Curling-WM

Füssener kämpfen in Calgary ums Olympia-Ticket für Peking 2022

In Peking laufen ein Jahr vor Beginn der Olympischen Spiele erste Testwettkämpfe. Die Elite dagegen trifft sich im Mutterland des Curlingsports, in Kanada. In Calgary kämpfen seit Karfreitag 14 Teams um den WM-Titel - und die sechs Olympia-Tickets.

In Peking laufen ein Jahr vor Beginn der Olympischen Spiele erste Testwettkämpfe. Die Elite dagegen trifft sich im Mutterland des Curlingsports, in Kanada. In Calgary kämpfen seit Karfreitag 14 Teams um den WM-Titel - und die sechs Olympia-Tickets.

Bild: Andy Wong/AP/dpa

In Peking laufen ein Jahr vor Beginn der Olympischen Spiele erste Testwettkämpfe. Die Elite dagegen trifft sich im Mutterland des Curlingsports, in Kanada. In Calgary kämpfen seit Karfreitag 14 Teams um den WM-Titel - und die sechs Olympia-Tickets.

Bild: Andy Wong/AP/dpa

Im Mutterland des Curlingsports müsste das Team des CC Füssen unter die Top 6 kommen. Das Team von Bundestrainer Uli Kapp bereitete sich heimlich, still und leise vor.
02.04.2021 | Stand: 19:43 Uhr

Man könnte fast den Eindruck gewinnen, die deutschen Curler seien in geheimer Mission unterwegs. Die mehrwöchige Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft im kanadischen Calgary fand im Bundesleistungszentrum in Füssen heimlich, still und leise statt. Wegen Corona begaben sich die Spieler um Bundestrainer Uli Kapp zwei Wochen vor dem Abflug nach Übersee zudem in Isolation. Auch von der 30-stündigen Anreise in die Olympiastadt von 1988 und der fünftägigen Quarantäne in ihren Hotel-Einzelzimmern erfährt der Curling-Fan hierzulande nichts. Kein einziges Wort auf der Homepage des Verbandes, kein Foto, keine Pressemitteilung. Eine Sportart, die immer wieder beklagt, ein Nischendasein zu führen, scheint selbst wenig Interesse zu haben, auf sich aufmerksam zu machen.

Dominik Greindl spricht von einer Durststrecke

Da klingt es beinahe skurril, wenn Dominik Greindl vom Curling-Club Füssen in der Süddeutschen Zeitung sagt, Deutschland hätte in den letzten Jahren eine kleine Durststrecke erlebt und wolle nun durch einen Erfolg in Kanada das Curling in der Heimat wieder bekannter machen. Als Erfolg würde er den Einzug in die WM-Playoffs ansehen, zu denen die besten sechs der insgesamt 14 WM-Teilnehmer berechtigt sind. In Kanada, dem Mutterland des Curlingsports, wird Greindl mit seinen Teamkollegen der Curling-Clubs Füssen und Baden Hills aus Rheinmünster, Joshua Sutor, Mark Muskatewitz und dem neuen Skip Sixten Totzek, so oder so ins Rampenlicht rücken. Alle Partien werden live übertragen, die Zeitungen sind seit Tagen voll mit Curling-Berichten.

Mammutprogramm in der Vorrunde

Für Greindl & Co. hat das Turnier bereits am späten Freitagabend deutscher Zeit begonnen. Mit 13 Vorrunden-Begegnungen steht ein Mammut-Programm bevor; beim Erreichen der Finalrunde wären es 16 Spiele in zehn Tagen. Die besten sechs Teams qualifizieren sich direkt für die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking. Durchaus also ein Anreiz, Curling auch hierzulande mal wieder aus der Nische zu holen ...


Die Gegner Deutschlands in der WM-Vorrunde (Uhrzeiten entsprechen der Mitteleuropäischen Sommerzeit)

  • Freitag, 2. April, 22 Uhr Japan
  • Samstag., 3. April, 17 Uhr Schweiz, 22 Uhr USA
  • Sonntag, 4. April, 17 Uhr Italien
  • Montag, 5. April, 3 Uhr Russland; 22 Uhr Norwegen
  • Dienstag, 6. April, 3 Uhr Schottland, 22 Uhr Dänemark
  • Mittwoch, 7. April,17 Uhr Niederlande
  • Donnerstag, 8. April, 3 Uhr Korea, 17 Uhr China
  • Freitag, 9. April, 3 Uhr Schweden, 17 Uhr Kanada