Ingolstadt/Schwenningen

Elite-Liga startet mit Allgäu-Duell

DEL Eishockey ERC Ingolstadt Kölner Haie PlayOff VF Spiel 4 Tim Wohlgemuth ERC 33 DEL

DEL Eishockey ERC Ingolstadt Kölner Haie PlayOff VF Spiel 4 Tim Wohlgemuth ERC 33 DEL

Bild: www.imago-images.de

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Eishockey In der DEL trifft Daniel Pfaffengut (Schwenningen) auf Ex-ESVK-Kumpel Tim Wohlgemuth (Ingolstadt)

08.06.2020 | Stand: 14:33 Uhr

Zwei junge Allgäuer erobern die Deutsche Eishockey-Liga – und treten gleich am ersten Spieltag gegeneinander an (Freitag, 19.30 Uhr). Daniel Pfaffengut empfängt mit seinem neuen Team, den Schwenninger Wild Wings, die Panther aus Ingolstadt, denen seit vergangener Spielzeit der junge Tim Wohlgemuth angehört. Der erst 20-Jährige war in der Saison 2017/18 im Dress des ESV Kaufbeuren aufgefallen und dann vor gut einem Jahr nach Ingolstadt gewechselt. Zur Überraschung vieler spielte er vergangene Saison kein einziges Mal mehr für die Joker, obwohl er via Förderlizenz dazu berechtigt gewesen wäre, sondern stand immer im Kader der Ingolstädter (49 Spiele, fünf Tore). Ein Freifahrtschein für die anstehende Saison sei dies aber nicht, berichtet der Stürmer. „Die zweite Saison in der DEL ist nochmal viel schwieriger“, sagt der Kaufbeurer, der weiß, dass die Erwartungen an ihn weiter gestiegen seien. Deshalb sei es auch durchaus möglich, dass er in dieser Saison auch im Joker-Dress aufläuft.

„Die Chancen sind so groß wie im vergangenen Jahr. Ich habe wieder eine Förderlizenz für Kaufbeuren“, sagt Wohlgemuth, der mit dem Eissport in Kaufbeuren nur die besten Erinnerungen verbindet. Allerdings wird Wohlgemuth in Ingolstadt wohl gebraucht. Ab dieser Saison dürfen DEL-Klubs nur noch 17 Feldspieler mit „regulärer Lizenz“ einsetzen. Wollen sie einen 18. und 19. Spieler dabei haben, müssen diese U 23 (es gilt: erst nächstes Jahr 24 werden) und für die deutsche Nationalmannschaft spielberechtigt sein. Wohlgemuth ist aktuell der einzige ERCI-Stürmer, der diese Anforderung erfüllt. Nach wie vor emotional berührt reagiert er, wenn er auf seinen Einsatz im Trikot der A-Nationalmannschaft im April angesprochen wird. Austragungsort: Kaufbeuren. „Das Spiel mit der Nationalmannschaft war der Höhepunkt. Ich denke häufig daran zurück, es war ein sehr schöner Moment.“

Die Vorbereitungsphase sei für ihn recht ordentlich verlaufen. „Ich hatte gute Spiele in dieser Vorbereitung, aber auch ein paar, mit denen ich nicht so zufrieden war.“ Wohlgemuth weiß aber, wie schnelllebig das Eishockey-Geschäft sein kann. Welche Rolle er im aktuellen Panther-Kader einnimmt, sei noch nicht vorherzusehen. „Ich bin immer noch ein junger Spieler, der sich beweisen muss. Daher habe ich auch keine spezielle Rolle darüber hinaus. Wenn ich viele Tore schieße, werde ich sicher eine große Rolle spielen. Es kann aber auch sein, dass es eine kleinere Rolle wird.“

Ähnlich ergeht es Daniel Pfaffengut. Der Stürmer war vor drei Jahren von seinem Heimatklub ESV Kaufbeuren nach Ravensburg gewechselt. In der ersten Saison bei den Oberschwaben verletzte er sich. Sowohl 17/18 als auch 18/19 zog er mit starken Leistungen die Blicke auf sich, erzielte in den beiden Spielzeiten in 121 Saisonspielen 25 Tore und bereitete 37 vor. Im Sommer nun wechselte er ins Oberhaus zu den Schwenninger Wild Wings, die nach einer schwierigen Saison jetzt mit besseren Finanzmitteln ausgestattet sind und auch mit neuem Personal angreifen wollen. Auch Pfaffengut besetzt eine der U-23-Stellen. „Unser Ziel ist es, eine erfolgreiche Saison zu spielen. Wie diese aussehen wird, haben wir Spieler nach dem großen Umbruch im Sommer selbst in der Hand“, sagt der 23-jährige Stürmer, der mit über 210 Pflichtspielen im Profi-Eishockey zu den Wild Wings kommt. Pfaffengut glaubt, dass Schwenningen auch in dieser Saison als Außenseiter gelte. „Wir innerhalb der Mannschaft denken aber anders und werden alles geben, um einen erfolgreichen Saisonauftakt in der Helios-Arena feiern zu können.“

Da haben natürlich die Ingolstädter um Tim Wohlgemuth etwas dagegen. Aber auch dieser weiß, dass die vergangene Saison bei Schwenningen nicht als Maßstab dienen könne. „Das spielt absolut keine Rolle mehr. Auch wenn 18/19 keine schöne Saison für sie war, wir haben uns immer schwergetan gegen sie. Es wird ein unangenehmes Spiel, unser erstes Pflichtspiel findet ja noch dazu auswärts statt. Wir müssen daher auf uns selbst schauen.“