapazitäten bei den Intensivbetten, die Veränderungsrate der Inzidenz und perspektivisch die Impfquote.

Dienstag, 23. Februar, 10.50 Uhr: 7,3 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland haben derzeit kein Vereinstraining

Etwa 7,3 Millionen Mädchen und Jungen bis zum Alter von 18 Jahren können wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht mehr in ihren Sportvereinen trainieren. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 23. Februar, 10.35 Uhr: Presserat erreichen im Corona-Jahr so viele Beschwerden wie noch nie seit Gründung

Beim Deutschen Presserat haben sich seit der Gründung 1956 noch nie so viele Leser über die Medienberichterstattung beschwert wie im vergangenen Jahr. 4085 Beschwerden und damit fast doppelt so viele wie im Vorjahr (2175) gingen 2020 ein, wie der Presserat als freiwillige Selbstkontrolle der Presse - also von Zeitungen, Zeitschriften und Online-Medien - am Dienstag in seinem Jahresbericht mitteilte. Das Gremium führt den Anstieg im Corona-Jahr auf mehrere Gründe zurück: Es gab Massenbeschwerden zu einzelnen Artikeln. Prominentes Beispiel war eine polizeikritische Kolumne in der linken Tageszeitung "taz" im Sommer, zu der sich sogar Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) eingeschaltet hatte.

Häufig hatte der Presserat zudem mit Beschwerden zur Berichterstattung über die Corona-Pandemie zu tun. Außerdem erreichten das Gremium auch ungewöhnlich viele Schreiben, für die der Rat nicht zuständig war wie zum Beispiel Beschwerden über journalistische Beiträge in Fernsehen und Radio. Der Sprecher des Presserats, Sascha Borowski, schrieb im Bericht: "In der pandemiebedingten Ausnahmesituation wünschten sich Leserinnen und Leser klare und verlässliche Fakten und wandten sich besonders häufig an den Presserat, wenn sie am Wahrheitsgehalt der Berichterstattung zweifelten."

Dienstag, 23. Februar, 10.30 Uhr: Zwei Corona-Patienten in Memminger Klinikum auf der Intensivstation

Nachdem vergangene Woche im Klinikum Memmingen keine Corona-Patienten mehr auf der Intensivstation waren, werden dort nun wieder zwei Menschen behandelt. 14 weitere Corona-Patienten sind auf der normalen Station. In den Krankenhäusern des Klinikverbunds Allgäu in Kempten, Immenstadt und Mindelheim werden aktuell 13 Corona-Patienten behandelt. Sechs von ihnen liegen auf den Intensivstationen. Wie die Lage in den Allgäuer Kliniken derzeit ist, lesen Sie hier.

Dienstag, 23. Februar, 9.45 Uhr: Müller enttäuscht von späterer Einführung der Corona-Schnelltests

Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Michael Müller (SPD), hat enttäuscht darauf reagiert, dass die kostenlosen Corona-Schnelltests später kommen sollen als erwartet. "Es ist zum wiederholten Mal so, dass von Seiten des Bundesgesundheitsministers Dinge angekündigt wurden, die dann so oder zumindest so schnell nicht kommen", sagte Müller im ZDF-"Morgenmagazin".

In den Schulen beispielsweise müssten nun wieder vermehrt die bekannten Schutzmaßnahmen gelten - zumindest bis die Test- und Impfkapazitäten hochgefahren werden können. Auch wenn es eine "Gratwanderung" sei, bekräftigte Müller, dass die schrittweisen Schulöffnungen verantwortbar seien. "Wir haben Lüftungsanlagen, wir haben Masken." Eine Konsequenz der späteren Ankunft der Gratis-Selbsttests könne ältere Schülerinnen und Schüler treffen. Es ist Müller zufolge möglich, "dass zum Beispiel in der Schule die nächsten Klassenstufen nicht so schnell in die Schule kommen können wie man es sich vielleicht erhofft hat". Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 23. Februar, 9.30 Uhr: 70 Prozent der Israelis ab 16 mindestens einmal gegen Corona geimpft

Rund 70 Prozent der Menschen in Israel ab 16 Jahren sind mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft worden. Knapp 4,5 Millionen Israelis hätten die Erstimpfung und mehr als drei Millionen bereits die Zweitimpfung erhalten, schrieb der israelische Gesundheitsminister Juli Edelstein am Dienstag bei Twitter. Israel ist ein sehr junges Land und hat rund 9,3 Millionen Einwohner. Davon sind mit 6,4 Millionen rund 70 Prozent über 16 Jahre alt und rund 30 Prozent unter 16. Die Jüngeren können bisher noch nicht geimpft werden. Rund 755.000 Israelis gelten nach einer Corona-Erkrankung als genesen.

Zum Vergleich: Deutschland hat etwa neun mal so viele Einwohner wie Israel. Dort erhielten bislang etwa 3,3 Millionen Menschen eine erste und rund 1,7 Millionen auch eine zweite Impfung. Israel hatte am Sonntag den sogenannten Grünen Pass eingeführt. Er erlaubt es Corona-Geimpften und Genesenen, wieder in Fitness-Studios, Hotels und Theater zu gehen sowie Sportereignisse zu besuchen. Auch für Nichtgeimpfte gab es Erleichterungen, es wurden unter anderem Einkaufszentren, Museen und Bibliotheken wieder geöffnet. Alle sind jedoch aufgerufen, sich weiter an die Corona-Regeln wie Maskenpflicht und Abstand zu halten.

Die Infektionszahlen waren zuletzt stetig gefallen, sind jedoch weiter hoch. Zum jüdischen Karnevalsfest Purim, das am Donnerstag beginnt, erwägt die Regierung die Verhängung einer nächtlichen Ausgangssperre. Vor einem Jahr hatten sich nach Angaben von Experten viele Menschen in Israel auf Karnevalsfeiern angesteckt. Gesundheitsminister Edelstein warnte vor "riesigen Ansteckungspartys" auch in diesem Jahr.

Dienstag, 23. Februar, 9.20 Uhr: Arbeitslosigkeit in Großbritannien steigt weiter

Die Corona-Krise lässt die Arbeitslosigkeit in Großbritannien weiter steigen. Im vierten Quartal sei die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt ONS am Dienstag in London mit. Das ist der höchste Stand seit fast fünf Jahren. Im gleichen Quartal des Vorjahres hatte die Quote 1,3 Punkte niedriger gelegen.

Angesichts der drastischen ökonomischen Verwerfungen, die die Virus-Krise und deren Bekämpfung mit sich bringt, ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit aber immer noch moderat. Begrenzt wird der Anstieg in erster Linie durch Unterstützungsprogramme der Regierung, die der in Deutschland praktizierten Kurzarbeit ähneln. Auch erhalten die Haushalte Unterstützungszahlungen.

Dienstag, 23. Februar, 8.50 Uhr: Die USA gedenken der Opfer der Pandemie: Eine halbe Million Tote

Die Pandemie hat unvorstellbares Leid in die USA gebracht. Millionen trauern um ihre Lieben. Präsident Biden markiert den jüngsten traurigen Meilenstein mit einer würdevollen Gedenkveranstaltung. Er macht den Amerikanern auch Hoffnung auf bessere Tage - seine Worte lesen Sie hier.

Dienstag, 23. Februar, 8.10 Uhr: Corona-Zahlen: Bayern mit höchsten und niedrigsten Inzidenzwerten

Die Corona-Werte in Bayern gehen nach wie vor extrem weit auseinander. Die höchsten Sieben-Tage-Inzidenzwerte haben nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag immer noch die oberfränkischen Landkreise Tirschenreuth (355,3) und Wunsiedel (306,9). Sie sind mit deutlichem Abstand auch bundesweite Spitzenreiter.

Den niedrigsten Wert in ganz Deutschland bei der Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage hat dagegen weiterhin die unterfränkische Stadt Schweinfurt (11,2). Ingolstadt in Oberbayern hat bayernweit die zweitniedrigste Sieben-Tage-Inzidenz (13,1).

Mehr als die Hälfte der Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern liegt unter dem wichtigen Corona-Inzidenzwert von 50. Gut zwei Dutzend davon unterschreiten sogar die Marke von 35. Die Allgäuer Werte finden Sie hier.

Die Zahl 50 ist für das Management der Pandemie von Bedeutung. Bei einem niedrigeren Wert gehen die Behörden davon aus, die Wege der Ansteckung nachverfolgen zu können. Bundes- und Staatsregierung haben deutlich gemacht, dass größere Lockerungsschritte aber erst erfolgen sollen, wenn eine Sieben-Tage-Inzidenz von 35 erreicht ist.

Dienstag, 23. Februar, 7.50 Uhr: Alfons Hörmann begrüßt Plan zum Wiedereinstieg des Amateursports

DOSB-Präsident Alfons Hörmann aus Sulzberg (Oberallgäu) begrüßt den von der Sportministerkonferenz am Montag beschlossenen Plan, wie der Amateur- und Breitensport nach dem Stillstand in der Pandemie wieder in Bewegung kommen könnte. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 23. Februar, 7.25 Uhr: Arbeitsmarkt Fußball in Corona-Zeiten: "Schere geht auseinander"

Die Corona-Krise lässt die Unterschiede auf dem Fußball-Arbeitsmarkt zwischen den Top-Stars der Bundesliga und Profis aus unteren Ligen noch schneller wachsen. "Was man aus meiner Sicht festhalten kann, ist, dass die Schere weiter auseinander geht", sagte Gregor Reiter, bis Ende des vergangenen Jahres 13 Jahre lang Geschäftsführer der Deutschen Fußballspieler-Vermittler Vereinigung (DFVV). "Corona tut denjenigen, die ohnehin schon vorher am unteren Ende standen, deutlich mehr weh, als denen, die oben stehen."

Wie die vergangene Wintertransferperiode zeigte, halten sich viele Clubs mit Verpflichtungen zurück. Durch die Geisterspiele verlieren sie an Umsätzen, Sponsoren überdenken auch wegen ihrer eigenen Lage ihre Engagements. "Ich kann als Verein meine Einnahmen nicht mehr so planen wie vor anderthalb, zwei Jahren", sagte der Anwalt und Sportrechtler. "Das führt dazu, dass ich mich wirtschaftlich zurückhalte."

Laut Ulf Baranowsky, Geschäftsführer der Spielergewerkschaft VDV, sind eher ältere Spieler die Leidtragenden, denen keine neuen Verträge zu den bisherigen Konditionen angeboten wurden. Zu den Gewinnern der Pandemie gehörten "sicherlich viele junge Spieler, die aufgrund ihres geringeren Gehaltsanspruchs und ihres Entwicklungspotenzials eine sportliche Chance erhalten haben", sagt er. Viele Spieler sehen sich früher durch Corona als geplant vor dem Ende ihrer Laufbahn.

Dienstag, 23. Februar, 7 Uhr: Dreyer fordert konkreten Stufenplan für Weg aus Corona-Lockdown

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat vor Beratungen von Bund und Ländern einen konkreten Stufenplan für den Weg aus den Corona-Beschränkungen gefordert. Ein solcher Plan müsse an "klare Inzidenzwerte, Testmöglichkeiten und die Impfquote" gekoppelt werden, sagte Dreyer der "Rheinischen Post" (Dienstag). An diesem Dienstag beginnt eine Arbeitsgruppe mit Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) und den Chefs der Staatskanzleien dazu mit Beratungen. Das nächste Treffen der Regierungschefs von Bund und Ländern ist für den 3. März geplant. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 23. Februar, 6.30 Uhr: Sieben-Tages-Inzidenz in Kaufbeuren sinkt auf 22,5

Die niedrigste Sieben-Tages-Inzidenz im Allgäu hat nun die Stadt Kaufbeuren: Dort sank der Wert auf 22,5, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) berichtet. Auch in anderen Allgäuer Landkreisen und Städten sanken die Zahlen. Die aktuellen Werte finden Sie hier.

Dienstag, 23. Februar, 6 Uhr: RKI registriert 3883 Corona-Neuinfektionen und 415 neue Todesfälle

Einen guten Morgen wünscht das Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Wir starten mit den aktuellen Zahlen: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3883 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 415 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Dienstag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 3856 Neuinfektionen und 528 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 03.11 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 60,5 - und damit etwas niedriger als am Vortag (61,0). Vor vier Wochen, am 26. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 107,6 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden - er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.394.811 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 23.02., 03.11 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.207.700 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 68 318.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 1,05 (Vortag 1,10). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 105 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Montag, 22. Februar, 21.50 Uhr: Vorerst keine Grenzkontrollen in Rheinland-Pfalz und im Saarland

Trotz der angespannten Corona-Lage im französischen Département Moselle soll es im Saarland und in Rheinland-Pfalz vorerst keine Grenzkontrollen geben. Es werde eine Taskforce eingerichtet, um gemeinsame Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie abzustimmen, teilten die Regierungschefs der beiden Bundesländer Malu Dreyer (SPD) und Tobias Hans (CDU) am Montag mit. Dieser Taskforce würden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und sein französischer Amtskollege Olivier Véran, Vertreter der Außenministerin, regionale Vertreter sowie Dreyer und Hans angehören.

"Das verstärkte Auftreten der Virusvarianten bei unseren Nachbarn bereitet uns Sorge", sagte Hans. Wenn es keine gemeinsame Bekämpfungsstrategie gebe, kämen auch als letzter Schritt Grenzschließungen in Betracht. "Wir brauchen eine europäische Lösung im Umgang mit Pandemie-Hotspots", sagte Dreyer. Die Grenzregionen seien eng miteinander vernetzt.

Montag, 22. Februar, 21.45 Uhr: Kinos in New York dürfen mit Einschränkungen wieder öffnen

Die in der Corona-Pandemie seit rund einem Jahr geschlossenen Kinos in der Millionenmetropole New York dürfen ab der kommenden Woche mit Einschränkungen wieder öffnen. Es dürften nur ein Viertel der Plätze besetzt werden, pro Filmvorführung dürften nicht mehr als 50 Menschen anwesend sein, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Montag bei einer Pressekonferenz. Zudem müssten Masken-, Abstands- und Hygieneregeln beachtet werden. Auch Lüften gehöre zu den Bedingungen.

Damit verkündete der Gouverneur schon zum wiederholten Mal innerhalb weniger Wochen neue Lockerungen: Zuvor hatte er unter anderem mitgeteilt, dass Vergnügungsparks und Vergnügungseinrichtungen in Innenräumen wie beispielsweise Trampolin-Zentren oder Spielhallen demnächst wieder öffnen dürfen. Außerdem waren Stadien wieder eingeschränkt für Großveranstaltungen freigegeben und die Innenräume der Restaurants, Cafés und Bars bei eingeschränkter Kapazität wieder geöffnet worden.

Montag, 22. Februar, 21.15 Uhr: Bayern will "Impfturbo" einschalten

Personal in Schulen und Kitas soll schneller geimpft werden - mit dem Impfstoff von Astrazeneca. Das hat Gesundheitsminister KlausHoletschek bekanntgegeben. Mehr dazu lesen Sie hier hier.

Montag, 22. Februar, 20.50 Uhr: Zahl der Neuinfektionen in Spanien sinkt - Beschränkungen gelockert

Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen 7 Tagen ist in Spanien erstmals seit dem 15. Dezember wieder unter 100 gesunken. Auf den auch bei deutschen Urlaubern besonders beliebten Balearen, zu denen Mallorca zählt, und den Kanarischen Inseln fiel der Wert sogar unter die Marke 50, wie das Gesundheitsministerium in Madrid am Montag weiter mitteilte.

Die 50er-Marke ist eines der Kriterien für die Einstufung als Risikogebiet durch das Robert Koch-Institut. Seit Mitte August gilt auf dieser Grundlage für Spanien mit den Balearen eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes, für die Kanaren seit Anfang September. In Deutschland liegt die sogenannte 7-Tage-Inzidenz zurzeit bei 61.

Spaniens Tourismusministerin Reyes Maroto zeigte sich am Montag zuversichtlich, dass bald wieder mehr Urlauber nach Spanien kommen könnten, wie der staatliche TV-Sender RTVE berichtete. Angesichts der leichten Entspannung werden in einigen Städten und Regionen die Corona-Maßnahmen ein wenig gelockert.

Montag, 22. Februar, 19.50 Uhr: Corona-Verstöße: BVB zahlt 75.000 Euro nach Derby-Sieg

Nach dem Derby-Sieg gegen Schalke 04 feiern BVB-Fans wie Spieler ausgiebig - trotz Corona-Regeln. Das hat nun Konsequenzen für den Verein.

Montag, 22. Februar, 19.30 Uhr: Immer weniger Covid-Patienten - Durchatmen in den Allgäuer Kliniken

Die Situation an den Klinken in der Region normalisiert sich langsam. Doch Mediziner warnen vor einer dritten Welle. Wie sich die Zahlen entwickelt haben.

Montag, 22. Februar, 17.55 Uhr: Corona-Warn-App reagiert künftig auf kürzere Risikobegegnungen

Bislang informierte die App Anwender, wenn sie sich zehn Minuten oder länger nahe eines Covid-Infizierten aufgehalten haben. Nun soll sie schneller anschlagen. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Montag, 22. Februar, 17.50 Uhr: Laschet gegen starren Stufenplan für Lockerungen

CDU-Chef Armin Laschet hat sich gegen einen starren Stufenplan als Weg aus dem Corona-Lockdown ausgesprochen. "Ein Stufenplan, der regelt, welche Inzidenzwerte erreicht werden müssen, um bestimmte Bereiche wieder zu öffnen, könnte uns zu sehr binden", sagte der NRW-Ministerpräsident der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten (Dienstag).

Wenn der Sieben-Tage-Inzidenzwert - also die Zahl der Neuinfizierten pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche - etwa nachhaltig knapp über 35 pendele, sei es nicht möglich, den Einzelhandel noch monatelang geschlossen zu halten. "Starre Automatismen helfen in dieser unklaren Lage nicht weiter", ergänzte Laschet.

Man werde auch weiterhin "auf Basis aktueller Erkenntnisse entscheiden müssen, nicht allein aufgrund der Inzidenzwerte". Wenn die Gesundheitsämter bald alle digitalisiert seien, könnten sie mehr Kontakte nachverfolgen, auch der flächendeckende Einsatz von Schnelltests biete mehr Sicherheit. So seien auch bei etwas höheren Werten mindestens punktuelle Öffnungen möglich.

Montag, 22. Februar, 17.30 Uhr: London will bis Ende Juli alle Corona-Maßnahmen aufheben

Der Lockdown soll in England in mehreren Schritten aufgehoben werden. Man werde den Weg vorsichtig, aber unwiderruflich gehen, sagt Premier Boris Johnson.

Montag, 22. Februar, 16.40 Uhr: Entwurf: Frühere Impfungen für Grundschullehrer und Kita-Personal

Lehrkräfte an Grundschulen sowie Erzieherinnen und Erzieher in Kitas sollen sich früher gegen das Coronavirus impfen lassen können. Das sieht ein Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums vor, der am Montag auch den Ländern zugeleitet wurde. Konkret sollen "Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege und an Grundschulen tätig sind", von der dritten in die zweite Gruppe der Impf-Reihenfolge vorgezogen werden.

Dies solle eine zügige und sichere Umsetzung von Öffnungsstrategien der Länder bei Kitas und Grundschulen ermöglichen, heißt es in dem Entwurf, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Denn dabei werde es regelmäßig zu vielen, häufig auch engen Kontakten kommen, zumal sich bei kleineren Kindern nicht alle Schutzmaßnahmen gut umsetzen ließen. Impfungen von Lehrkräften, Erzieherinnen und Erziehern sollten deshalb ein Element sein, um das Infektionsrisiko zu senken.

Der Entwurf ist nach dpa-Informationen in die Abstimmung gegangen, die Änderung der Testverordnung könnte möglicherweise an diesem Mittwoch in Kraft treten.

Montag, 22. Februar, 16.35 Uhr: Passau öffnet am Mittwoch Schulen und Kitas

In Passau sollen am Mittwoch Schulen und Kitas wieder öffnen. Das hat die Stadtverwaltung am Montag bekanntgegeben. Diese Regelung soll vorerst bis Freitag (26. Februar) gelten, dann werde entschieden, wie es in der kommenden Woche weitergehe, hieß es. In Passau lag die Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut (RKI) am Montag bei 102,3. Grundsätzlich können im Freistaat seit dieser Woche Schulen im Wechsel- oder Präsenzbetrieb sowie Kitas öffnen, wenn die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche weniger als 100 beträgt.

Die Stadt Passau hatte am Freitag bekanntgegeben, Schulen und Kitas bis Mittwoch (24. Februar) geschlossen zu lassen und am Montag über das weitere Vorgehen entscheiden zu wollen.

Montag, 22. Februar, 16 Uhr: Durchsuchung bei Halles Oberbürgermeister wegen vorgezogener Corona-Impfung

Die Impfaffäre um Halles Oberbürgermeister beschäftigt nun auch die Staatsanwaltschaft. Der Verdacht der Unterschlagung steht im Raum. Die Polizei ist angerückt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 22. Februar, 15.30 Uhr: Die aktuellen LGL-Inzidenzzahlen für das Allgäu

Die aktuellen Inzidenzahlen des LGL für das Allgäu finden Sie hier.

Montag, 22. Februar, 15 Uhr: Bund und Länder wollen über Ausweitung von Corona-Schnelltestes beraten

Die Bundesregierung will die geplante Ausdehnung von Corona-Schnelltests mit den Ländern besprechen. Sie könnten ein Mittel sein, um tagesaktuell Öffnungsschritte abzusichern, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag nach Beratungen über das Thema im Corona-Kabinett. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte angekündigt, dass allen Bürgern ab 1. März kostenlose Schnelltests angeboten werden sollen, die von geschultem Personal abzunehmen sind. Daneben soll auch der Weg für Selbsttests für Laien geebnet werden.

Über die Test-Ausdehnung solle bei den anstehenden Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder beraten werden, sagte Seibert. Zu klären sei auch, wie viele Schnelltests für jedermann es kostenlos geben könne. Finanzieren soll dies der Bund. Eingesetzt werden können die Schnelltests schon in Pflegeheimen, Kliniken und nach Infektionsfällen etwa in Schulen. Diese Antigen-Tests gelten jedoch als nicht so exakt wie sonst genutzte PCR-Tests. Laut Robert Koch-Institut (RKI) muss ein positives Ergebnis deswegen per PCR-Test bestätigt werden.

Montag, 22. Februar, 14.55 Uhr: Bundesregierung besorgt über erneuten Corona-Anstieg

Wegen der Ausbreitung der ansteckenderen Coronavirus-Variante in Deutschland hat die Bundesregierung Hoffnungen auf weitere rasche Lockdown-Öffnungen gedämpft. Der Anteil der zuerst in Großbritannien aufgetretenen Variante betrage 20 bis 25 Prozent, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. "Man muss sicher davon ausgehen, dass dieser Anteil noch weiter zunimmt", sagte Seibert. Dies sei bei vorsichtigen Öffnungsschritten zu berücksichtigen. "Natürlich ist es auch durch das Vordringen der Mutationen viel komplizierter geworden."

Seibert betonte: "Die gute Entwicklung, die uns über längere Zeit täglich sinkende Infektionszahlen beschert hat, ist im Moment vorbei. Die Zahlen steigen wieder. Der Anteil der gefährlicheren, weil deutlich ansteckenderen Virusmutationen wächst."

Seibert mahnte zu Geduld. Bereits durch die Teilöffnungen der Schulen in den meisten Bundesländern an diesem Montag gebe es "ein erhebliches Mehr an Kontakten und damit auch an Übertragungsrisiken". Niemand wolle Öffnungen wieder zurücknehmen. "Was wir aufmachen, das wollen wir dann auch durchhalten." Wichtig sei es nun aber, zunächst ganz genau zu schauen, in welchem Umfang die Schulöffnungen Veränderungen im Infektionsgeschehen mit sich bringen. Am 3. März wollen Bund und Länder erneut über die Lage beraten.

Montag, 22. Februar, 14.45 Uhr: Italien verlängert Reiseverbot innerhalb des Landes

Italien hat wegen steigender Corona-Zahlen das Reiseverbot zwischen den Regionen des Landes um gut einen Monat verlängert. In dem Mittelmeerland dürfen Menschen damit bis 27. März ihre eigenen Regionen nicht verlassen. Ausnahmen gelten etwa für die Arbeit und in Notfällen. Das entschied die neue Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi am Montag in einem ihrer ersten Beschlüsse im Kampf gegen die Pandemie.

Montag, 22. Februar, 14.45 Uhr: Steinmeier: Impfstoff-Abgabe ist Frage der Menschlichkeit

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die reicheren Nationen dazu aufgerufen, von ihren Corona-Impfstoffmengen etwas an ärmere Länder abzugeben. "Das ist nicht einfach, aber es ist eine Frage der Menschlichkeit und eine Frage unserer eigenen Maßstäbe, an denen wir uns messen lassen", sagte er in einer gemeinsamen virtuellen Pressekonferenz mit dem Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Montag in Berlin.

Montag, 22. Februar, 14.30 Uhr: Corona-Verstöße am Wochenende im Allgäu

Am frühlingshaften Wochenende hat die Polizei im Allgäu wieder zahlreiche Menschen zur Einhaltung der Corona-Regelungen ermahnt. Außerdem deckten die Beamten am Wochenende erneut Corona-Verstöße auf. Dabei ging es unter anderem, um Jugendliche, die ein Musikvideo drehen wollten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 22. Februar, 14 Uhr: Getrübte Freude nach Schulöffnungen in Bayern - Nürnberg kehrt zu Distanzunterricht zurück

Die Freude über die lange ersehnte Rückkehr von weiteren Kindern in Bayern an Schulen und Kitas wird in einigen Regionen von wieder steigenden Corona-Infektionszahlen getrübt. Gerade in den Städten und Landkreisen, in denen die Werte um die entscheidende Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen einer Woche liegen, gab es zum Wochenstart große Verunsicherung bei Eltern, Lehrern und Kindern. Auch die sich immer weiter ausbreitenden Virusmutationen sorgen landesweit für Sorgen. So kehrt die Stadt Nürnberg, aufgrund der gestiegenen Sieben-Tage-Inzidenz nach Tag eins, wieder zurück zum Distanzunterricht.

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder warnte am Morgen vor der Gefahr einer dritten Pandemiewelle, hält die weiteren Schulöffnungen aber dennoch für richtig. "Nein, es ist kein Fehler", sagte der CSU-Chef am Montag vor einer Sitzung des Parteivorstands in München. Die Schüler brauchten eine Perspektive. Zur Erinnerung: Bayern geht mit der Öffnung ab diesem Montag schneller voran, als es Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der Konferenz von Bund und Ländern vertreten hatte. Sie hatte Öffnungen vor dem 1. März abgelehnt.

"Wir haben jetzt Wechsel-Unterricht, wir haben eine Inzidenz-Abhängigkeit, wir haben Maske, wir haben Testkonzepte, also viel mehr an Sicherheitsfragen, das geht fast nicht", betonte Söder. In den kommenden zehn Tagen werde sich zeigen, wie sich die Öffnungen auf die Ausbreitung des Virus auswirkten.

Montag, 22. Februar, 13.10 Uhr: Daten zeigen: Weniger Klinikaufenthalte schon nach erster Corona-Impfdosis

Schon die erste der zwei Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca kann einer vorläufigen Datenauswertung zufolge das Risiko eines Klinikaufenthalts wegen Covid-19 wohl um bis zu 94 Prozent reduzieren. Das geht aus einer Analyse mehrerer schottischer Universitäten und der Gesundheitsbehörde Public Health Schottland hervor, die am Montag veröffentlicht wurde. Das Vakzin von Biontech und Pfizer reduziert das Risiko einer Hospitalisierung mit der ersten Dosis demnach um rund 85 Prozent.

Montag, 22. Februar, 13.05 Uhr: Menschenrechtsverletzungen in der Corona-Pandemie

In seiner Rede zum Auftakt der digitalen UN-Menschrechtsrat-Sitzung sprach Bundesaußenminister Heiko Maas auch über die faire Verteilung von Corona-Impfstoffen und die Einschränkung der Meinungsfreiheit in vielen Ländern unter dem Deckmantel von Corona-Schutzmaßnahmen. Mahnende Worte richtete der besonders an China und Russland. Aber die Liste der Staaten die Menschenrechte aktuell verletzen oder einschränken, sei lang. So richtete Maas seine Kritik unter anderem an Syrien, Myanmar, Belarus oder Nordkorea. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 22. Februar, 12.30 Uhr: Schwankende Corona-Inzidenz-Werte verunsichern Eltern in Bayern

Viele Kinder dürfen seit Montag endlich wieder in Bayern in die Kita und die Grundschule gehen. Doch die schwankenden Corona-Inzidenzwerte verunsichern die Eltern in einigen Städten und Landkreisen. Nur wenn die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche weniger als 100 beträgt, gibt es wieder Präsenzunterricht für Grundschüler und eingeschränkten Normalbetrieb in den Kitas. Auch eine nächtliche Ausgangssperre gilt wieder ab dem 100er-Wert. Nach dem Wochenende überschritten einige Ort diese Wert wieder. Darunter sind unter anderem die Stadt Nürnberg und die Landkreise Schwandorf und Cham.

Montag, 22. Februar, 12.25 Uhr: Agrarschau Dietmannsried auf den Sommer verschoben

Die Agrarschau in Dietmannsried im Oberallgäu wird wegen der Corona-Pandemie auf den Sommer 2021 verschoben. Der Organisator der Dietmannsrieder Agrarschau, Thomas Diepolder, hatte das bereits vor Kurzem bereits angedeutet. Nun ist es offiziell: Sie soll nun statt im April von 29. Juli bis 2. August stattfinden. Mehr zu den Plänen für die Veranstaltung im Sommer lesen Sie hier.

Montag, 22. Februar, 12.05 Uhr: Klosterbrauerei Irsee verschenkt Bier

Die Klosterbrauerei Irsee im Oberallgäu verschenkte am Sonntag 2.500 Liter Bier. Die Abnehmer kamen bis aus München um sich das Bier zu holen, das wegen des Corona-Lockdowns in der Gastronomie derzeit nicht verkauft werden kann. Die Brauerei wollte damit verhindern, dass Bier entsorgen zu müssen. Die verschenkte Menge hatte einen Wert von rund 5.000 Euro. Mehr zu dieser Aktion lesen Sie hier.

Montag, 22. Februar, 11.35 Uhr: Söder verteidigt Schulöffnungen in Bayern

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hält die Rückkehr der Grundschulen im Freistaat in den Wechselunterricht trotz der unklaren Infektionslage durch die mutierten Coronaviren weiter für richtig. "Nein, es ist kein Fehler", sagte der CSU-Chef am Montag vor einer Sitzung des Parteivorstands in München. Die Schüler brauchten eine Perspektive. "Wir erleben ja die Kollateralschäden bei Schülern."

Bayern geht mit der Öffnung ab diesem Montag schneller voran, als es Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der Konferenz von Bund und Ländern vertreten hatte. Sie hatte Öffnungen vor dem 1. März abgelehnt.

Montag, 22. Februar, 11.35 Uhr: Giffey fordert mobile Impfteams an Schulen und Kitas

Bundesfamilienministern Franziska Giffey (SPD) plädiert dafür, mobile Impfteams für Lehrer und Erzieher in Kitas und Schulen zu schicken. "Dadurch könnte das Ganze viel effizienter (...) laufen, viel schneller gehen und das muss jetzt die oberste Priorität haben", sagte die Ministerin im ZDF-"Morgenmagazin".

Derzeit gebe es noch keine ausreichenden Impfmengen, um solche Teams einzusetzen. Bis das der Fall sei, "muss das Testen als Brücke zur Impfung genutzt werden", betonte Giffey. Sie empfahl Beschäftigten an Schulen und Kitas, sich zwei Mal pro Woche einem Schnelltest zu unterziehen.

Montag, 22. Februar, 11.20 Uhr: Verzögerungen bei Impfstoff-Lieferungen - Hersteller bittet die Welt zu warten

Der weltgrößte Impfstoffhersteller hat angedeutet, dass es bei Exporten von Corona-Impfstoffen zu Verzögerungen kommen könnte. Der Chef der indischen Firma Serum Institute, Adar Poonawalla, schrieb auf Twitter: "Liebe Länder & Regierungen, während Sie #COVISHIELD-Lieferungen erwarten, bitte ich Sie demütig, Geduld zu haben. Das Serum Institute wurde angewiesen, dem großen Bedarf Indiens Vorrang einzuräumen und währenddessen die Bedürfnisse der übrigen Welt im Gleichgewicht zu halten. Wir geben unser Bestes."

Die Firma stellt unter anderem den AstraZeneca-Impfstoff unter dem Namen Covishield zu günstigen Preisen her. Er wird deshalb besonders in ärmeren Ländern eine wichtige Rolle bei der Pandemiebekämpfung spielen.

Montag, 22. Februar, 11.10 Uhr: Söder fordert Corona-Schnelltests für Deutschland

Für die kommenden Monate braucht Deutschland nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder Millionen Corona-Schnelltests pro Tag. "Das Testen muss massiv ausgebaut werden. Wir brauchen deutlich mehr Schnelltests und zwar national", sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag vor einer Sitzung des CSU-Vorstands in München. Schnelltests seien eine Art Sicherheitsschranke. "Denn wer geimpft ist und wer getestet ist, hat automatisch mehr Möglichkeiten, sich zu bewegen, und mehr Freiheiten", betonte Söder. Deutschland brauche es daher Millionen von Schnelltests pro Tag.

Damit dies möglich werde, müssten nun die Zulassungen für "alle Formen der Schnelltest" beschleunigt werden. "Wir warten händeringend auf neue Formen der Schnelltests, der einfachen Anwendung der Schnelltest, das muss beschleunigt werden", sagte Söder.

Um die Ergebnisse des Schnelltests dann auch nachweisen zu können, brauche es eine digitale App, die vorgezeigt werden könne und in der das Ergebnis registriert bleibe. "Dies ist noch eine logistische Herausforderung, die dringend und so schnell wie möglich auf nationaler Ebene gemacht werden muss", betonte Söder.

Montag, 22. Februar, 11.05 Uhr: Bayerische Wirte fordern Öffnungen von Schankflächen im Freien

Nach dem sonnigen Wochenende verlangen die bayerischen Wirte die Öffnung von Gärten und Freischankflächen. "Wir fordern, zusätzliche sichere Flächen im Freien zu schaffen", sagte der Landesgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga, Thomas Geppert, am Montag. Beim aktuell schönen Wetter ziehe es die Menschen nach draußen. Das führe derzeit zu Ansammlungen an wenigen Begegnungspunkten. "Mit einem Öffnen der Außengastronomie würden unkontrollierte Ansammlungen im öffentlichen wie privaten Raum vermieden und Begegnungspunkte entzerrt werden."

Auch die Brauerein fordern ähnliches. In einem Offenen Brief machen sie auf die angespannte Lage der Brauwirtschaft in der Corona-Krise aufmerksam. "Von Woche zu Woche geraten immer mehr Brauereien, Brauereigaststätten und Fachgroßhändler unverschuldet in existenzielle Not und sind von Insolvenz bedroht", heißt es in dem Schreiben, das mehr als 300 Brauereien unterzeichnet haben.

Montag, 22. Februar, 11 Uhr: Johnson: Plan zum Ausstieg aus dem Lockdown in Großbritannien

Der britische Premierminister Boris Johnson will am Montag einen Plan für das Ende des wochenlangen Corona-Lockdowns in England vorstellen. Johnson hat einen "vorsichtigen, aber unwiderrufbaren" Ausstieg angekündigt. Bereits bekannt ist, dass Bewohner von Senioren- und Pflegeheimen vom 8. März an wieder Besuche eines ausgewählten Verwandten oder Freundes empfangen dürfen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 22. Februar, 10.55 Uhr: Merkel: Drei Pakete für mögliche Öffnungsschritte in der Corona-Pandemie

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angesichts der Sorgen vor einer dritten Corona-Welle erneut für eine vorsichtige Strategie bei möglichen Öffnungen plädiert. Öffnungsschritte müssten gekoppelt mit vermehrten Tests klug eingeführt werden, sagte Merkel am Montag nach Angaben von Teilnehmern in Online-Beratungen des CDU-Präsidiums. Die Sehnsucht der Bürger nach einer Öffnungsstrategie sei groß, das verstehe sie.

Merkel machte demnach deutlich, dass sie drei Bereiche sehe, für die man Pakete einer Öffnungsstrategie schnüren müsse. So gehe es zum einen um den Bereich der persönlichen Kontakte, zum zweiten um das Thema Schulen und Berufsschulen sowie um ein drittes Paket mit Sportgruppen, Restaurants und Kultur. Ziel sei es, Pakete zu schnüren, um Öffnung möglich zu machen und dann anzupassen, wurde sie zitiert. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 22. Februar, 10.20 Uhr: Söder kündigt weitere Lockerungen für Bayern an

Ministerpräsident Markus Söder hat am Vormittag weitere Lockerungen für den Freistaat schon ab kommender Woche angekündigt: Ab Montag, 1. März, sollen Gärtnereien, Gartenmärkte und Blumenläden öffnen dürfen. Denn es handle sich um verderbliche Ware. Söder betonte: "Sonst wird dieses ganze Blumengeschäft nur bei Discountern stattfinden, und dann werden die Discounter überrannt." Deshalb mache eine Anpassung an dieser Stelle Sinn. Außerdem sollen neben Friseursalons auch Fußpflegepraxen ab 1. März wieder öffnen. Diese Öffnungsschritte sollen laut Söder am Dienstag vom bayerischen Kabinett beschlossen werden.

Söder sieht aber auch eine wachsende Gefahr für eine dritte Corona-Welle: Wenn die als deutlich ansteckender geltende britsche Virusvariante die dominante werde, dann werde es immer schwieriger, die richtige Balance zu bekommen, sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag vor einer Sitzung des CSU-Vorstands in München. Seit Jahresbeginn habe sich der Anteil der nachgewiesenen britischen Virusmutationen im Freistaat von 5 auf 28 Prozent erhöht. Noch vor einer Woche habe der Anteil bei 20 Prozent gelegen.

Die Pandemie sei in einer sehr sensiblen und schwierige Phase angekommen, zwischen Hoffnungen auf Lockerungen und Sorgen vor den Mutationen. Die Wirkung der bisherigen Maßnahmen zum Infektionsschutz ließen nach. "Es stagniert und in einigen Bundesländern steigt die Inzidenz wieder an", sagte Söder. Es bestehe daher die Gefahr, dass Deutschland in drei bis vier Wochen vor ähnlichen Herausforderungen stehe wie im vergangenen Dezember.

Montag, 22. Februar, 10.10 Uhr: Europaweite Gottesdienste zum Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie

Bei einem Gottesdienst in Limburg will Bischof Dr. Georg Bätzing, Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, den Opfern der Corona-Pandemie gedenken. Der Gottesdienst findet am 27. Februar 2021 in der Kapelle des Bischofshauses statt und wird live gestreamt. Damit folgt auch Deutschland einem Aufruf der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE), an jedem Tag der Fastenzeit in einem europäischen Land an die Opfer der Corona-Pandemie zu erinnern. Bischof Bätzing sagt: "Es ist ein gutes Zeichen, dass wir europaweit, über mehrere Wochen verteilt, der Opfer der Corona-Pandemie und deren Angehörigen in Gottesdiensten gedenken. Jedes Land in Europa hat die volle Wucht der Pandemie erfahren. Vielen von uns sind die Bilder aus Bergamo unvergessen in Erinnerung. Ich empfinde dieses grenzüberschreitende Gedenken und Beten als beeindruckendes Zeichen der Solidarität und geschwisterlichen Verbundenheit."

Montag, 22. Februar, 9.55 Uhr: Folgen der Einsamkeit in der Corona-Pandemie

Seit März 2020 haben die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus die sozialen Beziehungen vieler Menschen deutlich eingeschränkt. Vor diesem Hintergrund wurde im Juni/Juli 2020 im Rahmen des Deutschen Alterssurveys erfasst, ob sich Personen zwischen 46 und 90 Jahren einsam fühlen. Befragt wurden Personen, die zuhause leben. Das Einsamkeitsempfinden war deutlich höher als in den Befragungsjahren 2014 und 2017.

Im Sommer 2020 lag der Anteil sehr einsamer Menschen im Alter von 46 bis 90 Jahren bei knapp 14 Prozent und damit 1,5-mal höher als in den Vorjahren. Dieses höhere Einsamkeitsempfinden betrifft unterschiedliche Bevölkerungsgruppen etwa gleich stark: Egal ob Frauen oder Männer, Menschen mit hoher oder niedriger Bildung und egal ob mittleres oder hohes Erwachsenenalter, in der Pandemie sind die Einsamkeitsraten in allen diesen Gruppen in gleichem Maße erhöht. Die Unterschiede in den Einsamkeitsraten sind zwischen allen Altersgruppen zu jeder Erhebungswelle relativ gering. Ältere Menschen haben kein höheres Risiko, einsam zu sein, als jüngere Menschen.

Der Anstieg der Einsamkeit während der Pandemie ist bedenklich, denn Einsamkeit kann schwerwiegende Folgen für die mentale und körperliche Gesundheit haben.

Montag, 22. Februar, 9.55 Uhr: UN-Generalsekretär Guterres: Welt versagt bei Impfstoffverteilung

UN-Generalsekretär António Guterres hat das Versagen der Welt angeprangert, die ersten zur Verfügung stehenden Impfstoffe gerecht - auch an ärmere Länder - zu verteilen. "Eine Gleichbehandlung mit Impfstoffen ist schlussendlich eine Frage der Menschenrechte", sagte Guterres am Montag zum Auftakt der Sitzung des UN-Menschenrechtsrats. "Impfnationalismus verweigert diese Rechte." Nur zehn Länder hätten 75 Prozent der vorhandenen Impfstoffe verwendet, mehr als 130 Länder hätten noch nicht eine einzige Dosis erhalten. Das sei ein moralisches Versagen, sagte Guterres. Der Rat tagt drei Mal im Jahr in Genf. Wegen der Corona-Pandemie findet das gut vierwöchige Treffen dieses Mal fast ausschließlich online statt. Die Redebeiträge werden per Video eingespielt.

Menschenrechte seien unter Beschuss, weil unter dem Vorwand der Pandemie zivile Rechte eingeschränkt und Kritiker zum Schweigen gebracht würden, sagte Guterres. Neonazis und Rassisten nutzten die Pandemie aus, um sozialen Unfrieden zu schüren und Zulauf zu gewinnen. "Wir brauchen weltweit koordiniertes Vorgehen, um diese große und wachsende Gefahr zu bannen", sagte er.

Guterres äußerte auch Sorge über digitale Plattformen, die persönliche Informationen aufsaugen. "Wir wissen nicht, wie die Informationen gesammelt werden, von wem und für was", sagte er. Informationen würden auch genutzt, um Menschen zu manipulieren, und manchmal nutzten Regierungen Daten, um das Volk zu kontrollieren. Er rief dazu auf, entschlossener gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung vorzugehen.

Montag, 22. Februar, 9.30 Uhr: CSU-Vorstand berät über Corona-Lage

Die aktuelle Corona-Lage in Bayern und Deutschland beschäftigt am Montag (10.00 Uhr) einmal mehr auch den CSU-Vorstand bei seiner inzwischen routinemäßigen Videokonferenz. Nachdem Parteichef Markus Söder in der vergangenen Woche bei seiner Rede am politischen Aschermittwoch die Grundlinie in der Pandemie erneut verteidigt und im Falle einer positiven Entwicklung auch Lockerungen in Aussicht gestellt hat, dürfte sich nun der Blick auf die nächste Konferenz von Bund und Ländern am 3. März richten.

Montag, 22. Februar, 8.45 Uhr: Kassenärzte wollen auch Biontech-Impfstoff in Praxen einsetzen

Die Kassenärzte wollen auch den Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer in ihren Praxen verabreichen, sobald genügend Impfstoff vorhanden ist. Erste Daten hätten gezeigt, dass Transport und Lagerung des Präparats auch bei deutlich höheren Temperaturen möglich sei. "Das wiederum ist die Voraussetzung, um in den Praxen zu impfen. Das heißt, auch Biontech sehen wir als Impfstoff in den Praxen", sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, am Montag im Deutschlandfunk.

Wann die Ärzte mit den Impfungen in den Praxen beginnen werden, könne man derzeit "schwer präzise festmachen". Noch gebe es keine ausreichenden Impfmengen. "Ich denke, ein Zeitraum von vier bis sechs Wochen wird uns da mehr Klarheit bringen", betonte Gassen.

Der Impfstoff von Biontech und Pfizer bleibe neuen Untersuchungen der Hersteller zufolge auch zwei Wochen lang bei minus 25 bis minus 15 Grad Celsius stabil, hatten die Unternehmen am Freitag mitgeteilt. Bislang musste der Impfstoff den Vorgaben der Hersteller zufolge bei minus 80 bis minus 60 Grad gelagert werden, was die Logistik für das Impfen erschwert hatte. Auch der Impfstoff von Astrazeneca wird Gassen zufolge in den Arztpraxen zum Einsatz kommen. Der schlechtere Ruf des Präparats sei "vielleicht auch ein bisschen herbeigeredet", so Gassen.

Montag, 22. Februar, 8.25 Uhr: Industrieproduktion in Deutschland sinkt in der Corona-Krise um mehr als zehn Prozent

In der deutschen Industrie wurde im Jahr 2020 gut ein Zehntel weniger produziert als im Vorjahr: Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe war im Jahr 2020 nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) preis- und kalenderbereinigt 10,8 % niedriger als im Jahr 2019. Im Jahresverlauf war die Industrieproduktion während der ersten Phase der Corona-bedingten Einschränkungen in den Monaten April und Mai 2020 mit -29,7 % bzw. -23,4 % stark gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat gesunken. Im Dezember 2020 lag der Rückstand der Industrieproduktion gegenüber dem Vorjahresmonat nur noch bei -1,5 %.

Besonders stark war im Jahr 2020 der Produktionsrückgang in der Automobilindustrie: Die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen haben insgesamt im Jahr 2020 25,0 % weniger produziert als im Vorjahr. Die größten Rückgänge in der Automobilindustrie gab es im April und im Mai mit -84,3 % beziehungsweise -52,7 % gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat.

Montag, 22. Februar, 7.55 Uhr: Bund und Länder beraten über weitere Corona-Strategie

Am Montagnachmittag berät sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit seinen Länderkollegen über die weitere Strategie im Kampf gegen das Coronavirus. Zentraler Punkt der Debatten seien die heutigen Schul- und Kitaöffnungen. So werde zum Beispiel über eine Impfpriorisierung von Lehrkräften und Erziehern diskutiert. Außerdem auf der Agenda steht die Debatte um den Zugang zu Schnelltests für die gesamte Bevölkerungen und die weitere Strategie für Lockdown-Lockerungen und Öffnungen. Nachdem die Kurve der Neuinfektionen über das Wochenende weiter anstieg, wollen Bund und Länder außerdem über den Umgang mit einer möglichen "Dritten Welle" beraten.

Montag, 22. Februar, 7.40 Uhr: Konsequenzen der Corona-Krise für den Ski-Sport

Der ehemalige Skisprung-Bundestrainer Werner Schuster äußert Bedenken über negative Konsequenzen der Corona-Krise für den Ski-Sport. Er befürchte, dass sich durch die eingeschränkte Saison weniger Kinder für diese Sportarten begeistern. Schuster bezieht sich dabei auf die Nordische Ski-WM, die am Dienstag in Oberstdorf ohne Zuschauer in den Stadien starten wird. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 22. Februar, 7.20 Uhr: Bio boomt in der Corona-Krise

Die Corona-Pandemie hat sich positiv auf die Biologische Landwirtschaft ausgewirkt. Laut dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kaufbeuren wirtschafteten 2020 erstmals über 2.000 Landwirtschaftsbetriebe in Schwaben nach den Vorgaben des Ökologischen Landbaus. So konnten Bio-Betriebe in den vergangenen Monaten vermehrt Lieferantenverträge mit Molkereien abschließen, obwohl der Markt für Bio-Milch zuvor gesättigt war.

Das liege auch daran, dass mehr Menschen zu Hause kochen, sagt Hubert Dennenmoser, Geschäftsführer der Allgäu Milch Käse eG im Oberallgäuer Kimratshofen. Er mahnt aber: „Wenn die Kantinen und Restaurants wieder öffnen, wird das Wachstum deutlich nach unten gehen.“ Mehr zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie und der Arbeit von Bio-Landwirten im Allgäu lesen Sie hier.

Montag, 22. Februar, 6.30 Uhr: Zeitung: Berlins Amtsärzte fordern neue Corona-Lockerungsstrategie

Berlins Amtsärzte fordern nach einem Medienbericht einhellig, Lockerungen nicht mehr an generelle Inzidenzwerte zu knüpfen. Es sei "nicht zielführend, Eindämmungsmaßnahmen an Inzidenzen von 20/35/50" zu koppeln, heißt es dem "Tagesspiegel" (Montag) zufolge in einer Stellungnahme aller zwölf Amtsärzte für die Senatskanzlei. Stattdessen schlagen die Mediziner demnach "intensive Maßnahmen der Infektionsprävention" für Alte und Kranke und gleichzeitig eine Abmilderung der Maßnahmen für andere Gruppen wie Schulkinder vor.

"Diese Inzidenzen bilden nicht das wirkliche Infektionsgeschehen ab", schreiben demnach die Amtsärzte. Die Inzidenzen seien von Testkapazitäten und dem Testwillen der Menschen abhängig. "Dadurch kommt es zu Schwankungen, die nicht die infektiologische Lage widerspiegeln", zitiert das Blatt die Ärzte.

Montag, 22. Februar, 6.15 Uhr: RKI registriert 4.369 Corona-Neuinfektionen und 62 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4.369 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 62 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Montag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 4.426 Neuinfektionen und 116 neue Todesfälle verzeichnet.

Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 03.10 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 61,0 - und damit höher als am Vortag (60,2). Vor vier Wochen, am 25. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 111,2 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Montag, 22. Februar, 6 Uhr: Umfrage: Mehrheit glaubt an Lockerungen durch Corona-Schnelltests

Eine Mehrheit der Deutschen ist der Meinung, dass kostenfreie Corona-Schnelltest für alle zu einer Lockerung der aktuellen Beschränkungen führen können. Das geht aus einer Umfrage der Meinungsforscher von YouGov Deutschland hervor.

26 Prozent der Befragten stimmten demnach der Aussage "voll und ganz zu", dass Schnelltests eine schnellere Öffnung von etwa Schulen, Hotels oder Einzelhandel begünstigen würden, 33 Prozent stimmten "eher zu". Insgesamt 28 Prozent der Teilnehmer sahen die Schnelltests hingegen "überhaupt nicht" beziehungsweise "eher nicht" als mögliches Mittel für Lockerungen. 13 Prozent machten keine Angabe.

Corona-Schnelltests können derzeit in Pflegeheimen, Kliniken und nach Infektionsfällen zum Beispiel in Schulen genutzt werden. Für einen flächendeckenden Einsatz sind die Voraussetzungen mittlerweile aber auch gegeben, wie das Gesundheitsministerium in einem Entwurf für das Corona-Kabinett deutlich gemacht hatte. Das Corona-Kabinett will an diesem Montag darüber beraten.

Montag, 22. Februar, 5.45 Uhr: Corona-Beschränkungen in Neuseeland enden

In Neuseelands größter Stadt Auckland enden die kürzlich wieder eingeführten Corona-Einschränkungen. Der Lockdown solle um Mitternacht Ortszeit (Montag 12.00 MEZ) aufgehoben werden, teilte Premierministerin Jacinda Ardern am Montag mit. Wegen drei Neuinfektionen war in Auckland ein dreitägiger Lockdown verhängt worden. Außerdem hatte Ardern eine landesweite Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz angeordnet.

Wegen extrem strenger Maßnahmen und genauer Kontaktverfolgungen ist Neuseeland bislang gut durch die Pandemie gekommen. In dem Inselstaat im Südpazifik mit knapp fünf Millionen Einwohnern gab es nur 2001 Fälle und 26 Tote. Am Montag wurde ein neuer Fall gemeldet. Der Patient sei seit Freitag in Quarantäne, teilte das Gesundheitsministerium mit. In der vorigen Wochen begannen in Neuseeland die Impfungen.

Montag, 22. Februar, 5.15 Uhr: Grundschulen und Kitas öffnen in mehreren Ländern

In weiteren zehn Bundesländern öffnen an diesem Montag wieder Kindertagesstätten und Grundschulen. Nach rund zweimonatiger Schließung und Notbetreuung wird der Unterricht entweder im sogenannten Wechselbetrieb wieder aufgenommen mit halben Klassen, die abwechselnd zur Schule kommen, oder es gibt Vollbetrieb mit festen Gruppen, die sich möglichst nicht begegnen sollen. In den Kitas werden wieder alle oder mehr Kinder betreut. Die Einzelheiten regelt jedes Bundesland für sich.

Montag, 22. Februar, 5 Uhr: Studie für Zuschauer in Sport und Kultur wird präsentiert

Ein Bündnis aus Kultur, Sport und Wissenschaft will am Montag (11.00 Uhr) in Berlin ein Konzept für die Rückkehr von Zuschauern bei kulturellen und sportlichen Großveranstaltungen vorstellen. Die Studie wird getragen von 20 Wissenschaftlern und knapp 40 Institutionen. Berücksichtigt würden wissenschaftliche Erkenntnisse und strikte Hygiene-Auflagen.

Sonntag, 21. Februar, 21.50 Uhr: Zu viele Fans: Polizei löst Line Dance-Aufführung in Ostseebad auf

Im Ostseebad Kühlungsborn hat die Polizei am Sonntag wegen der Corona-Einschränkungen eine Line Dance-Vorführung gestoppt. Etwa 50 Aktive einer solchen Tanzgruppe hatten sich in der Innenstadt getroffen und getanzt, wie ein Polizeisprecher sagte.

Durch großen Andrang im Zuge des sonnigen Wetters blieben mehrere hundert Zuschauer auf dem Boulevard stehen, so dass sich eine größere Ansammlung bildete. Dabei seien die Kontaktabstände nicht mehr eingehalten worden. So mussten die "Line Dancer" ihre Aktivitäten abbrechen und die Besucher sich entsprechend der Vorgaben wieder anders verteilen.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es wegen der Wochen-Inzidenz von landesweit rund 67 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner weiter strenge Beschränkungen, auch für öffentliche Kulturveranstaltungen. Im Landkreis Rostock, in dem Kühlungsborn liegt, betrug der Wert zuletzt 43,6.

Sonntag, 21. Februar, 20.30 Uhr: Spahn: Sechsmonatsplan geht nicht - Inzidenz unter 10 ist weit weg

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Forderungen nach einem zeitlich verbindlichen Plan für Lockerungen der Corona-Beschränkungen zurückgewiesen und einen Neuinfektionswert von unter 10 als anstrebenswert dargestellt. "Alle wünschen sich einen Drei- und Sechs-Monatsplan, aber das geht halt gerade nicht. Ich finde, wir dürfen da keine falschen Versprechungen machen", sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin".

Zunächst will er auch angesichts der zunehmenden Verbreitung von Virusmutationen abwarten, wie sich die Öffnung weiterer Schulen und Kitas an diesem Montag auswirkt. "Es macht Sinn, miteinander - das ist ja das Gespräch mit den Ländern - Stufen zu definieren, ab wann der nächste Schritt gegangen werden kann. Aber die Wahrheit ist: Eine Inzidenz von unter 10, die ist jedenfalls in den allermeisten Regionen in Deutschland gerade ziemlich weit weg", sagte Spahn.

Die gemeinte Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner und Woche an. Sie liegt nach der Meldung des Robert Koch-Instituts vom Sonntagmorgen bei 60,2 - mit steigender Tendenz.

Sonntag, 21. Februar, 20 Uhr: Bayerische Schulleiter schicken "Brandbrief" an Kultusminister

Am Montag öffnet für viele Kinder wieder die Schule. Direktoren ärgern sich allerdings über Vorgaben des Kultusministers. Jetzt machen sie ihrem Unmut Luft. Mehr über ihren Brandbrief lesen Sie hier.

Sonntag, 21. Februar, 19.10 Uhr: US-Regierung: Brauchen alle Daten von China über Pandemie-Beginn

Der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden hat China Versäumnisse bei der Aufarbeitung der Corona-Pandemie vorgeworfen. "Wir sind nicht der Ansicht, dass China ausreichend Originaldaten darüber zur Verfügung gestellt hat, wie diese Pandemie begonnen hat, sich in China und schließlich in der ganzen Welt auszubreiten", sagte Jake Sullivan am Sonntag dem Sender CBS News. Sowohl China als auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) müssten in dieser Hinsicht nachbessern. Für eine notwendige "glaubwürdige, offene, transparente, internationale Untersuchung" unter Federführung der WHO brauche es Zugriff auf alle Daten.

Sonntag, 21. Februar, 18.45 Uhr: Müller: Stufenplan soll sich an Werten 35 und 50 orientieren

Der von Bund und Ländern versprochene Stufenplan für weitere Schritte in der Corona-Pandemie sollte sich nach Ansicht des Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz, Michael Müller (SPD), nicht nur an der Zahl der Neuinfektionen orientieren. "Der Inzidenzwert bleibt wichtig, aber auch ein R-Wert deutlich unter 1 und eine sinkende Auslastung der Intensivmedizin werden wichtige Kriterien für nächste Lockerungsschritte sein", sagte Berlins Regierender Bürgermeister der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Montag).

Der gemeinte Sieben-Tage-Inzidenzwert gibt die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohnern und Woche an. Er lag nach den vom Robert Koch-Institut gemeldeten Zahlen am Sonntagmorgen bei 60,2 - mit steigender Tendenz.

Müller kündigte für die neue Woche "einen Vorschlag ohne die Werte 10 oder 25" an, wie sie von einigen vorgeschlagen wurden. In seinem Entwurf werde es vielmehr um Zeiträume mit Ansteckungsraten unter 35 oder 50 gehen.

Sonntag, 21. Februar, 18 Uhr: Weitere Jahrgänge kehren in die Schulen zurück

Nach Wochen des Distanzunterrichts kehren in Bayern am Montag weitere Jahrgänge in die Schulgebäude zurück. Es handelt sich dabei in erster Linie um Grundschüler und Abschlussklassen. Das heißt: Viele Jugendliche müssen weiter Zuhause büffeln - ohne ein bislang absehbares Ende. Auch die Rückkehrer werden immer wieder daheim am Schreibtisch lernen müssen, weil die Klassen für die Einhaltung des Mindestabstands vielerorts geteilt werden.

Seit Anfang Februar erhielten schon die Abiturklassen von Gymnasien, Fachoberschulen (FOS) und Berufsoberschulen (BOS) sowie bestimmte Abschlussklassen beruflicher Schulen Präsenzunterricht. Nun folgen sämtliche Grundschüler sowie die Abschlussjahrgänge aller anderen allgemeinbildenden Schulen, wie Real-, Mittel- und Wirtschaftsschulen, sowie der Förderschulen. Allerdings nur dort, wo die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche weniger als 100 beträgt.

Sonntag, 21. Februar, 17.45 Uhr: CSU-Vorstand berät über Corona-Lage in Bayern und Deutschland

Die aktuelle Corona-Lage in Bayern und Deutschland beschäftigt am Montag (10.00 Uhr) einmal mehr auch den CSU-Vorstand bei seiner inzwischen routinemäßigen Videokonferenz. Nachdem Parteichef Markus Söder in der vergangenen Woche bei seiner Rede am politischen Aschermittwoch die Grundlinie in der Pandemie erneut verteidigt und im Falle einer positiven Entwicklung auch Lockerungen in Aussicht gestellt hat, dürfte sich nun der Blick auf die nächste Konferenz von Bund und Ländern am 3. März richten.

Dann wollen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten das weitere Vorgehen und ein Konzept für Lockerungen bei Erreichen gewisser Inzidenzwerte festlegen.

Sonntag, 21. Februar, 17.15 Uhr: Grundschulen und Kitas öffnen in mehreren Ländern

In weiteren zehn Bundesländern öffnen an diesem Montag wieder Kindertagesstätten und Grundschulen. Nach rund zweimonatiger Schließung und Notbetreuung wird der Unterricht entweder im sogenannten Wechselbetrieb wieder aufgenommen mit halben Klassen, die abwechselnd zur Schule kommen, oder es findet Vollbetrieb mit festen Gruppen statt, die sich möglichst nicht begegnen sollen. In den Kitas werden wieder alle oder mehr Kinder betreut. Die Einzelheiten regelt jedes Bundesland für sich. Da die Länder die Öffnungen auch an regionale Ansteckungszahlen gekoppelt haben, bleiben Einrichtungen in einigen Landkreisen und Städten mit hohen Zahlen dennoch weiterhin geschlossen.

Sachsen hatte schon vor einer Woche seine Kitas und Grundschulen wieder geöffnet. Niedersachsen unterrichtet Grundschüler bereits seit Januar wieder in der Schule.

Die Gesundheitsminister der Länder beraten am Nachmittag (16.00 Uhr) in einer Schaltkonferenz zudem darüber, ob Kita- und Grundschulpersonal in der Reihenfolge der Corona-Impfungen nach vorne rücken soll. Eine entsprechende Änderung der Impfverordnung hatte sich am Wochenende bereits abgezeichnet.

Sonntag, 21. Februar, 16.35 Uhr: Landkreise an Grenze zu Tschechien fordern Perspektive

Die Landkreise im bayerisch-tschechischen Grenzgebiet haben mit besonders hohen Infektionszahlen zu kämpfen und fordern daher ein besseres Schutzkonzept. Im ganzen Land werde über Öffnungen gesprochen, so eine Perspektive wünschten sich die Landräte auch für ihre Regionen, heißt es in einem gemeinsamen Eckpunkte-Papier der ostbayerischen Landkreise von Sonntag.

Sonntag, 21. Februar, 16.10 Uhr: 81 Prozent würden Öffnung der Gastro befürworten

Österreicher sind laut einer Umfrage für weitere Öffnungsschritte offen. Der Wirtschaftsbund Vorarlberg fordert eine Aufwertung der "Wohnzimmer-Tests". Die Ergebnisse der Umfrage im Detail lesen Sie hier.

Sonntag, 21. Februar, 15.30 Uhr: Polizei löst Tuning-Treffen mit mehr als 100 Teilnehmern auf

In Nürnberg hat die Polizei ein Treffen mit mehr als 100 Angehörigen der Tuningszene aufgelöst. Die Beamten ermitteln gegen rund 50 Teilnehmer. Mehr über das aufgelöste Tuning-Treffen lesen Sie hier.

Sonntag, 21. Februar, 15 Uhr: Tests kontra Lockdown: Österreich sieht sich auf dem richtigen Weg

Fast zwei Wochen ist es her, dass die Läden in Österreich wieder geöffnet haben und auf eine umfassende Teststrategie gesetzt wird. Weshalb sich Österreich auf dem richtigen Weg sieht, lesen Sie hier.

Sonntag, 21. Februar, 14.30 Uhr: Intensivmediziner: Können Corona im Herbst im Griff haben

Der Präsident der deutschen Intensivmediziner, Gernot Marx, ist zuversichtlich, dass Deutschland die Corona-Pandemie in der zweiten Jahreshälfte unter Kontrolle bekommen kann. "Wenn sich jetzt alle Menschen bald gut durchimpfen lassen, dann könnte es sein, dass wir Corona Ende des dritten Quartals 2021, also im Herbst, im Griff haben", sagte Marx der "Augsburger Allgemeinen" (Montag). "Aber das setzt wirklich voraus, dass sich so gut wie alle impfen lassen. Sonst entstehen in der Zwischenzeit wieder neue Mutanten."

Sorge bereitet die britische Mutante des Coronavirus, die deutlich ansteckender ist. Marx rechnet wie viele andere damit, dass die Corona-Zahlen deshalb wieder nach oben gehen werden: "Wir gehen von einer dritten Welle aus", sagte er. "Unsere Bitte lautet darum: Lassen Sie sich impfen - auch mit Astrazeneca."

Sonntag, 21. Februar, 13.30 Uhr: Friseur versteigert ersten Termin nach Lockdown für 422 Euro

Ein Friseur in Bayreuth hat den ersten Termin nach dem Lockdown für 422 Euro zu einem guten Zweck versteigert. Ein 43 Jahre alter Handwerker und Mitglied einer Hilfsorganisation, die sich für Kinder einsetzt und an die das Geld auch gehen soll, habe den Termin am 1. März auf der Plattform eBay ersteigert, sagte der Friseur Andreas Nuissl am Sonntag.

Zusätzlich zu den 422 Euro seien von Kunden und Freunden bisher 1310 Euro als Spenden zusammen gekommen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 21. Februar, 11.55 Uhr: Droht das Deutschland? - So dominiert die Briten-Mutation Dänemark

In Dänemark hat sich die ansteckendere britische Corona-Mutation bereits durchgesetzt. Eine Entwicklung, die Experten zufolge auch auf Deutschland in den nächsten Wochen zukommt. Wie unsere Nachbarn damit umgehen und was das für die Corona-Entwicklung in Deutschland bedeutet, erfahren Sie hier.

Sonntag, 21. Februar, 9 Uhr: "Biontech"-Impfstoff schützt auch vor Corona-Ansteckung

Überraschende Meldung und ein Hoffnungsschimmer in der Corona-Pandemie: Der Impfstoff von "Biontech" verhindert nicht nur den Ausbruch der Covid-19-Erkrankung, sondern verhindert auch die Infektion mit dem Coronavirus. Studiendaten aus Israel haben gezeigt, dass der Biontech-Impfstoff die Virus-Übertragung zu 89,4 Prozent stoppt, berichtet der Spiegel.

Sonntag, 21. Februar, 8.55 Uhr: Brinkhaus hält auch Corona-Impfungen durch Zahnärzte für denkbar

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat sich für pragmatische Lösungen ausgesprochen, um die Impfkampagne gegen Covid-19 in Deutschland zu beschleunigen. "Wir sollten prüfen, ob wir bei einer flächendeckenden Impfung auch Zahnärzte und später auch Betriebsärzte miteinbeziehen können", sagte der CDU-Politiker der "Welt am Sonntag". "Daher sollten wir alle Ressourcen nutzen, die wir haben, um die Menschen schnell zu impfen."

Für nicht nötig hält Brinkhaus die Erstellung eines Stufenplans, um Schritt für Schritt aus dem Lockdown zu kommen. "Der Paragraph 28a des Infektionsschutzgesetzes mit den Inzidenzen von 35 und 50 ist ja quasi ein Stufenplan", sagte er. Brinkhaus warnte vor voreiligen Öffnungsschritten. Die Todesfälle in Deutschland seien immer noch zu hoch, hinzu kämen die Virus-Mutanten, die wesentlichen ansteckender seien. "So tun wir gut daran, die 35 erst mal zu erreichen, bevor wir flächendeckend über Öffnungen nachdenken."

Sonntag, 21. Februar, 8 Uhr: Wegen Mutationen: Lauterbach spricht von Beginn der "dritten Welle"

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach - beständiger Mahner in der Corona-Pandemie - hat im SWR und auf Twitter vom Beginn der "dritten Welle" in der Corona-Pandemie gesprochen. Die Zahl der Neuinfektionen war in den vergangenen Tagen wieder viel langsamer gesunken als in den Wochen zuvor. Am Samstag und Sonntag meldete das Robert Koch-Institut sogar wieder mehr Neuinfektionen als am vorigen Wochenende.

Schuld daran seien vor allem die Virus-Mutationen - speziell die britische Variante, die sich auch in Deutschland durchzusetzen scheint. Die britische Mutation sei länger und bei geringerer Viruslast ansteckend, warnte Lauterbach: "Die dritte Welle ist gleichzeitig auch der Beginn einer neuen Pandemie."

Als Konsequenz fordert Lauterbach, den Astrazeneca-Impfstoff sofort für alle Impfberechtigten unter 65 Jahren aus den ersten drei vorrangig zu impfenden Gruppen freizugeben. den Astrazeneca-Impfstoff sofort für alle Impfberechtigten unter 65 Jahren aus den ersten drei vorrangig zu impfenden Gruppen freizugeben.

Bei der Impfreihenfolge in Deutschland sind drei große Gruppen festgelegt: Gruppe eins mit "Höchster Priorität", Gruppe zwei: "Hohe Priorität", und Gruppe drei: "Erhöhte Priorität". Der Impfstoff von Astrazeneca wird in Deutschland zurzeit nur Menschen zwischen 18 und 64 Jahren verabreicht - es fehlen Daten zur Wirkung bei Älteren. Deshalb bekommen die Beschäftigten in Pflegeheimen oder Intensivstationen in dieser Altersgruppe nun vorrangig dieses Vakzin geimpft. Die Vorbehalte gegen das Präparat sind aus Sicht von Wissenschaftlern unbegründet.

Sonntag, 21. Februar, 7.25 Uhr: Großer Andrang in polnischem Skigebiet - trotz Corona-Pandemie

Trotz der Corona-Krise waren am Wochenende wieder viele Menschen auf den Skipisten rund um den polnischen Wintersportort Zakopane unterwegs. "Ganz Polen kommt hierher nach Zakopane, und leider müssen wir erleben, dass eine große Gruppe unter den Besuchern sich nicht an die Corona-Maßnahmen hält", sagte ein Polizeisprecher am Samstag nach Angaben der Agentur PAP. Man habe seit Freitagnachmittag mehr als hundert Bußgelder verhängt. Aus dem 85 Kilometer entfernten Krakau (Krakow) trafen 50 zusätzliche Polizisten als Verstärkung ein.

Zakopane ist ein beliebter Ferienort am Fuße des Tatra-Gebirges. Vor einer Woche war es dort zu Party-Exzessen auf der Einkaufs- und Vergnügungsmeile Krupowki gekommen. Anders als in den Nachbarländern Slowakei und Tschechien laufen in Polen die Skilifte wieder. Die Hotels dürfen mit halber Kapazität öffnen.

Sonntag, 21. Februar, 7 Uhr: RKI registriert 7.676 Corona-Neuinfektionen und 145 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7.676 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden 145 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus innerhalb 24 Stunden registriert, wie aus Zahlen des RKI vom Sonntag hervorgeht. Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards vom Sonntag um 03.10 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Am Sonntag vor einer Woche hatte das RKI innerhalb eines Tages 6.114 Neuinfektionen und 218 neue Todesfälle verzeichnet. Der Höchststand von 1.244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden. Er enthielt jedoch 3.500 Nachmeldungen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Sonntagmorgen bundesweit bei 60,2 - und damit höher als am Vortag (57,8). Der bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Seit Beginn der Pandemie zählte das RKI 2.386.559 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 21.02., 03.10 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 67.841.

Das RKI gab den bundesweiten Sieben-Tage-R-Wert am Samstagnachmittag mit 1,07 an (Vortag 1,01). Das ist der höchste Wert seit mehreren Wochen. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 107 weitere Menschen anstecken. Das könnte darauf hindeuten, dass sich die ansteckenderen Virusvarianten trotz des Lockdowns rascher ausbreiten.

Samstag, 20. Februar, 21.45 Uhr: Corona-Infektionsgeschehen: R-Wert steigt

Die sogenannte Reproduktionszahl, eine wichtige Kennzahl für die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland, steigt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) weiter an. Das RKI gab den 7-Tage-R-Wert in seinem Lagebericht am Samstagnachmittag mit 1,07 an - das ist so hoch wie seit Wochen nicht mehr. Der Wert habe zuletzt wieder eine steigende Tendenz, hieß es. Am Vortag war der R-Wert mit 1,01 angegeben worden.

Ein R-Wert von 1,07 bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 107 weitere Menschen anstecken. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Liegt er über 1, gewinnt das Infektionsgeschehen an Dynamik. Laut den RKI-Lageberichten lag der R-Wert zuletzt über mehrere Wochen teils deutlich unter 1. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab.

Experten hatten befürchtet, dass sich aufgrund der weiten Verbreitung von ansteckenderen Corona-Varianten wieder mehr Menschen mit dem Virus infizieren könnten.

Samstag, 20. Februar, 21 Uhr: Verschärfte Corona-Maßnahmen in Flensburg - Polizei: Keine Verstöße

Nach dem Inkrafttreten verschärfter Corona-Maßnahmen in Flensburg hat die Polizei am Samstag zunächst keine Verstöße festgestellt. Die Beamten seien verstärkt zu Fuß im Stadtgebiet unterwegs, sagte ein Sprecher. Trotz des sonnigen Wetters hielten sich die Flensburger an die Kontaktbeschränkungen. Die strengere Kontrolle der Grenze zu Dänemark habe am Samstag zu keinen Problemen im Verkehr zwischen beiden Ländern geführt, sagte eine Sprecherin der dänischen Polizei.

Wegen sich schnell ausbreitender Coronavirus-Varianten gelten seit Mitternacht nochmals verschärfte Corona-Maßnahmen. Zwischen 21.00 und 5.00 Uhr gilt eine nächtliche Ausgangssperre. Weiterhin erlaubt sind auch in dieser Zeit Arztbesuche, Fahrten zur Arbeit oder auch der Spaziergang mit dem Hund.

Samstag, 20. Februar, 20.15 Uhr: Friseur, Kino, Supermarkt: Wo das Corona-Ansteckungsrisiko am höchsten ist

Die Wahrscheinlichkeit, sich mit Corona zu infizieren, variiert je nach unserer Umgebung. Eine Studie zeigt, wo das Infektionsrisiko am höchsten ist. Mehr darüber lesen Sie hier.

Samstag, 20. Februar, 19.30 Uhr: Mexikos oberster Corona-Experte López-Gatell hat Covid-19

Der Corona-Experte der mexikanischen Regierung ist an Covid-19 erkrankt. "Ich teile öffentlich mit, dass ich Covid-19 habe. Ich hatte in der Nacht erste Symptome, zum Glück sind sie leicht", schrieb der Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Hugo López-Gatell, am Samstag auf Twitter. "Der Antigen-Test war positiv, jetzt warte ich auf den PCR-Test. Ich arbeite von zu Hause aus und kümmere mich um die Impfstrategie." Der Epidemiologe ist das öffentliche Gesicht der mexikanischen Corona-Politik. An seiner Strategie wird aber auch immer wieder Kritik laut, beispielsweise wird in Mexiko sehr wenig getestet. Zuletzt sorgten Bilder von López-Gatell beim Strandurlaub für Empörung.

Samstag, 20. Februar, 18.15 Uhr: Polizei beendet Kindergeburtstag mit 20 Feiernden

Eine Feier zum zehnten Geburtstag eines Jungen mit 20 Anwesenden hat die Polizei in Heidelberg beendet. Nachbarn hätten die Beamten am späten Freitagabend wegen Ruhestörung verständigt, teilte die Polizei am Samstag mit. Als die Beamten kamen, seien in der Zwei-Zimmer-Wohnung und im Innenhof des Anwesens trotz Corona-Pandemie insgesamt 20 Menschen gewesen, darunter acht Kinder. Den Wohnungsinhaber - der Vater des Geburtstagskindes - und die Gäste erwarten nun Anzeigen. "Auch wenn die Ausgangsbeschränkungen mittlerweile gelockert bzw. aufgehoben wurden, haben die Kontaktbeschränkungen für private Treffen im öffentlichen oder im privaten Raum nach wie vor Gültigkeit", mahnte die Polizei.

Samstag, 20. Februar, 18 Uhr: Frühere Impfung für Kita- und Grundschulpersonal zeichnet sich ab

Die Anzeichen, dass Kita- und Grundschulbeschäftigte in der Impfreihenfolge nach vorne rücken könnten, verdichten sich. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte am Samstag bei einer Online-Diskussion zum Thema Corona-Impfung in Berlin, es sei gesellschaftlich sehr wichtig, dass Kitas und Grundschulen wieder öffnen könnten. Weil dort aber Abstand nicht möglich sei, wolle man die Beschäftigten zügig in die Gruppe zwei nehmen und früher ein Impfangebot möglich machen.

Bei der Impfreihenfolge in Deutschland wurden drei große Gruppen festgelegt: Gruppe eins mit "Höchster Priorität", Gruppe zwei: "Hohe Priorität", und Gruppe drei: "Erhöhte Priorität". Kita- und Grundschulbeschäftigte stehen nach der aktuellen Impfverordnung in Gruppe drei und wären damit voraussichtlich erst im Sommer dran.

Samstag, 20. Februar, 17.30 Uhr: Großbritannien zählt mehr als 120.000 Corona-Tote

In Großbritannien sind mittlerweile mehr als 120.000 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Das geht aus den offiziellen Zahlen der Regierung von Samstag hervor. Die Zahl bildet jene Toten ab, die in den vier Wochen vor ihrem Tod positiv auf das Virus getestet worden sind. Schaut man auf die - weniger regelmäßig aktualisierte - Zahl jener Menschen mit Covid-19 auf dem Totenschein, waren es bereits am 5. Februar schon fast 130.000 Todesfälle. Damit gehört das Vereinigte Königreich zu den am schwersten von der Pandemie getroffenen Ländern Europas.

Immerhin kommt das Land bei den Impfungen weiter schnell voran: Mittlerweile haben mehr als 17 Millionen Menschen eine erste Corona-Impfdosis erhalten, das ist fast jeder dritte Erwachsene.

Samstag, 20. Februar, 17 Uhr: Hunderte protestieren gegen Corona-Auflagen

Mehrere Hundert Menschen haben am Samstag in verschiedenen deutschen Städten gegen die Corona-Regeln demonstriert. In Berlin nahmen nach Angaben der Polizei mehr als 600 Gegner der Auflagen an einem "Schweigemarsch" teil. In Hamburg und Dresden fuhren selbst ernannte "Querdenker" in Autokorsos umher. Überall waren auch Gegendemonstranten auf den Straßen. Auch in Städten wie Gera, Erfurt und Zweibrücken gab es Proteste. Nach Angaben von Polizeisprechern blieb es bis zum Nachmittag weitgehend friedlich.

Zu der Kundgebung in der Hauptstadt waren ursprünglich etwa 1000 Teilnehmer angemeldet. Am Rande der Strecke traten Anwohner auf die Balkone und protestierten gegen den Aufzug mit Trillerpfeifen. Einige Gegendemonstranten riefen "Nazis raus". Andere schlugen mit Kochlöffeln auf Töpfe. Im "Großen und Ganzen" verlaufe das Geschehen aber störungsfrei, sagte ein Polizeisprecher.

Samstag, 20. Februar, 15.30 Uhr: Astrazeneca-Impfstoff bei größerem Dosen-Abstand wirksamer

Mindestens zwölf Wochen Abstand zwischen der ersten und zweiten Impfdosis haben beim Impfstoff von Astrazeneca und der Universität Oxford den Entwicklern zufolge positive Auswirkungen auf dessen Wirksamkeit. "Da die Verfügbarkeit [der Impfstoffe] begrenzt ist, kann die Strategie, zunächst mehr Menschen mit einer Dosis zu impfen, womöglich zu einer größeren Immunität der Bevölkerung führen, als nur die Hälfte der Menschen mit zwei Dosen zu impfen", schrieb der Chef-Entwickler des Impfstoffs, Andrew Pollard, von der Universität Oxford in der Fachzeitschrift "The Lancet".

Die am Freitag veröffentlichten Ergebnisse jüngster klinischer Studien mit mehr als 17 000 Probanden in Großbritannien, Südafrika und Brasilien, aus denen Auszüge zuvor bereits online veröffentlicht worden waren, untermauern die Strategie der britischen Regierung, ein größeres Intervall zwischen erster und zweiter Impfdosis einzuplanen - zumindest für das Astrazeneca-Vakzin.

Samstag, 20. Februar, 15 Uhr: Spahn: "In echt schwieriger Phase der Pandemie"

Deutschland ist nach Aussage von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) momentan in einer "echt schwierigen Phase" der Corona-Pandemie. Bei einer Online-Diskussion zum Thema Impfen sagte der CDU-Politiker am Samstag weiter, alle seien nach zwölf Monaten müde. "Ein Kind, das zehn Jahre alt ist, hat jetzt ein Zehntel seines Lebens in der Pandemie verbracht." Es sei die Erwartung da, dass es mit gesunkenen Zahlen auch wieder ein Stück rausgehe aus den Beschränkungen. Spahn erwähnte zugleich die Mutationen. Es gebe zurzeit viele Themen. Zuversicht gebe aber das Impfen.

Samstag, 20. Februar, 13.50 Uhr: Scholz verlangt Öffnungskonzept für nächstes Bund-Länder-Treffen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat für das nächste Corona-Treffen von Bund und Ländern einen Rahmenplan für weitere Lockerungen der Pandemie-Regeln verlangt. "Zur nächsten Konferenz der Bundesregierung mit den Ländern sollte es schon ein Konzept geben", sagte der SPD-Kanzlerkandidat dem "Mannheimer Morgen". Dabei müsse "jeder Öffnungsschritt einzeln betrachtet werden", zunächst bei Kultureinrichtungen wie Museen und dann bei Geschäften. Die nächste Online-Runde von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der 16 Bundesländer soll am 3. März stattfinden.

Zugleich mahnte Scholz aber auch: "Wir dürfen nicht leichtsinnig werden." Voraussetzung für jegliche weitere Öffnungsschritte sei, dass die Infektionszahlen dies zuließen. Wichtig sei auch, dass Beschlüsse klar und transparent kommuniziert würden. Wo es Probleme gebe, müsse man die Gründe sehr genau beschreiben.

Samstag, 20. Februar, 13.15 Uhr: Inzidenzwerte in Bayern mit großen Unterschieden - Söder will "Öffnungsmatrix"

Wie geht es weiter in der Corona-Krise in Bayern? Bei den wichtigen Sieben-Tage-Inzidenzwerten liegt inzwischen über die Hälfte der Kreise unter der Marke von 50. Allerdings gibt es regional große Unterschiede - den Überblick dazu hier.

Ministerpräsident Markus Söder spricht angesichts dessen von einer Öffnungsmatrix. Was er sich darunter vorstellt.

Samstag, 20. Februar, 11.50 Uhr: Weiter Diskussion über frühere Impfung von Lehrern und Erziehern

In der Diskussion über Corona-Impfungen für Lehrkräfte und Kita-Personal haben sich Vertreter mehrerer Bundesländer für ein Vorziehen dieser Berufsgruppen in der Impfreihenfolge ausgesprochen. "Alle Öffnungsszenarien sehen völlig zurecht eine hohe Priorität für den Bildungsbereich vor. Da ist es nur folgerichtig, auch die Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher mit einer höheren Priorität als bisher zu impfen", sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

Der MDR berichtete unter Berufung auf Aussagen der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD), dass allen Beschäftigten dieser Bereiche in Kürze ein Impfangebot mit dem Vakzin von Astrazeneca gemacht werden könne. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte in einem am Freitag bekanntgewordenen Schreiben an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) um eine Prüfung gebeten, inwieweit diejenigen aus der dritten Gruppe der Impfreihenfolge bereits jetzt mit dem ausreichend vorhandenen Präparat von Astrazeneca geimpft werden könnten. "Dies würde auch eine schnellere Impfung von Lehrerinnen und Lehrern sowie Erzieherinnen und Erziehern ermöglichen", heißt es darin.

Nach der aktuellen Corona-Impfverordnung sind Erzieher und Lehrkräfte erst in der dritten Gruppe (erhöhte Priorität) an der Reihe.

Samstag, 20. Februar, 11 Uhr: Russland gibt dritten Corona-Impfstoff frei

Im Kampf gegen das Coronavirus hat Russland einen dritten Impfstoff freigegeben. Die ersten 120.000 Dosen des Vakzins KoviVac sollten bereits im nächsten Monat ausgeliefert werden, sagte Ministerpräsident Michail Mischustin am Samstag in Moskau. "Russland ist heute das einzige Land, das bereits drei Impfstoffe hat."

Der Wirkstoff wurde am Tschumakow-Forschungszentrum für immunobiologische Präparate der Russischen Akademie der Wissenschaften entwickelt. Bis Jahresende sollen demnach 20 Millionen Dosen produziert werden. Umfangreiche klinische Studien liegen dazu aber noch nicht vor.

Russland hatte Mitte August mit Sputnik V den weltweit ersten Corona-Impfstoff für eine breite Anwendung in der Bevölkerung freigegeben - obwohl zu diesem Zeitpunkt noch wichtige Tests fehlten. Der Wirkstoff ist mittlerweile in rund 30 Ländern registriert. In Russland haben aber erst mehr als 2,2 Millionen Menschen mindestens eine von zwei notwendigen Injektionen bekommen. Das entspricht etwa 1,5 Prozent der Bevölkerung des riesigen Landes. Bislang hat sich auch Kremlchef Wladimir Putin (68) noch nicht gegen Corona impfen lassen.

Samstag, 20. Februar, 10.40 Uhr: Giffey: Können Kinder nicht noch viel länger zuhause lassen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat die am Montag in vielen Bundesländern geplanten Öffnungen von Kitas und Grundschulen verteidigt. "Man kann die Kinder nicht noch viel länger zuhause lassen, weil sonst der Kinderschutz und das Kindeswohl in Gefahr sind", sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Sie wies auf Probleme wie Vereinsamung, Bewegungsmangel und entstehende "Bildungs- und Bindungslücken" hin. Zudem seien viele Eltern am Ende. "Die Belastungsgrenze ist erreicht."

Die Familienministerin sprach sich in dem Zusammenhang erneut für zweimalige Corona-Schnelltests pro Woche bei Kita- und Grundschulbeschäftigten aus, solange diese noch keine Impfung erhalten können. "Wenn wir sagen, wir testen zweimal pro Woche, erhöht das enorm die Sicherheit, verbessert die Prävention und hilft bei der Unterbrechung von Infektionsketten", sagte Giffey.

In zehn weiteren Bundesländern öffnen an diesem Montag nach rund zwei Monaten wieder Kitas und Schulen. Der Betrieb wird stufenweise beginnend mit den Grundschulen wieder aufgenommen. Entweder im sogenannten Wechselbetrieb mit halben Klassen, die abwechselnd zur Schule kommen oder mit voller Anwesenheit in festen Gruppen, die sich möglichst nicht begegnen sollen. Bei den Kitas dürfen je nach Bundesland alle oder mehr Kinder als bisher wieder in die Betreuung zurück.

Samstag, 20. Februar, 9.45 Uhr: Als Omas verkleidet - Frauen wollen sich Corona-Impfung in Florida erschleichen

In der Region gibt es seit Tagen Diskussionen um vermeintliche Impf-Vordrängler aus Reihen von Politikern oder Bischöfen. In den USA wollten sich zwei Frauen jetzt besonders dreist eine schnelle Corona-Impfung erschleichen - sie erschienen verkleidet im Impfzentrum. Wie der Schwindel aufflog, erfahren Sie hier.

Samstag, 20. Februar, 8.40 Uhr: Tests kontra Lockdown: Österreich sieht sich auf dem richtigen Weg

Knapp zwei Wochen nach der Öffnung aller Läden und vieler Dienstleistungsangebote sieht sich Österreich mit seiner umfassenden Teststrategie auf dem richtigen Weg. Österreich sei weltweit eines der Länder mit den meisten Tests, sagte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) auf Anfrage. Aktuelles zur Teststrategie und den Corona-Zahlen in Österreich erfahren Sie hier.

Samstag, 20. Februar, 7.25 Uhr: 9.164 Corona-Neuinfektionen und 490 neue Todesfälle gemeldet

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 9.164 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden 490 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet, wie aus Zahlen des RKI vom Samstag hervorgeht. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 03.10 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Am Samstag vergangener Woche hatte das RKI binnen eines Tages 8.354 neue Fälle und 551 neue Todesfälle registriert. Der Höchststand von 1.244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden, er enthielt jedoch 3.500 Nachmeldungen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 57,8 - und damit etwas höher als am Vortag (56,8). Schon in den Tagen zuvor hatte es keinen deutlichen Rückgang der Inzidenz mehr gegeben. Vor vier Wochen, am 21. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 119,0 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Seit Beginn der Pandemie zählte das RKI 2.378.883 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 67.696.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 1,01 (Vortag 0,94). Der Wert bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Freitag, 19. Februar, 21 Uhr: Coronavirus-Verbreitung: R-Wert wieder über 1

Die sogenannte Reproduktionszahl des Coronavirus liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts in Deutschland erstmals seit längerem wieder über der Schwelle von 1. Das RKI gab den bundesweiten Sieben-Tage-R-Wert in seinem täglichen Lagebericht am Freitagabend mit 1,01 an. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken.

Liegt der R-Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Liegt er über 1, gewinnt das Infektionsgeschehen an Dynamik. Laut den RKI-Lageberichten lag der R-Wert zuletzt über mehrere Wochen teils deutlich unter 1. Noch am Mittwoch gab ihn das RKI mit 0,85 an.

Freitag, 19. Februar, 19.40 Uhr: Lauterbach: Schulen nur mit Tests öffnen

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält eine dritte Corona-Welle für quasi unausweichlich und fordert daher, die Strategie bei Tests und Impfungen zu ändern. "Schulöffnung nur, wenn jedes Kind regelmäßig mit Antigentests getestet wird, nicht vorher", schrieb er am Freitag auf Twitter. Am Montag wollen weitere zehn Bundesländer zumindest ihre Grundschulen und Kitas teilweise öffnen.

Auch in Betrieben seien regelmäßige Antigentests nötig, schrieb Lauterbach. Zudem plädierte er dafür, den Impfstoff von Astrazeneca, gegen den es teils Vorbehalte zu geben scheint, allen drei vorrangig zu impfenden Gruppen anzubieten, nicht nur denen mit hoher Priorität. "Die Impfzentren haben dafür die Kapazität. Dann könnten wir VIEL schneller impfen", erklärte er.

Freitag, 19. Februar, 18.54 Uhr: Studie zeigt hohe Wirksamkeit von Corona-Präparat nach erster Impfung

Eine Studie in Israel bescheinigt dem Biontech/Pfizer-Impfstoff gegen Corona eine hohe Wirksamkeit bereits nach der ersten Impfung. Wie das Scheba-Krankenhaus nahe Tel Aviv mitteilte, gab es unter 7214 Klinikmitarbeitern 15 bis 28 Tage nach der ersten Dosis 85 Prozent weniger symptomatische Infektionen. Die Zahl aller Infektionen, also auch der asymptomatischen, ging um 75 Prozent zurück. "Dies stützt die Entscheidung der britischen Regierung, damit zu beginnen, ihre Bürger mit einer einzigen Dosis zu impfen", sagte der stellvertretende Generaldirektor des Krankenhauses, Arnon Afek.

Freitag, 19. Februar, 18.25 Uhr: Erste Corona-Mutation der englischen Variante im Landkreis Lindau

Die Zahl der neuen Corona-Infektionen sinkt aber weiter. Aktuell werden keine Bürger im Landkreis Lindau wegen Covid-19 in Kliniken behandelt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 19. Februar, 17.43 Uhr: Nordische Ski-WM in Oberstdorf: Corona-Hygienekonzept verschärft

Zur Nordischen Ski-WM in Oberstdorf gelten strenge Corona-Regeln. Die Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller spricht vom "schärfsten" Corona-Konzept Bayerns. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 19. Februar, 17.12 Uhr: Arzt-Ehefrau legt gefälschte Bescheinigung für Corona-Impfung vor

In einem Impfzentrum in Hamburg ist die Ehefrau eines Arztes beim Versuch ertappt worden, sich mit einer vermutlich gefälschten Bescheinigung vorzeitig gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Der Arzt habe dort Anfang Februar eine Impfung bekommen, nachdem er ein Schreiben seines Arbeitgebers vorgelegt habe, berichtete das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Kurz darauf sei seine Frau erschienen und habe eine ähnliche Bescheinigung desselben Unternehmens vorgezeigt. Das Impfpersonal sei misstrauisch geworden und habe schließlich die Polizei verständigt. Gegen die 64-Jährige werde wegen des Verdachts der Urkundenfälschung ermittelt, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Mitte Januar hatte ein Arzt eine aufgezogene Spritze im Impfzentrum entwendet und sie seiner schwer kranken Frau im Eingangsbereich verabreicht. Die Tat sei sofort entdeckt und der 69-Jährige einen Tag später entlassen worden, hatte die Bild-Zeitung berichtet. Die Gesundheitsbehörde hatte den Vorfall bestätigt.

Freitag, 19. Februar, 16.40 Uhr: Impfen und Öffnen: So lief die Videoschalte der Kommunalpolitiker mit Merkel

Die Kanzlerin nimmt sich in einer Videoschalte Zeit für die Anliegen bayerischer Kommunalpolitiker. Es geht um Impfstoff-Nachschub und Lockdown-Lockerungen. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Freitag, 19. Februar, 16.10 Uhr: Buchbranche fordert Öffnung der Buchhandlungen in Bayern

In einigen Bundesländern sind Buchhandlungen trotz Corona-Lockdowns geöffnet. Nicht so in Bayern. Die Buchbranche fordert von Ministerpräsident Markus Söder Öffnungen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 19. Februar, 15.40 Uhr: Söder sieht Chance für Osterurlaub

Trotz aktuell unklarer Perspektiven in der Corona-Krise sieht Ministerpräsident Markus Söder noch Chancen für den Osterurlaub - mit Hilfe einer Öffnungsmatrix. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 19. Februar, 15.05 Uhr: Britische Corona-Virus-Mutation in Kaufbeuren nachgewiesen

Die sogenannte britische Mutation des Corona-Virus wurde laut Oberbürgermeister Stefan Bosse jetzt erstmals in Kaufbeuren nachgewiesen. Elf Menschen aus einem Familienverbund seien damit infiziert. Alle befänden sich in Quarantäne, die Kontakte hätten nachverfolgt werden können. Überrascht hat es Bosse, dass die Mutation bei weiteren Infizierten aus der Familie nicht vorhanden sei.

Die Zahl der mit dem Corona-Virus gestorbenen Menschen erhöhte sich laut OB in Kaufbeuren auf 47. In den vergangenen Tagen seien drei über 80-jährige Menschen mit erheblichen Vorerkrankungen gestorben. Eine Person davon befand sich im Krankenhaus.

Freitag, 19. Februar, 14.45 Uhr: Oberstdorfer Bürgermeister unterstützt Hilferuf an Merkel und Söder

Oberstdorf lebt vom Tourismus - im Winter wie im Sommer. Doch wegen Corona-Lockdown und fehlender Perspektiven bleiben die Urlauber und Ausflügler weg. Oberstdorfs Bürgermeister Klaus King richtet deshalb mit Kollegen aus anderen Tourismus-Gemeinden einen Hilferuf an Bundes- und Staatsregierung. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 19. Februar, 14 Uhr: Frau weigert sich, Maske zu tragen und spuckt Bankautomaten an

Eine Frau hat sich am Donnerstagnachmittag geweigert, in einer Lindauer Bank eine Maske zu tragen. Wie die Polizei berichtet, teile eine Mitarbeiterin der Bank gegen 16 Uhr mit, dass die 69-jährige Frau sich in der Bank aufhält, ohne eine erforderliche FFP2-Maske zu tragen. Obwohl sie von den Bankmitarbeitern auf die Maskenpflicht hingewiesen wurde, verhielt dei 69-Jährige sich äußerst unkooperativ. Zum Abschluss bespuckte sie noch einen Bankschalter. Erst die hinzugerufene Polizei konnte die Frau aus der Bank begleiten. In der Bank hat sie nun Hausverbot, im Anschluss wurde noch eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz eingeleitet.

Freitag, 19. Februar, 13.40 Uhr: Merkel verteidigt vor Kommunalpolitikern vorsichtigen Corona-Kurs

Trotz der vielerorts sinkenden Infektionszahlen setzt Kanzlerin Angela Merkel (CDU) weiter auf einen vorsichtigen Kurs bei weiteren Lockerungen von Corona-Auflagen.

Freitag, 19. Februar, 13.05 Uhr: Herdenimmunität: Auch Monate nach ihrer Infektion haben viele Menschen in Ischgl noch Antikörper

90 Prozent der Corona-Genesenen aus Ischgl sind auch acht Monate nach ihrem ersten Antikörper-Test noch gegen das Virus immun. Das berichtete die Tiroler Tageszeitung und bezieht sich dabei auf die Medizin-Universität Innsbruck, die die Tests in Ischgl durchführte. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 19. Februar, 12.35 Uhr: Corona-Impfungen in Heimen im Unterallgäu so gut wie abgeschlossen

Mehr als 7.000 Menschen haben sich im Unterallgäu und Memmingen inzwischen gegen Covid-19 impfen lassen. Mehr als die Hälfte, nämlich über 4.000 Personen, haben bereits die zweite Injektion erhalten. Das berichtet das Landratsamt Unterallgäu in einer Pressemitteilung.

Damit wurden seit dem Start der Impfungen Ende Dezember über 11.000 Dosen verabreicht. Weitgehend abgeschlossen sind inzwischen die Impfungen in den Heimen. In den Impfzentren ist der Impfstoff dagegen nach wie vor knapp, heißt es in der Mitteilung.

Freitag, 19. Februar, 12.20 Uhr: EU will bei G7-Treffen halbe Milliarde Euro für Impf-Hilfe zusagen

Die Europäische Union will bei der Videokonferenz der G7-Staaten weitere 500 Millionen Euro für die Versorgung ärmerer Länder mit Corona-Impfstoffen zusagen.

Wie die Deutsche Presse-Agentur aus EU-Kreisen erfuhr, sollen 300 Millionen Euro davon als Zuschuss fließen. Die restlichen 200 Millionen Euro würden als ein über den EU-Haushalt abgesicherter Kredit vergeben. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Freitag, 19. Februar, 11.55 Uhr: Ausbau der Impfstoff-Produktion: Bundesregierung setzt Impfstoff-Beauftragten ein

Die Bundesregierung setzt einen Sonderbeauftragten ein, um einen stärkeren Ausbau der Impfstoffproduktion in Deutschland zu unterstützen. Wer das ist und was er tut, erfahren Sie hier.

Freitag, 19. Februar, 10.05 Uhr: Mehr als zehn Millionen Corona-Infizierte in Brasilien

Nach den USA und Indien hat Brasilien als drittes Land die Marke von zehn Millionen Corona-Infizierten überschritten. Dies geht aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília vom Donnerstag (Ortszeit) hervor. Demnach wurden seit Mittwoch 51.879 neue Infektionen registriert, womit die Gesamtzahl auf 10.030 626 Fälle stieg. Die Zahl der Todesfälle stieg binnen 24 Stunden um 1.367 auf 243.457.

Brasilien hat 210 Millionen Einwohner und ist 24 Mal so groß wie Deutschland. Im größten Land Lateinamerikas wurde erst im Januar mit den Impfungen begonnen. Angesichts fehlenden Impfstoffs stoppten große Städte wie Rio de Janeiro oder Salvador diese Woche die Corona-Impfungen. Für die Verteilung des Impfstoffs ist das Gesundheitsministerium verantwortlich, das bisher rund zwölf Millionen Dosen der Vakzine von Astrazeneca und dem chinesischen Hersteller Sinovac bekommen hat.

Freitag, 19. Februar, 9.45 Uhr: Minister: Nicht ganz Afrika für Urlauber zum Risikogebiet erklären

Entwicklungsminister Gerd Müller setzt sich dafür ein, touristische Reisen nach Afrika auch in der Corona-Pandemie zu ermöglichen. "Die 54 afrikanischen Länder dürfen nicht pauschal als Risikogebiet eingestuft werden", sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. In den Entwicklungsländern sei der Tourismus eine Schlüsselbranche mit vielen Arbeitsplätzen. Außerdem trage er stark dazu bei, Artenschutz und Naturschutz zu finanzieren. "Wer sagt, dass Reisen nach Afrika grundsätzlich nicht möglich sind, gefährdet Natur- und Tierschutz und den Weg aus der dramatischen Wirtschaftskrise."

Man müsse das Corona-Risiko in Afrika genauso differenziert betrachten wie in Europa. "Natürlich müssen wir sicherstellen, dass von Rückkehrern keine Ansteckungsgefahr ausgeht. Grundsätzlich gibt es aber Länder, die unter Einhaltung der Schutzstandards bereist werden können", sagte der Minister. Einige Länder in Afrika hätten zum Beispiel viel niedrigere Inzidenzwerte "als wir in Europa". Als Inzidenz wird die Zahl der Neuansteckungen innerhalb einer Personengruppe in einem bestimmten Zeitraum verstanden.

Freitag, 19. Februar, 8.20 Uhr: Biontech und Pfizer starten Studie zu Corona-Impfung für Schwangere

Die Hersteller Biontech und Pfizer beginnen mit einer großen Studie zum Einsatz ihres Corona-Impfstoffs bei Schwangeren. Damit solle die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffs für werdende Mütter geklärt werden, teilten die beiden Unternehmen am Donnerstag mit. Schwangere und Kinder sind bei den bisherigen Impfempfehlungen zumeist außen vor gelassen worden, weil es bislang mangels entsprechender Studien keine gesicherten Daten zur Verträglichkeit gab.

Der Impfstoff soll nun im Rahmen einer klinischen Studie der Phase 2/3 bei rund 4.000 gesunden schwangeren Frauen ab 18 Jahren erprobt werden. Die Impfungen sollen zwischen der 24. und 34. Schwangerschaftswoche erfolgen, wie es hieß. Die Teilnehmerinnen werden dabei zufällig in zwei Gruppen unterteilt werden: Eine Gruppe bekommt den echten Impfstoff, die zweite nur eine Placebo-Impfung.

Freitag, 19. Februar, 7 Uhr: Bayern sieht gute Chancen für Corona-Lockerungen im Amateursport

Angesichts der in weiten Teilen Bayerns sinkenden Corona-Infektionszahlen erwartet Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann zeitnahe Lockerungen im Bereich Amateursport. "Insbesondere Sport an der frischen Luft hat gute Chancen, bald wieder möglich zu sein, aber auch für die Sportausübung in Fitnessstudios und Vereinshallen erarbeiten wir Lösungen", sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in München. Am Mittwoch hatte auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bereits über Lockerungen für Individualsportarten wie Tennis oder Golf gesprochen.

Freitag, 19. Februar, 6 Uhr: Studie: Trotz Corona-Krise weniger Immobilien zwangsversteigert

Die Zahl der Zwangsversteigerungen in Deutschland ist trotz der Corona-Krise zurückgegangen. Nach Recherchen des Fachverlags Argetra wurden im vergangenen Jahr Verfahren für 14.853 Immobilien mit Verkehrswerten von gut 3,1 Milliarden Euro eröffnet. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 17.600 Häuser, Wohnungen oder Grundstücke mit einem Verkehrswert von mehr als 3,4 Milliarden Euro.

Die anhaltenden Niedrigzinsen, viele gestundete Kredite von Banken und das Kurzarbeitergeld hätten zahlreiche Zwangsversteigerungen in der Pandemie verhindert, schreiben die Argetra-Experten in dem Bericht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 2020 waren demnach im Bundesschnitt 36 von 100 000 Haushalten von Zwangsversteigerungen betroffen (Vorjahr: 42). Für die Auswertung hat Argetra die Termine für Zwangsversteigerungen an allen knapp 500 Amtsgerichten analysiert. Nur etwa die Hälfte der eröffneten Zwangsversteigerungsverfahren endet demnach aber im Gericht. Die anderen betroffenen Immobilien würden schon vorher verkauft.

Freitag, 19. Februar, 6 Uhr: 9.113 Corona-Neuinfektionen und 508 neue Todesfälle gemeldet

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9.113 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 508 weitere Todesfälle verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Freitag hervorgeht. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.30 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Am Freitag vergangener Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9.860 Neuinfektionen und 556 neue Todesfälle verzeichnet. Der Höchststand von 1.244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden, er enthielt jedoch 3.500 Nachmeldungen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 56,8 - und damit geringfügig niedriger als am Vortag (57,1). Schon in den Tagen zuvor hatte es keinen deutlichen Rückgang der Inzidenz mehr gegeben. Vor vier Wochen, am 21. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 119,0 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.369.719 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 19. Februar, 0 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 67.206.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,94 (Vortag 0,85). Der Wert bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 94 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Donnerstag, 18. Februar, 21.35 Uhr: Alterspräsident des Bundestages geimpft: Aufruf an Bevölkerung

Die Impfkampagne gegen das Coronavirus hat am Donnerstag auch den Alterspräsidenten des Deutschen Bundestages, Hermann Otto Solms, erreicht. Der 80-jährige Ehrenvorsitzende der FDP erhielt im hessischen Heuchelheim die erste Dosis des Biontech-Vakzins - "endlich", wie er erklärte, und offenkundig als erster Bundestagsabgeordneter. Solms rief die Bevölkerung auf, es ihm gleichzutun. "Impfungen sind eine der größten Errungenschaften der Menschheit. Es ist ein wissenschaftlicher Erfolg und ein wesentlicher Beitrag dazu, dass das öffentliche Leben wieder in Gang gesetzt werden kann", teilte er der Deutschen Presse-Agentur mit. "Nun muss die Produktion durch wirtschaftliche Anreize, wie die Tempo-Prämie, und den Abbau bürokratischer Hemmnisse beschleunigt werden." Der FDP-Politiker hatte zuvor schon öffentlich auf die schleppende Terminvergabe geschimpft.

Donnerstag, 18. Februar, 21.10 Uhr: Bundesweiter R-Wert steigt auf 0,94

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,94 (Vortag 0,85). Der Wert bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 94 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Donnerstag, 18. Februar, 20.45 Uhr: Berlins Regierungschef Müller: Impfstoff nicht verfallen lassen

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) will verhindern, dass Astrazeneca-Impfdosen in der Hauptstadt ungenutzt bleiben. "Ich werde nicht zulassen, dass Zehntausende Impfdosen in unseren Schränken lagern, wenn sich gleichzeitig Millionen Menschen bundesweit sofort damit immunisieren lassen würden", sagte Müller dem "Tagesspiegel" (Freitag). Wer den Impfstoff nicht wolle, habe damit erst einmal seine Chance vertan, so der SPD-Politiker. "Wir werden den Impfstoff dann anderen anbieten."

Der Regierungschef will sich laut Bericht schnell mit den anderen Bundesländern auf das Vorgehen verständigen. Es müsse geprüft werden, welche Gruppen als nächstes mit Astrazeneca geimpft werden könnten. Müller schlägt demnach Angebote für Lehrkräfte, Erzieher, Polizei und Feuerwehr vor. Aber auch Impfungen für den Einzelhandel und für Mitarbeiter im Nahverkehr seien denkbar. "Diese Berufsgruppen haben täglich Hunderte Kontakte."

Im Berliner Impfzentrum Tegel, das Astrazeneca anbietet, ist die Nachfrage mit rund 5000 Immunisierungen bisher laut Gesundheitsverwaltung "etwas hinter den Erwartungen" zurückgeblieben. Der Impfstoff von Astrazeneca wird in Deutschland bisher nur bis zum Alter von 65 Jahren empfohlen. Die Vorbehalte gegen das Präparat sind aus Sicht von Wissenschaftlern unbegründet.

Donnerstag, 18. Februar, 20.15 Uhr: Kretschmann warnt vor hohen Erwartungen in Schnelltests

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat vor hohen Erwartungen in das neue, umfassende Angebot für Corona-Schnelltests gewarnt. "Das Angebot ist jetzt zwar größer als die Nachfrage. Wir werden die Tests aber nicht grenzenlos zur Verfügung haben, denn man muss sie auch bezahlen können", sagte er der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Freitag). Die Tests sollten vor allem Menschen in Anspruch nehmen, die zum Beispiel Verwandte zu Hause pflegen oder häufig in Kontakt mit anderen stehen - wie etwa Kassiererinnen oder Busfahrer, sagte Kretschmann, der Spitzenkandidat der Grünen für die Landtagswahl ist.

Verärgert zeigte er sich über die Verzögerungen bei der Auszahlung der sogenannten Novemberhilfe für die vom Lockdown belasteten Betriebe: "Der Bund hat das offenbar nicht schneller auf die Reihe bekommen." Das sei ein gutes Beispiel dafür, "was einem blüht, wenn ein Zentralstaat die Dinge regelt". Als drängendes Problem nannte er den Erhalt lebendiger Innenstädte bei weiter wachsendem Onlinehandel.

Donnerstag, 18. Februar, 20 Uhr: Niederlande: Parlament stimmt Notgesetz zur Ausgangssperre zu

Im Streit um die coronabedingte Ausgangssperre in den Niederlanden hat die Zweite Kammer des Parlaments im Eilverfahren einem Notgesetz zur Legalisierung der Maßnahme zugestimmt. Eine breite Mehrheit unterstützte am Donnerstagabend in Den Haag einen Gesetzesvorschlag der Regierung. Die abendliche Ausgangssperre gilt bereits seit Mitte Januar, war aber von einem Verwaltungsgericht am Dienstag für unrechtmäßig erklärt worden. Die Regierung hatte die Ausgangssperre auf Grundlage eines Notgesetzes verhängt, nach Auffassung des Gerichts handelte es sich aber nicht um eine akute Notsituation. Das Gericht hatte mit dem Urteil einer Corona-Protestgruppe recht gegeben.

Die Regierung hatte daraufhin Berufung eingelegt, über die am Freitag verhandelt werden soll. Zugleich hatte sie auch ein neues Gesetz vorgelegt, nach dem die Ausgangssperre in die bereits bestehenden Corona-Regeln integriert werden soll. Das Gesetz muss nun noch von der Ersten Kammer (vergleichbar dem Bundesrat) verabschiedet werden. Das soll ebenfalls am Freitag geschehen. Dort aber hat die Mitte-Rechts-Koalition von Premier Mark Rutte keine Mehrheit.

Donnerstag, 18. Februar, 19.40 Uhr: Thüringen verlängert Lockdown bis Mitte März

Die Menschen in Thüringen müssen sich auf noch wochenlang anhaltende Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie einstellen. Eine neue Verordnung, die am Freitag in Kraft tritt, sieht eine Verlängerung des Lockdowns mit Kontaktbeschränkungen und Ladenschließungen bis 15. März vor. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sei es aber jederzeit möglich, die Geltungsdauer bei Bedarf auch zu verkürzen. Die Verordnung enthält auch Lockerungen.

In Thüringen ist das Infektionsgeschehen weiterhin stärker als in allen anderen Bundesländern. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern und sieben Tagen stieg am Donnerstag im Freistaat nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) und der Staatskanzlei binnen 24 Stunden von 111,6 auf 119,5. Der Bundeswert lag dagegen bei 57,1. Thüringen ist derzeit das einzige Bundesland mit einem Inzidenzwert über 100.

Fahrschulen sollen der Verordnung nach wieder öffnen dürfen und auch Prüfungen durchführen können. Friseure können ab 1. März ihre Dienste wieder anbieten und Baumschulen, Gartenmärkte, Gärtnereien- und Floristikbetriebe können öffnen. Bei den Kontaktbeschränkungen gibt es Lockerungen für Familien. Mitglieder des eigenen Haushaltes und Menschen, für die ein Sorge- oder Umgangsrecht besteht, dürfen sich etwa treffen.

Auch Lockerungen im Bildungssektor sind geplant. Ab Montag sollen Grundschulen und Kindergärten im eingeschränkten Regelbetrieb wieder öffnen. Die Klassen fünf und sechs sollen ab 1. März folgen.

Donnerstag, 18. Februar, 19.20 Uhr: RKI-Chef: Haben Wettrennen zwischen Impfungen und Virusvarianten

RKI-Chef Lothar Wieler vergleicht die derzeitige Lage in der Pandemie mit einem Wettrennen zwischen Impfungen und dem Auftreten neuer Virusvarianten. Impfangebote sollten deshalb angenommen werden, bekräftigt er. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 18. Februar, 18.50 Uhr: Wegen mangelnder Terminnachfrage Verwaltungsmitarbeiter geimpft

Im Impfzentrum Kyritz im Nordwesten von Brandenburg sind neben den priorisierten ambulanten und stationären Pflegekräften auch Verwaltungsmitarbeiter des Landkreises und der zugehörigen Städte und Gemeinden geimpft worden. Das teilte Landrat Ralf Reinhardt (SPD) auf einer Online-Pressekonferenz am Donnerstag mit. Er habe auf einen Hilferuf aus dem Impfzentrum reagiert, das über eine geringe Nachfrage nach Impfterminen der prioritär Berechtigten mit dem Präparat Astrazeneca berichtet hatte. Daher sei kurzfristig interessierten Verwaltungsmitarbeitern, aber auch Feuerwehrleuten oder Kita-Mitarbeitern eine außerplanmäßige Impfung angeboten worden, sagte Reinhardt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte im Februar die Reihenfolge der Impfungen neu festgelegt. Höchste Priorität haben danach über 80-Jährige, Pflegeheimbewohner und Pflegekräfte sowie Medizinpersonal mit erhöhtem Corona-Ansteckungsrisiko. Zur zweiten Gruppe gehören neben über 70-Jährigen, Menschen mit geistiger Behinderung, schwerer psychiatrischer Erkrankung, mit schweren chronischen Lungen- oder Lebererkrankungen sowie Polizei- und Ordnungskräfte, die im Dienst einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Die Ständige Impfkommission hat den Impfstoff von Astrazeneca nur für unter 65-Jährige empfohlen.

Der Landrat verteidigte am Donnerstag seine Entscheidung über die Hinzunahme von nicht priorisierten Gruppen bei der Impfung, wie etwa Mitarbeiter von Verwaltungen. Auch ihnen sollte das Impfangebot gemacht werden, wenn Impftermine etwa von Pflegekräften nicht wahrgenommen würden. Zunächst seien die priorisierten Personengruppen informiert worden, betonte Reinhardt. Trotz dieser Bemühungen seien Termine "in Größenordnungen" unbesetzt geblieben. Allein am Donnerstag seien von 280 Impfmöglichkeiten nur 53 gebucht worden, sagte Reinhardt. "Es soll Impfstoff nicht im Lager stehen, es soll Impfstoff wirken und auch Schutz entfalten". Oberste Priorität sei, dass kein Impfstoff verfalle.

Donnerstag, 18. Februar, 18.15 Uhr: Britische Corona-Variante in Spanien - Impfbereitschaft steigt

Etwa 20 Prozent aller in Spanien in den vergangenen Tagen registrierten Corona-Neuinfektionen gehen auf die ansteckendere britische Variante des Erregers Sars-CoV-2 zurück. Diese Schätzung nannte Gesundheitsministerin Carolina Darias am Donnerstag im Parlament in Madrid. Zugleich verdoppelte sich einer Umfrage zufolge binnen zwei Monaten die Zahl der Impfwilligen in Spanien und liegt nun bei fast 83 Prozent, wie das Forschungsinstitut CIS mitteilte. Im Dezember waren es noch nur gut 40 Prozent.

Bei der Verbreitung der britischen Variante gebe es große regionale Unterschiede, betonte die Ministerin. So handele es sich etwa in Andalusien schon bei 41 Prozent aller Corona-Neuinfektionen um die zuerst in England beobachtete mutierte Variante des Virus, berichtete der staatliche Fernsehsender RTV unter Berufung auf den regionalen Gesundheitsminister Jesús Aguirre. In der zu Andalusien gehörenden Region vor dem britischen Gibraltar seien es sogar 51 Prozent. In einer Woche bis in zehn Tagen werde das mutierte Virus die dominante Variante in Andalusien sein.

Spanien ist eines der besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffenen Länder. Bisher wurden mehr als 3,1 Millionen Infizierte registriert, 66 316 Menschen starben an oder mit dem Virus. Die Zahl der Neuinfektionen sinkt seit geraumer Zeit, liegt aber mit 118 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen immer noch relativ hoch.

Donnerstag, 18. Februar, 17.50 Uhr: Sorge vor dritter Welle in Deutschland wächst

Die Corona-Zahlen entwickeln sich anders als erhofft: Trotz Lockdown gehen sie nicht weiter zurück. Dennoch gibt es immer neue Forderungen nach Öffnungen. Gleichzeitig werden aber auch Rufe nach schärferen Restriktionen lauter. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 18. Februar, 17.30 Uhr: Nordirland verlängert Lockdown bis 1. April

Nordirland hat seinen Corona-Lockdown bis zum 1. April verlängert. Das entschied die Regierung bei einer Sitzung am Donnerstag, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete. Die ersten Schüler, nämlich zunächst die kleinsten, sollen jedoch schon am 8. März in die Schulen zurückkehren. Einige zur Zeit geschlossene Geschäfte sollen ab diesem Datum auch Abholservices anbieten dürfen. Seit Weihnachten durften die Menschen in Nordirland ihr Zuhause nur für wenige Ausnahmen verlassen - etwa zur Arbeit oder zum Sport machen.

Ähnlich könnte der vorsichtige Weg aus den Beschränkungen auch in England aussehen. Seinen großen Fahrplan hat Premier Boris Johnson für kommenden Montag angekündigt. Die regionalen Regierungen in Schottland, Wales und Nordirland entscheiden unabhängig davon ihre Corona-Maßnahmen. In den vergangenen Wochen ist die tägliche Zahl der Neuinfektionen in Großbritannien stark gesunken. Pro 100 000 Einwohnern zählte man in der vergangenen Woche rund 137 neue Fälle.

Donnerstag, 18. Februar, 17.10 Uhr: Experte: Wegen Corona-Mutanten könnte Zahl der Neuinfektionen steigen

Die Stagnation beim Rückgang der Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist aus Expertensicht auf neue Virusvarianten wie der aus Großbritannien zurückzuführen. Und die Zahl könnte wieder steigen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 18. Februar, 17 Uhr: Wie die Corona-Krise unsere Ernährung verändert

In der Corona-Krise müssen viele selbst für ihr Essen sorgen. Kochen nun mehr Leute gesunde Mahlzeiten oder muss ein Fertiggericht reichen? Irgendwie beides. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 18. Februar, 16.30 Uhr: EU-Staaten vereinbaren Liste mit Corona-Schnelltests zur Anerkennung

Die EU-Staaten haben sich im Kampf gegen das Coronavirus auf eine Liste von Antigen-Schnelltests geeinigt, deren Ergebnisse in allen Länder anerkannt werden sollen. Zudem wurde festgelegt, welche Daten künftig in den Testergebnissen enthalten sein sollen, wie die EU-Kommission am Donnerstag mitteilte. Schnelltests seien entscheidend, um die Ausbreitung des Coronavirus zu überwachen und zu bremsen, schrieb EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides auf Twitter.

Der Beschluss sieht vor, dass die Ergebnisse von 16 Schnelltests gegenseitig anerkannt werden. Darunter ist beispielsweise ein Test von Siemens Healthineers. Die Ergebnisse sollen sowohl in der Sprache des Landes, in dem der Test gemacht wurde, als auch in Englisch verfügbar sein. Bereits im Januar hatten die EU-Staaten entschieden, an einer solchen Liste zu arbeiten, um grenzüberschreitenden Verkehr zu erleichtern.

Antigen-Schnelltests zeigen binnen weniger Minuten, ob eine Infektion mit dem Coronavirus vorliegt. Es gibt inzwischen sehr viele Varianten unterschiedlicher Qualität. Insgesamt gelten sie als etwas weniger zuverlässig als die überall anerkannten PCR-Tests, die im Labor ausgewertet werden müssen.

Donnerstag, 18. Februar, 16 Uhr: SPD fordert Corona-Hilfsfonds für Mieter mit Geldnot

Zum besseren Schutz von Mietern in akuter Finanznot fordert die SPD im bayerischen Landtag von der Staatsregierung einen speziellen Hilfsfonds. "Durch die Corona-Krise sind viele Menschen auch in Bayern in finanzielle Not geraten und fürchten um ihre Wohnung. Mit einem Corona-Wohnfonds könnte diesen Mieterinnen und Mietern geholfen werden - zunächst als zinsloses Darlehen, das nach eingehender Prüfung im Notfall in einen Zuschuss umgewandelt werden könnte", sagte Natascha Kohnen, wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion und Landeschefin, am Donnerstag in München. Kohnen betonte, dass für die Umwandlung in einen Zuschuss eine "dringende Notsituation" festgestellt werden müsse.

Darüber hinaus sprach sich Kohnen auch dafür aus, die Anforderungen an Neubauten durch die Lehren der Pandemie zu verändern: So sei etwa zu untersuchen, ob bei Zweckbauten und öffentlichen Gebäuden Luftfilteranlagen möglich seien. Bei Privatbauten müsse ferner bedacht werden, dass die Menschen für vermehrtes Arbeiten von zu Hause ebenso Platz brauchten wie auch Balkone oder Terrassen, um etwa in einem Lockdown dennoch an die frische Luft gehen zu können.

Um dem Wohnungsmangel zu begegnen, müssten Kommunen zudem Vorkaufsrechte zum Verkehrswert für Grundstücke oder Gebäude bekommen und gesetzliche Möglichkeiten, Leerstände zu beseitigen. Laut Kohnen gehöre dazu etwa eine Genehmigungspflicht für die Nutzung einer Wohnung als Ferienwohnung und im Notfall auch eine Zweckentfremdung sowie deutlich höhere Bußgelder. Kohnen warf Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer (CSU) vor, das Wohnungsproblem im Freistaat noch immer nicht überblickt zu haben: In Zukunft müsse Bauen und Wohnen vom Freistaat endlich priorisiert werden, und die Kommunen müssten nach aller Kraft unterstützt werden.

Donnerstag, 18. Februar, 15.45 Uhr: Lauterbach und Flick legen Streit bei - "Konstruktives Gespräch"

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach und Bayern Münchens Cheftrainer Hansi Flick haben ihren öffentlichen Streit zum Corona-Kurs in Deutschland offenbar beigelegt. "Es war für mich ein spannendes und konstruktives Gespräch mit gegenseitiger Wertschätzung. Jeder Streit ist beigelegt", schrieb Lauterbach am Donnerstag auf Twitter, nachdem er "eine Halbzeit lang" mit Flick über die Lage des Profifußballs gesprochen hatte. "Unterschiede in der Meinung kann es immer geben. Entscheidend ist aber: in der Bewältigung der Corona Krise zählt Teamgeist. Den habe ich im Gespräch durchaus wahrgenommen."

Der Coach des deutschen Fußball-Rekordmeisters hatte am Sonntag nach Kritik unter anderem an der Reise seines Vereins zur Club-WM in Katar gesagt: "So langsam kann man die sogenannten Experten gar nicht mehr hören, auch Herrn Lauterbach."

Der Bayern-Trainer meinte, die Politik solle eine Strategie entwickeln, "dass man auch mal irgendwann wieder Licht im Tunnel sieht". Daraufhin brach im Internet eine Debatte über die Äußerungen los. Tags darauf bot Flick Lauterbach dann ein Gespräch an. Es sei vielleicht gut, wenn er mal "unter vier Augen" mit Lauterbach rede, "nicht in einer Talkshow", wie er am Montagabend nach dem 3:3 des FC Bayern München in der Bundesliga gegen Arminia Bielefeld sagte.

Lauterbach versicherte daraufhin: "Seine Kritik nehme ich sportlich. Verständlicherweise liegen bei vielen derzeit Nerven blank. Aber nur zusammen können wir vor uns liegende Wochen meistern." Lauterbach, der wegen seinen Darstellungen zur Pandemie immer wieder hart attackiert wird, sagte, vor allem im Netz erlebe er auch viele Drohungen und Beleidigungen. Mit dem Chef von Borussia Dortmund, Hans-Joachim Watzke, habe er bereits ein gutes, konstruktives Gespräch geführt.

Donnerstag, 18. Februar, 15.30 Uhr: Wenn der eigene Sohn im Lockdown zum Friseur wird

Die Haarpracht von Christina Süß gerät wie bei vielen Menschen derzeit außer Kontrolle. Doch die 73-Jährige hat Glück: Ihr Sohn ist nun Hobbyfriseur. Ihre Geschichte lesen Sie hier.

Donnerstag, 18. Februar, 15.15 Uhr: Totenzahl in Pflegeheimen: New Yorks Gouverneur Cuomo unter Druck

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo kommt in der Corona-Krise wegen hoher Todeszahlen in Pfelegheimen unter Druck. Hintergrund ist, dass die Zahl der Todesfälle in den Heimen zuletzt stark nach oben korrigiert wurde - von 8500 auf mehr als 15 000. Mehrere Medien - darunter die "New York Times" - berichten, dass Abgeordnete des Staates eine Verschleierung der Ausmaße durch Cuomo vermuten. Als Konsequenz planten sie, seine Machtbefugnisse zum direkten Erlassen von Notfallmaßnahmen einschränken zu wollen. Ebenfalls wurde bekannt, dass die Bundespolizei FBI und Ermittler im Staat New York das Vorgehen der Regierung bezüglich Pflegeheimen untersuchten.

Cuomo galt seit dem Beginn der Corona-Pandemie in New York vor knapp einem Jahr als Fixpunkt für viele Amerikaner, unter anderem weil er versprach, seine Politik strikt nach wissenschaftlichen Notwendigkeiten auszurichten. Er inszenierte sich damit als Gegenentwurf des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Tatsächlich hat Cuomos Krisenmanagement ihm auch viel Lob, unter anderem des US-Top-Immunologen Anthony Fauci, eingebracht und dafür gesorgt, die Lage in New York nach einer Explosion der Corona-Fälle im Frühjahr 2020 einigermaßen unter Kontrolle zu bekommen.

Donnerstag, 18. Februar, 15 Uhr: Estland: Passagiere mit gefälschten Corona-Testnachweisen erwischt

In Estland hat die Polizei bei einer Kontrolle am Flughafen Tallinn fünf Personen mit gefälschten Corona-Testnachweisen aufgegriffen. Die Reisenden legten nach Angaben der Behörden demnach Bescheinigungen vor, die angeblich von einem privaten Medizinlabor ausgestellt worden sein sollen. Bei einer Überprüfung stellte sich heraus, dass sie gefälscht waren, wie ein Polizeisprecher einem Rundfunkbericht zufolge am Donnerstag mitteilte.

Nach Angaben von Innenminister Kristian Jaani hatten die Behörden einen Tipp von dem Labor bekommen und deshalb etwa 500 Personen am Flughafen überprüft. Dabei seien fünf gefälschte Testnachweise entdeckt worden. Gegen die betroffenen Personen seien Strafverfahren wegen Urkundenfälschung eingeleitet worden, sagte er auf der Regierungspressekonferenz in Tallinn. Zur Eindämmung des Coronavirus und der Ausbreitung verschiedener Virusvarianten haben viele Länder zuletzt ihre Einreiseregeln verschärft. So müssen Reisende nun bei der Ankunft häufig ein ärztliches Zeugnis oder einen negativen Corona-Test vorweisen.

Donnerstag, 18. Februar, 14.40 Uhr: Söder lehnt Impfung von Profisportlern derzeit ab

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder lehnt eine Impfung von Profisportlern gegen das Coronavirus derzeit ab. Wie er das begründet, lesen Sie hier.

Donnerstag, 18. Februar, 14.20 Uhr: Corona-Ausbruch in Leipziger Heim - fast jeder vierte Bewohner stirbt

Nach einem größeren Corona-Ausbruch in einem Leipziger Pflegeheim ist fast ein Viertel der Bewohner gestorben. Der Ausbruch begann wenige Tage, nachdem es erste Impfungen der Bewohner gegeben hatte, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte. Es sei jedoch nicht nachvollziehbar, ob sich die Menschen vor oder nach dem Impftermin angesteckt haben. Für Corona-Impfungen sind zwei Termine nötig, damit sie ihren vollständigen Schutz entfalten. Zuvor hatte die "Leipziger Volkszeitung" darüber berichtet.

Der Ausbruch habe am 18. Januar begonnen, am 14. begannen die Erstimpfungen. 70 Menschen lebten laut Stadt in dem Pflegeheim. 46 Bewohner und 21 Beschäftigte steckten sich an. 16 Bewohner starben. Das Heim sei unter Quarantäne gestellt worden, die am 10. Februar wieder aufgehoben wurde. Aktuell seien alle Bewohner negativ getestet.

Donnerstag, 18. Februar, 14 Uhr: Wegen Corona: So wenige Verkehrstote in Bayern wie noch nie in der Unfallstatistik

Weniger Verkehr, weniger tödliche Unfälle: 484 Menschen sind vergangenes Jahr bei Verkehrsunfällen in Bayern ums Leben gekommen. "Das ist der niedrigste Stand der Zahl der Verkehrstoten seit Beginn der Unfallaufzeichungen vor mehr als 65 Jahren", betonte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann am Donnerstag in München. Auch die Zahl der Verletzten sei im Vergleich zum Vorjahr um 14,8 Prozent auf 57 179 zurückgegangen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 18. Februar, 13.35 Uhr: Erneut Impfschwindel im Pflegeheim - 20 Angehörige in Kreis Schwandorf geimpft

In der Oberpfalz haben nach Angaben des Landratsamtes Schwandorf in einem Pflegeheim mindestens 20 nicht berechtigte Personen eine Corona-Impfung erhalten. Wie der Sprecher der Kreisbehörde, Hans Prechtl, am Donnerstag berichtete, habe das Heim die Impf-Kandidaten als Mitarbeiter ausgegeben, damit die Betroffenen eine Dosis erhielten.

Donnerstag, 18. Februar, 13.10 Uhr: Studie: Millionen Tonnen CO2 durch Videokonferenzen einsparbar

Eine vermehrte Nutzung von Videokonferenzen anstelle von Dienstreisen könnte einer Studie zufolge auch nach Ende der Corona-Pandemie bundesweit drei Millionen Tonnen Treibhausgase pro Jahr einsparen. Künftig könnte die Gesamtstrecke der Geschäftsreisen deutscher Beschäftigter im Vergleich zu der Zeit vor der Pandemie um rund ein Drittel zurückgehen, wie aus einer Befragung unter 500 Geschäftsreisenden hervorgeht, die am Donnerstag vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) und dem Borderstep Institut vorgestellt wurde.

Im Jahr 2019 waren in Deutschland dem Bundesumweltministerium zufolge rund 805 Millionen Tonnen Treibhausgase ausgestoßen worden. Auf Dienstreisen entfielen der am Donnerstag vorgestellten Analyse zufolge rund 12 Millionen Tonnen.

Donnerstag, 18. Februar, 13.05 Uhr: Ärztin angezeigt - weil sie einem Bürgermeister die Impfung verweigerte

Impfvordrängler aus der Politik haben in den vergangenen Wochen immer wieder für Wirbel gesorgt. Einer der ersten Fälle, der öffentlich wurde, war der des Bürgermeisters von Feldkirch (Vorarlberg), Wolfgang Matt. Dieser Vorfall hat nun ein Nachspiel.

Donnerstag, 18. Februar, 12.45 Uhr: Verstoß gegen die Corona-Regelungen - Männer fahren zu viert im Auto zu einem Fußballspiel

Vier Freunde waren am Mittwoch gemeinsam zu einem Fußballspiel in Lindau unterwegs. Als die Polizei die Gruppe aufhielt, saßen sie gemeinsam in einem Auto, ohne dabei Schutzmasken zu tragen. Die Ermittlungen der Polizei ergaben, dass alle Personen aus verschiedenen Haushalten stammen. Damit verstieß die Freundesgruppe gegen die geltenden Corona-Regelungen. Die Polizei nahm gegen die vier jungen Männer eine Anzeige wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz auf. Zwei der Mitfahrer mussten aussteigen und mit dem Bus nach Hause fahren.

Donnerstag, 18. Februar, 12.10 Uhr: Lauterbach lässt sich mit Astrazeneca impfen - SPD-Abgeordneter arbeitet bald als Impfarzt

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach arbeitet Ende kommender Woche als Impfarzt in einem Leverkusener Impfzentrum und bekommt dabei den Impfstoff von Astrazeneca verabreicht. "Ich werde mich dort, wie alle Mitglieder des Impfzentrums, natürlich mit Astrazeneca impfen lassen", sagte der Mediziner und Bundestagsabgeordnete. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 18. Februar, 11.20 Uhr: Starker Anstieg der Infektionszahlen im Corona-Hotspot Thüringen

In Thüringen, dem deutschlandweit am stärksten von der Pandemie betroffenem Bundesland, steigt die Zahl der Neuinfektionen stark an. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag am Donnerstag nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) und der Staatskanzlei bei 119,5 (Vortag: 111,6). Thüringen ist damit auch das einzige Bundesland, in dem die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche über der Marke von 100 liegt.

Das ist mehr als doppelt so hoch wie der Bundeswert, der laut RKI am Donnerstag bei 57,1 lag. Die Sieben-Tage-Inzidenzen gehen vor allem auch in Bremen (65,8), Nordrhein-Westfalen (57,1) und Sachsen-Anhalt (83,8) hoch - aber nirgends so stark wie im ländlich geprägten Thüringen. Thüringenweit hat der Kreis Schmalkalden-Meiningen mit 211,3 die höchste Sieben-Tage-Inzidenz - bundesweit ist das der vierthöchste Wert.

Donnerstag, 18. Februar, 10.30 Uhr: Infektiologe: Mutanten sind trotz sinkender Inzidenzen reale Gefahr

Der Münchner Infektiologe Clemens Wendtner warnt trotz sinkender Inzidenzen vor einer Gefahr durch Coronavirus-Mutationen. "Wir müssen jetzt das Infektionsgeschehen unbedingt flach halten und eine Ausbreitung der Mutanten im Keim ersticken", sagte der Chefarzt für Infektiologie an der München Klinik Schwabing am Donnerstag. "Wir dürfen eine Gefahr nicht erst als real anerkennen, wenn sie uns in unserer persönlichen Realität ereilt. Maßnahmen erst dann zu treffen, wäre leider zu spät und würde erneut über tausend Menschenleben täglich kosten."

Es sei zwar schwierig, zu vermitteln, warum jetzt trotz sinkender Inzidenzen nicht der richtige Zeitpunkt für Lockerungen sei, sagte Wendtner. Wie real die Gefahr sei, zeige sich aktuell aber schon in anderen Ländern: In Portugal sei der Anteil der britischen Virusvariante im Januar innerhalb von nur einer Woche von 6 auf 20 Prozent gestiegen, betonte Wendtner. "Bei uns zeigt sich aktuell die gleiche Entwicklung."

Donnerstag, 18. Februar, 9.55 Uhr: Corona-Krise drückt Zahl der Erwerbstätigen zum Jahresende

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist in der Corona-Krise zum Jahresende 2020 gefallen. Im vierten Quartal gab es 44,8 Millionen Erwerbstätige und damit saisonbereinigt 1,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Gegenüber dem Schlussquartal 2019 vor der Pandemie entspreche das einem Rückgang von 744.000 Erwerbstätigen. Der saisonbereinigte Anstieg der Erwerbstätigen zum dritten Quartal 2020 sei zudem schwach ausgefallen (plus 21.000).

Der Rückgang der Erwerbstätigkeit zum Vorjahreszeitraum gehe vor allem auf die sinkende Zahl von Arbeitnehmern zurück, die um 553.000 auf 40,9 Millionen Personen sank. Insbesondere geringfügig entlohnte und kurzfristig beschäftigte Menschen, aber auch sozialversicherungspflichtig Beschäftigte verloren in der Pandemie ihren Job. Zudem sank sei Zahl der Selbstständigen kräftig.

Donnerstag, 18. Februar, 8.50 Uhr: Debatte um Astrazeneca-Impfstoff: Immunologe für dritte Nachimpfung

In der Diskussion um die Wirksamkeit des Astrazeneca-Corona-Impfstoffs schlägt der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, eine Nachimpfung mit einem anderen Mittel vor. "Man kann die Immunität, die man mit dem Astrazeneca-Impfstoff ausgelöst hat, ohne Probleme mit einem mRNA-Impfstoff später noch einmal verstärken", sagte Watzl der Augsburger Allgemeinen (Donnerstag). Spätestens ab dem vierten Quartal stünden mehr Impfdosen zur Verfügung als für eine zweifache Impfung der Gesamtbevölkerung nötig wären, argumentierte der Dortmunder Professor. "Es wäre deshalb kein Problem, eine dritte Impfung mit einem mRNA-Impfstoff nachzuholen."

Dies könne ohnehin wegen der Varianten des Coronavirus ratsam sein. "Es wäre ein Leichtes für die Bundesregierung, eine neuerliche Impfung mit einem mRNA-Impfstoff zu garantieren, wenn wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen, dass die Menschen dadurch besser geschützt wären", sagte der Immunologe.

Donnerstag, 18. Februar, 8.30 Uhr: 10.207 Corona-Neuinfektionen und 534 neue Todesfälle gemeldet

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 10.207 Corona-Neuinfektionen gemeldet - kaum weniger als vor einer Woche. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 534 weitere Todesfälle verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Donnerstag hervorgeht. Die Daten geben den Stand der RKI-Fallzahlen-Tabelle von 07.27 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Am Donnerstag vergangener Woche hatte das RKI binnen eines Tages 10.237 Neuinfektionen und 666 neue Todesfälle verzeichnet. Der Höchststand von 1.244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden, er enthielt jedoch 3.500 Nachmeldungen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 57,1 - und damit geringfügig höher als am Vortag (57,0). Schon in den Tagen zuvor hatte es keinen deutlichen Rückgang der Inzidenz mehr gegeben. Die tagesaktuellen 7-Tage-Inzidenzen der Landkreise und Städte im Allgäu erfahren Sie hier.

Donnerstag, 18. Februar, 7.40 Uhr: Theater und Museen drängen - Bühnenverein: Ende März wieder öffnen

Nach monatelangem Corona-Lockdown sollten Museen und Theater nach Überzeugung des Bühnenvereins spätestens Ende März geöffnet werden. "Es wäre gut, wenn man genau wie im vergangenen Frühjahr, als es eine Spirale der Verschärfungen gab, nun stufenweise auch wieder Lockerungen für die Kultur vorstellen würde", sagte der Vorsitzende des Landesverbandes, der Freiburger Bürgermeister Ulrich von Kirchbach, der dpa. Die Lage für die Bühnen und Museen spitze sich zu und der dringende Bedarf sei da: "Das Digitale hat sich allmählich abgenutzt. Die Leute haben Hunger nach der Kultur, sie lechzen förmlich danach", sagte von Kirchbach.

Die Politik müsse angesichts der sinkenden Zahl der Neuinfektionen eine Perspektive aufzeigen. Allerdings hätte die Kulturszene ein Gedankenspiel zum Öffnungsszenario bereits früher benötigt, kritisierte er: "Was Frau Eisenmann bei den Kitas vielleicht zu schnell gewollt hat, das kommt bei der Kultur womöglich etwas spät", sagte er. Es gebe in den Theatern, Museen und auch in den Bibliotheken strenge Hygienekonzepte, Ansteckungen seien nicht bekannt geworden. "Da könnte man es auch mutiger angehen, ohne übermütig zu werden", sagte von Kirchbach. "Die allermeisten werden verantwortungsvoll mit der Situation umgehen."

Donnerstag, 18. Februar, 7 Uhr: FDP-Fraktionsvize: Merkel und Steinmeier sollten bald geimpft werden

FDP-Fraktionsvize Michael Theurer hat eine baldige Impfung von Bundespräsident und Kanzlerin vorgeschlagen, um das Vertrauen der Bürger in die Corona-Schutzimpfungen zu stärken. "Es wäre sicherlich ein sehr positives Signal, wenn sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeitnah öffentlich impfen lassen würden. Das wirkt vertrauensbildend", sagte Theurer der Bild-Zeitung (Donnerstag).

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn war am Mittwoch Zweifeln am Impfstoff von Astrazeneca entgegengetreten. "Ein sicherer und wirksamer zugelassener Impfstoff schützt", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Berlin. Das gelte für alle drei bisher in der Europäischen Union zugelassenen Präparate. Der Astrazeneca-Impfstoff hat eine geringere Wirksamkeit als die Mittel von Biontech/Pfizer und Moderna - bezogen darauf, wie viele Geimpfte in Studien im Vergleich zu Nicht-Geimpften erkranken.

Donnerstag, 18. Februar, 6.30 Uhr: Übermittlung der aktuellen Corona-Fallzahlen verzögert sich

Die Übermittlung der aktuellen Corona-Fallzahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) verzögert sich. Wir informieren Sie an dieser Stelle, sobald die Zahlen vorliegen.

Donnerstag, 18. Februar, 5.50 Uhr: Immunologen und Ärzte werben für Astrazeneca-Impfstoff

In der Diskussion um die Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca sind Ärzte und Immunologen bemüht, Zweifel an dem Vakzin zu zerstreuen. Der Impfstoff sei gut und wirksam, betonten der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, und der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Mittwoch für den Impfstoff geworben, der in der Europäischen Union als bislang einziges Vakzin neben denen von Biontech/Pfizer und Moderna zugelassen ist.

Um den Impfstoff von Astrazeneca war eine Diskussion aufgekommen - auch nach einzelnen Rückmeldungen, dass Impfberechtigte Termine womöglich wegen Bedenken platzen ließen. Das Astrazeneca-Präparat hat eine geringere Wirksamkeit als die Mittel von Biontech/Pfizer und Moderna - bezogen darauf, wie viele Geimpfte in Studien im Vergleich zu Nicht-Geimpften erkranken. Spahn sagte in Berlin, für alle drei Präparate gelte, dass ein sicherer und wirksamer zugelassener Impfstoff schütze. Mit Blick auf Astrazeneca betonte Spahn, er sei von den Zulassungsprozessen und Prüfungen überzeugt. "Und deswegen werde ich mich zu gegebener Zeit sicherlich auch damit impfen lassen", fügte er hinzu. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Mittwoch, 17. Februar, 21.45 Uhr: Heiko Maas freut sich auf Friseurbesuch

Außenminister Heiko Maas (54) freut sich, dass Friseursalons in der Corona-Pandemie bald nicht mehr geschlossen bleiben müssen. "Nach diversen Selbstversuchen begrüße ich sehr, dass die Friseure am 1. März öffnen können", verriet er online beim Politischen Aschermittwoch der SPD Saar. Dabei sollte er in einer Videobotschaft spontan etwas zum Begriff "Frisur" sagen. Maas ergänzte, dass er auch an andere Gewerbetreibende und Fitnessstudios denke, "für die das nicht gilt und bei denen ich hoffe, dass es nicht mehr allzu lange dauert, bis sie endlich auch öffnen können". (Wie sich die Politiker beim Politischen Aschermittwoch außerdem äußerten, erfahren Sie hier.)

Mittwoch, 17. Februar, 20.55 Uhr: Kündigung wegen verstrichener Impffrist für Pflegerin

Eine Pflegerin aus Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) ist vor Gericht gezogen, nachdem ihr nach einer verstrichenen Frist für eine Corona-Impfung gekündigt worden war. Das bestätigte am Mittwoch ein Sprecher des Landesarbeitsgerichts. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung über den Fall berichtet.

In dem Verfahren am Dienstag einigten sich die Pflegerin und ihr früherer Arbeitgeber laut dem Sprecher auf einen Vergleich, der eine Entschädigung von 800 Euro vorsieht. Die Kündigung soll bestehen bleiben. Die Klägerin hatte demnach ursprünglich eine Entschädigung von 1000 Euro gefordert. Der betroffene Pflegedienst hat nun eine Woche Zeit, den Vergleich zu widerrufen. Tut er das nicht, ist er rechtskräftig.

Mittwoch, 17. Februar, 20.30 Uhr: Es stapelt sich schon die Sommerkollektion - so geht es Allgäuer Modegeschäften

Wegen der coronabedingten Schließung der Modegeschäfte bleibt ein Großteil der Winterware liegen. Das führt bei Allgäuer Händlern nicht nur zu Platzproblemen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 17. Februar, 20 Uhr: Schüler kehren am Montag in die Klassenzimmer zurück

Die ersten Schüler dürfen ab Montag in Bayern zurück in die Klassenzimmer. Ein Start, der mit vielen Fragen verbunden ist - hier die wichtigsten Antworten.

Mittwoch, 17. Februar, 19.12 Uhr: Bayern plant Wiedereinsteiger-Programm für ehemalige Pflegekräfte

Das bayerische Gesundheitsministerium plant ein Wiedereinsteiger-Programm für Pflegekräfte, die ihrem Beruf den Rücken gekehrt haben. Weil in den kommenden fünf Jahren mit einem erheblichen Mangel zu rechnen sei, müssten mehr Beschäftigte für die Pflege gewonnen werden. "Wir sollten hier keine gedanklichen Scheuklappen haben und auch an Steuererleichterungen sowie die Übernahme heilkundlicher Tätigkeiten denken", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch.

Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB) forderte bei einem Treffen mit Holetschek "jetzt sehr schnell deutlich mehr Fachpersonal sowohl in der ambulanten und stationären Langzeitpflege als auch in den Krankenhäusern", um die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Außerdem müsse die Ausbildung konsequenter gefördert werden. "Wir müssen nicht nur mehr Menschen in den Beruf holen, sondern auch dafür Sorge tragen, dass sie bleiben", sagte Verbandspräsident Georg Sigl-Lehner.

Mittwoch, 17. Februar, 19 Uhr: Corona-Fälle in Physio-Praxis - mehr als 400 Menschen in Quarantäne

Nach mehreren Corona-Fällen in einer Physiopraxis in Wedel (Schleswig-Holstein) sind mehr als 400 Menschen als Kontaktpersonen in Quarantäne. Der Weg der Infektionen sei noch unklar, teilte der Kreis am Mittwochabend mit. Bislang seien fünf Mitarbeiter und sechs Patienten positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Praxis bleibe zunächst für zwei Wochen geschlossen.

Mittwoch, 17. Februar, 18.55 Uhr: Selbsttests an Schulen in Österreich: 536 positive Fälle

Wer in Österreich am Präsenzunterricht teilnehmen will, muss sich testen lassen. Die Aktion bringt eine Reihe von Fällen zutage.

Mittwoch, 17. Februar, 18.30 Uhr: Bleibt bis Ostern alles dicht, droht Hotels in Füssen das Aus

Schon jetzt gehört der Gang zur Bank für Hoteliers in Füssen zur Routine. Staatliche Hilfen kommen nicht, ein verlängerter Lockdown könnte nun das Ende sein. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 17. Februar, 17 Uhr: Laschet will Grenze "so lange es geht" offen halten

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die Bedeutung offener Grenzen für die heimische Wirtschaft untermauert. Mit Blick auf die relativ hohe Zahl von Infektionen mit mutierten Coronaviren in den Niederlanden und in Belgien sagte Laschet am Mittwoch in Köln, grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Experten und abgestimmte Maßnahmen samt Testungen an Grenzen seien wichtig. Zugleich verwies der CDU-Bundesvorsitzende aber auf die Bedeutung der Häfen Rotterdam, Amsterdam und Antwerpen, wo Güter aus NRW im großen Stil umgeschlagen und in die Welt verschifft werden. Er werde "persönlich alles dafür tun, dass die Grenze offenbleiben kann", sagte Laschet.

Mittwoch, 17. Februar, 16.40 Uhr: Berufspendler kommen nur mit "Systemrelevanz-Nachweis" über die Grenze

Ab diesem Freitag gelten für Berufspendler an der Grenze zu Tirol und Tschechien verschärfte Corona-Regeln. Sie müssen eine bestimmte Bescheinigung vorzeigen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 17. Februar, 16.15 Uhr: Corona-Ausbruch in NRW: Bislang 16 positive Corona-Tests

Nach dem Nachweis der britischen Variante des Coronavirus bei einem Montage-Arbeiter in Hamm (Nordrhein-Westfalen) sind 16 Menschen im Umfeld des Mannes positiv auf das Virus getestet worden. Ob bei den 16 Infizierten, darunter auch Kinder, die wohl deutlich ansteckendere britische Variante des Virus vorliegt, wird nun mit einem speziellen Analyseverfahren (Sequenzierung) untersucht. "Das kann bis zu einer Woche dauern", sagte Hamms Oberbürgermeister Marc Herter (SPD) am Mittwoch.

Den Angaben zufolge sind inzwischen 78 Tests ausgewertet worden. 16 Personen aus dieser ersten Testreihe sind mit Corona infiziert. "Rund 20 Prozent positive Fälle sind schon markant. Das zeigt, dass die Aktion dringend notwendig war", so Herter weiter. Er zeigte sich besorgt, weil die britische Variante B.1.1.7 in Deutschland derzeit immer häufiger nachgewiesen wird. Alle Hintergründe zu dem Corona-Ausbruch finden Sie hier.

Mittwoch, 17. Februar, 15.30 Uhr: Corona-Verstöße in Lindauer Fitness-Studio

Mehrere Menschen haben in einem Lindauer Fitnessstudio gegen die Corona-Regeln verstoßen. Da die Polizei bei dem in der Anton-Gieß-Straße regen Kundenverkehr feststellte, kontrollierte eine Streife die Einrichtung am Mittwoch, berichtet die Polizei. Die Beamten fanden 13 Männer und Frauen vor, die an diversen Geräten trainierten. Der Betreiber gab an, dass alle Personen an Reha-Maßnahmen teilnehmen würden. Ein Kunde hatte jedoch keine solche Bescheinigung. Bis zur genauen Feststellung aller anwesenden Personen wurde der Betrieb unterbrochen. Das Landratsamt Lindau wurde über die Kontrolle verständigt. Nun haben der Betreiber und die Kunden die Möglichkeit, die Reha-Bescheinigungen nachträglich vorzuweisen. Sollte ein Verstoß gegen die Bestimmungen des Infektionsschutzgesetzes vorliegen, erwarten den Betreiber und die Kunden ein Bußgeldverfahren.

Mittwoch, 17. Februar, 15.20 Uhr: Lindner fordert neue Corona-Beratungen noch im Februar

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner fordert, die für den 3. März geplanten Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Lage vorzuziehen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans sollten Bundeskanzlerin Angela Merkel (alle CDU) ermutigen, "noch im Februar zu den nächsten Corona-Beratungen einzuladen. Es muss jetzt einen Stufenplan und damit eine Perspektive für die Menschen geben", sagte Lindner der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken.

Es fehlten nach wie vor "konkrete Beschlüsse, auf die die Wirtschaft aufbauen kann", sagte Lindner vor seiner Rede zum politischen Aschermittwoch bei der FDP Saar. Tausende Betriebe in ganz Deutschland fürchteten um ihre Existenz. Der jüngste Gipfel mit Altmaier sei "ein Gipfel der Unverbindlichkeit" gewesen. "Es verstärkt sich der Eindruck, dass es ihm nur um Beschwichtigung und nicht um Problemlösung ging", sagte Lindner.

Mittwoch, 17. Februar, 15.10 Uhr: Bekommen alle Pfleger in Bayern den Pflegebonus?

Bis zu 500 Euro Corona-Bonus erhalten Pflegekräfte in Bayern. Doch nun gibt es Ärger - die Auszahlungspraxis ist zudem ein Fall für die bayerische Justiz. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 17. Februar, 15 Uhr: Steuer-Entlastung für freiwillige Helfer in Impfzentren

Freiwillige Helfer in Impfzentren werden als Dank für ihr Engagement steuerlich entlastet. Sie könnten die Übungsleiter- und Ehrenamtspauschalen nutzen, sagte Finanzstaatssekretär Rolf Bösinger der Deutschen Presse-Agentur. Bund und Länder hätten für 2020 und 2021 eine entsprechende steuerliche Sonderregelung beschlossen.

Für Helfer, die direkt im Impfzentrum arbeiten, ist demnach der Freibetrag für Übungsleiter in Höhe von 3000 Euro pro Jahr anwendbar. Alle, die nebenberuflich in der Verwaltung des Impfbereichs, in der Leitung eines Impfzentrums oder in der Infrastruktur tätig sind, gilt die Ehrenamtspauschale in Höhe von 840 Euro pro Jahr. Diese Pauschalen sind persönliche steuerliche Freibeträge. Auf Honorar für die freiwillige Tätigkeit bis zu dieser Höhe müssen dann keine Steuern gezahlt werden.

Mittwoch, 17. Februar, 14.45 Uhr: Inzidenzzahlen im Allgäu sinken weiter

Die Inzidenzzahlen im Allgäu sinken. Die aktuellen Werte des LGL finden Sie hier.

Mittwoch, 17. Februar, 13.30 Uhr: Söder stellt Lockerung von Kontaktregeln in Aussicht

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat bei stabil niedrigeren Corona-Zahlen eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen in Aussicht gestellt. Wenn die Zahlen weiter so stabil blieben, könnten beispielsweise "bald" mehr Kontakte erlaubt werden, etwa mit zwei Hausständen oder wieder mit mehr Kindern, sagte Söder in seiner Aschermittwochsrede.

Mittwoch, 17. Februar, 13.05 Uhr: EU will bis zu 300 Millionen weitere Impfdosen von Moderna

Die EU-Kommission hat einen Vertrag über bis zu 300 Millionen weitere Impfstoffdosen des US-Herstellers Moderna ausgehandelt. Dies teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Mittwoch in Brüssel mit.

Mittwoch, 17. Februar, 12.30 Uhr: Von der Leyen will mehr Impfstoff - EU-Kommissionspräsidentin stellt Plan vor

Nach heftiger Kritik am Impfstoffmangel in Europa ergreift EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen die Initiative im Kampf gegen die gefürchteten Varianten des Coronavirus. Ziel ist es, möglichst rasch angepasste Impfstoffe gegen die mutierten Viren in großen Mengen zur Verfügung zu haben. Den Plan will von der Leyen am Mittwoch in Brüssel vorstellen.

Mittwoch, 17. Februar, 12 Uhr: Spahn: Britische Virusmutation breitet sich schnell aus

Die in Großbritannien entdeckte, wohl deutlich ansteckendere Variante des Coronavirus breitet sich nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Deutschland schnell aus. Nach neuen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) stieg der Anteil dieser Mutation an den untersuchten positiven Proben binnen zwei Wochen von knapp 6 Prozent auf mehr als 22 Prozent, wie Spahn am Mittwoch in Berlin sagte.

Mittwoch, 17. Februar, 11.45 Uhr: Augsburger Bischof entschuldigt sich für seine Corona-Impfung

Bischof Dr. Bertram Meier hat an diesem Aschermittwoch mit einem feierlichen Gottesdienst im Augsburger Dom die österliche Bußzeit eingeläutet. In seiner Predigt ging der Bischof auch auf die Vorwürfe ein, die im Zusammenhang mit seiner Covid19-Impfung erhoben wurden, und bezeichnete die Annahme des Impfangebots als Fehler. Bischof Bertram wörtlich: „Ich bitte herzlich um Verzeihung.“

Er könne verstehen, so der Bischof weiter, dass Menschen, die sehnsüchtig auf eine Impfung warteten, sich durch sein Verhalten verletzt fühlten. Aufgrund zahlreicher Corona-Infektionen in seinem Umfeld habe er sich Mitte Januar zur Impfung bereit erklärt, weil er damals überzeugt gewesen sei, damit das Beste für die Menschen zu tun, mit denen er zusammenarbeite oder die er in seinem bischöflichen Dienst treffe. Bischof Bertram: „Ich habe die Einladung zur Impfung angenommen, im Vertrauen darauf, dass es so rechtens ist. Ich sehe jetzt, dass die Annahme des Impfangebots ohne eingehende persönliche Prüfung ein Fehler war. Meine Impfung erscheint als Bevorzugung, die ich so nie wollte…Es war nie meine Absicht, anderen zu schaden oder etwas wegzunehmen.“

Mittwoch, 17. Februar, 11.25 Uhr: Aiwanger plädiert für weitgehende Öffnung bis Ostern

Nach Ansicht von Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger müssen die Corona-Beschränkungen für die Unternehmen in den nächsten eineinhalb Monaten weitgehend zurückgenommen werden. Bei dem politischen Aschermittwoch der Freien Wähler in Deggendorf forderte er, dass bis Anfang April die Hotels wieder geöffnet werden. Zuvor sollten bereits die Geschäfte wieder aufsperren dürfen.

Die Perspektive müsse für die Betriebe sein, "dass wir allerspätestens zu Ostern dem Tourismus eine Chance geben müssen, dass wir schon deutlich vorher dem Handel eine Chance geben müssen", sagte Aiwanger. Es sei nicht verständlich, dass Supermärkte auch während des Lockdowns mit Eingangsbeschränkungen und Maskenpflicht Blumen, Mode und Schuhe verkaufen dürften, die Fachgeschäfte nebenan aber nicht.

Mittwoch, 17. Februar, 10.05 Uhr: WHO: Weltweit immer weniger gemeldete Corona-Infektionen

Die Zahl der neu gemeldeten Corona-Infektionen geht weltweit weiter zurück. In der vergangenen Woche (bis 14. Februar) waren es noch 2,7 Millionen Neuinfektionen, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf berichtete. Das war ein Rückgang um 16 Prozent zur Vorwoche. Anfang Januar wurden der WHO noch mehr als fünf Millionen neue Infektionen pro Woche gemeldet.

Die WHO geht davon aus, dass die Entwicklung auf die strikten Maßnahmen in vielen Ländern zurückzuführen ist, wie WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus vergangene Woche sagte. Er verband dies mit einer Warnung: "Jetzt ist für kein Land der richtige Zeitpunkt, um Maßnahmen zu lockern, ebenso nicht für einzelne Menschen, in ihrer Wachsamkeit nachzulassen", sagte er vergangenen Freitag.

Mittwoch, 17. Februar, 9.30 Uhr: Scholz: Bund übernimmt Finanzierung von kostenlosen Schnelltests

Finanzminister Olaf Scholz hat zugesagt, dass der Bund die Finanzierung für die geplanten Gratis-Schnelltests in Apotheken, Testzentren und Praxen übernimmt. "Also da gibt es meine volle Unterstützung, und wir werden das auch finanziell wuppen", sagte der SPD-Politiker bei einer Veranstaltung der bayerischen SPD. "Das, glaube ich, können wir uns jetzt auch noch leisten." Er habe Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) seine Unterstützung bereits in der vergangenen Woche zugesichert.

Spahn hatte angekündigt, ab dem 1. März sollten alle Bürger kostenlos von geschultem Personal auf das Coronavirus getestet werden können. Geplant sind demnach Gratis-Schnelltests in Testzentren, Praxen und Apotheken, mit denen man innerhalb von etwa 15 Minuten ein Ergebnis bekommt. Dazu muss man sich einen Nasen- oder Rachenabstrich abnehmen lassen. Die Antigen-Tests gelten jedoch als nicht so genau wie sonst genutzte PCR-Tests. Laut Robert Koch-Institut (RKI) muss ein positives Ergebnis daher per PCR-Test bestätigt werden.

Mittwoch, 17. Februar, 8.20 Uhr: EU-Automarkt bricht ein - Neuzulassungen sinken um knapp ein Viertel

Der Automarkt in der Europäischen Union ist zu Jahresbeginn wegen der Corona-Maßnahmen eingebrochen. Im Januar wurden in der EU mit 726.491 Autos 24 Prozent Pkw weniger neu zugelassen als im Vorjahresmonat, wie der europäische Branchenverband Acea am Mittwoch in Brüssel mitteilte. In Deutschland hatte das Kraftfahrtbundesamt schon mitgeteilt, dass in der Bundesrepublik fast ein Drittel weniger Pkw neu angemeldet wurden. Zu den Lockdown-Effekten kam hinzu, dass die zeitweilige Mehrwertsteuersenkung Ende 2020 ausgelaufen war, mit der die Bundesregierung die Konjunktur wieder ankurbeln wollte.

In Spanien fiel der Rückgang um gut die Hälfte im Januar noch kräftiger aus. In Italien sanken die Neuzulassungen um 14 Prozent. Frankreich erwies sich mit einem Minus von 5,8 Prozent als recht robust. Frankreich und Schweden (mit einem Plus von 22,5 Prozent) waren den Acea-Angaben zufolge die einzigen EU-Länder, die einen prozentual zweistelligen Rückgang vermeiden konnten.

Mittwoch, 17. Februar, 7.50 Uhr: Südafrika erhielt 80.000 Dosen des Johnson & Johnson-Impfstoffs

Südafrika hat die ersten 80.000 Dosen des Corona-Impfstoffs des Pharmakonzerns Johnson & Johnson erhalten. Die Ladung traf laut Regierungsangaben am Dienstagabend auf dem Johannesburger Flughafen ein und soll demnächst vorrangig an das Personal des Gesundheitswesens gehen. "Der Impfstoff wurde von Südafrikas Behörde für Gesundheitsprodukte genehmigt", teilte das Gesundheitsministerium in einer Erklärung mit.

Von dem Impfstoff hat auch die EU-Kommission Mengen für mindestens 200 Millionen Menschen geordert; er muss aber noch zugelassen werden. Das Besondere ist, dass er voraussichtlich nur einmal gespritzt werden muss.

Mittwoch, 17. Februar, 7.15 Uhr: 7.556 Corona-Neuinfektionen und 560 neue Todesfälle gemeldet

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7.556 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 560 weitere Todesfälle verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Mittwoch hervorgeht. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 6.45 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 8.072 Neuinfektionen und 813 neue Todesfälle verzeichnet. In diesen Zahlen waren etwa 600 Nachmeldungen von Neuinfektionen aus Nordrhein-Westfalen enthalten, die am Vortag gefehlt hatten. Der Höchststand von 1.244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden - er enthielt jedoch 3.500 Nachmeldungen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 57,0. Vor vier Wochen, am 17. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 136 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.350.399 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 17. Februar, 4.36 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 66.164.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,84 (Vortag 0,86). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 84 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Mittwoch, 17. Februar, 6.45 Uhr: Aktualisierung der Corona-Fallzahlen verzögert sich

Die Aktualisierung der Corona-Fallzahlen auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) verzögerte sich. Die aktuellen Zahlen wurden erst gegen 7 Uhr geliefert.

Mittwoch, 17. Februar, 5.55 Uhr: WHO: Britische Corona-Variante schon in 94 Ländern nachgewiesen

Die zuerst in Großbritannien aufgetretene und besonders ansteckende Variante des Coronavirus ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in mittlerweile 94 Ländern nachgewiesen worden. Das teilte die Organisation am späten Dienstagabend in Genf mit. Die aus Südafrika stammende Virus-Variante hat sich demnach bereits auf 46 Länder ausgebreitet, bei der zunächst in Brasilien und Japan entdeckten Mutante seien es 21 Länder. Anzunehmen ist jedoch, dass Varianten wie die britische Mutante B.1.1.7 sich unbemerkt noch weiter ausgebreitet haben, da nicht jede Ansteckung auch entdeckt und entsprechend registriert wird.

Sorgen bereitet vor allem die britische Mutante, die nach vorsichtigen Schätzungen gut ein Drittel ansteckender ist als das ursprüngliche Virus. Auch für andere Varianten wie die südafrikanische wird eine höhere Übertragbarkeit angenommen, genaue Daten dazu gibt es aber noch nicht.

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