Capsbee

Ein Hut als Flugscheibe: Vier Allgäuer bringen die "Capsbee" auf den Markt - Gefangen wird mit dem Kopf

Die „Capsbee“ wird wie eine Frisbee geworfen - und dem Kopf gefangen.

Die „Capsbee“ wird wie eine Frisbee geworfen - und dem Kopf gefangen.

Bild: Linus Reulein

Die „Capsbee“ wird wie eine Frisbee geworfen - und dem Kopf gefangen.

Bild: Linus Reulein

Vier Memminger erfinden eine Flugscheibe, die mit dem Kopf gefangen und obendrein getragen werden kann. Mit dem neuen Produkt haben sie noch viel vor.
22.04.2021 | Stand: 18:00 Uhr

Hut ab vor jedem Wurf: Mit einer bemerkenswerten Erfindung wollen vier Freunde aus Memmingen Freizeitsportler aus aller Welt begeistern. Sie haben eine Hut kreiert, der nicht nur getragen, sondern wie eine Flugscheibe geworfen - und mit dem Kopf gefangen werden kann. Die „Capsbee“ fliegt bis zu 30 Meter weit.

Vorbestellungen für das neue Flugobjekt aus dem Allgäu sind seit Donnerstag auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo möglich. Mit Spannung verfolgen die Macher hinter dem fliegenden Hut, wie ihre Erfindung nun beim Publikum ankommt. Monatelang haben Alexander Bohn (54), Matthias Klein (50), Matthias Machunze (25) und Linus Reulein (24) an ihrem Produkt getüftelt. Die „Capsbee“ wurde optimiert und patentiert. Mit einer Homepage (www.capsbee.de) und Social-Media-Aktivitäten wurde ihr zudem auch marketingmäßig der Weg geebnet.

Vier Freunde aus Memmingen starten mit ihrer Erfindung durch: "Capsbee" ist ein Hut, mit den man nicht nur tragen, sondern mit dem man auch Frisbee spielen kann.
Vier Freunde aus Memmingen starten mit ihrer Erfindung durch: "Capsbee" ist ein Hut, mit den man nicht nur tragen, sondern mit dem man auch Frisbee spielen kann.
Bild: Linus Reulein

Das Quartett hat alles in der Freizeit gestemmt, jeder im Team ist in einer anderen Branche berufstätig. „Wir haben in den vergangenen Monaten alle Höhen und Tiefen einer Start-Up-Gründung mitgemacht. Von Spaß bis Stress war alles dabei. Umso mehr freuen wir uns jetzt, dass es losgeht“, sagt Matthias Klein, der für Organisation und Produktentwicklung innerhalb des Vierer-Teams zuständig ist.

Die Idee zur Capsbee entstand 2017 bei einem Urlaub am Gardasee. Klein und ein Kumpel entdeckten, dass man einen nassen Sonnenhut wie eine Frisbee verwenden kann. „Das kam auch bei anderen Urlaubern super an und brachte völlig unterschiedliche Menschen jeder Altersgruppe zusammen“, erinnert er sich schmunzelnd.

Während des ersten Lockdowns in der Corona-Pandemie, im März 2020, wurde die Idee von einer Hut-Flugscheibe dann perfektioniert. Beim Entwurf eines Prototypen half die Hut-Manufaktur Seeberger in Weiler-Simmerberg (Westallgäu). Die Capsbee wiegt 190 Gramm. Sie besteht aus Polyester, zwei verarbeiteten Kunststoffringen und abriebfestem Spezialstoff. „Capsee kann man überall spielen. Es macht unheimlich Spaß, an der Wurf- und Fangtechnik zu feilen“, wissen die Memminger aus eigener Erfahrung.

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Zusammen mit erfahrenen Frisbee-Spielern aus den USA entwickeln sie derzeit Regeln, um die Capsbee auch als Teamsport praktizieren zu können. Auch eine App ist in Planung, mit der Tempo, Weite und Abflugwinkel gemessen werden können. Jetzt hoffen die vier Gründer, dass das neue Flugobjekt aus dem Allgäu zum Höhenflug ansetzt.

(Lesen Sie auch: Wieso es 2020 trotz Corona im Unterallgäu mehr Firmengründungen gab)

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