Experte erklärt

Zu dieser Uhrzeit passieren die meisten Skiunfälle auf der Piste

Ein Rettungshubschrauber der Deutschen Rettungsflugwacht nach einem Skiunfall: Ein Experte berichtet jetzt, wann auf der Piste die meisten Unfälle passieren.

Ein Rettungshubschrauber der Deutschen Rettungsflugwacht nach einem Skiunfall: Ein Experte berichtet jetzt, wann auf der Piste die meisten Unfälle passieren.

Bild: Patrick Seeger, dpa (Archiv)

Ein Rettungshubschrauber der Deutschen Rettungsflugwacht nach einem Skiunfall: Ein Experte berichtet jetzt, wann auf der Piste die meisten Unfälle passieren.

Bild: Patrick Seeger, dpa (Archiv)

Morgens zum Start? Abends kurz vor Skilift-Schluss? Von wegen: Ein Experte berichtet, wann im Tagesverlauf die meisten Skiunfälle auf der Piste passieren.
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Von Allgäuer Zeitung
11.01.2022 | Stand: 18:02 Uhr

Wann passieren die meisten Unfälle beim Skifahren? Morgens kurz nach Öffnung der Skilifte, wenn alle noch müde sind und steif in den Gliedern? Oder doch eher am späten Nachmittag, wenn der Schnee sulzig ist, wenn die Skifahrer müde sind vom langen Tag und der eine oder andere doch einen Schnaps auf der Hütte getrunken hat?

Die Antwort auf diese Frage dürfte viele überraschen. Den die meisten Skiunfälle auf der Piste ereignen sich nicht morgens oder abends. Stattdessen mahnt die schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung zu besonderer Vorsicht kurz vor der Mittagspause: Da komme es zu besonders vielen Unfällen mit Verletzungsfolge, berichtete Sprecher Marc Kipfer dem Schweizer Rundfunk.

Uhrzeit: Wann passieren die meisten Skiunfälle?

Dafür gebe es zwei Gründe: "Einerseits sind zu dieser Uhrzeit viele Leute unterwegs, sowohl die Frühaufsteher als auch die, die ein bisschen später eingetroffen sind. Andererseits treten auch bereits Ermüdungserscheinungen auf", sagte er dem Sender SRF. "Man hat vielleicht Hunger, fährt aber doch noch zwei, drei Mal, bevor man sich verpflegt und Pause macht."

Auf Schweizer Pisten verletzen sich jedes Jahr rund 60.000 Menschen beim Wintersport, 4000 von ihnen so schwer, dass sie nach drei Monaten noch nicht wieder arbeiten gehen können. Mediziner haben Wintersportlerinnen und -sportler schon zu besonderer Vorsicht aufgerufen, weil Krankenhäuser durch eine hohe Zahl an Covid-Patienten am Limit und nur wenige Intensivbetten frei sind.

"Snowboard fahren ist ein bisschen gefährlicher als Skifahren"

Verglichen mit dem Fußballspielen sei der Wintersport weniger gefährlich, sagte Kipfer: "Pro Stunde Fußball ist das Risiko fünfeinhalb Mal größer, dass ich mich verletzte, als wenn ich Skifahren gehe. Snowboard fahren ist ein bisschen gefährlicher als Skifahren, aber noch weniger als Fußball."

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KIpfer erklärte in dem Interview auch, welche Verletzungen bei Unfällen mit Ski oder Snowboard am häufigsten sind. Betroffen sind demnach vor allem

  • Knie
  • Unterschenkel
  • Schulter

Beim Snowboarden sind auch die Handgelenke sehr häufig betroffen, so Kipfer. Sein Tipp: immer einen Helm tragen und Skibindungen in jeder Saison professionell einstellen lassen.