Fußball-Regionalliga

FC Memmingen beklagt fehlende Perspektiven für Fußballer

Wann es für die Kicker des FC Memmingen in der Fußball-Regionalliga wieder weitergeht, ist nach wie vor offen. Vor Mitte März auf keinen Fall.

Wann es für die Kicker des FC Memmingen in der Fußball-Regionalliga wieder weitergeht, ist nach wie vor offen. Vor Mitte März auf keinen Fall.

Bild: Olaf Schulze

Wann es für die Kicker des FC Memmingen in der Fußball-Regionalliga wieder weitergeht, ist nach wie vor offen. Vor Mitte März auf keinen Fall.

Bild: Olaf Schulze

Für den Amateur-Fußball in Bayern sieht es düster aus. Was der FC Memmingen vom Bayerischen Fußball-Verband fordert.
17.02.2021 | Stand: 21:30 Uhr

Realistisch gesehen wird nach der Verlängerung des Corona-Lockdowns vor Ostern im Amateurfußball kein Ball rollen. Doch nicht nur der Fußball, sondern im Prinzip der gesamte Amateursport ist auf Eis gelegt. Bei einem stabilen Inzidenz-Wert unter 35 Ansteckungen pro 100 000 Einwohner soll der Einzelhandel wieder an den Start gehen dürfen. Ob dies bis 7. März zu schaffen ist, bleibt offen. Erst danach wird über Öffnungen für Hotels und Gaststätten gesprochen – und erst anschließend ist der Breitensport und Freizeitbereich an der Reihe. Konkrete Perspektiven und Planungssicherheit gibt es weiterhin nicht.

Vor Mitte März wird auch kein Trainingsbetrieb beginnen

Das heißt, vor Mitte März kann über die Aufnahme des Trainingsbetriebs im bayerischen Amateurfußball erst gar nicht spekuliert werden. Sicher ist aber auch dieser Termin nicht. Bei der vom Bayerischen Fußballverband (BFV) veranschlagten Mindestvorbereitungszeit für die Klubs von zwei Wochen läge der Re-Start für den Spielbetrieb frühestens um Ostern Anfang April. Wegen der Verletzungsgefahr kommt aus Vereinskreisen die Forderung, dass eine Trainingsphase von vier Wochen unbedingt nötig sei. Die Kröte einer nur kurzen Vorbereitung würden mutmaßlich die meisten aber wohl schlucken, wenn nur überhaupt wieder etwas geht.

FC Memmingen fordert: BFV muss sich jetzt was einfallen lassen

Der BFV muss sich jetzt etwas einfallen lassen, fordern nicht nur die Verantwortlichen des Regionalligisten FC Memmingen, denn auch die „alte“ Restsaison 2019/20 lasse sich so nicht mehr problemlos durchziehen. Andere Landesverbände, die im Sommer 2020 im Gegensatz zu Bayern neue Spielzeiten gestartet haben, stehen vor noch größeren Problemen. Den bayerischen Klubs bleibt zunächst nur abzuwarten, nachdem Ministerpräsident Söder erklärt hat, dass der Weg im Freistaat „vorsichtiger“ als im Bund sein werde. Vom Verband hat sich dazu BFV-Geschäftsführer Jürgen Igelsbacher zu Wort gemeldet: „Unsere Vereine und wir als Verband wollen fixer Teil der Lösung der gesellschaftlichen Situation sein und nicht nur als pandemischer Problemfall betrachtet werden. ( ...) Was eine Fortsetzung des Spielbetriebs in Bayern angeht, lassen sich angesichts dessen, dass Inhalte des in der Diskussion befindlichen Wiederöffnungs-Konzeptes nur rudimentär bekannt sind, keine fundierten Aussagen treffen.“

Team hat noch zehn Spiele in der Regionalliga zu bestreiten

Der FC Memmingen hat in der Regionalliga noch zehn Punktspiele vor sich, was bis zum ursprünglich angedachten Saisonende am 8. Mai eigentlich kaum zu schaffen ist. Dazu kommt noch der Liga-Pokal (mit vier bis sechs Spielen), der aber vom Verband auch ersatzlos gestrichen werden könnte. In den Spielklassen unterhalb der Regionalliga oder auch im Jugendbereich wären Saisonverlängerungen in den Frühsommer hinein sicher machbar – vorausgesetzt der Amateursport wird freigegeben. Offiziell soll das Spieljahr am 30. Juni enden. Nach fast sieben Monaten Stillstand im Frühjahr und Sommer 2020 drohen mit dem aktuellen Lockdown weitere mindestens fünf Monate Zwangspause im Fußballspielbetrieb – wenn nicht noch länger.

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