Allgäuer  Hochschulmesse

Die erste digitale Allgäuer Hochschulmesse ist ein "voller Erfolg"

Hochschule Infotag

Aktion auch ohne reale Zuschauer in der „Digitalen Fabrik“. Professor Dirk Jacob demonstriert die Funktion eine Kuka-Roboters und erklärt, was im Studiengang System Engineering alles möglich ist.

Bild: Ralf Lienert

Aktion auch ohne reale Zuschauer in der „Digitalen Fabrik“. Professor Dirk Jacob demonstriert die Funktion eine Kuka-Roboters und erklärt, was im Studiengang System Engineering alles möglich ist.

Bild: Ralf Lienert

Besucher konnten die Video-Vorträge aus aus den Laboren anklicken. Warum Präsident Wolfgang Hauke trotz der Herausforderung von einem "vollen Erfolg" spricht.
22.04.2021 | Stand: 10:33 Uhr

Normalerweise drängen sich bei der Allgäuer Hochschulmesse Tausende junger Menschen durch die Hörsäle, Labore und Seminarräume. Heuer war niemand auf dem Campus zu sehen. Denn die 22. Auflage dieses Studieninformationstages, der mit einer Firmenkontaktmesse gekoppelt ist, fand wegen der Corona-Pandemie digital statt.

Wie viele Besucher sich letztendlich in die angebotenen Vorträge und zu den virtuellen Standen der rund 100 Firmen reingeklickt haben, konnten die Verantwortlichen am Mittwochabend noch nicht sagen. Aber der Präsident der Hochschule Kempten, Professor Dr. Wolfgang Hauke, sprach am Ende von einem „vollen Erfolg“.

Allgäuer Hochschulmesse fand zum ersten Mal digital statt: Präsident Hauke spricht von "vollem Erfolg"

Ein Beleg dafür, dass die Allgäuer Hochschulmesse auch in ihrer digitalen Form gut angenommen worden wurde, ist laut Hauke die große Zahl der „Matches“, die schon im Vorfeld ausgemacht worden sind. In der Sprache des Internets sind Matches Verabredungen, um sich dann an einem bestimmten Termin zusammenzuschalten – in diesem Fall im Laufe des Mittwochs. Auf diese Weise kamen dann viele sogenannte Video-Dates zustande. Zum Beispiel auch bei der AOK Kempten-Oberallgäu-Lindau, die mit einem virtuellen Stand vertreten war.

Ausbildungsleiterin Sophia Heinke freute sich, dass technisch alles geklappt hat: „Wir sind von der Hochschule sehr gut betreut worden.“ Die AOK hatte eine Praxissemesterstelle ausgeschrieben für den Fachbereich Hilfsmittel und betriebliches Gesundheits-Management. Bei den Video-Schaltungen mit Interessenten seien viele Kandidatinnen und Kandidaten dabeigewesen, sagt Sophia Heinke. Jetzt würden die Bewerbungen in aller Ruhe gesichtet. (Lesen Sie auch: Heimspiel für Jugendliche: 9.000 Besucher klickten sich bei digitaler Lehrstellenbörse rein)

Früher voller Menschen bei Hochschulmessen – am Mittwoch wegen Corona gesperrt: die Räume auf dem Kemptener Campus.
Früher voller Menschen bei Hochschulmessen – am Mittwoch wegen Corona gesperrt: die Räume auf dem Kemptener Campus.
Bild: Ralf Lienert

Ein bisschen was hängen bleiben von der digitalen Messe wird 2022

Apropos gesichtet: „Natürlich ist es besser, wenn man auf solchen Kennenlern-Messen mit den Besuchern von Angesicht zu Angesicht sprechen kann“, weiß Sophia Heinke von früheren Veranstaltungen. Deshalb freut sie sich auch darauf, im nächsten Jahr wieder auf der Allgäuer Hochschulmesse im herkömmlichen Präsentformat mit den jungen Menschen ins Gespräch zu kommen.

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Ein bisschen was hängen bleiben von der digitalen Messe wird 2022 aber auf jeden Fall, selbst wenn diese Kombination aus Studieninformationstag und Firmenkontaktmesse wieder auf dem Campus über die Bühne gehen kann. Schon allein deshalb, weil die junge Generation digitale Formate kennt und nutzt. So kann sich Hochschul-Präsident Hauke vorstellen, dass es im kommenden Jahr eine hybride Veranstaltung gibt mit Besuchern auf dem Gelände und zusätzlich etwa Video-Übertragungen von Vorträgen: „Sicherlich werden auch bei zukünftigen Hochschulmessen virtuelle Bestandteile zur Ergänzung erhalten bleiben“, sagte Hauke am Mittwochabend. (Lesen Sie auch: Mehr Studenten der Hochschule Kempten denken ans Aufhören)

Ohne Computer geht heute auch nichts mehr im „Labor Bauelemente und Schaltungstechnik“, wo Professor Dr. Jörg Vollrath referiert.
Ohne Computer geht heute auch nichts mehr im „Labor Bauelemente und Schaltungstechnik“, wo Professor Dr. Jörg Vollrath referiert.
Bild: Ralf Lienert

Besucher konnten die Video-Vorträge aus aus den Laboren anklicken

Heuer hatte es auch eine ganze Menge an Vorträgen gegeben, um den Messe-Besuchern per Video zu zeigen, wie es vor allem in den Laboren der technischen Fakultäten zugeht. So zeigte zum Beispiel in der Fakultät Elektrotechnik Professor Dirk Jacob in der „digitalen Fabrik“, was ein Kuka-Roboter alles kann. Oder Professor Jörg Vollrath: Er demonstrierte zweimal an diesem Tag, was im „Wittenstein-Labor für Mechatronik“ alles geboten ist. Normalerweise scharen sich bei solchen Vorführungen immer viele staunende Besucher um die Dozenten. Diesmal war es aber sehr einsam um die Professoren, die allein in den Laboren agierten.

„Nur Gutes sagen“ über den ersten digitalen Hochschultag in Kempten konnte auch Cara Probst-eder, die Vorsitzende der Studierendenvertretung. Sie studiert im 8. Semester Tourismus-Management uns saß während der Messe im virtuellen „Campus-Café“. In den Chats erkundigten sich viele Schüler um das Drumherum bei Studieren in Kempten: Welche Fachgebiete gibt es? Wie ist die Wohnsituation in der Stadt? Welche Vorkenntnisse sind für welchen Studiengang nötig?

Wer am Mittwoch keine Gelegenheit hatte für einen virtuellen Besuch der Hochschulmesse, kann dies nachholen. Alle Angebote stehen noch einige Tage im Netz unter www.allgaeuer-hochschulmesse.de

Livebesuch bei der Video-Vorlesung im „Wittenstein-Labor für Mechatronik“: Professor Holger Arndt führt in die Materie ein.
Livebesuch bei der Video-Vorlesung im „Wittenstein-Labor für Mechatronik“: Professor Holger Arndt führt in die Materie ein.
Bild: Ralf Lienert

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