Curling

Für Füssener Curler geht's bei der WM in Kanada weiter auf und ab

Mal hopp, mal topp: Die deutschen Curler um Sixten Totzek lassen bei der WM im kanadischen Calgary die Beständigkeit vermissen. Damit ist das deutsche Team aber nicht allein...

Mal hopp, mal topp: Die deutschen Curler um Sixten Totzek lassen bei der WM im kanadischen Calgary die Beständigkeit vermissen. Damit ist das deutsche Team aber nicht allein...

Bild: Jeff Mcintosh/dpa

Mal hopp, mal topp: Die deutschen Curler um Sixten Totzek lassen bei der WM im kanadischen Calgary die Beständigkeit vermissen. Damit ist das deutsche Team aber nicht allein...

Bild: Jeff Mcintosh/dpa

Männer des CC Füssen erleben bei der WM in Kanada eine emotionale Achterbahnfahrt. Das Olympia-Ticket ist bereits außer Reichweite.
08.04.2021 | Stand: 18:00 Uhr

Die emotionale Achterbahnfahrt der deutschen Curling-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft im kanadischen Calgary geht weiter. Nach den fünf Niederlagen zum Auftakt, dem Überraschungssieg gegen Spitzenreiter Norwegen und der enttäuschenden 8:9-Niederlage gegen die Schotten (nach 5:1-Führung) gab es für das Team von Bundestrainer Uli Kapp in den vergangenen Tagen zunächst ein Positiverlebnis gegen Dänemark (8:6). Dann gab es aber mit der 5:7-Niederlage gegen das Schlusslicht Niederlande auch wieder einen herben Rückschlag.

Uli Kapp: "Alle leisten sich einen Ausrutscher"

Den Spielern des CC Füssen/Baden Hills fehlt es – übrigens wie allen anderen Mannschaften im Turnier – an Beständigkeit. Auch die Schweiz (gegen Dänemark) und Kanada (gegen Korea) kassieren absolut überraschende Niederlagen. „Das ist vermutlich alles der Covid-Situation geschuldet“, sucht Uli Kapp nach möglichen Erklärungen. Er und sein Team hätten insgeheim schon darauf gehofft, dass die Top-Teams nicht so konstant spielen. „Alle leisten sich einen Ausrutscher.“

Unerfahrenes deutsches Nationalteam

Dass Deutschland als Außenseiter davon aber bislang nicht wirklich profitierte, schiebt Kapp auf die Unerfahrenheit seiner Mannschaft. Mit Skip Sixten Totzek, Joshua Sutor und Klaudius Harsch habe er einfach drei Spieler in seinen Reihen, denen „in den entscheidenden Situationen die Abgebrühtheit fehlt.“ Das fünfte und letzte End gegen die Niederlande war so ein Moment für Kapp, an dem offensichtlich wurde, dass „die Jungs noch Lehrgeld zahlen müssen.“ Schimpfen will Kapp nicht, das mentale Wackligsein gehöre zur normalen Entwicklung eines Curlers.

Als absolut positiv sieht es Kapp, dass sein Team den Schalter nach der Pleite gegen das Oranje-Team wieder umlegen konnte. Beim 12:5-Erfolg gegen Korea hätten seine Jungs wieder gezeigt, was sie drauf haben.

Direkte Olympia-Qualifikation nicht mehr möglich

In der Tabelle steht das deutsche Team mit drei Siegen auf Rang zehn, ein Sprung auf Platz sechs, der die direkte Olympia-Qualifikation bedeutet, ist nicht mehr möglich. China besiegen und Schweden oder Kanada ein Bein stellen, das wär’s für Kapp. „Mit fünf Siegen wären wir absolut im Soll“, sagt der Füssener.

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