Jugendfußball

Nachwuchs-Fußballer spielen weiter in Meldeligen

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Die „richtige“ Spielklasse kann sich der Allgäuer Fußball-Nachwuchs weiterhin aussuchen.

Bild: Reinhold Rummel

Die „richtige“ Spielklasse kann sich der Allgäuer Fußball-Nachwuchs weiterhin aussuchen.

Bild: Reinhold Rummel

Fußball-Jugendmannschaften können weiterhin die Klasse wählen, in der sie spielen wollen. Im Allgäu ist das System sehr beliebt.
11.03.2021 | Stand: 16:15 Uhr

89 Prozent der Fußballvereine in Bayern und 93 Prozent der Klubs im Allgäu haben für die Beibehaltung der Meldeliga gestimmt: Die Vereine können auch in Zukunft auf Kreisebene selbst entscheiden, in welcher Liga ihre Jugendteams antreten sollen. Die Meldeliga wurde als Versuchsmodell für die derzeit laufende Saison eingeführt und wird nun auch im Allgäu dauerhaft beibehalten.

Dauerhafte Einführung der Meldeliga im Jugend-Fußball

Wann es mit dem Junioren-Spielbetrieb wieder losgehen kann, steht derzeit noch in den Sternen. Dennoch bereiten sich die Verantwortlichen beim Bayerischen Fußball-Verband (BFV) und in den Vereinen auf die Wiederaufnahme des Spielbetriebs vor. Mit der dauerhaften Einführung der Meldeliga wurde nun eine gravierende Änderung im Jugendspielbetrieb durch die Vereine beschlossen.

In der Saison 2020/21 brachte eine BFV-Arbeitsgruppe wegen der coronabedingten Einschränkungen im Juniorenbereich die „Meldeliga“ ins Spiel: Die Vereine sollten vor der Saison die Qualität ihrer Jugendteams selbst abschätzen und von der A- bis zur D-Jugend entsprechend in Kreisliga, Kreisklasse oder Gruppe melden. Mit dem Modell machten Vereine und Verband offenbar gute Erfahrungen, wie die eindeutige Abstimmung belegt.

„Von Anfang an das passende Spielmodell“

Mit der Neuerung könne man nun die Jugendspielgruppen leistungsgerechter einteilen, sagte Verbandsjugendleiter Florian Weißmann: „Für mich persönlich war die Idee der Meldeliga von Anfang an das passende Spielmodell auf Kreisebene. Gerade wenn man bedenkt, dass sich die Jugendmannschaften jährlich in der Zusammensetzung ändern und dadurch Entwicklungs- und Leistungsschwankungen einhergehen“, bewertet Weißmann die frühere Problematik, dass die Junioren-Teams jeweils die Spielklassen ihrer Altersvorgänger übernehmen mussten.

Beeindruckt hat Weißmann, dass die meisten Selbsteinschätzungen der Teams durchaus zutreffend waren: „Wir hatten sehr wenige Vereine, die deutlich zu stark oder zu schwach in den selbst gewählten Ligen waren.“ Für derlei Fälle ist in der Meldeliga übrigens zur Winterpause ein Spielklassenwechsel vorgesehen, der über einen Auf- und Abstieg nach Abschluss der Hinserie erfolgt.

Ab Kreisliga aufwärts zählt weiterhin die sportliche Qualifikation

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Nicht mehr der Erhalt oder Erreichen einer Spielklasse stehe nunmehr im Vordergrund: „Die Meldeliga sorgt dafür, dass die Nachwuchsspieler auf ihrem eigenen Niveau im Spiel gefordert werden können. Die Mannschaft steht damit mehr im Mittelpunkt und jeder einzelne Spieler kann dadurch profitieren“, ergänzt der Verbandsjugendleiter. Nicht betroffen von der Meldeliga ist übrigens die Bezirksoberliga: Ab der Kreisliga aufwärts zählt weiterhin die sportliche Qualifikation für den Aufstieg.

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