Eishockey, DEL 2

ESV Kaufbeuren fertigt Bad Tölz mit 5:1 ab - Chance auf Heimrecht in Pre-Playoffs

Der ESV Kaufbeuren gewann souverän in Bad Tölz.

Der ESV Kaufbeuren gewann souverän in Bad Tölz.

Bild: Archivfoto: Mathias Wild

Der ESV Kaufbeuren gewann souverän in Bad Tölz.

Bild: Archivfoto: Mathias Wild

Eishockey-Zweitligist ESV Kaufbeuren gewann am Abend sein Nachholspiel in Bad Tölz mit 5:1. Der ESVK hat die Chance auf das Heimrecht in den Pre-Playoffs.
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Von Allgäuer Zeitung
04.03.2022 | Stand: 12:37 Uhr

Die Joker liegen durch den Sieg im Nachholspiel vom 47. Spieltag nun mit einem Punktequotienten von 1,44 auf dem achten Tabellenplatz.

Zum Spiel: ESVK Trainer Tray Tuomie musste verletzungsbedingt weiterhin auf Stefan Vajs, Dieter Geidl und Markus Schweiger verzichten. Im Tor stand Thomas Höneckl. Backup war Maxi Meier. Top-Scorer John Lammers pausierte.

Der ESVK war in diesem ersten Drittel dann von Beginn an nicht richtig auf dem Eis. Schon nach wenigen Sekunden kamen die Tölzer nach mehreren schlampigen Aktionen der ersten Kaufbeurer Sturmreihe im Forechecking an die Scheibe und erkämpften sich einen ersten Torabschluss. Die Joker brauchten dann ihre vierte Sturmreihe um nach gut zwei Minuten ihren ersten Torschuss zu verzeichnen, der zweite hätte dann aber sogleich auch fast den Führungstreffer gebracht. Fabian Koziol zog dabei von der blauen Linie ab, Jimmy Hertel im Kasten der Löwen musste prallen lassen und Johannes Krauss setzte den Nachschuss leider nur an die Latte. Vom ESV sollte dies dann für lange Zeit der letzte gefährliche Angriff gewesen sein.

Die Löwen kamen in der dritten Spielminute zu einem ersten Powerplay, dies verteidigten die Kaufbeurer aber gut und Thomas Höneckl im Tor der Joker parierte alles was auf seinen Kasten kam. Im weiteren Verlauf hatten die Tölzer die größeren Spielanteile und kamen immer wieder gefährlich vor das Tor von Thomas Höneckl und der Kaufbeurer Schlussmann hatte bestimmt mehr zu tun wie ihm lieb war. Ein weiteres Überzahlspiel der Löwen nach 12 Spielminuten konnten die Allgäuer wiederum gut verteidigen und einen Gegentreffer verhindern.

Zwei Minuten vor dem Ende des Abschnittes musste dann mit Leon van der Linde erneut ein Joker auf die Strafbank und dieses Mal nutzten die Löwen diese Chance und gingen mit 1:0 in Führung. Ian Brady zog dabei von der blauen Linie ab und Thomas Höneckl war chancenlos, da die Scheibe vor dem Tor noch entscheidend abgefälscht wurde. Die Kaufbeurer hatten dann im direkten Gegenzug ihre erst zweite gute Torchance. Da Sami Blomqvist dabei im Abschluss regelwidrig gestoppt wurde, konnten die Joker bei sechs gegen fünf Feldspieler die Löwen gut unter Druck setzen und hatten durch Mikko Lehtonen auch einen gefährlichen Torabschluss. So ging es für die beiden Mannschaften mit einem Spielstand von 1:0 zum ersten Pausentee.

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Der Kader des ESV Kaufbeuren für die Saison 2021/2022

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Die Joker hatten aufgrund der Strafe der Löwen aus den Schlusssekunden des ersten Drittels noch 113 Sekunden lang in Überzahl die Möglichkeit das Spiel auszugleichen. Die Kaufbeurer spielten das Powerplay sehr druckvoll, schafften es aber trotz bester Chancen nicht, Jimmy Hertel zu überwinden. Kaum war das Überzahlspiel Geschichte, zappelte die Scheibe aber zum 1:1 Ausgleich im Netz. Simon Schütz hatte von der blauen Linie geschossen, der Torschütze war aber Fabian Voit, der die Scheibe noch unhaltbar abfälschte. Die Joker waren im zweiten Drittel nun deutlich aggressiver und somit auch viel besser im Spiel. Dies spiegelte sich auch in den Spielanteilen wieder. Der ESVK machte nun viel Druck und kam immer wieder zu guten Tormöglichkeiten, die Tölzer versuchten zu Kontern, was auch das ein oder andere Mal gut klappte.

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Ein weiteres Überzahlspiel der Allgäuer war wieder sehr druckvoll und reich an Torchancen, aber wie schon beim ersten Versuch, sollte es auch jetzt nicht klappen. Im Gegenteil, mit Ablauf der Strafe konterte Pascal Aquin gefährlich, aber Thomas Höneckl war zu Stelle. In der 34. Spielminute hatten die Joker dann Glück. Nach einem Scheibenverlust scheiterte Lubor Dibelka zuerst noch an Thomas Höneckl, der Nachschuss von Ian Brady landete unter Mithilfe des Kaufbeurer Schlussmannes am Pfosten. Drei Minuten später gingen die Joker dann in Führung. Mikko Lehtonen lupfte die Scheibe clever aus der eigenen Zone in Richtung Sami Blomqvist, der durchstartete und zusammen mit Fabian Voit so eine zwei auf null Situation generierte, den Querpass des Finnen verwertete Fabian Voit dann unter starker Bedrängnis zum 1:2. Der ESVK hatte dann vor der Pause sogar noch eine dreifach Chance von Tyler Spurgeon, David Diebolder und Yannik Burghart, die es aber nicht schafften die Scheibe im Tor von Jimmy Hertel unterzubringen. So ging es mit einem Spielstand von 1:2 in die zweite Pause.

Im Schlussabschnitt sollte sich das konsequente Spiel mit vier Sturmreihen bei den Jokern gegen augenscheinlich immer müder werdende Tölzer Löwen auszahlen. Bereits in der 43. Minute erhöhte Markus Lillich nach einem Sololauf auf 1:3 für den ESVK. Die Nummer 28 der Joker markierte dabei mit einen Handgelenkschuss in den rechten Winkel bereits seinen 21. Saisontreffer. Auf der Gegenseite parierte Thomas Höneckl stark gegen Cam Spiro und verhinderte somit nicht nur den direkten Anschlusstreffer sondern gab seiner Mannschaft auch die Möglichkeit nur wenig später den Spielstand auf 1:4 zu stellen. Fabian Koziol fand dabei Kapitän Tyler Spurgeon vor dem Tor und dieser fälschte die Scheibe unhaltbar für Jimmy Hertl ab. Gespielt waren da gerade einmal 45 Minuten. Die Löwen hatten dann in der 47. Spielminute noch ein weiteres Powerplay.

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Die Joker Defensive in Zusammenarbeit mit Thomas Höneckl ließ aber nicht viel zu und killte das Powerplay stark. In der 50. Minute hatten die Tölzer dann die ganz große Möglichkeit noch einmal auf die Anzeigentafel zu kommen und das Spiel wieder spannend zu machen. Thomas Höneckl aber parierte zwei mal sensationell und im direkten Gegenzug war Philipp Krauß auf und davon und erhöhte mit einer schönen Täuschung gegen Jimmy Hertl auf 5:1. Ein weiteres Powerplay der Löwen direkt nach dem fünften Kaufbeurer Treffer verteidigten die Allgäuer wiederum gut . Das Spiel war somit gelaufen und die Wertachstädter brachten die letzten neun Minuten Souverän zu Ende. Zwar musste Thomas Höneckl in der 55. und 56. Minute noch einmal je gegen Cam Spiro und Pascal Aquin retten, die Joker waren aber stets Herr der Lage und verpassten es bei dem einen oder anderen Konter das Ergebnis vielleicht auch noch etwas höher zu gestalten. Schlussendlich war der Sieg der Wertachstädter verdient, auch wenn sich die Joker im ersten Abschnitt sehr schwer taten zu ihrem Spiel zu finden. Umso stärker präsentierte sich die Mannschaft von Tray Tuomie dann aber dafür in den letzten 40 Spielminuten.

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