Newsblog: Corona aktuell im Allgäu

Erneut mehr als 11.000 Corona-Neuinfektionen - Schule in Buxheim schließt bis zu den Herbstferien

Die Grundschule in Buxheim (Unterallgäu) bleibt bis zu den Herbstferien geschlossen.

Die Grundschule in Buxheim (Unterallgäu) bleibt bis zu den Herbstferien geschlossen.

Bild: Siegfried Rebhan

Die Grundschule in Buxheim (Unterallgäu) bleibt bis zu den Herbstferien geschlossen.

Bild: Siegfried Rebhan

Auch von Donnerstag auf Freitag haben sich mehr als 11.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Mehr im Newsblog der Allgäuer Zeitung.
23.10.2020 | Stand: 06:28 Uhr

>> Wir berichten in unserem Newsblog aufend über die aktuelle Corona-Entwicklung in der Region Allgäu und in der Welt <<

Freitag, 23. Oktober, 6.25 Uhr: 7-Tage-Inzidenz Allgäu: Aktuelle Werte für Städte und Landkreise

Inzwischen steht die Corona-Ampel beinahe im ganzen Allgäu auf "rot". Das bedeutet: Verschärfte Corona-Regeln für fast die ganze Region. Die Landkreise Ostallgäu und Kaufbeuren sowie die Stadt Kaufbeuren nähern sich sogar der neuen Warnstufe "dunkelrot". Die RKI-Zahlen vom Freitag:

  • Oberallgäu 37,2
  • Kempten 57,8
  • Ostallgäu 87,8
  • Kaufbeuren 81,1
  • Unterallgäu 83,9
  • Memmingen 65,8
  • Lindau 51,2

Damit bestätigt das RKI auch die hohen Zahlen vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, die gestern veröffentlicht wurden. Mehr Infos zur 7-Tage-Inzidenz und über die Entwicklung im Allgäu.

Freitag, 23. Oktober, 5.30 Uhr: 11.242 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Freitagmorgen 11.242 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Die Zahl ist vergleichbar mit dem Rekordwert von 11.287 Fällen vom Vortag und liegt deutlich über den 7.334 gemeldeten Neuinfektionen vom Freitag vergangener Woche.

Die jetzigen Werte liegen damit über denen vom Frühjahr, sind aber nur bedingt vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden. Experten zufolge sind die neu gemeldeten Infektionen wegen der Zeit zwischen Ansteckung, Test, Ergebnis und Meldung ein Hinweis darauf, wie stark das Virus vor etwa einer Woche in der Gesellschaft unterwegs war. Deshalb dauere es auch, bis sich politische Maßnahmen in den Meldezahlen niederschlagen könnten.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Donnerstag bei 1,11 (Vortag: 1,09). Das bedeutet, dass zehn Infizierte etwa elf weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert nun bei 1,23 (Vortag: 1,17). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Donnerstag, 22. Oktober, 21.30 Uhr: Gesundheitsamt testet fast alle Grundschüler in Oberstdorf

Das Gesundheitsamt Oberallgäu hat am Mittwoch fast alle Oberstdorfer Grundschüler auf eine Corona-Infektion getestet. Die Ergebnisse liegen voraussichtlich am Freitag vor. Eltern können sie dann mit einem QR-Code übers Internet abrufen. Soweit sie den Code nicht vor Ort beim Test erhalten haben, wurden die Zugangsdaten laut Landratsamt am Donnerstag per Post verschickt. Für die Schüler, die am Mittwoch getestet wurden, erlischt die Quarantäne-Verpflichtung mit einem negativen Testergebnis.

Nach den drei wegen Infektionsfällen bereits getesteten Klassen erfolgte der aktuelle Reihentest bei den restlichen acht Klassen – also etwa 200 Menschen. Bei allen getesteten Kindern seien Erwachsene dabei gewesen, sagt Andreas Kaenders vom Landratsamt Oberallgäu zu Diskussionen um angebliche Pflichttests ohne Eltern. Tatsächlich fehlten bei dem Test auch ein paar Schulkinder – vielleicht weil Eltern die Nachricht nicht rechtzeitig erhalten hatten oder aber, weil die Erziehungsberechtigten womöglich einen Corona-Test ablehnen. Sie erhalten nun alle Besuch daheim vom Gesundheitsamt, teilte die Behörde auf Nachfrage mit.

Die Erziehungsberechtigten der Schüler aus den Klassen 1b und 4b, die bereits in der 14-tägigen Quarantäne sind, werden vom Gesundheitsamt informiert, wie lange ihre Quarantäne noch dauert und wann ein weiterer Test erfolgen soll.

Allgemein gilt laut Landratsamt Oberallgäu für Schüler, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule fahren: Sie sollen nach dem Aussteigen zunächst die Masken aufbehalten. Das gelte vor allem für Bahnbenutzer. Der Hintergrund: Oft bildeten sich nach dem Aussteigen zunächst größere Menschenansammlungen auf den Bahn- oder Bussteigen. Man solle auf jeden Fall die Maske tragen, bis sich die Ansammlung aufgelöst habe, rät die Kreisbehörde.

Donnerstag, 22. Oktober, 21.01 Uhr: Söder sieht Deutschland bei Corona vor Weichenstellung

Nach dem Rekordwert bei den Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zu Vorsicht und Disziplin gemahnt. "Ich glaube, das wird jetzt eine spannende Zeit für uns alle werden. Es wird schon eine wichtige Weichenstellung sein", sagte der CSU-Chef am Donnerstag in der Sendung "ZDF spezial". "Es muss uns gelingen, diese Welle zu brechen. (...) Und wenn wir jetzt ein bisschen mehr tun, dann werden wir hinterher weniger Folgen haben." Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages in Deutschland hatte zuvor erstmals den Wert von 10.000 überschritten. Söder kommentierte: "Es ist genau das eingetreten, wie schon vor Wochen prognostiziert, dass mit Leichtsinn und mit mangelnder Vorsicht leider eine entsprechend höhere Zahl an Infektionen stehen kann." Darum müssten die jetzt eingeleiteten Maßnahmen überall konsequent umgesetzt werden.

Söder forderte, es brauche jetzt auch Geduld - "die gleiche Mentalität, die wir im Frühjahr hatten: das Mitmachen, Vorsicht, Disziplin und Rücksichtnahme". "Wir haben einmal schon einer solchen Welle sehr erfolgreich getrotzt." Mit Geduld und Rücksichtnahme sei es durchaus machbar, die Situation zu meistern "und dass wir eben kein Schließen von Grenzen haben, kein Schließen von Schulen und Kitas haben". "Aber es hängt sehr viel von jedem Einzelnen ab." Angesprochen auf Kritik an seinem Vorstoß, für Bayern eine neue "dunkelrote" Warnstufe für Regionen mit sehr hohen Corona-Zahlen einzuführen, kritisierte Söder: "Wir haben zu viele, die im Moment nur sagen, was sie nicht möchten, und zu wenige, die mithelfen, etwas zu erreichen." Das sei leider seit Wochen das Problem. "Wir reden uns das Problem klein oder schön, jeder hat irgendeine Ausrede, findet irgendein Schlupfloch, jeder findet für sich eine Möglichkeit zu sagen: Mich betrifft's doch nicht. Anstatt dass wir jetzt alle mal gemeinsam an einem Strang ziehen."

Donnerstag, 22. Oktober, 20.19 Uhr: Keine Maskenpflicht für Grundschüler im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen

Die Grundschüler im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen (Oberbayern) müssen von Freitag an an ihren Plätzen im Unterricht keine Mund-Nase-Masken mehr tragen. Das teilte das Landratsamt am Donnerstagabend mit. Man setze die Maskenpflicht für alle Grundschüler vorerst aus. Für Schüler ab der 5. Jahrgangsstufe bleibe das Tragen einer Maske am Platz in der Corona-Krise allerdings Pflicht. "Die Erkenntnisse des Gesundheitsamts Neuburg-Schrobenhausen haben ergeben, dass Kinder im Grundschulalter nicht nennenswert zum Infektionsgeschehen im Landkreis beitragen", hieß es in der Mitteilung. "Zudem konnte bislang keine Infektionsausbreitung, die von Grundschulen ausging, festgestellt werden." Sollte es doch zu einem Infektionsfall mit dem Coronavirus kommen, müssten allerdings ganze Klassen vorübergehend in Quarantäne.

Zuletzt war bereits in mehreren bayerischen Landkreisen und Städten über die Maskenpflicht für Grundschüler am Platz debattiert worden. Einzelne Landkreise erließen bereits Ausnahmegenehmigungen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) betonte aber: "Mehr Maske erlaubt mehr und längeren Präsenzunterricht."

Donnerstag, 22. Oktober, 20.10 Uhr: Stadt Kempten überschreitet Warnwert: Verschärfte Regeln gelten ab Freitag

Kempten überschreitet den Sieben-Tage-Inzidenzwert von 50 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner. Somit gelten in der Stadt ab Freitag verschärfte Corona-Regeln. Zudem hat die Stadt den Weihnachtsmarkt abgesagt.

Donnerstag, 22. Oktober, 20.05 Uhr: Österreich stellt Corona-Ampel für 21 weitere Bezirke auf Rot

Österreich stellt seine Corona-Ampel für zahlreiche Bezirke und Regionen angesichts der sich ausweitenden Corona-Pandemie auf Rot. Betroffen sind unter anderem bei Touristen beliebte Gegenden wie Zell am See oder St. Johann im Pongau, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA am Donnerstag berichtete. Im Bundesland Tirol wurde auch der Bezirk Landeck rot eingestuft - in diesem Bezirk liegt der Wintersportort Ischgl, der im März zu einem Corona-Hotspot wurde. Bisher stand die österreichische Corona-Ampel in vier Bezirken auf Rot, darunter Hallein in Salzburg und die Stadt Innsbruck.

Die Corona-Ampel ist in Österreich seit Anfang September in Betrieb. Mit ihrer Hilfe wird die Infektionslage jede Woche neu bewertet und auf einer Karte farblich dargestellt - in der Regel für jeden Bezirk, entsprechend etwa den deutschen Landkreisen, sowie für das Bundesland Wien. Die Farben reichen von Grün (Risiko: niedrig) über Gelb (mittel) und Orange (hoch) bis Rot (sehr hoch). Kriterien sind Fallzahlen der vergangenen sieben Tage, Nachverfolgbarkeit der Ansteckungen, Auslastung der Krankenhausbetten und Gesamtzahl an Tests. Außerdem wird berücksichtigt, ob eine Region viele Touristen oder Pendler hat.

Donnerstag, 22. Oktober, 20 Uhr: Klagen gegen "Lockdown" im Berchtesgadener Land

Gastronomen und andere Betroffene gehen gerichtlich gegen die strengen Corona-Maßnahmen im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land vor. Beim Verwaltungsgericht München gingen mehrere Klagen und Eilanträge ein. Unter anderen wendet sich ein Gastronom im Eilverfahren gegen die Schließung seines Betriebes, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstagabend sagte. Ein weiterer Gastronomiebetrieb will erreichen, dass er entgegen der Allgemeinverfügung des Landratsamtes auch nach 20.00 Uhr Speisen zum Abholen oder zur Lieferung anbieten kann. In einem Eilverfahren will eine Schülerin aus Berchtesgaden erreichen, dass sie ihr Gymnasium in Traunstein besuchen kann. Zudem wandte sich ein Steuerberater mit zwei Klagen und einem Eilantrag an das Gericht.

Donnerstag, 22. Oktober, 18.42 Uhr: Frankreich dehnt Ausgangssperre aus: 46 Millionen Menschen betroffen

Frankreich dehnt die nächtliche Ausgangssperre auf rund zwei Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner des Landes aus. Insgesamt seien ab Samstag 46 Millionen Menschen davon betroffen, sagte Frankreichs Premier Jean Castex am Donnerstag. Die Ausgangssperre gelte dann in 54 Départements und dem französischen Überseegebiet Französisch-Polynesien. "Die Situation ist ernst, sie ist ernst in Europa, sie ist ernst in Frankreich", warnte Castex und drohte zugleich mit noch schärferen Maßnahmen. Der Monat November werde hart.

Mit mehr als 32.000 gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden wurde am Wochenende ein Spitzenwert erreicht. Am Mittwochabend wurden rund 26.600 innerhalb eines Tages Neuinfektionen registriert. Besonders die Lage auf den Intensivstationen bereitet große Sorge - gerade in der Hauptstadt Paris sind immer mehr Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt. Auch die Zahl der täglich gemeldeten Todesfälle steigt an. Nach Angaben der Regierung haben sich in den vergangenen sieben Tagen 251 Menschen pro 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus infiziert. Seit dem Wochenende gilt erneut der Gesundheitsnotstand, mit dem die Regierung weitgehende Beschränkungen per Dekret durchsetzen kann.

Donnerstag, 22. Oktober, 18.10 Uhr: Grundschule in Buxheim schließt bis zu den Herbstferien - Leitung von Realschule in Kaufbeuren in Quarantäne

Komplett geschlossen hat das Gesundheitsamt des Landkreises Unterallgäu am Donnerstagnachmittag die Grundschule in Buxheim . Dort sind vier Schüler aus unterschiedlichen Klassen und eine Lehrkraft positiv getestet worden, bestätigte Bürgermeister Wolfgang Schmidt. Bis zu den Herbstferien falle der Unterricht für die insgesamt etwa 120 Schüler aus. Im Buxheimer Kindergarten sind zudem zwei Gruppen mit insgesamt 25 Kindern in Quarantäne. Dort war eine Erzieherin positiv getestet worden.

In Kaufbeuren befindet sich die gesamte Leitung der Sophie-La-Roche-Realschule in Quarantäne, ebenso wie drei Klassen. Der stellvertretende Schulleiter war positiv auf Corona getestet worden, erklärte Oberbürgermeister Stefan Bosse. Schulleiterin Cornelia Klocke-Lipinski will ihre Aufgaben nun aus dem Homeoffice wahrnehmen.

Donnerstag, 22. Oktober, 18 Uhr: Besuchsbeschränkung in Unterallgäuer Krankenhäusern und Pflegeheimen

Um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen und sensible Bevölkerungsgruppen zu schützen, hat der Landkreis eine Allgemeinverfügung mit weiteren Regelungen erlassen, die ab Freitag, 23. Oktober, gilt. Patienten in Krankenhäusern sowie Bewohner von Pflegeheimen dürfen täglich nur noch von einer Person zu einer festen Zeit besucht werden. Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind auf 50, unter freiem Himmel auf 100 Personen begrenzt. Die Besuchsbeschränkung gilt für Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen sowie ambulant betreute Wohngemeinschaften. Zu Besuch kommen dürfen Angehörige des eigenen Hausstandes, Partner, Verwandte in gerader Linie, Geschwister sowie Angehörige eines weiteren Hausstands. Minderjährige dürfen auch von beiden Eltern besucht werden. Die Begleitung von Sterbenden ist jederzeit möglich. Die Regelungen gelten, solange die Corona-Ampel auf Rot steht.

Donnerstag, 22. Oktober, 17.50 Uhr: Gewalt und Chaos in Nigeria: #EndSARS-Proteste in Metropole Lagos

Nach einem Blutbad bei einer Kundgebung gegen Polizeiübergriffe gehen die Proteste im westafrikanischen Nigeria unvermindert weiter. Trotz einer noch immer andauernden Ausgangssperre kam es auch am Donnerstag zu Protesten und Gewalt in der Wirtschaftsmetropole Lagos, unter anderem in einem Gefängnis. International hagelte es weiter Kritik an dem brutalen Vorgehen gegen Demonstranten.

Donnerstag, 22. Oktober, 17.35 Uhr: Frankreich weitet Ausgangssperre aus: 46 Millionen Menschen betroffen

Frankreich dehnt die nächtliche Ausgangssperre auf zahlreiche weitere Départements aus. Insgesamt seien nun 54 Departements betroffen, in denen 46 Millionen Bürgerinnen und Bürger leben, sagte Frankreichs Premier Jean Castex am Donnerstag. Auch ein französischen Überseegebiet sei betroffen. "Die Situation ist ernst, sie ist ernst in Europa, sie ist ernst in Frankreich", warnte Castex. Der Monat November werde hart.

In Frankreich leben knapp 67 Millionen Menschen. Bisher gilt eine nächtliche Ausgangssperre im Großraum Paris und acht weiteren Metropolen. Ohne triftigen Grund dürfen sich Menschen dort seit dem Wochenende zwischen 21 Uhr abends und 6 Uhr morgens nicht auf der Straße aufhalten. Es sei noch zu früh, um die Auswirkungen der Ausgangssperre dort zu bewerten, sagte Castex. Abhängig von den Ergebnissen werde man die Lage neu bewerten und möglicherweise die Maßnahmen verschärfen.

Mit mehr als 32.000 gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 stunden wurde am Wochenende ein Spitzenwert erreicht. Am Mittwochabend wurden rund 26.600 Neuinfektionen registriert. Besonders die Lage auf den Intensivstationen bereitet große Sorge - gerade in der Hauptstadt Paris sind immer mehr Intensivbetten mit Covid-19-Patienten beleg. Auch die Zahl der täglich gemeldeten Todesfälle steigt an. Seit dem Wochenende gilt außerdem erneut der Gesundheitsnotstand, mit dem die Regierung weitgehende Beschränkungen per Dekret durchsetzen kann

Donnerstag, 22. Oktober, 17.24 Uhr: Corona-Neuinfektionen in Deutschland erstmals über 10.000

Corona-Schock in Deutschland: Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen binnen eines Tages hat erstmals den Wert von 10.000 überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagmorgen 11.287 neue Fälle. Der bisherige Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie war am Samstag mit 7.830 Neuinfektionen erreicht worden.

Bundesinnenminister Horst Seehofer zeigte sich alarmiert. Auf den Monat gerechnet gehe es um Hunderttausende Menschen, sagte der CSU-Politiker am Rand der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst in Potsdam. "Das wird jetzt sehr sichtbar, dass wir in einer wirklich ernsten, dramatischen Lage sind."

Donnerstag, 22. Oktober, 17.05 Uhr: Drei Viertel des Freistaats auf Gelb, Rot oder Dunkelrot

Wegen ungebremst steigender Corona-Zahlen gelten von Freitag an in mittlerweile drei Viertel der Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern eine verschärfte Maskenpflicht, strikte Kontaktbeschränkungen und eine Sperrstunde in der Gastronomie. Acht Regionen haben sogar die von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eingeführte neue "dunkelrote" Warnstufe erreicht - dort dürfen Veranstaltungen nur noch mit maximal 50 Teilnehmern stattfinden. Weitere Informationen im Artikel.

Donnerstag, 22. Oktober, 16.30 Uhr: Stadt Kempten sagt Weihnachtsmarkt ab

Die Stadt Kempten hat ihren Weihnachtsmarkt aufgrund der steigenden Zahl der mit dem Coronavirus erkrankten Menschen abgesagt. Weitere Informationen zu den Plänen der Stadt lesen Sie hier.

Donnerstag, 22. Oktober, 16.25 Uhr: Dänemark schließt Grenze für deutsche Urlauber

Menschen aus Deutschland dürfen wegen der steigenden Corona-Neuinfektionszahlen ohne triftigen Einreisegrund nicht mehr nach Dänemark einreisen. Das teilte der dänische Außenminister Jeppe Kofod am Donnerstag mit. Die Maßnahme bedeutet unter anderem, dass deutsche Touristen nicht mehr ins Land kommen dürfen. Für den Großteil der weiteren Staaten in Europa gelten diese Einreisebeschränkungen bereits seit Längerem. Für Einwohner Schleswig-Holsteins sollen Ausnahmen gelten.

Donnerstag, 22. Oktober, 16.04 Uhr: Neue Auflagen für Corona-Hotspots gelten nun von Freitag an

In bayerischen Corona-Hotspots mit drastischen Zahlen weit jenseits der bisherigen Warnstufen gelten von diesem Freitag an zusätzliche Beschränkungen. Das ist einen Tag später als zunächst angekündigt - ursprünglich hätten die neuen Auflagen schon am Donnerstag in Kraft sein sollen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte die neue "dunkelrote" Warnstufe am Mittwoch in einer Regierungserklärung im Landtag eingezogen: In Regionen, in denen die Zahl von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten wird, dürfen Veranstaltungen nur noch mit maximal 50 Teilnehmern stattfinden, und es gilt eine Sperrstunde ab 21.00 Uhr.

Donnerstag, 22. Oktober, 16 Uhr: Mütter aus Lindenberg verklagen den Freistaat

Maskenpflicht im Klassenzimmer und wechselweise Präsenzunterricht: Die strengen Corona-Regeln für die Schülerinnen und Schüler im Landkreis Lindau stoßen bei Eltern auf Kritik. Wegen Corona dürfen Schüler nur noch alle zwei Tage zum Unterricht. Eltern aus Lindenberg (Westallgäu) haben nun einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Augsburg eingereicht: Die Mütter verklagen den Freistaat.

Donnerstag, 22. Oktober, 15.30 Uhr: OAL nähert sich Warnwert 100, fast alle Städte und Kreise im roten Bereich

Das Landesamt für Gesundheit (LGL) hat die aktuellen 7-Tage-Inzidenz-Werte für Bayern veröffentlicht: Vor allem der Wert im Ostallgäu steigt rasant und nähert sich dem Warnwert 100 (92,79). Heute Morgen lag er bei den RKI-Zahlen noch bei 74,4. Ab dem Warnwert 100 würde die neue "dunkelrote" Ampel und nochmal schärfere Corona-Regeln gelten.

Die Städte Kempten und Kaufbeuren sind außerdem in den "roten" Bereich gerutscht: In Kempten stieg die 7-Tage-Inzidenz auf 57,84, in Kaufbeuren auf 65,32. In den beiden Städten gelten also ab Freitag die "roten" Corona-Regeln. Memmingen, Unterallgäu und Lindau bleiben ebenfalls im "roten" Bereich (7-Tage-Inzidenz jeweils über 50). Nur das Oberallgäu liegt noch unter dem Warnwert 50 und somit im "gelben" Bereich.

Klicken Sie hier um die Grafik herunterzuladen. So können Sie die Informationen an Familie und Freunde weitergeben.

Die Corona-Ampel: Wenn die 7-Tage-Inzidenz-Werte von 35, 50 bzw. 100 überschritten werden, gelten strengere Corona-Regeln.
Die Corona-Ampel: Wenn die 7-Tage-Inzidenz-Werte von 35, 50 bzw. 100 überschritten werden, gelten strengere Corona-Regeln.
Bild: Grafik: AZ, Berger

Donnerstag, 22. Oktober, 15.22 Uhr: Gesundheitsamt appelliert an Unterallgäuer: Abstands- und Hygieneregeln einhalten

Das Gesundheitsamt appelliert an die Unterallgäuer, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten und persönliche Kontakte auf das notwendige Maß zu reduzieren. „Wir sind auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen - um Neuinfektionen zu vermeiden und um die Nachverfolgung der Kontakte weiterhin zu schaffen“, sagt Gesundheitsamtsleiter Dr. Ludwig Walters. Bei Fragen zum Corona-Geschehen gibt es eine „Corona-Hotline“ der Staatsregierung. Diese ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 15 Uhr unter 089/12 22 20 erreichbar. Die Hotline soll als einheitliche Anlaufstelle dienen: Sowohl Fragen zu gesundheitlichen Themen, den geltenden Regelungen sowie zu Kinderbetreuung und Schule als auch zu Soforthilfen und Unterstützung für Kleinunternehmen und Freiberufler können dort beantwortet werden.

Bei Fragen zur Situation speziell im Unterallgäu stehen die Mitarbeiter des Landratsamts und der Staatlichen Schulämter Memmingen-Unterallgäu zur Verfügung. Wegen der vielen Anfragen bittet das Landratsamt, vorrangig eine E-Mail zu schreiben. Fragen zu:

Weitere Informationen unter www.unterallgaeu.de/corona

Donnerstag, 22. Oktober, 15.10 Uhr: Söder rechnet weiter mit schnellem Anstieg der Corona-Zahlen

Das Gesundheitssystem ist besser vorbereitet als noch im Frühjahr, sagt Ministerpräsident Markus Söder. Auch wenn die Corona-Zahlen weiter steigen. Darum sieht er den Freistaat nun besser gerüstet als im Frühjahr.

Donnerstag, 22. Oktober, 14.30 Uhr: RKI: Private Treffen sind der Hauptgrund für steigende Infektionszahlen

Freunde, Feste, Familientreffen: Das Privatleben ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts zurzeit der Hauptgrund für den rasanten Anstieg der Corona-Infektionszahlen. Ist ein Umsteuern noch möglich?

Donnerstag, 22. Oktober, 13.38 Uhr: Wegen Corona: RTL-Dschungelcamp in Wales fällt aus

Das für Anfang 2021 geplante RTL-Dschungelcamp in Wales fällt wegen der Corona-Pandemie aus. Das sagte ein RTL-Sprecher in Köln am Donnerstag. Statt der geplanten Übertragung aus Wales plane man nun eine Ersatz-Show zu dem Format in Deutschland. Zuvor hatten die "Bild"-Zeitung und der Branchendienst dwdl.de berichtet. Mehr dazu.

Donnerstag, 22. Oktober, 12.55 Uhr: Appell des Landratsamts Oberallgäu: Schüler sollen Maske auch nach Verlassen von Bus und Bahn weiter tragen

Schüler, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule fahren, sollen auch nach dem Aussteigen zunächst die Masken aufbehalten. Darum bittet das Landratsamt Oberallgäu in einer Pressemitteilung. Hintergrund sei, dass sich oft nach dem Aussteigen zunächst noch größere Menschenansammlungen auf den Bahn- oder Bussteigen bilden. Bis sich diese aufgelöst hätten, solle man auf jeden Fall die Maske tragen, empfiehlt die Kreisverwaltungsbehörde.

Das Landratsamt informiert zudem darüber, dass alle Schüler der Grundschule Oberstdorf, die sich derzeit in Quarantäne befinden, vom Gesundheitsamt angerufen werden. In dem Telefonat werden die Betroffenen darüber informiert, wie lange sie noch in Quarantäne bleiben müssen und wann ein weiterer Corona-Test erfolgen soll.

Donnerstag, 22. Oktober, 12.40 Uhr: Versicherung muss Gasthaus für Corona-Schließung entschädigen

In der Klagewelle um die Kosten für Gaststätten, die wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, hat ein weiterer Wirt gegen seine Versicherung gewonnen. Das Landgericht München I sprach der Gaststätte Emmeramsmühle am Donnerstag gut 427.000 Euro zu. Damit gab es der Klage des Wirts gegen die Haftpflichtkasse statt.

Die Versicherung hatte sich geweigert zu zahlen. Das Gericht befand nun aber, dass die Klausel, mit der sie ihren Leistungsumfang einschränken wollte, intransparent und unwirksam sei. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

Erst am Mittwoch hatten sich der Wirt der bekannten Gaststätte Paulaner am Nockherberg und die Allianz bei einer ähnlichen Klage außergerichtlich geeinigt. In einem anderen Fall hat das Gericht bereits zugunsten eines weiteren Wirts entschieden. Alleine beim Landgericht München I sind bisher 88 Klagen zu Betriebsschließungsversicherungen eingegangen.

Donnerstag, 22. Oktober, 11.40 Uhr: RKI-Chef Wieler: Großteil der Ansteckungen im privaten Bereich

Der aktuelle Anstieg der Corona-Zahlen hängt nach Angaben des Robert Koch-Instituts vorwiegend mit Ansteckungen im privaten Bereich zusammen. RKI-Präsident Lothar Wieler sagte am Donnerstag in Berlin, Ausbrüche in Verkehrsmitteln oder nach Übernachtungen spielten keine so große Rolle oder kämen eher selten vor. "Ein Großteil der Menschen steckt sich (...) im privaten Umfeld an." In privaten Haushalten nehme die Anzahl der Ausbrüche deutlich zu. "Ansteckungen in Schulen (...) sind zwar bisher nicht sehr häufig und wesentlich seltener, als wir das zum Beispiel von Influenzaausbrüchen kennen, aber klar ist, je stärker die Fallzahlen steigen, desto höher werden auch Schulen betroffen sein."

Wieler sagte zur aktuellen Lage, das Geschehen steigere sich drastisch. Es müsse davon ausgegangen werden, dass es wieder mehr schwere Fälle und Tote geben werde. Aktuell meldete das Robert Koch-Institut am Donnerstag 11.287 festgestellte Neuansteckungen binnen 24 Stunden. Der bisherige Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland war am Samstag mit 7.830 Neuinfektionen erreicht worden.

Donnerstag, 22. Oktober, 11.25 Uhr: Baesweiler in NRW mit Infektionskennziffer von 321

Die nordrhein-westfälische Stadt Baesweiler bei Aachen ist ein besonders starker Corona-Hotspot: Dort gibt es 321 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, wie die Städteregion Aachen am Donnerstag mitteilte. In der Stadt mit 28 .00 Einwohnern seien derzeit 92 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert. In der gesamten Städteregion Aachen liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 127. Auch in mehreren anderen Gebieten Nordrhein-Westfalens ist die hohe Schwelle von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche mittlerweile überschritten.

"Die Ursache liegt im Wesentlichen bei Familienfeiern", sagte der Bürgermeister von Baesweiler, Willi Linkens (CDU), der Deutschen Presse-Agentur. Außerdem hätten sich mehrere Personen bei einer Beerdigung in einer anderen Stadt infiziert und dann zu Hause in Baesweiler Familienmitglieder angesteckt.

Donnerstag, 22. Oktober, 11.15 Uhr: "Ball des Sports" 2021 in Wiesbaden wegen Corona-Krise abgesagt

Die Deutsche Sporthilfe hat den "Ball des Sports" 2021 wegen der Entwicklung der Corona-Pandemie abgesagt. Geplant war die Benefizgala zugunsten der deutschen Nachwuchs- und Spitzensportler am 6. Februar in Wiesbaden. Es ist die zweite Absage in der mehr als 50-jährigen Geschichte der Veranstaltung. 1991 fiel der Ball aufgrund des Golfkrieges aus. Um die Erlöse aus dem "Ball des Sports" von rund 750 000 Euro aufzufangen, arbeitet die Sporthilfe laut einer Mitteilung der Stiftung vom Donnerstag bereits an Alternativkonzepten.

Donnerstag, 22. Oktober 11 Uhr: Unterallgäu: Corona-Testzentrum zieht nach Erkheim um - Testation in Mindelheim schließt

Das Corona-Testzentrum des Landkreises Unterallgäu zieht um. Ab Montag, 2. November, befindet sich dieses in Erkheim. Ab diesem Tag ist das Testzentrum am Kreisbauhof in Mindelheim geschlossen, teilt das Landratsamt mit.

Grund für den Umzug ist der bevorstehende Winter. Weil der Kreisbauhof Platz für den Winterdienst benötigt, muss das Testzentrum verlegt werden. Von Vorteil ist, dass sich das neue Zentrum in unmittelbarer Nähe zur Autobahnausfahrt befindet. Es wird am Parkplatz des Sportheims eingerichtet. „Das Testzentrum liegt mitten im Landkreis und ist von allen Orten im Unterallgäu gut zu erreichen“, sagt Landrat Alex Eder.

Die Teststation ist Anlaufstelle für alle, die sich freiwillig auf das Corona-Virus testen lassen wollen. Es werden dort auch Reihentests ohne konkreten Anlass durchgeführt. Das Ergebnis liegt in der Regel innerhalb von 24 Stunden vor. Menschen mit Erkältungssymptomen sollten sich an ihren Hausarzt wenden - wichtig ist dabei, unbedingt vorab einen Termin zu vereinbaren und nicht einfach in die Praxis zu kommen.

Um Wartezeiten zu vermeiden, werden in Erkheim zwei Teststrecken aufgebaut, so dass im Bedarfsfall bis zu 500 Personen am Tag getestet werden können. Bei der Teststation handelt es sich wieder um ein „Drive-In“ - man fährt durch die Teststrecke und macht den Abstrich im Auto.

Donnerstag, 22. Oktober, 10.45 Uhr: Wieler: Gesundheitsämter müssen trotz Problemen durchhalten

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) Lothar Wieler hat an die Gesundheitsämter appelliert, trotz der derzeitigen teilweisen Überforderung durchzuhalten. Die Überforderungen einiger Gesundheitsämter sei "ernst und besorgniserregend", sagte Wieler am Donnerstag in Berlin. Aber man müsse jede Anstrengung auch unter diesen Umständen aufrechterhalten und dürfe nicht aufgeben, sondern weitermachen "nach bestem Wissen und Gewissen".

Er wies darauf hin, dass in einigen anderen Ländern schon vor einigen Monaten die Kontaktnachvollziehung mit entsprechenden Folgen eingestellt worden sei, weil sie es nicht mehr geschafft hätten - etwa Schweden und Großbritannien.

Donnerstag, 22. Oktober, 10.30 Uhr: Polen und Schweiz auf Corona-Risikoliste - Kanaren nicht mehr

Die Bundesregierung hat die Nachbarländer Polen und Schweiz, fast ganz Österreich und große Teile Italiens mit Wirkung ab dem kommenden Samstag zu Corona-Risikogebieten erklärt. Die Kanarischen Inseln werden dagegen von der Risikoliste gestrichen, wie das Robert Koch-Institut am Donnerstag mitteilte. Eine Übersicht über alle Risikogebiete gibt es hier.

Donnerstag, 22. Oktober, 10.15 Uhr: Deutsche Eishockey Liga nimmt Spielbetrieb mit Testturnier auf

Acht Monate nach dem Abbruch der vergangenen Saison nimmt die Deutsche Eishockey Liga mit einem Testturnier den Spielbetrieb wieder auf. Ab dem 11. November werden acht der 14 Clubs an dem Wettbewerb teilnehmen. Das bestätigte die DEL am Donnerstag, zuvor hatte die "Eishockey News" über die Pläne berichtet. In zwei Gruppen spielen die Krefeld Pinguine, die Düsseldorfer EG, die Grizzlys Wolfsburg, die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven, Red Bull München, die Adler Mannheim, die Eisbären Berlin und die Schwenninger Wild Wings mit. Das Finale soll am 12. Dezember ausgetragen werden.

Im März hatte die DEL die Vorsaison aufgrund der Coronavirus-Krise vor den Playoffs abgebrochen, ohne einen Meister zu küren. Der Start in die neue Spielzeit, die ursprünglich Mitte September beginnen sollte, wurde zuletzt erneut verschoben. Ziel ist es, einen Saisonstart in der zweiten Dezember-Hälfte zu realisieren.

Donnerstag, 22. Oktober, 10 Uhr: Corona-Schock für Mittelständler nach "glänzendem Jahrzehnt"

Mehr als eine Million Jobs stehen bei Mittelständlern infolge der Corona-Krise auf der Kippe. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der staatlichen Förderbank KfW. Demnach planen 16 Prozent der kleinen und mittleren Firmen in diesem Jahr die Zahl der Mitarbeiter zu reduzieren, um Kosten zu senken. Insgesamt könnte die Anzahl der Erwerbstätigen im Mittelstand um rund 3,3 Prozent abnehmen, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten KfW-Mittelstandspanel. "Dies entspricht einem Verlust von fast 1,1 Millionen Arbeitsplätzen."

Noch im vergangenen Jahr hatten die etwa 3,8 Millionen mittelständischen Firmen, die als Rückgrat der deutschen Wirtschaft gelten, Umsatz und Mitarbeiterzahl gesteigert. Die Zahl der Beschäftigten erreichte der KfW zufolge mit 32,3 Millionen einen Höchststand. Die Umsätze stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent. Die KfW zählt Firmen mit einem Umsatz von maximal 500 Millionen Euro jährlich zum Mittelstand.

Donnerstag, 22. Oktober, 9.30 Uhr: Deutlich steigende Nachfrage nach Toilettenpapier und Seife

Deutschlands Verbraucher decken sich angesichts steigender Corona-Infektionen amtlichen Zahlen zufolge wieder zunehmend mit Hygieneartikeln und bestimmten Lebensmitteln ein. Wie eine Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes ergab, war der Absatz von Toilettenpapier in der Woche vom 12. bis 17. Oktober 2020 fast doppelt so hoch (plus 89,9 Prozent) wie im Durchschnitt der Vorkrisen-Monate August 2019 bis Januar 2020.

Die Verkaufszahlen von Desinfektionsmitteln lagen in der betrachteten Woche nach Angaben der Wiesbadener Behörde vom Donnerstag um knapp drei Viertel (plus 72,5 Prozent) und die von Seife um knapp zwei Drittel (plus 62,3 Prozent) über dem Vorkrisen-Durchschnitt.

Auch die Nachfrage nach Mehl (plus 28,4 Prozent) und Hefe (plus 34,8 Prozent) zog nach Erkenntnissen der Statistiker wieder deutlich an.

Donnerstag, 22. Oktober, 8.45 Uhr: Wenn wegen Corona die Nerven blank liegen: 7 drastische Fälle

In der Corona-Krise liegen bei vielen Zeitgenossen die Nerven blank. Unsere Redaktion dokumentiert sieben Fälle, die teils bundesweit für Fassungslosigkeit sorgten. Mehr darüber lesen Sie hier.

Donnerstag, 22. Oktober, 7.50 Uhr: So lief Tag eins der verschärften Corona-Regeln in Lindenberg

Es ist Tag eins der verschärften Corona-Maßnahmen in Lindenberg. Seit Dienstag befindet sich der Landkreis mit einem Inzidenzwert von über 50 in der kritischen Phase. Die Corona-Ampel sprang auf Rot und setzte damit auch in Lindenberg strengere Maßnahmen in Kraft: Seit Mitternacht gilt unter anderem Maskenpflicht im verkehrsberuhigten Bereich der Hauptstraße. Eigentlich.

Denn Hinweisschilder sucht man Mittwochvormittag vergeblich. Auch auf der Straße herrscht ein regelrechtes Masken-Chaos. Manche tragen den Mund- und Nasen-Schutz an der freien Luft, andere haben ihn locker am Hals baumeln und wieder andere haben ihn überhaupt nicht zur Hand. „Strengere Regeln sind gut“, sagt eine Lindenbergerin. „Jedoch nicht so, wie es jetzt ist.“

Donnerstag, 22. Oktober, 7.15 Uhr: Jahrmärkte im Allgäu wegen steigender Corona-Zahlen abgesagt

Zuerst wurde der Memminger Rummel abgesagt, dann ähnliche Veranstaltungen in Lindau und Wangen. Warum es jetzt auch den Kemptener Katherinemarkt erwischt hat.

Donnerstag, 22. Oktober, 6.30 Uhr: Weitere Neuinfektionen im Allgäu: Diese Regeln gelten

Von Mittwoch auf Donnerstag haben sich mindestens 40 Menschen im Allgäu mit dem Coronavirus infiziert. Besonders stark stieg von gestern auf heute die Sieben-Tage-Inzidenz im Unterallgäu. Hier wurden dem Gesundheitsamt beinahe 20 neue Fälle gemeldet. Im Ostallgäu, Unterallgäu in Memmingen und im Landkreis Lindau steht die Corona-Ampel auf "rot". (Was das genau bedeutet, erfahren Sie hier.)

Mit einem Inzidenz-Wert von 49,2 gelten in Kempten noch die "gelben" Corona-Regeln. Genauso wie im Oberallgäu und in Kaufbeuren.

Donnerstag, 22. Oktober, 5.45 Uhr: Erstmals mehr als 11.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages in Deutschland ist erneut stark gestiegen und hat erstmals den Wert von 10.000 Fällen überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert-Koch-Instituts vom Donnerstagmorgen 11.287 Fälle binnen 24 Stunden. Der bisherige Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland war am Samstag mit 7830 Neuinfektionen erreicht worden.

Mittwoch, 21. Oktober, 21.50 Uhr: EU setzt Videogipfel zur Corona-Pandemie an

Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten werden am Donnerstag kommender Woche in einer Videokonferenz über eine noch engere Zusammenarbeit in der Corona-Pandemie beraten. "Wir müssen unsere gemeinsamen Anstrengungen zur Bekämpfung von Covid-19 verstärken", teile EU-Ratspräsident Charles Michel am Mittwochabend zur Bekanntgabe des Termins mit.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihre Kolleginnen und Kollegen hatten sich in der vergangenen Woche bei einem Gipfeltreffen in Brüssel darauf verständigt, die Koordinierung auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs zu verstärken. Zudem war vereinbart worden, sich um eine bessere grenzüberschreitende Ermittlung von Kontaktpersonen zu bemühen. Auch könnte es bald Absprachen zu Teststrategien und zur vorübergehenden Beschränkung nicht unbedingt notwendiger Reisen aus Drittstaaten in die EU geben, hieß es.

Mittwoch, 21. Oktober, 21.14 Uhr: Toter bei Corona-Impfstoff-Studie von AstraZeneca in Brasilien

Während der Studie zu einem Corona-Impfstoff des Pharmakonzerns AstraZeneca in Brasilien ist ein Proband gestorben. Dies bestätigte die brasilianische Überwachungsbehörde für Gesundheit, Anvisa, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Zuvor hatten brasilianische Medien darüber berichtet. Den Impfstoff hatte der britisch-schwedische Konzern in Zusammenarbeit mit der Universität Oxford entwickelt. Nach eigenen Angaben war die Anvisa bereits am Montag darüber informiert worden. Die Empfehlung laute, die Tests fortzusetzen. Der Fall werde derzeit geprüft, Daten über Freiwillige müssten vertraulich behandelt werden.

Dem Fernsehsender "CNN Brasil" zufolge handelt es sich bei dem Toten um einen 28 Jahre alten Mann aus Rio de Janeiro, der wegen Komplikationen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sei. Die brasilianische Zeitung "O Globo" berichtete dagegen unter Berufung auf Quellen, die aus rechtlichen Gründen nicht genannt werden wollten, dass der betreffende Freiwillige nicht den Impfstoff, sondern ein Placebo bekommen habe. Offiziell äußerten sich zu dieser Frage zunächst weder das Labor noch die Testzentren oder die Anvisa.

AstraZeneca hatte die klinische Studie für seinen vielversprechenden Corona-Impfstoff im September vorübergehend gestoppt - offenbar nicht zum ersten Mal. Das Vakzin AZD1222 zählte bis dahin zu den aussichtsreichen Kandidaten unter den potenziellen Corona-Impfstoffen. Sollte sich ein Zusammenhang des Todes des Freiwilligen mit dem Impfstoff herausstellen, wäre dies ein schwerer Schlag für das Projekt.

Der Impfstoff wird derzeit von der europäischen Arzneimittel-Behörde EMA in einem sogenannten Rolling-Review-Verfahren geprüft. Bei diesem Verfahren werden Daten aus der klinischen Prüfung fortlaufend eingereicht und bewertet. Mit AstraZeneca hat die EU bereits einen Rahmenvertrag über die Lieferung von Impfdosen geschlossen.

Mittwoch, 21. Oktober, 20.48 Uhr: Fast 27.000 neue Corona-Infektionen in Großbritannien

In Großbritannien sind innerhalb von 24 Stunden fast 27.000 Corona-Neuinfektionen registriert worden. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf mehr als 789.000 und die Zahl der Todesfälle auf über 44.000, wie die Regierung am Mittwoch mitteilte. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer wegen Mangel an Tests aus. Jeder Landesteil in Großbritannien entscheidet über seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen die zweite Ausbruchswelle. Besonders stark betroffen ist der Norden Englands, Teile von Wales, Schottland und Nordirland. In europäischen Statistiken zählt Großbritannien mit seinen knapp 67 Millionen Einwohnern zu den am schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern.

Mittwoch, 21. Oktober, 20.32 Uhr: Keine neuen Bayern-Ausfälle nach Gnabry-Infektion

Nach dem Corona-Fall Serge Gnabry gibt es beim FC Bayern München keine neuen Ausfälle von Leistungsträgern. Ein Spieler, der am Wochenende gegen Bielefeld noch gefehlt hatte, ist wieder mit an Bord.

Mittwoch, 21. Oktober, 20.12 Uhr: Neuer Höchststand bei Corona-Neuinfektionen in Italien

Italien hat bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus am Mittwoch einen neuen Höchststand verzeichnet. Die Gesundheitsbehörden des Landes meldeten knapp 15.200 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Am 16. Oktober hatte das Land mit seinen 60 Millionen Einwohnern erstmals seit Beginn der Pandemie im Februar die Marke von 10.000 überschritten. Außerdem wurden am Mittwoch 127 Covid-19-Tote gemeldet.

Die Dynamik der zweiten Corona-Welle sorgt in Italien zunehmend für Angst vor ernsten Engpässen in den Krankenhäusern. Ministerpräsident Giuseppe Conte forderte die Italiener in einer Rede im Senat in Rom auf, alle nicht notwendigen Reisen zu unterlassen. Es gelte einen großen Lockdown wie im Frühjahr zu vermeiden. Besonders schwer getroffene Regionen wie die Lombardei haben inzwischen begrenzte Verschärfungen wie nächtliche Ausgangsbeschränkungen erlassen. Insgesamt haben sich in dem Mittelmeerland bisher nachweislich fast 450.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Gesamtzahl der bekannten Todesfälle stieg auf 36.832.

Mittwoch, 21. Oktober, 19.45 Uhr: Unterallgäu: Grundschüler müssen am Platz keine Maske tragen - Eltern protestieren in Memmingen

Die Maskenpflicht an Schulen wird in der Politik und unter Eltern kontrovers diskutiert. Der Unterallgäuer Landrat hat jetzt entschieden, dass es an den Grundschulen im Landkreis eine Ausnahmeregelung geben soll. In Memmingen haben am späten Mittwochnachmittag etwa 40 Frauen und Männer gegen die Maskenpflicht in Grundschulen demonstriert. Aber auch in anderen Orten in Bayern wird das Thema diskutiert und Lockerungen beschlossen.

Mittwoch, 21. Oktober, 19.15 Uhr: Ostallgäuer Landrätin: Gehen davon aus, dass Inzidenz weiter steigt

Der Landkreis Ostallgäu hat nach Angaben des Landratsamts eine Sieben-Tages-Inzidenz von 80 erreicht. „Wir müssen davon ausgehen, dass der Wert auch in den nächsten Tagen ansteigt“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. Gerade im Bereich aller Schularten habe man bei Lehrern und Schülern "ein Infektionsgeschehen über den Landkreis verteilt und viele Klassen mit Lehrern in Quarantäne“, erklärt Medizinaldirektorin Dr. Michaela Hoffmann vom Ostallgäuer Gesundheitsamt. Diese Situation in den Schulen hatte das Ostallgäu selbst zu Hochzeiten der Pandemie im Frühjahr nicht.

Die derzeit geltenden Maßnahmen würden sowohl unter Bürgern wie auch in der Politik diskutiert, sagt Zinnecker. Die Landrätin zeigt Verständnis für die Wünsche der Eltern nach Erleichterungen, vor allem in den Grundschulen. „Wir sind in täglicher Abstimmung mit den Experten vom Gesundheitsamt und dem Schulamt und machen uns die Entscheidungen nicht leicht." Man müsse das Wohl der Kinder mit möglichen Infektionsgefahren in geschlossenen Räumen abwägen. Hoffmann: „Wir versuchen, beim derzeitigen Infektionsgeschehen im Ostallgäu Schulschließungen zu verhindern und mit Einschränkungen offen zu halten.“

Für den Ostallgäuer Schulamtsdirektor Andreas Roth ist klar, dass die Schulen vor Ort für die momentan schwierige Situation gewappnet sind und den Schulbetrieb bestmöglich aufrechterhalten. Die Maßnahmen und Regeln des Freistaates im Ostallgäu werden daher wegen des großflächigen und sprunghaften Infektionsgeschehens noch weiterbestehen. „Zumindest so lange, bis das Infektionsgeschehen Lockerungen zulässt“, sagt Landrätin Zinnecker.

Mittwoch, 21. Oktober, 19.05 Uhr: Wittelsbacher Schule in Kempten und Grundschule in Oberstdorf bis Ende Oktober geschlossen

Nach einigen positiven Coronatests bleibt die Kemptener Wittelsbacher Schule auf Anordnung des Gesundheitsamts Kempten-Oberallgäu bis mindestens einschließlich 30. Oktober geschlossen. Das teilte die Schulleitung in einem Elternbrief mit. Zwölf Klassen und Gruppen müssen demnach am Donnerstag an einem Reihentest teilnehmen und bis auf weiteres in häuslicher Quarantäne bleiben. Die Schüler der übrigen Klassen stünden derzeit nicht unter Quarantäne, Änderungen seien aber möglich. Die Grundschule in Oberstdorf bleibt ebenfalls bis nach den Herbstferien geschlossen. Dort haben sich laut Landratsamt Oberallgäu drei Lehrer und fünf Kinder mit dem Coronavirus infiziert.

Mittwoch, 21. Oktober, 18.20 Uhr: Auch Slowakei schließt Lockdown nicht mehr aus

Der slowakische Regierungschef Igor Matovic schließt nach einem Rekordzuwachs von 2202 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages einen Lockdown für sein Land nicht mehr aus. Um einen ähnlich raschen Zuwachs der Fallzahlen wie im Nachbarland Tschechien zu verhindern, helfe womöglich nur mehr, "das ganze Land abzuriegeln". Eine Entscheidung darüber solle der für Donnerstag einberufene nationale Corona-Krisenstab treffen. Ein Erfolg der von der Regierung geplanten Massentests aller über zehn Jahre alten Bewohner sei womöglich die letzte Chance, "dem tschechischen Szenario auszuweichen", erklärte der Gründer der populistisch-konservativen Wahlplattform Gewöhnliche Leute OLANO wekiter. Parlamentspräsident Boris Kollar von der zweitstärksten Regierungspartei Wir sind eine Familie zeigte sich pessimistischer. Möglicherweise sei es bereits zu spät, einen Lockdown zu verhindern.

Die Gesundheitsbehörden des 5,4-Millionen-Einwohner-Landes gaben die Gesamtzahl der Corona-Infizierten seit Ausbruch der Pandemie im Frühjahr am Mittwoch mit 33 602 Fällen an. Die Zahl der Corona-Toten wird auf 98 beziffert - allerdings zählt die Slowakei dabei nur Verstorbene, bei denen eine andere Todesursache ausgeschlossen wurde. Nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in der Slowakei binnen 14 Tagen bei 322,7 - der EU-Spitzenwert dazu lag am Mittwoch in Tschechien bei 975,8.

Mittwoch, 21. Oktober, 18 Uhr: Grönland wieder ohne aktiven Corona-Fall

Grönland hat derzeit keinen aktiven Corona-Fall mehr. Alle 16 bislang Infizierten auf der größten Insel der Erde sind wieder genesen, wie am Mittwoch aus Zahlen des grönländischen Gesundheitsamtes hervorging. Rund 10 200 Menschen sind demnach in Grönland bislang auf das Coronavirus getestet worden. Zunächst hatte die Zeitung "Sermitsiaq" darüber berichtet. Ihren Angaben zufolge war das Virus am 7. bei einer eingereisten Person und einen Tag später bei einer weiteren Person aus ihrem Umfeld festgestellt worden - es handelte sich um die ersten Corona-Fälle in Grönland seit Ende Juli. Jetzt seien beide wieder gesund gemeldet worden, schrieb die Zeitung am Mittwoch.

Mittwoch, 21. Oktober, 17.32 Uhr: Sprecher: Kabinett muss trotz Spahns Coronainfekt nicht in Quarantäne

Das Bundeskabinett muss nicht gesammelt in Quarantäne, obwohl der mit dem Coronavirus infizierte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an dessen Sitzung am Mittwoch teilgenommen hat. Ein Regierungssprecher teilte in Berlin auf Anfrage mit, das Kabinett tage unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln, die darauf abzielten, dass auch im Falle der Teilnahme einer Person, die später coronapositiv getestet werde, eine Quarantäne anderer oder gar aller Teilnehmer nicht erforderlich werde. Spahn war nach Angaben seines Ministeriums positiv auf das Virus getestet worden.

Mittwoch, 21. Oktober, 17.15 Uhr: Tschechien verhängt landesweiten Lockdown und schließt Geschäfte

Die Corona-Situation in Tschechien gerät außer Kontrolle. Die Regierung verhängt Ausgangsbeschränkungen, um einen Kollaps der Krankenhäuser zu verhindern. Selbst der Leiter des Krisenstabs, Innenminister Jan Hamacek, hat sich infiziert. So ist die aktuelle Lage.

Mittwoch, 21. Oktober, 17 Uhr: Gesundheitsminister Spahn positiv auf Corona getestet

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin mit. Spahn habe sich umgehend in häusliche Isolierung begeben, bislang hätten sich bei ihm nur Erkältungssymptome entwickelt, hieß es weiter. Spahn war allerdings am Mittwochvormittag noch im Kanzleramt.

Mittwoch, 21. Oktober, 16.50 Uhr: Wintersportler kritisieren Lockdown in Berchtesgaden

Rodel-Legende Georg Hackl und Ski-Olympiasiegerin Hilde Gerg sehen den Lockdown in Berchtesgaden kritisch. Was sie stört und worüber sie sich Sorgen machen.

Mittwoch, 21. Oktober, 16.42 Uhr: Landratsamt: Vor Coronatest in Kempten oder Sonthofen unbedingt anmelden

Wer sich in den Corona-Testzentren in Sonthofen oder Kempten testen lassen will, sollte sich vorher online anmelden unter www.oberallgaeu.org. Darauf weist das Landratsamt Oberallgäu hin. Der Landkreis und die Stadt Kempten betreiben gemeinsame Testzentren auf dem Marktanger Sonthofen und dem Gelände der Ari-Kaserne in Kempten. Die Einrichtungen sind von Montag bis Freitag im Wechsel vormittags von 10 bis 14 Uhr und nachmittags von 16 bis 20 Uhr in Betrieb (Abweichungen sind möglich).

Das Angebot der Testzentren gilt für jeden Bewohner Bayerns. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, setzen Stadt und Landkreis auf Online-Voranmeldungen mit Terminvergabe. Zum Test ist der QR-Code (Mobiltelefon oder ausgedruckt) und ein Ausweis mitzubringen. Die Anmeldung erfolgt über die Internetseite des Landkreises. Nur wenn keine Möglichkeit besteht, sich online anzumelden, kann man sich werktags zwischen 10 und 13 Uhr telefonisch anmelden: unter 08321/612-666. Infos gibt es über die bayernweite Corona-Hotline unter Telefon 089/122 220 und am Landratsamt unter 08321/612-166.

Mittwoch, 21. Oktober, 16.25 Uhr: Memminger Eishockeyspieler positiv auf Corona getestet

Mindestens zwei Eishockeyspieler der Memminger Indians sind positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Auf Nachfrage bestätigte Indians-Sprecher Michael Franz entsprechende Informationen unserer Zeitung.

Mittwoch, 21. Oktober, 15.53 Uhr: Grüne werfen Söder Alleingänge in Anti-Corona-Politik vor

Die Grünen im bayerischen Landgang haben erneut die aus ihrer Sicht mangelnde Zusammenarbeit der Staatsregierung mit dem Parlament in der Corona-Krise kritisiert und Alleingänge von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) beklagt. "Geht es Ihnen wirklich um die Pandemiebekämpfung, oder geht es Ihnen um Profilierung?", fragte die Fraktionsvorsitzende Katharina Schulze den Ministerpräsidenten am Mittwoch nach dessen Regierungserklärung im Landtag.

Söder stelle sich als selbstinszenierter Krisenmanager stets in den Vordergrund, werde aber dieser Rolle nicht gerecht. Das zeigten beispielsweise seine kritischen Worte zum Infektionsgeschehen in Regionen außerhalb von Bayern, während er entsprechende Entwicklungen in Bayern nicht so scharf kommentiere. "Wir müssen bei Corona alle Teamspieler sein", mahnte Schulze und bekräftigte unter anderem ihre Forderung nach einer Corona-Kommission im Landtag.

Mittwoch, 21. Oktober, 15.21 Uhr: NRW führt Maskenpflicht für Schüler auch im Unterricht wieder ein

Schüler ab der 5. Klasse müssen in Nordrhein-Westfalen nach den Herbstferien auch an ihrem Sitzplatz im Unterricht wieder Maske tragen. Die Regelung soll bis zu den Weihnachtsferien gelten, teilte das Schulministerium am Mittwoch in einer Mail an alle Schulen mit.

Mittwoch, 21. Oktober, 15.13 Uhr: Unbekannte überkleben Corona-Regel-Plakate in Füssen

Am späten Dienstagabend haben Unbekannte im Füssener Altstadtbereich Plakate mit Argumenten gegen die derzeitige Corona-Politik angebracht. Laut Polizei überklebten sie damit vor allem die aufgestellten Schilder „Maskentragegebot“. Die Polizei Füssen nimmt Hinweise zu dem Vorfall telefonisch unter 08362/91230 entgegen.

Mittwoch, 21. Oktober, 14.48 Uhr: Corona-Infotelefon der Stadt Memmingen: Fragen auch per E-Mail stellen

Das Corona-Infotelefon der Stadt Memmingen ist ab sofort unter der Nummer 08331/850-970 werktags von 8-12 Uhr wieder erreichbar. Jetzt bietet die Verwaltung Kontakt per E-Mail an. Bürger können ihre Fragen in eine E-Mail packen und an die Adresse infotelefon@memmingen.de schicken.

Mittwoch, 21. Oktober, 14.40 Uhr: UEFA: Bayern-Spiel gegen Atlético findet wie geplant statt

Das Champions-League-Spiel zwischen dem FC Bayern München und Atlético Madrid kann wie geplant stattfinden - das teilte ein UEFA-Sprecher mit. Weitere Details dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 21. Oktober, 13.01 Uhr: Söder gibt Regierungserklärung zur Corona-Krise in Bayern ab

Ministerpräsident Markus Söder spricht gleich über die Auswirkungen der Corona-Pandemie in Bayern und welche Strategie der Freistaat dabei weiter verfolgen will. Alle wichtigen Ausssagen der Pressekonferenz finden Sie hier.

Mittwoch, 21. Oktober, 12.33 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz: So sind die Werte außerhalb des Allgäus

Außerhalb des Allgäus sind die Werte der Sieben-Tage-Inzidenz fast überall gestiegen, die Stadt Augsburg überschreitet den Warnwert 100: Landkreis Landsberg: 56,5, Landkreis Weilheim-Schongau: 79,7, Stadt Augsburg: 112,6, Landkreis Augsburg: 58,8. In der Stadt München liegt der Wert aktuell bei 75,3, im Landkreis Garmisch-Partenkirchen bei 26,0 sowie im Landkreis Ravensburg bei 23,1. Auch in Österreich steigen die Zahlen: Im benachbarten Vorarlberg liegt der Wert bei 168,9, in Tirol bei 165,6.

Mittwoch, 21. Oktober, 11.35 Uhr: Ausnahme von der Maskenpflicht an Unterallgäuer Grundschulen

Schüler dürfen die Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht an ihrem Platz abnehmen, solange sie im festen Klassenverbund unterrichtet werden. Das hat der Unterallgäuer Landrat Alex Eder am Dienstagabend entschieden und das Schulamt entsprechend informiert.

Eine Anfrage von Alex Eder nach einer Ausnahme von der Maskenpflicht hatten die Regierung von Schwaben und das bayerische Gesundheitsministerium am Dienstag abgelehnt. Dann wurde jedoch bekannt, dass die Stadt München die Maskenpflicht bei Grundschülern im Unterricht aufgehoben hat. Deshalb hat sich der Landrat noch am Abend dazu entschieden, bis zur rechtlichen Klärung des Themas auch im Unterallgäu eine Ausnahme an den Grundschulen zu machen.

Alex Eder hält die aktuelle Regelung zur Maskenpflicht für Schüler für nicht verhältnismäßig. „Zudem bestätigt auch das Robert Koch-Institut inzwischen, dass Kinder und jüngere Jugendliche nicht Treiber der Pandemie sind.“ Darüber hinaus gibt der Landrat zu bedenken, dass gerade die Einschränkung bei Kindern dazu führe, dass Eltern die Maßnahmen und damit die aktuelle Corona-Politik generell vermehrt ablehnen würden. „Wir erleben eine steigende Ablehnungshaltung, die uns insgesamt kein Stück weiterbringt.“ Eine Ausnahme für feste Klassenverbünde, in denen stets der gleiche Sitznachbar links und rechts sitze, stelle dagegen ein sehr gutes Mittelmaß dar. „Dies wird sicherlich auch von den Eltern deutlich besser akzeptiert, da es mit gesundem Menschenverstand nachvollziehbarer ist.“

Die bayerische Corona-Ampel sieht eine Maskenpflicht für alle Schüler vor, sobald der Grenzwert von 50 Neuinfektionen überschritten wurde und diese auf Rot steht wie im Unterallgäu. Alex Eder wollte mit seiner Anfrage bei der Regierung von Schwaben und dem bayerischen Gesundheitsministerium eine Ausnahmeregelung für alle Schüler erreichen. Nun gilt die Ausnahme vorerst für Grundschüler.

Der Unterallgäuer Landrat Alex Eder.
Der Unterallgäuer Landrat Alex Eder.
Bild: Alex Eder

Mittwoch, 21. Oktober, 11.25 Uhr: Spahn sieht keinen bundesweiten "Lockdown"

Zu einem großflächigen Stillstand in Deutschland wie im Frühjahr wird es nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der jetzigen Corona-Situation nicht kommen. "Einen zweiten Lockdown, so wie er immer gemeint wird, den sehe ich nicht", sagte Spahn auf die entsprechende Frage eines Nutzers der Social-Media-App Jodel. Dort hatten sich auch in der Vergangenheit bereits Spitzenpolitiker, unter anderem Kanzleramtschef Helge Braun (CDU), Fragen von Nutzern gestellt.

Spahn begründete seine Aussage damit, dass man wisse, dass es beispielsweise im Einzelhandel, bei Friseuren und in anderen Bereichen momentan keine Ausbrüche gebe, wenn auf die sogenannte AHA-Regel - Abstand, Hygiene, Alltagsmaske - geachtet werde. "Also wir haben Bereiche, von denen wissen wir heute besser als im März, wo die Risiken händelbar sind, und deswegen würde man sie auch nicht wieder schließen müssen." Aktuell sehe man in Berchtesgaden, dass regional bei besonders vielen Infektionen alles "mal wieder zwei oder drei Wochen" deutlich heruntergefahren werde, um es in den Griff zu bekommen. Das Virus sei dynamisch, und keiner wisse, was in drei Monaten sei. Aber Stand heute sehe er so eine Situation wie im März/April nicht.

Mittwoch, 21. Oktober, 10.47 Uhr: Auch zweiter Corona-Test bei Steinmeier negativ

Auch ein zweiter Corona-Test bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist negativ ausgefallen. Das teilte eine Sprecherin des Bundespräsidialamts am Mittwoch mit. Das zuständige Gesundheitsamt habe festgelegt, dass das Staatsoberhaupt noch bis zum 29. Oktober in Quarantäne bleiben müsse, hieß es weiter. Steinmeier hatte sich am Wochenende selbst in Quarantäne begeben, nachdem einer seiner Personenschützer positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Ein erster Test bei ihm fiel negativ aus.

Mittwoch, 21. Oktober, 10.15 Uhr: Söder erwägt ab neuem Corona-Grenzwert 100 zusätzliche Gegenmaßnahmen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zieht einen neuen Corona-Grenzwert mit zusätzlichen Beschränkungen in Betracht. In einer CSU-Fraktionssitzung am Mittwoch nannte er nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur einen neuen Grenzwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Man müsse bei diesem Wert beginnen, weitere Maßnahmen in Betracht zu ziehen, Richtlinien vorzugeben, sagte Söder nach Teilnehmerangaben. Details ließ er zunächst offen. Am Nachmittag will er eine Regierungserklärung im Landtag zur Corona-Krise abgeben.

Nach der bisherigen bayerischen Corona-Ampel gilt ab einem Wert von 35 Stufe Gelb - dann greifen in den betroffenen Regionen automatisch eine verschärfte Maskenpflicht, striktere Kontaktbeschränklungen und eine Sperrstunde in der Gastronomie. Bei einem Wert von 50 schaltet die Ampel auf Rot, dann gelten regional noch einmal schärfere Kontaktbeschränkungen und Restaurants müssen noch früher schließen. Zuletzt hatten aber immer mehr Regionen in Bayern und auch in Deutschland den 50er-Wert teils deutlich überschritten. Viele Regionen liegen klar über 100, Spitzenreiter war zuletzt der Landkreis Berchtesgadener Land mit konstant und weit über 200.

Mittwoch, 21. Oktober, 10.05 Uhr: Polizei kontrolliert am Freitag Maskenpflicht in Bus und Bahn

Am Freitag führt die Polizei eine Kontrolle der Maskenpflicht unter anderem im Öffentlichen Personennahverkehr durch. Wo im Allgäu kontrolliert wird, erfahren Sie hier.

Mittwoch, 21. Oktober, 9.42 Uhr: Zwei Drittel der Einwohner von NRW leben in Risikogebiet

In Nordrhein-Westfalen wohnen inzwischen zwei Drittel der Bevölkerung in einem Corona-Risikogebiet. Rund 12 Millionen Einwohner leben in Städten oder Kreisen, die über der kritischen Schwelle von 50 Neuinfektionen liegen, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch hervorgeht. Das bevölkerungsreichste Bundesland NRW hat knapp 18 Millionen Einwohner.

Mehrere Regionen verzeichneten sogar mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche - darunter die Millionenstadt Köln mit einem Wert von 104,5. Dunkelrot auf der RKI-Karte waren auch Duisburg, Gelsenkirchen, die Städteregion Aachen und Wuppertal. Die höchsten Werte hatte die bergische Stadt Solingen mit rund 159.250 Einwohnern und einem Wert von 137,5 sowie Herne mit 133,6 und 156.450 Einwohnern. Das gesamte Ruhrgebiet galt auch am Mittwoch weiter als Risikogebiet.

Mittwoch, 21. Oktober, 9.25 Uhr: Vor Champions-League-Auftakt: Weitere Corona-Tests bei Bayern-Profis

Titelverteidiger FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach sollen am Mittwochabend als letzte Clubs aus der Fußball-Bundesliga in die neue Champions-League-Saison starten. Bevor die Münchner ihr Auftaktspiel gegen Atlético Madrid (21.00 Uhr/Sky) bestreiten dürfen, müssen sich alle Profis erneut einem Corona-Test unterziehen, nachdem sich Nationalspieler Serge Gnabry mit Sars-CoV-2 infiziert hat. Weitere Tests seiner Teamkollegen am Spieltag sollen zeigen, wer für die Partie gegen Atlético zur Verfügung steht - und ob das Spiel überhaupt stattfinden kann. Die Gladbacher stehen bei Inter Mailand (21.00 Uhr/DAZN) vor ihrer ersten hohen Hürde in der Hammergruppe B.

Mittwoch, 21. Oktober, 8.05 Uhr: Viele Corona-Neuinfektionen: Debatte über Einschränkungen für Bürger

Höchststände bei den Corona-Infektionen in mehreren Regionen Deutschlands haben zu neuen, teils massiven Einschränkungen für Bürgerinnen und Bürger geführt. Im am schlimmsten betroffenen Kreis Berchtesgadener Land in Bayern dürfen die Menschen die Wohnung nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Schulen, Kitas oder Freizeiteinrichtungen und Restaurants müssen schließen.

In Brandenburg etwa werden in Regionen mit hohen Infektionszahlen künftig schärfere Begrenzungen für private Feiern und ein nächtliches Ausschankverbot umgesetzt, in Berlin gilt eine erweiterte Maskenpflicht. Zudem kam angesichts der zugespitzten Corona-Lage bei den europäischen Nachbarn das Thema Grenzkontrollen wieder hoch. Wie geht es für Deutschland weiter? Die Debatte über die Einschränkungen.

Mittwoch, 21. Oktober, 7.30 Uhr: Deutschland sagt Nato Soldaten für mögliche Covid-19-Einsätze zu

Deutsche Soldaten könnten während der zweiten Welle der Corona-Pandemie zu Kriseneinsätzen in andere Nato- und Partnerländer geschickt werden. Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage bestätigte, hat die Bundesregierung der Nato Unterstützung für deren Notfallplan "Allied Hand" zugesagt. Demnach würden bei Bedarf medizinisches Personal, Pioniere und Experten aus der Truppe für die Abwehr von atomaren, biologischen oder chemischen Gefahren für Auslandseinsätze bereitgestellt. Insgesamt soll die Entsendung von rund 160 Spezialisten möglich sein. Hinzukommen könnten Soldatinnen und Soldaten, die den jeweiligen Einsatz von Deutschland aus unterstützen, heißt es aus dem Ministerium von Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU).

Aktiviert werden soll der Notfallplan zum Beispiel dann, wenn in Bündnisstaaten oder Nato-Partnerländern wie der Ukraine, Georgien oder Schweden wegen sehr hoher Infektionszahlen ein Zusammenbruch des Gesundheitssystems droht und der betroffene Staat um Unterstützung bittet. Notwendig wäre zudem ein Beschluss der 30 Nato-Staaten im Nordatlantikrat.

Mittwoch, 21. Oktober, 6.45 Uhr: Vier Allgäuer Städte und Kreise über 7-Tage-Inzidenz von 50

Memmingen, Lindau, das Ostallgäu und das Unterallgäu liegen auch am Mittwoch über der 7-Tage-Inzidenz von 50. Das bedeutet, dass in diesen Städten und Kreisen nach wie vor die verschärften "roten" Corona-Regeln gelten und beispielsweise Treffen auf fünf Personen oder zwei Haushalte beschränkt sind (siehe Grafik). Außerdem gilt eine Sperrstunde ab 22 Uhr. Die verschärften Regeln wurden zu Beginn der Woche wegen der steigenden Zahl der Neu-Infektionen festgelegt, sie gelten mindestens eine Woche.

Memmingen hat mit einem Wert von 79,4 (Vortag 84) die höchste 7-Tage-Inzidenz im Allgäu. Das Oberallgäu hat mit 32,0 (Vortag 34,6) die niedrigste 7-Tage-Inzidenz. Dort gelten aber auch die "gelben" Corona-Regeln (u.a. Treffen mit bis zu max. 10 Personen, Sperrstunde um 23 Uhr), da der Landkreis am Montag den Frühwarnwert von 35 überschritten hatte.

In Kaufbeuren und in Kempten gelten auch nach wie vor die "gelben" Corona-Regeln. In Kaufbeuren ist die 7-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag gleich geblieben (36), in Kempten ist sie von 39 auf 43 gestiegen. Kempten nähert sich somit dem 7-Tage-Inzidenz-Wert von 50.

Die Corona-Ampel: Wenn die 7-Tage-Inzidenz-Werte von 35 bzw. 50 überschritten werden, gelten strengere Corona-Regeln.
Die Corona-Ampel: Wenn die 7-Tage-Inzidenz-Werte von 35 bzw. 50 überschritten werden, gelten strengere Corona-Regeln.
Bild: Grafik: AZ, Berger

Mittwoch, 21. Oktober, 6.25 Uhr: Söder gibt Regierungserklärung zu Corona-Krise im Landtag ab

Angesichts der immer weiter steigenden Corona-Zahlen in Bayern will Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch (13 Uhr) eine Regierungserklärung im Landtag abgeben. Im Zentrum steht die weitere Strategie im Kampf gegen das Virus. Söder will dem Vernehmen nach vor allem an die Verantwortung und Vernunft jedes einzelnen appellieren, extrem vorsichtig zu sein und geltende Schutzregeln strikt einzuhalten. Der CSU-Chef warnte diese Woche bereits vor einem zweiten Lockdown. Wir berichten an dieser Stelle live von der Regierungserklärung.

Mittwoch, 21. Oktober, 6 Uhr: 7595 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Wir starten den Tag mit den aktuellen Corona-Zahlen: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert-Koch-Instituts vom Mittwochmorgen 7595 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Der Wert bleibt damit knapp hinter der Höchstmarke von 7830 vom Samstag zurück, liegt aber deutlich über den 5132 gemeldeten Neuinfektionen vom vergangenen Mittwoch.

"Aktuell ist ein beschleunigter Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten", schreibt das RKI in seinem Lagebericht vom Dienstag. "Daher wird dringend appelliert, dass sich die gesamte Bevölkerung für den Infektionsschutz engagiert." Dazu zählt das RKI unter anderem Abstands- und Hygieneregeln auch im Freien, Lüften von Innenräumen und, wo geboten, eine Mund-Nasen-Bedeckung. Die Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - sei im Bundesschnitt auf 48,6 gestiegen.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 380.762 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 21.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9.875. Das waren 39 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 302.100 Genesene.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Dienstag bei 1,25 (Vortag: 1,35). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel 12 bis 13 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Dienstag, 20. Oktober, 21.30 Uhr: Intensivmediziner: Kein Engpass bei Betten, aber beim Personal

Den Kliniken in Deutschland droht durch den Anstieg der Covid-19-Patienten kein Kollaps, es könnte aber zu Engpässen in anderen Bereichen kommen. Diese Auffassung vertrat Stefan Kluge, der Chef der Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf am Dienstag im NDR-Podcast "Coronavirus-Update". Er sprach dort neben der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek.

Aktuell würden sechs Prozent der "Testpositiven" stationär im Krankenhaus aufgenommen, sagte Kluge. Ungefähr zwei Prozent der Infizierten müssten auf eine Intensivstation. Die Gesamtzahl der Intensivpatienten mit Covid-19 sei derzeit "noch relativ moderat".

Auch auf weiter steigende Patientenzahlen sei das Gesundheitswesen vorbereitet: "Es wird keiner in Deutschland sterben, weil er kein Beatmungsbett bekommt. Das wird nicht passieren", sagte Kluge. Freie Intensivbetten gebe es derzeit genug - der Engpass sei das Personal. "Der Pflegemangel ist unser Hauptproblem." Das sei schon vor Corona so gewesen. Wenn mehr Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt werden müssen, müsse man Personal innerhalb der Klinik umverteilen "und das führt zu einer Leistungseinschränkung der übrigen Bereiche, das muss uns ganz klar sein."

Dienstag, 20. Oktober, 21 Uhr: Bayern-Star Gnabry positiv auf Corona

Serge Gnabry vom FC Bayern ist positiv auf Corona getestet. Mehr dazu hier.

Dienstag, 20. Oktober, 20 Uhr: Spahn: "Maßnahmen in Berchtesgaden sind richtig"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat in der Corona-Pandemie die strengen Ausgangsbeschränkungen im bayerischen Kreis Berchtesgadener Land begrüßt. "Das ist jetzt hart für die Bevölkerung in Berchtesgaden, das sind harte zwei, drei Wochen. Aber es sind eben zwei, drei Wochen, die helfen, diese Infektion auch wirklich effizient wieder unter Kontrolle zu bringen", sagte er am Dienstagabend im ZDF. "Und das ist am Ende besser als etwa mit Einreisebeschränkungen (...) dann innerdeutsch da zu agieren. Also ich finde das, was die bayerische Staatsregierung macht, genau richtig."

Die Leiterin des Genfer Universitätszentrums für neue Viruserkrankungen, Isabelle Eckerle, sagte in der Sendung mit Blick auf die Maßnahmen: "Die wären noch effektiver, wenn man sie früher ergreifen würde, aber dann ist die Akzeptanz sehr, sehr gering."

Am Montag hatte das Berchtesgadener Land bundesweit die höchste Zahl an Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen: Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 272,8. Am Dienstag sank sie auf 236. Erstmals seit dem Frühjahr ist das Verlassen der eigenen Wohnung nur noch mit triftigem Grund erlaubt. Schulen und Kitas wurden geschlossen. Unsere Reporter waren vor Ort - den Text dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 20. Oktober, 19 Uhr: Niedersachsen will Atom-Transport wegen Corona erneut verschieben

Niedersachsen will den für Anfang November geplanten Castor-Atomtransport durch Deutschland wegen der Corona-Pandemie erneut verschieben. In einem Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) bat Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD), "dass der Transport und die damit einhergehenden Einsatzmaßnahmen erneut verschoben werden", wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet. Das Innenministerium in Hannover bestätigte das Schreiben am Dienstag.

Die sechs rund 100 Tonnen schweren Castor-Behälter mit radioaktiven Abfällen aus der britischen Wiederaufbereitungsanlage Sellafield sollten eigentlich bereits im Frühjahr per Schiff ins niedersächsische Nordenham und dann mit der Bahn weiter ins Atomkraftwerk im hessischen Biblis gebracht werden. Wegen der Corona-Krise wurde dies aber abgesagt.

Pistorius schildert in dem Brief, er habe den Polizeieinsatz zur Sicherung des Transports mit seinen Behörden "intensiv erörtert" und sei zu einer "Neubewertung" gekommen, schreibt das Nachrichtenmagazin. Demnach sei der Transport derzeit wegen der Pandemie "nicht vertretbar".

Dienstag, 20. Oktober, 18.30 Uhr: Keine Maskenpflicht am Sitzplatz für Münchner Grundschüler

Grundschüler in München müssen an ihrem Sitzplatz keine Maske mehr tragen. "Grundschüler sind keine Infektionstreiber", erklärte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Dienstag. Ohne Mund-Nasen-Schutz sollen die Einschränkungen für junge Schüler so gering wie möglich gehalten werden.

Wenn eine Stadt den kritischen Wert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen überschreitet, müssen eigentlich alle Schüler eine Maske im Unterricht tragen. Laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) liegt der Inzidenzwert für München bei 72,77 (Stand: Dienstag, 0800 Uhr). Die Stadt macht nun eine Ausnahme für Grundschulen und Grundstufen an Förderzentren.

Schüler ab der fünften Klasse müssen auch in München weiter eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn zwischen ihnen kein Abstand von mindestens 1,5 Meter eingehalten werden kann.

Dienstag, 20. Oktober, 17.40 Uhr: Grundschule Westerheim (Unterallgäu) öffnet am Mittwoch wieder

Die Grundschule in Westerheim (Landkreis Unterallgäu) wird am Mittwoch wieder öffnen. Dort sind zwar mittlerweile drei Betreuungskräfte positiv getestet worden. Laut Schulleiterin Sabine Bomheuer bleiben deshalb etwa 40 Kinder in Quarantäne, für die anderen findet aber wieder Unterricht statt.

Dienstag, 20. Oktober, 17.05 Uhr: Weiterer Corona-Todesfall in Kaufbeuren

Es gibt laut Kaufbeurens Bürgermeister Stefan Bosse einen zehnten Todesfall in Kaufbeuren. Es ist eine hochbetagte Frau mit Vorerkrankungen aus einem Altersheim.

Dienstag, 20. Oktober, 17.05 Uhr: Corona-Ausbruch in Berchtesgaden - was ist die Ursache?

Nach dem massiven Anstieg der Corona-Zahlen im Landkreis Berchtesgadener Land sind die Ursachen weiter offen. Es handele sich um ein diffuses Geschehen, sagte Landrat Bernhard Kern (CSU) am Dienstag. Eine konkrete Ursache sei nicht feststellbar - es gehe auch nicht um eine private Feier. "Es ist nicht zurückzuführen auf eine einzelne Feierlichkeit, die im Landkreis stattgefunden hat."

Es sei nun dennoch das Gebot der Stunde, sich an die Regeln der seit Dienstag gültigen Allgemeinverfügung zu halten. Dazu gehöre, dass man auch "Feierlichkeiten speziell im Privatbereich unterlassen muss". Auch der Leiter des Gesundheitsamtes, Wolfgang Krämer, sagte, die Infektionen ließen sich nicht auf eine Quelle zurückführen.

Kern kündigte an, am Mittwoch sollten Soldaten der Bundeswehr eintreffen, um das Landratsamt bei der Nachverfolgung der Infektionsketten zu unterstützen. Das Wichtigste sei nun, dass die Bevölkerung die Einschränkungen mittrage. Er hoffe, damit bald wieder einstellige Zahlen bei dem so genannten Inzidenzwert zu erreichen - und die Schulen nach den Herbstferien am 9. November wieder öffnen zu können.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 .000 Einwohner binnen sieben Tagen im Landkreis sank am Dienstag leicht auf 236,01; am Montag hatte der Wert bei 272,8 und damit bundesweit an der Spitze gelegen. Gesundheitsamtsleiter Krämer sagte, derzeit gebe es im Landkreis 260 bestätigte Corona-Fälle, 169 Patienten zeigten Symptome wie Husten und Fieber. In der Klinik in Bad Reichenhall seien zwei Verdachtsfälle und zwölf bestätigte Fälle auf Normalstation, zwei Patienten würden auf Intensivstationen behandelt. Man sei "noch weit davon entfernt, die Kapazitätsgrenze zu erreichen".

Dienstag, 20. Oktober, 17 Uhr: Slowakische Regierung will fast das ganze Volk auf Corona testen

Wer sich nicht auf Corona testen lässt, muss in Quarantäne: Die slowakische Regierung hat am Dienstag ein drastisches Vorgehen bei ihren geplanten Corona-Massentests angekündigt. Der Regierungsplan sieht vor, dass an den kommenden drei Wochenenden jeweils von Freitag bis Sonntag alle über zehn Jahre alten Bewohner des Landes einem Antigen-Schnelltest unterzogen werden sollen. Das Vorgehen sorgte für Irritation und Rätselraten in den Medien. Der populistisch-konservative Regierungschef Igor Matovic hatte das Vorhaben am Wochenende überraschend angekündigt, ohne vorher seine Koalitionspartner zu informieren.

Obwohl bereits am kommenden Freitag die erste Phase der Massentests beginnen soll, beantwortete Matovic erst am Dienstag die Frage, ob die Tests freiwillig oder verpflichtend sein sollten: "Die Tests werden mit sehr großer Wahrscheinlichkeit freiwillig sein - aber mit der Einschränkung, dass jeder, der keinen negativen Test vorweisen kann, für die nächsten zehn Tage in Quarantäne gehen muss."

Dienstag, 20. Oktober, 16.45 Uhr: Keine Ausnahme von der Maskenpflicht im Unterallgäu

Im Unterallgäu ist im Unterricht keine Ausnahme von der Maskenpflicht möglich. Dies haben das bayerische Gesundheitsministerium und die Regierung von Schwaben entschieden. Landrat Alex Eder wollte über eine Ausnahmegenehmigung erreichen, dass alle Schüler, die im festen Klassenverbund unterrichtet werden, die Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht an ihrem Platz abnehmen dürfen. Damit gilt nun weiterhin: Schüler ab der 1. Klasse müssen im Unterricht eine Alltagsmaske tragen, solange die bayerische Corona-Ampel im Unterallgäu auf Rot steht.

Dienstag, 20. Oktober, 16:40 Uhr: Die Schweiz hat rechnerisch doppelt so viele Corona-Fälle wie Italien

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der Schweiz hat sich binnen einer Woche verdoppelt. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl zähle die Schweiz damit doppelt so viele Neuansteckungen wie Italien, sagte Stefan Kuster, Leiter Übertragbare Krankheiten im Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Dienstag in Bern. 3008 neue Corona-Fälle in 24 Stunden wurden am Dienstag in der Schweiz und in Liechtenstein gemeldet. Zudem registrierte das BAG acht neue Todesfälle.

Der Anstieg werde sich nicht verlangsamen, bis die neuen Maßnahmen griffen, sagte Kuster. In der Schweiz gilt seit Montag ein Versammlungsverbot für mehr als 15 Menschen im öffentlichen Raum, die Maskenpflicht wurde auf öffentlich zugängliche Räume wie Geschäfte oder Bahnhöfen und Haltestellen ausgedehnt.

Im Schnitt stecke in der Schweiz jeder Infizierte derzeit 1,6 weitere Menschen an. Es müsse dazu von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden, sagte Kuster. Krankenhäuser würden wahrscheinlich wieder damit beginnen, Operationen, die nicht absolut notwendig seien, zu verschieben, um Kapazitäten zu schaffen.

Dienstag, 20. Oktober, 16.25 Uhr: Maskenpflicht im Füssener Skatepark

Ab sofort gilt eine Maskenpflicht im Skate- und Bikepark Füssen. Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass dies sowohl für Zuschauer als auch für Sportler gilt – auch während des Sporttreibens. Hintergrund ist die derzeit hohe Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus.

Dienstag, 20. Oktober, 16.20 Uhr: Maskenpflicht auf Kaufbeurer Wochenmarkt

In Kaufbeuren gilt auf stark frequentierten Plätzen nun eine Maskenpflicht. Die Stadt Kaufbeuren hat als stark frequentierte Plätze die beiden Wochenmärkte zu deren Öffnungszeiten erklärt. Dies bedeutet, dass in der Kaiser-Max-Straße während des Wochenmarktes an den Donnerstagen von 7.30 Uhr bis 13 Uhr Maskenpflicht besteht. Das gilt ebenso auf dem Bürgerplatz in Kaufbeuren-Neugablonz an den Samstagen von 7.30 Uhr bis 13 Uhr. Die Allgemeinverfügung tritt am 22. Oktober in Kraft.

Dienstag, 20. Oktober, 16.15 Uhr: Zwei Ostallgäuer Grundschulklassen in Quarantäne

Auch in Stöttwang-Westendorf (Landkreis Ostallgäu) sind nun zwei Grundschulklassen in Quarantäne. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 20. Oktober, 16.15 Uhr: Gericht kippt Beherbergungsverbot für Mecklenburg-Vorpommern

Auch in Mecklenburg-Vorpommern sind die bislang geltenden Beherbergungsbeschränkungen für Urlaubsgäste aus Corona-Risikogebieten gerichtlich gekippt worden. Das Oberverwaltungsgericht in Greifswald gab am Dienstag den Eilanträgen von zwei Hotelbetrieben statt, die gegen die geforderten Corona-Negativtests geklagt hatten. Die Landesregierung habe keinen sachlichen Grund darlegen können, weshalb Urlaubsgäste aus Risikogebieten anders zu behandeln seien als etwa Schüler, Studenten oder Berufspendler, teilte das Gericht zur Begründung mit.

Dienstag, 20. Oktober, 15.45 Uhr: Eine weitere Person im Landkreis Unterallgäu stirbt an oder mit Covid

Im Landkreis Unterallgäu ist erneut eine Person an oder mit Covid-19 gestorben. Das meldet das Landratsamt. Laut einer Sprecherin war die betroffene Person 90 Jahre alt. Damit steigt die Zahl der Corona-Toten im Landkreis auf 21.

Dienstag, 20. Oktober, 15.20 Uhr: Corona-Hotspot Berchtesgadener Land - Zahlen leicht gesunken

Im Kreis Berchtesgadener Land ist die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag leicht gesunken. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen im Landkreis sank auf 236,01, wie das Landratsamt mitteilte. Am Montag lag der Wert bei 272,8 und damit bundesweit an der Spitze. Seit Montag wurden laut Landratsamt 40 weitere Sars-CoV-2-Fälle bestätigt, am Vortag waren es noch 57 gewesen. Erstmals seit dem Lockdown im Frühjahr traten am Dienstagmittag in dem Landkreis strikte Ausgangsbeschränkungen in Kraft.

Das Verlassen der eigenen Wohnung ist dort zunächst für 14 Tage nur noch mit triftigem Grund erlaubt. Zudem müssen Schulen und Kitas schließen. Es soll lediglich eine Notbetreuung geben, wie Landrat Bernhard Kern sagte. Auch Freizeiteinrichtungen aller Art sowie Restaurants dürfen nicht mehr öffnen. Veranstaltungen werden untersagt - mit Ausnahme von Gottesdiensten. Hotels müssen ebenfalls schließen, außer für Übernachtungen für Geschäftsreisende.

Zu triftigen Gründen für das Verlassen der Wohnung zählen beispielsweise die Ausübung beruflicher Tätigkeiten, nötige Einkäufe, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft - dies aber nur alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands.

Dienstag, 20. Oktober, 15.05 Uhr: Staatskanzleichef rät Berchtesgaden-Urlaubern zu Corona-Tests

Bayerns Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) hat abreisenden Urlaubern aus dem Corona-Hotspot Berchtesgadener Land im Zweifel Corona-Tests nahegelegt. Es sei die Verantwortung jedes einzelnen, sich zu überlegen, wo er einer möglichen Ansteckungsgefahr ausgesetzt war, und sich sicherheitshalber testen zu lassen, sagte Herrmann am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Für Urlauber aus anderen Landesteilen Bayerns beispielsweise sei dies in den kommunalen Testzentren möglich, betonte der CSU-Politiker.

Im Landkreis Berchtesgadener Land gilt wegen extrem gestiegener Corona-Zahlen nun für zwei Wochen ein weitreichender "Lockdown", unter anderem mit Ausgangsbeschränkungen, der Schließung von Schulen, Kitas, Freizeiteinrichtungen und dem Verbot von Versammlungen. In Hotels dürfen jetzt nur noch Geschäftsreisende übernachten.

Dienstag, 20. Oktober, 15 Uhr: Bayern nun insgesamt über der kritischen 50er-Marke

In Bayern infizieren sich nachweislich immer mehr Menschen mit dem Coronavirus - der Freistaat liegt mittlerweile über dem bundesweit vereinbarten Warnwert von 50. Genau 51,72 Infizierte je 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen meldete das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Dienstag in Erlangen.

In allen Regierungsbezirken steigen die Zahlen. Oberbayern liegt mit dem sogenannten Inzidenz-Wert von 64 vorne, gefolgt von Schwaben (59,81) und Niederbayern (56,02). Unter der wichtigen 50er-Warnstufe liegen Unterfranken (45,01), die Oberpfalz (38,04), Mittelfranken (37,57) und Oberfranken (24,12).

Spitzenreiter ist weiter der Landkreis Berchtesgadener Land mit 236,01 registrierten Neuinfektionen in den vergangenen 7 Tagen pro 100 000 Einwohner. Bayerns drittgrößte Stadt Augsburg folgt mit 123,07, Weiden mit 116,98, Schweinfurt mit 104,82. Für den Landkreis Rottal-Inn wurde ein Wert von 134,15 angegeben, für den Landkreis Mühldorf am Inn 102,7.

Im gesamten Freistaat sind bisher 80.966 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden (Stand: Dienstag, 8 Uhr). 2719 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten, sind in Bayern gestorben. Als genesen galten rund 67.380 Menschen.

Dienstag, 20. Oktober, 14.50 Uhr: Ischgl will eines der sichersten Ziele im Alpenraum sein

Der österreichische Wintersportort Ischgl, im März Hotspot bei der Verbreitung der Corona-Pandemie, will in der bevorstehenden Saison eines der sichersten Ziele im Alpenraum sein. "Die Erfahrungen des vergangenen Winters bestimmen unser Handeln für die Zukunft", betonten die Tourismus- und Seilbahn-Verantwortlichen am Dienstag. So habe die Silvrettaseilbahn AG zuletzt rund 700 000 Euro in Gesundheits- und Sicherheitsstandards investiert. Kameras sollen sofort über Gruppen-Bildung beim Anstehen aufklären. Zudem sollen Wartezeiten vorhergesagt und mit Kaltvernebelungsgeräten die Seilbahn-Kabinen desinfiziert werden. Der Tourismusverband Paznaun-Ischgl habe gemeinsam mit den Skigebieten eine neue App pro Ort im Paznauntal entwickelt, die auch die Möglichkeit der Gäste-Registrierung in Restaurants einschließe, hieß es. Das System zum Testen von Gästen, Mitarbeitern und Einheimischen werde derzeit ausgebaut. Après-Ski werde es in diesem Winter in der bisher bekannten Form nicht geben. Geplant ist der erste Skitag in Ischgl am 26. November, Galtür soll am 5. Dezember, Kappl und See am 18. Dezember folgen. Unterdessen wird das von der Bundesregierung lancierte Corona-Testprogramm für den Tourismus ausgeweitet, wie das Tourismusministerium der österreichischen Nachrichtenagentur APA mitteilte. Damit seien nun etwa auch Skilehrer, Bergführer, Reisebegleiter, Fremdenführer oder Privatzimmervermieter anspruchsberechtigt und könnten sich einmal pro Woche testen lassen. Für das seit Juli laufende Programm hat die Regierung bis Jahresende 150 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Bisher wurden 350 000 Tests bei rund 83.000 Mitarbeitern gemacht.

Dienstag, 20. Oktober, 14.30 Uhr: Kanzleramtschef Braun ruft zur Nutzung der Corona-Warn-App auf

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hat angesichts drohender Überlastung von Gesundheitsämtern wegen der hohen Zahlen von Corona-Infektionen zur Nutzung der Corona-Warn-App des Bundes aufgerufen. "Da, wo die Gesundheitsämter in den Hotspots mit der Kontaktnachverfolgung nicht mehr hinterherkommen, ist die Corona-Warn-App das einzige Instrument, was einen noch auf Corona-Kontakte hinweist", sagte Braun am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er ergänzte: "Daher ist jetzt für alle, die sie noch nicht nutzen, ein guter Zeitpunkt, die App zu laden und im Hintergrund laufen zu lassen."

Dienstag, 20.Oktober, 14.10 Uhr: Staatskanzleichef will Schulen, Kitas und Wirtschaftsleben offen halten

Die bayerische Staatsregierung hält auch bei steigenden Corona-Zahlen an ihrer klaren Priorität fest, vor allem Schulen, Kindergärten und Krippen offen zu lassen und das Wirtschaftsleben nicht zu beeinträchtigen. "Wir wollen natürlich Schule, Kindertagesstätten und das Berufsleben offenhalten", sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Das bedeute aber, dass man im Übrigen mit den Anti-Corona-Maßnahmen entsprechend konsequent sein müsse.

Die Staatsregierung begrüßt deshalb den weitgehenden "Lockdown" im Landkreis Berchtesgadener Land mit Ausgangsbeschränkungen und der Schließung von Schulen, Kitas, Freizeiteinrichtungen, dem Verbot von Versammlungen und weiteren einschneidenden Maßnahmen. "Die halten wir für richtig und auch für zielführend", sagte Herrmann. Dies sei notwendig, um das Infektionsgeschehen wieder deutlich zu verringern.

"Die Lage insgesamt ist nach wie vor stark besorgniserregend", sagte Herrmann mit Blick auf Bayern, Deutschland und Europa. Binnen eines Tages kamen nach Angaben des CSU-Politikers allein im Freistaat noch einmal 1166 Corona-Neuinfektionen hinzu, sieben Menschen starben.

Dienstag, 20. Oktober, 13.40 Uhr: Haben Sie Fragen zu den aktuellen Corona-Regeln?

Im gesamten Allgäu gelten verschärfte Corona-Regeln, weil die Zahl der Covid19-Neuinfektionen angestiegen sind und die Warnwerte der 7-Tage-Inzidenzen überschritten wurden. Manche getroffene Maßnahmen werfen aber Fragen auf: Muss ich beim Sport in der Halle eine Maske tragen? Darf ich zum Wandern noch in die Berge fahren? Wir wollen diesen Fragen für Sie nachgehen. Welche Regeln sind für Sie unklar? Schreiben Sie uns eine Mail an digitalteam@azv.de und wir kümmern uns um Ihre Fragen.

Dienstag, 20. Oktober, 13.12 Uhr: Niedersachsen und Bayern lehnen Abriegelung von Risikogebieten ab

Nach Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat auch Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD) trotz steigender Corona-Zahlen eine Abriegelung von Risikogebieten abgelehnt. "Davon halte ich nichts", sagte der SPD-Politiker der "Bild"-Zeitung (Dienstag). "Wir sind nicht in China und haben es auch bis jetzt im Rahmen unseres offenen Systems geschafft, die Pandemie in Grenzen zu halten." Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, hatte eine Sperre für Risikogebiete ins Spiel gebracht. Söder hatte dazu gesagt: "Das halte ich für überzogen und nicht für angemessen." In der Corona-Debatte diskutiert Deutschland neben der Maßnahmen auch über die Punkte Schulen, Alten- und Pflegeheime sowie Corona-App.

Dienstag, 20. Oktober, 13 Uhr: Die Ergebnisse der Kabinetts-Sitzung

Staatskanzleiminister Dr. Florian Herrmann, Wissenschafts- und Kunstminister Bernd Sibler, die Präsidentin der Universität Augsburg, Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel, der Präsident der Technischen Hochschule Ingolstadt, Prof. Dr. Walter Schober, und die Präsidentin der Hochschule für Fernsehen und Film München, Prof. Bettina Reitz, informieren in einer Pressekonferenz über die Ergebnisse.

Dienstag, 20. Oktober, 12.30 Uhr: Landkreis Lindau überschreitet Corona-Warnwert

Die Corona-Ampel im Landkreis Lindau steht auf Rot. Laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts wurden innerhalb von sieben Tagen 51,2 Corona-Infektionen pro 100 000 Einwohner registriert. Der Landkreis liegt damit über dem Schwellenwert von 50. Ab dem morgigen Mittwoch treten gemäß der von der bayerischen Staatsregierung vor einer Woche eingeführten Corona-Ampel Einschränkungen in Kraft, die eine weitere Verbreitung des Virus verhindern sollen. Das Landratsamt Lindau wird im Lauf des Tages veröffentlichen, welche konkreten Maßnahmen ergriffen werden.

Dienstag, 20. Oktober, 12.23 Uhr: Warum die Behörden unterschiedliche Inzidenzwerte melden - und welcher gilt

Welche Corona-Regeln gelten, hängt von der 7-Tage-Inzidenz vor Ort ab. Doch RKI und Landesamt melden häufig verschiedene Werte. Welcher gilt also? Ein Überblick.

Dienstag, 20. Oktober, 11.11 Uhr: Iran: Zahlen der Toten mehr als doppelt so hoch wie angegeben

Die Zahl der Corona-Toten im Iran ist nach Angaben aus dem Krisenstab des Landes mehr als doppelt so hoch wie vom Gesundheitsministerium angegeben.

Dienstag, 20. Oktober, 10.47 Uhr: Stadt Memmingen startet Corona-Infotelefon

Das Corona-Infotelefon der Stadt Memmingen war bereits von 19. März bis 30. Juni eingerichtet - damals meldeten sich über 1500 Anrufer. Ab Mittwoch, 21. Oktober, wird es wieder freigeschaltet: Unter der Nummer 08331/850-970 sind die Mitarbeiter werktags von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Hierbei können Anrufer beispielsweise Fragen zu aktuellen Regelungen in Memmingen stellen.

Dienstag, 20. Oktober, 10.40 Uhr: Medienbericht: Trumps Corona-Behandlung kostete mindestens 650.000 Dollar

Ein experimentellen Antikörper-Cocktail, Entzündungshemmer und das antivirale Medikament Remdesivir: Die Corona-Behandlung von US-Präsident Donald Trump kostet die amerikanischen Steuerzahler mindestens 650.000 Dollar. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin Business Insider. Zur Behandlung hatte ein Hubschrauber Trump in das Walter-Reed-Militärkrankenhaus unweit des Weißen Hauses geflogen. Allein ein Helikopter-Flug kostet etwa 40.000 Dollar bei einer Entfernung von gerademal 13,7 Kilometer. Trumps Helikopter wurde zudem von zwei Hubschraubern begleitet - macht unterm Strich für beide Strecken allein 240.000 Dollar. Weiterer Kostentreiber waren die Medikamente. Eine Dosis soll im Schnitt knapp 100.000 Dollar kosten. Das Magazin beziffert die Kosten für die Medikamente auf etwa 300.000 Dollar. Hinzu kamen weitere Medikamente (rund 100.000 Dollar) plus die Kosten für den Aufenthalt im Krankenhaus: Bei drei Übernachtungen waren das gut 12.000 Dollar.

Dienstag, 20. Oktober, 10.04 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz: So sind die Werte außerhalb des Allgäus

Außerhalb des Allgäus sind die Werte der Sieben-Tage-Inzidenz leicht gestiegen: Landkreis Landsberg: 57,4, Landkreis Weilheim-Schongau: 57,6, Stadt Augsburg: 99,8, Landkreis Augsburg: 49,3. In der Stadt München liegt der Wert aktuell bei 72,8, im Landkreis Garmisch-Partenkirchen bei 26,0 sowie im Landkreis Ravensburg bei 19,3. Im benachbarten Bezirk Bregenz stieg die Sieben-Tage-Inzidenz auf 163,0 - zum Vergleich: in Vorarlberg liegt der Wert bei 160,8, in Österreich bei 109,9. Im Bezirk Reutte ist die Sieben-Tage-Inzidenz bei 73,5, im Bundesland Tirol bei 158,9.

Dienstag, 20. Oktober, 9.49 Uhr: Gesamtes Ruhrgebiet gilt als Risikogebiet

Das gesamte Ruhrgebiet gilt seit Dienstagmorgen als Risikogebiet. Laut Robert Koch-Institut (RKI) ist auch die Stadt Oberhausen mit 52,7 über die wichtige Corona-Kennzahl von 50 gekommen. Auf einer Karte des RKI zieht sich ein durchgehender roter Streifen von Aachen bis Bielefeld. Die Städteregion Aachen, Solingen, Gelsenkirchen und Herne sind sogar dunkelrot markiert - sie liegen über dem Wert von 100 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Die Stadt Köln liegt mit dem Wert 97,8 noch knapp unter der 100. Allerdings nahm die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in der Domstadt von Montag auf Dienstag um 22,4 Punkte stark zu.

Dienstag, 20. Oktober, 9.30 Uhr: Landrat im Berchtesgadener Land: Zahlen im Krankenhaus steigen

Die Zahl der Covid-19-Erkrankten im Krankenhaus nimmt im Corona-Hotspot Berchtesgadener Land nach Angaben von Landrat Bernhard Kern zu. "Die Covid-Patienten werden mehr. Und das Krankenhaus in Bad Reichenhall ist natürlich gefordert", sagte der CSU-Politiker dem Bayerischen Rundfunk am Dienstag. Das sei auch der Grund für die Ausgangsbeschränkungen, die ab 14 Uhr in dem Landkreis gelten. An den Kapazitätsgrenzen sei das Krankenhaus aber nicht. Kern hofft durch die Maßnahmen auf mehr Normalität nach den Herbstferien. "Die Herbstferien werden nicht so sein, wie wir uns das eigentlich wünschen", sagte er. Für Tourismus und Wirtschaft stellten die Maßnahmen natürlich extreme Einschnitte dar. "Mir ist das Wichtigste, dass wir die Gesundheit in den Vordergrund stellen, daher auch die Beschränkungen."

Der Landkreis lag bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - am Montagabend bei 272,8. Das ist bundesweiter Spitzenwert. Die Menschen dürfen im Landkreis ab Dienstagnachmittag die eigene Wohnung nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Schulen, Kitas, Freizeiteinrichtungen und Restaurants müssen schließen, Veranstaltungen werden untersagt. Die Beschränkungen gelten vorerst für 14 Tage.

Dienstag, 20. Oktober, 9 Uhr: Corona-Maßnahmen: Roth fordert stärkere Beteiligung des Bundestags

Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth will eine stärkere Beteiligung des Bundestags bei Entscheidungen zu Corona-Eindämmungsmaßnahmen.

Dienstag, 20. Oktober, 8.40 Uhr: Ausgangssperre im Berchtesgadener Land gilt ab 14 Uhr

Es ist so etwas wie ein zweiter Lockdown im Berchtesgadener Land. Ausgerechnet in der dünn besiedelten und so idyllischen Gegend liegen die Corona-Zahlen auf Rekordniveau. Immer mehr Länder rüsten sich für die zweite Welle.

Dienstag, 20. Oktober, 7.56 Uhr: Huml begrüßt Ausgangsbeschränkungen im Berchtesgadener Land

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hat die Ausgangsbeschränkungen im Kreis Berchtesgadener Land als richtigen Weg bezeichnet. "Schnell steigende Corona-Zahlen ohne offensichtliche klare Infektionsherde erfordern ein schnelles Durchgreifen", teilte die Ministerin am Dienstag in München mit. Ab 14.00 Uhr gelten in der Region an der Grenze zu Österreich die ersten Ausgangsbeschränkungen seit den Kontaktsperren im Frühjahr. Die Menschen dürfen die eigene Wohnung nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Schulen, Kitas, Freizeiteinrichtungen und Restaurants müssen schließen, Veranstaltungen werden untersagt. Die Beschränkungen gelten vorerst für 14 Tage.

"Die Maßnahmen sind zwar ohne Frage einschneidend", sagte Huml. Aber angesichts der hohen Infektionszahlen müsse die Notbremse gezogen werden. Der Landkreis lag bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen - am Montagabend bei 272,8. Das ist bundesweiter Spitzenwert.

Dienstag, 20. Oktober, 7.30 Uhr: Debatte um Grenzschließung wegen Corona: Bayern schließt nichts aus

Im Frühjahr führte Deutschland wegen der Corona-Pandemie eilig Grenzkontrollen wieder ein. Chaos an den Grenzübergängen war die Folge. Und nun die Neuauflage?

Dienstag, 20. Oktober, 7.05 Uhr: Oberallgäu fällt wieder unter den Frühwarnwert

Laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Morgen hat das Oberallgäu eine Sieben-Tage-Inzidenz von 34,6 Fälle pro 100.000 Einwohner. Damit liegt der Landkreis wieder unter dem Frühwarnwert von 35. Die Stadt Kaufbeuren liegt mit 36,0 leicht darüber, wie auch Kempten (39,0). Alle anderen Allgäuer Städte und Landkreise überschreiten den Warnwert von 50.

Die gestern verkündeten Maßnahmen des Landkreises Oberallgäu gelten trotzdem. Laut LGL, das die aktuelle Inzidenzwerte immer nachmittags veröffentlicht, liegt das Oberallgäu noch über 35. Laut Ministerium gelten immer die höheren Werte.

Dienstag, 20. Oktober, 6.40 Uhr: Hunderte Schüler im Allgäu in Quarantäne

Das Virus hat immer stärkere Auswirkungen auf die Schulen: Im Allgäu sind inzwischen Hunderte Schüler in Quarantäne.

Dienstag, 20. Oktober, 6 Uhr: 6868 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Dienstagmorgen 6868 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Der Wert liegt damit deutlich über den 4122 gemeldeten Fällen vom Dienstag vergangener Woche. Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht. Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Experten zufolge sind die neu gemeldeten Infektionen wegen der Zeit zwischen Ansteckung, Test, Ergebnis und Meldung ein Hinweis darauf, wie stark das Virus vor etwa einer Woche in der Gesellschaft unterwegs war. Deshalb dauere es auch, bis sich politische Maßnahmen in den Meldezahlen niederschlagen könnten.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 373.167 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 20.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9836. Das waren 47 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 298 300 Genesene.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 1,35 (Vortag: 1,44). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel 13 bis 14 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert nun bei 1,25 (Vortag: 1,35). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Montag, 19. Oktober, 21.20 Uhr: Drosten und Kollegen warnen vor Konzept der Herdenimmunität

Der Berliner Virologe Christian Drosten und andere Kollegen stellen sich entschieden gegen Forderungen, Corona-Beschränkungen aufzuheben und gleichzeitig den Schutz besonders gefährdeter Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. "Mit Sorge nehmen wir zur Kenntnis, dass erneut die Stimmen erstarken, die als Strategie der Pandemiebekämpfung auf die natürliche Durchseuchung großer Bevölkerungsteile mit dem Ziel der Herdenimmunität setzen", heißt es in einer Stellungnahme der Gesellschaft für Virologie (GfV) mit Sitz in Heidelberg, an der auch Drosten beteiligt war. Herdenimmunität bedeutet, dass ein großer Teil der Bevölkerung nach einer Infektion oder Impfung immun geworden ist, und sich das Virus dadurch nicht mehr so gut ausbreiten kann.

Eine unkontrollierte Durchseuchung würde zu einer eskalierenden Zunahme an Todesopfern führen, schreiben die Virologen. Denn selbst bei strenger Isolierung älterer Menschen gebe es noch weitere Risikogruppen, die viel zu zahlreich, zu heterogen und zum Teil auch unerkannt seien, um aktiv abgeschirmt werden zu können. "Ein erhöhtes Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf ergibt sich beispielsweise bei Übergewicht, Diabetes, Krebserkrankungen, einer Niereninsuffizienz, chronischen Lungenerkrankungen, Lebererkrankungen, Schlaganfall, nach Transplantationen und während einer Schwangerschaft."

Laut GfV weiß man noch nicht zuverlässig, wie lange eine durch eine Infektion erworbene Immunität anhält. Das Anstreben der Herdenimmunität ohne Impfung sei unethisch sowie medizinisch, gesellschaftlich und damit auch ökonomisch hochriskant.

Montag, 19. Oktober, 20.15 Uhr: Realschule Buchloe - eine Klasse ist in Quarantäne

Auch an der Buchloer Realschule ist eine Klasse in Quarantäne. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 19. Oktober, 19.15 Uhr: Grenze zwischen den USA und Kanada bleibt weitgehend zu

Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus bleibt die Grenze zwischen den USA und Kanada für mindestens einen weiteren Monat weitgehend geschlossen. Vorerst bis zum 21. November blieben nicht unbedingt notwendige Grenzüberquerungen untersagt, teilte Kanadas Premierminister Justin Trudeau am Montag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Trudeau hatte zuvor bereits angedeutet, dass er angesichts steigender Coronavirus-Infektionszahlen in den USA keine Möglichkeit für eine baldige Öffnung der Grenze sehe. "Die USA sind nicht in einer Situation, in der wir mit einem guten Gefühl die Grenzen öffnen könnten", hatte der Premierminister in der kanadischen Radioshow Smart Start gesagt.

Montag, 19. Oktober, 19 Uhr: Frankreichs "Première Dame" Brigitte Macron in Corona-Quarantäne

Frankreichs Präsidentengattin Brigitte Macron hatte Kontakt mit einem Corona-Infizierten und wird deshalb nicht an der nationalen Gedenkfeier für den ermordeten Lehrer Samuel Paty an diesem Mittwoch teilnehmen. Das bestätigten Kreise des Amts von Staatschef Emmanuel Macron am Montag.

Laut ergänzenden Informationen der französischen Nachrichtenagentur AFP begibt sich die Frau des Staatspräsidenten für sieben Tage in Isolation. Die "Première Dame" hat demnach keine Symptome. Die frühere Lehrerin sei am vergangenen Donnerstag mit einem Menschen zusammengekommen, der am Montag positiv getestet wurde und Symptome der Covid-19-Krankheit zeige.

Paty war am Freitag in einem Pariser Vorort von einem Terrorverdächtigen getötet und enthauptet worden. Am Mittwoch ist eine nationale Gedenkfeier mit Emmanuel Macron in der Sorbonne-Universität geplant.

Montag, 19. Oktober, 18.30 Uhr: Freizeiteinrichtungen, Gastronomie, Schulen und Kitas im Berchtesgadener Land müssen schließen

Im Landkreis Berchtesgadener Land müssen angesichts extrem gestiegener Corona-Zahlen Schulen und Kitas schließen. Es soll lediglich eine Notbetreuung geben, wie Landrat Bernhard Kern am Montagabend in Bad Reichenhall sagte. Dies sind bayernweit die ersten umfassenden Schul- und Kita-Schließungen seit mehreren Monaten. Die Allgemeinverfügung gilt von Dienstagmittag an zunächst für zwei Wochen.

Freizeiteinrichtungen aller Art sowie Restaurants sind ebenfalls von den Schließungen betroffen. Ausnahmen gibt es nach Angaben von Landrat Bernhard Kern vom Montagabend unter anderem für Mitnahme-Angebote in der Gastronomie. Veranstaltungen werden untersagt, mit Ausnahme von Gottesdiensten. Hotels müssen ebenfalls schließen, außer für Übernachtungen für Geschäftsreisende. Dies sind bayernweit die schärfsten Beschränkungen des öffentlichen Lebens seit mehreren Monaten.

Weitere Informationen zu der Situation im Berchtesgadener Land lesen Sie hier.

Montag, 19. Oktober, 18.20 Uhr: Ausgangsbeschränkung im Berchtesgadener Land

Angesichts extrem gestiegener Corona-Zahlen gelten im gesamten Landkreis Berchtesgadener Land ab diesen Dienstag um 14.00 Uhr strikte Ausgangsbeschränkungen. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist dann nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Das teilte Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) am Montagabend nach einer Krisensitzung mit Landratsamt und Regierung von Oberbayern in Bad Reichenhall mit. Dies sind bayernweit die ersten Ausgangsbeschränkungen seit mehreren Monaten.

Montag, 19. Oktober, 18 Uhr: Grundschule Westerheim im Unterallgäu geschlossen

In Westerheim wurde am Montag die Grundschule sicherheitshalber geschlossen. Da sich zwei Betreuungskräfte mit dem Coronavirus infiziert hatten, wurden zunächst die Schüler, die in Kontakt mit ihnen standen, ebenfalls getestet. Das Ergebnis: drei von ihnen haben sich mit Covid-19 infiziert. Daraufhin fand laut Bürgermeisterin Christa Bail eine Reihentestung an der Schule statt. Die vierte Klasse steht demnach unter Quarantäne. Am Dienstag bleibt die Schule, die normalerweise von rund 100 Kindern besucht wird, in jedem Fall noch geschlossen.

Im Idealfall könnte ab Mittwoch dort wieder unterrichtet werden, hofft Bail. Zudem gibt es erneut einen Corona-Fall im Westerheimer Kindergarten. Die betroffene Gruppe steht unter Quarantäne. Auch dort wurden alle Kinder und Mitarbeiter getestet.

Montag, 19. Oktober, 17.15 Uhr: Fast komplette Q12 an Memminger Gymnasium in Quarantäne

Nun steht es fest: Fast die komplette Q12 des Bernhard-Strigel-Gymnasiums muss in Quarantäne. Laut Gesundheitsamt betrifft das 52 der 68 Schüler aus der Q12. Sie werden laut Schulleitung am morgigen Dienstag ebenso auf Corona getestet wie die acht Lehrer, die Kurse in der Q12 geben.

Montag, 19. Oktober, 17.00 Uhr: Drei bayerische Bezirke über der kritischen 50er-Marke

Drei von sieben bayerischen Bezirken haben mittlerweile mehr als 50 Corona-Infizierte pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Oberbayern hat mit knapp 61 den höchsten Wert der Regierungsbezirke erreicht, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Montag in Erlangen berichtete. Auch Schwaben mit gut 56 und Niederbayern mit rund 54 haben demnach die 50er-Warnstufe überschritten.

Dahinter folgten Unterfranken (40), die Oberpfalz (35), Mittelfranken (31) und Oberfranken (22). Die starke Zunahme von Neuinfektionen ist somit insbesondere im Süden Bayerns festzustellen, während es im Norden des Freistaats deutlich weniger neue Fälle gibt. Ganz Bayern liegt mit einem Wert von 48 aber nur noch knapp unterhalb der wichtigen Warnstufe.

Spitzenreiter bei den Kommunen ist der Landkreis Berchtesgadener Land, der mit 252 bundesweit den höchsten Wert registrierte. Dahinter folgte Bayerns drittgrößte Stadt Augsburg mit 118. Nach Angaben des LGL kamen auch noch der Landkreis Mühldorf am Inn (104) und die Stadt Weiden (101) über die 100er-Marke.

Zwischen 50 und 100 rangierten die Landkreise Augsburg, Dachau, Ebersberg, Fürstenfeldbruck, Miltenberg, Neuburg-Schrobenhausen, Neustadt/Waldnaab, Ostallgäu, Passau, Pfaffenhofen/Ilm, Regen, Rosenheim, Rottal-Inn, Schweinfurt, Tirschenreuth, Unterallgäu, Weilheim-Schongau und die Städte München, Ingolstadt, Memmingen, Rosenheim, Schweinfurt sowie Straubing.

Montag, 19. Oktober, 16.20 Uhr: Corona-Pflegebonus - rund 33.000 Anträge noch nicht bearbeitet

Etwa jeder zehnte Antrag auf den Corona-Pflegebonus in Bayern war Anfang Oktober noch nicht bearbeitet. Wie aus einer am Montag veröffentlichten Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Florian von Brunn (SPD) hervorgeht, waren etwa drei Monate nach Ablauf der Antragsfrist Ende Juni noch rund 38 000 der mehr als 350 000 Anträge in Bearbeitung. Stand Montag waren es nach Angaben des Gesundheitsministeriums noch rund 33.000.

Knapp 264.000 Anträge waren bis 9. Oktober ausgezahlt, fast 50 000 abgelehnt oder storniert worden - darunter etwa 11.600 Doppelanträge. Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Ruth Waldmann, bezeichnete die noch nicht bearbeiteten Anträge am Montag als "Ärgernis". Wolle die Staatsregierung die Leistung von Pflege- und Rettungskräften honorieren, müsse dies "reibungslos klappen".

Das Gesundheitsministerium wies die Kritik als "sachlich nicht nachvollziehbar" zurück. 90 Prozent der Anträge seien inzwischen fertig bearbeitet, sagte eine Sprecherin am Montag. In Einzelfällen könne sich die Auszahlung verzögern, weil Unterlagen nicht vorlägen. Die Bearbeitung der Anträge dauere aber nicht länger als in den Vormonaten.

Montag, 19. Oktober, 16.10 Uhr: Corona-Warn-App startet länderübergreifende Risiko-Ermittlung - Zwei EU-Länder nicht dabei

In einem ersten Schritt tauschen die Apps aus Deutschland, Irland, und Italien über das Euro-Gateway die Corona-Warnungen aus. Weitere Staaten, darunter Dänemark, Lettland und Spanien, sollen kurze Zeit später folgen, Länder wie Niederlande, Österreich, Polen und Tschechien voraussichtlich im November. Zum Jahresende könnten bis zu 16 nationale Apps miteinander gekoppelt sein. Auch ein Datenaustausch mit der Schweiz ist im Gespräch.

Aus technischen Gründen wird die offizielle Corona-Warn-App Frankreichs vorerst nicht an dem europäischen Datenaustausch teilnehmen können. Die Franzosen haben sich für ein zentrales Speicherkonzept entschieden, das mit dem Verfahren in den anderen EU-Staaten nicht kompatibel ist. Auch Ungarn hat sich für ein zentrales Konzept entschieden und kann derzeit nicht in das EU-Gateway eingebunden werden.

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Manuel Höferlin sagte, er wisse von der Lösung eines deutschen Start-ups, die den Datenaustausch auch zwischen zentralen und dezentralen Speichermodellen ermögliche. Der Vorsitzende des Ausschusses Digitale Agenda forderte die Bundesregierung auf, diesen Ansatz auszuloten. "Der reibungslose Datenaustausch mit Nachbarländern wie Frankreich muss schon aufgrund der täglichen Pendlerströme höchste Priorität haben."

Montag, 19. Oktober, 15.20 Uhr: Unterallgäu überschreitet Warnwert

Die Corona-Ampel im Unterallgäu steht jetzt auf Rot. Grund ist die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage bezogen auf 100.000 Einwohner. Diese Sieben-Tage-Inzidenz ist übers Wochenende über den Grenzwert von 50 geschnellt, und zwar auf 59,17.

Damit gelten automatisch so lange verschärfte Corona-Beschränkungen, bis der Grenzwert volle sechs Tage wieder unterschritten wird. Private Feiern und Kontakte sind beispielsweise nun auf maximal fünf Personen oder zwei Haushalte begrenzt. Außerdem ist ab 22 Uhr Sperrstunde, es gilt ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen und ein Verbot, nach 22 Uhr Alkohol an Tankstellen zu verkaufen.

Aktuell sind 108 Unterallgäuer nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, seit Freitag wurden 33 Neuinfektionen registriert. Weil in dieser Zeit gleichzeitig 44 Unterallgäuer wieder genesen sind, ist die Zahl der Infizierten von zuletzt 119 um elf gesunken. Insgesamt wurden bisher 644 Unterallgäuer positiv getestet, 516 von ihnen gelten als genesen, 20 sind gestorben.

Montag, 19. Oktober, 15 Uhr: Corona-Fall an zweitem Memminger Gymnasium

Nach dem Memminger Vöhlin-Gymnasium und der FOS/BOS Memmingen gibt es nun auch einen bestätigten Corona-Fall am Memminger Bernhard-Strigel-Gymnasium. Laut Schulleiter Dr. Thomas Wolf wurde ein Schüler der Q12 positiv getestet. „Wir haben das dem Gesundheitsamt gemeldet und warten nun, ob die gesamte Q12 mit ihren insgesamt 68 Schülern in Quarantäne muss.“ Eine Rückmeldung soll es noch am Montag, 19. Oktober, geben. Sollten die Schüler zu Hause bleiben müssen, werden sie entsprechende Aufgaben bekommen und im Homeschooling arbeiten, so Wolf. Sicherheitshalber getestet werden am Dienstag, 20. Oktober, auch acht Lehrer, die Kurse in der Q12 geben.

Montag, 19. Oktober, 14.45 Uhr: Südafrika stuft Deutschland als Hochrisikoland ein

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in Deutschland hat Südafrika am Montag auch die Bundesrepublik auf die Liste seiner Hochrisikoländer gesetzt. In einer Erklärung teilte die Regierung in Pretoria mit, für Geschäftsreisende, Investoren oder Experten seien auf Antrag aber ebenso Ausnahmen für eine Einreise möglich wie für Deutsche mit Immobilien im Lande. Südafrika hatte den regulären internationalen Flugverkehr erst Anfang des Monats nach rund sechsmonatiger Sperre wieder für den Reiseverkehr aus dem Ausland geöffnet. Ausgeschlossen sind allerdings weiter Touristen aus Ländern, die als Hochrisikogebiete gelten.

Auf der am Montag von der Regierung bekanntgegebenen Liste stehen unter anderen Frankreich, Chile, die Niederlande, Spanien, die USA oder Großbritannien. Die Einreise aus anderen Ländern ist aber weiter an bestimmte Auflagen gebunden. Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa hatte die Lockerung der Corona-Beschränkungen mit sinkenden Infektionszahlen in dem Kap-Staat begründet. In Südafrika wurden bisher knapp 704 000 Corona-Fälle bestätigt, darunter auch Gesundheitsminister Zweli Mkhize und seine Frau; rund 18 470 Menschen starben. Die Regierung hatte Ende März landesweit eine Ausgangssperre verhängt, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Die Restriktionen haben eine verheerende Auswirkung auf die Wirtschaft.

Montag, 19. Oktober, 14.20 Uhr: Marktoberdorfer Schulleiter in Quarantäne

Auch in Marktoberdorf gibt es aufgrund positiv getesteter Schüler und Lehrer erneut Quarantänefälle. So steht etwa an der Grundschule in Thalhofen nicht nur eine dritte Klasse, sondern sogar der Schulleiter selbst aktuell unter Corona-Quarantäne. Auslöser dort war ein Coronafall in der Klasse 3b: „Ich selbst bin tangiert, weil ich als Fachlehrer eine Stunde Sport in der Klasse gegeben habe“, erläutert Schulleiter Herbert Eigler am Telefon. Ansonsten seien gut 20 Schüler und die 3b-Klasslehrerin von den bis zu 14-tägigen Schutzmaßnahmen betroffen. Gestern wurden die Thalhofener erstmals in der Ostallgäuer Teststation am Marktoberdorfer Marktplatz auf Covid-19 getestet, der zweite Reihentest folgt laut Eigler am Donnerstag. „Dennoch müssen wir alle bis 30. Oktober vorsichtshalber in Quarantäne, also zu Hause bleiben.“ Eigler betont zugleich, wie froh er ist, dass nur eine Klasse in Quarantäne muss. „Daran sieht man doch, dass unsere Schutzmaßnahmen mit der strikten Klassentrennung einen Wert hatten und dass sie greifen.“

Aktuell befinden sich außerdem an der Marktoberdorfer Realschule eine Klasse und drei Lehrer in Quarantäne. An der Marktoberdorfer Adalbert-Stifter-Grundschule sei dagegen „Gott sei Dank“ derzeit nur eine Lehrkraft in Quarantäne, berichtet Schulleiterin Bettina Schlegl. „Außerdem bleibt ein Kind vorsorglich zu Hause, weil in der Arbeit seines Papas ein Fall ist.“

Montag, 19. Oktober, 14.15 Uhr: Söder: Auch Hessen schafft Beherbergungsverbot ab

Hessen schafft das Beherbergungsverbot für Reisende aus innerdeutschen Corona-Hotspots ab. Es habe sich nicht als zielführend erwiesen, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Montag in Wiesbaden zur Begründung. In Hessen galt seit Sommer ein Beherbergungsverbot. Diese Regel im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus gab es nicht bundesweit. Als Gebiete mit erhöhten Infektionsgefahren gelten Regionen, in denen binnen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner aufgetreten sind.

In Baden-Württemberg und Niedersachsen zum Beispiel wurden die Verbote inzwischen in Eilverfahren gekippt. In anderen Bundesländern halten die Landesregierungen von sich aus nicht mehr daran fest. Vor dem Bundesverfassungsgericht ist derzeit eine Klage anhängig, bei der es um das Beherbergungsverbot in Schleswig-Holstein geht.

Mehrere Länder haben bereits das Beherbergungsverbot abgeschafft. Auch Bayern verkündete bereits das Ende des Verbots.

Montag, 19. Oktober, 13.41 Uhr: Söder: Kommunen sollen Maskensünder mehr kontrollieren als Parksünder

Angesichts der hohen Corona-Zahlen hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Kommunen aufgefordert, Maskenverweigerer stärker zu kontrollieren als Parksünder. Die Maske sei momentan deutlich wichtiger als die Kontrolle von Falschparkern, sagte der CSU-Chef am Montag nach einer Videoschalte des CSU-Vorstands in Nürnberg. "Deswegen ist es wichtig, dass sich da alle einbringen." Diejenigen, die sich bislang sehr stark um Parksünder kümmerten, sollten sich nun auch mit "Maskensündern" beschäftigen - zuständig sind dafür vielerorts die Ordnungsämter.

In Regionen mit hohen Corona-Zahlen in Bayern gilt inzwischen automatisch eine striktere Maskenpflicht etwa auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen, in Schulen und auch am Arbeitsplatz.

Montag, 19. Oktober, 13.20 Uhr: 71-Jähriger sorgt in Aachen mit Pfefferspray für Corona-Abstand

Mit Pfefferspray soll ein 71-Jähriger in Aachen versucht haben, andere Menschen auf Abstand zu halten. Nach Polizeiangaben von Montag hatte der Mann am Wochenende zuerst eine Gruppe von Joggern und anschließend zwei Radfahrer "völlig unvermittelt mit Pfefferspray eingenebelt". Das radelnde Ehepaar (51/49) habe "gerade noch unfallfrei" vom Pedelec steigen und die Polizei rufen können. Die Jogger seien verschwunden. Der Streife sagte der 71-Jährige, er habe die anderen aus seiner Sicht nur so auf gebührendem Corona-Abstand halten können. Er bekam eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Montag, 19. Oktober, 13.03 Uhr: Gäste feiern ohne Maske - Polizei löst Party in Kempten auf

Etwa 50 Gäste haben am Sonntagabend eine Party in Kempten gefeiert. Zehn von ihnen trugen keinen Mundschutz, zudem wurde laut Polizei der Sicherheitsabstand nicht eingehalten. Die Beamten hatten einen Tipp bekommen und schauten sich daraufhin die Feier genauer an. Der Verantwortliche sagte, bei der Party handle es sich um eine geschlossene Veranstaltung. Er hatte allerdings weder eine dafür notwendige Gästeliste noch ein Hygienekonzept. Die Polizisten zeigten den Veranstalter an wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Montag, 19. Oktober, 12.52 Uhr: Corona-Ampel: Diese Regeln gelten jetzt im Allgäu

Weil die Zahl der Corona-Neuinfektionen in ganz Bayern stark ansteigt, gelten jetzt schärfere Maßnahmen, auch im Allgäu. Aber ab wann gelten sie - und wo? Ein Überblick.

Montag, 19. Oktober, 12.22 Uhr: Ministerpräsident: Lockdown für Landkreis Berchtesgadener Land

Der Landkreis Berchtesgadener Land hat eine Sieben-Tage-Inzidenz von aktuell 252,1. Das ist bundesweit derzeit spitze. Aus diesem Grund hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder seine Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) gebeten, für den Landkreis ein "umfassendes Maßnahmenpaket zu machen", sagte er nach der CSU-Vorstandssitzung am Montagvormittag in Nürnberg. Die Zahl der Infizierten sei in dem Landkreis einfach zu hoch - massive Einschränkungen müssten nun folgen. Das Paker der Maßnahmen werde einem Lockdown entsprechen, sagte Söder.

Montag, 19. Oktober, 12.02 Uhr: Hamburg überschreitet Corona-Warnwert - Sieben-Tage-Wert über 50

Hamburg hat in der Corona-Pandemie die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Die Gesundheitsbehörde gab den Wert für den Stadtstaat am Montag mit 50,6 an. Bund und Länder hatten beschlossen, dass schärfere Regeln greifen müssen, wenn dieser Grenzwert überschritten wird.

Montag, 19. Oktober, 11.44 Uhr: Lehrerin an Kemptener Schule positiv getstet: 15 Schüler in Quarantäne

Eine Lehrerin am Hildegardis Gymnasium in Kempten wurde positiv auf Covid-19 getestet. 15 Schüler der Oberstufe befinden sich derzeit in zweiwöchiger Quarantäne, elf weitere können erst wieder in die Schule, sobald sie ein negatives Testergebnis vorweisen. Das bestätigt die Schulleitung. Die Lehrerin hatte die betroffenen Schüler demnach am vergangenen Dienstag unterrichtet. Laut Schulleiter Markus Wenninger liegt das positive Testergebnis der Lehrerin seit Freitag vor. Weitere Klassen habe die Lehrerin nicht unterrichtet. Eine zweite Lehrerin, die mit der Infizierten Kontakt hatte, warte derzeit auf ihr Testergebnis. Dass die zwei Schülergruppen unterschiedliche Auflagen erhalten haben, liege an der Größe ihrer Kurse im Verhältnis zur Raumgröße, erklärt Wenninger die Anordnungen des Gesundheitsamts. Die größere Gruppe dürfe das Haus nicht verlassen und werde vom Gesundheitsamt getestet. Die Schüler der anderen Gruppe müssten sich selbst um Tests kümmern, sagt Wenninger.

Eine Schülerin habe bereits ein Negativergebnis vorgelegt und darf ab Dienstag wieder am Präsenzunterricht teilnehmen. Für alle anderen werden Materialien online bereitgestellt. Sollte sich herausstellen, dass sich ein Schüler angesteckt hat, könnte sich die Quarantäne laut Weninger auf die gesamte Jahrgangsstufe erweitern.

Montag, 19. Oktober, 11.22 Uhr: Bei Erkältung sind ab heute wieder Krankschreibung per Telefon möglich

Wegen der verschärften Corona-Lage können Patienten mit Erkältungsbeschwerden sich jetzt wieder bundesweit telefonisch eine Krankschreibung besorgen. Die Sonderregelung trat am Montag in Kraft und gilt vorerst bis zum Jahresende.

Montag, 19. Oktober, 10.43 Uhr: Söder kündigt für Mittwoch Regierungserklärung zu Corona an

Ministerpräsident Markus Söder will angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen an diesem Mittwoch eine Regierungserklärung im bayerischen Landtag abgeben. Er wolle sich darin "umfassend mit der Konzeption, der Strategie, aber auch der Frage beschäftigen, wie es weitergeht", sagte der CSU-Chef am Montag vor einer Videoschalte des CSU-Vorstands in Nürnberg. Zudem solle es um weitere Hilfen für von der Corona-Krise betroffene Branchen gehen.

Söder warnte erneut vor einem zweiten Lockdown und sagte: "Auf Dauer wird es schwer sein, weitere Einschränkungen zu verhindern." Um ohne einen zweiten Lockdown auszukommen, müsse man nun "ernsthaft gemeinschaftliche Maßnahmen ergreifen".

Montag, 19. Oktober, 10.31 Uhr: Moskau will bald mit Massenimpfungen gegen Corona beginnen

In der russischen Hauptstadt Moskau sollen in den nächsten Monaten Massenimpfungen gegen das Coronavirus beginnen. Damit werde zwischen Dezember und Januar begonnen, schrieb Bürgermeister Sergej Sobjanin am Montag in seinem Blog. Die ersten größeren Lieferungen des ersten russischen Impfstoffes würden im nächsten Monat eintreffen. "Das wird der endgültige Sieg über die Pandemie sein", meinte Sobjanin. Das russische Vakzin mit dem Namen "Sputnik-V" war schon im August freigegeben worden. International gab es Kritik daran, weil die Freigabe noch vor dem Abschluss wichtiger Tests erfolgte. Derzeit laufen breit angelegte Phase-III-Studien. Mittlerweile ist ein zweiter in Russland entwickelter Impfstoff freigegeben worden.

In dem flächenmäßig größten Land der Erde steigt seit Wochen die Zahl der Neuinfektionen rasant. Am Montag wurden der offiziellen Statistik zufolge 15.982 Fälle an einem Tag gemeldet - so viele wie noch nie. Damit gibt es bislang mehr als 1,3 Millionen registrierte Infektionen. Zum Vergleich: In Deutschland haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut dem Robert Koch-Institut bis Montag mehr als 366.000 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. In Russland werden die meisten Erkrankungen in Moskau registriert. Landesweit starben nach offiziellen Angaben mehr als 24 000 Menschen mit dem Virus, mehr als eine Million erholten sich.

Montag, 19. Oktober, 10.07 Uhr: Söder fordert bundesweit Maskenpflicht bei hohen Corona-Zahlen

CSU-Chef Markus Söder fordert eine bundesweite Maskenpflicht für Regionen mit hohen Corona-Zahlen. Bei mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen solle eine Maskenpflicht in Schulen, auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen und auch am Arbeitsplatz gelten, wenn Mindestabstände nicht eingehalten werden könnten, sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag vor einer Schalte des CSU-Vorstands in Nürnberg.

Montag, 19. Oktober, 9.40 Uhr: Umfrage: Jeder Zehnte will sich mit Toilettenpapier eindecken

Einer Umfrage zufolge will sich rund jeder zehnte Verbraucher in Deutschland in den kommenden Wochen verstärkt mit Toilettenpapier, Nudeln und anderen Waren des täglichen Gebrauchs eindecken. Das ergab eine repräsentative Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov unter knapp 6000 Menschen Mitte Oktober. Demnach antworteten neun Prozent der Teilnehmer auf die entsprechende Frage mit "ja" oder "eher ja". Fast zwei Drittel (64 Prozent) schlossen derartige Hamsterkäufe dagegen ausdrücklich aus. Vor allem jüngere Menschen wollen sich der Umfrage zufolge mit mehr Toilettenpapier und Nudeln eindecken: Am häufigsten beantworteten Menschen zwischen 25 und 34 Jahren die Frage mit "ja" oder "eher ja" (15 Prozent).

In den vergangenen Tagen hatten Politiker bereits auf vereinzelte Meldungen über eine steigende Nachfrage nach einigen lagerbaren Produkten reagiert. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) appellierte an die Verbraucher, trotz der steigenden Zahl von Corona-Infektionen keine größeren Mengen einzukaufen als sonst. "Für Hamsterkäufe gibt es keinen Grund", sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montag). "Die Lieferketten funktionieren - das gilt nach wie vor." Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) sagte, die Verbraucher müssten "sich keine Sorgen machen", was die Versorgung des Einzelhandels betreffe.

Montag, 19. Oktober, 8.53 Uhr: Gastgewerbe kommt nur langsam auf dem Corona-Tief

Das Gastgewerbe in Deutschland hat sich im August in kleinen Schritten weiter aus dem Corona-Tief gearbeitet. Die preisbereinigten Umsätze (real) lagen 5,5 Prozent über dem Wert vom Juli, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden berichtete. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau vom Februar klafft allerdings immer noch eine Lücke von 23,3 Prozent. Mit den starken Einbrüchen aus der Zeit der strengen coronabedingten Einschränkungen ab Mitte März bis Mitte Mai liegt die Branche in den ersten acht Monaten um 35 Prozent hinter den preisbereinigten Umsätzen des Vorjahreszeitraumes. Besonders hart trifft es Hotels und andere Beherbergungsbetriebe, deren Erlöse real um 41,7 Prozent einbrachen. Gaststätten, Restaurants und andere Verpflegungsdienstleister verzeichneten ein Minus von 31,2 Prozent in den ersten acht Monaten.

Angesichts wieder steigender Corona-Zahlen wurden zuletzt die Corona-Maßnahmen verschärft. Für Verärgerung der Branche sorgte vor allem die uneinheitliche Linie der Länder beim umstrittenen Beherbergungsverbot für Gäste aus Risikogebieten. Dieses ist inzwischen in mehreren Ländern von Gerichten gestoppt worden.

Montag, 19. Oktober, 8.30 Uhr: Slowenien verhängt erneut Corona-Notstand - Starke Anstiege

Wegen der rasch steigenden Anzahl von Infektionen mit dem Corona-Virus hat Slowenien am Montag erneut einen 30-tägigen Pandemie-Notstand ausgerufen. Dies berichtete die slowenische Nachrichtenagentur STA in der Nacht zum Montag. Unmittelbare Konsequenzen hat dieser Schritt vorerst keine. Er bildet aber die Grundlage dafür, dass die Behörden auch lokal abgestufte neue Maßnahmen und Einschränkungen anordnen können. Ein erster Corona-Notstand war in dem EU-Land vom 12. März bis Ende Mai verhängt worden. Bereits seit letztem Freitag gilt ein teilweiser Lockdown. In neun von zwölf Regionen dürfen die Bewohner ihre jeweilige Region nicht verlassen. Es gibt allerdings Ausnahmen, wie etwa Fahrten zum Arbeitsplatz. Außerdem trat am Montag ein Plan in Kraft, dass Schüler ab der 6. Schulstufe nur noch im Fernunterricht unterrichtet werden.

In Slowenien wurden am Sonntag 726 und am Vortag 897 Neuinfektionen mit dem Coronavirus bekannt. Damit hat sich die Zahl der aktiven Fälle in dem Zwei-Millionen-Einwohner-Land binnen einer Woche nahezu verdoppelt. Die Anzahl der Infizierten der letzten 14 Tage pro 100 000 Einwohner wurde am Sonntag mit 317 angegeben. Seit Beginn der Pandemie im März haben sich nach offiziellen Angaben 13 151 Menschen mit dem Virus Sar-CoV-2 angesteckt, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. 187 von ihnen starben an den Folgen einer Corona-Erkrankung.

Montag, 19. Oktober, 7.55 Uhr: Fast gesamtes Allgäu über Warnwert

Die Zahl der Corona-Infektionen in der Region steigt weiter – und damit auch die Sieben-Tage-Inzidenz der einzelnen Städte und Kreise. Fast das gesamte Allgäu liegt seit Montag über dem Warnwert, allein Kempten liegt mit einem Wert von 34,7 noch knapp unter dem Frühwarnwert.

Das Ostallgäu und Memmingen liegen am Montag sogar bei 68 und befinden sich damit weiter im roten Bereich der 7-Tage-Inzidenz. Das bedeutet: Private Feiern und Kontakte werden auf maximal fünf Personen oder zwei Haushalte begrenzt, ab 22 Uhr gilt die Sperrstunde.

In Kaufbeuren, dem Unterallgäu, Lindau und dem Oberallgäu liegt am Montag die 7-Tage-Inzidenz jeweils über 35. Das bedeutet, dass dort private Feiern und Kontakte auf maximal 10 Personen beschränkt werden, Sperrstunde gilt ab 23 Uhr.

Montag, 19. Oktober, 7.10 Uhr: Zahl der Infektionen im Allgäu steigt am Montag weiter

Das Robert-Koch-Institut meldet am Montag für das Allgäu 316 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage. Am Sonntag waren es noch 285. Die Stadt Memmingen und der Landkreis Ostallgäu waren bereits am Wochenende über dem Grenzwert. Auch in anderen Allgäuer Kommunen verschlechtert sich die Lage.

Montag, 19. Oktober, 6.30 Uhr: Wie geht es weiter mit dem Tourismus im Allgäu?

Über diese Frage haben am Wochenende Tourismus-Vertreter und Politiker diskutiert. Bei vielen herrscht Existenzangst - doch auch etwas anderes ist ein Problem.

Montag, 19. Oktober,6 Uhr: 4325 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Einen guten Morgen und tollen Start in die Woche wünscht das Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Montagmorgen 4325 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Der Wert ist vergleichsweise niedrig, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln. Gemessen an den 2467 gemeldeten Infektionen vom Montag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht. Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert erreicht.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 366.299 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 19.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9789. Das waren zwölf mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 294.800 Genesene.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,44 (Vortag: 1,40). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel 14 bis 15 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert nun bei 1,35 (Vortag: 1,37). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Sonntag, 18. Oktober, 20.50 Uhr: FDP-Chef Lindner: Corona-Lage nicht überdramatisieren

FDP-Chef Christian Lindner hat dazu aufgerufen, angesichts der aktuellen Corona-Situation nicht nur auf Infektionszahlen zu schauen. "Es wird nur geschaut auf die Zahl der Neuinfektionen", sagte Lindner am Sonntagabend im ARD-"Bericht aus Berlin". Es gebe Experten, die auch andere Parameter in Betracht zögen, wie die Situation in den Arztpraxen oder bei der stationären Versorgung im Krankenhaus. Zudem seien zur Zeit eher jüngere Menschen infiziert. "Es wäre Alarmstufe Rot wenn jetzt Menschen in Alten- und Pflegeheimen zuerst betroffen wären." Das sei aktuell glücklicherweise nicht der Fall.

"Insofern rate ich zur Vorsicht, wir sollten aber auch nicht überdramatisieren. Ich kann nur sagen: Eine Ausgangssperre wäre völlig unverhältnismäßig", sagte Lindner und ergänzte: "Im Übrigen halte ich es auch für unverhältnismäßig, wenn bei einer kleinen privaten Feier von zehn Leuten plötzlich die Polizei klingelt, weil Nachbarn sich plötzlich denunziatorisch betätigen."

Sonntag, 18. Oktober, 20 Uhr: Negatives Testergebnis für Steinmeier bestätigt

Nach der Corona-Infektion eines Personenschützers von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist das erste negative Testergebnis des Staatsoberhaupts mit einem zweiten Verfahren bestätigt worden. Das gab eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes am Sonntag bekannt. Bereits am Samstag hatte sie mitgeteilt, dass Steinmeier negativ auf das Coronavirus getestet worden sei. Dieses Ergebnis eines Schnelltests wurde dann durch einen sogenannten PCR-Test validiert - am Sonntag lag nach Angaben der Sprecherin auch hier ein negatives Ergebnis vor. PCR-Tests sind genauer als Schnelltests.

Steinmeier bleibe in Selbstquarantäne, sagte die Sprecherin. In den kommenden Tagen soll er erneut getestet werden. Der Bundespräsident hatte sich am Samstag in Quarantäne begeben, nachdem ein Personenschützer positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

Sonntag, 18. Oktober, 19 Uhr: Schüler am Kemptener Hildegardis-Gymnasium in Quarantäne

Am Kemptener Hildegardis-Gymnasium gibt es einen Corona-Fall: Eine Lehrerin ist unseren Informationen nach mit dem Coronavirus infiziert. Betroffen ist davon nun zunächst die Oberstufe: Ein Teil der Schüler muss in Quarantäne.

Sonntag, 18. Oktober, 16.30 Uhr: Parlament in Rom wird zum Corona-Hotspot

Im Abgeordnetenhaus in Rom häufen sich die Corona-Fälle. Nach einer Zählung der Zeitung Il Messaggero wurden bis Samstag 20 Parlamentarier und Parlamentarierinnen der größeren der zwei Kammern in Rom positiv auf das Virus getestet. Hinzu kommen Medienberichten zufolge weitere Personen, die vorsorglich in Quarantäne sind.

Sonntag, 18. Oktober, 15.50 Uhr: Lindau überschreitet Frühwarnwert

Auch der Landkreis Lindau hat den Frühwarnwert überschritten. Nun gelten neue Regeln.

Sonntag, 18. Oktober, 15.40 Uhr: Schweiz verschärft Corona-Maßnahmen

Zur Eindämmung des Coronavirus hat die Schweiz die Sicherheitsauflagen verschärft. Von Montag an seien Versammlungen mit mehr als 15 Menschen im öffentlichen Raum verboten, teilte die Regierung am Sonntag mit. Die Schweizer wurden dazu aufgerufen, private Treffen insgesamt einzuschränken. "Die Lage ist ernst", sagte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga bei einer Pressekonferenz angesichts steigenden Zahlen an Corona-Neuinfektionen.

Auch die Maskenpflicht wurde verschärft. Sie galt bisher in öffentlichen Verkehrsmitteln und wurde nun auf öffentlich zugängliche Räume wie Geschäfte, Restaurants und Museen ausgeweitet. Auch an Bahnhöfen, Flughäfen und Haltestellen müssen Schweizer künftig Mund und Nase bedecken. Darüber hinaus legte die Regierung Unternehmen nahe, Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten zu lassen, um soziale Kontakte zu reduzieren.

Sonntag, 18. Oktober, 14.50 Uhr: Corona-Übernahmeprämien für Azubis sollen länger gezahlt werden

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) will die Corona-Übernahmeprämien für Auszubildende aus insolventen Betrieben um ein halbes Jahr bis Ende 2021 verlängern. Die Prämie von 3000 Euro für kleine und mittlere Unternehmen soll dafür sorgen, dass mehr Auszubildende aus Unternehmen, die wegen der Corona-Krise zahlungsunfähig werden, ihre Lehre in einem anderen Betrieb fortsetzen können.

Karliczek sagte dem Handelsblatt (Montag), da das Insolvenzrecht derzeit wegen der Pandemie teilweise ausgesetzt ist, sei es auch "sinnvoll, diese Ausbildungsprämien bis zum Ende des nächsten Jahres zu verlängern". "Denn erst nach dem Auslaufen der Insolvenzrecht-Sonderregelungen wird sich zeigen, wie viele Auszubildende einen neuen Ausbilder brauchen, um ihre Ausbildung sicher beenden zu können."

Sonntag, 18. Oktober, 14.15 Uhr: Positiver Corona-Test - erstes Pokalspiel von Alba Berlin abgesetzt

Das erste Gruppenspiel im deutschen Basketball-Pokal von Titelverteidiger Alba Berlin ist wegen eines positiven Corona-Tests bei einem Spieler des Hauptstadtclubs abgesetzt worden. Über das weitere Vorgehen für die eigentlich am Sonntag (18.00 Uhr) geplante Partie gegen die Basketball Löwen Braunschweig in Bonn werde zu gegebener Zeit informiert, teilte die Liga weiter mit. Mit der Entscheidung wolle man der "übergeordneten gesundheitlichen Verantwortung" gerecht werden. Damit wird der nationale Spielbetrieb bereits am zweiten Tag des Pokals von der Coronavirus-Pandemie beeinflusst.

Ein Profi sei am Samstag im Rahmen der regelmäßigen Testungen positiv getestet und isoliert worden, hieß es von der Liga. Eine Entscheidung der zuständigen Gesundheitsbehörde, wie es weitergehe, stehe noch aus. Alba hatte am Freitag noch in der Euroleague bei ZSKA Moskau gespielt und in Russland überraschend mit 93:88 gewonnen.

Sonntag, 18. Oktober, 13.30 Uhr: Kramp-Karrenbauer bekräftigt Corona-Hilfsangebot der Bundeswehr

Angesichts der verschärften Corona-Lage hat Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer das Hilfsangebot der Bundeswehr etwa für die Gesundheitsämter bekräftigt. "Die Zahl der Amtshilfeanträge an die Bundeswehr nimmt gerade spürbar zu. Wir können helfen", erklärte die CDU-Politikerin am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. "So, wie es der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer fordert, sollten jetzt alle Kräfte genutzt werden, um einen Lockdown zu vermeiden. Die Bundeswehr steht bereit, um in dieser kritischen Situation die Kommunen und Länder zu unterstützen!"

Derzeit sind rund 1550 Soldatinnen und Soldaten im Rahmen der Amtshilfe gegen die Corona-Pandemie im Einsatz, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mitteilte.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer.
Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer.
Bild: Michael Kappeler/dpa

Sonntag, 18. Oktober, 13.15 Uhr: Agrarministerin Klöckner warnt Verbraucher vorm Hamstern

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) appelliert an die Verbraucher, trotz der steigenden Zahl von Corona-Infektionen keine größeren Mengen einzukaufen als sonst. "Für Hamsterkäufe gibt es keinen Grund", sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montag). "Die Lieferketten funktionieren - das gilt nach wie vor." Zu keiner Zeit in der Pandemie sei die Lebensmittelversorgung in Deutschland gefährdet gewesen. "Wer hortet, handelt nicht nur unlogisch, sondern auch unsolidarisch. Und am Ende landet vieles in der Tonne."

Sonntag, 18. Oktober, 13 Uhr: Kein weiterer Corona-Fall an Memminger Vöhlin-Gymnasium und Berufsoberschule

Unter den Schülern des Memminger Vöhlin-Gymnasiums sowie der Fach- und Berufsoberschule (FOS/BOS), die sich derzeit in Quarantäne befinden, gibt es nach Tests auf das SarsCoV-2-Virus vom Freitag keinen weiteren positiven Fall. Selbiges gilt für deren Lehrer: Dies teilte auf Nachfrage am Sonntag Oberbürgermeister Manfred Schilder mit. Nachdem zwei Schüler beider Bildungseinrichtungen positiv getestet worden waren, ist für die Q11 des Vöhlin - insgesamt 105 Oberstufenschüler und –schülerinnen- sowie für 38 Jugendliche der zwölften und 13. Jahrgangsstufe der FOS/BOS eine Quarantäne bis Freitag, 23.Oktober, angeordnet worden.

Sonntag, 18. Oktober, 12.45 Uhr: Stadt Memmingen überschreitet Corona-Warnwert erneut

Nach oben geschossen ist in Memmingen die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz, der die Zahl der positiv Getesteten pro 100.00 Einwohner innerhalb einer Woche angibt. Meldete die Stadt am Freitag noch einen Wert von 31,7, so bezifferte sie ihn am Sonntag mit 70,3. Oberbürgermeister Manfred Schilder kündigte an, dass eine Krisengruppe bei ihrem Treffen am Montag die Lage neu bewerten und über das weitere Vorgehen beraten werde. Noch bis einschließlich Montag gilt die Allgemeinverfügung der Stadt, die unter anderem eine maximale Teilnehmerzahl von fünf Personen bei privaten Treffen festlegt. Auf einen einzelnen konkreten Herd lässt sich die Steigerung des Inzidenzwerts laut dem OB nicht zurückführen – vielmehr liege die Ursache in weit gestreuten Einzelgeschehen, was die Lage schwieriger und gefährlicher mache.

Sonntag, 18. Oktober, 12.30 Uhr: Corona: Sloweniens Gesundheitsamt stellt Kontakt-Nachverfolgung ein

Wegen der rasch steigenden Zahl von Infektionen mit dem Corona-Virus hat das slowenische Gesundheitsamt am Samstag die Nachverfolgung der Kontakte von positiv getesteten Menschen eingestellt. Man sei nicht mehr in der Lage, die große Zahl der Fälle zu bewältigen, hieß es. Positiv Getestete werden aber weiterhin vom Gesundheitsamt über ihre Infektion informiert. Zugleich erhalten sie die Anweisung, in Quarantäne zu gehen und ihre relevanten Kontakte selbstständig zu informieren.

Im EU-Land Slowenien wurden am Sonntag 726 und am Vortag 897 Neuinfektionen mit dem Coronavirus bekannt. Damit hat sich die Zahl der aktiven Fälle in dem Zwei-Millionen-Einwohner-Land binnen einer Woche nahezu verdoppelt. Die Zahl der Infizierten der letzten 14 Tage pro 100 000 Einwohner wurde am Sonntag mit 317 angegeben.

Sonntag, 18. Oktober, 12.00 Uhr: Drei Kommunen in NRW um das Doppelte über höchster Warnschwelle

In Nordrhein-Westfalen überschreiten immer mehr Kommunen die Corona-Warnschwellen. In drei Kommunen lagen die Infektionsquoten nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag sogar schon um das Doppelte über dem Grenzwert, der die bislang schärfsten Einschränkungen im öffentlichen und privaten Leben vorsieht: Herne (111,2), Solingen (109,9) und Wuppertal (103,1).

Bei 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gilt in NRW seit dem Wochenende eine Sperrstunde in der Gastronomie und ein Alkoholverkaufsverbot bis 6.00 Uhr morgens.

Auch Düren sprang am Wochenende nach Angaben des Kreises über die 50er-Schwelle (67,6). Gütersloh (49,6) und der Rhein-Erft-Kreis (49,1) standen am Sonntagvormittag kurz davor.

Sonntag, 18. Oktober, 10.30 Uhr: Maskenpflicht an Schulen im Ostallgäu

Der Landkreis Ostallgäu ist von der Corona-Pandemie im Allgäu besonders stark betroffen. Innerhalb von sieben Tagen gab es 92 nachgewiesene Neuinfektionen. Damit wurde der Warnwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner deutlich überschritten. Das Landratsamt Ostallgäu hat am Sonntagmorgen weitere Regeln bekannt gegeben. So gilt ab Montag unter anderem die Maskenpflicht an Schulen auch im Unterricht. Mehr zu den neuen Corona-Vorschriften im Ostallgäu lesen Sie hier.

Sonntag, 18. Oktober, 9 Uhr: Krankenkassen beziffern durchschnittliche Kosten für Covid 19-Patient im Krankenhaus

Wieviel kostet die stationäre Behandlung eines Covid-19-Erkrankten im Durchschnitt? Und wie teuer ist eine Beatmung? Antwort: Mehrere Zehntausend Euro pro Fall. Die genauen Zahl der AOK und der Barmer Ersatzkasse, lesen Sie hier.

Sonntag, 18. Oktober, 8.15 Uhr: Nach einem Monat Corona-Lockdown: Erste Lockerungen in Israel

Nach einem Monat Corona-Lockdown sind in Israel am Sonntag erste Lockerungen in Kraft getreten. Kindergärten und Vorschulen öffneten zu Beginn der israelischen Arbeitswoche ihre Tore für Hunderttausende Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren. Auch Einrichtungen ohne Publikumsverkehr dürfen ihre Arbeit wieder aufnehmen. Die Auflage, dass Bürger sich nicht weiter als einen Kilometer von ihrem Zuhause entfernen dürfen, wurde aufgehoben.

Auch Naturparks und Strände können wieder besucht werden. Restaurants dürfen Mahlzeiten zur Abholung verkaufen. Die Klagemauer, die Grabeskirche sowie der Tempelberg in Jerusalem sollen unter Auflagen für Besucher zugänglich sein. Es gelten jedoch weiterhin Versammlungsbeschränkungen.

Nach einem glimpflichen Verlauf zu Beginn der Pandemie waren die Corona-Infektionszahlen in Israel nach ersten Lockerungen im Mai dramatisch angestiegen. Ein seit dem 18. September geltender zweiter landesweiter Lockdown ließ die Zahlen dann wieder deutlich sinken. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen konnte von mehr als 9000 am 30. September auf unter 2000 gedrückt werden.

Sonntag, 18. Oktober, 7.30 Uhr: Regionalflughäfen im Süden: Bruchlandung durch Corona?

Schon vor der Corona-Krise wurden Regionalflughäfen als "Landratspisten" kritisiert. Jetzt heben dort kaum noch Maschinen ab. In Friedrichshafen steht die Zukunft des Airports auf dem Spiel. Mehr darüber lesen Sie hier.

Sonntag, 18. Oktober, 7 Uhr: Umfrage: Zwei Drittel bezeichnen Corona-Management als "eher gut"

Mehr als zwei Drittel der Deutschen sind einer Umfrage zufolge mit dem Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung tendenziell zufrieden. 68 Prozent der Befragten beurteilten die Führung in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag von "Bild am Sonntag" als "eher gut". Für 27 Prozent ist sie "eher schlecht". 4 Prozent antworteten mit "weiß nicht".

Die Ausweitung der Maskenpflicht auf alle öffentlichen Orte in Risikogebieten, in denen nicht konsequent Abstand gehalten werden kann, finden 89 Prozent der Befragten richtig, 10 Prozent falsch und 1 Prozent antwortete "weiß nicht". Die in Risikogebieten geltende Beschränkung für private Feiern auf zehn Teilnehmer aus maximal zwei unterschiedlichen Haushalten finden 74 Prozent richtig und 22 Prozent falsch. 4 Prozent antworteten "weiß nicht".

Eine Sperrstunde in der Gastronomie und ein generelles Ausgabeverbot von Alkohol ab 23 Uhr in Risikogebieten befürworten 70 Prozent. 27 Prozent lehnen diese Maßnahmen ab, drei Prozent antworteten mit "weiß nicht".

Sonntag, 18. Oktober, 6.30 Uhr: Polizeigewerkschaften: Mehr Einsätze wegen Streit über Corona-Regeln

Die Auseinandersetzungen über geltende Corona-Regeln in Deutschland werden nach Ansicht der Polizeigewerkschaften immer aggressiver geführt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 18. Oktober, 6 Uhr: Lauterbach: Steigen die Zahlen so weiter, kommen lokale Shutdowns

Bei einer weiterhin so schnellen Ausbreitung des Coronavirus rechnet SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach mit lokalen Shutdowns in Deutschland. "Es ist ganz simpel. Der R-Wert liegt bei etwa 1,3. Wenn wir den nicht runter bekommen, steigen die täglichen Fallzahlen innerhalb kürzester Zeit so stark an, dass die Kliniken und Gesundheitsämter überlaufen werden. Dann kommen lokale Shutdowns", sagte der Mediziner den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Online Sonntag, Print Montag). Die auch R-Wert genannte Reproduktionszahl gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter ansteckt. Laut Lagebericht des Robert Koch-Instituts von Samstagabend lag der R-Wert bei 1,40.

"Das exponentielle Wachstum hat eine solche Kraft - da würde jedem einleuchten, dass nichts mehr stattfinden kann", so Lauterbach weiter. "Dann würde auch die Wirtschaft einbrechen." Im Kampf gegen das Virus zählt der Politiker auf das Verhalten der Menschen - weniger auf die Eindämmungsmaßnahmen: "Es wird darauf ankommen, wie sich die Bevölkerung verhält. Das ist wichtiger als einzelne Maßnahmen. Viele Auflagen lassen sich ohnehin schwer überprüfen."

Sonntag, 18. Oktober 5.30 Uhr: 5.587 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter in Deutschland vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert am frühen Sonntagmorgen mit 5.587 an. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln. Im Vergleich zu den 3.483 Infektionen am Sonntag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht.

Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7.830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert erreicht. Das RKI weist in seinem Lagebericht von Samstagabend darauf hin, dass mittlerweile mehr als die Hälfte aller Landkreise eine erhöhte Verbreitung des Coronavirus von mehr als 25 nachgewiesenen Infektionen pro Woche und 100.000 Einwohner haben.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 361.974 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 18.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9.777. Das waren zehn mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 291.900 Genesene.

Samstag, 17. Oktober, 21.45 Uhr: Weihnachtsgeld vorzeitig auszahlen? Handelsverband zurückhaltend

Der Handelsverband Deutschland hat zurückhaltend auf Vorschläge von Politikern reagiert, Weihnachtsgeld-Zahlungen vorzuziehen und damit den Einzelhandel zu stärken. Hauptgeschäftsführer Stefan Genth sagte am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: "Wir begrüßen alle Maßnahmen, die unseren Innenstadt-Einzelhändlern helfen, durch diese Corona-Krise zu kommen. Eine vorgezogene Auszahlung des Weihnachtsgeldes hilft wahrscheinlich den Geschäften in der Innenstadt jedoch nur in sehr geringem Umfang. Leider meiden viele Kunden zurzeit den Einkaufsbummel, weil sie in Corona-Zeiten möglichst wenigen Menschen begegnen wollen."

Samstag, 17. Oktober, 20.30 Uhr: Baden-Württembergs Innenminister in Corona-Quarantäne

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) ist in Corona-Quarantäne. Der Minister habe alle Termine für das Wochenende abgesagt, teilte ein Sprecher des Innenministeriums am Samstagabend mit. Ein Beamter aus seinem Personenschutzkommando habe zuvor ein positives Testergebnis erhalten. Strobl zeige keine Symptome. "Es geht ihm gut und er ist voll arbeitsfähig", erklärte der Sprecher. Das Ergebnis von Strobls Corona-Test stand zunächst noch aus.

Samstag, 17. Oktober, 20 Uhr: 200 Menschen nehmen an "Querdenker"-Protest in Kempten teil

Rund 200 Menschen folgten am Samstagnachmittag dem Aufruf zu einer „Kundgebung zur Wiederherstellung unserer Grundrechte“ auf dem Kemptener Hildegardplatz. Die Redner wendeten sich gegen die aktuellen Einschränkungen vor dem Corona-Hintergrund. Die Maskenpflicht in Geschäften und Schulen prangerten sie als sinnlos an.

„Querdenken 831 Kempten“ heißt die Gruppierung, die zur Demonstration aufgerufen hat. Versammlungsleiter David Lemke rief auf, sich von „Obrigkeitshörigkeit“ zu verabschieden. Mehr darüber lesen Sie hier.

Samstag, 17. Oktober, 19.39 Uhr: Österreichs Außenminister positiv auf Coronavirus getestet

Der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er befinde sich in Quarantäne, zeige bisher aber keine Symptome, sagte seine Sprecherin am Samstag der österreichischen Agentur APA. Die Infektion wurde demnach bei einem Routinetest am Freitag festgestellt. Daraufhin wurden am Samstag auch Schallenbergs Kabinettskollegen auf das Coronavirus getestet, wie das Bundeskanzleramt in Wien mitteilte. Die Tests seien alle negativ ausgefallen.

Schallenberg sagte für nächste Woche angesetzte Reisen nach Großbritannien, Dänemark, Griechenland und Zypern ab. Es sei möglich, dass sich der 51-Jährige bei einem Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg am vergangenen Montag mit dem Virus angesteckt habe, sagte die Sprecherin.

Samstag, 17. Oktober, 19.15 Uhr: Hilfe für "stark gebeutelte"Gastronomie: Bund will Heizpilze fördern

In einigen Städten und Gemeinden sind Heizpilze für die Gastronomie verboten. Doch in der Corona-Krise sollen sie nun sogar vom Bund gefördert werden. Mehr darüber lesen Sie hier.

Samstag,17. Oktober, 18.50 Uhr: Österreich verzeichnet Rekord bei Corona-Neuinfektionen: 1747 Fälle

In Österreich ist erneut eine Rekordzahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden am Samstag 1747 neue Fälle binnen 24 Stunden registriert. Der bisher höchste Tageswert war am Donnerstag mit 1552 Fällen gemeldet worden. Die Fallzahlen sind seit Anfang September stetig gestiegen - damals lagen sie noch bei unter 400 pro Tag. Die österreichische Regierung will am Montag mit Vertretern der neun Provinzen über neue Schutzmaßnahmen beraten.

Samstag, 17. Oktober, 18.30 Uhr: Nach dreistem Einbruch in Hessen: Polizei warnt vor Corona-Fake-Schreiben"

Einbrecher nutzten in Offenbach die Corona-Angst eines 52-Jährigen, um sich Zutritt zu einer Wohnungen zu verschaffen. Die Polizei warnt daraufhin vor angeblichen "Corona-Schreiben". Den ganzen Fall lesen Sie hier.

Samstag, 17. Oktober, 18.05 Uhr: Bundespräsident Steinmeier negativ auf Coronavirus getestet

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist negativ auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes in Berlin am Samstag mit, nachdem Steinmeier sich zuvor wegen der Infektion eines Personenschützers in Quarantäne begeben hatte. Der Bundespräsident bleibe selbstverständlich weiter in Quarantäne, in den kommenden Tagen seien weitere Tests geplant.

Samstag, 17. Oktober, 18 Uhr: Corona-Fall in belgischer Regierung: Außenministerin Wilmès positiv

Die belgische Außenministerin und Vize-Regierungschefin Sophie Wilmès ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Ansteckung sei vermutlich im Familienkreis erfolgt, teilte die Politikerin am Samstag mit. Grund für die Annahme seien die Vorsichtsmaßnahmen, die sie außerhalb des Haushaltes befolgt habe. Zu möglichen Symptomen äußerte sich Wilmès nicht. Die 45 Jahre alte Politikerin war zuletzt auch knapp ein Jahr Premierministerin gewesen. Belgien zählt zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern Europas. Die Behörden des Elf-Millionen-Einwohner-Landes meldeten zuletzt im Sieben-Tages-Schnitt fast 6800 registrierte Fälle innerhalb von 24 Stunden. In den vergangenen 14 Tagen wurden nach aktuellen Zahlen rund 621 Infektionen pro 100 000 Einwohner gemeldet (Stand 17.10.).

Samstag, 17. Oktober, 17.30 Uhr: Trotz kritischer Zahlen: Demo gegen Corona-Maßnahmen in Dortmund

Die Initiative "Querdenken" will am Sonntag in Dortmund gegen die Corona-Auflagen demonstrieren. Es seien bis zu 3000 Teilnehmer für eine Kundgebung (14.00 Uhr) und einen anschließenden Demo-Zug durch die Innenstadt angemeldet, teilte die Polizei mit. Die Stadt hatte vergangene Woche die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen einer Woche überschritten.

Von allen Teilnehmern werde umso mehr die strikte Einhaltung aller Hygiene- und Infektionsschutzregeln erwartet, betonte die Polizei. Man werde konsequent gegen gesundheitsgefährdendes Verhalten einschreiten. Vorgeschrieben seien eine Aufteilung in Kleingruppen mit maximal fünf Personen, Mindestabstände und Mund-Nasen-Bedeckung.

Samstag, 17. Oktober, 17 Uhr: Wirtschaftsminister Altmaier lädt zu "Innenstadt-Gipfel"

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier plant am kommenden Dienstag vor dem Hintergrund der Corona-Krise einen "Innenstadt-Gipfel". Der CDU-Politiker sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung": "Das ist der Auftakt für einen Prozess zur Belebung unserer Innenstädte." Die Geschäfte in den Innenstädten kämpften schon seit Jahren mit dem wachsenden Online-Handel, durch Corona habe sich das verschärft. "Für mich gehören diese Läden zu unserer gewachsenen Kultur", so Altmaier.

Konkret will der Minister dem stationären Einzelhandel helfen, die Vorteile der Digitalisierung für sich selbst zu nutzen. "Wir können die Digitalisierung nicht zurückdrehen. Aber wir können dafür sorgen, dass sie zum Verbündeten des Einzelhändlers wird", sagte Altmaier.

So könnten die Kunden beispielsweise im

Samstag, 17. Oktober, 16.30 Uhr: Neuer Höchststand in Holland: 8114 Neuinfektionen

Die Niederlande haben 8114 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Das ist erneut ein Rekordwert, wie Daten des Nationalen Instituts für Öffentliche Gesundheit zeigen.

Samstag, 17. Oktober, 16 Uhr: 20 Städte und Landkreise erreichen Corona-Warnwert

20 Städte und Landkreise im Freistaat haben nach den jüngsten Daten vom Samstag inzwischen den kritischen Corona-Warnwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in sieben Tagen überschritten. 22 weitere haben den Frühwarnwert von mehr als 35 erreicht, wie aus der Statistik des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hervorgeht. Angeführt wird die Liste vom Landkreis Berchtesgadener Land mit einem Wert von 149,16, gefolgt von der Stadt Weiden in der Oberpfalz mit 105,28.

Insgesamt haben sich den Daten zufolge inzwischen bereits 78 187 Menschen im Freistaat mit dem Coronavirus infiziert; 2711 sind gestorben. Als genesen gelten 66 310 Menschen. Wegen der in vielen Regionen stark steigenden Corona-Infektionszahlen gelten in weiten Teilen Bayerns ab diesem Samstag deutlich schärfere Auflagen, etwa eine erweiterte Maskenpflicht.

Samstag, 17. Oktober, 15.30 Uhr: Drohnen sollen britische Kliniken mit Corona-Tests versorgen

Drohnen sollen künftig Corona-Tests und Schutzausrüstungen zwischen Kliniken in Großbritannien liefern. Das Projekt "Apian" habe dafür die Genehmigung der britischen Raumfahrtbehörde bekommen, teilte die Regierung am Samstag in London mit. Der Service wurde von Mitarbeitern des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS im Rahmen eines Förderprogramms gegründet. Die Nutzung von Drohnen verringere im Vergleich zu herkömmlichen Kurierdiensten den Zeit- und Personalaufwand sowie das Infektionsrisiko, betonten Mitarbeiter des Start-ups.

Jede Drohne kann etwa zwei Kilogramm transportieren und mit ihrem Hybrid-Antrieb ein fast 100 Kilometer entferntes Ziel erreichen. Sie fliegt in 90 Metern Höhe auch bei schlechtem Wetter.

Samstag, 17. Oktober, 14.50 Uhr: Baden-Württemberg ruft höchste Corona-Alarmstufe aus

Wegen des starken Anstiegs der Infektionszahlen ruft die Landesregierung von Baden-Württemberg die höchste Corona-Alarmstufe aus. Weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wie eine verschärfte Maskenpflicht in der Öffentlichkeit und weitere Kontaktbeschränkungen sollen von Montag an gelten, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Samstag nach einer außerordentlichen Kabinettssitzung mitteilte.

Samstag, 17. Oktober, 14.40 Uhr: Personenschützer infiziert - Bundespräsident Steinmeier in Quarantäne

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich am Samstag in Quarantäne begeben. Wie eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes in Berlin mitteilte, ist ein Personenschützer des Staatsoberhauptes positiv auf das Coronavirus getestet worden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Samstag, 17. Oktober, 13.30 Uhr: Meckelnburg-Vorpommern hebt Quarantänepflicht im Tourismus auf

Mecklenburg-Vorpommern gibt seinen harten Kurs beim Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona-Risikogebieten auf. Nach wochenlangem Streit und wenige Tage vor einem dazu erwarteten Gerichtsurteil einigten sich Landesregierung und Tourismusbranche am Samstag darauf, dass für Urlaub im Nordosten von Mittwoch an ein aktueller negativer Corona-Test ausreicht. Die bislang geforderte mehrtägige Quarantäne und ein folgender zweiter Test entfallen somit

Samstag, 17. Oktober, 12 Uhr: Dehoga: Corona-Maßnahmen zu kurzfristig

Der bayerische Hotel- und Gaststättenverband Dehoga hat die Informationspolitik der Staatsregierung kritisiert. Auch bei den jüngsten Maßnahmen habe viel zu wenig Zeit zwischen Bekanntgabe der neuen Regeln und deren Umsetzungspflicht geherrscht, bemängelte Landesgeschäftsführer Thomas Geppert am Samstag im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Dies sei ein völlig unnötiges Ärgernis in der schwersten Krise des Gastgewerbes seit dem Zweiten Weltkrieg.

"Die Hochzeits- oder Geburtstagsgesellschaft schläft bereits im Haus, und wenn sie aufwachen, dann müssen am Morgen des Festtages aus der geladenen Gästeschar fünf erwählt werden. Das ist noch nicht einmal das Brautpaar mit deren Eltern. Wie soll das gehen?", fragte Geppert. Er kritisierte zugleich, dass die Regelwerke nur für Juristen zu verstehen seien. "Hier fehlt es zwischen dem Tweet eines Politikers und dem Gesetzestext noch etwas mehr an Kommunikationswillen."

Samstag, 17. Oktober, 11.45 Uhr: Strengere Kontaktbeschränkungen für Berlin?

Laut Medienberichten könnte es in Berlin bald so strenge Corona-Regeln wie in Memmingen geben.

Samstag, 17. Oktober, 11 Uhr: Österreichs Außenminister positiv auf Corona getestet

Der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er befinde sich in Quarantäne, zeige bisher aber keine Symptome, sagte seine Sprecherin am Samstag der österreichischen Agentur APA. Die Infektion wurde demnach bei einem Routinetest am Freitag festgestellt.

Schallenberg sagte für nächste Woche angesetzte Reisen nach Großbritannien, Dänemark, Griechenland und Zypern ab. Es sei möglich, dass sich der 51-Jährige bei einem Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg am vergangenen Montag mit dem Virus angesteckt habe, sagte die Sprecherin.

Samstag, 17. Oktober, 10.50 Uhr: Mehr Masken-Kontrollen in Bus, Bahn und auf Plätzen

Vor allem in Bussen und Bahnen sowie auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen wird die Polizei in Bayern verstärkt das vorgeschriebene Tragen einer Mund-Nasen-Maske kontrollieren. "Wir müssen alles unternehmen, um die sprunghafte Ausbreitung des hochgefährlichen Virus einzudämmen und gleichzeitig einen Lockdown zu verhindern", begründete Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Samstag das Vorgehen. Gerade das Tragen einer Alltagsmaske helfe. "Leider sind nicht alle vernünftig genug, das zu kapieren."

Deshalb werde es die Polizei bayernweit auch nicht bei mahnenden Worten belassen, kündigte Herrmann an. Stattdessen würden die Beamten konsequent ein Verwarnungsgeld verhängen oder sogar Anzeige beim Gesundheitsamt erstatten. "Dann drohen saftige Geldbußen von mindestens 250 Euro." Bislang stellten bayerische Polizisten rund 25 000 Verstöße gegen die Maskenpflicht fest.

Samstag, 17. Oktober, 10.45 Uhr: Merkel schwört Bürger auf Kampf gegen Corona ein

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts weiter steigender Infektionszahlen in Deutschland an die Bürger appelliert, zur Eindämmung der Corona-Pandemie beizutragen. "Wir müssen jetzt alles tun, damit das Virus sich nicht unkontrolliert ausbreitet. Dabei zählt jetzt jeder Tag", sagte die CDU-Politikerin in ihrem am Samstag veröffentlichten wöchentlichen Podcast. "Ich bitte Sie: Verzichten Sie auf jede Reise, die nicht wirklich zwingend notwendig ist, auf jede Feier, die nicht wirklich zwingend notwendig ist. Bitte bleiben Sie, wenn immer möglich, zu Hause, an Ihrem Wohnort."

Deutschland befinde sich in einer "sehr ernsten Phase" der Pandemie, sagte Merkel. "Tag für Tag steigt die Zahl der Neuinfektionen sprunghaft." Die Pandemie breite sich wieder rapide aus, schneller noch als zu Beginn vor mehr als einem halben Jahr. "Der vergleichsweise entspannte Sommer ist vorbei, jetzt stehen uns schwierige Monate bevor. Wie der Winter wird, wie unser Weihnachten wird, das entscheidet sich in diesen kommenden Tagen und Wochen. Das entscheiden wir alle durch unser Handeln."

Samstag, 17. Oktober, 10.30 Uhr: Zu volle Schulbusse in Corona-Zeiten

In Schulbussen ist es kaum möglich, die Abstandsregeln einzuhalten. In Buchloe denken die Verantwortlichen nun über Lösungen nach.

Samstag, 17. Oktober, 10.15 Uhr: In Paris und anderen Städten gilt nächtliche Ausgangssperre

Seit diesem Samstag gilt in Paris und weiteren großen Städten Frankreichs eine nächtliche Ausgangssperre. Die neue Regelung zur Eindämmung der steigenden Corona-Zahlen trat um Mitternacht in Kraft. Die Ausgangssperre gilt nun für mehrere Wochen zwischen 21 Uhr abends und 6 Uhr morgens. Zu dieser Zeit dürfen sich nur Menschen mit einem triftigen Grund vor der Tür aufhalten.

Das Pariser Innenministerium veröffentlichte am Freitagabend ein Formular, das die Menschen, die während der Ausgangssperre vor die Tür müssen, ausgefüllt bei sich tragen sollen. Folgende Ausnahmen können unter anderem darauf angeben werden: Arbeitsweg, medizinische Notfälle, Pflege von Angehörigen oder Betreuung von Kindern oder Weg zum Flughafen oder Bahnhof für Langstreckenreisen. Auch das Gassigehen mit dem Hund ist erlaubt - allerdings nur im Radius von einem Kilometer zur Wohnung.

Wer sich nun nicht an die neuen Beschränkungen hält, muss 135 Euro Strafe zahlen - für Wiederholungstäter können Tausende Euro fällig werden. Von den Ausgangssperren sind neben dem Großraum Paris die Städte Lille, Grenoble, Lyon, Aix-Marseille, Montpellier, Rouen, Toulouse und Saint-Etienne betroffen.

Samstag, 17. Oktober, 7.50 Uhr: Lindau nähert sich dem Frühwarnwert

Auch Lindau könnte den Frühwarnwert von 35 bald erreicht haben. Mehr dazu hier.

Samstag, 17. Oktober, 7.30 Uhr: Mehrere Politiker fordern vorzeitige Auszahlung des Weihnachtsgeldes

Zur Stärkung des Einzelhandels und Entzerrung der Weihnachtseinkäufe fordern mehrere Politiker, Weihnachtsgeld-Zahlungen vorzuziehen. "Wir müssen den Einzelhandel jetzt unterstützen. Deshalb appelliere ich an Firmen, das Weihnachtsgeld schon mit dem Oktobergehalt auszuzahlen", sagte der rheinland-pfälzische CDU-Fraktionschef Christian Baldauf der Bild-Zeitung (Samstag): Dann könnten viele Menschen ihre Weihnachtseinkäufe schon in den nächsten Wochen erledigen und der Handel müsste sich dann "vor einem hoffentlich vermeidbaren zweiten Lockdown vor Weihnachten nicht ganz so stark fürchten", argumentierte Baldauf, der auch Spitzenkandidat der CDU Rheinland-Pfalz für die Landtagswahl 2021 ist.

Ähnlich äußerte sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Florian Post. Vorgezogene Weihnachtsgeldauszahlungen würde die Lage in den Einkaufszonen im Weihnachtsgeschäft entspannen und wäre eine große Hilfe für den stationären Einzelhandel, sagte Post Bild. FDP-Fraktionsvize Michael Theurer sagte der Zeitung: "Bevor das Ganze bei anonymen Online-Riesen landet, wäre es großartig wenn die Unternehmen, die trotz Corona noch Weihnachtsgeld zahlen können, dessen Auszahlung vorziehen."

Samstag, 17. Oktober, 7.10 Uhr: Corona-Hilfen für Holocaust-Überlebende

Überlebende des Holocausts sollen in der Corona-Krise mehr als eine halbe Milliarde Euro an zusätzlichen Hilfen von der Bundesregierung bekommen. Eine entsprechende Vereinbarung habe das Finanzministerium mit der Claims Conference, einem Zusammenschluss jüdischer Organisationen, getroffen, erklärte das Ministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Demnach können rund 240 000 Opfer des NS-Regimes weltweit über zwei Jahre 2400 Euro erhalten. Zuvor hatten internationale Medien berichtet.

"Deutschland steht damit in Zeiten der Covid-19-Pandemie in besonderer Weise zu seiner historischen Verantwortung für die durch das NS-Unrechtsregime verfolgten Menschen", erklärte das Ministerium. Der Bundesregierung sei aber auch bewusst, dass das unermessliche Leid, das den Überlebenden zugefügt wurde, nicht durch Geld aufgewogen werden könne. Der Bundestag muss den Plänen noch zustimmen.

Überlebende der deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager im Nationalsozialismus gehören oft zur Corona-Risikogruppe - zum einen wegen ihres Alters, aber auch, weil sie durch ihre Zeit in den Lagern häufig gesundheitliche Probleme haben. Die Pandemie treffe sie besonders hart, erklärte das Finanzministerium.

Samstag, 17. Oktober, 6.30 Uhr: Unterallgäu erreicht den Frühwarnwert

Das Unterallgäu hat mit einer Inzidenzzahl von 35,1 erneut den Frühwarnwert geknackt. Innerhalb der vergangenen sieben Tage haben sich 51 Personen infiziert.

Samstag, 17. Oktober, 6.20 Uhr: Ostallgäu überschreitet Corona-Grenzwert

Das Ostallgäu hat von Freitag auf Samstag den Corona-Grenzwert von 50 Infektionen auf 100.000 Einwohner überschritten. Der Wert liegt aktuell bei 51. In den vergangenen sieben Tagen haben sich 72 Menschen infiziert. Woher der Anstieg kommen könnte? Das sagen die Bürgermeister aus dem Füssener Land dazu. Welche Regeln aktuell im Füssener Land gelten, erfahren Sie hier.

Samstag, 17. Oktober, 6.10 Uhr: Neuer Todesfall in Memmingen

Das LGL verzeichnet von Donnerstag auf Freitag einen neuen Todesfall für die Stadt Memmingen. Damit sind Stand Samstagmorgen zwei Menschen in Memmingen mit oder an einer Covid-Erkrankung gestorben. Näheres ist noch nicht bekannt.

Samstag, 17. Oktober, 6 Uhr: 7.830 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben 7.830 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet, mehr als je zuvor seit Beginn der Pandemie. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen hervor. Am Vortag war mit 7.334 neuen Fällen der bis dato höchste Wert registriert worden. In der vergangenen Woche meldete das RKI am Samstag 4.721 Neuinfektionen. Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Experten zufolge sind die neu gemeldeten Infektionen wegen der Zeit zwischen Ansteckung, Test, Ergebnis und Meldung ein Hinweis darauf, wie stark das Virus vor etwa einer Woche in der Gesellschaft unterwegs war. Deshalb dauert es auch, bis sich politische Maßnahmen in den Meldezahlen niederschlagen könnten.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 356.387 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 17.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9767. Das waren 33 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 290 000 Genesene.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,22 (Vortag: 1,08). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel rund 1,2 weitere Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,30 (Vortag: 1,22). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

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