ESV Kaufbeuren

ESVK: Kaufbeurer Serie reißt in Freiburg - heute in Bad Tölz

Kleine Verschnaufpause: Florin Ketterer vom ESV Kaufbeuren.

Kleine Verschnaufpause: Florin Ketterer vom ESV Kaufbeuren.

Bild: Langer

Kleine Verschnaufpause: Florin Ketterer vom ESV Kaufbeuren.

Bild: Langer

Sechs Punkte hat Eishockey-Zweitligist ESV Kaufbeuren aus drei Spielen binnen vier Tagen eingefahren. Am Dienstag geht es nach Bad Tölz.
16.02.2021 | Stand: 06:00 Uhr

Sechs Punkte hat Eishockey-Zweitligist ESV Kaufbeuren aus drei Spielen binnen vier Tagen eingefahren und ist nun Achter in der Tabelle der DEL 2. „Neuland“ sei es gewesen, innerhalb so kurzer Zeit drei Matches zu bestreiten, sagt Verteidiger Florin Ketterer. „Aber es hat Spaß gemacht, so viel zu spielen. Klar ist es kräftezehrend, aber um zu spielen, sind wir Profis geworden. Das Training rückt natürlich ein bisschen in den Hintergrund“, erklärt der 27-jährige Starnberger, der seit 2016 beim ESVK unter Vertrag steht.

Warum die Stimmung bei den Kaufbeurern sehr gut ist

Verständlich, dass die Stimmung bei den Kaufbeurern dieser Tage hervorragend ist, schließlich hat die Mannschaft aus ihrem Formtief herausgefunden und fünf Spiele in Folge gewonnen, zuletzt gegen Weißwasser am Donnerstag 5:2 und gegen Crimmitschau am Freitag mit 5:4. Am Sonntag in Freiburg riss die Serie, und das Team von Trainer Rob Pallin musste sich mit 2:3 geschlagen geben. Freiburg feierte damit übrigens den 1000. Pflichtspielsieg der Vereinsgeschichte.

In der 21. Minute gab Kaufbeuren 33 Schüsse auf das Freiburger Tor ab

„Am Donnerstag haben wir eine gute Leistung gezeigt und die drei Punkte verdient mitgenommen. Am Freitag war der Sieg nicht unverdient, am Ende hatten wir sicherlich aber auch Glück“, erinnert sich der Verteidiger an die enge Schlussphase. Durchaus kurios, aber korrekt: „In Freiburg am Sonntag haben wir eigentlich unsere beste Leistung gezeigt.“ Kaufbeuren geriet bereits nach einer halben Minute in Rückstand, musste dann sogar das 0:2 hinnehmen, kämpfte sich aber durch Tore von Tyler Spurgeon und Fabian Voit wieder heran. Ärgerlich, dass 31 Sekunden nach dem 2:2-Ausgleich die erneute Freiburger Führung fiel. „So ein Spiel kannst du verlieren“, sagte Ketterer aufmunternd. Ihn beeindruckte vor allem, dass die Kräfte nicht schwanden – trotz der vielen Spielminuten. „Man hat gesehen, wie wir uns in Freiburg zurückgekämpft haben. Auch zum Schluss hatten wir noch einige gute Möglichkeiten.“ Die Statistik belegt das: Allein ab der 21. Minute gab Kaufbeuren 33 Schüsse auf das Freiburger Tor ab, 31 Mal parierte der an diesem Abend prächtige Schlussmann Ben Meisner. „Der Torwart war einfach überragend“, sagt Ketterer. Zwischen den Kaufbeurer Pfosten zeigte Jan Dalgic eine gute Leistung. Der zuvor stets den Nummer-Eins-Status genießende Maxi Meier hatte sich beim Warmmachen verletzt. Ob und wie lange er pausieren muss, ist noch unklar.

Bis zum Vorrundenfinale stehen für den ESVK noch 22 Einsätze an

Klar ist, dass das Non-Stop-Programm weitergeht. Bis zum Vorrundenfinale am 11. April stehen für den ESVK noch 22 Einsätze an, bis zum kommenden Montag im Zwei-Tage-Rhythmus. Los geht es an diesem Dienstag (19.30 Uhr) bei den Tölzer Löwen. Beim Tabellendritten herrscht Unruhe, weil der Hauptsponsor nicht mehr zahlt. Geschäftsführer Christian Donbeck hat hingeschmissen, wie es nach dieser Saison weitergeht, erscheint offen. Die Mannschaft scheint das durchaus zu treffen, denn nach einer Siegesserie gingen am Wochenende beide Spiele verloren.