Corona-Newsblog Teil 37

Die Corona-Entwicklung im Allgäu vom 27. bis 31. Dezember im Rückblick

Im Impfzentrum der Air-Kaserne in Kempten haben die ersten Impfungen bereits gestartet.

Im Impfzentrum der Air-Kaserne in Kempten haben die ersten Impfungen bereits gestartet.

Bild: Ralf Lienert

Im Impfzentrum der Air-Kaserne in Kempten haben die ersten Impfungen bereits gestartet.

Bild: Ralf Lienert

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog, Teil 37, vom 27. bis 31. Dezember 2020.
05.01.2021 | Stand: 11:10 Uhr

Dies ist ein Archiv-Artikel. Hier geht es zum aktuellen Corona-Newsblog der Allgäuer Zeitung.

Donnerstag, 31. Dezember, 22.10 Uhr: Knapp eine Million Menschen in Großbritannien gegen Corona geimpft

In Großbritannien sind mittlerweile fast eine Million Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Das Land hatte am 8. Dezember mit einer Massenimpfung begonnen. Bis zum 27. Dezember hätten 786.000 Menschen in England, 92.188 in Schottland, 35.335 in Wales und 31.016 in Nordirland eine Dosis des Mittels der Unternehmen Biontech und Pfizer erhalten, teilte das Gesundheitsministerium in London am Donnerstag mit.

Von diesem Montag (4.1.) an soll ein zweiter Impfstoff für Tempo sorgen. Am Mittwoch hatte die Aufsichtsbehörde dem Mittel des britisch-schwedischen Konzerns Astrazeneca und der Universität Oxford die Freigabe erteilt.

Großbritannien ist eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder Europas. Zuletzt war die Zahl der Neuinfektionen rasant gestiegen, die Behörden meldeten mehr als 50.000 neue Fälle pro Tag. Zehntausende Menschen sind bereits an oder mit Covid-19 gestorben. Fast für das ganze Land gilt ein Shutdown mit weitreichenden Ausgangs- und Reisebeschränkungen.

Donnerstag, 31. Dezember, 20.20 Uhr: Wenig Hoffnung auf schnelle Lockerungen - Debatte um mehr Impfungen und um mehr Rechte für Geimpfte

Wenige Tage vor neuen Bund-Länder-Gesprächen deutet sich kein rasches Ende des Lockdowns in Deutschland an. Eine Lockerung der aktuell strengen Schutzvorkehrungen sei angesichts der hohen Infektionszahlen nicht verantwortbar, sagte die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Zugleich wird diskutiert, wie trotz Engpässen beim Impfstoff mehr Menschen gegen das Coronavirus geimpft werden können.

Lesen Sie auch
Corona-Weihnachten 2020: Die Menschen in Bayern halten sich größtenteils an die Ausgangsbeschränkung.
Corona-Newsbog Teil 36

Die Corona-Entwicklung im Allgäu vom 18. bis 26. Dezember 2020 im Rückblick

Mit Stand vom Donnerstagmorgen waren insgesamt 131 626 Impfungen beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. Entsprechend der Empfehlungen sind das vor allem Pflegeheimbewohner, Menschen über 80 Jahren und medizinisches Personal.

Donnerstag, 31. Dezember, 18.30 Uhr: China beginnt neues Jahr ohne große Corona-Einschränkungen

Peking (dpa) - Weil in China die Corona-Pandemie unter Kontrolle ist und es kaum noch Infektionen gibt, hat das neue Jahr in der Volksrepublik ohne große Einschränkungen begonnen. Allerdings ist Silvester für die Chinesen auch kein besonders wichtiger Feiertag. Nach ihrem traditionellen Mondkalender beginnt das neue Jahr erst im Februar.

Erst dann beginnt eine große Reisewelle, in der sich Hunderte Millionen durchs Land bewegen, um ihre Familien zu besuchen. Erst dann wird auch richtig groß gefeiert. Dennoch wurden am Freitag um Mitternacht in einigen Städten Feuerwerke gezündet. Auch in Wuhan, der Stadt des Corona-Ausbruchs, war eines geplant gewesen.

Donnerstag, 31. Dezember, 16.45 Uhr: Rückblick 2020: Die Corona-Krise im Allgäu im Video

Trotz des Böllerkaufverbots gab es in Kempten am Silvesterabend ein Feuerwerk.
Trotz des Böllerkaufverbots gab es in Kempten am Silvesterabend ein Feuerwerk.
Bild: Ralf Lienert

Donnerstag, 31. Dezember, 15.30 Uhr: Coronavirus-Mutation erneut im Südwesten nachgewiesen

Die britische Variante des Coronavirus ist erneut in Baden-Württemberg aufgetaucht. Das Gesundheitsministerium berichtete am Donnerstag von zwei neuen Fällen, wie die Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart erfuhr. Betroffen sei ein Paar aus dem Ortenaukreis. Ein Test der Frau sei am Mittwoch positiv auf die Virus-Variante gewesen.

Sie hatte sich offensichtlich bei ihrem Partner angesteckt, der im Dezember nach einer Geschäftsreise in Großbritannien erkrankt war. Da die Frau bereits vor Weihnachten auf Corona positiv getestet worden sei, seien die engen Kontaktpersonen schon wieder aus der Quarantäne entlassen worden. Die Gesundheitsbehörden hätten nun erneute Tests der engen Kontaktpersonen veranlasst, um das Risiko einer Weiterverbreitung zu minimieren.

An Heiligabend war die Virusvariante erstmals in Deutschland nachgewiesen worden - ebenfalls in Baden-Württemberg. Zwischenzeitlich tauchte die Variante B.1.1.7 auch schon bei Patienten in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen auf. Sie ist nach Einschätzung von Wissenschaftlern deutlich ansteckender als die bisher bekannte Version.

Donnerstag, 31. Dezember, 13.30 Uhr: Kanzler Kurz: So soll das "Freitesten" in Österreich ablaufen

Wer sich auf Corona testen lässt, darf den Lockdown in Österreich früher verlassen. Kanzler Kurz hat jetzt erklärt, wie er sich das "Freitesten" vorstellt.

Donnerstag, 31. Dezember, 12 Uhr: Bußgelder: Ohne triftigen Grund oder ohne Maske unterwegs

Keine Maske oder ohne triftigen Grund: Von Mittwoch auf Donnerstag erwischte die Polizei im Allgäu erneut etliche, die sich nicht an die Corona-Regeln hielten.

Donnerstag, 31. Dezember, 10 Uhr: Debatte über weniger Einschränkungen für Corona-Geimpfte

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat sich gegen eine Vorzugsbehandlung von Menschen ausgesprochen, die gegen das Coronavirus geimpft wurden. "Eine Vorzugsbehandlung für Geimpfte birgt die Gefahr der Spaltung der Gesellschaft. Zwischen bereits Geimpfte und nicht Geimpfte dürfen wir keinen Keil treiben", sagte der CDU-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag). Das Tempo bei der Impfstoffentwicklung sei "absolut beeindruckend", daher gebe es Hoffnung, dass es bei der Produktion noch schneller gehen werde als erwartet. "Jetzt ist jedenfalls nicht der richtige Zeitpunkt, um über Privilegien für die ersten Geimpften zu streiten, dazu wissen wir noch zu wenig über Dauer und Umfang der Impfwirkung."

Der für den CDU-Vorsitz kandidierende Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz will Corona-Geimpften hingegen mehr Freiheitsrechte einräumen. "Grundrechte sind Individualrechte, aber keine kollektiven Rechte, die der Staat bei Bedarf allen entzieht und nur allen gleichzeitig zurückgewährt, wenn es die Lage wieder erlaubt", sagte Merz den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). "Man kann deshalb einer immer größer werdenden Bevölkerungsgruppe von Geimpften, Gesunden und Genesenen nicht pauschal die Grundrechte vorenthalten, weil eine immer kleinere Gruppe nach wie vor durch das Virus gefährdet ist."

Menschen, die sich selbst und andere nicht mehr gefährdeten, mehr Freiheitsrechte zu gewähren, sei daher keine Diskriminierung. Das gehe entweder durch den Nachweis einer Impfung oder einen negativen Corona-Test, meinte Merz. So werde auch eine faktische Impfpflicht ausgeschlossen.

Donnerstag, 31. Dezember, 8.30 Uhr: Die Allgäuer Inzidenzwerte des RKI am Donnerstag

Von Mittwoch auf Donnerstag meldete das RKI 32.552 Corona-Neuinfektionen. Ein starker Anstieg deutschlandweit, im Allgäu sind die Inzidenz-Zahlen dagegen stabil. Im Unterallgäu und Oberallgäu sanken die 7-Tages-Inzidenzwerte sogar. Der Überblick der Allgäu-Zahlen.

Donnerstag, 31. Dezember, 6.50 Uhr: 32.552 Corona-Neuinfektionen und 964 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 32.552 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Außerdem wurden 964 neue Todesfälle verzeichnet, wie das RKI am Donnerstagmorgen bekanntgab. Die Zahlen sind jedoch nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar. Das RKI hatte über die Weihnachtstage mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern gerechnet. Die aktuell hohen Zahlen sind deshalb aus Sicht des RKI wohl auch durch Nachmeldungen bedingt. Vor einer Woche waren es 32.195 Neuinfektionen und 802 neue Todesfälle binnen eines Tages.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Donnerstagmorgen bei 139,8.

Mittwoch, 30. Dezember, 21.45 Uhr: Irland verhängt Shutdown für mindestens einen Monat

Wegen stark gestiegener Corona-Neuinfektionen und der Ausbreitung einer neuen Virusvariante fährt Irland das öffentliche Leben für mindestens einen Monat herunter. Die Situation sei sehr ernst, sagte Regierungschef Micheal Martin am Mittwochabend. "Die Zahlen werden sich in den kommenden Tagen weiter verschlechtern." Angesichts des Tempos, in dem das Coronavirus um sich greife, müsse die Bremse gezogen werden, sagte Martin.

Die Beschränkungen ähneln einer Ausgangssperre. Von Mittwochabend an sind private Besuche ebenso verboten wie öffentliche Versammlungen - Ausnahmen gibt es für Hochzeiten mit bis zu sechs und Begräbnisse mit bis zu zehn Menschen. Die Menschen sollen ihre Häuser nur für Arbeit, Ausbildung und andere notwendige Zwecke verlassen.

Mittwoch, 30. Dezember, 20.45 Uhr: Auch Argentinien lässt Corona-Impfstoff von Astrazeneca zu

Nach Großbritannien hat auch Argentinien den Corona-Impfstoff der Universität Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca zugelassen. Die Arzneimittelbehörde Anmat erteilte am Mittwoch nach eigenen Angaben eine auf ein Jahr begrenzte Notfallregistrierung für den Verkauf des Mittels gegen Rezept. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis des Produkts sei akzeptabel, hieß es. Es war zunächst unklar, wann mit dem Einsatz des Präparats zu rechnen ist und wie viele Dosen das südamerikanische Land erhalten soll.

Mittwoch, 30. Dezember, 20.15 Uhr: Bayerischer Verfassungsgerichtshof lässt Corona-Verordnung in Kraft

Die bayerische Corona-Verordnung mit weitreichenden Einschränkungen und Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus bleibt bis auf Weiteres in Kraft. Der Bayerische Verfassungsgerichtshof lehnte es in einer am Mittwoch veröffentlichten Entscheidung ab, die Verordnung durch einstweilige Anordnung außer Vollzug zu setzen. Laut Mitteilung des Gerichts ist es aber offen, wie die Entscheidung im Hauptverfahren ausgeht: Bei der im Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes gebotenen überschlägigen Prüfung könne "weder von offensichtlichen Erfolgsaussichten noch von einer offensichtlichen Aussichtslosigkeit" des Hauptantrags im Popularklageverfahren ausgegangen werden.

Mittwoch, 30. Dezember, 20 Uhr: Chefin von Umfrageinstitut: Optimismus wächst dank Impfbeginn

Mehr Menschen in Deutschland blicken optimistisch ins neue Jahr. Ihr Anteil ist bei Umfragen des Instituts für Demoskopie Allensbach im November und Dezember von 26 auf 39 Prozent gestiegen, wie Leiterin Renate Köcher dem "Südkurier" (Donnerstagsausgabe) in Konstanz sagte. "Damit hatten wir gar nicht gerechnet." Ein Grund sei, dass jetzt die Impfungen beginnen.

"Aber man muss auch sehen, dass Teile der Wirtschaft selbst in dieser Krisensituation bemerkenswert gut laufen", sagte Köcher der Zeitung weiter. Im lokalen Umfeld seien die Menschen zwar mit der schwierigen Situation vieler Einzelhändler, Gastronomen und Kulturschaffenden konfrontiert. Doch weite Teile der Wirtschaft seien wenig betroffen oder zurzeit in einem deutlichen Erholungsprozess.

Mittwoch, 30. Dezember, 19.30 Uhr: Oberverwaltungsgericht bestätigt Berliner Demoverbot an Silvester

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat das Demonstrationsverbot an Silvester in der Hauptstadt bestätigt. Das Gericht schloss sich am Mittwoch einer Entscheidung der Vorinstanz an und wies die Beschwerde eines Antragstellers zurück. Zuvor hatte bereits das Verwaltungsgericht mitgeteilt, dass das wegen der Corona-Pandemie für Silvester und Neujahr geltende Versammlungsverbot in Berlin rechtlich nicht zu beanstanden sei. Der Antragsteller hatte selbst eine Versammlung für Silvester angemeldet.

Mittwoch, 30. Dezember, 18.30 Uhr: Berlins Bildungssenatorin rechnet nicht mit Präsenz vor 18. Januar

Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres rechnet nicht damit, dass der reguläre Unterricht in der Schule wieder vor dem 18. Januar beginnen kann. "Ich wünsche mir, dass die Schülerinnen und Schüler, insbesondere in der Primarstufe und in den abschlussrelevanten Jahrgängen, wieder möglichst schnell in den Präsenzunterricht wechseln können", teilte sie am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. "Doch das können wir nicht unabhängig vom Infektionsgeschehen entscheiden. Ich gehe zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass wir in Berlin die Phase des schulisch angeleiteten Lernens zu Hause noch bis zum 17. Januar verlängern müssen." Der 17. Januar ist ein Sonntag, der Unterricht in der Schule könnte dann am Montag darauf wieder beginnen.

Mittwoch, 30. Dezember, 18 Uhr: Baden-Württemberg erbost über Impftouristen aus Rheinland-Pfalz

Baden-Württemberg hat sich beim Nachbarland Rheinland-Pfalz über zunehmenden Impftourismus beschwert. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Stuttgart melden sich viele Menschen aus der rheinland-pfälzischen Grenzregion in Baden-Württemberg zum Impfen an, weil das in Rheinland-Pfalz noch nicht möglich ist. Im Südwesten können die Bürger bereits seit dem 27. Dezember einen Impftermin vereinbaren, in Rheinland-Pfalz soll die Terminvergabe erst am 4. Januar starten.

Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler wies die Kritik am Mittwoch zurück. "Die Sorge ist völlig unbegründet", sagte die SPD-Politikerin. "Es gilt das Wohnsitzprinzip." Rheinland-Pfälzer könnten in den Impfzentren in Baden-Württemberg keinen Termin bekommen.

Mittwoch, 30. Dezember, 17.10 Uhr: Deutschland liefert Beatmungsgeräte an die Ukraine

Im Kampf gegen die Folgen des Coronavirus hat Deutschland 18 Beatmungsgeräte an die Ukraine geliefert. Deutschland zeige damit seine Solidarität bei der Überwindung der globalen Pandemie, sagte die deutsche Botschafterin Anka Feldhusen am Mittwoch in Kiew. Damit sollten die Auswirkungen des Virus abgefedert werden. Nach Angaben der deutschen Botschaft in der ukrainischen Hauptstadt hat Deutschland das osteuropäische Land in den vergangenen Monaten bereits mehrfach mit medizinischen Geräten unterstützt.

In der Ukraine hat sich nach offiziellen Angaben seit Beginn der Pandemie im Frühjahr mehr als eine Million Menschen mit dem Virus infiziert. Am Mittwoch kamen demnach fast 8.000 Neuinfektionen hinzu. Mehr als 18.300 Menschen starben bereits mit dem Virus. Das Gesundheitsministerium in Kiew unterzeichnete nach eigenen Angaben am Mittwoch einen Vertrag mit dem chinesischen Pharmaunternehmen Sinovac zur Lieferung von Corona-Impfstoff.

Mittwoch, 30. Dezember, 17 Uhr: Höchststand im Klinikverbund Allgäu: 70 Patienten mit Covid-19

13 Menschen mit Corona liegen auf der Intensivstation. In den Kliniken in Kempten, Immenstadt und Mindelheim gelten weitere 26 Patienten als Verdachtsfälle. Wie sich der "absolute Höchtstand" zusammensetzt und warum Geschäftsführer Andreas Ruland trotz allem mit schwarzen Zahlen rechnet.

Mittwoch, 30. Dezember, 16.25 Uhr: Bund: Nächste Corona-Impfstofflieferung am 8. Januar

Für die Corona-Impfungen in Deutschland soll nun doch schon in der ersten Woche des neuen Jahres Nachschub kommen. Mit dem Impfstoff-Hersteller Biontech habe vereinbart werden können, dass die nächste Lieferung - wie ursprünglich geplant - bereits nächste Woche, am 8. Januar, erfolgen werde, teilte das Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin mit. Danach solle die nächste Lieferung am 18. Januar kommen, ab dann vorerst wöchentlich jeweils montags. Dabei würden anfangs etwa 670.000 Dosen pro Woche geliefert.

Aus mehreren Bundesländern war am Mittwoch Kritik laut geworden, dass eine für die erste Kalenderwoche 2021 zugesagte Lieferung ausbleiben sollte. Demnach sollte es erst am 11. Januar Nachschub geben, also in der zweiten Kalenderwoche 2021.

Mittwoch, 30. Dezember, 15.57 Uhr: Impfstoff-Lieferung für Bayern fällt aus

Bayern wird in der ersten Januar-Woche - entgegen der bisherigen Zusage - voraussichtlich keine Impfstofflieferung erhalten. Das teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) mit. "Es ist für mich unverständlich, wie gerade bei derartig hohen Infektionszahlen eine komplette Lieferung einfach entfallen kann. Die eigentlich zugesagten Impfdosen waren in unseren Impfzentren bereits fest eingeplant." Erst vom 11. Januar an soll Bayern laut Ministerium wieder wöchentliche Lieferungen über jeweils 107 250 Impfdosen vom Bund erhalten.

Bis Mittwochmittag wurden laut Gesundheitsministerium bereits rund 17 000 Menschen im Freistaat geimpft, insbesondere in Senioren- und Pflegeeinrichtungen. Nach einer Übersicht des Robert Koch-Instituts lag Bayern zuvor - in absoluten Zahlen - im Ländervergleich vorne. Zudem trafen nach Angaben Humls am Mittwoch weitere 107 500 Impfdosen in Bayern ein. "Diese Lieferungen gehen an alle bayerischen zentralen Lagerstandorte. Von dort aus werden sie weiterverteilt", sagte sie.

Mittwoch, 30. Dezember, 15.40 Uhr: Paul-Ehrlich-Institut: Corona-Impfungen auch für Allergiker geeignet

Menschen mit allergischen Erkrankungen haben generell kein höheres Risiko für schwerwiegende unerwünschte Wirkungen bei der Corona-Impfung. Das habe eine eingehende Prüfung der Datenlage durch Experten des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) und der Europäischen Arzneimittelbehörde ergeben, teilte das PEI mit. Bekannte Allergien gegenüber Lebensmitteln und Medikamenten seien deshalb laut der EMA-Zulassung keine Kontraindikation gegen den derzeit in Deutschland eingesetzten Impfstoff.

In Großbritannien war es nach Beginn der Impfungen mit dem Impfstoff "Comirnaty" der Unternehmen Biontech und Pfizer in Einzelfällen zu schweren allergischen Reaktionen gekommen. Die britischen Behörden empfahlen daraufhin, Menschen nicht zu impfen, die schon einmal eine schwere allergische Reaktion auf einen Impfstoff, ein Medikament oder auf ein Lebensmittel hatten. In der Zulassungs-Studie waren Patienten mit schweren Allergien ausgeschlossen.

Mögliche Auslöser der beobachteten schwerwiegenden Reaktionen könnten der Wirkstoff oder eingesetzte Hilfsstoffe sein. Dazu gehörten die PEG (Polyethylenglykol)-haltigen Nanopartikel, in denen der Wirkstoff verpackt ist.

Mittwoch, 30. Dezember, 15.10 Uhr: Drei Männer treffen sich zum Haareschneiden - und bekommen Ärger mit der Polizei

Immer wieder kommt es zu Anzeigen und Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz. So auch in Ulm. Allerdings klingt es hier wirklich harmlos: Drei Männer treffen sich zum Haareschneiden. Dennoch hat die Polizei das Treffen nach einem Zeugenhinweis aufgelöst. Die Hintergründe zur "Haaraktion".

Mittwoch, 30. Dezember, 14.40 Uhr: Besucheranstrum im Allgäu und Maskenpflicht am Hopfensee

Durch den aktuell großen Besucherandrang auf die Gemeinden im südlichen Landkreis kann insbesondere an der Uferstraße am Hopfensee nicht mehr der aus Infektionsschutzgründen notwendige Mindestabstand gewahrt werden. Das Landratsamt Ostallgäu hat deshalb für die Uferstraße innerorts in Hopfen am See eine Maskenpflicht angeordnet. Die Maskenpflicht dort gilt ab sofort bis vorerst 17. Januar 2021.

„Wir erleben entlang der Alpenkette aufgrund des Besucherandrangs gerade ein regelrechtes Chaos. Das ist nicht nur infektionsschutzrechtlich bedenklich, sondern verursacht auch Verstöße gegen Parkverbote oder Naturschutzrecht“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. Zudem bat Zinnecker den Innenminister um Hilfe. Wie Bürgermeister und Polizei an den Hotspots reagieren.

Mittwoch, 30. Dezember, 14.30 Uhr: Russland: Corona-Totenzahl mehr als doppelt so hoch wie angegeben

Die Zahl der Corona-Toten in Russland ist nach Regierungsangaben mehr als doppelt so hoch wie bisher bekanntgegeben. Seit Beginn der Pandemie seien im Land mehr als 115.000 Menschen mit dem Virus gestorben, sagte Vizeregierungschefin Tatjana Golikowa am Mittwoch im Staatsfernsehen. Bei mehr als 70.900 davon sei der Tod ausschließlich auf Covid-19 zurückzuführen, weitere 45.100 seien positiv auf das Virus getestet worden.

Auf der offiziellen Regierungsseite war am Mittwoch weiterhin von "nur" 56.400 Corona-Toten die Rede. Die Seite listet nur Fälle auf, in denen Corona als Todesursache auf der Sterbeurkunde steht. An dieser Statistik gab es immer wieder Kritik.

Die Übersterblichkeit lag in Russland zwischen Januar und November bei mehr als 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Rund 81 Prozent der zusätzlichen Todesfälle seien auf Corona zurückzuführen, sagte Golikowa nun.

Mittwoch, 30. Dezember, 12.32 Uhr: Hohe Todeszahlen heute wohl auch durch Nachmeldungen

Der Tageshöchststand bei den gemeldeten Corona-Todesfällen in Deutschland ist aus Sicht des Robert Koch-Instituts (RKI) wohl auch durch Nachmeldungen bedingt. "Die plausibelste Erklärung ist die, dass es eben verzögerte Meldungen sind von Todesfällen", sagte RKI-Chef Lothar Wieler am Mittwoch in Berlin. Über die Feiertage seien die Zahlen von Neuinfektionen und Gestorbenen relativ gering gewesen. Wieler bekräftigte, eher auf Wochenwerte zu blicken statt auf den Stand an einzelnen Tagen.

Mittwoch, 30. Dezember, 11.30 Uhr: Spahn: "Zahlen zeigen, wie brutal dieses Virus immer noch zuschlägt"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht angesichts der hohen Corona-Todes- und Infektionszahlen keine Möglichkeit, den aktuellen Lockdown zu beenden. "1129 Familien werden diesen Jahreswechsel in Trauer erleben", sagte der CDU-Politiker mit Blick auf die aktuell gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit Corona. "Diese Zahlen belegen, wie brutal dieses Virus immer noch zuschlägt." Von einer Normalität sei man noch sehr weit entfernt. "Ich sehe also nicht, wie wir in dieser Situation zurückkehren können in den Modus vor dem Lockdown."

RKI-Chef Lothar Wieler betonte bei der Pressekonferenz, der in Deutschland eingesetzte Impfstoff von Biontech (Hintergründe dazu hier) sei "wirksam und sicher".

Verfolgen Sie die Pressekonferenz bei uns im Livestream:

Sonntag, 27. Dezember, 12.01 Uhr: 2440 Corona-Neuinfektionen in Bayern - Inzidenz bei 171

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am Sonntag 2440 Corona-Neuinfektionen für Bayern gemeldet. Die Inzidenz, also die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, lag damit landesweit bei 171.

Bei der Interpretation der Zahlen ist laut RKI aber zu beachten, dass über die Feiertage meist weniger Personen einen Arzt aufsuchten, dadurch würden weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt. Dies führe dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet würden. Zum anderen könne es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter Daten übermittelten.

Sonntag, 27. Dezember, 9.47 Uhr: Corona-Impfungen bundesweit angelaufen

Die Impfungen gegen das Coronavirus sind bundesweit angelaufen. In Berlin bekam am Sonntagmorgen eine 101 Jahre alte Seniorin im Beisein von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) in einem Pflegeheim eine Spritze mit dem Impfstoff der Firmen Biontech und Pfizer. Mannschaftswagen der Polizei waren vor der Einrichtung platziert. Das mobile Impfteam war gegen 7.45 Uhr in einem Transporter vorgefahren. Am Steuer saß ein Bundeswehrsoldat.

In Siegen in Nordrhein-Westfalen wurde am Vormittag die 95-jährige Erika Löwer einem Seniorenheim geimpft. In Magdeburg begannen drei mobile Impfteams um kurz vor 9.00 Uhr, Bewohnerinnen und Bewohner eines kommunalen Pflegeheims zu impfen, wie Matthias Boxhorn, organisatorischer Leiter vom zuständigen Johanniter-Regionalverband sagte. Rund 120 Senioren sowie etwa 60 Mitarbeiter wollten sich immunisieren lassen.

Sonntag, 27. Dezember, 7.30 Uhr: Corona-Impfkampagne startet in allen Bundesländern

Genau elf Monate nach Bekanntwerden einer ersten Corona-Infektion in Deutschland beginnen am Sonntag in allen Bundesländern die Impfungen gegen das tödliche Virus. Zuerst sollen Menschen über 80 Jahre sowie Pflegekräfte und besonders gefährdetes Krankenhauspersonal immunisiert werden.

Auch in Italien und weiteren europäischen Ländern werden ab Sonntag die ersten Corona-Impfungen verabreicht.

Sonntag, 27. Dezember, 7 Uhr: 13.755 Corona-Neuinfektionen am zweiten Weihnachtstag gemeldet

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Am zweiten Weihnachtstag haben die deutschen Gesundheitsämter insgesamt 13.755 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden binnen 24 Stunden 356 weitere Todesfälle verzeichnet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen bekanntgab. Diese Zahlen sind aber nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar, da das RKI während der Feiertage mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern rechnete.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Sonntagmorgen bei 161,3. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Sonntag Sachsen mit 375,8 und Thüringen mit 290,2, den niedrigsten Wert hatte Mecklenburg-Vorpommern mit 77,5.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.640.858 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 27.12., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg bis Sonntag auf 29.778. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.236.700 an.

<< Alle Entwicklungen vom 18. bis 26. Dezember lesen Sie in Teil 36 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.>>

<< Alle Entwicklungen vom 7. bis 17. Dezember lesen Sie in Teil 35 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 3. bis 6. Dezember lesen Sie in Teil 34 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 22. November bis 02. Dezember lesen Sie in Teil 33 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 17. November bis 22. November lesen Sie in Teil 33 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 10. November bis 17. November lesen Sie in Teil 32 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 31. Oktober bis 9. November lesen Sie in Teil 31 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 24 bis 30. Oktober lesen Sie in Teil 30 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 17. Oktober bis 23. Oktober lesen Sie in Teil 29 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 7. Oktober bis 16. Oktober lesen Sie in Teil 28 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 30. September bis 6. Oktober lesen Sie in Teil 27 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 21. bis 30. September lesen Sie in Teil 26 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 15. bis 21. September lesen Sie in Teil 25 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 4. September bis 14. September 2020 lesen Sie in Teil 24 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu >>

<< Alle Entwicklungen vom 28. August bis 4. September 2020 lesen Sie in Teil 23 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu >>

<< Alle Entwicklungen vom 21. August bis 28. August 2020 lesen Sie in Teil 22 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu >>

<< Alle Entwicklungen vom 12. August bis 21. August 2020 lesen Sie in Teil 21 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu >>

<< Alle Entwicklungen vom 3. August bis 11. August lesen Sie in Teil 20 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.>>

<< Alle Entwicklungen vom 25. Juli bis 2. August lesen Sie hier in Teil 19 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 17. Juli bis 24. Juli lesen Sie hier in Teil 18 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 28. Juni bis 16. Juli lesen Sie hier in Teil 17 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 18. Juni bis 28. Juni lesen Sie hier in Teil 16 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 08. Juni bis 18. Juni lesen Sie hier in Teil 15 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 01. Juni bis 07. Juni lesen Sie hier, in Teil 14 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 24. bis 31. Mai lesen Sie hier in Teil 13 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 16. bis 24. Mai lesen Sie hier in Teil 12 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 11. bis 17. Mai lesen Sie hier in Teil 11 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 04. Mai bis 10. Mai lesen Sie hier in Teil 10 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 27. April bis 3. Mai lesen Sie hier in Teil 9 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 20. bis 26. April lesen Sie hier in Teil 8 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 11. bis 19. April lesen Sie hier in Teil 7 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen von 06. bis 10. April lesen Sie hier, in Teil 6 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen von 30. März bis 05. April lesen Sie hier, in Teil 5 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>