Corona-Newsblog, Teil 41

Die Corona-Entwicklung im Allgäu vom 22. Januar bis 01. Februar 2021 im Rückblick

Corona im Allgäu, Bayern, Deutschland und der Welt: Corona ist für ältere Menschen besonders gefährlich. Genauer hat das nun ein Mathematiker analysiert: Mit zunehmenden Alter steigt nicht nur das Risiko binnen eines Jahres zu sterben - bei Corona-Infizierten über 60 Jahren ist es demnach sogar mehr als doppelt so hoch wie bei Gesunden im selben Alter.

Corona im Allgäu, Bayern, Deutschland und der Welt: Corona ist für ältere Menschen besonders gefährlich. Genauer hat das nun ein Mathematiker analysiert: Mit zunehmenden Alter steigt nicht nur das Risiko binnen eines Jahres zu sterben - bei Corona-Infizierten über 60 Jahren ist es demnach sogar mehr als doppelt so hoch wie bei Gesunden im selben Alter.

Bild: Ralf Lienert (Archiv)

Corona im Allgäu, Bayern, Deutschland und der Welt: Corona ist für ältere Menschen besonders gefährlich. Genauer hat das nun ein Mathematiker analysiert: Mit zunehmenden Alter steigt nicht nur das Risiko binnen eines Jahres zu sterben - bei Corona-Infizierten über 60 Jahren ist es demnach sogar mehr als doppelt so hoch wie bei Gesunden im selben Alter.

Bild: Ralf Lienert (Archiv)

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog 22. Januar bis 02. Februar 2021.
02.02.2021 | Stand: 17:44 Uhr

Dies ist ein Archivartikel. Wir berichten in unserem aktuellen Newsblog laufend über die aktuelle Corona-Entwicklung in der Region Allgäu und in der Welt.

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Sonntag, 31. Januar, 19.55 Uhr: Astrazeneca liefert der EU nun doch mehr Impfstoff

Der Hersteller Astrazeneca will nach EU-Angaben im ersten Quartal nun doch mehr Impfstoff an die Europäische Union liefern als angekündigt. Es kämen neun Millionen Dosen hinzu, also insgesamt 40 Millionen Dosen, teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Sonntagabend auf Twitter mit. Das ist die Hälfte der ursprünglich anvisierten Menge von 80 Millionen Dosen.

Von der Leyen schrieb auch, Astrazeneca wolle eine Woche früher mit der Lieferung beginnen als geplant. Die Firma wolle zudem ihre Produktionskapazität in Europa ausbauen. Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides sprach von einer guten Nachricht und einem guten Schritt nach vorn.

Astrazeneca hatte vor gut einer Woche überraschend mitgeteilt, im ersten Quartal statt 80 Millionen nur 31 Millionen Dosen Impfstoff an die EU-Staaten zu liefern. Die EU reagierte empört und setzte die Firma unter Druck, die Lieferkürzung zurückzunehmen. Das soll laut von der Leyen nun zumindest zum Teil geschehen.

Sonntag, 31. Januar, 18.50 Uhr: Impfstoff-Knappheit: Scholz kritisiert Einkaufspolitik der EU

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat die Strategie der Europäischen Union beim Einkauf von Corona-Impfstoffen kritisiert. "Es wäre gut gewesen, Europa hätte mehr Impfstoff bestellt. Viel weiter über den eigenen Bedarf hinaus", sagte der SPD-Kanzlerkandidat der "Süddeutschen Zeitung" (Montag). Am Geld wäre ein solches Vorgehen aus seiner Sicht nicht gescheitert. "Über den Kauf der Impfstoffe hat die EU-Kommission verhandelt. Wenn die Kommission von uns weitere Finanzmittel erbeten hätte, hätten wir auch der EU zusätzliches Geld überwiesen."

Für ehrgeizig hält Scholz das von der Kanzlerin und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ausgegebene Ziel, bis Ende des Sommers allen Bürgern ein Impfangebot zu unterbreiten. "Diese Zusage haben Kanzlerin und Gesundheitsminister gegeben. Wenn ich die aktuelle Debatte über Impfstofflieferungen verfolge und hochrechne, müssen wir uns sehr anstrengen", antwortete er auf die Frage, ob er Zweifel habe, dass das Ziel zu erreichen ist.

Sonntag, 31. Januar, 17.35 Uhr: Hohe Erwartungen an "Impfgipfel" von Bund und Ländern

Bundeskanzlerin Angela Merkel will am Montag mit den Ministerpräsidenten der Länder über Verbesserungen bei Corona-Impfungen beraten. An einer Videokonferenz sollen auch mehrere Bundesminister, Vertreter der Impfstoffhersteller sowie der EU-Kommission teilnehmen, die für die gesamte EU Impfstoff bei verschiedenen Produzenten einkauft. Die Beratungen beginnen voraussichtlich um 14 Uhr.

Mehrere Ministerpräsidenten sowie Verbände wie der Deutsche Städtetag forderten Klarheit über Menge und Zeitpunkt der Lieferungen von Impfstoffen, damit Impfzentren besser planen könnten.

Die Impfungen in Deutschland und der EU hatten kurz vor dem Jahreswechsel begonnen. Begleitet waren die ersten Wochen von Lieferschwierigkeiten einzelner Hersteller, Problemen bei der Terminvergabe und viel Unmut über fehlenden Impfstoff.

Sonntag, 31. Januar, 15.55 Uhr: Etwa 100 Corona-Fälle in einem Heim in Geretsried

In einem Pflegeheim im oberbayrischen Geretsried haben sich seit Mitte Januar etwa 100 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen am Sonntag mit. Welche Einrichtung betroffen ist und wie viele Menschen dort insgesamt leben und arbeiten, war zunächst nicht bekannt. Betroffen waren sowohl Pflegekräfte als auch Bewohner. Einige gelten den Angaben zufolge bereits als genesen.

Sonntag, 31. Januar, 15 Uhr: Offenbar erster Fall von Corona-Mutation im Allgäu

Im Krankenhaus Buchloe ist offenbar der erste Fall einer mutierten Variante des Coronavirus entdeckt worden. Es herrscht Alarmstufe rot. Was bisher bekannt ist, erfahren Sie hier.

Sonntag, 31. Januar, 13.50 Uhr: 18-Jähriger ist in Kempten nach 21 Uhr unterwegs - Auf der Polizeiwache eskaliert die Situation

Am Samstagabend hat die Polizei einen 18-jährigen Mann in Kempten kontrolliert. Grund dafür war die bestehende Ausgangsbeschränkung nach 21 Uhr. Weil der Mann sich nicht ausweisen konnte, nahmen die Beamten ihn mit auf die Polizeiinspektion, um seine Identität zu klären. Der Mann zeigte sich aggressiv gegenüber den Polizeibeamten, auf der Dienststelle esaklierte die Situation schließlich. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 31. Januar, 13.15 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister Holetschek will beim Impfgipfel Klartext reden

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) will, dass beim "Impfgipfel" am Montag Tacheles geredet wird. "Das darf keine Show-Veranstaltung werden, sondern wir müssen nachvollziehen können, wo die Probleme sind und diese dann auch abstellen", sagte der derzeitige Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz der "Augsburger Allgemeinen" (Montag). "Das Maß der Dinge ist, dass wir möglichst viel Impfstoff haben und dass der auch zuverlässig und planbar kommt."

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) berät am Montag mit den Ministerpräsidenten über die Lage. Wackelige Lieferungen des knappen Impfstoffes, dauerbesetzte Termin-Hotlines und leerstehende Impfzentren hatten für Ärger und politischen Streit gesorgt.

Im Freistaat gebe es in den mehr als 100 Impfzentren immer wieder Schwierigkeiten, weil Impflieferungen verschoben würden und dadurch zu wenige Dosen geimpft werden könnten. "Es ist schwierig, Leute heimzuschicken, die schon Impftermine vereinbart haben", sagte Holetschek.

Sonntag, 31. Januar, 13.10 Uhr: Polizei meldet mehrere Corona-Partys im Allgäu

"Corona-Krise? Mir doch egal." So oder so ähnlich dachten am Wochenende Gäste auf verschiedenen Partys im Allgäu, die allesamt gegen die derzeit geltenden Corona-Regeln verstießen. Laut Polizei wurden mehrere regelwidrige Zusammenkünfte am Wochenende im Allgäu aufgelöst. Viele Party-Gäste erwartet jetzt eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz und anderer Delikte. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 31. Januar, 11.55 Uhr: Spahn ist bei der EU-Zulassung offen für Impfstoff aus Russland und China

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zeigt sich im Falle einer erfolgreichen EU-Zulassung auch für den Einsatz von Corona-Impfstoff aus Russland und China in Deutschland offen. "Wenn ein Impfstoff sicher und wirksam ist, egal in welchem Land er hergestellt wurde, dann kann er bei der Bewältigung der Pandemie natürlich helfen", sagte Spahn der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Entscheidend sei eine reguläre Zulassung nach europäischem Recht.

Russland hatte am Freitag angekündigt, die EU im zweiten Quartal mit 100 Millionen Dosen des Impfstoffes Sputnik V versorgen zu können. Damit könnten 50 Millionen Menschen geimpft werden. Ein Antrag zur Zulassung des Vakzins sei bereits bei der Europäische Arzneimittelagentur EMA eingereicht worden.

Der Wirkstoff war Mitte August als weltweit erster für eine breite Anwendung in der Bevölkerung freigegeben worden, obwohl bis dahin wichtige Tests ausgestanden hatten. Das löste international Kritik aus. Unabhängige Studien sind bisher nicht bekannt.

Sonntag, 31. Januar, 11.30 Uhr: Verwunderter Söder will seine Gutscheine für FFP2-Masken zurückgeben

Zu seiner großen Verwunderung hat auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder Gutscheine für vom Bund finanzierte FFP2-Masken erhalten. "Da war ich schon etwas überrascht", sagte der CSU-Chef am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in München. Warum er sie erhalten habe, könne er nicht sagen. Der 54-Jährige betonte aber, dass er die Gutscheine nicht einlösen sondern zurückgeben werde.

Zum Schutz vor dem Coronavirus bekommen rund 34 Millionen Bürger über das Bundesprogramm Gutscheine für zwölf FFP2-Masken, die in der Apotheke eingelöst werden können. Die Bundesregierung hat dies als Schutz für Menschen mit besonders hohem Risiko beschlossen - dazu zählen Über-60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen. Nachdem nun der Versand der Coupons begonnen hat, wunderten sich aber viele Empfänger darüber, dass auch sie solche Gutscheine in ihrem Briefkasten mit einem Begleitschreiben finden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 31. Januar, 9.30 Uhr: vbw-Chef Brossardt ruft zu mehr Homeoffice auf

Der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw), Bertram Brossardt, hat Unternehmen erneut dazu aufgerufen, mehr Homeoffice umzusetzen. "Wir stehen zur weitreichenden Nutzung von Homeoffice/mobilem Arbeiten zur Eindämmung der Corona-Pandemie", sagte Brossardt am Samstag.

Er verwies auf eine aktuelle vbw-Umfrage, wonach 72 Prozent der Beschäftigten, bei denen Homeoffice möglich ist, tatsächlich von zu Hause aus arbeiteten. Ob Homeoffice angeboten werden könne, entscheide allerdings zunächst der Arbeitgeber, der auch das unternehmerische Risiko trage.

Nach den Worten von Bayerns Arbeitsministerin Carolina Trautner (CSU) gehe es deshalb jetzt darum, "auch die Arbeitgeber zu erreichen, die hinsichtlich Homeoffice bislang zögerlich sind". Es bestehe noch Luft nach oben, betonte sie.

Sonntag, 31. Januar, 9 Uhr: Gipfel soll Impfbremsen lösen - Hohe Erwartungen an Treffen am Montag

Politiker und Verbandsvertreter fordern vom Corona-Impfgipfel am Montag mehr Klarheit über Zeitpläne, Prioritäten für Bevölkerungsgruppen und verfügbare Impfstoffe. Angesichts erheblicher Kritik am schleppenden Impfstart und der Produktionsprobleme bei einigen Herstellern will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten über die Lage beraten. Bereits am Sonntag will EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit den Vorstandschefs jener Hersteller sprechen, mit denen die EU Lieferverträge abgeschlossen hat. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 31. Januar, 8.30 Uhr: Zu acht 16. Geburtstag gefeiert - Polizei lässt Party in Bidingen auffliegen

Die Corona-Regeln dürften sich eigentlich herumgesprochen haben. In Bidingen wurde ein Geburtstag dennoch mit acht Personen aus sieben Haushalten gefeiert. Mehr darüber lesen Sie hier.

Sonntag, 31. Januar, 8 Uhr: Abschlussklassen ab Montag in Bayern zurück im Schulhaus

Dank sinkender Corona-Neuinfektionen dürfen die ersten Schüler in Bayern an diesem Montag wieder in ihrem Klassenraum lernen. Welche Regelungen gelten, lesen Sie hier.

Sonntag, 31. Januar, 7.45 Uhr: SPD-Vize Midyatli: Astrazeneca-Impfstoff erst an Ärzte und Pfleger

Der Impfstoff von Astrazeneca sollte nach Ansicht von SPD-Bundesvize Serpil Midyatli bevorzugt medizinischem Personal angeboten werden. Danach sollten Lehrer, Erzieher und die Polizei das Präparat erhalten, sagte Midyatli der Deutschen Presse-Agentur. "Bis dahin hat die Firma genügend Zeit, um auch die Wirksamkeit für über 65-Jährige nachzuweisen."

Sie forderte zudem eine breite Aufklärungskampagne, weil viele Menschen angesichts der Diskussion um die Knappheit von Impfstoffen und deren Wirksamkeit verunsichert seien. "Denn die Unterschiede zwischen den Wirkstoffen werden an der Notwendigkeit und dem Erfolg einer Impfkampagne letztlich nichts ändern", sagte Midyatli, die auch SPD-Landesvorsitzende in Schleswig-Holstein ist.

Sonntag, 31. Januar, 7 Uhr: Schwesig dringt auf deutlich höheres Impftempo in Deutschland

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hält angesichts der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie ein deutlich höheres Impftempo für dringend geboten. "Wir können das öffentliche Leben nicht auf Dauer herunterfahren. Schon jetzt haben wir mit massiven wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen", sagte Schwesig in Schwerin vor dem für Montag geplanten Impfgipfel von Bund und Ländern. Die inzwischen auch in Deutschland festgestellten ansteckenderen Virus-Mutationen erhöhten den Druck noch, schneller mit den Impfungen voranzukommen. Der Impfstoff sei der beste Weg, um Schritt für Schritt aus der Pandemie zu kommen.

Sonntag, 31. Januar, 6.15 Uhr: Inzidenzwerte im Allgäu sinken

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Allgäu ist weiter rückläufig. Aktuell überschreitet der Sieben-Tages-Inzidenzwert nur im Landkreis Unterallgäu den Wert von 100. Alle Werte für die Landkreise und kreifreien Städte im Allgäu lesen Sie hier.

Sonntag, 31. Januar, 6 Uhr: Lauterbach: Langfristige Covid-19-Folgen dramatisch unterschätzt

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat auf die drohende Gefahr für das Gesundheitswesen durch die sogenannten Long-Covid-Erkrankungen aufmerksam gemacht. "Die Bedeutung wird dramatisch unterschätzt", sagte Lauterbach der dpa. Long-Covid-Patienten können noch Monate nach einer Infektion mit dem Coronavirus an mindestens einem Symptom leiden. "Es stellt sich immer stärker heraus, dass Covid-19 eine Erkrankung des gesamten Gefäß- und Immunsystems ist", betonte Lauterbach.

Von Long-Covid könne bis zur Hälfte der zuvor in Kliniken behandelten Patienten betroffen sein. Er bezog sich auf chinesische Studien der ersten Pandemie-Welle. "Es ist ein Fehler zu glauben, dass nur die Alten sterben und die Jungen selbst nicht gefährdet sind."

Sonntag, 31. Januar, 5.45 Uhr: 11.192 neue Corona-Infektionen gemeldet

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntagmorgen innerhalb eines Tages 11.192 neue Corona-Infektionen gemeldet. Vor genau einer Woche waren es noch 12.257 gemeldete Neuinfektionen gewesen. Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Seit Beginn der Pandemie zählt das RKI 2.216.363 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland.

Die Zahl der gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus stieg um 399 auf insgesamt 56 945. (Stand: 31.01., 00.00 Uhr). Am Sonntag vor einer Woche waren 349 Fälle gemeldet worden, bei denen Patienten im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 56 945.


Samstag, 30. Januar, 21.45 Uhr: Corona-Verstoß: Bayern-Profi Tolisso entschuldigt sich bei Fans

Fußball-Profi Corentin Tolisso vom deutschen Rekordmeister FC Bayern München hat sich für seine neue Tätowierung während der Corona-Pandemie entschuldigt. "Es tut mir leid, dass ich gegen die Bestimmungen meines Clubs und der DFL verstoßen habe", schrieb der 26-Jährige am Samstagabend auf Twitter. "Ich weiß, dass ich unsere Fans und den FC Bayern München enttäuscht habe. Es tut mir leid!" Tolisso hatte sich diese Woche eine Tätowierung stechen lassen und damit nach Angaben der Münchner gegen die Corona-Vorgaben des Clubs verstoßen. Er muss deshalb eine Geldstrafe zahlen.

Samstag, 30. Januar, 20.15 Uhr: Intensivmediziner: Spüren keine Entspannung - Personal ausgebrannt

Die Lage auf den Intensivstationen in Deutschland ist nach Angaben von Medizinern trotz sinkender Corona-Fallzahlen weiterhin angespannt. "Wir spüren auf den Intensivstationen, anders als die Zahlen den Anschein erwecken, derzeit keine Entspannung", sagte der Magdeburger Uniklinik-Professor Felix Walcher, Präsidiumsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), der "Augsburger Allgemeinen". Er forderte schärfere Maßnahmen, bis die Infektionsketten von den Gesundheitsämtern kontrollierbar seien: "Wir müssen in einen harten Lockdown gehen, alles andere ist ethisch schwer vertretbar."

Walcher warnte vor Leichtsinn: "Unsere größte Sorge ist, dass durch die Impfungen und Lockerungsdiskussionen der Eindruck erweckt wird, die Krise sei bald überwunden, und die Vorsicht der Bürger, sich an die notwendigen Maßnahmen zu halten, nachlässt", sagte er. "Wenn das passieren sollte, dann werden wir eine dritte Welle mit Virusmutationen erleben, deren Folgen unabsehbar sind."

Sorge bereitet den Intensivstationen laut Walcher auch die Überlastung des Personals. Die Beschäftigten hätten zwischen den beiden Lockdowns keine Verschnaufpause gehabt, da viele verschobene Operationen nachgeholt worden seien. Es drohten nun massive Ausfälle. "Das Pflegepersonal ist maximal belastet, die Menschen können einfach nicht mehr" sagte der Mediziner. "Sehr viele sind ausgebrannt, es gibt schon jetzt sehr viele Burnout-Fälle und Rückzugserscheinungen. Wir Intensivmediziner haben Angst, dass in den kommenden Monaten viele das Handtuch werfen."

Samstag, 30. Januar, 17.15 Uhr: Spahn: Zweiten Corona-Jahrestag "wird es in dieser Form nicht geben"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass die Corona-Pandemie im kommenden Jahr weitgehend überwunden sein wird. "Einen zweiten Jahrestag wird es in dieser Form nicht geben", sagte der CDU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Im Lauf des Jahres werden wir die Pandemie weitestgehend unter Kontrolle bekommen - durch die Impfungen und durch die Möglichkeit, das Vakzin an Mutationen anzupassen." Es sei "enorm", dass innerhalb von nur einem Jahr ein neuer Impfstoff entwickelt worden sei und der Aufbau der komplexen Produktion innerhalb weniger Monate gelinge.

Über die Schärfe der Kritik am schleppenden Impfbeginn zeigte sich Spahn verwundert. "Nachdem wir wochenlang über die Impfreihenfolge und Knappheit am Anfang diskutiert haben, hätte aus meiner Perspektive jedem klar sein müssen, dass das einige Zeit dauern wird", betonte der Minister.

Dennoch verstehe er die Enttäuschung und wolle nichts schönreden. Es bleibe das Ziel der Bundesregierung, dass jeder aus der höchsten Risikogruppe der über 80-Jährigen bis Ende März geimpft sei. Das hänge jedoch von den Lieferungen aus dem europäischen Impfstoff-Kontingent ab.

Samstag, 30. Januar, 16.25 Uhr: Holetschek will langfristige Planbarkeit bei Corona-Impfungen

Auch der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek aus Memmingen hat nun bestätigt, dass der Astrazeneca-Impfstoff in Deutschland in den kommenden Wochen nur an Menschen unter 65 Jahren verimpft wird. Für Ältere liegen laut Ständiger Impfkommission am RKI noch nicht ausreichend Daten vor. Nun gibt es Spekulationen, ob dies Auswirkungen auf die vorgesehene Impf-Reihenfolge hat und Jüngere früher als in der Impfstrategie vorgesehen mit dem Astrazenca-Produkt zum Zug kommen. Holetschek sagte aber, dass es wohl grundsätzlich bei der bisherigen Priorisierung bleiben werde. Wieso es in Einzelfällen dennoch zu Abweichungen kommen kann, erfahren Sie hier.

Samstag, 30. Januar, 15.55 Uhr: Corona-Einreisesperre aus England - darf der FC Liverpool nach Leipzig fliegen?

In der Fußball-Bundesliga spielt RB Leipzig heute Abend im Topspiel gegen Bayer Leverkusen. Viele Fußball-Fans freuen sich aber bereits auf das Champions-League-Achtelfinale gegen Jürgen Klopp und den FC Liverpool im Februar. Warum das nun aber auf der Kippe steht, erfahren Sie hier.

Samstag, 30. Januar, 15.10 Uhr: Astrazeneca: Spahn kündigt Überarbeitung von Impfverordnung an

Nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission über eine Altersbeschränkung beim Impfstoff von Astrazeneca hat Gesundheitsminister Jens Spahn eine Überarbeitung der Impfverordnung angekündigt. Man werde generell an einer Priorisierung festhalten, aber die "Alterskomponente" für den Astrazeneca-Impfstoff aufgreifen, sagte Spahn am Samstag bei einem digitalen "Townhall" zu den Corona-Impfungen.

Zuvor hatten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten. Am Montag will Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder zu einem Impfgipfel zusammenkommen. Die Impfverordnung sieht eine Priorisierung vor. Die höchste Priorität haben Menschen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben, und etwa das Personal in Pflegeheimen.

Am Freitag hatte die am Robert Koch-Institut (RKI) angesiedelte Ständige Impfkommission den Astrazeneca-Impfstoff nur für Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren empfohlen. Zur Beurteilung der Impfeffektivität ab 65 Jahren lägen bisher keine ausreichenden Daten vor, hieß es. Zuvor hatte die EU-Arzneimittelbehörde EMA die europaweite Zulassung des Impfstoffs empfohlen, und zwar für Erwachsene ab 18 Jahren ohne eine Altersbegrenzung.

Samstag, 30. Januar, 13.15 Uhr: Kinderärzte fordern Corona-Impfung chronisch kranker Kinder

Der Vorsitzende des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, fordert, dass auch Kinder und Jugendliche mit chronischen Krankheiten rasch gegen Corona geimpft werden. "Sie sollten also in die gleiche Gruppe kommen wie erwachsene chronisch Kranke", sagte Fischbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Er warnte vor der Gefahr eines schweren Covid-19-Verlaufs auch für diese Altersgruppe. Deshalb bräuchten sie so schnell wie möglich den Impfschutz.

Impfungen von Minderjährigen sind in der Impfverordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bisher gar nicht vorgesehen. Alle derzeit verfügbaren Impfstoffe sind erst für Menschen ab 16 oder 18 Jahren zugelassen.

Samstag, 30. Januar, 12.15 Uhr: 12.321 Corona-Neuinfektionen und 794 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 12.321 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 794 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Daten des RKI am Samstagmorgen hervorging. Am Samstag vor einer Woche hatte das RKI 16.417 Neuinfektionen und 879 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Samstagmorgen bei 90,9. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder - am Donnerstag lag sie erstmals seit Ende Oktober unter 100.

Samstag, 30 Januar, 12 Uhr: Arbeit auf der Covid-Station: „Die eigene Gefährdung blenden wir aus“

Covid-19 bestimmt seit Monaten den Alltag von Pflegerin Alexandra Kirchmann und Chefarzt Dr. Martin Hessz an der Rotkreuzklinik in Lindenberg. Was sie erleben und fordern, lesen Sie hier.

Samstag, 30. Januar, 11.30 Uhr: Ärger im Kemptener Stadtrat: Bei Masken tanzt AfD-Rat aus der Reihe

FFP2-Schutz sollte bei jüngsten Sitzung des Kemptener Stadtrats in der Kult-Box getragen werden. Walter Freudling lehnt das ab und trägt ein Gesichtsvisier. Wie das bei den Politikern ankommt, lesen Sie hier.

Samstag, 30. Januar, 11 Uhr: Gesundheitsministerium: Bis 22. Februar weitere 5 Millionen Impfdosen

Bis zum 22. Februar werden nach Angaben des Gesundheitsministeriums laut der Hersteller Biontech, Moderna und Astrazeneca mindestens weitere 5 Millionen Impfdosen an die Bundesländer geliefert. Das teilte das Ministerium am Samstag auf Twitter mit. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sprach auf Twitter von guten Nachrichten nach einem schwierigen Start.

Nach Angaben des Ministeriums wurden seit Beginn der Impfkampagne vor fünf Wochen in Deutschland über 3,5 Millionen Impfdosen ausgeliefert und 2,2 Millionen verimpft.

Die Bundesregierung war wegen der schleppend angelaufenen Corona-Impfungen in die Kritik geraten. "Der Start der Impfkampagne war schwierig", hatte Spahn am Freitag in Berlin gesagt. Es habe weniger Impfstoff gegeben als aus EU-Bestellungen erwartet.

Samstag, 30. Januar, 10 Uhr: Ökonomen fordern: Impfstoff-Lieferungen mit Prämien beschleunigen

Pharmaunternehmen sollten nach Ansicht von Ökonomen mit Prämien zur schnelleren Lieferung von Corona-Impfstoffen bewegt werden. "Angesichts der immensen Kosten, die der Gesellschaft durch die Pandemie und die Lockdowns in ganz Europa entstehen, sollte diese Prämie sehr hoch sein", verlangen die Wirtschaftsexperten Clemens Fuest, Präsident des ifo-Instituts in München, und Daniel Gros, Mitglied des Vorstands am Centre for European Policy Studies (CEPS) in Brüssel, in einem am Samstag veröffentlichten Beitrag.

Beide kritisierten die ihrer Ansicht nach wenig verbindlichen Bedingungen in den Verträgen mit den Pharmaherstellern wie Astrazeneca und Biontech, "die nun zu einem schleppenden Verlauf der Impfmaßnahmen führen".

Samstag, 30. Januar, 9 Uhr: Acht Landkreise und Städte in Bayern unter Inzidenzwert von 50

Die Behörden in Bayern haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 1930 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Acht Landkreise und kreisfreie Städte im Freistaat lagen nach den am Samstag veröffentlichten Zahlen unter dem Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche, fünf aber noch über 200. Den höchsten Wert hatte der Landkreis Tirschenreuth mit 294,3.

115 neue Todesfälle wurden in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. In Bayern sind seit Beginn der Pandemie 400 504 Infektionen und 10 344 Corona-Tote gemeldet worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz für ganz Bayern lag laut RKI bei 91,1. (Stand: 30. Januar, 00.00 Uhr).

Samstag, 30. Januar, 8.30 Uhr: US-Behörden sagen Coachella-Festival wegen Coronavirus erneut ab

Wegen der Corona-Pandemie wird das legendäre Coachella-Festival in Kalifornien erneut abgesagt. Die zuständige Gesundheitsbehörde im Bezirk Riverside County teilte am Freitag mit, dass das für April geplante Festival nicht abgehalten werden könne. Ein möglicher neuer Termin wurde nicht genannt.

Schon zu Beginn der Pandemie - im April 2020 - hatte es einen coronabedingten Aufschub gegeben. Die Veranstalter schoben die Veranstaltung zunächst auf Oktober, aber auch dieser Termin platzte.

Mehr als 125.000 Konzertgänger waren 2020 auf dem Festivalgelände in Indio erwartet worden. Als Hauptacts an sechs Tagen sollten Gruppen und Künstler wie Rage Against the Machine, Travis Scott, Frank Ocean, Lana Del Rey, Big Sean und Calvin Harris auftreten.

Samstag, 30. Januar, 8 Uhr: Aktuelle Zahlen des RKI noch nicht veröffentlicht

Die aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) zu den neuen Corona-Infektionen liegen noch nicht vor. Das Dashboard des RKI ist noch nicht aktualisiert. Wir berichten sobald es Neuigkeiten gibt.

Samstag, 30. Januar, 7.25 Uhr: Aktion "Licht an!" macht auf die Misere der Friseure aufmerksam

Wer am Sonntag einen Spaziergang durch seine Stadt macht, der könnte sich über Licht in leeren Friseursalons wundern.

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks ruft die Inhaber der 80 000 heimischen Friseursalons dazu auf, 24 Stunden Licht anzulassen - von Sonntagmorgen bis Montagmorgen, manche Salons dürften schon am Samstagabend damit beginnen.

Die Aktion geht also bis zum 1. Februar. "An diesem Tag sollten wir ursprünglich wieder öffnen können", sagt Harald Esser, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks. "Uns steht das Wasser bis zum Hals - wir brauchen endlich schnelle und umfassende Hilfe vom Staat."

Samstag, 30. Januar, 7.45 Uhr: Keine "Maschkera"-Umzüge wegen Corona - Demo geplant

Maskenpflicht - aber keine traditionellen Maschkera-Umzüge: Das sorgt im Werdenfelser Land für Wirbel. Eine Demo ist geplant. Mehr dazu lesen SIe hier.

Samstag, 30. Januar, 7 Uhr: Seehofer verteidigt Einreiseverbote - Auf Auslandsreisen verzichten

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat die von der Bundesregierung beschlossenen Einreiseverbote verteidigt. "Das Beförderungsverbot ist eine drastische Maßnahme, aber es ist zum Schutz unserer Bevölkerung absolut notwendig", sagte der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen" .

"Es geht um die Abwehr von hoch infektiösen, mutierten Viren", sagte Seehofer. Er appellierte zugleich dringend an die Bevölkerung, jede nicht zwingend notwendige Reise ins Ausland zu unterlassen. Das sehe er als "Bürgerpflicht". "Jetzt ohne wirklich zwingenden Grund in Mutationsgebiete zu reisen, das muss ich deutlich sagen, wäre geradezu töricht", betonte Seehofer.

Um die Ausbreitung von besonders ansteckenden Coronavirus-Mutationen zu bremsen, hat die Bundesregierung die Einreise aus Portugal, Irland, Großbritannien, Südafrika und Brasilien ab Samstag bis 17. Februar drastisch eingeschränkt. Am Sonntag kommen mit Lesotho und Eswatini zwei kleine südafrikanische Staaten hinzu.

Samstag, 30. Januar. 6.30 Uhr: Nach Eskalation im Impfstoffstreit: Keine EU-Kontrollen in Nordirland

Im Impfstoffstreit mit Großbritannien hat die EU versucht, die Wogen wieder zu glätten. "Konstruktive Gespräche mit Premierminister Boris Johnson", twitterte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in der Nacht zum Samstag. "Wir sind uns im Prinzip einig geworden, dass es keine Beschränkungen beim Export von Impfstoffen durch Unternehmen geben soll, wenn diese ihre vertraglichen Pflichten erfüllen."

Als Reaktion auf massive Lieferkürzungen des Impfstoffherstellers Astrazeneca will die EU künftig stärker überwachen, wohin wie viel in der EU produzierter Impfstoff exportiert wird.

Samstag, 30. Januar, 6 Uhr: Bis zu 30 000 Zuschauer täglich bei Australian Open erlaubt

Trotz Corona-Pandemie sollen bis zu 30 000 Menschen pro Tag der Tenniselite bei den am 8. Februar beginnenden Australian Open zusehen dürfen. Das kündigte der Sportminister des Bundesstaats Victoria, Martin Pakula, am Samstag auf Twitter an. Mehr darüber lesen Sie hier.

Samstag, 30. Januar, 5.45 Uhr: Von Hirschhausen: Sollten nicht ständig über Nebenwirkungen reden

Der TV-Moderator und Arzt Eckart von Hirschhausen (53) hält Impfungen für den entscheidenden Schlüssel im Kampf gegen die Corona-Pandemie. "Deshalb sollten wir auch nicht ständig über Nebenwirkungen reden, sondern viel mehr über die vielen Auswirkungen und massiv größeren Schäden durch die echte Infektion", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Jeden Tag sterben Menschen, oft über 1000, das kann einen doch nicht kalt lassen."

Von Hirschhausen argumentierte, dass der Nutzen der Corona-Impfung "glasklar" belegt sei. Generell verfolge er seit vielen Jahren die Impf-Diskussionen - und sei "erschüttert, wie hartnäckig sich viele Mythen halten." Der Moderator und Mediziner hat für eine TV-Dokumentation an einer Impfstudie in Köln teilgenommen. Der WDR-Film "Hirschhausen als Impfproband" wird am Montag (1. Februar, 20.15 Uhr) im Ersten ausgestrahlt.

Samstag, 30. Januar, 5.30 Uhr: Entwicklungsminister Müller: Auch Ärmere brauchen schnell Impfstoff

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller rät den Deutschen, in der Impfdebatte die globalen Folgen der Corona-Pandemie nicht außer Acht zu lassen. "Diese Diskussion halte ich für überzogen", sagte der CSU-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag) mit Blick auf die Debatte über Impfstoffmangel in Deutschland.

"Natürlich müssen wir alles daransetzen, bei uns so schnell wie möglich zu impfen. Wir müssen aber gleichzeitig in den Ausbau der weltweiten Produktionskapazitäten investieren", sagte Müller. Länder wie Südafrika hätten beispielsweise gute Voraussetzungen, um Impfstoffe für Afrika herzustellen. Es fehlten aber 25 Milliarden Euro, um wenigstens 20 Prozent der Bevölkerung in den Entwicklungsländern zu impfen.

Freitag, 29.1.2021, 21.49 Uhr: Schwesig: "Eher Verschärfungen" von Corona-Auflagen

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat Hoffnungen auf rasche Lockerungen von Corona-Auflagen eine Absage erteilt. Sie sehe die Mutationen des Coronavirus mit ganz großer Sorge, sagte die SPD-Politikerin am Freitagabend in der ARD. "Dann, glaube ich, reden wir weniger über Lockerungen, sondern eher über Verschärfungen", betonte Schwesig. Verärgert zeigte sich Schwesig über die schleppenden Lieferungen von Corona-Impfstoffen. Es stehe fast alles still, weil Impfstoff fehle. Die Europäische Union habe zu spät und zu wenig bestellt. "Das ist wirklich bitter", sagte die SPD-Politikerin.

Freitag, 29.1.2021, 19.41 Uhr: Astrazeneca-Impfstoff in der EU zugelassen

Der Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca darf nun auch in der EU genutzt werden. Die EU-Kommission erteilte eine Zulassung, wie Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf Twitter mitteilte. Auch Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides bestätigte am Freitagabend die Zulassung. Diese gilt für Personen ab 18 Jahren ohne Altersbeschränkung. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission allerdings die Vergabe nur an Erwachsene unter 65.

Anders als die Ständige Impfkommission in Deutschland entschieden sich die EMA-Experten gegen eine Altersbeschränkung. Auch wenn nur es nur vergleichsweise wenige Testpersonen über 55 Jahre gegeben habe, sei dies zu vertreten. Die EMA begründet diese Entscheidung mit den guten Test-Resultaten bei den übrigen Altersgruppen sowie Erfahrungswerten mit anderen Impfstoffen.

Freitag, 29. Januar, 18.52 Uhr: Impfkommission empfiehlt Astrazeneca-Präparat nur bis 64 Jahre

Für den Einsatz des Corona-Impfstoffes von Astrazeneca in Deutschland sollte aus Sicht der Ständigen Impfkommission (Stiko) eine Altersvorgabe gelten. Das Präparat werde "aktuell aufgrund der derzeit verfügbaren Daten nur für Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren empfohlen", heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Beschluss des am Robert Koch-Institut (RKI) angesiedelten Gremiums. Zur Beurteilung der Impfeffektivität ab 65 Jahren lägen bisher keine ausreichenden Daten vor. "Abgesehen von dieser Einschränkung wird dieser Impfstoff ebenfalls als geeignet zum Individualschutz und zur Bekämpfung der Pandemie angesehen", erläuterte die Stiko weiter.

Freitag, 29. Januar, 17.20 Uhr: Einreisesperre für Corona-Mutationsgebiete ab Samstag

Für Länder, in denen sich besonders ansteckende Varianten des Coronavirus stark ausgebreitet haben, gilt in Deutschland ab Samstag eine weitreichende Einreisesperre. Das Kabinett beschloss am Freitag ein Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, Bahn-, Bus- und Schiffsunternehmen bis zum 17. Februar, das aber zahlreiche Ausnahmen unter anderem für alle Deutschen und in Deutschland lebenden Ausländer sowie für Transitpassagiere und den Warenverkehr vorsieht, wie das Bundesinnenministerium der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage bestätigte. Betroffen sind zunächst Großbritannien, Irland, Portugal, Südafrika und Brasilien, ab Sonntag auch die kleinen afrikanischen Staaten Lesotho und Estwani.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte die Einreisesperre bereits am Donnerstag angekündigt. Sie betrifft vor allem die Fluggesellschaften. Alleine Lufthansa bietet derzeit 55 Hin- und Rückflüge pro Woche in die betroffenen Länder an. Wegen der zahlreichen Ausnahmeregeln dürften aber nicht alle gestrichen werden.

Neben den genannten Ausnahmen gibt es noch weitere. Die Beförderung von medizinischem Personal, Ambulanzflüge, der Organtransport und die Beförderung "aus dringenden humanitären Gründen" sind weiter erlaubt. Auch Transitpassagiere dürfen weiter in Deutschland landen, und Crews von Luftfahrzeugen und Schiffen dürfen ebenfalls einreisen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 29. Januar, 16.22 Uhr: EU-Behörde macht Weg für Astrazeneca-Impfstoff frei

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die bedingte Marktzulassung für den Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns Astrazeneca in der EU empfohlen. Sie gelte für Personen ab 18 Jahren, teilte die EMA am Freitag in Amsterdam mit. Die endgültige Entscheidung über die Zulassung muss nun die EU-Kommission treffen - das gilt als Formsache.

Freitag, 29. Januar, 16.10 Uhr: Neuer Corona-Impfstoff mit Studienergebnissen

Bei der Herstellung eines Corona-Impfstoffes, der nur einmal verabreicht wird, hat die Firma Janssen einen wichtigen Schritt gemacht. Die Pharmasparte des US-Konzerns Johnson & Johnson gab am Freitag ein Zwischenergebnis ihrer Phase-III-Studie mit rund 44.000 Probanden bekannt, demzufolge der Impfstoff vier Wochen nach Verabreichung einen 66-prozentigen Schutz vor mittleren oder schweren Covid-19-Krankheitsverläufen biete. Die Wirksamkeit gegenüber schweren Erkrankungen wurde mit 85 Prozent angegeben. Die Prozentzahlen bedeuten, dass es in der geimpften Probandengruppe entsprechend weniger Fälle gab als in der Placebo-Probandengruppe.

Die Chefetage des Konzerns äußerte sich zufrieden, Anfang Februar will der Hersteller eine Notfallzulassung in den USA beantragen. Die Veröffentlichung der Daten ist notwendig, um die Zulassung bei den Behörden zu beantragen. Die Studie läuft in den USA, Lateinamerika und Südafrika. Es ist bisher der einzige auch für die EU vorgesehene Impfstoff, der nur einmal gespritzt werden müsste - das gilt als großer Vorteil.

Die EU-Kommission hat 200 Millionen Dosen vorbestellt plus Option auf weitere 200 Millionen Dosen. Im Gegensatz zu den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und von Moderna handelt es sich um einen Vektorimpfstoff, der bei Kühlschranktemperatur transportiert und gelagert werden kann. Bei den Konkurrenzprodukten, die in der EU bereits verimpft werden und im Abstand von mehreren Wochen zwei Mal gespritzt werden, ist die Wirksamkeit Studienergebnissen zufolge allerdings höher.

Freitag, 29. Januar, 16 Uhr: Berchtesgadener Land hebt Einreisesperre für Ausflügler auf

Auch das Berchtesgadener Land hebt die Einreisesperre für Tagesausflüge wieder auf. Touristische Ausflüge seien von Montag an wieder erlaubt, teilte das Landratsamt am Freitag in Bad Reichenhall mit. Begründet wurde dies damit, dass die Sieben-Tage-Inzidenz nun seit mehreren Tagen unter 200 liege. Auch Landkreise wie Miesbach mit der beliebten Ausflugsregion um den Tegernsee hatten die Sperre wieder aufgehoben.

Freitag, 29. Januar, 15.25 Uhr: Spitzentreffen zum Impfen soll mehr Tempo bringen

Bei einem Spitzentreffen zum Thema Impfen an diesem Montag steht laut Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) eine schnellere Beschaffung im Mittelpunkt. Es gehe um die Frage an die Industrie und ihre Verbände, welche Möglichkeiten es gibt, sagte Braun am Freitag der RTL/ntv-Redaktion. Es sei ein ermutigendes Zeichen, dass "Unternehmen, die selber noch nicht so weit sind in der Impfstoffentwicklung, sagen: Dann können wir meine Produktionsanlagen noch zusätzlich nehmen, um die anderen zu produzieren". Das sehe "ganz gut" aus, fügte er an. "Und wie schnell das geht, müssen wir am Montag noch einmal erfahren."

Angesichts erheblicher Kritik am schleppenden Impf-Beginn und Produktionsproblemen bei einigen Herstellern will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag über die Lage beraten. An einer Videokonferenz sollen die Ministerpräsidenten der Länder, mehrere Bundesminister, Impfstoffhersteller sowie Vertreter der EU-Kommission teilnehmen, die für die gesamte EU Impfstoff bei verschiedenen Herstellern einkauft.

Freitag, 29. Januar, 15.15 Uhr: Gericht lehnt Eilantrag gegen Schulschließung ab

Die Schließung von Schulen ist nach Auffassung von Bayerns höchstem Verwaltungsgericht angesichts der aktuellen Lage in der Corona-Pandemie derzeit angemessen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof wies am Freitag den Eilantrag einer Familie ab, die Regelung vorläufig außer Vollzug zu setzen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 29. Januar, 14.55 Uhr: Einreiseregeln für Pendler nach Österreich

Wegen der Ausbreitung verschiedener Mutationen des Coronavirus will auch Österreich die Einreiseregeln verschärfen. Für Pendler sind nun verpflichtende Tests bei der Einreise vorgesehen, wie aus dem der österreichischen Nachrichtenagentur APA vorliegenden Entwurf des Gesundheitsministeriums hervorgeht.

Sie müssten demnach ein ärztliches Zeugnis oder einen Testnachweis, der nicht älter als 72 Stunden ist, an der Grenze vorlegen. Dem Vernehmen nach ist der Rhythmus der Nachweispflicht noch unklar. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 29. Januar, 14.35 Uhr: Spahn macht Hoffnung auf Impffortschritte

Nach dem langsamen Start der Corona-Impfkampagne in Deutschland mach Bundesgesundheitsminister Spahn Hoffnung auf Fortschritte. Es habe weniger Impfstoff gegeben als aus EU-Bestellungen erwartet, Termin-Hotlines seien teils schwer erreichbar gewesen. Alle Bundesländer machten bei Impfungen zunächst besonders verwundbarer Corona-Risikogruppen aber Fortschritte. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 29. Januar, 13.20 Uhr: Einreiseperre womöglich schon ab Samstag

Aus Angst vor den neuen Corona-Mutationen soll die neue Einreisesperre womöglich schon ab Samstag gelten. Was es für Regeln geben soll. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 29. Januar, 13.15 Uhr: Ordnungsamt entdeckt Friseursalon in Keller

Frisierstuhl, Spiegel, Warteecke, Haarpflegeprodukte: In einem Keller in Neuwied haben Polizei und Ordnungsamt bei einer Kontrolle von Corona-Regeln einen voll ausgestatteten Ersatz-Friseursalon entdeckt. Es seien mehrere Menschen anwesend gewesen, teilte die Stadt am Rhein am Freitag mit. Gegen sie seien Verfahren wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung und gewerberechtliche Bestimmungen eingeleitet worden. Dem Einsatz am Donnerstag vorangegangen seien Hinweise aus der Bevölkerung. Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, müssen Friseurläden wie viele andere Geschäfte derzeit geschlossen sein.

Freitag, 29. Januar, 13 Uhr: 4,2 Prozent Arbeitslose in Bayern - höchster Stand seit Januar 2015

Die Corona-Krise und der Winter haben Folgen für den bayerischen Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit erreicht den höchsten Stand seit sechs Jahren. Die genauen Zahlen erfahren Sie hier.

Freitag, 29. Januar, 12 Uhr: 19 Tote nach Corona-Ausbruch in oberbayerischem Pflegeheim

In Markt Schwaben sind 19 Senioren nach einem Corona-Ausbruch in einem Heim gestorben. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 29. Januar, 11.30 Uhr: RKI-Präsident warnt vor zu schneller Lockerung des Lockdowns

Lothar Wieler hält an dem weiterhin strengen Lockdown fest, denn die Zahlen sinken kaum. Sorgen machen ihm die Corona-Mutationen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 29. Januar, 11 Uhr: Wohnung zu Club umgebaut - Polizei löst Karaoke-Party auf

Trotz der Corona-Pandemie haben mehr als 30 Menschen in Berlin eine Party mit Bar und Karaoke-Anlage gefeiert. Als die von einer Nachbarin alarmierte Polizei in der Nacht zu Freitag in der Herzbergstraße im Bezirk Lichtenberg erschien, versuchten Gäste vergeblich über ein Dach zu fliehen. Das teilte die Polizei am Freitag mit. Das erste und zweite Stockwerk des Hauses war demnach zu einer Bar und einem Clubbereich umgebaut worden. Dazu gehörte auch der Karaoke-Bereich. Die Polizei traf 31 Menschen, die weder Masken trugen, noch Abstände einhielten. Außerdem fanden die Polizisten eine kleine Menge Rauschgift.

Immer wieder hat die Berliner Polizei in der zweiten harten Lockdownphase in den vergangenen Monaten größere private Treffen und Partys beendet. Darunter waren Hochzeitsfeiern, große Pokerrunden und weitere Feste.

Freitag, 29. Januar, 10.50 Uhr: Russlands Bevölkerung schrumpft wegen Corona erheblich

In Russland ist die Einwohnerzahl erstmals seit 15 Jahren wieder geschrumpft. Sie sank nach Angaben der Statistikbehörde Rosstat im vergangenen Jahr um etwa eine halbe Million, wie die Zeitung "Nesawissimaja Gaseta" am Freitag berichtete. Demnach lebten im flächenmäßig größten Land der Erde rund 146,2 Millionen Menschen. Experten sehen den Hauptgrund für den Rückgang in der Corona-Pandemie. Nach Angaben des Statistikamtes starben allein von Januar bis November 2020 rund 229 700 Menschen mehr als im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einer Übersterblichkeit von mehr als 13 Prozent.

Kremlchef Wladimir Putin verlangt seit langem mehr Anstrengungen, damit die Bevölkerung wächst. Er hatte in einer Rede im vergangenen Jahr niedrige Einkommen als ein Hindernis bezeichnet. Als weitere Gründe dafür sehen Experten auch die Abwanderung junger, gut ausgebildeter Menschen ins Ausland und die niedrige Geburtenzahl.

Freitag, 29. Januar, 10.45 Uhr: Söder rügt Impfstoff-Beschaffung: EU habe zu spät bestellt

Der Impfstart lief nicht wie geplant. Markus Söder rügt nun die EU.

Freitag, 29. Januar, 10 Uhr: Leipziger Buchmesse erneut abgesagt

Die Leipziger Buchmesse wird wegen der Corona-Pandemie erneut abgesagt. Nach dpa-Informationen wird eine digitale Variante eines Lesefestes vorbereitet.

Freitag, 29. Januar, 8.55 Uhr: Forscher schätzen: Corona-Durchseuchung liegt in Österreich bei sieben Prozent

Mit einer neuen Methode errechnen Forscher die Corona-Durchseuchung. In Österreich liegt sie bei nur sieben Prozenz. Herdenimmunität sei keine gute Strategie. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 29. Januar, 7.45 Uhr: Polizei löst Geburtstagsfeier mit 18 Menschen in Aschaffenburg auf

Die Polizei hat in einer Aschaffenburger Wohnung eine Geburtstagsfeier mit 18 Menschen aufgelöst. Die Gäste feierten trotz der geltenden Corona-Beschränkungen ausgelassen, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Die Feiernden hielten keinen Abstand und trugen keinen Mund-Nasen-Schutz. Zeugen hatten die Beamten demnach am Mittwochabend auf die Feier hingewiesen. Als die Polizisten die Personalien der Feiernden aufnehmen wollten, zeigten sich diese aber uneinsichtig. Nur mit Verstärkung habe eine Eskalation verhindert werden können. Der Jubilar, ein 50 Jahre alter Mann, und seine Gäste müssen nun mit Bußgeldern rechnen.

Freitag, 29. Januar, 7.15 Uhr: Sieben Landkreise und Städte in Bayern unter Inzidenzwert von 50

Die Behörden in Bayern haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 1970 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Sieben Landkreise und kreisfreie Städte im Freistaat lagen nach den am Freitag veröffentlichten Zahlen unter dem Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, sechs aber noch über 200.

113 neue Todesfälle wurden in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. In Bayern sind seit Beginn der Pandemie 398 573 Infektionen und 10.229 Corona-Tote gemeldet worden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz für ganz Bayern lag laut RKI bei 93,8. Bundesweit registrierte die Behörde einen Wert von 94,4 - das derzeitige Ziel der Bundesregierung ist eine Inzidenz von 50. (Stand: 29. Januar, 00.00 Uhr). Die aktuellen Inzidenzwerte für das Allgäu finden Sie hier.

Freitag, 29. Januar, 6.35 Uhr: Berechtigungsschein für FFP2-Maske - Verwirrung um Gutscheine für Kinder

Damit Menschen über 60 Jahre und Risikogruppen besonders geschützt werden, bekommen sie Gutscheine für FFP2-Masken zugeschickt. Verwirrung gibt es bei Kindern. Antworten auf die wichtigsten Fragen finden Sie hier.

Freitag, 29. Januar, 6 Uhr: 14.022 Neuinfektionen in Deutschland

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 14.022 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 839 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Freitagmorgen bekanntgab. Vergangenen Freitag hatte das RKI 17 862 Neuinfektionen und 859 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen bei 94,4. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder - am Donnerstag lag sie erstmals seit Ende Oktober unter 100.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.898.900 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,90 (Vortag 0,87). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 90 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


Donnerstag, 28. Januar, 21.55 Uhr: 0,04 Prozent der Corona-Geimpften in Israel trotzdem positiv getestet

Israel hat nach der Impfung von Hunderttausenden Menschen ermutigende Daten zur Wirksamkeit eines Corona-Impfstoffs veröffentlicht. Von 715.425 Israelis, die zwei Dosen des Biontech-Pfizer-Präparats erhalten hatten, sind danach 371 positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. Dies sind 0,04 Prozent der zweifach Geimpften. 16 Erkrankte mussten demnach im Krankenhaus behandelt werden. Nach Angaben von Pfizer hat der Impfstoff eine Woche nach der zweiten Dosis eine Wirksamkeit von 95 Prozent.

Israel impft nach Informationen von Oxford-Forschern schneller als jedes andere Land auf der Welt. Laut einer Grafik auf der Webseite "Our World in Data" führt Israel mit 49,13 Impfdosen pro 100 Einwohner. In absoluten Zahlen gerechnet führen allerdings die USA, China und Großbritannien.

Donnerstag, 28. Januar, 20.40 Uhr: Veranstalter optimistisch für Wacken Open Air im Juli

Die Organisatoren des Heavy-Metal-Festivals Wacken Open Air (WOA) sind optimistisch, dass das Spektakel im kommenden Juli wieder veranstaltet werden kann. 2020 musste das Festival, zu dem rund 75.000 Fans in den Kreis Steinburg kommen, wegen der Corona-Pandemie abgesagt und durch ein Online-Festival ersetzt werden. "Wir stecken mitten in den Vorbereitungen für die kommende Ausgabe des WOA und können die Rückkehr auf unseren Holy Ground nicht erwarten", sagte Mitgründer und Veranstalter des WOA, Thomas Jensen der "Norddeutschen Rundschau" (Donnerstag). "Natürlich kann die Entwicklung einer Pandemie nicht genau vorhergesagt werden, aber der Impfstoff und der Einsatz von Schnelltests stimmen uns sehr positiv für dieses Jahr und lassen uns hoffnungsvoll in die Zukunft blicken."

Wie die Veranstalter des Ikarus-Festival 2021 in Memmingen über die Chancen für das Techno-Event im Mai denken, erfahren Sie hier.

Donnerstag, 28. Januar, 20 Uhr: Teure Schneeballschlacht: Männer in Leeds müssen 10.000 Pfund zahlen

Wegen einer riesigen Schneeballschlacht müssen zwei junge Männer in Leeds jeweils 10.000 Pfund Strafe zahlen. Das sind umgerechnet mehr als 11.300 Euro. "Es macht uns keine Freude, solche heftigen Strafen an diese beiden jungen Männer zu verhängen", hieß es von der Polizei in West Yorkshire am Donnerstag. "Aber ihre Handlungen haben Hunderte dazu ermutigt, sich nahe beieinander aufzuhalten." Das habe das Risiko, dass sich das Coronavirus weiter verbreite, massiv erhöht.

Mitte Januar hatten sich nach dem Aufruf der beiden Männer (20 und 23) Hunderte Menschen in einem Park zur Schneeballschlacht versammelt, Fotos und Videos davon verbreiteten sich über Social-Media-Kanäle. In England gilt zur Eindämmung der Pandemie derzeit ein harter Lockdown. Man darf nur eine Person außerhalb des eigenen Haushalts privat treffen - und das auch nur zum Sportmachen.

Donnerstag, 28. Januar, 19.45 Uhr: EU-Ratspräsident bringt Notmaßnahmen für schnelleres Impfen ins Spiel

EU-Ratspräsident Charles Michel hat Notmaßnahmen ins Gespräch gebracht, um die Corona-Impfungen in Europa zu beschleunigen. Sollten keine befriedigenden Lösungen mit den Herstellern gefunden werden, "sollten wir alle Optionen prüfen und alle juristischen Mittel und Durchsetzungsmaßnahmen nutzen", schrieb Michel in einem am Donnerstag veröffentlichten Brief an mehrere EU-Staats- und Regierungschefs.

Konkret bringt Michel Artikel 122 der EU-Verträge ins Spiel, der Notmaßnahmen bei Versorgungsengpässen ermöglicht. Die EU-Staaten könnten die EU-Kommission beauftragen, gezielte Maßnahmen zur Beschleunigung der Impfkampagne zu ergreifen, wie es aus EU-Kreisen hieß. Das könnten etwa Vorkehrungen sein, Impfstoffe bereits vor der Zulassung an die EU-Staaten zu verteilen. Es könnte aber auch bis hin zu Zwangslizenzen für Impfstoffe gehen, so dass Konkurrenten diese gegen Gebühr produzieren könnten, sagte ein EU-Vertreter.

Michel reagierte mit dem Schreiben auf einen Brief an die Regierungschefs von Österreich, Tschechien, Dänemark und Griechenland von voriger Woche. Sie hatten sich unter anderem für ein schnelles Zulassungsverfahren für Impfstoffe bei der EU-Arzneiagentur EMA stark gemacht. Die EMA wird voraussichtlich am Freitag eine Empfehlung zur Zulassung des Mittels von Astrazeneca geben. Doch hat der Hersteller der EU inzwischen Lieferkürzungen angekündigt. Die Ständige Impfkommission in Deutschland empfiehlt dieses Vakzin zudem nur für Erwachsene unter 65 Jahre.

Donnerstag, 28. Januar, 19.05 Uhr: Bundesregierung will Einreise aus fünf Ländern stoppen

Die Bundesregierung will die Einreise aus den Verbreitungsgebieten besonders gefährlicher Corona-Varianten weitgehend stoppen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sagte am Donnerstag am Rande eines EU-Innenministertreffens, es müsse innerhalb der Bundesregierung nur noch geklärt werden, welche Ausnahmen man zulässt. Eine Entscheidung soll bis zu diesem Freitag fallen. Betroffen wären derzeit fünf Länder, die von der Bundesregierung als Mutationsgebiete eingestuft sind: Großbritannien, Irland, Portugal, Südafrika und Brasilien. Was das für Deutsche heißt, die sich aktuell dort aufhalten und warum Seehofer Deutschland dennoch nicht zu einem "Gefängnis" machen will, erfahren Sie hier.

Donnerstag, 28. Januar, 17.45 Uhr: Corona-Impfpass: EU-Experten einig über Eckpunkte

Die Europäische Union treibt die Einführung von Corona-Impfpässen voran. Wie die EU-Kommission am Donnerstag mitteilte, haben sich die EU-Staaten auf Empfehlungen geeinigt, welche Informationen solche Dokumente enthalten sollen. Ziel ist die Vergleichbarkeit und gegenseitige Anerkennung in den 27 Staaten.

Impfnachweise sollen demnach sowohl in Papier- als auch in elektronischer Form möglich sein. Neben Basisinformationen etwa zu Personalien, dem verwendeten Impfstoff und der ausstellenden Behörden soll es eine Art elektronisches Siegel geben, etwa einen QR-Code oder eine Registrierung. Ziel sei, den Impfstatus einer Person rasch und eindeutig festzustellen, heißt es in den Richtlinien. Später könnten damit auch weitere Informationen verlinkt werden.

Die Richtlinien werden nun weiter beraten und ausgearbeitet. Wann die vergleichbaren Impfzertifikate eingeführt werden, blieb offen. EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides erklärte: "Gegenseitig anerkannte Impfnachweise werden ein wichtiges Instrument für die Bürger während der Pandemie, aber auch, nachdem wir sie überwunden haben."

Donnerstag, 28. Januar, 17.05 Uhr: Impfgipfel findet am Montag statt

Angesichts der Corona-Impfmisere planen Bund und Länder ein Spitzentreffen am kommenden Montag. "Die Bundeskanzlerin und die Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz haben sich darauf verständigt, am 1. Februar um 14.00 Uhr zu einem Impfgespräch zusammenzukommen", teilte ein Regierungssprecher am Donnerstag in Berlin mit. An der Videokonferenz würden neben weiteren Mitgliedern der Bundesregierung und den Regierungschefs und -chefinnen der Länder auch Vertreter der Impfstoffhersteller sowie der betreffenden Verbände teilnehmen. Worum es bei dem Treffen gehen soll und was sich davon erhofft wird, erfahren Sie hier.

Donnerstag, 28. Januar, 16.35 Uhr: Kretschmann verzichtet auf frühere Öffnung von Kitas und Grundschulen

Baden-Württemberg verzichtet nach dem Ausbruch der Corona-Mutation in einer Freiburger Kita auf eine frühere Öffnung von Kitas und Grundschulen. Wie die Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag in Stuttgart aus Regierungskreisen erfuhr, hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) entschieden, den Corona-Lockdown auch in Kitas und Schulen bis zum 14. Februar fortzusetzen. Bei dem Ausbruch in der Kita hatten sich mindestens 18 Kinder und Erzieherinnen und Erziehern mit der neuen Coronavariante angesteckt.

Donnerstag, 28. Januar, 16.30 Uhr: Schweizer können sich auf Bodensee-Schiff impfen lassen

Im Schweizer Teil des Bodensees gibt es ab kommender Woche ein schwimmendes Impfzentrum. An Bord der "MS Thurgau" können sich Anwohner gegen das Coronavirus impfen lassen. Wie das genau funktioniert, erfahren Sie hier.

Donnerstag, 28. Januar, 16.20 Uhr: ÖPNV: Ferienfahrplan im Unterallgäu gilt weiter

Die Busse im Unterallgäu verkehren noch voraussichtlich bis 14. Februar nach Ferienfahrplan. Das teilt das Landratsamt Unterallgäu mit. Für Schüler in Abschlussklassen, für die ab kommender Woche teilweise wieder der Präsenzunterricht beginnt, werden Sonderfahrpläne erstellt. Sie werden den Schülern an ihren jeweiligen Schulen mitgeteilt.

Donnerstag, 28. Januar, 15.25 Uhr: Infektionszahlen in Deutschland seit Weihnachten halbiert - dennoch keine Lockerungen in Sicht

Deutschland hat eine wichtige Hürde im Pandemie-Winter genommen: Dank des strengen Lockdowns haben sich die Infektionszahlen seit Weihnachten halbiert. So gab das Robert Koch-Institut die 7-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche - am Donnerstagmorgen mit 98 an. Der bisherige Höchstwert wurde am 22. Dezember mit 198 erreicht. Wieso Experten dennoch vor schnellen Lockerungen warnen, erfahren Sie hier.

Donnerstag, 28. Januar, 14.55 Uhr: Kostenlose FFP2-Masken für Hartz-IV-Empfänger

Hartz-IV-Empfänger sollen je zehn kostenlose FFP2-Masken bekommen. Hintergrund sind neue Corona-Schutzmaßnahmen für Busse, Bahnen und beim Einkaufen. Nach einem Bund-Länder-Beschluss vom 19. Januar sollen selbstgenähte Behelfsmasken oder Tücher nicht mehr erlaubt sein, stattdessen müssen FFP2-Masken oder die günstigeren OP-Masken getragen werden.

Wie Sozialminister Hubertus Heil (SPD) und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin mitteilten, sollen rund fünf Millionen Bezieher von Grundsicherung jeweils zehn FFP2-Masken bekommen. Dafür würden die Betroffenen ein Schreiben von ihrer Krankenversicherung bekommen. Mit diesem und dem Personalausweis könnten die Masken dann bei der Apotheke abgeholt werden. "Es ist wichtig, dass wir in dieser Situation die gesamte Gesellschaft im Blick haben", sagte Heil. Menschen in Grundsicherung hätten keine Reserven.

Sozialverbände hatten vor dem Hintergrund der neuen Maskenvorgaben mehrfach gefordert, dass der Staat Bedürftige dann auch entsprechend unterstützen müsse.

Ein ähnliches Masken-Programm hatte der Bund schon zum Schutz von Risikogruppen aufgelegt. Rund 34 Millionen Bürger ab 60 Jahren und Menschen mit chronischen Erkrankungen bekommen Gutscheine für zwölf FFP2-Masken, die in der Apotheke eingelöst werden können. Dabei wird ein Eigenanteil von zwei Euro für je sechs Masken fällig. Drei kostenlose FFP2-Masken waren den Betroffenen schon vor dem Jahreswechsel zur Verfügung gestellt worden.

Donnerstag, 28. Januar, 14.45 Uhr: Impfkommission empfiehlt Astrazeneca-Vakzin mit Einschränkung

Die Ständige Impfkommission empfiehlt in der Corona-Pandemie auch die Impfung mit dem Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca - allerdings mit Einschränkungen. Aufgrund von derzeit verfügbaren Daten werde dieser Impfstoff nur für Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren empfohlen, teilte das Bundesgesundheitsministerium am Donnerstag mit. Das Vakzin von Astrazeneca soll voraussichtlich am Freitag in der EU zugelassen werden.

Donnerstag, 28. Januar, 13 Uhr: Erste Corona-Impfungen in britischem Supermarkt

In Großbritannien sind Menschen erstmals in einem Supermarkt gegen das Coronavirus geimpft worden. Ausgebildetes Personal könne täglich 240 Dosen in der Filiale in dem Ort Smethwick nahe Birmingham verabreichen, teilte die Handelskette Asda am Donnerstag mit. Die Region ist eine der besonders schwer von Corona betroffenen des Landes. In einigen Bezirken waren zuletzt bis zu 1200 Menschen je 100 000 Einwohnern infiziert.

"Viele der Menschen, die heute in den Laden kommen, sind seit Monaten zu Hause geblieben, und wir hoffen, dass der Erhalt des Impfstoffs der erste Schritt zur Rückkehr zur Normalität für sie ist", sagte der Chef-Apotheker von Asda, Faisal Tuddy. Ein zweites, größeres Impfzentrum solle bald in einem Geschäft in Watford eröffnen.

Donnerstag, 28. Januar, 12.25 Uhr: Regierung: Planungen für Impfgipfel werden noch heute abgestimmt

Die Planungen für ein rasches Spitzentreffen zur Corona-Impfmisere werden immer konkreter. "Die Bundesregierung ist für einen solchen Impfgipfel. Die Planungen dafür laufen und werden noch heute mit den Ländern abgestimmt", teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Donnerstag in Berlin mit.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich offen für einen solchen Impfgipfel gezeigt, wie er etwa von SPD-Politikern gefordert wird. Im Radiosender NDR Info und auf Twitter schlug Spahn ein gesondertes Treffen mit den Ministerpräsidenten vor, an dem auch Vertreter der Pharmahersteller teilnehmen sollten. Inhaltlich muss es nach seinen Worten darum gehen, wie das weitere Vorgehen gegen die Pandemie aussehen kann.

Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg forderte den Bund auf, die Anstrengungen bei der Beschaffung von Impfstoff zu verstärken.

Donnerstag, 28. Januar, 12.15 Uhr: Bayerische Theatertage in Memmingen abgesagt

Die Bayerischen Theatertage in Memmingen wurden erneut abgesagt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 28. Januar, 11 Uhr: Spahn: "Wir gehen noch durch mindestens zehn harte Wochen"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Menschen in Deutschland auf weitere zehn harte Wochen in der Corona-Krise eingestimmt. Bund und Länder sollten auf einer eigenen Ministerpräsidentenkonferenz nur zum Impfen über die Lage, die Ziele und das weitere Vorgehen beraten, schlug Spahn am Donnerstag auf Twitter vor. Dazu sollten die Impfstoffhersteller zu einem Expertengespräch eingeladen werden. Sich zu informieren, abzustimmen, und einheitlich zu agieren, helfe immer. "Denn wir gehen bei der Knappheit des Impfstoffes noch durch mindestens zehn harte Wochen", so Spahn. "Die sollten wir mit gemeinsamem Arbeiten in der Sache verbringen." In zehn Wochen, also Anfang April, ist Ostern.

Die Massenimpfungen gelten als Schlüssel, um das Coronavirus zurückzudrängen. Derzeit zielt viel Kritik an Spahn darauf, dass die Bevölkerung zu langsam geimpft werden könne.

Donnerstag, 28. Januar, 9.55 Uhr: Corona-Ausbruch in Skiort Arosa

Im Schweizer Skiort Arosa gibt es mehrere Fälle der Corona-Mutation - doch das Skigebiet soll offen bleiben. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 28. Januar, 9.35 Uhr: Zahlen des RKI verzögern sich

Für das Allgäu liegen heute noch keine Inzidenz- und Infektionszahlen vor. Sobald das Robert-Koch-Institut sie veröffentlicht finden Sie diese hier und in unserem Inzidenzartikel.

Donnersag, 28. Januar, 9.15 Uhr: 7-Tage-Inzidenz erstmals seit Oktober unter 100

Erstmals seit Ende Oktober liegt die sogenannte 7-Tage-Inzidenz laut Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) unter der Schwelle von 100. So wurden in Deutschland binnen einer Woche 98 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner an die Gesundheitsämter übermittelt, wie das RKI am Donnerstagmorgen meldete. Damit hat sich die Zahl der innerhalb von 7 Tagen gemeldeten Neuinfektionen seit dem Höchststand kurz vor Weihnachten - die 7-Tage-Inzidenz lag am 22. Dezember bei 197,6 - in etwa halbiert. Das politische Ziel ist eine 7-Tage-Inzidenz von unter 50.

Die deutschen Gesundheitsämter meldeten dem RKI 17.553 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Außerdem wurden mehr als 900 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Vergangenen Donnerstag hatte das RKI 20.398 Neuinfektionen und 1013 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. In Bayern stieg die Zahl der Toten auf über 10.000.

Der bundesweite 7-Tage-R-Wert lag laut dem RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,87 (Vortag 0,88). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Donnerstag, 28. Januar, 8.30 Uhr: Autounfall wegen verrutschter FFP2-Maske

Weil ihre FFP2-Maske verrutscht ist, hat eine Frau in Gundelfingen (Landkreis Dillingen an der Donau) einen Unfall verursacht. Die 72-Jährige wurde vom Verrutschen der Maske am Mittwochnachmittag abgelenkt, kam von der Fahrbahn ab und prallte mit ihrem Auto gegen eine Straßenlaterne, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Dabei entstand ein Sachschaden von rund 6000 Euro. Warum die Frau, die allein im Auto unterwegs war, eine Maske trug, war zunächst unbekannt.

Donnerstag, 28. Januar, 8.20 Uhr: Covid-Patient verlässt das Krankenhaus und geht einkaufen

Ein Covid-19-Patient ist trotz seiner Erkrankung mit dem öffentlichen Nahverkehr von Wiesbaden nach Mainz gefahren und dort im Supermarkt einkaufen gegangen. Wie die Bundespolizei am Donnerstag mitteilte, habe sich der 21-Jährige am späten Dienstagabend am Mainzer Hauptbahnhof an Sicherheitskräfte gewandt und erklärt, er habe Corona und benötige medizinische Hilfe. Ein Rettungswagen brachte ihn dann in die Mainzer Uniklinik.

Ermittlungen ergaben, dass der Covid-Patient stationär behandelt worden war und sich verbotenerweise von einem Wiesbadener Krankenhaus aus auf den Weg nach Mainz gemacht hatte. Der Supermarkt, den der Mann besucht hatte, wurde von Beamten abgesperrt, wie die Bundespolizei mitteilte. Gegen den 21-Jährigen wurde ein Straf- und ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Donnerstag, 28. Januar, 8.15 Uhr: Schwanger im Lockdown - sieben Frauen berichten

Sieben Frauen aus der Region erzählen, wie sie die Schwangerschaft während des Lockdown und der Pandemie erleben und erlebt haben. Die ganze Geschichte lesen Sie hier.

Donnerstag, 28. Januar, 6.25 Uhr: Dreyer fordert einheitliche Regeln für Lockerung des Lockdowns

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat einheitliche Regeln für eine Lockerung des Corona-Lockdowns gefordert: "Ich glaube, dass es wichtig ist, dass wir uns in Deutschland auf die gleichen "Wenn-dann-Regeln" einigen", sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag). "Wir brauchen ein Einvernehmen darüber, in welchen Inzidenz-Korridoren bestimmte Bereiche gelockert werden können oder wieder verschärft werden müssen." Ein Zukunftsplan, der den Familien, der Wirtschaft und der Kultur Perspektiven vermittelt, sei "absolut notwendig".

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) äußerte sich zurückhaltender. Er forderte, sich bei den Szenarien für Lockerungen nicht allein an der Zahl der Neuinfektionen zu orientieren. "Der Inzidenzwert ist eine wichtige Maßzahl - aber nicht der einzige. Wir müssen auch andere Aspekte, wie die Ausbreitung der Mutationen und die Auslastung in den Intensivstationen, im Blick haben", sagte der SPD-Politiker. Schule und Kitas müssten bei der Lockerung ganz vorn stehen. Die Inzidenz beziffert die Zahl der neuen Infektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

Donnerstag, 28. Januar, 6.15 Uhr: Westallgäuer Mutter startet Petition gegen Maskenpflicht an Grundschulen

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung! Eine Westallgäuer Mutter hat vor einiger Zeit eine Initiative gegen die Maskenpflicht an Grundschulen gestartet. Nun wird die Petition im Ausschuss des Landtags diskutiert. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 27. Januar, 22 Uhr: Impfstoff-Streit mit Astrazeneca: Keine Lösung in Sicht

Was für ein Hickhack: Die Europäische Union und der Pharmakonzern Astrazeneca streiten auf offener Bühne um Corona-Impfstoff. EU-Kommissarin Stella Kyriakides appellierte am Mittwoch an die moralische Verantwortung der Firma - die sich ihrerseits gegen Vorwürfe verwahrte. Auch ein Online-Krisengespräch am Abend brachte keine Lösung. Große Mengen Impfstoff für Deutschland und andere EU-Länder werden somit wohl Wochen oder Monate später kommen. Der schützende Piks könnte sich somit für Millionen Menschen verzögern.

Mittwoch, 27. Januar, 21.45 Uhr: Irans Ex-Nationalspieler Minawand mit Corona gestorben

Der ehemalige iranische Fußball-Nationalspieler Mehrdad Minawand ist an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna starb der 45-Jährige am Mittwochabend im Laleh Krankenhaus in der Hauptstadt Teheran. Minawand, der zwischen 1998 und 2001 auch für den österreichischen Erstligisten Sturm Graz spielte, galt als einer der besten Linksverteidiger der iranischen Fußballgeschichte. Auch Sturm Graz teilte am Abend den Tod seines früheren Profis mit.

Minawand bestritt 67 Länderspiele und nahm mit dem Iran auch an der WM 1998 in Frankreich – und am Gruppenspiel gegen Deutschland (0:2) - teil. Zuletzt war er in der 2. iranischen Liga als Co-Trainer tätig.

Mittwoch, 27. Januar, 21.10 Uhr: Bundesregierung plant Einreiseverbote aus bestimmten Ländern

Die Bundesregierung plant nach "Spiegel"-Angaben ein Einreiseverbot aus Ländern mit hoher Verbreitung von Corona-Mutanten. Eine Vorlage für eine entsprechende Verordnung befinde sich derzeit in der Abstimmung zwischen den Ressorts, berichtete der "Spiegel" am Mittwochabend auf seiner Online-Plattform. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass ein entsprechender Beschluss derzeit abgestimmt wird. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 27. Januar, 20.20 Uhr: Virusmutation in Kita - Kretschmann vertagt geplante Lockerung

Fast täglich hat Grünen-Regierungschef Kretschmann vor den neuen Virusvarianten gewarnt. Trotzdem wollte er eine Lockerung für Kitas und Grundschulen durchdrücken - im Sinne der Kleinsten. Doch jetzt ist die Mutation in einem Kindergarten in Freiburg aufgetaucht. So ist die Lage in Baden-Württemberg.

Mittwoch, 27. Januar, 20 Uhr: Im Interesse der Innenstädte: Bund stützt Galeria Karstadt Kaufhof

Die Kaufhäuser der letzten großen deutsche Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof gelten für viele Fußgängerzonen als unverzichtbare Publikumsmagneten. Nach Lufthansa und Tui wird deshalb auch der Handelsriese mit Staatsdarlehen gestützt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 27. Januar, 19.35 Uhr: Südafrika-Variante des Coronavirus im Kreis Viersen nachgewiesen

In einer Behinderteneinrichtung im Kreis Viersen ist die aus Südafrika stammende mutierte Variante B.1.351 des Coronavirus nachgewiesen worden. 11 Bewohner und 13 Mitarbeiter seien mit dem Coronavirus infiziert, teilte der Kreis am Mittwoch mit. Es habe sich auffallend schnell verbreitet, heißt es in einer Mitteilung.

Bei zwei Proben wurde das mutierte Virus nachgewiesen, doch ist davon auszugehen, "dass alle 24 Infizierten des Clusters die Mutante in sich tragen", wie der Kreis mitteilte. Weitere der Proben gezielt auf die Mutation hin zu untersuchen, sei nicht nötig. Alle 17 Bewohner sind demnach seit dem 23. Januar in ihren Einzelzimmern in Quarantäne. Für negativ getestet Mitarbeiter sei eine Arbeitsquarantäne angeordnet worden. Sie dürfen sich von Zuhause zum Arbeitsplatz bewegen, um den Betrieb der Einrichtung aufrecht zu halten.

Mittwoch, 27. Januar, 19.25 Uhr: "Querdenken" Stuttgart beendet Demo-Pause: Kilometerlanger Autokorso

Nach einer mehrwöchigen Pause der Großdemos hat die "Querdenken"-Initiative um den Unternehmer Michael Ballweg ihre Reihe größerer Protestveranstaltungen wieder aufgenommen. Mit einem Autokorso demonstrierten Anhänger der Bewegung am Mittwochabend in der Stuttgarter Innenstadt gegen die anhaltenden Corona-Auflagen. Nach Angaben der Polizei nahmen mehrere Hundert Fahrzeuge am Korso teil, der sich über mehrere Kilometer durch die Stadt zog. Der Veranstalter hatte laut Anmeldung bis zu 300 Autos erwartet.

Ballweg hatte seine Anhänger an Weihnachten zu einer Pause der Großdemos aufgerufen. In einer Videobotschaft auf der Seite der Gruppe "Querdenken 711" aus Stuttgart hatte er argumentiert, er wolle den Winter nutzen, um Kräfte zu sammeln.

Die "Querdenken"-Bewegung wird mittlerweile vom Landesamt für Verfassungsschutz in Baden-Württemberg beobachtet. Mehrere maßgebliche Akteure der "Querdenken"-Bewegung ordnet das Landesamt dem Milieu der Reichsbürger und Selbstverwalter zu, die die Existenz der Bundesrepublik leugnen und demokratische und rechtsstaatliche Strukturen negieren. Die Stuttgarter Gruppe "Querdenken 711" ist so etwas wie die Keimzelle der mittlerweile bundesweit aktiven Corona-Protestbewegung.

Mittwoch, 27. Januar, 19.10 Uhr: Debatte um Lockerungen in Deutschland nimmt Fahrt auf

Die Infektionszahlen sinken - und schon wird über Lockerungen des Lockdowns diskutiert. Doch wie schnell geplante Erleichterungen zurückgedreht werden können, zeigt sich in Baden-Württemberg. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 27. Januar, 18.45 Uhr: Studie: Leicht veränderte Symptome bei britischer Virus-Variante

Einer Studie der britischen Statistikbehörde ONS (Office for National Statistics) zufolge sind die Symptome bei der zuerst in Großbritannien entdeckten Coronavirus-Variante leicht anders als bei der bislang vorherrschenden. Husten, Müdigkeit, Gliederschmerzen und Halsschmerzen treten demnach etwas häufiger auf. Der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns hingegen etwas seltener. Keinen Unterschied gibt es demnach bei der Häufigkeit von Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit, Durchfall oder Erbrechen. Befragt wurden 6000 zufällig ermittelte Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Bei Viren treten stetig zufällige Veränderungen im Erbgut auf, Mutationen genannt. Manche verschaffen dem Erreger Vorteile - etwa, indem sie ihn leichter übertragbar machen. Die in Großbritannien aufgetretene Variante B.1.1.7 ist nach Ansicht britischer Experten 30 bis 70 Prozent leichter übertragbar als die bislang vorherrschende. Hinweise, dass sie auch häufiger zu tödlichen Verläufen von Covid-19 führen könnte, beruhen bislang nur auf einer sehr unsicheren Datenlage, wie Experten betonen.

Mittwoch, 27. Januar, 18.40 Uhr: Fußball-EM 2021: UEFA hält an Plänen für Turnier in zwölf Städten fest

Die Fußball-Europameisterschaft soll wie geplant in zwölf Ländern stattfinden. Ob Zuschauer in den Stadien zugelassen werden, soll sich im April entscheiden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 27. Januar, 18.30 Uhr: Landtag stimmt für Lockdown bis 14. Februar

Nun hat auch Bayerns Parlament die teils harten Corona-Auflagen wie geschlossene Schulen und Handel verlängert. Doch auch Forderungen werden lauter. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Mittwoch, 27. Januar, 18.20 Uhr: Weitere Verdachtsfälle auf Corona-Mutation im Bayreuther Klinikum

Im Bayreuther Klinikum gibt es weitere Verdachtsfälle auf die hochansteckende Corona-Mutation aus Großbritannien. Wie das Krankenhaus am Mittwoch berichtete, seien bei einer Reihentestung von knapp 3000 Klinikmitarbeitern 21 neue Infektionen festgestellt worden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 27. Januar, 18 Uhr: Corona-Mutation wohl auch im Landkreis Berchtesgadener Land nachgewiesen

Das Landratsamt Berchtesgadener Land meldet, dass bei einer ambulanten Patientin in der Kreisklinik Bad Reichenhall ebenfalls eine Mutation festgestellt worden sei. Es müsse aber noch näher bestimmt werden, ob es sich um die britische oder die südafrikanische Variante handelt, sagte eine Sprecherin der Behörde. Die beiden Mutationen seien sich sehr ähnlich.

Mittwoch, 27. Januar, 17.30 Uhr: Britische Corona-Variante war schon Anfang Dezember in Tschechien

Die ansteckendere britische Coronavirus-Mutation ist schon früher in Tschechien angekommen als bisher angenommen. Die Virusvariante sei mindestens seit Anfang Dezember im Umlauf, teilte das nationale Referenzlabor in Prag am Mittwoch mit. Das hätten nachträgliche Analysen älterer Proben ergeben. Insgesamt sei die britische Mutante inzwischen in mehr als 200 Fällen im Labor nachgewiesen worden. Die Betroffenen stammen unter anderem aus Prag, Brünn (Brno), Jihlava (Iglau) und Pardubice (Pardubitz). Die Gesundheitsämter wurden angewiesen, Mutationsfällen bei der Kontaktnachverfolgung Priorität einzuräumen.

Mittwoch, 27. Januar, 17.10 Uhr: Corona-Mutationen in Oberbayern, Niederbayern und Oberfranken nachgewiesen

Die wohl hochansteckenden Corona-Mutationen sind in Oberbayern, Niederbayern und Oberfranken nachgewiesen worden. Acht Fälle der britischen Variante seien bislang in München, Erding, Bayreuth, Passau sowie in den Landkreisen Landsberg am Lech und Dingolfing bekannt, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Die Mutation aus Südafrika sei bei einer Probe aus dem Landkreis Rosenheim festgestellt worden.

Die Landratsämter in Ansbach und Neu-Ulm bestätigten außerdem Fälle des in Nerzen mutierten Virus aus Dänemark. "Informationen über einen gesicherten Nachweis der dänischen Variante in Proben aus Bayern liegen uns bislang nicht vor", betonte ein Sprecher des Ministeriums. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) werde nun Proben von den betroffenen Gesundheitsämtern anfordern.

In Dänemark komme die Mutation nach der Massentötung der Pelztiere nur noch sehr selten vor, teilte das dänische Gesundheitsinstitut SSI erst am Mittwoch mit. Die Weltgesundheitsorganisation hatte Anfang November auch keine Hinweise auf erhöhte Risiken bei der Cluster-5-Variante des Virus gesehen. Schon gebildete Antikörper und Impfstoffe könnten allerdings etwas weniger gut wirken, hieß es damals.

Mittwoch, 27. Januar, 17 Uhr: Bundesregierung rechnet mit mühsamerem Weg aus Wirtschaftskrise

Die deutsche Wirtschaft brach 2020 wegen der Corona-Pandemie ein. Wann geht es wieder aufwärts - und wie schnell? Das sagt die Bundesregierung zu diesen Fragen.

Mittwoch, 27. Januar, 16.30 Uhr: EU-Kommissarin: Astrazeneca zur Impfstoff-Lieferung verpflichtet

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides hat erneut an den Pharmakonzern Astrazeneca appelliert, die vertraglich vereinbarte Menge Corona-Impfstoff fristgerecht an die EU-Staaten zu liefern. "Wir stecken in einer Pandemie, und wir verlieren jeden Tag Menschen", sagte Kyriakides am Mittwoch in Brüssel. Die Hersteller von Impfstoffen hätten eine "moralische, gesellschaftliche und vertragliche Verantwortung".

Die EU-Kommission hat einen Rahmenvertrag mit Astrazeneca über bis zu 400 Millionen Impfstoffdosen. Der Konzern hat jedoch angekündigt, nach der für Freitag erwarteten Zulassung des Impfstoffs im ersten Quartal nur einen kleinen Teil der zugesagten Menge zu liefern. Als Grund wurden Produktionsprobleme in einem Werk in Belgien angegeben. Die EU lässt das nicht gelten, zumal der Konzern noch in drei anderen Werken produziere.

Mittwoch, 27. Januar, 15.50 Uhr: Altmaier warnt vor öffentlicher Debatte über Corona-Lockerungen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat vor einer öffentlichen Debatte über Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen gewarnt. Es wäre das "falsche Signal", nun öffentlich über Lockerungen zu spekulieren und Erwartungen zu setzen, die die Bekämpfung der Pandemie eher erschwerten, sagte Altmaier am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung des Jahreswirtschaftsberichts. Es gebe im wöchentlichen Schnitt pro Tag immer noch an die 15 000 Neuinfektionen. Man brauche Geduld.

Hintergrund ist, dass etwa Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) erste Lockerungen der aktuell strengen Corona-Schutzvorkehrungen unter Bedingungen in Aussicht gestellt hat. Bei dauerhaft weniger als 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in einer Woche sollten zunächst Schulen und Kitas wieder stärker öffnen. Dann könne auch über die Öffnung von Dienstleistern wie etwa Friseurbetrieben nachgedacht werden, hatte Schwesig am Mittwoch im Landtag in Schwerin gesagt.

Mittwoch, 27. Januar, 15.35 Uhr: Grüne: Corona-Management der Staatsregierung muss verbessert werden

Zehn Monate nach Ausbruch der Corona-Krise fehlt Bayern nach Ansicht der Grünen noch immer eine in sich schlüssige Strategie zur Bekämpfung der Pandemie. "Wir müssen das Krisenmanagement verbessern", sagte Fraktionschefin Katharina Schulze am Mittwoch im Landtag in München. Bayern brauche endlich einen Kompass, der allen Menschen transparent und nachvollziehbar zeige, "wo wir hinwollen".

Als Beispiele nannte Schulze etwa die Einführung eines bundeseinheitlichen Inzidenz-Stufenplans mit Fokus auf Lockerungen für Kinder und Jugendliche. Ab einem Wert von 100 Neuinfektionen binnen sieben Tagen in einer Region müssten Kitas wieder in den Regelbetrieb und die ersten beiden Kassen in Grundschulen in den Wechselunterricht gehen.

Die von Bund und Ländern in der vergangenen Woche beschlossene Verlängerung des Lockdowns bis zum 14. Februar sei der richtige Weg. "Die Lage ist weiter ernst", sagte Schulze. Sorge machten insbesondere die Virus-Mutationen. "Wir sollten lieber noch etwas durchhalten als jetzt leichtsinnig den Erfolg der letzten Wochen verspielen."

An die Adresse von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) gerichtet sagte Schulze, er erinnere sie mit seinen Dauerrufen nach Lockerungen an einen "nervigen Mitreisenden", der immer quengelnd rufe, "wann sind wir endlich da. Als stellvertretender Ministerpräsident sollten sie es eigentlich besser wissen."

Mittwoch, 27. Januar, 15.15 Uhr: Holetschek: Pharmakonzerne müssen Zusagen einhalten

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) fordert von den Pharmakonzernen dringend mehr Verlässlichkeit und Planbarkeit, was die Lieferung von Corona-Impfstoffen angeht. Es sei nicht hinnehmbar, wenn Zusagen nicht eingehalten würden, betonte Holetschek am Mittwoch in einer Regierungserklärung im Landtag. "Das macht unser System kaputt." Der Bund und die Europäische Union seien in der Verantwortung, dafür zu sorgen, dass Verträge eingehalten würden. Das sei der Flaschenhals. "Dieses Thema müssen wir lösen."

Bislang wurden nach Worten Holetscheks gut 367.000 Menschen im Freistaat geimpft, es gab demnach schon gut 86.000 Zweitimpfungen.

Neben den kommunalen Impfzentren arbeitet Holetschek nach eigenen Worten an zusätzlichen Impfbussen, um Impfungen vor allem älterer Menschen voranzubringen. Vielleicht könne man 60 bis 70 solche Impfbusse zustande bekommen, die dann draußen vor Ort seien. Und was die Impfanmeldung älterer Menschen angehe, müsse man neben der Online-Anmeldung vielleicht auch mal an eine Postkarte denken.

Zudem kündigte Holetschek eine Impfkommission an. Diese soll beispielsweise Härtefälle prüfen, wenn es um Impftermine geht.

Mittwoch, 27. Januar, 15 Uhr: Holetschek verteidigt Bayerns Corona-Kurs - "Maßnahmen wirken"

Ein Jahr nach Bekanntwerden des ersten Corona-Falls in Bayern hat Gesundheitsminister Klaus Holetschek das Krisenmanagement der Staatsregierung gegen alle Kritik verteidigt. "Die Maßnahmen sind richtig sie wirken sie helfen, und sie schützen Menschenleben", sagte der CSU-Politiker am Mittwoch in seiner ersten Regierungserklärung im bayerischen Landtag in München.

Die Regierung habe viel gelernt aus der Pandemie und sich im Laufe der Zeit gut aufgestellt und vorbereitet. Als Beispiele nannte Holetschek den Aufbau der Teststrategie, die Stärkung der Teams zur Kontaktverfolgung und die Anschaffung eines Zentrallagers für wichtige medizinische Güter wie Schutzmasken oder Beatmungsgeräte.

In Bayern sei die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, inzwischen auf 96 gesunken, am 20. Dezember habe sie noch bei 217 gelegen. Gleichzeitig liege die Inzidenz in Tschechien bei 443,8. "Die Grenztestung läuft gut. Alleine gestern wurden über 200 positive Fälle bei der Einreise aus Tschechien herausgefiltert", sagte Holetschek.

Sorge bereite trotz der sinkenden Infektionszahlen aber die Mutation. Ziel müsse es sein, eine Entwicklung wie in Irland zu vermeiden. Dazu seien auch schärfere Quarantäne-Regeln etwa für Kontaktpersonen von Infizierten der richtige Ansatz.

Mittwoch, 27. Januar, 14.30 Uhr: Bayerns Friseure dürfen keine Hausbesuche machen

In der Corona-Krise fürchten Friseure um ihre Existenz, ebenso wie viele andere Dienstleister. Die Bremer Friseurinnung hatte ein Schlupfloch entdeckt und damit bundesweit Aufsehen erregt - doch in Bayern ist berufsmäßiges Haareschneiden ohnehin grundsätzlich verboten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 27. Januar, 14 Uhr: Frankreich erwägt erneuten strengen Corona-Lockdown

Frankreich schließt einen erneuten "sehr strengen" Lockdown im Kampf gegen das Coronavirus nicht aus. "Wir erwägen mehrere Szenarien", sagte Regierungssprecher Gabriel Attal nach einer Regierungssitzung unter Vorsitz von Präsident Emmanuel Macron am Mittwoch in Paris. Die aktuelle abendliche Ausgangssperre ab 18 Uhr bremse die Ausbreitung des Virus nicht ausreichend aus. Aktuell gebe es ein hohes Plateau - der Druck auf die Krankenhäuser wachse.

Daher sei die Beibehaltung der aktuellen Regelung "unwahrscheinlich", sagte Gabriel. Präsident Macron habe zusätzliche Untersuchungen in Auftrag gegeben. Am Donnerstagabend sollte es wieder eine Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Olivier Véran geben. Gabriel zufolge sind aktuell mehr als 1,2 Millionen Menschen im Land mit einer ersten Dosis des Impfstoffs geimpft worden.

Seit rund anderthalb Wochen gilt in ganz Frankreich die Ausgangssperre ab 18 Uhr abends. Die Menschen dürfen dann nicht mehr einkaufen oder spazieren gehen; auch Sport an der frischen Luft ist untersagt. Ausnahmen gelten zum Beispiel für den Arbeitsweg. Diese Regelung führt auch dazu, dass es in Supermärkten oder öffentlichen Verkehrsmitteln wie der Pariser Metro am späten Nachmittag sehr voll ist.

Frankreich mit seinen rund 67 Millionen Einwohnern zählt mehr als 74 000 Tote im Zusammenhang mit Corona. Seit Beginn der Pandemie gab es bereits zwei Mal einen strengen Lockdown - im vergangenen Frühjahr und Herbst. Im Gegensatz zum Frühjahr sind die Schulen im Herbst aber nicht geschlossen worden. Aktuell haben im Land die Geschäfte auf, Bars, Restaurants oder kulturelle oder sportliche Einrichtungen sind aber geschlossen.

Mittwoch, 27. Januar, 12.30 Uhr: Blaichacherin über Corona-Impfung: „Ich fühle mich pudelwohl“

Theresia Karl war die Erste aus dem südlichen Oberallgäu, die gegen das Corona-Virus geimpft wurde. Wieso Pflegekräfte zögern, sich immunisieren zu lassen.

Mittwoch, 27. Januar, 10.50 Uhr: Das sind die Wohntrends im Lockdown: Stimmungsvolles Licht, Tapeten und bunte Farben

Im Lockdown gestalten viele Menschen ihr Zuhause um und renovieren. Raumausstatterinnen aus Kempten raten: Trauen Sie sich etwas!

Mittwoch, 27. Januar, 9.45 Uhr: Produktion von Fertiggerichten in Corona-Krise deutlich gestiegen

Verbraucher haben in der Corona-Krise vermehrt zu Fertiggerichten gegriffen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden von Januar bis September 2020 in Deutschland rund 1,1 Millionen Tonnen Fertiggerichte hergestellt, knapp 50 300 Tonnen oder 4,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Ein Jahr zuvor hatte die Herstellung noch nahezu stagniert (plus 0,1 Prozent). Homeoffice, Homeschooling sowie zeitweise geschlossene Restaurants und Kantinen trieben die Produktion in den ersten neun Monaten 2020 an.

Den größten Zuwachs gab es in dem Zeitraum bei Gemüse-Fertiggerichten, etwa Gemüseeintöpfen, wie die Wiesbadener Behörde am Mittwoch mitteilte. Mit knapp 150 000 Tonnen wurden davon 7,4 Prozent mehr hergestellt als im Vorjahreszeitraum. Gefragt waren auch Produkte wie Tiefkühl-Pizzen oder -Baguettes (plus 5,4 Prozent auf rund 480 000 Tonnen).

Die Produktion von Fertiggerichten aus Teigwaren stieg um 4,6 Prozent auf 263 000 Tonnen. Bei Fleisch-Fertiggerichten wie Gulasch, Hamburgern oder Geflügelgerichten wurde ein Plus von 2,4 Prozent auf rund 171 000 Tonnen verzeichnet. Die Menge der produzierten Fisch-Fertiggerichte, zu denen beispielsweise Fisch-Nuggets oder Sushi zählen, sank hingegen um 1,2 Prozent.

Mittwoch, 27. Januar, 8.15 Uhr: AstraZeneca will weniger Impfdosen liefern - EU fordert Antworten

Im Streit über knappe Corona-Impfstoffe versucht die Europäische Union an diesem Mittwoch erneut, den Hersteller Astrazeneca zur raschen Lieferung vertraglich zugesicherter Mengen zu bewegen. Die EU-Kommission hat Vertreter des britisch-schwedischen Konzerns (für 18.30 Uhr) zur Krisensitzung mit Experten der EU-Staaten geladen. Außerdem ist noch nicht klar, ob die Impfung bei Senioren ausreichend wirkt.

Mittwoch, 27. Januar, 7 Uhr: Eltern bekommen Kita-Gebühren zurück

Wenn die Kids schon daheim bleiben sollen, müssen die Eltern wenigstens nicht die Kita-Gebühren weiterzahlen. Zur Rückerstattung gibt es eine wichtige Neuerung.

Mittwoch, 27. Januar, 6.15 Uhr: Die aktuellen 7-Tages-Inzidenzen im Allgäu

Die Inzidenzwerte im Allgäu sinken größtenteils. Laut RKI hat nun auch das Ostallgäu die "gelbe" Warnstufe von 50 unterschritten. Memmingen hat weiterhin den höchsten 7-Tages-Inzidenzwert im Allgäu (135,5). Das RKI meldete heute über 13.000 neue Corona-Fälle deutschlandweit. Unsere Allgäu-Übersicht.

Mittwoch, 27. Januar, 5.50 Uhr: 13.202 Corona-Neuinfektionen und 982 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 13 202 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 982 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Mittwochmorgen bekanntgab. Vergangenen Mittwoch hatte das RKI 15.974 Neuinfektionen und 1.148 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1.244 neuen Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bei 101,0. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.161.279 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 27.01., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 53.972. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.866.000 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,88 (Vortag 0,95). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 88 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Dienstag, 26. Januar, 21.45 Uhr: Nach Corona-Absage: Boston-Marathon für 11. Oktober neu terminiert

Die 125. Auflage des Boston-Marathons ist für den 11. Oktober neu angesetzt worden - falls es die Corona-Pandemie erlaubt. Das teilten die Veranstalter am Dienstag mit. Das ursprünglich für den 19. April 2020 terminierte Traditionsrennen, das 1897 erstmals stattfand, war im vergangenen Jahr zunächst auf September verschoben und dann erstmals in seiner Geschichte abgesagt worden. Sollten die für den US-Bundesstaat Massachusetts gültigen Covid-19-Restriktionen es erlauben, soll der Marathon am 11. Oktober ausgetragen werden.

Dienstag, 26. Januar, 20.45 Uhr: Großbritannien zählt mehr als 100.000 Corona-Tote

In Großbritannien sind seit Beginn der Pandemie mehr als 100 000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. "Es ist schwer, die Trauer hinter dieser dunklen Statistik zu fassen", sagte der britische Premier Boris Johnson am Dienstag in London. Jedes verlorene Leben tue ihm zutiefst leid, sagte Johnson.

Er übernehme volle Verantwortung für die Entscheidungen seiner Regierung in der Pandemie. Diese habe jedoch alles getan, was in ihrer Macht stehe und werde dies auch weiter tun. Kritiker bemängeln hingegen, die Corona-Maßnahmen seien oft zu spät oder falsch getroffen worden. Großbritannien ist in Europa das am schwersten von der Pandemie getroffene Land.

Nach einem massiven Anstieg der Fallzahlen im Zusammenhang mit der neuen Variante B.1.1.7 im Dezember verzeichnete das Land die weltweit höchste tägliche Covid-Todesrate

Dienstag, 26. Januar, 20.30 Uhr: Virologin Ciesek: Corona-Mutationen aufzuhalten geht nur europaweit

Um die Ausbreitung von Coronavirus-Varianten aus anderen Ländern zu verlangsamen, braucht es aus Sicht von Wissenschaftlern einen europaweiten Plan. Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek und andere fordern in der Fachzeitschrift "The Lancet" unter anderem einheitliche Regeln für Einreisende.

"Wir müssen versuchen, die Ausbreitung der Varianten in Deutschland zu verzögern", sagte Ciesek am Dienstag im NDR-Podcast "Coronavirus-Update". "Das kann nur europaweit funktionieren - weil wir nicht isoliert auf einer Insel leben."

In Deutschland wurden bisher Mutationen des Coronavirus aus Großbritannien, Südafrika und Brasilien nachgewiesen.

Dienstag, 26. Januar, 20 Uhr: "Bild": Seehofer prüft weitere Einreise-Einschränkungen

Angesichts der Risiken durch Mutationen des Coronavirus denkt die Bundesregierung nach Informationen von "Bild" über weitere Einschränkungen im grenzüberschreitenden Verkehr nach. "Die Gefährdung, die von den zahlreichen Virus-Mutationen ausgeht, verlangt von uns, dass wir auch drastische Maßnahmen prüfen und in der Bundesregierung diskutieren", sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) zu "Bild".

Dazu gehörten "deutlich schärfere Grenzkontrollen", besonders an den Grenzen zu Hochrisikogebieten, "aber auch die Reduzierung des Flugverkehrs nach Deutschland auf nahezu Null". Das Bundesinnenministerium äußerte sich zunächst nicht zu konkreten Planungen für neue Einreise-Regelungen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 26. Januar, 19.15 Uhr: Kempten liegt weiter unter einem Inzidenz-Wert von 50

Der dritte Tag in Folge unter 50: Die Inzidenz in Kempten ist zuletzt deutlich gesunken. Der Wert gibt an, wie viele Menschen sich pro 100 000 Einwohner in den vergangen sieben Tagen mit Corona infiziert haben. Am Dienstag lag Kempten schließlich bei einem Inzidenzwert von 47,7. Warum Lockerungen der Cororna-Regeln aber auch hier schwierig umzusetzen sein könnten, lesen Sie hier.

Dienstag, 26. Januar, 18.10 Uhr: Rund 3000 Menschen in Bayreuth in Pendlerquarantäne

Mehr als 3000 Mitarbeitende des Klinikums dürfen nur noch ohne öffentliche Verkehrsmittel zur Arbeit kommen und befinden sich ansonsten in Quarantäne.

Patienten werden nur noch in absoluten Notfällen aufgenommen und erst nach zwei negativen Testergebnissen entlassen, wie das Klinikum in der oberfränkischen Stadt am Dienstag mitteilte. "Aktuell ist die Lage in dem Bayreuther Großkrankenhaus angespannt, aber unter Kontrolle", hieß es.

Aktuell besteht in Bayreuth in mindestens elf Fällen der Verdacht auf eine Infektion mit einer hochansteckenden mutierten Virusvariante.

Dienstag, 26. Januar, 17.40 Uhr: Bayerischer Landtag will am Mittwoch den Lockdown bis Mitte Februar verlängern

Knapp eine Woche nach den jüngsten Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern muss nun auch der bayerische Landtag den verlängerten Lockdown bis Mitte Februar beschließen. Bislang gelten die Maßnahmen zur Eindämmung von weiteren Infektionen nur bis Ende Januar, die Verlängerung am Mittwoch ist aber aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Parlament eine reine Formsache. Bereits in der vergangenen Woche hatte die von CSU und Freien Wählern getragene Staatsregierung die Beschlüsse im Kabinett bestätigt.

Vor der Abstimmung über den verlängerten Lockdown steht gleich zu Beginn der Sitzung (13.00 Uhr) zunächst die in der Corona-Krise eingeführte Fragestunde der Opposition an die Regierung an. Hier dürfte es auch um die aktuelle - und von Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) mit befeuerte - Debatte um Lockerungen ab Februar gehen. Auch die jüngsten Gerichtsentscheidungen zur gekippten 15-Kilometer-Regel für Bewohner von Corona-Hotspots und das allgemeine Alkoholverbot dürften eine Rolle spielen.

Dienstag, 26. Januar, 16.55 Uhr: Corona-Mutationen breiten sich in Bayern aus

Die wohl hochansteckenden Corona-Mutationen breiten sich in Bayern weiter aus. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind acht Fälle des Mutanten aus Großbritannien und ein Fall des Mutanten aus Südafrika bestätigt. Im Klinikum Bayreuth gebe es außerdem elf Verdachtsfälle des Virustyps aus Großbritannien.

Die Mutationen seien "tatsächlich eine Herausforderung", sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Das Virus sei deutlich ansteckender, je nach Studie zwischen 33 und 70 Prozent. Deswegen gebe es "überhaupt keine Alternative, die Regelungen klar und eindeutig zu halten, damit sich dieser Mutant nicht ausbreitet. Sonst würden wir das verspielen, was wir jetzt erreicht haben gemeinsam".

Dienstag, 26. Januar, 16.35 Uhr: Söder stellt Öffnung von Schulen und Kitas für Mitte Februar in Aussicht

Trotz weiter sinkender Infektionszahlen in Bayern hat Ministerpräsident Markus Söder vor voreiligen Corona-Lockerungen gewarnt - zugleich aber Öffnungen für Schulen und Kitas ab Mitte Februar in Aussicht gestellt. "Fakt ist, wenn keine höheren Einträge kommen, die Zahlen sinken, wenn es kein Durchlaufen von Mutationen gibt, dann gibt es auch eine Aufhellung im Februar", sagte der CSU-Chef am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München.

Für die Staatsregierung hätten in dem Fall Schulen und Kitas Priorität, "weil es für die Schüler ganz wichtig ist, doch wieder einen geregelten und vernünftigen Unterrichtsmodus auf den Weg zu bringen", sagte Söder. Er kündigte daher für Anfang Februar einen Schulgipfel mit Eltern, Lehrern, Schülern und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) an. Hier solle über die weiteren Schritte ab Mitte Februar gesprochen werden. Dazu gehöre übrigens nicht nur die Frage, welcher Unterricht wo und in welcher Form stattfinde, sondern auch eine Debatte um ein Testkonzept für Lehrer und Schüler.

Insgesamt sei die Tendenz bei den Zahlen positiv, sagte Söder. Unter Verweis auf das mutierte Virus warnte der CSU-Chef aber, "toxisch" wäre eine Verbreitung der Mutation parallel zu einer überstürzten Lockerung. "Wir dürfen jetzt nicht nachlassen, es ist noch nicht vorbei", betonte Söder. "Es ist nicht die Zeit für Lockerungen."

Dienstag, 26. Januar, 16 Uhr: Bayerischer Verwaltungsgerichtshof entscheidet: 15-Kilometer-Regel gilt nicht

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die 15-Kilometer-Regel für Bewohner von sogenannten Corona-Hotspots vorläufig außer Vollzug gesetzt. Das Gericht gab damit am Dienstag einem Eilantrag aus Passau statt.

Die Befugnis der von hohen Infektionszahlen betroffenen Kommunen, eine Einreisesperre für touristische Tagesausflüge anzuordnen, bleibt aber dem Beschluss zufolge bestehen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 26. Januar, 16 Uhr: Laut RKI sind zwei Prozent der deutschen Bevölkerung gegen Corona geimpft

Rund einen Monat nach dem Start der Corona-Impfkampagne haben zwei Prozent der Einwohner in Deutschland die erste Dosis erhalten. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervor.

Demnach wurde nun mehr als 1,6 Millionen Menschen das Mittel einmal verabreicht (Stand 10.00 Uhr). Je nach Bundesland variiert die Impfquote deutlich: In Mecklenburg-Vorpommern haben 3,2 Prozent die erste Dosis bekommen, in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen je 1,6 Prozent.

Bei den meisten Geimpften handelt es sich laut RKI-Statistik um Pflegeheimbewohner, alte Menschen und Personal in Krankenhäusern und Altenheimen. Mehr als 283 000 Menschen haben die zweite Dosis bekommen, die etwa drei Wochen nach der ersten gespritzt werden soll.

Dienstag, 26. Januar, 15.50 Uhr: Merkel setzt sich für globale Verteilung von Corona-Impfstoffen ein

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für eine möglichst rasche Verteilung der knappen Corona-Impfstoffe auch in ärmeren Ländern der Welt ausgesprochen. Ausdrücklich wandte sich Merkel beim digitalen Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) gegen Nationalismus bei den Massenimpfungen als Weg aus der Corona-Pandemie. Gerade jetzt sei eine faire Verteilung wichtig, um auch ärmeren Ländern Zugang zu den Impfstoffen zu ermöglichen.

Dienstag, 26. Januar, 15.35 Uhr: Drive-In-Testzentrum in Füssen

Das Drängen auf ein eigenes Corona-Testzentrum für den südlichen Landkreis war erfolgreich. Am Dienstag teilte das Ostallgäuer Landratsamt mit, noch in dieser Woche im Füssener Eisstadion eine vorübergehende Teststation einzurichten. „Wir schaffen so ein weiteres Testangebot für die Bürgerinnen und Bürger im Süden. Wir danken der Stadt Füssen für die Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten in Grenznähe“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU). Einer der Gründe für das Errichten des Testzentrums ist die Testpflicht für Grenzpendler nach Österreich.

Dienstag, 26. Januar, 14.25 Uhr: Ungefähr die Hälfte der Corona-Toten in Deutschland lebten in Seniorenheimen

Rund die Hälfte aller Menschen, die in Bayern mit oder an einer Corona-Infektion gestorben sind, lebten nach Angaben des Gesundheitsministeriums in einem Alten- oder Pflegeheim. Rund 48,7 Prozent der Covid-19-Toten stammten aus stationären Pflegeeinrichtungen, sagte ein Ministeriumssprecher am Dienstag in München. Das entspreche mit Stand 12. Januar 3933 Toten. Die Zahlen stammten von den Bezirksregierungen und seien "nicht zwingend" vollständig, so der Sprecher. Zuerst hatte die "Süddeutsche Zeitung" darüber berichtet.

Corona-Ausbrüche in Altenheimen sind besonders schlimm, weil die meisten Menschen dort Vorerkrankungen haben und sich das Virus zudem schnell verbreiten kann. Kritiker werfen der Staatsregierung vor, zu wenig für den Schutz der Alten getan zu haben.

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) bezeichnete die Situation in den Alten- und Pflegeheimen unlängst als "Kernfrage". Dort seien die größten und schwersten Ausbruchsgeschehen verzeichnet worden. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte am Dienstag, bayernweit seien inzwischen 86 Prozent der Alten- und Pflegeheime in der Erstimpfung durch.

Dienstag, 26. Januar, 13.30 Uhr: Eltern in Bayern bekommen Gebühren für Kita und Mittagsbetreuung erstattet

Eltern, die ihre Kinder derzeit gar nicht oder nur an wenigen Tagen (maximal fünf pro Monat) in die Notbetreuung in den Kitas geben, sollen finanziell entlastet werden. Die Elternbeiträge für Krippen, Kindertageseinrichtungen, -pflegestellen und die Mittagsbetreuung sollen rückwirkend zum 1. Januar und vorausschauend für den Februar übernommen werden, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag. Die Kosten übernehmen zu 30 Prozent die Kommunen und zu 70 Prozent der Freistaat.

Dienstag, 26. Januar, 13 Uhr: Die Ergebnisse der Kabinetts-Sitzung im Live-Stream

Ab 13 Uhr informieren Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Sozialministerin Carolina Trautner über die Ergebnisse der Kabinetts-Beratungen. Wir übertragen die Pressekonferenz hier im Live-Stream.

Dienstag, 26. Januar, 12.50 Uhr: Kretschmann: Öffnung von Kitas und Grundschulen in Baden-Württemberg wahrscheinlich

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann geht davon aus, dass Kitas und Grundschule im Land vom kommenden Montag an schrittweise wieder öffnen können. Die endgültige Entscheidung werde er an diesem Mittwoch treffen, sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart. Die Corona-Infektionszahlen sinken seit fast drei Wochen und diese Tendenz sei belastbar. "Deswegen ist es verantwortbar das zu machen", sagte der Grünen-Politiker. Wenn nicht noch etwas Überraschendes passiere, werde man Kitas und Grundschulen im Wechselbetrieb "behutsam" wieder öffnen können. Diese sind wie die meisten weiterführenden Schulen seit dem 18. Dezember geschlossen.

Die Grundstruktur des Konzept des Kultusministeriums für die Öffnung liege vor, sagte der Regierungschef. Die Klassen würden halbiert. Es gebe keine Präsenzpflicht und die Notbetreuung sei gewährleistet. Zudem lägen hochwertige Masken für Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen vor. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen sinkt in Baden-Württemberg im Zuge des Lockdowns weiter und liegt derzeit bei 86,9. Kurz vor Weihnachten lag diese Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten bei über 200.

Dienstag, 26. Januar, 12.40 Uhr: Update mit neuen Funktionen: Das kann die Corona-Warn-App bald

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes wird künftig auch Statistiken enthalten, die einen Überblick über die wichtigsten Kennzahlen zum aktuellen Infektionsgeschehen in Deutschland geben. Das kündigte eine Sprecherin des Softwarekonzerns SAP in einem Blogeintrag an. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 26. Januar, 12.20 Uhr: Wegen Corona: Erstmals seit 2003 weniger Erwerbstätige

Die Corona-Pandemie hat den Aufwärtstrend am bayerischen Arbeitsmarkt nach fast zwei Jahrzehnten gestoppt. Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Erwerbstätigen im Freistaat erstmals seit 2003 zurückgegangen, wie das Statistische Landesamt am Dienstag mitteilte. Demnach gingen Ende 2020 7,65 Millionen Menschen in Bayern einer Arbeit nach, 78 800 weniger als ein Jahr zuvor. Weiter aufwärts ging es nur im Baugewerbe, das einen Zuwachs der Beschäftigten von 1,0 Prozent meldete.

Unter dem Begriff "erwerbstätig" fassen die Statistischen Ämter reguläre Arbeitnehmer, Selbstständige sowie Minijobber und andere geringfügig Beschäftigte zusammen. Im Langzeitvergleich hat auch die Corona-Krise nichts daran geändert, dass es heute sehr viel mehr Arbeitsplätze in Bayern gibt als in der Vergangenheit. 2003 hatte das Statistische Landesamt 6,4 Millionen Erwerbstätige gezählt, 2010 knapp 6,8 Millionen.

Dienstag, 26. Januar, 12 Uhr: Großbritannien zählt mehr als 100.000 Corona-Tote

In Großbritannien sind seit Beginn der Pandemie mehr als 100.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Bis Mitte Januar war bei fast 99.000 Menschen in England und Wales Covid-19 auf dem Totenschein verzeichnet, wie die britische Statistikbehörde am Dienstag mitteilte. Seitdem kamen nach offiziellen Zahlen der Regierung mehrere Tausend weitere Todesfälle in ganz Großbritannien hinzu. Nach einem massiven Anstieg der Fallzahlen im Zusammenhang mit der neuen Variante B.1.1.7 im Dezember verzeichnete das Land die weltweit höchste tägliche Covid-Todesrate.

Der britischen Regierung wird vorgeworfen, wiederholt zu spät und falsch auf die Pandemie reagiert zu haben. Krankenhäuser stehen massiv unter Druck, derzeit werden mehr Covid-19-Patienten künstlich beatmet als zu jedem anderen Zeitpunkt der Pandemie.

Dienstag, 26. Januar, 11.50 Uhr: US-Bürgermeister wehrt Mann nach Corona-Vorwürfen mit Pfefferspray ab

Der Bürgermeister der US-Stadt Portland im Bundesstaat Oregon hat Medienberichten zufolge einen Mann mit Pfefferspray abgewehrt, der ihn vor einem Restaurant bedrängt haben soll. Der Unbekannte habe Ted Wheeler unter anderem Vorwürfe zur Einhaltung von Corona-Maßnahmen gemacht, berichteten US-Medien am Montag (Ortszeit) übereinstimmend unter Berufung auf einen Polizeibericht. Der Mann sei dem Politiker nach einem abendlichen Lokalbesuch zu dessen Wagen gefolgt und habe ihn dabei gefilmt.

Er warf dem Bürgermeister der im Nordwesten der USA gelegenen Stadt unter anderem vor, in dem Restaurant ohne Maske am Tisch gesessen zu haben. Wheeler gab an, ihm erklärt zu haben, dass dies erlaubt sei. Dennoch sei der Mann, der keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen habe, Wheeler so nahe gekommen, dass dieser sich um seine Sicherheit und vor eine Ansteckung mit dem Coronavirus fürchtete. Der Politiker forderte den Verfolger vergeblich auf, von ihm abzulassen und sprühte ihm schließlich Pfefferspray in die Augen, wie es hieß. Den Vorfall meldete Wheeler später der Polizei.

Dienstag, 26. Januar, 11.37 Uhr: Söder contra Braun: Aussetzen der Schuldenbremse wäre falsches Signal

CSU-Chef Markus Söder sieht einen Vorstoß von Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) sehr skeptisch, die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse auch in den kommenden Jahren auszusetzen. "Das wäre ein falsches Signal", sagte der bayerische Ministerpräsident am Dienstag. "Wir können die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie nicht auf Dauer mit höheren Schulden oder hohen Steuern lösen." Söder betonte deshalb: "Wir sehen ein dauerhaftes Aussetzen der Schuldenbremse sehr skeptisch." Es brauche vielmehr ein schlüssiges wirtschaftspolitisches Konzept. "Deutschland steht für finanzielle Seriosität, dabei sollten wir auch bleiben", mahnte der CSU-Chef.

Die Schuldenbremse sieht vor, dass die Haushalte von Bund und Ländern grundsätzlich ohne Einnahmen aus Krediten auszugleichen sind.

Die Regel kann nach Einschätzung Brauns auch in den kommenden Jahren nicht eingehalten werden. Es sei sinnvoll, eine Erholungsstrategie für die Wirtschaft in Deutschland mit einer Grundgesetzänderung zu verbinden, die begrenzt für die kommenden Jahre einen "verlässlichen degressiven Korridor" für die Neuverschuldung vorsehe und ein klares Datum für die Rückkehr zur Einhaltung der Schuldenregel vorschreibe, schrieb der CDU-Politiker in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" (Dienstag).

Dienstag, 26. Januar, 11.20 Uhr: Wegen Corona-Schließungen: Friseure senden finanziellen "Notruf"

Deutschlands angeschlagene Friseurbranche fordert von der Politik stärkere und schnellere Finanzhilfen. "Es sind alle Rücklagen aufgebraucht, teilweise auch die Altersvorsorge - es geht um Existenzen", sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer, am Dienstag in Köln über die Situation in vielen Betrieben. Die Branche sende einen "Notruf".

Es dauere zu lang, bis Coronahilfen ankommen, und dann kompensierten sie nur einen viel zu kleinen Teil der Umsatzeinbußen. Die Branche brauche eine Perspektive, wann sie wieder aufmachen könne, forderte Wollseifer. In Deutschland gibt es 80.000 Friseurbetriebe mit 240.000 Mitarbeitern. Seit Mitte Dezember sind die Salons wegen der Pandemie geschlossen.

Dienstag, 26. Januar, 11 Uhr: Präsident Tadschikistans: Wir haben keine Corona-Fälle mehr

Der zentralasiatische Staat Tadschikistan hat sich frei vom Coronavirus erklärt. "Tadschikistan hat seit Anfang Januar dieses Jahres keinen einzigen Fall registriert", sagte Präsident Emomali Rachmon am Dienstag in einer Rede vor dem Parlament in der Hauptstadt Duschanbe. "Wir können mit Zuversicht sagen, dass wir kein Coronavirus mehr haben."

Die Menschen hätten Geduld und Weisheit bewiesen und seien nicht in Panik verfallen. "Aber das bedeutet nicht, dass wir unvorsichtig sein sollten", mahnte der Präsident. So sollten die Hygienemaßnahmen weiter eingehalten werden. Flugreisende aus dem Ausland müssten zwei Wochen in Quarantäne. Die Ex-Sowjetrepublik hatte bereits im Frühjahr lange behauptet, das Land sei coronafrei. Kritik an der autoritären Führung hatte es unter anderem gegeben, weil trotz der Pandemie weiter Fußball gespielt worden war. Später wurden dann Schulen und Universitäten geschlossen. Bis zum vergangenen Montag wurden offiziell 13 308 Corona-Infektionen gemeldet. 90 Menschen starben mit dem Virus.

Dienstag, 26. Januar, 10.45 Uhr: 15-Kilometer-Beschränkung für das Unterallgäu ab Mittwoch wieder aufgehoben

Für den Landkreis Unterallgäu gilt die 15-Kilometer-Regel ab Mittwoch, 27. Januar, nicht mehr. Der Landkreis hat an sieben aufeinanderfolgenden Tagen die Inzidenz von 200 unterschritten. Sie liegt am 26. Januar laut RKI bei 140,4. Das Landratsamt hat die Beschränkung daraufhin in Abstimmung mit dem bayerischen Gesundheitsministerium aufgehoben. Weitere Informationen unter www.unterallgaeu.de/corona

Dienstag, 26. Januar, 10.15 Uhr: Studie: Corona sorgt für Unsicherheit bei der Urlaubsplanung

Die Menschen in Deutschland haben die Lust aufs Reisen trotz Corona-Pandemie nicht verloren - einer neuen Studie zufolge gibt es aber viel Unsicherheit und viele Bedenken. So planen laut der "Reiseanalyse 2021" lediglich 16 Prozent im Frühjahr oder Sommer definitiv keine Urlaubsreise. Feste Absichten und schon ein klares Ziel vor Augen haben aber auch nur 22 Prozent, heißt es in der am Dienstag zum Auftakt der Stuttgarter Reisemesse CMT vorgestellten Studie der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen. Der Rest schwankt noch, ob er wirklich verreisen soll - oder will es zwar, weiß aber nicht, wohin.

Besonders wichtig bei der Urlaubsbuchung ist laut Studie derzeit eine möglichst große Flexibilität, gefolgt von den Anforderungen an die Hygiene am Urlaubsziel. Bei den Reisezielen bleibt Deutschland die Nummer eins, Flug- und Fernreisen dagegen sinken in der Gunst der Urlauber.

Dienstag, 26. Januar, 10 Uhr: Bericht: Corona-Pandemie treibt Länder weiter in die Schuldenfalle

Die Corona-Pandemie hat die Lage hoch verschuldeter Staaten weiter verschärft. Von 148 untersuchten Staaten seien inzwischen 132 kritisch verschuldet, heißt es im Schuldenreport 2021, der am Dienstag vom Entschuldungsbündnis erlassjahr.de und dem Hilfswerk Misereor vorgestellt wurde. Die Corona-Pandemie und die von ihr ausgelöste globale Rezession treibe Länder, die schon vor dem Ausbruch von Covid-19 hoch verschuldet gewesen seien, weiter in die Schuldenfalle.

"Im Vergleich zum Schuldenreport 2020 sind acht weitere Länder hinzugekommen. Die Lage hat sich damit noch einmal dramatisch verschärft", erklärt Kristina Rehbein, Politische Referentin von erlassjahr.de. "Viele arme Länder haben wenig Spielraum, um die Folgen der Pandemie zu bekämpfen. Die Schuldensituation begrenzt die Handlungsfähigkeit zusätzlich."

Dienstag, 26. Januar, 9.50 Uhr: Erneut Corona-Krawalle in den Niederlanden: "Schamlose Diebe"

Brennende Autos, Steine auf Polizisten, geplünderte Läden - die Niederlande erleben erneut eine unruhige Nacht. Jugendliche machen ihrem Ärger über die Corona-Ausgangssperre Luft. Aber unter ihnen sind auch Menschen, die wohl andere Ziele verfolgen. Was am Montagabend passiert ist, lesen Sie hier.

Dienstag, 26. Januar, 9.30 Uhr: Bayerisches Kabinett berät am Vormittag mit Experten über Corona-Mutation

Die Sorge vor der britischen Mutation des Coronavirus ist groß. Heute will sich das Kabinett aus erster Hand von mehreren Experten darüber informieren lassen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 26. Januar, 9 Uhr: Astrazeneca: Berichte über schwachen Impfschutz bei Senioren falsch

In Kürze soll der Impfstoff von Astrazeneca in der EU zugelassen werden. Doch Berichten zufolge hilft das Mittel ausgerechnet bei alten Menschen wenig. Wie der Hersteller dagegenhält, lesen Sie hier.

Dienstag, 26. Januar, 8.30 Uhr: Dieser Allgäuer Liftbetreiber will trotz Verbots in Bayern öffnen

Rudi Holzberger betreibt den Skilift Gohrersberg im Kreuzthal (Landkreis Oberallgäu) - und hat genug: Er will seinen Lift wieder starten. Was genau Holzberger ungerecht findet, lesen Sie hier.

Dienstag, 26. Januar, 8.25 Uhr: Krankenhäuser fordern freie Hand bei Tests auf Corona-Mutation

Patienten und Personal in den deutschen Krankenhäusern sollten aus Sicht der Träger häufiger auf Mutationen des Coronavirus getestet werden. "Wir müssen, vielleicht auch mit Hilfe des Robert Koch-Instituts, die Teststrategie in den Krankenhäusern offensiver gestalten, weiter aufmachen", sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, am Dienstag im Inforadio vom RBB. Eine Schließung von Krankenhäusern wie im Fall des Berliner Humboldt-Klinikums müsse die Ausnahme bleiben. Sonst breche die medizinische Versorgung zusammen, warnte Baum. Deshalb müsse die Prävention durch Tests gestärkt werden.

"Wir hören immer wieder aus den Krankenhäusern: Wenn die Krankenhäuser das zwei, drei Mal bei einem Patienten machen, gibt es dann gleich Schwierigkeiten mit der Bereitschaft der Kassen, die Rechnungen zu übernehmen." Beim Personal sei die Testung nur auf Anweisung der Gesundheitsämter möglich. Sobald eine Mutation auch nur vermutet werde, müsse den Krankenhäusern stattdessen freigestellt werden, wie häufig getestet wird.

Im Humboldt-Krankenhaus in Berlin-Reinickendorf gilt seit Samstag ein Aufnahmestopp, weil dort eine Mutation des Coronavirus festgestellt wurde. Für die Behandlung von Covid-19-Patienten in Berlin sei das Haus eine zentrale Station, sagte Baum. Die Schließung eines zweiten oder dritten Hauses dürfe in Berlin nicht dazukommen.

Dienstag, 26. Januar, 8 Uhr: Berichte über Astrazeneca-Wirksamkeit: Spahn will nicht spekulieren

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will sich nicht an Spekulationen über eine angeblich schlechtere Wirksamkeit des Impfstoffs der Firma Astrazeneca bei über 65-Jährigen beteiligen. Er wolle warten, bis die Daten aus den Studien ausgewertet worden seien. "Ich halte wenig davon, das jetzt in Überschriften spekulativ zu machen", sagte Spahn am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Er sagte, man werde auf Basis der wissenschaftlichen Erkenntnisse nächste Woche entscheiden, "welche Altersgruppen zuerst mit diesem Impfstoff geimpft werden".

Laut einem Bericht des "Handelsblatt" soll der Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns Astrazeneca eine Wirksamkeit von nur acht Prozent bei älteren Menschen haben. Die Zeitung bezieht sich dabei auf Koalitionskreise. Auch die "Bild"-Zeitung berichtete darüber. Astrazeneca widersprach der Darstellung. Berichte, dass die Wirksamkeit des Impfstoffs bei Menschen über 65 Jahren nur bei acht Prozent liege, seien komplett falsch, teilte ein Sprecher am Dienstag mit. Am Freitag wird mit der Zulassung des Impfstoffs gerechnet.

Dienstag, 26. Januar, 7.30 Uhr: Fünf Landkreise in Bayern über Inzidenzwert von 200

Die bayerischen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 760 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem gab es 102 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden, wie das RKI am Dienstagmorgen bekanntgab. Fünf Landkreise im Freistaat lagen über dem Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 26. Januar, 7.18 Uhr: Kunstmuseen wollen raus aus Lockdown: Brief an Kulturminister

Die Kunstmuseen in Deutschland wollen schneller raus aus dem Lockdown. Mit einem Brief an die Kulturverantwortlichen von Bund und Ländern haben sich die Leitungen führender Häuser für eine Öffnung der Museen stark gemacht. "Unsere Sorge gilt der Eindämmung der Pandemie, zugleich aber auch einer dem jeweiligen Verlauf von Corona angepassten Wiedereröffnung der Museen", heißt es in dem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Schreiben an Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sowie ihre Länderkolleginnen und -kollegen.

Dienstag, 26. Januar, 6.30 Uhr: Sieben-Tage-Inzident: Werte im Allgäu sinken weiter

Zwar nur minimal aber immerhin weiter sinken die Sieben-Tage-Inzidenz-Werte am Dienstag im Allgäu. Hier ein Überblick über die aktuellen Zahlen.

Dienstag, 26. Januar, 6 Uhr: 6.408 Corona-Neuinfektionen und 903 neue Todesfälle gemeldet

Einen guten Morgen wünscht das Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Wir beginnen mit den aktuellen Zahlen: Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 6.408 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 903 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Dienstagmorgen bekanntgab. Vergangenen Dienstag hatte das RKI 11.369 Neuinfektionen und 989 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Allerdings enthielten die beiden Werte Nachmeldungen aus Rheinland-Pfalz.

Der Höchststand von 1.244 neuen Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bei 107,6. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.148.077 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 26.01., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 52.990. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.844.000 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 0,95 (Vortag 1,01). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 95 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Montag, 25. Januar, 21.45 Uhr: Regierung warnt vor Ausbreitung der gefährlichen Corona-Varianten

Die Menschen in Deutschland müssen sich nach Ansicht der Bundesregierung auf eine verstärkte Ausbreitung besonders ansteckender Varianten des Coronavirus einstellen. "Wir haben im Hintergrund die dunkle Wolke einer sehr ernsthaften Gefahr", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Lockerungen der Lockdown-Beschränkungen rücken somit in die Ferne. Die Massenimpfungen werden immer mehr zum Wettlauf gegen die Zeit.

Die Bundesregierung zeigt sich vor allem alarmiert von den Infektionen mit der in Großbritannien verbreiteten Corona-Mutation B.1.1.7. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) sagte am Sonntag in der ARD-Sendung "Anne Will", dass die Mutante auch in Deutschland "die Führung übernehmen" werde. Seibert sagte: "Jetzt sind wir in einer sehr schwierigen Situation."

Montag, 25. Januar, 21.35 Uhr: Impfbus rollt im Februar durchs Oberallgäu

Ab Freitag, den 29. Januar, befindet sich das Impfzentrum für den südlichen Landkreis Oberallgäu in der Sonthofener Grüntenkaserne. Im Verlaufe des Februar nimmt der Landkreis zudem einen Impfbus in Betrieb. Dieser soll die Versorgung älterer, weniger mobiler Menschen mit Impfungen ortsnah ermöglichen.

Ab kommenden Freitag befindet sich das Impfzentrum in neuen Räumlichkeiten. Die Impfungen finden dann nicht mehr in der Hofgartenhalle in Immenstadt, sondern in der Sonthofener Grüntenkaserne statt. „Ich bedanke mich recht herzlich bei Herrn Bürgermeister Sentner und seiner Verwaltung, der uns im Dezember kurzfristig die Hofgartenhalle als Impfzentrum zur Verfügung gestellt hat“, so Landrätin Indra Baier-Müller.

Zwischenzeitlich sei das Gebäude in der Grüntenkaserne baulich soweit ertüchtigt, dass der von vornherein geplante Umzug nach Sonthofen jetzt stattfinden könne. „An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an die Bundeswehr und Herrn Oberst Quante als Standortältestem für die großartige Unterstützung der Impfkampagne im Landkreis Oberallgäu durch die Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten“, so die Landrätin weiter.

Montag, 25. Januar, 21.30 Uhr: Corona: Falle oder Chance für berufstätige Frauen in Kempten und Oberallgäu?

Existenzsorgen, Kurzarbeit, Doppelbelastung mit Job und Kind - das trifft besonders Frauen. Immer mehr denken deshalb über eine berufliche Neuorientierung nach. „Die Anrufe werden immer mehr und dramatischer“, sagt Patricia Mühlebach. Sie ist Beraterin bei der Servicestelle Frau und Beruf in Kempten. Mehr darüber lesen SIe hier.

Montag, 25. Januar, 21.15 Uhr: Biden-Regierung will regelmäßig Corona-Pressekonferenzen geben

Die Regierung von US-Präsident Joe Biden will dreimal pro Woche in Pressekonferenzen über die Corona-Pandemie informieren. Das erste Briefing finde am Mittwoch statt, kündigte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, am Montag an.

Das Ziel sei, die Öffentlichkeit mit "klaren und richtigen Informationen" zu versorgen. Die Corona-Arbeitsgruppe der Vorgängerregierung hatte in der frühen Phase der Pandemie zunächst täglich Pressekonferenzen abgehalten, die Ex-Präsident Donald Trump oft überwiegend für sich beanspruchte. In den letzten Monaten von Trumps Präsidentschaft gab es diese Corona-Briefings nur noch äußerst selten und ohne Trumps Teilnahme.

Montag, 25. Januar, 20.45 Uhr: Biden erneuert Einreisestopp für Ausländer aus Europa

US-Präsident Joe Biden wird noch an diesem Montag den Einreisestopp für Ausländer aus Europa erneuern. Zudem sollen zum Schutz vor einer neuen Variante des Coronavirus auch Einreisen aus Südafrika gleichermaßen begrenzt werden, wie die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, am Montag bei einer Pressekonferenz erklärte. "Dies ist nicht der richtige Zeitpunkt, um Einschränkungen des internationalen Reiseverkehrs aufzuheben", sagte Psaki.

Der scheidende US-Präsident Donald Trump hatte vor etwa einer Woche ein Ende des Einreisestopps angeordnet. Bidens Team erklärte aber umgehend, dass die Beschränkungen für Reisende aus dem Schengen-Raum, aus Großbritannien, Irland und Brasilien nach dem Amtsantritt der neuen Regierung wieder eingeführt würden.

Montag, 25. Januar, 20.30 Uhr: Kabinett berät mit Experten über Corona-Mutation

Das bayerische Kabinett berät am Dienstag (10.00 Uhr) wie jede Woche über die Corona-Krise - wie üblich per Video. Diesmal sollen auch mehrere Experten zugeschaltet werden, darunter der Münchner Infektiologe Clemens Wendtner. Im Zentrum steht derzeit unter anderem die Sorge vor einer Ausbreitung der britischen Mutation des Coronavirus, die inzwischen als deutlich ansteckender gilt.

Über die Ergebnisse der Beratungen wollen Ministerpräsident Markus Söder, Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Sozialministerin Carolina Trautner (alle CSU) informieren. Möglicherweise könnte dabei auch die Erstattung von Kita-Gebühren thematisiert werden, wenn Eltern ihre Kinder wegen des Corona-Lockdowns nicht betreuen lassen.

Montag, 25. Januar, 20 Uhr: Impfstoffe sollen weltweit verteilt werden, um Gefahr durch Corona-Mutationen einzudämmen

UN-Generalsekretär António Guterres hat zur Eile bei der weltweiten Verteilung von Corona-Impfstoffen aufgerufen. "Wenn die Industrieländer glauben, dass sie in Sicherheit sind, wenn sie ihre eigenen Leute impfen und dabei die Entwicklungsländer vernachlässigen, liegen sie falsch", sagte Guterres am Montag in einer Videorede beim Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF). "Es besteht jetzt die klare, reale Gefahr von Mutationen, die das Virus übertragbarer oder tödlicher oder resistenter gegen vorhandene Impfstoffe machen. Wir müssen schnell handeln."

Montag, 25. Januar, 18.05 Uhr: Bayerisches Kabinett berät mit Experten über Corona-Mutation

Das bayerische Kabinett berät am Dienstag (10.00 Uhr) wie jede Woche über die Corona-Krise - wie üblich per Video. Diesmal sollen auch mehrere Experten zugeschaltet werden, darunter der Münchner Infektiologe Clemens Wendtner. Im Zentrum steht derzeit unter anderem die Sorge vor einer Ausbreitung der britischen Mutation des Coronavirus, die inzwischen als deutlich ansteckender gilt.

Über die Ergebnisse der Beratungen wollen Ministerpräsident Markus Söder, Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Sozialministerin Carolina Trautner (alle CSU) informieren. Möglicherweise könnte dabei auch die Erstattung von Kita-Gebühren thematisiert werden, wenn Eltern ihre Kinder wegen des Corona-Lockdowns nicht betreuen lassen.

Montag, 25. Januar, 16.45 Uhr: Moderna-Impfstoff schützt vermutlich auch vor anderen Corona-Varianten

Der Impfstoff von Moderna dürfte nach Herstellerangaben auch vor den zunächst in Großbritannien und Südafrika entdeckten Corona-Varianten schützen. In einem Laborexperiment konnte gezeigt werden, dass geimpfte Probanden in ausreichendem Maß sogenannte neutralisierende Antikörper gegen die Varianten B.1.1.7 (Großbritannien) und B.1.351 (Südafrika) - auch als 501Y.V2 bekannt - im Blut haben, wie Moderna am Montag mitteilte. Die Studie wurde bislang allerdings nicht von unabhängigen Experten begutachtet und in einem Fachjournal veröffentlicht.

Die Forscher konnten zeigen, dass gegen B.1.1.7 ähnlich viele neutralisierende Antikörper gebildet werden wie gegen die herkömmlichen Varianten. Gegen B.1.351 wurden deutlich weniger solcher Antikörper gebildet. Der Schutz bleibe vermutlich dennoch bestehen, teilte Moderna mit. Das Unternehmen will trotz dieser Ergebnisse nun nach Wegen suchen, um eine deutlichere Immunantwort bei Geimpften hervorzurufen. So soll unter anderem getestet werden, was eine zusätzliche Dosis bewirkt.

Deutschland und anderen Ländern bereitet große Sorgen, dass ansteckendere Mutanten des Coronavirus die Infektionslage massiv verschlechtern könnten. In Großbritannien hatte sich die Variante B.1.1.7 rasch verbreitet - in Südafrika war es die Coronavirus-Variante B.1.351. "Beide Varianten haben sich schnell ausgebreitet und werden mit einer erhöhten Übertragung und einer höheren viralen Belastung nach der Infektion in Verbindung gebracht", teilte Moderna mit. Auch in Deutschland gibt es bereits einige Nachweise dieser Mutanten.

Montag, 25. Januar, 16.15 Uhr: Corona-Impfungen in Bayern kommen langsamer voran als geplant

Seit Ende Dezember wird auch in Bayern gegen das Coronavirus geimpft. Theoretisch könnten täglich 38.000 Menschen in Bayern geimpft werden. In der Realität ist die Zahl deutlich niedriger. Woran das liegen könnte, erklärt nun das Gesundheitsministerium (Lesen Sie auch: Warum Bayern langsamer gegen Corona impft als geplant)

Montag, 25. Januar, 16.00 Uhr: Corona-Patienten sind durchschnittlich zwei Wochen auf der Intensivstation

Schwer kranke Covid-19-Patienten, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen, bleiben laut München Klinik im Schnitt mehr als zwei Wochen auf der Intensivstation. Die Verweildauer dort betrug laut Mitteilung vom Montag im Schnitt 15,5 Tage. Bei anderen Patienten liege diese Zeit bei vier Tagen. Das zeige, wie aufwendig die intensivmedizinische Versorgung von Covid-19-Patienten im Vergleich zu anderen Krankheitsbildern sei. An dem bundesweit zweitgrößten kommunalen Klinikum waren vor einem Jahr die ersten Corona-Patienten Deutschlands behandelt worden.

Seitdem wurden an der München Klinik rund 2000 Covid-19-Patienten versorgt, davon rund 450 auf der Intensivstation. Schwerste Fälle blieben bis zu 60 Tage oder länger in der Klinik.

Vor einem Jahr waren die ersten Patienten mit fast durchweg leichten Symptomen in die Klinik gekommen, alle Mitarbeiter der Firma Webasto. Die Patienten seien nur leicht erkrankt in der Klinik gewesen, "schauten Fußball und langweilten sich viel", wie der Chefarzt der Klinik für Infektiologie in Schwabing, Clemens Wendtner, sagt. "Wir behandeln sonst schwerkranke Menschen, wer würde schon mit erhöhter Temperatur oder Halsweh einen Monat lang ins Krankenhaus gehen?" In 80 Prozent der Fälle müssten Infizierte nicht ins Krankenhaus. Die Webasto-Patienten hätten damals aber geholfen, das Virus besser zu verstehen.

Montag, 25. Januar, 14.55 Uhr: Stau an Teststationen für Pendler nach Tschechien

Wer von Tschechien nach Bayern will, muss nun jeden Tag einen negativen Corona-Test vorlegen. Das sorgte vor allem für Berufspendler am Sonntag und am Montagmorgen für Chaos und Stau. Betroffen waren vor allem die Grenzübergänge und Test-Stationen in der Oberpfalz, in Oberfranken lief es zunächst ruhiger ab.

Montag, 25. Januar, 14.35 Uhr: Gefahr durch Corona-Mutation aus Großbritannien

Die Variante des Coronavirus, die erstmals in Großbritannien aufgetreten ist, verbreitet sich jetzt auch in Deutschland. Die Bundesregierung zeigt sich in hohem Maße alarmiert von der Ausbreitung der in Großbritannien verbreiteten Corona-Mutation.

Der wohl sehr viel leichter übertragbare Virus-Typ B.1.1.7 ist bereits mehrfach in Deutschland aufgetreten. Diese Virus-Variante könnte auch hier die "Führung" übernehmen, wie Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) sagte. Mit der Ausbreitung der Mutante könnte die aktuell sinkenden Infektionszahlen in Deutschland wieder in die Höhe treiben. Aus diesem Grund appelliert die Bundesregierung weiter an die Bevölkerung, die strengeren Corona-Maßnahmen einzuhalten und so die Zahlen niedrig zu halten.

Montag, 25. Januar, 13.40 Uhr: Polizei löst Treffen mit 60 Teilnehmern in Niedersachsen auf

Wegen des Verstoßes gegen die Corona-Kontaktbeschränkungen hat die Polizei im niedersächsischen Wagenfeld am Sonntag eine Veranstaltung mit rund 60 Personen aufgelöst. Die Gruppe hatte sich in einer Wohnung versammelt und auf mehrere Zimmer verteilt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der 30-jährige Mieter habe angegeben, dass es sich um eine religiöse Veranstaltung einer christlichen bulgarischen Kirchengemeinde handle. Allerdings habe er kein Hygienekonzept vorweisen können.

Die Anwesenden, darunter auch Kinder, hätten zudem keine Mund- Nase-Bedeckung getragen und auch keinen Mindestabstand eingehalten. Die Beamten sprachen Platzverweise aus und zeigten alle Besucher wegen Ordnungswidrigkeiten an.

In Boizenburg (Mecklenburg-Vorpommern) löste die Polizei am Samstagabend eine Geburtstagsparty mit 14 Gästen zwischen 19 und 37 Jahren vor allem aus Niedersachsen auf. Die angereisten Personen hätten das Bundesland verlassen müssen.

Montag, 25. Januar, 13.30 Uhr: Kreise: Spahn bringt Impfstoff-Exportgenehmigungspflicht ins Gespräch

Neue Runde im Ringen um genügend Impfstoffe: Gesundheitsminister Jens Spahn ist offenbar für eine Pflicht zur Genehmigung für den Export aus der EU. Was er vorschlägt, lesen Sie hier.

Montag, 25. Januar, 12.50 Uhr: Holetschek hält statt Söder Corona-Regierungserklärung im Landtag

Premiere für Gesundheitsminister Klaus Holetschek: Er wird statt Ministerpräsident Markus Söder (beide CSU) die für diesen Mittwoch geplante Regierungserklärung zur Corona-Krise im Landtag halten. Das verlautete am Montag aus Regierungskreisen. Für Holetschek ist es nach nicht einmal drei Wochen im Amt die erste Regierungserklärung. In den vergangenen Monaten hatte stets Söder die Corona-Politik der Staatsregierung im Landtag erläutert.

Montag, 25. Januar, 12.30 Uhr: Gesundheitsministerium präzisiert Heimtest-Pläne

Bei den geplanten Corona-Heimtests geht es nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums um neue, einfache Verfahren, die so bisher noch nicht verfügbar sind. "Wir sprechen ausdrücklich von Selbsttests, die einfacher zu handhaben sind", sagte ein Ministeriumssprecher am Montag in Berlin. Die Produkte müssten zertifiziert werden und sowohl aussagekräftig genug als auch so von Laien praktizierbar sein, dass die Gefahr falscher Ergebnisse relativ gering sei. Das sei eine perspektivische Sache. "Noch gibt es keine Schnelltests, die so zertifiziert sind und in der Menge verfügbar wären, dass sie für so eine Verordnung in Frage kommen." Was das Ministerium plant, lesen Sie hier.

Montag, 25. Januar, 12 Uhr: Spekulationen um erneuten Corona-Lockdown in Frankreich

In Frankreich mehren sich die Spekulationen um einen möglichen dritten Lockdown wegen der Corona-Pandemie. Die Sonntagszeitung "Journal du Dimanche" hatte berichtet, dass Präsident Emmanuel Macron noch in dieser Woche landesweite Ausgangsbeschränkungen verkünden könnte. Frankreichs Regierung betont unterdessen, dass noch nichts entschieden sei. "Es gibt zu diesem Zeitpunkt noch keine Entscheidung", sagte Europa-Staatssekretär Clément Beaune am Montagmorgen im Gespräch mit Radio Classique.

Ähnlich äußerte sich Regierungssprecher Gabriel Attal. Er sagte dem Sender France 3, man wolle schauen, ob die abendlichen Ausgangsbeschränkungen ab 18 Uhr Wirkung zeigten. Die Verbreitung des Virus schreite in Frankreich derzeit voran, ohne dass es einen exponentiellen Anstieg gebe, so Attal. Im Schnitt liegt die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen etwa bei 20 000. Im vergangenen Dezember lag sie zeitweise bei der Hälfte. Macron hatte damals als Ziel nicht mehr als 5000 Neuinfektionen pro Tag ausgerufen.

Für den Leiter des Wissenschaftlichen Rates, Jean-François Delfraissy, ist es wahrscheinlich, dass Frankreich auf einen weiteren Lockdown zusteuert. Dies sei vor allen Dingen der Mutation des Virus geschuldet. "Aber es steht nicht nur gesundheitlich, sondern auch wirtschaftlich und gesellschaftlich viel auf dem Spiel", sagte er dem Sender BFMTV. Der Chef der Arbeitgebervereinigung Medef warnte, dass ein neuer Lockdown nicht zu einer "zusätzlichen Katastrophe für die Wirtschaft" werden dürfe. Die Läden sollten dieses Mal geöffnet bleiben, forderte Geoffroy Roux de Bézieux.

In Frankreich gab es bereits zwei Mal sehr strikte Ausgangsbeschränkungen - im vergangenen Frühjahr und Herbst. Seit gut einer Woche gilt im ganzen Land die abendliche Ausgangssperre ab 18 Uhr. Supermärkte sind dann geschlossen, Spaziergänge oder Sport an der frischen Luft untersagt. Gerade am späten Nachmittag kommt es seitdem in etlichen Supermärkten zu riesigen Anstürmen und Gedränge.

Montag, 25. Januar, 11.30 Uhr: Ausflugsverbot im Landkreis Miesbach aufgehoben

Im oberbayerischen Landkreis Miesbach sind von Dienstag an touristische Ausflüge für Besucher aus anderen Gegenden wieder erlaubt. Angesichts der weiter niedrigen Corona-Zahlen werde die entsprechende Allgemeinverfügung aufgehoben, teilte das Landratsamt am Montag mit. Die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 70. Der Landkreis mit Tegernsee, Schliersee und Spitzingsee zählt zu den beliebten Naherholungszielen unter anderem der Münchner. Aber auch aus anderen Gegenden kommen Besucher gerne.

Montag, 25. Januar, 10.52 Uhr: Premier Rutte verurteilt Corona-Krawalle: Kriminelle Gewalt

Am Tag nach den schweren Krawallen in den Niederlanden hat Premier Mark Rutte die Gewalt scharf verurteilt. "Das ist absolut unzulässig, das hat nichts zu tun mit Protesten, sondern ist kriminelle Gewalt", sagte Rutte am Montag in Den Haag. In mehr als zehn Städten im Land hatte es heftige Ausschreitungen gegeben.

Gruppen hatten sich aus Protest gegen verschärfte Corona-Maßnahmen und die abendliche Ausgangssperre in verschiedenen Städten versammelt und randaliert. Polizisten waren mit Feuerwerk und Steinen angegriffen worden. Autos wurden in Brand gesteckt, Gebäude beschädigt und Geschäfte geplündert. Erst nach Stunden hatte die Polizei die Lage unter Kontrolle.

Die Unruhen hatten am Nachmittag in Amsterdam und Eindhoven begonnen, als die Polizei zuvor verbotene Demonstrationen gegen die Ausgangssperre auflösen wollte. Später flammten Proteste und Krawalle unter anderem auch in Den Haag, Tilburg, Stein, Enschede, Roermond und Apeldoorn auf.

Montag, 25. Januar, 10.38 Uhr: Corona in den USA: Mehr als 130.400 Neuinfektionen

In den USA haben sich 130.485 Menschen binnen 24 Stunden mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der erfassten Toten erreichte am Sonntag 1769, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore am Montagvormittag (MEZ) hervorging. Der Höchstwert war am 12. Januar mit 4462 Toten registriert worden. Der bislang höchste Wert an Neuinfektionen wurde am 02. Januar mit 298 031 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 25,1 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 419.200 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen werden die Zahlen - unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden, aber auch die der Toten - nachträglich aktualisiert.

Montag, 25. Januar, 10.05 Uhr: Vier Tote am Wochenende in den Kliniken in Kempten, Immenstadt und Mindelheim

Vier Corona-Infizierte sind am Wochenende in den Häusern des Klinikverbunds Allgäu gestorben: Zwei Patienten im Klinikum Kempten sowie jeweils einer in der Klinik Immenstadt und in der Klinik Mindelheim. Das teilte der Klinikverbund am Montagvormittag mit. Außerdem liegen derzeit elf Corona-Patienten in den sechs Häusern auf der Intensivstation sowie 43 auf der normalen Station.

Im Klinikum Memmingen werden nach eigenen Angaben aktuell vier Menschen, die positiv auf Corona getestet worden sind, auf der Intensivstation behandelt sowie 25 auf der Normalstation.

Montag, 25. Januar, 9.55 Uhr: Ifo-Chef fordert flexiblere Corona-Hilfen für gebeutelte Unternehmen

Das Münchner Ifo-Institut hat angesichts der stockenden Unterstützung geschlossener Betriebe mit Corona-Hilfen flexiblere Instrumente gefordert. "Man könnte die Steuervorauszahlungen des letzten Jahres pauschal kürzen und den Firmen so helfen", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Dazu könnten die Finanzämter einbezogen werden, die Kontakte zu allen Firmen hätten. Fuest warnte vor einem radikalen Lockdown einschließlich geschlossener Industriebetriebe. "Es wäre Wahnsinn, die Industrie jetzt stillzulegen." Das dürfe man unter keinen Umständen tun. "Wir müssen die Industrie offen halten, wir können uns einen wirtschaftlichen Zusammenbruch nicht leisten." Es müssten ja auch weiter Hilfen gezahlt werden können für die geschlossenen Bereiche. "Wo soll das denn sonst herkommen", sagte Fuest.

Seit Wochen warten viele Unternehmer auf die Auszahlung der beantragten sogenannten Novemberhilfen. Damit wollte der Bund Betrieben eigentlich schnell unter die Arme greifen: Bis zu 75 Prozent des Vorjahresumsatzes sollen die Antragsteller erhalten. Zudem wurde ein Dezember-Hilfsprogramm aufgelegt. Es sei kein Zustand, dass viele angekündigte Hilfen der Bundesregierung aus dem vergangenen Jahr noch nicht ausbezahlt worden seien, sagte Fuest. Er nahm aber auch die Behörden in Schutz, auf die in dieser Pandemie viel zukomme: "Das ist eine Belastungssituation, und deshalb ist es nicht überraschend, dass es da langsam geht."

Die Corona-Krise müsse nicht zwangsläufig zu einer Pleitewelle führen. Die betroffenen Branchen seien begrenzt. "Natürlich wird es mehr Insolvenzen geben", sagte Fuest. "Aber wir können ohne eine massive Insolvenzwelle durch diese Pandemie kommen, wenn wir es richtig angehen."

Montag, 25. Januar, 9.30 Uhr: China löst USA als größter Empfänger von Auslandsinvestitionen ab

In der Corona-Krise hat China die USA als größter Empfänger von ausländischen Direktinvestitionen (FDI) abgelöst. Wie aus einem Montag vorliegenden Bericht der UN-Organisation für Handel und Entwicklung (Unctad) in Genf hervorgeht, sackten die ausländischen Direktinvestitionen in den USA im vergangenen Jahr ab um 49 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf schätzungsweise 134 Milliarden US-Dollar. Hingegen stieg die Zahl in China um vier Prozent auf 163 Milliarden US-Dollar.

Weltweit fielen die ausländischen Direktinvestitionen 2020 um 42 Prozent auf 859 Milliarden US-Dollar. Der Rückgang konzentrierte sich vor allem auf die entwickelten Staaten, die ein Minus von 69 Prozent hinnehmen musten. Die USA standen seit Jahrzehnten auf Platz eins der Statistik. Chinas Aufstieg an die Spitze und sein Wirtschaftswachstum 2020 um 2,3 Prozent als einzige große Wirtschaftsnation demonstrieren die gestärkte Position der zweitgrößten Volkswirtschaft in der Welt.

Montag, 25. Januar, 8.52 Uhr: Trotz Corona: Frau feiert Party gegenüber von Polizeiinspektion

Ihren 28. Geburtstag hat eine Frau in Oberfranken trotz der geltenden Corona-Regeln mit mehreren Gästen gefeiert - direkt gegenüber der Polizeiinspektion. Die Veranstalterin der Party in Forchheim und ihre acht Gäste erwarte eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz, teilte die Polizei am Montag mit. Die Beamten wurden am Sonntagabend durch die Beschwerde einer Nachbarin auf die Feier aufmerksam. Gefeiert wurde in der Wohnung der 28-Jährigen, die in einem Mehrfamilienhaus lebt.

Montag, 25. Januar, 8.23 Uhr: Kanzleramtschef: Mutation wird in Deutschland dominante Form werden

Kanzleramtschef Helge Braun ist überzeugt davon, dass die mutierte Form des Coronavirus in Deutschland die Oberhand gewinnen wird - und die Infektionszahlen umso dringender gesenkt werden müssen. Was heißt das für die Schulen?

Montag, 25. Januar, 8.12 Uhr: Oxfam schlägt Alarm: Corona-Pandemie verschärft soziale Ungleichheit weltweit

Oxfam schlägt Alarm: Das Coronavirus trifft Menschen in Armut besonders hart, wie aus einem neuen Bericht der Hilfsorganisation hervorgeht. Die Pandemie könne aber ein Weckruf sein, das Problem der sozialen Ungleichheit "endlich an der Wurzel zu packen". Was Oxfam nun von Konzernen und Superreichen fordert, erfahren sie hier.

Montag, 25. Januar, 7.50 Uhr: Weg zur Corona-Impfung für Ältere zu Hause bislang schwer

Viele Senioren im Deutschland sehen sich derzeit auf dem Weg zu einer Corona-Impfung vor mehreren Hürden. Während Menschen über 80 Jahren in Alten- und Pflegeheimen von Impfteams aufgesucht werden, müssen sich Ältere, die zu Hause leben, selbst um eine Impfung kümmern. Die Terminvergabe ist in den Bundesländern sehr unterschiedlich geregelt. Mit der Anmeldung über ein Onlineportal sind Ältere oft überfordert, Telefonhotlines waren zum Start in mehreren Ländern überlastet. Zudem gibt es bislang noch nicht in allen Ländern die Möglichkeit, sich in einem Impfzentrum impfen zu lassen.

So sind etwa in Nordrhein-Westfalen oder Niedersachsen frühestens ab dem 1. Februar Impfungen in den Zentren geplant. In Ländern wie Baden-Württemberg, wo Impfungen in großen Impfzentren bereits zum Jahreswechsel möglich wurden, gab es Probleme mit der telefonischen Anmeldung. Zudem wurde der Start der rund 50 Kreisimpfzentren wegen des Mangels an Impfstoff verschoben.

Ein weiteres Problem bleibt für viele über 80-Jährige mit eingeschränkter Mobilität der Weg zum Impfzentrum. Auch eine mögliche Infektion bei der Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln schreckt viele Ältere und ist dennoch für sie oftmals die einzige verfügbare Möglichkeit. Eine Kostenübernahme für eine Taxifahrt zum Impfzentrum und wieder nach Hause, wie etwa in Berlin, gibt es in den wenigsten Ländern. Impfungen zu Hause werden derzeit nicht angeboten. In Mecklenburg-Vorpommern gab es bereits erste Impfungen bei Hausärzten.

Montag, 25. Januar, 7.10 Uhr: Sieben Landkreise und Städte in Bayern über Inzidenzwert von 200

Die Behörden in Bayern haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 1106 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Sieben Landkreise und kreisfreie Städte im Freistaat lagen nach den am Montag veröffentlichten Zahlen über dem Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Außerdem wurden 29 neue Todesfälle in Zusammenhang mit einer Coronainfektion innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Montags sind die erfassten Fallzahlen meist geringer, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Welche bayerischen Städte und Landkreise den Inzidenzwert von 200 überschreiten, lesen Sie hier.

Montag, 25. Januar, 6.30 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz: Ostallgäu wieder über 50

Die Werte für die Sieben-Tage-Inzidenz haben sich am Montag im Vergleich zum Sonntag nur leicht verändert. Lediglich im Landkreis Ostallgäu ist die Zahl wieder auf über 50 gestiegen. Die aktuellen Werte finden Sie hier.

Montag, 25. Januar, 5.55 Uhr: 6729 Corona-Neuinfektionen und 217 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 6729 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 217 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Vergangenen Montag hatte das RKI 7141 Neuinfektionen und 214 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Allerdings waren die Daten aus Rheinland-Pfalz zu diesem Zeitpunkt nur unvollständig übermittelt worden. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen zudem meist geringer, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bei 111,2. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.141.665 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 25.01., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 52.087. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.823.500 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagabend bei 1,01 (Vortag ebenfalls 1,01). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Sonntag, 24. Januar, 21 Uhr: Dobrindt zu mutiertem Virus: Gefahr einer weiteren Welle relativ groß

Der CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, Alexander Dobrindt, sieht derzeit keine Grundlage für Gespräche über Corona-Lockerungen. "Die Wahrscheinlichkeit, dass wir vielleicht noch einen längeren Lockdown erleben, halte ich zurzeit für höher, als das man in eine andere Richtung kommt", sagte Dobrindt am Sonntag im ARD-"Bericht aus Berlin". "Das ist alles schmerzhaft, aber die Gefahr zurzeit ist relativ groß, dass wir mit dem mutierten Virus noch mal eine Welle erleben werden."

Die Zahlen seien noch immer viel zu hoch, sagte der CSU-Politiker. "Wir haben gesehen in England, in Irland, dass gerade die Schulen unterschätzt worden sind in ihrer Infektionswirkung, in der Beschleunigung der Infektion und deswegen ist es richtig, dass die Schulen jetzt auch geschlossen sind." Man könne heute noch nicht absehen, wann man wieder an eine Öffnung denken kann.

Sonntag, 24. Januar, 19.20 Uhr: Müller: Debatte über Lockerungen wenig sinnvoll

Für Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) kommt die Debatte über Lockerungen der Coronamaßnahmen nach dem zunächst bis Mitte Februar vereinbarten Lockdown zu früh. "Jetzt über konkrete Daten für Lockerungen zu sprechen, wo wir kaum absehen können, wie sich die britische Mutante in den nächsten drei Wochen auswirkt, halte ich aktuell für wenig sinnvoll", sagte Müller der "Berliner Zeitung" (Montag-Ausgabe).

Der Ausbruch am Humboldt-Klinikum in Berlin-Reinickendorf, wo sich 20 Menschen mit der Corona-Mutation angesteckt haben, bereitet Müller seinen Angaben zufolge große Sorgen. "Es muss jetzt alles darangesetzt werden, die Infektionszahlen weiter zu senken, und da sind wir bundesweit, aber vor allem auch in Berlin, auf dem richtigen Weg. Ein unbedachter Abbruch dieses Wegs wäre fatal."

Sonntag, 24. Januar, 18.30 Uhr: Corona-Ausbruch bei Airbus - Quarantäne für rund 500 Mitarbeiter

Beim Flugzeughersteller Airbus in Hamburg hat es einen Corona-Ausbruch gegeben. Insgesamt 21 Mitarbeiter seien positiv auf das Coronavirus getestet worden, sagte Martin Helfrich, Pressesprecher der Gesundheitsbehörde, auf dpa-Anfrage. Für rund 500 Mitarbeiter wurde Quarantäne angeordnet. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet.

Die Ursache der Fälle werde noch untersucht, teilte Airbus mit. Ob es sich um eine hochansteckende Mutation des Virus handelt, kann die Gesundheitsbehörde frühestens Mitte der Woche sagen. Mit mehr als 12.000 Mitarbeitern ist Airbus der größte industrielle Arbeitgeber Hamburgs.

Sonntag, 24. Januar, 18 Uhr: Hochansteckende Corona-Variante in Flensburg bestätigt

Die hochansteckende Mutation des Corona-Virus ist in Flensburg nachgewiesen worden. Um wie viele Fälle es sich genau handelt, konnte ein Stadtsprecher am Sonntag nicht sagen. Anfang dieser Woche war von rund 30 Verdachtsfällen mit der Variante aus Großbritannien berichtet worden. Die Stadt werde entsprechend reagieren, eine neue Allgemeinverfügung werde erarbeitet. Zuvor hatte das "Flensburger Tageblatt" (online) darüber berichtet.

Nach Angaben des Sprechers trat ein Teil der Fälle in der Belegschaft eines Betriebes unter Leiharbeitern auf. Es gebe aber auch davon einige unabhängige Fälle in der Stadt im Norden Schleswig-Holsteins. Wie es den Betroffenen gesundheitlich geht, sei nicht bekannt.

Die sich rasant in Großbritannien ausbreitende Variante ist Experten zufolge nicht nur leichter übertragbar, sondern möglicherweise auch tödlicher als die bislang vorherrschende. Sie ist bereits in diversen Ländern, darunter auch Dänemark, nachgewiesen worden.

Sonntag, 24. Januar, 16.45 Uhr: Grenzkontrollen und Einreiseregeln wegen Corona weiter verschärft

Die Bundesregierung hat die Grenzkontrollen und Einreiseregeln verschärft, um die grenzüberschreitende Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Für insgesamt fast 30 Länder mit besonders hohen Infektionszahlen oder besonders gefährlichen Virusvarianten gilt seit Sonntag eine Testpflicht vor der Einreise.

Sonntag, 24. Januar, 16 Uhr: FFP2-Masken: Polizei will ab Montag im Allgäu kontrollieren - hohes Bußgeld

Seit dieser Woche gilt sie. Beim Arzt, beim Einkaufen oder in Bus und Bahn muss seit letztem Montag eine FFP2-Maske getragen werden. Nun endet auch die Kulanzwoche. Wer ohne die meist weiße Schutzmaske erwischt wird, muss zahlen. Wie die Beamten im Allgäu kontrollieren wollen und wie hoch das Bußgeld ist.

Sonntag, 24. Januar, 14.45 Uhr: Auch im Allgäu: Polizei löst mehrere Corona-Partys auf - Anzeigen und Verletzte

Feiern, Trinken - und dann Strafe zahlen oder sich mit dem Coronavirus infizieren? Die pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen halten manche Menschen nicht vom Feiern ab. Am Wochenende löste die Polizei "Corona-Partys" auf und verteilten Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung.

Die meist alkoholisierten Gäste reagierten teils aggressiv auf den Besuch der Ordnungshüter. Verletzungen auf beiden Seiten waren in einigen Fällen die Folge.

Sonntag, 24. Januar, 14.15 Uhr: Niederlande: Krawalle bei erster Ausgangssperre

Die coronabedingte Ausgangssperre hat in den Niederlanden zu Protesten und Krawallen geführt. In der Kleinstadt Urk nördlich von Amsterdam hatten Dutzende Menschen am späten Samstagabend gegen die Sperrstunde protestiert, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Sie hätten Steine und Feuerwerkskörper auf Polizisten geworfen und Polizeiautos demoliert. Jugendliche steckten nach Polizeiangaben ein Corona-Testzentrum des Gesundheitsamtes in Brand. Zwei Personen wurden festgenommen und Dutzende Geldstrafen verhängt.

Landesweit hat die Polizei nach eigenen Angaben in der ersten Nacht der Sperrstunde mehr als 3600 Geldstrafen verhängt und 25 Personen festgenommen. Auch in Stein im Süden des Landes gab es Zusammenstöße mit der Polizei, als die Beamten eine illegale Party mit etwa 100 Besuchern beenden wollten.

Am Samstagabend war erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie eine Ausgangssperre in Kraft getreten. Die Bürger müssen von 21.00 bis 4.30 Uhr in ihren Wohnungen bleiben. Verstöße werden mit Geldbußen von je 95 Euro bestraft.

Sonntag, 24. Januar, 11.35 Uhr: Angriff auf Polizisten bei Corona-Party

Bei einer Party im Landkreis Osnabrück haben Feiernde Polizisten angegriffen und verletzt. Die Beamten hatten nach einem Hinweis sechs erheblich alkoholisierte Männer zwischen 20 und 44 Jahren in einer Partyhütte in Belm angetroffen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Personen hätten sich unkooperativ und aggressiv gezeigt. Zur Feststellung der Identität sollte ein Partygast den Angaben zufolge mit zur Wache genommen werden. Dieser habe sich geweigert.

Als er zum Streifenwagen geführt werden sollte, griffen vier Männer die Polizisten an, hieß es. Die Beamten setzten Pfefferspray ein und nahmen alle Feiernden in Gewahrsam. Ein 21-Jähriger habe dabei einen 29 Jahre alten Polizisten so stark am Knie verletzt, dass dieser dienstunfähig gewesen sei. Die Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen die Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. (Auch in Bayern gab es mehrere illegale Partys)

Sonntag, 24. Januar, 11.30 Uhr: Mehrere Corona-Verstöße in Oberstaufen

Die Polizei Oberstaufen musste sich am Wochenende ebenfalls mit mehreren Corona-Verstößen beschäftigen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 24. Januar 10.20 Uhr: Polizei löst Hausparty in Memmingerberg auf

Die Polizei hat am Samstagabend eine Hausparty in einem Mehrfamilienhaus in Memmingerberg aufgelöst. Laut Polizeibericht wurde sie von einem Zeugen informiert. Bei der Kontrolle trafen die Beamten auf sechs junge Erwachsene aus fünf Haushalten beim Feiern. Die Party wurde aufgelöst. Alle sechs Beteiligten erhalten eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz.

Auch in Eggenthal löste die Polizei eine Party auf.

Sonntag, 24. Januar, 10 Uhr: Spahn: Deutschland hat neues Corona-Medikament gekauft

Laut Jens Spahn hat Deutschland ein neuesn Corona-Meidkament gekauft. Er warnt auch vor Schuldzuweisungen in Sachen Lockdown.

Sonntag, 24. Januar, 9.50 Uhr: Polizei löst illegale Party in Bad Wurzach auf

Die Polizei hat am Samstag eine illegale Party in Bad Wurzach aufgelöst. Nach einem Hinweis am späten Samstagabend wurde der Grillplatz Hoher Rain überprüft, berichtet die Polizei. Dabei waren acht Beamte im Einsatz. Diese stellten fest, dass einigen Personen dort eine Geburtstagsparty feierten. Als sie die Streifenfahrzeuge sahen, flüchteten einige Personen. Die Beamten konnten einige der Geflüchteten finden. Nach erfolgter Personalienfeststellung begaben sich die Personen auf den Heimweg. Die 16 Party-Gäste wurden angezeigt.

In Innsbruck löste die Polizei eine Party in einem Faschingswagen auf.

Sonntag, 24. Januar, 9.05 Uhr: Israel impft nun auch Jugendliche

Als eines der ersten Länder impft Israel nun auch Teenager. Dafür gibt es einen bestimmten Grund.

Sonntag, 24. Januar, 8.35 Uhr: FFP2-Maskenpflicht in Österreich beginnt - Masken vorerst kostenlos

Österreicher können die FFP2-Masken zum Beginn der Maskenpflicht zunächst kostenlos bekommen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 24. Januar, 7.50 Uhr: DOSB fragt Olympia-Teilnehmer nach Einstellung zum Impfen

Dass Olympia 2021 in Tokio stattfinden soll, ist wegen der Corona-Pandemie nach wie vor umstritten. Nun geht es um die Frage, ob die Athleten geimpft sind.

Sonntag, 24. Januar, 7.20 Uhr: 12.257 Corona-Neuinfektionen und 349 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 12 257 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 349 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Sonntagmorgen bekanntgab. Vergangenen Sonntag hatte das RKI 13.882 Neuinfektionen und 445 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Sonntagmorgen bei 111,1. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.134.936 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 24.01., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 51.870. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.807.500 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstagabend bei 1,01 (Vortag: 0,97). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Sonntag, 24. Januar, 7.15 Uhr: Maskenpflicht bei Sitzungen? Gemeinderäte können selbst entscheiden

Für Mitglieder kommunalpolitischer Gremien gilt aktuell keine Maskenpflicht. Woran liegt das?

Sonntag, 24. Januar, 7 Uhr: Italiens Corona-Zahlen sinken

Nach etwas sinkenden Corona-Zahlen treten in einigen Teilen Italiens Erleichterungen bei den Covid-Beschränkungen in Kraft. Die wirtschaftsstarke Lombardei mit ihren rund zehn Millionen Einwohnern ist seit Sonntag keine Rote Zone mit strengen Ausgangsverboten mehr, sondern wurde eine Risiko-Stufe herabgesetzt - auf orange. Viele Läden dürfen dort wieder öffnen. Den Erlass dazu hatte Gesundheitsminister Roberto Speranza am Samstag in Rom unterschrieben. Sizilien im Süden und die Autonome Provinz Bozen im Norden bleiben rote Hochrisiko-Gebiete.

Ein Großteil Italiens gehört ohnehin als Orange Zone ins Mittelfeld. Dort sollen die Menschen in der Regel ihre Orte nicht verlassen. Restaurants und Bars dürfen Gäste nicht mehr am Tisch bedienen, erlaubt ist nur zeitweiser Außer-Haus-Verkauf.

Sonntag, 24. Januar, 6.55 Uhr: Südafrikanische Virusvariante könnte zu erneuten Infektionen führen

Die Corona-Mutation aus Südafrika könnte sich schneller verbreiten als die Variante, die es aktuell in Deutschland gibt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 24. Januar, 6.30 Uhr: Strengere Einreiseregeln für mehr als 20 Hochrisikogebiete

Die Auflagen für Reisen werden immer strenger. Jetzt gibt es neue Regeln, die auch sehr beliebte Reiseziele der Deutschen betreffen - und ein Nachbarland.

Sonntag, 24. Januar, 6.20 Uhr: Eltern können auf Rückerstattung der Kita-Gebühren hoffen

Aktuell gibt es nur eine Notbetreuung in den Kitas. Eltern könnten also die Gebühren erstattet bekommen. Wann eine Entscheidung kommen könnte.

Sonntag, 24. Januar, 6 Uhr: Inzidenzwerte im Ostallgäu und Kempten unter 50

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung! Die Inzidenzwerte im Ostallgäu und Kempten liegen aktuell im gelben Bereich. Am höchsten ist der Wert in Memmingen und dem Unterallgäu. Alle Zahlen im Detail finden Sie hier.

Samstag, 23. Januar, 21.45 Uhr: Schärfere Corona-Kontrollen ab Sonntag am Frankfurter Flughafen

Die Bundespolizei am größten deutschen Flughafen Frankfurt intensiviert ab Sonntag die Kontrollen bei Flügen aus Hochrisikogebieten der Corona-Pandemie. Dabei werden auch die erforderlichen Einreisevoraussetzungen konsequent überprüft, teilte die Bundespolizeidirektion am Samstagabend in Frankfurt mit. Kontrolliert werden sollen vor allem die Einreiseanmeldungen und der Nachweis über einen aktuellen, negativen Corona-Test. Auch am Flughafen München mobilisiert die Bundespolizei nach Informationen des "Spiegels" deutlich mehr Beamte, um alle landenden Passagiere überprüfen zu können.

Die Überprüfungen finden nach Angaben der Bundespolizei in Frankfurt noch vor der eigentlichen Grenzkontrolle statt - und zwar direkt an den Flugzeugen. Am Sonntag sollen davon voraussichtlich 17 Flüge aus fünf Ländern betroffen sein. Alle Maßnahmen werden demnach in enger Abstimmung mit den Gesundheitsämtern, der Landespolizei Hessen sowie dem Flughafenbetreiber und den betreffenden Airlines vorgenommen.

Samstag, 23. Januar, 20.45 Uhr: Bayerischer Gemeindetag: Freistaat soll Kita-Gebühren bezahlen

Eltern müssen auch für den Kindergarten zahlen, wenn sie die Kinder daheim betreuen. Verschiedenen Seiten fordern, dass der Freistaat die Gebühren übernimmt.

Samstag, 23. Januar, 20 Uhr: So klappt trotz Corona der lustige Abend mit Freunden – auf Abstand

Die Erinnerungen an lockere Abende im Freundeskreis verblassen langsam. Angesichts der andauernden Einschränkungen werden kontaktlose Freizeitangebote immer wichtiger. Dank des Internets gibt es aber mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten, von Zuhause aus einen Abend mit seinen Freunden zu verbringen – räumlich getrennt, aber doch gemeinsam. Einige Tipps.

Samstag, 23. Januar, 18.20 Uhr: Berliner Klinik stoppt Aufnahmen wegen Corona-Mutation

Das Berliner Vivantes Humboldt-Klinikum nimmt nach mehreren entdeckten Infektionen mit der gefährlichen britischen Coronavirus-Variante keine Patienten mehr auf. Routinescreenings in der Station für Innere Medizin und Kardiologie ergaben positive Nachweise bei bislang 14 Personen, wie die Klinik am Samstag bestätigte.

Der Virus-Typ B.1.1.7 war bisher vor allem in Großbritannien aufgetreten. Die Variante ist Experten zufolge leichter übertragbar und womöglich auch tödlicher als die bislang vorherrschende.

Der seit Mitternacht verhängte Aufnahmestopp gilt bis auf Weiteres. Notfälle werden in andere Krankenhäuser gebracht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses stehen unter sogenannter Pendelquarantäne: Sie dürfen nur zwischen ihrem Zuhause und der Klinik unterwegs sein.

Samstag, 23. Januar, 18.10 Uhr: „Staatliche Hilfe fließt so gut wie keine“: Kemptener Clubs sammeln Spenden für Künstler

Service-Clubs sammeln Spenden für Künstler in Kempten und Umgebung, die wegen Corona in existenzieller Not sind. Wie Künstler an die Hilfe kommen können.

Samstag, 23. Januar, 17.20 Uhr: Corona-Mutation in Tirol nachgewiesen - Bevölkerung soll sich testen lassen

Die südafrikanische Corona-Mutation ist offenbar in Tirol angekommen. Menschen im Zillertal sollen zum Test.

Samstag, 23. Januar, 16.40 Uhr: Die Allgäuer Inzidenzwerte

RKI und LGL haben am Samstag die aktuellen Inzidenzwerte für das Allgäu veröffentlicht. Während die 7-Tages-Inzidenz im Unterallgäu steigt und nahe an die kritische Grenze von 200 kommt, unterschreiten Ostallgäu und Kempten vielleicht bald die rote Warn-Marke. Unsere Übersicht der Allgäu-Zahlen.

Samstag, 23. Januar, 15.45 Uhr: Frauen-Union fordert schnelle Öffnung der Schulen und erhöht Druck auf Söder

Die Frauen-Union in Bayern fordert von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine rasche Öffnung der Schulen - für Präsenzunterricht aller Abschlussklassen, aber auch für Wechselunterricht aller anderen Jahrgangsstufen. Damit erhöht sich der Druck auf den CSU-Chef, der die anhaltenden Schulschließungen in Bayern wegen der großen Sorge vor dem mutierten Coronavirus zuletzt verteidigt hatte. Die Hintergründe.

Samstag, 23. Januar, 14.30 Uhr: Bartkulanz wegen FFP2-Maske in Oberammergau - Rasierverbot gelockert

Die Corona-Krise beeinträchtigt auch den Haarwuchs in Oberammergau. Von Aschermittwoch an sind ein Jahr vor den Passionsspielen traditionell Schere und Rasiermesser für alle Mitspieler tabu, dann gilt der Haar- und Barterlass. Doch dieses Jahr gibt es bei den Bärten aus Infektionsschutzgründen Kulanz.

Samstag 23. Januar, 13.30 Uhr: Expertin vermutet, dass bereits jeder neunte Österreicher infiziert war

In Österreich waren möglicherweise mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert als bisher angenommen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Samstag, 23. Januar, 13.30 Uhr: Angst vor britischer Coronavirus-Mutation - Norwegen verschärft Regeln um Oslo

Norwegens Regierung hat nach dem Ausbruch der britischen Coronavirus-Variante in einem Pflegeheim nahe Oslo die meisten Einkaufszentren in den zehn Gemeinden rund um die Hauptstadt schließen lassen. Die Maßnahme sollte von Samstagmittag bis zunächst 31. Januar gelten.

Bereits am Freitag hatten die Behörden angeordnet, dass alle Schulen, Kindergärten, Fitnessstudios, Schwimmbäder und Sportzentren schließen müssen. Ausgenommen sind Lebensmittelgeschäfte, Apotheken und Tankstellen. Zuvor waren in einem Pflegeheim in der Gemeinde Nordre Follo zwei Fälle der britischen Corona-Variante nachgewiesen worden.

Es müsse darum gehen, diese Corona-Mutation fern von Oslo zu halten, sagte Gesundheitsminister Bent Høie am Samstag mit Blick auf die vielen Pendler. "Wenn die Virus-Mutation sich in Oslo ausbreitet, wird es sehr schwierig sein, ihr Überspringen auf den Rest des Landes zu verhindern." Die Bewohner der zehn Gemeinden wurden angehalten, möglichst von zu Hause aus zu arbeiten, nicht erforderliche Reisen zu vermeiden und Kontakte außerhalb ihres eigenen Haushaltes zu begrenzen.

Samstag, 23. Januar, 12.40 Uhr: 200 neue Corona-Fälle in China

In China brach das Coronavirus zuerst aus, nun gibt es mehr als 200 neue Fälle. Die Behörden machen dafür Reisende verantwortlich.

Samstag, 23. Januar, 11.30 Uhr: Illegale Party in Memmingen endet mit Schlägerei

Eine illegale Party in Memmingen ist am Freitag ausgeartet.

Samstag, 23. Januar, 11.10 Uhr: Zwei Männer bei Corona-Demo von Auto angefahren und verletzt

Am Rande einer Corona-Demo in Würzburg wurden zwei Männer angefahren. Mehr dazu lesen Sie hier.

Samstag, 23. Januar, 10.40 Uhr: Kontrolle wegen Ausgangsbeschränkung deckt Alkoholfahrt auf

Ein Marktoberdorfer ist am Freitag unter Alkoholeinfluss gefahren - und wurde durch die Ausgangsbeschränkung entlarvt. Das berichtet die Polizei. Der 53-Jährige wurde kontrolliert, da er nach 21 Uhr unterwegs war. Es stellte sich heraus, dass er von der Arbeit kam und er sich somit rechtmäßig außerhalb seiner Wohnung aufhielt, jedoch wurde Alkoholgeruch festgestellt. Ein Alkoholtest ergab, dass er eine Atemalkoholkonzentration über dem Grenzwert hatte. Ihn erwarten nun eine Geldbuße in Höhe von 500 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. In Kaufbeuren haben Männer gegen die Ausgangsbeschränkung verstoßen.

Samstag, 23. Januar, 9.50 Uhr: Kulanzwoche für die FFP2-Maskenpflicht endet

Seit dieser Woche läuft die FFP2-Maskenpflicht in Bayern - allerdings in der sogenannten "Kulanzwoche" noch ohne Sanktionen. Ab Montag wird es ernst.

Samstag, 23. Januar, 7.50 Uhr: Impf-Drängler in Österreich - Behörden kontrollieren

Weil sich in Österreich Kommunalpolitiker teilweise unerlaubt impfen ließen, wollen die Behörden nun verstärkter kontrollieren.

Samstag, 23. Januar. 7.25 Uhr: Forderungen nach Lockdown-Ende im Februar werden lauter

Die Corona-Zahlen sinken langsam. Nun richten sich die Blicke auf den Februar - Stimmen, dieden Lockdown beenden wollen, werden lauter. Mehr dazu lesen Sie hier.

Samstag, 23. Januar, 7 Uhr: Alkoholverbot im Allgäu - das gilt in den Städten

Diese Woche wurde das Alkoholverbot in ganz Bayern von einem Gericht gekippt. Kommunen sollen nun selbst Plätze festlegen, an denen das Trinken verboten ist. Wo das im Allgäu gilt, erfahren Sie hier.

Samstag, 23. Januar, 6 Uhr: 16 417 Corona-Neuinfektionen und 879 neue Todesfälle gemeldet

Guten Morgen wünscht das Digitalteam der Allgäuer Zeitung! Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 16.417 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 879 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Samstagmorgen bekanntgab. Vor genau einer Woche hatte das RKI 18.678 Neuinfektionen und 980 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Samstagmorgen bei 112,6. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.122.679 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 23.01., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 51.521. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.795.400 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 0,97 (Vortag: 0,93). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 97 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Freitag, 22. Januar, 22.11 Uhr: Bill Gates hat sich gegen Corona impfen lassen

Microsoft-Gründer Bill Gates hat eine Corona-Impfung bekommen. "Einer der Vorteile, 65 zu sein, ist der Zugang zum Covid-19-Impfstoff", schrieb Gates am Freitag bei Twitter. Er habe diese Woche die erste der zwei Impfdosen erhalten - "und ich fühle mich großartig".Gates steht im Mittelpunkt einiger Verschwörungstheorien rund um das Coronavirus. Eine der irren Behauptungen ist, dass Gates unter dem Vorwand der Impfungen Chips zur Kontrolle über die Menschheit einpflanzen wolle.

Freitag, 22. Januar, 20.25 Uhr: Söder kritisiert Aiwangers Forderung nach Öffnung von Hotels

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat seinen Stellvertreter Hubert Aiwanger (Freie Wähler) für dessen Forderung nach einer Öffnung von Skiliften und Hotels ab Februar kritisiert. Ohne seinen Namen zu nennen, griff der CSU-Chef die Forderung seines Wirtschaftsministers in seiner Rede auf dem digitalen CSU-Neujahrsempfang direkt auf und machte deutlich, dass für ihn die Debatte zur Unzeit komme. Die aktuellen Corona-Maßnahmen würden zunächst bist Mitte Februar gelten, was danach komme bleibe abzuwarten. Leider gebe es immer wieder Politiker, die gerne erklärten, "wann ganz sicher was geöffnet wird". "Mein dringender Rat ist, wir sollten tun, was notwendig ist" sagte Söder. Um das Vertrauen der Menschen nicht zu beschädigen, sei es wichtig, dass Politiker das richtige wollten und auch das richtige tun.

Aiwanger hatte am Freitag in München gefordert, die Hotels und Skilifte im Februar wieder zu öffnen.

Freitag, 22. Januar, 19.50 Uhr: Corona im Landkreis Lindau: Die Zahlen gehen langsam zurück

Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt leicht nach unten. Derzeit befinden sich über 360 Menschen im Landkreis in Quarantäne. Wie es mit den Impfungen weitergeht.

Freitag, 22. Januar, 19.20 Uhr: Thüringens Bildungsminister: Schulen bis Ostern geschlossen

In Thüringen gibt es vermutlich länger als bisher geplant keinen Präsenzunterricht in den Schulen. "Ich gehe davon aus, dass wir zumindest noch bis Ostern in dieser Situation verharren, dass wir mindestens bis Ostern mit diesem System der geschlossenen Schulen arbeiten müssen", sagte Bildungsminister Helmut Holter (Linke) nach Angaben des MDR vom Freitag im Thüringen Journal. Häusliches Lernen und Distanzlernen werde anhalten. Gleichzeitig sagte Holter: "Es werden bestimmte Schülerinnen und Schüler in der Schule sein. Das sind insbesondere die Abschlussklassen und die, die besonderen Förderbedarf haben." Eltern, Kinder und Lehrer müssten sich darauf einstellen, länger durchhalten zu müssen, auch wenn das eine riesige Herausforderung und Belastung für alle sei.

Freitag, 22. Januar, 19 Uhr: WHO: Vorvertrag über 40 Millionen Impf-Dosen von Biontech/Pfizer

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist nach langem Ringen nun zuversichtlich, dass im Februar mit der Verteilung von Impfstoffen auch an die ärmeren Länder begonnen werden kann. Die Impf-Initiative Covax habe einen Vorvertrag über bis zu 40 Millionen Dosen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer abgeschlossen, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. Der Impfstoff werde zu einem gemeinnützigen Preis zur Verfügung gestellt, fügte Pfizer-Chef Albert Bourla hinzu.

Freitag, 22. Januar, 18.40 Uhr: Ibiza wegen stark steigender Corona-Zahlen abgeriegelt

Die spanische Urlauberinsel Ibiza wird ab Samstag wegen steil ansteigender Coronazahlen vorerst bis zum Monatsende weitgehend abgeriegelt. Die wie Mallorca, Menorca und Formentera zu den Balearen-Inseln im Mittelmeer gehörende Insel darf dann nur noch aus triftigem Grund besucht werden, etwa um zur Arbeit oder zum Arzt zu kommen, wie die deutschsprachige "Mallorca Zeitung" am Freitag berichtete. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen 14 Tagen ist auf Ibiza auf mehr als 1.800 gestiegen.

Freitag, 22. Januar, 18.30 Uhr: In England entdeckte Virus-Variante womöglich tödlicher als bisherige

Die zuerst in Großbritannien entdeckte Variante des Coronavirus ist möglicherweise tödlicher als die bislang vorherrschende. Darauf gebe es "einige Hinweise" sagte der britische Premierminister Boris Johnson am Freitag in einer Pressekonferenz im Regierungssitz Downing Street in London. Die hohe Belastung der Krankenhäuser im Land sei zu einem erheblichen Teil auf die neue Virusvariante zurückzuführen, so der konservative Politiker.

Die Mutation war Ende vergangenen Jahres in der südostenglischen Grafschaft Kent aufgetaucht und hatte sich mit rasender Geschwindigkeit in London und Teilen des Landes ausgebreitet.

Freitag, 22. Januar, 18.20 Uhr: Bayerisches Innenministerium informiert auf neuer Website über 15-Kilometer-Regel

Auf einer neuen Website des bayerischen Innenministeriums werden die Bürger ab sofort über Corona-Einschränkungen wie die 15-Kilometer-Regel informiert. Auf der Seite sind die Landkreise und kreisfreien Städte aufgelistet, in denen aktuell die 15-Kilometer-Regel gilt, weil ihre Sieben-Tage-Inzidenz an einem der vergangenen sieben Tage über der Grenze von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen gelegen hatte. Über eine interaktive Karte kann sich jeder den 15-Kilometer-Radius von seinem Wohnort aus anzeigen lassen.

Freitag, 22. Januar, 18.15 Uhr: Corona-Ausbruch: 19 Fälle in Wolfertschwender Pflegeheim

Zwölf Bewohner und sieben Mitarbeiter wurden positiv getestet. Wie es den Betroffenen geht und welche Maßnahmen vor Ort ergriffen wurden.

Freitag, 22. Januar, 17.50 Uhr: Impfstofffirma Astrazeneca: Liefermengen für EU niedriger als geplant

Der Hersteller Astrazeneca wird zunächst weniger Corona-Impfstoff an die EU liefern als geplant. Sollte der britisch-schwedische Konzern die Zulassung von der EU erhalten, werde die Menge zu Beginn niedriger sein, sagte eine Unternehmenssprecherin am Freitag auf Anfrage. Grund seien geringere Erträge an einem Produktionsstandort "innerhalb unserer europäischen Lieferkette". Eine Verzögerung der Lieferungen sei aber nicht geplant.

Freitag, 22. Januar, 17.40 Uhr: Bundespflegekammer attestiert Branche hohe Impfbereitschaft

Entgegen Berichten über Impfskepsis unter Pflegern bescheinigt die Bundespflegekammer dem Personal in der Branche eine hohe Impfbereitschaft. "Die Impfbereitschaft ist groß und Aufklärung der zentrale Schlüssel", teilte Präsidiumsmitglied Markus Mai am Freitag mit. Im Dezember hatte in einer Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) etwa nur die Hälfte der befragten Pfleger angegeben, sich gegen Corona impfen lassen zu wollen.

In Kliniken sei die Bereitschaft unter Pflegern höher als in Altenheimen, schätzt die Bundespflegekammer. Laut der Landeskammer in Schleswig-Holstein wird aus den Kliniken zurückgemeldet, dass sich 80 bis 90 Prozent impfen lassen wollen. In den Krankenhäusern in Niedersachsen wollten sich nach Schätzung der dortigen Kammer 80 Prozent impfen lassen. Aus anderen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gebe es ähnliche Zahlen.

Freitag, 22. Januar, 17.30 Uhr: Mehr als 20 Länder als Hochrisikogebiete eingestuft

Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung ab Sonntag erstmals mehr als 20 Länder als Hochrisikogebiete eingestuft, für die dann leicht verschärfte Einreiseregeln gelten. Wie das Robert Koch-Institut am Freitag auf seiner Internetseite mitteilte, gehören dazu das Nachbarland Tschechien, die Urlaubsländer Portugal, Spanien und Ägypten sowie die USA.

Freitag, 22. Januar, 17.15 Uhr: Landkreis Altötting vergibt ersten digitialen Impfpass

Während in der EU noch über einen Corona-Impfpass debattiert wird, hat der Landkreis Altötting im Alleingang die erste digitale Impfkarte vergeben. Ein 71-jähriger Kinder- und Jugendmediziner, der noch praktiziert, bekam am Freitagnachmittag seine zweite Corona-Impfung sowie die Impfkarte mit QR-Code.

Freitag, 22. Januar, 16.45 Uhr: Trotz Grenzkontrollen und Quarantäne-Verordnung: Darf die Anreise zur Skitour über Tirol abgekürzt werden?

Viele Allgäuer Tourengeher und Wintersportler könnten ihre Anfahrt beispielsweise in die Ammergauer Alpen übers Tirol abkürzen. Ob das erlaubt ist und unter welchen Bedingungen es möglich ist, erfahren Sie hier.

Freitag, 22. Januar, 16.20 Uhr: Trotz sinkender Corona-Zahlen: Lockdown für Experten ohne Alternative

Auch wenn die Infektionszahlen in der Corona-Pandemie weiter sinken, ist keine Alternative zum Lockdown in Sicht. "Wir sollten uns einfach nicht zu sorglos hinstellen", mahnte Charité-Virologe Christian Drosten am Freitag. "Wir sollten nicht sagen, wenn es wieder wärmer wird, dann wird es wie im letzten Sommer."

Denn die Lage bleibt deutlich angespannter als bei der ersten Pandemie-Welle im vergangenen Frühjahr. Fast ein Jahr nach dem ersten Nachweis des neuen Corona-Virus in Deutschland sind mehr als 50.000 Menschen in Deutschland in Verbindung damit gestorben. Viele Intensivstationen arbeiten weiterhin am Anschlag. Ansteckendere Virus-Varianten könnten Erfolge beim Senken der Infektionszahlen zunichte machen. Das Impfen wird Zeit brauchen.

Freitag, 22. Januar, 16 Uhr: Landkreise erhöhen Schnelltest-Kapazitäten für Grenzgänger

Seit Montag gilt im Freistaat wieder eine Corona-Testpflicht für Grenzgänger. Die könnte an der Grenze zu Tschechien ab Sonntag verschärft werden - sofern der Nachbarstaat vom Robert Koch-Institut als Hochinzidenzgebiet eingestuft wird. Der Landkreis Cham und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Regensburg gehen wegen der hohen Infektionszahlen in Tschechien von dieser Maßnahme aus.

Pendler müssten dann - der Coronavirus-Einreiseverordnung des Bundes entsprechend - bei jeder Einreise nach Bayern einen negativen Coronatest vorlegen, der maximal 48 Stunden alt sein darf. Wer regelmäßig zum Arbeiten in den Freistaat fährt, der muss sich also alle zwei Tage testen lassen. Grenzgänger aus Risikogebieten, die keine Hochinzidenz- oder Virusvarianten-Gebiete sind, müssen weiterhin nur einmal pro Woche einen aktuellen Test vorlegen, wie das Gesundheitsministerium mitteilt.

Freitag, 22. Januar, 15.45 Uhr: Eventverband beklagt "weiterhin dramatische Lage" der Branche

Der Deutsche Eventverband hat erneut auf die "weiterhin dramatische Lage" der Kultur- und Veranstaltungsindustrie hingewiesen. Eine Umfrage, die der Verband im Januar startete, zeige, wie stark die Branche unter den monatelangen Restriktionen leidet, teilte der Verband am Freitag in Hamburg mit. Danach erzielten die befragten Unternehmen einen durchschnittlichen Umsatzrückgang von 77,25 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019 vor der Pandemie. An der Umfrage haben knapp 600 Unternehmen teilgenommen. 4,4 Prozent entschieden sich aufgrund der aussichtslosen Lage sogar für eine Betriebsaufgabe zum Anfang des Jahres oder spätestens bis Mai.

Freitag, 22. Januar, 15.35 Uhr: Gewerkschaften fordern 1.200 Euro Mindest-Kurzarbeitergeld

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordern wegen der anhaltenden Einschränkungen in der Corona-Krise ein Mindest-Kurzarbeitergeld in Höhe von 1.200 Euro. Hunderttausende Beschäftigte etwa in Hotels, Cafés, Restaurants oder Kinos seien erneut in Kurzarbeit oder hätten ihre Arbeit verloren, heißt es in einem offenen Brief der Gewerkschaften an die Bundesregierung und die Parteien der großen Koalition.

Freitag, 22. Januar, 15.20 Uhr: Ungarn bestellt zwei Millionen Impfdosen von "Sputnik V" in Russland

Als erstes EU-Land hat Ungarn zwei Millionen Dosen des russischen Corona-Impfstoffs "Sputnik V" bestellt. Außenminister Peter Szijjarto kündigte am Freitag bei einem Besuch in Moskau an, dass das Mittel in drei Etappen geliefert werden solle. Die ersten Dosen soll Ungarn binnen 30 Tagen erhalten. Bei einer Impfung mit "Sputnik V" sind zwei Injektionen nötig. In Russland wird bereits seit Anfang Dezember damit geimpft.

In Ungarn bekam "Sputnik V" am Donnerstag die erste Notzulassung in der EU. Eine zweite Behörde muss allerdings noch zustimmen. Der rechtsnationale Ministerpräsident Viktor Orban klagt, dass sein Land mit knapp zehn Millionen Einwohnern zu wenig Impfstoff von der EU erhalte. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat bislang zwei Impfstoffe westlicher Produzenten - den von Biontech-Pfizer und den von Moderna - für den Gebrauch in der EU zugelassen.

Freitag, 22. Januar, 15.15 Uhr: 30.000 FFP2-Masken für bayerische Polizisten zurückgerufen

Die Bayerische Bereitschaftspolizei hat 30.000 für Polizisten und Polizistinnen bestimmte FFP2-Masken wegen Verdachts auf Mängel zurückgerufen. Wie das bayerische Innenministerium am Freitag mitteilte, sind die Masken von einer Warnmeldung betroffen und wurden schon Anfang der Woche zurückgerufen. Der medizinische Dienst der Bereitschaftspolizei prüfe die Angelegenheit. Zunächst hatte das "Straubinger Tagblatt" berichtet.

"Fake"-Masken seien bei der bayerischen Polizei aber nicht im Einsatz, betonte ein Ministeriumssprecher. Alle für die Polizei bestellten FFP2-Masken solle ab sofort ein externes Institut nach ihrer Anlieferung nochmals auf ihre Wirksamkeit prüfen. Außerdem sichte man die gesamten FFP2-Bestände der Polizei noch einmal und sortiere problematische Ware aus.

Freitag, 22. Januar, 15.10 Uhr: Länder fordern stärkere Finanzhilfen für Skilift-Betreiber

Die Betreiber von Skiliften können auf mehr Staatshilfen hoffen als bisher vorgesehen. In einer gemeinsamen Erklärung sprechen sich die Wirtschaftsminister der Bundesländer dafür aus, als Bezugsgröße für staatliche Finanzspritzen nicht den Vorjahreszeitraum zu nehmen, sondern die vergangenen drei Jahre. Im vergangenen Winter gab es relativ wenig Schnee, entsprechend gering waren die Einnahmen der Skilift-Betreiber. In den Jahren davor war es besser. In diesem Jahr gibt es viel Schnee, die Lifte müssen aber pandemiebedingt geschlossen bleiben.

Die Bitte der Länderminister richtet sich an die Bundesregierung, die entscheiden soll. Die Hilfen würden im Rahmen der Überbrückungshilfe III erfolgen.

Freitag, 22. Januar, 15 Uhr: Polizeischüler in Königsbrunn feiern illegale Corona-Party

In einer Kaserne der Bereitschaftspolizei Bayern in Königsbrunn haben Polizeischüler eine spontane Abschiedsparty gefeiert und dabei gegen die Corona-Auflagen verstoßen. Das hat nun weitreichende Konsequenzen für die angehenden Polizisten.

Freitag, 22. Januar, 14.45 Uhr: Zahl der Toten in Bayern Ende 2020 stark gestiegen

Die Zahl der Todesfälle in Bayern ist in der letzten Kalenderwoche des abgelaufenen Jahres 2020 deutlich nach oben gegangen. Die Zahl kletterte um 943 Fälle im Vergleich zum Durchschnitt der letzten Woche in den Jahren 2016 bis 2019 und lag damit um 35 Prozent über diesem Mittelwert, das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit.

Freitag, 22. Januar, 14.25 Uhr: Kanzleramtschef zuversichtlich über Rückkehr zur Normalität im Sommer

Christian Drosten ist skeptisch (siehe unten), doch Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hat sich trotz angespannter Corona-Lage optimistisch über eine Rückkehr zum normalen Leben im Sommer geäußert. Dafür müssten Fallzahlen schnell gesenkt werden und mit guter Kontrolle über das Infektionsgeschehen könne man schrittweise die Beschränkungen lockern. "Der Frühling macht es uns einfacher, und es kommen immer mehr Impfungen hinzu. Wir könnten im Sommer zu unserem normalen Leben zurückkehren", sagte Braun dem "Spiegel".

Eine große Gefahr sieht er in mutierten Coronaviren. "Wenn die Mutante sehr schnell ist, die Überhand gewinnt und unsere Maßnahmen nicht konsequent umgesetzt werden, dann besteht die Gefahr, dass uns dieser Erfolg vermasselt wird", sagte Braun.

Der Kanzleramtschef verteidigte sich gegen Vorwürfe, die Bundesregierung habe angesichts hoher Opferzahlen beim Schutz von Pflegeeinrichtungen versagt: "Wir haben frühzeitig mit den Ländern über Hygienekonzepte gesprochen, FFP2-Masken in die Heime geschickt und Schnelltests vorgeschrieben. Trotzdem können wir sie offenkundig nicht so schützen, dass das Virus dort nicht hineingetragen werden kann", sagte Braun.

Freitag, 22. Januar, 13.55 Uhr: Polizei löst illegale Corona-Party in Lindenberg auf

In Lindenberg ist eine Party von vier Männern aufgeflogen. Die Partygäste verstießen aber nicht nur gegen die geltenden Corona-Regeln. Die Polizei fand noch viel mehr in der Wohnung.

Freitag, 22. Januar, 13.40 Uhr: Kaufbeurer beleidigen Polizei nach Corona-Verstößen

Mehrere Kaufbeurer haben am Donnerstag gegen die Corona-Regeln verstoßen. Laut Polizei ging am Abend die Mitteilung über eine Ruhestörung in Kaufbeuren ein. Die Beamten stellten in der Wohnung fünf Personen aus fünf verschiedenen Haushalten fest, die sich dort alle im selben Raum ohne Maske und entsprechende Abstände aufhielten. Nachdem die Streife in der Wohnung zudem noch starken Marihuanageruch wahrgenommen und entsprechende Rauschgiftutensilien festgestellt hatte, durchsuchte sie den Raum nach Betäubungsmitteln. Dabei stellten sie mehrere Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz fest.

Die Anwesenden zeigten keinerlei Verständnis für die geltenden Regelungen und verhielten sich unkooperativ. Einer der anwesenden Männer äußerte während der Anzeigenaufnahme noch Beleidigungen gegen die Beamten. Alle Personen müssen nun mit einer Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz rechnen. Hinzukommen bei Einzelnen Straftaten nach dem Betäubungsmittelgesetz und eine Anzeige wegen Beleidigung. Einen ähnlichen Fall gab es in Lindenberg im Westallgäu.

Freitag, 22. Januar, 13.15 Uhr: Einbrecher wirft Scheibe ein und klaut knapp 1.000 FFP2-Masken

Knapp 1.000 FFP2-Masken hat ein Einbrecher aus einem Geschäft in Bochum mitgehen lassen. Der Täter habe die Scheibe der Eingangstür eingeschmissen und einen Karton mit den Masken aus dem Verkaufsraum gestohlen, teilte die Polizei am Freitag mit. Noch in Tatortnähe nahmen alarmierte Polizisten am Donnerstagabend einen dringend tatverdächtigen 38-Jährigen fest. Der Karton mit den Masken sei sichergestellt worden. Der mutmaßliche Täter sei polizeibekannt, hieß es.

Auch im Allgäu wurde in dieser Woche ein Diebstahl von FFP2-Masken entdeckt - hier war es allerdings eine ältere Dame in Oberstdorf, die solche Masken im Wert von knapp 20 Euro entwendete.

Freitag, 22. Januar, 12 Uhr: Pflicht zu medizinischen Masken auch im Luftverkehr

Die Maskenpflicht zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird auch in Flugzeugen deutscher Gesellschaften und Flughäfen verschärft. Ab dem 1. Februar müssen auch dort medizinische Masken oder solche mit der FFP2-Norm getragen werden, wie der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) am Freitag mitteilte. Man habe den Bund-Länder-Beschluss vom Dienstag entsprechend aufgegriffen. Einfache Stoffmasken sind dann ebenso ungenügend wie Gesichtsvisiere oder andere Bedeckungen wie Schals.

Die Lufthansa-Gruppe einschließlich der Gesellschaften Austrian und Swiss passt ihre Vorschriften ebenfalls an, wie sie in Frankfurt mitteilte. Eine Befreiung von der Tragepflicht während des Fluges sei weiterhin nur mit negativem Covid-19-Test und einem ärztlichen Attest auf einem Lufthansa-Formblatt möglich.

Freitag, 22. Januar, 11.40 Uhr: Christian Drosten will kein Ende der Corona-Maßnahmen nach ersten erfolgreichen Impfungen

Viele Deutsche hoffen mitten in der zweiten Corona-Welle auf den Sommer: Die fortschreitenden Impfungen und wärmeres Wetter sollten die Lage nach und nach bessern. Virologe Christian Drosten aber hebt warnend den Finger. Wieso er befürchtet, dass Deutschland nicht so gut wie 2020 durch den Sommer kommt und weshalb die Schutz-Maßnahmen unbedingt weiter gehen sollten, erfahren Sie hier.

Freitag, 22. Januar, 11.30 Uhr: Spahn: Null-Covid-Strategie für Deutschland keine Lösung

Aus Sicht von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist die Null-Covid-Strategie für Deutschland nicht geeignet. "Das Modell sehe ich nicht auf Deutschland übertragbar", sagte Spahn am Freitag in Berlin. Das Land liege in der Mitte eines Kontinents, in der Mitte der Europäischen Union, "deswegen sehe ich Null als dauerhafte Zielmarke nicht als das, was in einem Land wie Deutschland mit unserer Lage und Situation funktionieren kann." Eine Initiative "Zero Covid" macht sich mit diesem Ziel gerade für einen kompletten Shutdown europaweit stark.

Stattdessen müssten die Infektionszahlen weiterhin reduziert werden und möglichst niedrig bleiben, so Spahn weiter. "Wir müssen einen Weg finden." Gegebenenfalls auch mit entsprechenden Maßnahmen an der Landesgrenze, um die Corona-Infektionen in Deutschland zu reduzieren und gering zu halten.

"Je näher die Inzidenz an die Null-Inzidenz kommt, desto besser", ergänzte der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, auf einer gemeinsamen Pressekonferenz. "Wir müssen die Inzidenzen herunter bekommen." So könnte das Virus beherrscht und Ausbrüche sofort erkannt und eingedämmt werden. "Je weiter wir sie runter bringen, desto besser für uns alle."

Freitag, 22. Januar, 11 Uhr: RKI-Chef nennt Todeszahlen "bedrückend" - aber Infektionszahlen sinken

Der Präsident des Robert Koch-Instituts Lothar Wieler sieht die derzeit hohen Todeszahlen sehr kritisch. "Das ist eine bedrückende, für mich schier unfassbare Zahl", sagte er am Freitag in Berlin über die Gesamtzahl der Todesfälle in Zusammenhang mit Corona von 50.642 Menschen. Trotzdem sehe er die derzeit sinkenden Zahlen positiv. Wenn die Infektionszahlen gering gehalten würden, könnten schwere Verläufe sowie Todeszahlen verhindert und besser kontrolliert werden. Derzeit gebe es an vielen Tagen über tausend Todesfälle.

Dennoch sind nach Aussagen Wielers auch Erfolge zu verzeichnen. "Die Zahlen sinken in den meisten Bundesländern, und das sind die Erfolge der Maßnahmen", so der RKI-Präsident. "Wir dürfen eben nicht nachlassen." Alle Maßnahmen schützten auch vor neuen Virusvarianten.

Freitag, 22. Januar, 9.40 Uhr: Noch sieben Krise und Städte in Bayern über 200er-Inzidenz

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Bayern sinkt. Auch in der Region gibt es mit Kempten eine Stadt im Allgäu, die sich am Freitag aktuell dem Wert von 50 nähert – erstmals seit vielen Wochen. Dennoch gibt es im Freistaat noch sieben Kreise und Städte, die über dem markanten Inzidenz-Wert von 200 liegen. Welche das sind, erfahren Sie in unseren Bayern-Nachrichten.

Freitag, 22. Januar, 8.35 Uhr: Fast 6.000 Pubs und Restaurants in Großbritannien pleite

Die Corona-Pandemie hat Tausende Pubs, Bars und Restaurants in Großbritannien einer Studie zufolge in den Ruin getrieben. Unterm Strich hätten fast 6.000 Betriebe dichtgemacht, ermittelten die Unternehmensberatung AlixPartners und der Branchenanalyst CGA. Das seien etwa drei Mal so viele wie 2019. Der Grund seien vor allem die Corona-Beschränkungen mit Verboten von Feiern und geselligen Anlässen. "Es ist leider unvermeidlich, dass es Tausende weitere treffen wird", sagte Karl Chessell von CGA. Der Branchenverband UK Hospitality zeigte sich alarmiert.

CGA-Experte Chessell zeigte sich dennoch optimistisch und verwies auf den Fortschritt bei Massenimpfungen. "Die Menschen wollen unbedingt wieder essen und trinken gehen, und wir können sicher sein, dass die Besucherzahlen und Umsätze zurückkehren, wenn die Branche endlich wieder öffnen kann", sagte er. Die Aussichten sind allerdings weiter düster. Wissenschaftler fordern bereits, Bars und Restaurants bis mindestens Mai zu schließen. Es bestehe ansonsten die Gefahr, dass die Neuinfektionen wieder in die Höhe schießen, wenn Gaststätten zu schnell geöffnet werden.

Freitag, 22. Januar, 8.15 Uhr: Japans Regierung dementiert Bericht über Olympia-Absage

Japans Regierung hat einen Medienbericht dementiert, wonach sie intern zum Schluss gekommen sei, dass die Olympischen Spiele in Tokyo wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden müssen. "Wir weisen den Bericht vollständig zurück", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Manabu Sakai am Freitag in Tokio. Natürlich müsse die Situation im Ausland berücksichtigt werden, und irgendwann müsse entschieden werden, ob die Veranstaltung stattfinde. "Aber bis dahin wird die japanische Regierung das tun, was getan werden muss", bekräftigte er.

Die Londoner "Times" hatte unter Berufung auf ein nicht näher genanntes Mitglied der japanischen Regierungskoalition berichtet, es bestehe Einigkeit darüber, dass die bereits um ein Jahr verschobenen Spiele zum Scheitern verurteilt seien und abgesagt werden müssten. Ziel sei es nun, eine gesichtswahrende Form zu finden, die Absage anzukündigen und sich die Option offen zu halten, zu einem späteren Zeitpunkt Olympia-Gastgeber zu sein. Die nächste Möglichkeit dafür wäre im Jahr 2032.

IOC-Chef Thomas Bach hatte in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview betont, er sehe keinen Anlass für eine Absage der Spiele. "Wir haben zurzeit überhaupt keinen Grund zu glauben, dass die Olympischen Spiele in Tokio nicht am 23. Juli im Olympiastadion von Tokio eröffnet werden", sagte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo. Es gebe "keinen Plan B" für die Austragung der Spiele.

Freitag, 22. Januar, 7.30 Uhr: Umfrage: Fast 80 Prozent glauben nicht an unbeschwerten Osterurlaub

Eine große Mehrheit der Deutschen glaubt nicht daran, dass schon in den Osterferien Urlaub im europäischen Ausland ohne Quarantäne oder Testpflichten möglich sein wird. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur rechnen 79 Prozent auch dann noch mit entsprechenden Einschränkungen. Nur 12 Prozent meinen, dass dann schon ein unbeschwerter Urlaub im Ausland möglich sein wird. 10 Prozent machten keine Angaben. Ostersonntag ist dieses Jahr der 4. April.

Derzeit hat die Bundesregierung fast ganz Europa als Corona-Risikogebiet eingestuft. Auf dem europäischen Festland gibt es nur noch in Griechenland, Finnland, Norwegen und Österreich einzelne Regionen, die ausgenommen sind. Hinzu kommen ein Großteil der griechischen Inseln, die britische Isle of Man und die Kanalinsel Guernsey sowie die dänische Insel Grönland.

Rückkehrer aus Risikogebieten müssen sich spätestens 48 Stunden nach Einreise in Deutschland auf Corona testen lassen. Zudem müssen sie zehn Tage in Quarantäne, können sich davon allerdings durch einen zweiten negativen Test ab dem fünften Tag nach Einreise vorzeitig befreien lassen.

Freitag, 22. Februar, 6.40 Uhr: Kempten nähert sich Inzidenzwert von 50

Als Ziel der scharfen Corona-Maßnahmen im Winter-Lockdown wird immer wieder genannt, die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland unter den Wert von 50 zu drücken. Dann wäre es den Gesundheitsämter wieder möglich, die Infektionsketten nachverfolgen zu können. Als erste kreisfreie Stadt in der Region nähert sich nun Kempten diesem Wert an - zum ersten Mal nach langen Wochen, in denen die Werte allerorts eher in Richtung 200 gingen. Kempten weist laut RKI am Freitagmorgen eine 7-Tages-Inzidenz von 57,8 aus. Wie die Werte aktuell in den anderen Allgäuer Landkreisen und kreisfreien Städten sind, erfahren Sie hier.

Freitag, 22. Januar, 6.25 Uhr: Berechnung: Sterberisiko durch Corona bei Älteren mehr als verdoppelt

Corona ist für ältere Menschen besonders gefährlich. Genauer hat das nun ein Mathematiker analysiert: Mit zunehmenden Alter steigt nicht nur das Risiko binnen eines Jahres zu sterben - bei Corona-Infizierten über 60 Jahren ist es demnach sogar mehr als doppelt so hoch wie bei Gesunden im selben Alter. Und nicht nur das: Ab 60 Jahren wird für Infizierte der Abstand zwischen dem Risiko, an Corona zu sterben, und dem allgemeinen Altersrisiko, das auch für Gesunde gilt, zunehmend schneller immer größer.

Das hat der Stuttgarter Mathematik-Professor Christian Hesse auf Grundlage von Daten aus Deutschland und internationaler Studien zur sogenannten Infektionssterblichkeit errechnet. Das ist der Anteil der Corona-Toten unter allen Infizierten, ob getestet oder nicht. Dafür musste für eine repräsentative Stichprobe der Bevölkerung mit Blutproben der Immunstatus ermittelt werden, um auch frühere, unentdeckt gebliebene Corona-Infektionen festzustellen.

"Mit etwa 60 Jahren ist das Risiko durch die Corona-Infektion zu sterben ungefähr gleich dem normalen Altersrisiko", so Hesse. "Konkret bedeutet dies, dass für 60-jährige Menschen eine Corona-Infektion das effektive Sterberisiko verdoppelt", erklärte der Mathematiker. "Infolgedessen ist es in Bezug auf das Risiko so, als würde man durch die Infektion plötzlich sieben Jahre älter." Mit 90 Jahren liege die Corona-Sterblichkeit dann bei 28 Prozent und damit um gut 10 Prozentpunkte höher als die allgemeine Alterssterblichkeit.

Freitag, 22. Januar, 6 Uhr: Mehr als 50.000 Corona-Tote in Deutschland seit Pandemiebeginn

In Deutschland sind seit Beginn der Pandemie mehr als 50.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die deutschen Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 859 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden, wie das RKI am Freitagmorgen bekanntgab. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesfälle auf 50.642. Vor genau einer Woche waren 1.113 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet worden. Der Höchststand von 1.244 neuen Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden.

Als Covid-19-Todesfall zählt das RKI nachweislich infizierte Menschen, die direkt an Corona gestorben sind und solche mit Vorerkrankungen, bei denen sich die Todesursache nicht abschließend klären lässt. Es liegt am Ermessen des Gesundheitsamtes, ob es einen Fall als verstorben "an" oder "mit" Covid-19 an das RKI übermittelt. Forscher gehen davon aus, dass die Zahl der Covid-19-Todesfälle ohne die Corona-Einschränkungen um ein Vielfaches höher läge.

Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI außerdem 17.862 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Vor genau einer Woche hatte das RKI 22 368 Neuinfektionen verzeichnet. Der Höchststand von 33.777 registrierten Neuinfektionen binnen 24 Stunden war am 18. Dezember gemeldet worden - darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen bei 115,3. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern bleiben jedoch groß: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 218,4 und Brandenburg mit 194,4. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 80,9.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.106.262 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 22.01., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.780.200 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,93 (Vortag: 0,87). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 93 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

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Alle Entwicklungen vom 1. bis 12. Januar lesen Sie in Teil 38 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 27. bis 31. Dezember lesen Sie in Teil 37 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 18. bis 26. Dezember lesen Sie in Teil 36 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

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