Corona-Newsblog, Teil 35

Die Corona-Entwicklung im Allgäu vom 7. bis 17. Dezember 2020 im Rückblick

In der Corona-Pandemie bringt die zweite Welle im Winter auch eine höhere Sterblichkeits-Rate mit sich. Nun gibt es neue Zahlen seit Anfang November 2020.

In der Corona-Pandemie bringt die zweite Welle im Winter auch eine höhere Sterblichkeits-Rate mit sich. Nun gibt es neue Zahlen seit Anfang November 2020.

Bild: Fabian Strauch, dpa (Symbolbild)

In der Corona-Pandemie bringt die zweite Welle im Winter auch eine höhere Sterblichkeits-Rate mit sich. Nun gibt es neue Zahlen seit Anfang November 2020.

Bild: Fabian Strauch, dpa (Symbolbild)

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog, Teil 35, vom 7. bis 17. Dezember 2020.
20.12.2020 | Stand: 13:37 Uhr

Dies ist ein Archivartikel. Wir berichten in unserem aktuellen Newsblog laufend über die aktuelle Corona-Entwicklung in der Region Allgäu und in der Welt.

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Donnerstag, 17. Dezember, 20.40 Uhr: Geht Österreich am 26. Dezember in den harten Lockdown?

In Österreich droht ein erneuter harter Lockdown. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 17. Dezember, 19.30 Uhr: Wie sehr beeinflusst Corona die Finanzen der Gemeinde Oberstdorf?

Die Corona-Pandemie könnte den Haushaltsplan der Gemeinde Oberstdorf ordentlich durcheinanderwirbeln. Alle Hintergründe erfahren Sie hier.

Donnerstag, 17. Dezember, 19.10 Uhr: FFP2-Masken-Verteilung: Probleme und Vorteile im Westallgäu

Hat man es als Person aus dem Westallgäu leichter, wenn es um die Verteilung von FFP2-Masken geht? Dieser Frage gehen wir hier nach.

Donnerstag, 17. Dezember, 19 Uhr: Füssen bei Nacht während der Ausgangssperre - wir haben die Polizei begleitet

In ganz Bayern gilt ab 21 Uhr eine Ausgangssperre. Was die Polizei in der ersten Nacht in Füssen erlebt hat, erfahren Sie hier.

Donnerstag, 17. Dezember, 17.20 Uhr: Baden-Württemberg erlaubt Hotelübernachtungen zu Weihnachten trotz Lockdown

Trotz verschärfter Regeln im Kampf gegen die Corona-Pandemie will Baden-Württemberg Hotelübernachtungen für Familienbesuche über die Weihnachtstage ermöglichen. Solche Hotelübernachtungen aus familiärem Anlass seien vom 24. bis 27. Dezember nun auch explizit als Härtefälle in die Begründung der Verordnung aufgenommen worden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. "Wir haben das ausdrücklich mit reingeschrieben, damit dem Ordnungsamt klar ist, dass das auch erlaubt ist." Als Härtefall gelte etwa auch ein Wohnungsbrand oder wenn man mit einem Motorschaden liegen bleibe. Geschäftsreisende dürfen sowieso weiter im Hotel übernachten. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die Ausnahmeregelung für Familienbesuche Ende November kritisiert. Das Land Nordrhein-Westfalen hatte eine zuvor angekündigte Genehmigung von privaten Hotelübernachtungen im Rahmen von Familienbesuchen über Weihnachten wieder zurückgezogen.

Donnerstag, 17. Dezember, 16.30 Uhr: Corona-Ausbruch in Altenheim nach Nikolaus-Feier mit Gesang

Nach einer Nikolausfeier mit Gesang ist es in einem Altenheim in Hürtgenwald-Vossenack im Kreis Düren zu einem Corona-Ausbruch mit mehr als 30 Infizierten gekommen. Etwa die Hälfte der 70 Heimbewohner sei erkrankt, zwei der Infizierten bereits gestorben, bestätigte der Heimleiter des Geschwister-Louis-Hauses am Donnerstag. Zuvor hatte der WDR berichtet.

Die Nikolausfeier sei eigentlich zulässig gewesen, und auch das Singen sei nicht explizit verboten. Allerdings hätten die Bewohner beim Singen mindestens zwei Meter Abstand halten müssen, sagte der Heimleiter. Dass dies nicht geschehen sei, sei ein Fehler gewesen. Der Fall werde inzwischen vom Kreis untersucht. Im Heim gilt ein Besuchsverbot.

Donnerstag, 17. Dezember, 16.05 Uhr: Lauterbach fordert längeren Lockdown bis Inzidenzwert unter 25

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert eine deutliche Verlängerung des Lockdowns über den 10. Januar hinaus - bis unter die Marke von 25 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche. "Egal, wie lange das dauert", sagte Lauterbach der "Rheinischen Post" (Freitag). Nur dann bestehe ein ausreichendes Polster, damit die Gesundheitsämter mit der Kontaktverfolgung wieder hinterherkämen und nicht gleich der nächste Lockdown drohe.

"Dieser Lockdown ist der wichtigste in der gesamten Corona-Pandemie. An ihm wird sich die Bilanz im Umgang mit der Krise messen. Dieser Lockdown entscheidet darüber, wie viele Tote das Virus noch fordern wird", betonte Lauterbach. Es sei bereits absehbar, dass der Lockdown bis zum 10. Januar nicht ausreichen werde, um auf den Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche zu kommen.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach.
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach.
Bild: Bernd von Jutrczenka, dpa

Donnerstag, 17. Dezember, 15.55 Uhr: Vier neue Todesfälle im Allgäu

Im Allgäu sind erneut vier Personen an einem Tag an oder mit Covid-19 gestorben, jeweils zwei im Landkreis Lindau und zwei im Landkreis Unterallgäu. Die Zahl der Covid-Toten im Allgäu steigt damit auf 212.

Donnerstag, 17. Dezember, 15.45 Uhr: AfD-Abgeordneter mit Corona infiziert

Noch im November krisitierte der AfD-Abgeordnete Thomas Seitz die Maskenpflicht. Nun ist er selbst infiziert und liegt im Krankenhaus. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 17. Dezember, 15.40 Uhr: Prinz Charles: "Stehe weit unten auf der Impf-Liste"

Prinz Charles (72) muss nach eigener Einschätzung noch lange auf eine Impfung gegen das Coronavirus warten. "Ich denke, ich bin weit unten auf der Liste und muss warten", sagte der britische Thronfolger am Donnerstag beim Besuch eines Krankenhauses im südwestenglischen Gloucester. Der Sohn von Königin Elizabeth II. traf sich gemeinsam mit seiner Frau, Herzogin Camilla (73), mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gesundheitsdiensts NHS, die geimpft wurden. Das Paar trug Mund-Nasen-Masken und Handschuhe.

Seit gut einer Woche läuft in Großbritannien eine Massenimpfung. Dabei soll zunächst besonders gefährdetes medizinisches Personal das Mittel erhalten, außerdem über 80-Jährige und Bewohner von Pflegeheimen. Prinz Charles hatte sich direkt im Frühjahr zu Beginn der Pandemie selbst mit Corona infiziert, aber nur leichte Erkältungssymptome gezeigt. Er habe Antikörper gegen das Virus gebildet, sagte er.

Die Krankenschwester und Gleichstellungsbeauftragte der Klinik, Coral Boston, lobte, Charles habe darüber gesprochen, dass unverhältnismäßig viele Schwarze, Asiaten und Angehörige ethnischer Minderheiten mit Corona infiziert seien. Es sei wichtig, dass diese Menschen die Impfung erhielten, habe der Thronfolger gesagt. "Es war großartig, dass er das anerkannt hat", sagte Boston, die selbst am Donnerstag geimpft wurde.

Der britische Prinz Charles, Prinz von Wales, und seine Frau Camilla, Herzogin von Cornwall, treffen im Impfzentrum des Gloucestershire Royal Hospital ein, wo sie auf Mitarbeiter des Gesundheitswesens treffen, die den Corona-Impfstoff erhalten.
Der britische Prinz Charles, Prinz von Wales, und seine Frau Camilla, Herzogin von Cornwall, treffen im Impfzentrum des Gloucestershire Royal Hospital ein, wo sie auf Mitarbeiter des Gesundheitswesens treffen, die den Corona-Impfstoff erhalten.
Bild: Chris Jackson, PA Wire, dpa

Donnerstag, 17. Dezember, 15.15 Uhr: Impfstoff-Pläne werden konkreter

Noch vor dem Jahreswechsel könnte es erste Corona-Impfungen in Deutschland geben - mehr dazu erfahren Sie hier.

Donnnerstag, 17. Dezember, 14.30 Uhr: Neue Corona-Regeln für Hochzeiten in Memmingen

Die Stadt Memmingen hat neue Corona.-Regeln für Trauungen erlassen: Das Brautpaar kann zur standesamtlichen Trauung im Rathaus bis zu drei Personen mitbringen. Das können die Trauzeugen sein oder Angehörige aus ihren jeweiligen Haushalten. Kinder aus den eigenen Haushalten bis zu 14 Jahren können darüber hinaus mitgebracht werden. Zudem sind natürlich der Standesbeamte oder die Standesbeamtin bei der Trauung dabei und, soweit notwendig, ein Dolmetscher oder eine Dolmetscherin. (Lesen Sie auch: Corona-Hochzeiten im Lockdown - darauf müssen Paare verzichten.)

Donnerstag, 17. Dezember, 13.45 Uhr: 4.856 Corona-Kranke liegen auf deutschen Intensivstationen

Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen in Deutschland geht weiter nach oben. Inzwischen werden dort 4.856 Menschen nach Corona-Infektionen behandelt - 20 mehr als am Vortag, wie aus dem Tagesreport der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) vom Donnerstag hervorgeht. 57 Prozent von ihnen werden demnach invasiv beatmet. Vor einer Woche hatte die Zahl der Covid-19-Fälle, die auf Intensivstationen behandelt werden, noch bei 4.339 gelegen, am 1. Dezember bei 3.921. Die Zahl freier Intensivbetten für Erwachsene wird im Divi-Tagesreport mit 3.722 beziffert. Als 7-Tage-Notfallreserve werden knapp 10.800 Betten für Erwachsene angegeben.

Donnerstag, 17. Dezember, 13.30 Uhr: Sind bis Februar 1,5 Millionen Menschen in Deutschland geimpft?

Die SPD-Gesundheitsexpertin Sabine Dittmar hofft, dass bis Februar 1,5 Million Menschen in Deutschland gegen Corona geimpft sein werden. "Schnelles Handeln ist angesichts der Infektionsdynamik (...) dringend angesagt", sagte sie am Donnerstag in einer Debatte über die sogenannte Impfpriorisierung, also über die Frage, welche Bevölkerungsgruppen zuerst drankommen. Noch in diesem Jahr könne man mit 400.000 Impfdosen beginnen. Sie hoffe, dass im Februar bereits 1,5 Millionen Menschen mit beiden Impfungen versorgt seien, sagte Dittmar weiter.

Wie in Deutschland sollen die Impfungen gegen das Coronavirus auch in anderen EU-Ländern am 27. Dezember starten. In manchen Staaten werde auch erst am 28. oder 29. Dezember begonnen, schrieb EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Donnerstag auf Twitter. "Das ist Europas Moment."

Donnerstag, 17. Dezember, 12.20 Uhr: Sachsens Ministerpräsident: "Gemeinden abriegeln" wäre extrem hart

Das von der Pandemie besonders hart betroffene Sachsen erwägt weitere Maßnahmen im Kampf gegen Corona - dazu könnte auch die Abriegelung von Hotspots gehören. Ein Krisenstab habe die Gemeinden mit der höchsten Inzidenz analysiert, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Donnerstag.

Medienberichten zufolge erwägt der Freistaat drastischere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie. Corona-Hotspots könnten demnach abgeriegelt und Ausgangsbeschränkungen verschärft werden. ""Gemeinden abriegeln" klingt extrem hart und wäre extrem hart", sagte Kretschmer dazu. "Es sind keine ausgangsbeschränkenden Maßnahmen beschlossen worden." Eine solche Entscheidung stehe aktuell nicht an. Es gehe zunächst um eine Analyse der Gründe für die derzeitige Situation.

In Sachsen liegen inzwischen drei Landkreise bei mehr als 600 neuen Corona-Infektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Nach Bautzen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) auch der Kreis Görlitz dazugekommen

Donnerstag, 17. Dezember, 12.15 Uhr: RKI fehlten Zahlen aus Baden-Württemberg - wohl neuer Rekord an Neuinfektionen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen hat in der Zählung des RKI - anders als am Morgen gemeldet - offenbar einen neuen Höchststand erreicht. Die Behördige bestätigte inzwischen, dass es bei der Übermittlung der Zahlen aus Baden-Würrtemberg zu einer Panne gekommen war. Dadurch fehlten rund 3.500 Fälle in der Statistik. Rechnet man diese hinzu, überschreiten die Werte in Deutschland erstmalig die 30.000er-Marke, was einen neuen Rekord bedeutet.

Donnerstag, 17. Dezember, 11.45 Uhr: Merkel: Corona-Impfstoff kann viele Leben retten

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Entwicklung des ersten Corona-Impfstoffes durch den Mainzer Hersteller Biontech für den weltweiten Kampf gegen die Pandemie hervorgehoben. "Wenn wir sehen, wie viele Menschen im Augenblick an Corona sterben, dann weiß man, wie viele Leben das retten kann", sagte sie am Donnerstag in Berlin zu Beginn einer Videokonferenz mit den Firmengründern Ugur Sahin und Özlem Türeci. Sie freue sich auf den Tag, an dem das Impfen starten könne, wenn die EU-Zulassung erteilt werde.

Merkel betonte, die Bundesregierung sei "mächtig stolz" darauf, dass es in Deutschland solche Forscher gebe. Das junge Unternehmen sei sehr schnell "ins Weltrampenlicht geraten". Die Forscher hätten nicht die Flinte ins Korn geworfen, sondern an ihre Entwicklung geglaubt.

Bund und Länder stellen sich auf einen Beginn von Impfungen mit dem Impfstoff von Biontech und dessen US-Partner Pfizer am 27. Dezember ein. Die Bundesregierung setzt auf eine europäische Zulassung für den Impfstoff noch kurz vor Weihnachten.

Donnerstag, 17. Dezember, 11.05 Uhr: Kurzarbeit muss nach Unterbrechung neu angemeldet werden

Mit dem zweiten harten Lockdown in Deutschland müssen weitere Unternehmen ihren Betrieb schließen. Davon sind auch etliche Firmen in der Region betroffen, die bereits im Frühjahr in Kurzarbeit waren. Die Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen weist deshalb darauf hin, dass Unternehmen, die ihre Kurzarbeit zwischenzeitlich beenden konnten, sie nun erneut anmelden müssen. In einem Schreiben heißt es, die Betriebe müssen Kurzarbeit "bei einer Unterbrechung von mindestens drei Monaten bei der zuständigen Agentur für Arbeit erneut ... anzeigen". Erst dadurch wird die Voraussetzung erfüllt, Kurzarbeitergeld abrechnen zu können.

Für betroffene Betriebe sei es deshalb wichtig zu prüfen, wann sie zuletzt Kurzarbeitergeld abgerechnet und bewilligt bekommen haben. Sollten mindestens drei Monate vergangen sein, müsse für Dezember eine erneute Anzeige gestellt werden. Ein entsprechender Antrag müsse spätestens am 31.12.2020 vorliegen.

Für Unternehmen hat die Arbeitsagentur ab sofort eine zusätzliche regionale Hotline zur Klärung solcher Fragen unter der Telefonnummer 0831-2056-200 geschaltet. Daneben gibt es für Arbeitgeber weiter die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme unter der kostenfeien Hotline 0800- 45555-20 (Montag bis Freitag 8 - 18 Uhr).

Donnerstag, 17. Dezember, 10.50 Uhr: Frankreichs Präsident Macron positiv auf Corona getestet

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist an Covid-19 erkrankt. Weitere Infos dazu hier.

Donnerstag, 17. Dezember, 9.45 Uhr: Gastgewerbe mit herben Einbußen im Oktober

Gastwirte und Hoteliers bekommen die Auswirkungen der Corona-Krise voll zu spüren. Im Oktober sackten die Umsätze des Gastgewerbes in Deutschland zweistellig ab, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zum September des laufenden Jahres erlösten Hotels, Pensionen und Gaststätten demnach preisbereinigt 11,4 Prozent weniger, im Vergleich zum Oktober 2019 betrug das Minus sogar 31 Prozent.

Im bisherigen Jahresverlauf blieben die Umsätze der Branche nach Berechnungen der Wiesbadener Statistiker preisbereinigt (real) um 32,9 Prozent und nominal um 30,3 Prozent unter dem Wert der ersten zehn Monate des Vorjahres. Im Oktober lagen die Erlöse im Gastgewerbe den Angaben zufolge um etwa ein Drittel (32,4 Prozent) unter dem Niveau von Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland.

Wegen steigender Corona-Zahlen hatten Bund und Länder wieder schärfere Einschränkungen beschlossen, die unter anderem die Gastronomie treffen. Seit Anfang November dürfen Restaurants wie schon im Frühjahr nur noch Speisen außer Haus verkaufen, Hotels dürfen nur noch Geschäftsreisende beherbergen.

Donnerstag, 17. Dezember, 8.15 Uhr: Kassenärzte-Chef rechnet mit Scheitern des harten Lockdowns

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, rechnet mit einem Scheitern des seit Mittwoch geltenden Lockdowns. "Ich gehe nicht davon aus, dass wir bis zum 10. Januar eine relevante Absenkung der Infektionsraten und schon gar nicht der Todesfälle erreichen werden", sagte Gassen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Daran werde auch eine Verlängerung des Lockdowns nichts ändern. "Ein Lockdown, egal wie hart, ist keine geeignete langfristige Strategie in der Pandemiebekämpfung."

Stattdessen sollte mehr für den Schutz der Risikogruppen in den Alten- und Pflegeheimen getan werden. Außerdem müssten Menschenströme entzerrt werden, beispielsweise durch den Einsatz von mehr Bussen und Bahnen, sowie subventionierten Taxifahrten für Risikogruppen, forderte Gassen.

Donnerstag, 17. Dezember, 7.20 Uhr: Kempten über kritischem Inzidenz-Wert von 200

Nach dem Landkreis Lindau und dem Ostallgäu hat am Donnerstag auch Kempten die kritische Marke von 200 bei der 7-Tage-Inzidenz überschritten. Nach Zahlen des RKI liegt der Wert nun bei 202,5. Er beschreibt, wie viele Neuinfektionen es innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner gab.

In Bayern galt zuletzt, dass ab dieser Marke nochmals deutliche strengere Corona-Regeln in den sogenannten Hotspots gelten. Wegen des harten Lockdowns, der seit Mittwoch überall in Deutschland herrscht, sind die strikten Maßnahmen wie Distanzunterricht oder Ausgangssperre aber ohnehin bereits in Kraft.

In der 11. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 15. Dezember heißt es zu Regelungen bei einer deutlich erhöhten Sieben-Tage-Inzidenz, dass "die zuständige Kreisverwaltungsbehörde im Einvernehmen mit der zuständigen Regierung ... weitergehende Anordnungen treffen" muss. Wie und ob in Kempten nun reagiert wird, erfahren Sie hier in unserem Nachrichten-Blog zur Corona-Situation im Allgäu.

Donnerstag, 17. Dezember, 7 Uhr: Pflegepool reaktiviert - Huml mit dringendem Appell an Pflegekräfte

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) bittet alle Pflegekräfte eindringlich um Hilfe bei der Bewältigung der Corona-Pandemie. Alle Fachkräfte, die aktuell nicht in der Pflege arbeiteten und nicht zu einer Risikogruppe gehörten, sollten sich bitte zur freiwilligen Unterstützung der Alten- und Pflegeheime sowie Krankenhäuser melden, sagte Huml der Deutschen Presse-Agentur. "Denn jede helfende Hand zählt jetzt!"

Die Situation in den Pflegeeinrichtungen und den Krankenhäusern spitze sich weiter zu. "Die Pandemie trifft das Land und die beruflich Pflegenden mit noch viel größerer Wucht als im Frühjahr", berichtete Huml. Deshalb werde nun der Pflegepool, der den Einrichtungen damals viel Entlastung gebracht habe, reaktiviert.

Der Aufruf richtet sich diesmal sogar an einen noch breiteren Kreis als damals: Neben ausgebildeten Pflegekräften werden auch Pflegehilfskräfte und Menschen mit einer Ausbildung oder Erfahrung im Gesundheitswesen gesucht.

Freiwillige können sich über die Plattform www.pflegepool-bayern.de melden. Dort ist auch zu sehen, wo aktuell Bedarf an Helfern ist. Arbeitgeber bekommen einen finanziellen Ausgleich, wenn sie Mitarbeiter für einen Einsatz im Pflegepool freistellen.

Donnerstag, 17. Dezember, 6.21 Uhr: Bislang 23 Abgeordnete des Bundestags mit Corona infiziert

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie haben sich nach Angaben der Bundestagsverwaltung 23 der 709 Abgeordneten mit dem Virus infiziert. Hinzu kommen je 33 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fraktionen und von Abgeordneten, 41 Mitarbeiter der Verwaltung sowie 10 von Fremdfirmen wie Reinigungsdiensten, Fahrdienst oder Handwerker. Insgesamt wurden damit bislang 140 Fälle bekannt. Zuletzt hatte die AfD-Fraktion in dieser Woche mitgeteilt, dass sich vier ihrer Abgeordneten angesteckt hätten.

Zur Verringerung des Infektionsrisikos hat der Bundestag das Programm seiner letzten Sitzungswoche dieses Jahres auf zwei Tage komprimiert. An diesem Freitag wird es im Plenum nur eine Rede von UN-Generalsekretär António Guterres aus Anlass des 75. Jahrestages der Gründung der Vereinten Nationen geben. Der Freitag gilt aber nicht mehr als Sitzungstag, die Präsenzpflicht ist aufgehoben, wie Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) am Mittwoch mitgeteilt hatte.

Donnerstag, 17. Dezember, 6 Uhr: 698 neue Corona-Todesfälle und 26.923 Neuinfektionen gemeldet

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Die Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus bleibt auf hohem Niveau. Die deutschen Gesundheitsämter übermittelten dem Robert Koch-Institut (RKI) 698 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Das ist der zweithöchste Wert seit Beginn der Pandemie.

Außerdem wurden 26.923 Neuinfektionen verzeichnet. Das sind mehr als am vergangenen Donnerstag (10.12.). Damals waren 23.679 Neuinfektionen gemeldet worden. Die Zahl der Todesfälle lag bei 440. Der Höchstwert von 952 Todesfällen war am Mittwoch verzeichnet worden. Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Freitag den Höchststand von 29.875 gemeldeten Fällen erreicht.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg bis Donnerstag auf 24.125.

Die zur Lagebeurteilung entscheidende Sieben-Tage-Inzidenz - die gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - sank bis Donnerstag leicht auf 179,2. Am Mittwoch hatte der Wert mit 179,8 einen Höchststand erreicht.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1.406.161 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 17.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 1.047.600 Menschen inzwischen genesen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwoch bei 0,98. Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 98 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Erst wenn er für längere Zeit unter 1 liegt, flaut dieses ab.


Mittwoch, 16. Dezember, 21.30 Uhr: Frankreich will eine Million Corona-Impfdosen bis Jahresende

Noch bis zum Jahresende soll es in Frankreich erste Impfdosen gegen das Coronavirus geben. Frankreichs Premierminister Jean Castex sagte am Mittwochabend in der Nationalversammlung, man würde bis zum Monatsende 1,16 Millionen Einheiten eines ersten Impfstoffes geliefert bekommen. Anfang Januar sollten dann noch einmal 677 000 Dosen hinzukommen, im Februar weitere 1,6 Millionen.

Castex sagte, man werde alles, was möglich ist, tun, um die Impfkampagne mit den anderen EU-Ländern abzustimmen. Zuvor hatte er bereits angekündigt, dass zunächst eine Million besonders gefährdete Menschen geimpft werden sollten. Das seien etwa Ältere in Pflegeheimen. Die Impfungen sollen in Frankreich kostenlos sein, einen Impfzwang soll es nicht geben.

Mittwoch, 16. Dezember, 20.50 Uhr: Spahn: Patienten werden alle versorgt - "unter größter Belastung"

Nach Auffassung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn können noch alle Patienten in deutschen Kliniken versorgt werden. Auf eine entsprechende Frage in einem ZDF-"spezial" sagte der CDU-Politiker am Mittwochabend: "Ja, es können alle Patientinnen und Patienten versorgt werden, aber eben unter größter Belastung und teilweise auch Überlastung in den einzelnen Kliniken".

Man habe eine unterschiedliche Lage in Deutschland, sagte Spahn. "Besonders in Sachsen auch ein sehr sehr hohes Infektionsgeschehen, auch eine im Schnitt ältere Bevölkerung, damit mehr schwere und schwerste Verläufe, und das macht zum Beispiel auch schon das Verlegen von Patienten von einer Klinik zu einer anderen notwendig, um Kapazitäten freizuhaben." Die Lage sei sehr angespannt und "das zeigt eben, es war, ist und bleibt richtig", die härteren Einschränkungen beschlossen zu haben.

Mittwoch, 16. Dezember, 20.35 Uhr: Steigende Todeszahlen - droht uns ein Lockdown bis Ostern?

Bis zum 10. Januar geht Deutschland in den Lockdown. Experten bezweifeln jedoch, dass der kurze Stillstand ausreicht, um die Corona-Pandemie einzudämmen.

Mittwoch, 16. Dezember, 19.20 Uhr: Tschechische Polizei will ausländische Skifahrer kontrollieren

Da Tschechien die Skigebiete im Mittelgebirge öffnen wird, plant die Polizei nun stärkere Kontrollen in den Grenzgebieten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 16. Dezember, 18.40 Uhr: Noch ein Corona-Ausbruch in einem Allgäuer Seniorenheim

Erneut gibt es einen Corona-Ausbruch in einem Allgäuer Seniorenheim. Dieses Mal ist das "Haus Alpenpanorama" in Weitnau betroffen. Auch in Marktoberdorf gibt es ein Seniorenheim mit mehreren Corona-Fällen.

Mittwoch, 16. Dezember, 18.30 Uhr: Eltern aus Weiler bauen Belüftungsanlage für Klassenzimmer

Eltern aus dem Westallgäu sind in Corona-Zeiten selbst aktiv geworden und haben eine Belüftungsanlage für Klassenzimmer gebaut. Die ganze Geschichte lesen Sie hier.

Mittwoch, 16. Dezember, 18 Uhr: Corona und Zukunft: Markus Söder beantwortet Leserfragen bei "Augsburger Allgemeine Live"

Die Augsburger Allgemeine überträgt am Mittwochabend ein Live-Gespräch mit Markus Söder, in dem der Ministerpräsident sich den Fragen der Leser stellt. Beginn ist um 19 Uhr. Hier geht es zum Gespräch.

Mittwoch, 16. Dezember, 16.50 Uhr: Düstere Corona-Lage in Deutschland - Triage in Sachsen?

Die Corona-Lage in Deutschland verschärft sich. Kommt es in Sachsen bereits zu einer Triage-Situation? Mehr dazu lesen Sie hier.

Nach den Triage-Äußerungen eines Mediziners in Zittau schlägt auch der Oberbürgermeister der ostsächsischen Stadt Alarm. Die Krankenhäuser der Region hätten ihre Leistungsgrenze in der Corona-Pandemie überschritten, teilte Thomas Zenker am Mittwoch mit. Schnelle Hilfe sei nötig für die Verlegung von Patienten in andere Krankenhäuser. Die Kapazitäten der regionalen Rettungsdienste reichten dafür nicht mehr aus.

"Es ist klar erkennbar, dass wir in dieser Lage aus eigener Kraft nicht weiterkommen", erklärte der Stadtchef, der für eine lokale Wählervereinigung ins Amt kam. Eine Unterstützung der Bundeswehr sei willkommen, es müssten aber auch noch andere Alternativen her, um Corona-Patienten in weiter entfernte Krankenhäuser bringen zu können.

Mittwoch, 16. Dezember, 16.40 Uhr: Aktuelle Inzidenzzahlen für das Allgäu

Die aktuellen Inzidenzzahlen für das Allgäu finden Sie hier.

Mittwoch, 16. Dezember, 15.40 Uhr: Passauer Arzt stellt mehrere Hundert gefälschte Masken-Atteste aus

Ein Passauer Arzt soll mehrere Hundert falsche Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht in der Corona-Krise ausgestellt haben. Ein Busfahrer habe im Oktober an der Echtheit eines der Attestes gezweifelt, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Mittlerweile ermittelt die Kripo in über 70 Verdachtsfällen.

Am Mittwochvormittag wurde laut Polizei die Praxis des Arztes durchsucht. Dabei seien unter anderem Patientenunterlagen, Computer und Laptops sichergestellt worden. Die Beweise würden nun ausgewertet. Der Arzt muss wegen des Ausstellens unrichtiger Gesundheitszeugnisse mit bis zu zwei Jahren Gefängnis oder einer Geldstrafe rechnen.

Mittwoch, 16. Dezember, 15.30 Uhr: Fünf neue Todesfälle im Allgäu

Im Allgäu sind weitere fünf Personen an oder mit Covid-19 gestorben. Zwei davon starben in Memmingen, jeweils einer in Kempten, Lindau und dem Oberallgäu.

Mittwoch, 16. Dezember, 15 Uhr: Mehr als 24 Millionen Corona-Warnapp-Nutzer

Ein halbes Jahr nach Bereitstellung der Corona-Warn-App hat die Bundesregierung die Menschen in Deutschland aufgerufen, die App zu laden und Testergebnisse zu hinterlegen. Mehr als 24 Millionen mal sei die App inzwischen heruntergeladen worden, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. Die vergangenen Tage seien noch einmal viele hinzugekommen. "Jeder, der hinzukommt, hilft", sagte Seibert. 171 von 180 Testlabore seien an die Warn-App angeschlossen. Über 5,6 Millionen Testergebnisse seien übermittelt worden, über 130 000 User hätten positive Ergebnisse über die App geteilt - dies seien allerdings erst 54 Prozent der entsprechend Getesteten. (Seit Ende November gibt es eine neue Version der App)

Mittwoch, 16. Dezember, 14.54 Uhr: Kritik an Corona-Hilfen - Merkel verteidigt Vorgehen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Systematik der Wirtschaftshilfen in der Corona-Krise verteidigt und Kritik an einer Ungleichbehandlung zurückgewiesen. Merkel sagte am Mittwoch bei einer Regierungsbefragung im Bundestag, die Regierung glaube, ein Instrument geschaffen zu haben, das nachhaltig und gerecht sei.

Die Firmen, die von Schließungen im November und Dezember betroffen seien, seien dies über einen langen Zeitraum, so die Kanzlerin. Ab Januar gelte für alle die Überbrückungshilfe III. Merkel verwies zudem daraus, dass die Regierung Firmen stärker helfen will, die bisher keinen Zugang zu den November-beziehungsweise Dezemberhilfen haben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Corona-Hilfen verteidigt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Corona-Hilfen verteidigt.
Bild: Bernd von Jutrczenka, dpa

Mittwoch, 16. Dezember, 13.20 Uhr: Lesben- und Schwulenverband Baden-Württemberg fordert neue Corona-Regeln für Weihnachten

Um Weihnachten nicht alleine feiern zu müssen, wenn man mit der eigenen Familie gebrochen hat, wirbt der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) bei der Landesregierung Baden-Württemberg für eine Lockerung der Corona-Regeln. Statt die Ausnahmeregelungen bei Kontaktbeschränkungen für Heiligabend und die Feiertage nur auf den engsten Familienkreis zu begrenzen, sollten auch andere wichtige Bezugspersonen erlaubt sein, heißt es in einem Schreiben des LSVD Baden-Württemberg an Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) vom Mittwoch. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 16. Dezember, 12.50 Uhr: Die Ämter und der Lockdown: Kann ich trotzdem meinen Führerschein beantragen?

Ab Mittwoch gilt der von Bund und Ländern beschlossene harte Lockdown. Das öffentliche Leben fährt herunter und Kontakte sollen bestmöglichst vermieden werden. Außerdem stehen mit Weihnachten und Silvester viele Feiertage vor der Tür. Wie wirkt sich das auf die Landratsämter und die Stadtverwaltungen im Allgäu aus? Können weiterhin Führerscheine beantragt und Baugenehmigungen vergeben werden? Oder schließen die Ämter in der Region? Hier gibt es einen Überblick fürs Allgäu.

Mittwoch, 16. Dezember, 12.40 Uhr: Bericht: Corona-Entschädigungsregelung für Eltern wird ausgeweitet

Die Entschädigungsregelung für Eltern, die wegen geschlossener Kitas und Schulen nicht zur Arbeit können, wird nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) ausgeweitet. Die staatliche Verdienstausfallentschädigung soll es demnach auch geben, wenn Schulen in der Corona-Pandemie nicht geschlossen werden, sondern wenn diese lediglich die Präsenzpflicht aussetzen, so wie das in einigen Bundesländern jetzt im Lockdown der Fall ist. Das hat dem Bericht zufolge das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin beschlossen. Demnach soll Paragraf 56 des Infektionsschutzgesetzes entsprechend um einen Halbsatz ergänzt werden.

Die Verdienstausfallentschädigung war im Frühjahr beschlossen und im Herbst ergänzt worden. Eltern, die auf der Arbeit ausfallen, weil das Gesundheitsamt ihren Nachwuchs unter Quarantäne gestellt hat oder weil Schule und Kitas behördlich geschlossen wurden, können 67 Prozent des Nettoeinkommens als Entschädigung vom Staat bekommen. Das gilt für Kinder im Alter bis 12 Jahren und für Kinder mit Behinderung, die auf Hilfe angewiesen sind. Die Anträge für die Entschädigung stellt der Arbeitgeber bei der zuständigen Behörde vor Ort und gibt sie als Lohnfortzahlung an den Arbeitnehmer weiter.

Mittwoch, 16. Dezember, 12.15 Uhr: Britische Regierung: Bisher 138.000 Menschen gegen Corona geimpft

Eine Woche nach dem Beginn der Massenimpfung gegen das Coronavirus in Großbritannien sind nach Regierungsangaben bisher etwa 138.000 Menschen geimpft worden. "Ein sehr guter Start für das Impfprogramm", schrieb der zuständige Staatssekretär Nadhim Zahawi am Mittwoch bei Twitter. Die Zahl werde noch deutlich zunehmen, da das Netzwerk ausgebaut werde.

In den vergangenen sieben Tagen hätten 108 000 Menschen in England, 18.000 in Schottland, fast 8000 in Wales und 4000 in Nordirland die Dosis erhalten. Zunächst sind über 80-Jährige, Bewohner von Pflegeheimen und besonders gefährdetes medizinisches Personal an der Reihe. Großbritannien hatte die Impfungen am 8. Dezember begonnen.

Mittwoch, 16. Dezember, 10.20 Uhr: Corona: Von der Leyen für europaweiten Impf-Start am selben Tag

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat einen gemeinsamen Start der Impfungen gegen das Corona-Virus in der gesamten Europäischen Union vorgeschlagen. "Lasst uns so bald wie möglich gemeinsam mit dem Impfen anfangen, zusammen, als 27, mit einem Start am selben Tag", sagte von der Leyen am Mittwoch im Europaparlament. "Lasst uns zusammen und geeint mit der Ausrottung dieses furchtbaren Virus beginnen."

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte am Dienstag bekannt gegeben, dass sie am 21. Dezember ihr Gutachten zum Impfstoff der Firmen Biontech und Pfizer abgeben will - acht Tage früher als zuvor geplant. Von der Leyen ließ keinen Zweifel, dass sie mit einem positiven Bescheid rechnet. "Endlich wird binnen einer Woche der erste Impfstoff zugelassen werden, damit Impfungen sofort beginnen können", sagte sie. Weitere Vakzine kämen nächstes Jahr hinzu.

Mittwoch, 16. Dezember, 9.15 Uhr: „Ein Appell an das Wir-Gefühl der Allgäuer“

Mit einer ungewöhnlichen Kampagne will die Allgäu GmbH helfen, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen: „gemeinsam#unter50“ ist ein Appell an alle Bürger, in den Weihnachts- und Silvestertagen daheim zu bleiben und so Kontaktketten zu unterbrechen. Ziel ist es, dass der Sieben-Tage-Inzidenzwert im Allgäu die Zahl 50 unterschreitet. Die Schwelle von 50 ist markant, da Fachleute damit einen deutlichen Rückgang des Infektionsgeschehens verbinden. Die Kampagne erläutern Klaus Fischer und Bernhard Joachim, die Geschäftsführer der Allgäu GmbH, im Interview - das lesen Sie exklusiv hier mit AZPlus.

Kampagne U50
Auch überdimensionale Projektionen an Gebäuden (auf unserem Bild der Sitz von Sozialbau und Allgäu GmbH) in Kempten gehören zur Kampagne der Allgäu GmbH.
Bild: Allgäu GmbH

Mittwoch, 16. Dezember, 8.22 Uhr: Spahn erwartet Normalisierung im Sommer

Angesichts des bald erwarteten Impfstarts gegen das Coronavirus in Deutschland rechnet Gesundheitsminister Jens Spahn mit einer Normalisierung der Lage in einigen Monaten. "Ab dem Sommer können wir Zug um Zug in die Normalität zurückkehren", sagte der CDU-Politiker dem Sender RTL/ntv am Mittwoch. Dann gebe es genug Impfstoff für alle, die sich impfen lassen wollen. "So lange werden wir weiterhin aufeinander aufpassen und damit auch intensivste und schwerste Verläufe reduzieren müssen", betonte Spahn.

Auch Hygienemaßnahmen seien bis dahin weiter nötig. "Wir werden bis weit ins nächste Jahr hinein weiterhin auch diese Regeln brauchen." Spahn zufolge müssten sich 55 bis 65 Prozent der Bevölkerung impfen lassen, um die Ausbreitung des Virus zum Erliegen zu bringen. Lokale Ausbrüche seien zwar, wie bei anderen Viren auch, noch möglich, aber nicht mehr eine solche Infektionsdynamik. Er bezeichnete die Impfung als ein "Gebot der Vernunft".

Mittwoch, 16. Dezember, 7.50 Uhr: Experte: Lockdown-Maßnahmen könnten noch bis Ostern dauern

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, rechnet damit, dass Einschränkungen noch über Monate notwendig sein werden. "Auch wenn die Impfungen jetzt früher beginnen als erwartet, wird der Effekt nur allmählich zu einer Verbesserung der Lage beitragen. Wir werden mindestens noch bis Ostern mit verschiedenen Lockdown-Maßnahmen leben müssen", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Mittwoch, 16. Dezember, 7.23 Uhr: Zahl der Neuinfektionen im Allgäu nimmt weiter zu

Die Zahl der Neuinfektionen bleibt am Mittwoch laut RKI in der Region hoch: Das Ostallgäu hat beim RKI jetzt auch die Inzidenz von 200 überschritten. Lindau hat mit 228,1 die höchste Inzidenz im Allgäu (hier alle Inzidenzen im Überblick). In fast allen Kreisen und Städten steigt die Zahl der Neuinfektionen deutlich. Im gesamten Allgäu gab es in den vergangenen sieben Tagen insgesamt 1.307 Neu-Infektionen mit dem Coronavirus - das sind 100 mehr als noch am Vortag.

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7 Fakten - Wie man sich am besten vor Corona schützt

Mittwoch, 16. Dezember, 6.55 Uhr: Regierung ruft eindringlich zum Mitziehen beim Lockdown auf

Zum Start verschärfter Corona-Beschränkungen über den Jahreswechsel an diesem Mittwoch hat die Bundesregierung alle Bürger eindringlich zum Mitziehen aufgerufen. Der Shutdown sei wegen zu hoher Infektionszahlen geboten, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Berlin. "Lieber jetzt mit Aussicht auf Erfolg, als erst nach Weihnachten mit dem Risiko großer Nebenwirkungen." Kanzlerin Angela Merkel (CDU) warnte, unvorsichtiges Verhalten in dieser Phase sei "verheerend" für die Gesellschaft. Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, betonte: "Die Lage ist so ernst, wie sie noch nie war in dieser Pandemie." Für den Beginn bald angestrebter Corona-Impfungen laufen weitere Vorbereitungen.

Spahn sagte, die bisherige Balance mit Beschränkungen vor allem bei privaten Kontakten und in der Freizeit sowie offenen Schulen und weiter laufendem Wirtschaftsleben sei nicht mehr zu halten gewesen. "Wir haben gesehen, dass sich eine dritte Welle praktisch schon wieder begann aufzubauen, bevor die zweite tatsächlich abgeflaut war." Wichtig sei nun, die vereinbarten Beschränkungen in allen Regionen und Bereichen auch konsequent umzusetzen.

Mittwoch, 16. Dezember, 6.12 Uhr: Höchstwert: 952 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden

Die Zahl der verzeichneten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus ist sprunghaft gestiegen und hat einen neuen Höchststand erreicht. Binnen eines Tages übermittelten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 952 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen vom Mittwochmorgen hervorgeht. Außerdem sind 27.728 Neuinfektionen verzeichnet worden. Allerdings waren in den Daten von Dienstag keine Zahlen aus Sachsen enthalten gewesen, weswegen in den neuen Zahlen auch Nachmeldungen enthalten sein könnten, wie es hieß. Vergangenen Mittwoch (9.12.) waren 20.815 Neuinfektionen und 590 Todesfälle gemeldet worden. Die bisherigen Höchstwerte von 29.875 gemeldeten Fällen und 598 Toten waren am Freitag erreicht worden.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Am Dienstag lag die Zahl der neu gemeldeten Todesfälle bei 500 und somit auch ohne die fehlenden sächsischen Daten beim bis dahin dritthöchsten Wert seit Beginn der Pandemie. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg bis Mittwoch auf 23.427.

Die zur Lagebeurteilung entscheidende 7-Tage-Inzidenz - die gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - erreichte mit 179,8 ebenfalls einen neuen Höchststand. Am Dienstag lag dieser Wert bei 173,7. Die fehlenden Daten aus Sachsen beeinflussten den Wert nur geringfügig, hieß es vom RKI.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1.379.238 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 16.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 1.025.000 Menschen inzwischen genesen.

Mittwoch, 16. Dezember, 6 Uhr: Deutschland im Lockdown, Ausgangssperre in Bayern

Heute hat der zweite strenge Lockdown seit Beginn der Krise begonnen - mit der Schließung des Einzelhandels bis auf Geschäfte für den täglichen Bedarf sowie der weitgehenden Schließung von Schulen und Kitas. In Bayern tritt außerdem eine Ausgangssperre ab 21 Uhr in Kraft. Welche Corona-Regeln jetzt gelten, erfahren Sie hier.

Dienstag, 15. Dezember, 22.10 Uhr: Erste Corona-Impfung live im US-Fernsehen übertragen

Nach einer Notfallzulassung haben am Montagmorgen (Ortszeit) in den Vereinigten Staaten die Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Der Fernsehsender CNN übertrug Bilder von der Impfung einer Krankenschwester mit dem Mittel des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer im Osten des New Yorker Stadtteils Queens. "Ich möchte öffentlich Vertrauen schaffen, dass die Impfung sicher ist", sagte Sandra Lindsay nach der Impfung. "Wir erleben eine Pandemie, wir müssen alle unseren Teil beitragen. Ich möchte jeden ermutigen, sich impfen zu lassen."

Wenige Minuten nach der Impfung twitterte Präsident Donald Trump: "Erste Impfung verabreicht. Herzlichen Glückwunsch USA! Herzlichen Glückwunsch Welt!". Trump nimmt den schnellen wissenschaftlichen Erfolg des Impfstoffs für sich in Anspruch, Pfizer hat aber immer wieder betont, nicht Teil des US-Regierungsprogramms zu sein, um politisch unabhängig agieren zu können.

Laut CNN sollten am Montag in allen Bundesstaaten erste Impfungen anlaufen. Am Montagmorgen (Ortszeit) haben Fernsehsender Bilder gezeigt, wie die Kühlboxen mit dem Impfstoff in mehreren Krankenhäusern im Land angeliefert werden. Die Vereinigten Staaten erleben aktuell erneut eine verheerende Welle der Pandemie. Für den Montag wurde erwartet, dass in den USA die Marke von 300.000 Toten überschritten würde.

Dienstag, 15. Dezember, 21.15 Uhr: Ausgangssperre auch an Weihnachten: Mallorca verschärft die Corona-Regeln weiter

Wer dem tristen Corona-Alltag über Weihnachten Richtung Mallorca entfliehen will, hat Pech. Dort werden die Corona-Einschränkungen aktuell erneut verschärft. Auf der Urlaubsinsel gilt jetzt Alarmstufe 4.

Dienstag, 15. Dezember, 20.05 Uhr: "Wie im Entwicklungsland": Kostenlose FFP2-Masken sorgen für Wirbel im Allgäu

Seit Dienstag gibt es für alle Angehörigen von Risikogruppen und für Menschen ab 60 Jahren drei kostenlose FFP2-Masken, die in Apotheken ausgegeben werden. Doch nicht überall im Allgäu ist die Verteilung problemlos angelaufen. Wir waren in den Fußgängerzonen im Allgäu unterwegs. Was hat geklappt - und wo gab es Kritik?

Dienstag, 15. Dezember, 19.30 Uhr: Riechtest gegen Coronavirus für Ciesek "keine schlechte Idee"

Ein Geruchstest zum Nachweis einer Coronavirus-Infektion könnte nach Einschätzung der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek ein weiterer Baustein zur Eindämmung der Pandemie sein. "Die Idee an sich finde ich gar nicht schlecht", sagte die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt am Dienstag im NDR-Podcast "Coronavirus-Update". Sie habe ihn zusammen mit ihrem Berliner Kollegen Christian Drosten auch schon selbst ausprobiert.

Der Test funktioniert ähnlich wie Duftproben zum Rubbeln von Parfümherstellern. Der Proband muss eine App herunterladen, die ihm anzeigt, welches Feld er freirubbeln soll. Danach muss er eintragen, was er riecht. Der Test weise nicht die Erkrankung selbst nach, sondern nur ein Symptom, betonte Ciesek - den Verlust des Geruchssinns, von dem aber immerhin rund 80 Prozent der Infizierten berichteten.

Der Test sei billig, einfach, leicht zu verteilen, tue nicht weh "und schadet nichts", sagte Ciesek, "aber man muss auch sagen, dass das natürlich sehr unsicher ist." Der Test könnte ein "add on" (eine Ergänzung) sein, um Infizierte frühzeitig herauszufiltern. Wenn Menschen dieses Symptom frühzeitig bemerkten, könnten sie sich isolieren und einen aussagekräftigeren Test machen lassen.

Dienstag, 15. Dezember, 18 Uhr: Vier Corona-Todesfälle im Allgäu

Die Zahl der Menschen, die Opfer der Corona-Pandemie werden, steigt auch im Allgäu weiter: Vier Menschen sind innerhalb der letzten 24 Stunden im Allgäu an oder mit Covid-19 gestorben. Im Landkreis Lindau kamen drei Bewohner von Pflegeeinrichtungen im Zusammenhang mit Corona ums Leben. Das hat das Landratsamt auf Anfrage unserer Redaktion bestätigt. Auch in Kaufbeuren starb eine Person. Das geht aus den aktuellen Fallzahlen des LGL hervor.

Dienstag, 15. Dezember, 17.30 Uhr: Ostallgäu bei Inzidenz über 200er-Marke

Ostallgäu in der Berechnung der Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Fällen hat laut Landesgesundheitsamt Bayern (LGL) nun auch der Landkreis Ostallgäu die Marke von 200 Neuinfizierten innerhalb einer Woche überschritten.

Am Dienstagnachmittag meldete das LGL einen Wert von 213,2. Kaufbeuren lag bei 236,5. Maßgeblich für zusätzliche Maßnahmen ab dem übernächsten Tag sind jedoch die Werte des Robert-Koch-Instituts. Dort lag der Wert gestern um 0 Uhr bei 185,6 für den Landkreis und 216,2 für Kaufbeuren. Dass der Schwellenwert überschritten wird, hat für den Landkreis ohnehin keine weiteren Konsequenzen. Die Regelungen für den verschärften Lockdown ab Mittwoch beinhalten bereits alle Maßnahmen, die bisher ab einem Inzidenzwert von 200 gegolten hatten, heißt es aus dem Landratsamt. Die Allgäu-Zahlen im Überblick.

Dienstag, 15. Dezember, 16.45 Uhr: "Kultuspolitik ist Chaospolitik pur": Wechselunterricht wohl auch im Januar

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat Lehrer, Schüler und Eltern auf einen längeren Ausnahmezustand an den Schulen auch nach den Weihnachtsferien eingestimmt. Er gehe davon aus, dass es wegen Corona auch nach dem 10. Januar noch Wechselunterricht geben werde, sagte Söder am Dienstag in einer Regierungserklärung im Landtag in München.

Dienstag, 15. Dezember, 15.55 Uhr: Intensivbetten und Corona-Patienten: So ist die Lage im Allgäu aktuell

Die Intensivbetten in den Allgäuer Krankenhäusern sind weiterhin ausgelastet. Alle Landkreise und Städte haben in ihren Krankenhäusern Corona-Patienten. Doch nicht alle müssen beatmet werden.

Die aktuelle Zahlen aus den Krankenhäusern im Allgäu in Zahlen und Grafiken.

Dienstag, 15. Dezember, 14.45 Uhr: Große Nachfrage nach Gratis-Masken in Bayerns Apotheken

Zum Auftakt der Ausgabe von kostenlosen FFP2-Masken an Menschen aus Corona-Risikogruppen war der Andrang in vielen bayerischen Apotheken groß. Während einige Betriebe nach Angaben des Bayerischen Apothekerverbands (BAV) alle Abholer versorgen konnten, meldeten mehrere Inhaber schon am späten Dienstagvormittag, dass die Vorräte ausgegeben seien. In einigen Apotheken in Kempten und Kaufbeuren sind die Masken teils vergriffen.

Ein Sprecher des BAV nannte als Ursache die "sehr kurze Vorlaufzeit" für die Apotheken. Zudem gebe es Verzögerungen bei den Lieferungen der Hersteller. "Wir gehen aber davon aus, dass sich die Situation in den kommenden Tagen flächendeckend normalisieren und damit merklich entspannen wird."

Der BAV betonte aber auch, dass über 60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen noch bis zum 6. Januar je drei Masken kostenlos in Apotheken erhalten. Wer Anspruch auf die Masken habe, müsse diese also "nicht unbedingt gleich heute" abholen, sagte der Sprecher. Bis zu den Feiertagen sei noch ausreichend Zeit. Wer bekommt die Masken und wie läuft die Verteilung? Alle Infos in unserer Übersicht.

Dienstag, 15. Dezember, 14.30 Uhr: Dienstag, EMA: Entscheidung über Zulassung von Impfstoff am 21. Dezember

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA will am 21. Dezember ihr Gutachten über die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Unternehmen Biontech und Pfizer vorlegen - acht Tage früher als zuletzt geplant. Das teilte die Behörde am Dienstag in Amsterdam mit. Die Zustimmung der EU-Kommission gilt als sicher. Der Impfstoff könnte so noch vor Weihnachten für die EU zugelassen sein.

Dienstag, 15. Dezember, 14.10 Uhr: Wer darf die Notbetreuung an KiTas beanspruchen?

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden in Bayern Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen von 16. Dezember bis vorläufig 10. Januar geschlossen. Die KiTas und Tagespflegestellen bieten jedoch außerhalb der Weihnachtsferien eine Notbetreuung an. Die Pressetelle der Stadt Memmingen fasst zusammen, wer Anspruch auf Notbetreuung hat:

  • Kinder, deren Eltern die Betreuung nicht auf andere Weise sicherstellen können, insbesondere, wenn sie ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen müssen.
  • Kinder, deren Betreuung zur Sicherstellung des Kindeswohls von den zuständigen Jugendämtern angeordnet worden ist.
  • Kinder, deren Eltern Anspruch auf Hilfen zur Erziehung haben.
  • Kinder mit Behinderung und Kinder, die von wesentlicher Behinderung bedroht sind.

Anders als im Frühjahr wird darauf verzichtet, spezielle Berufsgruppen festzulegen, die zur Notbetreuung berechtigen. Vielmehr werde auf den konkreten Bedarf der Eltern abgestellt, heißt es. Die Eltern werden deshalb aufgefordert, Kinderbetreuung wirklich nur dann in Anspruch zu nehmen, wenn eine Betreuung im häuslichen Umfeld nicht sichergestellt werden kann. Nach welchen Lösungen im Allgäu noch gesucht wird, erfahren Sie hier.

Dienstag, 15. Dezember, 13.35 Uhr: Söder: Wir müssen die Notbremse ziehen - Rekord-Todeszahl in Bayern

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat den harten Lockdown zur Eindämmung des Coronavirus als unausweichlich bezeichnet. "Wir müssen die Notbremse ziehen", sagte Söder am Dienstag in einer Regierungserklärung im Landtag in München. "Wenn wir jetzt nicht konsequent runterfahren, sind die Schäden enorm groß, und das wollen und werden wir nicht verantworten." Der Regierungschef fügte hinzu: "Hier stehen wir, und wir können nicht anders."

Nach Angaben Söders wurde mit 126 Toten binnen 24 Stunden zuletzt die höchste Zahl an Todesfällen gezählt, die es wegen Corona in Bayern je gegeben habe. "Alle 17 Minuten stirbt in Bayern ein Mensch." Söder warnte erneut: "Corona gerät außer Kontrolle." Er betonte: "Die Lage wird von Tag zu Tag dramatischer, und zwar überall in Deutschland."

Söder betonte, dies sei kein Alarmismus und keine Panikmache, aber: "Corona ist die Katastrophe unserer Zeit." Er appelliere deshalb an alle, im Kampf gegen Corona mitzuziehen. "Wer Corona immer noch im parteipolitischen Klein-Klein behandelt, der macht sich mitverantwortlich dafür, dass wir die Situation nicht entkräften und verbessern können."

Dienstag, 15. Dezember, 13.10 Uhr: Flixbus sagt Fahrten ab dem 17. Dezember wieder ab

Der Fernbus-Anbieter Flixbus will angesichts des neuerlichen Shutdowns doch keine Fahrten zwischen dem 17. Dezember und dem 11. Januar anbieten. Die Kunden, die bereits eine Reise gebucht haben, würden nun angeschrieben und bekämen ihr Geld zurück, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Darüber hinaus erhielten sie einen Flixbus-Gutschein in Höhe von 15 Euro für eine Fahrt im kommenden Jahr. "Damit reagiert das Unternehmen auf den Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz in Deutschland, einen erneuten bundesweiten Lockdown umzusetzen", hieß es.

Flixbus hatte seinen Betrieb bereits am 3. November wegen der neuen Corona-Kontaktbeschränkungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorübergehend eingestellt. Für die Weihnachtstage und bis ins neue Jahr hinein wollte das Unternehmen den Betrieb wieder aufnehmen. Diese Pläne sind nun vom Tisch. "Bitte verzichtet auf nicht dringend notwendiges Reisen", rief Flixbus-Geschäftsführer André Schwämmlein die Kunden auf.

Dienstag, 15. Dezember, 12.33 Uhr: RKI-Chef: Lage ernst wie nie - "Ergebnis von Sorglosigkeit"

Die Corona-Lage in Deutschland ist nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) so ernst wie nie zuvor in der Pandemie. Die Fallzahlen seien so hoch wie noch nie und sie stiegen weiter an, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstag in Berlin. Es bestehe die Gefahr, dass sich die Situation weiter verschlimmert und es immer schwieriger wird, mit der Pandemie und ihren Folgen umzugehen.

Mit zwischen 12.000 und 29.000 gemeldeten Neuinfektionen pro Tag lägen die Fallzahlen im Dezember deutlich höher als im November, führte Wieler aus. Aktuell seien 325.000 Menschen in Deutschland mit Sars-CoV-2 infiziert, in den Sommermonaten seien es wenige Tausend gewesen. Immer stärker betroffen sei die Gruppe der 80-Jährigen, mit besonders hohem Risiko für schwere und tödliche Krankheitsverläufe.

Dass sich im Moment viel zu viele Menschen infizierten, sei "Ergebnis von Sorglosigkeit einiger Menschen", sagte Wieler. Die Neuinfektionszahlen müssten nun deutlich sinken. Er rief dazu auf, Kontakte auf das Nötigste einzuschränken. Er persönlich werde die beschlossene Höchstzahl bei Treffen über Weihnachten nicht ausnutzen, sondern ganz bewusst darunter bleiben.

Dienstag, 15. Dezember, 11.35 Uhr: Corona-Impfstoff in Deutschland: Zulassung vor Weihnachten?

Der Corona-Impfstoff der deutschen Firma Biontech könnte in Deutschland früher als geplant noch vor Weihnachten zugelassen werden.

Die europäische Zulassungsbehörde EMA plane den Abschluss des Verfahrens am 23. Dezember 2020. Das meldet die Bild-Zeitung. Bislang war vom 29. Dezember die Rede. Eine Bestätigung der EMA dafür gibt es allerdings nicht.

Dienstag, 15. Dezember, 11.25 Uhr: ÖPNV im Allgäu stellt Fahrpläne im harten Lockdown um

Während des Lockdowns ab Mittwoch fahren auch die Busse im Allgäu oft nach anderen Fahrplänen als gewohnt. So teilt etwa die Stadtverwaltung Kaufbeuren mit, dass aufgrund der Schulschließungen schon ab 16. Dezember der Ferienfahrplan im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt. Das sei im Stadtbusverkehr Kaufbeuren und bei den Landkreislinien der Ostallgäuer Verkehrs-Gemeinschaft (OVG) der Fall und gelte vorerst bis einschließlich 10. Januar 2021.

Auch im Unterallgäu verkehren die Busse im Bereich des Verkehrsverbunds Mittelschwaben (VVM) ab Mittwoch, 16. Dezember, wie an Ferientagen.

Im Bereich des Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund bodo gilt der Ferien-Fahrplan erst ab 21. Dezember, hier geht der aktuelle Schulfahrplan noch bis Freitag mit den bereits bekannten Kürzungen weiter. In der Region sind davon die Menschen im Landkreis Lindau betroffen.

Dienstag, 15. Dezember, 11.15 Uhr: Laschet warnt vor Isolierung von Alten und Kranken im Lockdown

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich entschieden gegen eine Isolierung von Alten und Kranken im bevorstehenden harten Lockdown ausgesprochen. "Wir dürfen nicht den Fehler von März wiederholen, Menschen über Wochen einsam sterben zu lassen, weil sie keiner besucht", sagte Laschet am Dienstag in einer Unterrichtung des Landtags in Düsseldorf. In der Pandemie dürfe man nicht die Menschlichkeit verlieren. Es werde keiner im Stich gelassen, versicherte Laschet. Bund und Länder hätten sich auf Regeln für Heime geeinigt, um Besuche zu ermöglichen.

Dienstag, 15. Dezember, 10.25 Uhr: Vor Lockdown: Manche Friseure schneiden heute bis Mitternacht

Vor dem Lockdown noch schnell zum Friseur? Für viele Kunden fällt die frisch geschnittene Weihnachts-Frisur heuer flach. Wie schon im Frühjahr müssen die Haar-Stylisten ab Mittwoch wieder komplett schließen. Viele machen deshalb heute am Dienstag noch Überstunden und schneiden bis Mitternacht, wie diese Beispiele aus der Region zeigen. Vielleicht klappt's ja doch noch mit einem Termin?

Dienstag, 15. Dezember, 8.40 Uhr: Verband rechnet mit Klagen des Einzelhandels wegen Corona-Hilfen - Wiesn-Wirte haben schon geklagt

Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet mit Klagen von Einzelhandelsunternehmen gegen die Art der staatlichen Corona-Entschädigung. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth begründete dies am Dienstag mit einer Ungleichbehandlung gegenüber der Gastronomie. "Große Handelsunternehmen kriegen überhaupt keinen Betriebskostenzuschuss, während das bei der Gastronomie und Hotellerie völlig anders ist", sagte Genth im ZDF-Morgenmagazin. "Was nicht geht, ist einfach eine Ungleichbehandlung."

Ihre Klagen bereits abgeschickt haben etliche Wirte vom Oktoberfest in München. Sie richten sich allerdings gegen ihre Versicherungen - alle Hintergründe dazu hier.

Dienstag, 15. Dezember, 8.10 Uhr: Wie sehr trifft die Deutschen das Glühwein-Verbot in der Weihnachtszeit?

Glühwein hat es 2020 schwer. Erst die Weihnachtsmarktabsagen im Teil-Lockdown, nun das Alkoholverbot in der Öffentlichkeit während des harten Lockdowns. Nachdem "Glühwein to go" im verrückten Jahr 2020 zum Politikum wurde, gibt es jetzt sogar eine Umfrage dazu. Die Ergebnisse hier.

Dienstag, 15. Dezember, 6.40 Uhr: Lehrerverband: Vorbereitung auf Wechselunterricht wurde versäumt

Der Lehrerverband wirft den Landesregierungen und Schulministerien in der Corona-Pandemie ein "teilweise katastrophales Krisenmanagement" vor. Man habe es versäumt, sich auf eine neue Phase des Wechselunterrichts vorzubereiten, etwa durch mehr Tempo bei der digitalen Modernisierung der Schulen, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der "Passauer Neuen Presse". "Das rächt sich jetzt."

"Bei der Versorgung der Schulen mit schnellem Internet stehen wir nicht viel besser da als im März diesen Jahres. Und schnelles Internet ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Videokonferenzsysteme funktionieren", sagte Meidinger. "Wir fordern von der Politik die Vorlage eines Gesamtkonzepts, wie in Pandemiezeiten die Bildungsqualität und die Zukunftschancen unserer Kinder und Jugendlichen gesichert werden können."

Dienstag, 15. Dezember, 6 Uhr: 14.432 neue Fälle und 500 Tote: Corona-Zahlen weiter auf hohem Niveau

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Die Zahl der Todesfälle und der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt auf hohem Niveau. Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 14.432 neue Fälle und 500 Todesfälle binnen eines Tages übermittelt, wie das RKI am Dienstagmorgen bekanntgab. Am Dienstag der Vorwoche waren 14.054 Neuinfektionen und 423 Todesfälle gemeldet worden. Die Höchststände von 29.875 gemeldeten Fällen und 598 Toten waren am Freitag erreicht worden. Die 500 Todesfälle vom Dienstag bedeuten den dritthöchsten Wert seit Beginn der Pandemie.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 22.475.

Die zur Lagebeurteilung entscheidende 7-Tage-Inzidenz - die gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - ging leicht zurück. Sie lag am Montag bei einem Höchststand von 176,4. Am Dienstag ging dieser Wert zurück auf 173,7.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1.351.510 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 15.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 1.003.300 Menschen inzwischen genesen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 1,06 (Vortag: 1,12). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 106 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Erst wenn er für längere Zeit unter 1 liegt, flaut dieses ab.

Montag, 14. Dezember, 22.05 Uhr: 75 Corona-Positive nach Nikolaus-Besuch in Seniorenheim

Der Besuch eines Nikolaus-Darstellers in einem belgischen Seniorenheim ist möglicherweise Ursprung eines Corona-Ausbruchs. Die Stadt Mol in der Provinz Antwerpen spricht von einem "Superspreader". Der Mann - ein Angehöriger - sei positiv auf das Virus getestet worden, teilte sie mit. Bei 61 Bewohnern und 14 Angestellten fielen demnach mit Stand Sonntag Corona-Tests positiv aus.

Ob der Ausbruch tatsächlich auf den Besuch des Sinterklaas, wie der Nikolaus dort heißt, zurückgeht, müsse tiefergehend geprüft werden, hieß es. Dennoch übte die Stadt deutliche Kritik an den Betreibern der privaten Einrichtung. Der Sinterklaas-Besuch, der laut Medienberichten vergangene Woche stattfand, sei nicht bloß eine Fehleinschätzung, sondern "unverantwortlich" gewesen. Er sei ohne Rücksprache erfolgt und wäre so nicht erlaubt worden, heißt es von der Stadt.

Einer der Bewohner sei gestorben - er habe sich aber schon vor der Infektion in einem palliativen Stadium befunden. Ein weiterer werde mit ernsthaften Symptomen behandelt. Einige hätten leichtes Fieber. Den meisten Bewohnern gehe es gut, und sie zeigten keine Symptome. Das könne sich allerdings noch ändern.

Bei Symptomen sollen Schnelltests durchgeführt werden. Außerdem seien Kohorten gebildet und Quarantänen eingerichtet worden. Die nächsten umfangreichen Tests seien für Freitag geplant.

Montag, 14. Dezember, 20.35 Uhr: Corona-Impfzentrum in Lindenberg: Landratsamt gibt Standort bekannt

Ein Corona-Impfzentrum kommt nach Lindenberg. Das Landratsamt hat den Ort bekannt gegeben. Wie der Betrieb abläuft und warum Westallgäuer Ärzte Kritik üben.

Montag, 14. Dezember, 19.10 Uhr: Kurz vor dem Lockdown am Mittwoch: Das Weihnachtsgeschäft im Allgäu brummt

Aufgrund der Corona-Lage müssen die meisten Läden am Mittwoch dicht machen. Viele nutzten die Tage vorher deshalb noch schnell zum Weihnachts-Shopping aus.

Werden die Abstände eingehalten? Was sagen die Kunden und wie reagieren die Einzelhändler auf den Lockdown?

Montag, 14. Dezember, 18.45 Uhr: Spahn: Tun alles für Impfstart noch im Dezember

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält einen Beginn von Impfungen gegen das Coronavirus noch im Dezember für denkbar. "Wir tun alles dafür", dass es noch im Dezember losgehen könne mit dem Impfen, sagte der CDU-Politiker am Montag im "Polittalk aus der Hauptstadt", einer Kooperation des RBB-Inforadios mit der "Süddeutschen Zeitung".

Spahn machte erneut deutlich, dass es keine Notfallzulassung für Deutschland, sondern eine europäische bedingte Zulassung für den ersten Impfstoff geben solle. "Damit sind wir mit allen 27 Mitgliedstaaten angetreten, nicht zuletzt um Vertrauen zu erhalten. Ich bin mir sehr sicher, bei einer Notzulassung würde manche Debatte sicherlich darüber geführt: Ist da genug geprüft worden, wurde da tief genug hineingegangen in die Daten?", betonte Spahn.

Am Montag hatte die Europäische Arzneimittel-Behörde EMA deutlich gemacht, dass das Zulassungsverfahren für einen Corona-Impfstoff kaum zu beschleunigen ist. Spätestens am 29. Dezember werde das Gutachten des Expertenausschusses vorliegen, erklärte die Direktorin der EMA, Emer Cooke, am Montag in Amsterdam. "Wir arbeiten rund um die Uhr für die Zulassung des ersten Covid-19-Impfstoffes". Die Fristen würden allerdings im Laufe des Prüfverfahrens "ständig neu bewertet".

Spahn hatte zuvor eine Beschleunigung des Verfahrens gefordert. Der Impfstoff der Unternehmen Pfizer und Biontech ist bereits in Großbritannien, Kanada und den USA mit einer Notzulassung auf dem Markt.

Montag, 14. Dezember, 17 Uhr: Ausgangssperre gilt auch an Weihnachten

Die große Frage, die sich nun wohl viele Menschen in Bayern angesichts der beschlossenen strengeren Regeln stellen: Gilt die Ausgangssperre ab 21 Uhr auch an Heiligabend, den Weihnachtsfeiertagen und Silvester? Muss man als Gast einer Runde um spätestens 21 Uhr wieder daheim sein? Oder als Gastgeber die Liebsten pünktlich nach Hause schicken? Die Regeln in der Übersicht.

Montag, 14. Dezember, 16.30 Uhr: Die aktuellen Inzidenz-Zahlen im Allgäu

Die Stadt Kaufbeuren überholt den Landkreis Lindau bei der 7-Tage-Inzidenz und ist mit einem Wert von 225,24 laut dem Landesamt für Gesundheit (LGL) wieder trauriger Spitzenreiter. Auch in allen anderen Allgäuer Landkreisen und kreisfreien Städten ist die 7-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Sonntag teils deutlich gestiegen. Die Zahl der Todesopfer infolge einer Corona-Infektion liegt im Allgäu weiterhin bei 199. Unsere Übersicht.

Montag, 14. Dezember, 15.50 Uhr: Gericht lehnt Eilantrag gegen nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Bayern ab

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hat einen Eilantrag gegen die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen in Hotspots in Bayern abgelehnt. Das teilte das Gericht am Montag mit.

Der in München lebende Antragsteller sah sich in seinen Grundrechten verletzt, weil er nach eigenen Angaben nachts joggen oder zu seiner Nebenwohnung fahren wollte. Die Regelung mache ihm das unmöglich.

Seinen entsprechenden Eilantrag hat der BayVGH nun abgelehnt.

Montag, 14. Dezember, 14.45 Uhr: Gesangsverbot in den Oberallgäuer Kirchen: „Ich bin fassungslos“

Die Kirchen und auch die Gottesdienste im Oberallgäu und in Kempten sollen für die Menschen einladend bleiben. Dies mit den Infektionsschutzmaßnahmen zu vereinbaren, ist eine Gratwanderung. Um Gläubige nicht zu gefährden, müssen während der Gottesdienste Masken getragen und Abstände eingehalten werden.

Seit Mittwoch dieser Woche ist es verboten, in den Gotteshäusern zu singen. Ziel der Maßnahmen ist, die Zahl der Infektionen und der Corona-Toten zu senken. Nicht alle Pfarrer in der Region haben Verständnis dafür.

Montag, 14. Dezember, 14.05 Uhr: Bayern fordert Corona-Testpflicht für Einreisende an Außengrenzen

Zum Schutz vor Corona-Ansteckungen fordert Bayern vom Bund die Einführung einer Testpflicht für alle Menschen, die aus dem Ausland nach Deutschland einreisen. "Wir brauchen am besten eine nationale Regelung, denn ich mache mir große Sorgen", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts in München. Dies gelte insbesondere mit Blick auf die trotz der Pandemie vielen geplanten Reisen in den kommenden Wochen zwischen Weihnachten und Neujahr. Die Themen Grenze und Urlaubsrückkehrer müssten "sehr ernst" genommen werden.

Söder erinnerte daran, dass Grenzgänger und Urlaubsrückkehrer bereits im Sommer nach den Ferien immer wieder das Virus nach Bayern eingetragen hätten. Auch jetzt zeige sich, dass in den Grenzgebieten die Ansteckungszahlen besonders hoch seien - nicht nur in Bayern. "Die jetzige Rechtslage ist bei der Bundesebene so, dass ist sozusagen eine Quarantäne-Pflicht gibt", sagte Söder. Verstöße seien zwar mit einem Bußgeld belegt, gleichwohl wolle Bayern noch in dieser Woche mit den Bund noch einmal diskutieren, ob nicht auch eine Testpflicht vereinbart werden könne.

Montag, 14. Dezember, 13.15 Uhr: Experten befürchten Lücken bei Versorgung von Krebspatienten

Angesichts der zunehmenden Belastung der Kliniken wegen Covid-19-Patienten warnen Experten davor, Krebskranke zu vernachlässigen. "Immer mehr onkologische Eingriffe werden verschoben, diagnostische Untersuchungen und Nachsorge teilweise stark zurückgefahren", kritisierte die Corona Task Force von Deutscher Krebshilfe, Deutschem Krebsforschungszentrum (DKFZ) und Deutscher Krebsgesellschaft (DKG) am Montag. Zugleich appellierten die Fachleute an die Bevölkerung, unbedingt die Corona-Schutzmaßnahmen einzuhalten, damit die Zahl der Neuinfektionen schnell sinkt. Ziel sei es, das Gesundheitssystem vor einem Kollaps zu bewahren.

DKFZ-Chef Michael Baumann sagte in Heidelberg, bei einer weiteren Verschärfung der Lage an den Kliniken könne eine Versorgung aller schwerkranken Menschen nicht mehr gewährleistet werden. "Dazu zählen insbesondere die 1.400 Patienten, die Tag für Tag neu an Krebs erkranken."

Nach Ansicht von DKG-Chef Gerd Nettekoven ist die Situation an den Kliniken wesentlich angespannter als während der ersten akuten Phase der Pandemie. Schon in der ersten Welle hatten von der Task Force befragte onkologische Spitzenzentren zu über 90 Prozent Veränderungen wegen der Pandemie gemeldet. Diese betrafen Nachsorge, Psychoonkologie/Ernährungs- und Bewegungstherapien sowie soziale Beratung. In diesen Bereichen konnte ein Teil über Telefon oder in Videokonferenzen aufgefangen werden, hieß es.

Montag, 14. Dezember, 12.25 Uhr: Negatives Testergebnis für Bischof Bertram Meier

Der Augsburger Bischof Bertram Meier hat sich offenbar nicht mit dem Corona-Virus infiziert. Das Ergebnis des Tests vom vergangenen Freitag ist negativ. Der Bischof hatte sich vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben, nachdem in seinem persönlichen Umfeld ein Covid-19-Fall diagnostiziert worden war.

Trotz des negativen Testergebnisses bleibt er aber bis einschließlich 20. Dezember vorsorglich in Quarantäne und führt seine Dienstgeschäfte vom häuslichen Schreibtisch in seiner Privatwohnung, teilt die Pressestelle des Bistims Augsburg mit.

Montag, 14. Dezember, 12.10 Uhr: Corona-Politik: Fresenius-Chef kritisiert Fokus auf Intensivbetten

Fresenius-Chef Stephan Sturm kritisiert in der Corona-Krise einen zu starken Blick auf die Intensivkapazitäten der Kliniken. "Der einseitige Fokus der Politik auf Intensivbetten ist falsch", sagte der Vorstandschef des Medizinkonzerns und Krankenhausbetreibers den Nachrichtenagenturen dpa und dpa-AFX. Dort, wo es zu Engpässen in Krankenhäusern gekommen sei, sei das meist wegen des Mangels an Intensivpflegekräften geschehen und nicht wegen fehlender Intensivbetten. Den viel diskutierten Personalmangel habe es schon vor der Corona-Krise gegeben, sagte Sturm. Fresenius ist mit der Tochter Helios Deutschlands größter privater Klinikbetreiber. Die Kette behandelt jährlich rund 5,6 Millionen Patienten hierzulande. Welche Maßnahmen Sturm vorschlägt, erfahren Sie hier.

Montag, 14. Dezember, 11.55 Uhr: Kaserne in Norddeutschland soll zentrales Impfstofflager werden

Ein Kaserne im niedersächsischen Quakenbrück wird in der Corona-Krise als zentrales Impfstofflager in Deutschland vorbereitet. Die Impfdosen sollten Planungen zufolge im dortigen Versorgungs- und Instandsetzungszentrum für Sanitätsmaterial gesichert und von dort verteilt werden, erklärten Militärkreise am Montag, nachdem "Spiegel" und "NDR" berichtet hatten.

Aus dem Verteidigungsministerium wurde dies auf Anfrage nicht bestätigt. Die seit einigen Wochen intern bekannten Planungen waren unter Verschluss gehalten worden, weil Störaktionen - beispielsweise von Impfgegnern - verhindert werden sollen.

Das Versorgungszentrum in Quakenbrück ist eine der Marine zugeordnete Bundeswehrapotheke mit größeren logistischen Fähigkeiten. So werden von dort laufende Bundeswehreinsätze wie in Mali mit Gerät und Medikamenten versorgt. Auch Schiffe und Boote der Marine werden mit Sanitätsmaterial beliefert.

Montag, 14. Dezember, 11.30 Uhr: Verband: Ansturm auf Friseure vor dem Lockdown

Kurz vor dem ab Mittwoch geltenden Lockdown verzeichnen Friseure nach Verbandsangaben noch einmal einen "riesigen Kundenansturm". Viele verlängerten an den letzten beiden Tagen ihre Öffnungszeiten, um möglichst viele Kunden zu bedienen, sagte Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, am Montag. "Das ist natürlich nicht im Sinne des Erfinders, aber die Friseure sind absolut verzweifelt."

Am Sonntag hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten einen harten Lockdown ab dem 16. Dezember beschlossen - neben vielen Geschäften müssen auch Dienstleister wie Friseure schließen.

Normalerweise sei der Dezember für Salons der umsatzstärkste Monat des Jahres, da sich kurz vor den Feiertagen noch mal viele Menschen die Haare schneiden ließen. "Dieser zweite Lockdown bedroht die Existenzen unseres kleinteiligen Handwerks", sagte Müller. Über das gesamte Jahr rechnet der Verband mit Umsatzeinbrüchen von rund 30 Prozent. Im Frühjahr mussten die Friseure schon einmal für sechs Wochen schließen und durften anschließend unter Auflagen wie Mindestabstand zwischen den Frisierplätzen wieder öffnen.

Montag, 14. Dezember, 11.05 Uhr: Kanzleramtschef Braun: Kitas und Schulen öffnen als Erstes wieder

Kanzleramtschef Helge Braun hat zugesagt, dass Schulen und Kitas nach einem Ende des Lockdowns als Erstes wieder geöffnet werden. "Das haben wir immer gesagt. Das ist das Letzte, was wir schließen und das Erste, was wir öffnen", sagte der CDU-Politiker in der Sendung "Frühstart" von RTL/n-tv. "Bildung hat Priorität, und dabei bleibt es auch." Zugleich machte Braun aber wenig Hoffnung auf weitreichende Lockerungen zu Beginn des neuen Jahres.

Er habe zwar große Hoffnung, dass die Infektionszahlen sinken. Aber: "Eine umfassende Lockerung halte ich für sehr, sehr unwahrscheinlich", sagte er. "Januar und Februar sind immer, was Atemwegsinfektionen angeht, besonders schwierige Monate." So lange es in der Winterphase nicht genügend Impfstoff für alle gebe, "werden wir noch schwierige Tage erleben".

Braun räumte ein, die Maßnahmen von Bund und Ländern aus dem November seien zu wenig gewesen. Dadurch seien die Infektionszahlen noch immer zu hoch. Das Ziel, ein sicheres Weihnachtsfest zu ermöglichen, sei nicht erreicht worden.

Montag, 14. Dezember, 10 Uhr: Lockdown lässt BIP jede Woche um 3,5 Milliarden Euro bröckeln

Der gerade beschlossene Lockdown wird nach Auffassung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) volkswirtschaftlich teuer. "Jede Woche Lockdown dürfte rund 3,5 Milliarden Euro beim Bruttoinlandsprodukt kosten", sagte IAB-Forscher Enzo Weber am Montag. "Das wird die Beschäftigungsentwicklung in Deutschland noch einmal belasten", betonte Weber. Das Bruttoinlandsprodukt betrug im Jahr 2019 in Deutschland etwa 3,44 Billionen Euro.

Der Arbeitsmarkt dürfte nach Webers Einschätzung dennoch insgesamt vergleichsweise robust bleiben. Mittlerweile lägen viele Erfahrungen mit Lockdown-Maßnahmen vor und es existierten umfangreiche staatliche Stützungsmaßnahmen. Die bevorstehende Impfstoffzulassung gebe eine Perspektive auf ein Ende der akuten Corona-Phase. "Viele Betriebe werden deshalb versuchen, ihre Beschäftigten zu halten. Dennoch wird es einen Rückschlag am Arbeitsmarkt geben", sagte Weber.

Montag, 14. Dezember, 9.05 Uhr: Physiker: Fallzahlen werden durch harten Lockdown wieder runtergehen

Der Physiker und Spezialist für computergestützte Epidemiologie, Dirk Brockmann, ist von der Wirksamkeit des neuerlichen harten Lockdowns überzeugt. Dieser führe dazu, "dass die Kontakte sich noch einmal substanziell verringern und dann die Fallzahlen auch schnell wieder in den Keller gehen", sagte er am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Dies sei nötig, um die Kontaktnachverfolgung wieder möglich zu machen. "Wir müssen aus dem Flächenbrand wieder einen Schwelbrand machen", betonte er.

Der Physiker der Berliner Humboldt-Universität erstellt Modellrechnungen, wie Pandemien sich entwickeln. Der weiche Lockdown habe demnach dabei geholfen, aus dem exponentiellen Wachstum herauszukommen. 40 Prozent der Kontakte seien dadurch reduziert worden. Im Frühjahr seien es hingegen 60 Prozent gewesen. Als Antwort auf die zweite Welle forderte Brockmann deshalb, mehr zu tun. "Wir müssen noch mal 20 Prozent etwa drauflegen, und dann liegt es in der Mechanik dieser Situation, dass dann die Fallzahlen auch runtergehen werden", so Brockmann. Dies zeige auch der Blick auf andere Länder, in denen die zweiten Wellen in den Griff bekommen worden seien.

Montag, 14. Dezember, 8.10 Uhr: Hohe Zahl schwerer Corona-Erkrankungen in Gesundheitsberufen

Die Gefahr einer schweren Covid-19-Erkrankung ist für Ärzte, Pflegekräfte und Rettungssanitäter einer britischen Studie zufolge wesentlich höher als für Menschen in sogenannten nicht-essenziellen Berufsgruppen. In Großbritannien ist die Rate siebenmal so groß, wie Epidemiologen der Universität von Glasgow in einer Studie ermittelt haben. Die Forscher verglichen dabei nicht die Zahlen der Corona-Infektionen, sondern nur die der Covid-19-Patienten in britischen Kliniken inclusive der Gestorbenen.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte bereits im September berichtet, dass 14 Prozent aller weltweit gemeldeten Corona-Infektionen auf Menschen in Gesundheitsberufen entfielen. In manchen Ländern liege die Quote gar bei 35 Prozent, obwohl deren Anteil an der Bevölkerung insgesamt in den meisten Ländern bei unter 3 Prozent liege.

Montag, 14. Dezember, 6.55 Uhr: Inzidenzwert von 200 - Ostallgäu, Oberallgäu und Kempten nähern sich bedrohlich

Das RKI hat am Montagmorgen die neuen 7-Tages-Inzidenz-Werte für das Allgäu bekanntgegeben. Weiterhin über dem Wert von 200 liegen die Stadt Kaufbeuren und der Landkreis Lindau. Das Oberallgäu mit plus 40 Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag, das Ostallgäu (+32) und Kempten (+30) nähern sich dem Wert bedrohlich. Eine Übersicht über die aktuellen Inzidenzen im Allgäu finden Sie immer aktuell bei uns hier.

Montag, 14. Dezember, 6.40 Uhr: OECD prangert Egoismus reicher Staaten im Impfstoff-Rennen an

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) prangert an, dass reiche Industrieländer im Rennen um die Corona-Impfstoffe zu egoistisch vorgehen. "Einige Länder haben viel zu viel Impfstoff, andere haben gar nichts", sagte Generalsekretär Angel Gurría der "Welt". "Warum denken wir nicht an die fünf Milliarden Menschen in ärmeren Ländern?", fragte der 69-jährige ehemalige mexikanische Außen- und Finanzminister.

Die OECD ist eine internationale Organisation mit 37 Mitgliedstaaten, die sich der Demokratie und Marktwirtschaft verpflichtet fühlen.

Gurría kritisierte, dass sich etwa Kanada 300 Millionen Impfdosen gesichert habe - für nur 40 Millionen Einwohner. Weiter monierte er, dass die USA 800 Millionen Impfdosen gekauft hätten, für eine Bevölkerung von etwas mehr als 300 Millionen. Auch Deutschland hat dem Bericht zufolge insgesamt mehr Impfstoffe geordert als gebraucht werden, wobei das Missverhältnis geringer sei als in den USA und Kanada.

Der Impfstoff müsse gerechter verteilt sein, forderte der OECD-Chef. "Das wäre klug für alle. Dieses Virus wird erst besiegt sein, wenn es überall auf der Welt besiegt ist."

Montag 14. Dezember, 6.25 Uhr: England beginnt mit Corona-Impfungen in Hausarztpraxen

In England werden von dieser Woche an Corona-Impfungen in Hausarztpraxen im ganzen Land verabreicht. Das teilte der Nationale Gesundheitsdienst NHS mit. An 100 Standorten im Land werden demnach 80-Jährige sowie Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeheimen mit dem kürzlich in dem Land zugelassenen Präparat von Biontech und Pfizer geimpft. Zunächst konnte der Impfstoff wegen der komplizierten Lagerung bei etwa minus 70 Grad nur in Krankenhäusern verabreicht werden.

Auch in den anderen Landesteilen des Vereinigten Königreichs, nämlich Schottland, Wales und Nordirland, seien noch in dieser Woche Impfungen von Pflegeheimbewohnern geplant, hieß es in der Mitteilung. Das Gesundheitssystem liegt in der Zuständigkeit der einzelnen Regionalregierungen.

Großbritannien hatte Anfang Dezember als erstes Land der Welt dem Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer eine Notfallzulassung für deren Corona-Impfstoff erteilt. Vergangene Woche wurde die 90 Jahre alte Margaret Keenan als erster Mensch mit dem neuen Impfstoff regulär behandelt. Noch in diesem Jahr sollen vier Millionen Impfdosen in dem Land eintreffen - weitere 40 Millionen werde im kommenden Jahr erwartet. Laut Regierung handelt sich um die größte Impfkampagne in der Geschichte des Landes.

Montag, 14. Dezember, 6.20 Uhr: Sechs Prozent mehr Müll in der Corona-Pandemie

Während der Corona-Pandemie haben die Privathaushalte in diesem Jahr deutlich mehr Müll verursacht. Die eingesammelte Menge von Plastik und anderen Leichtverpackungen sowie von Glas stieg in diesem Jahr um jeweils rund sechs Prozent, wie eine Umfrage des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) unter seinen Mitgliedsfirmen ergab. Der Grund: In Pandemiezeiten gehen die Menschen zum Essen weniger oder gar nicht mehr in Restaurants, stattdessen kaufen sie mehr ein oder bekommen Essen geliefert. Der BDE wertet die Umfrageergebnisse als Beleg dafür, dass Abfallvermeidung in Corona-Zeiten kaum möglich sei.

Montag, 14. Dezember, 6 Uhr: 16.362 Fälle: Corona-Neuinfektionen deutlich über Vorwochenwert

Ein Guten Start in die Woche aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt auf hohem Niveau, auch wenn die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) zum Wochenstart wieder vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet haben. Innerhalb eines Tages wurden 16.362 neue Fälle übermittelt, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Das sind rund 4.000 Fälle mehr als am vergangenen Montag, als die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 12.332 lag. Der bisherige Rekord war am Freitag mit 29.875 gemeldeten Fällen erreicht worden. An Sonntagen und Montagen sind die vom RKI veröffentlichten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Die deutschen Gesundheitsämter meldeten zudem 188 neue Todesfälle binnen 24 Stunden. Vor genau einer Woche hatte dieser Wert bei 147 gelegen. Der bisherige Höchststand von 598 Todesfällen war am Freitag erreicht worden. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 21.975.

Die zur Lagebeurteilung entscheidende 7-Tage-Inzidenz - die gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - steigt ebenfalls deutlich an. Sie lag am Sonntag bei einem Höchststand von 169. Am Montag stieg sie weiter auf 176,4.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1.337 078 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 14.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 984.200 Menschen inzwischen genesen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,12 (Vortag: 1,17). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 112 weitere Menschen anstecken. Nachdem der Wert wochenlang um 1 herum schwankte, lag er seit Freitag bei über 1,1. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Erst wenn er für längere Zeit unter 1 liegt, flaut dieses ab.

Sonntag, 13. Dezember, 21.15 Uhr: Kanzleramtschef Helge Braun: Maß halten beim Weihnachtseinkauf in den Innenstädten

Kanzleramtsminister Helge Braun hat die Bevölkerung dazu aufgerufen, die zwei verbleibenden Tage mit geöffneten Geschäften nicht für ausgiebige Weihnachtseinkäufe in den Innenstädten zu nutzen. Die Corona-Infektionszahlen seien jetzt so hoch, "dass wir unmittelbar die Kontakte reduzieren müssen", sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend in der ARD. Die verbleibenden zwei Tage am Montag und Dienstag vor dem Lockdown sollten nicht so genutzt werden, dass es in den Innenstädten übervoll werde.

Zur Begründung, warum die Verschärfungen erst ab Mittwoch gelten, sagte Braun: "Manche Länder brauchen eben diese zwei Tage noch. Deshalb haben wir uns auf den Mittwoch geeinigt, um die Maßnahmen vorzubereiten."

Sonntag, 13. Dezember, 20.30 Uhr: Weihnachten sicher feiern

Wie kann man Weihnachten mit den Großeltern in diesem Jahr sicher feiern? Tipps dazu gibt es hier.

Sonntag, 13. Dezember, 19.15 Uhr: So erleben Marktoberdorfer Händler das Weihnachtsgeschäft in Corona-Zeiten

Es kommen weniger Kunden und nicht alle Händler bekommen Corona-Hilfen: Marktoberdorfer Einzelhändler berichten von ihrer aktuellen Lage.

Sonntag, 13. Dezember, 18.15 Uhr: Werden Abgeordnete bei der Corona-Impfung bevorzugt?

Wer wird als erstes geimpft? Diese Frage stellen sich viele angesichts der Corona-Impfung. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 13. Dezember, 16.45 Uhr: Polizei begrüßt schärfere Corona-Maßnahmen

Die Gewerkschaft der Polizei hat die verschärften Corona-Regeln begrüßt. "Es ist nicht mehr die Zeit, Schlupflöcher zu suchen", sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende Jörg Radek der Deutschen Presse-Agentur. (Welche Bilanz die Allgäuer Polizei zur Maskenpflicht zieht, erfahren Sie hier.)

Die Polizei werde wie bisher auch stärker auf öffentlichen Plätzen und an "neuralgischen Punkten"" präsent sein, sagte Radek. "Die klaren Maßnahmen erleichtern uns dabei eher die Arbeit. Ein Alkoholverbot in Städten reduziert die Wahrscheinlichkeit von Ansammlungen in der Öffentlichkeit. Das Verkaufsverbot für Pyrotechnik entspannt die Situation zu Silvester."

Mit Blick auf die Infektionsgefahr gelte seine Sorge eher der Absicherung möglicher "Querdenker"-Kundgebungen als den Kontrollen privater Haushalte, sagte Radek. Mit der Novelle des Infektionsschutzgesetzes könnten solche Kundgebungen zudem besser rechtssicher verboten werden.

Sonntag, 13. Dezember, 16.30 Uhr: Polizei löst Party in Dortmunder Kindertagesstätte auf

Dicht gedrängt, ohne Mund-Nasen-Schutz und bei geschlossenen Fenstern: Die Polizei hat in Dortmund eine Party in einer Kindertagesstätte aufgelöst. Nach Polizeiangaben vom Sonntag, hatten sich Anwohner am Freitagabend über Ruhestörung aus der Einrichtung im Stadtteil Menglinghausen beschwert. Bereits auf der Straße sei laute Musik zu hören gewesen, heißt es in der Mitteilung. In einem Raum der Kindertagesstätte trafen die Beamten dann auf 14 Beschäftigte, die feierten. Sie erhielten Anzeigen wegen Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung. Außerdem erteilte die Polizei allen Beteiligten Platzverweise.

Sonntag, 13. Dezember, 16.10 Uhr: Evangelische Kirche plant Online-Angebote zu Weihnachten

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) setzt angesichts der Corona-Regeln zu Weihnachten auch wieder auf Online-Angebote für die Gläubigen. "Zusätzlich zu den Gottesdiensten, die unter strengen Schutzkonzepten stattfinden, werden wir über Online-Formate und Fernsehgottesdienste wie schon an Ostern viele Millionen Menschen erreichen", sagte eine EKD-Sprecherin am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. "Die aktuelle Situation erfordert viel Kreativität und Improvisationsgeist."

Die von Bund und Ländern am Sonntag beschlossenen Regeln für die Gottesdienste würden vielerorts bereits umgesetzt: Dazu zählten die Maskenpflicht, das Gesangsverbot für die Gemeinden sowie Anmeldelisten für die Weihnachtsgottesdienste. Die von der Politik angekündigten Gespräche innerhalb und mit den Glaubensgemeinschaften würden Anfang der Woche geführt.

Sonntag, 13. Dezember, 16.05 Uhr: Haben Merkel und die Ministerpräsidenten den Bürgern zu viel zugetraut?

Nun kommt der Lockdown. Wie unser Autor diese Entscheidung einschätzt, erfahren Sie hier.

Sonntag, 13. Dezember, 15 Uhr: Festspielhaus streamt Live-Konzert

Das Festspielhaus Füssen zeigt am Sonntag ein weihnachtliches Konzert im Internet. Mehr Informationen gibt es hier.

Sonntag, 13. Dezember, 13.25 Uhr: Neue Corona-Regeln ab Mittwoch: Welche Geschäfte schließen, wen darf ich an Weihnachten sehen?

Mit dem Lockdown gibt es auch neue Corona-Regeln für Bayern. Welche Geschäfte schließen? Kann ich einen Weihnachtsbaum noch nach dem16. Dezember kaufen? Schließen Friseure? Und wen darf ich überhaupt noch an Weihnachten treffen? Wir haben alle neuen Corona-Regeln für Bayern und das Allgäu für Sie zusammengefasst.

Sonntag, 13. Dezember, 11.40 Uhr: Söder: Ab Mittwoch Schulen und Kitas in Bayern zu, Ausgangssperre in ganz Bayern

In Bayern werden von Mittwoch (16. Dezember) an alle Schulen und Kitas geschlossen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Sonntag nach telefonischen Beratungen von Bund und Ländern als "klare Regelung" an. Es werde dann Distanzunterricht und zudem Notbetreuungs-Möglichkeiten geben.

Söder kündigte zudem strikte nächtliche Ausgangsbeschränkungen für den ganzen Freistaat an: Bislang habe man eine Ausgangssperre von 21.00 bis 5.00 Uhr in Hotspots mit einer Inzidenz von über 200 umgesetzt - da das Land nun aber insgesamt über diesem Wert liege, werde man das jetzt "für ganz Bayern machen", sagte Söder. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist dann nur noch aus ganz wenigen triftigen Gründen erlaubt.

Sonntag, 13. Dezember, 11.20 Uhr: Bund und Länder beschließen harten Lockdown ab dem 16. Dezember

Das öffentliche Leben in Deutschland wird angesichts der sich ausbreitenden Corona-Pandemie schon ab dem kommenden Mittwoch (16. Dezember) drastisch heruntergefahren. Der Einzelhandel mit Ausnahme der Geschäfte für den täglichen Bedarf muss schließen. Das teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten am Sonntag mit. Alle Beschlüsse hier.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kündigt einen Lockdown für Deutschland ab 16. Dezember an.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kündigt einen Lockdown für Deutschland ab 16. Dezember an.
Bild: Kay Nietfeld, dpa

Sonntag, 13. Dezember, 10.55 Uhr: Mehr als 16 Millionen Corona-Infizierte in den USA

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie haben sich in den USA mehr als 16 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Dies ging aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Sonntagmorgen (MEZ) hervor. In absoluten Zahlen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. Die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen lag bei 219.510.

Am Samstag wurden 2368 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion verzeichnet. Der Höchstwert war am Freitag mit mehr als 3300 Toten registriert worden. Insgesamt starben 297.837 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen werden die Zahlen - unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden, aber auch die der Toten - nachträglich aktualisiert.

Sonntag, 13. Dezember, 9.15 Uhr: Lockdown soll am Mittwoch beginnen

Deutschland steht angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen vor einem harten Lockdown deutlich vor Weihnachten. In einem am Sonntagmorgen vom Bundeskanzleramt an die Länder geschickten Beschlussentwurf zur Bund-Länder-Runde mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) von 10.00 Uhr an wird vorgeschlagen, den Einzelhandel mit Ausnahme der Geschäfte für den täglichen Bedarf vom 16. Dezember bis zum 10. Januar zu schließen.

Für den gleichen Zeitraum empfiehlt der Entwurf deutliche Kontakteinschränkungen an den Schulen und Kitas. Für die Weihnachtstage vom 24. bis 26. Dezember wird in dem Papier vorgeschlagen, dass die Länder in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen als Ausnahme von den sonst geltenden Kontaktbeschränkungen "Treffen mit 5 Personen zuzüglich Kindern im Alter bis 14 Jahre im engsten Familienkreis" zulassen können. Was Bund und Länder heute zudem beschließen wollen, erfahren Sie hier.

Sonntag, 13. Dezember, 8 Uhr: Allgäuer Zahlen bleiben hoch - Lindau mit Inzidenz von 250

Die Zahl der Neuinfektionen im Allgäu ist am Sonntag weiter hoch und in den einzelnen Städten und Kreisen größtenteils gestiegen. Lindau hat laut RKI derzeit die höchste 7-Tage-Inzidenz mit einem Wert von 250,1. Der Kreis hatte am Samstag erstmals den 200er-Wert überschritten. Ab heute gelten dort schärfere Corona-Regeln. Auch die Stadt Kaufbeuren liegt mit 214,0 weiter über 200 – im Vergleich zum Vortag ist der Wert noch einmal leicht gestiegen. In zwei Kreisen ist der Inzidenz-Wert leicht gesunken - welche das sind, lesen Sie hier im Überblick.

Im gesamten Allgäu wurden in den vergangenen sieben Tagen 1125 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Am Vortag lag die Zahl bei 1099.

Sonntag, 13. Dezember, 7.15 Uhr: Bund und Länder beraten ab 10 Uhr über Lockdown

Bund und Länder wollen an diesem Sonntag über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Voraussichtlich um 10.00 Uhr werden sich die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einer Videokonferenz zusammenschalten. Nach Darstellung des baden-württembergischen Regierungschefs Winfried Kretschmann (Grüne) ist mit einem bundesweiten Lockdown noch vor Weihnachten zu rechnen. Wir halten Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden.

Sonntag, 13. Dezember, 7 Uhr: 20.200 neue Corona-Infektionen in Deutschland gemeldet

Binnen eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 20.200 neue Corona-Infektionen übermittelt. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor. Der Höchststand war am Freitag mit 29.875 gemeldeten Fällen erreicht worden. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Sonntag hatte die Zahl bei 17.767 gelegen.

Die Gesundheitsämter meldeten binnen eines Tages zudem 321 neue Todesfälle. Der bisherige Höchstwert von 598 Toten war ebenfalls am Freitag erreicht worden. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen.Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 21.787.

Insgesamt zählt das Robert Koch-Institut seit Beginn der Pandemie 1.320.716 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 13.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 967.900 Menschen inzwischen genesen.

Samstag, 12. Dezember, 19.40 Uhr: Impfen könnte am Montag in den USA losgehen

Nach der Zulassung des ersten Corona-Impfstoffs in den USA könnte das Impfen dort am Montag beginnen. Derzeit würden die bereits vorhandenen Dosen des nun zugelassenen Impfstoffs des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer verpackt, sagte der bei "Operation Warp Speed", dem Impfprojekt des Weißen Hauses, für die Logistik zuständige Gustave Perna am Samstag. Am Sonntag würden diese Dosen dann an zunächst mehr als 600 Einsatzorte ausgeliefert. "Ab Montag wird der Impfstoff eingesetzt werden."

Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer hatte am Freitagabend (Ortszeit) eine Notfallzulassung in den USA bekommen. Er kann nun bei Menschen ab 16 Jahren eingesetzt werden. Der abgewählte US-Präsident Donald Trump hatte seinen Landsleuten zuvor versprochen, dass noch an diesem Wochenende mit dem Impfen begonnen werden solle. "Der erste Impfstoff wird in weniger als 24 Stunden verabreicht werden", hatte Trump in einem via Twitter veröffentlichten Video gesagt. Sein Gesundheitsminister Alex Azar hatte allerdings von "Montag oder Dienstag" gesprochen.

Samstag, 12. Dezember, 19.20 Uhr: 100 Jahre alter Rosinenbomber-Pilot mit Coronavirus infiziert

Der 100 Jahre alte Rosinenbomber-Pilot Gail Halvorsen hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Er sei bislang aber nicht ernsthaft erkrankt, sagte seine Tochter Denise Williams am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. "Wir beten, dass er einen milden Verlauf haben wird."

Der im US-Bundesstaat Utah lebende ehemalige US-Pilot, der unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, war im Oktober 100 Jahre alt geworden. Er hatte zu den Piloten gehört, die wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg das von sowjetischen Truppen abgeriegelte West-Berlin über Monate aus der Luft unter anderem mit Lebensmitteln und Kohle versorgten.

Es war Halvorsens Idee, bei der Berliner Luftbrücke auch Süßigkeiten für die Kinder abzuwerfen. Als erster "Candy Bomber" wurde der junge Pilot, der inzwischen 5 Kinder, 24 Enkel und 59 Urenkel hat, zum Symbol für die Hilfsaktion, sein Spitzname wurde "Onkel Wackelflügel" (Mr. Wigglywing).

Gail Halvorsen gehörte zu den amerikanischen Soldaten, die Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg über die Luftbrücke versorgten.
Gail Halvorsen gehörte zu den amerikanischen Soldaten, die Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg über die Luftbrücke versorgten.
Bild: Christoph Soeder, dpa (Archivbild)

Samstag, 12. Dezember, 17.10 Uhr: Vor möglichen Ladenschließungen: Innenstädte am Samstag gut besucht

Angesichts der Diskussion um Ladenschließungen wegen steigender Corona-Zahlen haben viele Menschen in Deutschland den Samstag noch einmal für Geschenkekäufe genutzt. Es sei der stärkste Tag im Weihnachtsgeschäft gewesen, sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann. Trotzdem lägen die Umsätze noch knapp 25 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Zum Bummeln komme kaum jemand in die Städte - stattdessen würden Wunschzettel abgearbeitet.

Samstag, 12. Dezember, 16.20 Uhr: Söder bekräftigt Forderung nach neuem Lockdown

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat seine Forderung nach einem schnellen Vorgehen im Kampf gegen die Corona-Pandemie bekräftigt. "Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren. Wir brauchen einen kompletten Lockdown", sagte der CSU-Parteivorsitzende der "Welt am Sonntag".

"Die Zahlen sind so schlimm wie nie. Wir dürfen uns nicht mehr in Einzelmaßnahmen verheddern", betonte Söder. "Wir müssen das Land zum Schutz unserer Bevölkerung jetzt klug runterfahren. Nur so bekommen wir Corona in den Griff."

Angesichts der hohen Corona-Zahlen waren die Rufe nach einem schnellen Lockdown in den vergangenen Tagen deutlich lauter geworden. Auch Söder sprach sich wiederholt für bundesweit geltende Ausgangsbeschränkungen, Schließung von Geschäften, Betriebsferien und verlängerte Schulferien aus. Die endgültige Entscheidung über einen Lockdown soll bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Sonntag fallen.

Markus Söder hat einen erneuten Lockdown bekräftigt.
Markus Söder hat einen erneuten Lockdown bekräftigt.
Bild: Daniel Karmann, dpa

Samstag, 12. Dezember, 14.50 Uhr: Neue Corona-Todesfälle in Kaufbeuren

In Kaufbeuren sind erneut drei Personen an oder mit Covid-19 gestorben. Das berichtet das LGL. Wie die Inzidenzzahlen im Allgäu aktuell aussehen, erfahren Sie hier.

Samstag, 12. Dezember, 14 Uhr: Mehrere Corona-Verstöße in Kaufbeuren

In Kaufbeuren haben am Wochenende mehrere Menschen gegen die Corona-Bedingunegn verstoßen. In der Nacht von Freitag auf Samstag, stellte die Polizei bei Kontrollen insgesamt fünf Personen fest, welche gegen die aktuellen Ausgangsbeschränkungen verstießen. Drei Personen trafen sich auf dem Parkplatz eines Verbrauchermarktes im Stadtteil Neugablonz. Zwei weitere Personen hielten sich an einer Bushaltestelle auf.

Auch im Rahmen der Zusammenkunft einer Glaubensgemeinschaft stellten die Beamten Verstöße fest. So trugen mindestens fünf Personen während der Veranstaltung keine Mund-Nasen-Bedeckung. Alle Personen wurden angezeigt. Sie müssen mit einem Bußgeld rechnen.

Samstag, 12. Dezember, 13.20 Uhr: Tschechien verbietet wegen Corona "Coffee-to-go"

Die tschechische Regierung hat mit einer neuen Corona-Regel für Irritationen gesorgt: Der Verkauf des beliebten "Coffee-to-go" ist nun verboten. In der Verordnung des Minderheitskabinetts zu den Krisenmaßnahmen heißt es umständlich, dass der Verkauf "ausgeschenkter oder vor Ort hergestellter Getränke" an Kunden zum Konsum "außerhalb der Innenräume" verboten werde.

Viele glaubten zunächst an einen Formulierungsfehler. Doch Gesundheitsminister Jan Blatny stellte inzwischen klar: "Das ist kein Irrtum - es zielt darauf ab, dass wir nicht auf Weihnachtsmärkten oder auf der Straße mit Bechern und Essen in der Hand herumlaufen."

Für weitere Verwirrung sorgte Handelsminister Karel Havlicek. Seiner Ansicht nach sei Kaffee zum Mitnehmen erlaubt, wenn man den Becher "in einer Tasche nach Hause" mitnehme.

Samstag, 12. Dezember, 12.05 Uhr: Strengere Corona-Regeln gelten ab Sonntag in Lindau

Die schärferen Corona-Maßnahmen treten ab Sonntag in Lindau in Kraft. Das teilte das Landratsamt in einer Pressemitteilung mit. Dies betrifft die Schulen, Musik- und Fahrschulen sowie Märkte (ausgenommen Wochenmärkte). Zudem gilt von 21 Uhr bis 5 Uhr eine Ausgangssperre. "Wir appellieren weiter an die Bürgerinnen und Bürger sich zu ihrem eigenen Schutz und zum Schutz ihrer Mitmenschen, an die Maßnahmen zu halten", heißt es. Hier alle Regeln im Detail.

Lindau hatte am Samstagmorgen den 7-Tage-Inzidenz-Wert von 200 überschritten, meldete das Robert-Koch-Institut. Somit treten dort automatisch strengere Corona-Regeln in Kraft.

Samstag, 12. Dezember, 10.55 Uhr: Studie: Masken verringern Corona-Infektionsrisiko um 45 Prozent

Ein Mund-Nasen-Schutz verringert das Corona-Infektionsrisiko einer Studie zufolge um fast die Hälfte - um durchschnittlich rund 45 Prozent. "Das sind 55 statt 100 Neuinfektionen", sagte der Mainzer Ökonom Klaus Wälde, einer der Autoren der in der Fachzeitschrift "PNAS" veröffentlichten Studie, der Deutschen Presse-Agentur. "Oder noch anschaulicher: Statt 20.000 Neuinfektionen am Tag hätten wir ohne Masken rund 38.000." Sein Fazit: "Jeder sollte Masken tragen, um sich und andere vor Infektionen zu schützen."

Wälde hatte mit drei anderen Wirtschaftswissenschaftlern den Sonderweg Jena untersucht und mit Daten aus ähnlichen deutschen Städten verglichen. In der thüringischen Stadt wurden Schutzmasken - begleitet von einer Öffentlichkeitskampagne - bereits am 6. April eingeführt und damit rund drei Wochen früher als in den meisten anderen deutschen Kreisen und Städten. "Das war ein extremer Glücksfall, den man sich viel häufiger wünscht, um Infektionskanäle in der Wirklichkeit betrachten zu können", sagte Wälde.

Samstag, 12. Dezember, 10.31 Uhr: Tödlichster Tag in den USA: 3309 Corona-Tote

In den USA hat die Anzahl der binnen 24 Stunden erfassten Corona-Toten einen neuen Höchststand erreicht. Am Freitag wurden 3309 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion registriert, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Samstagmorgen (MEZ) hervorging. Der bislang höchste Wert mit 3124 Toten war am Mittwoch verzeichnet worden. Auch die Anzahl der Neuinfektionen hat einen neuen Höchstwert erreicht: innerhalb eines Tages wurden 231.775 neue Fälle gemeldet. Der zuvor höchste Wert wurde mit 227 828 am 4. Dezember registriert.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 15,8 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben 295 522 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen werden die Zahlen - unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden, aber auch die der Toten - nachträglich aktualisiert.

Samstag, 12. Dezember, 9.15 Uhr: Auswirkungen des Lockdowns: Waren in vielen Läden in Kempten ausverkauft

„Alles muss raus, Ausverkauf!“ Wer momentan in Kemptens Innenstadt unterwegs ist, sieht an fast jedem Ladenfenster solche Sätze. Rabatte von 20 bis 70 Prozent versprechen Schnäppchenpreise. Geschäftsleute wollen vor dem Lockdown verkaufen, was geht. Händler fürchten die dramatische Entwicklung. Noch nie, sagt eine langjährige Verkäuferin in einer Boutique, sei die Lage derart katastrophal gewesen wie jetzt. Weitere Stimmen aus dem Handel lesen Sie exlusiv hier mit AZPlus.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht im Bundestag über die aktuelle Corona-Lage in Deutschland - und richtet einen emotionalen Appell an alle.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht im Bundestag über die aktuelle Corona-Lage in Deutschland - und richtet einen emotionalen Appell an alle.
Bild: Kay Nietfeld, dpa

Samstag, 12. Dezember, 8.52 Uhr: Polizei bereitet sich in Dresden auf Corona-Proteste vor

Die Dresdner Polizei dereitet sich auf Proteste am Samstag (12.00 Uhr) gegen die Corona-Politik vor. Die Initiative "Querdenken" hatte eine Kundgebung für 4000 Menschen angemeldet, die inzwischen gerichtlich verboten wurde. Für die Kundgebung wurde bundesweit und im Ausland - auch in der rechten Szene - geworben. Dresden befürchtete bei hohen Infektionszahlen in der Stadt und ganz Sachsen einen Massenauflauf und untersagte die Versammlung wegen Gefährdung der Sicherheit. Das Oberverwaltungsgericht Sachsen bestätigte das Verbot in der Nacht zum Samstag.

Samstag, 12. Dezember, 8.07 Uhr: Kreis Lindau überschreitet Inzidenz von 200 - dort kommen schärfere Regeln

Die Zahl der Neuinfektionen im Allgäu ist laut RKI auch am Samstag unverändert hoch. Nach Kaufbeuren überschreitet jetzt auch der Landkreis Lindau den Inzidenzwert von 200. Lindau hat mit 214,7 den höchsten Wert im Allgäu, das Unterallgäu mit 119,7 den niedrigsten. Alle aktuelle Inzidenz-Werte fürs Allgäu finden Sie hier.

Für den Kreis Lindau bedeutet das, dass dort jetzt auch verschärfte Corona-Regeln in Kraft treten werden. Unter anderem wird ab 21 Uhr bis 5 Uhr eine Ausgangssperre gelten. Lindau lag in den vergangenen Tagen bereits zweimal über dem 200er-Wert - allerdings bei den Inzidenz-Werten des Landesamtes für Gesundheit (LGL). Ausschlaggebend für strengere Maßnahmen ist aber der 200er-Wert vom RKI und dieser wurde am Samstag erstmals überschritten.

Im gesamten Allgäu wurden in den vergangenen sieben Tagen 1099 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Am Vortag lag die Zahl bei 1068.

Samstag, 12. Dezember, 7.28 Uhr: Biontech/Pfizer-Impfstoff auch in USA zugelassen - Trump will erste Impfungen am Wochenende

Als erster Corona-Impfstoff hat das Mittel des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer eine Notfallzulassung in den USA bekommen. Der Impfstoff könne nun bei Menschen ab 16 Jahren eingesetzt werden, teilte die US-Arzneimittelbehörde FDA am Freitagabend (Ortszeit) mit. FDA-Chef Stephen Hahn sprach von einem "bedeutenden Meilenstein im Kampf gegen diese verheerende Pandemie". Medienberichten zufolge soll das Weiße Haus die FDA zuvor mit Drohungen zur umgehenden Notfallzulassung gedrängt haben.

Der abgewählte US-Präsident Donald Trump versprach seinen Landsleuten nach der Zulassung erste Impfungen noch an diesem Wochenende. "Der erste Impfstoff wird in weniger als 24 Stunden verabreicht werden", kündigte Trump in einem auf Twitter veröffentlichten Video an. Seine Regierung habe bereits mit der Verschickung des Impfstoffes begonnen. Trump betonte, Impfungen seien für alle Amerikaner kostenfrei.

Samstag, 12. Dezember, 7 Uhr: 28.438 neue Corona-Infektionen in Deutschland gemeldet

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Wir starten den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen: Binnen eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 28.438 neue Corona-Infektionen übermittelt. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor. Der Höchststand war am Freitag mit 29.875 gemeldeten Fällen erreicht worden.

Die Gesundheitsämter meldeten binnen eines Tages zudem 496 neue Todesfälle. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 21.466.

Insgesamt zählt das Robert Koch-Institut seit Beginn der Pandemie 1.300.516 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 12.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 957.500 Menschen inzwischen genesen.

Freitag, 11. Dezember, 21.05 Uhr: Bund und Länder wollen am Sonntag über Lockdown beraten

Bund und Länder wollen am Sonntagvormittag über weitere Maßnahmen in der Corona-Pandemie beraten. Ab 10.00 Uhr soll es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine Schaltkonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten geben. Über den genauen Zeitpunkt gab es lange Unklarheit. Erwartet wird eine Entscheidung über einen bundesweiten Lockdown. Einige Bundesländer haben bereits verschärfte Einschnitte in das private und öffentliche Leben beschlossen.

Die von den Gesundheitsämtern übermittelten Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden waren von Donnerstag auf Freitag um über 6000 auf insgesamt 29 875 hochgeschnellt. 598 Todesfälle wurden übermittelt. Beides war jeweils ein neuer Höchstwert.

Freitag, 11. Dezember, 19.50 Uhr: Augsburger Bischof Meier in Quarantäne

Der Augsburger Bischof Bertram Meier hat sich in häusliche Quarantäne begeben. Wie das Bischöfliche Ordinariat am Freitag mitteilte, ist in Meiers persönlichem Umfeld ein Covid-19-Fall bekanntgeworden. Demnach ließ sich der Bischof bereits testen. Ein Ergebnis wird erst Anfang der kommenden Woche erwartet. Der 60 Jahre alte Bischof hat laut Mitteilung keine Symptome und führt seine Geschäfte von seiner Privatwohnung aus weiter. Die mögliche Dauer der Quarantäne stehe noch nicht fest, hieß es.

Freitag, 11. Dezember, 19.15 Uhr: Immunisierung nach Covid unsicher - Schnelltests nicht hilfreich

Schnelltests auf Covid-19-Antikörper sind aus Sicht von Experten kein sinnvolles Instrument bei der Entscheidung darüber, wer eine Impfung gegen die Krankheit bekommt oder nicht. Michael Müller, Vorstandsvorsitzender des Berufsverbands der Akkreditierten Medizinischen Labore (ALM), hat nach Aussage vom Freitag noch keine Informationen darüber, ob und welche Tests in Betracht kommen, eine Immunität nach einer Corona-Infektion oder Covid-Erkrankung zu dokumentieren.

Zuvor hatte schon der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, der Einschätzung eine Absage erteilt, Impfdosen würden "verschwendet", wenn sie Menschen verabreicht würden, die wegen einer unerkannten Corona-Erkrankung möglicherweise bereits immun seien.

Freitag, 11. Dezember, 19.05 Uhr: Klinikum Nürnberg ruft Pandemie-Alarmfall aus

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen und einer hohen Zahl von Covid-19-Patienten hat das Klinikum Nürnberg einen Pandemie-Alarmfall ausgerufen. Wie eine Sprecherin am Freitag mitteilte, konzentriere man sich nun vollständig auf die Behandlung "von dringlichen Fällen". Dies seien Patienten mit und ohne Covid-19.

Freitag, 11. Dezember, 18.55 Uhr: UN-Chef mahnt internationale Zusammenarbeit bei Impfungen an

UN-Generalsekretär António Guterres hat zu enger internationaler Abstimmung bei den Corona-Impfungen gemahnt. "Die Pandemie ist eine Krise wie keine andere, in der die Welt einem gemeinsamen Feind gegenübersteht. Leider haben die Regierungen nicht gemeinsam auf diese globale Bedrohung reagiert", sagte Guterres am Freitag beim jährlichen Friedensnobelpreis-Forum. Das Treffen beschäftigte sich dieses Mal mit den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie.

Die Reaktionen auf das neuartige Virus seien in den ersten Monaten chaotisch und nicht abgestimmt gewesen, sagte der Portugiese. Länder, Regionen und selbst Städte hätten sich einen Wettbewerb um grundlegende Versorgungsmittel geliefert. Bei den Impfstoffen dürfe sich das nicht wiederholen. "Wir können dasselbe nicht beim Zugang zu neuen Covid-19-Impfstoffen passieren lassen. Diese müssen ein globales öffentliches Gut sein."

Freitag, 11. Dezember, 18.20 Uhr: Handel: Bei verschärften Corona-Beschränkungen droht Geschenke-Mangel

Der bayerische Handel warnt im Falle schneller und strenger Corona-Maßnahmen vor einem Geschenke-Mangel. "Es ist kurz vor Weihnachten. Viele haben, auch in Bayern, ja noch nicht die Weihnachtswunschliste ihrer Liebsten abgearbeitet", sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann, am Freitag dem Radiosender Antenne Bayern. Ohne Vorlauf könne es passieren, dass die Kunden vor verschlossenen Türen stünden. "Ich denke das will niemand. Das wollen wir nicht, das wollen die Kunden nicht und das will sicherlich auch nicht die Politik."

Freitag, 11. Dezember, 17.45 Uhr: Kommt der Lockdown jetzt ganz schnell?

Immer mehr Bundesländer stemmen sich mit verschärften Einschränkungen gegen die dramatisch fortschreitende Corona-Ausbreitung in Deutschland. Der sanfte Lockdown funktioniert offenbar nicht - kommt jetzt die harte Variante? Und ab wann greift sie? Am Wochenende werden Bund und Länder wohl darüber beraten.

Freitag, 11. Dezember, 17.35 Uhr: Schweiz verschärft Corona-Maßnahmen - ein bisschen

Wegen der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen greift in der Schweiz die Regierung härter durch. Die am Freitag beschlossenen Maßnahmen bleiben verglichen mit Deutschland und anderen Nachbarländern aber lasch. Ausgangssperren gibt es nicht, Geschäfte und Restaurants werden nicht geschlossen, die Skigebiete bleiben über Weihnachten und Neujahr geöffnet. Treffen in privatem Raum werden nicht weiter beschränkt. Weiter dürfen sich zehn Personen treffen, inklusive Kinder und ohne Beschränkung der Haushalte.

Landesweit sollen Restaurants, Bars, Läden, Museen, Bibliotheken sowie Sport- und Freizeitanlagen nun zwischen 19 Uhr und 6 Uhr morgens schließen. Das soll bis zum 22. Januar gelten. Abgesehen von Bars und Restaurants sollen sie sonn- und feiertags geschlossen bleiben.

Freitag, 11. Dezember, 17.25 Uhr: Krankenhausgesellschaft sieht Versorgung in Gefahr

Im Kampf gegen die steigenden Corona-Zahlen hat sich die Bayerische Krankenhausgesellschaft mit einem eindringlichen Appell an die Bevölkerung im Freistaat gewandt. "Größtmögliche Kontaktvermeidung ist das Gebot der Stunde", betonte Geschäftsführer Roland Engehausen am Freitag in einer Mitteilung. "Wir sehen die Versorgung der Patienten an den Feiertagen ernsthaft in Gefahr, wenn wir es nicht schaffen schnellstmöglich die Infektionszahlen zu senken und die Nachverfolgung in den Griff zu bekommen."

Mehr als 210.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der Krankenhausgesellschaft zufolge in bayerischen Krankenhäusern tätig. Sie stünden "vor und während der Feiertage vor einer körperlichen und emotionalen Überforderung", teilte die Gesellschaft mit. Sie plädiert für einen "wirkungsvollen Lockdown" möglichst ab sofort.

Freitag, 11. Dezember, 17 Uhr: Schweden verschickt Corona-SMS an gesamte Bevölkerung

In Schweden soll die gesamte Bevölkerung eine SMS mit den aktuellsten Corona-Regeln bekommen. Zweck des Ganzen ist, die mehr als zehn Millionen Einwohner vor den Weihnachtstagen und -ferien über die geltenden Maßnahmen in Kenntnis zu setzen und um Befolgung zu bitten. Die Regierung in Stockholm erteilte am Freitag der Gesundheits- und der Zivilschutzbehörde einen entsprechenden Auftrag. In der SMS soll auch darauf hingewiesen werden, dass von Montag an im ganzen Land wieder dieselben Empfehlungen gelten. Die nationalen Regeln ersetzen regionale Empfehlungen, die zuletzt gegolten hatten.

Freitag, 11. Dezember, 16.50 Uhr: Maskenverweigerin zieht Messer bei Kontrolle

Bei einer Kontrolle der geltenden Corona- Schutzmaßnahmen im Dresdner Hauptbahnhof hat eine Frau am Donnerstag Bundespolizisten mit einem Messer bedroht. Die Beamten wiesen die 37-Jährige, die keine Mund-Nase-Bedeckung trug, zuvor auf die Maskenpflicht an Haltepunkten, Bahnhöfen und in Zügen hin und belehrten sie, wie die Bundespolizei am Freitag mitteilte. Sie lehne alle Maßnahmen kategorisch ab, sagte demnach die aus dem Erzgebirgskreis stammende Deutsche, machte keine Angaben zu ihrer Identität und versuchte mehrfach weiterzugehen.

Als die Polizisten androhten, sie auf die Wache mitzunehmen, zog sie mit den Worten "Wissen Sie, was gegen Corona schützt?" ein zwölf Zentimeter langes Küchenmesser, wie in der Mitteilung steht. Erst als die Beamten mit Schusswaffeneinsatz drohten, gab sie auf. Die Maskenverweigerin wurde gefesselt zur Wache gebracht, dabei beschimpfte sie die Beamten, trat nach ihnen und blieb "unkooperativ".

Freitag, 11. Dezember, 16.40 Uhr: Innenministerkonferenz-Chef: "Unsere Demokratie steht unter Druck"

Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) sorgt sich um das politische System Deutschlands. "Unsere Demokratie steht unter Druck. Gerade in Zeiten der Pandemie", sagte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz zum Abschluss von Beratungen der Minister am Freitag in Berlin. "Demokratie ist kein gesicherter Zustand. Demokratie ist immer eine Aufgabe." Die Bedrohungen nähmen zu, und sie kämen aus unterschiedlichen Bereichen.

So hätten terroristische Aktivitäten zugenommen, aus dem Bereich des islamistischen wie des rechtsextremistischen Terrorismus, sagte Maier. "Wir müssen aber auch konstatieren, dass es neue Formen des Extremismus gibt. Stichwort Verschwörungstheorien." Manche dieser Verschwörungstheorien seien aus Sicht der Minister brandgefährlich, manche hätten einen antisemitischen Hintergrund.

Freitag, 11. Dezember, 16 Uhr: Warum Bayerns Bergwacht den Ferien "ein Stück weit gelassen" entgegensieht

Bayerns Bergwacht sieht den kommenden Wochen laut einem Sprecher "ein Stück weit gelassen" entgegen - trotz einer zunehmenden Zahl an Skitourengehern und Schneeschuhwanderern wegen der Corona-Krise.

Freitag, 11. Dezember, 15.55 Uhr: Corona-Studie in Österreich: Mehr als Hälfte der Fälle unerkannt

Einer Studie zufolge sind mehr als die Hälfte der Corona-Fälle in Österreich unbekannt. Fast fünf Prozent der Bevölkerung ab 16 Jahre seien bereits infiziert gewesen.

Freitag, 11. Dezember, 15.30 Uhr: Laschet wirbt für Weihnachtsfeste nur mit fünf statt zehn Personen

Private Weihnachtsfeste werden in Nordrhein-Westfalen voraussichtlich doch nur mit maximal fünf Personen aus bis zu zwei Hausständen erlaubt sein. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) warb am Freitag in Düsseldorf für eine entsprechende bundesweite Beschränkung.

Freitag, 11. Dezember, 14.55 Uhr: Trotz geschlossener Skilifte: Neue Parkgebühren für Ausflügler an Garmischer Skipisten

Die Gemeinde Garmisch-Partenkirchen hat trotz geschlossener Skilifte neue Parkgebühren beschlossen. Den Besuchern soll anderweitig entgegengekommen werden.

Freitag, 11. Dezember, 14.40 Uhr: Conte für großen EU-Impftag in Anti-Corona-Kampf

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte hat den EU-Gipfel in Brüssel als "historisches" Treffen gelobt. Mit Blick auf die Einigung über den Haushalt der Europäischen Union in den nächsten Jahren und die Freigabe von milliardenschweren Corona-Hilfen sagte Conte am Freitag in Brüssel: "Wir haben diese Resultate erreicht, ohne auf eines unserer Prinzipien zu verzichten." Zugleich hob er hervor, dass sich die EU im Kampf gegen die Corona-Pandemie geeint zeigen müsse.

Diese gelte für die Vorsichtsmaßnahmen zum Weihnachtsfest, "um eine dritte Welle zu vermeiden", aber auch für die anstehenden Impfkampagnen. Conte sprach sich für einen EU-weiten "Tag der Impfung" aus, mit dem die Programme Anfang 2021 starten sollten. An diesem Datum könnten alle Mitglieder symbolisch oder operativ ein Signal geben, dass Europa geeint und gleichzeitig mit dem Impf-Programm starte.

Freitag, 11. Dezember, 13.20 Uhr: Zweite Corona-Welle: Übersterblichkeit nimmt zu

Nach dem Anstieg der Corona-Infektionen steigt nun auch die Zahl der Todesfälle: Nach vorläufigen Erkenntnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind Anfang November etwa acht Prozent mehr Menschen gestorben als im Schnitt der Vorjahre. Vor allem für ein Bundesland meldete Destatis am Freitag eine hohe Übersterblichkeit. Für welches und aktuelle Zahlen dazu erfahren Sie hier.

Freitag, 11. Dezember, 12.55 Uhr: Spahn: Weitere Corona-Beschränkungen "besser früher als später"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dringt auf möglichst rasche weitere Corona-Beschränkungen nicht nur in einzelnen Regionen. Es brauche "ohne Zweifel auch bundesweit einheitlich zusätzliche Maßnahmen - besser früher als später", sagte der CDU-Politiker am Freitag in Nürnberg. "Wir könnten uns nicht verzeihen, wenn dieses Weihnachten vor allem ein Fest für das Virus würde." Das Virus nehme auch "nur bedingt Rücksicht darauf, ob wir alle schon unsere Weihnachtseinkäufe fertig haben oder nicht."

Spahn verwies auf den neuen Höchststand von 598 Todesfällen binnen eines Tages und mehr als 4.300 Menschen auf den Intensivstationen. Er warb zugleich für stärkeres Mitmachen bei Kontaktvermeidung, Abstand, Masken und Hygieneregeln. Die übergroße Mehrheit der Bürger tue dies aus Überzeugung. Zu viele handelten aber nach dem Prinzip "Erlaubt ist, was nicht ausdrücklich verboten ist." Man müsse aber nicht alles ausreizen. Es sei nun "unsere patriotische Pflicht", zusammenzuhalten und aufeinander Acht zu geben.

Freitag, 11. Dezember, 12.20 Uhr: Umfrage: Soll Füssen ein Corona-Testzentrum aufbauen?

Braucht Füssen ein Corona-Testzentrum und wie soll dieses konkret aufgebaut werden? Zu dieser Frage hat die Stadtverwaltung nun eine Online-Umfrage ins Leben gerufen, um die Nachfrage nach einem Testzentrum mit belastbaren Zahlen einschätzen zu können. Die Umfrage richtet sich zunächst an Inhaber von Betrieben und Unternehmen, da sich Privatpersonen ohnehin von ihren Ärzten oder im Testzentrum in Markoberdorf testen lassen können.

Nach Abschluss der Umfrage will die Stadt entscheiden, ob ein Testzentrum aufgebaut wird - und falls ja, ob dieses zentral an einem Ort entstehen soll, oder Testmöglichkeiten an mehreren Orten geschaffen werden sollen.

Freitag, 11. Dezember, 12.10 Uhr: Steinmeier: Corona-Lage ist "bitterernst" - mehr Anstrengung nötig

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hält eine weitere Verschärfung der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie für zwingend erforderlich. "Die Lage ist bitterernst", sagte er am Freitag in Berlin zum Beginn einer Online-Gesprächsrunde mit Bürgern über deren aktuelle Situation in der Krise. "Wenn sich, wie zur Zeit, jeden Tag Zehntausende Menschen mit dem Virus infizieren, wenn täglich Hunderte an dem Virus sterben, dann bedeutet das wohl auch, dass wir unsere Anstrengungen im Kampf gegen die Pandemie dringend weiter verstärken müssen."

Dies gelte für die politischen Entscheidungen auf allen Ebenen, aber auch für das ganz persönliche Verhalten, sagte der Bundespräsident. "Jeder und Jede muss sich in diesen Tagen fragen: Was kann ich tun, damit sich das Virus nicht noch weiter verbreitet? Wie kann ich noch mehr Vorsicht für mich und noch mehr Rücksicht für Andere üben?"

Freitag, 11. Dezember, 11.35 Uhr: NRW-Regierung will bundesweiten Lockdown vor Weihnachten

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf auf einen bundesweiten Lockdown noch vor Weihnachten dringen. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) werbe dafür, mit den Einschränkungen sogar früher zu starten, als die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina vorgeschlagen habe, hieß es.

Er wolle ein klares, wirksames Signal, um die Zahl der Neuinfektion spürbar zu senken, da die ernste Lage jetzt konsequentes Handeln verlange. Nach dem Willen der NRW-Regierung solle es "schnellstmöglich" eine Konferenz der Ministerpräsidenten geben, in der ein möglichst zügiger bundesweiter Lockdown vereinbart werde. Laschet und sein Vize Joachim Stamp (FDP) wollten sich am Mittag in Düsseldorf konkret dazu äußern.

Die Leopoldina hatte am Dienstag gefordert, die Feiertage und den Jahreswechsel für einen harten Lockdown zu nutzen. Vom 24. Dezember bis mindestens zum 10. Januar 2021 sollte demnach in ganz Deutschland das öffentliche Leben weitgehend ruhen und auch Geschäfte - außer für den täglichen Bedarf - sollten schließen.

Freitag, 11. Dezember, 11.15 Uhr: Bildungsminister stellen sich auf Schließung von Schulen ein

Die Bildungsminister der Länder stellen sich auf eine Schließung von Schulen ein, um die Ausbreitung der Corona-Pandemie abzubremsen. Wenn die Ministerpräsidenten am Wochenende einen harten Lockdown beschließen sollten, seien die Bildungsminister "auch bereit, unseren Teil beizutragen", sagte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) und rheinland-pfälzische Bildungsministerin, Stefanie Hubig, am Freitag während der letzten regulären Sitzung in diesem Jahr. Wenn es notwendig sein sollte, müsse es dann auch Einschränkungen des Regelbetriebs an den Schulen geben. Diese sollten aber möglichst kurz gehalten werden.

Freitag, 11. Dezember, 10.40 Uhr: Seehofer fordert: Lockdown muss ab sofort erfolgen

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat eindringlich davor gewarnt, mit schärferen Corona-Maßnahmen bis nach Weihnachten zu warten. "Die einzige Chance, wieder Herr der Lage zu werden, ist ein Lockdown, der aber sofort erfolgen muss", sagte der CSU-Politiker dem "Spiegel". Sollte man bis nach den Festtagen warten, werde man noch Monate mit den hohen Infektionszahlen zu kämpfen haben.

Seehofer zeigte sich verärgert, dass Deutschland den Vorteil, den es sich im Frühjahr in der Pandemie erkämpft habe, jetzt verspielt habe. Grund dafür sei nicht die Disziplinlosigkeit der Bürger, sondern vor allem unzureichende Maßnahmen, fügte er an.

Bereits nach den Beratungen der Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel Ende Oktober habe Seehofer das Gefühl gehabt, dass nicht alle Regierungschefs den Ernst der Lage richtig erkannt hätten, sagte der Innenminister. "Ich habe danach schlecht geschlafen."

Auch Grünen-Chefin Annalena Baerbock fordert schon ab der kommenden Woche bundesweit einen deutlich härteren Lockdown mit geschlossenen Geschäften im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Läden bis auf solche des täglichen Bedarfs sollten geschlossen werden, Schulen sollten ab Klasse 7 auf Fernunterricht umstellen.

Freitag, 11. Dezember, 10.30 Uhr: Reihenfolge für Impfung: 5,7 Millionen Menschen sind über 80

Allein 5,7 Millionen Menschen über 80 müssten gegen das Coronavirus geimpft werden, wenn der Vorschlag der Ständigen Impfkommission umgesetzt wird. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts vom Freitag waren das im vergangenen Jahr 6,8 Prozent der Bevölkerung. Die Kommission des Robert-Koch-Institutes hat eine Priorisierung vorgeschlagen, wer in welcher Reihenfolge geimpft werden soll. In der ersten Gruppe sind Menschen im Alter von 80 Jahren und älter.

Am höchsten war der Anteil dieser Altersgruppe in Sachsen (8,6 Prozent), gefolgt von Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen. Vergleichsweise gering war der Anteil der Menschen im Alter von 80 Jahren und älter dagegen in Berlin oder Hamburg (je 5,8 Prozent).

Als zweite Gruppe kämen dem Entwurf zufolge Menschen im Alter von 75 bis 80 Jahre dran. Bundesweit betrifft das laut Bundesamt 3,9 Millionen Menschen, sie stellen 4,7 Prozent der Gesamtbevölkerung. Weitere 3,7 Millionen Menschen sind 70 bis 75 Jahre, diese Gruppe ist als dritte Kategorie gelistet.

Bundesweit sind 29 Prozent der Bevölkerung 60 Jahre und älter. Sie fallen damit in eine der fünf Kategorien, die laut Kommission eine höhere Priorität für die Schutzimpfung haben.

Freitag, 11. Dezember, 10 Uhr: Habeck vergleicht Söder in Corona-Krise mit Kamel - viel Kondition

Nach Meinung des Grünen-Vorsitzenden Robert Habeck ähnelt CSU-Chef Markus Söder in der Corona-Krise einem Kamel. Der nicht ganz schmeichelhafte Vergleich sei durchaus positiv gemeint. Wie er den bayerischen Minsietrpräsidenten sonst einschätzt, erfahren Sie hier.

Freitag, 11. Dezember, 8.45 Uhr: Baden-Württemberg geht nach Weihnachten in den Lockdown

Baden-Württemberg geht wegen der ungebremst steigenden Corona-Infektionen nach Weihnachten bis mindestens 10. Januar in den Lockdown. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) kündigte am Freitag an, zur Not eine gemeinsame Lösung mit den Nachbarländern Baden-Württembergs anzustreben, sofern keine bundeseinheitliche Lösung gefunden werden könne.

Freitag, 11. Dezember, 8.25 Uhr: Charité-Chef Kroemer warnt: Die Lage ist sehr angespannt

Der Vorstandsvorsitzende der Berliner Charité, Heyo K. Kroemer, hat vor einer Überlastung der Krankenhäuser gewarnt. Die Lage in der Charité sei noch beherrschbar, aber sehr angespannt, sagte Kroemer am Donnerstagabend in den ARD-"Tagesthemen". "Von den insgesamt 442 Intensivbetten der Charité sind 129 mit Intensivpatienten belegt, die Covid-positiv sind. Davon werden etwa 70 Prozent beatmet", sagte der Vorstandschef. "Wir sind schon sehr bald an der Grenze des Machbaren. Diese Covid-Patienten müssen sehr intensiv pflegerisch und ärztlich betreut werden."

Für die Versorgung der Covid-19-Patienten seien viele Ärzte und Pfleger von anderen Stationen abgezogen worden. Eine Reihe anderer Aufgaben sei dadurch nicht mehr möglich. "Wir haben etwa unser operatives Programm auf 65 Prozent der Normalzahlen herunterfahren müssen", sagte Kroemer.

"Die Zahl der freien Intensivbetten, die in Deutschland häufig kommuniziert wird, suggeriert meines Erachtens einen falschen Tatbestand", sagte Kroemer. Ein Intensivbett könne nur dann als frei gelten, wenn genügend Ausrüstung und Personal für die Versorgung der Patienten zur Verfügung stünden. "Davon gibt es nicht mehr sehr viele freie in der Bundesrepublik."

Freitag, 11. Dezember, 7.50 Uhr: Handel fürchtet monatelangen Lockdown nach Weihnachten

Der Einzelhandel in Deutschland fürchtet angesichts der ausbleibenden Erfolge in der Corona-Eindämmung einen monatelangen Lockdown für große Teile der Branche. In einem Brief an Kanzleramtsminister Helge Braun warnte der Präsident des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Josef Sanktjohanser, selbst wenn nach Weihnachten der gesamte Nicht-Lebensmittel geschlossen werde, könne mit höchster Wahrscheinlichkeit der angestrebte Inzidenzwert von 50 bis zum 11. Januar nicht erreicht werden.

"Wir befürchten damit in einen perspektivlosen Zustand mit einem wochen- oder monatelangen Lockdown zu geraten, den der überwiegende Teil des innerstädtischen Einzelhandels nicht überleben wird", warnte der HDE-Präsident. Deshalb müsse schon jetzt klargestellt werden, dass ein möglicher Jahresend-Lockdown nicht verlängert werde. Für Dezember müsse der direkt betroffene Einzelhandel zu 70 beziehungsweise 75 Prozent seines Umsatzausfalls entschädigt werden. Das gleiche müsse für die Schließungstage im Januar gelten.

Freitag, 11. Dezember, 6.55 Uhr: Bericht: Mehr als 10.000 Ärzte wollen beim Impfen gegen Corona helfen

Mehr als 10.000 Ärzte wollen einem Bericht zufolge in Deutschland in den Corona-Impfzentren beim Impfen helfen. Das ergab eine Umfrage der Funke-Mediengruppe (Freitag) bei den Kassenärztlichen Vereinigungen in den Ländern. Der Vizechef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Stephan Hofmeister, sagte: "Die Bereitschaft der niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen ist hoch, sich an den bevorstehenden Corona-Schutzimpfungen zu beteiligen." Sobald genügend Impfdosen zur Verfügung stünden, sollten die Impfungen aber von den Zentren in Arztpraxen verlagert werden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass spätestens im Januar der erste Impfstoff verabreicht werden kann. Verteilt werden sollen Impfstoffe über knapp 30 Anlieferstellen der Länder. Von dort geht es dann weiter in regionale Impfzentren, für die gerade Hallen, Stadien und Hotels hergerichtet werden. Später sollen die Praxen das Impfen in der Fläche übernehmen.

Freitag, 11. Dezember, 6.20 Uhr: Baden-Württemberg verschärft Maßnahmen gegen Corona-Pandemie massiv

Baden-Württemberg will wegen der ungebremst steigenden Corona-Infektionen das öffentliche Leben im Land weiter herunterfahren. So seien unter anderem zu Anfang der kommenden Woche eine nächtliche Ausgangssperre sowie tagsüber Ausgangsbeschränkungen geplant, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Stuttgart nach einem Gespräch der grün-schwarzen Landesregierung mit den kommunalen Spitzenverbänden am Donnerstag.

Freitag, 11. Dezember, 6 Uhr: Höchstwerte: 29.875 Corona-Neuinfektionen und 598 Todesfälle gemeldet

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Die Zahl der binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Corona-Neuinfektionen und die Todesfälle haben einen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsämter übermittelten binnen 24 Stunden 29.875 Neuinfektionen, wie aus Zahlen vom Freitagmorgen hervorgeht. Das sind über 6.000 mehr als am Vortag, als mit 23.679 Fällen ebenfalls ein Rekord erreicht worden war. Außerdem meldete das RKI am Freitag mit 598 neuen Todesfällen den zweiten Höchstwert binnen kurzer Zeit. Der bisher höchste Tagesstand von 590 Toten war am Mittwoch erreicht worden.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 20.970.

Insgesamt zählt das RKI seit Beginn der Pandemie 1.272.078 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 10.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 942.100 Menschen inzwischen genesen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstag bei 1,03 (Vortag: 0,99). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 103 weitere Menschen anstecken. Der Wert schwankt seit einigen Wochen um 1 herum und bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Donnerstag, 10. Dezember, 21.30 Uhr: Eiskunstlauf-WM wegen Corona-Pandemie abgesagt

Die Eiskunstlauf-Europameisterschaften 2021 sind wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. Das teilte der Weltverband ISU am Donnerstag mit. Die EM sollte vom 25. bis 31. Januar in Zagreb stattfinden. Sollte das Event auch nicht nachgeholt werden, könnte erstmals nach über 70 Jahren keine EM ausgetragen werden. Seit 1947 haben jedes Jahr die kontinentalen Titelkämpfe stattgefunden. An der WM vom 22. bis 28. März in Stockholm will die ISU festhalten.

Donnerstag, 10. Dezember, 19.50 Uhr: Spanien revidiert Corona-Zahlen: Über 18.000 Tote mehr

In Spanien hat das nationale Statistikamt die Zahl der Todesopfer während der ersten Corona-Welle zwischen März und Mai am Donnerstag deutlich nach oben revidiert - um mehr als 18.500 Fälle auf nunmehr 45.684. Das Gesundheitsministerium kam für diesen Zeitraum bislang auf 27.127 Tote. Die Zeitung El País schrieb, bei den nun zusätzlich als Corona-Tote gewerteten Opfern handele es sich um Fälle, deren Krankheitsbild auf eine Infektion schließen lasse, die aber nicht auf das Virus getestet worden waren. Deshalb seien sie vom Ministerium nicht mitgezählt worden.

Donnerstag, 10. Dezember, 19.30 Uhr: 70 Corona-Infektionen in Schlachthöfen von Buchloer Firma

In Landshut haben sich 70 Mitarbeiter des Schlachthofs mit dem Coronavirus infiziert. Bisher waren über 40 Fälle festgestellt worden, nach der Reihentestung der Belegschaft sind weitere 27 Fälle dazu gekommen, wie das Landratsamt am Donnerstag mitteilte. Sämtliche infizierten Mitarbeiter wurden mit ihren Familien unter Quarantäne gestellt, ebenso die bekannten Kontaktpersonen.

Es ist nicht der erste niederbayerische Schlachthof, in dem es eine Masseninfektion gibt: Im November war der Schlachthof in Vilshofen unweit von Passau zeitweise geschlossen worden, nachdem sich dort 80 Mitarbeiter infiziert hatten. Beide Schlachthöfe gehören der Vion-Gruppe aus Buchloe. Mehr dazu lesen Sie hier.

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Kißlegg: So sieht es aus, wenn ein Weihnachtsmarkt zu einem Drive-in-Ereignis wird.
Bild: Susi Weber

Donnerstag, 10. Dezember, 19.22 Uhr: US-Moderation Ellen DeGeneres mit Coronavirus infiziert

Die amerikanische Komikerin und Talkshow-Moderatorin Ellen DeGeneres ist mit dem Coronavirus infiziert. Dies gab die 62-Jährige am Donnerstag in den sozialen Medien bekannt. Sie sei positiv getestet worden, fühle sich aber glücklicherweise gut, schrieb DeGeneres. Menschen, die mit ihr Kontakt hatten, seien informiert worden. Sie werde alle nach den Feiertagen wiedersehen, teilte sie ihren Fans mit.

DeGeneres moderiert eine nach ihr benannte Show im US-Fernsehen und war auch schon Gastgeberin der Oscars. Ihre Ehefrau ist die Schauspielerin Portia de Rossi, die unter anderem aus der Serie "Ally McBeal" bekannt ist.

Mehrere Schauspieler haben seit Beginn der Pandemie ihre Ansteckung mit Sars-CoV-2 bekanntgegeben, darunter der Brite Idris Elba ("Avengers: Infinity War"), das frühere Bond-Girl Olga Kurylenko und Oscar-Preisträger Tom Hanks und dessen Frau Rita Wilson.

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Donnerstag, 10. Dezember, 19.10 Uhr: EU-Gipfel billigt Haushaltskompromiss

Der Weg für den EU-Haushalt und die milliardenschweren Corona-Hilfen ist frei. Die Staats- und Regierungschefs einigten sich am Donnerstag in Brüssel auf einen Kompromiss zum neuen Rechtsstaatsmechanismus, wie ein Sprecher von EU-Gipfelchef Charles Michel auf Twitter mitteilte. Ungarn und Polen hatten wichtige Entscheidungen wochenlang blockiert.

Donnerstag, 10. Dezember, 18.20 Uhr: Moderna testet Impfstoff an Jugendlichen

Das US-Pharmaunternehmen Moderna hat damit begonnen, seinen Corona-Impfstoff auch an Jugendlichen zu testen. Die Studie solle 3000 gesunde Teilnehmer im Alter von 12 bis 17 Jahren in den USA umfassen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Es gehe darum, die Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffes in dieser Altersgruppe zu ermitteln.

Ziel sei es, bis zum Frühjahr 2021 ausreichend Daten zu haben, um den Impfstoff bei Jugendlichen einsetzen zu können, sagte Moderna-Chef Stéphane Bancel laut Mitteilung. "Wir hoffen, dass es uns gelingen wird, einen sicheren Impfstoff bereitzustellen, der Jugendliche schützt und es ihnen ermöglicht, in einen normalen Schulalltag zurückzukehren."

Das Unternehmen hatte Ende November auf Grundlage seiner Phase-III-Studie mitgeteilt, dass sein Impfstoff "mRNA-1273" eine Wirksamkeit von 94,1 Prozent habe. Diese Studie hatte Patienten ab 18 Jahren umfasst. Moderna hat die Zulassung seines Vakzins unter anderem in den USA und bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA beantragt. Alles, was Sie zur Corona-Impfung im Allgäu wissen müssen, erfahren Sie hier.

Donnerstag, 10. Dezember, 17.15 Uhr: Weihnachten im Corona-Jahr: Vatikan verlegt Christmette vor

Papst Franziskus hat sein liturgisches Programm für Weihnachten und die darauf folgenden Tage bekanntgegeben. Am 24. Dezember werde die Christmette im Petersdom bereits um 19.30 Uhr und damit früher als sonst gefeiert, teilte der Heilige Stuhl am Donnerstag mit. Wegen der Corona-Regeln in Italien und der Ausgangssperre ab 22 Uhr müssen die Christmetten in diesem Jahr vorverlegt werden. Obendrein ist die Anzahl der Gläubigen, die bei den Feierlichkeiten im Petersdom dabei sein dürfen, begrenzt.

Den Segen Urbi et Orbi will das Oberhaupt der katholischen Kirche dann einen Tag später am ersten Weihnachtsfeiertag um 12 Uhr spenden. Auch am 31. Dezember, am Neujahrstag und am Dreikönigstag (6. Januar) soll es Messen geben. Nicht geklärt ist allerdings, ob Franziskus wie vor einem Jahr am 6. Januar Kinder taufen wird, wie das Medienportal Vatican News schrieb.

Donnerstag, 10. Dezember, 16.40 Uhr: Seehofer vorsorglich in Quarantäne

Horst Seehofer ist in Quarantäne. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 10. Dezember, 16.15 Uhr: Corona-Impfungen in Bayern könnten am 5. Januar losgehen

Die Corona-Impfungen in Bayern könnten am 5. Januar losgehen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Regierungskreisen. Zuerst hatte darüber der Bayerische Rundfunk unter Berufung auf interne Informationen des Gesundheitsministeriums berichtet. Dieser sieht vor, dass im Falle einer erfolgreichen Zulassung des Impfstoffes des Mainzer Unternehmens Biontech und des Pharmakonzerns Pfizer über den Jahreswechsel am 2. Januar die Impfchargen auf die Tiefkühllagerstandorte verteilt werden sollen. Am Montag darauf (4. Januar) könnten die Impfdosen dann dort abgeholt und tags drauf dann in die Impfzentren ausgeliefert werden.

Donnerstag, 10. Dezember: Weniger Verkehrstote im Corona-Jahr 2020

Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland dürfte dem ADAC zufolge auf einen historischen Tiefstand fallen - vermutlich wegen der Corona-Pandemie. Im diesem Jahr werden nach einer aktuellen Prognose 2780 Menschen bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen sein, wie der ADAC am Donnerstag mitteilte. Das sind 266 weniger Verkehrstote als im Vorjahr.

"Hauptgrund für das deutliche Minus dürften der coronabedingte Rückgang von Pendlerfahrten, die vielen ausgefallenen Urlaubsfahrten und damit das insgesamt geringere Verkehrsaufkommen sein", schreibt der ADAC. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes lag der bisherige Tiefstand bei 3046 Verkehrstoten im Jahr 2019.

Donnerstag, 10. Dezember, 15.35 Uhr: Wie kann man dem Einzelhandel in Corona-Zeiten helfen?

Oberallgäuer Kommunen haben sich Lösungen überlegt, die man den Einzelhandel vor Ort unterstützen kann. Wie das aussieht, erfahren Sie hier.

Donnerstag, 10. Dezember, 14.25 Uhr: Bayerns Bauern verdienen deutlich weniger Geld als im Vorjahr

Die Landwirte in Bayern haben im vergangenen Jahr erneut Einbußen hinnehmen müssen. Die Ergebnisse der Bauern in Bayern lagen im Wirtschaftsjahr 2019/20 um durchschnittlich 3,8 Prozent unter dem Vorjahr, teilte der Bayerische Bauernverband am Donnerstag in seinem Situationsbericht mit.

Donnerstag, 10. Dezember, 14.15 Uhr: Apotheken bitten um Geduld: Gratis-Masken frühestens ab Dienstag

Die Apotheken bitten noch um Geduld bei der geplanten Abgabe kostenloser FFP-2-Masken für rund 27 Millionen Menschen aus Corona-Risikogruppen. Die Verteilung von zunächst jeweils drei Masken beginne frühestens ab kommendem Dienstag (15. Dezember), teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände am Donnerstag mit. Logistisch sei dies eine Herkulesaufgabe. "Wir Apotheker geben unser Bestes und appellieren an unsere Patienten, etwas Geduld zu haben und nicht alle am ersten Tag die Apotheken zu stürmen", sagte Präsident Friedemann Schmidt. Man solle möglichst in die Stammapotheke gehen.

Donnerstag, 10. Dezember, 13.25 Uhr: Umfrage: Fast jeder zweite Deutsche für strengere Corona-Maßnahmen

Fast jeder zweite Deutsche ist für strengere Regeln im Kampf gegen das Coronavirus. Obwohl die Regelungen zuletzt weiter verschärft wurden, sind 49 Prozent der Meinung, die Maßnahmen müssten "härter ausfallen". Das sind 18 Prozentpunkte mehr als noch vor zwei Wochen, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" hervorgeht. 13 Prozent halten die Vorschriften demnach aktuell für "übertrieben", 35 Prozent finden sie "gerade richtig".

Bund und Länder wollen nach Angaben von Niedersachsens Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) vom Donnerstag wahrscheinlich noch an diesem Wochenende zu erneuten Beratungen zusammenkommen.

Donnerstag, 10. Dezember, 13.05 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister will Schließung von Geschäften

Berlin plant deutliche Einschränkungen für den Einzelhandel und Schulen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Das kündigte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Donnerstag im Berliner Abgeordnetenhaus an. "Wir werden den Einzelhandel herunterfahren müssen. Jenseits vom Lebensmitteleinzelhandel müssen alle andere Shoppingangebote geschlossen werden und zwar bis zum 10. Januar, es geht nicht anders", sagte Müller in der Plenarsitzung. Ab wann das gelten soll, stehe noch nicht fest.

Auch an den Schulen muss es Sicht des SPD-Politikers Konsequenzen geben: "Es gibt wahnsinnig viele Kontakte durch Schulgeschehen, durch den Unterricht. Und wir müssen Kontakte vermeiden", sagte Müller. "Aus diesem Grund komme ich zu dem Ergebnis, dass wir unsere Schulferien bis zum 10. Januar verlängern müssen beziehungsweise es auch eine Variante ist, die Ferien am 4. enden zu lassen, aber die Schülerinnen und Schüler dann in einer digitalen Form oder auf andere Weise zu unterrichten." Müller kündigte an, er wolle das am Dienstag dem Senat vorschlagen. "Wir werden das miteinander beraten. Ich denke, es ist ein gangbarer Weg."

Donnerstag, 10. Dezember, 13 Uhr: Bayerns Zoos verlieren Millionen wegen Corona

Corona trifft auch die Zoos in Bayern hart: Die Tiergärten Nürnberg und Straubing sowie der Zoo Augsburg erwarten heuer bei den Besucherzahlen und der Zahl der verkauften Tickets in der Bilanz für 2020 deutliche Einbrüche. Was das für die Tiere bedeutet, erfahren Sie hier.

Donnerstag, 10. Dezember, 12.15 Uhr: RKI-Präsident: Lockerungen über Weihnachten verhindern

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) hat sich klar gegen Lockerungen der Corona-Maßnahmen über die Feiertage ausgesprochen. "Ich denke, die wichtige Maßnahme ist die, dass wirklich verhindert wird, dass die Lockerungen über Weihnachten kommen", sagte Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. Solche Lockerungen gäben dem Infektionsgeschehen eine schwer zu kontrollierende Dynamik. "Das ist ein wichtiger Aspekt, dass man das wirklich nicht tut."

Unabhängig von den Entscheidungen der Politik könne er nur an jeden Bürger appellieren, Kontakte möglichst einzuschränken und sich selbst zu schützen, sagte Wieler. Der Bildungsstand in Deutschland sei hoch, "wir sind ein cleveres Volk". Er könne nur dazu ermutigen, das Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Das könnten nicht alle in der Gesellschaft, aber sehr, sehr viele Menschen. Leugner der Krankheit werde wahrscheinlich niemand belehren können, so Wieler. Er hatte auch die Empfehlungen der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina mitunterzeichnet, wonach Weihnachten und der Jahreswechsel für einen "harten Lockdown" genutzt werden sollten.

Donnerstag, 10. Dezember, 11.20 Uhr: Herrmann: Fast 5.000 Corona-Neuinfektionen in Bayern

Die Corona-Zahlen steigen auch in Bayern unaufhörlich weiter: Binnen eines Tages wurden nach Angaben von Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) fast 5.000 Neuinfektionen gezählt, nämlich genau 4.983. Zudem habe es 105 Todesfälle gegeben, sagte Herrmann am Donnerstag. Er warnte eindringlich vor einer drohenden Überlastung des Gesundheitssystems. "Die Wahrscheinlichkeit, dass wir an die Grenzen der Belastbarkeit kommen, steigt", sagte er und rief deshalb zur weiteren Reduzierung von Kontakten auf.

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sagte: "Aktuell spitzt sich die Lage in den Krankenhäusern zu, das muss man so deutlich sagen." In einigen Regionen kämen die Intensivstationen bereits an ihre Belastungsgrenze. Rund 3.300 Corona-Patienten werden nach Angaben Humls derzeit auf Normal- und Allgemeinstationen behandelt, 663 in Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit – deutlich mehr als noch vor einigen Wochen. Zum Vergleich: Vor zwei Monaten wurden nach Humls Worten 55 Corona-Patienten in Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit behandelt.

Donnerstag, 10. Dezember, 11.05 Uhr: RKI: Corona-Lage in Deutschland verschlechtert

Die Corona-Lage in Deutschland hat sich nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) seit vergangener Woche verschlechtert und könnte schnell kippen. Nachdem die Fallzahlen seit Wochen auf einem hohen Plateau gelegen hätten, sehe man aktuell wieder einen Anstieg, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. Das sei besorgniserregend. "Immer noch infizieren sich zu viele Menschen mit Sars-CoV-2."

Das Plateau, auf dem man sich befinde, sei "äußerst fragil", das Infektionsgeschehen könne schnell wieder kippen, so Wieler. Die Fallzahlen könnten rasch wieder exponentiell ansteigen, dafür reichten wenige zusätzliche Fälle aus. "Das müssen wir verhindern." Die Kontakte in der Bevölkerung seien noch nicht ausreichend reduziert worden.

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Donnerstag, 10. Dezember, 10 Uhr: Corona-Beratungen von Bund und Ländern wohl am Wochenende

Bund und Länder wollen nach Angaben von Niedersachsens Ministerpräsident Stefan Weil (SPD) in den kommenden Tagen über ein Verschärfen der Corona-Beschränkungen beraten. Wie Weil am Donnerstag im Landtag in Hannover sagte, kommen Bund und Länder wahrscheinlich noch am Wochenende zu erneuten Beratungen zusammen.

Donnerstag, 10. Dezember, 9.40 Uhr: Zwölf Corona-Fälle in Unterallgäuer Kreis-Seniorenwohnheim

Bei einem Corona-Reihentest im Seniorenwohnheim des Landkreises Unterallgäu "Am Anger" in Bad Wörishofen wurden sieben Bewohner und fünf Pflegekräfte positiv getestet. Das teilte das Landratsamt Unterallgäu am Donnerstagvormittag mit. Leichte Symptome habe laut Behörde bislang nur ein Bewohner entwickelt.

Laut Gesundheitsamt am Landratsamt Unterallgäu sind alle Bewohner in ihren Zimmern isoliert. Besuche sind derzeit nicht möglich. Außerdem werden vorübergehend auch keine neuen Bewohner aufgenommen. Weil alle Pflegekräfte der Einrichtung mit FFP2-Masken arbeiten, gilt das restliche, negativ getestete Personal nicht als direkte Kontaktpersonen. Somit können laut Amt die Bewohner weiterhin versorgt werden.

In den nächsten Wochen soll in der Einrichtung engmaschig getestet werden. Zudem stehe das Gesundheitsamt in engem Austausch mit der Einrichtung.

Donnerstag, 10. Dezember, 9.30 Uhr: Niedersachsen nimmt geplante Corona-Lockerungen zurück

Niedersachsen nimmt die ins Auge gefassten Corona-Lockerungen über Weihnachten und den Jahreswechsel zurück. Das kündigte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Donnerstag im Landtag in Hannover an. Die geltenden Kontaktbeschränkungen auf maximal fünf Personen aus zwei Haushalten sollen lediglich vom 24. bis zum 26. Dezember auf 10 Verwandte zuzüglich von Kindern unter 14 Jahren ausgeweitet werden. Eltern können ihre Kinder bereits in der kommenden Woche vom Präsenzunterricht befreien lassen, damit weniger Kinder in den Klassen sitzen.

Donnerstag, 10. Dezember, 8.20 Uhr: Söder will "kompletten Lockdown" für knapp drei Wochen

Bayern und Sachsen machen Druck für bundesweit noch schärfere Auflagen, um die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen. Für dringend notwendig halten dies auch Ärztevertreter, um eine Überlastung des Gesundheitswesens zu verhindern. Möglicherweise beraten Bund und Länder noch einmal über ein gemeinsames Vorgehen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sagte in der ZDF-Sendung "Markus Lanz", dies könne wegen der Termine der Kanzlerin beim EU-Gipfel aber frühestens am Wochenende oder Anfang nächster Woche geschehen.

Söder sprach sich für einen "kompletten Lockdown" von Weihnachten bis zum 10. Januar aus. "Einfach mal alles runterfahren von den Geschäften bis hin zu den Betriebsferien in vielen Unternehmen. Wenn alle mitmachen, wäre das super. Dann hätten wir knapp drei Wochen, in denen wir einfach Kontakte reduzieren können. Eine bessere Zeit als diese Zeit zwischen Weihnachten und 10. Januar wird man im ganzen Jahr nicht mehr finden", sagte der CSU-Chef. Weitere Details dazu hier.

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Donnerstag, 10. Dezember, 7 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz-Werte im Allgäu steigen deutlich

Mit dem Höchstwert an Corona-Neuinfektionen in Deutschland heute geht auch ein Anstieg der Zahlen im Allgäu einher. Im Vergleich zum Vortag wurden laut RKI 191 neue Fälle in der Region gemeldet. Damit schnellen auch die Inzidenz-Werte wieder in die Höhe: Kaufbeuren ist bei einem Wert von 220,7 wieder über der 200er-Marke. Der Landkreis Lindau kratzt mit 196,4 daran - auch im Ostallgäu gibt es einen signifikanten Anstieg. Alle Corona-Inzidenzwerte fürs Allgäu finden Sie immer aktuell bei uns hier.

Donnerstag, 10. Dezember, 6.50 Uhr: Cyber-Attacke gegen EMA - Daten von Pfizer/Biontech abgegriffen

Bei einer Cyber-Attacke auf die Europäische Arzneimittel-Behörde EMA in Amsterdam sind Daten der Pharmaunternehmen Pfizer und Biontech abgegriffen worden. Das teilten die beiden Unternehmen in der Nacht zum Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung mit, nachdem sie von der EMA über die Attacke informiert worden waren. Demnach seien "einige Dokumente" im Zusammenhang mit dem Antrag der beiden Unternehmen auf Zulassung ihres Impfstoffs gegen das Corona-Virus von dem Angriff erfasst worden.

Pfizer und Biontech betonten zugleich, dass in diesem Zusammenhang ihre jeweiligen Systeme nicht angegriffen worden seien. Auch seien nach ihrem Wissen keine Daten über die Testpersonen zugänglich geworden. Die Pharmaunternehmen seien zudem von EMA informiert worden, dass der Angriff "keine Auswirkungen" auf das Zulassungsverfahren für den Impfstoff habe.

Donnerstag, 10. Dezember, 6.20 Uhr: Deutsche sehen vergleichsweise wenig psychische Probleme durch Corona

Rund 44 Prozent der Deutschen gaben in einer Umfrage an, die Corona-Pandemie habe negative Auswirkungen auf ihre psychische Gesundheit. Das ist der geringste Anteil unter den 15 Ländern und Hongkong, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov dazu untersucht hat. In Großbritannien sehen 65 Prozent negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit durch Corona - das war der höchste Anteil. Unter Einwohnern in Hongkong machten 63 Prozent diese Angabe, in Italien 62 Prozent. Die USA lagen mit 56 Prozent auf Platz 9 dieser Liste.

Für die am Donnerstag veröffentlichten Ergebnisse hatte YouGov mehr als 21.000 Menschen in 15 Ländern und Hongkong interviewt. Die Ergebnisse seien repräsentativ für die jeweilige Bevölkerung ab 18 Jahren, hieß es. Allerdings machte das Institut keine Angaben dazu, wie lange die Menschen jeweils einen Lockdown erlebt hatten, wie umfassend dieser war oder wie viele Menschen in dem Land gestorben waren.

Donnerstag, 10. Dezember, 6 Uhr: Höchstwert: 23.679 Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat in Deutschland einen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 23.679 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden, wie aus Zahlen vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Der bisherige Rekordwert war am 20. November mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden. In der Vorwoche waren es am Donnerstag 22.046 neue Fälle. Die Zahl der Todesfälle stieg über die Marke von 20.000. Das RKI verzeichnete am Donnerstag 440 neue Todesfälle binnen eines Tages. Am Vortag war mit 590 Toten ein Höchstwert gemeldet worden.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 20.372.

Insgesamt zählt das RKI seit Beginn der Pandemie 1.242.203 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 10.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 922.100 Menschen inzwischen genesen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,99 (Vortag: 1,02). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 99 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Mittwoch, 9. Dezember 21.50 Uhr: Corona-Notstand in Tschechien bis kurz vor Weihnachten

In Tschechien hat das Parlament einer Verlängerung des Corona-Notstands bis einschließlich 23. Dezember zugestimmt. Dafür waren am Mittwochabend in Prag 53 Abgeordnete. Dagegen votierten 36. Mit dem Vorschlag, den Ausnahmezustand gleich um 30 Tage bis zum 11. Januar zu verlängern, konnte sich die Minderheitsregierung von Ministerpräsident Andrej Babis nicht durchsetzen. Der Notstand ermöglicht es der Regierung, Grundrechte wie die Versammlungsfreiheit auszusetzen. Derzeit dürfen sich in Innenräumen bis zu zehn Personen treffen. Es gilt eine weitgehende Maskenpflicht.

Mittwoch, 9. Dezember, 21.30 Uhr: Brexit-Dinner: Von der Leyen erklärt Johnson Covid-Regeln in Brüssel

Klare Ansagen hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwochabend bei ihrem Treffen mit dem britischen Premierminister Boris Johnson hinsichtlich der Corona-Regeln gemacht. "Halten Sie Abstand!" sagte sie, als sich die beiden der versammelten Presse präsentierten. Ganz kurz nahmen sie die Masken für ein Foto ab, bevor von der Leyen ihrem Gast klarmachte, dass der Mund-Nasen-Schutz wieder aufgesetzt werden muss. "Sie führen ein strenges Regiment", raunte Johnson und fügte hinzu: "Aber auch ziemlich zu Recht."

Mittwoch, 9. Dezember, 21 Uhr: Harter Lockdown in Schleswig-Holstein spätestens ab Weihnachten

Angesichts steigender Infektionszahlen will Schleswig-Holsteins Landesregierung ihren Kurs deutlich verschärfen. Es sei notwendig, "dass wir spätestens ab Weihnachten in einen harten Lockdown gehen – um die Zeit über den Jahreswechsel zu nutzen, diese gefährliche Entwicklung in Deutschland zu stoppen", sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) Mittwochabend in Kiel. Die Zahlen seien auch im Norden weiter gestiegen "und das bedeutet leider, dass unsere strengen Maßnahmen derzeit nicht ausreichend Wirkung zeigen".

Mittwoch, 9. Dezember, 20.15 Uhr: Corona-Ausbruch in Reha-Klinik - Betrieb ruht bis 11. Januar

Trotz umfassender Schutz- und Hygienemaßnahmen hat sich ein Corona-Ausbruch in einer Bad Windsheimer Reha-Klinik zunächst nicht eindämmen lassen. Nach 24 neuen Infektionen unter Mitarbeitern und sieben unter Patienten ruhe nun der Betrieb, teilte die Dr. Becker Kiliani-Klinik am Mittwoch mit. "Wir haben uns eigeninitiativ zu diesem Schritt entschieden und ihn mit dem Gesundheitsamt Neustadt an der Aisch abgestimmt", sagte Klinikdirektorin Ursula Siebertz-Ohnesorge.

Mittwoch, 9. Dezember, 20 Uhr: Keine Zuschauer beim Skisprung-Weltcup in Willingen

Der Skisprung-Weltcup in Willingen vom 29. bis 31. Januar 2021 wird ohne Zuschauer ausgetragen. Aufgrund der derzeitigen Einschränkungen im Zuge der Coronavirus-Pandemie sei auch kein kleines Publikum möglich, teilten die Veranstalter am Mittwoch mit. Er sei "sehr enttäuscht", dass keine Fans an der Mühlenkopfschanze sein können, "aber die Gesundheit für alle hat Vorrang in diesen für alle schweren Zeiten", sagte Ski-Club-Präsident und Weltcup-Organisationschef Jürgen Hensel. Zuvor war der für Heiligabend geplante Gottesdienst auf der Skisprungschanze in Willingen wegen der Pandemie-Lage abgesagt worden.

Mittwoch, 9. Dezember, 18.30 Uhr: Kinderärzte gegen verlängerte Schulferien zur Pandemiebekämpfung

In der Debatte um das weitere Vorgehen zur Eindämmung des Coronavirus haben sich Kinderärzte gegen eine Verlängerung der Weihnachtsferien ausgesprochen. Geschlossene Schulen, Kindergärten und Kitas sollten "nur als allerletzte Maßnahme im Rahmen eines allgemeinen Lockdowns" erwogen werden, teilten die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und die Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie am Mittwoch mit.

Man sei "dezidiert gegen eine Verlängerung der Weihnachtsferien auf (un)bestimmte Zeit in den Januar hinein", heißt es in der Stellungnahme, die vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte unterstützt wird. Bisherige Daten aus Deutschland gäben keinen Anlass, generelle Schulschließungen als "taugliches und angemessenes Mittel" zur Pandemiebekämpfung anzusehen.

Mittwoch, 9. Dezember, 18 Uhr: Bildungsminister blicken auf Corona-Situation an den Schulen

Berlin/Mainz (dpa) - Die Bildungsminister der Länder beraten in der letzten regulären Sitzung der Kultusministerkonferenz (KMK) im Corona-Jahr 2020 noch einmal über den Umgang mit der Pandemie an den Schulen. Die in einer Videokonferenz ab Donnerstag (14.00 Uhr) tagende Runde steht zum letzten Mal unter dem Vorsitz der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD). Während der zweitägigen Sitzung soll die brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) zur KMK-Präsidentin für das kommende Jahr gewählt werden.

Mittwoch, 9. Dezember, 17.30 Uhr: Auch Kanada lässt Impfstoff von Biontech und Pfizer zu

Auch Kanada hat dem Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer eine Notfallzulassung erteilt. Das teilten die kanadische Gesundheitsbehörde und beide Unternehmen am Mittwoch mit. Damit bekommen die Kanadier früher grünes Licht als die EU und die USA, wo entsprechende Anträge derzeit noch geprüft werden. In Großbritannien ist der Impfstoff bereits seit Dienstag im Einsatz, auch im arabischen Golfstaat Bahrain ist er bereits zugelassen.

Der Antrag auf Notfallzulassung sei am 9. Oktober eingegangen und seitdem "gründlich und unabhängig" geprüft worden, hieß es von der kanadischen Gesundheitsbehörde.

Mittwoch, 9. Dzember, 16.30 Uhr: Deutschland kann Trump zufolge in Pandemie nicht als Vorbild gelten

Deutschland kann nach Ansicht des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump kein Vorbild im Kampf gegen die Corona-Pandemie sein. "Deutschland wurde immer wieder von meinen unerträglichen Kritikern als das Land angeführt, dem wir auf dem Weg zur Bewältigung des China-Virus folgen sollten. So viel zu diesem Argument", schrieb Trump am Mittwoch auf Twitter zu einem anderen Tweet, in dem ein Nutzer auf den neuen Höchststand bei den nachgewiesenen Todesfällen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Deutschland verwies. "Ich liebe Deutschland - Impfstoffe sind auf dem Weg!!!", fügte Trump hinzu.

Mittwoch, 9. Dezember, 15.45 Uhr: Luxemburg verlängert Corona-Maßnahmen bis 15. Januar

In Luxemburg wird es über Weihnachten keine Lockerungen geben. Die derzeit geltende Beschränkung, dass nur maximal zwei Personen aus einem anderen Haushalt zu Besuch kommen dürfen, bleibe bis zum 15. Januar bestehen, kündigte Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel am Mittwoch an. "Es ist keine Zeit für Lockerungen." Die Zahl der Neuinfektionen seien weiterhin zu hoch.

Mittwoch, 9. Dezember, 15 Uhr: Umfrage: 75 Prozent der Deutschen sind gegen Lockerungen an Silvester

Eine große Mehrheit der Deutschen ist für strenge Kontaktbeschränkungen wegen Corona an Silvester. Das geht aus einer Umfrage der Meinungsforscher von YouGov Deutschland hervor. Demnach stimmten drei von vier Befragten der Aussage zu, dass es keine Lockerungen beim Kontaktverbot zum Jahreswechsel geben darf. 56 Prozent von ihnen stimmten der Aussage "voll und ganz" zu, 19 Prozent "eher". 15 Prozent der Teilnehmer haben der Aussage widersprochen, zehn Prozent machten keine Angabe.

Mittwoch, 9. Dezember, 14.45 Uhr: Maltesterhilfsdienst betreibt geplantes Corona-Impfzentrum in Memmingen

Für das geplante Corona-Impfzentrum in Memmingen, das auch für den westlichen Landkreis Unterallgäu zuständig sein wird, gibt es nun einen Betreiber. Nach einem Auswahlverfahren hat der Malteserhilfsdienst Memmingen den Zuschlag erhalten, teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage der Memminger Zeitung mit. Die Hilfsorganisation bekam auch den Zuschlag für das Impfzentrum in Bad Wörishofen. Am Samstag wollen Stadt, Kreis und Malteser Details zu der neuen Einrichtung in der ehemaligen Realschule in der Buxacher Straße von Memmingen bekannt geben. (arz)

Mittwoch, 9. Dezember, 13.50 Uhr: Mittelstand sieht in Corona-Krise Existenz vieler Firmen gefährdet

Der Mittelstand sieht in der Corona-Krise die Existenz vieler Firmen gefährdet. Wirtschaftsverbände forderten am Mittwoch schnell wirksame Hilfen und außerdem Strukturreformen etwa im Steuerrecht. Sie warnten vor zusätzlichen Belastungen. "Auf die Last, die unsere Betriebe jetzt pandemiebedingt zusätzlich tragen müssen, da darf nichts mehr raufgepackt werden", sagte Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, am Mittwoch bei einer Videokonferenz.

Mittwoch, 9. Dezember, 13.35 Uhr: RKI: Deutsche Bevölkerung nimmt durch Lockdown zu

Nach dem Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie im Frühjahr haben die Menschen in Deutschland laut einer Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) mehr gewogen als zuvor. "Körpergewicht und Body Mass Index (BMI) haben seit Einführung der Eindämmungsmaßnahmen zugenommen", schreiben die Autoren der am Mittwoch veröffentlichten Analyse. Möglicherweise hätten sich die Eindämmungsmaßnahmen auf das Ernährungs- und Bewegungsverhalten ausgewirkt, hieß es.

Das mittlere Körpergewicht habe im Zeitraum April bis August 2019 bei 77,1 Kilo gelegen, im gleichen Zeitraum dieses Jahres bei 78,2 Kilo. Der mittlere BMI stieg laut Studie von 25,9 im April bis August 2019 auf 26,4 im Vergleichszeitraum 2020. Der BMI wird aus Körpergröße und -gewicht berechnet und gilt als Indikator für Übergewicht und Adipositas.

Die Ergebnisse kommen aus einer bundesweiten telefonischen Befragung der Bevölkerung ab 15 Jahren zwischen April 2019 und September 2020. Dabei sollten die rund 23.000 Teilnehmer auch ihre Größe und ihr Gewicht nennen.

Mittwoch, 9. Dezember, 12.35 Uhr: Ausgangssperre in Kaufbeuren gilt bereits ab Mittwochabend

Die nächtliche Ausgangssperre in Kaufbeuren tritt bereits am Mittwochabend um 21 Uhr in Kraft und gilt vorerst sieben Tage lang. Das bestätigte die Stadt jetzt. Zwischen 21 Uhr und 5 Uhr früh dürften die Kaufbeurer ihre Wohnungen und Häuser demnach nur aus triftigen Gründen verlassen: etwa um zur Arbeit zu gehen, in medizinischen Notfällen, um Haustiere zu versorgen oder um "unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen" zu helfen. Zudem darf das Sorge- oder Umgangsrecht wahrgenommen werden, etwa um Sterbende zu begleiten. Warum die Ausgnagssperre trotz sinkendem Inzidenzwert gilt.

Mittwoch, 9. Dezember, 12.20 Uhr: Österreichische Studie: Corona-Krise schädigt Vertrauen in Demokratie

Die Zustimmung der Menschen zur Demokratie hat laut einer Studie aus Österreich im Zuge der Corona-Krise abgenommen. Unter anderem stimmten nur 44 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass sie sich als Teil der Demokratie in Österreich fühlten.

Mittwoch, 9. Dezember, 11.40 Uhr: UN-Menschenrechtschefin: Corona schwerer Schlag für Menschenrechte

Die Corona-Pandemie ist nach UN-Einschätzung weltweit ein schwerer Schlag für die Menschenrechte gewesen. "Covid-19 hat die Risse und Zerbrechlichkeit unserer Gesellschaften offengelegt und unser Versagen beim Aufbau von fairen und gerechten Gesellschaften aufgedeckt", sagte die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, am Mittwoch in Genf.

Sie kritisierte Politiker, die die Pandemie herunterspielen oder simple Schutzmaßnahmen wie Maskentragen abtun. Vielerorts seien wissenschaftliche Erkenntnisse in Zweifel gezogen und Verschwörungstheorien und Falschinformationen verbreitet und teils sogar angefacht worden. Länder nannte sie nicht. Damit sei das Vertrauen untergraben worden, Vertrauen in wissenschaftliche Fakten, in Impfstoffe, in Regierungen und in die Zukunft, sagte Bachelet.

Mittwoch, 9. Dezember, 11.15 Uhr: Landesamt sieht bei "Querdenken"-Gruppe "extremistische Bestrebung"

Das Landesamt für Verfassungsschutz in Baden-Württemberg hat bestätigt, dass es als erstes in Deutschland die "Querdenken"-Bewegung beobachten wird. Es lägen "hinreichend gewichtige Anhaltspunkte für eine extremistische Bestrebung" vor, teilten Innenminister Thomas Strobl und Verfassungsschutzpräsidentin Beate Bube am Mittwoch in Stuttgart mit. Mehrere maßgebliche Akteure der "Querdenken"-Bewegung ordne das Landesamt dem Milieu der Reichsbürger und Selbstverwalter zu, die die Existenz der Bundesrepublik leugnen und und demokratische und rechtsstaatliche Strukturen negieren, hieß es. Die Gruppe geht seit Monaten gegen die staatlichen Corona-Einschränkungen auf die Straße.

Mittwoch, 9. Dezember, 11.05 Uhr: Passagierzahlen am Stuttgarter Flughafen brechen um 75 Prozent ein

Der Stuttgarter Flughafen rechnet angesichts des coronabedingt eingebrochenen Reisemarkts dieses Jahr mit einem Rückgang der Passagierzahlen um rund drei Viertel im Vergleich zu 2019. Bis Ende 2020 werde man bei voraussichtlich 3,2 Millionen Fluggästen liegen, das entspreche einem Minus von etwa 75 Prozent, teilte der Flughafen am Mittwoch in Stuttgart mit. Im Vorjahr hatte der mit Abstand größte Südwest-Airport mit 12,7 Millionen Fluggästen noch einen Passagierrekord aufgestellt.

Mittwoch, 9. Dezember, 11 Uhr: Mehr als 215.000 neue Corona-Fälle an einem Tag in den USA

In den USA breitet sich das Coronavirus weiter rasant aus. Am Dienstag meldeten die Behörden binnen eines Tages 215.586 bestätigte Neuinfektionen, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Mittwochmorgen (MEZ) hervorging. Am gleichen Tag der Vorwoche waren es rund 180.000 gewesen. Der bislang höchste Wert war am Freitag mit 227.800 neuen Fällen verzeichnet worden. Die Zahl der binnen eines Tages erfassten Toten blieb am Dienstag mit 2.534 vergleichsweise hoch. Der Höchstwert war am Donnerstag mit 2.879 Toten registriert worden.

Mittwoch, 9. Dezember, 10.45 Uhr: Emotionaler Appell von Merkel für weitere Kontaktreduzierung

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat weitere Corona-Maßnahmen noch vor Weihnachten gefordert und in einem emotionalen Appell dazu aufgerufen, in der Pandemie-Bekämpfung auf die Wissenschaft zu hören. In der Generaldebatte im Bundestag forderte sie mit Blick auf die aktuellen Zahlen nachdrücklich, die Weihnachtsferien um weitere drei Tage auf den 16. Dezember vorzuziehen. Die Wissenschaft flehe geradezu darum, vor Weihnachten, bevor man Oma und Opa sehe, eine Woche der Kontaktreduzierung zu ermöglichen, sagte Merkel. "Wenn wir jetzt vor Weihnachten zu viele Kontakte haben und anschließend es das letzte Weihnachten mit den Großeltern war, dann werden wir etwas versäumt haben. Das sollten wir nicht tun", sagte Merkel.

Die Bundeskanzlerin bezeichnete die Empfehlungen der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina für Geschäftsschließungen und eine Verlängerung der Weihnachtsferien bis zum 10. Januar als richtig und verteidigte den Kurs, bei der Pandemiebekämpfung der Wissenschaft zu folgen. Europa heute stehe heute, wo es stehe, wegen der Aufklärung und dem Glauben an die Wissenschaft.

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Mittwoch, 9. Dezember, 10.25 Uhr: Weniger Grenzüberquerungen: Langlauf-Weltcup in Schweden verschoben

Um zusätzliche grenzüberschreitende Reisen in der Coronavirus-Pandemie zu verhindern, ist der Weltcup der Skilangläufer im schwedischen Ulriceham verlegt worden. Die ursprünglich für Mitte Januar angesetzten Rennen sollen nun am 6. und 7. Februar 2021 stattfinden. Das gab der Weltverband Fis am Mittwoch bekannt. Die beiden schwedischen Weltcup-Stationen in Falun und Ulriceham liegen nun direkt nacheinander. Die eigentlich dazwischen geplanten Rennen im finnischen Lahti sind nun vor jenen in Schweden angesetzt.

Mittwoch, 9. Dezember, 9.40 Uhr: Bayerischer Verfassungsschutz hat "Querdenker" im Blick

Der Verfassungsschutz in Bayern beobachtet die "Querdenken"-Bewegung als Ganzes derzeit nicht. Allerdings würden ohnehin einzelne Personen aus dem Bereich Rechtsextremismus oder der "Reichsbürger"-Szene, die etwa als Anmelder, Teilnehmer, Sprecher oder Redner bei "Querdenken"-Veranstaltungen im Freistaat waren, beobachtet, sagte ein Sprecher des Landesamts am Mittwoch.

Mittwoch, 9. Dezember, 8.50 Uhr: Ausgangssperre für Kaufbeuren gilt ab heute

Kaufbeuren hat ab heute eine Ausgangssperre, verkündert Oberbürgermeister Stefan Bosse auf seiner Facebook-Seite: "Die gestern um kurz vor Mitternacht veröffentlichte 10. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung legt fest, dass die Regelungen für Hotspots in Bayern für Kaufbeuren gelten, obwohl der Inzidenzwert heute auf 166,7 gesunken ist." Damit gilt in der Wertachstadt eine Ausgangssperre ab 21 Uhr. Nähere Informationen zu den neuen Bestimmungen in Kaufbeuren soll es im Laufe des Tages geben - alle Entwicklungen lesen Sie hier.

Mittwoch, 9. Dezember, 8.45 Uhr: Ifo-Institut korrigiert Zahl der Kurzarbeiter stark nach unten

Das Münchner Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung hat seine Schätzung für die Zahl der Beschäftigten in Kurzarbeit deutlich nach unten korrigiert. Demnach waren im Oktober in Deutschland etwa 1,8 Millionen Menschen in Kurzarbeit und nicht 3,3 Millionen, wie Ende Oktober vom Ifo-Institut geschätzt. Als Grund für die Korrektur nannte die Forschungseinrichtung am Mittwoch, "dass die Bundesagentur für Arbeit erstmals die endgültigen Mai-Zahlen veröffentlicht hat und diese mit den ursprünglichen Ifo-Schätzungen verglichen werden konnten".

Mittwoch, 9. Dezember, 8.35 Uhr: Verfassungsschutz Baden-Württemberg beobachtet "Querdenken"-Bewegung

Das Landesamt für Verfassungsschutz in Baden-Württemberg beobachtet als erstes in Deutschland die "Querdenken"-Bewegung. Wie die Deutsche Presse-Agentur in Stuttgart am Mittwoch erfuhr, stufte das Landesamt "Querdenken 711" als Beobachtungsobjekt ein. Die Gruppe, die seit Monaten gegen die staatlichen Corona-Einschränkungen auf die Straße geht, radikalisiere sich und sei durch Extremisten unterwandert, hieß es in Sicherheitskreisen.

Mittwoch, 9. Dezember, 8.30 Uhr: Umfrage bei jungen Deutschen: Zwei Drittel fällt es beim Thema Corona schwerer, Fake News zu erkennen

Drei Viertel der jungen Menschen in Deutschland sehen sich regelmäßig mit Falschnachrichten konfrontiert. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap für die Vodafone Stiftung gaben 76 Prozent der 14- bis 24-Jährigen an, dass sie mindestens einmal pro Woche im Netz oder in sozialen Medien auf Nachrichten oder Beiträge stoßen, bei denen sie das Gefühl haben, es handele sich um Falschinformationen. Zwei Drittel gaben zudem an, dass es bei Corona schwerer als bei anderen Themen sei, glaubwürdige von unglaubwürdigen Nachrichten zu unterscheiden.

Mittwoch, 9. Dezember, 8 Uhr: Waffeln vom Autofenster aus: In Kißlegg gibt es einen Drive-in Weihnachtsmarkt

Wegen Corona fallen Weihnachtsmärkte aus. Das Hofgut Farny veranstaltet deshalb in Kißlegg einen Weihnachtsmarkt zum Durchfahren. Wie das Konzept funktioniert. lesen Sie exklusiv mit AZPlus.

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Mittwoch, 9. Dezember, 7.25 Uhr: Laschet für "Jahreswechsel-Lockdown" nach Weihnachten bis Ferienende

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich angesichts weiterhin hoher Corona-Infektionszahlen für einschneidende Kontaktbeschränkungen in der Zeit nach Weihnachten ausgesprochen. "Wir brauchen nach Weihnachten einen echten Jahreswechsel-Lockdown, um uns für 2021 wieder eine Perspektive hin zu mehr Normalität zu erarbeiten", sagte Laschet der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Zahl der Neuinfektionen sei zu hoch und müsse gesenkt werden.

"Deshalb: Wenn nicht jetzt, wann dann. Von Weihnachten bis zum Ende der Ferien im neuen Jahr kann das Land am ehesten komplett heruntergefahren und so die Ausbreitung der Pandemie effektiv gestoppt werden", warb Laschet für seinen Vorschlag. "Zugleich halten wir in diesen Wochen die Schäden für Bildungschancen von Kindern sowie für Wirtschaft und Arbeitsplätze so gering wie in keiner anderen Zeit des Jahres."

Auch andere Ministerpräsidenten hatten sich bereits für härtere Maßnahmen über die Feiertage ausgesprochen. Bayerns Ministerpräsident Söder sagte, dass er offen für einen harten Lockdown nach Weihnachten sei.

Mittwoch, 9. Dezember, 7.12 Uhr: Schülervertreter: Corona-Alltag "bedrückend" für junge Menschen

Der Alltag unter Corona-Bedingungen ist für Schüler nach Angaben des Generalsekretärs der Bundesschülerkonferenz, Dario Schramm, eine Belastungsprobe in vielerlei Hinsicht. "Der Tag wird von morgens beim Aufstehen bis abends beim Einschlafen von Corona dominiert, ein Entfliehen ist fast unmöglich", sagte Schramm der Deutschen Presse-Agentur.

An der Schule gehe es nur noch darum, wie der Unterrichtsinhalt am besten unter den Corona-Regeln vermittelt und wie die Regeln am besten eingehalten werden könnten. Auch nach der Schule ziehe sich das Thema wie ein roter Faden durch den Tag. So müssten Treffen mit Freunden oder der gemeinsame Sport ausfallen. "Das ist gerade aus sozialer Sicht wirklich bedrückend für uns junge Menschen."

Der 20-Jährige besucht die 13. Klasse einer Integrierten Gesamtschule in der Nähe von Köln. Die Corona-Ausnahmesituation wird seiner Ansicht nach bei allen Schülerinnen und Schülern Auswirkungen auf den späteren Karriereweg haben. "Jeder Schüler trägt sein eigenes Päckchen aus dieser Zeit heraus!" Besonders benachteiligt seien aber Mitschüler, die sich beispielsweise ihr Zimmer mit Geschwistern teilen müssten oder die keinen Internetzugang hätten.

Dienstag, 9. Dezember, 6.20 Uhr: Bayern ruft wegen Corona-Krise den Katastrophenfall aus

Bayern ist wegen der hohen Corona-Zahlen von Mittwoch an wieder im Katastrophenmodus. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) stellte den Katastrophenfall am Dienstagabend offiziell fest und setzte damit den Kabinettsbeschluss von Sonntag um. Die Regelung ist bis zum 9. Januar befristet.

Zugleich treten schärfere Regeln in Kraft. Unter anderem wird der Präsenzunterricht für ältere Schüler deutlich eingeschränkt: Ab Klassenstufe acht sollen die Klassen überall geteilt werden und in Wechselunterricht übergehen. In Hotspots ab 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche sollen die Schüler ab der achten Klasse komplett in den Distanzunterricht wechseln. Ferner gelten landesweit strengere Ausgangsbeschränkungen. Alle Regeln für Bayern und das Allgäu im Überblick.

Dienstag, 9. Dezember, 6 Uhr: Höchstwert: 590 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet

Die Zahl der binnen 24 Stunden gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus ist sprunghaft angestiegen und hat einen neuen Höchststand erreicht. Die deutschen Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 590 neue Todesfälle innerhalb eines Tages, wie aus den RKI-Zahlen vom Mittwochmorgen hervorgeht. Das sind über 100 Fälle mehr als beim bisherigen Rekordstand von 487 Toten vom vergangenen Mittwoch. Insgesamt wurden binnen 24 Stunden 20.815 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Am Mittwoch in der Vorwoche lag der Wert noch bei 17.270. Den bisher höchsten Tageswert gab es am 20. November mit 23.648 Fällen.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg am Mittwoch auf.

Für ganz Deutschland gab das RKI außerdem einen neuen Höchstwert von 149,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen an. Zu Beginn des Teil-Lockdowns im November waren es um die 120 gewesen. Bund und Länder wollen erreichen, dass es weniger als 50 werden - so könnten Gesundheitsämter Infektionsketten wieder nachverfolgen.

Das RKI zählt in Deutschland seit Beginn der Pandemie 1.218.524 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 (Stand: 09.12, 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 902.100 Menschen inzwischen genesen.

Dienstag, 8. Dezember, 21.45 Uhr: Altmaier: Bundesregierung wird Reisebranche nicht im Stich lassen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat der deutschen Reisebranche seine Unterstützung in der Corona-Krise zugesichert. "Wir werden Sie als Bundesregierung nicht im Stich lassen", sagte der CDU-Politiker am Dienstag anlässlich der Jahrestagung des Deutschen Reiseverbandes DRV. Die Regierung werde im Rahmen ihrer Möglichkeiten mithelfen, dass die große Mehrheit der Unternehmen überlebe. Ihm sei daran gelegen, dass die Tourismus- und Reisebranche nach der Krise wettbewerbsfähig und erfolgreich sei.

Dienstag, 8. Dezember, 21.15 Uhr: Biden kündigt 100-Tage-Programm im Kampf gegen Corona-Pandemie an

Der künftige US-Präsident Joe Biden hat ein 100-Tage-Programm im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie angekündigt. Biden präsentierte den Plan und sein Team an Gesundheitsexperten am Dienstag in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware. Er sagte, die drei zentralen Punkte des 100-Tage-Programms nach seiner Amtsübernahme im Januar seien die Wiedereröffnung der meisten Schulen, die Verabreichung von mindestens 100 Millionen Impfdosen sowie eine Anordnung zum Tragen von Masken in Gebäuden und an Orten, an denen die Bundesregierung das verfügen könne.

Dienstag, 8. Dezember, 20.45 Uhr: Formal bestätigt: Bayern ab Mittwoch im Katastrophenmodus

Nun ist es amtlich: Wegen der hohen Corona-Zahlen ist Bayern von diesem Mittwoch an wieder im Katastrophenmodus. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) stellte den Katastrophenfall am Dienstagabend offiziell fest und setzte damit den Kabinettsbeschluss von Sonntag um. "Ziel ist eine koordinierte und strukturierte Vorgehensweise aller im Katastrophenschutz mitwirkenden Behörden, Dienststellen und Organisationen", erklärte Herrmann und betonte: "Nur so können die Gefahren der Corona-Pandemie abgewehrt werden." Es gebe nunmehr "klare Steuerungs- und Eingriffsmöglichkeiten". So obliege dem Innenministerium nun die Führung aller Einsatzkräfte.

Dienstag, 8. Dezember, 20 Uhr: Spahn stimmt auf härteren Lockdown nach Weihnachten ein

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kann sich im Kampf gegen das Coronavirus gut einen härteren Lockdown nach Weihnachten vorstellen. "Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber meine ruhigste Zeit im Jahr ist tatsächlich die um Weihnachten bis Anfang Januar. Und mir fiele fast keine bessere Zeit im Jahr ein, in der Gesellschaft weiter runterzukommen, Kontakte zu reduzieren", sagte Spahn am Dienstag bei "Bild live".

Angesichts der anhaltend hohen Infektionszahlen sei es sinnvoll, "noch mal umfassender, dafür kürzer das Leben ein Stück runterzubringen, Kontakte zu reduzieren, Infektionszahlen runterzuschrauben", betonte Spahn.

Dienstag, 8. Dezember, 19.40 Uhr: Niederlande: Keine Erleichterungen vom Teil-Lockdown zu Weihnachten

Angesichts der deutlich steigenden Corona-Infektionen gibt es in den Niederlanden vorerst keine Erleichterung des Teil-Lockdowns. Auch zu Weihnachten dürfen Bürger höchstens drei Gäste pro Tag zu Hause empfangen, wie Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag mitteilte. Es laufe wirklich nicht gut, sagte der Premier. Sollten die Infektionszahlen nicht schnell sinken, dann drohten noch vor Weihnachten weitere Verschärfungen.

Das Institut für Umwelt und Gesundheit RIVM hatte einen "besorgniserregenden Trend" festgestellt. In den vergangenen sieben Tagen waren 43 103 Neu-Infektionen registriert worden, 27 Prozent mehr als in der Vorwoche.

Dienstag, 8. Dezember, 19 Uhr: Virologe Drosten für Lockdown über die Feiertage

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland hat sich der Virologe Christian Drosten für eine rasche Verschärfung der Maßnahmen ausgesprochen. "Es ist schon so, dass wir jetzt unbedingt etwas tun müssen", sagte der Charité-Wissenschaftler im "Coronavirus-Update" vom Dienstag bei NDR-Info. Die Wahrscheinlichkeit sei groß, dass die Weihnachtszeit zu einem Anstieg der Fallzahlen führe. Werde jetzt nicht nachreguliert, drohe "Ende Januar und über den gesamten Februar hinaus" ein Lockdown mit massiven Folgen für die Wirtschaft.

Dienstag, 8. Dezember, 18 Uhr: Eisenmann kritisiert Leopoldina: "Nicht ganz auf der Höhe der Zeit"

Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann sieht den Vorschlag der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina für eine zeitweise Aufhebung der Schulpflicht schon ab der nächsten Woche äußerst kritisch. "Denn das bedeutet nichts anderes als landesweite Schulschließungen - und noch nicht mal Fernunterricht", teilte die CDU-Politikerin am Dienstag in Stuttgart mit. "Diesen drastischen Schritt der flächendeckenden Schulschließungen wollen wir weiterhin zwingend vermeiden, weil wir aus der Zeit im Frühjahr gelernt haben."

Stattdessen ermögliche man in Regionen mit sehr hohen Corona-Zahlen einen Wechselbetrieb zwischen Präsenz- und Fernunterricht.

Dienstag, 8. Dezember, 17.30 Uhr: Münchens OB Reiter als Kontaktperson in Quarantäne - keine Symptome

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat sich am Dienstagnachmittag in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Seine Mutter sei positiv auf das Corona-Virus getestet worden, teilte Reiters Sprecherin mit. Damit gelte der Oberbürgermeister als Kontaktperson 1 und werde bis einschließlich 21. Dezember von zu Hause arbeiten. Er habe keinerlei Symptome, ein erster Schnelltest auf das Sars-CoV-2-Virus habe ein negatives Ergebnis erbracht.

Dienstag, 8. Dezember, 17.15 Uhr: Biontech und Pfizer arbeiten an neuer Version von Corona-Impfstoff

Der Corona-Impfstoff der Firmen Biontech und Pfizer soll künftig auch ohne die zur Zeit nötige Lagerung bei minus 70 Grad zur Verfügung stehen. "Wir arbeiten an einer Version, um die minus 70 Grad zu vermeiden", sagte Pfizer-Chef Albert Bourla am Dienstag bei einer Pressekonferenz des in Genf ansässigen internationalen Pharmaverbandes IFPMA. Gleichwohl seien die zur Zeit nötigen tiefen Temperaturen aber kein Problem. Die Ingenieure hätten spezielle Boxen entwickelt, die den Transport des Impfstoffs ohne Kühlung von außen möglich machten.

Dienstag, 8. Dezember, 17 Uhr: München überschreitet Inzidenz-Schwellenwert von 200

Die bayerische Landeshauptstadt München hat am Dienstag den Inzidenz-Schwellenwert von 200 überschritten. Die Zahl der neuen Infektionen mit dem Coronavirus in den vergangenen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 202,1, wie die Stadt mitteilte.

Damit soll nach dem Beschluss der Landesregierung vom Sonntag eine nächtliche Ausgangssperre gelten; zudem sollen demnach die Schüler ab der achten Klasse komplett in den Distanzunterricht wechseln. Der neue Kurs des Landes im Umgang mit dem Coronavirus sollte aber am Dienstag zunächst noch vom Landtag beraten und beschlossen werden.

Dienstag, 8. Dezember, 16.45 Uhr: US-Behörde stellt Impfstoff von Biontech/Pfizer gutes Zeugnis aus

Wenige Tage vor der erwarteten Entscheidung über eine Notfallzulassung in den USA hat die US-Arzneimittelbehörde FDA dem Corona-Impfstoff des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer ein erstes gutes Zeugnis ausgestellt. Schon rund zehn Tage nach der ersten Dosis des Impfstoffes liege ein starker Schutz gegen die Krankheit Covid-19 vor, geht aus Dokumenten hervor, die die FDA am Dienstag veröffentlichte. Größere Sicherheitsbedenken gebe es keine. "So sieht ein Zeugnis voll mit der Note 1+ für einen Impfstoff aus", kommentierte Akiko Iwasaki, Immunologe an der Yale-Universität, gegenüber der New York Times.

Dienstag, 8. Dezember, 15.50 Uhr: Snowboardcross-Weltcup am Feldberg wegen Corona abgesagt

Der für Anfang Februar geplante Heim-Weltcup der Snowboardcrosser am Feldberg in Baden-Württemberg ist wegen den Folgen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Das gab der Verband Snowboard Germany am Dienstag bekannt. Für das Rennen im Hochschwarzwald vom 5. bis 7. Februar konnten auch wegen der Corona-Hygienevorgaben nicht genügend Helfer zusammengebracht werden.

"Hinzu kommt die Ungewissheit über die Öffnung der Liftanlagen am Feldberg und den Verlauf der kompletten Ski- und Snowboardsaison", hieß es. Nun hofft der Verband, zumindest die Parallel-Rennen in Berchtesgaden als zweitem Heimevent im März durchführen zu können.

Dienstag, 8. Dezember, 15.30 Uhr: Söder unterstützt Forderung der Leopoldina nach "hartem Lockdown"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder unterstützt den von der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina geforderten "harten Lockdown" mit Geschäftsschließungen ab Weihnachten. Ein "harter Lockdown" würde einige Veränderungen mit sich bringen.

Dienstag, 8. Dezember, 15.30 Uhr: Munich Re versichert Veranstaltungen nicht mehr bei Pandemie-Ausfall

Der Rückversicherer Munich Re will wegen der hohen Schäden in der Corona-Krise keine Großveranstaltungen mehr gegen den Ausfall durch Pandemien versichern. Der Konzern biete diesen Vertragszusatz seit diesem Jahr nicht mehr an, sagte Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek am Dienstag in einer Videokonferenz mit Journalisten in München. Generell wolle die Munich Re Großveranstaltungen auch weiterhin versichern. Nur die Zusatzklausel zum Pandemieschutz werde es nicht mehr geben.

Der Ausfall und die Verschiebung von Großveranstaltungen wie den Olympischen Spielen in Japan sind die Munich Re in diesem Jahr teuer zu stehen gekommen. Insgesamt schätzt der Konzern die coronabedingten Schäden im Rückversicherungsgeschäft in diesem Jahr auf 3,4 Milliarden Euro.

Dienstag, 8. Dezember, 15.15 Uhr: Zwei weitere Corona-Todesfälle in Kaufbeuren

Die Stadt Kaufbeuren ist derzeit der Corona-Hotspot im Allgäu. In keinem anderen Landkreis oder kreisfreien Stadt in unserer Region ist der Inzidenzwert so hoch wie in Kaufbeuren: Nach Angaben des Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) beträgt er am Dienstag 222,98. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Kaufbeuren ist zudem erneut gestiegen: Zwei Menschen starben laut LGL in den vergangenen 24 Stunden in der Wertachstadt mit dem Virus. Damit sind seit Ausbruch der Panedemie 31 Menschen in Kaufbeuren in Zusammenhang mit einer nachgewiesenen Corona-Infektion gestorben. Allgäuweit sind es 181 Menschen.

Dienstag, 8. Dezember, 15 Uhr: Corona: Handel warnt vor neuen Ladenschließungen

Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat vor einer erneuten Schließung von Teilen des Einzelhandels zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gewarnt. "Der Einzelhandel hat deutlich bewiesen, dass sicheres Einkaufen unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsvorschriften auch in Zeiten der Pandemie möglich ist. Daher wäre eine erneute Schließung nicht nur unverhältnismäßig, sondern mit Blick auf mögliche Panikkäufe auch kontraproduktiv", warnte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser am Dienstag in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Die Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina hatte zuvor eine drastische Verschärfung der Corona-Beschränkungen bereits ab kommender Woche gefordert. In einem solchen "harten Lockdown" sollten alle Geschäfte bis auf die des täglichen Bedarfs mit Lebensmitteln, Medikamenten und anderen notwendigen Waren schließen.

Dienstag, 8. Dezember 14 Uhr: Sachsen verschärft Maßnahmen im Kampf gegen Corona-Pandemie

Sachsen fährt wegen massenhafter Corona-Infektionen das öffentliche Leben weiter herunter. Wie die Regierung am Dienstag in Dresden mitteilte, wird der bisher geltende Teil-Lockdown ab kommenden Montag verschärft. Schulen, Kitas, Horte und viele Geschäfte sollen geschlossen werden. Geöffnet bleiben sollen Lebensmittelgeschäfte und Geschäfte für den Grundbedarf. Mehr darüber lesen Sie hier.

Dienstag, 8. Dezember, 13.40 Uhr: Vor Weihnachten kein praktischer Sportunterricht mehr

Angesichts der unverändert hohen Corona-Zahlen entfällt voraussichtlich bis Weihnachten an allen bayerischen Schulen der praktische Sportunterricht. Lediglich "sporttheoretische Inhalte" sollen weiterhin unterrichtet werden können, wie das Kultusministerium am Dienstag in München mitteilte. Und auch in den 11. und 12. Klassen an Gymnasien bleibt Sport unter Auflagen möglich.

Dienstag, 8. Dezember, 13.15 Uhr: Thüringen - keine gelockerten Corona-Regeln an den Feiertagen

Die Corona-Kontaktbeschränkungen sollen in Thüringen über die Weihnachtsfeiertage und Silvester nicht gelockert werden. Darauf verständigte sich am Dienstag die rot-rot-grüne Landesregierung angesichts hoher Infektionszahlen. Der Vorschlag soll noch mit Landtag und Kommunen beraten werden.

Dienstag, 8. Dezember, 12.30 Uhr: Merkels Tipps gegen Kälte im Klassenzimmer: Klatschen und Kniebeugen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Schülern Tipps gegeben, wie sie sich in der Corona-Krise auch in gut durchlüfteten Klassenzimmern warm halten können. "Vielleicht macht man auch mal eine kleine Kniebeuge oder klatscht in die Hände", sagte Merkel im Interview mit dem Radiosender Radyo Metropol FM (Online). Das solle zwar jeder für sich entscheiden. "Nur wenn einem kalt ist, hilft es ja manchmal." Außerdem müssten sich Schüler eventuell etwas Wärmeres zum Anziehen mitbringen.

Die Bundeskanzlerin betonte erneut, wie wichtig das Lüften in Klassenräumen sei, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Luftfilter seien zwar auch gut. Die meisten funktionierten aber auch nur richtig, wenn ausreichend gelüftet werde. "Sonst gibt es die Gefahr, dass man einfach nur die Luft herumwälzt. Davon wird die (Luft) aber noch nicht wieder frisch", so Merkel weiter.

Dienstag, 8. Dezember, 11.30 Uhr: Junge Menschen verstoßen gegen Corona-Maßnahmen in Immenstadt

Die Polizei hat am Montag gegen 18.55 Uhr auf dem Parkplatz eines Verbrauchermarktes in Immenstadt eine Gruppe von sechs Personen im Alter von 17 bis 27 Jahren aufgefunden, die sich dort ohne Maske und Bier trinkend aufhielten. Eine Überprüfung ergab, dass jede dieser Personen aus einem eigenen Hausstand stammte. Die eingesetzten Beamten nahmen Anzeigen gegen alle sechs Personen auf.

Im Rahmen dieser Überprüfung stellte die Streifenbesatzung auf demselben Parkplatz eine weitere Gruppe von fünf Personen festgestellt, die ebenfalls Alkohol konsumierten und keine Masken trugen. Auch diese fünf Personen im Alter zwischen 17 und 18 Jahren stammten jeweils aus einem eigenen Hausstand. Auch sie wurden angezeigt.

Dienstag, 8. Dezember, 10.15: Leopoldina empfiehlt harten Lockdown über die Feiertage

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hält einen harten Lockdown über die Feiertage für sinnvoll. Das gab die Akademie am Dienstagvormittag in einer Ad-hoc-Stellungnahme bekannt. "Trotz des seit Anfang November in Deutschland geltenden Teil-Lockdowns sind die Infektionszahlen auf einem sehr hohen Niveau. Jeden Tag sterben mehrere Hundert Menschen. Die Krankenhäuser und insbesondere das medizinische Personal sind bereits jetzt an ihren Grenzen und die Gesundheitsämter überlastet", schreiben die Wissenschaftler. Sie sehen die Feiertage als großes Risiko für das Infektionsgeschehen. Die Leopoldina schlägt daher ein zweistufiges Vorgehen vor, das unterschiedliche Maßnahmen beinhaltet. Dazu gehören beispielsweise: Kontakte reduzieren, Geschäfte schließen (bis auf den täglichen Bedarf), eine Verlängerung der Weihnachtsferien und ein Verbot von Urlaubsreisen und größeren Zusammenkünften. Weitere Details dazu gibt es hier.

Dienstag, 8. Dezember, 10.10 Uhr: Corona-Pandemie wird in Arztserie "Grey's Anatomy" aufgegriffen

Corona-Kampf in TV-Krankenhaus: Die Schauspielerin Ellen Pompeo empfand es nach eigenen Worten als riesige Verantwortung, in der Fernsehserie "Grey's Anatomy" eine Ärztin während der Corona-Pandemie zu spielen. Was Pflegekräfte und Ärzte aktuell durchmachten, sei sehr ernst, sagte die 51-Jährige in einem Interview von "People"-TV. "Menschen hören bloß von ihnen, oder sehen sie hinter Masken" - ihnen "ein Gesicht zu geben" sei etwas Ernstes gewesen. Die 17. "Grey's Anatomy"-Staffel wird in den USA seit November ausgestrahlt, die Handlung spielt während der Corona-Pandemie. Die Ärztin Meredith Grey, die von Pompeo verkörpert wird, behandelt darin mit ihren Kollegen Covid-19-Patienten.

Dienstag, 8. Dezember, 9.45 Uhr: Corona-Infektionen in den USA - Pandemie breitet sich weiter aus

In den USA breitet sich die Corona-Pandemie weiterhin aus. Am Montag meldeten die Behörden binnen eines Tages 192.299 nachgewiesene Neuinfektionen, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore vom Dienstagmorgen (MEZ) hervorging. Am Freitag war mit 227.885 Neuinfektionen der bislang höchste Wert registriert worden.

Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion binnen 24 Stunden belief sich am Montag auf 1404. Die bislang höchste Zahl war am Donnerstag mit 2879 Toten gemeldet worden.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern rund 14,95 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 283 000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Dienstag, 8. Dezember, 9.25 Uhr: 90-Jährige erhält erste Corona-Impfung in Großbritannien

Eine 90 Jahre alte Frau hat die erste Corona-Impfung in Großbritannien erhalten. Margaret Keenan wurde am Dienstag im Universitätskrankenhaus in Coventry geimpft, wie der britische Gesundheitsdienst NHS mitteilte.

Großbritannien hatte vergangene Woche als erstes Land der Welt dem Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer eine Notfallzulassung für deren Corona-Impfstoff erteilt. Noch in diesem Jahr sollen vier Millionen Impfdosen in dem Land eintreffen - insgesamt hat London 40 Millionen Impfdosen bestellt. In China und Russland sind bereits Produkte heimischer Hersteller im Einsatz.

Bewohner von Pflegeheimen, medizinisches Personal, alte und gesundheitlich gefährdete Menschen sollen als erste geimpft werden. Es handelt sich nach Regierungsangaben um die größte Impfkampagne in der Geschichte Großbritanniens.

"Ich fühle mich so privilegiert, die erste Person zu sein, die gegen Covid-19 geimpft wird", sagte Keenan der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge. Sie freue sich darauf, im neuen Jahr Zeit mit ihrer Familie und Freunden zu verbringen, nachdem sie im laufenden Jahr meistens alleine gewesen sei. Ihre Landsleute rief Keenan dazu auf, sich ebenfalls impfen zu lassen: "Wenn ich sie mit 90 bekommen kann, können Sie es auch."

Dienstag, 8. Dezember, 7.20 Uhr: Viele Menschen sind laut Umfrage an Weihnachten bereit, die Corona-Regeln zu brechen

Viele Menschen finden die Corona-Regeln gut. Daran halten wollen sie sich trotzdem nicht. Woran liegt das? Mehr dazu hier.

Dienstag, 8. Dezember, 6.35 Uhr: Die aktuellen Zahlen für das Allgäu

Weiterhin sind die Inzidenzwerte im Allgäu hoch. Fünf von sieben ausgewiesenen Städten und Landkreisen liegen laut RKI in der dunkelroten Warnstufe. Lediglich Memmingen mit einem 7-Tage Wert von 99,8 und Kempten mit einem Wert von 81,0 stehen bei Rot. Kaufbeuren ist mit 218,5 Corona-Fällen in den letzten sieben Tagen hochgerechnet auf 100.000 Einwohner am stärksten betroffen. Die Zahlen in der Übersicht.

Dienstag, 8. Dezember, 6 Uhr: 14.054 Fälle: Corona-Neuinfektionen leicht über Vorwochenniveau

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt in Deutschland auf hohem Niveau. Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 14.054 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet, wie aus Zahlen des RKI vom Dienstagmorgen hervorgeht. In der Vorwoche waren es am Dienstag 13.604 neue Fälle. Der bisherige Höchststand war am 20. November mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden. Binnen eines Tages sind außerdem 423 neue Todesfälle gemeldet worden. In der Vorwoche lag dieser Wert noch bei 388.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Der bisherige Höchststand von 487 gemeldeten Todesfällen binnen eines Tages wurde am vergangenen Mittwoch erreicht. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 19.342.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1.197.709 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 08.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 881.800 Menschen inzwischen genesen.

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 1,06 (Vortag: 1,10). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 106 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Montag, 7. Dezember 21.40 Uhr: Hof verhängt nächtliche Ausgangssperre ab Dienstag

In der Stadt Hof gilt nicht erst ab Mittwoch, sondern schon von Dienstag an eine nächtliche Ausgangssperre. Wie die Stadt am Montagabend mitteilte, ist dort das Verlassen der eigenen Wohnung in der Zeit zwischen 21.00 und 5.00 Uhr nur aus beruflichen und medizinischen Gründen, zur Begleitung von Kindern oder Sterbenden oder aus "ähnlich gewichtigen und unabweisbaren Gründen" erlaubt.

Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis sieben müssen im Wechsel unterrichtet werden, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht durchgehend eingehalten werden kann. In Kirchen, Synagogen und Moscheen gelte Maskenpflicht. Die Verfügung gilt bis 18. Dezember und soll die Corona-Seuche eindämmen.

Montag, 7. Dezember, 21.30 Uhr: Israels Coronavirus-Kabinett für nächtliche Ausgangsbeschränkungen

Nach einem Anstieg der Infektionszahlen setzt das israelische Coronavirus-Kabinett auf nächtliche Ausgangsbeschränkungen. Die Maßnahme soll ab Mittwoch gelten, wie das Gremium nach Angaben des Büros von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Montagabend beschloss. Weitere Details wurden zunächst nicht genannt.

Medienberichten zufolge sollen die neuen Einschränkungen bis zum 2. Januar dauern und damit unter anderem das jüdische Lichterfest Chanukka und die Weihnachtsfeiertage umfassen. Die Regierung muss den Plänen und Einzelheiten nach einem Bericht der "Jerusalem Post" noch zustimmen. Damit wurde demnach am Dienstag gerechnet.

Montag, 7. Dezember, 21 Uhr: Tschechische Regierung will Notstand bis 11. Januar verlängern

Die tschechische Regierung will den Notstand wegen der Corona-Pandemie bis zum 11. Januar verlängern. Das beschloss das Minderheitskabinett unter Ministerpräsident Andrej Babis am Montag. Die endgültige Entscheidung liegt beim Abgeordnetenhaus, der wichtigeren der beiden Parlamentskammern in Prag. Der Notstand erlaubt es der Regierung, Grundrechte wie die Versammlungsfreiheit einzuschränken. Derzeit gilt, dass sich bis zu zehn Personen in Innenräumen und bis zu 50 im Freien versammeln dürfen.

Montag, 7. Dezember, 20.45 Uhr: Ministerin in Rom positiv auf Corona getestet - Kollegen in Isolation

In Italien ist die Innenministerin nach Regierungsangaben positiv auf das Coronavirus getestet worden. Luciana Lamorgese und zwei Kabinettsmitglieder zogen sich nach dem Resultat, von dem die Politikerin bei einem Regierungstreffen in Rom erfuhr, in Corona-Isolation zurück, wie offiziell mitgeteilt wurde. Außenminister Luigi Di Maio berichtete selbst, er habe sich nach der Runde in freiwillige Heimisolation begeben. Justizminister Alfonso Bonafede tat nach offiziellen Angaben das gleiche. Beide hätten rechts und links von Lamorgese gesessen, hieß es.

Montag, 7. Dezember, 20.15 Uhr: Tschechische Regierung will Notstand bis 11. Januar verlängern

Die tschechische Regierung will den Notstand wegen der Corona-Pandemie bis zum 11. Januar verlängern. Das beschloss das Minderheitskabinett unter Ministerpräsident Andrej Babis am Montag. Die endgültige Entscheidung liegt beim Abgeordnetenhaus, der wichtigeren der beiden Parlamentskammern in Prag. Der Notstand erlaubt es der Regierung, Grundrechte wie die Versammlungsfreiheit einzuschränken. Derzeit gilt, dass sich bis zu zehn Personen in Innenräumen und bis zu 50 im Freien versammeln dürfen.

Montag, 7. Dezember, 20.10 Uhr: So liefen die Masken-Kontrollen der Polizei im Allgäu bisher

Am Montag kontrollierten Polizisten im ganzen Allgäu, ob die Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen und im ÖPNV eingehalten wird. Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West zieht eine erste Zwischenbilanz.

Montag, 7. Dezember, 18.25 Uhr: Polizei erwischt 40 Menschen bei illegaler Swingerparty

In Karlsruhe hat die Polizei eine illegale Sexparty aufgelöst. Die rund 40 Teilnehmer waren nicht nur "sehr spärlich" bekleidet, sondern auch ohne Maske.

Montag, 7. Dezember, 18.15 Uhr: Kontrollaktion in ganz Bayern: Maskenpflicht weitgehend eingehalten

Polizei und Betreiber öffentlicher Verkehrsmittel haben im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages auch in ganz Bayern die Maskenpflicht zum Schutz vor der Verbreitung des Coronavirus überwacht. "Die meisten halten sich vorbildlich an die Maskenpflicht", sagte Innenminister Joachim Herrmann am Montag in München, wo er sich mit Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (beide CSU) ein Bild von den Kontrollen machte. "Es gibt aber leider immer wieder den ein oder anderen, der leichtfertig oder gar absichtlich ohne Mund-Nasen-Bedeckung unterwegs ist."

Bis zum Mittag seien bei der Kontrollaktion, die sich vor allem auf den öffentlichen Personenverkehr und stark besuchte öffentliche Plätze, auf denen eine Maskenpflicht gilt, konzentrierte, bereits etwa 700 Verstöße festgestellt worden.

Montag, 7. Dezember, 18 Uhr: 41 Corona-Fälle in Fleischbetrieb in Bayern

Wieder Corona-Infektionen in einem Fleischbetrieb: Bei der Bayernfleisch GmbH in Traunstein sind dem Landratsamt Traunstein zufolge 41 Beschäftigte positiv auf das Virus getestet worden. Nach betriebsinternen Antigen-Schnelltests seien die Ergebnisse durch PCR-Tests bestätigt worden, teilte das Landratsamt am Montag mit.

Montag, 7. Dezember, 17.30 Uhr: Österreichs Handel nach Lockdown wieder offen - Interesse an Massentest mau

Österreichs Geschäfte haben am Montag bei der Wiedereröffnung nach dreiwöchigem Corona-Lockdown regen Kundenandrang verzeichnet. Der Zuspruch auf die Corona-Massentests ist jedoch gering. Bundeskanzler Sebastian Kurz ging mit gutem Beispiel voran und ließ sich selbst testen.

Montag, 7. Dezember, 17 Uhr: Folgt auf die Corona-Krise die Pleitewelle? Insolvenzzahlen 2020

Die Pleitewelle ist trotz Corona-Krise bislang ausgeblieben. Mehr noch: Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen sank in den vergangenen Monaten sogar. Staatliche Hilfsmilliarden und Ausnahmeregelungen entspannten die Lage in der Pandemie. An diesem Dienstag (10.30 Uhr) veröffentlicht die Wirtschaftsauskunftei Creditreform auf Basis der Zahlen bis einschließlich November ihre Hochrechnung zu den Unternehmenspleiten in Deutschland im Gesamtjahr 2020.

Montag, 7. Dezember, 16.25 Uhr: Merkel: Vor Weihnachten über zusätzliche Corona-Maßnahmen entscheiden

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hält angesichts der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen Entscheidungen über weitergehende Maßnahmen noch vor Weihnachten für nötig. Gegenwärtig werde ihr zu viel über Glühweinstände gesprochen und zu wenig über die Krankenschwestern und Pflegekräfte, die unter Hochdruck und mit großem Einsatz auf den Intensivstationen und in den Pflegeheimen arbeiten müssten, sagte Merkel am Montag nach Angaben von Sitzungsteilnehmern in einer Video-Sitzung der Unionsfraktion.

Mit den bisher ergriffenen Maßnahmen komme man von den auf einem viel zu hohen Niveau stagnierenden Infektionszahlen nicht herunter, sagte Merkel demnach weiter. Das heiße, man werde den Winter nicht ohne zusätzliche Maßnahmen durchstehen können. Nun müsse die Diskussion darüber geführt werden, wie man wo was tun müsse. Dies müsse noch vor Weihnachten entschieden werden. Man dürfe nicht auf das Prinzip Hoffnung setzen, dass die seit einigen Tagen wieder steigenden Zahlen heruntergehen würden.

Montag, 7. Dezember, 15.30 Uhr: Österreichs Handel öffnet nach Lockdown - Interesse an Massentest mau

Österreichs Geschäfte haben am Montag bei der Wiedereröffnung nach dreiwöchigem Corona-Lockdown regen Kundenandrang verzeichnet. Einkaufsstraßen und Shopping-Center von Bregenz bis Wien waren bis zum Nachmittag stark besucht, die befürchtete Überfüllung blieb jedoch aus, wie Medien von mehreren Orten berichteten.

Angesichts des bisher eher verhaltenen Zuspruchs bei den Corona-Massentests ließ sich Kanzler Sebastian Kurz am Montag demonstrativ selbst testen. "Ich bitte die Bevölkerung mitzumachen", sagte der Regierungschef nach seinem negativen Testergebnis. "Besser eine halbe Stunde Zeitaufwand für den Test, als Wochen im Lockdown zu verbringen." Um die Hürden niedriger zu machen, sei an einem Standort in Wien bis zum Ende der Aktion am 13. Dezember gar keine Anmeldung mehr nötig. Ein wesentliches Ergebnis sei bisher, dass insgesamt 1.000 Infizierte gefunden worden seien, so Kurz.

Montag, 7. Dezember, 13.40 Uhr: Großbritannien bereitet sich auf erste Corona-Impfungen vor

In Großbritannien sollen an diesem Dienstag die ersten Menschen gegen Corona geimpft werden. Vor dem Start laufen die Vorbereitungen in mehreren Dutzend Krankenhäusern auf Hochtouren. Am Wochenende kamen - unter anderem in einem Krankenhaus im Süden von London - Boxen mit den ersten Impfdosen an. Das Vakzin von Biontech und Pfizer stellt die Behörden vor eine logistische Herausforderung, da es bei minus 70 Grad Celsius gekühlt werden muss. Die britische Regierung will das in Belgien produzierte Präparat notfalls mit Militärflugzeugen einfliegen, damit es nicht im befürchteten Brexit-Verkehrschaos stecken bleibt.

Ab Dienstag - vom britischen Gesundheitsminister bereits euphorisch als "V-Day" (V für "Vaccination", auf deutsch: "Impfung") bezeichnet - sollen zunächst Über-80-Jährige, Mitarbeiter in Pflegeheimen sowie besonders gefährdetes medizinisches Personal geimpft werden. Geimpfte erhalten eine Impfkarte als Nachweis, die gleichzeitig als Erinnerung an den zweiten Impftermin rund drei Wochen nach dem ersten erinnern soll. Für den Großteil der Bevölkerung werde es jedoch noch weit bis ins neue Jahr dauern, bis sie geimpft werden könne, hieß es vom nationalen Gesundheitsdienst NHS. Größere Impfzentren - etwa in Fußballstadien - sollen erst eröffnet werden, wenn größere Mengen des Impfstoffs zur Verfügung stehen.

Montag, 7. Dezember, 13.10 Uhr: Altmaier: Bisherige Corona-Maßnahmen reichen nicht aus

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hält die bisherigen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus für nicht ausreichend. Altmaier sagte am Montag mit Blick auf die anhaltend hohen Infektionszahlen, man werde in den nächsten Tagen und Wochen sehr intensive Beratungen führen müssen. Die Entwicklung der Zahlen sei "weit hinter unseren Erwartungen zurück", sagte Altmaier. "Man wird sagen können und sagen müssen, dass unsere bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen, um die zweite Infektionswelle wirklich zu brechen." Der Minister äußerte sich in Berlin vor einer Videokonferenz der für Telekommunikation zuständigen EU-Minister.

Politiker von Bund und Ländern hatten bereits härtere Beschränkungen für Hotspots mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen gefordert. Das bayerische Kabinett hatte am Sonntag neue Maßnahmen beschlossen. Auch ein weiteres Treffen von Bund und Ländern noch vor Weihnachten steht im Raum. Bislang ist eine neue Ministerpräsidentenkonferenz für den 4. Januar geplant.

Montag, 7. Dezember, 12.22 Uhr: Stadt Kaufbeuren und Bundeswehr sagen Neujahrsempfang ab

Traditionell richten Bundeswehr und Stadt Kaufbeuren im Januar jedes Jahr einen Neujahrsempfang aus. Oberst Martin Langer und Oberbürgermeister Stefan Bosse haben in einer Pressemitteilung nun mitgeteilt, dass im kommenden Januar 2021 wegen der aktuellen Corona-Pandemie kein Neujahrsempfang stattfinden wird.

Oberst und OB hoffen, im weiteren Jahresverlauf "dieses beliebte Netzwerktreffen nachholen zu können", heißt es weiter. Man denke dabei an einen Sommerempfang.

Montag, 7. Dezember, 11.45 Uhr: Sachsen will Corona-Regeln weiter verschärfen

Sachsen erwägt angesichts hoher Corona-Infektionszahlen weitere Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Weitere Maßnahmen seien erforderlich, deswegen werde sie es auch geben, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Montag nach einem Gespräch mit den Industrie- und Handelskammern sowie den Handwerkskammern in Dresden. Konkrete Schritte würden aber zunächst im Kabinett und Parlament sowie im Einvernehmen mit der kommunalen Ebene und der Wirtschaft beraten.

"Die Zahlen haben sich anders entwickelt, als es notwendig ist", betonte der Regierungschef. Deshalb müsse man handeln, um die medizinische Versorgung zu sichern. Laut Kretschmer sollen die Maßnahmen für alle Bürger kalkulierbar sein und mit einem entsprechenden Vorlauf verkündet werden. Man müsse über Schule und Kindergärten sprechen, möglicherweise auch über andere Punkte, sagte Kretschmer. Als Beispiel nannte er Pflegeheime. Für Besuche könnte fortan ein Schnelltest die Voraussetzung sein.

Montag, 7. Dezember, 10.10 Uhr: Söder verteidigt Verschärfungen in Bayern: Wir müssen handeln

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die geplanten Verschärfungen der Corona-Maßnahmen für sein Bundesland verteidigt. "Es ist nicht das, was wir uns wünschen, aber wir müssen das tun, was notwendig ist", sagte Söder am Montag im ARD-"Morgenmagazin". Schließlich sinke die Zahl der Neuinfektionen einfach nicht - es gebe aber immer mehr Todesfälle. "Das können wir einfach so nicht akzeptieren, deswegen müssen wir handeln", so Söder weiter.

Wegen der anhaltend hohen Corona-Zahlen ruft Bayern ab dem 9. Dezember erneut den Katastrophenfall aus. Das beschloss das Kabinett bei einer Sondersitzung am Sonntag in München. Am Dienstag soll der Landtag noch darüber abstimmen.

Unter anderem gelten dann strengere Regeln in Schulen: so sollen etwa ab Klassenstufe acht die Klassen überall geteilt werden und in Wechselunterricht übergehen. Zudem kippt Bayern die bisher für Silvester geplanten Lockerungen - und führt eine nächtliche Ausgangssperre für alle Städte und Kreise mit einer Inzidenz von mehr als 200 Corona-Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner ein.

Montag, 7. Dezember, 9.55 Uhr: Forderungen nach bundesweiten härteren Maßnahmen in Corona-Hotspots

Fünf Wochen ist das Land nun im Teil-Lockdown, die Infektionszahlen bleiben hoch. Die Rufe nach nochmals schärferen Regeln für Hotspots werden lauter. Weitere Bundesländer denken über strengere Regeln zu Silvester nach, die Bundesregierung spricht sich zudem für schärfere Regeln in Hotspots aus. Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) mahnte: "Eines ist doch klar: Wir dürfen kein Risiko eingehen, auch nicht an Silvester." Wie es bundesweit weitergehen könnte.

Indes bekräftigte Kanzleramtschef Helge Braun, zu Beginn des neuen Jahres mit den Corona-Impfungen starten zu wollen.

Montag, 7. Dezember, 8.45 Uhr: Sarah Wiener nach Corona: Erschöpfung dauert bis heute an

Die deutsch-österreichische Fernsehköchin Sarah Wiener (58) kann die Vorgaben der Politik, Restaurants im Teil-Lockdown zu schließen, verstehen. "Natürlich sind die Maßnahmen nachvollziehbar, und es müssen auch Entscheidungen getroffen werden. Aber ich kann auch den Ärger der Leute nachvollziehen, deren Existenz ruiniert ist", sagte Wiener der Deutschen Presse-Agentur.

Die Gastronomin, die für die österreichischen Grünen im Europaparlament sitzt, musste im Juli für drei ihrer Betriebe in Berlin Insolvenz anmelden. "Unternehmerisch war es eine sinnvolle Entscheidung, seelisch ist es natürlich schwierig", erklärte Wiener nun mit etwas Distanz.

Im Herbst erkrankte die 58-Jährige außerdem selbst an Corona. "Wenn es damals noch etwas schlimmer geworden wäre, hätte ich ins Krankenhaus gemusst. Dazu kamen Husten und eine Erschöpfung, die teilweise bis heute andauert."

Wiener wurde während der vergangenen Monate von einem Kamerateam begleitet. Der Pay-TV-Sender Sky zeigt die Episode der Dokureihe "Her Story" am Dienstag ab 21.50 Uhr.

Montag, 7. Dezember, 8 Uhr: Österreich lockert Lockdown - Einzelhandel wieder offen

In Österreich dürfen nach dreiwöchiger Corona-Zwangspause am Montag wieder alle Geschäfte öffnen. Auch Friseure können wieder Kunden bedienen. Hygienerichtlinien wie die Maskenpflicht gelten weiterhin. Von der Öffnung sind Hotels und Gastronomie ausgenommen. Beherbergungsbetriebe und Restaurants dürfen erst am 7. Januar wieder Gäste empfangen.

Dank des Lockdowns hatte sich die Zahl der durchschnittlichen täglichen Neuansteckungen in Österreich halbiert. Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz sank von 522 auf 263 pro 100 000 Einwohner. Das ist allerdings noch deutlich über dem aktuellen deutschen Wert von zuletzt 142.

Montag, 7. Dezember, 7.15 Uhr: Das sind die 7-Tages-Inzidenzwerte im Allgäu

Erneut steht Kaufbeuren an erster Stelle im Corona-Negativ-Ranking. Mit einem 7-Tages Inzidenzwert von 223,0 ist die Wertachstadt laut RKI zur Zeit am stärksten betroffen. Deshalb droht eine Ausgangssperre. Kempten dagegen bleibt auch am Montag unter der Warnstufe Dunkelrot. Unsere Übersicht.

Montag, 7. Dezember, 6.30 Uhr: Wo die Polizei heute die Maskenpflicht im Allgäu kontrollieren will

Von 7 Uhr bis 22 Uhr wollen die Beamten im Allgäu Bus- und Bahnreisende kontrollieren, ob sie eine Maske tragen - und ob der sogenannte Mund-Nasen-Schutz richtig sitzt, sagt ein Polizeisprecher zur Allgäuer Zeitung. Besonders Strecken, die von vielen Menschen genutzt werden, stehen im Visier der Ermittler: Buchloe nach München zum Beispiel. Oder Kempten und Kaufbeuren.

Doch es gibt auch eine Neuerung gegenüber den vergangenen Kontrollen. Jetzt prüft die Polizei auch im Freien, ob die Maskenpflicht eingehalten wird.

Montag, 7. Dezember, 5.45 Uhr: 12.332 neue Fälle: Corona-Neuinfektionen über Vorwochenwert

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt auf hohem Niveau, auch wenn die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) zum Wochenstart wieder vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet haben. Innerhalb eines Tages wurden 12.332 neue Fälle übermittelt, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Das sind über 1.000 Fälle mehr als am vergangenen Montag, als die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 11.168 lag. Der bisherige Rekord war am 20. November mit 23.648 Fällen erreicht worden. An Sonntagen und Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Die deutschen Gesundheitsämter meldeten zudem 147 neue Todesfälle binnen 24 Stunden. Vor genau einer Woche hatte dieser Wert bei 125 gelegen. Der bisherige Höchststand von 487 Todesfällen war am vergangenen Mittwoch erreicht worden. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 18.919.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1.183.655 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 07.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 863.300 Menschen inzwischen genesen.

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,10 (Vortag: 1,10). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 110 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

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