Kommentar

Diskussion um Corona-Impfung bei Kindern: Es gibt Grenzen

Zum Thema Impfen von Kindern gehen die Meinungen weit auseinander. Aber es gibt Grenzen.

Zum Thema Impfen von Kindern gehen die Meinungen weit auseinander. Aber es gibt Grenzen.

Bild: Christian Charisius, dpa (Symbolbild)

Zum Thema Impfen von Kindern gehen die Meinungen weit auseinander. Aber es gibt Grenzen.

Bild: Christian Charisius, dpa (Symbolbild)

Unsere Autorin findet: Unterschiedliche Meinungen müssen erlaubt sein. Beleidigungen und Beschimpfungen können aber nicht das Mittel der Wahl sein.
12.08.2021 | Stand: 19:00 Uhr

Impfen ist ein emotionales Thema – vor allem, wenn es um Kinder geht. Hier unterschiedliche Meinungen zu vertreten, muss erlaubt sein. Dass der Leiter des Impfzentrums fragt, ob eine Person, die keine Kinder impfen möchte, gerade in einem Impfzentrum an der richtigen Stelle ist und ihr nahe legt, sich vorerst nicht mehr in den Dienstplan einzutragen, kann man als folgerichtig oder absolut falsch bezeichnen. Es sei niemandem untersagt, seine Meinung laut und deutlich zu äußern. Aber es gibt Grenzen.

Erst denken, dann reden

Dass ein Mensch um die Sicherheit seiner Familie fürchtet, weil er eine bestimmte Haltung vertritt, kann niemals richtig sein. Zumal mit Beleidigungen und Beschimpfungen keinem geholfen ist. Zu einem konstruktiven Austausch und zur Lösung eines Problems trägt man so jedenfalls nicht bei. Dreimal tief durchatmen und sich überlegen, was die eigenen Worte bewirken, anstatt blindlings drauflos zu wüten: Das wäre bei dem einen oder anderen bitter nötig.

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