Fußball-Auftakt in der Bayernliga

Bloß kein Kniefall vor der Konkurrenz - TSV Kottern startet in die neue Saison

Der TSV Kottern, hier Nico Beutel (Mitte) beim Kemptener Brauhaus-Cup in den neuen, komplett blauen Trikots gegen den FV Ravensburg (in weiß), möchte in der neuen Bayernliga-Saison einen offensiveren Fußball spielen. Das Saisonziel beschreiben die Sankt Manger sehr mutig: Besser als in der Vorsaison. Da wurde man Fünfter.

Der TSV Kottern, hier Nico Beutel (Mitte) beim Kemptener Brauhaus-Cup in den neuen, komplett blauen Trikots gegen den FV Ravensburg (in weiß), möchte in der neuen Bayernliga-Saison einen offensiveren Fußball spielen. Das Saisonziel beschreiben die Sankt Manger sehr mutig: Besser als in der Vorsaison. Da wurde man Fünfter.

Bild: Dirk Klos

Der TSV Kottern, hier Nico Beutel (Mitte) beim Kemptener Brauhaus-Cup in den neuen, komplett blauen Trikots gegen den FV Ravensburg (in weiß), möchte in der neuen Bayernliga-Saison einen offensiveren Fußball spielen. Das Saisonziel beschreiben die Sankt Manger sehr mutig: Besser als in der Vorsaison. Da wurde man Fünfter.

Bild: Dirk Klos

Kottern startet mit einem Heimspiel in die neue Spielzeit. Welche Lehren Trainer Günes aus der Vorbereitung zieht und was er von Neuzugang Meisinger hält.
22.07.2021 | Stand: 09:51 Uhr

Jetzt wird es ernst für Bayernligist TSV Kottern: Am Sonntag ist ab 17 Uhr der FC Deisenhofen zum ersten Saisonspiel in der Abt-Arena zu Gast. Trainer Matthias Günes erwartet einen sehr starken Gegner und erinnert sich gerne an das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams. „Das war eines der coolsten Spiele“, erzählt Günes. 3:3-Endstand, ein Elfmeter gegen Kottern in der 94. Minute und eine Offensivschlacht, wie sie sich ein neutraler Zuschauer nur wünschen kann.

In etwa so wie das Pokalspiel der Kotterner beim Landesligisten Egg (Endstand: 5:4 für Kottern)? „In etwa. Offensiv war ich zufrieden mit meiner Mannschaft. Die Spieler haben das umgesetzt, was wir trainiert haben“, sagt Günes. Doch die Defensivleistung sei noch ausbaufähig. „Bei vier Gegentoren kannst du natürlich nicht zufrieden sein.“

Defensive Kotterner wollen offensiv gefährlicher werden

Denn über eine stabile Defensivarbeit habe sich der TSV Kottern unter Günes in den vergangenen Jahren definiert. „Das war unsere grundsätzliche Spielanlage. Jetzt kommt der nächste Entwicklungsschritt. Wir müssen offensiv gefährlicher werden“, sagt der Trainer. Das gelang der Mannschaft in den Testspielen bislang ziemlich eindrucksvoll. 6:1 und 5:4 gegen Egg, 6:0 in Thalhofen, 3:3 beim 1. FC Sonthofen und 8:0 gegen den FC Isny.

Doch bei all der Offensivpower mahnt der Coach zur Vorsicht: „Unsere Verteidigungsbereitschaft darf uns nicht verloren gehen.“ Denn nur so sei das Saisonziel, 50 Punkte zu holen und besser als in der Vorsaison zu sein, möglich. Und das sei der Anspruch in Kottern.

Neuzugang Philipp Meisinger mit Doppelpack im Pokalspiel

Ein neues Puzzlestück in Günes’ Mannschaft ist der Matchwinner aus dem Pokalspiel: Philipp Meisinger. Mit zwei Toren schoss er seine Mannschaft zum Sieg – und sich eventuell in die Startelf? „Die Tore sind ein erster Schritt und helfen in der Entwicklung, aber Philipp muss sich noch weiterentwickeln“, sagt Günes.

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TSV Kottern

Der verlängerte Arm des Trainers - Co-Trainer Tobias Hänsle vor dem Saisonauftakt

Denn der 24-Jährige kam vom Kreisligisten FC Füssen nach Sankt Mang. Bayernliga-Fußball betrachtete er bisher nur vom Spielfeldrand. „Das Niveau ist schon sehr hoch“, gesteht Meisinger. Deshalb erwartet der Mittelfeldspieler auch noch keine Wunder, ebenso wenig sein Trainer. „Die Qualität ist da, sonst hätte ich ihn ja nicht zu uns geholt“, meint Günes.

Günes hat Meisinger schon in Füssen trainiert

Den Mittelfeldspieler und den Trainer verbindet zudem eine gemeinsame Zeit in Füssen. Günes trainierte Meisinger bereits in der A-Jugend und weiß um dessen Stärken. „Er setzt das um, was wir von ihm sehen wollen.“ Doch er sagt auch: „Wir werden ihm keinen Gefallen tun, wenn wir jetzt schon zu viel von ihm fordern.“ Für Meisinger kein Beinbruch, will er sich doch weiterentwickeln. Und womöglich ist ein Einsatz als Joker nicht verkehrt – in Egg beim Pokalspiel hat’s ja schon geklappt.

Vorne von links: Timo Lutz, Marco Schad, Achim Speiser, Roland Fichtl, Nino Mormone, Tobias Heiland, Boran Özden, Christian Geiger, Marcello Barbera, Michael Szostak. M.v.l.: Ralph Grosse, Tobias Hänsle (Co-Trainer), Nico Beutel, Laurin Zeisele, Armin Rausch, Sezer Yazir, Julian Feneberg, Horst Lehmuth, Timur Senol (Torwarttrainer), Matthias Günes (Trainer). H.v.l.: Philipp Meisinger, Mirhan Kaya, Stefan Liebert, Marco Miller, Niklas Zeiler, Matthias Jocham, Tim Buchmann, Christopher Wegrath.
Vorne von links: Timo Lutz, Marco Schad, Achim Speiser, Roland Fichtl, Nino Mormone, Tobias Heiland, Boran Özden, Christian Geiger, Marcello Barbera, Michael Szostak. M.v.l.: Ralph Grosse, Tobias Hänsle (Co-Trainer), Nico Beutel, Laurin Zeisele, Armin Rausch, Sezer Yazir, Julian Feneberg, Horst Lehmuth, Timur Senol (Torwarttrainer), Matthias Günes (Trainer). H.v.l.: Philipp Meisinger, Mirhan Kaya, Stefan Liebert, Marco Miller, Niklas Zeiler, Matthias Jocham, Tim Buchmann, Christopher Wegrath.
Bild: Ralf Lienert

Kader des TSV Kottern:

  • Torhüter: Tobias Heiland, Antonio Mormone.
  • Abwehr: Tobias Hänsle, Mirhan Kaya, Stefan Liebert, Marco Miller, Laurin Zeisele.
  • Mittelfeld: Marcello Barbera, Nico Beutel, Tim Buchmann, Julian Feneberg, Roland Fichtl, Christian Geiger, Matthias Jocham, Timo Lutz, Marco Schad, Michael Szostak, Sezer Yazir, Kim Paschek, Philipp Wujewitsch, Philipp Meisinger.
  • Angriff: Armin Rausch, Achim Speiser, Christopher Wegrath, Niklas Zeiler.

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