Betrugsserie im Ostallgäu und Oberallgäu

Falsche Polizeibeamte und zweilichtige Online-Händler: Mehrere Allgäuer werden zu Betrugsopfern

Immer wieder kommt es zu Betrugsvorfällen im Allgäu. In den vergangenen Tagen erhielten Menschen im Ost- und Oberallgäu Anrufe von falschen Polizeibeamten.

Immer wieder kommt es zu Betrugsvorfällen im Allgäu. In den vergangenen Tagen erhielten Menschen im Ost- und Oberallgäu Anrufe von falschen Polizeibeamten.

Bild: Karolin Krämer, dpa (Symbolbild)

Immer wieder kommt es zu Betrugsvorfällen im Allgäu. In den vergangenen Tagen erhielten Menschen im Ost- und Oberallgäu Anrufe von falschen Polizeibeamten.

Bild: Karolin Krämer, dpa (Symbolbild)

Im Ostallgäu sind mehrere Menschen auf Online-Betrüger hereingefallen. Außerdem riefen falsche Polizeibeamte bei mehreren Allgäuern an.
13.11.2020 | Stand: 16:41 Uhr

Mehrere Menschen aus Kaufbeuren und Marktoberdorf sind in den vergangenen Tagen auf Online-Betrüger hereingefallen. Außerdem riefen falsche Polizeibeamte Menschen im Ost- und Oberallgäu an.

In Kaufbeuren gingen am Donnerstag im Laufe des Tages mehr als zehn Anrufe bei der Polizei ein, in denen Bürger mitteilten, dass sie von angeblichen Polizeibeamten angerufen worden seien.

Die falschen Beamten hätten den Angerufenen erzählt, dass in der Nachbarschaft ein Einbruch stattgefunden habe und mehrere Täter geflüchtet seien. Weitere Mitglieder der Bande seien noch auf freiem Fuß. Bei diesen hätte die Polizei Informationen zu den Adressen der Angerufenen gefunden.

Laut Polizei wollten die falschen Polizeibeamten damit wohl versuchen, die Angerufenen dazu bewegen, Geld und Wertsachen zu übergeben. Aufgrund der Berichterstattungen in den Medien hätten die Angerufenen jedoch über diese Betrugsmasche Bescheid gewusst und das Telefongespräch beendet.

Falscher Polizist wollte auch Bürger in Oberstaufen betrügen

Am Freitag kam es zudem in Oberstaufen zu drei Anrufen durch einen falschen Polizeibeamten. Der Mann wollte die angerufenen Bürger laut Polizei mit angeblichen polizeirelevanten Ereignissen ködern, um an Geld und Wertgegenstände zu gelangen. Alle drei Angerufenen erkannten die kriminelle Absicht des falschen Polizisten jedoch und legten sofort auf.

Polizei warnt vor Betrugsmasche "Falscher Polizeibeamter"

Die Polizei warnt vor der Betrugsmasche "Falscher Polizeibeamter" und deren Varianten. Dabei rufen die Betrüger an und geben sich beispielsweise als Polizeibeamte, Staatsanwälte oder sonstige Beschäftige einer Behörde aus. Nach Angaben der Polizei versuchen die Betrüger auf diese Weise, das Vertrauen der Angerufenen zu gewinnen, damit diese Bargeld oder Wertsachen herausgeben.

In den oben geschilderten Fällen in Kaufbeuren ist laut Polizei kein Schaden entstanden, da alle Angerufenen die Masche erkannten, das Telefongespräch beendeten und die Polizei informierten.

Drei Fälle von Online-Betrug nahe Marktoberdorf

Zudem fielen mehrere Ostallgäuer auf Online-Betrüger herein.

  • In Stötten erstattete ein 51-jähriger Mann am Donnerstagabend wegen versuchten Betrugs durch einen unbekannten Täter Anzeige bei der Polizei. Der Mann bemerkte nach Angaben der Polizei gerade noch rechtzeitig, dass ein Unbekannter das Kundenkonto des 51-Jährigen bei einem großen Online-Warenhändler manipuliert und zwei Drohnen im Wert von 350 Euro bestellt hatte. Der 51-Jährige konnte die Bestellung rückgängig machen, sodass kein Schaden entstand.
  • In Görisried hatte eine 37-Jährige bereits im Oktober über eine Online-Plattform für gebrauchte Gegenstände einen Spielkran im Wert von 90 Euro gekauft. Mit dem Verkäufer vereinbarte sie laut Polizei eine Anzahlung in Höhe von 45 Euro. Der restliche Betrag sollte nach Versand und Erhalt des Spielzeugs folgen. Der Kran kam nach Angaben der Polizei jedoch nie bei der Frau an, woraufhin sie Strafanzeige bei der Polizei in Marktoberdorf erstattete.
  • Ein weiterer Fall von Online-Betrug ereignete sich in Lengenwang. Ein 54-Jähriger bestellte ebenfalls bei einer Online-Plattform für gebrauchte Gegenstände eine Forstseilwinde in Höhe von 4.100 Euro. Er überwies das Geld laut Polizei vertrauensvoll auf das Konto des Tatverdächtigen, der die Seilwinde jedoch nicht lieferte.

Die Polizei weist darauf hin, bei derartigen Online-Geschäften nicht jedem Verkäufer zu vertrauen.

(Lesen Sie auch: Betrüger stiehlt Personalien von Buchloerin und schließt damit Online-Verträge ab.)