Kommentar zur Elektrifizierung weiterer Allgäuer Bahn-Strecken

Elektrifizierung der Illertalbahn: Deshalb wäre das sinnvoll

Die Elektrifizierung der Illertalbahn zwischen Ulm und Kempten soll schon bald realisiert werden. Das würde einige Vorteile mit sich bringen.

Die Elektrifizierung der Illertalbahn zwischen Ulm und Kempten soll schon bald realisiert werden. Das würde einige Vorteile mit sich bringen.

Bild: Matthias Becker, Archiv

Die Elektrifizierung der Illertalbahn zwischen Ulm und Kempten soll schon bald realisiert werden. Das würde einige Vorteile mit sich bringen.

Bild: Matthias Becker, Archiv

Für Ausflügler stellt die Bahn ins Allgäu noch keine Alternative zur Straße dar. Die Frage, wie das geändert werden kann, stellt sich wohl bald wieder dringend.
01.02.2021 | Stand: 19:15 Uhr

Die Bahnstrecke Ulm-Memmingen-Kempten-Oberstdorf ist das Rückgrat des Schienenverkehrs im Allgäu. Mit der Illertalbahn als wichtigster Nord-Süd-Verbindung kommen viele (Tages-)Ausflügler und Urlaubsgäste ins Allgäu. Noch aber stellt die Schiene zwischen Ulm und Oberstdorf keine Konkurrenz zur Straße dar. Die Fahrzeit mit dem Auto auf der parallel verlaufenden A7 und der B 19 beträgt eineinhalb Stunden oder weniger, mit dem Zug sind es zwei Stunden oder mehr. Wie bekommt man mehr Urlauber und Tagesausflügler von der Straße auf die Schiene? Diese Frage wird sich vermutlich schon bald wieder mit aller Dringlichkeit stellen. Dann nämlich, wenn – wie im vergangenen Corona-Sommer – die ersten Reise-Lockerungen greifen und es die Menschen an die Seen und in die Berge zieht.

Overtourism ein Verkehrsproblem

Overtourism ist in erster Linie ein Verkehrsproblem. Eine moderne Schienen-Infrastruktur würde dazu beitragen, dass mehr Menschen umweltfreundlich anreisen: ohne Stress im Stau. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg.

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