Fußball-Regionalliga

Diese Baustellen hat der FC Memmingen

Beim FC Memmingen steht mit dem Bau des Multifunktionsgebäudes bald eine Großbaustelle an. Zuvor muss sich Trainer Esad Kahric aber vor allem um sportliche Baustellen kümmern.

Beim FC Memmingen steht mit dem Bau des Multifunktionsgebäudes bald eine Großbaustelle an. Zuvor muss sich Trainer Esad Kahric aber vor allem um sportliche Baustellen kümmern.

Bild: Kurt Kraus

Beim FC Memmingen steht mit dem Bau des Multifunktionsgebäudes bald eine Großbaustelle an. Zuvor muss sich Trainer Esad Kahric aber vor allem um sportliche Baustellen kümmern.

Bild: Kurt Kraus

Bevor beim FC Memmingen das Großprojekt Funktionsgebäude ansteht, gibt es sportlich noch einiges zu reparieren. Zum Beispiel im Derby gegen Illertissen.
##alternative##
Von Andreas Schales
29.07.2021 | Stand: 17:46 Uhr

Voraussichtlich noch im Herbst können die Bagger in der Memminger Arena anrollen. Das Votum der Mitglieder in einer Versammlung Anfang August vorausgesetzt, will der FC Memmingen sein seit zweieinhalb Jahren geplantes Multifunktionsgebäude in die Tat umsetzen. Der Bauausschuss des Memminger Stadtrats gab für das Millionenprojekt in dieser Woche grünes Licht. Weil der FCM das Projekt mit Sponsoren schultert, sprach Stadtrat Michael Hartge (ÖDP) von einem Musterbeispiel „im Trend der Zeit“ auch für andere Vereine.

Grünes Licht für den Bau des Multifunktionsgebäudes

Doch bevor das Stadion zur Großbaustelle wird, hat Trainer Esad Kahric einige sportliche Baustellen zu bewältigen. Vor dem Nachbarschaftsduell in der Regionalliga am Freitag (19.30 Uhr) gegen den FV Illertissen ist der FC Memmingen noch ohne Sieg. „Die individuellen Fehler müssen wir schnell abstellen“, sagt Kahric. Für den Lernprozess der jungen Spieler in seinem Kader gebe es eigentlich keine Zeit.

Unterschiedliche Formationen in der FCM-Abwehr

Mit den englischen Wochen geht es Schlag auf Schlag, Platz für Experimente bleibt nicht. In der Abwehr waren bei den bisherigen drei Auftritten Dreier-, Vierer- und auch Fünferkette in wechselnder Besetzung zu beobachten. Wer Kahric kennt, weiß, dass dies für ihn die größte Baustelle ist. Wer hinten sicher steht, hat’s vorne leichter - das war immer die Trainerdevise in der Karriere des 61-Jährigen.

Gut gerüstet sieht sich Kahric in Sachen Fitness und Kondition: „In allen drei Begegnungen habe ich beim Gegner am Schluss Krämpfe beobachtet. Wir dagegen konnten immer noch zulegen“.

FC Memmingen zeigt in der Regionalliga bisher zwei Gesichter

Beim 2:3 in Eichstätt musste lediglich Martin Dausch nach einer Stunde wegen muskulärer Probleme runter, „aber er hat ja auch eine Zusatzbelastung mit seiner Baustelle zuhause“. Dausch baut gerade ein Haus. Dennoch war der 35-jährige bislang der Torgarant, traf in jeder Begegnung. Der Torerfolg des jungen Emirhan Baysal zuletzt macht Mut, dass sich hier ein weiterer torgefährlicher Stürmer entwickelt. Körperlich bringt der 19-jährige aus dem eigenen Nachwuchs alle Qualitäten mit.

Lesen Sie auch
##alternative##
Fußball-Regionalliga

Der FC Memmingen schenkt erneut den Sieg her

Ein Hauptproblem sind die verschiedenen Halbzeiten, die der FC Memmingen bislang auf den Platz bringt. Im ersten Durchgang Flop, im zweiten top – allerdings nicht ohne Fehler zwischendurch, sonst wäre mehr Zählbares als ein Punkt gegen Eltersdorf drin gewesen.

Wiedersehen mit einigen ehemaligen FCM-Spielern

Der nächste Bauabschnitt auf dem Weg zum Klassenerhalt ist der FV Illertissen, der eine ganze Reihe Ex-Memminger in seinen Reihen hat: Philipp Boyer, Fabian Rupp, Lukas Rietzler, Torhüter Felix Thiel und den Japaner Natsuhiko Watanabe, der allerdings verletzt fehlen wird. Seine frisch verpflichteten japanischen Landsleute Goson Sakai und Kento Teranuma sind dabei.

Auf der Gegenseite sind mit Gabriel Galinec und Pascal Maier nur zwei ehemalige llertisser zu finden. FVI-Trainer Marc Konrad sagt: „In gewisser Weise stehen die Memminger mit dem Rücken zur Wand. Sie haben eine ordentliche Mannschaft und mit den Ex-Profis Martin Dausch und Timo Gebhart zwei absolute Führungsspieler“.

Abseits des Sportplatzes haben die Memminger mit der Diskussion um Zuschauerbeschränkung noch eine unliebsame Baustelle. Auch in dieser Woche ärgern die Bilder aus anderen Regionalliga-Stadien den FCM-Präsidenten Armin Buchmann: Keine Masken, keine Abstände, keine Kontrollen. Das alles werde in Memmingen derzeit übererfüllt und doch seien keine Lockerungen drin.

FCM-Präsident Armin Buchmann hadert weiter mit den Zuschauerbeschränkungen

Anderswo sind bis zu 1500 Fans erlaubt. Selbst im kleineren Vöhlin-Stadion in Illertissen dürfen nächste Woche gegen den FC Bayern München II 800 Fans rein. In der Memminger Arena werden es nächsten Dienstag und auch gegen Illertissen am Freitag maximal nur 625 sein. Zumindest kann der FCM für das Bayern-Spiel schon „ausverkauft“ melden. Für das Illertissen-Spiel gibt es noch ein paar Karten im Vorverkauf. Die Abendkassen bleiben bis auf Weiteres geschlossen.