Brief-Affäre

DOSB-Vorstände belasten scheidende Chefs Alfons Hörmann und Veronika Rücker

Der scheidende DOSB-Präsident Alfons Hörmann steht in der Kritik.

Der scheidende DOSB-Präsident Alfons Hörmann steht in der Kritik.

Bild: Ralf Lienert (Archivbild)

Der scheidende DOSB-Präsident Alfons Hörmann steht in der Kritik.

Bild: Ralf Lienert (Archivbild)

In der Brief-Affäre beim DOSB haben drei Vorstandsmitglieder die scheidenden Spitzenfunktionäre Alfons Hörmann und Veronika Rücker belastet.
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dpa
13.11.2021 | Stand: 13:27 Uhr

Demnach haben der DOSB-Präsident und die Vorstandsvorsitzende des Dachverbandes mit ihrem juristischen Vorgehen gegen das frühere Vorstandsmitglied Karin Fehres gegen einen gemeinsamen Beschluss des Vorstands gehandelt. Das geht aus einem Schreiben von Leistungssport-Vorstand Dirk Schimmelpfennig, Finanzvorstand Thomas Arnold und Sportjugend-Geschäftsführerin Christina Gassner an die Mitarbeiter des Deutschen Olympischen Sportbundes hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

"Den gesamten Vorgang bedauern wir zutiefst", heißt es in der Stellungnahme. Auslöser der Turbulenzen beim DOSB waren anonym veröffentlichte Beschwerden von Mitarbeitern über eine "Kultur der Angst" in der Verbandszentrale. Zuletzt war bekanntgeworden, dass Rücker und Hörmann unter Androhung einer Strafanzeige und Zivilklage Fehres aufgefordert hatten, sich als Verfasserin der anonymen Mail vom 6. Mail zu bekennen. Fehres hatte dies als "absurd und haltlos" zurückgewiesen.

(Lesen Sie auch: Nach Anschuldigungen aus den eigenen Reihen: DOSB-Präsident Hörmann vermutet Intrige)

Hörmann und Rücker waren wegen ihres Vorgehens in die Kritik geraten, mehrere Teilorganisationen des DOSB stellten sich auf die Seite von Fehres. Zwar verteidigten beide in einer gemeinsamen Stellungnahme ihr Handeln, dennoch wird Rücker ihr Amt nun zum Jahresende aufgeben. Hörmann hatte schon vorher seinen Rücktritt angekündigt, ein neuer DOSB-Präsident wird am 4. Dezember in Weimar gewählt.

Die Vorstände begrüßten die Klarstellung von Hörmann und Rücker in der Brief-Affäre. Sie seien "nicht oder nicht vollständig informiert sowie in wesentliche Entscheidungen nicht eingebunden" gewesen. Der Inhalt des Anwaltsschreibens an Fehres sei "mit keinem von uns abgestimmt" gewesen, betonen Schimmelpfennig, Arnold und Gassner.

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Deutscher Olympischer Sportbund

Chronologie der Brief-Affäre um eine "Kultur der Angst" im DOSB

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