Allgäu Airport

Fluggast randaliert: Linienflugzeug landet außerplanmäßig am Allgäu Airport

Zu einer außerplanmäßigen Landung kam es am Allgäu Airport in Memmingen.

Zu einer außerplanmäßigen Landung kam es am Allgäu Airport in Memmingen.

Bild: Flughafen Memmingen (Archivfoto)

Zu einer außerplanmäßigen Landung kam es am Allgäu Airport in Memmingen.

Bild: Flughafen Memmingen (Archivfoto)

Ein randalierender Fluggast hat für eine außerplanmäßige Zwischenlandung eines Linienflugzeugs am Allgäu Airport gesorgt. Um was es ging.
24.08.2020 | Stand: 13:06 Uhr

Es ist der Alptraum für Passagiere und Piloten-Crew: Ein eskalierender Streit in tausenden Meter Flughöhe. Genau das ist nun in einer Maschine passiert, die auf dem Flug von Dublin (Irland) nach Korfu (Griechenland) unterwegs war. Ein randalierender Fluggast sorgte am Sonntagvormittag für derartigen Tumult, dass das Linienflugzeig außerplanmäßig am Allgäu Airport in Memmingen landen musste. An Bord befanden sich etwa 160 Passagiere, wie die Polizei mitteilt.

Nachdem der randalierende Passagier während des Fluges beleidigend wurde und gegen die Sitze schlug, entschloss sich der Pilot zur Zwischenlandung in Memmingen. Dort wurde der 35 Jahre alte nordirische Staatsangehörige von der Polizei in Gewahrsam genommen.

Bei der anschließenden Durchsuchung seines Gepäcks wurden knapp 10 Gramm Kokain aufgefunden. Nach gerichtlicher Anordnung wurde durch einen Arzt eine Blutentnahme bei dem 35-Jährigen durchgeführt. Im Anschluss daran wurde der Nordire in eine Psychiatrische Klinik eingewiesen. "Der Fluggast war offenbar durch einen Mix aus Alkohol und Drogen in einer Ausnahmesituation und begann vermutlich ohne ersichtlichen Grund zu randalieren", sagte ein Polizeisprecher. Beim Stopp der Maschine brachten die Polizeibeamten den Randalierer schnell unter Kontrolle.

Auf den Randalierer kommen hohe Kosten zu

Den Nordiren erwartet nun eine Vielzahl von Strafanzeigen. Auch kann die Fluggesellschaft ihren zusätzlichen Aufwand dem 35-Jährigen in Rechnung stellen. Allein diese Rechnung dürfte sich im fünfstelligen Euro-Bereich bewegen. Nach rund einer Stunde setzte die Maschine ihren Flug fort.

Turbulenzen rund um randalierende Fluggäste hatte es vor Kurzem auch bei einem Flug nach München gegeben. Zwei betrunkene Frauen bewarfen in einem Flugzeug eine Schwerbehinderte mit Besteck und einem Handy. Der Pilot brach den Landeanflug in München deshalb zunächst ab, bis das Bordpersonal die beiden Randaliererinnen überwältigt hatte. Ähnlich wie nun der Mann in Memmingen standen auch die beiden Schwestern unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen.