Eisheilige und Bauernregeln

Eisheilige 2022: Was die Bauernregeln besagen und Gärtner wissen müssen

Die Eisheiligen 2022 sind vor allem für Hobbygärtner wichtig. Wann ist das Datum? Welche Bedeutung haben die Eisheiligen - auch für Wetter und Garten im Allgäu?

Die Eisheiligen 2022 sind vor allem für Hobbygärtner wichtig. Wann ist das Datum? Welche Bedeutung haben die Eisheiligen - auch für Wetter und Garten im Allgäu?

Bild: Stephan Jansen

Die Eisheiligen 2022 sind vor allem für Hobbygärtner wichtig. Wann ist das Datum? Welche Bedeutung haben die Eisheiligen - auch für Wetter und Garten im Allgäu?

Bild: Stephan Jansen

Die Eisheiligen 2022 sind vor allem für Hobbygärtner wichtig. Wann ist das Datum? Welche Bedeutung haben die Eisheiligen - auch für Wetter und Garten im Allgäu?
##alternative##
Von Allgäuer Zeitung
09.01.2022 | Stand: 15:57 Uhr

Die Eisheiligen 2022 stehen im Mai an - und sind vor allem bei Gärtnern gefürchtet.

  • Datum: Wann sind die Eisheiligen?
  • Wie viele gibt es?
  • Welche Bedeutung haben die eisheiligen und was sind die Bauernregeln?
Hier Datum, Bauernregeln und Wetter-Hintergründe zu Mamertus, Kalte Sophie und Co.

Datum: Wann sind Eisheilige 2022?

Die Eisheiligen 2022 sind von Dienstag, 11. Mai, bis Samstag, 15. Mai 2022.

Was sind die Eisheiligen genau?

Als Eisheilige bezeichnet der Volksmund eben diesen Zeitraum vom 11. bis 15. Mai. Häufig ist es um diesen Termin herum nochmals ungewöhnlich kalt durch polare Luftmassen, die aus arktischen Breiten bis zu den Alpen vordringen. „Außerdem gibt es um den 22. Mai herum nochmals ein erhöhtes Nachtfrostrisiko“, berichtet der aus dem Allgäu stammende Meteorologe Joachim Schug.

In den vergangenen Jahren waren die klassischen Eisheiligen eher zu warm ausgefallen. „Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens der frostigen Gesellen nimmt ab“, hieß es beim Deutschen Wetterdienst (DWD) - was auch für das Allgäu gilt.

Dieses Jahr allerdings wird es zu den Eisheiligen tatsächlich wieder recht kühl. Nach einem sommerlichen Wochenende wird es ab Mamertus verregnet und die Temperaturen sinken deutlich ab.

Eisheilige 2022: Was müssen Gärtner im Allgäu dazu wissen?

Lesen Sie auch
##alternative##
Brauchtum und Sage

Knupprecht und Nikolaus: Im Mittelalter kam der böse Helfer dazu

Sorgen bereitet die Kaltluft der Eisheiligen, die in ungünstigen Lagen sogar zu nächtlichem Bodenfrost führen kann, vor allem den (Hobby-)Gärtnern. Sie setzen frostempfindliche Pflanzen wie beispielsweise Geranien oder Tomaten vor allem in gefährdeten Gebieten erst in der zweiten Maihälfte ins Freie. Gefürchtet werden die Nachtfröste im Mai insbesondere von Obstbauern. Im Extremfall können die Blüten erfrieren und die Ernte zunichte machen.

Namen: Wie heißen die Eisheiligen?

Es gibt fünf Eisheilige. Das sind ihre Namen und Daten:

  • 11. Mai: Mamertus:
  • 12. Mai: Pankratius
  • 13. Mai: Servatius
  • 14. Mai: Bonifatius
  • 15. Mai: Sophia - auch Kalte Sophie genannt

Woher haben die Eisheiligen ihre Namen?

Die Namen der Eisheiligen sind von Personen aus der Kirchengeschichte abgeleitet. "Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie lebten im 3. bis 5. Jahrhundert und waren Bischöfe oder Märtyrer, also Menschen, die für ihren Glauben gestorben sind", so das Bistum Mainz. Und betont auch: "Mit Eis hatten sie zu ihren Lebzeiten allesamt nichts zu tun"

Mamertus war im fünften Jahrhundert Bischof im französischen Vienne, ihm werden mehrere Wunder nachgesagt. Pankratius wurde ein Jahrhundert früher in Rom als Märtyrer hingerichtet, und Servatius war im vierten Jahrhundert Bischof im belgischen Tongern. Mit Bonifatius ist nicht der angelsächsische Benediktinermönch, sondern ein gleichnamiger sizilianischer Märtyrer aus dem vierten Jahrhundert gemeint.

Die einzige Frau unter den Eisheiligen, Sophia, im Volksmund als kalte Sophie bekannt, starb um 304 in Rom als Märtyrerin. Eine Darstellung aus dem 15. Jahrhundert im Wiener Stephansdom zeigt sie. Sophia von Rom starb während der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian.

Eisheilige: Welche Bauernregeln gelten für das Wetter?

Viele Bauernregeln gelten nur für bestimmte Gebiete - und tatsächlich zählen auch nicht alle fünf Tagesheiligen zu den Eisheiligen. Die Kernaussage der Bauernregeln zu den Eisheiligen ist dennoch überall recht klar: Im Mai kann es noch einmal richtig kalt werden. Empfindliche Pflanzen sollten deshalb besser noch nicht draußen stehen oder im Garten gepflanzt werden, bevor die Eisheiligen vorbei sind.

Hier Bauernregeln zu den Lostagen und Eisheiligen:

11. Mai: Mamerz hat ein kaltes Herz.

12. Mai: Wenn's an Pankraz friert, wird im Garten viel ruiniert.

13. Mai: Servaz muss vorüber sein, willst vor Nachtfrost sicher sein.

14. Mai: Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.

15. Mai: Vor Nachtfrost du nie sicher bist, bis Sophie vorüber ist.

Meteorologen bezeichnen häufig ähnlich wiederkehrende Witterungserscheinungen wie die Eisheiligen übrigens als Singularitäten. Dazu gehören beispielsweise die Schafskälte um den 11. Juni, die heißen Hundstage vom 23. bis 24. August, der Altweibersommer oder das Weihnachtstauwetter.