Corona-Newsblog, Teil 30

Die Corona-Entwicklung im Allgäu vom 24. bis 30. Oktober 2020 im Rückblick

24. Oktober in Kempten - Demonstranten vs. Gegendemonstranten: Die einen gingen gegen die aktuelle Corona-Politik in Kempten auf die Straße, die anderen gegen Verschwörungstheoretiker und "rechte Positionen".

24. Oktober in Kempten - Demonstranten vs. Gegendemonstranten: Die einen gingen gegen die aktuelle Corona-Politik in Kempten auf die Straße, die anderen gegen Verschwörungstheoretiker und "rechte Positionen".

Bild: Ralf Lienert

24. Oktober in Kempten - Demonstranten vs. Gegendemonstranten: Die einen gingen gegen die aktuelle Corona-Politik in Kempten auf die Straße, die anderen gegen Verschwörungstheoretiker und "rechte Positionen".

Bild: Ralf Lienert

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog, Teil 30, vom 24. bis 30. Oktober.
02.11.2020 | Stand: 11:41 Uhr

Dies ist ein Archivartikel. Wir berichten in unserem aktuellen Newsblog laufend über die aktuelle Corona-Entwicklung in der Region Allgäu und in der Welt.

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Freitag, 30. Oktober, 22 Uhr: Wieder Zwangspause für die Fußballer - Unser Kommentator meint: "So darf es nicht weitergehen!"

Unser Autor Stephan Schöttl kann nachvollziehen, dass der Lockdown den Amateurfußball vorübergehend stilllegt. Aber er kritisiert: Von fairem Wettbewerb kann in dieser Saison keine Rede sein. Den ganzen Beitrag lesen Sie hier.

Freitag, 30. Oktober, 21.45 Uhr: Corona-Lockdown: Die Kulturschaffenden im Allgäu sind enttäuscht, empört und wütend

Kulturschaffenden und Kreative fühlen sich von der Politik übersehen - wieder einmal. Dabei waren sie vorbildlich bei der Virus-Bekämpfung. Müssten Sie noch mehr auf die Pauke hauen? Dieser Frage ging unser Autor Klaus-Peter Mayr nach. Das Ergebnis lesen Sie hier.

Freitag, 30. Oktober, 21.30 Uhr: Nach Brief an Olaf Scholz: Helge Schneider freut sich über Coronahilfe

Komiker Helge Schneider (65, "Katzeklo") freut sich darüber, dass sein Coronahilfen-Vorschlag prompt vom Bundesfinanzministerium aufgenommen wurde. "Ich freue mich über das Resultat meines einfachen Vorschlags. Ich denke, gute Ideen sind immer hilfreich", erklärte Schneider am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa. "So kann es natürlich nicht immer funktionieren, deshalb freu ich mich besonders."

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte am Mittwoch angekündigt, dass für die Zeit des Teil-Lockdowns im November unter anderem Soloselbstständige ihre Umsatzausfälle im Umfang von 75 Prozent des Umsatzes aus dem November 2019 ersetzt bekommen sollen. Entertainer Helge Schneider hatte am Donnerstag Scholz in einem auf Facebook veröffentlichten Brief aufgefordert, bei der Berechnung der angekündigten Corona-Hilfe nicht den Monat November des Vorjahres, sondern einen Durchschnittswert heranzuziehen. Er zum Beispiel habe im November 2019 nichts verdient.

Finanz-Staatssekretär Wolfgang Schmidt antwortete dem Musiker schließlich auf Twitter: "So machen wir es. Soloselbstständige können wählen: entweder Vorjahresmonatsumsatz (welch Wort) November 2019 oder Durchschnitt des Jahresumsatzes 2019. Davon dann 75 Prozent als Zuschuss. Für die fixen Kosten. Alles Gute!"

Freitag, 30. Oktober, 21 Uhr: Forscher: Mehr als neun Millionen Corona-Infektionen in den USA

Seit Beginn der Pandemie sind in den USA mehr als neun Millionen Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Das ging am Freitag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Damit verzeichneten die USA die höchste absolute Zahl an nachgewiesenen Infektionen, dicht gefolgt von Indien mit mehr als acht Millionen Fällen. An dritter Stelle steht Brasilien, wo rund 5,5 Millionen Ansteckungen registriert wurden. Experten gehen zugleich von einer hohen Dunkelziffer an Corona-Infektionen aus.

Die USA hatten erst vor zwei Wochen die Schwelle von acht Millionen bestätigten Infektionen überschritten. Die Zahl der Neuinfektionen stieg zuletzt im Schnitt auf gut 75 000 pro Tag an. Für Donnerstag etwa meldete Johns Hopkins sogar mehr als 88 000 Neuinfektionen.

Freitag, 30. Oktober, 20.45 Uhr: Trotz Infektionsrekorde: Madrid schließt neuen Total-Lockdown aus

Trotz neuer Infektionsrekorde will Spanien die Pandemie ohne einen neuen Lockdown mit einer extrem strengen Ausgehsperre eindämmen. Eine totaler Lockdown, wie er im Frühjahr im Corona-Hotspot monatelang herrschte, sei im neuen Notstandsdekret auch nicht vorgesehen, erklärte Gesundheitsminister Salvador Illa. "Und ich bin davon überzeugt, dass eine totale Ausgehsperre dank der aktuellen Maßnahmen auch nicht nötig sein wird", betonte der Minister am Freitag vor Journalisten in Madrid.

Mit 25 595 Neuinfektionen binnen 24 Stunden wurde unterdessen der höchste Wert seit Ausbruch der Pandemie verzeichnet. Die Gesamtzahl der Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 nähert sich damit im 47-Millionen-Einwohner-Land der Marke von 1,2 Millionen.

Freitag, 30. Oktober, 20.30 Uhr: Streeck: Mehr Ruhe in Corona-Diskussion würde allen guttun

Der Virologe Hendrik Streeck ist vom rasanten Anstieg der Corona-Infektionszahlen überrascht. Er glaube aber nicht, dass das nachlässige Verhalten der Bevölkerung dafür verantwortlich ist, sagte der Wissenschaftler von der Universität Bonn der Süddeutschen Zeitung. "Nach meiner Wahrnehmung verhält sich der Großteil der Menschen vorbildlich." Er vermutet vielmehr, dass wie bei anderen Coronaviren auch bei Sars-CoV-2 die Saisonalität eine große Rolle spiele, also dass sich das Infektionsgeschehen mit den Jahreszeiten verändert. Zudem habe man vermutlich die Bedeutung von privaten Treffen unterschätzt.

Streeck bekräftigte seine schon im Vorfeld geäußerte Kritik am jüngst beschlossenen Teil-Lockdown. "Ich halte den Shutdown für zu früh. Er bringt sicherlich die Infektionszahlen runter. Aber nach den vier Wochen werden sie wieder steigen, dann geht es von vorne los." Man gebe den Menschen damit keine Perspektive. "Das Virus geht ja nicht weg."

Freitag, 30. Oktober, 20.10 Uhr: Verwaltungsgericht hebt Maskengebot bei Querdenken-Demo auf

Das Verwaltungsgericht Karlsruhe hat die Auflage des Maskengebots bei einer Querdenken-Demo am Samstag in Karlsruhe aufgehoben. Dem Antrag der Organisatorin der Demo gegen die Auflage der Stadt Karlsruhe habe das Gericht stattgegeben, teilte ein Sprecher des Gerichts am Freitagabend mit. Die Teilnehmer müssten sich somit nicht an die Auflage halten.

Die Vorgabe der baden-württembergischen Stadt greift aus Sicht des Gerichts zu stark in die Versammlungsfreiheit ein. Mit der konsequenten Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5 Metern gebe es ein ebenso geeignetes Mittel um das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus wirksam zu reduzieren, hieß es zur Begründung.

Freitag, 30. Oktober, 19.50 Uhr: WHO warnt vor Coronavirus-Langzeitfolgen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor Spätfolgen von Coronavirus-Infektionen gewarnt. "Für eine bedeutende Zahl von Menschen hat dieses Virus eine Reihe ernsthafter Langzeitfolgen", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitagabend in Genf. Berichte über anhaltende Komplikationen nach Covid-19 gebe es von Krankenhauspatienten ebenso wie von daheim behandelten, jungen sowie alten Menschen. Zahlen dazu, wie viele Patienten betroffen sind, gibt es laut WHO noch nicht.

"Besonders besorgniserregend ist die große Bandbreite an Symptomen, die sich im Laufe der Zeit verändern, oft überschneiden und jedes System im Körper betreffen können", sagte Tedros. Betroffene berichteten etwa von monatelang andauernden Symptomen wie starker Erschöpfung, Atemproblemen, Herzrasen oder Gedächtnisschwierigkeiten, die eine Rückkehr in den Beruf oder Alltag teils unmöglich machten.

"Das unterstreicht, wie moralisch unzumutbar und undurchführbar die Strategie der sogenannten natürlichen Herdenimmunität ist", sagte Tedros. Der Ansatz, eine Durchseuchung der Bevölkerung bei unkontrollierter Übertragung zu erlangen, würde laut ihm nicht nur Millionen mehr Tote, sondern auch viele Langzeiterkrankte bedeuten. "Bis wir einen Impfstoff haben, müssen Regierungen und Menschen alles tun, um die Übertragung zu unterdrücken."

Freitag, 30. Oktober, 19.18 Uhr: Belgien schließt die meisten Geschäfte wieder - vier Patienten nach Deutschland gebracht

Im schwer vom Coronavirus getroffenen Belgien müssen die meisten Geschäfte wieder schließen. Ausnahmen gebe es etwa für Supermärkte, sagte Regierungschef Alexander De Croo am Freitag nach einer Krisensitzung in Brüssel. Gemessen an der Einwohnerzahl zählt Belgien nach Angaben der EU-Gesundheitsagentur derzeit die meisten Corona-Infektionen in der Europäischen Union.

Die bisherigen Maßnahmen haben nicht zu einer Entlastung geführt. Vielmehr verschärfte sich in den vergangenen Wochen die Lage in den Krankenhäusern dramatisch. Die Grenzen der Kapazität wurden mitunter schon erreicht. Dutzende Patienten mussten in andere Krankenhäuser transferiert werden. Vier Patienten seien bereits nach Deutschland gebracht worden, sagte Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke. Zuletzt lagen 6187 Patienten mit Covid-19 im Krankenhaus, 1057 von ihnen auf der Intensivstation. "In sehr vielen unserer Krankenhäuser ist eine ganze Zeit schon die Schmerzgrenze überschritten", sagte De Croo.

Freitag, 30. Oktober, 17.45 Uhr: Landtag stellt sich hinter die Corona-Maßnahmen der Staatsregierung

Im bayerischen Landtag hat sich eine breite Mehrheit hinter die Anti-Corona-Maßnahmen der schwarz-orangen Landesregierung gestellt. Einem gemeinsamen Dringlichkeitsantrag von CSU und Freien Wählern zu den Eckpunkten im Kampf gegen die Pandemie stimmten am Freitag die beiden Regierungsfraktionen zu, aber auch die oppositionellen Grünen. SPD, FDP und AfD stimmten mit Nein. Sie hatten dies in der Debatte zuvor unterschiedlich begründet.

In dem Antrag heißt es: "Dem Landtag ist bewusst, dass durch die getroffenen Maßnahmen Grundrechte erneut eingeschränkt werden. Dies ist aber notwendig, um der weiteren Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken." Die Befristung der Maßnahmen sei zwingend erforderlich "mit Blick auf den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz". Unter Berücksichtigung des aktuellen Infektionsgeschehens müssten sie ständig neu bewertet werden. Zudem heißt es in dem Antrag, man appelliere an die Staatsregierung, den Landtag auch bei künftigen Entscheidungen in der Anti-Corona-Politik "eng einzubinden".

Rechtlich bindend ist die Abstimmung nicht, weil das Bundesinfektionsschutzgesetz den Landesregierungen zwar die Möglichkeit für eigene Corona-Verordnungen gibt, darin aber keine Gesetzgebungskompetenzen für die einzelnen Landtage vorgesehen sind.

Freitag, 30. Oktober, 17.30 Uhr: AfD-Fraktionschef Gauland spricht von "Corona-Diktatur"

AfD-Politiker Alexander Gauland sprach im Bundestag von einer "Corona-Diktatur auf Widerruf". Andere Partei-Abgeordnete klagen gegen eine Maskenpflicht im Bundestag. Mit diesen Aktionen will die AfD offenbar wieder mehr Wählerstimmen gewinnen. Zuletzt waren die Umfragewerte nach einem Streit um den früheren Brandenburger Landeschef Andreas Kalbitz, der wegen rechtsextremer Kontakte die Partei verlassen musste, stark gesunken.

Freitag, 30. Oktober, 16.45 Uhr: FDP-Fraktionschef Hagen: "Lockdown ist ein Akt der Verzweiflung"

Die FDP-Fraktion im bayerischen Landtag sieht den wegen Corona anstehenden Teil-Lockdown in Bayern kritisch und mahnt zur Verhältnismäßigkeit. "Dieser Lockdown ist ein Akt der Verzweiflung, der das Infektionsgeschehen allenfalls kurzfristig bremsen kann", sagte Fraktionschef Martin Hagen am Freitag im Landtag in München. Zwar trage die Partei Teile der Beschlüsse wie die Absage von Großveranstaltungen und die Einschränkungen auch bei Privatveranstaltungen mit, um Verletzungen der Abstandsregelungen zu verhindern. Die Schließungen der Gastronomie und das Beherbergungsverbot seien aber nicht verhältnismäßig.

Man könne mit guten Gründen anderer Meinung sein, sagte er in Richtung Ministerpräsident Markus Söder (CSU). "Aber wer die Positionen renommierter Mediziner, Virologen und Rechtswissenschaftler in die Nähe von Rechtspopulisten rückt, der beschädigt die politische Kultur und der trägt zur Spaltung der Gesellschaft bei." Von der Staatsregierung erwarte man nun ein "tragfähiges Konzept für die kommenden Monate".

Freitag, 30. Oktober, 16.25 Uhr: Mehr als 100.000 Corona-Fälle in Bayern seit Ausbruch der Pandemie

Seit Beginn der Corona-Pandemie hat es in Bayern inzwischen insgesamt mehr als 100.000 gemeldete Infektionsfälle gegeben. Die Gesamtzahl der Ansteckungen überstieg zum Freitag erstmals diese Marke.

Das Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen verzeichnete am Freitagnachmittag exakt 102.367 Infektionen (Meldestand 8 Uhr). Es gab darunter 2.795 Todesfälle. Von der Gesamtzahl der Fälle gelten 74.770 als genesen. Diese Zahl ist lediglich eine offizielle Schätzung anhand von Kriterien des Robert Koch-Instituts.

Freitag, 30. Oktober, 15.41 Uhr: Koalition will Künstlern helfen - Diskussion um "Unternehmerlohn"

Freiberufler und Künstler sollen durch die Verlängerung eines deutlich erleichterten Zugangs zu Hartz IV besser durch die Corona-Krise kommen. Weitere direkte Hilfen zum Lebensunterhalt standen am Freitag in der Koalition im Raum. "Wir lassen die Solo-Selbstständigen und die Kulturschaffenden nicht im Regen stehen", sagte der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Peter Weiß (CDU), am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) kündigte an, der vereinfachte Zugang zu Hartz-IV-Leistungen solle bis Ende des kommenden Jahres fortgeführt werden.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hatten bereits Finanzhilfen für Firmen und Soloselbstständige insgesamt von bis zu zehn Milliarden Euro für einen Monat angekündigt. "Zudem sollen die Überbrückungshilfen fortgeführt werden", sagte Heil den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag).

Einen sogenannten Unternehmerlohn in Höhe von 1.200 Euro für die Solo-Selbstständigen in der Kulturbranche hatte Grünen-Chef Robert Habeck gefordert. Altmaier hatte erklärt, dazu müsse in der Koalition noch eine Einigung gefunden werden. Laut Weiß liegt die Möglichkeit einer solchen direkten Hilfe für den Lebensunterhalt weiter auf dem Tisch.

Freitag, 30. Oktober, 15.40 Uhr: Verbände: Deutsche Wirtschaft noch lange nicht über den Berg

Wirtschaftsverbände sehen weiter große Risiken für die Konjunktur in Deutschland. Mit Blick auf das starke Wachstum im dritten Quartal und die Herbstprognose der Bundesregierung sagte der Hauptgeschäftsführer des Industrieverbandes BDI, Joachim Lang, die deutsche Wirtschaft sei noch lange nicht über den Berg. Die Konjunktur komme in diesem Jahr mit einem blauen Auge davon. Weitaus größere Gefahren für das Wachstum drohten im Außenhandel. Die Exportaussichten hätten sich nach einem starken Sommer im Oktober bereits wieder eingetrübt, sagte Lang am Freitag in Berlin.

Die wirtschaftliche Erholung des dritten Quartals werde sich in den kommenden Quartalen so nicht fortsetzen. "Die stark vernetzte deutsche Wirtschaft lässt sich nicht wie eine Insel abschotten, denn das Virus wird immer wieder zurückkommen." Der Außenhandelsverband BGA sieht die konjunkturelle Erholung auf der Kippe: "Das Aufholtempo wird nun angesichts des neuerlichen Teil-Lockdowns deutlich an Fahrt verlieren." Die Schließungen etwa in der Gastronomie seien eine erhebliche Belastung für die wirtschaftliche Erholung, selbst wenn sie aus Gründen des Schutzes der Gesundheit vertretbar und angezeigt sein mögen.

Freitag, 30. Oktober, 15.27 Uhr: Nach Teil-Lockdown: Kitas im Berchtesgadener Land öffnen wieder

Nach knapp zweiwöchigem weitgehendem Lockdown im Landkreis Berchtesgadener Land sollen am Montag die Kindergärten und Kitas wieder öffnen - trotz der weiter hohen Corona-Zahlen. Die Allgemeinverfügung, nach der seit dem 20. Oktober in dem oberbayerischen Kreis neben Gaststätten und Hotels auch Schulen und Kitas geschlossen bleiben mussten, gelte einen Tag kürzer als geplant bis Sonntagabend um 24 Uhr, teilte das Landratsamt am Freitag mit. Danach sollen die neuen bayernweiten Regelungen in Kraft treten.

Nach den Herbstferien sollen ab 9. November auch im Berchtesgadener Land die Schulen wieder ihren Regelbetrieb aufnehmen, teilte das Landratsamt weiter mit. Trotz der strikten Einschränkungen stieg die Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche - nach Berechnungen des Gesundheitsamts auf 315,6. Es gab 40 neue Sars-CoV-2-Fälle im Landkreis.

Freitag, 30. Oktober, 15.22 Uhr: Weitere Anliegen auch ohne Praxisbesuch möglich

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen sollen ab kommendem Montag weitere Sonderregeln gelten, damit Patienten für bestimmte Anliegen nicht extra in Praxen gehen müssen. Dies soll zunächst bis 31. Januar 2021 befristet sein, wie der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken am Freitag beschloss. So sollen etwa bei Logopäden Behandlungen auch per Video stattfinden können, wenn es therapeutisch möglich ist und Patienten einverstanden sind. Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege, Hilfs- und Heilmittel sollen nach Telefon-Rücksprache zu haben sein.

Auch Verordnungen von Krankentransporten und Krankenfahrten sollen telefonisch möglich sein. Erleichterungen sind auch bei Fristen von Verordnungen vorgesehen. Bereits möglich ist es wieder, sich bei leichten Erkältungsbeschwerden nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt krankschreiben zu lassen - zunächst für sieben Tage. Dies kann telefonisch für weitere sieben Kalendertage verlängert werden.

Freitag, 30. Oktober, 15.20 Uhr: Spahn: Ab November digitale Einreiseanmeldungen in Deutschland

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus sollen in Deutschland laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im November digitale Einreiseanmeldungen eingeführt werden. "Wir werden jetzt in Deutschland im November endlich beginnen mit der digitalen Einreiseanmeldung", sagte Spahn am Freitag nach einer Videokonferenz der EU-Gesundheitsminister. Bisher habe es für Reisende aus Risikogebieten Papieraussteigekarten im Flugverkehr gegeben.

Die EU-Gesundheitskommissarion Stella Kyriakides sagte dazu, dass es bisher in elf EU-Staaten solche digitalen Formate gebe. Diese sind auch unter dem englischen Namen Passenger Locator Form (PLF) bekannt und sollen helfen, Infektionsketten nachzuverfolgen. Auf die Kritik, weshalb die Einführung in Deutschland so lange dauere, entgegnete Spahn, es brauche Zeit, alle 27 EU-Staaten auf eine Linie zu bekommen, und es sei auch eine technische Herausforderung. Es sei "herausfordernde" gewesen, alle 27 Mitgliedsstaaten zu einem gemeinsam Rahmen zu bringen, was Reisen, Testen beim Reisen, das Definieren von Risikogebieten und Quarantäneregelungen angehe.

Freitag, 30. Oktober, 15.15 Uhr: Nur noch ein europäisches Land gilt als "risikofrei"

Die Bundesregierung setzt immer mehr europäische Länder auf die Corona-Risikoliste. Nur ein Land im Norden gilt bisher noch als risikofrei: Estland.

Freitag, 30. Oktober, 15 Uhr: Jens Spahn: "November der nationalen Kraftanstrengung"

Jens Spahn hofft darauf, dass die strengeren Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie Wirkung zeigen. Der "Lockdown Light"erntet aber auch Kritik: FDP-Vize Wolfgang Kubicki bemängelt deren "bemerkenswerte Widersprüchlichkeit". Mehr dazu hier.

Freitag, 30. Oktober, 14.50 Uhr: Scholz für Steuererhöhungen für Topverdiener - aber nicht in der Krise

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat sich für Steuererhöhungen für Topverdiener ausgesprochen - allerdings erst in der Zeit nach der Corona-Krise. "Ich glaube, dass diejenigen, die sehr, sehr viel Geld verdienen, einen größeren Beitrag zur Finanzierung unseres Gemeinwesens leisten müssten", sagte der Finanzminister bei "Bild live". Derzeit stehe diese Frage jedoch nicht an. Es gehe vielmehr um die Zeit ab 2022, wenn die Pandemie hoffentlich vorbei sei. "Und dann, glaube ich, kann man sagen: Man braucht solide Finanzen - ein Gemeinwesen, das handlungsfähig ist, auch in der Krise. Und das geht nur mit einem fairen Steuersystem", sagte Scholz.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte sich zuvor gegen Steuererhöhungen ausgesprochen. Sie verunsicherten die Wirtschaft, sagte er. SPD-Finanzexperte Lothar Binding dagegen forderte, Gutverdiener, die gut durch die Krise gekommen seien, sollten dem Staat nach der Krise helfen, wieder auf die Beine zu kommen.

Freitag, 30. Oktober, 14.20 Uhr: Touristen müssen Schleswig-Holstein bis 2. November verlassen

Touristen müssen spätestens bis zum 2. November aus Schleswig-Holstein abreisen. Für Urlauber auf den Nordsee-Inseln und Halligen gelte eine Frist bis zum 5. November wegen der Kapazitäten im Fährverkehr sowie den Autozügen, teilte die Landesregierung am Freitag in Kiel mit und verwies auf die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse für einen Teil-Lockdown im November.

Freitag, 30. Oktober, 14.20 Uhr: Söder: Gibt keinen Aufruf zum Anschwärzen

Zur Kontrolle der strengen Kontaktbeschränkungen im November ist gezieltes Anschwärzen durch Nachbarn und Mitbürger bei der Polizei nach Ansicht von Ministerpräsident Markus Söder nicht gewollt. Mehr dazu hier.

Freitag, 30. Oktober, 14.17 Uhr: "Verhältnismäßiges Mittel": Söder rechtfertigt strengere Maßnahmen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat den Teil-Lockdown und die gravierenden Kontaktbeschränkungen in Bayern wegen der stark steigenden Corona-Infektionszahlen gerechtfertigt und als angemessen bezeichnet. Abstand halten sei gar nicht so leicht, "wenn man Geburtstage feiert, eine Hochzeit hat, eine private Veranstaltung", sagte Söder am Freitag bei seiner Regierungserklärung im Landtag in München. Die Kontaktbeschränkungen auch im privaten Raum, auf die man sich für vier Wochen verständigt habe, seien ein geeignetes und verhältnismäßiges Mittel zur Eindämmung der Pandemie. "Es ist ein Lockdown light", sagte Söder.

"Es gibt Kritik, ja, die muss es auch geben." Aber am Ende müsse man das tun, von dem man überzeugt sei, dass es für die Menschen im Land das Beste sei, sagte der Ministerpräsident und appellierte erneut an das Verantwortungsgefühl aller. "Ich will nicht, dass wir an dieser Bewährungsprobe scheitern. Wir müssen sie bestehen."

Freitag, 30. Oktober, 14.15 Uhr: Praxis-Angestellte beklagen zunehmend aggressive Patienten

In der Corona-Pandemie beklagen sich Angestellte von Praxen zunehmend über aggressiv und fordernd auftretende Patienten. "Es liegt nicht in unserer Verantwortung, wenn es Lieferengpässe bei Impfstoffen gibt", sagte die Präsidentin des Verbandes medizinischer Fachberufe (VMF), Hannelore König, am Freitag in Bochum. Sie bezog sich dabei auf Grippe- und Pneumokokken-Impfstoffe. Patientinnen und Patienten ließen teils ihren Frust an den Praxisteams ab. Die Mitarbeiter trügen zudem durch die zahlreichen Patientenkontakte ein erhöhtes Infektionsrisiko. "Viele Fachangestellte sind mittlerweile am Limit." Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, Dirk Spelmeyer, sagte, typische Streitpunkte seien etwa lange besetzte Telefonleitungen oder Wunsch-Corona-Tests.

Freitag, 30. Oktober, 13.25 Uhr: Infektionszahlen in Österreich klettern weiter rasant nach oben

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus schnellt auch in Österreich weiter rasant nach oben. Binnen 24 Stunden wurde der Rekordwert von 5.627 neuen Fällen gezählt, wie die Ministerien für Gesundheit und Innen am Freitag in Wien berichteten. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vortag, als 4453 neu mit dem Virus angesteckte Menschen registriert wurden. Unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl ist die Entwicklung damit deutlich schlechter als in Deutschland.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat 6.000 Neuinfektionen pro Tag als kritischen Wert für eine erneute Verschärfung von Maßnahmen genannt, um eine Überlastung der Krankenhäuser zu verhindern. Die Regierung will am Samstag neue Schritte vorstellen. Viele Medien spekulieren über einen Teil-Lockdown in etwa analog zu den deutschen Maßnahmen.

Freitag, 30. Oktober, 13.20 Uhr: Mehrere Verstöße gegen Maskenpflicht auf Memminger Wochenmarkt

Die Polizei hat am Samstag, 17. Oktober, und am Dienstag, 20. Oktober, in Memmingen verstärkt die Maskenpflicht kontrolliert. Polizei und Ordnungsamt haben an den beiden Vormittagen auf dem Wochenmarkt insgesamt 45 Verstöße gegen die Maskenpflicht festgestellt. Es handelt sich um Ordnungswidrigkeiten, die jeweils mit einer Geldbuße von 250 Euro geahndet werden. Es soll auch weiterhin Kontrollen zur Maskenpflicht geben.

Freitag, 30. Oktober, 12.50 Uhr: Bundespolizist soll Corona-Skeptikern Tipps für Demos gegeben haben

Ein Beamter der Kölner Bundespolizei soll Corona-Skeptikern Tipps gegeben haben, wie sie sich bei Demonstrationen gegen den Zugriff durch Polizisten wehren können. Die Bundespolizei prüfe mehrere Sprachnachrichten, die der Beamte in einer Chatgruppe des Messengerdienstes Telegram gepostet habe, sagte Behördensprecherin Martina Dressler am Freitag.

Nach einem Bericht des "Kölner Stadt-Anzeiger" bot der Mann, der sich "Peter aus Köln" nennt, den Gruppenmitgliedern seine Unterstützung an. Wenn die Polizei zum Beispiel bei einer Demo einen bestimmten Teilnehmer ins Visier nehme, sollten andere Demonstranten die Polizisten durch "ganz einfaches Blocken" oder "einfaches Einhaken" von ihm fernhalten, riet er laut Zeitung in einer Sprachnachricht.

Nach Angaben von Dressler war der Beamte außerdem an einem Tag ohne den vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz zum Dienst erschienen. Da er kein medizinisches Attest vorweisen konnte, das ihn vom Tragen der Maske befreien würde, habe der Vorgesetzte ihn von der Dienststelle verwiesen.

Freitag, 30. Oktober, 12.20 Uhr: Verstoß gegen Sperrstunde und Hygieneauflagen in Kaufbeuren

Die Polizei hat während einer Kontrolle in einem Restaurant in der Kaufbeurer Innenstadt am Donnerstagabend Verstöße gegen die Sperrzeitregelung und die Hygieneauflagen festgestellt. Aufgrund des 7-Tage Inzidenzwertes von über 100 in Kaufbeuren gilt für die Restaurants im Stadtgebiet ab 21 Uhr eine Sperrstunde. Trotzdem befanden sich im Innenbereich des Lokals um 22.45 Uhr immer noch Gäste, berichtet die Polizei. Der Wirt trug im Arbeitsbereich keinen Mund-Nasen-Schutz. Aufgrund der geltenden Bestimmungen mussten die Gäste das Restaurant verlassen. Den Betreiber erwartet nun eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz. Viele Kaufbeurer kritisieren die unübersichtlichen Hygiene-Maßnahmen.

Freitag, 30. Oktober,12 Uhr: Pflegepersonal in Bayern schlägt Alarm

Das Pflegepersonal in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen Bayerns schlägt angesichts der sich zuspitzenden Corona-Situation Alarm. Die Belastung für die Pflegenden sei kaum noch zu ertragen. "Die ohnehin dünne Personaldecke führt schon heute dazu, dass Pflegende trotz Infektion weiterarbeiten müssen, um die Versorgung zu gewährleisten", heißt es in einer Mitteilung der Vereinigung der Pflegenden in Bayern. "Es steht zu befürchten, dass sie diese massivere zweite Coronawelle nicht mehr durchstehen werden."

Neben den körperlichen Problemen steht immer mehr die psychische Belastung im Fokus. Die Vereinigung sehen die Gefahr, psychisch wirksame Effekte in immer größerem Maß die Gesundheit von Pflegekräften nachhaltig beschädigen.

"Zwölf-Stunden-Schichten, ersatzlos gestrichene Pflegepersonaluntergrenzen und alles, was zu einer zusätzlichen Belastung des medizinischen Personals führt, muss genau wie das strikte Abriegeln von Pflegeeinrichtungen der Vergangenheit angehören", forderte der Präsident der Vereinigung, Georg Sigl-Lehner. Außerdem müsse dem Arbeits- und Gesundheitsschutz des Pflegepersonals absolute Priorität eingeräumt werden - sonst werde die Personaldecke noch dünner.

Noch sei es dazu nicht zu spät, sagte Sigl-Lehner. "Wir stehen zum Beispiel mit einem Testkonzept auf Grundlage der Antigen-Schnelltests bereit, das wir zur Verfügung stellen können und das in vielen Einrichtungen helfen würde, auch das Gesundheitsrisiko für die Beschäftigten zu mindern", betonte er.

Freitag, 30. Oktober, 11.30 Uhr: Landtagssondersitzung zu Corona: Laschet ruft zu Verzicht auf

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die coronabedingten harten Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens ab dem 2. November verteidigt. "Das, was wir machen, ist verhältnismäßig, geeignet und angemessen", sagte er am Freitag in einer Sondersitzung des Düsseldorfer Landtags zur Corona-Krise. Allerdings sei es auch für viele eine Zumutung, räumte er ein. Daher werde es staatliche Entschädigung für wirtschaftlich Betroffene geben.

Angesichts der exponentiell steigenden Neuinfektionszahlen müsse alles getan werden, um die zweite Corona-Welle zu brechen, bekräftigte Laschet. Es sei eine Illusion zu glauben, dass die bereits dramatischen Entwicklungen in Nachbarländern wie Belgien oder Frankreich nicht übergreifen könnten.

Laschet appellierte eindringlich am die Bürger, Verzicht zu üben und unnötige Kontakte zu meiden - und zwar schon an diesem letzten Wochenende vor Inkrafttreten der verschärften Corona-Schutzverordnung. "Verzichten Sie auf die üblichen Halloween-Partys", sagte Laschet. Alle müssten mit strengen Kontrollen und Sanktionierungen rechnen. "Die örtlichen Ordnungsämter werden keinen Missbrauch dulden." Der Ministerpräsident geriet allerdings selbst in die Kritik, weil er in einem Flugzeug vermeintlich ohne Maske saß.

Freitag, 30. Oktober, 11.05 Uhr: Lage in Kliniken und Heimen verschärft sich

Fast drei Viertel der Intensivbetten in Bayern sind belegt. Es gibt wieder mehr Besuchsverbote. Und die Corona-Regeln treffen auch andere Patienten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 30. Oktober, 10 Uhr: FDP-Chef Lindner: "Wir müssen weg vom hektischen Krisenmanagement"

FDP-Chef übt im Interview gegenüber unserer Redaktion deutliche Kritik am Corona-Management der Regierung.

Freitag, 30. Oktober, 9 Uhr: Teil-Lockdown in Augsburg und Rosenheim schon ab Freitag

Augsburg und Rosenheim ziehen den für kommende Woche in Deutschland geplanten Teil-Lockdown auf diesen Freitagabend vor. In Augsburg, mit rund 300 000 Einwohnern Bayerns drittgrößte Stadt, sowie in der ebenfalls kreisfreien oberbayerischen Stadt Rosenheim gelten die in dem Bund-Länder-Beschluss festgelegten Schutzmaßnahmen bereits ab 21.00 Uhr.

Im Rest Bayerns werden erst am Montag Gastronomie und Tourismus sowie Freizeitangebote runtergefahren. Nächste Woche sind im Freistaat Herbstferien. Die Schulen und Kitas sollen danach wieder öffnen.

Freitag, 30. Oktober, 8.40 Uhr: Maskenpflicht im Landtag - Zwei Verfahren gegen Abgeordnete

Gegen zwei bayerische Landtagsabgeordnete laufen Verfahren wegen Verstoßes gegen die Maskenpflicht im Parlament. Dies sagte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) dem "Münchner Merkur" (Freitag). "Es wird Anhörungen geben, am Ende kann ein Zwangsgeld stehen." Welcher Fraktion die beiden Abgeordneten angehören sagte sie nicht.

Mitte September war die AfD-Fraktion mit einem Eilantrag gegen die Maskenpflicht im Landtag vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof gescheitert. "Die Klage der AfD gegen die Maskenpflicht haben wir klar gewonnen. Das gilt und wird umgesetzt", sagte Aigner der Zeitung. "Auch hier verhält sich, wie in der Bevölkerung, die große Mehrheit vernünftig."

Freitag, 30. Oktober, 8.25 Uhr: US-Tagesrekord: Mehr als 88.000 Corona-Neuinfektionen

Die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen eines Tages hat in den USA kurz vor der Präsidentenwahl einen neuen Höchststand erreicht. Am Donnerstag wurden 88.521 Fälle verzeichnet, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) vom Freitag hervorgeht. Das sind fast 10 000 mehr als noch am Vortag.

Insgesamt wurden nach JHU-Angaben in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie rund 8,95 Millionen Coronavirus-Infektionen bestätigt. Etwa 228.000 Menschen starben bislang - mehr als in jedem anderen Land der Welt. Allein am Donnerstag wurden der JHU zufolge 971 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet.

Die Zahl der neuen Corona-Fälle an einem Tag hatte in der vergangenen Woche in den USA erstmals seit Beginn der Pandemie die Marke von 80.000 überschritten.

Wie die "Washington Post" berichtete, nehmen die Neuinfektionen auch in den "Swing States" zu, also jenen besonders hart umkämpften Bundesstaaten, die bei der Präsidentenwahl nächste Woche entscheidend sein könnten. In diesen Staaten habe der wöchentliche Durchschnitt an neuen Fällen in den vergangenen zwei Wochen um etwa 45 Prozent zugenommen. Alles zur US-Wahl in unserem Newsblog.

Freitag, 30. Oktober, 8.15 Uhr: Landkreis Rottal-Inn kratzt an der 300er-Marke

Der Landkreis Rottal-Inn kratzt nach Angaben des Robert-Koch-Institus bei der Sieben-Tage-Inzidenz an der Marke von 300 Corona-Neuinfektionen. Am Freitag meldete das RKI 299,6 Fälle innerhalb der letzten sieben Tage. Die bayerische Corona-Landkarte ist mittlerweile fast vollständig rot oder dunkelrot gefärbt. Nur noch die Landkreise Amberg-Sulzbach und Regen befanden sich am Freitag nach RKI-Angaben nicht in den beiden höchsten Warnstufen.

Freitag, 30. Oktober, 7 Uhr: Neuer Höchstwert - 18.681 Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 18.681 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Dies geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Freitagmorgen hervor. Der bisherige Rekordwert vom Vortag lag bei 16.774 Fällen. Am Freitag vor einer Woche hatten die Gesundheitsämter dem RKI 11.242 Neuinfektionen gemeldet.

Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 499.694 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 30.10., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 77 auf insgesamt 10.349. Das RKI schätzt, dass rund 345.700 Menschen inzwischen genesen sind.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Donnerstag bei 0,97 (Vortag: 1,03). Das bedeutet, dass ein Infizierter etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Donnerstag bei 1,17. Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Freitag, 30. Oktober, 6.30 Uhr: Inzidenzen im Allgäu sinken leicht

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung! Die Werte der 7-Tage Inzidenz im Allgäu sind im Vergleich zum Vortag leicht gesunken. Genaue Werte finden Sie hier. Ab 2. November gelten im Allgäu und in Bayern neue Corona Regeln: Mehr dazu hier.

Donnerstag, 29. Oktober 19.30 Uhr: Lage in Österreich verschärft sich weiter

In Österreich hat die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus einen neuen Höchstwert erreicht. Binnen eines Tages wurden laut Innenministerium 4453 neue Fälle verzeichnet. Unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl ist die Entwicklung damit deutlich schlechter als in Deutschland. Auch die Auslastung der Klinikbetten stieg markant an. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) nannte am Donnerstag erneut eine Zahl von 6000 Neuinfektionen pro Tag als kritischen Wert für eine erneute Verschärfung von Maßnahmen, um eine Überlastung der Krankenhäuser zu verhindern. Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass ein solcher Wert in wenigen Tagen erreicht wird.

Kurz kündigte für Samstag ein Treffen mit den anderen Parteien und den Ministerpräsidenten an. Danach werde die Öffentlichkeit über etwaige Schritte informiert. Viele Medien spekulieren über einen Teil-Lockdown in etwa analog zu den deutschen Maßnahmen.

Die sogenannte Corona-Ampel springt nach Informationen der österreichischen Nachrichtenagentur APA praktisch im ganzen Land auf Rot. Das habe die zuständige Fachkommission entschieden. Rot bedeutet ein hohes oder sehr hohes Risiko einer Ansteckung. Die Corona-Ampel ist in Österreich seit Anfang September in Betrieb. Mit ihrer Hilfe wird die Infektionslage jede Woche neu bewertet und auf einer Karte farblich dargestellt.

Donnerstag, 29. Oktober 19.23 Uhr: Umfrage: Mehrheit unterstützt neue Corona-Maßnahmen oder will mehr

Die große Mehrheit der Bürger unterstützt nach einer Umfrage den geplanten Teil-Lockdown im November oder wünscht sich sogar noch weitergehende Schritte, um die Corona-Pandemie wieder einzudämmen. In einer Forsa-Erhebung für RTL und ntv befürworteten 50 Prozent die von Bund und Ländern beschlossenen strikten Maßnahmen. Weiteren 16 Prozent der 1014 Befragten reichen sie noch nicht aus. Genau einem Drittel dagegen gehen sie zu weit. Unter den Befürwortern dominieren demnach vor allem Rentner (69 Prozent) sowie Anhänger von SPD (71), Union (65) und Grünen (62). Unter den Gegnern sind Anhänger der AfD (65) und der FDP (55) sowie Ostdeutsche (43) stark vertreten. Die insgesamt größte Akzeptanz findet mit 65 Prozent die Schließung von Sportstätten, die geringste mit 39 Prozent die von Gaststätten. Die Schließung von Kultureinrichtungen liegt dazwischen (55). Am kommenden Wochenende wollen 32 Prozent aller Befragten die noch nicht geschlossenen Einrichtungen noch einmal aufsuchen.

Donnerstag, 29. Oktober 18.55 Uhr: Teil-Lockdown trifft Sport hart

Der Corona-Teillockdown trifft auch den Sport wieder mit voller Wucht und sorgt bei vielen Vereinen von den Profiligen bis in den Amateursport teils für Existenzangst. Wettkämpfe müssen abgesagt, der Spielbetrieb eingestellt werden, Profis wie Amateure stehen vor verschlossenen Sportanlagen und Trainingszentren, Zuschauer müssen draußen bleiben. Zwar gibt es auch Verständnis für die von Montag an geltenden drastischen Corona-Einschränkungen, aber Empörung und Verzweiflung sind groß.

Donnerstag, 29. Oktober 18.20 Uhr: Sondersitzung im Landtag mit Söder-Erklärung und Corona-Debatte

Die dramatisch steigenden Corona-Zahlen in weiten Teilen Bayerns und der ab Montag anstehende landesweite Teil-Lockdown lassen den Landtag am Freitag zu einer Sondersitzung zusammenkommen. Im Fokus steht die zweite Regierungserklärung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) binnen zwei Wochen. Er hatte bereits am Donnerstag nach einer Sitzung des Kabinetts erklärt, dass sich bei der Aussprache zeigen werde, wo wer im Kampf gegen die Pandemie stehe.

Nach der Rede soll zudem über einen Dringlichkeitsantrag von CSU und Freien Wählern abgestimmt werden, in dem Eckpunkte der neuen Anti-Corona-Maßnahmen aufgeführt sind. Rechtlich ist die Abstimmung aber nicht bindend, weil das Bundesinfektionsschutzgesetz zwar den Landesregierungen die Möglichkeit für eigene Corona-Verordnungen gibt, darin aber keine Gesetzgebungskompetenzen für die einzelnen Landtage vorgesehen sind. Dennoch dürfte eine solche Abstimmung dann den Debatten im Landesparlament ein Stück mehr Gewicht geben - und umgekehrt der Staatsregierung zu zusätzlicher politischer Legitimation verhelfen.

Dies betonte auch Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU): "Parlamentarische Debatten und Entscheidungen erhöhen die Transparenz, das Verständnis und das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger. Ich bin überzeugt: Die demokratische Diskussion im Landtag wird einen wichtigen Beitrag leisten, die Akzeptanz und Solidarität in der Bevölkerung zu sichern und zu stärken."

Donnerstag, 29. Oktober 18.13 Uhr: Bayerischer Verwaltungsgerichtshof lehnt Eilantrag gegen Sperrstunde ab, meldet aber Zweifel an

Einen Eilantrag gegen die Sperrstunde in Corona-Hotspots hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof abgelehnt. Doch die Zweifel der Richter werden immer lauter, ob die teilweise gravierenden Einschnitte noch auf einer ausreichenden Gesetzesgrundlage stehen.

Donnerstag, 29. Oktober 17.54 Uhr: Nach Anschlag auf RKI: Polizei prüft Zusammenhang mit zweiter Tat

Nach einem Brandanschlag auf das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin prüft die Polizei, ob es einen Zusammenhang zu einer ähnlichen Tat am selben Tag in der Hauptstadt gibt - und ob politische Motive dahinterstecken. Am vergangenen Sonntag waren sowohl in der Invalidenstraße im Bezirk Mitte als auch an einem Gebäude des RKI Brandsätze gezündet worden, verletzt wurde dabei niemand. Zur Tat in der Invalidenstraße gebe es ein Selbstbezichtigungsschreiben, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag und bestätigte einen Bericht des "Spiegels". Es liege deshalb nahe, den Brandanschlag auf das RKI am selben Tag im Zusammenhang damit in den Blick zu nehmen.

Der "Spiegel" hatte berichtet, die Polizei prüfe gewalttätige Aktionen mutmaßlicher Corona-Leugner. Dazu machte die Behörde bisher offiziell aber keine Angaben. Eine politische Tatmotivation sei beim Brandsatz in der Invalidenstraße aber nicht auszuschließen. Deshalb ermittele der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts.

Donnerstag, 29. Oktober 17.40 Uhr: Corona-Schutz: Papst Franziskus hält Generalaudienz ohne Pilger

Papst Franziskus schränkt angesichts der steigenden Corona-Zahlen seine Auftritte vor Gläubigen wieder stärker ein und überträgt seine Generalaudienz mittwochs nur noch per Livestream. Das teilte der Vatikan am Donnerstag mit. Grund für die Einschränkung sei der Fall eines positiv auf Corona getesteten Teilnehmers an der Generalaudienz mit Gläubigen vom 21. Oktober. Ab dem 4. November werde Franziskus (83) seine wöchentliche Audienz aus der Bibliothek des Apostolischen Palastes übertragen. Die Umstellung auf die Form via Internet geschehe, "um jegliche zukünftige Gefährdung der Gesundheit der Teilnehmer auszuschließen", hieß es.

Anfang März während der ersten Corona-Welle in Italien hatte das katholische Kirchenoberhaupt den regelmäßigen Auftritt ebenfalls in die Bibliothek verlegt und im Netz ausgestrahlt. Im Spätsommer hatte Franziskus wieder mit der öffentlichen Form begonnen. Zuletzt fanden die wöchentlichen Treffen mit Pilgern oft in der vatikanischen Audienzhalle statt, teils auch im Freien. Am Dienstag war bekannt geworden, dass der Papst die Christmette zum Weihnachtsfest wegen der Corona-Pandemie wohl in privatem Rahmen abhalten wird. Auch sie solle online ausgestrahlt werden, hieß es. In Medien war wiederholt kritisch beobachtet worden, dass Franziskus trotz seines erhöhten Altersrisikos selten Corona-Schutzmasken trägt. Er gab Besuchern bei Privataudienzen weiter die Hand.

Donnerstag, 29. Oktober 17.23 Uhr: Augsburg fährt bereits ab Freitagabend wieder runter

Die Stadt Augsburg geht früher in den zweiten Lockdown als der Rest Deutschlands. Wie Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) im Stadtrat bekannt gab, schließen Freizeiteinrichtungen und Gastronomien in Augsburg bereits am Freitag, 30. Oktober, ab 21 Uhr. Grund seien die steigenden Fallzahlen in Augsburg. Die Stadt habe sich deshalb in Absprache mit dem Uniklinikum für diese härteren Maßnahmen entschieden.

Donnerstag, 29. Oktober 16.48 Uhr: Kaufbeuren reißt bereits 200er-Marke

Der 7-Tage-Inzidenz-Wert von Kaufbeuren hat bereits die 200er-Marke überschritten. Das sagte OB Stefan Bosse bei der Querdenker-Demo am Donnerstagnachmittag in der Stadt. Gut 130 Teilnehmer protestierten dabei gegen die Maskenpflicht - vor allem für eine spezielle Zielgruppe.

Donnerstag, 29. Oktober 16.38 Uhr: Münchner Grundschüler weiter von Maskenpflicht am Sitzplatz befreit

Grundschüler in München müssen an ihrem Sitzplatz vorerst weiter keine Maske tragen. Diese vor gut zehn Tagen beschlossene Aufhebung der Maskenpflicht ist bis zum 11. November verlängert worden, wie Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Donnerstag mitteilte. Das sei aus infektiologischer Sicht vertretbar. Reiter begrüßte, dass Schulen und Kitas trotz der rasant steigenden Corona-Zahlen geöffnet bleiben dürfen.

Seit Einführung der Corona-Ampel greift die Maskenpflicht für Grundschüler automatisch, wenn in einer Stadt oder einem Landkreis mehr als 50 Neuinfizierte je 100.000 Einwohner binnen einer Woche registriert werden. Inzwischen liegen nahezu sämtliche Kommunen im Freistaat deutlich über dem Wert 50.

Donnerstag, 29. Oktober 16.10 Uhr: Neue Anti-Corona-Maßnahmen: Sind sie nötig und was bringen sie?

Noch Ende September hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gewarnt, dass es zu Weihnachten 19.200 Neuinfektionen am Tag geben könnte. Schon acht Wochen vor dem Fest liegen die Fallzahlen nun nicht mehr weit darunter, die Schwelle von 20 000 könnte schon in den nächsten Tagen erreicht werden. Bund und Länder ziehen nun mit einem Teil-Lockdown die Notbremse. Ist das nötig, wird das was bringen - und wenn ja, wie schnell? Ein Überblick.

Donnerstag, 29. Oktober 15.50 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz: Kaufbeuren knapp unter 200er Marke

Die Werte zur Sieben-Tage-Inzidenz steigen in einigen Allgäuer Städten beziehungsweise Landkreisen weiter: Nach den aktuellen Zahlen ligt der Wert in Kaufbeuren knapp unter der 200er-Marke, wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mitteilt. Wie auch bei den Zahlen des Robert-Koch-Instituts stehen inzwischen alle Corona-Ampeln im Allgäu auf "Dunkelrot". Die aktuellen Zahlen finden Sie hier.

Donnerstag, 29. Oktober 15.30 Uhr: Intensivmediziner besorgt, ob neuer Lockdown aureicht - "Fahrt runter!"

In Deutschlands Intensivstationen wachsen angesichts der rasant steigenden Corona-Infektionszahlen die Sorgen - denn eine größere Welle schlägt auch in die Kliniken durch. "Es ist jetzt schon nachweislich schlimmer als im Frühjahr", sagt Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), der Deutschen Presse-Agentur. "In 14 Tagen haben wir die schweren Krankheitsfälle, und unsere großen Zentren kommen unter Maximalbelastung." Auch um kritische Zustände in den Kliniken abzuwenden, wollen Bund und Länder mit einem Teil-Lockdown gegensteuern. Intensivmediziner hoffen auf rechtzeitige Entlastung, sind zudem besorgt, ob ein neuer Lockdown ausreicht.

Donnerstag, 29. Oktober 15.05 Uhr: Forscher: Naturschutz senkt Risiko für Pandemien

In Zukunft drohen nach Überzeugung von Forschern noch viel verheerendere Pandemien als Corona - es sei denn, die Menschheit stellt sich fundamental um. Wie alle Pandemien werde auch die derzeitige angetrieben durch menschliche Aktivität, betonten 22 Experten in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht für den in Bonn ansässigen Weltbiodiversitätsrat IPBES. Geschätzt werde, dass derzeit noch 1,7 Millionen unentdeckte Viren in Säugetieren und Vögeln existierten - von denen bis zu 850.000 die Fähigkeit haben könnten, Menschen zu infizieren.

Donnerstag, 29. Oktober 14.40 Uhr: Start der Wintersaison an Zugspitze verschoben - Hoffen auf Dezember

Der Start in die Wintersaison an der Zugspitze verzögert sich aufgrund der Corona-Pandemie. Wegen des neuen Teil-Lockdowns können Skifahrer und Snowboarder nicht wie geplant am 13. November ihre ersten Schwünge auf den Pisten an Deutschlands höchstem Berg ziehen. Am Samstag werde der normale Betrieb für Ausflügler vorerst eingestellt, teilte die Bayerische Zugspitzbahn am Donnerstag in Garmisch-Partenkirchen mit. Die Zugspitzbahn werde die Zeit für die Revisionen nutzen. Die Hoffnungen ruhten auf Dezember. Im Sommer habe sich das Hygienekonzept bewährt; über 450.000 Gäste seien befördert worden, sagte Sprecherin Verena Altenhofen.

Auch der Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte setzt auf eine Wintersaison unter Auflagen. "Im Sommer haben die heimischen Bergbahnen bewiesen, dass mit den richtigen Rahmenbedingungen ein Bergbahnbetrieb auch in Corona-Zeiten sehr gut möglich ist", teilte der Verband auf Anfrage mit. Die Kabinen seien gut durchlüftet, die Gäste hielten sich nur für einen kurzen Zeitraum darin auf - und Skifahren und Winterwanderungen fänden im Freien mit viel frischer Luft und Platz statt. An Kassen und beim Anstehen am Lift sowie bei der Liftfahrt müssten Mund-Nase-Bedeckungen getragen werden. Im November haben viele Bergbahnen turnusmäßig ohnehin ihre Revision. Die meisten deutschen Skigebiete, etwa auch das niedrigere Skigebiet Classic in Garmisch-Partenkirchen, wollen den Betrieb im Dezember vor Weihnachten aufnehmen - je nachdem, wann genügend Schnee liegt.

Donnerstag, 29. Oktober 14.30 Uhr: Bayerns Wirte: "Verzweiflung, Wut, Unverständnis"

Der bayerische Hotel- und Gaststättenverband hält die Schließung aller Gasthäuser im November für "weder geeignet noch verhältnismäßig". Verbandspräsidentin Angela Inselkammer sagte am Donnerstag, die Reaktionen "reichen von totaler Verzweiflung, Wut, Unverständnis, Angst über Ratlosigkeit bis hin zu Hoffnung". Der Teil-Lockdown treffe mit dem Gastgewerbe eine Branche, die nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts kein Infektionstreiber bei Corona sei. Die Wirte hätten ausgeklügelte Hygienekonzepte umgesetzt, Mitarbeiter geschult, auf Gäste verzichtet und viel investiert. Jetzt herrsche "Angst und Ratlosigkeit, da man nicht weiß, wie und ob es weitergeht", sagte Inselkammer. Die Hoffnung sei, "dass Betriebe lieber jetzt mit schnellen staatlichen Entschädigungen zusperren, um dann über Weihnachten wieder öffnen zu dürfen".

Dehoga-Landesgeschäftsführer Thomas Geppert forderte rasch Klarheit und Rechtssicherheit über die angekündigten Entschädigungszahlungen in Höhe von 75 Prozent des Vorjahresumsatzes. Noch herrsche eine "Schockstarre". Aber "am Montag sperren unsere Betriebe zu, bis dahin müssen sie wissen, wie es weitergeht". Vom Robert Koch-Institut heißt es, dass derzeit viele der Fälle, für die der Ursprung der Ansteckung bekannt ist, auf private Treffen und Gruppenveranstaltungen zurückgehen. Die Angaben zum Infektionsumfeld von Ausbrüchen seien allerdings mit Zurückhaltung zu interpretieren. Ein wichtiger Punkt: Nur für einen Bruchteil der Fälle lässt sich nachvollziehen, wo die Ansteckung wahrscheinlich stattfand. Das ist eher möglich für ein begrenztes Umfeld - wie einer Familie oder eine Feier - als zum Beispiel beim Aufenthalt in von vielen Menschen genutzten Räumen wie etwa Bars.

Donnerstag, 29. Oktober 14.18 Uhr: Bayern beschließt Kontaktbeschränkungen auch für Privaträume

Im Kampf gegen das Coronavirus werden in Bayern ab dem 2. November noch strengere Kontaktbeschränkungen gelten als von Bund und Ländern vereinbart - nämlich ausdrücklich auch in Privaträumen. Zudem werden bis Ende November Veranstaltungen aller Art untersagt und nicht nur solche, die der Unterhaltung dienen. Ausnahmen gelten nur für Gottesdienste und Demonstrationen. Das hat das bayerische Kabinett am Donnerstag in München beschlossen - die Zusammenfassung von den Beschlüssen lesen Sie hier.

Donnerstag, 29. Oktober 14 Uhr: Söder: Bayern steht erneut vor Ausrufung des Corona-Katastrophenfalls

Wegen der stark steigenden Corona-Infektionszahlen erwägt Bayern bald wieder die Ausrufung des Katastrophenfalls. In den nächsten Tagen könne dies notwendig werden, um auf die "dramatische Entwicklung" besser reagieren zu können, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. In Bayern habe sich in den vergangenen neun Tagen die Belegung der Intensivbetten verdoppelt, in einigen Regionen drohten in den kommenden Tagen bereits Kapazitätsengpässe. Durch die Ausrufung des Katastrophenfalls könne das Land die Verteilung der Intensivpatienten besser koordinieren.

"Wir sind in einer sehr, sehr ernsten Situation", betonte Söder. Es müsse zur Eindämmung der Infektionen eine Reduzierung der Kontakte um 75 Prozent erreicht werden. Andernfalls drohe die Lage außer Kontrolle zu geraten, auch in Bayern.

Im Freistaat seien am Donnerstag vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 3057 neue Infektionszahlen gemeldet worden. "Das ist eine neue Rekordzahl", sagte Söder. Die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Region in sieben Tagen, liege landesweit bei 107. Damit bewege sich Bayern bundesweit zwar noch im Mittelfeld, gleichwohl sei die Zahl "einfach zu hoch". 13 Kommunen in Bayern lägen bereits über einer Inzidenz von 50, einige sogar über 200.

Donnerstag, 29. Oktober 13.30 Uhr: Bundeswehr hat inzwischen rund 3.200 Soldaten im Corona-Einsatz

Die Bundeswehr hat inzwischen etwa 3200 Soldaten zur Unterstützung von Ländern und Kommunen in der Corona-Pandemie im Einsatz. In den vergangenen beiden Wochen sei die Nachfrage rapide gestiegen, sagte Generalleutnant Martin Schelleis, Inspekteur der Streitkräftebasis und Nationaler Territorialer Befehlshaber, am Donnerstag beim Besuch in einem Altenheim im sächsischen Freital, wo mehrere Soldaten die Arbeit des Pflegepersonals unterstützen. Für 720 weitere Soldaten werde ein Einsatz derzeit geplant.

Die Streitkräfte sind demnach für weitere Aufgaben gerüstet. "Wir haben ein Kräftekontingent von 15 000 Soldatinnen und Soldaten seit Frühjahr in Bereitschaft", sagte Schelleis.

Donnerstag, 29. Oktober, 12.55 Uhr: Landratsamt plant Testangebot für Grenzpendler am Testzentrum

Die Bayerische Einreise-Quarantäneverordnung sieht seit vergangenem Freitag vor, dass sich Grenzpendler (Arbeitnehmer, Schüler, Studenten, Handwerker und Selbständige) aus dem benachbarten Ausland, wenn dieses als Risikogebiet eingestuft ist, wöchentlich testen lassen müssen. Pendler aus dem Kleinwalsertal und der Gemeinde Jungholz sind daher von der Regelung nicht betroffen. Mittlerweile ist geklärt, dass eine Umsetzung im Rahmen des Bayerischen Testangebots über die Teststationen vor Ort erfolgen kann. Voraussetzung hierfür sind allerdings entsprechende Test- und Laborkapazitäten. Laut Landratsamt Oberallgäu laufen derzeit am Testzentrum in Sonthofen die Vorbereitungen, um zeitnah auch ein Angebot zur Testung von Grenzpendlern zu schaffen. Diese werden voraussichtlich Anfang kommender Woche abgeschlossen sein. Bis dahin verzichten das Landratsamt und die Stadt Kempten auf die Vorlage von Testergebnissen durch Grenzpendler, heißt es in einer Mitteilung.

Donnerstag, 29. Oktober, 12.20 Uhr: Fußball im Westallgäu: Verband stoppt Spielbetrieb wegen Corona ab sofort

Der Württembergische Fußballverband drückt wegen Corona auf die Pause-Taste: Der WFV setzt mit sofortiger Wirkung den Spielbetrieb im Amateurfußball aus. Unterhalb der Oberliga finden somit bereits am 31. Oktober und 1. November keine Ligaspiele mehr statt. Das betrifft sämtliche Vereine aus dem Westallgäu, darunter auch den FV Weiler (Landesliga Württemberg), den TSV Heimenkirch und den SV Maierhöfen-Grünenbach (beide Bezirksliga Bodensee). Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 29. Oktober, 12 Uhr: Sarah Wiener positiv getestet: "Geht mir nicht so gut"

Die Köchin und Grünen-Politikerin Sarah Wiener (58) ist an Covid-19 erkrankt. Ihr gehe es leider nicht so gut, teilte die Fernsehköchin auf Facebook mit. "Ich bin sehr schnell erschöpft und habe einen hartnäckigen Husten." Sie sei aber zuhause und hoffe, dass es ihr bald besser gehe.

Die von der Politik beschlossenen Verschärfungen der Corona-Maßnahmen hält Wiener für richtig. "Wenn ihr mich fragt: sie machen Sinn und ich hoffe, es bewirkt auch das Richtige." Sie selbst habe alle Vorsichtsmaßnahmen eingehalten, keine Partys oder große Treffen besucht. Obwohl sie zudem keine Vorerkrankungen habe und abseits vom Arbeitsstress ein "ziemlich gesundes Leben" führe, sei sie und nun doch an Covid erkrankt.

Donnerstag, 29. Oktober, 11.30 Uhr: Regierungserklärung: Merkel sieht "dramatische Lage"

Bei ihrer Regierungserklärung zu den am Mittwoch beschlossenen Corona-Maßnahmen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) die Deutschen auf eine erneut schwierige Zeit eingeschworen. „Der Winter wird schwer. Vier lange schwere Monate, aber er wird enden,“ erklärte die Kanzlerin. Diese „dramatische Lage“ beträfe „ausnahmslos alle“.

Donnerstag, 29. Oktober, 11 Uhr: Corona-Ampel: Alle kreisfreien Städte und Landkreise im Allgäu stehen auf "dunkelrot"

Seit Donnerstag hat nun auch der Landkreis Lindau die Infektionskennziffer von 100 überschritten. Das bedeutet, dass sich über 100 Menschen pro 100.000 Einwohner innerhalb von einer Woche mit Corona infiziert haben. Die so gennante 7-Tages-Inzidenz für Lindau steht laut Robert Koch Insitut bei 104,9. Damit ist im Landkreis Lindau die bayernweite "Corona-Ampel" auf "dunkelrot" gesprungen. Als "dunkelrot" gemäß dieser Einstufung von Ministerpräsident Markus Söder galten zuvor bereits schon die Landkreise Oberallgäu, Ostallgäu und Unterallgäu sowie die kreisfreien Städte Kempten, Memmingen und Kaufbeuren. Die Wertachstadt hat aktuell die höchste Infektionskennziffer im Allgäu: 186,9. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 29. Oktober, 10 Uhr: Gauland fordert Parlamentsentscheidung über Corona-Maßnahmen

AfD-Fraktionschef Alexander Gauland hat gefordert, dass der Bundestag über alle Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie entscheidet. "Eine Corona-Diktatur auf Widerruf verträgt sich nicht mit unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung", sagte er am Donnerstag nach der Regierungserklärung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Deutschland habe seine Freiheit zu mühselig errungen, "als dass wir sie an der Garderobe eines Notstandskabinetts abgeben".

Am Mittwoch hatten Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder wegen der steigenden Infektionszahlen neue Kontaktbeschränkungen beschlossen und entschieden, dass Restaurants wieder schließen und Hotels keine Touristen mehr aufnehmen dürfen.

Donnerstag, 29. Oktober, 9.45 Uhr: Turbulenzen bei Regierungserklärung: Schäuble muss unterbrechen

Bei der Regierungserklärung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu den neuen Corona-Beschränkungen hat es ungewöhnlich viele Zwischenrufe von der AfD gegeben. Sie mahnten angesichts der Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern die Gewaltenteilung an, also die Beteiligung der Parlamente. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sah sich am Donnerstag gezwungen, Merkel zu unterbrechen und die Abgeordneten zu mehr Disziplin zu ermahnen. Das Land sei in einer außergewöhnlich schwierigen Lage, betonte er. Aber auch Schäuble erntete von AfD-Abgeordneten Zwischenrufe. Darauf mahnte er: "Wenn sie den Präsidenten unterbrechen, kriegen sie gleich Ordnungsrufe, das ist gefährlich."

Merkel zeigte Verständnis dafür, dass sich viele etwa in der Gastronomie über die erneuten Schließungen ärgern. "Ich verstehe die Frustration, ja die Verzweiflung gerade in diesen Bereichen sehr", sagte sie. Viele hätten Hygienekonzepte erarbeitet und fragten sich nun, ob das alles sinnlos gewesen sei. Diese Konzepte würden bald wieder gebraucht, sagte Merkel. Derzeit könnten sie aber nicht wirken. Ziel des teilweise Herunterfahrens sei, möglichst schnell wieder zu wissen, wer sich wo infiziert habe und wen er angesteckt haben könnte.

Donnerstag, 29. Oktober, 9 Uhr: Angela Merkels Regierungserklärung im Livestream

Donnerstag, 29. Oktober, 8.30 Uhr: Wirtschaftsminister Altmaier will erneute Grenzschließungen vermeiden

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat angesichts neuer Corona-Maßnahmen davor gewarnt, wie im Frühjahr Grenzen zu schließen. "Wir müssen alles tun, um Grenzschließungen auch weiterhin zu vermeiden", sagte er der "Wirtschaftswoche". Der Europäische Binnenmarkt setze voraus, dass Lieferketten auch in Pandemiezeiten funktionierten. "Diesbezüglich haben wir aus dem ersten Shutdown gelernt."

Bund und Länder hatten am Mittwoch die einschneidendsten Maßnahmen seit dem Frühjahr beschlossen. Ab Montag sollen unter anderem Restaurants, Kinos und Theater für den gesamten Monat November schließen. In dieser Zeit dürfen sich auch nur wenige Menschen privat treffen. Der Einzelhandel soll geöffnet bleiben.

Donnerstag, 29. Oktober, 7.30 Uhr: Spahn verteidigt Corona-Maßnahmen - Erkrankung mache "demütig"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat durch seine eigene Corona-Erkrankung einen anderen Blick auf die Pandemie gewonnen. Die Erfahrung habe ihn "demütig" gemacht, sagte der CDU-Politiker am Donnerstagmorgen in einem Telefon-Interview im WDR.

Spahn stellte sich dort für eine halbe Stunde den Fragen der Zuhörer. Es gehe ihm selbst gut, er habe nur leichte Erkältungssymptome. Spahn ist derzeit in häuslicher Quarantäne.

Der Minister verteidigte die vom Bund und den Ländern bis Ende November vereinbarten harten Maßnahmen gegen die Pandemie. Das sei eine schwere Zeit für die Betroffenen, aber Kontakte müssten unbedingt verringert werden. Die Infektionszahlen stiegen gerade bei den Älteren wieder rasant. "Ich will nicht warten, bis die Intensivstationen überfüllt sind", sagte er. "Wenn sie überfüllt sind, ist es zu spät."

Donnerstag, 29. Oktober 7.15 Uhr: Corona-Krise: Wieder gewaltsame Proteste in Italien

In Italien ist es am Mittwochabend in mehreren Städten zu neuen Protesten gegen die verschärften Corona-Bestimmungen der gekommen. In der norditalienischen Stadt Verona gingen nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa rund 500 Menschen vornehmlich aus dem rechtsradikalen Spektrum auf die Straße. Sie warfen mit Glas und kippten vor Lokalen Tische und Stühle um. Die Polizei habe Tränengas eingesetzt. Ebenfalls am Mittwochabend wurde ein Mitarbeiter eines italienischen TV-Senders bei gewalttätigen Protesten in Palermo auf Sizilien verletzt, wie Ansa berichtete. Dort sei es nach einer Demonstration von Lokalbesitzern gegen die Beschränkung ihrer Öffnungszeiten zu Flaschenwürfen und dem Abschießen von Feuerwerkskörpern gekommen. Auch andernorts gab es vereinzelt Kundgebungen. Die Polizei habe von einigen Beteiligten die Personalien aufgenommen.

Donnerstag, 29. Oktober, 6.50 Uhr: Virologe: Umfassende Corona-Impfung wird bis 2022 dauern

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut geht davon aus, dass eine Impfung der gesamten Bevölkerung gegen das Coronavirus auch bei schneller Entwicklung eines Impfstoffs Ende 2021 noch nicht abgeschlossen sein wird. "Es wird längere Zeit dauern, bis wir durch die Impfung eine spürbare Veränderung des Infektionsgeschehens sehen werden, dass wir sagen können, jetzt kann wieder Ruhe einkehren", sagte der Virologe Thomas Mertens den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). Wenn man etwa pro Tag 100 000 Menschen impfen würde, brauche man 150 Tage, um 15 Millionen Menschen zu impfen. Dieses Tempo wäre nach Mertens Ansicht bereits eine Herausforderung.

Donnerstag, 29. Oktober, 6.35 Uhr: Leitender Intensivmediziner: Corona-Lage "absolut besorgniserregend"

Die starke Zunahme der Corona-Infektionen ist nach Ansicht des Leiters der Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Stefan Kluge (52), "absolut besorgniserregend". "Wir müssen diesen Trend stoppen, die Politik muss handeln", sagte der Klinikdirektor mit Blick auf die neuen Kontaktbeschränkungen. "Uns bleibt keine andere Wahl." Kluge warnte vor einer Überlastung der Krankenhäuser und Intensivstationen. In Berlin, Bayern und Nordrhein-Westfalen seien einige Kliniken schon gut mit Covid-19-Patienten belegt, andere Erkrankte würden bereits verdrängt. Eine Reihe von Krankenhaus-Mitarbeitern habe sich infiziert.

Donnerstag, 29. Oktober, 6.20 Uhr: Bayerisches Kabinett will Teil-Lockdown im Freistaat umsetzen

Nach der Einigung von Bund und Ländern auf einen einmonatigen begrenzten Lockdown berät das bayerische Kabinett am Donnerstag (11.00 Uhr) über die konkrete Umsetzung in Bayern. Dazu muss die Corona-Verordnung des Landes erneut angepasst werden.

Angesichts dramatisch steigender Infektionszahlen hatten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch auf die einschneidendsten Anti-Corona-Maßnahmen seit dem großen Lockdown im Frühjahr verständigt. (Lesen Sie auch: Neuer Corona-Lockdown im November: Was ist ab Montag verboten, was ist noch erlaubt?)

Im bayerischen Landtag soll es an diesem Freitagnachmittag zum ersten Mal eine Abstimmung über die Anti-Corona-Politik von Bund und Ländern geben. Die Abstimmung ist zwar aus rechtlichen Gründen formal nicht bindend für die Staatsregierung, aber dennoch ein Novum.

Donnerstag, 29. Oktober, 6 Uhr: Wegen Corona-Infektionen: Bodensee-Gymnasium vorerst geschlossen

Wegen des Infektionsgeschehens am Bodensee-Gymnasium in Lindau kann der Schulbetrieb organisatorisch nicht aufrecht erhalten werden. Das teilte Landrat Elmar Stegmann in einem Facebook-Post mit. Die Schulleitung habe am Mittwochabend entschieden, am Donnerstag und am Freitag keinen Unterrichtsbetrieb durchzuführen. Eine Notbetreuung werde organisiert.

Donnerstag, 29. Oktober, 5.45 Uhr: Wissenschaftler: Corona-Angst raubt Menschen den Schlaf

Die Angst vor einer Corona-Ansteckung raubt vor allem Menschen mit gesundheitlichen Risiko-Faktoren vielfach den Schlaf. "Ich sehe das auch aus der eigenen Sprechstunde. Es gibt Vorerkrankte, die sich große Sorgen machen", sagte der Direktor der Klinik für Pneumologie der Evangelischen Kliniken Essen-Mitte, Prof. Georg Nilius, am Donnerstag der dpa. "Da gibts ein deutlich höheres Angstniveau. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf den Schlaf." Nilius ist einer der Kongresspräsidenten bei der digitalen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) vom 29. bis 31. Oktober.

Donnerstag, 29. Oktober, 5.30 Uhr: Kubicki: Rechtliche Mittel gegen Corona-Maßnahmen einlegen

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) hat Betroffene aufgerufen, rechtliche Mittel gegen stark einschneidende Corona-Maßnahmen einzulegen. "Ich halte die aktuellen Beschlüsse in Teilen für rechtswidrig. Wenn die Runde der Regierungschefs Maßnahmen verabredet, die bereits mehrfach von Gerichten aufgehoben wurden, wie das Beherbergungsverbot, dann ignorieren die Beteiligten bewusst die Gewaltenteilung. Ich rufe alle Betroffenen auf, rechtliche Mittel gegen diese Maßnahmen einzulegen", sagte Kubicki der "Rheinischen Post" (Donnerstag).

Donnerstag, 29. Oktober, 5.15 Uhr: Neuer Höchstwert: 16.774 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 16.774 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Dies geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Donnerstagmorgen hervor. Der bisherige Rekordwert vom Vortag lag bei 14.964 Fällen. Am Donnerstag vor einer Woche hatten die Gesundheitsämter 11.287 Neuinfektionen gemeldet. Damit hatte der Wert erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland die Marke von 10.000 überschritten.

Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 481.013 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 29.10., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 89 auf insgesamt 10.272. Das RKI schätzt, dass rund 339 200 Menschen inzwischen genesen sind.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Mittwoch bei 1,03 (Vortag: 1,17). Das bedeutet, dass ein Infizierter etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Mittwoch, 28. Oktober, 22 Uhr: Macron führt in Frankreich Ausgangsbeschränkungen wieder ein

Frankreichs Staatschef Macron zieht wegen der zweiten Corona-Welle die Notbremse. Die Franzosen müssen wieder neue Einschränkungen hinnehmen - und können sich nicht mehr frei bewegen. Gelingt im November eine Trendumkehr?

Mittwoch, 28. Oktober, 21.40 Uhr: Virusängste beschleunigen die Börsen-Talfahrt

Der wichtigsten US-Standardwerte-Indizes Dow Jones Industrial und S&P 500 sind am Mittwoch weiter ins Rutschen gekommen. Dabei sackte der Dow auch wieder unter die Marke von 27.000 Punkten. Die technologielastigen Nasdaq-Börsen, die noch am Dienstag in einer Gegenbewegung zugelegt hatten, wurden ebenfalls vom Abwärtssog erfasst.

Die sich zuspitzende Corona-Krise sorgt unter den Anlegern für wachsende Ängste. Von einer Panik könne zwar noch keine Rede sein, aber die Nervosität steige deutlich, sagte etwa Analyst Milan Cutkovic vom Handelshaus Axi zu den Talfahrten der Märkte in Europa und den USA. Laut Chefvolkswirt Jürgen Michels von der BayernLB herrscht zudem weiter Unsicherheit vor den nahenden US-Wahlen. Eine Hängepartie beim Wahlausgang wird als weiteres Risiko gesehen.

Der Dow sackte letztlich um 3,43 Prozent auf 26.519,95 Punkte ab und schloss damit knapp über seinem kurz zuvor erreichten Tagestief. Seit Freitag hat das US-Börsenbarometer nun insgesamt 6,5 Prozent eingebüßt. Der marktbreite S&P 500 verlor zur Wochenmitte 3,53 Prozent auf 3271,03 Punkte. Es war sein kräftigster Tagesverlust seit Juni. Der Nasdaq 100 sackte um 3,93 Prozent auf 11.142,76 Zähler ab.

Mittwoch, 28. Oktober, 21.25 Uhr: Landtag soll über Teil-Lockdown am Freitag abstimmen

Zum ersten Mal soll es im bayerischen Landtag am Freitag eine Abstimmung über schärfere Anti-Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern geben. Die Abstimmung ist zwar aus rechtlichen Gründen formal nicht bindend für die Staatsregierung, aber dennoch ein Novum. So soll die Sondersitzung ablaufen.

Mittwoch, 28. Oktober, 21 Uhr: So kämpft Europa gegen das Corona-Virus

Praktisch überall in Europa schnellen die Corona-Zahlen hoch. Die Länder reagieren darauf mit weiterreichenden Einschränkungen. Das führt mitunter zu Protesten - ein Überblick.

Mittwoch, 28. Oktober, 20.21 Uhr: Allgäuer Vertreter aus Gastgewerbe, Handel und Kultur befürchten Schlimmstes

Bund und Länder wollen einen erneuten Lockdown im November. Das Allgäuer Gastgewerbe rechnet mit zahlreichen Insolvenzen. Aber auch andere Branchen bangen - ein Überblick.

Mittwoch, 28. Oktober, 19.45 Uhr: Vier Wochen Lockdown ab Montag: Diese Regeln gelten im November

Bund und Länder treten auf die Bremse und schränken das öffentliche Leben deutlich ein. Die Folgen für die Wirtschaft sollen mit viel Geld abgemildert werden. Welche Beschlüsse der Corona-Krisengipfel getroffen hat, was Verbände, Vertreter und Politiker dazu sagen und welche Regeln ab Montag gelten, erfahren Sie in unserer Zusammenfassung.

Mittwoch, 28. Oktober, 19 Uhr: DFL: Anordnung von Geisterspielen im November "bedauerlich"

Die Deutsche Fußball Liga hat die Anordnung von Geisterspielen im November wegen steigender Corona-Zahlen als "bedauerlich" bezeichnet. Fans und Clubs hätten in den vergangenen Wochen, "wo immer möglich, Hygiene- und Abstandsregeln nahezu ausnahmslos diszipliniert umgesetzt und sind damit ihrer Verantwortung gerecht geworden", teilte die DFL am Mittwoch mit. Zuvor hatten Bund und Länder beschlossen, dass ab kommender Woche im Profisport nur noch Spiele ohne Zuschauer ausgerichtet werden dürfen. Die Regelung gilt vorerst für den November.

"Zweifelsohne erfordert die sich zuspitzende Pandemie-Lage zusätzliche Anstrengungen in allen Lebensbereichen", schrieb die DFL, verwies aber auch auf die "mit großem Aufwand" erstellten Hygienekonzepte für die Bundesliga und 2. Bundesliga "zum effektiven Schutz von Stadion-Zuschauern", die mit den zuständigen Behörden vor Ort abgestimmt gewesen seien. Der Verband hoffe, "dass die beschlossenen Maßnahmen im Sinne der gesamten Gesellschaft schnell und nachhaltig Wirkung zeigen".

Mittwoch, 28. Oktober, 18.55 Uhr: Trotz Zuschauer-Verbot: DEL2 will am 6. November starten

Die zweithöchste deutsche Eishockey Liga hält trotz des Zuschauerverbots für den Profisport im November am geplanten Saisonstart fest. Am 6. November will die DEL2 den Spielbetrieb aufnehmen. "Wir sind in erster Linie froh, dass der Spielbetrieb im Profisport erhalten werden kann", sagte DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch in einer Mitteilung der Liga vom Mittwoch. Dass die Liga am Freitag in einer Woche starte, sei vor allem wegen der Abhängigkeit von den Zuschauereinnahmen keine Selbstverständlichkeit, sagte Rudorisch: "Dennoch sehen wir den Start als wichtig an, im Sinne der Sportart, aber vor allem auch für unsere zahlreichen Spieler und Familien." Die DEL2 hoffe auf Unterstützung "auch vonseiten der Politik über das Jahr 2020 hinaus". Anders als für die zweite Liga gibt es für die Deutsche Eishockey Liga (DEL) noch keinen Starttermin für die kommende Saison. Noch ist unklar, ob die DEL in ihre Spielzeit startet.

Mittwoch, 28. Oktober, 18.40 Uhr: Merkel: Neue Corona-Maßnahmen gelten bundesweit

Die harten Corona-Maßnahmen, die Bund und Länder am Mittwoch vereinbart haben, gelten nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in ganz Deutschland. "Die Beschlüsse gelten bundesweit", sagte Merkel nach den Beratungen in Berlin. Alle müssten sie durch Allgemeinverordnungen umsetzen. Thüringen werde noch das Parlament befassen. "Aber so, wie es hier steht, gilt es bundesweit." In den vergangenen Monaten waren die Bundesländer bei ihren Corona-Schutzmaßnahmen unterschiedlich vorgegangen. Immer wieder waren bundesweit einheitlichere Regeln gefordert worden.

Mittwoch, 28. Oktober, 18.25 Uhr: Merkel geht von weniger Fahrgästen in Bussen und Bahnen aus

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geht davon aus, dass infolge der massiven Beschränkungen im November weniger Menschen mit Bussen und Bahnen fahren. Das machte sie am Mittwoch in Berlin nach den Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder deutlich. Sie nannte auch den Fernverkehr. Merkel verwies darauf, dass Unternehmen mehr Heimarbeit ermöglichen sollen und Bürger auf nicht notwendige private Reisen verzichten sollen. Bereits im Frühjahr hatten Corona-Einschränkungen die Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen drastisch einbrechen lassen. Bund und Länder hatten Milliardenhilfen für Verkehrsunternehmen beschlossen, um Umsatzausfälle abzufedern.

Mittwoch, 28. Oktober, 18.10 Uhr: Merkel: Gottesdienste bleiben erlaubt

Trotz rasant steigender Corona-Infektionszahlen sollen Gottesdienste nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) weiterhin erlaubt sein. Allerdings müssten die Hygienekonzepte unbedingt eingehalten werden. Merkel verwies darauf, dass auch Schulen und Kitas offen seien sowie Geschäfte. Nach den Worten von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sind Eingriffe in die Religions- und Versammlungsfreiheit besonders sensibel.

Mittwoch, 28. Oktober, 18 Uhr: Fast 25 000 Corona-Neuinfektionen in Italien

In Italien hat die Anzahl der binnen eines Tages gemeldeten Corona-Neuinfektionen fast die Marke von 25.000 erreicht. Wie die Behörden in Rom am Mittwoch mitteilten, wurden 24 991 neue Corona-Fälle registriert. In dem Land mit seinen rund 60 Millionen Einwohnern starben in 24 Stunden zudem 205 Menschen mit oder an dem Virus. Erst am Sonntag war in Italien die Schwelle von 20.000 Neuinfektionen überschritten worden. Seit Beginn der Pandemie im Februar gab es in dem Mittelmeerland nun fast 590.000 bestätigte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2. Die Zahl der Corona-Toten stieg auf 37.905. Die Regierung hatte unlängst verschärfte Schutzmaßnahmen wie der Schließung aller Lokale am 18 Uhr abends verfügt. Kinos und Theater bleiben seit Montag zu. Wirtschaftliche Ausfälle bei Firmen und Beschäftigten sollen mit neuen Milliardenhilfen gemildert werden. Gegen die Politik der Mitte-Links-Regierung von Ministerpräsident Giuseppe Conte gibt es vielerorts im Land Proteste.

Mittwoch, 28. Oktober, 17.55 Uhr: Profisport nur ohne Zuschauer, kein Amateur- und Freizeitbetrieb

Der deutsche Profisport darf wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen im November nur ohne Zuschauer ausgetragen werden, das gilt auch für die Fußball-Bundesliga. Der Amateur- und Freizeitsportbetrieb wird zudem weitestgehend untersagt, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch beschlossen. Das hat natürlich Folgen für den Profi- und Amateursport - ein Überblick.

Mittwoch, 28. Oktober, 17.36 Uhr: Kanzlerin Merkel über den geplanten Lockdown

Mittwoch, 28. Oktober, 17.34 Uhr: EU-Gipfel berät über gemeinsame Linie gegen zweite Corona-Welle

Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen am Donnerstag (18.30 Uhr) über eine gemeinsame Linie im Kampf gegen die zweite Corona-Welle beraten. Bei einer Videokonferenz soll es vor allem um Test- und Impfstrategien sowie die Verfolgung von Kontaktpersonen gehen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihre Kollegen hatten bei ihrem EU-Gipfel vor zwei Wochen vereinbart, in der Pandemie-Bekämpfung künftig enger zusammenzuarbeiten.

Diplomaten zufolge soll es bei den Beratungen am Donnerstag unter anderem um den Einsatz neuer Antigen-Schnelltests sowie die gegenseitige Anerkennung der Tests etwa bei innereuropäischem Reisen gehen. Zudem soll darüber beraten werden, wie und in welchem Umfang die EU-Staaten einander in der Krise helfen können. Auch mit Blick auf einen möglichen Impfstoff gegen das Coronavirus sollen einige Fragen diskutiert werden. Dabei geht es etwa um Kriterien für die Verteilung auf die EU-Staaten oder um die Frage, wer zuerst geimpft werden soll. Bereits an diesem Mittwoch hatte die EU-Kommission Vorschläge für den Kampf gegen die zweite Corona-Welle vorgelegt.

Mittwoch, 28. Oktober, 17.32 Uhr: Macht sich der Anstieg der Corona-Zahlen auf dem Arbeitsmarkt in Bayern bemerkbar?

Die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit gibt am Donnerstag (10 Uhr) die Arbeitslosenzahlen für Oktober bekannt. Volkswirte sehen die konjunkturelle Erholung angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen in Gefahr. Vor allem für Hotels, Gaststätten, Teile des Einzelhandels und der Kulturwirtschaft könnten Herbst und Winter demnach zur Belastungsprobe werden. Im September hatte der Arbeitsmarkt in Bayern wieder etwas Tritt gefasst. In dem Monat waren knapp 293.000 Menschen im Freistaat ohne Job und damit fast 15.000 weniger als im August. Die Arbeitslosenquote ging um 0,2 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent zurück. Im Jahr zuvor hatten es allerdings im September 83.000 Arbeitslose weniger gegeben.

Mittwoch, 28. Oktober, 17.15 Uhr: Bund plant neue Corona-Nothilfen für Unternehmen

Der Bund plant milliardenschwere Nothilfen für Unternehmen, die von den vorübergehenden Schließungen zur Eindämmung des Coronavirus betroffen sind. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch von Teilnehmern der Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie den Ministerpräsidenten der Länder. Erstattet werden sollen Umsatzausfälle, die Finanzhilfe soll ein Volumen von bis zu zehn Milliarden Euro haben. So sollen die Hilfen konkret aussehen.

Mittwoch, 28. Oktober, 17.10 Uhr: Bund und Länder: Vorerst keine touristischen Übernachtungsangebote

Bund und Länder wollen wegen der weiter steigenden Corona-Infektionszahlen touristische Übernachtungsangebote im Inland im November verbieten. Diese dürften nur noch für notwendige Zwecke wie zwingende Dienstreisen gemacht werden, beschlossen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten bei einer Videokonferenz am Mittwoch.

Mittwoch, 28. Oktober, 16.43 Uhr: Corona-Krisengipfel beschließt massive Einschränkungen

Angesichts deutlich gestiegener Infektionszahlen haben sich Bund und Länder bei ihrem Corona-Krisengespräch auf vorübergehende massive Beschränkungen des öffentlichen Lebens verständigt. Das sind die Beschlüsse im Überblick.

Mittwoch, 28. Oktober, 16.18 Uhr: Bund und Länder: Groß- und Einzelhandel bleiben offen

Trotz drastisch steigender Corona-Infektionszahlen sollen Groß- und Einzelhandel im November offen bleiben. In einer Videokonferenz einigten sich die Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aber darauf, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro zehn Quadratmeter aufhalten darf. In der Beschlussvorlage des Bundes war ursprünglich von 25 Quadratmetern die Rede gewesen.

Mittwoch, 28. Oktober, 16.03 Uhr: Bund und Länder: Profisport nur noch ohne Zuschauer

Bund und Länder wollen angesichts dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen den Profisport im November nur noch ohne Zuschauer zulassen. Das gilt auch für die Fußballbundesliga. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus den virtuellen Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder.

Mittwoch, 28. Oktober, 15.57 Uhr: Corona-Reisewarnung für die ganze Türkei ab 9. November

Die Bundesregierung setzt die Reisewarnung für die ganze Türkei wegen der Corona-Pandemie zum 9. November wieder in Kraft. Die bisher bestehende Ausnahmeregelung für die Touristenregionen Aydin, Izmir, Mugla und Antalya am Mittelmeer würden nur noch bis zum 8. November gelten, teilte das Auswärtige Amt am Mittwoch in seinen Reisehinweisen für die Türkei im Internet mit. Die Bundesregierung hatte die Reisewarnung Anfang August nach langem Drängen der türkischen Regierung aufgehoben. Voraussetzung dafür war ein spezielles Tourismus- und Hygienekonzept, zu dem die Vorlage eines negativen Corona-Tests bei Ausreise zählt, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Die Tests sind von den Rückreisenden auf eigene Kosten zu veranlassen (zwischen 15 und 30 Euro).

"Bei einer Verschlechterung der pandemischen Lage kann die Reisewarnung auch für die genannten vier Provinzen wieder eingeführt werden", hatte die Bundesregierung schon im August erklärt. Die vier Urlaubsregionen in der Türkei sind im Moment die einzigen außerhalb Europas, für die nicht vor Reisen gewarnt oder von ihnen abgeraten wird. Die Deutschen sind nach den Russen die zweitwichtigste Urlaubergruppe an den türkischen Mittelmeerstränden. Im vergangenen Jahr kamen etwa fünf Millionen Touristen aus Deutschland in Türkei. Die Türkei ist für deutsche Urlauber das drittbeliebteste Reiseland nach Spanien und Italien. Besonders der südtürkische Urlaubsort Antalya ist bei deutschen Urlaubern angesagt. Nahe der westtürkischen Metropole Izmir liegt der Badeort Cesme, in Mugla zieht es Touristen vor allem nach Bodrum, das bekannt ist für sein türkisblaues Wasser und Wassersport. Auch in Aydin liegen beliebte Urlaubsorte wie Kusadasi und Didim.

Mittwoch, 28. Oktober, 15.47 Uhr: Bund und Länder wollen Freizeiteinrichtungen weitgehend schließen

Bund und Länder wollen wegen der Corona-Krise Veranstaltungen, die der Unterhaltung und der Freizeit dienen, im November deutschlandweit weitgehend untersagen. So sollen Theater, Opern oder Konzerthäuser vom 2. November an bis Ende des Monats schließen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch. Die Regelung betreffe auch den Freizeit- und Amateursportbetrieb, Individualsport soll ausgenommen werden.

Mittwoch, 28. Oktober, 15.30 Uhr: Bayern bei Corona-Neuinfektionen über der 100er-Marke

Landesweit steigen in Bayern die Corona-Neuinfektions-Zahlen weiter stark an. Mittlerweile hat der gesamte Freistaat im Durchschnitt die kritische Marke von 100 Infektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner deutlich überschritten, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen berichtete. Nachdem der Wert am Dienstag noch bei 96 lag, kletterte er am Mittwoch auf 105.

Den höchsten Wert unter den Bezirken hatte Schwaben mit fast 123, gefolgt von Oberbayern (117) und Niederbayern (112). Die drei fränkischen Bezirke und die Oberpfalz lagen noch unter der 100er-Marke, die nach der neuen Einstufung der Staatsregierung als "dunkelrot" angesehen wird. Wenn Kommunen auf mehr als 100 Neuinfektionen in einer Woche kommen, treten zusätzliche Beschränkungen für die Bevölkerung in Kraft.

Mittwoch, 28. Oktober, 15.15 Uhr: Corona-Zahlen steigen weiter

Im Allgäu gibt es immer mehr Corona-Fälle. Laut dem Landesamt für Gesundheit (LGL) ist der Negativ-Spitzenreiter noch immer die Stadt Kaufbeuren mit einer 7-Tages-Inzidenz von 137,39. Nur kurz dahinter mit einem Wert von 132,79 der Landkreis Unterallgäu. Laut LGL starben von Dienstag auf Mittwoch vier Menschen nach einer Corona-Infektion. Die aktuellen Zahlen.

  • Oberallgäu 100,64
  • Kempten 107,01
  • Ostallgäu 118,29
  • Kaufbeuren 137,4
  • Unterallgäu 132,79
  • Memmingen 131,52
  • Lindau 90,26

Infos über die 7-Tages-Inzidenz finden Sie auch in unserem Übersichts-Artikel.

Mittwoch, 28. Oktober, 14.50 Uhr: Corona-Tests an der Staatlichen Realschule an der Salzstraße in Kempten

Das Gesundheitsamt hat am Dienstag an der Staatlichen Realschule an der Salzstraße vorsorgliche Corona-Reihentests angeordnet und Schüler sowie Lehrkräfte getestet. Das teilte die Schule in einem Elternbrief auf der Homepage mit. Grund sei die Nähe zur geschlossenen Wittelsbacher Schule. Wie berichtet gibt es dort über 30 positiv getestete Schüler sowie drei infizierte Lehrkräfte. Die Tests fanden nach Angaben der Schule während der Unterrichtszeit in der Aula statt. In Isolation müsse erst einmal niemand, heißt es in dem Schreiben. "Erst wenn Personen positiv getestet werden, ist eine Isolation von zehn Tagen ab Testtag behördlich nötig und angeordnet." Das Landratsamt hofft auf Ergebnisse am Ende dieser Woche.

Mittwoch, 28. Oktober, 14.40 Uhr: Bund und Länder: Beginn von Kontaktbeschränkungen am 2. November

Bund und Länder wollen die drastisch steigenden Corona-Infektionszahlen mit massiven Kontaktbeschränkungen über den November hinweg in den Griff bekommen. Deutschlandweit sollen die Maßnahmen bereits vom 2. November an und nicht wie ursprünglich in der Beschlussvorlage des Bundes vorgesehen vom 4. November an in Kraft treten. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder. Die Einschränkungen betreffen private Kontakte, Reisen, den Sportbereich, die Hotel- und Gastronomiebranche. Alle Details im Überblick hier.

Mittwoch, 28. Oktober, 13.45 Uhr: Regierungschef Bouffier sieht "nationalen Gesundheitsnotstand"

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) bewertet die derzeitige Situation Deutschlands in der Corona-Pandemie als "nationalen Gesundheitsnotstand". Nicht, weil man zurzeit Menschen noch nicht versorgen könne, sagte Bouffier am Mittwoch in Wiesbaden. "Aber wenn wir nicht handeln, dann kommen wir an einen Punkt, wo wir sie nicht mehr versorgen können."

Das Infektionsgeschehen habe sich innerhalb einer Woche verdoppelt, sagte Bouffier. Nur mit einschneidenden Maßnahmen könne diese Entwicklung gestoppt werden. "Das tut weh, das tut mir auch weh. Aber wenn wir sie nicht treffen, dann werden wir noch viel härtere Maßnahmen treffen müssen, die noch viel länger dauern."

Mittwoch, 28. Oktober, 13.30 Uhr: Fitnessstudio-Betreiber protestieren gegen mögliche Schließung

Mit einem offenen Brief an NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) haben Betreiber von Fitnessstudios gegen eine mögliche Schließung ihrer Einrichtungen im Zuge neuer Corona-Schutzmaßnahmen protestiert. "Hierbei handelt es sich genau um das falsche Signal und eine unzumutbare Benachteiligung von Menschen, die ganz bewusst und gerade jetzt ihre Immunabwehr stärken wollen und sollen", schrieb die Präsidentin des Arbeitgeberverbands deutscher Fitness- und Gesundheitsanlagen (DSSV), Birgit Schwarze.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder beraten am Mittwochnachmittag über strengere Corona-Maßnahmen. Ein Entwurf für die Beschlussvorlage sieht die vorübergehende Schließung zahlreicher Freizeiteinrichtungen - darunter Fitnessstudios - vor.

"Die Fitness-Anlagen verfügen über ausgezeichnete Abstands- und Hygienekonzepte und tun alles dafür, der Bevölkerung in Deutschland bei der Bewältigung dieser Corona-Krise bestmöglich zu helfen", heißt es in dem Schreiben von Schwarz mit Datum vom Dienstag. Statt eines pauschalen Rundumschlags solle die Politik stattdessen dort ansetzen, wo tatsächlich konkrete Risiken für eine Ansteckung bestünden.

Auch der Deutsche Industrieverband für Fitness und Gesundheit in Düsseldorf betonte, Fitnessstudios böten auch in Zeiten steigender Corona-Infektionszahlen ein sicheres Umfeld. Gerade in den dunklen Herbst- und Wintermonaten sei das dortige Training für viele Menschen ein wichtiger Ausgleich zum Alltag.

Mittwoch, 28. Oktober, 12.59 Uhr: Werden in der Memminger Altstadt Masken zum Müllproblem?

Sieben Straßenkehrer und ein Mitarbeiter des Bauhofs sind ganzjährig in Memmingen unterwegs, um die Stadt sauber zu halten. Sie kehren Laub zusammen, zwicken Plastik vom Boden auf, leeren Mülleimer – und sammeln in diesem Jahr außerdem weggeworfene Masken ein. „Das ist echt extrem. Die liegen überall“, sagt Alexander Wallner, stellvertretender Bauhofleiter in Memmingen. Neben Mülleimern, auf Sitzbänken und auf Parkplätzen haben die Mitarbeiter des Bauhofs in den vergangenen Monaten immer häufiger liegen gebliebene Mund-Nasen-Bedeckungen eingesammelt und entsorgt. Was anschließend mit diesen passiert.

Mittwoch, 28. Oktober, 12.45 Uhr: Bayerische Regierung hat kaum Informationen über Corona-Infektionsherde

Mancher Corona-Hotspot ist offensichtlich. Das Kreiskrankenhaus Schongau zum Beispiel. Dort wurden zuletzt 32 von 430 Mitarbeitern mit Kontakt zu Patienten positiv auf Covid-19 getestet. Die Klinik verhängte einen Aufnahmestopp und tüftelt an einem Quarantänekonzept, das verhindern soll, dass der Klinikbetrieb komplett zusammenbricht.

Arbeitet ein Infizierter in einer „für den Infektionsschutz relevanten Einrichtung“ wie etwa einem Krankenhaus, muss er das beim Gesundheitsamt angeben. Die Behörde kann dann vorsorglich Schutzmaßnahmen in dieser Einrichtung verhängen. Darüber hinaus aber tun sich die Ämter schwer, sogenannte Corona-Cluster aufzuspüren – Orte oder Veranstaltungen etwa, an denen sich viele Menschen auf einmal mit dem Virus angesteckt haben könnten. Nur selten ist geklärt, wo sich ein Mensch mit dem Coronavirus infiziert hat. Die Grünen kritisieren das.

Mittwoch, 28. Oktober, 11.50 Uhr: Corona-Fallzahlen in Augsburg und Rosenheim steigen weiter

In den beiden besonders von der Corona-Pandemie betroffenen bayerischen Städten steigen die Fallzahlen weiter. Trotzdem ist in Rosenheim und in Augsburg nicht mit einem Lockdown zu rechnen. Wie aus den Stadtverwaltungen zu erfahren war, warten die beiden kreisfreien Städte zunächst die Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten an diesem Mittwoch ab. Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber will sich danach zu Wort melden.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) stieg der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen in Rosenheim am Mittwoch auf 255, am Vortag lag dieser Wert noch bei 217. In Augsburg kletterte der Wert von 218 auf 224 und somit etwas langsamer als zuvor.

Mittwoch, 28. Oktober, 11.43 Uhr: Umfrage: Gemischte Stimmung beim Thema Gastronomie-Schließungen

Ein Drittel dafür, ein Drittel dagegen: Bei der Frage, ob zur Bekämpfung der Corona-Seuche Bars und Restaurants wieder geschlossen werden sollen, gehen die Meinungen in Deutschland einer Umfrage zufolge auseinander. 33 Prozent der Befragten sprachen sich in einer am Mittwoch veröffentlichten yougov-Umfrage dafür aus. 34 Prozent waren der Meinung, Bars und Restaurants sollten nirgendwo in Deutschland wieder geschlossen werden. Ungefähr jeder Fünfte sprach sich dafür aus, dass jedes Bundesland für sich selbst entscheiden sollte.

Die Ministerpräsidenten beraten am heutigen Mittwoch mit Bundeskanzlerin Merkel (CDU) per Video-Schalte über den weiteren Kurs in der Corona-Krise. Aus einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Entwurf der Beschlussvorlage des Bundes geht hervor, dass neben weiteren drastischen Beschränkungen auch die Schließung von Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen im Raum steht. Ausgenommen werden sollen die Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause.

Mittwoch, 28. Oktober, 11.16 Uhr: FDP: Neuer Lockdown wird vielen Firmen Boden unter Füßen wegziehen

FDP-Fraktionsvize Christian Dürr hat bei erneuten Schließungen von Betrieben in der Corona-Krise vor massiven Folgen für die Wirtschaft gewarnt. "Ein neuer Lockdown wird vielen Betrieben den Boden unter den Füßen wegziehen", sagte Dürr am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Bund und Länder hatten monatelang Zeit, sich auf die zweite Welle vorzubereiten. Statt die Gastronomie und andere Branchen stillzulegen, hätte ich erwartet, dass die Kanzlerin einen Akut-Plan für mehr Personal in den Gesundheitsämtern und Konzepte für eine digitale Kontaktnachverfolgung vorlegt."

Es sei ein "Trauerspiel", dass die Bundesregierung sich selbst nicht in die Pflicht nehme, etwas zu tun, aber den Bürgern und Unternehmen immer wieder neue Einschränkungen zumute, so Dürr.

Mittwoch, 28. Oktober, 10.45 Uhr: Lauterbach fordert mehr Kontrollen in Privatwohnungen

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat angesichts der drastisch gestiegenen Corona-Infektionszahlen Kontrollen in privaten Räumen gefordert. "Wir befinden uns in einer nationalen Notlage, die schlimmer als im Frühjahr werden kann. Die Unverletzbarkeit der Wohnung darf kein Argument mehr für ausbleibende Kontrollen sein", sagte Lauterbach der "Rheinischen Post". "Wenn private Feiern in Wohnungen und Häusern die öffentliche Gesundheit und damit die Sicherheit gefährden, müssen die Behörden einschreiten können." Lauterbach griff in dem Zusammenhang NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) an, der sich dagegen ausgesprochen hatte. "Laschet irrt, wenn er solche Superspreading-Events weiterhin tolerieren will", sagte Lauterbach.

Mittwoch, 28. Oktober, 9.57 Uhr: Mehrere Corona-Infizierte nach Hochzeit im Oberallgäu - 1.000 Personen kontaktiert, Betriebe geschlossen

Das Landratsamt Oberallgäu hat mitgeteilt, dass ein Gast bei einer Hochzeitsfeier in einem Oberallgäuer Lokal eine Vielzahl anderer Gäste angesteckt habe. Diese hätten ihrerseits bereits neue Personen infiziert. Das Landratsamt habe in diesem Zusammenhang bislang mit 1.000 Personen Kontakt aufgenommen und diese teilweise unter Quarantäne gestellt. Davon gebe es Auswirkungen im gesamten südlichen Landkreis. Viele Betriebe seien geschlossen, weil zu viele ihrer Mitarbeiter in Quarantäne seien, teilt das Landratsamt mit.

Mittwoch, 28. Oktober, 9.30 Uhr: Oberallgäu jetzt auch im "dunkelroten" Bereich

Nachdem das Robert-Koch-Institut am Morgen fehlerhafte Zahlen für die Region ausgegeben hat, liegen nun die aktuellen Werte für das Allgäu vor. Überall steigt die Zahl der Neuinfektionen weiter an und die jeweiligen 7-Tage-Inzidenz-Werte gehen hoch: Das Oberallgäu hat den den Warnwert 100 überschritten (100,6). Ostallgäu, Unterallgäu, Kempten, Kaufbeuren und Memmingen liegen auch weiter über 100. Kaufbeuren hat mit einer 7-Tage-Inzidenz von 137,4 aktuell den höchsten Wert im Allgäu. Nur noch Lindau liegt mit 90,3 knapp unter 100. Hier gibt es die detaillierten Zahlen fürs Allgäu.

Im Oberallgäu gelten somit automatisch ab Donnerstag die Corona-Regeln der dunkelroten Warnstufe.

Mittwoch, 28. Oktober, 8.45 Uhr: Rekordwert - Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland so hoch wie nie

In Deutschland sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch binnen 24 Stunden 14.964 neue Corona-Fälle verzeichnet worden. Das ist ein Höchstwert seit Beginn der Pandemie.

Mittwoch, 28. Oktober, 7.40 Uhr: Bushido mit Coronavirus infiziert: "Nehmt die Sache ernst"

Rapper Bushido hat sich mit dem Coronavirus infiziert. "Auch wenn ich alle Vorgaben sehr ernst genommen habe, habe ich heute einen positiven Corona-Test erhalten", teilte der 42-Jährige am Dienstagabend auf Instagram mit. Er habe Symptome, schrieb er in einer Story auf seinem Account. "Nehmt die Sache ernst und achtet auf eure Mitmenschen", so der Rapper, der mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi heißt und weiter: "Ich konnte euch Aluhüte noch nie verstehen." Damit verwies er wohl auf jene, die die Gefahren des Virus abstreiten und Verschwörungstheorien darüber verbreiten.

Mittwoch, 28. Oktober, 7.25 Uhr: Sportvereine in Sorge vor erneutem Lockdown

Die steigenden Infektionszahlen in Deutschland bringen den organisierten Sport in größte Bedrängnis. An diesem Mittwoch konferiert Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder und berät über einen zweiten, zeitlich eingeschränkten Lockdown. Alfons Hörmann, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, wünscht sich deshalb Entscheidungen mit "Fingerspitzengefühl". In der "nun bevorstehenden schwierigen Phase kann und wird der Sport weiterhin Teil der Lösung und nicht des Problems sein", sagte er.

Andernfalls bestehe "für die so wertvolle Vielfalt von Sportdeutschland die Gefahr, dass über Jahrzehnte aufgebaute Strukturen für die Zukunft erheblichen Schaden nehmen oder komplett verloren gehen". Ein erneuter Stillstand der Ligen wie im Frühjahr - im Profi- und im Amateursport - würde etliche Vereine wegen dann wieder gänzlich fehlender Einnahmen vor unlösbare Probleme stellen. Auch in den Fußball-Bundesligen wächst die Sorge, durch einen möglichen Ausschluss von Zuschauern viele Fans ganz zu verlieren.

Mittwoch, 28. Oktober, 6 Uhr: Merkel berät mit Ministern: So soll der Lockdown im November aussehen

Zwei Wochen nach ihrer letzten Runde zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise beraten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder erneut über schärfere Maßnahmen. Sie wollen sich am Mittwoch ab 13 Uhr in einer Videokonferenz zusammenschalten.

Nach einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Entwurf der Beschlussvorlage des Bundes soll ein weitreichender Lockdown fast im ganzen November gelten. Die Einschränkungen betreffen private Kontakte, Reisen, den Sportbereich, die Hotel- und Gastronomiebranche. Alle Details hier.

Dienstag, 27. Oktober, 21.30 Uhr: FC Augsburg gegen Mainz ohne Zuschauer

Der FC Augsburg muss auch das nächste Heimspiel in der Fußball-Bundesliga gegen den FSV Mainz 05 ohne Zuschauer bestreiten. Das gaben die Schwaben am Dienstag bekannt. Augsburg vermeldete in den vergangenen Tagen einen enormen Anstieg an Corona-Fallzahlen, der Warnwert lag nach Angaben der Kommune bei 218. Das Match gegen die Mainzer war eigentlich mit 6.000 Zuschauern ausverkauft, findet nun aber wie schon die Partie gegen RB Leipzig vor leeren Rängen statt.

Dienstag, 27. Oktober, 21.15 Uhr: Drosten: Jetzt auf die Bremse zu treten hätte nachhaltigen Effekt

Der Virologe Christian Drosten hat sich für einen zeitlich begrenzten Lockdown ausgesprochen. "Wenn die Belastung zu groß wird, dann muss man 'ne Pause einlegen", sagte der Charité-Wissenschaftler in der am Dienstag veröffentlichten Folge des "Coronavirus-Update" von NDR-Info.

Drosten beschrieb den Vorteil eines befristeten Lockdowns, der zum Beispiel auch Ausnahmen wie geöffnete Schulen machen könne: "Alle wissen von vorneherein, der ist zeitlich befristet." Etwa drei Wochen - etwas mehr als eine Quarantänezeit brauche man aus Sicht des Wissenschaftlers dafür. "Die Inzidenz ist danach erheblich gesenkt und ist dann auch unter bestimmten Umständen auf lange Frist gesenkt".

Dienstag, 27. Oktober, 20.45 Uhr: Corona-Test im Allgäu: Wo kann ich mich testen lassen, wo muss ich mich anmelden?

Die Corona-Zahlen im Allgäu steigen, mehr Menschen müssen getestet werden. Doch wie laufen die Test ab? Wo und wie muss ich mich melden? Alle wichtigen Vorgaben zu den Tests und Informationen zu den Testzentren im Allgäu lesen Sie hier.

Dienstag, 27. Oktober, 20.40 Uhr: Oberallgäuer Wirte fürchten Lockdown: „Für viele geht es um die nackte Existenz“

Hotellerie und Gastronomie im Oberallgäu warnen vor einem großen Betriebesterben, sollte es zu einem weiteren Lockdown kommen. „Für viele familiengeführte mittelständische Betriebe im Land geht es um die nackte Existenz“, sagt Armin Hollweck aus Oberstaufen, Kreisvorsitzender des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands (Hoga). Mehr über die Sorgen der Wirte lesen Sie hier.

Dienstag, 27. Oktober, 20.30 Uhr: Frankreich verschärft Kampf gegen Corona - Ansprache von Macron

Im Kampf gegen die zweite Welle der Coronavirus-Epidemie will die französische Mitte-Regierung die Schraube weiter anziehen. Neue Maßnahmen seien unerlässlich, teilte Regierungschef Jean Castex am Dienstag via Twitter mit. Ins Detail ging er dabei nicht. Staatschef Emmanuel Macron werde sich am Mittwochabend an seine Landsleute wenden, hieß es in Kreisen des Élyséepalastes ohne weitere Einzelheiten.

Castex kündigte an, er wolle am Donnerstag vor Parlamentariern eine Erklärung abgeben. Spekuliert wird über eine mögliche Ausweitung der bereits geltenden nächtlichen Ausgangssperre in 54 Départements oder einen Lockdown, also eine weitere Einschränkung des öffentlichen Lebens - entweder auf nationaler Ebene oder in einzelnen, besonders betroffenen Regionen.

Dienstag, 27. Oktober, 20.15 Uhr: Nächtliche Ausgangssperre in Tschechien tritt in Kraft

Angesichts steigender Corona-Zahlen führt Tschechien erstmals eine nächtliche Ausgangssperre ein. Zum Start gilt sie in der Nacht zum Mittwoch zunächst nur von Mitternacht bis 04.59 Uhr morgens, danach jeweils zwischen 21.00 Uhr und 4.59 Uhr. In dieser Zeit dürfen die Menschen ihre Häuser nicht verlassen.

Die Regierung begründete den Schritt damit, dass private Feiern und Treffen verhindert werden sollen. Ausnahmen gelten unter anderem für das Gassigehen mit dem Hund in einem Umkreis von 500 Metern um den Wohnort.

In Tschechien steckten sich der EU-Gesundheitsagentur ECDC zufolge binnen 14 Tagen 1379,8 Menschen je 100 000 Einwohner an. Das war nach Belgien der zweithöchste Wert in der EU.

Dienstag, 27. Oktober, 18.50 Uhr: Bayern erlaubt kleinen Grenzverkehr ohne Quarantäne-Pflicht

Menschen aus ausländischen Corona-Risikogebieten dürfen ab sofort wieder in Bayern einreisen, ohne umgehend in Quarantäne zu müssen. Bayerns Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) und Österreichs Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) verständigten sich bei einem Treffen am Dienstag in München darauf, die Hürden für den sogenannten "kleinen Grenzverkehr" abzubauen, also etwa für Fahrten zum Einkaufen oder für Arztbesuche im Nachbarland.

Bislang mussten Personen, die ohne negativen Corona-Test aus einem ausländischen Risikogebiet - dazu zählen derzeit etwa Tirol und Vorarlberg - einreisen, für 14 Tage in Quarantäne.

Gleichwohl rief Herrmann dazu auf, auf unnötige Reisen zu verzichten und Kontakte wo immer möglich zu beschränken. Die oberste Maxime im Kampf gegen das Coronavirus bleibe Vorsicht und Umsicht, betonte er. Für Berufspendler, die regelmäßig aus Risikogebieten etwa zum Arbeiten oder zum Studieren nach Bayern einreisen, gilt unabhängig davon die eben erst neu eingeführte wöchentliche Corona-Testpflicht.

Dienstag, 27. Oktober, 17.30 Uhr: Erstmals mehr als 1.000 Corona-Neuinfektionen in Berlin

In Berlin hat die Gesundheitsverwaltung erstmals mehr als 1.000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages verzeichnet. Im Vergleich zum Vortag infizierten sich demnach 1040 weitere Menschen nachweislich mit dem Virus, wie die Senatsverwaltung am Dienstag mitteilte. Damit lag die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 137,2.

Seit Beginn der Pandemie in Berlin wurden in der Hauptstadt 28.063 Corona-Fälle gemeldet. 19.063 Menschen gelten inzwischen als genesen (365 mehr als am Vortag). 251 Infizierte starben, die Zahl veränderte sich im Vergleich zu Montag nicht. Der Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten wurde mit 9,8 Prozent angegeben. Am Tag zuvor lag er bei 9,2 Prozent.

Dienstag, 27. Oktober, 17.20 Uhr: Das Gastgewerbe warnt vor einem Kollaps

"Es kann nicht sein, dass wir wieder die Leidtragenden sind", sagte der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Guido Zöllick, am Dienstag mit Blick auf Bund-Länder-Beratungen an diesem Mittwoch. Dann beraten die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

Bei weiteren Einschränkungen oder gar Schließungen stünden Hotellerie und Gastronomie laut Zöllick der Kollaps bevor. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 27. Oktober, 16.36 Uhr: Im Unterallgäu steht die Corona-Ampel auf dunkelrot: Das gilt ab Mittwoch

Weil im Landkreis Unterallgäu der Sieben-Tage-Inzidenzwert bei 135,54 liegt, steht dort die Corona-Ampel auf dunkelrot. Diese Regeln gelten deshalb dort ab Mittwoch.

Dienstag, 27. Oktober, 16.35 Uhr: Die ersten Intensivstationen in Europa sind überlastet

Viele Länder sind mit dem steigenden Ansturm von Corona-Patienten überfordert - und scheinen dem wohl auch nicht mehr lange standhalten zu können. So ist die Situation in Europa.

Dienstag, 27. Oktober, 15.50 Uhr: Weiterhin keine Maskenpflicht für Grundschüler im Unterallgäu

Auch wenn die Corona-Ampel im Unterallgäu seit Dienstag auf Dunkelrot steht, bleibt der Landkreis in Sachen Maskenpflicht bei seiner Sonderregelung für Grundschüler.

Wie das Landratsamt mitteilt, dürfen Grundschüler, die in festen Klassenverbünden unterrichtet werden, weiter am Platz ihre Masken absetzen. Dies gilt auch für die Außenflächen, also wenn sich die Schüler im festen Klassenverbund im Außenbereich getrennt von anderen Klassenverbünden aufhalten. Keine Maskenpflicht gibt es auch für Mädchen und Buben der schulischen Ganztagesangebote oder Mittagsbetreuung, wenn es feste Gruppen gibt.

Dienstag, 27. Oktober, 15.45 Uhr: Zwei weitere Todesfälle in Kaufbeuren

In Kaufbeuren sind zwei weitere Personen in Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. Das berichtet Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse auf Facebook. Ihm zufolge handelt es sich um eine Frau und einen Mann, beide im fortgeschrittenen Alter. Beide hatten auch zahlreiche andere Erkrankungen. "Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen", sagt Bosse.

Damit gibt es nun insgesamt 12 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 von Menschen aus Kaufbeuren seit Beginn der Pandemie.

Dienstag, 27. Oktober, 15.43 Uhr: Söder fordert strengere und einheitlichere Corona-Maßnahmen

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder fordert striktere Regeln im Kampf gegen Corona: "Eine Woche Lockdown bringt gar nichts", sagt er. Außerdem sei man in ganz Deutschlan dem Lockdown schon wesentlich näher als viele glaubten. Mehr dazu hier.

Dienstag, 27. Oktober, 15.35 Uhr: 500 Euro Corona-Prämie für Schulleitungen und ausgewählte Lehrkräfte

Die bayerische Staatsregierung hat einen Corona-Bonus für Schulleitungen und ausgewählte Lehrkräfte beschlossen. Die jeweils 500 Euro pro Person seien ein Zeichen der Wertschätzung, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München. "Unsere Schulen leisten Großartiges."

Bekommen sollen den Bonus alle rund 4.000 Schulleiterinnen und Schulleiter an staatlichen Schulen. Auch 14.000 staatliche Lehrkräfte sollen je 500 Euro erhalten - vor allem jene, die sich in der Digitalisierung oder bei anderen coronaspezifischen Aufgaben engagiert hätten. Über die Auswahl der Lehrkräfte entscheiden die jeweiligen Schulleitungen.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zeigte klare Sympathien für einen analogen Bonus für Erzieherinnen und Erzieher. Er sei wirklich beeindruckt, wie diese ohne Murren und "mit einer Liebe und Empathie" die Kinder betreuten. Allerdings seien ihm die Hände gebunden, da Krippen- und Kita-Erzieherinnen nicht beim Freistaat angestellt seien. Den Kommunen wolle er in dieser Hinsicht nichts vorschreiben, ergänzte Söder - verwies aber zugleich auf die finanzielle Unterstützung des Freistaats, "so dass die Kommunen eigentlich auch in der Lage wären".

Dienstag, 27. Oktober, 15.10 Uhr: Belgien: Ärzte und Krankenpfleger arbeiten trotz Corona-Infektion

Dutzende Ärzte und Pfleger in den völlig überlasteten Kliniken der belgischen Provinz Lüttich sind nach Angaben von Gewerkschaftern trotz Infektion mit dem Coronavirus im Dienst. "Wir müssen wählen zwischen einer schlechten und einer sehr schlechten Lösung", sagte Philippe Devos vom belgischen Verband der medizinischen Gewerkschaften am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Die sehr schlechte Lösung sei, Patienten gar nicht zu behandeln.

Die Ärzte und Krankenpfleger, die trotz Corona-Infektion arbeiteten, seien symptomfrei, sagte Devos. In den Krankenhäusern der Region seien sicher mehr als 100 infizierte Pfleger im Dienst. Devos betonte, dass sie ausschließlich infizierte Patienten versorgen. Zudem trügen sie die besten zur Verfügung stehenden Masken. Für sie gebe es einen gesonderten Raum zum Essen. Alle Bedingungen seien so, dass das Risiko einer Ansteckung sehr gering sei.

Über die Situation in den Krankenhäusern der Provinz Lüttich sagte Devos: "Wir haben keinen Platz mehr auf den Intensivstationen, wir haben keinen Platz mehr außerhalb der Intensivstationen." Patienten, die in die Notaufnahme kämen, würden stabilisiert und dann in Krankenhäuser in Flandern gebracht. So werde man vorgehen, bis alle Krankenhausbetten in Belgien belegt seien. Dann werde man die Qualität der Versorgung herunterfahren - und beispielsweise weniger Pfleger pro Patient einsetzen.

Dienstag, 27. Oktober, 15.03 Uhr: Bayern will Kulturbranche mit 370 Millionen Euro helfen

Die Staatsregierung will die durch die Corona-Krise schwer getroffene Kulturbranche mit einer Summe von 370 Millionen Euro unterstützen. Geplant sei unter anderem ein neues Programm für die Solo-Selbstständigen zum Ersatz des entfallenden Unternehmerlohns, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Bis zum Jahresende solle es für sie bis zu 1.180 Euro monatlich geben.

"Wir wissen, dass wir einen harten Winter vor uns haben", sagte Kunstminister Bernd Sibler (CSU). Zu dem Hilfspaket sollen demnach außerdem 5.000 Stipendien zu je 5.000 Euro für junge Künstler gehören. Zudem werde das bereits bestehende Spielstättenprogramm zunächst bis Ende Juni 2021 verlängert und auch auf Künstler ohne eigene Spielstätte ausgeweitet, sagte Sibler. Auch die Hilfsprogramme für Laienmusik und die Kinos im Freistaat werden demnach bis in den nächsten Sommer verlängert.

Dienstag, 27. Oktober, 15 Uhr: Verwaltungsgericht Würzburg weist Antrag zur Befreiung von Maskenpflicht im Unterricht ab

Grundschüler in Stadt und Landkreis Würzburg müssen nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts weiter eine Maske im Unterricht tragen. Das habe eine Kammer am Montag entschieden, teilte ein Gerichtssprecher am Dienstag mit. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Ein Mann hatte zuvor einen Eilantrag auf Befreiung der Grundschüler von der Pflicht zu einer Mund-Nasen-Bedeckung gestellt. Die Maßnahme sei unverhältnismäßig und für die Kinder eine absolute Belastung.

Die Kammer sah das anders. Erstens habe der Mann nicht dargelegt, ob er als Schüler oder Lehrer von der Maskenpflicht betroffen sei oder den Antrag für ein eigenes Kind gestellt habe. Zudem habe er nicht glaubhaft gemacht, dass es einen triftigen Grund für eine Ausnahme von der Infektionsschutzverordnung gibt.

Gegen die Gerichtsentscheidung ist Beschwerde beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) möglich. Dieser hatte am Montag den Eilantrag zweier Grundschülerinnen aus Unterfranken auf Befreiung von der Maskenpflicht an der Schule abgelehnt.

Dienstag, 27. Oktober, 14.30 Uhr: Bayern beschließt Corona-Impfkonzept und Aufbau von Impfzentren

Die bayerische Staatsregierung hat ein Corona-Impfkonzept sowie den Aufbau entsprechender Impf-Kapazitäten beschlossen. "Es wird eine gewisse Priorisierung geben, zuerst diejenigen zu impfen, die besonders gefährdet sind", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München. Denn auch wenn die Entwicklung eines Impfstoffes gelingen sollte, stünden nicht gleich die nötigen Mengen für die gesamte Bevölkerung zur Verfügung.

Deshalb sollten zuerst ältere oder chronisch kranke Menschen sowie Bewohner von Alten-, Pflege- und Behindertenheime an die Reihe kommen. Auch medizinisches und pflegerisches Personal, Berufsgruppen aus der kritischen Infrastruktur wie Polizisten, Feuerwehrleute und Lehrkräfte sowie Menschen mit hohem Infektionsrisiko etwa aufgrund beengter Wohnverhältnisse sollen sich vorrangig impfen lassen können.

"Um das noch einmal ganz deutlich zu sagen: Es geht um eine freiwillige Impfung", betonte Huml. Um die besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen schnell impfen zu können, sollen mobile Teams gebildet werden, die etwa in die Heime gehen. "Gleichzeitig soll es aber auch lokale Impfzentren geben, ähnlich wie es jetzt die lokalen Testzentren gibt", erläuterte Huml.

Dienstag, 27. Oktober, 14.15 Uhr: Marktoberdorfer Gymnasium geschlossen - 245 Schüler in Quarantäne

Weil am Marktoberdorfer Gymnasium 245 Schüler und 19 Lehrer in Quarantäne sind, ist die Schule seit Montag geschlossen. Insgesamt vier positiv auf das Corona-Virus getestete Fälle zählte die Schule am vergangenen Freitag. Alle Schüler, die mit den Infizierten in Kontakt waren, mussten sich in Quarantäne begeben.

Laut Schulleiter Wilhelm Mooser entsteht die hohe Anzahl an Quarantänefällen durch klassenübergreifendem Unterricht. Dieser lasse sich in Fächern wie Religion und Sport nicht vermeiden, verursache aber, dass die Schüler viele Kontaktpersonen haben. Gemeinsam mit dem Gesundheitsamt in Marktoberdorf entschied die Schulleitung am Freitagnachmittag, die Schule bis einschließlich Freitag, 30. Oktober, zu schließen. Bis dahin findet der Unterricht über die Lernplattform Mebis statt.

Dienstag, 27. Oktober, 13.30 Uhr: Söder zu weiterem Corona-Vorgehen: „Lieber schneller und konsequent“ - kommt der Lockdown?

In der Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung findet der bayerische Ministerpräsident Markus Söder deutliche Worte, wie es in der Corona-Pandemie weiter gehen soll: „Verzögern wird nicht helfen“, mahnt der CSU-Chef. Man stehe jetzt vor schwierigen Entscheidungen.

„Lieber schneller und konsequent“ müsse man handeln. Die Höhe der Infektionen müsste – bundesweit - drastisch gesenkt werden. „Wir haben nicht mehr viele Möglichkeiten“, sagte Söder im Hinblick auf die Ministerpräsidenten-Konferenz am Mittwoch. Das wichtigste Ziel sei, Kontakte zu reduzieren - nur so könne man das Virus eindämmen. Es sei der Staatsregierung außerdem sehr wichtig, trotz aller Maßnahmen Schulen und Kindergärten so lange wie möglich offen zu lassen.

Welche konkreten Gegenmaßnahmen er fordert und ob oder wie ein Lockdown kommt, ließ Söder zunächst offen, er betonte aber: "Lieber gleich und richtig als spät und halbherzig, und lieber mit einer wirksamen Therapie als mit reinen Placebos." Es gebe nicht mehr viele Möglichkeiten, Dinge einheitlich national zu steuern. Und es reiche nicht aus, etwas zu beschließen, was in zwei Wochen schon wieder überholt sei, mahnte Söder.

Dienstag, 27. Oktober, 13.18 Uhr: Heftige Kritik an Corona-Tests in Kaufbeuren

Im Freien und bei Regenwetter müssen hunderte Schüler auf ihre Corona-Tests warten. Auch Knirpse aus der Grundschule. Abstände wurden wohl nicht eingehalten. Das sagen Betroffene dazu.

Dienstag, 27. Oktober, 13.13 Uhr: Dobrindt: Neben Corona-Impfstoff auch nach Medikamenten forschen

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat den Ausbau der Erforschung von Therapeutika gegen das Coronavirus gefordert. Neben der Prävention und der Forschung nach einem Impfstoff seien entsprechende Medikamente und Heilmittel als dritte Säule maßgeblich, sagte Dobrindt am Dienstag in Berlin. Denn diese seien umso wichtiger, als man sich nicht darauf verlassen könne, wann und ob überhaupt die derzeit aussichtsreichen Impfstoffentwicklungen auch tatsächlich anwendbar seien. Bei der Videokonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder an diesem Mittwoch wird es nach den Worten Dobrindts vor allem um die Reduzierung der Kontakte von Bürgerinnen und Bürgern gehen. Er wolle jedoch nicht darüber spekulieren, um welche Maßnahmen es sich im Einzelnen handle, sagte der CSU-Politiker. Einen einwöchigen Lockdown, wie ihn der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) vorgeschlagen hatte, halte er nicht für angezeigt.

Am Donnerstagvormittag dürften dann auch die Beschlüsse vom Vortag ein Thema der Regierungserklärung von Merkel im Bundestag sein. Regierungserklärungen sollen in den nächsten Wochen als ein Instrument eingesetzt werden, um das Parlament besser über die jeweiligen Maßnahmen und Verordnungen gegen die Pandemie zu informieren, machte Dobrindt deutlich. Verabredet sei auch, dass die Gesundheitsämter in den Ländern mehr personelle Unterstützung vom Bund bekommen sollen. So könnten noch weitere Soldaten zur Kontakt-Nachverfolgung eingesetzt werden. Es werde aber auch darüber nachgedacht, ob Mitarbeiter aus Bundesbehörden vorübergehend zu den Gesundheitsämtern abgeordnet werden können, um die Nachverfolgung der Kontakte zu gewährleisten.

Dienstag, 27. Oktober, 13 Uhr: Die Ergebnisse der Kabinettssitzung im Live-Stream:

Ministerpräsident Markus Söder, Gesundheitsministerin Melanie Huml, Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo und Wissenschaftsminister Bernd Sibler informieren bei einer Pressekonferenz über die Ergebnisse der Beratungen.

Dienstag, 27. Oktober, 13 Uhr: Gewalt und Festnahmen bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen in Italien

Bei Protesten gegen die Regierungsmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Italien hat es in der Nacht zum Dienstag gewalttätige Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben.

Dienstag, 27. Oktober, 12.46 Uhr: Demonstrationen für Maskenfreiheit der Schulkinder in Marktoberdorf und Kaufbeuren

Unter dem Motto „Uns reicht es“ veranstaltet die Gruppe „Querdenken 8341-Kaufbeuren“ am Donnerstag, 29. Oktober, in Marktoberdorf eine Demonstration „für Maskenfreiheit unserer Schulkinder“. Zuvor findet auch in Kaufbeuren eine Demonstration der Gruppe Querdenken statt.

Dienstag, 27. Oktober, 12.33 Uhr: Garmisch-Partenkirchen: Keine belegten Infektionen durch angebliche Superspreaderin

Einer 26 Jahre alten Frau, die im Verdacht stand, in Bayern vielleicht Dutzende Menschen mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, können keine Infektionen nachgewiesen werden. Das ist das Ergebnis des Landratsamts in Garmisch-Partenkirchen.

Dienstag, 27. Oktober, 12.10 Uhr: Merkel warnt vor ausgesprochen schwieriger Corona-Situation

Angesichts der zugespitzten Corona-Lage in Deutschland pocht Bundeskanzlerin Angela Merkel auf die Beachtung des Wissenstands als Maßstab für Einschränkungen.

Dienstag, 27. Oktober, 11.38: Luftreiniger für Ostallgäuer Schulen gegen das Corona-Virus?

Die SPD im Ostallgäu beantragt Luftfilter für Schulen. Wolfgang Hannig, Fraktionssprecher der SPD im Kreistag, schreibt in einem Antrag an Landrätin Maria Rita Zinnecker: „Die Verwaltung wird beauftragt, bei sämtlichen Schulen, für die die Sachaufwandsträgerschaft besteht, abzufragen, wie viele Luftfilteranlagen für Klassenzimmer notwendig sind.“ Außerdem soll die Verwaltung auf Grundlage des von den Schulen gemeldeten Bedarfs „unverzüglich Luftfilteranlagen für maximal 3500 Euro pro Stück bestellen und entsprechende Förderanträge bei der Regierung einreichen“. Als Begründung schreibt Hannig: „Kinder und Jugendliche leiden besonders unter den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.“ Zudem müssten erneute Schulschließungen unbedingt vermieden werden. Auch in Füssen wird über diese Idee diskutiert.

Dienstag, 27. Oktober, 10.43: Allerheiligen: Wie hat sich das Thema Tod durch Corona verändert?

Die Corona-Regelungen haben sich stark auf unsere gewohnten Abläufe ausgewirkt. Beerdigungen, das Abschiednehmen im engen Kreis der Familie und der Umgang mit Sterbenden in Pflegeheimen ist davon betroffen. Unsere Redaktion beschäftigt sich mit dem Thema Tod in Zeiten von Corona. Gerade in Bezug auf Allerheiligen ist dies vielen Menschen ein wichtiges Anliegen. Wer selbst erlebt hat, wie sich das Thema Abschied und Tod durch Corona verändert hat, kann unserer Redaktion gerne eine Mail an digitalteam@azv.de senden.

Dienstag, 27. Oktober, 10.35 Uhr: Corona-Ampel steht nun auch im Unterallgäu auf "Dunkelrot"

Memmingen, Kempten, Kaufbeuren und das Ostallgäu hatten den Warnwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen bereits überschritten. Nun steht auch die Corona-Ampel im Landkreis Unterallgäu auf "Dunkelrot". Hier ein Überblick über die aktuellen Sieben-Tage-Inzidenz-Werte.

Dienstag, 27. Oktober, 9.42 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz: So sind die Werte außerhalb des Allgäus

Die Werte für die Sieben-Tage-Inzidenz in den Kreisen und Städten außerhalb des Allgäus entwickeln sich unterschiedlich: Während sie etwa in Landsberg und Augsburg weiter steigen, gehen die Zahlen in den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen und Ravensburg leicht zurück. Das meldet das Robert-Koch-Instutut. Hier die aktuellen Zahlen.

Dienstag, 27. Oktober, 9.25 Uhr: RKI: Nur noch ein Kreis in NRW unter 50er-Wert

In Nordrhein-Westfalen liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) nur noch ein Kreis unter der Warnschwelle von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Der Kreis Soest verzeichnete demnach am Dienstagmorgen den Wert von 40,8. Die Kreise Paderborn (50,7) und Euskirchen (71,3) rissen im Gegensatz zum Montag nun die 50er-Schwelle. Landesweit lag die sogenannte Inzidenz am Dienstagmorgen (Stand: 0.00 Uhr) bei 116,8. An der Spitze lag Solingen mit rund 206 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in der vergangenen Woche.

Dienstag, 27. Oktober, 9 Uhr: Ifo: Exporterwartungen verschlechtern sich spürbar

Die Exporterwartungen der deutschen Unternehmen haben sich im Oktober verschlechtert. Der Indikator für das verarbeitende Gewerbe lag 3,7 Punkte niedriger als im Vormonat bei 6,6 Punkten, wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag in München mitteilte. Grund für die zunehmenden Sorgen seien die steigenden Corona-Infektionszahlen. Im September war noch ein Höchststand seit 2018 erreicht worden.

Sowohl in der Nahrungs- und Getränkeindustrie als auch in der Bekleidungsbranche wird laut Ifo mit rückläufigen Exporten gerechnet. Hier dürfte vor allem die Sorge vor einer erneuten flächendeckenden Schließung der europäischen Innenstädte zur Eindämmung der Infektionszahlen auf die Stimmung drücken. Weniger Sorgen machen sich die Hersteller von elektronischen und optischen Geräten. Hier, genauso wie in der chemischen Industrie, werde von steigenden Auslandsumsätzen ausgegangen. Der Indikator für die Chemiebranche habe den höchsten Stand seit Dezember 2018 erreicht. Trotz der Eintrübung bleiben die Exporterwartungen im verarbeitenden Gewerbe deutlich über dem Tiefstand von April mit minus 49,2 Punkten.

Dienstag, 27. Oktober, 8.45 Uhr: CSU-Europaabgeordnete Monika Hohlmeier wieder gesund

Die CSU-Europaabgeordnete Monika Hohlmeier hat die Corona-Infektion überstanden. "Es geht mir wieder gut", sagte die Tochter des verstorbenen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß der "Bild"-Zeitung (Dienstag). "Das Virus ist tückisch. Obwohl ich kein Fieber und keinen Husten hatte, packte es meinen ganzen Körper an. Ich war einfach fertig." Nach der Quarantäne sei sie nun erstmals wieder zu Verhandlungen ins Europäische Parlament gefahren. "Ich passe höllisch auf", sagte Hohlmeier der Zeitung. Sie trage immer eine FFP2-Maske und habe Verpflegung mitgenommen, um nicht einkaufen zu müssen. "Ich will das Ding auf keinen Fall noch mal bekommen."

Dienstag, 27. Oktober, 8 Uhr: Strenge Auflagen: Städte bereiten sich auf Weihnachtsmärkte vor

Viele deutsche Städte bereiten sich trotz Corona-Pandemie und steigender Infektionszahlen auf die Weihnachtsmärkte vor. Um Besucher und Besucherinnen bestmöglich zu schützen, sind die Auflagen vielerorts streng. Während etwa in München oder Dresden der Markt räumlich entzerrt werden soll, planen die Veranstalter am Berliner Breitscheidplatz Zugangskontrollen, um Menschenmassen zu vermeiden. In der Ruhrgebietsstadt Essen müssen Gäste an den Ständen einen Mund-Nasen-Schutz tragen, in Leipzig sind gastronische Angebote wie Bratwurst- oder Glühweinstände sogar ganz verboten. In anderen Städten wie Düsseldorf, Köln, Erfurt, Freiburg oder Frankfurt wurden viele Märkte hingegen bereits abgesagt - ein Überblick.

Im Allgäu wurden bereits mehrere Advents- oder Weihanchtsmärkte abgesagt wie unter anderem in Kempten und Füssen.

Dienstag, 27. Oktober, 7.15 Uhr: Ausgangsbeschränkungen in zweitem Landkreis in Bayern greifen

Tausende Menschen in Bayern dürfen nur noch aus triftigen Gründen vor die Tür. Im Landkreis Rottal-Inn greift ein neuer Lockdown. Was sagt Österreich zu den Vorwürfen aus der Grenzregion?

Dienstag, 27. Oktober, 7 Uhr: Kabinett berät heute Vormittag über Corona-Zahlen und Finanzhilfen für Künstler

Die massiv gestiegenen Corona-Zahlen beschäftigen am Dienstag (10 Uhr) das bayerische Kabinett. Vor der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch dürfte dabei im Zentrum stehen, wie die ungebremste Ausbreitung des Virus gestoppt werden kann. Darüber diskutiert das Kabinett.

Dienstag, 27. Oktober, 6.50 Uhr: Unternehmer aus Berchtesgadener Land klagen gegen Freistaat

Unternehmer aus dem wegen Corona mit Ausgangsbeschränkungen belegten Landkreis Berchtesgadener Land haben eine Klage gegen das Landratsamt und damit den Freistaat Bayern eingereicht. So argumentieren sie.

Dienstag, 27. Oktober, 6.25 Uhr: Krankenhäuser in Bayern schränken Besuchsrecht ein

Die Krankenhäuser in Bayern schränken wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen immer mehr die Besuchsmöglichkeiten von Patienten ein. Wie der Sprecher der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, Eduard Fuchshuber, erläuterte, dürfe oft nur noch ein Besucher pro Tag kommen. So viele Intensivbetten sind in Bayern noch frei.

Dienstag, 27. Oktober, 6 Uhr: 11.409 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Einen guten Morgen wünscht das Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Die aktuellen Zahlen: Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Dienstagmorgen 11.409 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Am Dienstag vor einer Woche hatte die Zahl bei 6868 gelegen. Am Samstag war mit 14.714 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht worden. Die Zahl der Todesfälle übersteig am Wochenende die Marke von 10.000.

Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 449.275 Menschen mit dem Virus infiziert (Stand: 27.10., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 42 auf insgesamt 10.098. Das RKI schätzt, dass rund 326.700 Menschen inzwischen genesen sind.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 1,37 (Vortag: 1,45). Das bedeutet, dass zehn Infizierte knapp 14 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Montag bei 1,30. Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Montag, 26. Oktober, 22 Uhr: Landratsamt Unterallgäu: Nicht ohne Grund zum Corona-Test fahren

Wer keinen besonderen Grund dafür hat, sollte derzeit auf einen Corona-Test im Drive-In des Landkreises verzichten. „Wir brauchen momentan alle Kapazitäten“, sagt Landrat Alex Eder. Wegen der steigenden Zahl an Infektionsfällen müsse das Gesundheitsamt alle Testmöglichkeiten ausschöpfen.

Eigentlich kann sich im Drive-In am Mindelheimer Kreisbauhof jeder auf das Virus testen lassen. Kontaktpersonen von Infizierten ließ das Gesundheitsamt bis vor Kurzem über einen eigenen Fahrdienst abstreichen. Dieser reicht nun aber nicht mehr aus. Deshalb bittet der Landkreis alle, die keine Symptome aufweisen, keine entsprechende Anweisung vom Gesundheitsamt erhalten und auch sonst keinen Grund haben, auf einen Test zu verzichten. Das entlaste auch die Labore und trage dazu dabei, dass die Testergebnisse weiterhin schnell vorliegen, betont Eder.

Um mehr Tests zu ermöglichen, wurde am heutigen Montag eine zweite Teststrecke am Mindelheimer Drive-In eingerichtet. Am neuen Testzentrum in Erkheim (öffnet am Montag, 2. Movember) wird von Anfang an eine zweite Strecke aufgebaut.

Montag, 26. Oktober, 21 Uhr: Medienbericht: Merkel plant "Lockdown Light"

Am Mittwoch berät Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Wegen der weiter rasant steigenden Zahl von Corona-Neuinfektionen will die Kanzlerin laut einem Medienbericht die Maßnahmen bundesweit verschärfen. Laut "Bild" will das Kanzleramt vor allem bei Gastronomie und Veranstaltungen hart vorgehen. Restaurants und Bars sollten schließen und Veranstaltungen verboten werden

Im Gegensatz zum Lockdown im Frühjahr sollten Schulen und Kitas dann jedoch weiter geöffnet bleiben. Außer es handelt sich um Regionen mit katastrophal hohen Infektionszahlen. Auch der Einzelhandel solle mit neuen Einschränkungen offen bleiben. .

Montag, 26. Oktober, 20.15 Uhr: Merkel: Soziale Frage gewinnt in Corona-Krise an Schärfe

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Corona-Krise als Bewährungsprobe für den Zusammenhalt in der Gesellschaft bezeichnet. Die CDU-Politikerin sagte am Montagabend: "Die Pandemie mit ihren vielfältigen Folgen trifft uns alle, einige aber besonders hart - vor allem jene, die ohnehin nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens stehen, die im Alltag Aufmerksamkeit und Unterstützung brauchen, die sie nun aber coronabedingt noch schwerer als sonst bekommen können. Und so gewinnt die soziale Frage an Schärfe." Merkel äußerte sich in einer Videobotschaft bei der Verleihung des Sozialpreises 2020 der Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege.

Montag, 26. Oktober, 19.30 Uhr: Corona-Ausbruch im Schongauer Krankenhaus - 32 Mitarbeiter positiv getestet

Im Krankenhaus Schongau sind 32 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Derzeit berät ein Krisenstab, wie mit der Situation verfahren werden soll. Derweil nimmt die Klinik keine neuen Patienten auf, das berichtet der BR. Bei einer Routine-Untersuchung am Donnerstag waren im Krankenhaus Schongau fünf Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Danach hatte das Gesundheitsamt Weilheim angeordnet, alle 600 Mitarbeiter vom Ärzte-Team bis zu den Reinigungskräften zu testen. Die Verantwortlichen hätten sich darauf verständigt, die Notaufnahme in Schongau weiter zu betreiben. Generell gilt ein Aufnahmestopp für Neupatienten. Auch die Geburtsabteilung wurde geschlossen. Schwangere Frauen werden zur Entbindung an die Krankenhäuser in Landsberg und Kaufbeuren verwiesen.

Montag, 26. Oktober, 18.45 Uhr: Das macht die Corona-Krise mit unseren Kindern: Allgäuer Experte redet Klartext

Die Corona-Krise spitzt sich zu - und wirkt sich immer stärker auf den Alltag der Jüngsten aus: Feste und Partys werden abgesagt, an Schulen herrscht Maskenpflicht, ganze Klassen befinden sich in Quarantäne. Wie sollen Kinder, Eltern und Lehrer mit der schwierigen Situation umgehen? Antworten gibt Experte Michael Blechert (56), Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, in unserem Interview. Seine klaren Ansagen lesen Sie hier.

Montag, 26. Oktober, 18.25 Uhr: Nach Nürnberg sagt nun auch Augsburg den Christkindlesmarkt ab

Der Christkindlesmarkt in Augsburg wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Die Augsburger Oberbürgermeisterin Eva Weber erklärte, die Stadt habe keine Wahl. "In einer solchen Situation ist es auch mit einem detaillierten Hygienekonzept nicht zu verantworten, mit Veranstaltungen von der Größe eines Christkindlesmarktes gezielt Menschen in die Stadt zu locken", sagte die CSU-Politikerin. "Da geht die Gesundheit der Bevölkerung in jedem Fall vor."

Montag, 26. Oktober, 18.20 Uhr: Bayerische Polizei trifft bei Kontrolle 1.820 Maskenmuffel an

Bei einer landesweiten Schwerpunktkontrolle zur Maskenpflicht hat die bayerische Polizei am vergangenen Freitag 1.820 Verstöße festgestellt. Mehr dazu hier.

Montag, 26. Oktober, 17.05 Uhr: Memminger Grundschüler müssen weiter Masken tragen

Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder hat sich mit dem Gesundheitsministerium, der Regierung von Schwaben und dem staatlichen Schulamt zur Maskenpflicht an Grundschulen abgestimmt. Dabei sei klar geworden, dass die Beibehaltung der bestehenden Regelung notwendig ist. Warum das so ist und an welchen Memminger Schulen derzeit Schüler und Lehrkräfte positiv getestet sind, lesen Sie hier.

Montag, 26. Oktober, 17 Uhr: Kaufbeuren sagt Martinimarkt ab

Die Stadt Kaufbeuren hat den für 7. und 8. November geplanten Martinimarkt aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens abgesagt. Auch der verkaufsoffene Sonntag, der normalerweise mit dem Martinimarkt einhergeht, kann aufgrund der Absage des Marktes aus rechtlichen Gründen ebenfalls nicht stattfinden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 26. Oktober, 16.55 Uhr: 50 Festnahmen und 18 verletzte Polizisten bei Demo gegen Corona-Beschränkungen in Berlin

Bei den Protesten gegen Corona-Beschränkungen hat die Berliner Polizei am Sonntag 50 Menschen vorübergehend festgenommen. Es seien 64 Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, Landfriedensbruchs, Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie wegen versuchter Gefangenenbefreiung eingeleitet worden, teilte die Polizei in einer Bilanz am Montag mit. Zudem wurden 71 Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen Verstößen gegen den Infektionsschutz geschrieben. Bei den Polizeieinsätzen seien 18 Kräfte verletzt worden. Bei mehreren Kundgebungen und einem Aufzug waren demnach rund 650 Beamte im Einsatz.

Innensenator Andreas Geisel (SPD) bemerkte, es seien zunehmend Regelbruch und Gewaltbereitschaft zu beobachten. "Das können wir nicht akzeptieren." Bei freiheitsbeschränkenden Maßnahmen der Polizei sei es zu Widerstand und tätlichen Angriffen gegen die Einsatzkräfte gekommen. Die Demokratie halte einiges aus, Meinungs- und Versammlungsfreiheit würden auch in Zeiten der Pandemie gelten, betonte der SPD-Politiker. "Aber nichts rechtfertigt die Anwendung von Gewalt - weder gegen Menschen noch gegen Sachen."

Montag, 26. Oktober, 16.53 Uhr: Auch Bayerischer Verwaltungsgerichtshof lehnt Antrag auf Befreiung der Maskenpflicht ab

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hat den Eilantrag zweier Grundschülerinnen auf Befreiung von der Maskenpflicht an der Schule abgelehnt. Sie hatten ärztliche Atteste vorgelegt, in denen es ohne weitere Begründung hieß, sie könnten "aus gesundheitlichen Gründen" die Masken nicht tragen. Weil die Grundschule die Atteste nicht akzeptierte, zog die Mutter vor Gericht: Ein beim Verwaltungsgericht Würzburg gestellter Antrag wurde jedoch abgelehnt, die Beschwerde vor dem VGH scheiterte nun ebenfalls. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 26. Oktober, 16.45 Uhr: Unterallgäuer Landrat bittet darum, nicht ohne Grund zum Corona-Test zu fahren

Wer keinen besonderen Grund dafür hat, sollte derzeit auf einen Corona-Test im Drive-In des Landkreises Unterallgäu verzichten. „Wir brauchen momentan alle Kapazitäten“, sagt Landrat Alex Eder.

Eigentlich kann sich im Drive-In am Mindelheimer Kreisbauhof jeder, der möchte, auf das Virus testen lassen. Kontaktpersonen von Infizierten ließ das Gesundheitsamt bis vor Kurzem über einen eigenen Fahrdienst abstreichen. Dieser reicht nun aber nicht mehr aus. Deshalb bittet der Landkreis alle, die keine Symptome aufweisen, keine entsprechende Anweisung vom Gesundheitsamt erhalten und auch sonst keinen Grund haben, auf einen Test zu verzichten. Das entlaste auch die Labore und trage dazu dabei, dass die Testergebnisse weiterhin schnell vorliegen, betont Eder.

Um mehr Tests zu ermöglichen, wurde am heutigen Montag eine zweite Teststrecke am Mindelheimer Drive-In eingerichtet. Bisher gab es nur eine. Am neuen Testzentrum in Erkheim wird von Anfang an eine zweite Strecke aufgebaut. Dort sollen künftig täglich mehrere Hundert Tests möglich sein. Das Testzentrum des Landkreises zieht nächste Woche von Mindelheim nach Erkheim um. Ab Montag, 2. November, befindet sich dieses an der Autobahnausfahrt auf dem Parkplatz des Sportheims in der Memminger Straße 44.

Montag, 26. Oktober, 16.25 Uhr: Stufe dunkelrot: Memmingen erlässt fünfte Allgemeinverfügung - ab Dienstag nur noch 50 Besucher bei Veranstaltungen erlaubt

Seit dem 24. Oktober hat die Stadt Memmingen den erhöhten Schwellenwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. Automatisch gelten in Memmingen damit bayernweite Regelungen für die Stufe Dunkelrot der Corona-Ampel in Bayern.

Festgeschrieben sind diese Regelungen in der 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Da diese in der vergangenen Woche um Maßnahmen für die Stufe Dunkelrot ergänzt wurde, passt auch die Stadt Memmingen die aktuell geltende Allgemeinverfügung an. (Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, Corona-Ampel, Allgemeinverfügung - was hinter den Begriffen steckt, lesen Sie hier.)

Ab Dienstag, 27. Oktober, gilt deshalb eine fünfte Allgemeinverfügung. Neu ist, dass alle lokalen Regelungen zu Veranstaltungen wegfallen. Zukünftig gelten ausschließlich die bayernweiten Maßnahmen. Bei Stufe Dunkelrot sind maximal 50 Personen für Veranstaltungen aller Art (Theater, Kino, Sportveranstaltungen, Vereinsversammlungen) zugelassen, egal ob im Innenraum oder unter freiem Himmel. Gottesdienste, Hochschulen und Demonstrationen sind dabei ausgenommen, teilt die Stadt mit.

Montag, 26. Oktober, 16.05 Uhr: Oberallgäuer Landrätin will nach Herbstferien erneut über Maskenpflicht in Grundschulen entscheiden

Seit dieser Woche gilt auch an den Oberallgäuer Grundschulen eine Maskenpflicht. Die Regelung sorgt bei einigen Eltern für Kritik. Diese berufen sich auf die Aussetzung der Maskenpflicht in anderen Kreisen und Städten. Das stundenlange Tragen der Maske wirke sich bei den Schülern negativ aus, zudem seien Kinder keine Treiber der Pandemie, so die Argumente.

Landrätin Baier-Müller zeigt Verständnis für die Sorgen. Klar sei jedoch, dass die dem Gesundheitsamt bekannt gewordenen Übertragungen an Schulen derzeit keinen Schnellschuss rechtfertigen: „Zahlreiche Klassen, auch an Grundschulen, sind derzeit wegen Coronafällen in Quarantäne. Das Infektionsgeschehen verschärft sich auch hier. Es gibt schwer nachvollziehbare Übertragungsketten.“

Man werde deshalb das Infektionsgeschehen in den Oberallgäuer Grundschulen aus den vergangenen Wochen bis zu den Herbstferien nochmals genau analysieren: „Auf dieser Basis werden wir über das weitere Vorgehen entscheiden.“

Man wolle den Präsenzunterricht so lange wie möglich aufrecht erhalten, macht die Landrätin deutlich. Die Maskenpflicht werde vom RKI bei der 50-er Inzidenz empfohlen und sei laut Medizinern gesundheitlich unbedenklich. Sie werbe dafür, den Kindern zu erklären, dass sie mit dem Tragen der Maske andere schützen: „Die meisten Kinder verstehen das und kommen mit der Maske auch gut zu Recht.“

Montag, 26. Oktober, 16 Uhr: Landrat von Rottal-Inn macht Nähe zu Österreich für hohe Corona-Zahlen mitverantwortlich

Der Landrat des niederbayerischen Landkreises Rottal-Inn, Michael Fahmüller (CSU), sieht in der Nähe zu Österreich einen der Gründe für die enorm gestiegenen Corona-Zahlen. "Das muss man offen sagen", so der Landrat. Beweisen könne man diesen Zusammenhang jedoch nicht. In dem Nachbarland seien die Maßnahmen lange Zeit nicht so streng gewesen wie im Freistaat. In der Stadt Simbach am Inn soll voraussichtlich ab Mitte der Woche eine weitere Teststation für Pendler nach und aus Österreich eingerichtet werden.

Der Landkreis Rottal-Inn geht ab Dienstag in einen zehntägigen Lockdown. Ab Mitternacht gelten strikte Ausgangsbeschränkungen, Schulen und Kindergärten werden geschlossen und Veranstaltungen abgesagt, wie Fahmüller ankündigte. Der Einzelhandel bleibt geöffnet, Freizeiteinrichtungen wie Fitnessstudios, Musik- und Tanzschulen sowie Schwimmbäder müssen schließen. Die Gastronomie darf nur noch Speisen zum Mitnehmen anbieten.

Montag, 26. Oktober, 15.56 Uhr: Nürnberg sagt Christkindlesmarkt ab

Der weltberühmte Christkindlesmarkt in Nürnberg fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Das teilte die Stadt Nürnberg am Montag mit Blick auf die steigenden Corona-Fallzahlen mit.

Montag, 26. Oktober, 15.55 Uhr: Viele europäische Länder führen strengere Corona-Auflagen ein

Aufgrund der massiv steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen verschärfen viele europäische Länder ihre Maßnahmen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 26. Oktober, 14.55 Uhr: Trump spielt Corona-Gefahr erneut herunter

US-Präsident Donald Trump hat die Gefahr des Coronavirus erneut heruntergespielt und den Medien vorgeworfen, die Pandemie aus politischen Gründen aufzubauschen. Die Anzahl der Neuinfektionen steige nur, weil in den USA so viel getestet werde, erklärte Trump am Montag in einem Tweet. Er sprach von einer "Verschwörung der Fake News Medien".

Die "korrupten" und falsch informierenden Medien schlachteten die Pandemie gezielt bis zur Wahl am 3. November aus, um ihm zu schaden, schrieb Trump. "Am 4. November wird sich das Thema völlig verändern."

Die Anzahl der täglich gemeldeten Corona-Neuinfektionen ist in den USA zuletzt auf rund 70.000 gestiegen. Der Anstieg ist damit deutlich schneller als jener der Tests. Experten warnen, dass die USA mit Beginn der kalten Jahreszeit vor einer neuen Corona-Welle stehen. Ein plötzliches Verschwinden der Pandemie als Top-Thema in den US-Medien nach der Wahl scheint daher extrem unwahrscheinlich. In den USA, einem Land mit 330 Millionen Einwohnern, gibt es Daten der Universität Johns Hopkins zufolge bislang 8,6 Millionen bestätigte Infektionen und 225.000 Todesfälle - mehr als in jedem anderen Land.

Montag, 26. Oktober, 14.30 Uhr: Söder zum Kampf gegen Corona: "Das ist die Entscheidungswoche"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht den Kampf gegen Corona in einer entscheidenden Woche. "Ich glaube schon, dass es ziemlich ernst jetzt ist, und dass sich alle nochmal klar machen müssen, um was es geht", sagte Söder am Montag auf den Münchner Medientagen mit Blick auf die nächste Ministerpräsidentenkonferenz in wenigen Tagen. "Das ist die Entscheidungswoche." Söder bekräftigte: "Wir haben klare Ziele: Wir wollen der Wirtschaft keinen Schaden zufügen, wir wollen Schule und Kitas so lange wie möglich offen halten." Er verwies aber auch auf die bayern- und bundesweit immer weiter steigenden Corona-Zahlen.

Montag, 26. Oktober, 13.42 Uhr: Österreichs Kanzler stellt zweiten Lockdown in den Raum

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat einen zweiten Lockdown in den Raum gestellt. Sollte es nicht gelingen, den aktuell starken Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen zu stoppen, dann wäre das die Ultima Ratio, sagte Kurz am Montag in Wien. Kriterium dafür sei die Lage in den Kliniken. "Kein Land der Welt wird es zulassen, dass die Intensivmedizin überfordert wird," so Kurz. In Österreich ist der drohende Zusammenbruch des Gesundheitssystems gesetzliche Voraussetzung für einen Lockdown.

Jüngst hatte sich Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) noch sehr zuversichtlich gezeigt, dass die bisher eingeleiteten Maßnahmen ausreichen würden, die Entwicklung unter Kontrolle zu bringen. Dazu zählt seit Sonntag eine Obergrenze von sechs Personen bei privaten Feiern in Innenräumen und von zwölf Menschen im Freien. Zuletzt waren in Österreich praktisch täglich Rekordwerte bei den Neuinfektionen verzeichnet worden. Die Entwicklung ist aktuell deutlich schlechter als in Deutschland.

Montag, 26. Oktober, 13.30 Uhr: Memmingen schließt Tourist Information bis Ende der Woche

Die Tourist Information der Stadt Memmingen schließt wegen der aktuellen Corona-Lage bis Ende der Woche, um Besucher zu schützen. Das Team ist montags bis donnerstags von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr sowie freitags und samstags von 10 bis 13 Uhr erreichbar unter Telefon 08331/ 850 172 und per E-Mail: info@memmingen.de. Informationsmaterial wie Stadtpläne, Radkarten, Veranstaltungsflyer oder das Übernachtungsverzeichnis liegen im Vorraum der Tourist Information aus und können mitgenommen werden. Anmeldungen, Stornierungen und Anfragen zu Stadtführungen sind telefonisch oder per E-Mail möglich. Schülermonatskarten für den Bus gibt es vorübergehend beim Busunternehmen Angele (Schumannstr. 3 in Memmingen, Tel. 08331/ 92230), alle anderen Buskarten direkt im Bus.

Montag, 26. Oktober, 13.20 Uhr: Zweiter Landkreis in Bayern macht dicht: Ausgangsbeschränkungen in Rottal-Inn

Erst Berchtesgadener Land, nun Rottal-Inn: Die rasant steigenden Corona-Zahlen zwingen einen zweiten Landkreis in Bayern zu herben Einschnitten. Auch andernorts ist das nicht ausgeschlossen.

Montag, 26. Oktober, 12.58 Uhr: Maas droht Thai-König wegen Bayern-Aufenthalten mit Konsequenzen

Bundesaußenminister Heiko Maas hat dem thailändischen König Maha Vajiralongkorn mit Konsequenzen für den Fall gedroht, dass bei dessen Aufenthalten in Bayern rechtswidriges Verhalten festgestellt werde. "Natürlich habe ich auch das Treiben des thailändischen Königs in Deutschland im Blick", sagte der SPD-Politiker am Montag in Berlin auf einer Pressekonferenz. Dieses "Treiben" werde "dauerhaft" überprüft. "Und wenn es dort Dinge gibt, die wir als rechtswidrig empfinden, dann wird das sofortige Konsequenzen haben." Der thailändische König verbringt einen großen Teil seiner Zeit in Bayern, besitzt eine Villa in Tutzing am Starnberger See und hielt sich auch während des Corona-Lockdowns im Frühjahr trotz Beherbergungsverbots zeitweise in einem Luxus-Hotel in Garmisch-Partenkirchen auf. Der Knackpunkt im Streit über seine Aufenthalte ist, ob der König von Deutschland aus seinen Amtsgeschäften nachgeht oder nicht.

In Thailand gibt es seit Monaten Proteste gegen die Regierungspolitik, bei denen inzwischen auch die Rolle der Monarchie in Frage gestellt wird. Am Montag wollten Demonstranten zur deutschen Botschaft in Bangkok marschieren, um dort einen Brief zu überreichen. Berichten zufolge fordern sie die Bundesregierung darin auf, zu überprüfen, ob der König seine Amtsgeschäfte von Deutschland aus führt.

Montag, 26. Oktober, 12.20 Uhr: CDU-Spitze verschiebt Parteitag zur Vorsitzendenwahl ins nächste Jahr

Die CDU-Spitze verschiebt angesichts der dramatischen Corona-Infektionszahlen den für den 4. Dezember in Stuttgart geplanten Parteitag zur Wahl eines Vorsitzenden ins nächste Jahr. Der Parteitag solle im neuen Jahr idealerweise in Präsenz stattfinden.

Montag, 26. Oktober, 11.55 Uhr: Maskenpflicht in Bus und Bahn: Polizei registriert über 300 Verstöße im Allgäu

Nach der bayernweiten Kontroll-Aktion der Maskenpflicht am vergangenen Freitag unter anderem im Öffentlichen Personennahverkehr hat die Polizei am Montag ihre Bilanz dazu veröffentlicht: Unterm Strich stellten die Beamten knapp über 300 Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz im Allgäu fest.

In Sonthofen weisen an den Eingängen zur Fußgängerzone Schilder auf die Maskenpflicht hin. Die Polizei stellte dort einen 46-Jährigen zur Rede, der keine Schutzmaske trug. Er händigte den Beamten ein ärztliches Attest aus, das ihn angeblich von der Maskenpflicht befreit, aber augenscheinlich gefälscht war. Der Name des Mannes wie auch die Unterschrift des Arztes war laut Polizei "offensichtlich manipuliert". Darum zeigten die Polizisten den 46-Jährigen wegen Urkundenfälschung an.

Die Polizei appelliert an alle Allgäuer, die Hygieneschutzmaßnahmen einzuhalten. Die Beamten kündigen an, weiterhin zu kontrollieren.

Montag, 26. Oktober, 11.27 Uhr: Niederbayern: "Lockdown" im Landkreis Rottal-Inn ab Dienstag

Angesichts extrem gestiegener Corona-Zahlen gelten im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn ab Dienstag um 0 Uhr strikte Ausgangsbeschränkungen. Das teilte am Montag ein Sprecher des Landratsamtes in Pfarrkirchen mit. Am Sonntag lag der Schwellenwert in dem Kreis laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bei etwa 228 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Neben dem Landkreis Berchtesgadener Land ist Rottal-Inn aktuell der zweite Landkreis in Bayern mit Ausgangsbeschränkungen. In anderen Bundesländern gibt es bisher keine vergleichbar strikten Ausgangsbeschränkungen.

Schulen und Kindergärten werden geschlossen und Veranstaltungen abgesagt, wie es in einer Mitteilung heißt. Am Nachmittag wollten Gesundheitsministerin Melanie Huml und Landrat Michael Fahmüller (beide CSU) über die Maßnahmen informieren. Letzte Woche wurden bereits im Berchtesgadener Land an der Grenze zu Österreich ähnliche Ausgangsbeschränkungen verhängt, weil es Werte von fast 300 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von einer Woche gab. Die Menschen dürfen nur noch aus triftigen Gründen aus dem Haus. Im gesamten Freistaat sind die Corona-Zahlen in den vergangenen Tagen drastisch gestiegen. Auch in der Stadt Augsburg droht ein Lockdown. Besonders hohe Werte gibt es zudem in Schweinfurt sowie Weiden in der Oberpfalz.

Montag, 26. Oktober, 10.52 Uhr: Augsburger Corona-Warnwert über 200 - "Lockdown" droht

Bayerns drittgrößte Stadt hat bei dem Sieben-Tage-Wert die Marke von 200 Corona-Neuinfektionen überschritten. Wie die Stadt Augsburg am Montag berichtete, hat es in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner 205,4 Neuinfektionen gegeben. Bis Mitte der Woche will die Stadtverwaltung beobachten, ob die bereits ergriffenen Schutzmaßnahmen Wirkung zeigen. "Dann wird - in Abstimmung mit der Regierung von Schwaben und der Staatsregierung - entschieden, wie es weitergeht", teilte die Stadt mit. Auch ein zweiter Lockdown ist nach den Angaben der Kommune möglich - die Hintergründe.

Montag, 26. Oktober, 10.17 Uhr: Studenten starten in digitalen Hörsälen und Zelten ins Semester

So viel Präsenzlehre wie möglich, so viel digitale Lehre wie nötig - mit diesem Grundsatz starten die bayerischen Universitäten in das erste Wintersemester während der Corona-Pandemie. Studierende in Abschlusssemestern und Erstsemester werden für Veranstaltungen vor Ort bevorzugt. Doch die Corona-Beschränkungen stellen viele Unis vor Hürden bei der Umsetzung des Vorhabens.

Montag, 26. Oktober, 9.48: Europa kämpft gegen Corona: Neue Auflagen in mehreren Ländern

Im Kampf gegen die zweite Corona-Welle treten am Montag vielerorts in Europa neue Auflagen in Kraft, so etwa in Italien, Dänemark, der Slowakei und in der belgischen Hauptstadt Brüssel. Viele Regierungen setzen auf nächtliche Ausgangssperren und weitere Kontaktbeschränkungen, um einen kompletten Lockdown der Länder zu vermeiden. Ein Überblick.

Montag, 26. Oktober, 9.32: Kramp-Karrenbauer will CDU-Parteitag auf Frühjahr verschieben

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat angesichts der Corona-Pandemie eine Verschiebung des für den 4. Dezember in Stuttgart geplanten Parteitages ins Frühjahr vorgeschlagen. Die Hintergründe.

Montag, 26. Oktober, 8.54 Uhr: Corona-Lockdown trifft Gastronomie - Bars besonders gebeutelt

Die Gastronomie in Deutschland hat seit dem Corona-Lockdown im Frühjahr beträchtlich an Umsatz eingebüßt. Zwischen März und August nahmen Restaurants, Cafés, Caterer und Bars preisbereinigt 40,5 Prozent weniger Geld ein als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Im kompletten Lockdown-Monat April fielen die Umsätze mit einem Minus von gut 68 Prozent demnach am stärksten. Mit der Öffnung im Mai erholten sich die Geschäfte zwar kontinuierlich. Im August lag der Erlösrückgang aber immer noch bei gut 22 Prozent, so die Wiesbadener Statistiker. Angesichts von Sperrstunden und Kontaktbeschränkungen in Corona-Hotspots zur Eindämmung der Pandemie kommen nun wieder neue Herausforderungen auf die Gastronomie zu.

Innerhalb der Branche besonders betroffen waren Lokale, die ihr Geld mit Getränkeausschank verdienen: Dort, etwa bei Kneipen und Bars, fiel der Umsatz von März bis August um mehr als 45 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Restaurants, Gaststätten und Imbisslokale konnten dagegen mit Lieferdiensten und Ab-Haus-Verkäufen etwas Boden gut machen und büßten noch etwa 29 Prozent der Erlöse ein. Die Umsatzeinbrüche führten in der Gastronomie, die zuletzt rund 1,8 Millionen Menschen beschäftigte, zu einem kräftigen Job-Abbau, wie es weiter hieß. Die Beschäftigung lag von März bis August um etwa ein Sechstel unter dem Vorjahresniveau (-17,6 Prozent). Bei der Zahl der Insolvenzen machten sich die schlechten Geschäfte unterdessen nicht bemerkbar. Die Statistiker führen das aber auf die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht seit März zurück.

Montag, 26. Oktober, 8.20 Uhr: Corona-Ampel im Ostallgäu steht auch auf "Dunkelrot"

Nach Memmingen (149,7), Kempten (104,1) und Kaufbeuren (126,1) hat nun auch das Ostallgäu die die 7-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten: Mit einem aktuellen Wert von 108,4 steht nun die Corona-Ampel für den Landkreis auf "Dunkelrot". Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen.

Die Corona-Ampel in Bayern hat vier Stufen. Sie können die Grafik hier herunterladen und sie so an Freunde und Familie weitergeben. Diese Regeln gelten in den jeweiligen Stufen:

Montag, 26. Oktober, 8.10 Uhr: Halloween: Spielwarenindustrie rechnet mit Einbußen wegen Corona

Der Deutsche Verband der Spielwarenindustrie rechnet aufgrund der Corona-Krise mit Einbußen im Halloween-Geschäft. Der Umsatz rund um den 31. Oktober liege normalerweise nach Schätzungen der Fachgruppe Karneval zwischen 50 und 100 Millionen Euro, sagte Verbandsgeschäftsführer Ulrich Brobeil. "Das Niveau der letzten Jahre wird kaum zu erreichen sein", ergänzte er mit Blick auf den Verkauf von Kostümen in diesem Jahr. Das liege natürlich auch an den Warnungen, die einige Städte bereits ausgesprochen hätten.

Der ursprünglich US-amerikanische Brauch ist inzwischen auch in Deutschland weit verbreitet. Am Abend des 31. Oktober ziehen Kinder in gruseligen Kostümen von Haus zu Haus und sammeln Süßigkeiten.

Montag, 26. Oktober, 6.45 Uhr: Merkel: Deutschland stehen schwere Monate bevor

Deutschland steht bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie nach Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel vor einer schwierigen Phase. "Es stehen uns sehr, sehr schwere Monate bevor", sagte die CDU-Politikerin in einer Schaltkonferenz mit den CDU-Fraktionschefs der Bundesländer. Die Kanzlerin gehe von weiter stark steigenden Infektionszahlen aus und sagte, bis wann Veranstaltungen wohl nicht mehr möglich sein werden.

Montag, 26. Oktober, 6.23 Uhr: Förderprogramme: Frische Raumluft in Corona-Zeiten

Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, haben das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und die Bayerische Staatsregierung jeweils ein Programm zur Förderung eines infektionsschutzgerechten Lüftens aufgelegt. Das berichtet der Ostallgäuer Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke (CSU).

Somit könnten Kommunen in ihren öffentlichen Räumen raumlufttechnischen Anlagen um- oder aufrüsten lassen und so zu mehr Infektionsschutz in öffentlichen Gebäuden beitragen. „Die finanziellen Zuschüsse werden für die entsprechende Um- und Aufrüstung von stationären Anlagen gewährt. Der Zuschuss beträgt 40 Prozent der förderfähigen Ausgaben, maximal jedoch 100.000 Euro pro Anlage“, so Stracke. Antragsberechtigt sind unter anderem Kommunen, Hochschulen sowie öffentliche Unternehmen. Die Förderanträge können ab sofort bis zum 31. Dezember 2021 gestellt werden.

Auch für Schulen, die über keine geeigneten Lüftungsanlagen verfügen, hat Stracke gute Nachrichten: Mit rund 50 Millionen Euro fördere der Freistaat Bayern unter anderem die Anschaffung mobiler Luftreinigungsgeräte mit Filterfunktion an Schulen. (az)

Anträge können ab sofort bis zum 31. Dezember 2020 gestellt werden. Zuständig sind die jeweiligen Bezirksregierungen.

Montag, 26. Oktober, 6 Uhr: 8685 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Einen guten Start in die Woche wünscht Ihnen das Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Wir beginnen mit den aktuellen Zahlen: Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Montagmorgen 8685 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Erfahrungsgemäß sind die Fallzahlen an Sonntagen und Montagen niedriger, auch weil an Wochenenden weniger getestet wird. Am Montag vor einer Woche hatte die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden bei 4325 gelegen.

Am Samstag war mit 14 714 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht worden. Die Zahl der Todesfälle übersteig am Wochenende die Marke von 10.000.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 437.866 Menschen mit dem Virus infiziert (Stand: 26.10., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 24 auf insgesamt 10.056. Das RKI schätzt, dass rund 321.600 Menschen inzwischen genesen sind.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,45 (Vortag: 1,36). Das bedeutet, dass zehn Infizierte knapp 15 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Samstag bei 1,39 (Vortag: 1,38). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Sonntag, 25. Oktober, 22.05 Uhr: CDU-Präsenzparteitag am 4. Dezember ist offenbar vom Tisch

Der für den 4. Dezember geplante Präsenzparteitag der CDU zur Wahl eines neuen Parteivorsitzenden ist vom Tisch. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntagabend nach gut fünfstündigen Beratungen der engsten Parteispitze in Berlin. Man habe einen Rahmen für das weitere Vorgehen besprochen, den Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer nun an diesem Montag den CDU-Gremien vorstellen werde. Details wurden zunächst nicht bekannt.

Sonntag, 25. Oktober, 21.48 Uhr: Dramatischer Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Frankreich

In Frankreich sind binnen 24 Stunden erstmals mehr als 50.000 neue Corona-Infektionen registriert worden. Die Gesundheitsbehörde meldete am Sonntagabend 52.010 neu erfasste Ansteckungen. Damit gab es erneut einen Spitzenwert innerhalb eines Tages seit Beginn der großflächigen Corona-Testungen in Frankreich.

Sonntag, 25. Oktober, 19.52 Uhr: Merkel warnt intern vor "sehr, sehr schweren Monaten"

Kanzlerin Angela Merkel hat einem Medienbericht zufolge erneut vor schwierigen Monaten wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus gewarnt. "Es stehen uns sehr, sehr schwere Monate bevor", sagte die CDU-Politikerin laut Bild-Zeitung vom Sonntagabend in einer Schaltkonferenz mit den CDU-Fraktionschefs der Bundesländer. An der Runde nahm nach dpa-Informationen auch der Chef der Union-Bundestagsfraktion, Ralph Brinkhaus (CDU), teil. Über die bevorstehende Ministerpräsidentenkonferenz in der anstehenden Woche zeigte sich Merkel besorgt. Sie habe "kein so gutes Gefühl", sagte die Kanzlerin laut dem Bericht. "So kann es nicht weitergehen".

Sonntag, 25. Oktober, 18.22 Uhr: Gesundheitsstaatssekretär Holetschek wird Corona-Taskforce koordinieren

Der Staatssekretär im Bayerischen Gesundheitsministerium Klaus Holetschek wird künftig die Corona-Taskforce koordinieren. Gesundheitsministerin Melanie Huml sagte am Sonntag: „Wir mussten in Bayern in den letzten Tagen die höchsten Neuinfektionszahlen seit Beginn der Corona-Pandemie verzeichnen. Mit über 2000 Corona-Neuinfektionen waren die Zahlen so hoch wie noch nie". Holetschek kündigte an: "Die Taskforce-Corona-Pandemie wird sich in den nächsten Wochen vor allem mit der Weiterentwicklung der regionalen Beschränkungskonzepte beschäftigen und sich auch mit den Möglichkeiten der Vernetzung und Unterstützung der Kommunen befassen.“

Sonntag, 25. Oktober, 17.30 Uhr: Spahn meldet sich nach Corona-Infektion mit Video

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich erstmals seit seinem positiven Corona-Test per Video zu Wort gemeldet und an die Bevölkerung appelliert, bei der Eindämmung des Virus mitzuhelfen. Was er zu seinem Gesundheitszustand sagte lesen Sie hier.

Sonntag, 25. Oktober, 16.30 Uhr: Polizei muss bei Corona-Demo in Berlin einschreiten

Eine Versammlung gegen staatliche Corona-Beschränkungen ist am Sonntag in Berlin laut Polizei vom Anmelder beendet worden. Demonstranten hatten sich am Nachmittag vor dem Veranstaltungszentrum Kosmos versammelt. Über Lautsprecher teilte die Polizei mit, der Veranstaltungsleiter habe die Veranstaltung beendet. Die Demonstranten auf dem Platz in Berlin-Friedrichshain reagierten mit Buhrufen und Pfiffen. Polizisten kamen auf die dort aufgebaute Bühne. Die Teilnehmer wurden aufgefordert, den Ort zu verlassen.

Schon zuvor bei einer Versammlung auf dem Alexanderplatz hatte die Polizei mitgeteilt, dass sich die Teilnehmenden weitgehend nicht an die Auflagen wie Mindestabstand halten und Mund-Nasen-Schutz tragen hielten.

Sonntag, 25. Oktober, 15.05 Uhr: So reagiert Kaufbeurens OB auf die dunkelrote Ampel

Nachdem nun auch Kaufbeuren bei der 7-Tage-Inzidenz über den Wert 100 liegt, reagierte am Sonntag Oberbürgermeister Stefan Bosse mit einem Statement: „Die Entwicklung in Kaufbeuren läuft parallel zu der in der Region. Wir können uns von diesem Infektionsgeschehen nicht abkoppeln. Wir müssen nun versuchen, mit viel Disziplin und Sorgfalt wieder aus der Situation rauszukommen. Aufgrund der Mitteilungen aus dem Gesundheitsamt hatten wir bereits damit gerechnet, dass wir über den Wert von 100 kommen, wir wussten nur nicht genau, an welchem Tag das passiert.“ Laut Bosse befinden sich derzeit in Kaufbeuren fünf Corona-Patienten auf Isolierstation, einer auf Intensivstation.

Sonntag, 25. Oktober, 14.21 Uhr: Corona-Ampel auch in Kaufbeuren auf "Dunkelrot"

Auf die Stadt Kaufbeuren hat bei der 7-Tage-Inzidenz den Wert 100 gerissen - genau liegt er bei 103,6 Fälle pro 100.000 Einwohner. Damit steht auch die Ampel in Kaufbeuren auf "Dunkelrot".

Sonntag, 25. Oktober, 13.45 Uhr: Brandanschlag auf Gebäude des Robert Koch-Instituts

Unbekannte haben nach Angaben der Polizei ein Gebäude des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin attackiert. Gegen die Fassade seien in der Nacht zum Sonntag Brandsätze geworfen worden, teilten die Ermittler mit. Es sei niemand verletzt worden. Die Hintergründe.

Sonntag, 25. Oktober, 13.30 Uhr: Corona-Regeln und Vereinssport: Was ist erlaubt, was nicht?

Die neue Corona-Ampel soll endlich für mehr Klarheit sorgen und eine einheitliche Linie in das Maßnahmen-Chaos bringen. Doch ganz so einfach ist es offenbar doch nicht. Denn während mit steigendem 7-Tage-Indizenzwert auch die Regeln immer schärfer werden und Kontakte eingeschränkt werden müssen, werden die Maßnahmen im Sport erst einmal nicht strenger: Nach wie vor gilt - unhabhängig jeglicher Inzidenz - das "Rahmenkonzept Sport". Was das konkret bedeutet.

Sonntag, 25. Oktober, 12.30 Uhr: "Dunkelrote" Warnstufe in Kempten: Neue Corona-Regeln - OB Kiechle appelliert an Bürger

„Die Entwicklung war absehbar, weil die Fallzahlen seit Tagen steil nach oben gehen. Allerdings waren wir vom Tempo überrascht. Der Fall ist jetzt also deutlich früher eingetreten als wir erhofft haben.“

Der Kemptener Oberbürgermeister Thomas Kiechle spricht am Sonntagvormittag von einer neuen Qualität der Fallzahlenentwicklung und appelliert an die Bürger - neue Corona-Regeln gelten.

Sonntag, 25. Oktober, 10.15 Uhr: Corona-Ampel für München springt auf "Dunkelrot"

In der Corona-Pandemie ist in der bayerischen Landeshauptstadt ein weiterer kritischer Wert der Neuinfektionen überschritten worden. Nach Zahlen des Robert Koch-Institutes vom Sonntag liegt der Wert bei 100,6 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Damit hat München nach der bayerischen Corona-Ampel nun den Status "Dunkelrot". Ab einer sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz von 100 müssen die Bewohner der betroffenen Kommune mit verschärften Einschränkungen im Alltag rechnen. So müssen Restaurants um 21.00 Uhr schließen.

Sonntg, 25. Oktober, 9.40 Uhr: Sankt-Martins-Umzüge im Allgäu fallen reihenweise aus - Wie Eltern und Kinder trotzdem feier können

Traurige Nachricht für viele Kinder im Allgäu: Die Sankt-Martins-Umzüge werden wegen der Corona-Krise im Allgäu reihenweise abgesagt. Gemeinsam mit vielen Freunden und der Familie mit Laterne durch die dunklen Straßen ziehen und Sankt-Martins-Lieder singen entfällt am Sankt-Martinstag (Mittwoch, 11. November). Was Eltern tun können, um ihre Kinder aufzumuntern und wie sich der Sankt-Martinstag dennoch gebührend feiern lässt, lesen Sie hier.

Sonntag, 25. Oktober, 8.45 Uhr: Können wir uns einen zweiten Lockdown leisten? Das sagt Finanzminister Scholz

Die Bazooka wollte Finanzminister Olaf Scholz laden, um dem Coronavirus das Fürchten zu lehren. Hilfen für Gastwirte. Kurzarbeitergeld für Unternehmen. Kinderbonus für Eltern. Die gut gefüllte Kasse half, die Sorgen zumindest zu dämpfen.

Doch je länger die Krise anhält, desto schwieriger wird die Lage für den Staat: Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern sind im September um 13 Prozent zurückgegangen. Mehr als eine Million Jobs bei mittelständischen Firmen sind gefährdet. Der Konsum – eine wichtige Stütze der deutschen Konjunktur – ist im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um mehr als zehn Prozent eingebrochen. Trotz Mehrwertsteuersenkung. Zugleich bleibt der Bedarf an finanziellen Brandmauern hoch.

Sonntag, 25. Oktober, 8 Uhr: Corona-Kontrolle: Fetischparty mit 600 Gästen in Berlin aufgelöst

Eine Fetischparty mit etwa 600 Gästen in einer angesagten Location in Berlin-Mitte hat am Samstagabend ein jähes Ende gefunden. Beamte der Berliner Polizei und der Bundespolizei lösten die Veranstaltung in der Alten Münze auf. "Es waren einfach zu viele für zu wenig Platz", hieß es bei der Polizei am späteren Abend. Die Veranstalterin erwartet demnach ein Verfahren wegen Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung. Der Mindestabstand habe wegen der Vielzahl der Personen nicht eingehalten werden können. Die Veranstalterin habe die Party nach Aufforderung durch die Beamten beendet. Die Gäste wurden in die Berliner Nacht entlassen und nach Hause geschickt.

Mit Hunderten Einsatzkräften kontrollierte die Berliner Polizei am Samstag, ob sich die Menschen an die Corona-Regeln halten. Rund 1.000 Polizisten sollten im Laufe des Tages im Einsatz sein, die Hälfte von der Bundespolizei. Auch für den Sonntag waren Kontrollen geplant.

Sonntag, 25. Oktober, 7 Uhr: Warnstufe "Dunkelrot" jetzt auch in Kempten

Seit Sonntag gilt auch in der Allgäu Metropole Kempten die höchste bayerische Corona-Warnstufe. "Dunkelrot" bedeutet strengere Corona-Regeln. Zum Beispiel eine frühere Sperrstunde in der Gastronomie. Die Regelungen finden Sie hier. Laut RKI gibt es in Kempten - hochgerechnet auf 100.000 Einwohner - 111,4 Corona-Fälle in den letzten sieben Tagen.

Auch Memmingen bleibt im dunkelroten Bereich. Hier liegt die 7-Tage-Inzidenz mit hochgerechnet 129,3 Fällen sogar noch höher. Die Zahlen fürs Allgäu finden Sie in unserer Übersicht.

Sonntag, 25. Oktober, 6.45 Uhr: Gesundheitsämter melden 11.176 Corona-Neuinfektionen in Deutschland - und 10.000 Tote

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages 11.176 neue Corona-Infektionen gemeldet. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen allerdings meist niedriger, auch weil am Wochenende weniger getestet wird. Insgesamt haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 429.181 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert. Vor genau einer Woche waren es noch 5.587 Neuinfektionen an einem Tag.

Die Zahl der Todesfälle in Deutschland im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich um 29 auf insgesamt 10.032. Die Marke von 10.000 war am Vortag überschritten worden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Samstag bei 1,36. Das bedeutet, dass zehn Infizierte knapp 14 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Samstag, 24. Oktober, 22.45 Uhr: Teddys statt Zuschauer auf der Tribüne

Eine "schöne" Corona-Nachricht zum Abschluss des Tages: Wo in Nicht-Corona-Zeiten normalerweise die Fans des niederländischen Fußball-Erstligisten SC Heerenveen ihre Plätze haben, saßen diesmal Teddybären. 15.000 Stofftiere in blau-weißen Trikots mit rotem Herz waren am Samstag beim Heimspiel gegen den FC Emmen auf den Tribünen platziert. Die "Knuffelberen" in den friesischen Farben sollten an Kinder erinnern, die an Krebs erkrankt sind. Wegen der sich auch in den Niederlanden verschärfenden Corona-Pandemie waren für das Spiel keine Zuschauer mehr im sonst als Eisschnelllauf-Mekka bekannten Heerenveen erlaubt.

Nicht so schöne Nachrichten gab es am Abend noch von den Würburger Kickers: Ein Spieler und zwei Trainer des Vereins durften bei der Partie gegen den HSV nicht dabei sein, weil sie angeblich mit Corona infiziert sind. Doch die Tests waren "falsch postiv".

Samstag, 24. Oktober, 21.35 Uhr: Polizei muss Demonstranten bei Corona-Demo in Kempten trennen

Eine Corona-Demo hat am Samstag in Kempten statt gefunden. 15 in Schutzanzügen gekleidete Menschen zogen mit Plakaten durch die Innenstadt. Auf den Transparenten standen überspitzte Botschaften wie "Söder schützt euch" oder "Desinfiziert alles". Die Demonstranten wollten so auf freiheitseinschränkende Maßnahmen der Corona-Pandemie aufmerksam machen.

Die Demo blieb nicht friedlich: Gegendemonstranten stellten sich in den Weg, die Polizei musste einschreiten und die Demonstranten trennen. Alle Informationen dazu hier.

Samstag, 24. Oktober, 20.40 Uhr: Appelle von Oberbürgermeister und Landrätin

Am Abend haben sich Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder und die Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller zu Wort gemeldet.

In Memmingen hat der Warnwert heute die "dunkelrote" Stufe der Corona-Ampel erreicht. "Die gegenwärtige Entwicklung besorgt mich sehr. Es kommt jetzt besonders darauf an, in noch stärkerem Maße als bisher die Corona-Regeln einzuhalten. Ich appelliere an alle Bürgerinnen und Bürger und fordere sie alle auf, besonders achtsam zu sein", schrieb der Memminger OB Schilder bei Facebook.

Das Oberallgäu hat heute als letzter Landkreis im Allgäu den "roten" Bereich erreicht und den Warnwert 50 überschritten. Dort gelten ab Sonntag auch strengere Corona-Regeln - unter anderem dürfen sich nur noch fünf Personen im privaten und öffentlichen Raum treffen und in Grundschulen gilt ab Montag die Maskenpflicht im Unterricht. Landrätin Baier-Müller nennt das Thema sensibel. Man werde das Infektionsgeschehen in den Oberallgäuer Grundschulen aus den vergangenen Wochen bis zu den Herbstferien nochmals genau analysieren. Die dem Gesundheitsamt bekannt gewordenen Übertragungen auch an Grundschulen rechtfertigen ihr zufolge derzeit keinen Schnellschuss: „Wir wollen den Präsenzunterricht so lange wie möglich aufrecht erhalten", heißt es in einer Pressemitteilung vom Landratsamt am Abend.

Samstag, 24. Oktober, 19.55 Uhr: Kiews Bürgermeister: Vitali Klitschko hat Corona

In der Ukraine hat sich Ex-Boxweltmeister Vitali Klitschko vor seiner möglichen Wiederwahl als Bürgermeister in der Hauptstadt Kiew mit dem Coronavirus angesteckt. Das teilte der 49-Jährige am Samstagabend in mehreren sozialen Netzwerken mit. "Freunde! Das Coronavirus hat im unpassendsten Moment zugeschlagen", meinte er mit Blick auf den Wahlsonntag. "Ich fühle mich gut." Er habe zwar versucht, sich zu schützen, aber die Arbeit als Bürgermeister in Pandemie-Zeiten bedeute auch ein ständiges Risiko. Er sei regelmäßig getestet worden und werde nun aus der Selbstisolation weiter arbeiten, teilte Klitschko mit.

In der Ukraine stiegen die Corona-Infektionszahlen ähnlich wie in anderen Ländern Europas zuletzt stark an. Am Samstag wurden mehr als 7000 neue Fälle binnen 24 Stunden gemeldet,

In der ukrainischen Hauptstadt kandidieren neben Klitschko 19 Mitbewerber um das Bürgermeisteramt an. Vor fünf Jahren gewann er erst in der zweiten Runde mit mehr als 64 Prozent der Stimmen.

Samstag, 24. Oktober, 19.30 Uhr: Bayerisches Corona-Testzentrum in Lindau weitet Betrieb aus

Aufgrund der hohen Nachfrage weitet das Corona-Testzentrum in Lindau seinen Betrieb aus. „In den vergangenen Wochen wurde das Testzentrum so gut angenommen, dass der Betreiber Allgäu Medical Service die personellen Kapazitäten erhöht und das Landratsamt einen weiteren Container aufgestellt hat“, teilt das Landratsamt Lindau mit. In knapp zwei Monaten haben sich in Lindau 5180 Personen testen lassen. Alle Informationen hier.

Samstag, 24. Oktober, 18.25 Uhr: Forderung nach bundesweit einheitlichen Corona-Regeln immer lauter

Vor einem Treffen der Ministerpräsidenten der Länder in der kommenden Woche werden die Rufe nach schärferen und vor allem einheitlicheren Corona-Regeln lauter. Wirtschaftsminister Peter Altmaier sprach sich wie zuvor Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dafür aus, notfalls auch mehr Kompetenzen auf den Bund zu verlagern.

"Entscheidungen eines einzelnen Bundeslandes können Auswirkungen auf alle anderen Bundesländer haben. Deshalb brauchen wir dringend mehr gemeinsame Entscheidungen", erklärte er in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Welche Länderchefs auch einheitliche Regeln fordern.

Samstag, 24. Oktober, 17.50 Uhr: Zahl der Neuinfektionen beosnders in Schwaben hoch

In der Corona-Epidemie überschreiten mittlerweile fünfzehn bayerische Städte und Kreise den Schwellenwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Das sind vier mehr als am Vortag, wie aus der am Samstag veröffentlichten Übersicht des Landesamts für Gesundheit hervorgeht.

Am schnellsten verbreitet sich das Virus nach wie vor im Berchtesgadener Land. Auffällig ist aber vor allem die Entwicklung in Schwaben - warum das so ist.

Samstag, 24. Oktober, 16.20 Uhr: Corona-Testzentrum in Kempten jetzt auch samstags geöffnet

Die Nachfrage ist groß, deshalb hat das Corona-Testzentrum in Kempten in der Ari-Kaserne jetzt auch samstags geöffnet. Das Testzentrum wird von der Stadt Kempten und dem Kreis Oberallgäu gemeinsam betrieben. Unser Fotograf Ralf Lienert war vor Ort:

Samstag, 24. Oktober, 15.40 Uhr: "Dunkelrote" Regeln gelten schon ab heute in Memmingen

Wie berichtet, hat die Stadt Memmingen heute den Schwellenwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tage überschritten und damit die "dunkelrote" Stufe der Corona-Ampel erreicht. Die damit verbundenen strengeren Regeln gelten bereits ab dem heutigen Samstag, teilt die Stadt in einer Pressemitteilung mit (normalerweise treten die schärferen Regeln am nächsten Tag in Kraft). Das bedeutet für die Memminger: Die Sperrstunde verschiebt sich um eine Stunde nach vorne auf 21 Uhr. Auch das Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen gilt ab 21 Uhr, der Alkoholverkauf an Tankstellen oder andern Verkaufsstellen ist ab 21 Uhr nicht mehr erlaubt. Welche weiteren Regeln ab sofort in Memmingen gelten und wie lange sie in Kraft sind, erfahren Sie hier.

Samstag, 24. Oktober, 15.25 Uhr: Weitere Corona-Fälle beim ECDC Memmingen

Der Allgäuer Oberliga-Klub ECDC Memmingen hat am Samstag weitere Corona-Fälle im Team bestätigt: "Mittlerweile haben sechs Personen rund um das Team der Indians einen positiven Testbescheid erhalten. Alle Betroffenen zeigen nur leichte Symptome und befinden sich, wie der Rest der Mannschaft, in häuslicher Quarantäne", schreibt der Verein am Samstag auf seiner Facebook-Seite. Mitte der Woche war bekannt geworden, dass sich zwei Spieler beim ECDC mit Corona infiziert hatten. Daraufhin wurden Tests bei weiteren Spielern veranlasst.

Samstag, 24. Oktober, 15.10 Uhr: Oberallgäu jetzt auch im "roten" Bereich

Das Landesamt für Gesundheit hat die neuen 7-Tage-Inzidenz-Werte für die Allgäuer Kreise und Städte veröffentlicht: Zum ersten Mal rutscht das Oberallgäu auch in den roten Bereich (51,28). Das bedeutet, dass dort ab morgen automatisch die Regeln der Stufe "rot" in Kraft treten (u.a. Treffen nur noch mit maximal fünf Personen im privaten und öffentlichen Raum, Sperrstunde um 22 Uhr).

Die Stadt Memmingen bleibt auch bei den LGL-Zahlen mit einem Wert von 115,65 im dunkelroten Bereich. Kaufbeuren bleibt weiter knapp unter dem Wert 100. Besonders viele Corona-Neuinfektionen gibt es in Kempten: Dort ist die 7-Tage-Inzidenz auf knapp 87 gestiegen, in den vergangenen Tagen lag sie immer unter 60. Die detaillierten 7-Tage-Inzidenz-Werte fürs Allgäu erfahren Sie hier.

Samstag, 24. Oktober, 13.30 Uhr: Merkel: Gebot der Stunde heißt Kontakte reduzieren

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor dem Hintergrund deutlich steigender Corona-Infektionszahlen erneut an die Bürger appelliert, durch weniger Kontakte bei der Eindämmung der Pandemie mitzuhelfen. "Wir sind nicht machtlos gegen das Virus, unser Verhalten entscheidet, wie stark und wie schnell es sich ausbreitet. Und das Gebot der Stunde heißt für uns alle: Kontakte reduzieren. Viel weniger Menschen treffen", sagte sie in ihrem am Samstag veröffentlichten Videopodcast.

Samstag, 24. Oktober, 13 Uhr: Weltweit neue Corona-Negativ-Rekorde

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen weltweit steigt und steigt. Täglich werden weitere Negativrekorde gemeldet. In den USA erhöhte sich die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages erstmals seit Beginn der Pandemie auf mehr als 80.000. Die Johns-Hopkins-Universität (JHU) verzeichnete dort am Freitag (Ortszeit) 83.757 neue Fälle, rund 12.000 mehr als noch am Vortag.

Auch in Europa gehen die Werte steil nach oben. Belgien, das in Relation zur Einwohnerzahl zu den am stärksten von der Pandemie getroffenen Staaten in Europa zählt, registrierte mit 15.432 Infektionen (20. Oktober) binnen eines Tages einen neuen Höchstwert.

Samstag, 24. Oktober, 12.15 Uhr: Allgäuer Snowboard-Weltmeisterin Jörg infiziert - DSV-Team in Quarantäne

Nach einer Corona-Infektion bei Snowboard-Weltmeisterin Selina Jörg hat sich das deutsche Race-Weltcupteam in eine freiwillige Quarantäne begeben.

Das teilte Snowboard Germany am Samstag mit. Die Infektion bei der 32-Jährigen aus Sonthofen sei bei wöchentlichen Routinetests bemerkt worden. Die gesamte Lehrgangsgruppe habe sich daraufhin noch einmal auf das Virus testen lassen, hieß es weiter. "Selina geht es den Umständen entsprechend gut. Bisher zeigen keine weiteren Teammitglieder Symptome", sagte Sportdirektor Andreas Scheid in der Mitteilung. Alle hätten schnell und verantwortlich reagiert.

Samstag, 24. Oktober, 11.30 Uhr: Samu Haber an Corona erkrankt - "The Voice" läuft ohne ihn weiter

Musiker Samu Haber (44) ist positiv auf Corona getestet worden. Er habe vor dem Auftritt in einer finnischen Fernsehshow einen Test machen müssen, der positiv ausgefallen sei. "Ich konnte es erst nicht glauben, weil ich keine Symptome habe und mich ganz normal fühle", schrieb Haber am späten Freitagabend auf Instagram.

Samstag, 24. Oktober, 10.30 Uhr: Biden verspricht Amerikanern kostenlose Corona-Impfung

Eine Impfung gegen das Coronavirus soll nach Willen des demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten Joe Biden für alle Menschen in den USA kostenlos sein. Auch für Bürger ohne Krankenversicherung müsse die Regierung eine kostenfreie Schutzimpfung garantieren, sagte Biden am Freitag in Wilmington im Bundesstaat Delaware. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Blog zur US-Wahl.

Samstag, 24. Oktober, 10 Uhr: Pandemiewelle in Europa - neue Einschränkungen und Proteste gegen Lockdown

Die sich weiter zuspitzende Lage in der Corona-Pandemiehat weitere Einschränkungen des Alltagslebens in mehreren europäischen Ländern zur Folge. Seit Samstag gilt die Ausgangssperre in Frankreich in 54 Départements und dem französischen Überseegebiet Französisch-Polynesien. Damit sind nun 46 Millionen Menschen beziehungsweise zwei Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner Frankreichs von der Anti-Corona-Maßnahme betroffen.

Die Einreise von Deutschland nach Dänemark ist seit Mitternacht nur noch mit triftigem Grund erlaubt. Und in Lettland dürfen bei Veranstaltungen in Räumen nur noch maximal zehn Personen zusammenkommen. In Italien kam es unterdessen zu Protesten.

Samstag, 24. Oktober, 8.50 Uhr: Stillstand in Sonthofen: Komplette Mannschaft des 1. FCS in Quarantäne

Nichts geht mehr – fürs Erste. Die Tornetze sind festgebunden, der Kiosk ist zu, die Tribünen leer. Die Corona-Pandemie hat den 1. FC Sonthofen erwischt, den Betrieb beinahe lahmgelegt. Seit nunmehr einer Woche ist die gesamte erste Mannschaft des Fußball-Landesligisten in angeordneter häuslicher Quarantäne. Drei Spieler des FCS sind positiv auf Covid-19 getestet worden. Schon die Absage der Liga-Partie gegen den FC Memmingen II war offenbar ein Vorbote für die dynamische Entwicklung, die sich beim größten Oberallgäuer Fußballverein in den Folgetagen ereignete. Was das für den Verein bedeutet, lesen Sie exklusiv mit AZ Plus.

Samstag, 24. Oktober, 8 Uhr: Diese Corona-Regeln gelten jetzt im Allgäu

Im Allgäu gelten derzeit drei unterschiedliche Warnstufen. Von "Gelb" (Oberallgäu) bis zu "Dunkelrot" (Memmingen). Diese Regeln gelten nun.

Samstag, 24. Oktober, 7 Uhr: Memmingen: Ampel steht jetzt auf "Dunkelrot"

Als erste Allgäuer Stadt hat Memmingen am Samstag laut RKI die höchste Warnstufe erreicht. Nach 117,9 Fällen - hochgerechnet auf 100.000 Einwohner - steht die Ampel nun auf "Dunkelrot". Das bedeutet: noch strengere Corona-Regeln. So gilt die Sperrstunde schon ab 21 Uhr. Kaufbeuren steht mit einem Inzidenz-Wert von 94,6 kurz vor der höchsten Warnstufe. Die Inzidenz-Werte im Allgäu in der Übersicht.

Samstag, 24. Oktober, 6.45 Uhr: 14.714 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Samstagmorgen 14.714 neue Corona-Infektionen gemeldet, so viele wie noch nie seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland. Da es allerdings am Donnerstag zeitweise zu Datenlücken bei der Übermittlung von Infektionszahlen gekommen war, könnten in der jüngsten Zahl der Neuinfektionen entsprechende Nachmeldungen enthalten sein. Auch am Samstagmorgen gab es zeitweise Unstimmigkeiten bei den angegebenen Zahlen.

Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung überschritt am Samstag die Marke von 10.000.

Durch einen Ausfall eines Webservers waren am Donnerstagnachmittag laut RKI Übermittlungen von den Gesundheitsämtern zu den zuständigen Landesbehörden und von denen zum RKI knapp drei Stunden lang gestört gewesen. Anschließend habe der Server aber wieder funktioniert. Die fehlenden Daten sollten am Freitag automatisch im Laufe des Tages übermittelt worden sein und somit in der Publikation vom Samstagmorgen erscheinen. Die Größe der Datenlücke war zunächst nicht bekannt. Betroffen von der Panne waren zum Beispiel Corona-Hotspots in Nordrhein-Westfalen.

Freitag, 23. Oktober, 21.51 Uhr: Mehr als 1500 Bundespolizisten in Corona-Quarantäne

Der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, hat angesichts steigender Corona-Infektionszahlen an die Mitarbeiter seiner Behörde appelliert, sich im privaten Bereich besser vor Ansteckung zu schützen. In einer Videobotschaft an die Polizeibeamten sagte er am Freitag, aktuell seien 136 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet. 1574 Bundespolizisten befinden sich nach seinen Worten derzeit vorsorglich in Quarantäne.

"Wenn wir ausfallen, geht das Licht aus", mahnte Romann. Deshalb hätten alle Mitarbeiter der Bundespolizei die Pflicht, sich gesund zu erhalten, "das gilt auch im privaten Bereich". Dort seien die Risiken höher als im Dienst. "Vermeidet Infektion, auch wegen möglicher Langzeitfolgen", appellierte er an die Beamten. Zum Schluss gab er ihnen noch einen scherzhaften Rat mit: "Essen Sie jeden Tag drei Knoblauchzehen, das hilft zwar nicht unmittelbar gegen das Virus, sorgt aber dafür, dass Euch niemand zu nahe kommt."

Freitag, 23. Oktober, 19.30 Uhr: Weniger Besucher auf dem Eiffelturm wegen Corona-Krise

Der Eiffelturm bekommt wegen der Corona-Krise viel weniger Besuch als gewöhnlich. Seit Schulanfang im September gebe es nur etwa 10 bis 20 Prozent des üblichen Besucheraufkommens, sagte der Präsident der Betreibergesellschaft Sete, Jean-François Martins, am Freitag im Radiosender RTL. Der Vorteil für die Besucher, die derzeit von allem aus Frankreich kommen: Sie müssen laut Martins nicht warten.

Der über 130 Jahre alte Turm unweit der Seine wird normalerweise von bis zu sieben Millionen Menschen im Jahr besucht. Nach einer mehr als dreimonatigen coronabedingten Zwangspause hatte das 324 Meter hohe Pariser Wahrzeichen Ende Juni seine Pforten wieder geöffnet.

Freitag, 23. Oktober, 18.55 Uhr: Hochschule Kempten legt fest: Vorlesungen fast nur noch online

Kempten hat bei der 7-Tage-Inzidenz den Warnwert 50 überschritten. Deshalb sollen die Studierenden der Hochschule Kempten den Campus nun möglichst meiden. Das gilt ab kommender Woche.

Freitag, 23. Oktober, 18.10 Uhr: Berchtesgadener Gymnasiastin darf vorerst nicht in die Schule

Eine Schülerin aus Berchtesgaden darf wegen der hohen Corona-Zahlen in ihrem Landkreis weiter nicht ihr Gymnasium in Traunstein besuchen. Das Verwaltungsgericht München bestätigte am Freitagabend die Anordnung des Landratsamts Berchtesgadener Land, nach der Schüler, die im Landkreis wohnen, keine Schulen außerhalb besuchen dürfen. Die Schülerin hatte sich mit einem Eilantrag an das Gericht gewandt, um wieder in die Schule im Nachbarlandkreis gehen zu dürfen. Dabei berief sie sich auf nachteilige Bildungschancen und verwies auf eine unmittelbar bevorstehende Prüfung.

Das Gericht erachtet die Einschränkung des Landratsamtes angesichts der hohen Zahlen für verhältnismäßig. Am Donnerstag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche - bei 292,65 gelegen, die höchste Zahl bundesweit. Am Freitag sank der Wert leicht auf 278,49. Weitere Informationen im Artikel.

Freitag, 23. Oktober, 17.40 Uhr: Ausnahmen von Maskenpflicht für Grundschüler müssen genehmigt werden

Die Staatsregierung will regionale Ausnahmen von der Maskenpflicht für Grundschüler in Corona-Hotspots nicht so ohne Weiteres hinnehmen. Die Landkreise und kreisfreien Städte müssen derartige Ausnahmeregelungen vorab von den jeweiligen Bezirksregierungen genehmigen lassen - und diese ausführlich begründen. Das geht aus einem Schreiben des Gesundheitsministeriums hervor, das am Freitag an alle Kreisverwaltungsbehörden verschickt wurde und das der Deutschen Presse-Agentur in München vorliegt.

Von den Kreisverwaltungsbehörden ist demnach "eine ausführliche, auf die ganz konkrete Situation vor Ort abstellende und infektiologisch tragfähige Begründung mit einzureichen", heißt es in dem Schreiben. Kommunen, die in den vergangenen Tagen bereits Ausnahmeregelungen erlassen haben, müssen eine Begründung "unverzüglich" nachreichen.

Nach der neuen bayerischen Corona-Verordnung gilt eine Maskenpflicht im Unterricht auch für Grundschüler automatisch überall dort, wo es mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gab. Kommunen können aber davon abweichen und Ausnahmeregelungen erlassen - davon hatten zuletzt die Landeshauptstadt München und anschließend auch mehrere Landkreise Gebrauch gemacht. Dafür braucht es aber neben einer klaren Begründung nun auch eine Genehmigung.

Freitag, 23. Oktober, 17.20 Uhr: Oberverwaltungsgericht kippt Beherbergungsverbot im Norden

Schleswig-Holsteins Oberverwaltungsgericht hat das sogenannte Beherbergungsverbot für Touristen aus Corona-Hotspots gekippt. Das Gericht in Schleswig stufte die Regelung am Freitag als rechtswidrig ein. Es erklärte die Regelung in einem Eilverfahren für außer Vollzug gesetzt, bis eine Entscheidung in der Hauptsache getroffen ist.

Auch in Bayern gilt das Beherbergungsverbot nicht mehr.

Freitag, 23. Oktober, 17.10 Uhr: Irritation in Österreich über Pendler-Testpflicht in Bayern

In Österreich stoßen die deutschen Reisewarnungen und besonders die neue bayerische Testpflicht für Berufspendler aus Corona-Risikogebieten auf Ablehnung. Politiker und Wirtschaftsvertreter kritisierten die seit Freitag geltende bayerische Maßnahme, die einen wöchentlichen PCR-Test von einpendelnden Arbeitnehmern fordert. "Eine gewisse Vorbereitungszeit wäre wünschenswert gewesen", teilte Tirols Landeschef Günther Platter mit.

Am Donnerstag hatte die Bundesregierung - neben anderen Nachbarländern - fast ganz Österreich ab kommenden Samstag als Corona-Risikogebiet eingestuft. Österreichs Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) will am Dienstag bei einem Besuch bei Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auch über Corona-Beschränkungen und die ausgeweiteten Reisewarnungen sprechen.

"Wir bedauern die Entscheidung der deutschen Regierung eine Reisewarnung über große Teile Österreichs zu verhängen, und die damit verbundenen weiteren Maßnahmen", teilte sie am Freitag mit. "Wir brauchen treffsicherere Kriterien und ein einheitliches Vorgehen bei Reisewarnungen und Quarantäneregelungen."

Freitag, 23. Oktober, 16.40 Uhr: 39 Corona-Infizierte in Ulmer Schlachthof

In einem Schlachthof in Ulm haben sich 39 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Durch die regelmäßigen Reihentestungen könne sich die Zahl fortlaufend ändern, teilte ein Sprecher des Alb-Donau-Kreises am Freitag mit. Betroffen ist demnach vor allem die Rinderschlachtung, es gebe jedoch Hinweise, dass das Geschehen auch auf weitere Bereiche gestreut habe. Zu dem Ausbruch wurde im Gesundheitsamt des Landkreises eine Arbeitsgruppe gebildet.

Die Stadt Ulm stimme sich derzeit mit dem zuständigen Gesundheitsamt beim Alb-Donau-Kreis über mögliche Maßnahmen ab, sagte eine Stadtsprecherin. Der Landkreis kündigte entsprechende Quarantäne- und Infektionsschutzmaßnahmen an.

Der Ulmer Betrieb ist nach der Corona-Verordnung des Landes zu wöchentlichen Tests verpflichtet. Das Gesundheitsamt habe dem Schlachthof keine Ausnahme erteilt, auch wenn der Betreiber dies beantragt habe, teilte der Sprecher des Landkreises mit.

Freitag, 23. Oktober, 16.30 Uhr: Lockdown im Berchtesgadener Land: Lockerung bei To-Go-Gerichten

Im stark von dem Corona-Virus betroffenen Berchtesgadener Land können die Menschen nun auch nach 20.00 Uhr wieder Essen zum Mitnehmen bestellen oder abholen. Das Landratsamt änderte seine strenge Allgemeinverfügung vom Dienstag in diesem Punkt, wie die Behörde am Freitag mitteilte. Gegen die Regelung hatte ein Betreiber eines Gastronomiebetriebs am Vortag beim Verwaltungsgericht München Klage und Eilantrag eingereicht.

"Nachdem wir in den letzten Tagen beobachten konnten, dass sich die Bürgerinnen und Bürger an die auferlegten Maßnahmen halten, freue ich mich, Ihnen mitteilen zu können, dass es keinen Grund mehr gibt, auch die Mitnahme oder die Lieferungen von Speisen nach 20.00 Uhr zu untersagen", erläuterte Landrat Bernhard Kern (CSU). "Deswegen wird diese Regelung ersatzlos aus der Allgemeinverfügung gestrichen."

Dem Gericht liegen allerdings weitere Klagen und Eilanträge gegen die strengen Beschränkungen vor, die einer Art Lockdown gleichkommen. Etwa ist das Verlassen der eigenen Wohnung bis 2. November nur noch mit triftigem Grund erlaubt; Hotels und Gaststätten sind dicht.

Freitag, 23. Oktober, 16.00 Uhr: Landkreis Lindau beendet Homeschooling für Grundschüler

Viele Kinder durften wegen Corona nur noch wechselweise in den Unterricht. Einige Eltern kritisierten das. Landrat Elmar Stegmann hat nun reagiert und sich am Donnerstag mit Vertretern des Landratsamtes und des Schulamtes abgestimmt. Bis zu den Herbstferien wurden nun einige Corona-Regeln entschärft. Weitere Informationen im Artikel.

Freitag, 23. Oktober, 15.40 Uhr: 15 Spieler des FC Füssen in Quarantäne

Nichts geht mehr beim FC Füssen. Zumindest an diesem Wochenende. Denn wegen eines Corona-Falls wurden alle Spiele des Vereins abgesagt. 15 Spieler befinden sich derzeit in Quarantäne.

Weitere Informationen lesen Sie hier.

Freitag, 23. Oktober, 15.20 Uhr: Österreich meldet dritten Corona-Tagesrekord in Folge

Österreich hat den dritten Tag in Folge einen Rekord an Corona-Neuinfektionen registriert. Am Freitag meldeten Innen- und Gesundheitsministerium 2.571 neue Fälle binnen 24 Stunden.

Bereits am Donnerstag und am Mittwoch waren jeweils Höchststände seit Beginn der Pandemie erreicht worden. Die Zahl neu gemeldeter Fälle binnen sieben Tagen stieg auf 154,4 pro 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt dieser Wert nach Angaben des Robert Koch-Instituts zurzeit im bundesweiten Durchschnitt 60,3.

Besonders betroffen sind die Bundesländer Salzburg (238,5), Tirol (215,4) und Vorarlberg (206,7) sowie Wien (189,8). Auch das mit den österreichweit wenigsten Fällen von der deutschen Reisewarnung ausgenommene Bundesland Kärnten zählte am Freitag 69,1 Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Freitag, 23. Oktober, 15.10 Uhr: Verfassungsrichter bestätigen Corona-Regel zur Kontaktdatenerfassung

Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat die coronabedingte Pflicht zur Erfassung von Kontaktdaten etwa in der Gastronomie oder bei Veranstaltungen bestätigt. Das höchste bayerische Gericht lehnte es in einer am Freitag veröffentlichten Entscheidung ab, die entsprechenden Vorschriften in der bayerischen Verordnung per einstweiliger Anordnung außer Vollzug zu setzen.

Es lägen keine Gründe vor, die einen solchen Schritt rechtfertigen würden, teilte das Gericht mit. Es sei nicht offensichtlich, dass die Staatsregierung beim Erlass der Verordnung bundesrechtlich eröffnete Spielräume überschritten haben könnte. Und es sei auch nicht offensichtlich, dass die Staatsregierung die Pflicht zur strengen Prüfung der Verhältnismäßigkeit des Eingriffs in das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung verletzt haben könnte (Az. Vf. 26-VII-20).

Freitag, 23. Oktober, 14.45 Uhr: Corona-Krise kostet Kirche in Bayern mehr als 100 Millionen Euro

Die Corona-Krise kostet die katholische Kirche in Bayern mehr als 100 Millionen Euro. Allein das Erzbistum München und Freising rechnet in diesem Jahr mit einem Minus von bis zu 32 Millionen Euro bei Einnahmen aus der Kirchensteuer, wie das Bistum am Freitag in München mitteilte. Damit sei der Rückgang zwar nicht so deutlich wie im Frühjahr noch befürchtet - "aber er wird doch erheblich sein", sagte Generalvikar Christoph Klingan. "Die genaue Entwicklung ist schwer abzusehen."

Die Einnahmen aus Kirchensteuern sinken vor allem deshalb, weil in der Corona-Krise mehr Menschen in Kurzarbeit gegangen oder sogar arbeitslos geworden sind und deshalb keine Kirchensteuer mehr zahlen.

Ursprünglich hatte das Bistum mit Kirchensteuereinnahmen von 640 Millionen Euro für das Jahr 2020 gerechnet, sagte der Finanzchef des Bistums, Markus Reif. Und schon damit hätte unterm Stich am Jahresende ein Minus von 11,7 Millionen Euro gestanden. Reif geht jetzt von einem "Minus von vier bis fünf Prozent" bei den Kirchensteuern aus. Damit ergibt sich für 2020 ein erwartetes negatives Jahresergebnis von mehr als 40 Millionen Euro. Er könne sich nicht daran erinnern, jemals ein negatives Ergebnis ausweisen zu müssen, sagte Reif. 2019 hatte das Bistum mit Kirchensteuern noch rund 665 Millionen Euro verdient.

Freitag, 23. Oktober, 13.40 Uhr: Wirtshaus lockt Gäste mit Freibier zu korrekten Kontaktangaben

Eine Brauerei im baden-württembergischen Ehingen ist erfinderisch geworden, damit Gäste in der Corona-Pandemie im Wirtshaus korrekte Kontaktdaten hinterlassen. Statt Kontaktlisten erhalten die Gäste im Gasthaus der Brauerei Postkarten, auf denen sie ihre Daten eintragen sollen. Was die Postkarte ebenso enthält: Einen Gutschein für ein Freibier. "Wir wollten dem Gast die Scheu nehmen, uns seine persönlichen Daten zu geben, indem wir ihm mit der Versendung der Postkarte seine Daten zurückgeben", teilte Franz Weisser von der Brauerei mit.

Die Idee dazu sei auch aus der Not geboren, da die Brauerei nach dem Lockdown große Sorge gehabt habe, ob die Wirtschaft wieder in Gang komme. Von den Gästen werde die Aktion gut angenommen: "Nach dem Staunen sorgt es für ein Lächeln und sogar Heiterkeit", teilte Weisser mit.

Freitag, 23. Oktober, 12.50 Uhr: Kapazitätsgrenze erreicht: Soldaten helfen im Memminger Gesundheitsamt aus

Das Memminger Gesundheitsamt bekommt ab dem kommenden Montag Hilfe von der Bundeswehr. Das gab jetzt Oberbürgermeister Manfred Schilder bekannt. Die Behörde stößt angesichts einer hohen Zahl an Infektionen und einer Vielzahl von Kontaktpersonen, die ermittelt und benachrichtigt werden müssen, an ihre Kapazitätsgrenzen. Darum werden laut dem Rathauschef ab Montag fünf Soldaten und Soldatinnen die Mitarbeiter bei der Nachverfolgung von Kontakten unterstützen.

Ebenso kündigte Schilder an, dass es in der kommenden Woche Neues zum Thema Maskenpflicht an den Grundschulen geben soll. Den Oberbürgermeister erreichen nach eigenen Angaben Zuschriften und Anfragen in bisher ungekanntem Ausmaß, in denen Eltern ihren Unmut äußern und für eine Aussetzung dieser Regelung eintreten. Derzeit laufen laut Schilder Abstimmungen zu diesem Thema, auch werde ein weiteres Schreiben des Gesundheitsministeriums dazu erwartet. Deutlich stellte sich der Oberbürgermeister gegen „Alleingänge“ einzelner Städte und Landkreise.

Freitag, 23. Oktober, 12.15 Uhr: Österreich verschärft Corona-Regeln - auch Gesichts-Visiere vor dem Aus

Österreich verschärft ab Sonntag seine Regeln im Kampf gegen Corona weiter. Auch Gesichtsvisiere sollen verboten werden - aber mit einer Übergangsphase. Details dazu lesen Sie hier.

Freitag, 23. Oktober, 11.30 Uhr: Querdenker-Demo in Memmingen mit 300 Teilnehmern startet

In Memmingen hat am Freitag eine Querdenker-Demo stattgefunden. Auf dem Parkplatz der Memminger Stadionhalle sprach auch Arzt und Corona-Kritiker Bodo Schiffmann. Rund 300 Menschen waren laut Polizei vor Ort.

Freitag, 23. Oktober, 10.30 Uhr: Fasnacht 2021 in Marktoberdorf fällt aus

Corona-Schock in Marktoberdorf: Der größte Allgäuer Faschingsumzug - der Gaudiwurm - muss wegen der Corona-Krise abgesagt werden. Auch die Oberdorfer Fasnachtsabende und der Kinderball können nicht stattfinden. „Das ist tatsächlich die zweite Absage in unserer über 50-jährigen Geschichte.“, stellt Claudia Bestler, Präsidentin des Umzugs, traurig fest. Weitere Infos folgen.

Da bleiben für 2021 wohl nur die Erinnerungen an die letzten Umzüge.

Freitag, 23. Oktober, 10.15 Uhr: Testpflicht für Österreich-Pendler gilt ab heute

Am Mittwoch hatte es Markus Söder angekündigt, jetzt gilt die Testpflicht für Pendler aus Risikogebieten. Wer regelmäßig (zum Arbeiten oder für die Schule) aus einem ausländischen Risikogebiet nach Bayern einreist, muss regelmäßig Corona-Tests vorlegen.

Freitag, 23. Oktober, 9.45 Uhr: Ärztepräsident Reinhardt ist von Alltagsmasken "nicht überzeugt" - und erntet dafür Kritik

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat den Nutzen von Alltagsmasken bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie bezweifelt. Er sei von den Alltagsmasken nicht überzeugt, "weil es auch keine tatsächliche wissenschaftliche Evidenz darüber gibt, dass die tatsächlich hilfreich sind", sagte er in der ZDF-Talkshow "Markus Lanz" vom Mittwochabend.

"Schon gar nicht im Selbstschutz und wahrscheinlich auch nur ganz wenig im Schutz, andere anzustecken." Dennoch befürwortete er das Tragen in manchen Situationen. Die Ärztegewerkschaft kritisierte ihn und betonte, die Aussagen stünden im Widerspruch zur Studienlage. Die Hintergründe.

Freitag, 23. Oktober, 9.30 Uhr: Wenn wegen Corona die Nerven blank liegen: 7 drastische Fälle

In der Corona-Krise liegen bei vielen Zeitgenossen die Nerven blank. Unsere Redaktion dokumentiert sieben Fälle, die teils bundesweit für Fassungslosigkeit sorgten. Mehr darüber lesen Sie hier.

Freitag, 23. Oktober, 7.45 Uhr: Auf der Jagd nach Corona-Sündern: Bayerische Polizei kontrolliert am Freitag Maskenpflicht

Angesichts der deutlich gestiegenen Corona-Infektionszahlen kontrolliert die bayerische Polizei am Freitag verstärkt die Einhaltung der Vorschriften. Auch im Allgäu gibt es Kontrollen - aber "mit Augenmaß". Wo und wann die Allgäuer Polizei besonders kontrollieren will.

Freitag, 23. Oktober, 7.20 Uhr: Corona: Wie gut sind die Allgäuer Kliniken auf steigende Patientenzahlen vorbereitet?

In immer mehr Landkreisen und kreisfreien Städten steht die Corona-Ampel auf rot. Einige Kreise, zum Beispiel das Ostallgäu mit einem Sieben-Tage-Inzidenzwert von 92,79 (LGL), kratzen sogar an der „dunkelroten“ Stufe. Lesen Sie exklusiv mit AZ Plus: Wie gut sind die Kliniken in der Region auf einen möglichen Anstieg der Patientenzahlen vorbereitet?

Freitag, 23. Oktober, 6.25 Uhr: 7-Tage-Inzidenz Allgäu: Aktuelle Werte für Städte und Landkreise

Inzwischen steht die Corona-Ampel beinahe im ganzen Allgäu auf "rot". Das bedeutet: Verschärfte Corona-Regeln für fast die ganze Region. Die Landkreise Ostallgäu und Kaufbeuren sowie die Stadt Kaufbeuren nähern sich sogar der neuen Warnstufe "dunkelrot". Die RKI-Zahlen vom Freitag:

  • Oberallgäu 37,2
  • Kempten 57,8
  • Ostallgäu 87,8
  • Kaufbeuren 81,1
  • Unterallgäu 83,9
  • Memmingen 65,8
  • Lindau 51,2

Damit bestätigt das RKI auch die hohen Zahlen vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, die gestern veröffentlicht wurden. Mehr Infos zur 7-Tage-Inzidenz und über die Entwicklung im Allgäu.

Freitag, 23. Oktober, 5.30 Uhr: 11.242 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Freitagmorgen 11.242 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Die Zahl ist vergleichbar mit dem Rekordwert von 11.287 Fällen vom Vortag und liegt deutlich über den 7.334 gemeldeten Neuinfektionen vom Freitag vergangener Woche.

Die jetzigen Werte liegen damit über denen vom Frühjahr, sind aber nur bedingt vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden. Experten zufolge sind die neu gemeldeten Infektionen wegen der Zeit zwischen Ansteckung, Test, Ergebnis und Meldung ein Hinweis darauf, wie stark das Virus vor etwa einer Woche in der Gesellschaft unterwegs war. Deshalb dauere es auch, bis sich politische Maßnahmen in den Meldezahlen niederschlagen könnten.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Donnerstag bei 1,11 (Vortag: 1,09). Das bedeutet, dass zehn Infizierte etwa elf weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert nun bei 1,23 (Vortag: 1,17). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

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